Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft das Gebiet der Fernsprechtechnik. Insbesondere
betrifft die Erfindung eine adaptive Schnittstelle zur Schnittstellenbildung zwischen
einem Zweidraht- oder einem analogen Vierdrahtfernsprechapparat mit einem digitalen,
analogen oder hybriden Fernsprechvermittlungssystem.
Hintergrund der Erfindung
Ein analoger Zweidrahtfernsprechapparat des Typs, der für gewöhnlich
in den Haushalten von Fernsprechdiensteteilnehmern vorgefunden wird, umfaßt
typischerweise eine Basiseinheit, die mit einer Fernsprechvermittlungsstelle eines
Fernsprechdienstanbieters über eine bidirektionale Zweidrahtfernsprechleitung
verbunden ist, und umfaßt außerdem einen Mikrophonhörer, der mit
der Fernsprechapparat-Basiseinheit über ein Vierdraht-Mikrophonhörerkabel
verbunden ist. Das Mikrophonhörerkabel weist vier Drähte auf, da für
eine gegenseitige Sprachkommunikation der Mikrophonhörer sowohl ein Mikrophon
als auch einen Lautsprecher enthält, von denen jeder ein Paar Drähte benötigt.
Typischerweise liefert die Fernsprechapparatbasis Audiosignale an den Lautsprecher
und eine Gleichvorspannung an das Mikrophon, während die Fernsprechapparatbasis
Audiosignale vom Mikrophon empfängt. Ein Zweidraht-auf-Vierdraht-Umsetzer,
der in der Fernsprechapparatbasiseinheit enthalten ist, wandelt die beiden Fernsprechvermittlungsstellensignale
in die vier Mikrophonhörersignale um. Zusätzlich enthält der Fernsprechapparat
einen Rufdetektor zur Detektion eines Wechselspannungsrufsignals, das durch die
Fernsprechvermittlungsstelle geliefert wird, und einen Gabelumsschalter zur Signalisierung
der Fernsprechvermittlungsstelle zur Annahme oder Absetzen von Anrufen. Wenn der
Mikrophonhörer von seiner Gabel abgenommen wird, steuert der Gabelumsschalter
die Aufnahme von Gleichstrom aus der Fernsprechvermittlungsstelle durch den Fernsprechapparat,
der durch die Fernsprechvermittlungsstelle detektiert wird.
Ein herkömmliches Modem überträgt digitale Daten über
eine Zweidraht-Telefonleitung, indem es ein analoges Trägersignal gemäß
der digitalen Daten moduliert. Typischerweise werden die digitalen Daten durch einen
Computer oder ein Faxgerät erzeugt, das mit dem Modem verbunden ist. Das Trägersignal
ist ein Ton im Frequenzbereich einer Telefonübertagungsleitung. Beim Empfang
durch ein zweites Modem am anderen Ende der Übertragungsleitung werden die
digitalen Daten rekonstruiert, indem das empfangene Signal demoduliert wird.
Firmeneinrichtungen nutzen häufig ein Fernsprechvermittlungssystem
zur Bereitstellung eines Fernsprechdienstes für die Fernsprechbenutzer in der
Einrichtung. Das Fernsprechvermittlungssystem kann eine volldigitale Schnittstelle
zu ihren entsprechenden kompatiblen Fernsprechapparaten aufweisen, wie in einer
digitalen Nebenstellenanlage (PBX). Alternativ kann das Fernsprechvermittlungssystem
eine vollanaloge Schnittstelle aufweisen, wie sie durch eine analoge Leitungskarte
in einer PBX oder durch eine Fernsprechvermittlungsstelle bereitgestellt wird. Zusätzlich
kann das Fernsprechvermittlungssystem eine kombinierte digitale und analoge Schnittstelle
zu seinen entsprechenden kompatiblen Fernsprechapparaten bereitstellen, wie eine
Hybrid-PBX oder eine Reihenanlage (KTS). Für die Zwecke dieses Dokuments wird
der Ausdruck „PBX" genutzt, um ein Gerät einzuschließen, das ähnlich
zu den oben aufgeführten Typen von Fernsprechvermittlungsgeräten ist.
Fernsprechapparate, die mit einer besonderen PBX kompatibel sind,
die durch eine Firmeneinrichtung genutzt werden, befinden sich auf den Tischen der
Benutzer. Jeder PBX-kompatible Fernsprechapparat ist mit der PBX über eine
entsprechende Nebenanschlußleitung verbunden, während die PBX mit einem
Fernsprechdienstanbieter über eine oder mehrere Außenleitungen verbunden
ist. Die PBX weist typischerweise die Fähigkeit auf, ankommende Anrufe geeignet
mit den Benutzer-Fernsprechapparaten zu verbinden und abgehende Anrufe von den Benutzer-Fernsprechapparaten
mit einer Außenleitung zu verbinden. Auf diese Weise werden weniger als eine
Außenleitung pro Fernsprechapparat benötigt, wodurch die Kosten des Fernsprechdienstes
reduziert werden. Zusätzlich stellt die PBX typischerweise eine Vielfalt von
Merkmalen für die Benutzer der PBX bereit, wie die Verbindung von Anrufen unter
den Benutzern und die Bereitstellung von Sprachpostdiensten.
Um alle Funktionen der PBX zu implementieren, müssen bestimmte
Steuer- und Zusatzübertragungen zwischen dem Fernsprechapparat jedes Benutzers
und der PBX stattfinden. Diese Übertragungen umfassen typischerweise digitale
Status-, Initialisierungs- und Befehlssignale zusätzlich zu den gegenseitigen
Sprachsignalen, die notwendig sind, um ein Telefongespräch durchzuführen.
Zum Beispiel muß die PBX wissen, ob ein Fernsprechapparat mit einer besonderen
Nebenanschlußleitung verbunden ist, um zu wissen, ob Anrufe zu dieser Nebenanschlußleitung
geleitet werden sollen oder nicht. Als ein weiteres Beispiel muß die PBX mit
den Benutzer-Fernsprechapparaten zusammenarbeiten, damit die Benutzer ankommende
Anrufe empfangen, abgehende Anrufe einleiten, Telefonanrufe beenden und auf Sprachpost
und andere Merkmale der PBX zugreifen kann.
Im allgemeinen unterscheiden sich Kommunikationsprotokolle, die zur
Steuerung und Zusatzübertragungen genutzt werden, zwischen den verschiedenen
Herstellern von PBXs. Zusätzlich werden in einer volldigitalen PBX die Sprachsignale
zwischen den Fernsprechapparaten und der PBX als digitale Abtastwerte übertragen.
Folglich werden analoge Sprachsignale gemäß mehreren unterschiedlichen
Verfahren (z.B. &mgr;-law oder A-law) digital abgetastet und codiert, bevor sie
übertragen werden. Beim Empfang werden die digitalen Abtastwerte decodiert
und in analoge Sprachsignale zurückgewandelt. In einem Hybridsystem werden
Sprachsignale als analoge Signale übertragen, während die Steuer- und
Zusatzübertragungen digitale Signale sind. Daher kann ein analoger Zweidrahtfernsprechapparat
wie ein Modem, Faxmodem, Faxgerät oder eine Telekonferenzvorrichtung im allgemeinen
nicht direkt mit einer PBX verbunden werden. Noch kann ein analoger Vierdrahtfernsprechapparat,
wie ein Kopfsprechhörer, ein Mikrophonhörer oder ein Modem im allgemeinen
direkt mit einer PBX verbunden werden.
Dies schafft ein Problem für Benutzer einer PBX, die universell
verfügbare analoge Fernsprechapparate wie Modems, Faxmodems, Faxgeräte,
Telekonferenzvorrichtungen, Kopfsprechhörer oder Mikrophonhörer zusätzlich
zu ihren PBX-kompatiblen Fernsprechapparaten verwendet wollen. Diese Problem hat
sich durch die jüngste Nachfrage nach einem Zugang zum World Wide Web intensiviert,
auf das typischerweise durch die Verwendung eines Modems zugegriffen wird, das mit
einem Personalcomputer verbunden ist. Ein Vorschlag ist es gewesen, eine zweckbestimmte
äußere Leitung für jeden solchen analogen Fernsprechapparat bereitzustellen.
Diese Lösung ist jedoch nicht völlig zufriedenstellend, da sie die Einsparungen
zunichte macht, die daraus resultieren, daß die PBX die Anzahl der erforderlichen
Außenleitungen begrenzt. Eine andere Lösung ist es gewesen, eine analoge
Leitungskarte in der PBX bereitzustellen und eine getrennte Leitung, die den analogen
Zweidrahtfernsprechapparat mit der PBX verbindet. Diese Lösung kann infolge
der Notwendigkeit kostspielig sein, getrennte Nebenanschlußleitungen zu installieren,
um jeden PBX-kompatiblen Fernsprechapparat und den analogen Fernsprechapparat mit
der PBX zu verbinden.
Eine andere Lösung ist es gewesen, eine Vorrichtung bereitzustellen,
die eine Schnittstelle eines Modems mit einem Fernsprechapparat durch den Mikrophonhöreranschluß
des Fernsprechapparats bereitstellt. Zum Beispiel offenbart das US-Patent
Nr. 4,907,267 eine Modemschnittstellenvorrichtung zur Verwendung mit einem
Fernsprechapparat, der eine Basiseinheit und einen Mikrophonhörer aufweist.
Der Fernsprechapparat kann ein Zweidrahtfernsprechapparat sein oder ein Fernsprechapparat,
der zur Verwendung mit einer PBX bestimmt ist. Um die Modemschnittstellenvorrichtung
zu verwenden, wird der Mikrophonhörer aus der Mikrophonhörerbuchse der
Basis ausgesteckt und in eine Mikrophonhörerbuchse in einem Ende der Vorrichtung
eingesteckt. Von der Vorrichtung geht ein Vierdrahtkabel aus, das mit der Mikrophonhörerbuchse
der Basis verbunden ist. Die Vorrichtung weist außerdem eine modulare Buchse
zur Aufnahme eines Zweidrahtkabels auf, das die Vorrichtung mit einem Zweidrahtfernsprechapparat
wie einem Modem verbindet. Es werden eine Reihe von Schaltern manuell positioniert,
um zwischen Sprach- und Datenübertragungen zu wählen und um die Schnittstellenvorrichtung
so zu konfigurieren, daß sie zu den Signalisierungseigenschaften des besonderen
Fernsprechapparats paßt, der verwendet wird.
Die manuell betätigbare Schalteranordnung, die im US-Patent
4,907,267 beschrieben wird, ist zu zwei Produkten verbessert, die durch
Unlimited Systems Corp. San Diego, Kalifornien hergestellt werden. Ein erstes dieser
Produkte, der „KONEXX Office Konnector" ist mit der Basis eines Fernsprechapparats
und mit dem Mikrophonhörer verbunden, um eine Schnittstelle für einen
Zweidrahtfernsprechapparat, ein Faxgerät oder Modem bereitzustellen. Die Vorrichtung
detektiert, wenn der Zweidrahtfernsprechapparat, das Faxgerät oder das Modem
ausgehängt werden, um zwischen Sprach- und Datenübertragungen umzuschalten.
Ein zweites dieser Produkte, die „KONEXX Konference", ist ähnlich zwischen
die Basis und den Mikrophonhörer geschaltet, stellt jedoch eine Schnittstelle
für eine Telekonferenzvorrichtung bereit. Für jede dieser Vorrichtungen
ist ein manuell betätigbarer Schalter zur Einstellung der Vorrichtung auf die
Signalisierungseigenschaften des besonderen Fernsprechapparats, der verwendet wird,
in einer von vier Positionen angeordnet.
