ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
Die vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung von Halbleiterbauelementen.
Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere verbesserte Techniken zum Herstellen
von elektrisch durchschmelzbaren Fuses auf einem Halbleitersubstrat.
Fuses werden seit langem in integrierten Schaltungen verwendet. Eine
Fuse umfaßt in der Regel einen Fuseabschnitt, der aus einem Fusematerial ausgebildet
ist, das über verschiedene Mechanismen in einen nichtleitenden Zustand versetzt
werden kann. Wenn sich die Fuse in ihrem leitenden Zustand befindet, kann ein elektrischer
Strom durch den Fuseabschnitt fließen. Wenn die Fuse durchgeschmolzen wird,
d.h. nichtleitend wird, wird ein offener Kreis erzeugt, durch den sehr wenig Strom,
wenn überhaupt, fließen kann.
Zu beispielhaften Verwendungen von Fuses zählen beispielsweise
das Schützen von empfindlichen Abschnitten der integrierten Schaltung während
der Herstellung, um zu verhindern, daß ein Ladungsaufbau die empfindlichen
Elektronikbauelemente darauf beschädigt. Nachdem die integrierte Schaltung
hergestellt ist, kann die Fuse durchgeschmolzen werden, um den Stromweg zu durchtrennen,
und der resultierende IC kann so verwendet werden, als wenn der Stromweg niemals
existierte. Fuses können beispielsweise auch dazu verwendet werden, die Adressbits
eines redundanten Elements in einem DRAM-(dynamischer Direktzugriffsspeicher)-Array
zu setzen, um der Decodierschaltung die Adresse des fehlerhaften Hauptspeicherarrayelements
zu spezifizieren. Mit dem von den Fuses gelieferten Informationen kann das redundante
Element dann dazu verwendet werden, das fehlerhafte Hauptspeicherarrayelement zu
ersetzen.
Wenngleich es heutzutage viele Fusedesigns gibt, haben zwei Arten
von Fuses weite Akzeptanz gefunden: laserdurchschmelzbare Fuses und elektrisch durchschmelzbare
Fuses. Bei laserdurchschmelzbaren Fuses werden die Fuses in der Regel an oder in
der Nähe der Oberfläche der integrierten Schaltung ausgebildet. Ein auf
das Fusematerial auftreffender Laserstrahl macht den Fuseabschnitt nichtleitend,
wodurch verhindert wird, daß Strom hindurchfließt. Wenngleich laserdurchschmelzbare
Fuses relativ leicht hergestellt werden können, gibt es Nachteile. Beispielsweise
sind die laserdurchschmelzbaren Fuses im allgemeinen oberflächenorientiert,
was dem Design des IC eine Beschränkung auferlegt. Zudem belegen laserdurchschmelzbare
Fuses im allgemeinen eine große Menge Raum auf der IC-Oberfläche, da benachbarte
Fuses oder Bauelemente nicht zu eng an der Fuse plaziert werden dürfen oder
aber riskieren, von dem Laserstrahl während der Fusesetzoperation unbeabsichtigt
beschädigt zu werden.
Elektrisch durchschmelzbare Fuses müssen andererseits nicht an
oder in der Nähe der Oberfläche der integrierten Schaltung plaziert werden.
Dementsprechend geben sie den Designern größere Freiheit bei der Fuseplazierung.
Im allgemeinen sind sie kleiner als laserdurchschmelzbare Fuses, wodurch sie sich
in hohem Maße für den Einsatz in modernen hochdichten integrierten Schaltungen
eignen.
Bei einer typischen, elektrisch durchschmelzbaren Fuse ist der Fuseabschnitt,
in der Regel aus einem Material ausgebildet, das seinen Zustand von leitend zu nichtleitend
ändert, wenn ein einen vordefinierten Schwellwert übersteigender Strom
hindurchgeschickt wird, in der Regel in einem dielektrischen Mikrohohlraum angeordnet,
d.h. einer abgedichteten hohlen Kammer in einer dielektrischen Schicht. Der Mikrohohlraum
selbst wird in der Regel in einem mehrstufigen Prozeß ausgebildet, was herkömmlicherweise
im Stand der Technik einen oder mehrere Photolithographieschritte erfordert.
