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Dokumentenidentifikation DE69737585T2 03.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0000844782
Titel Bildausgabeverfahren und dieses benutzendes Fotobehandlungssystem
Anmelder Fujifilm Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Shiota, Kazuo, Tokyo, JP;
Ohtsuka, Shuichi, Ashigarakami-gun, Kanagawa-ken, JP;
Nakajima, Nobuyoshi, Ashigarakami-gun, Kanagawa-ken, JP;
Haneda, Norihisa, Asaka-shi, Saitama-ken, JP;
Makishima, Sugio, Asaka-shi, Saitama-ken, JP;
Tanaka, Hiroshi, Asaka-shi, Saitama-ken, JP
Vertreter Klunker, Schmitt-Nilson, Hirsch, 80797 München
DE-Aktenzeichen 69737585
Vertragsstaaten DE, ES, FR, GB, IT, NL, SE
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 20.11.1997
EP-Aktenzeichen 971203799
EP-Offenlegungsdatum 27.05.1998
EP date of grant 11.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.2008
IPC-Hauptklasse H04N 1/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bildausgabeverfahren und eine Bildausgabevorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 3.

Beschreibung des Standes der Technik

Es ist ein Photobearbeitungssystem bekannt, welches Bilddaten durch Lesen eines in jedem Einzelbildrahmen eines photographischen Films (im folgenden einfach als Film bezeichnet) aufgezeichneten Bilds aufnimmt mit Hilfe eines Filmscanners, um die Bilddaten als Bildabzug (Print) auszugeben, nachdem an dem Bild notwendige Bildverarbeitungen vorgenommen wurden.

Derzeit werden Bilddaten in einem transportierbaren Medium als Bilddatei gespeichert, so daß die Bilddaten von einem Personal-Computer oder dergleichen verarbeitet werden können. Dieser Service wurde im großen und ganzen nur bei Bildern vorgenommen, die von einem Kunden ausgewählt wurden. Aus diesem Grund war es üblicherweise so, daß eine Ausrüstung wie beispielsweise ein Scanner oder eine Bildverarbeitungsvorrichtung getrennt von dem Photobearbeitungssystem, wie es oben angesprochen wurde, aufgestellt wurden. Zur Schaffung einer hochqualitativen Bilddatei, die nicht nur als Bild auf einem Monitor sondern auch als Bildabzug ausgegeben werden kann, ist eine kostspielige Einrichtung erforderlich. Deshalb waren die Gebühren für einen Datei-Ausgabeservice nicht gerade gering.

In der vergangenen Zeit haben Digitalkameras immer größere Verbreitung gefunden, bedingt durch ihren Vorteil, daß die aufgezeichneten Bilder einfach in einen Personal-Computer eingegeben werden können. Im Zuge der Verbreitung von Digitalkameras wurden Dienstleistungen zur Ausgabe von Bildern, die von einer Digitalkamera aufgezeichnet wurden, beliebt.

Allerdings besitzt ein solcher Service weniger Kunden als der Abzug-Service, der von einem Film oder einem Medium Gebrauch macht. Außerdem variiert die Anzahl von Pixeln eines von einer Digitalkamera aufgenommenen digitalen Bilds oder die Anzahl von Pixeln bei der Bildverarbeitung, die eine Digitalkamera an dem digitalen Bild vornimmt, abhängig vom Typ der Digitalkamera, wobei die Anzahl verschieden ist von der Anzahl von Bildelementen, die man beim Digitalisieren eines auf einem Film aufgezeichneten Bilds erhält. Um ein solches digitales Bild zu einem Abzug zu verarbeiten, muß eine weiterentwickelte Verarbeitung durchgeführt werden, was zu einer Steigerung der Anlagenkosten führt. Im Ergebnis wurde nur bei einem Teil der Diensteanbieter eine Bildverarbeitungsvorrichtung oder ein Printer zur Ausgabe von Abzügen von Bildern einer Digitalkamera separat von einem herkömmlichen Photobearbeitungssystem installiert.

Die US-A-5 574 533 zeigt ein Laborsystem, in welchem Abtastbilddaten in ein Speichermedium eingeschrieben werden, zum Beispiel in eine IC-Karte. Dies entspricht dem oben beschriebenen System.

Nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und des Anspruchs 3 offenbart die US-A-5 461 492 ein Bildausgabeverfahren und -system, bei dem der entwickelte photographische Film in Vorwärtsrichtung transportiert wird, während dessen ein erstes Lesen vorgenommen wird. Während dieses ersten Lesevorgangs werden Bilddaten mit geringer Auflösung erhalten (Vorabtastung). Während eines zweiten Lesevorgangs, der während eines Rückwärts-Filmtransports durchgeführt wird, erfolgt eine Abtastung mit hoher Auflösung (Hauptabtastung). Die Hauptabtastdaten werden an einen externen Computer gegeben, um entweder ausgedruckt oder auf eine Photo-CD geschrieben zu werden. Die Vorabtastdaten werden vornehmlich zum Detektieren der Lage von Einzelbildern auf dem photographischen Film verwendet.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

In jüngerer Zeit ist erhöhter Bedarf entstanden an einem Dateiausgabedienst für ein transportierbares Medium, wie es oben erläutert wurde, infolge einer deutlichen Zunahme der Beliebtheit von Personal-Computern. Außerdem wurde ein Dienst vorgeschlagen, bei dem sämtliche Kunden-Bilder in einem Server-Computer mit einer Speicherplatte hoher Kapazität gespeichert werden, aufgestellt in einem Labor oder dergleichen (im folgenden als Bildserver bezeichnet), und verwendet für Extraabzüge gespeicherter Bilder. Aus diesem Grund ist ein Verfahren erwünscht, welches eine Bilddatendatei mit geringerem Kostenaufwand und höherer Effizienz ausgeben kann.

