| Dokumentenidentifikation |
EP1517348 03.01.2008 |
| EP-Veröffentlichungsnummer |
0001517348 |
| Titel |
Sicherungselement mit profilierten Kontaktpfosten und ein Verfahren zu dessen Herstellung |
| Anmelder |
Wickmann-Werke GmbH, 58453 Witten, DE |
| Erfinder |
Liebherr, Klaus, 44227 Dortmund, DE; Richter, Holger, 58453 Witten, DE |
| DE-Aktenzeichen |
50308654 |
| Vertragsstaaten |
AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR |
| Sprache des Dokument |
DE |
| EP-Anmeldetag |
22.09.2003 |
| EP-Aktenzeichen |
030213862 |
| EP-Offenlegungsdatum |
23.03.2005 |
| EP date of grant |
21.11.2007 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
03.01.2008 |
| IPC-Hauptklasse |
H01H 85/147(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
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| Beschreibung[de] |
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Sicherungselement
mit einem an zwei Kontaktpfosten befestigten Schmelzleiter, wobei der Schmelzleiter
an den Kontaktpfosten an einer Schweißstelle mittels Laser-Schweißen befestigt
ist, wobei der Laserstrahl beim Laser-Schweißen auf den Kontaktpfosten auf
eine der Schweißstelle des Schmelzleiters gegenüberliegende Auftreffstelle
gerichtet wird, und wobei die Kontaktpfosten jeweils einen die Schweißstelle
und die Auftreffstelle einschließenden Abflachbereich verringerter Materialdicke
aufweisen.
Die Erfindung betrifft außerdem ein Verfahren zum
Herstellen eines Sicherungselements, bei dem mindestens zwei Kontaktpfosten in einer
Halterung befestigt werden und ein Schmelzleiter durch Erhitzen mit Hilfe eines
Laserstrahls an den Kontaktpfosten angeschweißt wird, wobei der Laser auf eine
von dem Schmelzleiter abgewandte Seite der Kontaktpfosten gerichtet wird.
In der
DE 198 03 605
werden ein Sicherungselement gemäß Oberbegriff des Anspruchs
1 und ein Verfahren zur Herstellung elektrischer Sicherungen beschrieben, bei denen
ein Schmelzleiter an zwei Kontaktpfosten durch Laser-Schweißen befestigt wird
und der Schmelzleiter im Bereich der Verbindungsstelle über einen Längsabschnitt
abgeflacht ist. Der Laser wird dabei auf die Seite des Kontaktpfostens gerichtet,
die dem Schmelzleiter abgewandt ist. Der Laserstrahl erhitzt den Kontaktpfosten
und mittelbar die Kontaktstelle zwischen Schmelzleiter und Kontaktpfosten.
Wenn der Abflachbereich des Kontaktpfostens eine geringe
Materialdicke aufweist, wird nur eine geringe Laserenergie und kurze Laser-Pulsdauer
benötigt, um eine Schweißverbindung herzustellen. Durch die dünn
abgeflachte Form der Kontaktpfosten ist jedoch die mechanische Stabilität der
Siche-rungselemente, insbesondere im Verbindungsbereich zu dem Schmelzleiter, verringert.
Wird hingegen die Materialdicke der abgeflachten Kontaktbereiche erhöht, so
ist zwar eine gute mechanische Stabilität gegeben, es ist jedoch eine deutlich
höhere Laserenergie und/oder Laser-Pulsdauer erforderlich, um eine sichere
Schweißverbindung herzustellen. Außerdem ist durch die dickere Ausführung
des Kontaktpfostens die Wärmekapazität im Bereich der Verbindungsstelle
erhöht und der zeitliche Temperaturverlauf ist träger und belastet dadurch
das Schmelzleitermaterial. Es kommt beim Schweißen zu einer Versprödung
des Schmelzleiters im Verbindungsbereich.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Sicherungselement
der eingangs genannten Art zu schaffen, das eine schnelle und sichere Verbindung
zwischen dem Schmelzleiter und dem Kontaktpfosten durch Laser-Schweißen erlaubt
und gleichzeitig eine hohe mechanische Stabilität besitzt.
Diese Aufgabe wird durch ein Sicherungselement mit den
Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Außerdem wird die Aufgabe durch
ein Verfahren zum Herstellen eines Schmelzsicherungselements mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 13 gelöst.
