Die vorliegende Erfindung betrifft eine Kunststofflinse und eine Haftvermittlerzusammensetzung
zum Beschichten von selbiger.
Stand der Technik
Eine Kunststofflinse weist einen Film auf Siliziumbasis oder anderen
Hartbeschichtungs- bzw. Kratzschutz- oder UV-Licht-gehärteten Film auf ihrer
Oberfläche auf, weil sie leicht verkratzt. Ein Antireflexionsfilm kann weiter
auf der Kunststofflinse durch Dampfabscheidung eines anorganischen Materials zur
Dämpfung der Reflexion auf der Oberfläche der Kunststofflinse gebildet
werden. Eine solche Linse hat Fehler, und zwar insofern als dass ihre Schlagbeständigkeit
gering ist und sie in einem Kugelfall-Schlagversuchstest (FDA-Standards der USA)
Risse bildet.
Um dieses Problem zu lösen, ist eine Technologie zur Bildung
einer Haftvermittler-Schicht aus einem Urethanharz zwischen einem Linsensubstrat
und einer harten Schicht bekannt.
Die JP-A-5 25 299 offenbart
ein Verfahren zur Herstellung einer Kunststofflinse, welches das Beschichten einer
Haftvermittlerbeschichtung, die ein mit &bgr;-Diketon geblocktes Polyisocyanat
und ein Polyol als Hauptkomponenten umfasst, auf der Oberfläche eines Kunststofflinsensubstrats;
das Härten durch Erwärmen zur Bildung einer Haftvermittler-Schicht aus
einem wärmehärtbaren Polyurethan; das Bilden einer harten Schicht; und
das Bilden eines Antireflexionsfilms aus einer einzelnen Schicht oder aus mehreren
Schichten auf der Oberfläche der Hartbeschichtung durch Dampfabscheidung eines
anorganischen Materials umfasst.
Die JP-B 7-62 722 offenbart
eine Kunststofflinse, welche durch Laminieren einer Haftvermittler-Schicht mit einer
Dicke von 0,01 bis 30 &mgr;m, die durch Beschichten und Erwärmen einer Polyurethanharzlösung
gebildet wird, die aus Diisocyanat und mindestens einem Diol, gewählt aus der
Gruppe bestehend aus Alkylenglykol, Polyalkylenglykol, Poly(alkylenadipat), Poly-&egr;-caprolactonen,
Polybutadienen, Poly(alkylencarbonat) und Silikonpolyol) erhalten wird, einer gehärteten
Harzschicht auf Siliziumbasis und einem einschichtigen oder mehrschichtigen Antireflexionsfilm,
der durch Dampfabscheiden eines anorganischen Materials gebildet wird, in dieser
Reihenfolge auf einer Kunststofflinse gebildet wird, die hauptsächlich aus
einem Terpolymer von Diethylenglykolbisallylcarbonat, Diallylphthalat und Benzylmethacrylat
besteht.
Die oben genannten Stände der Technik beinhalten die folgenden
Probleme.
(1) Obwohl Brillenlinsen in Temperaturbereichen von 30°C und sogar in kalten
Bereichen von 0°C verwendet werden, ist ein Urethan-Haftvermittler, welcher
aus einem Adipinsäure als Hauptkomponente umfassenden Polyesterpolyol hergestellt
wird, insbesondere unterlegen bezüglich der Schlagbeständigkeit bei hohen
Temperaturen und kann eine ausreichende Schlagbeständigkeit in einigen Fällen
erreichen.
(2) Von Linsen mit einem Brechungsindex (HI-Linsen) gibt es eine Linse mit einer
niedrigen Schlagbeständigkeit. Es wird eine Linse mit einer höheren Schlagbeständigkeit
verlangt.
Es ist daher ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Kunststofflinse
mit einer hohen Schlagbeständigkeit, obwohl sie einen Antireflexionsfilm besitzt,
in verschiedenen Umgebungen und einen Haftvermittler für die Kunststofflinse
bereitzustellen.
Es ist ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, eine HI-Kunststofflinse
mit einer wirksamen Schlagbeständigkeit und einem Haftvermittler für die
Kunststofflinse bereitzustellen.
Andere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand
der folgenden Beschreibung offensichtlich.
Die WO 97/10 306 beschreibt
eine Haftvermittlerzusammensetzung, die eine Bromverbindung enthält, welche
eine von Tetrabrombisphenol A abgeleitete Einheit und ein Polyisocyanat enthält.
Die JP 8 224 534 beschreibt
die Verwendung eines Haftvermittlers zur Beschichtung eines Basismaterials.
Die JP 7 084 101,
JP 6 118 203, JP
6 337 376, JP 6 051 104,
JP 3 109 502 und JP
3 166 277 beschreiben die Verwendung verschiedener Polyurethanharze
in Haftvermittler-Schichten.
Offenbarung der Erfindung
Gemäß der vorliegenden Erfindung, können die oben genannten
Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindungen erstens durch eine Kunststofflinse,
die ein Kunststofflinsensubstrat, eine Polyurethanschicht, die auf mindestens einer
Seite des Substrats aufgebracht ist, und eine Siliziumharz-Kratzschutzbeschichtung
auf der Polyurethanschicht der Kunstofflinse umfasst, wobei die Polyurethanschicht
ein gehärtetes Produkt eines Haftvermittlers ist (die im Folgenden als "Haftvermittler-gehärtete
Schicht" bezeichnet wird), der als Hauptkomponenten umfasst: (1) ein Oxid von mindestens
einem Metallatom, das Si, Al, Sn, Sb, Ta, Ce, La, Fe, Zn, W, Zr, In oder Ti ist,
und Feinpartikel enthält, die einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 1 bis 100 nm in einer Menge von 70 Gew.-% oder weniger, bezogen auf den Gehalt
an Feststoff, aufweisen, (2) ein Polyisocyanat, und (3) ein Polyesterpolyol, das
als eine Säurekomponente enthält: Isophthalsäure in einer Menge von
mindestens 50 Mol-%, basierend auf der Summe aller Säurekomponenten, und eine
andere Dicarbonsäure in einer Menge von 50 Mol-% oder weniger, basierend auf
der Summe aller Säurekomponenten, welche mindestens eine Dicarbonsäure
ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Phthalsäure, Terephthalsäure,
Phthalsäureanhydrid, hydrierter Phthalsäure, Fumarsäure, dimerisierter
Linolsäure, Maleinsäure und gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren,
die 4 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen.
Zunächst wird die Haftvermittler-gehärtete Schicht beschrieben.
(a) Haftvermittler-gehärtete Schicht
Ein Urethanharz, das ein Isophthalsäure als eine Hauptkomponente
enthaltendes Polyesterpolyol umfasst, weist eine höhere Schlagbeständigkeit
bei einem breiten Temperaturbereich, wie er im täglichen Leben vorkommt, als
ein herkömmliches Urethanharz auf, welches ein Adipinsäure als eine Hauptkomponente
enthaltendes Polyesterpolyol umfasst. Insbesondere verschlechtert sich die Schlagbeständigkeit
von Erstgenanntem nicht bei hohen Temperaturen. Das Urethanharz liefert ein HI-Linsensubstrat,
welches etwas schlechter in der Schlagbeständigkeit ist, mit einer ausreichend
hohen Schlagbeständigkeit für die praktische Anwendung.
Der Haftvermittler, welcher die Haftvermittler-gehärtete Schicht
in der vorliegenden Erfindung bildet, umfasst ein Polyesterpolyol und ein Polyisocyanat
als Hauptkomponenten.
(1) Polyesterpolyol
Das Polyesterpolyol ist ein Polyester, welcher Isophthalsäure
in einer Menge von mindestens 50 Mol-%, basierend auf der Summe aller Säurekomponenten,
und eine weitere Dicarbonsäure in einer Menge von 50 Mol-% oder weniger, basierend
auf der Summe aller Säurekomponenten umfasst und welches eine Hydroxylgruppe
an den Enden des Moleküls aufweist.
Die andere Dicarbonsäure, die in einer Menge von 50 Mol-% oder
weniger enthalten sein soll, ist mindestens eine Carbonsäure, gewählt
aus der Gruppe bestehend aus Phthalsäure, Terephthalsäure, Phthalsäureanhydrid,
hydrierter Phthalsäure, Fumarsäure, dimerisierter Linolsäure, Maleinsäure
und gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren mit 4 bis 8 Kohlenstoffatomen.
Diese können allein oder in Kombination von zwei oder mehr verwendet werden.
