Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines
optischen Aufzeichnungsmediums vom Phasenänderungstyp, umfassend ein Aufzeichnungsmaterial
in einer Aufzeichnungsschicht davon, welches Aufzeichnungsmaterial in der Lage ist,
Veränderungen in der Phase davon durch die Aufbringung eines Laserstrahls darauf
zu verursachen, wodurch Information darin aufgezeichnet, wiedergegeben und überschrieben
wird.
Erörterung des Hintergrundes
Herkömmlicher Weise ist ein optisches Informationsaufzeichnungsmedium
vom Phasenänderungstyp, welches Phasenänderungen zwischen einer kristallinen
Phase und einer amorphen Phase oder zwischen einer kristallinen Phase und einer
anderen kristallinen Phase verwendet, als eines derjenigen optischen Aufzeichnungsmedien
bekannt, welche in der Lage sind, durch die Aufbringung von elektromagnetischen
Wellen darauf, wie eines Laserstrahls, Information aufzuzeichnen, wiederzugeben
und zu löschen. Diese Art von einem optischen Informationsaufzeichnungsmedium
vom Phasenänderungstyp ermöglicht das Überschreiben von Information
durch das Aufbringen eines einzigen Laserstrahls darauf, obwohl es schwierig ist,
eine solche Überschreibung in einem magneto-optischen Speicher durch die Aufbringung
eines einzigen Laserstrahls unter Verwendung eines magneto-optischen Aufzeichnungsmediums
durchzuführen. Ein optisches System eines Laufwerkes für das optische
Informationsaufzeichnungsmedium vom Phasenänderungstyp kann einfacher als dasjenige
für ein magneto-optisches Aufzeichnungsmedium konstruiert sein, so dass Forschung
und Entwicklung von Aufzeichnungsmedien dieser Art in den letzten Jahren aktiv durchgeführt
wurden.
Wie in US-A-3 530 441 offenbart
wird, werden herkömmlicher Weise die so genannten Legierungen auf Chalcogenbasis,
wie Ge-Te, Ge-Te-Se, Ge-Te-S, Ge-Se-Sb, Ge-As-Se, In-Te, Se-Te und Se-As als Aufzeichnungsmaterialien
für das optische Aufzeichnungsmedium vom Phasenänderungstyp verwendet.
Außerdem wird vorgeschlagen, der vorstehend erwähnten Legierung auf Basis
von Ge-Te das Element Au zuzusetzen, um die Stabilität des Aufzeichnungsmaterials
und auch dessen Kristallisationsgrad zu erhöhen, wie in JP-A-61-219692
offenbart wird. Weiterhin wird der Zusatz von Sn und Au zu der Legierung auf Basis
von Ge-Te, beziehungsweise der Zusatz von Pd zu derselben, für die gleichen
Zwecke wie vorstehend erwähnt in JP-A-61-270190
und 62-19490 vorgeschlagen. Weiterhin werden
Aufzeichnungsmaterialien, umfassend eine Mischung von Ge, Te, Se und Sb und eine
Mischung von Ge, Te und Sb, deren jede eine in Atomprozenten von jedem Konstitutionselement
des Aufzeichnungsmaterials ausgedrückte spezifischen Zusammensetzung aufweist,
in JP-A-62-73438 und 63-228433
für die Verbesserung der Aufzeichnungs- und Wiederholtlöschungseigenschaften
des erhaltenen Aufzeichnungsmediums offenbart.
Jedoch erfüllen keine der vorstehend erwähnten herkömmlichen
optischen Aufzeichnungsmedien vom Phasenänderungstyp alle Anforderungen für
das wiederbeschreibbare optische Aufzeichnungsmedium vom Phasenänderungstyp.
Wichtigste in den herkömmlichen optischen Aufzeichnungsmedien vom Phasenänderungstyp
zu verbessernde Punkte sind insbesondere das Verbessern der Aufzeichnungsempfindlichkeit
und Löschempfindlichkeit und das Verhindern der Abnahme der Löschbarkeit
im Verlauf des Überschreibvorgangs, welche durch die ungelöscht verbleibenden
Abschnitte verursacht wird.
Für die vorstehend erwähnten Verbesserungen wird ein Aufzeichnungsmaterial
vom Mischphasentyp, umfassend Ag, In, Sb und Te als Konstitutionselemente, wie in
US-A-5156693 und in JP-A-3-240590,
4-78031, 4-232779
und 5-345478 offenbart, vorgeschlagen. Ein
solches Aufzeichnungsmaterial vom Mischphasentyp kann die nötige Aufzeichnungs-
und Löschempfindlichkeiten für das Licht mit einer Peak-Energie von 12
mW oder weniger und hervorragende Löschbarkeit aufweisen, so dass es wirksam
ist, wenn es in einer Aufzeichnungsschicht für Markierungskanten-Aufzeichnung
verwendet wird. Jedoch sind herkömmliche, die Aufzeichnungsmaterialien auf
Grundlage von Ag-In-Sb-Te verwendende optische Aufzeichnungsmedien noch unzureichend
im Hinblick auf die Lagerstabilität und die Wiederholungszuverlässigkeit.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Demgemäß ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, ein
Verfahren zum Herstellen einer Aufzeichnungsschicht eines optischen Aufzeichnungsmediums
mit hervorragendem C/N-Verhältnis, hoher Löschbarkeit und hohen Empfindlichkeiten,
minimalem Jitter und ausreichender Lagerstabilität und Wiederholungszuverlässigkeit
bereitzustellen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieses Ziel erreicht
durch ein Verfahren zum Herstellen eines optischen Aufzeichnungsmediums, umfassend
eine Aufzeichnungsschicht, die in der Lage ist, durch Nutzung von Änderungen
der Phase eines Aufzeichnungsmaterials in der Aufzeichnungsschicht Information aufzuzeichnen
und zu löschen,
wobei die Aufzeichnungsschicht als Konstitutionselemente Ag, In, Te und Sb umfasst,
wobei die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;, &ggr; und &dgr; davon in
der Beziehung stehen:
0 < &agr; ≤ 30; 0 < &bgr; ≤ 30; 10 ≤ &ggr; ≤
50; 10 ≤ &dgr; ≤ 80; &agr; + &bgr; + &ggr; + &dgr; = 100;
und &agr; – &ggr;/2 ≤ –8
oder alternativ die Aufzeichnungsschicht als Konstitutionselemente Ag, In, Te, Sb
und Stickstoff- und/oder Sauerstoffatome umfasst, wobei die jeweiligen Atom-Prozente
&agr;, &bgr;, &ggr;, &dgr; und &egr; davon (&egr; stellt die gesamten
Atom-Prozente von Stickstoff- und/oder Sauerstoffatomen dar) in der Beziehung stehen:
0 < &agr; ≤ 30, 0 < &bgr; ≤ 30, 9 ≤ &ggr; ≤
50, 9 ≤ &dgr; ≤ 80, 0 < &egr; ≤ 5, &agr; + &bgr;
+ &ggr; + &dgr; + &egr; = 100, &agr; – &ggr;/2 ≤ –8
wobei das Verfahren den Schritt umfasst von:
Erzeugen der Aufzeichnungsschicht in einer Sputterkammer durch Sputtern unter Verwendung
eines Sputtertargets, umfassend eine Verbindung oder Mischung, die als Konstitutionselemente
Ag, In, Te und Sb umfasst, wobei die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;,
&ggr; und &dgr; davon in der Beziehung stehen
2 < &agr; ≤ 30; 3 < &bgr; ≤ 30; 10 ≤ &ggr; ≤
50; 15 ≤ &dgr; ≤ 83; und &agr; + &bgr; + &ggr; + &dgr; =
100;
in einem Gas umfassend Argongas und 0 bis 15 Mol-% Stickstoffgas.
Unter dem Aspekt der Struktur des optischen Aufzeichnungsmediums ist
es bevorzugt, dass das vorstehend erwähnte optische Aufzeichnungsmedium ein
Polycarbonatsubstrat, eine erste Schutzschicht, die vorstehend erwähnte Aufzeichnungsschicht,
eine zweite Schutzschicht, eine reflektierende Wärmeabfuhrschicht und eine
UV-härtende Harzschicht umfasst, welche in dieser Reihenfolge übereinander
gelegt sind.
Überdies ist es in dem vorstehend erwähnten optischen Aufzeichnungsmedium
bevorzugt, dass die erste und die zweite Schutzschicht das gleiche Material verwenden,
wobei die Summe der thermischen Spannung und der tatsächlichen Spannung von
jeder Schutzschicht mindestens 150 MPa beträgt. Ferner ist es bevorzugt, dass
die Streckgrenze der Aufzeichnungsschicht mindestens 200 MPa beträgt.
Außerdem kann die vorstehend erwähnte Aufzeichnungsschicht
ein Nitrid und/oder Oxid umfassen, das mindestens eines der Konstitutionselemente
Ag, In, Te und Sb umfasst; oder ein Stickstoffatom, und sie kann ferner ein Element
umfassen, das in der Lage ist, in Verbindung mit irgendeinem der Konstitutionselemente
Ag, In, Te und Sb eine Legierung oder eine Verbindung zu bilden.
In dem vorstehend erwähnten Verfahren zum Herstellen des Aufzeichnungsmediums
ist es bevorzugt, dass vor dem Sputtervorgang der Rückdruck in den Bereich
von 3 × 10–7 bis 5 × 10–6 Torr eingestellt
wird.