Vom Standpunkt der Bildqualität her betrachtet ist es nicht bevorzugt, die Abzug-Ausgabe und die Datei-Ausgabe separat vorzunehmen. Werden sie separat vorgenommen, so ist nicht unbedingt garantiert, daß die Lesebedingungen oder die Bildverarbeitungsbedingungen zwischen ausgegebenem Abzug und der Datei identisch sind. Wenn zum Beispiel aus einer Bilddatei ein Abzug erstellt werden soll, so ist es möglicherweise so, daß man die gleiche endgültige Fassung des Abzugs erhält wie bei einem gleichzeitig erstellten Abzug, so daß man, um die gleiche endgültige Abzug-Version zu erhalten, möglicherweise die Einstellungen ausprobieren muß.

Gemäß Anspruch 1 und Anspruch 3 schafft die vorliegende Erfindung daher ein Bildausgabeverfahren und ein Bildausgabesystem, mit welchem zu niedrigen Kosten eine Bilddatei erhalten und effizient an den Kunden geliefert werden kann, von der der Kunde den Abzug erhalten kann, den er erwartet, wenn ein auf einem Film aufgezeichnetes Bild als Druck ausgegeben wird und andererseits als Bilddatei auf einem Aufzeichnungsträger aufgezeichnet wird.

In anderen Worten: bei einem Filmbearbeitungsvorgang werden mehrere Bilddaten gewonnen, und diese werden von einem Photokopiergerät als Abzüge ausgegeben, während sie außerdem als Dateien auf einem vorbestimmten Aufzeichnungsträger ausgegeben werden. Auf diese Weise läßt sich eine Zubehöreinrichtung wie beispielsweise ein Filmscanner effizient nutzen, und die Erstellung eines Abzugs sowie eine Dateisicherung können billig in effizienter Weise ausgeführt werden.

Dabei erfolgt die Ausgabe sowohl eines Abzugs als auch einer Datei bei einem Filmbehandlungsvorgang, was bedeutet, daß die Bildverarbeitung basierend auf nur ein und demselben Kriterium durchgeführt wird, falls notwendig. Wenn daher von in einer Datei aufgezeichneten Bilddaten ein Auszug erstellt wird, so kann man die erwartete Endfassung des Abzugs erhalten, ohne daß man hierzu Einstellungen durch Ausprobieren vornehmen muß.

Die Verarbeitungsgeschwindigkeit eines Laufwerks wie beispielsweise eines Floppy-Disk-Laufwerks und die eines Photokopiergeräts sind nicht notwendigerweise identisch. Aus diesem Grund wird in dem obigen System selbst dann, wenn die Ausgabe eines Abzugs sowie die Ausgabe einer Datei gleichzeitig erfolgen, die Möglichkeit bestehen, daß das Medium mit der höheren Verarbeitungsgeschwindigkeit sich im Leerlauf befindet. In ähnlicher Weise ist die Verarbeitungsgeschwindigkeit zwischen einem Filmscanner und den oben genannten beiden Arten von Ausgabevorrichtungen nicht notwendigerweise ausgeglichen. In anderen Worten, die Verarbeitungsfähigkeit des Gesamtsystems hängt von der Vorrichtung ab, die unter den drei Arten von Vorrichtungen die geringste Verarbeitungsgeschwindigkeit aufweist. Unabhängig davon, wie hoch die Leistungsfähigkeit der anderen Vorrichtungen außer der langsamsten Vorrichtung ist, wird deren Fähigkeit im Rahmen des obigen Systems nicht genutzt.

Die vorliegende Erfindung schafft ohne eine derartige Verschwendung einen billigen Dienst, wobei jede Vorrichtung des Systems ihre Leistungsfähigkeit voll entfalten kann.

Zu diesem Zweck wird die Anzahl von Filmscannern, Druckern und Dateiausgabevorrichtungen derart festgelegt, daß die Verarbeitungsfähigkeit einer einzelnen Vorrichtung, multipliziert mit der Anzahl von Vorrichtungen, nahezu für jede Art von Vorrichtung die gleiche ist.

Wenn außerdem Änderungen zur Ausgabe von Bildern auf einem Medium durch die oben angesprochene hohe Systemeffizienz zunimmt, steht zu erwarten, daß Aufträge für Abzüge von dem Medium auch entsprechend zunehmen. Insbesondere wird die Bildbearbeitung und die Verarbeitungssoftware für einen Personal-Computer immer preisgünstiger und einfacher zu handhaben. Aus diesem Grund steht auch zu erwarten, daß die Aufträge für Abzüge von verarbeiteten Bildern umfangreicher werden.

In anderen Worten: die vorliegende Erfindung kann zu geringen Kosten Dienste zum Ausgeben eines Abzugs und einer Datei von Bildern bereitstellen, welche von einem Film gelesen werden, wobei außerdem von einem Medium oder von einer Digitalkamera unter Verwendung eines Photobearbeitungssystems ein solcher Abzug und eine solche Datei erhalten werden können. Hierdurch kann sogar ein Klein-Diensteanbieter dieses System ohne Problem bezüglich Kosten und Aufstellplatz anbieten, um auf diese Weise die Servicestellen zu erweitern.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein Diagramm einer Ausführungsform einer Bildausgabevorrichtung gemäß der Erfindung,

2 ist ein Diagramm einer weiteren Ausführungsform einer Bildausgabevorrichtung gemäß der Erfindung,

