Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung von
Fluorwasserstoff aus seinen Gemischen mit einem 3 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltenden
Hydrofluoralkan.
Die Fluoralkane können durch Umsetzung eines geeigneten chlorierten
Vorläufers mit Fluorwasserstoff hergestellt werden, wie beispielsweise in den
Patentanmeldungen EP 0 699 649 A1
und WO 97/15540 A1 (Solvay) und
in der Patentanmeldung WO 97/05089 A1
beschrieben wird. In einem derartigen Verfahren enthält das Gemisch der Reaktionsprodukte
am Ausgang des Hydrofluorierungsreaktors neben dem gewünschten Hydrofluoralkan
Chlorwasserstoff, der aus der Eliminierung des Chloratoms oder der Chloratome der
chlorierten Ausgangsvorläuferverbindung stammt, nicht umgewandelten Fluorwasserstoff
und chlorierten Vorläufer, gegebenenfalls inerte Verdünnungsmittel sowie
verschiedene Nebenprodukte in geringen Mengen. Da üblicherweise mit einem Überschuß
an Fluorwasserstoff gegenüber dem chlorierten Vorläufer gearbeitet wird,
ist in dem Gemisch der Reaktionsprodukte meistens noch nicht umgewandelter Fluorwasserstoff
enthalten. Wenngleich die meisten Bestandteile des Gemisches der Reaktionsprodukte
in einfacher Weise vollständig durch Destillation getrennt werden können,
ist eine vollständige Auftrennung zwischen dem Fluorwasserstoff und dem Fluoralkan
im allgemeinen sehr schwierig durch Destillation zu erreichen, da diese Verbindungen
häufig azeotrope Gemische ausbilden.
Die Patentanmeldung WO 97/05089
A1 beschreibt unter anderem ein Verfahren zur Reinigung von Hydro(chlor)fluoralkanen
(insbesondere von 1,1,1,3,3-Pentafluorpropan, oder HFC-245fa) aus azeotropen Gemischen
mit Fluorwasserstoff nach einer azeotropen Destillationstechnik, die zwei aufeinanderfolgende
Destillationsstufen bei unterschiedlichen Temperaturen und Drücken umfaßt.
Diese Technik einer azeotropen Destillation weist jedoch die Nachteile
auf, einen großen Temperatur- oder Druckunterschied zwischen den beiden Kolonnen
zu erfordern, um über ein ausreichendes Trennpotential (Unterschied der Zusammensetzung
zwischen dem Azeotrop bei niedrigem Druck/Temperatur und dem Azeotrop bei hohem
Druck/Temperatur) zu verfügen, und zwischen den beiden Kolonnen ein erhebliches
Ausmaß an Zirkulation zu verursachen.
In JP 49/045842,
JP 09/110738, EP
601373 und EP 588676 ist die Abtrennung
von Fluorwasserstoff aus seinen Gemischen mit bestimmten spezifischen Hydro(chlor)fluoralkanen,
die zwei Kohlenstoffatome enthalten, durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln
vorgeschlagen worden.
Die Patentanmeldung WO 97/13719
A1 offenbart ein Verfahren zur Abtrennung und Wiedergewinnung von Fluorwasserstoff
aus seinen (azeotropen) Gemischen mit unter anderen 1 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltenden
Hydrofluoralkanen (insbesondere HFC-245fa). Das Gemisch wird mit einer Lösung
von Alkalimetallfluorid (insbesondere Kalium- oder Caesiumfluorid) in Kontakt gebracht
und die organische Phase wird von der den Fluorwasserstoff und das Alkalimetallfluorid
enthaltenden Phase abgetrennt.
Bei diesem bekannten Verfahren steht zu befürchten, daß
die organische Phase durch das Kalium- oder Caesiumfluorid verunreinigt wird und
daß durch diese Verunreinigung eine Zersetzung der Hydrofluoralkane erfolgen
könnte. Anderseits sind diese Alkalimetallfluoride und im spezielleren das
Caesiumfluorid äußerst kostspielig.
Die vorliegende Erfindung zielt darauf ab, ein Verfahren zur Abtrennung
von Fluorwasserstoff aus seinen Gemischen mit einem 3 bis 6 Kohlenstoffatome enthaltenden
Hydrofluoralkan zur Verfügung zu stellen, das nicht die Nachteile der vorstehend
angeführten Verfahren aufweist.
