TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Diese Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Infrarot- oder Wärmeabbildungssysteme
und insbesondere auf einen Wärmedetektor gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 1.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Wärmeabbildungssysteme werden häufig verwendet, um Feuer,
eine sich überhitzendes Maschinenanlage, Flugzeuge, Fahrzeuge und Leute zu
erfassen und temperaturempfindliche industrielle Prozesse zu kontrollieren. Wärmeabbildungssysteme
arbeiten im Allgemeinen durch Erfassen der Differenzen der Wärmestrahlungsdichte
verschiedener Objekte in einer Szene und durch Anzeigen der Differenzen als visuelles
Bild der Szene.
Die Basiskomponenten eines Wärmeabbildungssystems umfassen im
Allgemeinen eine Optik zum Sammeln und Fokussieren von Wärmestrahlung von einer
Szene, einen Wärmedetektor mit mehreren Wärmesensoren zum Umwandeln von
Wärmestrahlung in ein elektrisches Signal und Elektronik zum Verstärken
und Verarbeiten des elektrischen Signals in eine visuelle Anzeige oder zur Speicherung
in einem geeigneten Medium. Ein Unterbrecher ist häufig in einem Wärmeabbildungssystem
enthalten, um den Detektor mit der Szene durch Wechselspannung zu koppeln. Der Unterbrecher
erzeugt eine konstante Hintergrundstrahlungsdichte, die ein Referenzsignal vorsieht.
Der elektronische Verarbeitungsabschnitt des Wärmeabbildungssystems subtrahiert
das Referenzsignal vom gesamten Strahlungsdichtesignal, um ein Signal mit minimaler
Hintergrundvorspannung zu erzeugen.
Die Wärmesensoren eines Wärmeabbildungssystems können,
in einer Brennebenenmatrix angeordnet sein. Die Brennebenenmatrix und ihre zugehörigen
Wärmesensoren sind häufig mit einem Substrat einer integrierten Schaltung
mit einer entsprechenden Matrix von Kontaktstellen und einer Wärmeisolationsstruktur,
die zwischen der Brennebenenmatrix und dem Substrat der integrierten Schaltung angeordnet
ist, gekoppelt. Die Wärmesensoren definieren die jeweiligen Bildelemente oder
Pixel des resultierenden Wärmebildes.
Eine Art von Wärmesensor umfasst ein wärmeempfindliches
Element, das aus einem pyroelektrischen Material gebildet ist, das einen elektrischen
Polarisationszustand und/oder eine Änderung der Dielektrizitätskonstante
in Abhängigkeit von Temperaturänderungen des pyroelektrischen Materials
in Reaktion auf eine einfallende Infrarotstrahlung aufweist. Ein Paar von Dünnschichtelektroden
sind im Allgemeinen auf entgegengesetzten Seiten des pyroelektrischen Materials
angeordnet, um als kapazitive Platten zu wirken. In dieser Anordnung wirkt das pyroelektrische
Material als Dielektrikum oder Isolator, der zwischen den kapazitiven Platten angeordnet
ist. Folglich sind die Elektroden wirksam, um die durch das pyroelektrische Material
in Reaktion auf Änderungen der Temperatur erzeugte Ladung zu messen. Wie vorher
erörtert, kann die Ladung oder das elektrische Signal zu einer visuellen Anzeige
verstärkt und verarbeitet werden.
Die Ausgangsstelle zur Herstellung eines Wärmesensors ist typischerweise
ein Wafer aus Silicium oder einem anderen geeigneten Material. Der Wafer kann einen
Durchmesser von etwa 150 Millimetern (6 Zoll) und eine ungefähre Dicke von
660 Mikrometern (26 Millizoll) aufweisen. Die Materialien, die die Wärmesensoren
bilden, können auf dem Wafer in Schichten abgeschieden und nach Bedarf entfernt
werden.
EP-A-0 454 398 offenbart einen Wärmesensor
mit einer Matrix von aufgehängten ebenen Detektoren, wobei jeder Detektor ein
organisches pyroelektrisches Element zwischen einer oberen Nichrom-Elektrode und
einer unteren Goldelektrode aufweist.
WO-A-93 09414 offenbart einen Wärmesensor
mit einer Matrix von aufgehängten ebenen Detektoren, wobei jeder Detektor einen
Stapel einer unteren Mikrobrücke aus Siliciumdioxid oder Siliciumnitrid, einer
unteren Elektrode aus Platin, einem anorganischen pyroelektrischen Element, das
aus Bleititanat besteht, und einer oberen Platinelektrode aufweist.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Ein Problem bei der Herstellung von Wärmesensoren mit Dünnschichtelektroden
besteht jedoch darin, dass sich die Elektroden häufig während der Verarbeitung
nach der Abscheidung verformen. Von Dünnschichtelektroden ist beispielsweise
bekannt, dass sie Erhebungen oder ähnliche Verformungen entlang Oberflächen entwickeln,
die an der pyroelektrischen Schicht anliegen. Die Verformungen führen zu einem
elektrischen Kriechstrom durch die pyroelektrische Schicht und die Dünnschichtelektroden.
Dieser Kriechstrom verschlechtert das elektrische Signal und die visuelle Anzeige,
die vom Wärmesensor erhalten wird.
Folglich ist auf dem Fachgebiet ein Bedarf für eine verbesserte
Dünnschichtelektrode entstanden. Die vorliegende Erfindung schafft eine Dünnschichtelektrode,
die die Nachteile und Probleme, die mit früheren Dünnschichtelektroden
verbunden sind, im Wesentlichen beseitigt oder verringert.
Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die untere Elektrode
eine feste Lösung von mindestens zwei Komponenten, die eine erhöhte Beständigkeit
gegen die Bildung von Erhebungen auf der Oberfläche der unteren Elektrode schafft.
Das dielektrische Element ist ein wärmeempfindliches Element.
Das wärmeempfindliche Element ist benachbart zur ersten Dünnschichtelektrode
angeordnet und die zweite Dünnschichtelektrode ist benachbart zum wärmeempfindlichen
Element entgegengesetzt zur ersten Dünnschichtelektrode angeordnet. Außerdem
kann eine Stützstruktur vorgesehen sein, um die erste Dünnschichtelektrode
in beabstandeter Beziehung zur Oberfläche eines Substrats abzustützen.
Die Stützstruktur kann mindestens zwei Stützen, die sich von der Oberfläche
des Substrats erstrecken, und ein Paar von gabelförmigen Armen, die sich jeweils
von einer Elektrode erstrecken und mit den jeweiligen Stützen verbunden sind,
umfassen.
Das wärmeempfindliche Element umfasst ein pyroelektrisches Material.