3 ist ein Diagramm eines Beispiels einer Filmtransportsequenz,

4 ist ein Diagramm eines weiteren Beispiels einer Filmtransportsequenz,

5 ist ein Diagramm eines noch weiteren Beispiels einer Filmtransportsequenz,

6 ist ein Diagramm eines Beispiels einer Dateinamen-Aufzeichnung auf einem Abzug, und

7 ist ein Diagramm einer Ausführungsform eines Photographiebearbeitungssystems gemäß der Erfindung,

8 ist ein Diagramm einer weiteren Ausführungsform eines Photographiebearbeitungssystems gemäß der Erfindung,

9 ist ein Diagramm einer Konfiguration des in 8 gezeigten Systems,

10 ist ein Diagramm einer noch weiteren Ausführungsform eines Photographiebearbeitungssystems gemäß der Erfindung, und

11 ist ein Diagramm einer Konfiguration des in 10 gezeigten Systems.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Das erfindungsgemäße Bildausgabeverfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Mehrzahl von Bilddaten gewonnen werden durch sequentielles Lesen mehrerer Bilder, die in Einzelbildern eines entwickelten Films aufgezeichnet sind, wozu ein Filmscanner mit automatischem Filmtransport verwendet wird, und die mehreren Bilder mit Hilfe eines Vergrößerungsgeräts in der Form von Abzügen und auf einem vorbestimmten Aufzeichnungsmedium in Form von Dateien ausgegeben werden. In anderen Worten: die vorliegende Erfindung gibt die Bilddaten in Form sowohl von Abzügen als auch Dateien gleichzeitig aus.

Es ist bevorzugt, daß der Lesevorgang nur für Bilder gewünschter Einzelbildrahmen der mehreren Einzelbildrahmen des photographischen Films durchgeführt wird. Der „gewünschte Rahmen" (das „gewünschte Einzelbild") bedeutet hier die Rahmen normaler Qualität ohne Unschärfen sowie ohne Über- oder Unterbelichtung. In einem APS (Advanced Photo System) oder dergleichen ist es möglich, daß der Photograph darüber entscheidet, ob ein Rahmen oder Einzelbild vergrößert werden soll, um die Information magnetisch auf einem Film aufzuzeichnen, bevor der Film gelesen wird. Einige Photobearbeitungssysteme haben daher die Funktion, diese Information mit Hilfe eines Filmscanners zu lesen und nicht benötigte Einzelbilder automatisch zu überspringen. In anderen Worten: in derartigen Fällen bedeuten „die gewünschten Rahmen" solche Rahmen (Einzelbilder), auf denen Information aufgezeichnet ist, die für eine Abzug-Ausgabe notwendig ist.

Als konkretes Beispiel für das obige Verfahren lassen sich verschiedene Verfahren angeben, so zum Beispiel das Verfahren, bei dem ein erstes Lesen in Film-Vorwärtstransportrichtung durchgeführt wird und die dabei gelesenen Bilddaten sämtlich in Form von Abzügen ausgegeben werden, und ein zweiter Lesevorgang während des Filmtransports in Rückwärtsrichtung durchgeführt wird und die dabei gelesenen Bilddaten anschließend in Form von Dateien ausgegeben werden (offensichtlich kann auch die Datei-Ausgabe vor der Abzug-Ausgabe stattfinden).

Wenn eine Bildverarbeitung mit Bilddaten vor der Ausgabe eines Abzugs oder einer Datei durchgeführt wird, ist es bevorzugt, wenn abhängig von der Bildqualität, die für das in jeder Form auszugebende Bild gefordert wird, eine unterschiedliche Bildverarbeitung durchgeführt wird.

Wenn in dieser Vorrichtung eine verschiedene Bildverarbeitung durchgeführt wird, bevor ein Abzug oder eine Datei ausgegeben wird, können zwei Formen von Bildverarbeitungseinrichtungen installiert sein, so daß jede Einrichtung die Bildverarbeitung zur Ausgabe eines Abzugs oder einer Datei durchführt. Alternativ kann eine Form von Bildverarbeitungseinrichtung, die Verarbeitungsbedingungen durch Ändern eines Parameters oder dergleichen einstellt, installiert sein, so daß die Bildverarbeitung durch Ändern des Parameters für eine Bildausgabe oder für eine Dateiausgabe je nach Notwendigkeit durchgeführt wird.

Das Bildausgabeverfahren und die Bildausgabevorrichtung gemäß der Erfindung zielen ab auf den Fall, daß eine große Menge Filme unter Verwendung einer automatischen Filmtransportfunktion rasch verarbeitet wird, wie es zum Beispiel der Fall eines Photobearbeitungssystems in einem Labor ist. In anderen Worten: ein System, bei dem Bilddaten sequentiell in der Reihenfolge des Lesens ausgegeben werden, während das Lesen nachfolgender Daten fortgesetzt wird, soll hier zugrundegelegt werden, verschieden von einem Aufbau mit einem Scanner und einem Vergrößerungsgerät (Printer), die an einen Personal-Computer angeschlossen sind, wobei Bilddaten in einem Rahmen als eine Datei ausgegeben werden und dann ein Abzug erfolgt, nachdem der Film manuell in einem Scanner eingestellt und anschließend gelesen wird, nachdem die betreffenden Rahmen ausgewählt wurden. In anderen Worten: als Systemkonfiguration soll hier eine Konfiguration angenommen werden, bei der gelesene Bilddaten in zwei Rahmenspeicher oder Einzelbildspeicher abwechselnd eingeschrieben werden, während Bilddaten aus demjenigen Einzelbildspeicher ausgelesen und ausgegeben werden, in den gerade nicht eingeschrieben wird, wie dies bei einem herkömmlichen automatischen Vergrößerungsgerät eines Labors der Fall ist.