Zu diesem Zweck betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Abtrennung
von Fluorwasserstoff aus seinen Gemischen mit wenigstens einem Hydrofluoralkan mit
einem Gehalt an 3 bis 6 Kohlenstoffatomen, wonach die Abtrennung durch Extraktion
mit wenigstens einem organischen Lösungsmittel vorgenommen wird.
Das organische Lösungsmittel kann eine halogenierte oder eine
nicht halogenierte Verbindung sein.
Als Beispiel für ein nicht halogeniertes organisches Lösungsmittel
können Kohlenwasserstoffe mit einem Gehalt an 5 bis 10 Kohlenstoffatomen genannt
werden, insbesondere n-Pentan, n-Hexan, n-Heptan und n-Octan.
Beispiele für halogenierte organische Lösungsmittel sind
Chloroform, Trichlorethylen, Tetrachlorethylen, Tetrachlormethan,
1,2-Dichlorethan, 1,1,1-Trichlorethan, 1,1,2-Trichlorethan, 1,1-Dichlor-1-fluorethan
(HCFC-141b), 1,1,1- oder 1,1,2-Trifluortrichlorethan, 1,2,3-Trichlorpropan, perfluorierte
Kohlenwasserstoffe, Brombenzol, o-Dichlorbenzol, p-Chlortoluol, p-Chlortrifluorbenzol
und 1,2-Dichlor-4-trifluorbenzol sowie Gemische dieser Verbindungen.
Insbesondere dann, wenn das Verfahren auf die Auftrennung des Gemisches
Fluorwasserstoff-1,1,1,3,3-Pentafluorbutan (HFC-365mfc) angewandt wird, sind die
bevorzugten Extraktionslösungsmittel das Brombenzol, o-Dichlorbenzol und Tetrachlorethylen.
Das Brombenzol und das o-Dichlorbenzol werden besonders bevorzugt.
Unter Hydrofluoralkan mit einem Gehalt an 3 bis 6 Kohlenstoffatomen
sollen die Hydrofluoralkane entsprechend der allgemeinen Formel CaH(2a+2)-bFb
verstanden werden, worin a = 3 bis 6 bedeutet und b = 1 bis 2a+1 bedeutet. Die Hydrofluoralkane,
die der allgemeinen Formel CaH(2a+2)-bFb mit a
= 3 bis 4 und b = 5 bis 2a+1 entsprechen, werden bevorzugt.
Als Beispiele für Hydrofluoralkane, die 3 bis 6 Kohlenstoffatome
enthalten und die nach den Verfahren gemäß der Erfindung aus ihren Gemischen
mit Fluorwasserstoff abgetrennt werden können, seien genannt das 1,1,1,3,3-Pentafluorpropan
(HFC-245fa), das 1,1,2,2,3-Pentafluorpropan (HFC-245ca), das 1,1,1,2,3-Pentafluorpropan
(HFC-245eb), das 1,1,1,3,3,3-Hexafluorpropan (HFC-236fa), das 1,1,1,2,3,3-Hexafluorpropan
(HFC-236ea), das 1,1,1,2,3,3,3-Heptafluorpropan (HFC-227ea), das 1,1,1,3,3-Pentafluor-2-methylpropan
(HFC-365mps), das 1,1,1,3,3-Pentafluorbutan (HFC-365mfc), das 1,1,1,4,4,4-Hexafluorbutan
(HFC-356mff) und das 1,1,1,2,3,4,4,5,5,5-Decafluorpentan (HFC-43-10mee). Die Verbindungen
mit einem Gehalt an 3 bis 4 Kohlenstoffatomen werden bevorzugt. Das 1,1,1,3,3-Pentafluorpropan
(HFC-245fa) und das 1,1,1,3,3-Pentafluorbutan (HFC-365mfc) werden besonders bevorzugt.
Das Gewichtsverhältnis zwischen dem Fluorwasserstoff und dem
Hydrofluoralkan hängt von der in der Hydrofluorierungsstufe des Hydrofluoralkansyntheseverfahrens
eingesetzten Fluorwasserstoffmenge ab. Im allgemeinen liegt der Fluorwasserstoff
im Überschuß gegenüber dem Hydrofluoralkan vor.