Die obenerwähnten Schnittstellenvorrichtungen können jedoch
zur Schnittstellenbildung zwischen einem analogen Fernsprechapparat und einer PBX
unbequem sein. Dies liegt daran, daß um eine solche Schnittstellenvorrichtung
zu installieren, zuerst die Mikrophonhörerschnur eines PBX-kompatiblen Fernsprechapparats
von ihrer Basis getrennt werden muß. Dann muß die Schnittstellenvorrichtung
sowohl mit dem Mikrophonhörer als auch mit der Basis verbunden werden. Danach
muß der analoge Fernsprechapparat mit der Schnittstellenvorrichtung verbunden
werden. Schließlich müssen die Schalterpositionen für die Schnittstellenvorrichtung
korrekt eingestellt werden.
Es ist jedoch vielleicht einer bedeutenderer Nachteil, daß jedesmal,
wenn der Fernsprechapparat verwendet wird, um einen Anruf zu beantworten oder zu
tätigen, der Benutzer manuell den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat abnehmen
muß. Dies wird im allgemeinen erreicht, indem der Mikrophonhörer des PBX-kompatiblen
Fernsprechapparats von seiner Gabel entfernt wird. Entsprechend muß, wenn er
die Verwendung des analogen Fernsprechapparats beendet, der Benutzer den PBX-kompatiblen
Fernsprechapparat in seinen Einhängezustand zurückversetzen. Wenn der
Benutzer vergißt, den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat in seinen Einhängezustand
zurückzuversetzen, können andernfalls ankommende Anrufe nicht verbunden
werden und eine Besetztanzeige erhalten. Zusätzlich stellt der Mikrophonhöreranschluß
des PBX-kompatiblen Fernsprechapparats im allgemeinen kein Rufsignal bereit, das
für Anrufbeanworterfunktionen benötigt wird. Ein weiterer Nachteil ist
es, daß einige PBX-kompatible Fernsprechapparate keine DTMF-Signale durch den
Mikrophonhöreranschluß akzeptieren, obwohl DTMF-Signale durch das PBX-System
zum Wählen von Telefonnummern erforderlich sein können. Folglich werden
zum Beispiel Selbstwählmerkmale einer analogen Vorrichtung nicht funktionieren.
Daher muß die tatsächliche Fernsprechapparattastatur verwendet werden,
um für die analoge Vorrichtung zu wählen. Ferner können die Kabel,
die zur Verbindung einer solchen Schnittstellenvorrichtung benötigt werden,
verwickelt werden und neigen dazu, auf dem Tisch des Benutzers ein unordentliches
Erscheinungsbild zu liefern.
Was daher benötigt wird, ist eine Technik zur Schnittstellenbildung
zwischen einem analogen Fernsprechapparat und einer PBX, die keinen Zugriff auf
den Mikrophonhöreranschluß eines PBX-kompatiblen Fernsprechapparats benötigt.
Was ferner benötigt wird, ist eine solche Technik, die eine ausreichende Flexibilität
aufweist, um sich den Signalisierungseigenschaften einer breiten Vielfalt von kommerziell
erhältlichen PBXs anzupassen. Was noch weiter benötigt wird, ist eine
solche Technik, die ein Minimum an zusätzlichen Kabeln benötigt, um seine
Funktionen zu erfüllen, und das die technischen Fähigkeiten minimiert,
die durch einen Benutzer benötigt werden.
Die deutsche Patentanmeldung DE
C 195 27 806 ist auf ein privates Kommunikationssystem und ein zugeordnetes,
privates Kommunikationsendgerät gerichtet, das nicht direkt anschließbar
ist. Das Endgeräteemulationseinheitspaar ist mindestens über ein öffentliches
Wählkommunikationsnetz miteinander verbindbar, wobei die Verbindung mindestens
eines Nachrichtenweges und eines zusätzlichen Signalisierungsweges über
das öffentliche Wählkommunikationsnetz gesteuert wird und das Umschalten
der Wege, die für das Endgeräteemulationseinheitspaar geeignet sind, geprüft
wird. Mit der Unterstützung des Endgeräteemulationseinheitspaars können
ein getrenntes oder äußeres Kommunikationsendgerät angeschlossen
werden. Die Verbindung, die für das Endgeräteemulationseinheitspaar geeignet
ist, wird mit der Hilfe einer spezifischen Prüfprozedur geprüft.
Die europäische Patentanmeldung EP-A-0
542 705 ist auf einen Schnittstellenadapter für die Verbindung einer
Vielfalt von Geräten mit dem ISDN-Netz gerichtet, der die eingebaute Kapazität
des ISDN-Netzes und insbesondere die unterschiedlichen Kanäle nutzt, die durch
das Netz bereitgestellt werden. Der Adapter enthält eine S-Schnittstellen-Einheit,
eine Steuerprozessoreinheit und Schnittstellenschaltungen, die angepaßt sind,
Anschlüsse zur Kommunikation mit einem Telemetriegerät und/oder Computerterminals
und/oder einem analogen Gerät bereitzustellen.
Die internationale Patentanmeldung WO-A-93
12622 ist auf eine Netzendeinheit zur Verbindung analoger und digitaler
Kommunikationssysteme mit einem digitalen Netz gerichtet, die ein analoges Sprachmodul
zur Verbindung mit einer analogen Hauszentrale, ein Hochgeschwindigkeitsdatenübertragungsmodul
zur Verbindung mit Hochgeschwindigkeitsübertagungsvorrichtungen und eine Schnittstelle
zur Gleichkanalsignalisierungsverbindung mit einem digitalen Netz aufweist. Die
Einheit kann ferner ein Modul zur Gleichkanalsignalisierungsverbindungsmöglichkeit
mit einer digitalen Hauszentrale enthalten.
Das US-Patent Nr. 5,671,251
ist auf eine Vorrichtung und ein Verfahren für eine Datenübertragungsvorrichtung
gerichtet, um selektiv in mehreren analogen und digitalen Betriebsarten zu arbeiten,
einschließlich als ein analoges Modem, ein digitales Modem und als ein Endgeräteadapter.
Eine einzelne, integrierte Datenübertragungsvorrichtung kann konfiguriert und
außerdem anschließend umkonfiguriert werden, um für Datenübertragungen
über eine Vielfalt von Netzen, einschließlich öffentlichen Fernsprechwählnetzen
und digitalen Netzen, wie Ti, E1 und ISDN zu sorgen. Es kann eine Signalsimulation
der verschiedenen Netze vorkommen, so daß das tatsächlich gekoppelte Netz
für ein Datenendgerät transparent ist, das Informationen durch die Datenkommunikationsvorrichtung
an das Netz überträgt.
Das britische Patent Nr. GB2303021
ist auf eine Anordnung zur Kopplung eines zusätzlichen Geräts durch eine
Schnittstelle, insbesondere gemäß des ETSI-Standards, mit einem Endgerät
einer Nebenstellenanlage PABX gerichtet. In diesem Zusammenhang weist das Endgerät
einen Zusatzbus auf, durch den irgendein zusätzliches Gerät angeschlossen
werden kann. In der Nebenstellenanlage wird ein zusätzlicher Gerätetreiber
zur Verfügung gestellt, der für das zusätzliche Gerät spezifisch
ist und der die zusätzliche Geräteschnittstelle repräsentiert. Das
Endgerät stellt einen Übertragungskanal zwischen dem zusätzlichen
Gerät und dem zusätzlichen Gerätetreiber in der Nebenstellenanlage
bereit, wobei durch den Kanal das zusätzliche Gerät und der zusätzliche
Gerätetreiber gemäß eines Protokolls kommunizieren,
der für das zusätzliche Gerät spezifisch ist.
Zusammenfassung der Erfindung
Gemäß eines ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung wird
ein Verfahren zur adaptiven Schnittstellenbildung eines analogen Fernsprechapparats
mit einem Fernsprechvermittlungssystem bereitgestellt, das mehrere Endleitungen
aufweist, wobei durch eine Schnittstellenvorrichtung aus mehreren Endleitungen ein
Signalweg bereitgestellt wird, wobei die Schnittstellenvorrichtung mit dem analogen
Fernsprechapparat und dem Fernsprechvermittlungssystem gekoppelt ist, wobei das
Verfahren die Schritte aufweist:
- a. Abfragen elektrischer Messungen der mehreren Endleitungen, um aktive Endleitungen
zu erkennen, wobei der Schritt des Abfragens elektrischer Messungen die Messung
der Gleichstrom-Quellenwiderstandsverhältnisse, die an Paaren aktiver Endleitungen
gemessen werden, und das Vergleichen der gemessenen Gleichstrom-Quellenwiderstandsverhältnisse
mit vorgespeicherten Werten aufweist;
- b. Emulation eines Aushängezustands, so das Fernsprechvermittlungssystem
ein Wähltonsignal erzeugt;
- c. Detektion und Überwachung des Wähltons einschließlich jedes
Signals, das durch das Fernsprechvermittlungssystem erzeugt wird; und
- d. Konfiguration des Signalwegs gemäß eines Kommunikationsprotokolls,
wobei der Schritt der Konfiguration den Schritt der Durchführung von Signalpegeleinstellungen
eines Empfangskommunikationssignals und eines Sendekommunikationssignals aufweist,
indem ein gespeicherter Satz von Betriebsparametern ausgewählt wird, wobei
die Kommunikationssignale zwischen dem analogen Fernsprechapparat und dem Fernsprechvermittlungssystem
durch den Signalweg übermittelt werden. Gemäß eines zweiten Aspekts
der vorliegenden Erfindung wird eine adaptive
Schnittstellenvorrichtung zur Schnittstellenbildung zwischen einem
analogen Fernsprechapparat in einem Fernsprechvermittlungssystem bereitgestellt,
wobei die adaptive Schnittstellenvorrichtung aufweist:
- a) einen ersten Anschluß, der zur Kopplung der Vorrichtung mit Endleitungen
des Fernsprechvermittlungssystems konfiguriert ist, wobei das Fernsprechvermittlungssystem
ein privates Fernsprechvermittlungssystem ist;
- b) einen zweiten Anschluß, der zur Kopplung der Vorrichtung mit einem Fernsprechapparat
konfiguriert ist, wobei der Fernsprechapparat zur Kompatibilität mit dem Fernsprechvermittlungssystem
vorkonfiguriert ist;
- c) einen dritten Anschluß, der zur Kopplung der Vorrichtung mit dem analogen
Fernsprechapparat konfiguriert ist;
- d) eine Steuerschaltung, die in Verbindung mit dem ersten Anschluß, dem
zweiten Anschluß und dem dritten Anschluß steht, wobei die Steuerschaltung
eine lernende Schaltung aufweist, die eingerichtet ist, elektrische Messungen der
Endleitungen abzufragen, um aktive Endleitungen zu erkennen, wobei die Steuerschaltung
eingerichtet ist, ein Gleichstrom-Quellenwiderstandsverhältnis an Paaren aktiver
Endleitungen zu messen und die gemessenen Gleichstrom-Quellenwiderstandsverhältnisse
mit vorgespeicherten Werten zu vergleichen, wobei die Steuerschaltung ferner eingerichtet
ist, einen Aushängezustand zu emulieren, so daß das Fernsprechvermittlungssystem
ein Wähltonsignal erzeugt, die Steuerschaltung eingerichtet ist, den Wählton
einschließlich jedes Signals zu detektieren und zu überwachen, das durch
das Fernsprechvermittlungssystem erzeugt wird, und den Signalweg gemäß
eines Kommunikationsprotokolls zu konfigurieren, wobei die Steuerschaltung ferner
eingerichtet ist, den Signalpegel eines Empfangskommunikationssignals und eines
Sendekommunikationssignals einzustellen, indem ein gespeicherter Satz von Betriebsparametern
ausgewählt wird.