Wenn die oben angesprochene Vorrichtung für ein Photobearbeitungssystem eingesetzt wird, ist es bevorzugt, wenn das System eine vorbestimmte Anzahl von Filmscannern zum Lesen eines von einem Kunden mit einem Auftrag angelieferten Films aufweist, ferner eine Aufzeichnungseinrichtung zum Aufzeichnen der von dem Filmscanner gelesenen Bilddaten, eine vorbestimmte Anzahl von Dateiausgabevorrichtungen zum Aufzeichnen der Bilddaten, die vorübergehend in der Aufzeichnungseinrichtung eines vorbestimmten Aufzeichnungsmediums als Bilddatei für jeden Auftrag gespeichert wurden, und eine vorbestimmte Anzahl von Vergrößerungsgeräten für die Ausgabe der Bilddaten, die in der Aufzeichnungseinrichtung aufgezeichnet wurden, als Abzug oder Abzüge, wobei die Anzahl von Dateiausgabevorrichtungen und Vergrößerungsgeräten derart gewählt ist, daß die Vorrichtungen und Vergrößerungsgeräte innerhalb einer Zeiteinheit nahezu die gleiche Anzahl von Aufträgen bearbeiten kann, die sämtliche Filmscanner innerhalb der gleichen Zeiteinheit bearbeiten, wenn diese dauernd in Betrieb sind.

Der Grund dafür, daß die Anzahl von Dateiausgabevorrichtungen und Vergrößerungsgeräten „derart gewählt ist, daß die Anzahl der Vorrichtungen und Vergrößerungsgeräte innerhalb einer Zeiteinheit nahezu die gleiche Anzahl von Aufträgen bearbeiten kann, die sämtliche Filmscanner innerhalb dieser Zeiteinheit bearbeiten können, wenn sie dauernd in Betrieb sind", besteht darin, daß die Verarbeitungsgeschwindigkeit insgesamt dadurch ausgewogen ist, daß man die Anzahl solcher Geräte erhöht, die eine niedrige Verarbeitungsgeschwindigkeit haben.

Die hier angesprochene „Zeiteinheit" bedeutet eine relativ lange Zeitspanne, beispielsweise eine Stunde oder einen Tag. Wenn daher die Verarbeitung durch das oben angesprochene System in einem kurzen Zeitraum betrachtet wird (beispielsweise einige Minuten), so kann es zu einer vorübergehenden Verarbeitungs-Warteschlange zwischen Eingabe- und Ausgabegeräten kommen. Beispielsweise besitzt eine Dateiausgabevorrichtung wie zum Beispiel ein Floppy-Disk-Laufwerk im allgemeinen eine niedrigere Verarbeitungsgeschwindigkeit als ein Filmscanner. Wenn daher von einem Filmscanner gelesene Bilddaten von einer Dateiausgabevorrichtung ausgegeben werden sollen, kommt es zu einer Verarbeitungs-Warteschlange. Da zu dieser Zeit ein Aufzeichnungsmedium für einen Auftrag bei der Ausgabe einer Datei festgelegt werden sollte, ist es unmöglich, die Verteilung auf mehrere Dateiausgabegeräte aufzuteilen. Wenn daher die Verarbeitung für nur einen einzigen Auftrag betrachtet wird, kommt es zu einer Verarbeitungs-Warteschlange zwischen den Eingabegeräten oder den Ausgabegeräten.

Die oben angesprochene „Aufzeichnungseinrichtung" dient zum Vermeiden einer solchen Verschwendung aufgrund einer Verarbeitungs-Warteschlange. In anderen Worten: von dem Filmscanner gelesene Bilddaten werden in der Aufzeichnungseinrichtung unabhängig vom Verarbeitungszustand der Dateiausgabegeräte zwischengespeichert, anschließend erfolgt ein Lesevorgang. Auf diese Weise können die Dateiausgabevorrichtungen die in der Aufzeichnungseinrichtung sequentiell abgespeicherten Bilddaten lesen und eine Ausgabeverarbeitung durchführen, ohne daß die Filmscanner bis zur Beendigung des Ausgabevorgangs warten müssen. Da die Ausgabeverarbeitung des anschließend von dem Scanner verarbeiteten Films von einer anderen Dateiausgabevorrichtung durchgeführt wird, wird die Verarbeitung von dem Gesamtsystem niemals verzögert.

Daher reicht die oben angesprochene Aufzeichnungseinrichtung aus, wenn sie eine Kapazität und Verarbeitungsgeschwindigkeit besitzt, mit denen das obige Ziel erreicht werden kann. Beispielsweise kann ein Speicher (ein Puffer) vorbestimmter Größe für jede Ausgabevorrichtung eingerichtet und in zyklischer Weise eingesetzt werden. Alternativ kann außer der Ausgabe zu einem Drucker oder einem transportierfähigen Medium die Platte als Aufzeichnungseinrichtung verwendet werden, wenn die gelesenen Bilddaten auf einer Platte mit großer Speicherkapazität gespeichert sind. Das Umschalten der Eingabe- und Ausgabevorrichtungen läßt sich mit Hilfe eines bekannten Eingabe-Ausgabe-Umschaltverfahrens vornehmen.