In bevorzugter Weise wird die Extraktion an einem Gemisch vorgenommen,
das ein Gewichtsverhältnis Fluorwasserstoff/Hydrofluoralkan nahe der azeotropen
Zusammensetzung aufweist. Wenn sich das Ausgangsgemisch Fluorwasserstoff und Hydrofluoralkan
von der azeotropen Zusammensetzung entfernt, kann es vorteilhaft sein, zunächst
eine Destillation vorzunehmen, um das Azeotrop HF/HFC von der im Überschuß
vorliegenden Verbindung (HF oder HFC) abzutrennen. Anschließend wird die azeotrope
Zusammensetzung der Extraktion unterworfen.
Im Abtrennverfahren gemäß der Erfindung liegt das Gewichtsverhältnis
zwischen dem organischen Lösungsmittel und dem Gemisch aus Fluorwasserstoff
und Hydrofluoralkan im allgemeinen bei wenigstens 0,1. Vorzugsweise wird mit einem
Gewichtsverhältnis von wenigstens 0,2 gearbeitet. Das Gewichtsverhältnis
zwischen dem organischen Lösungsmittel und dem Gemisch aus Fluorwasserstoff
und Hydrofluoralkan überschreitet im allgemeinen nicht den Wert 10. Vorzugsweise
liegt das Verhältnis nicht über 5.
Die Temperatur, bei der die Extraktion bewirkt wird, beträgt
im allgemeinen wenigstens -25°C. Vorzugsweise liegt sie bei ungefähr -10°C.
Generell übersteigt die Temperatur nicht den Wert von 40°C. Vorzugsweise
liegt sie nicht über 30°C.
Das Verfahren gemäß der Erfindung wird bei einem ausreichenden
Druck ausgeführt, um das Gemisch in flüssigem Zustand zu halten. Es kann
unter dem autogenen Druck des Gemisches ausgeführt werden; in diesem Fall liegt
der Druck im allgemeinen unter 3 bar. In alternativer Weise kann es bei einem über
dem autogenen Druck des Gemisches liegenden Druck ausgeführt werden, indem
ein Inertgas zugeführt wird. In diesem Falle wird der Gesamtdruck im allgemeinen
unter 10 bar liegen; in bevorzugter Weise wird der angewandte Druck unter 3 bar,
aber über 1 bar betragen. Als Inertgas wird jede gasförmige Substanz verwendet
werden, die unter den Extraktionsbedingungen im wesentlichen nicht reagiert, wie
Stickstoff, Chlorwasserstoff, Argon oder ein Gemisch von zweien hievon. Vorzugsweise
wird man Stickstoff verwenden.
Das Inkontaktbringen des Gemisches aus Fluorwasserstoff und Hydrofluoralkan
mit dem organischen Extraktionslösungsmittel wird in einer oder in mehreren
Stufen bewerkstelligt, mit Hilfe einer beliebigen konventionellen Flüssig-Flüssig-Extraktionsvorrichtung,
beispielsweise durch inniges Inkontaktbringen mit Hilfe eines statischen Mischers,
eines Rührreaktors, eines Extraktors mit rotierenden Scheiben, eines Zentrifugalextraktors
oder einer Kolonne mit perforierten Böden, die im Gegenstrom oder im Gleichstrom
betrieben wird. Vorzugsweise erfolgt das Inkontaktbringen in einem
Rührreaktor. Die Extraktion kann kontinuierlich oder diskontinuierlich geführt
werden. Vorzugsweise wird sie kontinuierlich ausgeführt.
Nach der Extraktion wird eine an Hydrofluoralkan angereicherte organische
Phase von einer an Fluorwasserstoff angereicherten Phase (in der Folge als HF-Phase
bezeichnet) abgetrennt. Diese Abtrennung kann in einfacher Weise durch Dekantieren
vorgenommen werden, es kann jedoch auch jede andere klassische Phasentrennvorrichtung
angewandt werden, wie ein Zentrifugieren oder eine Hydrozyklontrennung. Die Trennung
durch Dekantieren wird bevorzugt.