Zur Erleichterung der Erörterung veranschaulichen 1
und 2 den Prozeß nach dem Stand der Technik zum
Ausbilden einer elektrisch durchschmelzbaren Fuse. Unter anfänglicher Bezugnahme
auf 1 ist ein Fuseabschnitt 102 auf einem
Substrat 104 angeordnet gezeigt. Der Fuseabschnitt 102 umfaßt
in der Regel einen aus einem geeigneten Fusematerial wie etwa einem dotierten Polysilizium
oder Metall hergestellten Leiter. Aus Gründen, die in Kürze offenbart
werden, ist der Fuseabschnitt in der Regel mit einer Siliziumnitridschicht verkappt.
Wie erwähnt, ist der Fuseabschnitt 102 so bemessen und
konfiguriert, daß, wenn ein einen vordefinierten Stromwert übersteigender
Strom durch den Fuseabschnitt 102 fließt, er in einen nichtleitenden
Zustand wechselt, um im wesentlichen zu verhindern, daß Strom danach durchfließt.
Das Substrat 104 stellt in der Regel eine Oxidschicht dar und kann beliebige
andere Strukturen der integrierten Schaltung enthalten. Beispielsweise und nicht
als Einschränkung kann das Substrat 104 ein Gateoxid oder sogar eine
beliebige Oxidschicht über einem STI-(Shallow Trench Isolation – flache
Grabenisolation)-Bereich darstellen. Über dem Fuseabschnitt 102 wird
eine weitere Oxidschicht 106 konform abgeschieden. Eine Siliziumnitridschicht
108 wird dann über der Oxidschicht 106 abgeschieden.
Über der Siliziumnitridschicht 108 wird eine Photolackschicht
110 abgeschieden und strukturiert, um eine Öffnung 112 auszubilden.
Die strukturierte Photolackmaske 110 wird dann verwendet, um durch die
Siliziumnitridschicht 108 hindurchzuätzen, damit ein
Abschnitt der Oxidschicht 106 übendem Fuseabschnitt 102 exponiert
wird. Nach dem Ausbilden einer Öffnung in der Siliziumnitridschicht
108 wird eine nachfolgende isotrope Ätzung vorgenommen, um den Mikrohohlraum
herzustellen. Wie offensichtlich ist, wirkt die Siliziumnitridschicht
108 des isotropen Ätzens und des Mikrohohlraums 202 als eine
Hartmaske.
In 2 ist der Mikrohohlraum
202 isotrop aus der Oxidschicht 106 durch die Öffnung in
der Siliziumnitridschicht 108 geätzt worden. Das Mikrohohlraumätzen
verwendet bevorzugt einen Ätzprozeß, der sowohl gegenüber dem Linermaterial
des Fuseabschnitts 102 als auch der Siliziumnitridschicht 108
selektiv ist.
Nach der Ausbildung des Mikrohohlraums 202 wird dann eine
Plugschicht 206, z.B. eine weitere Oxidschicht, abgeschieden. Der Abscheidungsprozeß,
der die Plugschicht 206 ausbildet, ist derart, daß die Öffnung
in der Siliziumnitridschicht mit dem Plugmaterial verschlossen wird, während
der Mikrohohlraum 202 hohl bleibt. Somit ist der Fuseabschnitt
102 im wesentlichen nach der Abscheidung der Plugschicht 206 innerhalb
des Mikrohohlraums 202 eingeschlossen. Dementsprechend wird etwaiges Teilchenmaterial,
das möglicherweise entsteht, wenn der Fuseabschnitt 102 durchgeschmolzen
wird, innerhalb des Mikrohohlraums 202 eingeschlossen gehalten, wodurch
jede Möglichkeit einer Teilchenkontamination der IC-Oberfläche auf ein
Minimum reduziert oder im wesentlichen eliminiert wird.