Das pyroelektrische Material kann Bleilanthanzirconattitanat sein. Überdies
kann die feste Lösung die Komponenten von Platin und Rhodium umfassen. In einer
speziellen Ausführungsform kann die feste Lösung fünfundachtzig (85)
Prozent Platin und fünfzehn (15) Prozent Rhodium umfassen.
Wichtige technische Vorteile der vorliegenden Erfindung umfassen das
Schaffen einer verbesserten Dünnschichtelektrode. Insbesondere umfasst die
untere Elektrode eine feste Lösung von mindestens zwei Komponenten. Die feste
Lösung schafft eine erhöhte Beständigkeit gegen die Bildung von Erhebungen
und anderen Verformungen auf der Oberfläche der unteren Elektrode.
Noch ein weiterer wichtiger technischer Vorteil der vorliegenden Erfindung
umfasst das Schaffen einer verbesserten Elektrodenanordnung mit einem dielektrischen
Element und einem Paar von Dünnschichtelektroden. Insbesondere ist die untere
Elektrode relativ glatt, um den elektrischen Kriechstrom durch das dielektrische
Element und zwischen der unteren und der oberen Elektrode zu verringern. Die Verringerung
des elektrischen Kriechstroms verbessert das von der Elektrodenanordnung erhaltene
elektrische Signal.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Für ein vollständigeres Verständnis der vorliegenden
Erfindung und von deren Vorteilen wird nun auf die folgende Beschreibung in Verbindung
mit den begleitenden Zeichnungen Bezug genommen, in denen:
1 das Blockdiagramm ist, das die Komponenten von einer
Ausführungsform eines Wärmeabbildungssystems zeigt, das gemäß
der vorliegenden Erfindung konstruiert ist;
2 eine isometrische Ansicht des Wärmedetektors
von 1 ist, die eine Brennebenenmatrix zeigt, die an
einem Substrat einer integrierten Schaltung entgegengesetzt zu einem Wärmeelement
montiert ist;
3 eine detaillierte isometrische Ansicht der Brennebenenmatrix
von 2 ist, die eine Matrix eines Wärmesensors
zeigt;
4 eine detaillierte isometrische Ansicht von einem
der Wärmesensoren von 3 ist, die ein wärmeempfindliches
Element zeigt, das zwischen einem Paar von Dünnschichtelektroden angeordnet
ist; und
5A-C eine Reihe von Aufrissansichten im Schnitt sind,
die verschiedene Stufen der Herstellung des Wärmesensors von 4
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigen.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung und
ihre Vorteile werden am besten verstanden, indem nun auf
1-5 der Zeichnungen genauer Bezug
genommen wird, in denen sich gleiche Ziffern in den ganzen verschiedenen Ansichten
auf gleiche Teile beziehen. 1 zeigt ein schematisches
Blockdiagramm eines Wärmeabbildungssystems 12, das gemäß
der vorliegenden Erfindung konstruiert ist. Während des Betriebs erfasst, verarbeitet
und zeigt das Wärmeabbildungssystem 12 das Wärmebild einer Szene
14 an.
Das Wärmeabbildungssystem 12 kann besonders nützlich
sein, wenn eine Abbildung mittels visueller Wellenlängen nicht zur Verfügung
steht, wie z. B. im Dunkeln, oder wenn die Sicht durch Rauch, Staub oder andere
Teilchen beeinträchtigt ist. Unter solchen Bedingungen kann das Wärmeabbildungssystem
12 Wärmestrahlung im Infrarotfenster erfassen. Das Infrarotfenster
ist ein Wellenlängenbereich im Infrarotspektrum, in dem eine gute Übertragung
von elektromagnetischer Strahlung durch die Atmosphäre besteht. Die typischen
Infrarotdetektoren erfassen Infrarotstrahlung in den Spektralbändern von 3
bis 5 Mikrometer (mit einer Energie von 0,4 bis 0,25 eV) und von 8 bis 14 Mikrometer
(mit einer Energie von 0,16 bis 0,09 eV). Das Spektralband von 3-5 Mikrometer wird
im Allgemeinen als "nahes Infrarotband" bezeichnet, während das Spektralband
von 8 bis 14 Mikrometer als "fernes Infrarotband" bezeichnet wird. Infrarotstrahlung
zwischen dem nahen und dem fernern Infrarotband kann normalerweise auf Grund der
Atmosphärenabsorption desselben nicht erfasst werden. Das Wärmeabbildungssystem
12 ist jedoch auch während des Tages und, wenn die Sicht mittels der
visuellen Wellenlängen zur Verfügung steht, nützlich. Das Wärmeabbildungssystem
12 kann beispielsweise verwendet werden, um Feuer, eine sich überhitzende
Maschinerie, Flugzeuge, Fahrzeuge und Leute zu erfassen und temperaturempfindliche
industrielle Prozesse zu kontrollieren.
Wie in 1 gezeigt, kann das Wärmeabbildungssystem
12 eine Linsenanordnung 16 in optischer Verbindung mit einem Wärmedetektor
18 umfassen. Die Linsenanordnung 16 fokussiert oder richtet Wärmestrahlung,
die von der Szene 14 emittiert wird, auf den Wärmedetektor
18. Die Linsenanordnung 16 kann eine oder mehrere Linsen umfassen,
die aus einem Material bestehen, das Wärmestrahlung durchlässt, wie z.
B. Germanium. Die Konstruktion der Linsenanordnung 16 kann in Abhängigkeit
von der speziellen Verwendung des Wärmeabbildungssystems 12 verändert
werden. Die Linsenanordnung 16 kann beispielsweise eine konstante oder
variable F-Zahl aufweisen und/oder kann eine Linse mit einzelnem Blickfeld oder
eine Zoomlinse sein.
Der Wärmedetektor 18 kann gekühlt oder ungekühlt
sein. Ein gekühlter Wärmedetektor wird bei Tieftemperaturen wie z. B.
bei der Temperatur von flüssigem Stickstoff betrieben, um die gewünschte
Empfindlichkeit gegen eine Veränderung der Infrarotstrahlung zu erhalten. In
Fällen, in denen ein ungekühlter Detektor 18 verwendet wird,
wird häufig ein Unterbrecher 20 zwischen der Linsenanordnung
16 und dem Wärmedetektor 18 angeordnet. Vorzugsweise sind
die Linsenanordnung 16, der Wärmedetektor 18 und der Unterbrecher
20 innerhalb eines zugehörigen Gehäuses (nicht dargestellt) enthalten.
Der Wärmedetektor 18 kann auch innerhalb einer Vakuumumgebung oder
einer Umgebung mit Gas mit niedriger Wärmeleitfähigkeit enthalten sein.
