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DE 10 2006 021 960.0
mit Titel "Ölhaltige Sande und Schiefer und ihre Gemische als Ausgangssubstanzen
zur Darstellung von kristallinem Silizium und Wasserstiffgas sowie zur Herstellung
von Siliziumnitrid, Siliziumcarbid und Silanen", die am 10.5.2006 eingereicht wurde.
Kohlenstoffdioxid (meist Kohlendioxid genannt) ist eine
chemische Verbindung aus Kohlenstoff und Sauerstoff. Kohlendioxid ist ein farb-
und geruchloses Gas. Es ist mit einer geringen Konzentration ein natürlicher
Bestandteil der Luft und entsteht in Lebewesen bei der Zellatmung, aber auch bei
der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen unter ausreichendem Sauerstoff.
Seit Beginn der Industrialisierung steigt der CO2-Anteil in der Atmosphäre
deutlich an. Hauptursache hierfür sind die vom Menschen verursachten - die
sogenannten anthropogenen - CO2-Emissionen.
Das Kohlendioxid in der Atmosphäre absorbiert einen
Teil der Wärmestrahlung. Diese Eigenschaft macht Kohlendioxid zu einem so genannten
Treibhausgas und ist einer der Mitverursacher des Treibhauseffekts.
Neben diesem klimarelevanten Aspekt hat das CO2
aber auch einen negativen Einfluss auf die Gesundheit. Falls CO2 in einer
Konzentration im Blut des Menschen vorliegt, die über der physiologischen (im
Sinne von natürlichen) Konzentration liegt, kann es zum Beispiel zur Verminderung
oder sogar Aufhebung des reflektorischen Atemanreizes führen. CO2
kann aber auch zu Kopfschmerzen und Schwindel, bei höheren Konzentrationen
sogar zu beschleunigtem Herzschlag, Blutdruckanstieg, Atemnot und Bewusstlosigkeit
führen.
Ausserdem verändert CO2 die Chronobiologie
der Pflanzenwelt, die nicht mehr synchron abläuft. Dadurch wird die Stabilität
der Nahrungskette gefährdet.
Aus diesen und auch aus anderen Gründen wird zur Zeit
in verschiedenste Richtungen geforscht und entwickelt, um einen Weg zu finden, um
die anthropogenen CO2-Emissionen zu reduzieren. Besonders im Zusammenhang
mit der Energieerzeugung, die häufig durch das Verbrennen fossiler Energieträger,
wie Kohle oder Gas, erfolgt, aber auch bei anderen Verbrennungsprozessen, zum Beispiel
bei der Müllverbrennung, besteht ein grosser Bedarf zur CO2 Reduktion.
Es werden pro Jahr hunderte von Millionen Tonnen CO2 durch solche Prozesse
in die Atmosphäre abgegeben.
Die zur Erzeugung von Wärme benötigten Verbrennungsstoffe
erzeugen, wie eingangs erläutert, CO2. Bisher ist niemand auf die
Idee gekommen, den in ölhaltigen Sanden (SiO2), ölhaltigen
Schiefern (SiO2 + [CO3]2), in Bauxit oder teerhaltigen
Sanden oder Schiefern, und anderen Gemischen vorhandenen Sand zu nutzen, um einerseits
den CO2 Ausstoss zu reduzieren und um andererseits aus den Produkten
eines solchen neuartigen Verfahrens neue Rohstoffe zu gewinnen.
Anstatt natürlich vorkommende Gemische aus Sand und
Öl in diesem neuartigen Verfahren einzusetzen, können auch kohlenwasserstoffhaltige
industrielle oder natürliche Abfälle, eventuell nach Vermengung mit Sand,
eingesetzt werden.
Es ist auch denkbar, statt des Ölanteils natürlichen
Asphalt (auch Erdpech genannt) einzusetzen. Besonders bevorzugt ist ein Gemisch
aus Asphalt mit reinem Sand oder mit Bauschutt, der Sandanteile enthält.
Es kann aber auch sogenanntes Wasserglas, eine Mischung
aus Sand mit Säure oder Lauge, eingesetzt werden, wobei das Wasserglas mit
mineralischen Ölen versetzt wird, um den für die Erfindung notwendigen
Kohlenwasserstoffanteil zu liefern (Mikroemulsionsverfahren).
Die Vorräte an ölhaltigen Sanden (SiO2)
und Schiefern (SiO2 + [CO3]2) übersteigen
bekanntlich die Weltölvorräte um ein Mehrfaches. Die zur Anwendung kommenden
technischen Verfahren, Öl und Minerale zu trennen, sind gegenwärtig uneffektiv
und zu teuer. Natürlicher Asphalt kommt an mehreren Stellen der Erde vor, wird
aber im kommerziellen Massstab zur Zeit hauptsächlich in Trinidad abgebaut.