Es hat sich jedoch herausgestellt, daß der herkömmliche
Prozeß des Ausbildens einer elektrisch durchschmelzbaren Fuse 100
einige Nachteile aufweist. Insbesondere erfordert die bisherige Technik zum Ausbilden
elektrisch durchschmelzbarer Fuses mindestens einen Photolithographieschritt zum
Strukturieren einer Hartmaske aus der Siliziumnitridschicht 108. Wie der
Fachmann weiß, ist Photolithographie ein aufwendiger Prozeß und ist deshalb
unter einem Kostenaspekt im allgemeinen unerwünscht. Zudem wird, wenn die Dichte
der integrierten Schaltung zunimmt und ihre Strukturmerkmalsgrößen abnehmen,
eine genaue Ausrichtung problematisch. Als Beispiel: Wenn die Breite des Fuseabschnitts
102 abnimmt und die benachbarten Fuses und/oder Bauelemente enger zusammengepackt
werden, wird die genaue Ausrichtung der Öffnung 112 in der Photolackschicht
110 auf den Fuseabschnitt 102 zunehmend schwierig. Diese und andere,
von dem Photolithographieschritt präsentierten Herausforderungen machen die
Herstellung von elektrisch durchschmelzbaren Fuses 100 unnötig teuer
und in einigen Fällen sogar prohibitiv teuer.
Angesichts des oben Gesagten gibt es erwünschte verbesserte Techniken
zum Herstellen elektrisch durchschmelzbarer Fuses. Insbesondere gibt es erwünschte
verbesserte Techniken zum Ausbilden elektrisch durchschmelzbarer Fuses, die nicht
den Einsatz eines Photolithographieschritts zum Ausbilden einer Hartmaske für
die nachfolgende Mikrohohlraumätzung erfordern.
Aus dem Patentabstract of Japan 01-295439
ist das Ausbilden eines Hohlraums zumindest am oberen Teil oder unteren Teil eines
schmalen Gebiets bekannt, das als Teil einer Verdrahtungsschicht einer Fuse vorgesehen
ist.
Aus US 4,675,984 ist ein Verfahren
zum Exponieren nur der oberen Oberfläche eines schmalen Mesa bekannt, wobei
eine Schutzschicht sehr präzise auf einem sehr schmalen Mesa für das spätere
Dotieren von Bereichen neben dem Mesa, ohne das Mesa selbst zu dotieren, ausgebildet
werden kann. Eine Variation der Erfindung beinhaltet das Ausbilden einer Öffnung
direkt über dem schmalen Mesa, so daß ein Kontakt nur an der oberen Oberfläche
des Mesa hergestellt werden kann oder der obere Abschnitt des Mesa unabhängig
von Oberflächen neben dem Mesa dotiert werden kann.
KURZE DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer elektrisch
durchschmelzbaren Fuse auf einem Halbleitersubstrat. Das Verfahren beinhaltet das
Ausbilden eines Fuseabschnitts auf dem Halbleitersubstrat. Der Fuseabschnitt ist
so konfiguriert, daß er im wesentlichen nichtleitend wird, wenn ein einen vorbestimmten
Strompegel übersteigender Strom durch den Fuseabschnitt fließt. Das Verfahren
beinhaltet auch das Abscheiden einer im wesentlichen konformen ersten Schicht aus
dielektrischem Material über dem Fuseabschnitt und Abscheiden einer zweiten
Schicht aus dielektrischem Material über der ersten Schicht, wobei die erste
Schicht und die zweite Schicht dadurch einen Vorsprung aus dielektrischem Material
über dem Fuseabschnitt ausbilden. Die zweite Schicht umfaßt ein Material,
zu dem die erste Schicht selektiv geätzt werden kann.