Die Erfindung ist ein adaptives Schnittstellen-Verfahren und eine
Vorrichtung zur Schnittstellenbildung zwischen einem analogen Zweidrahtfernsprechapparat,
wie einem Modem, einem Faxmodem, einem Faxgerät oder einer Telekonferenzvorrichtung,
oder einem analogen Vierdrahtfernsprechapparat, wie einem Kopfsprechhörer,
einem Mikrophonhörer oder einem Modem mit einer Nebenstellenanlage (PBX). Für
die Zwecke dieses Dokuments wird der Ausdruck „analoger Fernsprechapparat"
verwendet, um sowohl Zweidraht- als auch Vierdrahtfernsprechapparate zu bezeichnen.
Die erfindungsgemäße Schnittstellenvorrichtung ist zur Verwendung mit
einer Vielfalt von PBXs geeignet, die durch unterschiedliche Hersteller hergestellt
werden, ungeachtet der Unterschiede in den Signalisierungseigenschaften zwischen
der PBX und einem zugehörigen PBX-kompatiblen Fernsprechapparat. In einer bevorzugten
Ausführungsform benötigt die Erfindung keinen Zugang zu einem Mikrophonhöreranschluß
des PBX-kompatiblen Fernsprechapparats.
Eine PBX ist im allgemeinen mit einem zugehörigen PBX-kompatiblen
Fernsprechapparat über eine Zweidrahttelefonnebenanschlußleitung verbunden.
Eine Nebenanschlußleitung für ein hybrides Fernsprechvermittlungssystem
kann jedoch bis zu acht Drähte enthalten. In einer ersten Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sind sowohl die Schnittstellenvorrichtung als auch der
PBX-kompatible Fernsprechapparat mit der Nebenanschlußleitung
verbunden. Ein analoger Fernsprechapparat ist dann mit der Schnittstellenvorrichtung
verbunden. Der PBX-kompatible Fernsprechapparat kommuniziert mit der PBX, um der
PBX zu melden, daß eine Nebenanschlußleitung zum Empfang ankommender Anrufe
imstande ist. Zusätzlich kann der PBX-kompatible Fernsprechapparat Telefonanrufe
ohne Störung durch die Schnittstellenvorrichtung einleiten und empfangen.
Der analoge Fernsprechapparat kann ebenfalls Telefonanrufe einleiten
und empfangen. Um einen abgehenden Telefonanruf einzuleiten, der vom analogen Fernsprechapparat
herrührt, detektiert die Schnittstellenvorrichtung eine Stromaufnahme (eine
Wähltonanforderung) durch den analogen Fernsprechapparat, die auftritt, wenn
der analoge Fernsprechapparat ausgehängt wird. Folglich emuliert die Schnittstellenvorrichtung
aus der Perspektive des analogen Fernsprechapparats eine Fernsprechvermittlungsstelle.
Als Reaktion auf die Detektion, daß der analoge Fernsprechapparat ausgehängt
wird, überträgt die Schnittstellenvorrichtung eine geeignete Anweisung
an die PBX, zu emulieren, daß der PBX-kompatible Fernsprechapparat ausgehängt
wird. Dies wird erreicht, ohne den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat manuell abnehmen
zu müssen. Gemäß der ersten Ausführungsform wird eine Telefonnummer,
die angerufen werden soll, unter Verwendung einer Tastatur gewählt, die an
der Schnittstellenvorrichtung angeordnet ist.
Um einen ankommenden Anruf unter Verwendung eines analogen Fernsprechapparats
zu empfangen, empfängt die Schnittstellenvorrichtung eine Meldung des ankommenden
Anrufs, die durch die PBX gesendet wird und für den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat
bestimmt ist, der mit der entsprechenden Nebenanschlußleitung verbunden ist.
Wenn der analoge Fernsprechapparat dann ausgehängt wird, reagiert die Schnittstellenvorrichtung,
indem sie eine geeignete Anweisung an die PBX überträgt, zu emulieren,
daß der PBX-kompatible Fernsprechapparat ausgehängt wird. Dies wird ebenfalls
erreicht, ohne den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat manuell abnehmen zu müssen.
Sobald ein Telefonanruf mit dem analogen Fernsprechapparat über
die Schnittstellenvorrichtung verbunden ist, stellt die Schnittstellenvorrichtung
einen gegenseitigen Kommunikationsweg zwischen dem analogen Fernsprechapparat und
der PBX für Sprach- oder Modemsignale bereit. Folglich empfängt die Schnittstellenvorrichtung
Sprach- oder Modemsignale vom analogen Fernsprechapparat und wandelt sie in eine
Form um, die zum Empfang durch die PBX geeignet ist, und empfängt Sprach- oder
Modemsignale von der PBX und wandelt sie in eine Form um, die zum Empfang durch
den analogen Fernsprechapparat geeignet ist. Wenn die PBX zum Beispiel eine volldigitale
PBX ist, führt die Schnittstellenvorrichtung geeignete Analog-Digital- und
Digital-Analog-Umwandlungen durch.
Wenn ein ankommender oder abgehender Telefonanruf beendet ist, detektiert
die Schnittstellenvorrichtung, daß durch den analogen Fernsprechapparat kein
Strom mehr aufgenommen wird, was stattfindet, wenn der analoge Fernsprechapparat
in seinen Einhängezustand zurück gebracht wird. Als Reaktion überträgt
die Schnittstellenvorrichtung eine geeignete Anweisung an die PBX, zu emulieren,
daß der PBX-kompatible Fernsprechapparat in einen Einhängezustand zurückkehrt.
Eine zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten
Ausführungsform darin, daß die Tastatur, die am PBX-kompatiblen Fernsprechapparat
angeordnet ist, genutzt wird, um eine Telefonnummer zu wählen, die angerufen
werden soll. Gemäß der zweiten Ausführungsform muß keine Tastatur
an der Schnittstellenvorrichtung vorgesehen werden.
Eine dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten
und zweiten Ausführungsform darin, daß eine Tastatur, die am analogen
Fernsprechapparat angeordnet ist, genutzt werden kann, um eine Telefonnummer zu
wählen, die angerufen werden soll. Die Schnittstellenvorrichtung empfängt
Doppelton-Mehrfrequenz-(DTMF)-Signale, die durch den analogen Fernsprechapparat
erzeugt werden, wenn die Telefonnummer gewählt wird. Die Schnittstellenvorrichtung
wandelt diese Signale dann in ein Format um, das für die PBX geeignet ist.
Eine vierte Ausführungsform unterscheidet sich von den anderen
Ausführungsformen darin, daß die Schnittstellenvorrichtung mit der PBX
kommuniziert, um der PBX zu melden, daß der Fernsprechapparat, der mit der
Nebenanschlußleitung verbunden ist, zum Empfang von ankommenden Anrufen imstande
ist. Ähnlich zur dritten Ausführungsform kann die Tastatur, die am analogen
Fernsprechapparat angeordnet ist, genutzt werden, eine Telefonnummer zu wählen,
die angerufen werden soll. Folglich ist es in der vierten Ausführungsform nicht
erforderlich, daß ein PBX-kompatibler Fernsprechapparat mit der Nebenanschlußleitung
zusammen mit der Schnittstellenvorrichtung verbunden ist.
Um Sprach- und Zusatzsignale mit der PBX unter Verwendung eines Kommunikationsprotokolls
zu übertragen, das für die PBX geeignet ist, muß die Schnittstellenvorrichtung
die Eigenschaften der PBX „lernen". Wenn die Schnittstellenvorrichtung mit
der PBX gekoppelt wird, wird daher eine Lerntechnik durchgeführt.
Ein erster Schritt der Lerntechnik erfordert es, daß die Schnittstellenvorrichtung
feststellt, ob die Fernsprechanlage, mit der sie verbunden ist,
Sprachsignale als digitale Abtastwerte überträgt, wie eine volldigitale
PBX, oder nicht, oder ob die Fernsprechanlage Sprachsignale in einer analogen Form,
wie eine Hybrid-PBX, eine KTS oder eine Fernsprechvermittlungsstelle eines Fernsprechdienstanbieters
überträgt. Die Hauptfunktionen der Fernsprechapparate, die mit jedem dieser
Typen von Fernsprechvermittlungssystemen kompatibel sind, werden direkt durch das
zugehörige Fernsprechvermittlungssystem versorgt. Der Erfinder hat beobachtet,
daß sich die Stromversorgungseigenschaften für jeden Typ Fernsprechvermittlungssystem
relativ zu den modularen Schnittstellen-Anschlußklemmenorten und den effektiven
Gleichstrom-Quellenwiderständen unterscheiden. Folglich wird durch die Schnittstellenvorrichtung
eine Feststellung getroffen, die bis zu acht Anschlußklemmen abfragt, die mit
der Nebenanschlußleitung gekoppelt sind. Indem entdeckt wird, welche der abgefragten
Anschlußklemmen aktiv sind, unterscheidet die Schnittstellenvorrichtung zwischen
hybriden Fernsprechvermittlungssystemen und anderen Arten von Fernsprechvermittlungssystemen.
Unter der Voraussetzung, daß das Fernsprechvermittlungssystem ein Hybridsystem
ist, kann das besondere Modell oder der Hersteller im allgemeinen identifiziert
werden, indem entdeckt wird, welche abgefragten Anschlußklemmen aktiv sind.
Unter der Voraussetzung, daß das Fernsprechvermittlungssystem
kein Hybridsystem ist, werden bis zu drei Gleichstromquellenwiderstandsmessungen
für die Nebenanschlußleitung über die aktiven Anschlußklemmen
vorgenommen. Eine erste Messung ist eine unbelastete Gleichspannungsmessung. Für
die zweiten beiden Messungen wird die Nebenanschlußleitung durch abwechselnde
feste Widerstandslasten belastet. Die Schnittstelle vergleicht die Ergebnisse dieser
Messungen mit vorgespeicherten Werten, um festzustellen, ob das Fernsprechvermittlungssystem
ein volldigitales System oder ein analoges System ist.
Wenn das System Sprachsignale in einem Mehrdraht-Hybridformat überträgt,
konfiguriert sich die Schnittstellenvorrichtung entsprechend. Folglich ist es ein
nächster Schritt in der Lerntechnik, einen Aushängezustand zu emulieren.
Als Reaktion auf den emulierten Aushängezustand liefert die Hybrid- PBX ein
Wähltonsignal an die Empfangsleitungen der Nebenanschlußleitung. Die Schnittstellenvorrichtung
detektiert das Wähltonsignal und führt Pegeleinstellungen für sowohl
die Empfangs- als auch Sendesignalwege durch. Der Empfangssignalweg wird unter Verwendung
des Wähltonsignals konfiguriert, und der Sendeweg wird unter Verwendung eines
Satzes vorgespeicherter Parameter konfiguriert, die für die Hybrid-PBX geeignet
sind. Dies wird durch die Schnittstellenvorrichtung erreicht, die einen gespeicherten
Satz von Betriebsparametern aus mehreren solchen Sätzen auswählt.