Als eine Ausführungsform des oben angesprochenen Photobearbeitungssystems kann auch eine Variante gewählt werden, die eine Filmbild-Gewinnungseinrichtung zum Erhalten eines digitalen Bilds durch Lesen des entwickelten Films enthält, ferner eine Abzug-Ausgabeeinrichtung zum Ausgeben des von der Filmbild-Gewinnungseinrichtung erhaltenen digitalen Bilds in Form eines Abzugs, und eine Ausgabeeinrichtung für die Ausgabe zu einem Medium zum Aufzeichnen des digitalen Bilds. Außerdem enthält die Ausführungsform eine Mediumbild-Gewinnungseinrichtung zum Erhalten eines in einem vorbestimmten Aufzeichnungsträger aufgezeichneten digitalen Bilds, und eine Unterbrechungseinrichtung für die Unterbrechungs-Eingabe des von der Mediumbild-Gewinnungseinrichtung erhaltenen digitalen Bilds in die Abzug-Ausgabeeinrichtung, die einen Bildabzug des digitalen Bilds ausgibt, welches durch Unterbrechung (interrupt) eingegeben wurde, während die Unterbrechungseingabe von der Unterbrechungseinrichtung durchgeführt wurde.

Die Unterbrechungseinrichtung kann eine bekannte Eingabe-Schaltfunktion aufweisen, sie kann entweder als bauliche Umschalteinrichtung in Form einer Hardware oder in Form einer logischen Umschalteinrichtung unter Verwendung von Hardware sein. Die Unterbrechung durch die Unterbrechungseinrichtung kann durch einen Operator-Befehl oder automatisch durch ein Unterbrechungssignal erfolgen, nachdem erkannt wurde, daß in der Mediumbild-Gewinnungseinrichtung ein Medium eingerichtet ist.

Die Mediumbild-Gewinnungseinrichtung besteht in erster Linie aus einem Plattenlaufwerk, beispielsweise einem MO-Platten-Laufwerk oder einem Zip-Platten-Laufwerk. Zusätzlich zu einem solchen Plattenlaufwerk enthält die Einrichtung eine Kommunikationsanordnung (ein Modem oder ein TA sowie Kommunikationssoftware oder dergleichen), um digitale Bilddaten zu erhalten, die von einer Festplatte eines Personal-Computers eines Kunden über ein Netzwerk übertragen wurden. In anderen Worten: das Aufzeichnungsmedium umfaßt nicht nur ein transportierbares Medium, sondern auch eine Festplatte oder dergleichen, installiert in einem Personal-Computer.

Es ist bevorzugt, die geeignete Bildverarbeitung bedarfsweise an den digitalen Bilddaten vorzunehmen, die durch die Filmbild-Gewinnungseinrichtung oder die Mediumbild-Gewinnungseinrichtung erhalten wurden. Insbesondere ist es, wenn ein solches digitales Bild als Abzug vergrößert wird, bevorzugt, die Bildverarbeitung nach Maßgabe der Kennwerte des Photokopierers durchzuführen, während es bevorzugt wird, die Bildverarbeitung bevorzugt für den Bildschirm einer Kathodenstrahlröhre vorzunehmen, wenn das digitale Bild auf einem Medium aufgezeichnet wird.

In anderen Worten: die Bedeutung des Begriffs „Ausgeben des durch die Filmbild-Gewinnungseinrichtung erhaltenen digitalen Bilds in Form eines Abzugs" oder „Unterbrechungs-Eingabe des durch die Mediumbild-Gewinnungseinrichtung erhaltenen digitalen Bilds in die Abzug-Ausgabeeinrichtung" ist nicht unbedingt beschränkt auf die Ausgabe oder die Unterbrechungs-Eingabe der erhaltenen Bilddaten so, wie sie sind. Die Begriffe bedeuten vielmehr, daß Daten, die für ein und dasselbe Bild repräsentativ sind und als digitales Bild gewonnen wurden, ausgegeben oder mittels Unterbrechungseingabe eingegeben werden.

Die Daten, die dasselbe Bild wie das gewonnene digitale Bild repräsentieren, sind Daten, nach dem die notwendige Bildverarbeitung bezüglich des gewonnenen digitalen Bilds durchgeführt wurde. Die einer Bildverarbeitung unterzogenen Daten ein und desselben digitalen Bilds können separat abgespeichert werden, um Daten vor der Verarbeitung zu ersetzen.

In der japanischen ungeprüften Patentveröffentlichung Nr. 8(1996)-306273 beispielsweise ist ein System offenbart, bei dem ein Kunde einen Abzug unter Bezugnahme auf ein Bild geringer Auflösung bestellt (die Auflösung kann nicht für einen Abzug verwendet werden, reicht aber für die Anzeige auf einem CRT-Bildschirm aus), wobei der eigentliche Kopiervorgang (Erstellen des Abzugs) durchgeführt wird unter Verwendung von separat abgespeicherten Bilddaten hoher Auflösung des Bilds. Das Photobearbeitungssystem gemäß der vorliegenden Erfindung kann außerdem ein Aufzeichnungsmedium zum Abspeichern von hochauflösenden Daten des digitalen Bilds aufweisen, so daß die Mediumbild-Gewinnungseinrichtung ein digitales Bild geringer Auflösung oder Information ermittelt, welche das auf dem vorbestimmten Medium aufgezeichnete Bild geringer Auflösung kennzeichnet, um das Aufzeichnungsmedium nach hochauflösenden Bilddaten abzusuchen, die dem digitalen Bild geringer Auflösung entsprechen, so daß dann die hochauflösenden Daten durch Unterbrechungseingabe an die Abzug-Ausgabeeinrichtung gegeben werden.

BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

Im folgenden werden anhand der begleitenden Zeichnungen die obigen Ausgestaltungen erläutert. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der Erfindung. Dabei handelt es sich um ein Photobearbeitungssystem, welches in einem Labor oder dergleichen installiert ist und die Funktion der Ausgabe von Bilddaten hat, die als ein erster Abzug ausgegeben wurden, wobei die Ausgabe auf ein transportierbares Medium oder auf einen Bildserver in einem Labor erfolgt.