Das Verfahren beinhaltet weiterhin das Durchführen eines chemisch-mechanischen
Polierens auf dem Vorsprung zum Ausbilden einer Öffnung durch die zweite Schicht.
Enthalten ist auch das Ätzen eines Abschnitts der ersten Schicht auf im wesentlichen
isotrope Weise durch die Öffnung zum Ausbilden eines Mikrohohlraums um den
Fuseabschnitt herum. Das Ätzen ist im wesentlichen selektiv zu der zweiten
Schicht und dem Fuseabschnitt. Enthalten ist außerdem das Abscheiden einer
im wesentlichen konformen dritten Schicht aus dielektrischem Material über
der zweiten Schicht, wodurch die Öffnung in der zweiten Schicht geschlossen
wird.
Bei einer Ausführungsform betrifft die Erfindung ein Verfahren
wie oben beschrieben, wobei die zweite Schicht aus dielektrischem Material konform
über der ersten Schicht abgeschieden wird.
Diese und weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden unten
in der ausführlichen Beschreibung der Erfindung und in Verbindung mit den folgenden
Figuren ausführlicher beschrieben.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die vorliegende Erfindung wird beispielhaft und nicht als Einschränkung
in den Figuren der beiliegenden Zeichnungen veranschaulicht, in denen sich gleiche
Bezugszahlen auf ähnliche Elemente beziehen. Es zeigen:
1 und 2 zur Erleichterung
der Erörterung die herkömmliche bisherige Technik zum Ausbilden einer
elektrisch durchschmelzbaren Fuse auf einem IC,
3, 4, 5
und 6 gemäß einem Aspekt der vorliegenden
Erfindung die verbesserte Technik zum Ausbilden einer elektrisch durchschmelzbaren
Fuse auf einem IC,
7 gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung
die Schritte zum Ausbilden der elektrisch durchschmelzbaren Fuse von 6.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf einige wenige
Ausführungsformen davon, wie in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, ausführlich
beschrieben. In der folgenden Beschreibung sind zahlreiche spezifische Details dargelegt,
damit man ein eingehendes Verständnis der vorliegenden Erfindung erlangt. Für
den Fachmann ist jedoch offensichtlich, daß die vorliegende Erfindung ohne
einige oder alle diese spezifischen Details ausgeübt werden kann. In anderen
Fällen sind wohlbekannte Prozeßschritte und/oder Strukturen nicht ausführlich
beschrieben worden, um die vorliegende Erfindung nicht unnötig zu verdunkeln.
Nach einer Ausführungsform werden Techniken bereitgestellt zum
Ausbilden von in einem IC verwendeten elektrisch durchschmelzbaren Fuses. Ein derartiger
IC enthält einen Direktzugriffsspeicher (RAM), einen dynamischen Direktzugriffsspeicher
(DRAM), einen synchronen DRAM (SDRAM) und einen Festwertspeicher (ROM). Zu anderen
Arten von ICs zählen applikationsspezifische integrierte Schaltungen (ASICs)
oder eine beliebige Logikschaltung. In der Regel sind mehrere ICs parallel auf dem
Wafer ausgebildet. Nach dem Abschluß der Bearbeitung wird der Wafer zersägt,
um die ICs in individuelle Chips zu trennen. Die Chips werden dann gekapselt, was
zu einem Endprodukt führt, das beispielsweise in Verbraucherprodukten wie etwa
Computersystemen, Mobiltelefonen, PDAs (Personal Digital Assistant) und anderen
Elektronikprodukten verwendet wird. Die elektrisch durchschmelzbaren Fuses werden
ausgebildet, ohne daß der Einsatz eines Photolithographieschritts zum Erzeugen
einer Hartmaske für die nachfolgende Mikrohohlraumätzung erforderlich
ist. Bei einer Ausführungsform wird die Öffnung in der Hartmaske durch
Abtragen oder Polieren durch die Hartmaskenschicht unter Verwendung eines relativ
kurzen CMP-(chemisch-mechanisches Polieren)-Schritts erreicht.