Wenn das System Sprachsignale in einem analogen Format überträgt,
konfiguriert sich die Schnittstellenvorrichtung ebenfalls entsprechend. Folglich
ist es ein nächster Schritt in der Lerntechnik, einen Aushängezustand
zu emulieren. Als Reaktion auf den emulierten Aushängezustand liefert die analoge
PBX-Leitungskarte oder Fernsprechvermittlungsstelle ein Wähltonsignal an die
Schnittstellenvorrichtung. Die Schnittstellenvorrichtung detektiert das Wähltonsignal
und führt Pegeleinstellungen für sowohl die Empfangs- als auch Sendesignalwege
durch. Der Empfangsweg wird unter Verwendung des Wähltonsignals konfiguriert,
und der Sendeweg wird konfiguriert, indem ein objektiver Sendelautstärkebewertungs-(TOLR)-Empfindlichkeitspegel
implementiert wird.
Wenn das System andernfalls Sprachsignale als digitale Abtastwerte
überträgt, ist es ein nächster Schritt in der Lerntechnik, das Signalisierungsprotokoll
festzustellen, das zur Kommunikation zwischen der PBX und den zugehörigen PBX-kompatiblen
Fernsprechapparaten genutzt wird. Dies wird erreicht, indem die Schnittstellenvorrichtung
augenblicklich die Nebenanschlußleitung offen schaltet. Dann überwacht
die Schnittstellenvorrichtung die Signale, die zwischen der PBX und dem PBX-kompatiblen
Fernsprechapparat übertragen werden, die den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat
initialisieren und die der PBX melden, daß der PBX-kompatible Fernsprechapparat,
der mit der Nebenanschlußleitung verbunden ist, imstande ist, ankommende Anrufe
zu empfangen.
Dann konfiguriert sich die Schnittstellenvorrichtung beruhend auf
dieser Feststellung gemäß eines geeigneten Signalisierungsprotokolls.
Dies wird durch die Schnittstellenvorrichtung durchgeführt, die einen gespeicherten
Satz von Betriebsparametern aus mehreren solchen Sätzen wählt. Die Sätze
der Betriebsparameter sind in einer Speichervorrichtung in der Schnittstellenvorrichtung
vorgespeichert. Ein ausgewählter Satz von Betriebsparametern konfiguriert die
Schnittstellenvorrichtung so, daß sie mit der PBX unter Verwendung eines Protokolls
kommuniziert, das für die besondere PBX geeignet ist, die genutzt wird.
Folglich ermöglicht es die Lerntechnik, daß sich die Schnittstellenvorrichtung
automatisch an Variationen der Signalisierungseigenschaften zwischen der PBX und
PBX-kompatiblen Fernsprechapparaten zwischen den unterschiedlichen PBX-Herstellern
anpaßt.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 stellt ein schematisches Blockdiagramm
einer erfindungsgemäßen Schnittstellenvorrichtung dar, die mit einer PBX,
mit einem PBX-kompatiblen Fernsprechapparat und mit einem oder mehreren analogen
Fernsprechapparaten gekoppelt ist.
2 stellt ein schematisches Blockdiagramm des Schnittstellensteuerabschnitts
der erfindungsgemäßen Schnittstellenvorrichtung dar.
3 stellt ein Ablaufdiagramm eines erfindungsgemäßen
Lernalgorithmus dar.
4 stellt ein schematisches Diagramm einer erfindungsgemäßen
Schaltung zur Messung eines Quellenwiderstands der Nebenanschlußleitungen dar.
Detaillierte Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
1 stellt ein schematisches Blockdiagramm einer erfindungsgemäßen
Schnittstellenvorrichtung 100 dar, die mit einem Fernsprechvermittlungssystem
(PBX) 102, mit einem PBX-kompatiblen Fernsprechapparat 104, mit
einem analogen Zweidrahtfernsprechapparat 106 und mit einem analogen Vierdrahtfernsprechapparat
108 gekoppelt ist. Das Fernsprechvermittlungssystem 102 kann eine
volldigitale Nebenstellenanlage (PBX), eine Hybrid-PBX, eine Reihenanlage (KTS)
oder eine direkte Leitung von einer Fernsprechvermittlungsstelle 110 sein.
Für die Zwecke dieses Dokuments umfaßt der Ausdruck „PBX" alle
der oben aufgeführten Typen von Fernsprechvermittlungsanlagen. Und für
die Zwecke dieses Dokuments bezeichnet der Ausdruck „PBX-kompatibler Fernsprechapparat"
einen Fernsprechapparat 104, der spezifisch dazu bestimmt ist, direkt an
eine bestimmte PBX 102 angeschlossen zu werden. Typischerweise werden die
PBX 102 und der PBX-kompatible Fernsprechapparat 104 durch denselben
Hersteller geliefert. Obwohl mehrere Hersteller PBXs und entsprechende PBX-kompatible
Fernsprechapparate herstellen, ist ein durch einen Hersteller gelieferter PBX-kompatibler
Fernsprechapparat im allgemeinen nicht imstande, an eine PBX angeschlossen zu werden,
die durch einen anderen Hersteller geliefert wird.
Die PBX 102 ist mit einer Fernsprechvermittlungsstelle
110 eines Fernsprechdienstanbieters über eine oder mehrere Außenleitungen
112 gekoppelt und ist außerdem mit einem PBX-Anschluß
114 der Schnittstellenvorrichtung 100 über eine Nebenanschlußleitung
116 und eine Wandsteckdose 118 gekoppelt. Die Nebenanschlußleitung
116 ist für die meisten Typen von Fernsprechvermittlungssystemen eine
Zweidrahtleitung, jedoch kann die Nebenanschlußleitung 116 für
ein hybrides Vermittlungssystem bis zu acht Drähte enthalten.
Als ein Beispiel kann die PBX 102 zentral auf einem Betriebsgelände
wie in einem Betriebsraum oder Keller angeordnet sein. Es erstrecken sich mehrere
Nebenanschlußleitungen (es wird nur eine gezeigt – Nebenanschlußleitung
116) zu entsprechenden Wandsteckdosen (es wird nur eine gezeigt –
Wandsteckdose 118). Die Wandsteckdosen sind typischerweise über das
Betriebsgelände verteilt. Die Wandsteckdosen können sich in Büros
von Benutzern, Konferenzräumen und Empfangsbereichen befinden. Herkömmlicherweise
würde der PBX-kompatible Fernsprechapparat 104 in die Wandsteckdose
118 gesteckt. Erfindungsgemäß ist jedoch die Schnittstellenvorrichtung
100 in die Wandsteckdose 118 gesteckt, während der PBX-kompatible
Fernsprechapparat 104 in die Schnittstellenvorrichtung 100 gesteckt
ist.
Die Schnittstellenvorrichtung 100 umfaßt einen Schnittstellensteuerabschnitt
120, der mit der PBX 102 über den PBX-Anschluß
114 gekoppelt ist. Innerhalb der Schnittstellenvorrichtung 100
ist der PBX-Anschluß 114 mit dem Schnittstellensteuerabschnitt
120 und mit einer ersten Anschlußklemme eines Schalters SW1 gekoppelt.
Eine zweite Anschlußklemme des Schalters SW1 ist mit einem PBX-Telefonanschluß
122 gekoppelt. Der Schalter SW1 ist so gekoppelt, daß er durch den
Schnittstellensteuerabschnitt 120 gesteuert wird. Außerdem ist innerhalb
der Schnittstellenvorrichtung 100 der Schnittstellensteuerabschnitt
120 mit einem analogen Zweidrahttelefonanschluß 124 und mit
einem analogen Vierdrahttelefonanschluß 126 gekoppelt.
Außerhalb der Schnittstellenvorrichtung 100 ist der
PBX-kompatible Fernsprechapparat 104 in den PBX-Telefonanschluß
122 gesteckt, der analoge Zweidrahtfernsprechapparat 106 ist in
den Zweidrahtanschluß 124 gesteckt, und der analoge Vierdrahtfernsprechapparat
108 ist in den Vierdrahtanschluß 126 gesteckt. In bestimmten
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist es nicht immer notwendig,
daß der PBX-kompatible Fernsprechapparat 104 vorhanden ist, um die
Vorteile der vorliegenden Erfindung zu erzielen. Zusätzlich ist es nicht notwendig,
daß beide Fernsprechapparate 106, 108 vorhanden sind, um
die Vorteile der vorliegenden Erfindung zu erzielen.
Die Fernsprechapparate 106, 108 können jeweils
aus einem Modem, einem Faxmodem, einem Faxgerät, einer Telekonferenzvorrichtung,
einem Kopfsprechhörer, einem Mikrophonhörer oder einer anderen Art eines
herkömmlichen analogen Fernsprechapparats bestehen. Der Vierdrahtfernsprechapparat
108 unterscheidet sich vom Zweidrahtfernsprechapparat 106 hauptsächlich
darin, daß der Vierdrahtfernsprechapparat 108 analoge Signale über
ein erstes Paar Drähte sendet und analoge Signale über ein zweites Paar
Drähte empfängt (unidirektionale Signalisierung), wohingegen
der Zweidrahtfernsprechapparat 106 analoge Signale in beide Richtungen
(Senden und Empfangen) über ein einzelnes Paar Drähte überträgt
(bidirektionale Signalisierung).
2 stellt ein schematisches Blockdiagramm des Schnittstellensteuerabschnitts
120 der Schnittstellenvorrichtung 100 dar, die in 1
dargestellt wird. Ein Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200 ist mit
dem Zweidrahtanschluß 124 (1) gekoppelt.
Der Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200 liefert Gleichstrom an den
Anschluß 124 und detektiert den eingehängten/ausgehängten
Zustand des analogen Zweidrahtfernsprechapparats 106 (1)
abhängig davon, ob er Strom aus dem Fernsprechvermittlungsstellenemulator
200 aufnimmt. Der Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200 liefert
eine Anzeige des eingehängten/ausgehängten Zustands des analogen Zweidrahtfernsprechapparats
106 an einen Gabelschalterblock 202.
Der Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200 ist außerdem
mit einem Zwei-auf-Vierdrahtumsetzer 204 gekoppelt. Innerhalb des Fernsprechvermittlungsstellenemulators
200 werden Signale vom Zweidrahtanschluß 124 zum Zwei-auf-Vierdrahtumsetzer
204 geleitet. Der Zwei-auf-Vierdrahtumsetzer 204 kann eine herkömmliche
Schaltung sein, die allgemein als eine Hybridschaltung bekannt ist, die die bidirektionalen
Signale vom Zweidrahtanschluß 124 in getrennte Sende- und Empfangssignale
umwandelt. Diese getrennten Sende- und Empfangssignale vom Zwei-auf-Vierdrahtumsetzer
204 werden an einen TX/RX-Audioblock 206 gekoppelt.
Die Signale vom Vierdrahtanschluß 126 (1)
werden außerdem zum TX/RX-Audioblock 206 geleitet. Es ist keine Zwei-
auf-Verdrahtumsetzung für diese Signale erforderlich, da sie schon in Sende-
und Empfangskanäle aufgetrennt sind. Eine Anzeige des eingehängten/ausgehängten
Zustands für den Vierdrahtfernsprechapparat kann durch eine (nicht gezeigte)
Benutzerschnittstelle wie einen Ein/Aus-Schalter bereitgestellt werden, der mit
dem Gabelschalterblock 202 gekoppelt ist.