Das System liest sämtliche, auf einem Film 1 aufgezeichneten Bilder normaler Qualität, ausgenommen also Bilder mit Unschärfen oder extremer Über- oder Unterbelichtung, wie es bei einem herkömmlichen Photobearbeitungssystem der Fall ist. Die in der oben beschriebenen Weise gewonnenen digitalen Bilddaten werden in einem Rahmen- oder Einzelbildspeicher 2 abgespeichert. Wenn das System auf einem APS-Film aufgezeichnete Bilder ausliest, können alternativ auch nur solche Rahmen ausgelesen werden, die Information über die Notwendigkeit der Abzug-Erstellung aufweisen, basierend auf Information, die in der oben beschriebenen Weise magnetisch auf dem Film aufgezeichnet wurde.

Das Lesen erfolgt durch zweimaliges Abtasten jedes Einzelbilds oder Rahmens, wobei der erste Lesevorgang eine Vorabtastung und der zweite Lesevorgang eine Feinabtastung ist. Die Vorabtastung erfolgt zu dem Zweck, eine optimale Auslesebedingung aufzufinden, während die durch die Feinabtastung erhaltenen Bilddaten für die Ausgabe der Bilddaten verwendet werden.

Bei dieser Gelegenheit kann gemäß 3 der Film nach der Vorabtastung um ein Einzelbild oder Bildfeld weitertransportiert werden, um anschließend die Feinabtastung für das jeweilige Bildfeld vorzunehmen. Wenn allerdings gemäß 4 die Vorabtastung und die Feinabtastung parallel an unterschiedlichen Stellen durchgeführt werden, kann das Lesen in nahezu der halben Zeit durchgeführt werden, die für das Verfahren nach 3 erforderlich ist. Alternativ kann gemäß 5 das Vorabtasten für sämtliche Rahmen dadurch erfolgen, daß der Film in die eine Richtung transportiert wird, wohingegen die Feinabtastung anschließend durchgeführt wird, wenn der Film in die Rückwärtsrichtung transportiert wird.

Die in der oben beschriebenen Weise gelesenen Bilddaten werden in zwei Bildfeldspeichern (Einzelbild- oder Rahmenspeichern) 2a und 2b abwechselnd abgespeichert, so daß der Lesevorgang und der Ausgabevorgang derart parallel durchgeführt werden können, daß die gelesenen Bilddaten in den einen Bildfeldspeicher eingeschrieben werden, während die in dem anderen Bildfeldspeicher abgespeicherten Bilddaten ausgegeben werden.

Die aus dem Bildfeldspeicher 2 für die Ausgabe der Bilddaten entnommenen Daten werden von den beiden Bildverarbeitungseinrichtungen 3a bzw. 3b verarbeitet. Bei dieser Gelegenheit erfolgt die durch die beiden Bildverarbeitungseinrichtungen durchgeführte Verarbeitung und die anschließende Ausgabeverarbeitung für sämtliche Bilddaten gleichzeitig (parallel). Nach Abschluß der beiden Verarbeitungsoperationen werden die Bildfeldspeicher umgeschaltet, und das anschließende Lesen eines Bilds erfolgt mit Hilfe der beiden Bildverarbeitungseinrichtungen.

Die von beiden Bildverarbeitungseinrichtungen 3a und 3b vorgenommene Bildverarbeitung ist die Korrektur von Farbe oder Tönung beispielsweise. Allerdings kann sich die Verarbeitung der beiden Bildverarbeitungseinrichtungen abhängig vom Objekt der ausgegebenen Bilddaten unterscheiden. Beispielsweise führt die Bildverarbeitungseinrichtung 3b die Verarbeitung zur Verbesserung der Qualität der Bilddaten zwecks Ausgabe der Bilddaten auf photographischem Papier aus, während die Bildverarbeitungseinrichtung 3a die Bildverarbeitung mit dem Zweck ausführt, die Bilddaten auf einem Display eines Personal-Computers besser sehen zu können. Selbst wenn unterschiedliche Verarbeitungen durchgeführt werden, ist es aber möglich, die durch die Bildverarbeitungseinrichtung 3a vorgenommene Verarbeitung zu korrelieren mit der von der Bildverarbeitungseinrichtung 3b durchgeführten Verarbeitung, was sich von dem Fall unterscheidet, in welchem die Bildverarbeitung durch zwei getrennte Vorrichtungen durchgeführt wird. Wenn daher die Datei des Bilds später als Abzug ausgegeben wird, liegt die durchzuführende Bildverarbeitung explizit fest, basierend auf der Korrelation.

Die von der Bildverarbeitungseinrichtung 3a verarbeiteten Bilddaten werden von einer Kompressionseinrichtung 4 komprimiert und als komprimierte Bilddatei von einem Medium-Laufwerk 13 auf einem Aufzeichnungsmedium 6 aufgezeichnet. Die von der Bildverarbeitungseinrichtung 3b verarbeiteten Bilddaten werden als Abzug von einem digitalen Printer oder Photokopierer 5 ausgegeben.

Die oben beschriebene Ausführungsform führt die Abzug-Ausgabe und die Datei-Ausgabe für die jeweiligen Bilddaten zusammen aus. Eine weitere Ausführungsform, die die Ausgabe einer Datei und die Ausgabe eines Abzugs abwechselnd ausführt, wird im folgenden anhand der 2 beschrieben. Der Aspekt des Lesens eines Films der in 2 gezeigten Ausführungsform ist der gleiche wie bei der Ausführungsform nach 1, so daß eine Erläuterung und Darstellung des Lesevorgangs entfällt.