Die Erfindung nutzt die intrinsische Tendenz des CMP-Prozesses, isolierte
hohe Stellen auf der Substratoberfläche anzugreifen, um das Ausrichtungsproblem
zu lösen, d.h. die Ausrichtung der Hartmaskenöffnung auf den darunterliegenden
Fuseabschnitt. Es ist vorteilhafterweise erkannt worden, daß, da die hohen
Stellen oder Vorsprünge über dem Fuseabschnitt durch Verwendung der Abscheidung
einer konformen dielektrischen Schicht ausgebildet werden, der CMP-Prozeß die
abgetragene Stelle, d.h. die Öffnung in der Nähe der hohen Stelle, automatisch
auf den darunterliegenden Fuseabschnitt ausrichtet. Nachdem die Öffnung hergestellt
ist, kann eine nachfolgende Mikrohohlraumätzung verwendet werden, um den Mikrohohlraum
für die Fuse herzustellen.
Die Merkmale und Vorteile der Erfindung lassen sich unter Bezugnahme
auf die Figuren, die folgen, besser verstehen. Die 3,
4, 5 und 6
veranschaulichen gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung die verbesserte
Technik zum Ausbilden elektrisch durchschmelzbarer Fuses. Wie in den 1
und 2 ist wieder ein Fuseabschnitt 102 über
dem Substrat 104 in 3 angeordnet gezeigt.
Wie bereits erwähnt umfaßt der Fuseabschnitt 102 bevorzugt einen
Leiter, der aus einem entsprechenden Fusematerial wie etwa Polysilizium oder Metall
ausgebildet ist. Polysilizium wird bei einigen Anwendungen als das Fusematerial
bevorzugt, da es ein größeres thermisches Budget bieten kann. Bei einer
Ausführungsform kann der Fuseabschnitt 102 verwendet werden, die Gatestrukturen
von Transistoren zu schützen, und kann deshalb aus den gleichen Schichten ausgebildet
sein, die zum Ausbilden der Gateelektroden von Transistoren verwendet werden. Bei
einigen dieser Anwendungen kann eine Schicht aus Wolframsilizid oder Titansilizid
die Schicht aus Fusematerial bedecken. Ein Siliziumnitridliner kann vorgesehen sein,
um den Fuseabschnitt 102 zu verkapseln und vor dem Angriff in der folgenden
Mikrohohlraumätzung zu schützen. Bei einer beispielhaften Anwendung kann
die Fusestruktur etwa 500–600 Nanometer (5000–6000 Angstrom) dick
sein.
Über dem Fuseabschnitt 102 und dem Substrat
104 ist eine erste dielektrische Schicht 302 konform abgeschieden.
Bei einer beispielhaften Anwendung kann die erste dielektrische Schicht
302 etwa 800–900 Nanomater (8000–9000 Angstrom) dick sein.
Die erste dielektrische Schicht 302 kann aus einem beliebigen geeigneten
dielektrischen Material ausgebildet sein, das konform über dem Fuseabschnitt
102 und Substrat 104 abgeschieden werden kann. Bei einer Ausführungsform
stellt die erste dielektrische Schicht 302 eine Schicht aus Borphosphorsilikat-(BPSG)-Glas
dar. Die erste dielektrische Schicht 302 kann auch eine Schicht aus Phosphordotiertem
Silikatglas (PSG) oder Phosphor-dotiertem hochdichtem Oxid (PHDP-Oxid) sein. Bei
der ersten dielektrischen Schicht 302 kann es sich tatsächlich um
eine beliebige dotierte Oxidschicht oder eine beliebige Art geeigneten konformen
dielektrischen Materials handeln. Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
stellt die erste dielektrische Schicht eine durch einen herkömmlichen HDPD-(High
Density Plasma Deposition)-Prozeß abgeschiedene Schicht aus Glas dar. Wie der
Ausdruck hier verwendet wird, bezieht sich HDPD auf die Abscheidung von Material
in einer Niederdruckplasma-CVD-Kammer, die zum gleichzeitigen Abscheiden und Sputtern
nicht nur eine Quellenleistung, sondern auch eine Biasleistung verwendet. Der HDP-Film
bedeckt konform den Fuseabschnitt 102, während kleinere, eng beabstandetere
Strukturmerkmale auf dem IC im wesentlichen planarisiert werden.