Ferner ist es bevorzugt, dass nach dem Sputtervorgang ein Gas, enthaltend
Stickstoffgas mit einer Konzentration höher als die Konzentration von Stickstoff
in dem während des Sputtervorgangs verwendeten Gas, in die Sputterkammer eingeführt
wird.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Ein vollständigeres Verständnis der Erfindung und von vielen
der damit verbundenen Vorteile wird leicht erhalten, wenn diese durch Bezugnahme
auf die folgende Beschreibung in Einzelheiten in Verbindung mit den begleitenden
Zeichnungen in Erwägung gezogen wird, wobei:
1(a), 1(b) und 1(c) Schaubilder
sind, welche die Archivfestigkeit, die Lagerfähigkeit beziehungsweise die Überschreibungs-Lagerfähigkeit
der erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmedien vom Phasenänderungstyp,
umfassend ein Aufzeichnungsmaterial auf Basis von Ag-In-Te-Sb, zeigen.
2 ein Schaubild ist, welches die Abhängigkeit
der anfänglichen Geschwindigkeit der Qualitätsminderung der Überschreibungs-Lagerfähigkeit
des erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmediums von der Zusammensetzung
von dessen Aufzeichnungsschicht zeigt.
3(a) und 3(b) schematische Querschnittsansichten
eines optischen Aufzeichnungsmediums sind, zur Erklärung der Entstehung eines
großen Gradienten der Zugspannung in der Aufzeichnungsschicht, wenn ein Laserstrahl
darauf aufgebracht wird, um Information darin aufzuzeichnen.
4 ein Schaubild zur Erklärung der Beziehung zwischen
der Spannung einer Schutzschicht des erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmediums
und der Anzahl der möglichen Wiederholungen der Überschreibvorgänge
ist.
5 ein Schaubild zur Erklärung der Beziehung zwischen
der Dicke einer ein Aufzeichnungsmaterial auf Grundlage von Ag-In-Te-Sb umfassenden
Aufzeichnungsschicht und der Streckspannung der Aufzeichnungsschicht ist.
6 ein Schaubild ist, welches die Scheibenmerkmale einer
Aufzeichnungsschicht eines erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmediums
zeigt, wobei die Aufzeichnungsschicht aus einem Sputtertarget gefertigt wurde, das
mit dem den Wärmebehandlungsschritt beinhaltenden Verfahren hergestellt wurde.
7 ein Schaubild ist, welches die Scheibenmerkmale einer
Aufzeichnungsschicht eines erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmediums
zeigt, wobei die Aufzeichnungsschicht aus einem Sputtertarget gefertigt wurde, das
mit dem den Wärmebehandlungsschritt nicht beinhaltenden Verfahren hergestellt
wurde.
8 ein Schaubild ist, welches die Überschreibungsmerkmale
eines erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmediums zeigt, dessen Aufzeichnungsschicht
aus einem Sputtertarget gefertigt wurde, das AgInTe2 umfasst, welches
Kristallite mit einer Teilchengröße von 50 nm (500 Å) bildet.
9 ein Schaubild zur Erklärung der Beziehung zwischen
dem vor dem Sputtervorgang angelegten Rückdruck und dem C/N-Verhältnis
einer Aufzeichnungsschicht des erhaltenen erfindungsgemäßen optischen
Aufzeichnungsmediums ist.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Um ein erfindungsgemäßes optisches Aufzeichnungsmedium zu
erhalten, kann ein Sputtertarget zum Anfertigen einer Aufzeichnungsschicht des optischen
Aufzeichnungsmediums verwendet werden. Das Sputtertarget umfasst eine Verbindung
oder Mischung, die als Konstitutionselemente Ag, In, Te und Sb umfasst, wobei die
jeweiligen Atom-Prozente (Atom.-%) &agr;, &bgr;, &ggr; und &dgr; davon in
der Beziehung stehen 2 ≤ &agr; ≤ 30; 3 ≤ &bgr; ≤
30; 10 ≤ &ggr; ≤ 50; 15 ≤ &dgr; ≤ 83; und &agr;
+ &bgr; + &ggr; + &dgr; = 100.
Es ist bevorzugt, dass die vorstehend erwähnte Verbindung oder
Mischung zur Verwendung in dem Target Sb und AgInTe2 mit einer stöchiometrischen
Zusammensetzung und/oder einer beinahe stöchiometrischen Zusammensetzung mit
einer Chalcopyrit-Struktur umfasst. Überdies ist es bevorzugt, dass das vorstehend
erwähnte AgInTe2 mit einer stöchiometrischen Zusammensetzung
und/oder einer beinahe stöchiometrischen Zusammensetzung mit einer Chalcopyrit-Struktur
Kristallite mit einer Teilchengröße (d) von 45 nm (450 Å) oder weniger
bildet.
Um das vorstehend erwähnte Target zum Sputtern zu erhalten, werden
die Elemente Ag, In und Te gemischt, um eine Mischung zu bilden, die Mischung der
Elemente Ag, In und Te wird bei 600°C oder mehr geschmolzen, schnell abgekühlt,
um einen festen Brocken herzustellen, und pulverisiert, um fein verteilte Teilchen
herzustellen. Die derart hergestellten fein verteilten Teilchen werden mit Sb gemischt,
und die Mischung aus den fein verteilten Teilchen und Sb wird gesintert. Alternativ
werden die Elemente Ag, In, Te und Sb gemischt, um eine Mischung zu bilden, die
Mischung der Elemente Ag, In und Te wird bei 600°C oder mehr geschmolzen, schnell
abgekühlt und pulverisiert, und dann werden die derart erhaltenen fein verteilten
Teilchen gesintert.
In jedem Fall ist es vorteilhaft, die vorstehend erwähnte Mischung,
das heißt, die Mischung aus den fein verteilten Teilchen der Elemente Ag, In
und Te und von Sb oder die Mischung der fein verteilten Teilchen aus den Elementen
Ag, In, Te und Sb vor dem Sinterschritt einer Wärmebehandlung zu unterwerfen.
Die Wärmebehandlung kann bei einer Temperatur nicht höher als der Schmelzpunkt
der Mischung, vorzugsweise in einem Bereich von 200 bis 450°C, bevorzugter
300 bis 400°C und noch bevorzugter bei etwa 350°C, das heißt der
Temperatur niedriger als die Sinterungstemperatur der Mischung, durchgeführt
werden.
Das erfindungsgemäße optische Aufzeichnungsmedium umfasst
eine Aufzeichnungsschicht, die in der Lage ist, durch Nutzung von Änderungen
der Phase eines Aufzeichnungsmaterials in der Aufzeichnungsschicht Information aufzuzeichnen
und zu löschen, wobei die Aufzeichnungsschicht als Konstitutionselemente Ag,
In, Te und Sb umfasst, wobei die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;, &ggr;
und &dgr; davon in der Beziehung 0 < &agr; ≤ 30, 0 < &bgr; ≤
30, 10 ≤ &ggr; ≤ 50, 10 ≤ &dgr; ≤ 80 und &agr;
+ &bgr; + &ggr; + &dgr; = 100 stehen.
Die Aufzeichnungsschicht des erfindungsgemäßen optischen
Aufzeichnungsmediums kann als Konstitutionselemente Ag, In, Te,
Sb und Stickstoff- und/oder Sauerstoffatome umfassen, wobei die jeweiligen Atom-Prozente
&agr;, &bgr;, &ggr;, &dgr; und &egr; davon in der Beziehung 0 < &agr;
≤ 30, 0 < &bgr; ≤ 30, 9 ≤ &ggr; ≤ 50, 9 ≤
&dgr; ≤ 80, 0 < &egr; ≤ 5 und &agr; + &bgr; + &ggr; +
&dgr; + &egr; = 100 stehen, wobei &egr; die gesamten Atom-Prozente von Stickstoff-
und/oder Sauerstoffatomen darstellt. Das heißt, es ist erwünscht, dass
die Aufzeichnungsschicht ein Nitrid und/oder Oxid, umfassend mindestens eines der
Konstitutionselemente Ag, In, Te und Sb, oder ein Stickstoffatom umfasst. Ein solches
Nitrid und/oder Oxid oder ein Stickstoffatom kann die Grenzen von Kristallen in
der Aufzeichnungsschicht oder die Zwischenschichten zwischen der Aufzeichnungsschicht
und den später zu beschreibenden ersten und zweiten Schutzschicht bilden.
Um hervorragende Scheibenmerkmale des optischen Aufzeichnungsmediums
zu erhaltenen, ist es bevorzugt, dass die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;,
&ggr; und &dgr; der Konstitutionselemente Ag, In, Te und Sb zur Verwendung in
dem vorstehend erwähnten Sputtertarget zum Herstellen der Aufzeichnungsschicht
in der Beziehung 2 ≤ &agr; ≤ 27, 5 ≤ &bgr; ≤ 28,
13 ≤ &ggr; ≤ 45, 20 ≤ &dgr; ≤ 75 und &agr; + &bgr;
+ &ggr; + &dgr; = 100 stehen, bevorzugter 2 ≤ &agr; ≤ 25, 8
≤ &bgr; ≤ 25, 15 ≤ &ggr; ≤ 40, 25 ≤ &dgr;
≤ 65 und &agr; + &bgr; + &ggr; + &dgr; = 100. Im Hinblick auf die
Materialien zur Verwendung in den Schichten außer der Aufzeichnungsschicht,
die das Aufzeichnungsmedium bilden, zum Beispiel einer Schutzschicht und einer Refelexionsschicht
und die Dicke dieser Schichten kann die geeignetste Zusammensetzung des Targets
zum Herstellen der Aufzeichnungsschicht so festgelegt werden, dass eine gewünschte
Lineargeschwindigkeit des Aufzeichnungsmediums und eine gewünschte Markierungslänge
erhalten werden.