Bei dem erfindungsgemäßen Sicherungselement,
welches von der eingangs genannten Art ist, nimmt bei wenigstens einem Kontaktpfosten
der Abflachbereich verringerter Materialdicke nur einen Teil der Breite des Kontaktpfostens
ein, so dass neben dem Abflachbereich wenigstens ein Stützbereich größerer
Materialdicke verbleibt.
Ein derartig geformter Kontaktpfosten bietet eine gute
mechanische Stabilität und ermöglicht eine rasche und sichere verschweißung
des Schmelzleiters mit dem Kontaktpfosten. Der Stützbereich größerer
Materialdicke verleiht dem Kontaktpfosten eine mechanische Stabilität, die
ein Umknicken oder Verbiegen des Kontaktpfostens verhindert. Bei herkömmlichen
Sicherungen, bei denen ganze Längsabschnitte von Kontaktpfosten über ihren
Querschnitt abgeflacht sind, besteht die Gefahr, dass der Kontaktpfosten insbesondere
in Abflachrichtung instabil wird. Bereits geringes Verbiegen führt jedoch zu
einer veränderten Lage oder sogar einer Dehnung oder Stauchung des an den Kontaktpfosten
befestigten Schmelzleiters. Dadurch ergibt sich ein verändertes Abschaltverhalten
der Sicherung oder bei starker Verformung sogar eine Beschädigung oder Zerstörung
des Schmelzleiters.
Die Kontaktpfosten des erfindungsgemäßen Sicherungselementes
verändern ihre Form und Lage bei üblichen mechanischen Belastungen, denen
die Sicherungselemente ausgesetzt werden, nicht und gewährleisten eine sichere
Halterung des Schmelzleiters. Die Lage des Schmelzleiters ist stabil und das Abschalten
des Sicherungselementes reproduzierbarer.
Neben der mechanischen Stabilität des Kontaktpfostens
wird die Befestigung des Schmelzleiters am Kontaktpfosten mittels Laser-Schweißen
wesentlich verbessert. Der Laserstrahl wird auf den jeweiligen Bereich des Kontaktpfostens
gerichtet, in dem die Schweißstelle zwischen Schmelzleiter und Kontaktpfosten
entstehen soll. Dabei wird der Laserstrahl auf die Seite des Kontaktpfosten gerichtet,
die dem Schmelzleiter gegenüberliegt bzw. abgewandt ist. Dieser Auftreffpunkt
des Laserstrahls und auch die Schweißstelle liegen im Abflachbereich mit verringerter
Materialdicke. Die vorgesehene Schweißstelle wird im Abflachbereich wesentlich
schneller erhitzt, da der Wärmestrom eine geringere Materialdicke durchtreten
muss (Wärmestrom indirekt proportional zur Materialdicke). Das Temperaturprofil
auf der dem Schmelzleiter zugewandten Seite weist von der dem Auftreffpunkt des
Lasers gegenüberliegenden Stelle aus, in radialer Richtung über die Fläche
des Kontaktpfosten einen wesentlich steileren Verlauf auf, als bei einem Kontaktpfosten
mit nicht verringerter Materialdicke.
Aufgrund der verringerten Materialdicke des Kontaktpfostens
im Abflachbereich wird eine deutlich geringere Laserleistung und/oder Bestrahlungsdauer
benötigt, um eine sichere Schweißverbindung herzustellen. Die Materialbelastung
und wärmebedingte Versprödung oder Ermüdung wird drastisch verringert.
Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung
erstreckt sich der Schmelzleiter über den Flachbereich hinaus auf den Stützbereich
größerer Materialdicke. Bei dieser Ausführungsform steht der Schmelzleiter
mit dem Kontaktpfosten sowohl in dem Abflachbereich, als auch in dem Stützbereich
in Kontakt. Bei dem Laser-Schweißvorgang werden diese Bereiche wegen der unterliegenden
unterschiedlichen Materialdicke auch unterschiedlich stark erhitzt. Die Kontaktbereiche
zwischen dem Schmelzleiter und dem abgeflachten Bereich des Kontaktpfostens werden
stärker erhitzt als die Kontaktbereiche zwischen dem Schmelzleiter und dem
nicht abgeflachten Stützbereich des Kontaktpfostens. So kann z.B. der Schmelzleiter
in einem Bereich eine intensivere Schweißverbindung mit dem Kontaktpfosten
eingehen als in einem anderen Bereich.