Über der ersten dielektrischen Schicht 302 wird eine
zweite dielektrische Schicht 304 abgeschieden. Die Dicke der zweiten dielektrischen
Schicht reicht aus, um als eine Ätzmaske für das spätere Ätzen
zu dienen, das einen Mikrohohlraum innerhalb der ersten dielektrischen Schicht
302 bildet. Die Dicke der zweiten dielektrischen Schicht 304 kann
etwa 100 Nanometer (1000 Angstrom) betragen. Die zweite dielektrische Schicht
304 besteht aus einem Material, zu dem die erste dielektrische Schicht
selektiv geätzt werden kann. Das heißt, das Ätzen entfernt effektiv
die erste dielektrische Schicht, ohne die zweite dielektrische Schicht zu entfernen.
Bei einer Ausführungsform besteht die zweite dielektrische Schicht
304 aus Siliziumnitrid. Es kann auch anderes geeignetes dielektrisches
Material verwendet werden, zu dem die erste dielektrische Schicht selektiv geätzt
werden kann.
Veranschaulichend wird die zweite dielektrische Schicht konform über
der ersten dielektrischen Schicht abgeschieden. Als solches wird die Topographie
der darunterliegenden Schicht in der abgeschiedenen Schicht widergespiegelt, was
zu einem Vorsprung auf der Oberfläche des Substrats führt. Wegen des darunterliegenden
Fuseabschnitts wird der Vorsprung direkt über dem Fuseabschnitt 102
ausgebildet, wie in 3 gezeigt. Es eignet sich auch
eine nicht-konform abgeschiedene zweite dielektrische Schicht. Wenn eine nicht-konforme
Schicht abgeschieden wird, spiegelt sich die Topographie der darunterliegenden Schicht
nicht darin wider.
In 4 wird zum Polieren oder Abtragen
des Vorsprungs über dem Fuseabschnitt 102, um die zweite dielektrische
Schicht 304 zu durchbrechen und einen Abschnitt der ersten dielektrischen
Schicht 302 dem nachfolgenden Mikrohohlraumätzen zu exponieren, ein
chemisch-mechanischer Polierschritt (CMP) verwendet. Die Öffnung in der zweiten
dielektrischen Schicht 304 ist in 4 als Öffnung
408 gezeigt. Die Erfindung verwendet bei einer Ausführungsform die
erste dielektrische Schicht 302 als eine CMP-Stoppschicht. Mit anderen
Worten stoppt der CMP-Prozeß, sobald die darunterliegende erste dielektrische
Schicht 302 exponiert ist, oder kurz danach. Im allgemeinen kann der CMP-Schritt
relativ kurz sein, was den Durchsatz im allgemeinen verbessert, z.B. etwa 10–60
Sekunden in einigen Fällen. Wie der Fachmann versteht, wird der CMP-Schritt
auf nicht-naheliegende Weise bei der Ausbildung der Hartmaske verwendet, mit der
danach der Mikrohohlraum in der ersten dielektrischen Schicht 302 geätzt
wird. Bei Ausführungsformen, die eine nicht-konforme zweite dielektrische Schicht
verwenden, kann die CMP-Zeit verlängert sein, da möglicherweise mehr Material
entfernt werden muß, bevor die darunterliegende erste dielektrische Schicht
exponiert wird.
In 5 ist ein Mikrohohlraum durch die
Öffnung 408 in der Hartmaske/zweiten dielektrischen Schicht
304 in die erste dielektrische Schicht 302 geätzt worden.