Die organische Phase umfaßt hauptsächlich das mit Hydrofluoralkan
angereicherte Extraktionslösungsmittel, sie kann jedoch auch eine gewisse Menge
an Fluorwasserstoff enthalten. Ihre Zusammensetzung entspricht meistens einer Gleichgewichtszusammensetzung,
bestimmt durch die Verteilungskoeffizienten der verschiedenen Zusammensetzungen
zwischen dem Fluorwasserstoff und dem Extraktionslösungsmittel.
Das Hydrofluoralkan kann in einfacher Weise von den anderen Bestandteilen
der organischen Phase nach einer klassischen Trennmethode abgetrennt werden, wie
einer Destillation. Das Hydrofluoralkan kann anschließend auf nassem Wege behandelt
werden, um die letzten Spuren von Acidität zu eliminieren, oder an Aktivkohle
adsorbiert werden und/oder über Zeolith oder Aluminiumoxid entsäuert werden.
Das Lösungsmittel kann zur Extraktionsstufe recycliert werden.
Die HF-Phase enthält vorwiegend den an Hydrofluoralkan verarmten
Fluorwasserstoff, sie kann aber auch eine nicht vernachlässigbare Menge an
Extraktionslösungsmittel enthalten.
Wenn das Extraktionslösungsmittel unter den Reaktionsbedingungen
inert ist, kann die HF-Phase so wie sie ist direkt zum Hydrofluorierungsreaktor
zur Herstellung des Hydrfluoralkans zurückgesandt werden.
Nach einer anderen Ausführungsweise des Verfahrens kann die HF-Phase
vorteilhaft einer geeigneten Behandlung unterzogen werden, wie einer Destillation,
die die Rückgewinnung von von Lösungsmittel praktisch befreitem Fluorwasserstoff
am Kopf der Kolonne, der zum Reaktor recycliert wird, und von Lösungsmittel
am Kolonnensumpf ermöglicht, das zur Extraktionsstufe recycliert wird.
Die nachfolgenden Beispiele sollen die vorliegende Erfindung erläutern,
ohne ihren Umfang zu beschränken.
Beispiele 1 bis 11
In einen 0,51-Autoklaven aus INOX 316, ausgerüstet mit einem
Blattrührer, zwei Tauchrohren, die die Entnahme von Proben aus den beiden flüssigen
Phasen gestatten (am Boden und im Oberteil des Reaktors), und mit einem Thermoelement
ausgestatteten Schutzrohr zur Temperaturmessung, wurde ein Gemisch aus 1,1,1,3,3-Pentafluorbutan
(HFC-365mfc) und aus HF nahe zur azeotropen Zusammensetzung eingebracht und mit
einem Lösungsmittel extrahiert. Das verwendete Lösungsmittel sowie die
Gewichtsmengen an HFC-365mfc, HF und Lösungsmittel sind in der Tabelle I zusammengefaßt.
Der Autoklav wurde in ein auf konstanter Temperatur gehaltenes Bad eingetaucht.
Die Extraktion wurde bei -10°C unter einem autogenen Druck vorgenommen, das
heißt geringfügig unter 1 bar. Das Gemisch wurde eine Stunde lang gerührt
(Beispiel 10), 4 Stunden (Beispiele 1 bis 5 und 8) oder 24 Stunden (Beispiele 6,
7, 9 und 11), wonach während wenigstens einer Stunde dekantieren gelassen wurde.
Für jedes Beispiel wurde die Extraktionswirksamkeit bewertet,
nachdem aus jeder der beiden flüssigen Phasen Proben gezogen wurden. Diese
Flüssigkeitsentnahmen wurden über eine Schleuse von etwa 5 cm3
vorgenommen, nachdem der Autoklav unter einen Druck von 2 bar Stickstoff gebracht
worden war. Die aus der HF-Phase entnommenen Flüssigkeitsproben wurden anschließend
in einem Behälter entspannt, der einen Ethanolvorrat enthielt. Der HF-Gehalt
wurde an dieser ethanolischen Lösung, verdünnt mit Wasser (ungefähr
100fach), mit Hilfe einer spezifischen Elektrode bestimmt. Was die organische Phase
betrifft, wurde ihre Zusammensetzung durch gaschromatographische Analyse nach einer
Neutralisation des Fluorwasserstoffes mit Kalk bestimmt. Die Ergebnisse dieser Analysen
sind in der Tabelle I wiedergegeben.