Die in 1 dargestellte Ausführungsform enthält eine Bildverarbeitungseinrichtung 3 für die Datei-Ausgabe und für die Abzug-Ausgabe. Die in 2 gezeigte Ausführungsform besitzt nur eine Bildverarbeitungseinrichtung, und diese führt die Bildverarbeitung zum Ausgeben einer Datei durch, wenn ein Verarbeitungsweg auf die Kompressionseinrichtung 4 geschaltet wird, während die Bildverarbeitungseinrichtung die Verarbeitung für die Ausgabe eines Abzugs ausführt, wenn der Verarbeitungsweg auf den digitalen Printer 5 geschaltet ist.

In der in 2 gezeigten Ausführungsform können die Datei-Ausgabe und die Abzug-Ausgabe für die jeweiligen Bilddaten abwechselnd vorgenommen werden. Alternativ kann, nachdem sämtliche Rahmen von Bilddaten, die durch Transport eines Films in die eine Richtung gelesen wurden, als Dateien ausgegeben wurden, der Verarbeitungsweg umgeschaltet werden, um dann die Bilddaten als Abzüge auszugeben, indem jedes Bildfeld erneut gelesen wird, während der Film in Rückwärtsrichtung transportiert wird.

Bei der Ausführung der vorliegenden Erfindung hängt die Wahl, ob die Ausführungsform 1 oder die Ausführungsform 2 eingesetzt wird, von der Leistungsfähigkeit des Filmscanners und des digitalen Printers ab. Wenn das Lesen durch den Scanner beispielsweise zeitraubend ist, so ergibt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Warteschlange bei der Ausgabeverarbeitung. Daher reicht es aus, eine Datei und einen Abzug abwechselnd auszugeben, indem der Verarbeitungsweg umgeschaltet wird, ohne daß zwei Bildverarbeitungseinrichtungen vorhanden sind. In anderen Worten: Es ist bevorzugt, von der Ausführungsform Gebrauch zu machen, bei der das Aktivitätsverhältnis jedes Anlagenteils am größten wird.

Wenn eine Datei und ein Abzug nach dem erfindungsgemäßen Bildausgabeverfahren und der erfindungsgemäßen Bildausgabevorrichtung ausgegeben werden, ist es bevorzugt, wenn der Name der Bilddatei auf der Rückseite des ersten Abzugs 9 oder unter jedem Einzelbild von Index-Abzügen 10 aufgezeichnet wird, wie dies in 6 dargestellt ist. Auf diese Weise wird es, wenn beispielsweise ein Extraabzug bestellt wird, einfacher, eine in einem Bildserver 6 eines Labors abgespeicherte Bilddatei abzusuchen, so daß ein prompter Service möglich ist.

Wenn die oben beschriebene Vorrichtung in einem Labor oder dergleichen anstelle eines herkömmlichen Photobearbeitungssystems installiert ist, so läßt sich nicht nur die Abzug-Ausgabe, sondern auch die Ausgabe der Datei zu nahezu gleichen Kosten wie bei der konventionellen Abzug-Erstellung vornehmen, so daß der Kunde in den Genuß einer billigen Dienstleistung kommt.

Eine weitere Ausführungsform, in der das obige System durch ein noch effizienteres System ersetzt ist, wird im folgenden erläutert. 7 zeigt eine zweite Ausführungsform der Erfindung. Das Leistungsverhältnis jeder in dieser Ausführungsform verwendeten Vorrichtung beträgt 3 : 2 : 6 für einen Filmscanner, ein Medium-Laufwerk bzw. einen digitalen Printer in der genannten Reihenfolge. Deshalb sind in dem System nach 7 dadurch, daß das Verhältnis der Anzahl jeder Vorrichtung 2 : 3 : 1 für den Filmscanner, das Medium-Laufwerk und den digitalen Printer in dieser Reihenfolge gewählt wird, die Verarbeitungszeiten für das Lesen, für die Dateiausgabe und die Abzug-Erstellung nahezu gleich.

Zwei Filmscanner 11 arbeiten gleichzeitig, so daß das System gleichzeitig zwei Filme verarbeitet. Die von jedem Filmscanner 11 gelesenen Bilddaten werden sequentiell in dem Bildserver 6 gespeichert, bei dem es sich um einen Server-Computer mit einer Platte großer Kapazität handelt.

In diesem Fall speichert der Bildserver 6 die von den beiden Scanner 11 kommenden Bilddaten in separaten Speicherbereichen, weil es bevorzugt ist, die von demselben Film gelesenen Bilddaten im selben Aufzeichnungsmedium 6 zu speichern, wenn sie als Dateien ausgegeben werden, so daß unterschieden werden kann, auf welchem Film die jeweiligen Bilddaten gespeichert waren, wenn sie ausgegeben werden.

Parallel zu einer solchen Verarbeitung durch die Filmscanner erfolgt die Ausgabeverarbeitung durch ein Datei-Ausgabesystem und ein Abzug-Ausgabesystem. Das Datei-Ausgabesystem enthält die Bildverarbeitungseinrichtung 3 und das Medium-Laufwerk 13, während das Abzug-Ausgabesystem die Bildverarbeitungseinrichtung 3 und den digitalen Printer 5 enthält. Die Bildverarbeitungseinrichtung 3 führt beispielsweise eine Farb- oder Tonkorrektur durch, oder aber eine Kompressionsverarbeitung, wenn eine Datei ausgegeben wird. Das Medium-Laufwerk 13 ist ein Floppy-Disk-Laufwerk, wenn das Aufzeichnungsmedium 6 eine Floppy-Disk ist, es ist ein MO-Platten-Laufwerk, wenn das Aufzeichnungsmedium 6 eine MO-Platte ist.