Wie vorstehend erwähnt, ist es zu bevorzugen, dass die Verbindung
oder Mischung zur Verwendung in dem Sputtertarget der vorliegenden Erfindung Sb
und AgInTe2mit einer stöchiometrischen Zusammensetzung und/oder
einer beinahe stöchiometrischen Zusammensetzung mit einer Chalcopyrit-Struktur
umfasst. Wenn die Aufzeichnungsschicht in einem dünnen Film durch Sputtern
unter Verwendung des vorstehend erwähnte Targets abgeschieden wird, kann in
der Aufzeichnungsschicht eine gemischte Phase erhalten werden, das heißt, eine
kristalline Phase, die AgSbTe2 und eine amorphe In-Sb-Phase umfasst,
indem die Aufzeichnungsschicht zur Initialisierung einer geeigneten Wärmebehandlung
unterworfen wird. Wegen des Vorhandenseins einer solchen gemischten Phase in der
Aufzeichnungsschicht kann ein optisches Aufzeichnungsmedium erhalten werden, das
in der Lage ist, hohe Löschbarkeit und wiederholte Durchführbarkeit des
Aufzeichnungsvorgangs und des Löschvorgangs durch Anwendung niedriger Energie
aufzuweisen.
Die Teilchengröße der Kristallite von AgInTe2
mit einer stöchiometrischen Zusammensetzung und/oder einer beinahe stöchiometrischen
Zusammensetzung mit einer Chalcopyrit-Struktur zur Verwendung in dem Sputtertarget
kann zum Beispiel aus der Breite eines Hauptpeaks, der aus der Röntgenbeugung
des pulverisierten Targets erhalten wird, berechnet werden. Wenn zum Beispiel Cu
für die Röntgenquelle verwendet wird und &lgr; etwa 0,154 nm (1,54 Å)
beträgt, ist die Breite eines Hauptpeaks etwa 24,1°. Es ist notwendig,
dass die Breite des Peaks unter Bezugnahme auf den Hauptpeak einer Bezugsprobe mit
einer ausreichend großen Teilchengröße korrigiert wird. In dem Fall,
wo die Teilchengröße der AgInTe2-Kristallite in dem Sputtertarget
45 nm (450 Å) oder weniger beträgt, ist es möglich, die vorstehend
erwähnte Aufzeichnungsschicht mit gemischter Phase zu erhalten, die in der
Lage ist, stabile Aufzeichnungs- und Löschvorgänge durchzuführen,
so lange die Aufzeichnungsschicht nach der Herstellung der Aufzeichnungsschicht
der angemessenen Wärmebehandlung unterworfen wird.
Wenn die Aufzeichnungsschicht von einem optischen Aufzeichnungsmedium
durch Sputtern unter Verwendung des vorstehend erwähnten Targets der vorliegenden
Erfindung hergestellt wird, ist es wünschenswert, dass der vor dem Sputterschritt
aufgebrachte Rückdruck (p) in dem Bereich von 3 × 10–7
Torr ≤ (p) ≤ 5 × 10–6 Torr eingestellt wird.
Wenn der Rückdruck (p) so eingestellt wird, dass er die Beziehung von 3 ×
10–7 Torr ≤ (p) ≤ 5 × 10–6
Torr erfüllt, kann die eine Mischung von AgInTe2 und Sb umfassende
amorphe Phase durch eine Wärmebehandlung leicht zu der gemischten Phase aus
der kristallinen Phase von AgSbTe2 und der amorphen In-Sb-Phase in der
Aufzeichnungsschicht verändert werden.
Wenn überdies die Aufzeichnungsschicht des erfindungsgemäßen
optischen Aufzeichnungsmediums durch Sputtern unter Verwendung des vorstehend erwähnten
Sputtertargets erzeugt wird, ist es bevorzugt, dass Argongas mit Stickstoffgas bei
einer Konzentration von 0 bis 15 Mol-% in einer Sputterkammer gemischt wird. Je
nach der Menge von Stickstoff in dem Gas kann die Zusammensetzung der erhaltenen
Aufzeichnungsschicht eingestellt werden. Auf diese Weise kann die Aufzeichnungsschicht
an eine vorbestimmte Lineargeschwindigkeit des Aufzeichnungsmediums, die gewünschte
Schichtstruktur des Aufzeichnungsmediums, und die gewünschten Betriebsbedingungen
des Aufzeichnungsmediums angepasst werden. Durch die Verwendung eines Mischgases
aus Stickstoffgas und Argongas im Verlauf des Sputterns wird die Zuverlässigkeit
der Aufzeichnung und der Löschungswiederholung des erfindungsgemäßen
Aufzeichnungsmediums verbessert. Das vorher durch Mischen von Stickstoffgas und
Argongas in einem vorbestimmten Mischungsverhältnis erhaltene
Gas kann in die Sputterkammer eingeführt werden, oder es werden die Gase mit
Strömungsgeschwindigkeiten von dem Stickstoffgas und dem Argongas in die Sputterkammer
eingeführt, die jeweils so gesteuert sind, dass ein gewünschtes Molverhältnis
erhalten wird.
Ferner ist es vorteilhaft, dass nach dem Sputtervorgang ein Gas, enthaltend
Stickstoffgas mit einer Konzentration höher als die Konzentration von Stickstoff
in dem während des Sputtervorgangs verwendeten Gas, in die Sputterkammer eingeführt
wird.
Als die elektromagnetischen Wellen zur Verwendung in der vorliegenden
Erfindung, die zur Initialisierung der hergestellten Aufzeichnungsschicht und zur
Durchführung der Vorgänge der Aufzeichnung, Wiedergabe und Löschung
verwendet werden, können Laserstrahlen, Elektronenstrahlen, Röntgenstrahlen,
Ultraviolettstrahlen, sichtbare Strahlen, Infrarotstrahlen und Mikrowellen verwendet
werden. Insbesondere ist der Halbleiterlaserstrahl am besten als die elektromagnetische
Welle zur Verwendung bei der Durchführung der Vorgänge der Aufzeichnung,
Wiedergabe und Löschung verwendbar, weil ein System zum Antrieb des optischen
Aufzeichnungsmediums kompakt gemacht werden kann.
Die Dicke der durch Verwendung des vorstehend erwähnten Sputtertargets
mit dem Verfahren der vorliegenden Erfindung abgeschiedenen Aufzeichnungsschicht
liegt vorzugsweise in dem Bereich von 8 bis 500 nm (80 bis 5000 Å), bevorzugter
in dem Bereich von 15 bis 100 nm (150 bis 1000 Å). Wenn die Dicke der Aufzeichnungsschicht
in dem Bereich von 8 bis 500 nm (80 bis 5000 Å) liegt, kann eine ausreichende
Fähigkeit der Aufzeichnungsschicht zur Lichtabsorption beibehalten werden,
und die Phasenänderung kann gleichmäßig und schnell in der Aufzeichnungsschicht
stattfinden.
Das ein erfindungsgemäßes Aufzeichnungsmaterial auf Grundlage
von Ag-In-Sb-Te umfassende optische Aufzeichnungsmedium ist den herkömmlichen
Aufzeichnungsmedien im Hinblick auf (1) die Lagerfähigkeit und (2) die Zuverlässigkeit
bei wiederholter Überschreibung überlegen.
Durch Verwendung von vier Arten von optischen Aufzeichnungsmedien
Nr. 1 bis Nr. IV wie in Tabelle 1 gezeigt, wurde das Qualitätsminderungs-Verhalten
der erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmedien untersucht, um die
Lagerfähigkeit unter den folgenden Aspekten zu bewerten:
(1) Archivfestigkeit: die Lagerfähigkeit eines aufgezeichneten Signals
bei Lagerung bei 80°C und 85% r.F. im Hinblick auf die Auslesbarkeit danach.
(2) Lagereigenschaften: die Lagerfähigkeit eines nicht aufgezeichneten
Abschnitts, das heißt, eines initialisierten Abschnitts, bei Lagerung bei 80°C
und 85% r.F. im Hinblick auf die Aufzeichenbarkeit danach.
(3) Überschreibungs-Lagereigenschaften: die Lagerfähigkeit eines Abschnitts
mit einem aufgezeichneten Signal, bei Lagerung bei 80°C und 85% r.F. im Hinblick
auf die Überschreibbarkeit danach.
Um spezifischer zu sein, wurde die in einer Bewertung in einer solchen
Weise ausgeführt, dass die Lineargeschwindigkeit von jedem optischen Aufzeichnungsmedium
auf 1,2 m/sec eingestellt wurde und die Überschreib-Frequenz auf 0,72 MHz/0,20
Mhz eingestellt wurde.
Das Qualitätsminderungs-Verhalten bei Lagerung der vorstehenden,
das Aufzeichnungsmaterial auf Grundlage von Ag-In-Sb-Te umfassenden optischen Aufzeichnungsmedien
wird in 1(a) bis 1(c) gezeigt.
1(a), 1(b) und 1(c) sind Schaubilder,
welches jeweils die Archivfestigkeit, die Lagereigenschaften und die Überschreibungs-Lagereigenschaften
der erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmedien vom Phasenänderungstyp
Nr. I, II und III zeigen, die jedes das Aufzeichnungsmaterial auf Grundlage von
Ag-In-Sb-Te umfassen.
Wie aus dem In 1(c) gezeigten Schaubild ersichtlich
ist, werden die Überschreibungs-Lagereigenschaften des Aufzeichnungsmediums
Nr. III verschlechtert, wenn es 200 Stunden lang bei 80°C und 85% r.F. gelagert
wird. Auf diese Verschlechterung wird als eine anfängliche Qualitätsminderung
Bezug genommen. Ferner verschlechterte sich das Aufzeichnungsmedium Nr. I im Hinblick
auf die Archivfestigkeit der in 1(a) gezeigten Aufzeichnungsmedien,
wenn es etwa 1000 Stunden lang bei 80°C und 85% r.F. gelagert wurde. Auf diese
Qualitätsminderung wird als Qualitätsminderung der mittleren Phase Bezug
genommen. Insbesondere die anfängliche Qualitätsminderung der Überschreibungs-Lagereigenschaften
wird als das wichtigste Problem betrachtet, das zu lösen ist.