Der Unterbrecher 20 kann durch einen Signalprozessor
22 gesteuert werden, um die Übertragung des Wärmebildes zum Wärmedetektor
18 periodisch zu unterbrechen. Verschiedene Arten von mechanischen und/oder
elektrischen Unterbrechern 20 können bei der vorliegenden Erfindung
zufrieden stellend verwendet werden. Der Unterbrecher 20 kann beispielsweise
eine Drehscheibe mit Öffnungen sein, die Infrarotstrahlung periodisch blockieren
und durchlassen.
Die Anordnung der Linsenanordnung 16 und des Unterbrechers
20 in Bezug auf den Wärmedetektor 18 wird unter Verwendung
von gut bekannten Prinzipien der optischen Konstruktion durchgeführt, wie auf
Wärmeabbildungssysteme angewendet. Wie vorher beschrieben, fokussiert die Linsenanordnung
16 die von der Szene 14 emittierte Wärmestrahlung auf den
Wärmedetektor 18. Der Wärmedetektor 18 setzt die eingehende
Wärmestrahlung in entsprechende elektrische Signale für die Verarbeitung
um.
Die elektrischen Signale des Wärmedetektors 18 können
zum Signalprozessor 22 geleitet werden, der die elektrischen Signale in
Videosignale zur Anzeige zusammenfügt. Wie vorher beschrieben, kann der Signalprozessor
22 auch den Betrieb des Unterbrechers 20 synchronisieren. Diese
Synchronisation ermöglicht, dass der Signalprozessor 22 eingehende
Wärmestrahlung subtraktiv verarbeitet, um feste Hintergrundstrahlung zu beseitigen.
Die Ausgabe des Signalprozessors 22 ist häufig ein Videosignal, das
betrachtet, weiterverarbeitet, gespeichert oder dergleichen werden kann.
Das Videosignal des Signalprozessors 22 kann auf einem lokalen
Monitor 24 betrachtet werden oder zur Anzeige in einen entfernten Monitor
26 eingespeist werden. Der lokale Monitor 24 kann ein Okular,
das einen elektronischen Sucher enthält, eine Katodenstrahlröhre oder
dergleichen sein. Ebenso kann der entfernte Monitor 26
eine elektronische Anzeige, eine Katodenstrahlröhre wie z. B. ein Fernsehgerät
oder eine andere Art von Vorrichtung, die in der Lage ist, das Videosignal anzuzeigen,
sein. Das Videosignal kann auch auf einem Speichermedium 28 für den
späteren Abruf gespeichert werden. Das Speichermedium 28 kann eine
Kompaktdisk, ein Festplattenlaufwerk, ein Direktzugriffsspeicher oder irgendeine
andere Art von Medium sein, das in der Lage ist, elektronische Videosignale für
den späteren Abruf zu speichern. Monitore und Speichermedien sind auf dem Fachgebiet
gut bekannt und werden daher hierin nicht weiter beschrieben.
Die elektrische Leistung zum Betreiben des Wärmeabbildungssystems
12 kann von einer Leistungsversorgung 30 geliefert werden. Die
Leistungsversorgung 30 liefert elektrische Leistung direkt zum Unterbrecher
20, zum Wärmedetektor 18, zum Signalprozessor 22
und zum lokalen Monitor 24. Elektrische Leistung kann auch zur Linsenanordnung
16 geliefert werden, wenn beispielsweise ein Motor verwendet wird, um die
Linsenanordnung 16 zu zoomen.
2 ist eine detaillierte Ansicht des Wärmedetektors
18. Der Wärmedetektor 18 kann eine Brennebenenmatrix
32 umfassen, die an einem Substrat 34 montiert ist. In einer Ausführungsform
kann die Brennebenenmatrix 32 eine Anzahl von Wärmesensoren
36 umfassen, die in einer Matrix angeordnet sind. Die Menge und der Ort
der Wärmesensoren 36 hängen von der für die Brennebenenmatrix
32 gewünschten N-mal-M-Konfiguration ab.
Die Konfiguration der Brennebenenmatrix 32 variiert im Allgemeinen
für verschiedene Arten von Wärmedetektoren 18. In einem "starrenden"
Wärmedetektor wird beispielsweise das ganze Wärmebild auf eine große
Brennebenenmatrix fokussiert. Im Gegensatz dazu verwendet ein "Abtast"-Wärmedetektor
einen Spiegel oder ein ähnliches Mittel, um aufeinander folgende Abschnitte
des Wärmebildes über eine kleine Brennebenenmatrix zu überstreichen.
Gewöhnlich, obwohl für die Erfindung nicht notwendig, bestehen beide Arten
von Wärmedetektoren 18 aus einer Anzahl von Wärmesensoren
36, wobei die Ausgabe von jedem Wärmesensor 36 einen Abschnitt
der betrachteten Szene 14 darstellt. Die Ausgabe von jedem Wärmesensor
36 in der Brennebenenmatrix 32 kann beispielsweise ein einzelnes
Pixel des gesamten Bildes darstellen. Diese Ausführungsform kann zur Verwendung
in Verbindung mit visuellen Anzeigen mit hoher Dichte besonders vorteilhaft sein.
Das Substrat 34 kann ein Substrat einer integrierten Schaltung
sein, das die erforderlichen elektrischen Kopplungen und die erforderliche Schaltungsanordnung
vorsieht, um das auf der Brennebenenmatrix 32 erzeugte Wärmebild zu
verarbeiten. Das Substrat 34 der integrierten Schaltung kann aus Silicium,
keramischem Aluminiumoxid oder anderen geeigneten Materialien die sowohl chemisch
als auch thermisch mit den mehreren Schichten kompatibel sind, die auf der Oberfläche
66 (4) des Substrats 34 der integrierten
Schaltung gebildet werden, gebildet sein. Weitere Informationen hinsichtlich Wärmesensoren,
die auf einem zugrunde liegenden Substrat einer integrierten Schaltung montiert
sind, sind vom US-Patent Nr. 4 143 269,
erteilt an McCormack, et al., mit dem Titel "Ferroelectric Imaging System" und vom
US-Patent Nr. 5 021 663, erteilt an Hornbeck,
mit dem Titel "Infrared Detector" offenbart.
Ein Wärmeelement 38 kann vorgesehen sein, um das Substrat
34 der integrierten Schaltung auf einer konstanten vordefinierten Temperatur
zu halten. Die konstante Temperatur verhindert, dass Umgebungs- oder intern erzeugte
Temperaturgradienten die Wärmesensoren 36 beeinflussen, und stellt
folglich eine Grundlinie bereit, mit der die Wärmeenergie der Szene
14 genau gemessen werden kann. Die erforderlichen elektrischen Kopplungen
und die erforderliche Schaltungsanordnung zum Steuern des Wärmeelements
38 kann durch das Substrat 34 der integrierten Schaltung bereitgestellt
werden. In einem solchen Fall kann das Wärmeelement 38 mit dem Substrat
34 der integrierten Schaltung entgegengesetzt zur Brennebenenmatrix
32 gekoppelt sein.