In einer weiteren Ausführungsform bildet der Abflachbereich
und der wenigstens eine Stützbereich zumindest im Auflagebereich des Schmelzleiters
eine Auflageebene. In diesem Fall ist die Befestigung des Schmelzleiters während
der Fertigung des Sicherungselementes besonders einfach. Der Schmelzleiter kann
auf die Auflagenebene des Kontaktpfostens aufgelegt werden, wobei er gleichmäßig
über die gesamte Breite der Auflageebene aufliegt.
In einer weiteren Ausführungsform liegt der Schmelzleiter
quer zur Längsrichtung des Kontaktpfostens auf dem Kontaktpfosten auf. Dies
ist besonders vorteilhaft, wenn ein weiterer, gleich ausgebildeter Kontaktpfosten
neben den ersten Kontaktpfosten angeordnet wird, so dass die Kontaktpfosten mit
ihrer Längsachse in die gleiche Richtung weisen. Ein quer zu der Längsrichtung
des ersten Kontaktpfostens auf dem Kontaktpfosten aufliegender Schmelzleiter kann
in gleicher Weise auf dem zweiten Kontaktpfosten aufliegen.
Vorzugsweise sind die Kontaktpfosten des Sicherungselementes
in einer Halterung befestigt und der Abflachbereich mit verringerter Materialdicke
erstreckt sich bis zu dem der Halterung abgewandten Ende des Kontaktpfostens. Die
Halterung stellt sicher, dass die Kontaktpfosten in einer festen Lage zueinander
gehalten werden. Außerdem kann die Halterung zum Greifen des Sicherungselementes
verwendet werden, ohne dass die Gefahr einer Beschädigung des Schmelzleiters
oder der Kontaktpfosten besteht. Erstreckt sich der Abflachbereich mit verringerter
Materialdicke bis zu dem der Halterung abgewandten Ende des Kontaktpfostens, so
kann z.B. die Abflachung des Kontaktpfostens direkt beim Kürzen des Kontaktpfostenmaterials
auf die Länge eines Kontaktpfostens erfolgen, z.B. mit dem gleichen Werkzeug.
Der Schmelzleiter ist dann an dem der Halterung abgewandten Endbereich des Kontaktpfostens
befestigt.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform erstreckt
sich der Abflachbereich mit verringerter Materialdicke in der Mitte des Kontaktpfostens,
so dass an zwei Längsseiten des Abflachbereichs jeweils ein Stützbereich
größerer Materialdicke gebildet ist. Die Kontaktpfosten dieses Sicherungselements
sind durch die verstärkten Seitenbereiche besonders stabil.
Vorzugsweise weist das Sicherungselement einen Schmelzdraht
auf, der um einen nicht-leitenden Kern gewickelt ist. Bei diesem Sicherungselement
wird mindestens eine Windung des Schmelzdrahtes durch Laser-Schweißen an dem
Kontaktpfosten befestigt. Es können jedoch auch mehrere Windungen gleichzeitig
in einem Laser-Schweißvorgang an dem Kontaktpfosten befestigt werden.
Es ist besonders vorteilhaft, wenn bei einem Sicherungselement,
bei dem sich der Schmelzleiter über den Abflachbereich hinaus auf Stützbereich
erstreckt, der Schmelzdraht einen Drahtkern und eine Ummantelung aus einem Material
aufweist, dessen Schmelztemperatur niedriger ist als die des Drahtkerns. In den
abgeflachten Bereichen, in denen der Schmelzdraht an dem Kontaktpfosten befestigt
wird, ist die Schweißtemperatur höher und sowohl das Material der Ummantelung,
als auch das Material des Drahtkerns werden zur Herstellung einer Schweißverbindung
aufgeschmolzen. In den nicht abgeflachten Bereichen, in denen der Schmelzdraht an
dem Kontaktpfosten befestigt wird, wird aufgrund der geringeren Temperatur der Kontaktpfosten
nur das Material der Ummantelung angeschmolzen, nicht jedoch der Drahtkern. In diesen
Bereichen kann z.B. eine Lötverbindung zwischen dem Kontaktpfosten und dem
Schmelzleiter hergestellt werden, sofern der Schmelzleiter mit einem Lot ummantelt
ist.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Herstellen
eines Sicherungselement werden mindestens zwei Kontaktpfosten in einer Halterung
befestigt, und ein Schmelzleiter wird durch Erhitzen mit Hilfe eines Laserstrahls
an den Kontaktpfosten angeschweißt. Dabei wird der Laser auf eine von dem Schmelzleiter
abgewandte Seite der Kontaktpfosten gerichtet, nachdem die Materialdicke mindestens
eines Kontaktpfostens in wenigstens einem Teil des Auflagebereichs des Schmelzleiters
derart verringert worden ist, dass ein so gebildeter Auflagebereich nur eine Teilbreite
des Kontaktpfostens einnimmt.