Es wurde durch die Analyse bestätigt, dass die anfängliche
Qualitätsminderung der Überschreibungs-Lagereigenschaften sich aus der
Erscheinung ergibt, dass einige Abschnitte in der Aufzeichnungsschicht nicht vollständig
amorph gemacht werden können, wenn das Aufzeichnungsmedium unter den Bedingungen
der hohen Temperatur von 80°C und der hohen Feuchtigkeit von 85% r.F. gelagert
wird.
Überdies wurde auch bestätigt, dass die Qualitätsminderungs-Geschwindigkeit
der anfänglichen Qualitätsminderung im Hinblick auf die Überschreibungs-Lagereigenschaften
von der Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht des Aufzeichnungsmediums abhängt.
Wenn wie in 2 gezeigt die Atomprozentsätze &agr;
von Ag und &ggr; von Te in der Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht in der
Beziehung &agr; – &ggr;/2 ≤ –8 stehen, kann die anfängliche
Qualitätsminderungs-Geschwindigkeit im Hinblick auf die Überschreibungs-Lagereigenschaften
wirkungsvoll verringert werden. Die anfängliche Qualitätsminderungs-Geschwindigkeit
wird durch eine Zunahme des Jitters eines Aufzeichnungssignals pro Stunde Lagerzeit
ausgedrückt. Im Hinblick auf die anfängliche Qualitätsminderung der
Überschreibungs-Lagereigenschaften besteht keine schlagende Abhängigkeit
von der Dicke der Aufzeichnungsschicht, dem Material zur Verwendung in der zweiten
Schutzschicht und dem Material zur Verwendung in der reflektierende Wärmeabfuhrschicht.
Die Wiederholungs-Zuverlässigkeit des optischen Aufzeichnungsmediums
vom Phasenänderungstyp auf Grundlage von Ag-In-Sb-Te wird nun in Einzelheiten
erklärt.
Die Wiederholungseigenschaften des vorstehend erwähnten optischen
Aufzeichnungsmediums wurden untersucht, indem der Zustand der Aufzeichnungsschicht
unter Verwendung eines Elektronenmikroskops vom Transmissionstyp beobachtet wurde
und Elektronenbeugung durchgeführt wurde, nachdem Überschreibungsvorgänge
wiederholt durchgeführt worden waren. Als ein Ergebnis wurden eine Entstehung
von Hohlräumen und Auftrennung der Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht
erkannt.
Die Entstehung von Hohlräumen und die Auftrennung der Zusammensetzung
der Aufzeichnungsschicht sind nicht voneinander trennbare Erscheinungen. Ein Teil,
aus dem ein Konstitutionselement der Aufzeichnungsschicht heraus bewegt wurde, wird
als ein Hohlraum erkannt, und die Wegbewegung der Elemente verursacht die Auftrennung
der Aufzeichnungsschicht. Mit anderen Worten wird die Qualitätsminderung der
Überschreibungs-Wiederholungseigenschaften durch die Fortbewegung der Konstitutionselemente
der Aufzeichnungsschicht verursacht. Gemäß dem Bericht von C. Herring,
J. Appl. Physics., 21,437 (1950) wird angenommen, dass die Bewegung der Konstitutionselemente
der Aufzeichnungsschicht durch einen in der Aufzeichnungsschicht erzeugten Gradienten
der Zugspannung verursacht wird.
Die Bewegung der Konstitutionselemente der Aufzeichnungsschicht wird
jetzt unter Bezugnahme auf 3(a) und 3(b) erklärt
werden.
In einem optischen Aufzeichnungsmedium wie in 3(a)
und 3(b) gezeigt, sind eine erste Schutzschicht 13, eine
Aufzeichnungsschicht 15, eine zweite Schutzschicht 17 nacheinander
auf einem Substrat 11 übereinander gelegt.
In 3(b) ist ein Teil der Aufzeichnungsschicht
15 durch das Aufbringen eines Laserstrahls 21 zusammengeschmolzen,
um Information darin aufzuzeichnen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Zugspannung an dem geschmolzen
Teil praktisch verloren, während die Zugspannung (S) von etwa +200 MPa an einem
ungeschmolzenen Bereich anliegt, so dass in der Aufzeichnungsschicht 15
ein großer Gradient der Zugspannung erzeugt wird. Die Elemente 19,
welche die Aufzeichnungsschicht 15 bilden, werden daher angetrieben, sich
in dem geschmolzenen Bereich in den Richtungen der Pfeile zu bewegen, wie in
3(b) gezeigt. In 3(a) wird der Laserstrahl für
den Aufzeichungsvorgang nicht auf das Aufzeichnungsmedium aufgebracht, so dass die
Zugspannung (S) von etwa +200 MPa gleichmäßig an der Aufzeichnungsschicht
15 anliegt und in der Aufzeichnungsschicht 15 kein Gradient der
Zugspannung erzeugt wird.
Die in der Aufzeichnungsschicht 15 erzeugte Zugspannung wird
durch die gesamte Summe aus der thermischen Spannung und der wirklichen Spannung,
insbesondere der Kompressionsspannung, der ersten Schutzschicht 13 und
der zweiten Schutzschicht 17 bestimmt. Daher kann der Gradient der Zugspannung
in der Aufzeichnungsschicht 15 vermindert werden, indem die thermische
Spannung und die Kompressionsspannung der ersten Schutzschicht 13 und der
zweiten Schutzschicht 17 verringert werden.
4 ist ein Schaubild, welches die Beziehung zwischen
der Anzahl der wiederholten Überschreibungsvorgänge und der Summe aus
der thermischen Spannung und der wirklichen Spannung der ersten Schutzschicht des
optischen Aufzeichnungsmediums zeigt. Wie aus dem in 4
gezeigten Schaubild zu ersehen ist, ist es zu bevorzugen, dass die Summe aus der
thermischen Spannung und der wirklichen Spannung der Schutzschicht –150 MPa
oder mehr ist, um die Überschreibungsvorgänge 2000 Mal oder öfter
durchzuführen, und dass die Summe dieser Spannungen der Schutzschicht –100
MPa oder mehr ist, um die Überschreibungsvorgänge 10000 Mal oder öfter
durchzuführen.
Wenn die in der Aufzeichnungsschicht erzeugte Zugspannung deren Streckgrenze
übersteigt, werden in der Aufzeichnungsschicht Hohlräume erzeugt und die
Aufzeichnungsschicht wird aufgeschnitten. Daher ist es notwendig, dass die Streckgrenze
der Aufzeichnungsschicht größer ist als die in der Aufzeichnungsschicht
erzeugte Zugspannung.
5 ist ein Schaubild, welches die Beziehung zwischen
der Dicke der Aufzeichnungsschicht auf Grundlage von Ag-In-Te-Sb und deren Streckgrenze
zeigt. Die in der Aufzeichnungsschicht auf Grundlage von Ag-In-Te-Sb erzeugte Zugspannung
liegt in dem Bereich von 150 bis 250 MPa, so dass es bevorzugt ist, dass die Streckgrenze
der Aufzeichnungsschicht 200 MPa oder mehr beträgt, bevorzugter 250 MPa oder
mehr. Um eine derartige Streckgrenze der Aufzeichnungsschicht auf Grundlage von
Ag-In-Te-Sb zur erhalten, kann die Dicke der Aufzeichnungsschicht auf Grundlage
von Ag-In-Te-Sb zur Verwendung in der vorliegenden Erfindung auf 50 nm oder weniger
eingestellt werden, vorzugsweise 30 nm oder weniger, wie aus dem in 5
gezeigten Schaubild zu ersehen ist.
Die Entstehung von Hohlräumen in der Aufzeichnungsschicht während
der wiederholten Überschreibungsvorgänge wird in dem Fall erhöht,
wo die Materialien für die erste Schutzschicht von denjenigen für die
zweite Schutzschicht verschieden sind. Wenn die Materialien für die erste und
die zweite Schutzschicht verschieden sind, werden die Benetzbarkeiten der ersten
und der zweiten Schutzschicht durch das Aufzeichnungsmaterial unterschiedlich, wenn
das Aufzeichnungsmaterial durch das Aufbringen des Laserstrahls in dem Überschreibungsvorgang
geschmolzen wird.
Als ein Ergebnis bewegt sich das geschmolzene Aufzeichnungsmaterial
in der Aufzeichnungsschicht zu der Grenzschicht zwischen der Aufzeichnungsschicht
und der einen Schutzschicht mit der besseren Benetzbarkeit, wodurch die Hohlräume
an der Grenzschicht zwischen der Aufzeichnungsschicht und der anderen Schutzschicht
mit schlechterer Benetzbarkeit erzeugt werden. Die Entstehung der Hohlräume
hat die Verschlechterung der Überschreibungs-Wiederholungseigenschaften des
Aufzeichnungsmediums zur Folge. Daher können die Überschreibungs-Wiederholungseigenschaften
des erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmediums verbessert werden,
indem für die erste und die zweite Schutzschicht das gleiche Material verwendet
wird.
Wenn die Wärmeleitfähigkeit der ersten Schutzschicht von
derjenigen der zweiten Schutzschicht verschieden ist, wird eine Verteilung der thermischen
Spannung erzeugt. Dies ist auch der Grund für die Bewegung des Aufzeichnungsmaterials
in der Aufzeichnungsschicht. Unter dem Gesichtspunkt der Wärmeleitfähigkeit
ist es erwünscht, für die erste und die zweite Schutzschicht das gleiche
Material zu verwenden.