Der Mikrohohlraumätzschritt ist bevorzugt so ausgelegt, daß er die zweite
dielektrische Schicht 304 und den Fuseabschnitt 102 nicht unnötig
angreift. Da die zweite dielektrische Schicht 304 und der den Fuseabschnitt
102 verkapselnde Schutzliner bei einer Ausführungsform aus einem Siliziumnitridmaterial
hergestellt sind, verwendet die Mikrohohlraumätzung bevorzugt ein Ätzmittel,
das Siliziumnitrid nicht unnötig angreift. Bei einer Ausführungsform funktioniert
eine (z.B. isotrope) HF-Naßätzung gut für eine erste dielektrische
BPSG-Schicht 302. Das isotrope Ätzen ist jedoch keine Anforderung,
und das Ätzen kann auf eine etwa anisotrope Weise durchgeführt werden,
solange dieses Ätzen zu einem Mikrohohlraum führt, der später abgedichtet
werden kann.
In 6 ist eine dritte dielektrische Schicht
606 über der zweiten dielektrischen Schicht 304 abgeschieden.
Die dritte dielektrische Schicht 606 kann beispielsweise eine LPCVD-(Low
Pressure Chemical Vapor Deposition)-Oxidschicht oder LPCVD-TEOS darstellen. Die
dritte dielektrische Schicht 606 stellt eine dielektrische Plugschicht
dar, deren Abscheidungsprozeß so konfiguriert ist, daß die Öffnung
408 in der zweiten dielektrischen Schicht 304 abgedichtet wird,
ohne den Mikrohohlraum 502 mit dielektrischem Material
zu füllen, wodurch der Mikrohohlraum 502 gegenüber dem Rest der
integrierten Schaltung verschlossen wird. Wenn der Fuseabschnitt 102 durchgeschmolzen
wird, wird etwaiges Teilchenmaterial, das entsteht, vorteilhafterweise innerhalb
des Mikrohohlraums 502 gehalten, wodurch Teilchenkontaminationsprobleme
während des Fusesetzprozesses auf ein Minimum reduziert oder im wesentlichen
eliminiert werden.
7 veranschaulicht gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung die bei der Ausbildung einer typischen elektrisch durchschmelzbaren
Fuse verwendeten Schritte. Im Schritt 702 wird ein Substrat bereitgestellt.
Wie erwähnt kann das Substrat ein Siliziumsubstrat darstellen, auf dem bereits
Bauelemente ausgebildet worden sind. Im Schritt 704 wird ein Fuseabschnitt,
zum Beispiel ein aus einem Fusematerial ausgebildeter Leiter, ausgebildet. In den
Schritten 706 und 708 werden die erste und zweite dielektrische
Schicht konform abgeschieden. Im Schritt 710 wird ein CMP-Schritt verwendet,
um durch die zweite dielektrische Schicht an der vorstehenden Stelle zu polieren,
um einen Abschnitt der darunterliegenden ersten dielektrischen Schicht zu exponieren.
Im Schritt 712 wird ein Mikrohohlraumätzschritt verwendet, um einen
Mikrohohlraum in der ersten dielektrischen Schicht durch die Öffnung in der
Hartmaske/zweiten dielektrischen Schicht zu ätzen, während die Hartmaske
und der Fuseabschnitt im wesentlichen ungeätzt bleiben. Im Schritt
714 wird eine eine Plugschicht darstellende dritte dielektrische Schicht
abgeschieden, um die Öffnung in der Hartmaske/zweiten dielektrischen Schicht
zu verschließen, wodurch der Mikrohohlraum gegenüber der Außenseite
abgedichtet wird.