Die Verringerung der Materialdicke des Kontaktpfostens
kann bei diesem Verfahren bereits bei der Herstellung und Kürzung der Kontaktpfosten
geschehen, oder nachdem die Kontaktpfosten in einer Halterung befestigt wurden.
Um die Vorteile der Erfindung zu nutzen, muss lediglich sichergestellt sein, dass
die Verringerung der Materialdicke stattfindet, bevor der Schmelzleiter an dem Kontaktpfosten
durch Laser-Schweißen befestigt wird.
Vorteilhafte und bevorzugte Weiterbildungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand eines in der beigefügten
Zeichnung dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels näher beschrieben.
In der Zeichnung zeigt:
- Figur 1 eine schematische Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Sicherungselements;
und
- Figur 2 eine schematische Rückansicht eines erfindungsgemäßen
Sicherungselements; und
- Figur 3 eine schematische Draufsicht auf ein erfindungsgemäßes Sicherungselement.
In Figur 1 ist in einer Vorderansicht ein erfindungsgemäßen
Sicherungselement schematisch dargestellt, bei dem zwei Kontaktpfosten (1) in einer
Halterung (2) befestigt sind. Die Kontaktpfosten (1) führen durch die Halterung
(2) hindurch und ragen oben und unten aus dieser heraus. Im oberen Abschnitt der
Kontaktpfosten (1) sind in deren Mittelbereichen Abflachbereiche (3) gebildet, in
denen die Materialdicke der Kontaktpfosten (1) verringert ist. Beidseitig neben
den Abflachbereichen (3) sind an den Längsseiten Stützbereiche (4) an
den Kontaktpfosten (1) gebildet, in denen die Materialdicke der Kontaktpfosten nicht
verringert ist. Die Kontaktpfosten (1) sind nur einseitig abgeflacht, und zwar bei
der Darstellung in Figur 1 auf der dem Betrachter zugewandten Seite. Ein Schmelzleiter
(5) erstreckt sich zwischen den beiden Kontaktpfosten (1) und ist an diesen durch
Laser-Schweißen befestigt. Der Schmelzleiter (5) weist einen Schmelzdraht (6)
auf, der um einen isolierenden Kern (7) gewickelt ist. Der Schmelzdraht (6) ist
aus einem zentralen Drahtkern, z.B. aus einer Silber-Kupfer-Legierung oder Feinsilber,
und einer Ummantelung aus einem zweiten Material, z.B. einem Zinn-Lot, gebildet.
Wesentlich ist, daß der Schmelzpunkt der Ummantelung bei einer niedrigeren
Temperatur liegt, als der Schmelzpunkt des Drahtkerns. Es ist möglich, zwischen
dem Schmelzleiter und dem Kontaktpfosten eine Lötverbindung herzustellen, sofern
die Temperatur der Verbindungsstelle höher als die Schmelztemperatur der Ummantelung,
jedoch niedriger als die Schmelztemperatur der Drahtkerns ist. Übersteigt die
Temperatur der Verbindungsstelle hingegen die Schmelztemperatur der Drahtkerns,
wird eine Schweißverbindung hergestellt. Die Verbindungsstellen zwischen dem
Schmelzleiter (5) und den Kontaktpfosten sind in dem Bereich angeordnet, in dem
auch die Abflachbereiche (3) und die Stützbereiche (4) angeordnet sind, jedoch
auf den den Abflachbereichen (3) abgewandten Seiten der Kontaktpfosten (1).
Figur 2 zeigt das Sicherungselement aus Figur 1 in einer
Rückansicht. Der Schmelzleiter (5) liegt auf den Kontaktpfosten (1) auf, wobei
im Auflagebereich der Schmelzleiter eine Auflageebene gebildet ist.