TABELLE I
Beispiel
Lösungsmittel
Ausgangszusammensetzung (g)
HFC/HF zu Beginn (g/g)
Zusammensetzung der organischen Phase (Gew.-%)
HFC/HF in der organischen Phase (g/g)
HFC
HF
Lösungsmittel
HFC
HF
Lösungsmittel
1
Tetrachlorethylen
130
93
102
1,4
11,8
-
88,2
2
Tetrachlorethylen
101
93
100
1,1
9,3
0,1
90,6
93,0
3
Trichlorethylen
101
116
100
0,9
34,2
0,4
65,4
85,5
4
1,2-Dichlorethan
98
102
99
1,0
39,3
2,8
57,9
14,0
5
1,1,2-Trichlorethan
96
106
99
0,9
39,0
1,1
59,9
35,5
6
Tetrachlormethan
96
92
95
1,0
34,2
0,8
65,0
42,8
7
Tetrachlormethan
100
93
103
1,1
29,7
0,4
69,9
74,3
8
1,2,3-Trichlorpropan
106
109
103
1,0
32,3
1,9
65,8
17,0
9
o-Dichlorpropan
100
92
101
1,1
31,5
0,2
68,2
157,5
10
Brombenzol
101
102
152
1,0
21,7
0,2
78,1
108,5
11
n-Octan
101
102
102
1,0
15,0
0,7
84,3
21,4
Die Ergebnisse der Tabelle I zeigen, daß die 1,1,1,3,3-Pentafluorbutan(HFC-365mfc)-Konzentration
in der organischen Phase zwischen etwa 9 Gew.-% im Falle von Tetrachlorethylen bis
zu 30 bis 40 Gew.-% für die anderen Lösungsmittel variiert.
Die Fluorwasserstoffkonzentration in der organischen Phase ist im
Falle von Tetrachlorethylen am niedrigsten.
Die Lösungsmittel, mit denen das höchste HFC/HF-Verhältnis
in der organischen Phase erzielt wird, das heißt, die ein Maximum an 1,1,1,3,3-Pentafluorbutan
(HFC-365mfc) mit einem Minimum an Fluorwasserstoff extrahieren lassen, sind o-Dichlorbenzol,
Brombenzol, Tetrachlorethylen, Trichlorethylen und Tetrachlormethan.
Beispiele 12 und 13
Für die Extraktion des Gemisches HF/1,1,1,3,3-Pentafluorpropan
(HFC-245fa) durch Tetrachlorethylen und o-Dichlorbenzol wurde die gleiche Arbeitsweise
wie für die Beispiele 1 bis 11 angewandt, außer daß im Beispiel 12
die Extraktion bei -12°C vorgenommen wurde und das Gemisch 15 Stunden lang
gerührt wurde, wonach man 3 Stunden lang dekantieren ließ,
und daß im Beispiel 13 die Extraktion bei -7°C vorgenommen wurde und das
Gemisch 65 Stunden lang gerührt wurde, wonach 3 Stunden lang dekantieren gelassen
wurde.
Die Flüssigkeitsentnahmen wurden in gleicher Weise wie für
die Beispiele 1 bis 11 vorgenommen, abgesehen davon, daß die in die Schleuse
entnommenen Flüssigkeitsproben in einen Behälter entspannt wurden, der
ein Gemisch aus Wasser und Tetrachlormethan enthielt. Die Zusammensetzung der im
Reaktor vorliegenden organischen Phase wurde analysiert. Die Ergebnisse dieser Analysen
sind in der Tabelle II zusammengefaßt.
TABELLE II
Beispiel
Lösungsmittel
AusgangszusammenSetzung (g)
HFC/HF zu Beginn (g/g)
Zusammensetzung der organischen Phase(*) (Gew.-%)
HFC/HF in der organischen Phase (g/g)
HFC
HF
Lösungsmittel
HFC
HF
Lösungsmittel
12
Tetrachlorethylen
67,5
90,2
161,0
0,75
3,75
0,17
96,1
22,1
13
o-Dichlorbenzol
101,1
102,3
128,7
0,99
9,5
0,2
90,3
47,5