Der TX/RX-Audioblock 206 führt geeignete Pegeleinstellungen
sowohl für die Empfangs- als auch Sendesignalwege durch. Folglich enthält
der TX/RX-Audioblock 206 analoge Signalverarbeitungsschaltungen, wie Verstärker
mit steuerbarer Verstärkung. Der RX/TX-Audioblock 206 stellt sicher,
daß die Pegel der Sprach- oder Modemsignale, die von der PBX 102 (1)
empfangen werden, zur Kompatibilität mit dem analogen Fernsprechapparat
106 oder 108 (1) eingestellt werden,
und stellt sicher, daß die Pegel der Signale, die vom analogen Fernsprechapparat
106 oder 108 empfangen werden, zur Kompatibilität mit der
PBX 102 eingestellt werden.
Über den TX/RX-Audioblock 206 werden die getrennten
Sende- und Empfangssignale vom Zwei-auf-Vierdrahtumsetzer 204 und vom Vierdrahtanschluß
126 an einen Pulscode-Modulation-(PCM)-Codierer/Decodierer-(CODEC)-Block
208 und an einen analogen Leitungsschnittstellenblock 210 gekoppelt.
Vorzugsweise ist der PCM-CODEC-Block 208 abhängig davon selektiv aktiv
oder inaktiv, ob die PBX 102 (1) Sprach- oder
Modemsignale über die Nebenanschlußleitung 116 (1)
als digitale Abtastwerte überträgt oder ob die PBX 102 diese
Signale in einem analogen Format überträgt. Wenn die PBX 102
diese Signale als digitale Abtastwerte überträgt, dann ist der PCM-CODEC-Block
208 aktiv. Umgekehrt ist dann, wenn die PBX 102 diese Signale
in einem analogen Format überträgt, der CODEC-Block 208 inaktiv.
Unter der Voraussetzung, daß der PCM-CODEC-Block 208
aktiv ist, sind ein Digitalleitungstransceiver 212 und eine digitale Leitungsschnittstelle
214 ebenfalls aktiv. Der PCM-CODEC-Block 208 wandelt analoge Sprach-
oder Modemsignale, die vom TX/RX-Audioblock 206 empfangen werden, in einen
seriellen digitalen Datenstrom um. Vorzugsweise wird diese Umwandlung gemäß
A-LAW- oder &mgr;-LAW-Kompandierungstechniken durchgeführt. Der durch den
PCM-CODEC-Block 208 erzeugte serielle Datenstrom ist für das Sprach-
oder Modemsignal repräsentativ, das vom analogen Fernsprechapparat
106 oder 108 empfangen wird, und wird an den Digitalleitungstransceiver
212 geliefert.
Der Digitalleitungstransceiver 212 kombiniert dann die digital
abgetasteten Sprach- oder Modemsignale mit jedem notwenigen Zusatz- oder Befehlssignalen,
wodurch ein kombinierter serieller Datenstrom erzeugt wird. Zum Beispiel meldet
der Gabelschalterblock 202 dem Digitalleitungstransceiver 212
den eingehängten/ausgehängten Zustand des Fernsprechapparats
106 oder 108 (1). Der Digitalleitungstransceiver
212 reagiert, indem er einen geeigneten Befehl an die PBX 102
in den kombinierten seriellen Datenstrom einbaut.
Der kombinierte serielle Datenstrom, der durch den Digitalleitungstransceiver
212 erzeugt wird, wird dann an den digitalen Leitungsschnittstellenblock
214 geliefert. Der digitale Leitungsschnittstellenblock 214 überträgt
den kombinierten seriellen Datenstrom an die PBX über einen Lernblock
216. Die digitale Leitungsschnittstelle 214 wird vorzugsweise
durch den Lernblock 216 gesteuert.
Da der kombinierte serielle Datenstrom durch die PBX 102
(1) empfangen wird, muß er in einem Format vorliegen,
das mit der besonderen PBX 102 kompatibel und für sie verständlich
ist, die mit der Schnittstellenvorrichtung 100 gekoppelt ist. Zum Beispiel
müssen die Daten geeignet mit der PBX 102 synchronisiert
werden und müssen gemäß der Anforderungen der PBX 102 geeignet
komprimiert und codiert werden. Zusätzlich müssen Befehls- und Zusatzinformationen,
die im kombinierten seriellen Datenstrom enthalten sind, für die PBX
102 erkennbar sein.
Die spezifischen Parameter, die zur geeigneten Erzeugung des kombinierten
seriellen Datenstroms erforderlich sind, variieren jedoch im allgemeinen zwischen
den verschiedenen Herstellern von PBXs. Daher werden der PCM-CODEC-Block
208 und der Digitalleitungstransceiver 212 vorzugsweise vorkonfiguriert,
um eine Analog-Digital-Wandlung durchführen, die für die besondere PBX
102 geeignet ist, die an die Schnittstellenvorrichtung 100 gekoppelt
ist. Zusätzlich ist die digitale Leitungsschnittstelle 214 auch vorkonfiguriert,
den kombinierten seriellen Datenstrom zu erzeugen, der für die besondere PBX
102 geeignet ist, die an die Schnittstellenvorrichtung 100 gekoppelt
ist. Diese Vorkonfiguration des PCM CODEC 208, des Digitalleitungstransceivers
212 und der digitalen Leitungsschnittstelle 214 wird unter der
Steuerung des Lernblocks 216 und gemäß Daten durchgeführt,
die in herstellerspezifischen Protokollsätzen 218 gespeichert sind.
Die digitale Leitungsschnittstelle 214 empfängt einen
seriellen Strom digitaler Daten, die durch den PBX 102 erzeugt werden,
und liefert diesen seriellen Datenstrom an den Digitalleitungstransceiver
212. Der Digitalleitungstransceiver 212 trennt dann geeignet den
Zusatz und die Befehle von den Sprach- oder Modemsignalen und schickt die Sprach-
oder Modemsignale zum PCM CODEC 208 zur Decodierung. Um diese Funktion
geeignet auszuführen, wird der Digitalleitungstransceiver 212 unter
der Steuerung des Lernblocks 216 gemäß Daten vorkonfiguriert,
die im herstellerspezifischen Protokollblock 218 gespeichert sind.
Als Beispiel der Arbeitsweise des Digitalleitungstransceivers
212 erkennt der Digitalleitungstransceiver 212, wenn die PBX
10 anzeigt, daß ein ankommender Telefonanruf mit der Nebenanschlußleitung
116 verbunden werden soll, diesen Zustand und überträgt als Reaktion
diesen Zustand zum Detektionsblock für einen ankommenden Anruf 220.
Der Detektionsblock für einen ankommenden Anruf 220 benachrichtigt
dann den PCM-CODEC-Block 208, sich auf den Empfang digitaler Abtastwerte
vom Digitalleitungstransceiver 212 vorzubereiten. Der Detektionsblock für
einen ankommenden Anruf 220 kann außerdem den Fernsprechvermittlungsstellenemulator
200 benachrichtigen, ein Rufsignal an den analogen Zweidrahtfernsprechapparat
106 (1) zu senden.
Dann, wenn der analoge Zweidrahtfernsprechapparat 106 in
den ausgehängten Zustand geht, erkennt der Fernsprechvermittlungsstellenemulator
200 (2) diesen Zustand und benachrichtigt
als Reaktion den Gabelschalterblock 202. Alternativ benachrichtigt ein
manueller Schalter den Gabelschalterblock, wenn der analoge Vierdrahtfernsprechapparat
108 (1) ausgehängt wird. Der Gabelschalterblock
202 benachrichtigt dann geeignet den Digitalleitungstransceiver
212, der dann mit der PBX 102 kommuniziert, um zu emulieren, daß
der PBX-kompatible Fernsprechapparat 104 ausgehängt wird.
Der PCM-CODEC-Block 208 wandelt die digitalen Abtastwerte,
die vom Digitalleitungstransceiver 212 empfangen werden, in ein analoges
Signal um. Die digitalen Abtastwerte werden als ein ein Bit breiter Strom digitaler
Werte empfangen. Folglich wird die Umwandlung durch eine geeignete Analyse des empfangenen
Stroms digitaler Werte zu einer Reihe digitaler Werte durchgeführt, wobei jeder
digitale Wert eine geeignete Breite aufweist. Dann wird jede Komprimierung und/oder
Codierung, die durch die PBX 102 (1) durchgeführt
wird, umgekehrt. Schließlich wird das analoge Signal aus der Reihe digitaler
Werte rekonstruiert. Um diese Umwandlung geeignet auszuführen, wird der PCM-CODEC-Block
208 unter der Steuerung des Lernblocks 216 gemäß eines
herstellerspezifischen Formats und einer Synchronisation der digitalen Abtastwerte
vorkonfiguriert, die in den herstellerspezifischen Protokollblock 218 gespeichert
sind.
Die herstellerspezifischen Protokollsätze 218 umfassen
mehrere Sätze von Umwandlungsparametern, die für PBXs passen, durch die
mehrere unterschiedliche Hersteller hergestellt werden. Jeder Satz von Parametern
umfaßt Informationen, die ein geeignetes Format und die Synchronisation der
digitalen Abtastwerte, die Dekomprimierung und Decodierung der digitalen Abtastwerte,
die geeignete Komprimierung und Codierung der analogen Signale in digitale Abtastwerte,
die Erzeugung von Befehlen an die PBX 102 und die Erkennung von Befehlen
aus der PBX 102 betreffen. Im allgemeinen sind diese Parameter für
jeden PBX-Hersteller spezifisch.
Das analoge Signal, das durch den PCM-CODEC-Block 208 erzeugt
wird, wird an den TX/RX-Audioblock 206 zur Leitung an den Zweidrahtanschluß
124 über den Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200 und
an den Vierdrahtanschluß 126 geliefert.
Ein Leitungsfilter 222 ist mit der digitalen Leitungsschnittstelle
214 und mit der analogen Leitungsschnittstelle 210 gekoppelt,
um für die Schnittstellenvorrichtung 100 (1)
von der PBX 102 (1) über die Nebenanschlußleitung
116 (1) Versorgungsstrom zu erhalten. Die
Schnittstellenvorrichtung 100 kann auch von außen versorgt werden. Der
Leitungsfilter 222 filtert Frequenzkomponenten über einer vorbestimmten
Schwelle aus der Nebenanschlußleitung 116, wodurch eine ungeregelte
Gleichspannung erzeugt wird. Alternativ kann eine ungeregelte Gleichspannung aus
einer Batterieversorgung oder aus einer gleichgerichteten Wechselstromleitungsspannung
erhalten werden. Die ungeregelte Gleichspannung wird an eine Trennschaltstromversorgung
224 geliefert. Die Trennschaltstromversorgung 224 liefert Strom
an die Schaltungen der Schnittstellenvorrichtung 100, ist jedoch elektrisch
von der Stromquelle getrennt. Wenn der Digitalleitungstransceiver 212 aktiv
ist, liefert der Digitalleitungstransceiver 212 vorzugsweise ein Synchronisationssignal
an die Schaltstromversorgung 224. Dieses Synchronisationssignal steuert
das Schalten der Stromversorgung 224 so, daß es phasenverschoben zur
Digital-Analog-Abtastung stattfindet, die durch den PCM-CODEC-Block 208
durchgeführt wird, um Abtastfehler zu minimieren, die durch Schaltstörungen
verursacht werden.