Figur 3 zeigt das Sicherungselement aus Figur 1 in einer
Ansicht von oben. Der Schmelzleiter (5) liegt mit mehreren Windungen auf dem Kontaktpfosten
(1) auf, wobei sich der Schmelzleiter (5) über dem Abflachbereich (3) hinaus
auf den Stützbereich (4) erstreckt. Somit liegen die Windungen des Schmelzdrahtes
(6) in verschiedenen Abschnitten des Schmelzleiters (5) auf verschiedenen Bereichen
der Kontaktpfosten (1) mit unterschiedlichen Materialdicken auf. Beim Schweißvorgang
wird der Laser auf einen Abflachbereich (3) eines Kontaktpfostens (1) gerichtet.
Der Wärmestrom tritt vom Auftreffpunkt durch das Material des Kontaktpfostens
(1) und erwärmt den Auflagebereich, auf dem der Schmelzleiter (5) aufliegt.
Der abgeflachte Bereich, der unmittelbar von dem Laser erwärmt wird, wird durch
einen kurzen Laserpuls auf eine wesentlich höhere Temperatur erwärmt als
der Stützbereich (4) des Kontaktpfostens (1). Die Windungen des Schmelzdrahtes
(6), die im Abflachbereich auf dem Schmelzleiter aufliegen, werden einer höheren
Temperatur ausgesetzt und verschweißt, während diejenigen Windungen, die
im Stützbereich (4) aufliegen, einer geringeren Temperatur ausgesetzt und überwiegend
angelötet werden. Insgesamt ist die thermische Belastung des Schmelzdrahtes
(6) gegenüber dem Laser-Schweißen an einem Kontaktpfosten ohne Abflachbereich
reduziert. Es kommt nicht zu einer Versprödung des Schmelzdrahtes (6), die
immer dann auftritt, wenn der Schmelzdraht zu lange oder zu hoch erhitzt wird.
Im Rahmen des Erfindungsansprüche sind alternative
Ausführungsformen denkbar. Beispielweise kann mehr als ein Abflachbereich an
den Kontaktpfosten gebildet sein. Über seine Breite kann der Kontaktpfosten
z.B. mehrere Abflachbereiche mit unterschiedlicher Materialdicke oder wechselnde
Abflachbereiche und Stützbereiche aufweisen. Ferner können die Abflachbereiche
auch graduell in die Stützbereiche übergehen, ohne daß die Materialdicke
an den Übergängen gestuft ist. Die Auswahlmöglichkeiten der Materialien
für die Kontaktpfosten und den Schmelzleiter, bzw. dessen Drahtkern und Ummantelung,
sind ebenfalls vielfältig und nicht auf die oben genannten Materialien beschränkt.
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| Anspruch[de] |
Sicherungselement mit einem an zwei Kontaktpfosten (1) befestigten Schmelzleiter(5),
wobei der Schmelzleiter an den Kontaktpfosten an einer Schweißstelle mittels
Laser-Schweißen befestigt ist, wobei der Laserstrahl auf den Kontaktpfosten
auf eine der Schweißstelle des Schmelzleiters gegenüberliegende Auftreffstelle
gerichtet wird,
wobei die Kontaktpfosten jeweils einen die Schweißstelle und die Auftreffstelle
einschließenden Abflachbereich (3) verringerter Materialdicke aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
dass bei wenigstens einem Kontaktpfosten (1) der Abflachbereich (3) verringerter
Materialdicke nur einen Teil der Breite des Kontaktpfostens einnimmt, so dass neben
dem Abflachbereich (3) wenigstens ein Stützbereich (4) größerer Materialdicke
verbleibt.
Sicherungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schmelzleiter (5) sich über den Abflachbereich (3) hinaus auf den Stützbereich
(4) größerer Materialdicke erstreckt.
Sicherungselement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass
der Abflachbereich (3) und der wenigstens eine Stützbereich (4) zumindest im
Auflagebereich des Schmelzleiters (5) eine Auflageebene bilden.
Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter (5) quer zur Längsrichtung des Kontaktpfostens
(1) auf dem Kontaktpfosten aufliegt.