Als Hydroxylverbindung kann eine Verbindung verwendet werden, die
in breitem Umfang für die Synthese eines Polyesterpolyols verwendet wird, wie
beispielhaft durch Verbindungen angegeben wird, die durch die folgende allgemeine
Formel (1) dargestellt sind:
worin X1 -CH2CH2O- oder
ist, X2 -OCH2CH2- oder
ist, und p und q unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 1 bis 3 sind, und
die folgende allgemeine Formel (2):
worin Z1 und Z2 unabhängig voneinander eine organische
Gruppe mit einer OH-Gruppe sind und die ein Kohlenstoffatom, Wasserstoffatom und
Sauerstoffatom umfassen, und r und t unabhängig voneinander 0 oder 1 sind.
Veranschaulichende Beispiele des Polyols schließen Diole, wie
Ethylenglykol, Diethylenglykol, Polyethylenglykol, Propylenglykol, Polypropylenglykol,
Butandiol, Hexandiol, Nonandiol, Methylpentandiol, Neopentylglykol und ein Addukt
von Bisphenol A mit Ethylenoxid oder mit Propylenoxid; und Polyole mit drei oder
mehr Hydroxylgruppen, wie Trimethylolpropan, Glycerin, Trimethylolethan und Pentaerythritol,
ein.
Typische Beispiele der durch die oben genannte Formel (1) dargestellten
Verbindung sind ein Bromid eines Addukts von Bisphenol A mit Ethylenoxid oder Propylenoxid,
und typische Beispiele der durch die oben genannte Formel (2) dargestellten Verbindung
sind 4,4'-Thiobisbenzolthiol und 4,4'-Thiobisbenzylthiol.
Die oben genannten Hydroxylverbindungen können allein oder in
Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden.
(2) Polyisocyanat
Als Polyisocyanat kann jegliches Polyisocyanat mit einem gesättigten
aliphatischen Skelett und eines mit einem aromatischen Ring als Skelett verwendet
werden. Diese Polyisocyanate können in der Form eines Monomers, Isocyanurats,
Allophanats, einer Bürette, von Carbodiimid, eines Addukts, eines modifizierten
Produkts oder Präpolymers verwendet werden.
Veranschaulichende Beispiele des Polyisocyanats mit einem gesättigten
aliphatischen Skelett schließen Hexamethylendiisocyanat, 1,3,3-Trimethylhexamethylendiisocyanat,
Isophorondiisocyanat, 4,4'-Dicyclohexylmethandiisocyanat, hydriertes Xylylendiisocyanat
und hydriertes Diphenylmethandiisocyanat ein.
Veranschaulichende Beispiele des Polyisocyanats mit einem aromatischen
Ring als Skelett schließen Xylylendiisocyanat, Tetramethylxylylendiisocyanat,
Tolylendiisocyanat, Diphenylmethandiisocyanat, 1,5-Naphthalindiisocyanat und Tetramethylxylylendiisocyanat
ein.
(3) Blockiermittel
Die Isocyanatgruppe (-N=C=O) des Polyisocyanats kann durch ein Blockiermittel
geblockt sein.
Veranschaulichende Beispiele des Blockiermittels schließen &bgr;-Diketon,
Diethylmalonat, Dimethylmalonat, Acetoxim, Methylethylketoxim, Butanonoxim, Acetylaceton,
2,4-Hexandion, 3,5-Heptandion und Caprolactam ein.
In der vorliegenden Erfindung liegt, wenn das Polyisocyanat Hexamethylendiisocyanat
ist, dieses in der Form eines Isocyanurats von Hexamethylendiisocyanat vor und die
Isocyanatgruppe davon ist vorzugsweise durch mindestens eine Verbindung, gewählt
aus der Gruppe bestehend aus &bgr;-Diketon, Diethylmalonat, Dimethylmalonat, Acetoxim
und Butanonoxim, geblockt.
Desgleichen, wenn das Polyisocyanat Xylylendiisocyanat oder Tetramethylxylylendiisocyanat
ist, ist die Isocyanatgruppe vorzugsweise durch mindestens eine Verbindung, gewählt
aus der Gruppe bestehend aus &bgr;-Diketon, Diethylmalonat, Dimethylmalonat, Acetoxim
und Butanonoxim, geblockt.
Der Haftvermittler in der vorliegenden Erfindung umfasst das oben
genannte Polyesterpolyol und Polyisocyanat als Hauptkomponenten und kann anderes
Polyol nach Bedarf enthalten.
(4) Anderes Polyol
Anderes Polyol kann dem Haftvermittler zur Einstellung der physikalischen
Eigenschaften von dessen gehärtetem Produkt zugegeben werden. Als das andere
Polyol können Polycarbonatpolyole (Nipporan 980-Serie von Nippon Polyurethane
Co., Ltd., oder Carbodiol von Toagosei Co., Ltd.), Polyetherpolyole (Adecapolyether
von Asahi Denka Kogyo K.K., Actocall of Takeda Chemical Industries, Ltd., PPG-Diol-Serie
von Mitsui Toatsu Chemical Co., Ltd.) und Acrylpolyole (Takerack of Takeda Chemical
Industries, Ltd., Acridic of Dainippon Ink and Chemicals, Inc.) verwendet werden.
Das andere Polyol wird vorzugsweise in einer Menge von 50 oder weniger
Gewichtsteilen, stärker bevorzugt von 30 oder weniger Gewichtsteilen, basierend
auf 100 Gewichtsteilen des Polyesterpolyols, verwendet.
Im Allgemeinen ist es bevorzugt, dass der Haftvermittler in der vorliegenden
Erfindung ein Polyesterpolyol oder eine Kombination eines Polyesterpolyols und anderen
Polyols in einer solchen Menge enthält, dass die Isocyanatgruppe des Polyisocyanats
0,7 bis 1,5 Äquivalente, basierend auf einem Äquivalent der Hydroxylgruppe
des Polyesterpolyols oder der Gesamtheit der Hydroxylgruppen des Polyesterpolyols
und von anderem Polyol, betragen soll.
Der Haftvemittler in der vorliegenden Erfindung enthält Feinpartikel
eines spezifischen Metalloxids.
(5) Feinpartikel von Metalloxid
Der Brechungsindex der Haftvermittler-gehärteten Schicht kann
durch den Gehalt an Feinpartikel eines spezifischen Metalloxids in dem Haftvermittler
erhöht werden. Die Feinpartikel werden aus einem Oxid von mindestens einem
Metallatom, gewählt aus der Gruppe bestehend aus Si, Al, Sn, Sb, Ta, Ce, La,
Fe, Zn, W, Zr, In und Ti, hergestellt und haben einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser
von 1 bis 100 nm.
Damit in dem Haftvermittler die Feinpartikel enthalten sind, ist es
bevorzugt, ein Sol zu verwenden, das durch Dispergieren der Feinpartikel in einem
organischen Lösemittel hergestellt wird.
Der Gehalt der Feinpartikel in dem Haftvermittler beträgt 70
Gew.-% oder weniger, stärker bevorzugt 10 bis 60 Gew.-%, was den Feststoffgehalt
angeht.
Der Haftvermittler in der vorliegenden Erfindung wird allgemein in
einem organischen Lösemittel hergestellt.
(6) Organisches Lösemittel
Das organische Lösemittel ist vorzugsweise ein Glykol oder Keton.
Veranschaulichende Beispiele für das Glykol schließen Ethylenglykolmonomethyletheracetat,
Ethylenglykolmonoethyletheracetat, Ethylenglykolmonopropyletheracetat, Ethylenglykolmonobutyletheracetat,
Propylenglykolmonomethyletheracetat, Propylenglykolmonoethyletheracetat, Propylenglykolmonopropyletheracetat,
Propylenglykolmonobutyletheracetat, Ethylenglykoldimethylether, Ethylenglykoldiethylether,
Ethylenglykoldipropylether, Ethylenglykoldibutylether, Diethylenglykoldimethylether,
Diethylenglykoldiethylether, Diethylenglykoldipropylether, Diethylenglykoldibutylether,
Propylenglykoldimethylether, Propylenglykoldiethylether, Propylenglykolmonomethylether,
Propylenglykolmonoethylether, Polypropylenglykolmonobutylether, Ethylenglykolmonoethylether,
Ethylenglykolmonopropylether, Ethylenglykolmonobutylether und dergleichen ein.
Veranschaulichende Beispiele für das Keton schließen Cyclohexanon,
o-Methylcyclohexanon, m-Methylcyclohexanon, p-Methylcyclohexanonaceton, Methylethylketon
und dergleichen ein.
Neben diesen kann Diacetonalkohol verwendet werden.
Die oben genannten organischen Lösemittel können allein
oder in Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden.
Acetate, Lösungsbenzol, Alkohole und dergleichen können
weiterhin nach Bedarf zugegeben werden.
Die Acetate schließen Ethylacetat, Butylacetat und dergleichen
ein.
