Technisches Gebiet
Diese Erfindung betrifft ein Spektrometer und insbesondere ein Gewebespektrometer
für eine Anordnung innerhalb eines Körpers zur Gewebecharakterisierung.
Allgemeiner Stand der Technik
Eine spektrale Analyse von lebendem Gewebe kann verwendet werden,
um verschiedene Krebsarten und andere Krankheitstypen zu detektieren. Bei der spektralen
Analyse beleuchtet Licht einen Gewebebereich zur Untersuchung, und ein Lichtdetektor
detektiert optische Eigenschaften des beleuchteten Gewebebereichs durch Messen der
Lichtenergie, welche durch ihre Wechselwirkung mit dem Gewebebereich modifiziert
wurde, in einer vorbestimmten Frequenz- und Amplitudendomäne. Die optischen
Eigenschaften umfassen Absorptions-, Lumineszenz-, Fluoreszenz-, Frequenz- und Zeitdomänenreaktionen
auf verschiedene Stoffe, welche in den Gewebebereich injiziert werden, und andere
elektromagnetische Reaktionen. Krankes Gewebe kann durch Vergleichen eines erhaltenen
Spektrums mit Spektren des normalen Gewebes identifiziert werden, welche unter den
gleichen kontrollierten Bedingungen erhalten wurden.
Aktuell verfügbare Vorrichtungen für eine Gewebecharakterisierung
unter Verwendung der spektralen Analyse umfassen Nachtsicht-Abtastsysteme mit Filtern,
welche zur Verwendung mit Endoskopen und mit faseroptischen Mehrkanallieferungssystemen
angepasst sind. Die letzteren Systeme umfassen typischerweise eine Lichtquelle,
einen optischen Leiter, einen Lichtapplikator und -empfänger, einen zweiten
Lichtleiter, ein Spektrometer und eine Anzeigeeinheit. In der Tendenz sind diese
Systeme sehr teuer, erfordern umfangreiche elektronische Begleitsysteme und sind
so komplex, dass sie Bedienerschulung erfordern.
Die optischen Fasern, welche als optische Leiter in den faseroptischen
Mehrkanallieferungssystemen verwendet werden, sind die Quelle von Konstruktionsschwierigkeiten.
Um eine adäquate Menge Lichtenergie aus der Lichtquelle zu einem Gewebebereich
innerhalb eines Körpers zu transportieren, muss eine Eingriffsvorrichtung eine
deutliche Menge optischer Fasern aufweisen. Eine Eingriffsvorrichtung, wie beispielsweise
ein Katheter, weist jedoch nicht viel Raum auf, und optische Fasern höherer
Qualität, welche weniger Raum einnehmen, sind teuer.
Optischen Fasern fehlen auch die nötigen mechanischen Eigenschaften,
um mit einer Eingriffsvorrichtung verwendet zu werden. Optische Fasern können
beim Biegen brechen und weisen im Vergleich zu herkömmlichen Kathetermaterialien
eine relativ hohe Steifigkeit auf. Deshalb ist es schwierig, eine flexible Spitze
für einen Katheter zu entwerfen, welcher optische Fasern aufweist, und insgesamt
ist die Flexibilität einer Eingriffsvorrichtung, welche optische Fasern aufweist,
begrenzt.
Weiterhin erfordern optische Fasern einen teuren Abschlussstecker
und müssen sachgerecht angeschlossen werden, um einen adäquaten Lichtdurchsatz
zu gewähren. Die Signaleffizienz Faser-basierter Vorrichtungen hängt stark
von der Fähigkeit der Vorrichtungen ab, ausreichend Licht der erwünschten
Wellenlänge in die Fasern einzukoppeln. Zur spektralen Analyse werden gefilterte
Breitband-Lichtquellen gegenüber Laserlichtquellen wegen der Kosten und der
Vielseitigkeit bei der Frequenz bevorzugt. Es ist jedoch eine Herausforderung, Licht
von einer Lampenquelle wirksam in Fasern mit kleinen Durchmessern einzukoppeln.
Obwohl Laserlicht leichter in optische Fasern eingekoppelt werden kann, sind Laserlichtquellen
im Allgemeinen teuerer, nur in ein paar ausgewählten Wellenlängen erhältlich
und Gegenstand kritischerer Überwachungsvorschriften als andere Lichtquellen.
Weiterhin neigt Licht, welches von dem Subjekt emittiert wird, welches von einem
Laserlicht beleuchtet wird, dazu, schwach zu sein und ist auch allen Verlustmechanismen
und Ineffizienzen ausgesetzt, welche ein Lasersystem problematisch machen.
Zusätzliche Hardware, wie beispielsweise Stecker und Koppler,
und die Notwendigkeit, eine oder mehrere optische Leiter entlang der Längenausdehnung
der Eingriffsvorrichtung bereitzustellen, machen herkömmliche Vorrichtungen,
welche zur spektralen Analyse verwendet werden, relativ teuer, unzweckmäßig
und vielleicht unpraktisch.
EP-A-0,314,937, US-A-5,127,407
und US-A-5,350,375 sind Patentschriften
zum Stand der Technik der vorliegenden Anmeldung.
US 5,127,407 offenbart einen Sensor zum
Messen der Sauerstoff-Sättigung des Blutstroms innerhalb des Schädels.
Bei einer ersten Ausführungsform umfasst der Sensor einen Fotodetektor und
ein Paar lichtemittierender Dioden, welche nahe dem Ende einer Länge flexibler
gedruckter Verdrahtung oberflächenmontiert sind. Der Sensor wird durch eine
Beschichtung aus Gummi oder aus Polymermaterial hermetisch versiegelt, welches ein
optisches Fenster über dem Fotodetektor und den lichtemittierenden Dioden aufweist.