Sicherungselement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Kontaktpfosten (1) in einer Halterung (2) befestigt sind und sich der Abflachbereich
(3) mit verringerter Materialdicke bis zu dem der Halterung abgewandten Ende des
Kontaktpfostens erstreckt.
Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass sich der Abflachbereich (3) mit verringerter Materialdicke
in der Mitte des Kontaktpfostens (1) erstreckt, so dass an zwei Längsseiten
des Abflachbereichs jeweils ein Stützbereich (4) größerer Materialdicke
gebildet ist.
Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass sich der Abflachbereich mit verringerter Materialdicke
entlang einer Längsseite des Kontaktpfostens erstreckt, so dass an der anderen
Längsseite ein Stützbereich verbleibt.
Sicherungselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die beiden Kontaktpfosten spiegelsymmetrisch in der Halterung angeordnet sind.
Sicherungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass der Schmelzleiter einen Schmelzdraht umfaßt.
Sicherungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schmelzdraht um einen nichtleitenden Kern gewickelt ist.
Sicherungselement nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelzdraht einen Drahtkern und eine Ummantelung
aus einem Material aufweist, dessen Schmelztemperatur niedriger, ist als die des
Drahtkerns.
Sicherungselement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schmelzdraht nach dem Erhitzen durch den Laser im Abflachbereich mit dem Kontaktpfosten
verschweißt und im Stützbereich mit dem Kontaktpfosten verlötet ist.
Verfahren zum Herstellen eines Sicherungselements gemäß Anspruch
1, wobei mindestens zwei Kontaktpfosten in einer Halterung befestigt werden und
ein Schmelzleiter durch Erhitzen mit Hilfe eines Laserstrahls an den Kontaktpfosten
angeschweißt wird, wobei der Laser auf eine von dem Schmelzleiter abgewandte
Seite der Kontaktpfosten gerichtet wird, bei dem
vor dem Anschweißen des Schmelzleiters die Materialdicke mindestens eines Kontaktpfostens
in wenigstens einem Teil des Auflagebereichs des Schmelzleiters derart verringert
wird, dass ein so gebildeter Auflagebereich nur einen Teil der Breite des Kontaktpfostens
einnimmt.
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| Anspruch[en] |
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A fuse element with a fusible conductor (5) connected to contact posts
(1), wherein the fusible conductor is connected to the contact posts at a weld point
by means of laser welding, whereby the laser beam is directed onto the contact posts
onto an impingement point opposite to the weld point of the fusible conductor, wherein
the contact posts each include a flat region (3) of reduced material thickness including
the weld point and the impingement point, characterised in that the flat
region (3) of reduced material thickness takes up only a proportion of the width
of the contact post on at least one contact post (1) so that at least one support
region (4) of greater material thickness remains next to the flat region (3).
A fuse element as claimed in claim 1, characterised in that the
fusible conductor (5) extends beyond the flat region (3) onto the support region
(4) of greater material thickness.
A fuse element as claimed in claim 2, characterised in that the
flat region (3) and the at least one support region (4) define a contact plane,
at least in the contact region of the fusible conductor (5).
A fuse element as claimed in any one of claims 1 to 3, characterised
in that the fusible conductor (5) contacts the contact post transversely to
the longitude direction of the contact post (1).
A fuse element as claimed in claim 4, characterised in that the
contact post (1) is secured in a mounting (2) and the flat region (3) of reduced
material thickness extends to the end of the contact post remote from the mounting.
A fuse element as claimed in any one of claims 1 to 5, characterised
in that the flat region (3) of reduced material thickness extends in the centre
of the contact post (1) so that a respective support region (4) of greater material
thickness is defined on two longitudinal sides of the flat region.
A fuse element as claimed in any one of claims 1 to 5, characterised
in that the flat region of reduced material thickness extends along one longitudinal
side of the contact post so that a support region remains on the other longitudinal
side.
A fuse element as claimed in claim 7, characterised in that the
two contact posts are arranged mirror symmetrically in the mounting.
A fuse element as claimed in any one of claims 1 to 8, characterised
in that the fusible conductor includes a fusible wire.
A fuse element as claimed in claim 9, characterised in that the
fusible wire is wound around a non-conductive core.
A fuse element as claimed in one of claims 9 to 10, characterised
in that the fusible wire includes a wire core and a sheath of a material whose
melting temperature is lower than that of the wire core.