Das organische Lösemittel wird in einer solchen Menge verwendet,
die ein Haftmittel vorsieht, welches vorzugsweise einen Feststoffgehalt von 5 bis
50 Gew.-% besitzt.
Das Haftmittel in der vorliegenden Erfindung kann einen Härtungskatalysator
für eine Polyurethan-Bildungsreaktion nach Bedarf enthalten.
(7) Härtungskatalysator
Um eine Urethan-Bildungsreaktion zu bewirken, kann ein Fettsäuremetallsalz
oder Amin, obgleich dies nicht immer erforderlich ist, als ein Härtungskatalysator
hinzugefügt werden.
Das Fettsäuremetallsalz ist ein Stearat oder Octylat eines Metalls,
wie Zinn, Zink, Kobalt, Eisen, Aluminium oder dergleichen.
Weiterhin können als Härtungskatalysator Ammoniumacetat,
quaternäres Ammoniumalkylacetat, Trifluoressigsäure, Paratoluolsulfonsäure
und Salze davon verwendet werden.
Der Haftvermittler in der vorliegenden Erfindung kann weiter ein Egalisiermittel
für die gehärtete Schicht (Beschichtungsfilm), Antioxidans, Witterungsbeständigkeit
vorsehendes Mittel, Antistatikmittel, Bläuungsmittel, Färbemittel, Farbstoff
und dergleichen enthalten. Von diesen ist das Egalisiermittel vorzugsweise ein Copolymer
von Polyoxyalkylen und Polydimethylsiloxan oder ein Copolymer von Polyoxyalkylen
und Fluorkohlenstoff. Der Gesamtgehalt dieser Additive ist vorzugsweise 0,001 bis
10 Gew.-%, bezogen auf den Haftvermittler.
(8) Zusammensetzung des Haftvermittlers
Es folgt eine Beschreibung der Zusammensetzung des Haftvermittlers.
Das Polyesterpolyol umfasst Isophthalsäure in einer Menge von
mindestens 50 Mol-%, vorzugsweise mindestens 51 Mol-%, bezogen auf die Summe aus
allen Säurekomponenten, und weist eine Hydroxylgruppe an den Enden einer Polymerkette
auf.
Die Isocyanatkomponente und OH-Komponente werden geeigneter Weise
in dem Zusammensetzungsverhältnis von NCO:OH von etwa 0,7:1 bis 1,5:1, vorzugsweise
von 0,8:1 bis 1,2:1 verwendet.
Der Feststoffgehalt des Haftvermittlers ist vorzugsweise 5 bis 50
Gew.-%, stärker bevorzugt 10 bis 40 Gew.-%.
Die Dicke der Haftvermittler-gehärteten Schicht ist vorzugsweise
0,1 bis 5 &mgr;m. Wenn die Dicke kleiner als 0,1 &mgr;m ist, ist die Wirkung
der Verbesserung der Schlagbeständigkeit des Beschichtungsfilms gering, während
dann, wenn die Dicke größer als 5 &mgr;m ist, die Härte einer Hartbeschichtung
abnimmt.
Was die Härtungsbedingungen des Haftvermittlers angeht, werden
die optimalen Bedingungen aus einer Härtungstemperatur von 80 bis 120°C
und einer Härtungszeit von 10 bis 120 Minuten ausgewählt. Wenn ein geblocktes
Isocyanat verwendet wird, hängen die Härtungsbedingungen von der Dissoziierungstemperatur
eines Blockiermittels ab.
Der Haftvermittler kann geeigneter Weise durch Tauchbeschichten, Flow-Coating
bzw. Fluten, Spincoating bzw. Aufschleudern oder Spritzbeschichten beschichtet werden.
(b) Kunststofflinsensubstrat
Eine Kunststofflinse für Brillen mit einem Brechungsindex von
1,48 oder mehr wird vorzugsweise als Kunststofflinsensubstrat in der vorliegenden
Erfindung verwendet. Zum Beispiel kann eine aus einem Polyurethanharz hergestellte
Kunststofflinse, eine aus einem Methacrylpolymer hergestellte Kunststofflinse, eine
aus einem Acrylpolymer hergestellte Kunststofflinse oder ein aus einer Mischung
davon hergestelltes Substrat verwendet werden.
(c) Kratzschutzbeschichtung
Die Kunststofflinse der vorliegenden Erfindung weist eine Hartbeschichtung
aus einem Siliziumharz auf einer Haftvermittler-gehärteten Polyurethanschicht
auf. Die Kratzschutzbeschichtung besteht vorzugsweise aus (A) Feinpartikeln des
Oxids von mindestens einem Metallatom, gewählt aus der Gruppe bestehend aus
Si, Al, Sn, Sb, Ta, Ce, La, Fe, Zn, W, Zr, In und Ti und mit einem durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 1 bis 100 nm und (B) dem gehärteten Produkt einer Zusammensetzung
für eine Hartbeschichtung, welche eine Epoxygruppen-haltige Siliziumverbindung
oder ein teilweise hydrolysiertes Produkt davon umfasst.
Die oben genannten Komponenten (A) und (B) und andere Komponenten
werden im Anschluss beschrieben.
(1) Komponente (A)
Es wird das Oxid von mindestens einem Metallatom, gewählt aus
der Gruppe bestehend aus Si, Al, Sn, Sb, Ta, Ce, La, Fe, Zn, W, Zr, In und Ti verwendet.
Genauer gesagt, das Oxid ist ein Metalloxid, gewählt aus der Gruppe bestehend
aus SiO2, Al2O3, SnO2, Sb2O5,
Ta2O5, CeO2, La2O3, Fe2O3,
ZnO, WO3, ZrO2, In2O3 und TiO2
oder dem Oxid von zwei oder mehreren Metallen (Verbundoxid). Das Metalloxid liegt
vorzugsweise in der Form von Feinpartikeln mit einem Partikeldurchmesser von 1 bis
100 nm vor.
Die Menge des hinzugefügten Metalloxids ist vorzugsweise 5 bis
80 Gew.-% bezüglich des Feststoffgehalts der Zusammensetzung für eine
Hartbeschichtung.
Weiterhin können die Oxid-Feinpartikel mit einer organischen
Siliziumverbindung oder Amin oberflächenmodifiziert werden zur Verbesserung
der Dispergierbarkeit in ein Lösemittel. Die organische Silanverbindung für
die Oberflächenmodifikation wird in einer Menge von 0 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise
1 bis 25 Gew.-%, basierend auf dem Gewicht der Feinpartikel, verwendet. Die Oberflächenmodifikation
kann durchgeführt werden, bevor oder nachdem eine hydrolysierbare Gruppe hydrolysiert
wurde. Die an diesem Punkt verwendete organische Siliziumverbindung wird gewählt
aus Verbindungen, die durch die folgende Formel (3) dargestellt sind:
R'aR''bSiX4-a-b(3)
worin R' und R'' unabhängig voneinander eine organische Gruppe mit einer Alkylgruppe,
Phenylgruppe, Vinylgruppe, Methacryloxygruppe, Mercaptogruppe, Aminogruppe oder
Epoxygruppe sind, X eine hydrolysierbare Gruppe ist, a 0 oder 1 ist und b 0, 1 oder
2 ist.
Diese organischen Siliziumverbindungen können allein oder in
Kombination von zwei oder mehreren verwendet werden.
Veranschaulichende Beispiele der durch die oben stehende Formel (3)
dargestellten Verbindung und welche ein X aufweisen, schließen Trimethylmethoxysilan,
Triethylmethoxysilan, Trimethylethoxysilan, Triethylethoxysilan, Triphenylmethoxysilan,
Diphenylmethylmethoxysilan, Phenyldimethylmethoxysilan, Phenyldimethylethoxysilan,
Vinyldimethylmethoxysilan, Vinyldimethylethoxysilan, &ggr;-Acryloxypropyldimethylmethoxysilan,
&ggr;-Methacryloxypropyldimethylmethoxysilan, &ggr;-Mercaptopropyldimethylmethoxysilan,
&ggr;-Mercaptopropyldimethylethoxysilan, N-&bgr;-(Aminoethyl)&ggr;-aminopropyldimethylmethoxysilan,
&ggr;-Aminopropyldimethylmethoxysilan, &ggr;-Aminopropyldimethylethoxysilan,
&ggr;-Glycidoxypropyldimethylmethoxysilan, &ggr;-Glycidoxypropyldimethoxyethoxysilan
und &bgr;-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethyldimethylmethoxysilan ein.
Veranschaulichende Beispiele der durch die oben stehende Formel (3)
dargestellten Verbindung und welche 2 X's aufweisen, schließen Dimethyldimethoxysilan,
Diethyldimethoxysilan, Dimethyldiethoxysilan, Diethyldiethoxysilan, Diphenyldimethoxysilan,
Phenylmethyldimethoxysilan, Phenylmethyldiethoxysilan, Vinylmethyldimethoxysilan,
Vinylmethyldiethoxysilan, &ggr;-Acryloxypropylmethyldimethoxysilan, &ggr;-Methacryloxypropyldimethyldimethoxysilan,
&ggr;-Mercaptopropylmethyldimethoxysilan, &ggr;-Mercaptopropylmethyldiethoxysilan,
N-&bgr;(Aminoethyl)y-aminopropylmethyldimethoxysilan, &ggr;-Aminopropylmethyldimethoxysilan,
&ggr;-Aminopropylmethyldiethoxysilan, &ggr;-Glycidoxypropylmethyldimethoxysilan,
&ggr;-Glycidoxypropylmethoxydiethoxysilan und &bgr;-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethylmethyldimethoxysilan
ein.
Veranschaulichende Beispiele der durch die oben stehende Formel (3)
dargestellten Verbindung und welche 3 X's aufweisen, schließen Methyltrimethoxysilan,
Ethyltrimethoxysilan, Methyltriethoxysilan, Ethyltriethoxysilan, Phenyltrimethoxysilan,
Phenyltriethoxysilan, Vinyltrimethoxysilan, Vinyltriethoxysilan, Vinyl(&bgr;-methoxyethoxy)silan,
&ggr;-Acryloxypropyltrimethoxysilan, &ggr;-Methacryloxypropyltrimethoxysilan,
&ggr;-Mercaptopropyltrimethoxysilan, &ggr;-Mercaptopropyltriethoxysilan, N-&bgr;(Aminoethyl)&ggr;-aminopropyltrimethoxysilan,
&ggr;-Aminopropyltrimethoxysilan, &ggr;-Aminopropyltriethoxysilan, &ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan,
&bgr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan, &ggr;-Glycidoxypropyltriethoxysilan, &bgr;-Glycidoxypropyltriethoxysilan
und &bgr;-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethyltrimethoxysilan ein.
Veranschaulichende Beispiele der durch die oben stehende Formel (3)
dargestellten Verbindung und welche 4 X's aufweisen, schließen Tetraethylorthosilikat
und Tetramethylorthosilikat ein.
Ein Dispersionsmedium für das oben genannte Metalloxid ist Wasser,
Alkohol oder ein anderes organisches Lösemittel, wie durch einen gesättigten
aliphatischen Alkohol, wie Methanol, Ethanol, Isopropylalkohol, n-Butanol und 2-Butanol,
beispielhaft angegeben; eine Cellosolve, wie Methylcellosolve, Ethylcellosolve,
Propylcellosolve und Butylcellosolve; ein Propylenglykolderivat, wie Propylenglykolmonomethylether,
Propylenglykolmonoethylether und Propylenglykolmonomethylacetat; Ethylenglykol;
ein Ester, wie Methylacetat, Ethylacetat und Butylacetat; ein Ether, wie Diethylether
und Methylisobutylether; ein Keton, wie Tetrahydrofuran, Aceton und Methylisobutylketon;
ein aromatischer Kohlenwasserstoff, wie Xylen und Toluol; N,N-Dimethylformamid;
Dichlorethan; und dergleichen.
(2) Komponente (B)
Die Epoxygruppen-haltige Siliziumverbindung und das teilweise hydrolysierte
Produkt davon als die Komponente (B) sind eine durch die folgende Formel (4) dargestellte
Verbindung bzw. ein teilweise hydrolysiertes Produkt davon.
R1R2aSi(OR3)3-a(4)
worin R1 eine Gruppe ist, die eine Epoxygruppe mit 2 bis 12 Kohlenstoffatomen
enthält, R2 eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen, eine
Arylgruppe, Alkenylgruppe, Halogenalkylgruppe oder Halogenarylgruppe ist, R3
Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen, eine Acylgruppe
oder Alkylacylgruppe ist und a eine ganze Zahl von 0, 1 oder 2 ist.
Die Epoxygruppen-haltige Siliziumverbindung oder das teilweise hydrolysierte
Produkt davon als die Komponente (B) wird vorzugsweise in der Kratzschutzzusammensetzung
in einer Menge von 5 bis 90 Gew.-% bezüglich des Feststoffgehalts verwendet.
Veranschaulichende Beispiele der Epoxygruppen-haltigen Siliziumverbindung
der oben stehenden Formel (4) schließen &ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan,
&bgr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan, &ggr;-Glycidoxypropyltriethoxysilan, &bgr;-Glycidoxypropyltriethoxysilan,
&ggr;-Glycidoxypropylmethyldimethoxysilan, &ggr;-Glycidoxypropylmethyldiethoxysilan
und &bgr;-(3,4-Epoxycyclohexyl)ethyltrimethoxysilan ein.
Weiterhin kann die dritte Komponente mit einer funktionellen Gruppe,
die chemisch an die Komponente (A) oder (B) gebunden sein kann, hinzugefügt
werden.
Die dritte Komponente ist eine Komponente, die mit einer Silanolgruppe
nach einer Hydrolysierung reagieren kann, und wird zum Einstellen der physikalischen
Eigenschaften, wie Färbbarkeit, Wärmebeständigkeit, Wasserbeständigkeit,
Antistatikeigenschaften und Oberflächenhärte verwendet. Die dritte Komponente
ist mindestens eine der folgenden Verbindungen (C) bis (O). Die Komponenten (C)
bis (O) werden in einer Menge von 0,001 bis 50 Gew.-% insgesamt, basierend auf dem
Gesamtfeststoffgehalt eines Basisharzes, verwendet.
(3) Komponente (C)
Die Komponente (C) ist eine organische Verbindung, die nur eine OH-Gruppe
oder SH-Gruppe im Molekül aufweist, mindestens eine Gruppe, gewählt aus
-O-, -CO-O-, -S-, -CO-S- und –CS-S- und mindestens eine ungesättigte
Gruppe in der Molekülhauptkette enthält und in Wasser oder einen niederen
Alkohol mit 4 oder weniger Kohlenstoffatomen löslich ist.
Die oben genannte Verbindung ist vorzugsweise eine Verbindung, die
durch die folgende Formel (5) dargestellt wird:
R4-X-R5YH(5)
worin R4 eine einwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit mindestens einer
ungesättigten Gruppe ist und ein O- oder S-Atom enthalten kann, R5
eine zweiwertige Kohlenwasserstoffgruppe mit 2 oder mehr Kohlenstoffatomen ist und
ein O- oder S-Atom enthalten kann, X entweder ein O- oder S-Atom ist, und Y entweder
ein O-Atom oder ein S-Atom ist.
Veranschaulichende Beispiele der Verbindung der oben genannten allgemeinen
Formel (5) schließen Polyethylenglykolmonomethacrylat, Poly(butandiol)monoacrylat,
Poly(butandiol)monomethacrylat, 1,4-Butandiolmonovinylether, 1,6-Hexandithiolmonoacrylat,
Di(Acryloxyethyl)hydroxyethylamin, 2-Hydroxy-3-phenoxypropylacrylat, Pentaerythritoltriacrylat,
2-Hydroxybutylacrylat, 3-Acryloyloxyglycerinmonomethacrylat, 2-Hydroxy-1,3-dimethacryloxypropan
und 2-Mercaptoethylacrylat ein.
Die Verbindung der oben stehenden Formel (5) ist vorzugsweise eine
durch die folgende Formel (6) dargestellte Verbindung:
worin R6 Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist und b eine ganze
Zahl von 2 bis 10, vorzugsweise 4 bis 6, ist,
eine durch die folgende Formel (7) dargestellte Verbindung:
worin R6 Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe ist, R7 -CH2CH2-
oder -CH2CH(CH3)- ist und c eine ganze Zahl von 2 bis 9, vorzugsweise
2 bis 4, ist,
eine durch die folgende Formel (8) dargestellte Verbindung:
CH2=CH-(CH2)d-O-(CH2)b-OH(8)
worin b eine ganze Zahl von 4 bis 10 ist und d 0 oder 1 ist,
oder eine durch die folgende Formel (9) dargestellte Verbindung: CH2=CH-(CH2)d-(OR7)c-OH(9)
worin R7 -CH2CH2- oder -CH2C(CH3)H-
ist, c eine ganze Zahl von 2 bis 9 ist und d 0 oder 1 ist.
Veranschaulichende Beispiele der Verbindung der Formel (6) schließen
4-Hydroxybutylacrylat, 4-Hydroxybutylmethacrylat und dergleichen ein.
Veranschaulichende Beispiele der Verbindung der Formel (7) schließen
Diethylenglykolmonoacrylat, Tetraethylenglykolmonoacrylat, Polyethylenglykolmonoacrylat,
Tripropylenglykolmonoacrylat, Polypropylenglykolmonoacrylat, Diethylenglykolmonomethacrylat,
Tetraethylenglykolmonomethacrylat, Polyethylenglykolmonomethacrylat, Tripropylenglykolmonomethacrylat,
Polypropylenglykolmonomethacrylat und dergleichen ein.