Sand ist ein natürlich vorkommendes, unverfestigtes
Sedimentgestein und kommt in mehr oder weniger großer Konzentration überall
auf der Erdoberfläche vor. Ein Großteil der Sandvorkommen besteht aus
Quarz (Siliziumdioxid; SiO2).
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, solche möglichen
Rohstoffe zu benennen und ihre technische Darstellung zu beschreiben. Die beim Verfahren
zum Einsatz kommenden chemischen Überlegungen sind dadurch gekennzeichnet,
dass sowohl die in den Sanden und Schiefern und anderen Gemischen vorhandenen Kohlenwasserstoffe
an einer Reaktion teilnehmen, sowie auch das SiO2 reaktionstechnisch
chemisch verändert wird.
- 1) Aus den ölhaltige Sanden oder den anderen genannten Gemischen, lassen
sich durch Verbrennen zusammen mit flüssigem Aluminium oder heissem Aluminium-Staub
Aluminiumoxid (Al2O3) und Silizium (Si) herstellen. Stark
vereinfacht dargestellt läuft folgende Reaktion ab:
SiO
2
+ Al → Si + Al
2
O
3
- 2) Das Mineralöl der Sande wird bei den hohen Temperaturen zu "Leuchtgas"
pyrolisiert. Dieses Gasgemisch ist weitgehend frei von CO und CO2, falls
beim Verbrennen des Aluminiums zum Beispiel mit einem leichten Wasserstoffüberschuss
gearbeitet wird. Das Gasgemisch wird also überwiegend aus Wasserstoff bestehen,
der von der Kohlenstoffkette der Mineralöle stammt. Der Kohlenstoff selbst
schlägt sich bei geeigneter Arbeitstemperatur als graphitähnlicher Rückstand
nieder Und könnte zum Beispiel als Anode dienen.
- 3) Die am Ofen bei der thermischen Reaktion des Hauptprozesses frei werdende
Wärme kann z.B. als stark komprimierter Wasserdampf die Turbine eines Dynamos
antreiben.
- 4) Die wichtigsten in der Technik zum Einsatz kommenden Keramiken - Siliziumnitrid
(Si3N4: mit seiner diamantähnlichen Härte) und Siliziumcarbid
(SiC: mit seiner bemerkenswerten Wärmeleitfähigkeit) - lassen sich bei
gleichem Reaktionsstart durch andere Reaktionsbedingungen erreichen, wie sie in
Ziffer 5 bis 7 erläutert werden.
- 5) Bei Bedarf lässt sich das kristalline Silizium (z.B. als Pulver bei
geeigneter Temperatur) nach Zündung direkt mit reinem (kaltem) Stickstoff (z.B.
Stickstoff aus der Umgebungsluft) zu Siliziumnitrid umsetzen, weil die Reaktion
stark exotherm ist. (Si3N4 ist ein festes Edelgas [Plichta].)
Die hierbei anfallende Wärme kann, wie in Ziffer 3 beschrieben, zum Einsatz
kommen. Diese Art der Stickstoffgewinnung ist aus der Stahlveredelung mit Propangas
bekannt (Propannitrierung).
- 6) Auch der in Ziffer 2 anfallende kohlenstoffhaltige Rückstand lässt
sich exotherm mit dem gewonnenen kristallinen Silizium zu Siliziumcarbid umsetzen.
- 7) Das zur Verfügung stehende kristalline Silizium ist oberflächenaktiv
und könnte katalytisch (z.B. mit Magnesium und/oder Aluminium als Katalysator)
mit Wasserstoff behandelt werden, wobei Monosilan entsteht. Dieses Monosilan kann
dem Reaktionsraum entnommen werden und an anderer Stelle ein weiteres Mal einer
katalytischen Druckreaktion unterzogen werden. Hier lassen sich nach der Gleichung
Si + SiH4
→ (mit Kat wie Pt o.a.) → Si(SiH44) + SiHn(SiH4)m
+ SinHm
längerkettige Silane darstellen, die sowohl in der Technik der Brennstoffzelle,
bei Motoren auf Keramikbasis, als auch bei Scramjetantrieben zur Anwendung kommen
können.
Dies ist auch für die Verbrennung von Stickstoff mit
Silanen geeignet.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden
im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben.
Detaillierte Beschreibung
Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Beispiel beschrieben.
Ein erstes Beispiel bezieht sich auf die Anwendung der Erfindung in einem Kraftwerksbetrieb,
um dort den bei der Energiegewinnung anfallenden CO2-Ausstoss zu reduzieren
oder ganz zu eliminieren.
Gemäss Erfindung geht es um eine Reihe von gezielt
ablaufenden chemischen Reaktionen, bei denen aus den Ausgangsstoffen (auch Edukte
oder Reaktanten genannt) neue chemische Verbindungen (Produkte genannt) entstehen.
Die erfindungsgemässen Reaktionen des eingangs als Hauptprozesses bezeichneten
Verfahrens sind so ausgelegt, dass CO2 in deutlichen Mengen verbraucht
und/oder gebunden wird.