3 stellt eine detaillierte Ansicht der vorher beschriebenen
Brennebenenmatrix 32 dar. In dieser Ausführungsform umfasst die Brennebenenmatrix
32 eine Matrix von Wärmesensoren 36. Jeder Wärmesensor
36 bildet ein diskretes Element der Brennebenenmatrix 32. Die
Wärmesensoren 36 können durch einen Satz von sich schneidenden
Schlitzen 40 getrennt sein, die um den Umfang von jedem Wärmesensor
36 vorgesehen sind. Die Schlitze 40 sehen einen hohen Grad an
Netzform zwischen benachbarten Wärmesensoren 36 vor, was die Wärmeausbreitung
zwischen den Pixelelementen wesentlich verringert.
Die Wärmesensoren 36 können Wärmestrahlung
unter Verwendung von verschiedenen Verfahren erfassen. Die Wärmesensoren können
beispielsweise auf der Erzeugung einer Ladung auf Grund einer Änderung der
Temperatur, die sich aus der Wärmestrahlung, die die Wärmesensoren
36 erhitzt, ergibt, basieren. Alternativ können die Wärmesensoren
36 auf der Erzeugung einer Ladung auf Grund einer Photon-Elektron-Wechselwirkung
innerhalb des zum Bilden der Wärmesensoren 36 verwendeten Materials
basieren. Dieser letztere Effekt wird manchmal interner photoelektrischer
Effekt genannt. Die Wärmesensoren 36 können auch auf der Änderung
des Widerstandes eines dünnen Leiters basieren, die durch den Erwärmungseffekt
der Wärmestrahlung verursacht wird. Solche Wärmesensoren 36 werden
manchmal als Solometer bezeichnet. Es ist selbstverständlich, dass diese und
andere Arten von Wärmesensoren 36 gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet werden können.
4 stellt eine detaillierte Ansicht von einem der Wärmesensoren
36 dar. Jeder Wärmesensor 36 kann eine Elektrodenanordnung
mit einem dielektrischen Element, das zwischen einem Paar von elektrisch leitenden
Elementen angeordnet ist, sein. Zusätzlich zu Wärmesensoren kann die Elektrodenanordnung
der vorliegenden Erfindung für einen dynamischen Direktzugriffsspeicher (DRAM),
einen nicht flüchtigen Speicher und dergleichen verwendet werden. Für
die Bequemlichkeit des Lesers wird die Elektrodenanordnung in der Ausführungsform
des Wärmesensors 36 beschrieben. In dieser Ausführungsform kann
das dielektrische Element ein wärmeempfindliches Element 50 sein.
Das wärmeempfindliche Element 50 kann zwischen einem ersten elektrisch
leitenden Element 52 und einem zweiten elektrisch leitenden Element
54 angeordnet sein.
In einer Ausführungsform ist das wärmeempfindliche Element
50 vorzugsweise aus pyroelektrischen Materialien ausgebildet. Die pyroelektrischen
Materialien können auch ferroelektrische Materialien sein, wie z. B. Bariumstrontiumtitanat
(BST), Bariumtitanat (BT) und Antimonsulfojodid (SbSI), oder irgendein Blei enthaltendes
ferroelektrisches Material, einschließlich Bleititanat (PT), Bleilanthantitanat
(PLT), Bleizirconattitanat (PZT), Bleilanthanzirconattitanat (PLZT), Bleizinkniobat
(PZN), Bleistrontiumtitanat (PSrT) und Bleiscandiumtantalat (PST). In dieser Ausführungsform
erzeugt das wärmeempfindliche Element 50 eine Ladung in Reaktion auf
eine Temperaturänderung. Es ist jedoch selbstverständlich, dass die vorliegende
Erfindung die Ausbildung des wärmeempfindlichen Elements 50 aus einem
beliebigen wärmeempfindlichen Material in Erwägung zieht, das eine zufrieden
stellende Reaktion auf Wärmestrahlung bereitstellt.
Die Dicke des wärmeempfindlichen Elements 50 kann in
Abhängigkeit von der Wellenlänge der Wärmestrahlung, für deren
Erfassung das Wärmeabbildungssystem 12 ausgelegt ist, variieren. Das
wärmeempfindliche Element 50 ist vorzugsweise ein dünner Film,
um das Reaktionsvermögen auf die Wärmestrahlung und die Übertragung
einer erzeugten Ladung zu den elektrisch leitenden Elementen 52 und
54 zu verbessern.
Das erste elektrisch leitende Element 52 und das zweite elektrisch
leitende Element 54 können auf entgegengesetzten Seiten des wärmeempfindlichen
oder pyroelektrischen Elements 50 angeordnet sein. In dieser Anordnung
fungieren die elektrisch leitenden Elemente 52 und 54 als Elektroden,
die Ladungen empfangen, die vom pyroelektrischen Element 50 in Reaktion
auf Wärmestrahlung erzeugt werden. Folglich stehen die Elektroden
52 und 54 in elektrischer Verbindung mit dem pyroelektrischen
Element 50, das eine kapazitive Kopplung umfasst.
Die elektrisch leitenden Elemente oder Elektroden 52 und
54 können Dünnschichtelektroden sein. Dünnschichtelektroden
52 und 54 sind im Allgemeinen bevorzugt, da sie theoretisch für
Wärmestrahlung durchlässig sein können. Dünnschichtelektroden
sind auch bevorzugt, da sie absorbierte Wärmeenergie nicht vom pyroelektrischen
Element 50 rauben. Außerdem kann die Dünnschichtelektrode
52 undurchlässig sein, wenn die Infrarotstrahlung in einer Kammer
68 des Wärmesensors 36 absorbiert wird.
Ein Problem bei Dünnschichtelektroden besteht jedoch darin, dass
sie sich häufig während der Bearbeitung nach der Abscheidung verformen.
Dies gilt insbesondere für die erste Dünnschichtelektrode 52,
die hohen Temperaturen zwischen 350 Grad Celsius und 800 Grad Celsius ausgesetzt
werden kann. Die hohen Temperaturen können eine durch die Temperatur induzierte
Spannung während der Ausbildung des pyroelektrischen Elements 50 verursachen.