Veranschaulichende Beispiele der Verbindung der Formel (8) schließen
4-Hydroxybutylallylether und 4-Hydroxybutylvinylether ein.
Veranschaulichende Beispiele der Verbindung der Formel (9) schließen
Diethylenglykolmonoallylether und Triethylenglykolmonovinylether ein.
(4) Komponente (D)
Die Komponente (D) ist eine ungesättigte zweibasige Säure.
Veranschaulichende Beispiele der Komponente (D) schließen Itaconsäure,
Bernsteinsäure, Malonsäure, Glutarsäure, Adipinsäure, Pimelinsäure,
Suberinsäure, Azelainsäure, Sebacinsäure, Fumarsäure und Maleinsäure
ein.
(5) Komponente (E)
Die Komponente (E) ist ein zyklisches Anhydrid einer ungesättigten
zweibasigen Säure. Veranschaulichende Beispiele der Komponente (E) schließen
Bernsteinsäureanhydrid, Glutarsäureanhydrid, Trimellithsäureanhydrid,
Pyromellithsäureanhydrid, Fumarsäureanhydrid und Maleinsäureanhydrid
ein.
(6) Die Komponente (F) ist eine Imidverbindung einer ungesättigten zweibasigen
Säure. Veranschaulichende Beispiele der Komponente (F) schließen Bernsteinsäureimid,
Glutarsäureimid, Phthalsäureimid und Maleinsäureimid ein.
(7) Die Komponente (G) ist eine gesättigte Polycarbonsäure. Veranschaulichende
Beispiele der Komponente (G) schließen Adipinsäure und Suberinsäure
ein.
(8) Die Komponente (H) ist ein zyklisches Anhydrid einer gesättigten Polycarbonsäure.
Veranschaulichende Beispiele der Komponente (H) schließen zyklische Anhydride
von gesättigten Polycarbonsäuren als Hauptkomponente (G) ein.
(9) Die Komponente (I) ist eine Imidverbindung einer gesättigten Polycarbonsäure.
Veranschaulichende Beispiele der Komponente (I) schließen Imidverbindungen
von gesättigten Polycarbonsäuren als Komponente (G) ein.
(10) Die Komponente (J) ist ein Amin. Veranschaulichende Beispiele des Amins
schließen Polymethylendiamin, Polyetherdiamin, Diethylentriamin, Iminobispropylamin,
Bishexamethylentriamin, Diethylentriamin, Tetraethylenpentaamin, Pentaethylenhexamin,
Dimethylaminopropylamin, Aminoethylethanolamin, Methyliminobispropylamin, Menthandiamin,
N-Aminomethylpiperazin, 1,3-Diaminocyclohexan, Isophorondiamin, Metaxylendiamin,
Tetrachlorparaxylendiamin, Methaphenylendiamin, 4,4'-Methylendianilin, Diaminodiphenylsulfon,
Benzidin, Toluidin, Diaminodiphenylether, 4,4'-Thiodianilin, 4,4'-Bis(o-toluidin)dianisidin,
o-Phenylendiamin, 2,4-Toluoldiamin, Methylenbis(o-chloranilin), Diaminiditrissulfon,
Bis(3,4-diaminophenyl)sulfon, 2,6-Diaminopyridin, 4-Chlor-o-phenylendiamin, 4-Methoxy-6-methyl-m-phenylendiamin,
m-Aminobenzylamin, N,N,N',N'-Tetramethyl-1,3-butandiamin, N,N,N',N'-Tetramethyl-p-phenylendiamin,
Tetramethylguanidin, Triethanolamin, 2-Dimethylamino-2-hydroxypropan, N,N'-Dimethylpiperazin,
N,N'-Bis[(2-hydroxy)propyl]piperazin, N-Methylmorpholin, Hexamethylentetramin, Pyridin,
Pyrazin, Chinolin, Benzyldimethylamin, &agr;-Methylbenzylmethylamin, 2-(Dimethylaminomethyl)phenol,
2,4,6-Tris(dimethylaminomethylol)phenol, N-Methylpiperazin, Pyrrolidin, Morpholin
und dergleichen ein.
Zusätzlich zu diesen können ebenfalls Addukte und Kondensate der oben
genannten Amine mit einer organischen Carbonsäure, zyklischem Ether, Keton,
Aldehyd, Hydrochinon und dergleichen gleichermaßen verwendet werden.
(11) Die Komponente (K) ist Harnstoff oder ein Addukt davon mit Formaldehyd.
(12) Die Komponente (L) ist ein Alkyl-substituiertes Methylolmelamin.
(13) Die Komponente (M) ist eine Verbindung mit 2 oder mehr OH-Gruppen oder
SH-Gruppen.
Veranschaulichende Beispiele der Komponente (M) schließen 1,4-Butandiol, 1,6-Hexandiol,
1,9-Nonandiol, 1,10-Decandiol, Ethylenglykol, Diethylenglykol, Triethylenglykol,
Tetraethylenglykol, Polyethylenglykol, Propylenglykol, Tripropylenglykol, Polypropylenglykol,
Trimethylolpropan, Neopentylglykol, Katechol, Resorcinol, Alkylenglykol und Polyvinylalkohol
ein.
(14) Die Komponente (N) ist eine Verbindung mit 2 oder mehr Epoxygruppen. Veranschaulichende
Beispiele davon sind Glycidylether von mehrwertigen Alkoholen als Komponente (M).
(15) Die Komponente (O) ist ein Dicyandiamid, Hydrazid, Thioharnstoff, Guanidin,
Ethylenimin, Sulfonamid oder ein Derivat davon.
(16) Die Komponente (P) ist eine organische Siliziumverbindung, dargestellt
durch die folgende Formel (10):
R6dR2eSi(OR3)4-d-e(10)
worin R2 und R3 gleich sind wie in der oben stehenden Formel
(4) definiert ist, R6 gewählt wird aus einer Alkylgruppe mit 1 bis
4 Kohlenstoffatomen, Halogenalkylgruppe, Arylgruppe oder Halogenarylgruppe mit 6
bis 12 Kohlenstoffatomen, Methacryloxyalkylgruppe mit 5 bis 8 Kohlenstoffatomen,
Ureidoalkylengruppe mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, aromatischen Ureidoalkylengruppe,
aromatischen Alkylenhalogenidgruppe und Mercaptoalkylengruppe, d 1, 2 oder 3 ist
und e 0, 1 oder 2 ist,
oder ein teilweise hydrolysiertes Produkt davon. Die Komponente (P) wird in einer
Menge von 0 bis 100 Gewichtsteilen bezüglich des Feststoffgehalts auf Basis
von 100 Gewichtsteilen des Gesamtfeststoffgehalts eines Basisharzes verwendet.
Ein Härtungskatalysator für die Hartbeschichtungszusammensetzung
wird zum Beispiel aus einem Metallsalz von Ethylacetoacetat, einem Metallsalz, das
koordinativ durch Acetylaceton und Ethylacetoacetat gebunden ist, einem Alkalimetallsalz
und Ammoniumsalz einer Carbonsäure, einem Metallsalz und Ammoniumsalz von Acetylaceton,
einem Metallsalzhydrat von Ethylendiamin, primären bis tertiären Aminen,
Polyalkylenamin, Sulfonat, Magnesiumperchlorat, Ammoniumperchlorat und Kombinationen
dieser Verbindungen und organischem Mercaptan oder Mercaptoalkylensilan gewählt.
Der Härtungskatalysator kann zum Zeitpunkt der Herstellung der
Hartbeschichtungszusammensetzung, oder direkt bevor die Hartbeschichtungszusammensetzung
beschichtet wird, verwendet werden.
Der Härtungskatalysator kann in der Hartbeschichtungszusammensetzung
in einer Menge von 0,01 bis 20 Gew.-% bezüglich des Feststoffgehalts verwendet
werden.
Eine Lösemittel für die Hartbeschichtungszusammensetzung
wird zum Beispiel aus gesättigten aliphatischen Alkoholen, wie Methanol-, Ethanol-,
Isopropylalkohol, n-Butanol und 2-Butanol; Cellosolven, wie Methylcellosolve,
Ethylcellosolve, Propylcellosolve und Butylcellosolve; Propylenglykolderivaten,
wie Propylenglykolmonomethylether, Propylenglykolmonoethylether und Propylenglykolmonomethylacetat;
Estern, wie Ethylenglykol, Methylacetat, Ethylacetat und Butylacetat; Ethern, wie
Diethylether und Methylisobutylether; Ketonen, wie Tetrahydrofuran, Aceton und Methylisobutylketon;
aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Xylen und Toluol; N,N-Dimethylformamid; Dichlorethan;
und dergleichen gewählt. Wasser kann nach Bedarf zugegeben werden, und eine
Säure, wie Essigsäure und dergleichen kann zur Hydrolysierung eines Silans
zugegeben werden.