Der Sensor wird durch eine Bohröffnung eingeführt, welche in den Schädel
gebohrt wird und gleitet zwischen dem Schädel und der Dura des Hirns. Die lichtemittierenden
Dioden werden gepulst, um Blut innerhalb der Dura und des Hirns mit Licht zu beleuchten,
und Licht, welches von dem Blut reflektiert wird, wird von dem Fotodetektor empfangen
und in elektrische Signale umgewandelt. Die Signale werden von einem Impulsoxymeter
verarbeitet um eine Angabe der Blutsättigung bereitzustellen. Bei einer zweiten
Ausführungsform sind der Fotodetektor und die lichtemittierenden Dioden an
dem Ende eines Kerns komprimierbaren Schaums befestigt, welcher sich aus dem Ende
einer hohlen Knochenschraube erstreckt. Beim Schrauben der Knochenschraube in eine
Bohröffnung in dem Schädel berühren der Fotodetektor und die lichtemittierenden
Dioden die Dura, und der Schaum wird komprimiert, um einen optischen Kontakt zwischen
den elektrischen Komponenten und der Dura zu unterhalten. Licht von den Dioden wird
von Blut in der Dura und dem Hirn reflektiert, von dem Fotodetektor empfangen, und
die resultierenden elektrischen Signale werden von dem Impulsoxymeter verarbeitet.
EP 0,314,937 offenbart einen implantierbaren
medizinischen Sensor, welcher den Sauerstoffgehalt des Bluts bestimmt. Der Sensor
weist eine miniaturisierte Hybridschaltung auf, welche ein Leuchtdiodenmittel, ein
Fototransistormittel und ein Substrat aufweist, mit welchem das Leuchtdiodenmittel
und das Fototransistormittel in einer erwünschten Schaltungskonfiguration verbunden
sind. Die Hybridschaltung ist innerhalb eines zylindrischen Körpers hermetisch
abgedichtet, welcher aus einem Material angefertigt ist, welches für Licht
im wesentlichen transparent ist, wie beispielsweise Glas. Durchführungsanschlüsse
stellen ein Mittel zum Herstellen einer elektrischen Verbindung mit der Hybridschaltung
bereit. Das Leuchtdiodenmittel wird mit einem treppenstufigen Stromimpuls angesteuert.
Bei einer Ausführungsform ist der Sensor innerhalb eines Schrittmacher-Bilumenanschlusses
eingebettet und nahe der distalen Elektrode des Anschlusses angeordnet, so dass
sich der Sensor innerhalb des Herzens befindet, wenn der Anschluss in einen Patienten
implantiert wird, wodurch gestattet wird, dass der abgetastete Sauerstoffgehalt
des Bluts innerhalb des Herzens ein physiologischer Parameter wird, welcher verwendet
werden kann, um das Schrittmacherstimulationsintervall eines ratenempfindlichen
Schrittmachers zu steuern.
US 5,350,375 offenbart Verfahren für
eine laserinduzierte Fluoreszenzintensitätsrückmeldung und -Regelung bei
der Laserangioplastik. Bei einem ersten Gesichtspunkt wird ein Katheter, welcher
ein exzentrisches Führungsdrahtlumen und mindestens eine optische Faser umfasst,
durch Drehen des Katheters und Beobachten der Fluoreszenzintensität bezüglich
einer Obstruktion in einem Blutgefäß angeordnet. Wenn die Fluoreszenzintensität
einen maximalen Wert aufweist, ist die optische Faser auf die Obstruktion hin ausgerichtet.
Bei einem anderen Gesichtspunkt wird eine Fluoreszenzintensitätsrückmeldung
verwendet, um festzustellen, wann eine Laserablösungsvorrichtung eine Okklusion
gekreuzt hat. Ein abrupter Abfall der Fluoreszenzintensität bezeichnet, dass
die Ablösungsvorrichtung die Okklusion gekreuzt hat. Bei einem weiteren Gesichtspunkt
wird die Fluoreszenzintensitätsrückmeldung verwendet, um die Wirksamkeit
einer Flüssigkeitsspülung in einem Blutgefäß zu bestimmen. Bei
wieder einem anderen Gesichtspunkt werden eine Fluoreszenzspektroskopie und eine
Beobachtung der Fluoreszenzintensität der Reihe nach für verschiedene
Untermengen optischer Fasern in einem Laserkatheter durchgeführt, um eine präzise
Steuerung der Faseranordnung, Gewebediagnose und Ablösung bereitzustellen.
Die Fluoreszenzintensitätsrückmeldung kann in Verbindung mit Fluoreszenzspektroskopie
verwendet werden.
KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein effizientes Spektrometersystem
bereitzustellen. Diese Aufgabe wird mit dem Gegenstand nach dem unabhängigen
Anspruch erzielt.
Bei einem Gesichtspunkt zeichnet sich die Erfindung durch ein Miniaturspektrometer
zur Verwendung bei der spektralen Analyse aus. Das Spektrometer weist eine Lichtquelle
und mehrere Lichtdetektoren zur Anordnung innerhalb eines Körpers derartig
auf, dass optische Leiter nicht nötig sind, um Lichtsignale an das und aus
dem Gewebe innerhalb des Körpers zu liefern. Die Lichtquelle beleuchtet einen
Gewebebereich und die Lichtdetektoren detektieren optische Eigenschaften des beleuchteten
Gewebes durch Messen modifizierter Lichtsignale. Die Lichtdetektoren wandeln optische
Signale derartig in elektrische Signale um, dass ein elektrischer Draht oder mehrere
elektrische Drähte, welche innerhalb einer Eingriffsvorrichtung angeordnet
sind, die elektrischen Signale aus dem Gewebe an eine Signalanzeige oder an einen
Mikroprozessor liefern können. Eine optisch durchsichtige Spitze verkapselt
ein Spektrometer. Die Spitze, welche das Spektrometer verkapselt, wird an einem
distalen Ende einer Eingriffsvorrichtung angeordnet. Die Spitze weist mindestens
einen Flüssigkeitskanal auf, welcher mit einem Lumen innerhalb der Eingriffsvorrichtung
in Verbindung steht, um eine Flüssigkeit an einen Gewebebereich zu liefern.
Ausführungsformen dieses Gesichtspunkts der Erfindung weisen
die folgenden Merkmale auf. Die Lichtquelle und die Lichtdetektoren werden von einer
externen Stromversorgung durch elektrische Drähte mit Energie versorgt. Die
Spitze ist so geformt, dass sie Gewebekontakt und optische Übertragung optimiert.