Folglich kann die Dünnschichtelektrode 52 Erhebungen oder ähnliche
Verformungen entlang der Oberfläche der Dünnschichtelektrode
52 entwickeln, die am pyroelektrischen Element 50 anliegt. Die
Verformungen führen zu einem elektrischen Kriechstrom durch das pyroelektrische
Element 50 und zwischen den Dünnschichtelektroden 52 und
54. Dieser Kriechstrom verschlechtert das elektrische Signal und die visuelle
Anzeige, die vom Wärmesensor 36 erhalten wird.
Ein signifikantes Merkmal der vorliegenden Erfindung ist die Konstruktion
der ersten Elektrode 52 aus einer festen Lösung. Eine feste Lösung
ist eine Lösung in einem kristallinen Zustand, in dem zumindest eine Atomposition
mehr als eine Atomspezies aufnehmen kann. Eine Lösung ist ein homogenes Gemisch
von zwei oder mehr Komponenten. Die Komponenten der festen Lösung sollten vorzugsweise
eine hohe Austrittsarbeit aufweisen und sollten miteinander und mit dem pyroelektrischen
Element 50 kompatibel sein. Die Austrittsarbeit einer Komponente ist die
Energie, die erforderlich ist, um ein Elektron zu befreien. Typischerweise ist eine
Austrittsarbeit von etwa 4 eV oder darüber für die Gesamtheit annehmbar.
Komponenten sind kompatibel, wenn sie nicht nachteilig miteinander
oder mit dem pyroelektrischen Element 50 in Wechselwirkung treten.
In einer Ausführungsform, wie nachstehend im Einzelnen beschrieben,
kann die erste Elektrode 52 eine feste Lösung aus Platin und Rhodium
umfassen. Es ist selbstverständlich, dass andere Komponenten, die miteinander
und mit dem pyroelektrischen Element 50 kompatibel sind und die eine annehmbare
Austrittsarbeit aufweisen, innerhalb des Schutzbereichs der vorliegenden Erfindung
verwendet werden können. Andere feste Lösungen können Ir-Rh mit 0-10
% Rh, Ir-Ru mit 0-40 % Ir und 60-100 % Rn, Ir-Rd mit 0-10 % Pd, Pd-Pt mit 0-10 %
Pd und 95 bis 100 Pt, Ag-Au mit 0-100 % Ap und An, Ag-Pd mit 0-100 % Ag und Pd,
Ag-In mit 0-20 % In, Au-Pt mit 0-100 % Pt und Ir-Pt mit 0-5 % Pt sein. Ferner ist
es selbstverständlich, dass einzelne Komponenten eine niedrigere Austrittsarbeit
aufweisen können, vorausgesetzt, dass die Austrittsarbeit der Gesamtheit annehmbar
ist.
Die feste Lösung der ersten Elektrode 52 schafft eine
erhöhte Beständigkeit gegen die Bildung von Erhebungen und anderen Verformungen
auf der Oberfläche der ersten Elektrode 52. Folglich bleibt die Oberfläche
der ersten Elektrode 52 relativ glatt im ganzen Prozess der Herstellung
des pyroelektrischen Elements 50 und anderer Teile der Brennebenenmatrix
32. Die glatte Oberfläche der ersten Elektrode 52 verringert
den elektrischen Kriechstrom zwischen dem pyroelektrischen Element 50 und
der ersten Elektrode 52. Die Verringerung des Kriechstroms verbessert das
elektrische Signal und die visuelle Anzeige, die vom Wärmesensor
36 erhalten wird.
Die zweite Elektrode 54 kann auch aus einer festen Lösung
konstruiert werden. Alternativ kann die zweite Elektrode 54 aus verschiedenen
Ein-Komponenten-Materialien gebildet werden, die elektrisch leitend sind. Die zweite
Elektrode 54 kann beispielsweise aus Palladium oder Platin oder aus leitenden
Oxiden wie z. B. Rutheniumoxid (RuO2) oder Lanthanstrontiumkobaltoxid
(LSCO) ausgebildet werden.
Der Wärmesensor 36 ist über dem Substrat
34 der integrierten Schaltung vorzugsweise selbsttragend. Wie durch
4 gezeigt, erstreckt sich ein erster Tragarm
56 vorzugsweise von der ersten Elektrode 52. Ein zweiter Tragarm
58 erstreckt sich vorzugsweise von der zweiten Elektrode 54. In
einer weiteren Ausführungsform kann das wärmeempfindliche Element
50 in separate Abschnitte unterteilt sein und die Tragarme 56
und 58 können sich von derselben Elektrode 52 oder
54 erstrecken.
Für viele Anwendungen ist der Tragarm 56 vorzugsweise
aus derselben Art von Material wie die erste Elektrode 52 gebildet. Ebenso
ist der Tragarm 58 vorzugsweise aus derselben Art von Material wie die
zweite Elektrode 54 gebildet. Die Tragarme 56 und 58
können jedoch aus einem anderen Material als die Elektroden 52 und
54 gebildet sein. Außerdem kann die Dicke der Tragarme 56
und 58 verändert werden, um die Wärmeleitung zwischen den Elektroden
und dem Substrat 34 der integrierten Schaltung zu steuern. Das wärmeempfindliche
Material kann über dem Tragarm 56 und unter dem Tragarm
58 angeordnet sein.
Die Länge, Breite und Dicke der Tragarme 56 und
58 können ausgewählt werden, um ihre Beständigkeit gegen
die Übertragung von Wärmeenergie zwischen dem Wärmesensor
36 und dem Substrat 34 der integrierten Schaltung zu verstärken.
In einer Ausführungsform können beispielsweise Schlitze 60 und
62 zwischen jedem Tragarm ausgebildet werden und folglich eine zusätzliche
Wärmeisolation zwischen den Tragarmen und ihren zugehörigen Elektroden
schaffen. In dieser Ausführungsform kann die Wärmeisolation jedes Tragarms
durch Verlängern des gabelförmigen Tragarms erhöht werden. Die Wärmeisolation
kann maximiert werden, indem jeder Tragarm entlang entgegengesetzter Hälften
des Umfangs der Elektroden voll ausgedehnt wird.
Ein Paar von Stützen 64 kann vorgesehen sein, um die
gabelförmigen Arme 56 und 58 und folglich den Wärmesensor
36 in einer beabstandeten Beziehung zu einer Oberfläche
66 des Substrats 34 der integrierten Schaltung abzustützen.
Die Stützen 64 können jeweils einen der gabelförmigen Tragarme
abstützen. Die Stützen 64 werden vorzugsweise aus einem Material
gebildet, das elektrisch leitend ist. In dieser Ausführungsform kann jede Stütze
64 elektrische Signale von ihrer jeweiligen Elektrode zu einer Kontaktstelle
70 des Substrats 34 der integrierten Schaltung übertragen.