Wie in der offen gelegten japanischen
Patentanmeldung 4-78031 beschrieben, wird in einem Aufzeichnungsmaterial
auf Grundlage von Ag-In-Te-Sb eine aus AgSbTe2 und einer In-Sb-Phase
zusammengesetzte Mischphasenstruktur erzeugt. Wenn optische Aufzeichnung durchgeführt
wird, finden Phasenänderungen des AgSbTe2 zwischen
dem kristallinen Zustand und dem amorphen Zustand statt. In diesem Fall beträgt
die Teilchengröße der Kristallite von AgSbTe2 etwa 10 nm. In
einer solchen Mischphasenstruktur ist die Menge der Konstitutionselemente des Aufzeichnungsmaterials,
welche sich in der Aufzeichnungsschicht bewegen, an der Grenzfläche der gemischten
Phasen vorherrschend und nimmt zu, wenn der in der Aufzeichnungsschicht erzeugte
Gradient der Zugspannung zunimmt.
Die Bewegung der Konstitutionselemente des Aufzeichnungsmaterials
in der Aufzeichnungsschicht kann auch verhindert werden, indem diese Elemente im
Verlauf ihrer Bewegung eingefangen werden. Um spezifischer zu sein, können
ein Kohlenstoffatom, ein Stickstoffatom und ein Sauerstoffatom, welche vierwertig,
dreiwertig beziehungsweise zweiwertig sind, die sich in der Aufzeichnungsschicht
bewegenden Konstitutionselemente des Aufzeichnungsmaterials einfangen. Überdies
ist der Zusatz von Elementen wie Al, Ga, Se, Ge, Pd und Pb zu der Aufzeichnungsschicht
wirksam, weil sie in Kombination mit irgendeinem der Konstitutionselemente Ag, In,
Te und Sb eine Legierung oder Verbindung bilden können.
Wie vorstehend erklärt, ist es um hohe Lagerungsfähigkeit
des erfindungsgemäßen optischen Aufzeichnungsmedium zu gewährleisten
bevorzugt, dass die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;, &ggr; und &dgr;
der Konstitutionselemente Ag, In, Te und Sb zur Verwendung in der Aufzeichnungsschicht
in der Beziehung 0 < &agr; ≤ 30, 0 < &bgr; ≤ 30, 10 ≤
&ggr; ≤ 50, 10 ≤ &dgr; ≤ 80, &agr; – &ggr;/2
≤ –8 und &agr; + &bgr; + &ggr; + &dgr; + &egr; = 100 stehen.
Wie vorstehend erwähnt, kann die Aufzeichnungsschicht des erfindungsgemäßen
optischen Aufzeichnungsmediums ferner ein Element wie C, N, O, Al, Ga, Se, Ge, Pd
oder Pb umfassen. Für die Zugabe der Elemente C, N und O zu der Aufzeichnungsschicht
können CH4, N2, NH3, NO2 und N2O
verwendet werden.
In der vorliegenden Erfindung sind Glas, keramische Materialien und
Harze als die Materialien für das Substrat des optischen Aufzeichnungsmediums
verwendbar. Unter den Gesichtspunkten der Herstellungskosten und der Formbarkeit
ist insbesondere das Harzsubstrat vorteilhaft. Beispiele des Harzes zur Verwendung
in dem Substrat des Aufzeichnungsmediums beinhalten Polycarbonatharz, Epoxyharz,
Polystyrolharz, Acrylnitril-Styrol-Copolymerharz, Polyethylenharz und Polymethylmethacrylatharz.
Von diesen Harzen ist das Polycarbonatharz wegen seiner guten Verarbeitbarkeit und
guten optischen Eigenschaften am bevorzugtesten. Das Substrat kann in der Form einer
Scheibe, Karte oder Folie hergestellt werden. Die Dicke des Substrates kann beliebig
aus 1,2 mm, 0,6 mm, 0,3 mm und so weiter ausgewählt werden. Ein dünneres
Substrat ist erwünscht, weil das Auftreten des Übersprechphänomens
von der Schräge des Substrates abhängt. Wenn jedoch die Schwierigkeit
der Erzeugung der auf dem Substrat übereinander gelegten Schichten und die
Ausbeute des Aufzeichnungsmediums in Betracht gezogen werden, beträgt die bevorzugteste
Dicke des Substrates 0,6 mm.
Die erste und die zweite Schutzschicht zur Verwendung in der vorliegenden
Erfindung können durch Sputtern, Ionengalvanisieren, Vakuumabscheidung oder
mit dem plasmachemischen Dampfabscheidungs-Verfahren bereitgestellt werden.
Spezifische Beispiele von dem Material zur Verwendung in den ersten
und zweiten Schutzschichten sind Metalloxide wie SiO, SiO2, ZnO, SnO2,
Al2O3, TiO2, In2O3, MgO und
ZrO2; Nitride wie Si3N4, AlN, TiN, BN und ZrN;
Sulfide wie ZnS, In2S3 und TaS4; Carbide wie SiC,
TaC4, B4C, WC, TiC und ZrC; Kohlenstoff mit einer Diamantstruktur;
und Mischungen davon
Es ist bevorzugt, dass die Dicke der ersten Schutzschicht in dem Bereich
von 50 bis 500 nm, bevorzugter im Bereich von 100 bis 300 nm und noch bevorzugter
im Bereich von 120 bis 250 nm liegt. Es ist bevorzugt, dass die Dicke der zweiten
Schutzschicht in dem Bereich von 5 bis 300 nm, bevorzugter im Bereich von 10 bis
50 nm liegt.
Wenn die erste und die zweite Schutzschicht durch Sputtern bereitgestellt
werden, kann die Spannung von beiden Schutzschichten durch den Druck und die elektrische
Energie im Verlauf des Sputtervorgangs und den Abstand zwischen dem Substrat und
dem Target zur Herstellung von jeder Schutzschicht gesteuert werden. Im Allgemeinen
kann die Spannung der erhaltenen Schutzschicht vermindert werden, wenn sie unter
solchen Bedingungen durch Sputtern erzeugt werden, dass der Druck erhöht wird,
die elektrische Plasma-Energie erniedrigt wird und der Abstand zwischen dem Substrat
und dem Target erhöht wird. Überdies kann die Spannung der Schutzschichten
erniedrigt werden, indem für jede Schutzschicht ein Verbundmaterial verwendet
wird.
Die reflektierende Wärmeabfuhrschicht ist nicht immer notwendig,
die Bereitstellung dieser Schicht ist aber wünschenswert,
weil die während der Aufzeichnungs- und/oder Löschvorgänge übermäßig
angesammelte thermische Energie durch die reflektierende Wärmeabfuhrschicht
abgeführt werden kann, wodurch die thermische Beschädigung, die dem Aufzeichnungsmedium
selbst widerfährt, verringert wird.
Beispiele des Materials für die reflektierende Wärmeabfuhrschicht
beinhalten Metalle wie Al, Ag und Au. Überdies können den vorstehend erwähnten
Materialien Elemente wie Ti, Cr und Si zugesetzt werden. Die reflektierende Wärmeabfuhrschicht
kann durch Sputtern, Ionengalvanisierung, Vakuumabscheidung oder plasmachemische
Dampfabscheidung bereitgestellt werden.
Andere Merkmale dieser Erfindung werden im Verlauf der folgenden Beschreibung
von beispielhaften Ausführungsformen ersichtlich werden, die zur Veranschaulichung
der Erfindung geboten werden und nicht als diese beschränkend gedacht sind.
Beispiele 1 bis 16 und Vergleichsbeispiele 1 bis 8
Eine 200 nm dicke erste Schutzschicht aus ZnS·SiO2
wurde auf einem Polycarbonat-Substrat von 1,2 mm Dicke mit Führungsrillen mit
einer Breite von etwa 0,5 &mgr;m und einer Tiefe von etwa 60 nm (600 Å) bereitgestellt.
Auf der ersten Schutzschicht wurde eine Aufzeichnungsschicht mit einer Dicke von
25 nm (250 Å) durch Sputtern unter Verwendung eines Targets, wie in Tabelle
2 gezeigt, erzeugt. Ferner wurden nacheinander auf der Aufzeichnungsschicht eine
30 nm dicke zweite Schutzschicht aus ZnS·SiO2, eine 100 nm (1000
Å) dicke reflektierende Wärmeabfuhrschicht, umfassend eine Aluminiumlegierung,
und eine UV-härtbare Harzschicht mit einer Dicke von 5 &mgr;m nacheinander
auf der Aufzeichnungsschicht übereinander gelegt.
Tabelle 2 zeigt die Zusammensetzung eines Sputtertargets zum Herstellen
jeder Aufzeichnungsschicht, welches Sb und die Verbindung AgInTe2 mit
einer stöchiometrischen Zusammensetzung und/oder annähernd stöchiometrischen
Zusammensetzung mit einer Chalcopyrit-Struktur umfasst; und die Zusammensetzung
der erhaltenen Aufzeichnungsschicht.
Die Aufzeichnungsschicht wurde auf der ersten Schutzschicht durch
Sputtern unter solchen Bedingungen erzeugt, dass der vor dem Sputtervorgang angelegte
Rückdruck auf 9 × 10–7 Torr eingestellt wurde und dann
durch Einführen von Argongas in die Sputterkammer während des Sputtervorgangs
auf 4 × 10–3 Torr eingestellt wurde und die Radiofrequenz-Energie
auf 40 W eingestellt wurde.
Auf diese Weise wurden scheibenförmige optische Aufzeichnungsmedien
Nr. 1 bis 16 gemäß der vorliegenden Erfindung und zum Vergleich dienende
scheibenförmige optische Aufzeichnungsmedien Nr. 1 bis 8 angefertigt.