Die Spitze kann mit einem Material beschichtet werden, um die Lichtübertragung
zu verbessern. Bei einer offenbarten Ausführungsform umfasst
ein Spektrometer der Erfindung eine Lichtquelle und die Lichtdetektoren, welche
auf einem einzelnen Substrat ausgebildet mehrere Kanäle aufweisen, um Lichtemission
bei mehreren Wellenlängen zu detektieren.
Als nächstes wird ein Verfahren zum Charakterisieren von Gewebe
erklärt, welches zum Verständnis der Erfindung nützlich sein kann.
Gemäß dem Verfahren wird ein Spektrometer bereitgestellt, welches eine
Lichtquelle und mehrere Lichtdetektoren aufweist. Das Spektrometer wird innerhalb
eines Körpers nahe einem Gewebebereich angeordnet, welcher charakterisiert
werden soll. Die Lichtquelle und die Detektoren sind durch elektrische Drähte
mit einer Stromquelle verbunden. Die mit Energie versorgte Lichtquelle erzeugt Licht
und beleuchtet den Gewebebereich. Die Detektoren messen Lichtsignale, welche als
ein Ergebnis der Wechselwirkung mit dem Gewebebereich modifiziert wurden. Die Lichtdetektoren
wandeln empfangene optische Signale in elektrische Signale um. Eine optisch durchsichtige
Spitze verkapselt das Spektrometer und ist nahe einem distalen Ende einer Eingriffssonde
lokalisiert. Das Verfahren kann weiterhin den Schritt des Drehens des Spektrometers
hinsichtlich der Spitze aufweisen. Die Drehbewegung stellt optische Eigenschaften
des Lichts ein, welches übertragen wird, um das Gewebe zu beleuchten.
Die vorangehenden und andere Aufgaben, Gesichtspunkte, Merkmale und
Vorteile der Erfindung werden aus der folgenden Beschreibung und aus den Ansprüchen
offenkundiger.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
In der Zeichnung bezeichnen gleiche Bezugszeichen im Allgemeinen überall
in den verschiedenen Ansichten die gleichen Bauteile. Auch sind die Zeichnungen
nicht notwendigerweise maßstabsgetreu, stattdessen wird im Allgemeinen Wert
auf ein Illustrieren der Prinzipien der Erfindung gelegt.
1A ist ein Blockdiagramm eines Systems zur spektralen
Analyse, welches ein Spektrometermodul in Verbindung mit externen Komponenten umfasst.
1B zeigt einen Lichtdetektor des Spektrometermoduls
der 1A in Verbindung mit einem alternativen elektronischen
System zur Signalanalyse.
2A ist eine Querschnittsansicht eines Spektrometermoduls,
welches an einem distalen Ende einer Eingriffsvorrichtung angeordnet ist.
2B ist eine Querschnittsansicht des distalen Endes
des Spektrometermoduls von 2A.
3 ist eine schematische Darstellung einer Eingriffsvorrichtung
und eines Spektrometermoduls, welches an dem distalen Ende der Eingriffsvorrichtung
angeordnet ist.
4 ist eine Querschnittsansicht des Spektrometermoduls
der 2A, welches von einer Spitze verkapselt ist und
an dem distalen Ende einer Eingriffsvorrichtung angeordnet ist.
5 ist eine Querschnittsansicht eines Spektrometermoduls
auf einem einzelnen Substrat, wobei der Querschnitt längs des Moduls verläuft.
Beschreibung
Unter Bezugnahme auf 1A umfasst das Spektrometermodul
eine Lichtquelle 3 und einen Mehrkanal-Lichtdetektor 5 in enger
räumlicher Nähe zueinander und zu einem interessierenden Bereich
6. Der interessierende Bereich 6 kann lebendes Gewebe sein, welches
sich innerhalb eines Körpers befindet. Die Lichtquelle 3 und der Lichtdetektor
5 sind in enger räumlicher Nähe zu dem interessierenden Bereich
angeordnet, so dass sie die Lichtenergie mit einem Minimum an Zwischenraum oder
Material sowohl emittieren können als auch wirksam einkoppeln können.
Die Lichtquelle 3 steht mit einer Stromversorgung oder -quelle
7 durch eine Gleichstromleitung 9 in Verbindung, und der Lichtdetektor
5 steht mit der Stromquelle 7 durch eine Vorspannungsversorgungsleitung
10 in Verbindung. Die Stromquelle 7 kann Gleichstrom (DC) entweder
von hoher oder von niedriger Spannung, Wechselstrom (AC) einer geeigneten Frequenz
oder einen Impuls bereitstellen. Wechselstrom kann zu dem Zweck des Modulierens
der Lichtquelle mit einem Modulator 17 an die Lichtquelle 3 geliefert
werden. Alternativ kann Strom mit komplexen Wellenformen an die Lichtquelle
3 geliefert werden. Eine Diode kann in der Schaltung an der Lichtquelle
3 angeordnet werden, um einen Teil des Wechselstroms gleichzurichten, so
dass er zum Vorspannen des Detektors 5 verwendet werden kann. In der offenbarten
Ausführungsform wird eine Dosiereinrichtung 19 an der Stromquelle
angeordnet und setzt einen Stromabtaster 20 in Reihe ein, um den Strom
zu beobachten und anzuzeigen, welcher an die Lichtquelle 3 angelegt wird.
Diese Konfiguration kann verwendet werden, um beim Kalibrieren des Instruments während
des Gebrauchs zu helfen.
Eine Ausgangsleitung 13 oder mehrere Ausgangsleitungen
13 erstrecken sich von dem Detektor 5 durch einen Verstärker
21 und einen A/D-Wandler 23 zu einem Mikroprozessor
25 und zu einer Anzeige 11. Die Ausgangsleitungen 13
können abgeschirmt werden, um eine Störgeräuschaufnahme zu reduzieren.
Der Ausgang des Detektors 5 wird durch einen Verstärker
21 verstärkt und an einen Analog/Digital-(A-D-, A/D- oder A-nach-D-)-Wandler
23 gesendet. Das digitalisierte Signal kann dann an einen
Mikroprozessor 25 oder an eine andere Logikvorrichtung zur nachfolgenden
spektralen Analyse gesendet werden. Ein alternatives Signalverarbeitungssystem wird
in 1B gezeigt.