Die Hartbeschichtungszusammensetzung kann weiter ein Egalisiermittel
für einen gehärteten Beschichtungsfilm, Antioxidans, ein Witterungsbeständigkeit
verleihendes Mittel, Antistatikmittel, Färbemittel und Farbstoff enthalten.
Von diesen ist das Egalisiermittel ein Copolymer von Polyoxyalkylen und Polydimethylsiloxan
oder ein Copolymer von Polyoxyalkylen und Fluorkohlenstoff beispielsweise. Das Egalisiermittel
kann der Hartbeschichtungszusammensetzung in einer Menge von 0,001 bis 10 Gewichtsteilen,
bezogen auf den Feststoffgehalt, zugegeben werden.
Die Dicke der Kratzschutzbeschichtung beträgt vorzugsweise 0,4
bis 8 &mgr;m. Wenn die Dicke kleiner als 0,4 &mgr;m ist, nimmt die Härte
leicht ab, während in dem Fall, wo die Dicke größer als 8 &mgr;m
ist, die Kratzschutzbeschichtung leicht rissig wird.
Die Härtungsbedingungen bestehen aus einer Härtungstemperatur
von 90 bis 120°C und einer Härtungszeit von mehreren Stunden bis 30 Minuten.
Es ist bevorzugt, dass optimale Bedingungen aus diesen Bereichen gewählt werden.
Die Hartbeschichtungszusammensetzung kann durch Tauchbeschichten,
Flow-Coating bzw. Fluten, Spincoating bzw. Aufschleudern oder Spritzbeschichten
beschichtet werden.
(c) Antireflexionsbeschichtung
Eine Antireflexionsschicht, bestehend aus einem einschichtigen oder
mehrschichtigen anorganischen Material kann auf dem Hartbeschichtungsfilm gebildet
werden. Die Verminderung der Reflexion und die Verbesserung der Durchlässigkeit
und Witterungsbeständigkeit kann durch Bilden der Antireflexionsschicht erreicht
werden.
Ein dünner Film wird durch Dampfabscheidung unter Verwendung
von SiO, SiO2, Si3N4, TiO2, ZrO2,
Al2O3, MgF2, Ta2O5 oder dergleichen
als anorganischem Material gebildet.
(d) Vorbehandlung
Um die Haftung der Hartbeschichtung zu verbessern, ist es wirksam,
eine Linse mit einer Haftvermittler-gehärteten Schicht einer Vorbehandlung,
wie einer Alkalibehandlung, Säurebehandlung, Plasmabehandlung, Koronabehandlung,
Flammbehandlung oder UV-Bestrahlungsbehandlung zu unterziehen.
Die Kunststofflinse der vorliegenden Erfindung eignet sich besonders
für die Verwendung als eine Kunststofflinse für Brillen, zum Beispiel
Schutzbrillen, die schlagbeständig sein müssen. Sie kann ebenfalls für
eine transparente Kunststofffolie verwendet werden, die Schlagbeständigkeit
aufweisen muss.
Die Haftvermittler-Schicht in der vorliegenden Erfindung verbessert
die Schlagbeständigkeit einer Kunststofflinse in verschiedenen Temperaturbereichen,
wie sie im täglichen Leben vorkommen, verglichen mit der Haftvermittler-Schicht
des Stands der Technik, die aus einem Urethanharz hergestellt wird, das von einem
Adipinsäure als Hauptkomponente umfassenden Polyesterpolyol erhalten wird.
Die Haftvermittler-Schicht sieht Schlagbeständigkeit, welche insbesondere bei
hohen Temperaturen nicht abnimmt, und praktisch eine ausreichende Schlagbeständigkeit
bei einem HI-Linsensubstrat, welches in punkto Schlagbeständigkeit leicht unterlegen
ist, vor.
Beispiele
Die Beispiele der vorliegenden Erfindung werden im Folgenden beschrieben.
Das verwendete Linsensubstrat und der Haftvermittler, ein Verfahren
zum Beschichten der Hartbeschichtungszusammensetzung und ein Performance-Test für
den erhaltenen Beschichtungsfilm werden nachfolgend beschrieben.
(a) Das Kunststofflinsensubstrat schliesst ein:
A:
eine Kunststofflinse, hergestellt aus Diethylenglykolbisallylcarbonat mit einem
Brechungsindex von 1,50
B:
eine Kunststofflinse, hergestellt aus einem Thiourethanharz mit einem Brechungsindex
von 1,594 (erhalten durch thermisches Härten des MR-90-Monomers von Mitsui
Chemicals, Inc.)
C:
eine Kunststofflinse, hergestellt aus einem Thiourethanharz mit einem Brechungsindex
von 1,66 (erhalten durch thermisches Härten des MR-7-Monomers von Mitsui Chemicals,
Inc.).
(b) Verfahren zum Beschichten des Haftvermittlers
Das Linsensubstrat wird in jede Beschichtungslösung eingetaucht
und mit einer Heberate von 10 cm/min angehoben, um das Tauchbeschichten des Haftvermittlers
auf dem Linsensubstrat durchzuführen, und die Haftvermittlerschicht wird bei
Raumtemperatur etwa 10 Minuten lang getrocknet und thermisch bei 95°C während
30 Minuten gehärtet.
(c) Verfahren zum Beschichten einer Hartbeschichtungslösung
Die Linse mit einer Haftvermittler-gehärteten Schicht wird in
jede Beschichtungslösung eingetaucht und mit einer Heberate von 15 cm/min angehoben,
um das Tauchbeschichten der Hartbeschichtungslösung auf der Haftvermittler-gehärteten
Schicht durchzuführen, und die Kratzschutzbeschichtung wird bei Raumtemperatur
etwa 5 Minuten lang getrocknet und thermisch bei 120°C während 1 Stunde
gehärtet.
(d) Ein Kreuzhieb- oder ein Querschneidehafttest wird gemäß JIS K5400
durchgeführt.
(e) Stahlwolletest
Die Linse wird unter Verwendung von Stahlwolle #0000 mit einer 1-kg-Belastung
gerieben, und es werden die erzeugten Kratzer auf Basis der folgenden Kriterien
bewertet:
5:
Die Linse ist überhaupt nicht verkratzt.
4:
Die Linse ist leicht verkratzt.
3:
Die Linse ist verkratzt.
2:
Die Linse ist stark verkratzt.
1:
Die Linse ist bis zur Tiefe ihres Substrats verkratzt.
(f) Färbbarkeit
Eine wässrige Lösung, die durch Verdünnen des BPI GRAY
von Brain Power Inc. (USA) mit destilliertem Wasser auf eine Konzentration von 9
% zubereitet wurde, wird bei 90°C erwärmt und eine mit jeder Beschichtungslösung
beschichtete Linse wird in diese wässrige Lösung 5 Minuten lang eingetaucht,
herausgenommen und mit Wasser gewaschen. Die Gesamtlichtdurchlässigkeit der
Linse nach dem Färben wird zum Vergleich der Färbbarkeit gemessen.
(g) Messung der Filmdicke
Die Glasplatte wird mit jeder Beschichtungslösung beschichtet.
Nachdem der Beschichtungsfilm gehärtet wurde, wird ein Teil davon ausgeschnitten,
und die Filmdicke wird aus der Höhendifferenz erhalten.
(h) Schlagbeständigkeit
Eine zerstörende Prüfung wird gemäß ANSI Z80.1
durchgeführt, indem man eine Stahlkugel von 16,32 g gegen eine konvexe Oberfläche
einer Linse schlagen lässt. Ein Zwischenwert zwischen der Menge der Aufprallenergie,
wenn die Linse bricht oder Risse bildet, und der Menge der maximalen Aufprallenergie,
wenn es zu keiner Veränderung bei der Linse kommt, gilt als die Schlagbeständigkeit
und wird durch ein Vielfaches eines FDA-Standardwertes (0,2 J) ausgedrückt.
Das verwendete Linsensubstrat ist eine Kunststofflinse eines negativen Grades mit
einer Zentrumsdicke von 1,0 bis 1,3 mm.
Vor der Messung werden die beschichteten Linsen in einer Atmosphäre
von 0°C, 20°C, 30°C bzw. 40°C 24 Stunden lang stehen gelassen
und es wird ein Fallkugeltest schnell bei 20°C durchgeführt.
(i) Witterungsbeständigkeit
Das äußere Aussehen und die Haftung einer Linse nach 240
Stunden Exposition werden gemäß ASTM G-26 unter Einsatz eines Xenon-Verwitterungsmessers
bewertet.