Unter der Voraussetzung, daß die PBX 102 Sprach- oder
Modemsignale in einem analogen Format überträgt, wie wenn eine analoge
Leitungskarte in der PBX 102 verwendet wird oder wenn die PBX
102 ein Hybridvermittlungssystem ist, ist der PCM-CODEC-Block
208 vorzugsweise inaktiv. Die analoge Leitungsschnittstelle 210
empfängt analoge Signale von der PBX 102 über einen bidirektionalen
Kommunikationsweg durch den Lernblock 216. Der analoge Leitungsschnittstellenblock
210 wandelt die bidirektionalen Signale in getrennte unidirektionale Sende-
und Empfangssignalwege um. Folglich werden die analogen Signale zwischen den analogen
Leitungsschnittstellenblock 210 und dem TX/RX-Block 206 über
getrennte unidirektionale Signalwege übertragen.
Getrennte unidirektionale Sende- und Empfangssignalwege verbinden
den TX/RX-Audioblock 206 mit dem Vierdrahtfernsprechapparat 108
(1). Für den Zweidrahtfernsprechapparat
106 (1) wandelt der Zwei-auf-Vierdrahtumsetzer
204 die getrennten unidirektionalen Signalwege, die mit dem TX/RX-Audioblock
206 gekoppelt sind, durch den Fernsprechvermittlungsstellenemulator
200 in einen bidirektionalen Signalweg um.
Der analoge Leitungsschnittstellenblock 210 überwacht
die Signale, die von der PBX (1) herrühren, zur
Detektion von Befehlen von der PBX. Zum Beispiel detektiert der analoge Leitungsschnittstellenblock
224, ob ein ankommender Anruf mit der Nebenanschlußleitung
116 verbunden werden soll. Unter der Voraussetzung, daß der analoge
Leitungsschnittstellenblock 224 einen ankommenden Anruf detektiert, meldet
der analoge Leitungsschnittstellenblock 224 dem Detektionsblock für
einen ankommenden Anruf 220 diesen Zustand. Der Detektionsblock für
einen ankommenden Anruf 220 benachrichtigt dann den TX/RX-Audioblock
206, sich auf dem Empfang ankommender Sprachsignale von der PBX
102 (1) vorzubereiten. Als Reaktion kann der
Detektionsblock für einen ankommenden Anruf 220 auch den Fernsprechvermittlungsstellenemulator
200 benachrichtigen, ein Rufsignal an den analogen Zweidrahtfernsprechapparat
106 zu senden.
Der analoge Leitungsschnittstellenblock 210 kombiniert auch
die analogen Sprach- oder Modemsignale, die vom TX/RX-Audioblock 206 empfangen
werden, mit allen notwendigen Zusatz- oder Befehlssignalen. Zum Beispiel meldet
der Gabelschalterblock 202 der analogen Leitungsschnittstelle
210 den eingehängten/ausgehängten Zustand des Fernsprechapparats
106 oder 108 (1). Die analoge Leitungsschnittstelle
210 antwortet, indem sie einen geeigneten Befehl an die PBX 102
sendet, zum Beispiel indem sie einen Gleichstrom aus der PBX 102 aufnimmt.
Man beachte, daß für eine Hybrid-PBX die Zusatz- und Befehlssignale,
die an die PBX 102 gesendet werden, in der Form von seriellen oder parallelen
digitalen Daten vorliegen können, obwohl die Sprach- oder Modemsignale in einem
analogen Format übertragen werden. Im allgemeinen werden die Zusatz- und Befehlssignale
für ein Hybridsystem über Leitungen in der Nebenanschlußleitung
116 (1) übertragen, die von den Leitungen
getrennt sind, die zur Übertragung von Sprachsignalen genutzt werden. Wie erwähnt,
werden dann, wenn die PBX 102 ein Hybridvermittlungssystem ist, die Sprachsignale
zwischen der PBX 102 und den analogen Fernsprechapparat über die analoge
Leitungsschnittstelle 210 und den TX/RX-Audioblock 206 übertragen.
Für ein Hybridvermittlungssystem ist jedoch ein Hybridschnittstellenblock
226 zur Kommunikation von Zusatz- und Befehlssignalen mit der PBX
102 vorgesehen. Der Hybridschnittstellenblock 226 wird vorzugsweise
unter der Steuerung des Lernblocks 216 und gemäß Daten vorkonfiguriert,
die in den herstellerspezifischen Protokollsätzen 218 gespeichert
sind.
Als ein Beispiel der Arbeitsweise des Hybridschnittstellenblocks
226 benachrichtet der Hybridschnittstellenblock 226 den Detektionsblock
für einen ankommenden Anruf 220, wenn die PBX 102 einen Befehl
sendet, daß ein ankommender Anruf zur Nebenanschlußleitung 116
geleitet werden soll. Außerdem fordert der Hybridschnittstellenblock
226 einen Wählton von der PBX 102 an, wenn der Gabelschalterblock
202 dem Hybridschnittstellenblock 226 anzeigt, daß der analoge
Fernsprechapparat 106 oder 108 (1)
ausgehängt ist.
Es ist auch ein FSK-Modem 232 mit den herstellerspezifischen
Protokollsätzen 218 gekoppelt. Das FSK-Modem
232 ermöglicht es, daß Aktualisierungen, Hinzufügungen oder
Modifikationen an den herstellerspezifischen Protokollsätzen 218 von
einem entfernten Ort über eine Fernsprechleitungsverbindung vorgenommen werden.
Gemäß einer ersten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung sind eine Tastatur 228 und ein Doppelton-Mehrfrequenz-(DTMF)-Generator
230 zur Einleitung von Telefonanrufen vom analogen Fernsprechapparat
106 oder 108 (1) vorgesehen. Die
Tastatur 228 ist mit dem DTMF-Generator 230 gekoppelt. Der DTMF-Generator
230 ist mit dem TX/RX-Audioblock 206 und mit dem PCM-CODEC-Block
208 gekoppelt. Um zum Beispiel einen Telefonanruf einzuleiten, wird der
analoge Zweidraht-Fernsprechapparat 106 ausgehängt. Als Reaktion meldet
die Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200 dem Gabelschalterblock
202 diesen Zustand. Der Gabelschalterblock 202 benachrichtigt
dann die analoge Leitungsschnittstelle 210, den Digitalleitungstransceiver
212 und die Hybridleitungsschnittstelle 226. Ein aktiver der analogen
Leitungsschnittstelle 210 oder des Digitalleitungstransceivers
212 sendet dann einen geeigneten Befehl an die PBX 102 (1),
um den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat 104 (1)
zu emulieren, der ausgehängt wird. Sobald die PBX erkennt, daß ein Anruf
eingeleitet werden soll, wird die Tastatur 228genutzt, um die Telefonnummer
zu wählen, die angerufen werden soll. Der DTMF-Generator 230 erzeugt
dann Doppeltöne für jede Ziffer einer Telefonnummer, die durch die Tastatur
228 gewählt wird.
In einer alternativen Ausführungsform ist die Tastatur
228 durch einen Spracherkennungsblock ersetzt, der die Sprachbefehle eines
Benutzers in Signale umwandelt, die zur Steuerung des DTMF-Generatorblocks
230 passen. Eine solche Ausführungsform könnte zum Beispiel genutzt
werden, damit die Hände des Benutzers frei bleiben, um andere Aufgaben auszuführen,
oder könnte durch Personen genutzt werden, die über einen begrenzten Gebrauch
ihrer Hände verfügen.
Die Doppeltöne werden dann durch den DTMF-Generator
230 an den TX/RX-Audioblock 206 und an den PCM-CODEC-Block
208 geliefert. Unter der Voraussetzung, daß die PBX 102 eine
analoge Schnittstelle aufweist, werden die Doppeltöne durch die analoge Leitungsschnittstelle
210 und den Lernblock 216 zur PBX 102 geschickt. Andernfalls
werden unter der Voraussetzung, daß der PCM-CODEC-Block 208 aktiv
ist, die Doppeltöne gemäß des Protokolls umgewandelt, das für
die bestimmte PBX 102 (1) benötigt wird,
die genutzt wird. Folglich ist der PCM-CODEC-Block 208 für diese Umwandlung
unter der Steuerung des Lernblocks 216 und gemäß Daten vorkonfiguriert,
die in den herstellerspezifischen Protokollsätzen 218 gespeichert
sind. Die geeignet umgewandelten Doppeltöne werden dann über den Digitalleitungstransceiver
212, die digitale Leitungsschnittstelle 214 und den Lernblock
216 an die PBX 102 geschickt.
Eine zweite Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten
Ausführungsform darin, daß die Tastatur, die am PBX-kompatiblen Fernsprechapparat
104 (1) angeordnet ist, genutzt wird, um eine
Telefonnummer zu wählen, die angerufen werden soll. Gemäß der zweiten
Ausführungsform müssen daher keine Tastatur 228 (2)
und kein DTMF-Generator (2) 230 vorgesehen
werden.
Eine dritte Ausführungsform unterscheidet sich von der ersten
und zweiten Ausführungsform darin, daß eine Tastatur, die am analogen
Fernsprechapparat 106 oder 108 (2)
angeordnet ist, genutzt werden kann, um eine Telefonnummer zu wählen, die angerufen
werden soll. Die Schnittstellenvorrichtung 100 (1)
empfängt Doppelton-Mehrfrequenz-(DTMF)-Signale, die durch die analoge Fernsprechvorrichtung
106 oder 108 (1) erzeugt werden,
wenn die Telefonnummer gewählt wird. Ein aktiver des TX/RX-Audioblocks
206 (2) oder des PCM-CODEC 208 (2)
wandelt dann diese Signale in ein für die PBX 102 (1)
geeignetes Format um.
Eine vierte Ausführungsform unterscheidet sich von den anderen
Ausführungsformen darin, daß die Schnittstellenvorrichtung 100
(1) mit der PBX 102 (1)
kommuniziert, um der PBX 102 zu melden, daß die Nebenanschlußleitung
116 (1) zum Empfang von ankommenden Anrufen
imstande ist. Eine Tastatur, die am analogen Fernsprechapparat 106 oder
108 (1) oder der Tastatur 226 (2)
angeordnet ist, kann genutzt werden, um eine Telefonnummer zu wählen, die angerufen
werden soll. Folglich ist es in der dritten Ausführungsform nicht notwendig,
daß ein PBX-kompatibler Fernsprechapparat 104 (1)
mit der Nebenanschlußleitung 116 zusammen mit der Schnittstellenvorrichtung
100 (1) verbunden ist. In dieser Ausführungsform
ist jedoch ein PBX-kompatibler Fernsprechapparat 104 zur geeigneten Konfiguration
der Schnittstellenvorrichtung 100 erforderlich. Sobald die Schnittstellenvorrichtung
100 geeignet konfiguriert ist, kann der PBX-kompatible Fernsprechapparat
104 von der Schnittstellenvorrichtung 100 getrennt werden.