Wie aus 1B ersichtlich, umfasst das alternative
Signalverarbeitungssystem ein Mittelskaleninstrument 33, welches von einer
Gleichstromquelle 34 betrieben wird und welches in der gemeinsamen Rückleitung
38 angeordnet ist, welche sich von dem Lichtdetektor 38 erstreckt.
Dieses alternative Signalverarbeitungssystem kann verwendet werden, um die verschiedenen
Signalamplituden der optischen Signale, welche von zwei oder mehr gleichzeitig betriebenen
Kanälen des Lichtdetektors 5 empfangen werden oder um die normalisierte
Ausgabe der Lichtquelle als Funktion der Lichtenergie, welche von dem Lichtdetektor
5 empfangen wird, zu beobachten. Die Amplitude des Messwerts kann verwendet
werden, um die Steigung des Antwortsignals relativ zum Eingangssignal zu bestimmen
oder um andere, komplexere Funktionen durchzuführen. Es versteht sich hierbei,
dass ein äquivalenter Betrieb unter Verwendung eines Einkanal-Lichtdetektors
erhalten werden kann, solange eine Antworteigenschaft des Kanals mit der Zeit variiert
wird. Es kann möglich sein, die Antworteigenschaft unter Verwendung beispielsweise
eines Filters oder mehrerer Filter zu variieren. Im Fall eines Einkanal-Lichtdetektors
können die beiden Signale, falls erwünscht, der Reihe nach erhalten werden.
Die Funktionen, welche von dem oben stehend beschriebenen Schaltkomplex bereitgestellt
werden, können mit einer anderen oder zusätzlichen elektrischen, mechanischen,
und/oder optischen Vorrichtung erzielt werden.
Unter Bezugnahme auf 2A und
2B wird ein Spektrometermodul 41 an einer
distalen Spitze einer Eingriffsvorrichtung 4 angeordnet. Das Spektrometermodul
41 wird innerhalb eines Gehäuses 43 angeordnet. Das Gehäuse
43 umfasst ein optisch durchsichtiges Material. Der Durchmesser des Gehäuses
41 ist klein genug, um zu gestatten, dass das Spektrometermodul
41 und das Gehäuse 43 verschiedene Lumen von Kathetern und
Körperlumen, wie beispielsweise vaskuläre und nichtvaskuläre Gefäße,
passieren. Beispielsweise weist das Gehäuse 43 für ein Spektrometermodul
41, welches mit einem Katheter 4 verwendet wird, einen maximalen
Durchmesser von ungefähr 0,64 cm (0,25 Inch) auf. Das Gehäuse
43 für ein Spektrometermodul 41, welches mit einer Führungsdraht-großen
Vorrichtung verwendet wird, kann einen maximalen Durchmesser von ungefähr 0,21
cm (0,081 Inch) aufweisen.
Das Spektrometermodul 41 umfasst eine Lichtquelle
3, zwei Lichtdetektoren 61, eine Linse 47, einen Lichtverstärker
49 und ein Fenster 55. Die Lichtquelle 3 ist eine Halbleiterdiodenquelle,
welche derartig befestigt ist, dass das Ausgabeende 45 zum distalen Ende
des Moduls 41 zeigt, welches sich im Allgemeinen mit der zentralen Achse
der Eingriffsvorrichtung 4 in einer Reihe befindet. Alternativ kann die
Lichtquelle 3 derartig angeordnet werden, dass das Ausgabeende in eine
Richtung transversal zu der Mittenachse der Eingriffsvorrichtung 4 zeigt.
Licht, welches von der Lichtquelle 3 erzeugt wird, kann einen Gewebebereich
unmittelbar beleuchten oder von einer Linse 47 fokussiert werden, bevor
es den Gewebebereich beleuchtet. Die Linse 47 kann so geformt sein, dass
sie das Licht zu einem erwünschten Muster fokussiert, oder sie kann verwendet
werden, um das Licht, falls nötig, zu streuen. Ein Frequenzvervielfacher
49 wird in dem Weg des Lichts angeordnet, welches von der Lichtquelle
3 erzeugt wird, um die Frequenz der Lichtausgabe zu vergrößern.
Der Frequenzvervielfacher 49 umfasst eine optisch nichtlineare Substanz.
Die optisch nichtlineare Substanz 49 wird mit einer Ringhalterung
51 in Position gehalten, um ihre Position hinsichtlich der Position der
Lichtquelle 3 zu erhalten. Ersatzweise kann die nichtlineare Substanz
49 unmittelbar mit dem Ausgabeende 45 der Lichtquelle
3 unter Verwendung eines optisch klaren Bindemittels verbunden werden.
Das optisch klare Bindemittel kann Epoxid, Cyanoacrylat oder Natriumsilikat sein.
Das Bindemittel kann unmittelbar auf dem Ausgabeende 45 der Lichtquelle
5 und ihrer Umgebung angeordnet werden, und die nichtlineare Substanz
49 kann auf dem Bindemittel angeordnet werden. Ein Beispiel einer optisch
nichtlinearen Substanz, welche zur Verwendung mit einem Spektrometermodul der Erfindung
geeignet ist, ist ein Kaliumdihydrogenphosphat-(KH2PO4)- oder
KDP-Kristall. Um die Lichtübertragung zu verbessern, kann mindestens eine Oberfläche
des KDP-Kristalls mit einer Fluoridschicht beschichtet werden, welche als eine Viertelwellen-Anpassungsschicht
53 fungiert. Ein Fenster 55 wird an dem distalen Ende des Spektrometermoduls
41 angeordnet, um das Modul zu schützen. Das Fenster 55 kann
durch Verbinden des Fensters 55 mit der distalen Spitze der Eingriffsvorrichtung
mit einem Klebstoff 57 am Ort gehalten werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform
weist das Fenster 55 eine Bandsperreneigenschaft auf, welche Ausgangsfrequenzen
des Lichts dampft, welches von der Lichtquelle 3 erzeugt wird, während
es einen Durchgang der Lichtausgabe mit einer vorbestimmten Frequenz erlaubt. Eine
Lichtausgabe, welcher den Filter passieren kann, liegt oft im ultravioletten Bereich
und weist insbesondere Wellenlängen von ungefähr 300 nm bis ungefähr
400 nm auf. Derartige Filter sind allgemein verfügbar und bekannt. Beispiele
dieser Filtertypen umfassen abgetöntes Glas, eingelegte Farbstoffe und Interferenzfasern,
welche auch als dichroitische Filter bekannt sind. Alternativ kann eine variable
Filterung durch Drehen des Innenabschnitts des Moduls 41 hinsichtlich Abschnitten
eines anderen gefärbten Materials, wie beispielsweise einer abgetönten
Kunststoffummantelung des Katheters oder einer in 4
gezeigten Spitze 81, eingesetzt werden. Die Katheterummantelung oder die
Spitze 81 können unterschiedliche Filtereigenschaften aufgrund von
Dickenänderungen oder aufgrund von lokalisierten Farbstoffen aufweisen.