Der Bildserver 6 weist eines der Ausgabe-Verarbeitungssysteme einer Einheit für jeden Aufzeichnungsbereich in der oben beschriebenen Weise zu, das heißt jedem Film. Was die Dateiausgabe angeht, so verarbeiten die drei Verarbeitungssysteme parallel, während eine Abzug-Ausgabe sequentiell oder abwechselnd durch jeden Aufzeichnungsbereich von dem Ausgabe-Verarbeitungssystem vorgenommen wird. In diesem Fall ist es bevorzugt, auf die Rückseite eines Abzugs beispielsweise die Filmnummer oder dergleichen aufzudrucken, so daß unterscheidbar ist, zu welchem Film der ausgegebene Abzug gehört. In ähnlicher Weise ist es bevorzugt, eine Kennungsmarke entsprechend einem Film an dem Aufzeichnungsmedium 6 anzubringen.

Wenn die Verarbeitung von zwei Filmen gleichzeitig in Auftrag gegeben wird, ist es bevorzugt, die Verarbeitung wie beispielsweise eine Dateiausgabe für jeden Auftrag durchzuführen, nicht aber für jeden Film.

Bei der vorliegenden Ausführungsform speichert der Bildserver 6 sämtliche Bilddaten, so daß sie später benutzt werden können. Allerdings muß es nicht der Bildserver 6 sein, der die Bilddaten speichert, auch eine andere Einrichtung kann die Rolle eines Puffers spielen, um die Verarbeitungszeitlücke zwischen dem Filmscanner 11 und dem Ausgabe-Verarbeitungssystem nützlich auszufüllen. In anderen Worten: es ist nicht notwendig, sämtliche Bilddaten abzuspeichern, es reicht ein Speicher aus, der die Daten vorübergehend speichert.

Allerdings speichern einige Photobearbeitungssysteme die Daten in einem Bildserver. In diesem Fall dient der Bildserver als Aufzeichnungseinrichtung, und es ist bevorzugt, wenn sämtliche von dem Kunden aufgezeichneten Bilddaten in dem Bildserver 6 gemäß der oben beschriebenen Ausführungsform gespeichert werden und die Ausgabeverarbeitung dann später durch einen besonderen Abzug-Auftrag oder dergleichen von der Neuauftrag-Eingabeeinrichtung 12 durchgeführt wird.


Anspruch[de]
Bildausgabeverfahren, bei dem eine Mehrzahl von Bilddaten dadurch erhalten wird, daß Bilder in einer Mehrzahl von Einzelbildstellen eines entwickelten photographischen Films (1) mit Hilfe eines Scanners mit automatischer Filmtransportfunktion gelesen werden, wobei eine Vorabtastung ausgeführt wird und zusätzlich ein erster Lesevorgang in Vorwärts-Filmtransportrichtung und ein zweiter Lesevorgang in Rückwärts-Filmtransportrichtung durchgeführt werden, umfassend die Schritte des Ausgebens der mehreren Bilddaten in Form von Abzügen (7) mittels eines Vergrößerungsgeräts (5) und Aufzeichnen der mehreren Bilddaten in einem vorbestimmten Aufzeichnungsmedium (6) als Dateien, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Film-Scanner beim ersten oder beim zweiten Lesen gelesene Bilddaten als Abzüge (7) ausgegeben werden, und daß von dem Film-Scanner beim zweiten bzw. beim ersten Lesen gelesene Bilddaten als Dateien (6) ausgegeben werden. Verfahren nach Anspruch 1, bei dem das Lesen nur für solche Einzelbilder unter den mehreren auf dem photographischen Film (1) aufgezeichneten Einzelbildern stattfindet, die gewünschte Bilder enthalten. Bildausgabevorrichtung, umfassend:

einen Film-Scanner zum Erhalten einer Mehrzahl von Bilddaten, die auf einem entwickelten photographischen Film (1) aufgezeichnet sind, indem der Film einer Vorabtastung unterzogen wird und zusätzlich eine Mehrzahl von Einzelbildern des automatisch transportierten photographischen Films sequentiell gelesen werden, wobei der Film-Scanner dazu ausgebildet ist, einen ersten Lesevorgang bei Vorwärts-Filmtransportrichtung und einen zweiten Lesevorgang bei Rückwärts-Filmtransportrichtung durchzuführen;

ein Vergrößerungsgerät (5) zum Herstellen von Abzügen (7) von den mehreren Bilddaten; und

eine Dateiausgabeeinrichtung (13), die eine Dateiausgabe der Bilddaten auf einem vorbestimmten Aufzeichnungsmedium (6) ausführen kann, während die mehreren Bilddaten von dem Vergrößerungsgerät als Abzüge hergestellt werden, indem parallel zu dem Vergrößerungsgerät gearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergrößerungsgerät (5) und die Dateiausgabeeinrichtung derart ausgebildet sind, daß von dem Film-Scanner bei dem ersten oder dem zweiten Lesevorgang gelesene Bilddaten als Abzüge (7) von dem Vergrößerungsgerät (5) ausgegeben werden, während von dem Film-Scanner bei dem zweiten bzw. dem ersten Lesevorgang gelesene Bilddaten von der Dateiausgabeeinrichtung (13) als Dateien (6) ausgegeben werden.
Vorrichtung nach Anspruch 3, bei der der Film-Scanner das Lesen nur von solchen Einzelbildern durchführt, die unter den mehreren auf dem photographischen Film aufgezeichneten Einzelbildern die gewünschten Bilder enthalten.






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