Folglich sehen die Stützen 64 sowohl eine mechanische Abstützung
als auch einen Signalflussweg zur zugehörigen Kontaktstelle 70 vor.
Eine Kammer 68 kann durch den Spalt zwischen der Unterseite
der ersten Elektrode 52 und der Oberfläche 66 des Substrats
34 der integrierten Schaltung gebildet werden. Das pyroelektrische Element
50 kann Wärmestrahlung direkt oder teilweise, nachdem die Strahlung
durch die Kammer 68 hindurchgetreten und am Substrat 34 der integrierten
Schaltung reflektiert ist, absorbieren. Für eine Ausführungsform, in der
Wärmestrahlung teilweise nach dem Reflektieren am Substrat 34 der
integrierten Schaltung absorbiert wird, können die Abmessungen
der Kammer 68 in Abhängigkeit von der Wellenlänge der Wärmestrahlung,
für deren Erfassung das Wärmeabbildungssystem 12 ausgelegt ist,
verändert werden. Die Kammer 68 entspricht vorzugsweise etwa einem
Viertel der ausgewählten Wärmestrahlungswellenlänge. Wenn das Wärmeabbildungssystem
12 dazu ausgelegt ist, Wärmestrahlung mit einer Wellenlänge von
7,5 bis 14 Mikrometer zu erfassen, besitzt die Kammer 68 folglich vorzugsweise
eine Höhe von ungefähr zwei oder drei Mikrometer. In dieser Ausführungsform
können die Elektroden 52 und 54 für die Wärmestrahlung
durchlässig sein. Die Fähigkeit, die Position der Unterseite der ersten
Elektrode 52 in Bezug auf die Oberfläche 68 des integrierten
Substrats 34 zu verändern, verbessert die Reaktionsfähigkeit
des Wärmesensors 36 auf Wärmestrahlung.
5A-C stellen verschiedene Schritte während des
Prozesses der Herstellung der Wärmesensoren 36 gemäß einer
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung dar. Wie in 5A
gezeigt, kann eine Matrix von Kontaktstellen 70 auf der Oberfläche
66 des Substrats 34 der integrierten Schaltung angeordnet werden,
um elektrische Signale zu empfangen, die von den Wärmesensoren 36
erzeugt werden. Wie vorher beschrieben, kann das Substrat 34 der integrierten
Schaltung aus Silicium oder anderen geeigneten Materialien gebildet werden, die
sowohl chemisch als auch thermisch mit den mehreren Schichten kompatibel sind, die
auf den Oberflächen 66 des Substrats 34 der integrierten
Schaltung gebildet werden.
Eine Opferschicht 72 kann auf dem Substrat 34 der
integrierten Schaltung abgeschieden werden. Während des Herstellungsprozesses
bildet die Opferschicht 72 eine Basis, auf der die Wärmesensoren
36 in beabstandeter Beziehung zum Substrat 34 der integrierten
Schaltung ausgebildet werden können. Folglich kann die Opferschicht
72 nach der Bearbeitung entfernt werden, um die Kammer 68 zu ergeben.
Die Opferschicht sollte eine Dicke gleich der gewünschten Höhe
der Kammer 68 aufweisen. Wie vorher beschrieben, entspricht die Höhe
der Kammer vorzugsweise einem Viertel der ausgewählten Wärmestrahlungswellenlänge.
Wenn die Wärmesensoren 36 Wärmestrahlung mit einer Wellenlänge
von 7,5 bis 14 Mikrometer erfassen sollen, sollte die Opferschicht folglich mit
einer Dicke von ungefähr zwei bis drei Mikrometer abgeschieden werden. Die
Opferschicht 72 ist vorzugsweise Siliciumdioxid (SiO2) oder
Polyimid oder eine ähnliche Art von Material, das mit der Herstellung der Wärmesensoren
36 kompatibel ist. Ein Material ist mit der Herstellung der Wärmesensoren
36 kompatibel, wenn es nicht unmäßig schrumpft oder sich ausdehnt
oder verbrennt, schmilzt oder mit anderem Material in einem Ausmaß in Wechselwirkung
tritt, dass es die Bearbeitung stört. Das Material der Opferschicht
72 ist vorzugsweise auch durch Trockenätzverfahren entfernbar.
Eine erste Schicht von elektrisch leitendem Material 75 kann
als nächstes auf der Opferschicht 72 ausgebildet werden. Wie nachstehend
beschrieben, bildet die erste Schicht aus elektrisch leitendem Material
75 die erste Elektrode 52. Gemäß der Erfindung wird
die erste Schicht aus elektrisch leitendem Material 75 aus einer festen
Lösung konstruiert. Wie vorher beschrieben, ist eine feste Lösung eine
Lösung in einem kristallisierten Zustand, in dem mindestens eine Atomposition
mehr als eine Atomspezies aufnehmen kann. Eine Lösung ist ein homogenes Gemisch
von zwei oder mehr Komponenten. Die Komponenten der festen Lösung weisen vorzugsweise
eine hohe Austrittsarbeit auf und sollten miteinander und mit anderen Materialien
des Wärmesensors 36 kompatibel sein.
Die Austrittsarbeit einer Komponente ist die Energie, die erforderlich
ist, um ein Elektron zu befreien. Typischerweise ist eine Austrittsarbeit von etwa
4 eV oder darüber für eine Komponente annehmbar.
In einer Ausführungsform umfasst die feste Lösung fünfundachtzig
(85) Prozent Platin und fünfzehn (15) Prozent Rhodium. Die relative Menge von
Platin kann zwischen etwa neunundneunzig (99) Prozent und etwa einem (1) Prozent
verändert werden. Die relative Menge an Rhodium kann zwischen etwa einem (1)
Prozent und etwa neunundneunzig (99) Prozent verändert werden. Es ist selbstverständlich,
dass die feste Lösung zusätzliche oder andere Komponenten mit einer annehmbaren
Austrittsarbeit, die miteinander und mit anderen Materialien der Brennebenenmatrix
32 kompatibel sind, umfassen kann. Andere feste Lösungen können Ir-Rh
mit 0-10 % Rh, Ir-Ru mit 0-40 % Ir und 60-100 % Rn, Ir-Pd mit 0-10 % Pd, Pd-Pt mit
0-10 % Pd und 95 bis 100 Pt, Ag-Au mit 0-100 % Ap und An, Ag-Pd mit 0-100 % Ag und
Pd, Ag-In mit 0-20 % In, Au-Pt mit 0-100 % Pt und Ir-Pt mit 0-5 % Pt sein. Ferner
ist es selbstverständlich, dass einzelne Komponenten eine niedrigere Austrittsarbeit
aufweisen können, vorausgesetzt, dass die Austrittsarbeit der Gesamtheit annehmbar
ist.