Lichtdetektoren 61 und Filter 63 können um
die nichtlineare Substanz 49 (2B) herum angeordnet
werden. Die Lichtdetektoren 61 können beispielsweise Silizium-Fotodioden,
Cadmiumsulfid-Kristallkörper mit Elektroden, ladungsgekoppelte Schaltungen
oder allgemein alle Lichtsensoren sein, welche miniaturisiert und innerhalb der
Begrenzungen einer Vorrichtung kleiner als ungefähr 0,64 cm (0,25 Inch) oder
weniger im Durchmesser angeordnet werden können. Die Lichtdetektoren
61 können in einem Winkel (2A) angeordnet
werden, um die Sammlung von Licht zu unterstützen, welches von dem interessierenden
Bereich 6 emittiert wird. Ersatzweise können die Lichtdetektoren
61 auf einem ebenen Substrat benachbart zu der Lichtquelle 3 angeordnet
werden. Die Lichtsignale, welche den interessierenden Bereich beleuchten, werden
als ein Ergebnis der Wechselwirkung mit dem interessierenden Bereich 6
modifiziert. Die Lichtdetektoren 61 detektieren die modifizierten Lichtsignale.
Die Lichtdetektoren 61 können auch die Lichtemission aus der Lichtquelle
beobachten. Die Lichtdetektoren 61 werden mit der Energie aus der Stromversorgung
7 durch eine Stromleitung 10 versorgt (1A).
Frequenzselektive Detektoren 61 werden durch Anordnen von Filtern
63 auf den Lichtdetektoren 61 hergestellt. Die Filter
63 dämpfen ein Frequenzband oder mehrere Frequenzbänder der Energie,
welche von den Lichtdetektoren 61 empfangen wird. Die Filter
63 können beispielsweise vom Bandpasstyp sein, welcher Wellenlängen
selektiv zulässt. Ein spezifischer Bandpass eines Filters kann um 380 nm zentriert
werden, während ein anderer Filter um 440 nm zentriert werden kann. Signaldrähte
13, welche einen Signalausgang liefern, können von der Form verdrillter
Drahtpaare sein, oder sie können sich einen gemeinsamen Masseweg teilen. Die
Signaldrähte 13 werden durch einen oder mehrere Lumen 65
der Eingriffsvorrichtung 4 gefädelt und erstrecken sich zurück
zu einem geeigneten Steckverbinder, welcher auf oder nahe dem proximalen Ende der
Eingriffsvorrichtung 4 angeordnet ist.
Unter Bezugnahme auf 3 wird das Spektrometermodul
41 der 2 an dem distalen Ende einer Eingriffsvorrichtung
70 angeordnet. Bei der offenbarten Ausführungsform wird das Modul
41 an dem distalen Ende eines Schafts 71 befestigt, und der Schaft
71 enthält Signaldrähte 9 und 13. Der Schaft
71 endet mit einem kleinen Steckverbinder 73 an dem proximalen
Ende. Der Steckverbinder 73 kann einen oder mehrere Kontakte aufweisen,
welche angeordnet sind, um eine elektrische, optische und mechanische Verbindung
mit einem passenden Steckverbinder zu gestatten. Der Schaft 71 weist auch
einen gleitfähigen Stopper 75 auf, welcher voreingestellt werden kann,
um eine Kontrolle über die Platzierungstiefe innerhalb des Körpers zu
gestatten. Der Stopper kann ein Kragen mit einem Spannhülsenring
77 sein, welcher sich beim Verdrehen festzieht, um einen festen Anschlag
bereitzustellen. Der Schaft 71 kann eine Röhre umfassen, wie beispielsweise
eine Injektionskanüle aus Edelstahl, ein überelastisches (Nitinol-) Röhrchen
oder dergleichen. Der Vorteil derartiger Schäfte ist, dass sie relativ starr
sind und eine Einführung in teilweise versperrte Passagen gestatten. Sehr kleine
Schäfte können aus Metallröhrchen angefertigt werden. Es können
Schäfte mit Außendurchmessern von ungefähr 0,013 cm (0,005 Inch)
bereitgestellt werden, obwohl in den meisten Fällen größere Schäfte
mit Durchmessern von ungefähr 0,20 cm (0,08 Inch) oder größer geeignet
sind. Die Längen der Schäfte können auch zwischen ein paar Millimetern
und über 200 Zentimetern variieren. Der Schaft 71 kann aus einem flexibleren
Material angefertigt werden, falls gewünscht. Als Schaftmaterial können
mehrschichtige, gegeneinander gewickelte Drähte mit kleinem Durchmesser verwendet
werden. Diese Schäfte weisen eine relativ hohe laterale Flexibilität und
eine gute Drehsteifigkeit auf und können durch manuelles Verdrehen oder durch
einen Motor in spezifischen Winkeln angeordnet werden. Andere Schäfte können
Kunststoffe, wie beispielsweise Polyethylen, Polyimid oder Nylon umfassen, und können
einen oder mehrere Lumen aufweisen. Die Lumen führen elektrische, optische
oder mechanische Übertragungsleitungen oder Kühlflüssigkeiten. In
der offenbarten Ausführungsform weist der Schaft 71 ein Schraubgewinde
79 an dem distalen Ende auf, um Befestigung und Abtrennung des Moduls
41 an und von dem Schaft 71 zu erleichtern. Eine mögliche
Verwendung des Befestigungsgewindes kann ein Lösen des Moduls 41 durch
Abschrauben und Lösen des Moduls 41 von dem Ende des Schafts
71 sein, wenn das Modul 41 einmal innerhalb eines Körpers
angeordnet ist. Der röhrenförmige Schaft 71 kann dann über
den kleinen Steckverbinder 73 gleiten, welcher außerhalb des Körpers
gelassen werden kann. Das Modul 41 kann erneut mit dem Schaft
71 verbunden werden, bevor das Modul 41 aus dem Körper herausgezogen
wird.