Unter Verwendung von jedem der vorstehend erwähnten optischen
Aufzeichnungsmedien Nr. 1 bis 16 gemäß der vorliegenden Erfindung und
der zum Vergleich dienenden optischen Aufzeichnungsmedien Nr. 1 bis 8 wurden die
Aufzeichnungsmerkmale bewertet, indem eine Markierung mit einer Länge von etwa
1 &mgr;m aufgezeichnet wurde, und dann wurden die Löscheigenschaften bewertet,
indem die vorstehend erwähnte Markierung mit einer Markierung einer Länge
von etwa 3 &mgr;m überschrieben wurde. Diese Bewertungen wurden in einer
solchen Weise ausgeführt, dass jedes Aufzeichnungsmedium mit einer solchen
Lineargeschwindigkeit gedreht wurde, dass ein optimales C/N-Verhältnis erhalten
wurde, ein Halbleiter-Laserstrahl mit einer Wellenlänge von 780 nm wurde für
die Aufzeichnungs- und Überschreibungsvorgänge verwendet und es wurde
eine Objektivlinse der numerischen Apertur (NA) von 0,5 verwendet.
Als ein Ergebnis der vorstehend erwähnten Bewertungen wurden
die Scheibenmerkmale von jedem Aufzeichnungsmedium gemäß der folgenden
Skala benotet:
Niveau 3: hervorragende Scheibenmerkmale.
C/N ≥ 55 dB, und Löschbarkeit (Ers, erasability) ≤ –35
dB
Niveau 2 : gute Scheibenmerkmale.
55 > C/N ≥ 45 dB, und (Ers) ≥ –25 dB
Niveau 1 : schlechte Scheibenmerkmale.
C/N < 45 dB, und (Ers) > –25 dB
Die Ergebnisse der Scheibenmerkmale werden ebenfalls in Tabelle 2
gezeigt.
Wie aus den in Tabelle 2 gezeigten Ergebnissen ersehen werden kann,
sind die Scheibenmerkmale des optischen Aufzeichnungsmediums zufrieden stellend,
wenn das Sputtertarget zum Herstellen der Aufzeichnungsschicht als Konstitutionselemente
Ag, In, Te und Sb umfasst, wobei die jeweiligen Atom-Prozente in der Beziehung 2
≤ &agr; < 30, 3 ≤ &bgr; ≤ 30, 10 ≤ &ggr; ≤
50, 15 ≤ &dgr; ≤ 83 und &agr; + &bgr; + &ggr; + &dgr; =
100 stehen.
Beispiele 17 und 18 und Vergleichsbeispiel 9
Der Ablauf zur Fertigung des scheibenförmigen optischen Aufzeichnungsmediums
Nr. 3 in Beispiel 3 wurde wiederholt, außer dass in Beispiel 17, Beispiel 18
beziehungsweise Vergleichsbeispiel 9 Stickstoffgas mit Konzentrationen von 3,0,
15,0 beziehungsweise 20,0 Mol-% dem Argongas in der Sputterkammer zugesetzt wurde,
wenn die Aufzeichnungsschicht durch Sputtern auf der ersten wärmebeständigen
Schutzschicht erzeugt wurde.
Auf diese Weise wurden die scheibenförmigen optischen Aufzeichnungsmedien
Nr. 17 und 18 gemäß der vorliegenden Erfindung und ein zum Vergleich dienendes
scheibenförmiges optisches Aufzeichnungsmedium Nr. 9 fabriziert.
Tabelle 3 zeigt die Zusammensetzung von jeder der derart erhaltenen
Aufzeichnungsschichten, ausgedrückt als Atomprozente von jedem Element.
Unter angemessenen Aufzeichnungsbedingungen wurde jedes der optischen
Aufzeichnungsmedien Nr. 3, 17 und 18 gemäß der vorliegenden Erfindung
und das zum Vergleich dienende optische Aufzeichnungsmedium Nr. 9 wiederholt dem
Überschreibungsvorgang unterworfen. In dem Überschreibungsvorgang wurden
die Aufzeichnungs- und Überschreibungsfrequenzen so eingestellt, dass eine
Markierung mit einer Länge von etwa 1 &mgr;m und eine Markierung mit einer
Länge von etwa 3 &mgr;m alternierend überschrieben wurden. Dann wurde
die maximale Anzahl der wiederholten Überschreibungsvorgänge erhalten.
Die Ergebnisse werden ebenfalls in Tabelle 3 gezeigt.
Wie aus den in Tabelle 3 gezeigten Ergebnissen ersichtlich ist, sind
die Wiederholtüberschreibungs-Eigenschaften des optischen Aufzeichnungsmediums
gemäß der vorliegenden Erfindung zufrieden stellend, wenn die Konzentration
des Stickstoffgases in der Sputterkammer im Laufe der Erzeugung der Aufzeichnungsschicht
durch Sputtern 15 Mol-% oder weniger beträgt.
Beispiel 19
Das in Beispiel 5 verwendete Sputtertarget zum Herstellen der Aufzeichnungsschicht
wurde hergestellt, indem die Konstitutionselemente zusammen geschmolzen wurden,
um eine geschmolzene Mischung herzustellen, die geschmolzene Mischung schnell abgekühlt
wurde, um einen festen Brocken herzustellen, der feste Brocken pulverisiert wurde,
um fein verteilte Teilchen herzustellen, und die fein verteilten Teilchen gesintert
wurden.
Der Ablauf zur Herstellung des scheibenförmigen optischen Aufzeichnungsmediums
Nr. 5 in Beispiel 5 wurde wiederholt, außer dass das Verfahren zum Herstellen
des Targets zum Herstellen der Aufzeichnungsschicht des Aufzeichnungsmediums Nr.
5 in Beispiel 5 in einer solchen Weise modifiziert wurde, dass der Wärmebehandlungsschritt
vor dem Sinterschritt hinzugefügt wurde. Auf diese Weise wurde ein scheibenförmiges
Aufzeichnungsmedium 5a gemäß der vorliegenden Erfindung erhalten.
Die Überschreibungsmerkmale des optischen Aufzeichnungsmediums
5a wurde mit denjenigen des optischen Aufzeichnungsmediums 5 verglichen, indem der
Überschreibungsvorgang bei einer Lineargeschwindigkeit des Aufzeichnungsmediums
von 5 m/sec durchgeführt wurde.
6 ist ein Schaubild, welches die Überschreibungsmerkmale
des optischen Aufzeichnungsmediums Nr. 5a zeigt, dessen Aufzeichnungsschicht unter
Verwendung des Targets fabriziert wurde, das mit dem Verfahren beinhaltend den Wärmebehandlungsschritt
vor dem Sinterschritt hergestellt wurde.
Im Gegensatz hierzu ist 7 ein Schaubild,
welches die Überschreibungsmerkmale des optischen Aufzeichnungsmediums Nr.
5 zeigt, dessen Aufzeichnungsschicht unter Verwendung des Targets fabriziert wurde,
das mit dem Verfahren hergestellt wurde, das den Wärmebehandlungsschritt vor
dem Sinterschritt nicht beinhaltet.
Als ein Ergebnis ist das optische Aufzeichnungsmedium 5a dem Aufzeichnungsmedium
5 im Hinblick auf die Scheibenmerkmale, wie dem C/N-Verhältnis und der Löschbarkeit
und der Ansprechempfindlichkeit beim Überschreiben, überlegen.
Beispiel 20
Es wurde bestätigt, dass jedes der in den Beispielen 1 bis 16
zum Fabrizieren der Aufzeichnungsschicht verwendeten Sputtertargets AgInTe2
umfasst, das Kristallite mit einer Teilchengröße von 45 nm (450 Å)
bildet.
Der Ablauf zur Herstellung des scheibenförmigen optischen Aufzeichnungsmediums
Nr. 9 in Beispiel 9 wurde wiederholt, außer dass das Target zum Herstellen
der Aufzeichnungsschicht des Aufzeichnungsmediums Nr. 9 in Beispiel 9 durch ein
Target mit der gleichen Zusammensetzung wie das in Beispiel 9 verwendete Target
ersetzt wurde, wobei die Teilchengröße der Kristallite von AgInTe2
auf 50 nm (500 Å) eingestellt wurde. Auf diese Weise wurde ein scheibenförmiges
Aufzeichnungsmedium 9a gemäß der vorliegenden Erfindung erhalten.
Die Überschreibungsmerkmale des optischen Aufzeichnungsmediums
9a wurde mit denjenigen des optischen Aufzeichnungsmediums 9 verglichen, indem der
Überschreibvorgang bei einer Lineargeschwindigkeit des Aufzeichnungsmediums
von 2 m/sec durchgeführt wurde.
8 ist ein Schaubild, welches die Überschreibungsmerkmale
des optischen Aufzeichnungsmediums Nr. 9a zeigt.
Als ein Ergebnis ist das optische Aufzeichnungsmedium 9 dem Aufzeichnungsmedium
9a im Hinblick auf die Scheibenmerkmale, wie dem C/N-Verhältnis und der Löschbarkeit
und der Ansprechempfindlichkeit beim Überschreiben, überlegen.
Beispiel 21
Die Konstitutionselemente Ag, In, Te und Sb zur Verwendung in einem
Target mit der gleichen Zusammensetzung wie das in Beispiel 5 verwendete Target
wurden bei 600°C oder mehr zusammen geschmolzen, und die geschmolzene Mischung
wurde schnell abgekühlt und pulverisiert. Danach wurden die erhaltenen fein verteilten
Teilchen gesintert. Auf diese Weise wurde ein Sputtertarget gemäß der
vorliegenden Erfindung zum Fabrizieren einer Aufzeichnungsschicht des optischen
Aufzeichnungsmediums erhalten.
Der Ablauf zur Herstellung des vorstehend erwähnten Targets wurde
wiederholt, außer dass die Mischung der Konstitutionselemente bei 580°C
zusammen geschmolzen wurde, so dass ein Vergleichstarget hergestellt wurde.
Unter Verwendung der vorstehend erwähnten zwei Arten von Targets
wurden die scheibenförmigen optischen Aufzeichnungsmedien Nr. 5b und 5c in
der gleichen Weise wie in Beispiel 5 fabriziert.