Wenn ein ankommender oder abgehender Telefonanruf beendet ist, detektiert
die Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200 (2)
der Schnittstellenvorrichtung 100 (1), daß
kein Strom mehr durch den analogen Fernsprechapparat 106 oder
108 aufgenommen wird, wie es vorkommt, wenn der analoge Fernsprechapparat
106 oder 108 in seinen Einhängezustand zurückgebracht
wird. Als Reaktion erkennt der Fernsprechvermittlungsstellenemulator 200
(2) diesen Zustand und benachrichtigt den Gabelschalterblock
202 (2). Der Gabelschalterblock
202 benachrichtigt dann einen aktiven des Digitalleitungstransceivers
212 oder der analogen Leitungsschnittstelle 210, der dann mit
der PBX 102 kommuniziert, um zu emulieren, daß der PBX-kompatible
Fernsprechapparat 104 in seinen Einhängezustand zurückkehrt.
Um die Schnittstellenvorrichtung 100 (1)
geeignet zu konfigurieren, insbesondere damit der PCM-CODEC-Block 208,
der Digitalleitungstransceiver 212, der TX/RX-Audioblock 206,
die Hybridleitungsschnittstelle 226 und der analoge Leitungsschnittstellenblock
210 mit der PBX 102 (1) gemäß
eines Kommunikationsprotokolls kommunizieren, das zur besonderen PBX 102
paßt, die verwendet wird, muß die Schnittstellenvorrichtung
100 die Eigenschaften der PBX 102 „lernen". Um dies zu
erreichen, führt die Schnittstellenvorrichtung 100 einen Lernalgorithmus
aus.
3 stellt ein Ablaufdiagramm eines Lernalgorithmus dar,
der dem Betrieb des erfindungsgemäßen Lernblocks 216 (2)
steuert. Der Lernalgorithmus wird zur geeigneten Konfiguration der Schnittstellenvorrichtung
100 (1) eingeleitet. So führt der Logikschaltungskomplex,
der im Lernblock 216 enthalten ist, die Funktion der Feststellung durch,
ob das Fernsprechvermittlungssystem 102 Sprachsignale als digitale Abtastwerte
oder in einem analogen Format überträgt. Zusätzlich führt der
im Lernblock 216 enthaltene Logikschaltungskomplex in Verbindung mit Daten,
die in den herstellerspezifischen Protokollsätzen 218 (2)
gespeichert sind, die Funktionen der Identifikation eines Kommunikationsprotokolls,
das durch die Fernsprechvermittlungssystem 102 genutzt wird, und die Konfiguration
der Schnittstellenvorrichtung 100 gemäß des Protokolls aus. Es
wird jedoch deutlich werden, daß ein Mikroprozessor oder eine Kontrollerschaltung,
die gemäß eines gespeicherten Softwareprogramms arbeitet, dieselben Funktionen
ausführen könnte.
Als Beispiel stellt der Lernalgorithmus fest, welcher oder welche
des digitalen Leitungsschnittstellenblocks 214, des analogen Leitungsschnittstellenblocks
210 und des Hybridleitungsschnittstellenblocks 226 aktiv sein
soll. Der Lernalgorithmus kann jedesmal eingeleitet werden, wenn der Schnittstellenvorrichtung
100 Strom zugeführt wird. Alternativ wird der Lernalgorithmus jedesmal
eingeleitet, wenn eine Rücksetzsteuereingabe an den Lernblock 216
(2) angelegt wird. Zum Beispiel kann die Steuereingabe
als Reaktion darauf erfolgen, daß ein Benutzer einen Knopf der Schnittstellenvorrichtung
100 drückt.
Zu Beginn bewegt sich der Lernalgorithmus von einem Zustand
300 zu einem Zustand 302. Vorzugsweise stellt der Lernalgorithmus
fest, ob die PBX 102 (1), mit der die Schnittstellenvorrichtung
100 (1) verbunden ist, Sprachsignale als digitale
Abtastwerte überträgt, wie ein volldigitales PBX, oder ob die Fernsprechanlage
Sprachsignale in einer analogen Form überträgt, wie eine Hybrid-PBX oder
eine KTS. Man beachte, daß auch eine Fernsprechvermittlungsstelle eines Fernsprechdienstanbieters
Sprachsignale in analoger Form überträgt. Folglich konfiguriert der Lernalgorithmus
unter der Voraussetzung, daß die Schnittstellenvorrichtung 100 vielmehr
direkt mit einer Fernsprechvermittlungsstelle 110 (1)
eines Fernsprechdienstanbieters als mit einer PBX 102 (1)
verbunden ist, die Schnittstellenvorrichtung 100 geeignet.
Der Erfinder hat beobachtet, daß sich die Stromversorgungseigenschaften
der Nebenanschlußleitungen 116 (1) für
jeden dieser Typen von Fernsprechvermittlungssystemen relativ zu den modularen Schnittstellen-Anschlußklemmenorten
und den effektiven Gleichstrom-Quellenwiderständen unterscheiden, die über
den PBX-Anschluß 114 (1) gemessen werden.
Zum Beispiel weist ein Hybridvermittlungssystem im allgemeinen mehr aktive Drähte
in den Nebenanschlußleitungen 116 auf, als dies eine analoge Leitungsschnittstelle
zu einem PBX oder eine volldigitale Schnittstelle zu einem PBX tut. Zusätzlich
ist der Gleichstrom-Quellenwiderstand für eine analoge Schnittstelle in der
Regel höher als ein Gleichstrom-Quellenwiderstand für eine volldigitale
Schnittstelle.
Folglich fragt im Zustand 302 die Schnittstellenvorrichtung
bis zu acht Anschlußklemmen des Anschlusses 114 ab. Dies wird ausgeführt,
indem über den PBX-Anschluß 114 (1)
eine Spannung an ausgewählten Paaren der Drähte gemessen wird, die in
der Nebenanschlußleitung 116 enthalten sind. Indem festgestellt wird,
welche der abgefragten Anschlußklemmen aktiv ist, unterscheidet die Schnittstellenvorrichtung
100 (1) zwischen Hybridfernsprechvermittlungssystemen
und anderen Typen von Fernsprechvermittlungssystemen. Unter der Voraussetzung, daß
die PBX 102 ein Hybridsystem ist, kann das bestimmte Modell oder der Hersteller
im allgemeinen identifiziert werden, indem festgestellt wird, welche abgefragten
Anschlußklemmen aktiv sind.
Sobald der Schritt des Abfragens vollendet ist, bewegt sich der Lernalgorithmus
vom Zustand 302 zum Zustand 304. Beruhend auf den Ergebnissen
des im Zustand 302 ausgeführten Abfragens stellt der Lernalgorithmus
fest, ob die PBX eine Hybrid-PBX ist oder nicht.
Unter der Voraussetzung, daß das Vermittlungssystem gemäß
eines Mehrdraht-Hybridformats kommuniziert, bewegt sich der Lernalgorithmus vom
Zustand 304 zu einem Zustand 306. Im Zustand 306
emuliert die Schnittstellenvorrichtung 100 einen Aushängezustand.
Dann bewegt sich der Lernalgorithmus vom Zustand 306 zu einem Zustand
308. Als Reaktion auf den emulierten Aushängezustand wird erwartet,
daß die Hybrid-PBX ein Wähltonsignal an die Empfangsdrähte der Nebenanschlußleitung
116 liefert. Wenn die Schnittstellenvorrichtung 100 das Wähltonsignal
im Zustand 308 nicht detektiert, zeigt dies an, daß eine fehlerhafte
Messung im Zustand 302 durchgeführt worden ist. Daher kehrt der Lernalgorithmus
vom Zustand 308 in den Zustand 302 zurück, wo die Messungen
wiederholt werden. Wenn die Schnittstellenvorrichtung 100 nach einer vorbestimmten
Anzahl von Versuchen nicht geeignet konfiguriert worden ist, dann zeigt die Schnittstellenvorrichtung
100 vorzugsweise eine Fehlerbedingung an.
Unter der Voraussetzung, daß die Schnittstellenvorrichtung
100 im Zustand 308 das Wähltonsignal detektiert, bewegt sich
die Schnittstellenvorrichtung 100 zu einem Zustand 310. Im Zustand
310 konfiguriert sich die Schnittstellenvorrichtung 100 für
einen hybride Schnittstelle, indem sie Pegeleinstellungen für sowohl die Empfangs-
als auch Sendesignalwege durch den TX/RX-Audioblock 206 (2)
ausführt. Der Empfangssignalweg wird unter Verwendung des Wähltonsignals
konfiguriert, und der Sendesignalweg wird gemäß eines ausgewählten
Satzes von Parametern, die zur Hybrid-PBX passen, aus den herstellerspezifischen
Protokollsätzen 218 konfiguriert. Dies konfiguriert die Schnittstellenvorrichtung
100 geeignet, um eine Sprachkommunikation zwischen der PBX 102
(1) und dem analogen Fernsprechapparat 106
oder 108 (1) bereitzustellen. Zusätzlich
wird im Zustand 310 die Hybridleitungsschnittstelle 226 (2)
gemäß Parametern geeignet konfiguriert, die in den herstellerspezifischen
Protokollsätzen 218 gespeichert sind, um einen Zusatz und Befehle
an die PBX 102 zu übertragen. Sobald die Schnittstellenvorrichtung
100 im Zustand 310 geeignet konfiguriert worden ist, bewegt sich
der Lernalgorithmus zu einem Zustand 312, der besagt, daß der Lernalgorithmus
vollendet ist. Außerdem werden im Zustand 312 die im Zustand
310 erhaltenen Konfigurationsparameter in einem nichtflüchtigen Speicher
wie einem seriellen EEPROM gespeichert, so daß sie im Fall eines Stromausfalls
nicht verloren gehen.
Unter der Voraussetzung, daß im Zustand 304 festgestellt
wird, daß die PBX 102 (1) kein Hybridsystem
ist, bewegt sich der Lernalgorithmus vom Zustand 304 zu einem Zustand
314. Da die PBX 102 keine Hybrid-PBX ist, kann die Schnittstelle
zur PBX 102 eine analoge Schnittstelle sein, wie im Fall einer analogen
Leitungskarte oder einer Fernsprechvermittlungsstelle. Alternativ kann die Schnittstelle
zur PBX 102 eine digitale Schnittstelle sein, wie im Fall einer volldigitalen
PBX. Auf jeden Fall wird erwartet, daß die Nebenanschlußleitung
116 (1) nur zwei aktive Drähte aufweist.
Der Erfinder hat beobachtet, daß ein Unterschied zwischen den
Arten der Fernsprechanlagen in einem Gleichstrom-Quellenwiderstand liegt, der über
die beiden aktiven Drähte der Nebenanschlußleitungen 116 (1)
gemessen wird. Zum Beispiel liefert eine Fernsprechvermittlungsstelle eines Fernsprechdienstanbieters
typischerweise eine unbelastete Leitungsspannung von 48 Volt Gleichspannung. Ein
Quellenwiderstand hängt von der Entfernung zur Fernsprechvermittlungsstelle
ab, jedoch sind 1300 Ohm typisch. Volldigitale PBXs weisen im allgemeinen unbelastete
Leitungsspannungen zwischen 14 und 48 Volt Gleichspannung mit Quellenwiderständen
zwischen 30 und 60 Ohm auf. Es kann daher erkannt werden, daß PBXs, die Sprachsignale
als digitale Abtastwerte übertragen, im allgemeinen einen sehr viel niedrigeren
Quellenwiderstand als eine Fernsprechvermittlungsstelle oder eine PBX aufweisen,
die Sprachsignale in einem analogen Format überträgt. Daher wird die Feststellung,
ob die PBX 102 (1) Sprachsignale als digitaler
Abtastwerte oder in einer analogen Form überträgt, durch eine effektive
Messung des Gleichstrom-Quellenwiderstands erreicht.