Unter Bezugnahme auf 4 ist das Spektrometermodul
41 der 2A innerhalb einer optisch durchsichtigen
Spitze 81 lokalisiert, und die Spitze 81 und das Modul
41 sind an dem distalen Ende einer Eingriffsvorrichtung angeordnet. Die
Spitze 81 kann einen Kunststoff, wie beispielsweise Polystyrol, ein Glas,
wie beispielsweise Quarz, umfassen oder kann ersatzweise aus einem löslichen
Material ausgebildet sein, wie beispielsweise Sukrose. Die Spitze 81 weist
einen Flüssigkeitskanal 82 auf, welcher mit dem zentralen Lumen
84 des Katheterkörpers 83 in Verbindung
steht. Der Flüssigkeitskanal 82 kann verwendet werden, um eine Vermittlungsflüssigkeit,
wie beispielsweise Wasser, an oder nahe der Spitze der Vorrichtung bereitzustellen
oder um einen Farbstoff (wie beispielsweise Tusche) oder ein Arzneimittel (wie beispielsweise
Photofrin) zu injizieren oder um eine Flüssigkeits- oder Gewebeprobe zu entnehmen.
Die Spitze 81 kann Sekundärfilter aufweisen. Ein Anordnen des Moduls
41 in Bezug auf die Spitze 81 gestattet Variationen in dem optischen
Weg, welcher erhalten werden soll. Beispielsweise kann das Modul 41 innerhalb
der Spitze 81 derartig gedreht werden, dass Sekundärfilter mit einem
oder mehreren Detektoren 61 oder mit Licht, welches von der Lichtquelle
3 emittiert wird, abgefluchtet werden.
Ein Katheterkörper 83 kann das Modul 41 durch
Durchleiten des Moduls durch das zentrale Lumen 84 des Katheters
83 beherbergen, um das Modul 41 an den interessierenden Bereich
in Schleimhautgewebe 85 zu führen. Die in 4
gezeigte Ausführungsform gestattet dem Anwender eine Veränderung des Gewebes
als ein Ergebnis von Arzneimittelinjektionen oder der selektiven Aufnahme eines
Fluoreszenzfarbstoffs zu beobachten. Die Form der Spitze 81 hilft bei der
Vermeidung von Spiegelreflexionen von Licht auf der Oberfläche der Schleimhautauskleidung
85 und von Verlagerung von dazwischen liegenden Stoffen, wie beispielsweise
von Bakterien, welche oft stark fluoreszieren. Die Spitze 81 kann im wesentlichen
eine Winkelunabhängigkeit bereitstellen, wobei die Notwendigkeit einer tatsächlichen
Entfernung von Gewebematerial vermieden wird. Falls die Spitze 81 leicht
gerundet ist, wird eine Verlagerung von Gewebe erzielt, ohne das Gewebe tatsächlich
deutlichen Scherkräften auszusetzen. Die Eindringtiefe kann durch Anordnen
der Schulter des Katheters 83 gegen das Gewebe und durch Gleiten der Spitze
81 hinsichtlich des Katheters 83 gesteuert werden. Ausdehnungsbereiche
von bündig oder versenkt bis ungefähr 1,0 mm oder ein weiteres Vorstehen
der Spitze 81 über die Schulter hinaus sind unter Verwendung einer
reibschlüssigen Passung zwischen den zwei Komponenten praktisch. Der Schaft
71 (3) und das Modul 41 können,
falls gewünscht, mit klarem Epoxid mit der Spitze 81 verbunden werden.
Der Vorteil einer derartigen Konfiguration ist, dass die gesamte Anordnung gleitend
und drehbar innerhalb des Katheters 83 angeordnet werden kann. Die Röhrenform
des Katheters 83 ist bloß beispielhaft. Es können zahlreiche
Katheterumhüllungen und andere Eingriffsvorrichtungen, welche zum Durchleiten
von Flüssigkeiten verwendet werden, einschließlich Nadeln, Führungsdrähte,
Führungskatheter, Trokare, Einführer, Endoskope und Stents verwendet werden.
Die Röhre oder das Gehäuse können mit einem optisch
durchsichtigen Material oder mit einem streuenden Material gefüllt werden.
Beispiele eines optisch durchsichtigen Materials umfassen Epoxid, Wasser und Öl.
Beispiele eines streuenden Materials umfassen teilchenförmige Stoffe, welche
in einer viskosen Flüssigkeit suspendiert sind, wie einem Epoxid, welches härten
kann, oder in einem Elastomermaterial, welches flexibel bleiben kann, um verschiedenen
anatomischen Bedingungen zu entsprechen oder zu verschiedenen Katheterspitzen geformt
werden kann.