(a) Herstellung eines Haftvermittlers(1) Haftvermittler Nr. 1:
91 Gramm eines Polyesterpolyols, welcher Isophthalsäure und 1,6-Hexandiol
umfasst und ein durchschnittliches Molekulargewicht von 940 und einen OH-Wert von
120 mgKOH/g besitzt, 92 g einer Butylacetatlösung, die 75 % eines durch &bgr;-Diketon
geblockten 1,6-Hexandioldiisocyanattrimers und 812 g Propylenglykolmonomethylether
enthielt, wurden zusammen gemischt und umgerührt, bis eine homogene Mischung
erhalten wurde, und es wurden 0,5 g Florad FC-430 von 3M Corp. als Egalisiermittel
zugegeben und umgerührt zur Herstellung eines Haftvermittlers Nr. 1.
(2) Haftvermittler Nr. 2:
61 Gramm eines Polyesterpolyols, welches Isophthalsäure und Adipinsäure
in einem Molverhältnis von 60:40 und 1,6-Hexandiol und Trimethylolpropan umfasst
und ein durchschnittliches Molekulargewicht von 650 und eine Hydroxylzahl von 260
mgKOH/g aufweist, 135 g Butylacetatlösung, die 75 % eines durch &bgr;-Diketon
geblockten 1,6-Hexandioldiisocyanattrimers und 802 g Propylenglykolmonomethylether
enthielt, wurden zusammen gemischt und umgerührt, bis eine homogene Mischung
erhalten wurde, und es wurden 0,5 g Florad FC-430 von 3M Corp. als Egalisiermittel
zugegeben und umgerührt zur Herstellung eines Haftvermittlers Nr. 2.
(3) Haftvermittler Nr. 3:
700 Gramm des Haftvermittlers Nr. 1, der getrennt von (1) von weiter
oben hergestellt wurde, wurden gewogen und umgerührt. 140 Gramm Propylenglykolmonomethylether
und danach 160 g eines Verbundoxidsols Nr. 1 aus TiO2, Fe2O3
und SiO2 (dispergiert in Methanol, mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser
von 10 nm und einem Gehalt an nicht-flüchtigen Stoffen von 30 %) wurden dem
Haftvermittler zugegeben und zu einem homogenen Zustand umgerührt zur Herstellung
eines Haftvermittlers Nr. 3.
(4) Haftvermittler Nr. 4:
500 Gramm des Haftvermittlers Nr. 1, der getrennt von (1) von weiter
oben hergestellt wurde, wurden gewogen und umgerührt. 234 Gramm Propylenglykolmonomethylether
und danach 266 g eines Verbundoxidsols Nr. 2 von TiO2, ZrO2
und SiO2 (dispergiert in Methanol, mit einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser
von 10 nm und einem Gehalt an nichtflüchtigen Stoffen von 30 %) wurden dem
Haftvermittler zugegeben und zu einem homogenen Zustand umgerührt zur Herstellung
eines Haftvermittlers Nr. 4.
(5) Haftvermittler Nr. 5:
66 Gramm Polyesterpolyol, welcher Adipinsäure und Methylpentandiol
umfasst und ein durchschnittliches Molekulargewicht von 500 und eine Hydroxylzahl
von 224 mgKOH/g besitzt, 125 g einer Butylacetatlösung, die 75 % eines durch
&bgr;-Diketon geblockten 1,6-Hexandioldiisocyanattrimers enthielt, und 804 g Propylenglykolmonomethylether,
wurden zusammen gemischt und umgerührt, bis eine homogene Mischung erhalten
wurde, und es wurden 0,5 g Florad FC-430 von 3M Corp. als Egalisiermittel zugegeben
und umgerührt zur Herstellung eines Haftvermittlers Nr. 5.
(6) Haftvermittler Nr. 6:
700 Gramm des Haftvermittlers Nr. 5, der getrennt von (5) von weiter
oben hergestellt wurde, wurden gewogen und umgerührt. 140 Gramm Propylenglykolmonomethylether
und danach 160 g des oben genannten Verbundoxidsols Nr. 1 wurden dem Haftvermittler
zugegeben und zu einem homogenen Zustand umgerührt zur Herstellung eines Haftvermittlers
Nr. 6.
(7) Haftvermittler Nr. 7:
500 Gramm des Haftvermittlers Nr. 5, der getrennt von (5) von weiter
oben hergestellt wurde, wurden gewogen und umgerührt. 234
Gramm Propylenglykolmonomethylether und danach 266 g des oben genannten Verbundoxidsols
Nr. 2 wurden dem Haftvermittler zugegeben und zu einem homogenen Zustand umgerührt
zur Herstellung eines Haftvermittlers Nr. 7.
(b) Herstellung einer Hartbeschichtungslösung(a) Hartbeschichtungslösung Nr. 1:
306 g eines Säurewasser-Dispersionssols von SiO2 (mit
einem durchschnittlichen Partikeldurchmesser von 10 nm und einem Gehalt an nicht-flüchtigen
Stoffen von 40 %) wurden gewogen und gesammelt. 104 g &ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
und 99 g Methyltrimethoxysilan wurden allmählich dem Sol zugegeben. Nach der
Zugabe wurde die Mischungslösung für weitere 2 Stunden umgerührt.
Im Anschluss wurden 435 g Isopropylalkohol zugegeben und danach wurden 25 g Itaconsäure
zugegeben, während die Mischungslösung umgerührt wurde. Weiterhin
wurden 0,8 g Ammoniumperchlorat als Härtungsmittel und 0,4 g Silikontensid
(ein Produkt von Nippon Unicar Co., Ltd.; Handelsname: L-7001) als Egalisiermittel
zugegeben, und die Mischungslösung wurde 1 Stunde umgerührt. Die oben
genannte Mischungslösung wurde bei Raumtemperatur 48 Stunden gealtert für
den Erhalt einer Hartbeschichtungslösung Nr. 1.
(2) Hartbeschichtungslösung Nr. 2:
330 g des oben genannten Verbundoxidsols Nr. 1 wurden gewogen und
gesammelt. 150 Gramm destilliertes Wasser wurden unter Rühren hinzugegeben.
182 g &ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan und 65 g Methyltrimethoxysilan wurden
allmählich zugegeben. Nach der Zugabe wurde die Mischungslösung für
weitere 2 Stunden umgerührt. Im Anschluss wurden 227 g Isopropylalkohol zugegeben
und danach wurden 40 g Tetraethylenglykolmonomethacrylat zugegeben, während
die Mischungslösung umgerührt wurde. Weiterhin wurden 6 g Acetylacetonaluminium
als Härtungsmittel und 0,4 g Silikontensid (ein Produkt von Nippon Unicar Co.,
Ltd.; Handelsname: L-7001) als Egalisiermittel zugegeben, und die Mischungslösung
wurde 1 Stunde umgerührt. Die oben genannte Mischungslösung wurde bei
Raumtemperatur 48 Stunden gealtert für den Erhalt einer Hartbeschichtungslösung
Nr. 2.
(3) Hartbeschichtungslösung Nr. 3:
Eine Hartbeschichtungslösung Nr. 3 wurde auf die gleiche Weise
wie in (2) weiter oben erhalten mit der Ausnahme, dass 433 g des oben genannten
Verbundoxidsols Nr. 2 (Hartbeschichtungslösung Nr. 2), 184 g &ggr;-Glycidoxypropyltrimethoxysilan
und 216 g Isopropylalkohol verwendet wurden.
(c) Herstellung von beschichteten Linsen(1) Beispiele 1 bis 4
Die Haftvermittlerlösungen Nr. 1 bis 4 wurden auf Linsenmatrizen
beschichtet und durch Erwärmen bei 90°C 30 Minuten lang gehärtet,
und danach wurden die Hartbeschichtungslösungen Nr. 1 bis 3 auf die resultierenden
Linsenmatrizen beschichtet und durch Erwärmen bei 120°C 60 Minuten lang
gehärtet. Die Bewertungsergebnisse der Performance der erhaltenen beschichteten
Linsen sind in der Spalte "Hartbeschichtung" von Tabelle 1 aufgeführt.
Vier Antireflexionsschichten aus ZrO2, SiO2,
ZrO2 und SiO2 wurden jeweils auf den oben genannten Kratzschutzbeschichtungen
durch Vakuumdampfabscheidung aufgebracht. Die Dicke der aufgebrachten Antireflexionsschichten
war etwa &lgr;/12, &lgr;/12, &lgr;/2 bzw. &lgr;4. &lgr; ist die Lichtwellenlänge
von 520 nm. Die Bewertungsergebnisse der erhaltenen Linsen sind in der Spalte "Antireflexionsbeschichtung"
der Tabelle 1 aufgeführt.