4 stellt ein schematisches Diagramm einer erfindungsgemäßen
Schaltung zur Messung eines Quellenwiderstands der Nebenanschlußleitungen
116 (1) dar. Durch die PBX 102 (1)
wird über einen Reihenwiderstand Rsource eine Gleichspannung Vsource bereitgestellt.
Durch den Lernblock 216 der Schnittstellenvorrichtung 100 (1)
wird eine Gleichspannung Vline empfangen. Ein Schalter SW2 koppelt selektiv eine
der drei Widerstandslasten an die Nebenanschlußleitungen 116. Eine
erste Last LOAD1 weist einen großen Widerstandswert auf (z.B. größer
als 20 MOhm oder offene Leitung), um die Nebenanschlußleitung im wesentlichen
unbelastet zu lassen. Die zweiten und dritten Lasten LOAD2 und LOAD3 weisen wechselnde
Werte auf, die niedriger als der Wert von LOAD1 sind, um die Nebenanschlußleitungen
in veränderlichen Ausmaßen zu belasten. Zum Beispiel kann der Wert von
LOAD2 mit einem erwarteten Wert des Quellenwiderstands Rsource für eine analoge
Schnittstelle (z.B. annähernd 1 KOhm) vergleichbar sein, während der Wert
von LOAD3 mit einem erwarteten Wert des Quellenwiderstands Rsource für eine
volldigitale Schnittstelle (z.B. annähernd 50 Ohm) vergleichbar sein kann,
jedoch ist es vorzugsweise ein höherer Widerstand, um jeden potentiellen übermäßigen
Stromfluß zu vermeiden.
Im Zustand 314 werden drei Gleichstrom-Quellenwiderstandsmessungen
für die Nebenanschlußleitung 116 (1)
über die beiden aktiven Anschlußklemmen des PBX-Anschlusses
114 (1) vorgenommen. Eine erste Messung ist
eine unbelastete Gleichspannungsmessung. Für diese Messung
ist der Schalter SW2 mit dem ersten Widerstand LOAD1 gekoppelt, und der resultierende
Pegel der Spannung Vline wird detektiert. Entsprechend ist für die zweite Messung
der Schalter SW2 mit dem zweiten Widerstand LOAD2 gekoppelt, und der resultierende
Pegel der Spannung Vline wird detektiert. Für die dritte Messung ist der Schalter
SW2 mit dem dritten Widerstand LOAD3 gekoppelt, und der resultierende Pegel der
Spannung Vline wird detektiert. Für jede Messung wird der Wert von Vline durch
die relativen Werte von Rsource und dem Widerstandswert, der mit Schalter SW2 gekoppelt
ist, durch Spannungsteilung beeinflußt.
Dann bewegt sich der Lernalgorithmus vom Zustand 314 zu einem
Zustand 316. Da die Ergebnisse der im Zustand 314 vorgenommenen
Messungen für die Werte von Rsource und Vsource im Zustand 316 kennzeichnend
sind, vergleicht die Schnittstellenvorrichtung 100 die Ergebnisse dieser
Messungen oder deren Verhältnisse mit vorgespeicherten Werten, um festzustellen,
ob das Fernsprechvermittlungssystem ein volldigitales System oder ein analoges System
ist.
Wenn der im Zustand 316 vorgenommene Vergleich anzeigt, daß
die PBX 102 (1) Sprachsignale als digitale
Abtastwerte überträgt, ist es ein nächster Schritt im Lernalgorithmus,
das Signalisierungsprotokoll zu bestimmen, das zur Kommunikation zwischen der PBX
102 und dem zugehörigen PBX-kompatiblen Fernsprechapparat
104 (1) genutzt wird. Folglich bewegt sich
der Lernalgorithmus vom Zustand 316 zu einem Zustand 318.
Im Zustand 318 trennt die Schnittstellenvorrichtung
100 (1) augenblicklich den PBX-kompatiblen
Fernsprechapparat 104 (1) von der Nebenanschlußleitung
116 (1), indem sie augenblicklich den Schalter
SW1 (1) öffnet und dann den Schalter SW1 schließt.
Dann bewegt sich der Lernalgorithmus vom Zustand 318 zu einem Zustand
320.
Die PBX 102 (1) detektiert,
daß der PBX-kompatible Fernsprechapparat 104 von den Nebenanschlußleitungen
116 getrennt und dann wieder verbunden worden ist. Als Reaktion kommuniziert
die PBX 102 mit dem PBX-kompatiblen Fernsprechapparat 104, um
den PBX-kompatiblen Fernsprechapparat 104 zu initialisieren. Diese Initialisierungssignale
unterscheiden sich zwischen den Herstellern und Modellen der PBXs. Daher liefern
sie eine Identifikation (eine „Signatur"), durch die der bestimmte PBX-Hersteller
und das Modell erkannt werden können.
Im Zustand 320 überwacht die Schnittstellenvorrichtung
100 (1) die Identifikation, die durch diese
Initialisierungssignale geliefert wird, die zwischen der PBX 102 (1)
und dem PBX-kompatiblen Fernsprechapparat 104 (1)
übertragen werden, und vergleicht sie mit einer vorgespeicherten Identifikation.
Jede vorgespeicherte Identifikation ist in den herstellerspezifischen Protokollsätzen
218 in Verbindung mit einem entsprechenden der Parametersätze gespeichert,
die zur geeigneten Konfiguration der Schnittstellenvorrichtung 100 (1)
genutzt werden. Dann bewegt sich der Lernalgorithmus zu einem Zustand
322. Unter der Voraussetzung, daß die Schnittstellenvorrichtung
100 die Identifikation (die „Signatur") erkennt, die durch die Initialisierungssignale
geliefert wird, konfiguriert sich die Schnittstellenvorrichtung 100 gemäß
des geeigneten Signalisierungsprotokolls. Folglich bewegt sich der Lernalgorithmus
vom Zustand 320 zu einem Zustand 322.
Im Zustand 322 wählt der Lernblock 216 einen
geeignet gespeicherten Satz von Betriebsparametern aus mehreren solchen Sätzen
aus, die im herstellerspezifischen Protokollsätzen 218 vorgespeichert
sind, und konfiguriert den PCM CODEC 208 und den Digitalleitungstransceiver
212 gemäß des ausgewählten Satzes geeignet. Dann bewegt
sich der Lernalgorithmus vom Zustand 324 zu einem Zustand 326.
In der bevorzugten Ausführungsform wird sobald die Schnittstellenvorrichtung
100 (1) für die bestimmte PBX
102 (1) geeignet konfiguriert ist, die genutzt
wird, eine Verifikation durchgeführt. Daher sendet im Zustand 326
die Schnittstellenvorrichtung 100 einen Befehl an die PBX 102
(1), der simuliert, daß der PBX-kompatible Fernsprechapparat
104 (1) ausgehängt wird. Dann bewegt
sich der Lernalgorithmus vom Zustand 326 zu einem Zustand 328.
Im Zustand 328 stellt die Schnittstellenvorrichtung 100 fest,
ob die PBX 102 als Reaktion auf den Befehl, der im Zustand 324
gesendet wird, einen Wählton liefert. Unter der Voraussetzung, daß ein
Wählton detektiert wird, bewegt sich der Lernalgorithmus zum Zustand
330, der besagt, daß der Lernalgorithmus vollendet ist. Außerdem
werden im Zustand 330 die Protokoll- und Systemkonfigurationsparameter
vorzugsweise in einem nichtflüchtigen Speicher wie einem seriellen EEPROM gespeichert,
so daß sie im Fall eines Stromausfalls nicht verloren gehen.
Alternativ kehrt der Lernalgorithmus, wenn im Zustand 328
keinen Wählton detektiert wird, oder wenn im Zustand 322 die Schnittstellenvorrichtung
100 die Identifikation (die „Signatur") nicht erkennt, in den Zustand
302 zurück, und der Lernalgorithmus beginnt erneut. Wenn die Schnittstellenvorrichtung
100 nach einer vorbestimmten Anzahl von Versuchen nicht geeignet konfiguriert
ist, dann zeigt die Schnittstellenvorrichtung 100 vorzugsweise einen Fehlerzustand
an.
Unter der Voraussetzung, daß die PBX 102 (1)
Sprachsignale in einem analogen Format überträgt, konfiguriert sich die
Schnittstellenvorrichtung 100 (1) entsprechend.
Wenn folglich im Zustand 316 festgestellt wird, daß die PBX
102 Sprachsignale in einem analogen Format überträgt, bewegt
sich der Lernalgorithmus vom Zustand 316 zu einem Zustand 332.
Im Zustand 332 emuliert die Schnittstellenvorrichtung 100 einen
Aushängezustand. In der bevorzugten Ausführungsform wird dies erreicht,
indem ein geeigneter Widerstand an den Nebenanschlußleitungen 116
angeordnet wird, so daß die PBX 102 eine Stromaufnahme über die
Nebenanschlußleitungen 116 abtastet. Dann bewegt sich der Lernalgorithmus
vom Zustand 332 zu einem Zustand 334.
Es wird als Reaktion auf den emulierten Aushängezustand erwartet,
daß die PBX 102 (1) ein Wähltonsignal
an die Nebenanschlußleitungen 116 (1)
liefert. Folglich stellt im Zustand 334 die Schnittstellenvorrichtung
100 fest, ob der Wählton detektiert wird. Unter der Voraussetzung,
daß der Wählton detektiert wird, bewegt sich der Lernalgorithmus vom Zustand
334 zu einem Zustand 336.
Im Zustand 336 und beruhend auf dem Pegel des Wähltonsignals
führt die Schnittstellenvorrichtung 100 Pegeleinstellungen für
sowohl die Empfangs- als auch Sendesignalwege durch den TX/RX-Audioblock
206 der Schnittstellenvorrichtung 100 durch. Der Empfangsweg wird
geeignet konfiguriert, wobei zuerst der Wählton genutzt wird. Dann wird unter
Verwendung von Rückhöreigenschaften, die die Empfangs- und Sendewege verknüpfen,
der Sendeweg geeignet konfiguriert. Der Sendeweg wird vorzugsweise konfiguriert,
indem objektive Sendelautstärkebewertungs-(TOLR)-Empfindlichkeitspegel implementiert
werden.
Sobald die Sende- und Empfangswege geeignet konfiguriert worden sind,
bewegt sich der Lernalgorithmus zum Zustand 338, der besagt, daß der
Lernalgorithmus vollendet ist. Außerdem werden im Zustand 338 die
Protokoll- und Systemkonfigurationsparameter vorzugsweise in einem nichtflüchtigen
Speicher wie einem seriellen EEPROM gespeichert, so daß sie im Fall eines Stromausfalls
nicht verloren gehen.
Die vorliegende Erfindung ist in Form spezifischer Ausführungsformen
beschrieben worden, die Details enthalten, um das Verständnis der Prinzipien
des Aufbaus und der Arbeitsweise der Erfindung zu erleichtern. Es wird Fachleuten
klar sein, daß Modifikationen innerhalb des Rahmens der hierzu beigefügten
Ansprüche in der zur Veranschaulichung gewählten Ausführungsform
vorgenommen werden können. Insbesondere wird einem üblichen Fachmann klar
sein, daß das Verfahren und die Vorrichtung, die oben offenbart werden, für
die bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung nur veranschaulichend
sind.