Die Eingriffsvorrichtung gemäß 4
kann nützlicher, weniger teuer und kleiner angefertigt werden, indem alle funktionalen
Elemente von einem einzelnen Substrat aufgenommen werden, welches in Eingriffsvorrichtungen
und lebendem Gewebe willkürlich eingebettet, befestigt, angeordnet oder implantiert
werden kann. In 5 setzt ein Spektralanalysepaket
90 auf einem Einzelsubstrat diese Merkmale in einer derartig kompakten
Anordnung ein. Bei der offenbarten Ausführungsform werden die Elemente auf
einem dotierten, geschichteten Siliziumträger ausgebildet. Ersatzweise kann
das Substrat 91 eine geätzte gedruckte Schaltung auf einem Fiberglas/Epoxidharz-Substrat
sein. Der lichtemittierende Abschnitt ist eine integrierte lichtemittierende Diodenanordnung
93, welche geätztes N-Halbleitermaterial 95 und einen Diamant-Kühlkörper
97 umfasst, welcher mit einer Seite des Substrats 91 verbunden
ist. Der Spalt 99, welcher unter die Referenzoberfläche des Substrats
91 geätzt ist, gestattet, dass Lichtenergie auf den Spiegel
101 gerichtet wird, welcher mit dem piezoelektrischen Lichtmodulator
103 verbunden ist. Der Spiegel 101 kann nach Abschrägen und
Polieren des Modulators 103 durch Beaufschlagen mit Aluminium eines Abschnitts
des piezoelektrischen Lichtmodulators 103 aufgebaut werden. Alternativ
kann der Spiegel einen kleinen Körper aus Glasmaterial, ungefähr 0,150
mm im Quadrat und 0,010 mm dick, aufweisen, welcher mit einer dünnen Schicht
Epoxidharz verbunden ist, um das Steuerelement in einer Position zu stapeln, welche
einen Zwischenraum innerhalb der Lücke 99 gestattet. Die Konstruktion
des piezoelektrischen Lichtmodulators 103 kann durch Verbinden einer einzelnen
Blei-Zirkonat-Titanat-(PZT)-Schicht unmittelbar mit dem Substrat 91 unter
Verwendung eines leitfähigen Epoxids und durch Ultraschallschweißen oder
Epoxid-Verbinden einer Elektrode 105 mit einem feinen Kupferdraht
107 erzielt werden, welcher wiederum mit einem elektrischen Anschlussstift
109 verbunden wird. Die Anschlussstifte 109 können ungefähr
0,030 mm im Durchmesser und ungefähr 0,328 mm in der Länge betragen, und
sie können mit Gold beschichtete Messingdrähte umfassen. Ein großer
Stift 110 wird mit Ultraschall an die Basis des Substrats 91 geschweißt
und dient als ein Orientierungspunkt, als ein mechanisches Stabilisierungsmittel
und ist auch in der Lage, einen etwas höheren Strom zu führen.
Aus dem Substrat 91 wird auch eine Avalanche-Fotodioden-(APD)-Matrix
121 geätzt, welche als ein sehr empfindlicher Lichtdetektor dient.
Bei der in 5 gezeigten Ausführungsform weist die
Version des Lichtdetektors 121 zwei Kanäle auf. Es können jedoch
mehr Kanäle durch einfaches Wiederholen der Struktur wie folgt hinzugefügt
werden: Ablagern von Siliziumoxid-(SiO2)-Schichten 123 auf N-Materialschichten
125, welche individuell über feine Drähte 107 mit Stiften
109 verbunden werden. Die Sperrschicht 127 ist zwischen den N-Materialschichten
125 und dem Substrat 91 eingelegt, und kann auch als Teil der
gemeinsamen Rückleitung an den Stift 110 dienen. Ein gefärbter
Lichtfilter 131 kann über einem oder mehrere lichtempfindliche Abschnitte
der APD derart angeordnet werden, dass sich die spektrale Resonanz eines Kanals
von der des anderen unterscheidet. Bei der offenbarten Ausführungsform wird
ein gefärbter Lichtfilter 131 über einem Kanal angeordnet. Der
Filter kann beispielsweise einen Wellenfilter, wie beispielsweise einen dichroitischen
Filter, umfassen, welcher aus einem Glas, einem Gitter oder einem Farbstoff angefertigt
ist.
Der Filter 131 kann vorübergehend über einer Siliziumoxid-Schicht
123 angeordnet und am Ort gehalten werden, während optischer Einbettungskunststoff
133 über der Anordnung ausgebildet wird. Es können Stoffe, wie
beispielsweise Polystyrol, Polycarbonat und Methylmethacrylat, als der optische
Einbettungskunststoff verwendet werden, um eine erwünschte Form des Pakets
90 zu gießen oder mit Spritzguss herzustellen. Es können andere
Stoffe, wie beispielsweise Urethane, verwendet werden, um den Guss zu bilden, solange
sie ausreichend durchlässig für Lichtenergie sind und elastisch genug
sind, um einen kleinen Überstand, wie beispielsweise den Spiegel
101, zu gestatten. Ein Luftspalt um die Lücke 99 kann in
Abhängigkeit von dem Brechungsindex wünschenswert sein, welcher in der
Umgebung des Spiegels 101 und des Ausgabeendes der lichtemittierenden Diode
93 benötigt wird. Ein Weg, dies zu erzielen, ist, einen vorgeformten
Rahmen über dem Spalt 99 anzuordnen, welche den Fluss von Einbettungsmaterial
in diesen Bereich verhindert. Der Rahmen kann durch Spritzguss aus dem Material,
welches auch für das Paket 40 verwendet wird, oder aus einem Material
geformt werden, welches eine höhere Schmelztemperatur aufweist. Der Rahmen
kann mit einer dünnen Schicht eines klaren Epoxid-Films am Ort verbunden werden.
Das Paket 90 kann so geformt werden, dass es eine Modifizierung der optischen
Signale gestattet, welche in das Paket eintreten oder es verlassen. Bei der gezeigten
Ausführungsform wird die gezahnte Linse 135 in die Oberfläche
des Pakets 90 geformt oder geprägt. Der Vorteil dieser Konfiguration
ist, dass eine polierte Form verwendet werden kann, um eine gewünschte optische
Präzisionsoberfläche auszubilden. Spritzgussverfahren nach dem Stand der
Technik und Thermoplaste mit relativ geringer Viskosität, wie beispielsweise
Polystyrol, gestatten eine Erzeugung der sehr feinen Merkmale mit steuerbaren Abmessungen
und Schritthöhen auf der Oberfläche. Eine Abmessung des Oberflächenmerkmals
kann im Bereich von ungefähr 0,005 mm liegen. Unter Verwendung von Druck und
einer fotogeätzten Urform können sogar feinere Merkmale von weniger als
0,005 mm geprägt werden, so dass binäre optische Schritte, Hologramme
oder Gitter, welche in der Lage sind, IR-, sichtbares und UV-Licht zu brechen, unmittelbar
auf der Oberfläche des Pakets 90 ausgebildet werden können. Eine
Erzeugung derartiger Merkmale auf der Oberfläche oder innerhalb der Anordnung
vermeidet die Notwendigkeit für zusätzliche, teure optische Komponenten
und ihre Halterungen. Eine herkömmlich gekrümmte Linse 137 wird
auf der Oberfläche des Pakets 90 erzeugt um die Lichtenergie wie erwünscht
zu fokussieren. Die herkömmlich gekrümmte Linse 137 kann auch
während des Formungsvorgangs an die Oberfläche geformt werden. Ein Gitter
kann Licht über die Detektoren streuen, wobei eine Fähigkeit zur Frequenzauswahl
bereitgestellt wird.