(2) Vergleichsbeispiele 1 bis 3
Die Haftvermittlerlösungen Nr. 5 bis 7 wurden auf Linsenmatrizen
beschichtet und durch Erwärmen bei 90°C 30 Minuten lang gehärtet,
und danach wurden die Hartbeschichtungslösungen Nr. 1 bis 3 auf die resultierenden
Linsenmatrizen beschichtet und durch Erwärmen bei 120°C 30 Minuten lang
gehärtet. Die Bewertungsergebnisse der Performance der erhaltenen beschichteten
Linsen sind in der Spalte "Hartbeschichtung" von Tabelle 1 aufgeführt.
Vier Antireflexionsschichten aus ZrO2, SiO2,
ZrO2 und SiO2 wurden jeweils auf den oben genannten Kratzschutzbeschichtungen
durch Vakuumdampfabscheidung aufgebracht. Die Dicke der aufgebrachten Antireflexionsschichten
war etwa &lgr;/12, &lgr;/12, &lgr;/2 bzw. &lgr;4. Die Bewertungsergebnisse
der erhaltenen Linsen sind in der Spalte "Antireflexionsbeschichtung" der Tabelle
1 aufgeführt.
Anspruch[de]
Kunststofflinse, umfassend ein Kunststofflinsensubstrat, eine Polyurethanschicht,
die auf mindestens einer Seite des Substrates aufgebracht ist, und eine Siliziumharz-Kratzschutzbeschichtung
auf der Polyurethanschicht der Kunststofflinse, wobei die Polyurethanschicht ein
gehärtetes Produkt eines Haftvermittlers ist, der als Hauptkomponenten umfasst
(1) ein Oxid von mindestens einem Metallatom, das Si, Al, Sn, Sb, Ta, Ce, La, Fe,
Zn, W, Zr, In oder Ti ist, und Feinpartikel enthält, die einen durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 1 bis 100 nm in einer Menge von 70 Gew.-% oder weniger,
bezogen auf den Gehalt an Feststoff, aufweisen; (2) ein Polyisocyanat; und (3) ein
Polyesterpolyol, das als eine Säurekomponente enthält: Isophthalsäure
in einer Menge von mindestens 50 Mol-%, basierend auf der Summe aller Säurekomponenten,
und eine andere Dicarbonsäure in einer Menge von 50 Mol-% oder weniger, basierend
auf der Summe aller Säurekomponenten, welche mindestens eine Dicarbonsäure
ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Phthalsäure, Terephthalsäure,
Phthalsäureanhydrid, hydrierter Phthalsäure, Fumarsäure, dimerisierter
Linolsäure, Maleinsäure und gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren,
die 4 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 1, wobei das Polyisocyanat
ein Monomer, Isocyanurat, Addukt, modifiziertes Produkt oder Präpolymer eines
Polyisocyanats ist, das ein gesättigtes aliphatisches Skelett aufweist.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 2, wobei das Polyisocyanat
ein Isocyanurat von Hexamethylendiisocyanat ist, und dessen Isocyanatgruppe durch
eine &bgr;-Diketon-, Diethylmalonat-, Dimethylmalonat-, Acetoxim- oder Butanonoxim-Gruppe
blockiert ist.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 1, wobei das Polyisocyanat
ein Monomer, Isocyanurat, Addukt, modifiziertes Produkt oder Präpolymer eines
Polyisocyanats ist, das einen aromatischen Ring als Skelett aufweist.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 4, wobei das Polyisocyanat
Xylylendiisocyanat oder Tetramethylxylylendiisocyanat ist, und dessen Isocyanatgruppe
durch eine &bgr;-Diketon-, Diethylmalonat-, Dimethylmalonat-, Acetoxim- oder Butanonoxim-Gruppe
blockiert ist.Die Kunststofflinse nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Polyesterpolyol als eine Diolkomponente mindestens ein Diol der Formel (1):
worin X1 -CH2CH2O- oder
ist, X2 -OCH2CH2- oder
ist, und p und q unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 1 bis 3 sind,
oder der Formel (2):
worin Z1 und Z2 unabhängig voneinander
eine organische Gruppe sind, die eine OH-Gruppe aufweisen und ein Kohlenstoffatom,
Wasserstoffatom und Sauerstoffatom umfassen, und r und t unabhängig voneinander
0 oder 1 sind, enthält.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 6, wobei die Kratzschutzbeschichtung
hergestellt ist aus (A) einem Oxid von mindestens einem Metallatom, das Si, Al,
Sn, Sb, Ta, Ce, La, Fe, Zn, W, Zr, In oder Ti ist, und Feinpartikel enthält,
die einen durchschnittlichen Teilchendurchmesser von 1 bis 100 nm aufweisen.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 6 oder 7, wobei das Siliziumharz
(B) der Kratzschutzbeschichtung eine Epoxy-haltige Siliziumverbindung ist, die durch
die folgende Formel (3) dargestellt ist, oder ein hydrolysiertes Produkt von dieser:
R1R2aSi(OR3)3-a(3)
worin R1 eine organische Gruppe ist, die eine Epoxygruppe enthält
und 2 bis 12 Kohlenstoffatome aufweist, R2 eine Alkylgruppe, die 1 bis
6 Kohlenstoffatome aufweist, Alkenylgruppe, Halogenalkylgruppe, Arylgruppe oder
Halogenarylgruppe ist, R3 ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe, die
1 bis 4 Kohlenstoffatome aufweist, oder eine Acylgruppe ist, und a 0, 1 oder 2 ist.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 7 und 8, wobei die Kratzschutzbeschichtung
zusätzlich zu den Komponenten (A) und (B) eine dritte Komponente enthält,
die eine funktionelle Gruppe aufweist, die chemisch an die Komponenten (A) und (B)
gebunden sein kann.Die Kunststofflinse gemäß Anspruch 9, wobei die dritte Komponente
mindestens eine Verbindung ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus Komponenten (C) bis (O):
(C) eine organische Verbindung, die nur eine OH-Gruppe oder SH-Gruppe im Molekül
aufweist, die mindestens eine Gruppe, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend
aus -O-, -CO-O-, -S-, -CO-S- und -CS-S- und mindestens eine ungesättigte Gruppe
in der Hauptkette des Moleküls enthält, und die in Wasser oder einem Alkohol,
der 4 oder weniger Kohlenstoffatome aufweist, löslich ist,
(D) eine ungesättigte zweibasige Säure,
(E) ein zyklisches Anhydrid einer ungesättigten dibasischen Säure,
(F) eine Imidverbindung einer ungesättigten dibasischen Säure,
(G) eine gesättigte Polycarbonsäure,
(H) ein zyklisches Anhydrid einer gesättigten Polycarbonsäure,
(I) eine Imidverbindung einer gesättigten Polycarbonsäure,
(J) ein Amin,
(K) Harnstoff und ein Addukt davon mit Formaldehyd,
(L) Alkyl-substituiertes Methylolmelamin,
(M) eine Verbindung, die 2 oder mehr OH-Gruppen oder SH-Gruppen aufweist,
(N) eine Verbindung, die 2 oder mehr Epoxygruppen aufweist, und
(O) Dicyandiamid, Hydrazid, Thioharnstoff, Guanidin, Ethylenimin, Sulfonamid und
deren Derivate.Die Kunststofflinse gemäß einem der Ansprüche 6 bis 10,
die eine Anti-Reflexionsschicht auf der Kratzschutzbeschichtung der Kunststofflinse
aufweist.Verwendung einer Haftvermittler-Zusammensetzung zur Herstellung einer
Polyurethanschicht in einer Kunststofflinse, die als Hauptkomponenten umfasst (1)
ein Oxid von mindestens einem Metallatom, das Si, Al, Sn, Sb, Ta, Ce, La, Fe, Zn,
W, Zr, In oder Ti ist, und Feinpartikel enthält, die einen durchschnittlichen
Teilchendurchmesser von 1 bis 100 nm in einer Menge von 70 Gew.-% oder weniger,
bezogen auf den Gehalt an Feststoff, aufweisen; (2) ein Polyisocyanat; und (3) ein
Polyesterpolyol, das als Säurekomponente enthält: Isophthalsäure
in einer Menge von mindestens 50 Mol-%, basierend auf der Summe aller Säurekomponenten,
und eine andere Dicarbonsäure in einer Menge von 50 Mol-% oder weniger, basierend
auf der Summe aller Säurekomponenten, die mindestens eine Dicarbonsäure
ist, die ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus Phthalsäure, Terephthalsäure,
Phthalsäureanhydrid, hydrierter Phthalsäure, Fumarsäure, dimerisierter
Linolsäure, Maleinsäure und gesättigten aliphatischen Dicarbonsäuren,
die 4 bis 8 Kohlenstoffatome aufweisen, als Haftvermittler-Schicht für eine
Kunststofflinse.