Die so erhaltenen scheibenförmigen optischen Aufzeichnungsmedien
Nr. 5b und 5c wurden miteinander verglichen. Als ein Ergebnis waren die Aufzeichnungs-
und Löschmerkmale des optischen Aufzeichnungsmediums Nr. 5b besser als diejenigen
des optischen Aufzeichnungsmediums Nr. 5c.
Beispiel 22
Auf einem Polycarbonat-Substrat von 1,2 mm Dicke wurden eine 200 nm
dicke erste Schutzschicht aus ZnS·SiO2, eine Aufzeichnungsschicht
mit der Zusammensetzung Ag8In11Sb47Te34
mit einer Dicke von 20 nm, eine zweite Schutzschicht aus ZnS·SiO2
mit einer Dicke von 20 nm und eine reflektierende Wärmeabfuhrschicht, umfassend
eine Aluminiumlegierung mit einer Dicke von 100 nm, nacheinander mit dem Sputterverfahren
bereitgestellt, und ferner wurde eine UV-härtbare Harzschicht mit einer Dicke
von 4 &mgr;m durch das Schleuderbeschichtungsverfahren auf der reflektierenden
Wärmeabfuhrschicht bereitgestellt.
Bei der Erzeugung der ersten und zweiten Schutzschicht wurde der Reaktionsdruck
auf 0,008 Torr eingestellt und die Plasmaenergie wurde auf 1,0 kW eingestellt, um
die Spannung von jeder Schutzschicht auf –130 MPa zu regeln.
Überdies wurde die Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht so
eingestellt, dass sie die Beziehung &agr; – &ggr;/2 = –9 erfüllt.
Die Streckgrenze der Aufzeichnungsschicht war 270 MPa.
Auf diese Weise wurde ein scheibenförmiges optisches Aufzeichnungsmedium
vom Phasenänderungstyp Nr. 22 gemäß der vorliegenden Erfindung fabriziert.
Sodann wurden die Lagerstabilität und die Zuverlässigkeit
bei wiederholter Überschreibung des Aufzeichnungsmediums Nr. 22 geprüft.
Um spezifischer zu sein, wurden die Bewertungen der Archivfestigkeit, der Lagerungseigenschaften
und der Überschreibungs-Lagereigenschaften des Aufzeichnungsmediums Nr. 22
in einer solchen Weise durchgeführt, dass das optische Aufzeichnungsmedium
Nr. 22 nach Lagerung bei 80°C und 85% r.F. mit einer Lineargeschwindigkeit
von 1,2 m/sec gedreht wurde und die Überschreibungsfrequenz auf 0,72 Mhz/0,20
Mhz eingestellt wurde.
Die Lagerungslebensdauer des Aufzeichnungsmediums Nr. 22 im Hinblick
auf jeden der vorstehend erwähnten Bewertungspunkte wird durch eine maximale
Lagerungszeit ausgedrückt, nach welcher Aufzeichnung durchgeführt werden
kann, ohne dass der Jitter 1&sgr; 35 ns übersteigt.
Die Zuverlässigkeit bei wiederholter Überschreibung des
optischen Aufzeichnungsmediums Nr. 22 wird durch die maximale Anzahl der wiederholten
Überschreibungsvorgänge ausgedrückt, in welchen der Jitter 1&sgr;
35 ns nicht überstieg.
Als ein Ergebnis war die Lagerfähigkeit des Aufzeichnungsmediums
Nr. 22 2000 Stunden oder mehr im Hinblick auf die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften
und die Überschreibungs-Lagerungseigenschaften. Die Zuverlässigkeit bei
wiederholter Überschreibung betrug etwa 5000-mal.
Beispiel 23
Auf einem Polycarbonat-Substrat von 1,2 mm Dicke wurde eine 200 nm
dicke erste Schutzschicht aus ZnS·SiO2, eine Aufzeichnungsschicht
umfassend Ag8In11Sb47Te34 und N mit
einer Dicke von 20 nm, eine zweite Schutzschicht aus ZnS·SiO2 mit
einer Dicke von 20 nm und eine reflektierende Wärmeabfuhrschicht, umfassend
eine Aluminiumlegierung mit einer Dicke von 100 nm, nacheinander mit dem Sputterverfahren
bereitgestellt, und ferner wurde eine UV-härtbare Harzschicht mit einer Dicke
von 4 &mgr;m durch das Schleuderbeschichtungsverfahren auf der reflektierenden
Wärmeabfuhrschicht bereitgestellt.
Bei der Erzeugung der ersten und zweiten Schutzschicht wurde der Reaktionsdruck
auf 0,008 Torr eingestellt und die Plasmaenergie wurde auf 1,0 kW eingestellt, um
die Spannung von jeder Schutzschicht auf –130 MPa zu regeln.
Bei der Erzeugung der Aufzeichnungsschicht wurde das Sputtern in einem
Gas umfassend Argongas und Stickstoffgas mit einer Konzentration von 3 Mol-% durchgeführt.
Überdies wurde die Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht so eingestellt,
dass sie die Beziehung &agr; – &ggr;/2 = –9 erfüllt. Die
Streckgrenze der Aufzeichnungsschicht war 270 MPa.
Auf diese Weise wurde ein scheibenförmiges optisches Aufzeichnungsmedium
vom Phasenänderungstyp Nr. 23 gemäß der vorliegenden Erfindung fabriziert.
Sodann wurden die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften, die
Überschreibungs-Lagerungseigenschaften und die Zuverlässigkeit bei wiederholter
Überschreibung des Aufzeichnungsmediums Nr. 23 in der gleichen Weise wie in
Beispiel 22 bewertet.
Als ein Ergebnis war die Lagerfähigkeit des Aufzeichnungsmediums
Nr. 23 2000 Stunden oder mehr im Hinblick auf die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften
und die Überschreibungs-Lagerungseigenschaften. Die Zuverlässigkeit bei
wiederholter Überschreibung betrug etwa 7000-mal. Es wurde durch den Zusatz
von Stickstoff zu der Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht die Zuverlässigkeit
bei wiederholter Überschreibung des erhaltenen optischen Aufzeichnungsmediums
gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert.
Beispiel 24
Auf einem Polycarbonat-Substrat von 1,2 mm Dicke wurde eine 200 nm
dicke erste Schutzschicht aus ZnS·SiO2, eine Aufzeichnungsschicht
umfassend Ag8In11Sb47Te34 und Pd mit
einer Dicke von 20 nm, eine zweite Schutzschicht aus ZnS·SiO2 mit
einer Dicke von 20 nm und eine reflektierende Wärmeabfuhrschicht umfassend
eine Aluminiumlegierung mit einer Dicke von 100 nm, nacheinander mit dem Sputterverfahren
bereitgestellt, und ferner wurde eine UV-härtbare Harzschicht mit einer Dicke
von 4 &mgr;m durch das Schleuderbeschichtungsverfahren auf der reflektierenden
Wärmeabfuhrschicht bereitgestellt.
Bei der Erzeugung der ersten und zweiten Schutzschicht wurde der Reaktionsdruck
auf 0,008 Torr eingestellt und die Plasmaenergie wurde auf 1,0 kW eingestellt, um
die Spannung von jeder Schutzschicht auf –130 MPa zu regeln.
Bei der Erzeugung der Aufzeichnungsschicht wurde Pd in einer Menge
von 0,3 Gew.% der Zusammensetzung des Sputtertargets zum Fabrizieren der Aufzeichnungsschicht
zugesetzt. Überdies wurde die Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht so eingestellt,
dass sie die Beziehung &agr; – &ggr;/2 = –9 erfüllte. Die
Streckgrenze der Aufzeichnungsschicht war 270 MPa.
Auf diese Weise wurde ein scheibenförmiges optisches Aufzeichnungsmedium
vom Phasenänderungstyp Nr. 24 gemäß der vorliegenden Erfindung fabriziert.
Sodann wurden die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften, die
Überschreibungs-Lagerungseigenschaften und die Zuverlässigkeit bei wiederholter
Überschreibung des Aufzeichnungsmediums Nr. 24 in der gleichen Weise wie in
Beispiel 22 bewertet.
Als ein Ergebnis war die Lagerfähigkeit des Aufzeichnungsmediums
Nr. 24 2000 Stunden oder mehr im Hinblick auf die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften
und die Überschreibungs-Lagerungseigenschaften. Die Zuverlässigkeit bei
wiederholter Überschreibung betrug etwa 7000-mal. Es wurde durch den Zusatz
von Pd zu der Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht die Zuverlässigkeit
bei wiederholter Überschreibung des erhaltenen optischen Aufzeichnungsmediums
gemäß der vorliegenden Erfindung verbessert.
Beispiel 25
Auf einem Polycarbonat-Substrat von 1,2 mm Dicke wurde eine 200 nm
dicke erste Schutzschicht aus ZnS·SiO2, eine Aufzeichnungsschicht
umfassend Ag8In11Sb47Te34 mit einer
Dicke von 17 nm, eine zweite Schutzschicht aus ZnS·SiO2 mit einer
Dicke von 20 nm und eine reflektierende Wärmeabfuhrschicht umfassend eine Aluminiumlegierung
mit einer Dicke von 100 nm, nacheinander mit dem Sputterverfahren bereitgestellt,
und ferner wurde eine UV-härtbare Harzschicht mit einer Dicke von 4 &mgr;m
durch das Schleuderbeschichtungsverfahren auf der reflektierenden Wärmeabfuhrschicht
bereitgestellt.
Bei der Erzeugung der ersten und zweiten Schutzschicht wurde der Reaktionsdruck
auf 0,008 Torr eingestellt und die Plasmaenergie wurde auf 1,0 kW eingestellt, um
die Spannung von jeder Schutzschicht auf –130 MPa zu regeln.
Überdies wurde die Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht so
eingestellt, dass sie die Beziehung &agr; – &ggr;/2 = –9 erfüllte.