Spektrometermodule gemäß der Erfindung werden entworfen,
um die Lichtquelle und den Lichtdetektor in räumlicher Nähe zu einem Gewebebereich
unter spektraler Analyse anzuordnen. Eine Gewebecharakterisierung unter Verwendung
einer spektralen Analyse basiert auf dem Verständnis, dass Licht, welches von
einer Lichtquelle emittiert wird, mit dem Gewebe wechselwirkt und das Licht modifiziert
wird. Absorption, Streuung und anderer Energieverlust tritt auf, wenn Licht mit
dem Gewebe wechselwirkt. Verschiedene Gewebetypen weisen jedoch unterschiedliche
Absorptions- und Reflexionseigenschaften auf. Deshalb kann Gewebe unter Verwendung
einer spektralen Analyse charakterisiert werden. Diese Wechselwirkungsphänomene
begrenzen jedoch auch die Tiefe der Lichteindringung, welche erzielt werden kann.
Deshalb kann ein Energieverlust aufgrund äußerer Faktoren stark sein,
wenn die Lichtquelle nicht nahe dem interessierenden Gewebe angeordnet wird. Die
Erfindung stellt Mittel zum Anordnen der Lichtquelle und des Lichtdetektors nahe
dem interessierenden Gewebe bereit, so dass ein effizienter Betrieb erzielt werden
kann. Deshalb eliminiert das Spektrometermodul der Erfindung unnötigen Lichtverlust
und gestattet dem Lichtdetektor, eine Lichtmodifizierung zu detektieren, welche
von der Wechselwirkung mit dem Gewebe bewirkt wird.
Im Allgemeinen kann jeder Typ eines Lichtdetektors, welcher in der
Lage ist, aufgrund ihrer Wechselwirkung mit dem Subjekt der Analyse modifizierte
Lichtsignale zu erkennen, und welcher in der Lage ist, ausreichend klein gefertigt
zu werden, dass er in eine Eingriffsvorrichtung passt, gemäß der Erfindung
verwendet werden. Beispielsweise kann ein Sensor mit einer ladungsgekoppelten Schaltung (CCD)
rings um die Energieerzeugungsquelle angeordnet und über Signaldrähte
verbunden werden. Ersatzweise können Silizium-Fotodioden, Cadmiumsulfid-Zellen
oder Szintillationsdetektoren derartig angeordnet werden, dass ein zurückfallender
Abschnitt der Lichtwellenenergie eingefangen und gemessen wird. Im Fall von Sensoren
des CCD-Typs kann eine große Anzahl derartiger Vorrichtungen in einen sehr
kleinen Bereich einbezogen werden. Ersatzweise können gemäß der Erfindung
zwei oder mehr Sensoren verwendet werden. Der Vorteil einer Verwendung mehrerer
Sensoren ist, dass es die Notwendigkeit zum Wechseln von Filtern eliminiert. Filter
x, beispielsweise, kann angeordnet werden, um blaue Lichtwellen durchzulassen, während
Filter y angeordnet werden kann, um rote Lichtwellen durchzulassen, so dass die
relative Intensität von zwei Wellenlängen eine Steigung erzeugen kann,
welche einen bestimmten Gewebetyp oder –zustand angeben kann.
Gemäß der Erfindung kann jede Lichtquelle verwendet werden,
welche in einer Eingriffsvorrichtung angeordnet werden kann. Es können eine
gewöhnliche Glühfadenlichtquelle, wie beispielsweise eine Lichtquelle
mit Wolframfaden, mit geeigneten Filtern, welche darauf angeordnet sind, eine Bogenlampe,
eine Quecksilberdampflampe, eine Xenon-Blitzlampe, Gasentladungsröhren, welche
mit verschiedenen Gasen oder metallischen Dämpfen gefüllt sind, eine akustisch
angetriebene Sonolumineszenzquelle, welche in der Lage ist sichtbares und UV-Licht
sowie Röntgenstrahlen zu erzeugen, eine Gum-Diodenquelle mit super hoher Frequenzenergie(SHF),
lichtemittierende Dioden und andere Lichtquellen mit einer Ausgabe sowohl von langer
als auch von kurzer Dauer, mit langen oder mit kurzen Wellenlängen für
die Erfindung verwendet werden.
Mögliche Lichtquellensysteme und Lichtdetektionsanordnungen werden
in zwei gemeinsam-besessenen US Provisional Patentanmeldungen beschrieben, nämlich
in der US Provisional Patentanmeldung mit dem Aktenzeichen
60/033,333 und in der US Provisional Patentanmeldung
mit dem Aktenzeichen 60/033,335. Im Allgemeinen werden ein Lichtquellensystem
und ein Lichtdetektionssystem für eine Verwendung gemäß der Erfindung
auf der Grundlage verschiedener Faktoren ausgewählt, welche beispielsweise
Kosten, Komplexität, Miniaturisierung und therapeutische Eigenschaften umfassen.
Die Form des Spektrometermoduls der Erfindung kann jede geeignete
Form zum Optimieren des Kontakts zwischen dem Modul und dem interessierenden Bereich
oder der optischen Übertragung des erzeugten Lichts an den interessierenden
Bereich sein. Mögliche Formen umfassen beispielsweise konkave gestufte, zylindrische,
meißelförmige, konische, konvexe und halbkugelige Formen. Zusätzlich
können die äußeren oder inneren Oberflächen des Moduls mit einem
speziellen Material beschichtet werden, um die Lichtübertragungseigenschaften
zu verbessern, oder mit einer Mikrolinse, einer binären optischen Stufe oder
einem Wellenlängenfilter bereitgestellt werden.
Durchschnittsfachleuten werden Variationen, Modifikationen und andere
Implementierungen des hier Beschriebenen einfallen, ohne den Schutzumfang der Erfindung
zu verlassen, welcher wie folgt beansprucht ist.