Eine Schicht aus wärmeempfindlichem Material 80 kann
als nächstes auf der ersten Schicht aus elektrisch leitendem Material
75 gebildet werden. Wie nachstehend beschrieben, bildet die Schicht aus
wärmeempfindlichem Material 80 das wärmeempfindliche Element
50. In einer Ausführungsform wird die Schicht aus wärmeempfindlichem
Material 80 vorzugsweise aus einem pyroelektrischen Material gebildet,
wie z. B. Bariumstrontiumtitanat (BST) und Antimonsulfojodid (SbSI). In anderen
Ausführungsformen können Blei enthaltende ferroelektrische
Materialien, einschließlich Bleititanat (PT), Bleilanthantitanat (PLT), Bleizirconattitanat
(PZT), Bleilanthanzirconattitanat (PLZT), Bleizinkniobat (PZN), Bleistrontiumtitanat
(PSrT) und Bleiscandiumtantalat (PST), verwendet werden, um die wärmeempfindliche
Schicht 80 zu bilden. Die Auswahl von Material für die wärmeempfindliche
Schicht 80 hängt von der Art von Wärmesensor 36, der
auf dem Substrat 34 der integrierten Schaltung gebildet wird, ab.
Eine zweite Schicht von elektrisch leitendem Material 85
kann auf der wärmeempfindlichen Schicht 80 entgegengesetzt zur ersten
Schicht von elektrisch leitendem Material 75 gebildet werden. Die zweite
Schicht von elektrisch leitendem Material 85 bildet die zweite Elektrode
54. Die zweite Schicht von elektrisch leitendem Material 85 kann
aus einer festen Lösung oder verschiedenen Arten von Materialien wie z. B.
Palladium oder Platin gebildet werden. Die vorliegende Erfindung ermöglicht
jedoch, dass andere Arten von elektrisch leitendem Material in Abhängigkeit
von der Art von Wärmesensor 36, der auf dem Substrat 34 der
integrierten Schaltung gebildet wird, verwendet werden.
Verschiedene Verfahren können verwendet werden, um die Dünnfilmschicht
72, 75, 80 und 85 zu bilden. Häufig werden
diese Verfahren in zwei Gruppen unterteilt – Filmwachstum durch Wechselwirkung
einer durch Dampf abgeschiedenen Spezies mit einem zugehörigen Substrat und
Filmbildung durch Abscheidung ohne Verursachen von Änderungen des zugehörigen
Substrats. Die erste Gruppe von Dünnschichtwachstumsverfahren umfasst eine
thermische Oxidation und Nitridierung von Ein-Kristall-Silicium und Polysilicium.
Die Bildung von Siliziden durch direkte Reaktion von abgeschiedenem Metall und des
Substrats ist auch häufig in der ersten Gruppe von Dünnschichtwachstumsverfahren
enthalten.
Die zweite Gruppe von Dünnschichtwachstumsverfahren kann ferner
in drei Unterklassen von Abscheidung unterteilt werden. Die erste Unterklasse wird
häufig als chemische Gasphasenabscheidung (CVD) bezeichnet, bei der feste Filme
auf einem Substrat durch chemische Reaktion von Gasphasenchemikalien, die die gewünschten
Bestandteile für die zugehörige Dünnfilmschicht enthalten, gebildet
werden. Die zweite Unterklasse wird häufig als physikalische Gasphasenabscheidung
(PVD) bezeichnet, bei der die gewünschte Dünnfilmschicht physikalisch
von einer Quelle verlagert wird, um einen Dampf zu bilden und ihn über einen
Bereich mit verringertem Druck zum Substrat zu transportieren. Die verlagerte Schicht
wird dann kondensiert, um die gewünschte Dünnfilmschicht zu bilden. Die
dritte Unterklasse beinhaltet typischerweise das Beschichten des Substrats mit einer
Flüssigkeit, die dann getrocknet wird, um die gewünschte Dünnfilmschicht
zu bilden. Die Bildung von Dünnfilmschichten durch PVD umfasst solche Prozesse
wie Sputtern, Verdampfung und Molekularstrahlepitaxie. Aufschleudern ist eines der
am üblichsten verwendeten Verfahren für die Abscheidung von Flüssigkeiten
auf einem Substrat, um eine Dünnfilmschicht zu bilden.
Dünnfilmschichten können auch zufrieden stellend gemäß
den Lehren der vorliegenden Erfindung unter Verwendung von Verfahren, wie z. B.
Eintauchen, Gasphasenabscheidung durch Sputtern oder MOCVD und Sol/Gel oder organische
Metallzersetzung (MOD) durch Aufschleudern gezüchtet werden. Prozesse sollten
ausgewählt werden, um die gewünschten elektrischen und thermischen Eigenschaften
für die resultierenden Wärmesensoren 36 herzustellen. Außerdem
kann in Abhängigkeit von der Art von Materialien, die verwendet werden, um
die Schichten 72, 75, 80 und 85 auszubilden,
eine oder mehrere Pufferschichten oder Schutzschichten (nicht dargestellt) zwischen
der Oberfläche 66 des Substrats 34 der integrierten Schaltung
und/oder Schichten 72, 85, 80 und 85 angeordnet
werden.
Die verschiedenen Verfahren können integriert werden, um die
Herstellung der Wärmesensoren 36 auf dem Substrat 34 der
integrierten Schaltung unter Verwendung von Prozessen zu ermöglichen, die mit
der Herstellung von höchstintegrierten Schaltungen verbunden sind. Die Materialverwendung
und der Gesamtprozess, die effizient mit der Herstellung einer Brennebenenmatrix
32 verbunden sind, können wesentlich verbessert werden. Die wärmeempfindliche
Schicht 80 wird beispielsweise vorzugsweise mit ungefähr derselben
Dicke gebildet, wie für die wärmeempfindlichen Elemente 50 erwünscht.
Folglich wurde die Möglichkeit einer Polierbeschädigung, die mit vorherigen
Verfahren verbunden ist, die zum Bilden von wärmeempfindlichen Elementen aus
pyroelektrischen Materialien verwendet werden, wesentlich verringert oder beseitigt.
Für Anwendungen, in denen die wärmeempfindliche Schicht
80 aus einem pyroelektrischen Material wie z. B. Bleilanthanzirconattitanat
(PLZT) gebildet wird, kann es erwünscht sein, die Schicht 80 vor oder
nach dem Aufbringen der zweiten Schicht von elektrisch leitendem Material
85 auszuheilen. Die Ausheilung der Schicht 80 ist im Allgemeinen
erforderlich, um die gewünschten pyroelektrischen Eigenschaften herzustellen,
die für die resultierenden Wärmesensoren 36 erforderlich sind.