Die Streckgrenze der Aufzeichnungsschicht war 290 MPa.
Auf diese Weise wurde ein scheibenförmiges optisches Aufzeichnungsmedium
vom Phasenänderungstyp Nr. 25 gemäß der vorliegenden Erfindung fabriziert.
Sodann wurden die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften, die
Überschreibungs-Lagerungseigenschaften und die Zuverlässigkeit bei wiederholter
Überschreibung des Aufzeichnungsmediums Nr. 25 in der gleichen Weise wie in
Beispiel 22 bewertet.
Als ein Ergebnis war die Lagerfähigkeit des Aufzeichnungsmediums
Nr. 25 2000 Stunden oder mehr im Hinblick auf die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften
und die Überschreibungs-Lagerungseigenschaften. Die Zuverlässigkeit bei
wiederholter Überschreibung betrug etwa 8000-mal.
Beispiel 26
Auf einem Polycarbonat-Substrat von 1,2 mm Dicke wurde eine 200 nm
dicke erste Schutzschicht aus ZnS·SiO2, eine Aufzeichnungsschicht
umfassend Ag8In11Sb47Te34 mit einer
Dicke von 17 nm, eine zweite Schutzschicht aus ZnS·SiO2 mit einer
Dicke von 20 nm und eine reflektierende Wärmeabfuhrschicht umfassend eine Aluminiumlegierung
mit einer Dicke von 100 nm, nacheinander mit dem Sputterverfahren bereitgestellt,
und ferner wurde eine UV-härtbare Harzschicht mit einer Dicke von 4 &mgr;m
durch das Schleuderbeschichtungsverfahren auf der reflektierenden Wärmeabfuhrschicht
bereitgestellt.
Bei der Erzeugung der ersten und zweiten Schutzschicht wurde der Reaktionsdruck
auf 0,008 Torr eingestellt und die Plasmaenergie wurde auf 0,8 kW eingestellt, um
die Spannung von jeder Schutzschicht auf –100 MPa zu regeln.
Überdies wurde die Zusammensetzung der Aufzeichnungsschicht so
eingestellt, dass sie die Beziehung &agr; – &ggr;/2 = –9 erfüllte.
Die Streckgrenze der Aufzeichnungsschicht war 290 MPa.
Auf diese Weise wurde ein scheibenförmiges optisches Aufzeichnungsmedium
vom Phasenänderungstyp Nr. 26 gemäß der vorliegenden Erfindung fabriziert.
Sodann wurden die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften, die
Überschreibungs-Lagerungseigenschaften und die Zuverlässigkeit bei wiederholter
Überschreibung des Aufzeichnungsmediums Nr. 26 in der gleichen Weise wie in
Beispiel 22 bewertet.
Als ein Ergebnis war die Lagerfähigkeit des Aufzeichnungsmediums
Nr. 26 2000 Stunden oder mehr im Hinblick auf die Archivfestigkeit, die Lagerungseigenschaften
und die Überschreibungs-Lagerungseigenschaften. Die Zuverlässigkeit bei
wiederholter Überschreibung betrug etwa 10000-mal.
Beispiel 27
Der Ablauf zur Herstellung des scheibenförmigen optischen Aufzeichnungsmediums
Nr. 3 in Beispiel 3 wurde wiederholt, außer dass der vor dem Sputtervorgang
zum Erzeugen der Aufzeichnungsschicht in Beispiel 3 angelegte Rückdruck in
unterschiedlicher Weise verändert wurde. Auf diese Weise wurden scheibenförmige
optische Aufzeichnungsmedien gemäß der vorliegenden Erfindung erhalten.
9 ist ein Schaubild, welches die Beziehung zwischen
dem Rückdruck und dem C/N-Verhältnis des erhaltenen Aufzeichnungsmediums
zeigt.
Wie aus dem in 9 gezeigten Schaubild
ersichtlich ist, konnte ein erwünschtes C/N-Verhältnis erhalten werden,
wenn der Rückdruck im Bereich von 3 × 10–7 bis 5 ×
10–8 Torr lag.
Wie vorstehend erklärt wurde, ist das optische Aufzeichnungsmedium
gemäß der vorliegenden Erfindung hervorragend im Hinblick auf das C/N-Verhältnis,
Löschbarkeit, Empfindlichkeiten, Jitter, Lagerstabilität und Wiederholungs-Zuverlässigkeit.
Insbesondere die Lagerstabilität und die Wiederholungs-Zuverlässigkeit
werden außerordentlich verbessert.
Anspruch[de]
Verfahren zum Herstellen eines optischen Aufzeichnungsmediums, umfassend
eine Aufzeichnungsschicht, die in der Lage ist, durch Nutzung von Änderungen
der Phase eines Aufzeichnungsmaterials in der Aufzeichnungsschicht Information aufzuzeichnen
und zu löschen,
wobei die Aufzeichnungsschicht als Konstitutionselemente Ag, In, Te und Sb umfasst,
wobei die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;, &ggr; und &dgr; davon in
der Beziehung stehen
0 < &agr; ≤ 30; 0 < &bgr; ≤ 30; 10 ≤ &ggr; ≤
50; 10 ≤ &dgr; ≤ 80; &agr; + &bgr; + &ggr; + &dgr; = 100;
und &agr; – &ggr;/2 ≤ –8
oder die Aufzeichnungsschicht als Konstitutionselemente Ag, In, Te, Sb und Stickstoff-
und/oder Sauerstoffatome umfasst, wobei die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;,
&ggr;, &dgr; und &egr; davon (&egr; stellt die gesamten Atom-Prozente von
Stickstoff- und/oder Sauerstoffatomen dar) in der Beziehung stehen
0 < &agr; ≤ 30, 0 < &bgr; < 30, 9 ≤ &ggr; ≤
50, 9 ≤ &dgr; ≤ 80, 0 < &egr; ≤ 5, &agr; + &bgr;
+ &ggr; + &dgr; + &egr; = 100, &agr; – &ggr;/2 ≤ –8
wobei das Verfahren den Schritt umfasst von:
Erzeugen der Aufzeichnungsschicht in einer Sputterkammer durch Sputtern unter Verwendung
eines Sputtertargets, umfassend eine Verbindung oder Mischung, die als Konstitutionselemente
Ag, In, Te und Sb umfasst, wobei die jeweiligen Atom-Prozente &agr;, &bgr;,
&ggr; und &dgr; davon in der Beziehung stehen
2 < &agr; ≤ 30; 3 < &bgr; ≤ 30; 10 ≤ &ggr; ≤
50; 15 ≤ &dgr; ≤ 83; und &agr; + &bgr; + &ggr; + &dgr; =
100;
in einem Gas umfassend Argongas und 0 bis 15 Mol-% Stickstoffgas.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei vor dem Schritt des Erzeugens
der Aufzeichnungsschicht durch Sputtern der Rückdruck p eingestellt wird in
den Bereich von
3 × 10–7 ≤ p ≤ 5 × 10–6 Torr.Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei nach dem Sputtervorgang
ein Gas, enthaltend Stickstoffgas mit einer Konzentration höher als die Konzentration
von Stickstoff in dem während des Sputtervorgangs verwendeten Gas, in die Sputterkammer
eingeführt wird.Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 4, wobei
das Sputtertarget eine Verbindung oder Mischung, umfassend Sb und AgInTe2
mit einer stöchiometrischen Zusammensetzung und/oder einer beinahe stöchiometrischen
Zusammensetzung mit einer Chalcopyrit-Struktur umfasst.Verfahren gemäß Anspruch 4, wobei das AgInTe2 mit
einer stöchiometrischen Zusammensetzung und/oder einer beinahe stöchiometrischen
Zusammensetzung mit einer Chalcopyrit-Struktur Kristallite mit einer Teilchengröße
von d ≤ 45 nm (450 Å) bildet.Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
das Sputtertarget durch ein Verfahren hergestellt wurde umfassend die Schritte von:
Mischen der Elemente Ag, In und Te, um eine Mischung der Elemente Ag, In und Te
herzustellen;
Zusammenschmelzen der Mischung der Elemente Ag, In und Te bei 600°C oder mehr,
um eine geschmolzene Mischung herzustellen;
schnelles Abkühlen der geschmolzenen Mischung, um einen festen Brocken herzustellen;
Pulverisieren des festen Brockens, um fein verteilte Teilchen herzustellen;
Mischen der fein verteilten Teilchen mit Sb, um eine Mischung aus den fein verteilten
Teilchen und Sb herzustellen; und
Sintern der Mischung aus den fein verteilten Teilchen und Sb.Verfahren gemäß irgendeinem der Ansprüche 1 bis 5, wobei
das Sputtertarget durch ein Verfahren hergestellt wurde, umfassend die Schritte
von:
Mischen der Elemente Ag, In, Te und Sb, um eine Mischung der Elemente Ag, In, Te
und Sb herzustellen;
Zusammenschmelzen der Mischung der Elemente Ag, In, Te und Sb bei 600°C oder
mehr, um eine geschmolzene Mischung herzustellen;
schnelles Abkühlen der geschmolzenen Mischung, um einen festen Brocken herzustellen;
Pulverisieren des festen Brockens, um fein verteilte Teilchen herzustellen; und
Sintern der fein verteilten Teilchen.Verfahren gemäß Anspruch 6, ferner umfassend den Schritt,
vor dem Sinterschritt die Mischung aus den fein verteilten Teilchen und Sb der Wärmebehandlung
bei einer Temperatur nicht höher als dem Schmelzpunkt der Mischung zu unterwerfen.Verfahren gemäß Anspruch 7, ferner umfassend den Schritt,
vor dem Sinterschritt die fein verteilten Teilchen der Wärmebehandlung bei
einer Temperatur nicht höher als dem Schmelzpunkt der fein verteilten Teilchen
zu unterwerfen.