A fuse element as claimed in claim 11, charaterised in that, after heating
by the laser, the fusible wire is welded in the flat region to the contact post
and is soldered in the support region to the contact post.
A method of manufacturing a fuse element as claimed in claim 1, wherein
at least two contact posts are secured in a mounting and a fusible conductor is
welded onto the contact post by heating with the aid of a laser beam, whereby the
laser is directed onto a side of the contact post remote from the fusible conductor,
in which before welding on the fusible conductor, the material thickness of at least
one contact post is reduced in at least a proportion of the contact region of the
fusible conductor such that a contact region thus formed only takes up a proportion
of the width of the contact post.
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| Anspruch[fr] |
Composant de fusible comportant un élément fusible (5) fixé
à deux potelets de contact (1),
l'élément fusible étant fixé aux potelets de contact par une
soudure par soudage au laser, le faisceau laser étant dirigé sur les potelets
de contact sur un endroit d'impact opposé à la soudure de l'élément
fusible,
chaque potelet de contact présentant une zone aplatie (3) à épaisseur
de matière réduite qui contient la soudure et l'endroit d'impact,
caractérisé par le fait
que sur au moins potelet de contact (1), la zone aplatie (3) à épaisseur
de matière réduite n'occupe qu'une partie de la largeur du potelet de
contact, de sorte que près de la zone aplatie (3) reste au moins une zone de
soutien (4) à plus grande épaisseur de matière.
Composant de fusible selon la revendication 1, caractérisé
par le fait que l'élément fusible (5) s'étend au-delà de
la zone aplatie (2) sur la zone de soutien (4) à plus grande épaisseur
de matière.
Composant de fusible selon la revendication 2, caractérisé
par le fait que la zone aplatie (3) et la zone ou les zones de soutien (4) forment
un plan d'appui au moins dans la zone d'appui de l'élément fusible (5).
Composant de fusible selon l'une des revendications 1 à 3,
caractérisé par le fait que l'élément fusible (5) s'appuie
sur le potelet de contact (1) perpendiculairement à la direction longitudinale
de celui-ci.
Composant de fusible selon la revendication 4, caractérisé
par le fait que les potelets de contact (1) sont fixés dans un support
(2) et la zone aplatie (3) à épaisseur de matière réduite s'étend
jusqu'à l'extrémité du potelet de contact opposée à ce
support.
Composant de fusible selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé par le fait que la zone aplatie (3) à épaisseur
de matière réduite s'étend au milieu du potelet de contact (1), de
sorte que sur chacun de deux côtés longitudinaux de la zone aplatie est
formée une zone de soutien (4) à plus grande épaisseur de matière.
Composant de fusible selon l'une des revendications 1 à 5,
caractérisé par le fait que la zone aplatie à épaisseur
de matière réduite s'étend le long d'un côté longitudinal
du potelet de contact, de sorte qu'il reste une zone de soutien sur l'autre côté
longitudinal.
Composant de fusible selon la revendication 7, caractérisé
par le fait que les deux potelets de contact sont placés symétriquement
dans le support.
Composant de fusible selon l'une des revendications 1 à 8,
caractérisé par le fait que l'élément fusible comprend
un fil fusible.
Composant de fusible selon la revendication 9, caractérisé
par le fait que le fil fusible est enroulé autour d'un noyau non conducteur.
Composant de fusible selon l'une des revendications 9 et 10,
caractérisé par le fait que le fil fusible présente une âme
et une gaine constituée d'une matière dont la température de fusion
est inférieure à celle de l'âme.
Composant de fusible selon la revendication 11, caractérisé
par le fait que le fil fusible est, après le chauffage par le laser, soudé
au potelet de contact dans la zone aplatie et brasé au potelet de contact dans
la zone de soutien.
Procédé de fabrication d'un composant de fusible selon la
revendication 1, dans lequel on fixe au moins deux potelets de contact dans un support
et soude un élément fusible à ces potelets de contact par chauffage
au moyen d'un faisceau laser en dirigeant le laser sur un côté des potelets
de contact opposé à l'élément fusible, et avant de souder l'élément
fusible, on réduit l'épaisseur de matière d'au moins un potelet de
contact dans au moins une partie de la zone d'appui de l'élément fusible
de façon telle qu'une zone d'appui ainsi formée n'occupe qu'une partie
de la largeur du potelet de contact.
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