Die Ausheilungstemperatur für Bleilanthanzirconattitanat (PLZT) kann nicht
niedriger als 700 °C sein. Folglich umfasst ein wichtiges Merkmal der vorliegenden
Erfindung das Schaffen der festen Lösung der ersten Schicht von elektrisch
leitendem Material 75, um die Ausheilung der wärmeempfindlichen
Schicht 80 mit einer Verringerung oder Abwesenheit von Erhebungen oder
anderen Verformungen, die auf der ersten Schicht von elektrisch leitendem Material
75 gebildet werden, zu ermöglichen.
Wie vorher erörtert, stellt die feste Lösung eine erhöhte
Beständigkeit gegen die Bildung von Erhebungen und anderen Verformungen auf
der Oberfläche der ersten Schicht von elektrisch leitendem Material
75 während der Herstellung des wärmeempfindlichen Elements
50 und der anderen Teile der Brennebenenmatrix 32 bereit. Die
glatte Oberfläche der ersten Schicht von elektrisch leitendem Material
75 verringert den elektrischen Kriechstrom von einer Elektrode zur anderen
durch das wärmeempfindliche Element 50. Die Verringerung des Kriechstroms
verbessert das elektrische Signal und die visuelle Anzeige, die von den Wärmesensoren
36 erhalten wird.
Wie am besten durch 5B gezeigt, kann
ein Paar von Kontaktlöchern 90 für jeden Wärmesensor
36 gebildet werden. Die Kontaktlöcher 90 werden vorzugsweise
unter Verwendung von anisotropem Ätzen oder anderer photolithographischer Verfahren
gebildet. Die Stütze 64 kann durch Füllen der Kontaktlöcher
90 mit einem Stützmaterial gebildet werden. Für eine Anwendung
kann das Stützmaterial 95 Platin sein. Andere Arten von Material können
jedoch für die Stütze 64 in Abhängigkeit von der Art von
Wärmesensoren 36, die hergestellt werden sollen, sowie den Temperaturen
und Prozessen, die an der Herstellung beteiligt sind, verwendet werden.
Wie durch 5C gezeigt, können nach
dem Bilden der gewünschten Schichten von Material 72, 75,
80 und 85 auf der Oberfläche 66 des Substrats
34 der integrierten Schaltung und der Stützen 64 in den Schichten
einzelne Wärmesensoren 36 auf dem Substrat 34 der integrierten
Schaltung definiert werden. Wie vorher erörtert, wird die Opferschicht
72 während der Bearbeitung entfernt, um den Hohlraum 68 zu
bilden. Verschiedene photolithographische Verfahren, einschließlich anisotropen
Ätzprozessen, können verwendet werden, um die gewünschten Wärmesensoren
36 zu definieren. In Abhängigkeit von der Art von Materialien, die
zum Bilden der Schichten 75, 80 und 85 verwendet werden,
können die anisotropen Ätzprozesse Ionenfräsen auf Sauerstoffbasis,
reaktives 10-nenätzen (RIE) oder ein magnetisch verstärktes reaktives
Ionenätzen (MERIE) umfassen.
In den resultierenden Wärmesensoren 36 wird die erste
Elektrode 52 vorzugsweise aus der ersten Schicht von elektrisch leitendem
Material 75 gebildet. Das wärmeempfindliche Element 50 wird
vorzugsweise aus dem wärmeempfindlichen Element 50 vorzugsweise aus
der wärmeempfindlichen Schicht 80 gebildet. Die zweite Elektrode
54 wird vorzugsweise aus der zweiten Schicht von elektrisch leitendem Material
85 gebildet. Die Stützen 64 werden aus dem Stützmaterial
95 in den Kontaktlöchern 90 gebildet. In einer Ausführungsform
kann sich die Stütze 64 für die untere Elektrode 52
an der unteren Elektrode vorbei bis zur Höhe der Stütze 64 der
oberen Elektrode erstrecken. Die Stützen 64 ruhen auf den Kontaktstellen
70.
Außerdem umfassen die Wärmesensoren 36 vorzugsweise
den Hohlraum 68 zwischen der ersten Elektrode 52 und der Oberfläche
66 des Substrats 34 der integrierten Schaltung. Wie vorher erörtert,
weist der Hohlraum 68 vorzugsweise eine Höhe auf, die etwa einem Viertel
der Wellenlänge der einfallenden Infrarotstrahlung entspricht, die von den
Wärmesensoren 36 erfasst wird. Für eine Anwendung weisen die
Stütze 64 und der zugehörige Hohlraum 68 eine Höhe
von ungefähr zweieinhalb Mikrometer auf.
Die einzige nachstehende Tabelle stellt einen Überblick über
einige Ausführungsformen in den Zeichnungen bereit.
Zeichnungs-element
Bevorzugter oder spezieller Begriff
Allgemeiner Begriff
Alternative Begriffe
16
Bahnanordnung
Optik
20
Unterbrecher
Vorrichtung, die den Strahl der Strahlung unterbricht
22
Signalprozessor
Elektronik
24
Monitor
Anzeige
Elektronischer Sucher, Katodenstrahl-röhre
32
Brennebenenmatrix
Matrix von Wärmesensoren
34
Substrat einer integrierten Schaltung
Silicium-Umschaltmatrix
36
Pyroelektrische Sensoren
Elektrodenanordnung, Wärmesensoren
Bolometer
50
Pyroelektrisches Element
Wärmesensor, dielektrisches Element
Bariumstrontiumtitanat (BST), Bariumtitanat (BT) und Antimonsulfojodid
(SbSI) oder irgendein Blei enthaltendes ferroelektrisches Material, einschließlich
Bleititanat (PT), Bleilanthantitanat (PLT), Bleizirconattitanat (PZT), Bleilanthan-zirconattitanat
(PLZT), Bleizinkniobat (PZN), Bleistrontiumtitanat (PSrT) und Bleiscandiumtantalat
(PST).
52
Erste Dünnschicht-elektrode aus Platin und Rhodium
Erstes elektrisch leitendes Element aus fester Lösung von
zwei oder mehr Komponenten
54
Zweite Dünnschicht-elektrode
Zweites elektrisch leitendes Element
Feste Lösung aus zwei oder mehr Komponenten, können
Platin und Rhodium sein
64
Stütze
Mechanische Stütze
Obwohl die vorliegende Erfindung mit mehreren Ausführungsformen
beschrieben wurde, können verschiedene Änderungen und Modifikationen einem
Fachmann vorgeschlagen werden. Es ist beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung
solche Änderungen und Modifikationen, die innerhalb den Schutzbereich der beigefügten
Ansprüche fallen, umfasst.