Wie sich aus dem oben Gesagten versteht, wurde der im Stand der Technik
zum Ausbilden einer Hartmaske aus der zweiten dielektrischen Schicht 304
verwendete Photolithographieschritt eliminiert. Dementsprechend sind vorteilhafterweise
auch die mit dem Photolithographieschritt assoziierten hohen Kosten und Ausrichtungsprobleme
eliminiert. Auf nicht-naheliegende Weise verwendet die vorliegende Erfindung ein
chemisch-mechanisches Polieren (CMP) als eine Maskenausbildungstechnik. Die Verwendung
von CMP als eine Maskenausbildungstechnik ist nicht-naheliegend, da CMP in der Regel
als ein Planarisierungsschritt betrachtet wird, das heißt, nicht als ein Schritt
zum Ausbilden selektiver ausgerichteter Öffnungen in einer Schicht. Zudem wäre
es nicht-naheliegend, CMP zum Ausbilden einer Hartmaske zu verwenden, da CMP im
allgemeinen von Prozeßingenieuren nicht begünstigt wird, da die CMP-Materialentfernungstiefe
sich im allgemeinen schwierig steuern läßt und auf dem Substrat Kratzer
entstehen können, wenn der CMP-Prozeß nicht sorgfältig ausgelegt
ist. Die Verwendung eines CMP-Schritts ist auch nicht-naheliegend, da CMP im allgemeinen
Teilchenmaterie (in Form einer Aufschlämmung) erzeugt, was nachfolgende Reinigungsschritte
erfordert und von Prozeßingenieuren deshalb im allgemeinen nicht erwünscht
ist. Zudem weisen die meisten Herstellungsanlagen keine CMP-Werkzeuge auf. Dementsprechend
würden die meisten Prozeßingenieure CMP nicht als einen Prozeß zum
Herstellen einer Hartmaske ansehen.
Zudem nutzt die Erfindung die intrinsische Natur des CMP-Prozesses
zum Angreifen hoher Stellen oder Vorsprünge auf der Substratoberfläche,
um die Öffnung der Hartmaske automatisch auf den darunterliegenden Fuseabschnitt
auszurichten. Deshalb wird der Mikrohohlraum 502 in einem nachfolgenden
Mikrohohlraumätzschritt korrekt über den Fuseabschnitt 102 positioniert.
Gemäß einem weiteren Aspekt der vorliegenden Erfindung kann
der CMP-Schritt unter Verwendung eines weichen Kissens durchgeführt werden,
d.h. eines Kissens, das sich lokal an die darunterliegende Topographie "anpassen"
kann, um sicherzustellen, daß der CMP-Schritt nur die Vorsprünge oder
hohen Stellen über den Fuseabschnitten entfernt, ohne daß das dielektrische
Material versehentlich von anderen erhöhten Abschnitten der integrierten Schaltung
entfernt wird. Alternativ oder zusätzlich können ergänzende Designregeln
spezifiziert werden, um das unbeabsichtigte Entfernen des dielektrischen Materials
von anderen erhöhten Abschnitten der integrierten Schaltung zu verhindern.
Um einen Schutz von erhöhten Bereichen sicherzustellen, wo CMP-Entfernen nicht
gewünscht wird, können die elektrisch durchschmelzbaren Fuses von anderen
Strukturen des IC weg positioniert sein. Alternativ oder zusätzlich können
Scheinstrukturen um Strukturen herum angeordnet werden, die gegenüber CMP geschützt
werden müssen. Diese zusätzlichen Scheinstrukturen bilden erhöhte
Plateaus anstelle isolierter erhöhter Vorsprünge oder hoher Stellen, die
im allgemeinen einfacher durch den CMP-Prozeß angegriffen werden.
Wenngleich die vorliegende Erfindung im Hinblick auf mehrere bevorzugte
Ausführungsformen beschrieben worden ist, gibt es Abänderungen, Permutationen
und Äquivalente, die in den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung fallen.
Beispielhaft beziehen sich die Offenbarungen hauptsächlich auf DRAMS, doch
können die gemäß den hier offenbarten Techniken ausgebildeten Fuses
in einer beliebigen Fuseanwendung auf einer beliebigen Art von IC eingesetzt werden,
z.B. um empfindliche Komponenten zu schützen und/oder Binärwerte bereitzustellen.