Als Ausgangstoff eingesetzt wird in einem ersten Ausführungsbeispiel
zum Beispiel Sand, der mit Mineralöl versetzt ist, oder Ölschiefer. Diese
Ausgangsstoffe werden einer Reaktionskammer, zum Beispiel in Form eines Nachbrenners
oder einer Brennkammer, zugeführt. In diese Kammer wird CO2 eingeblasen.
Dieses CO2 kann in dem ersten Ausführungsbeispiel das CO2-Abgas
sein, das bei der Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen in grossen Mengen anfällt
und bisher in vielen Fällen in die Atmosphäre entweicht. Zusätzlich
wird der Kammer (Umgebung-)Luft zugeführt. Anstatt der Umgebungsluft, oder
zusätzlich zur Umgebnungsluft kann dem Verfahren Dampf oder hyperkritisches
H2O bei über 407° C zugeführt werden.
Weiterhin ist das Einblasen von Stickstoff an anderer Stelle
im Verfahren, respektive der Brennkammer vorzusehen. Ausserdem kommt eine Art Katalysator
zum Einsatz. Besonders geeignet ist Aluminium. Unter geeigneten Umgebungsbedingungen
findet in der Kammer eine Reduktion statt, die wie folgt stark vereinfacht dargestellt
werden kann:
Dass heisst, es wird der im Sand oder Schiefer vorhandene
Quarzanteil umgewandelt in kristallines Silizium.
Das zum Einsatz kommende Mineralöl der Sande übernimmt
die Rolle des Primärenergielieferantens und wird im erfindungsgemässen
Verfahren selber pyrolytisch bei Temperaturen über 1000 Grad Celsius weitgehend
in Wasserstoff (H2) und eine graphitähnliche Masse zerlegt. Es wird
also bei den ablaufenden Reaktionen der Kohlenwasserstoffkette des Mineralöls
der Wasserstoff entzogen. Der Wasserstoff kann zum Beispiel in Rohrleitungssysteme
der Erdgasindustrie abgeleitet oder in Wasserstofftanks gespeichert werden.
In einem zweiten Ausführungsbeispiel wird die Erfindung
im Zusammenhang mit einem Pyrolyseverfahren der Firma Pyromex AG, Schweiz, angewendet.
Die vorliegende Erfindung kann aber auch als Ergänzung oder Alternative zu
dem sogenannten Oxyfuel-Verfahren eingesetzt werden. So kann zum Beispiel mittels
der vorliegenden Erfindung eine Energie-Kaskaden-Wärmegewinnung nach folgendem
Ansatz durchgeführt werden. In Abwandlung des Oxyfuel-Verfahrens wird unter
Zugabe von Aluminium, vorzugsweise von flüssigem Aluminium, und unter Verbrennung
von Ölsand (statt Öl oder Kohle) mit Sauerstoff (O2) und je
nach Bedarf auch Stickstoff (N2) zusätzliche Hitze erzeugt (Wackerunfall).
Im Bedarfsfall der Stickstoffkopplung an Siliziumverbindungen wird vorzugsweise
die reine Stickstoffatmosphäre aus Umgebungsluft durch (aus der Propannitrierung
bekannten) Verbrennung des Sauerstoffanteils der Luft mit propangas erreicht.
Gemäss Erfindung kommt Aluminium (Al) zum Einsatz.
Eine wirtschaftliche Gewinnung von Aluminium ist zur Zeit nur aus Bauxit möglich.
Bauxit enthält ca. 60 Prozent Aluminiumoxid (Al203), ca. 30 Prozent Eisenoxid
(Fe203), Siliziumoxid (Si02) und Wasser. D.h., das Bauxit ist typischerweise stets
mit dem Eisenoxid (Fe203) und dem Siliziumoxid (Si02) verunreinigt.
Al2O3 lässt sich wegen der extrem hohen Gitterenergie
nicht auf chemischem Wege reduzieren. Technisch gelingt die Herstellung von Aluminium
aber durch die Schmelzflusselektrolyse (Kryolith-Tonerde-Verfahren) von Aluminiumoxid
Al2O3. Das Al2O3 wird zum Beispiel durch das Bayer-Verfahren gewonnen. Beim Kryolith-Tonerde-Verfahren
wird das Aluminiumoxid mit Kryolith (Salz: Na3[AlF6]) geschmolzen und elektrolysiert.
Um nicht bei hohen Schmelztemperatur des Aluminiumoxids von 2000°C arbeiten
zu müssen, wird das Aluminiumoxid in einer Schmelze von Kryolith gelöst.
Im Verfahren liegt damit die Arbeitstemperatur liegt nur bei 940 bis 980°C.
Bei der Schmelzflusselektrolyse entsteht an der Kathode
flüssiges Aluminium und an der Anode Sauerstoff. Als Anoden kommen Kohleblöcke
(Graphit) zum Einsatz. Dieses Anoden brennen durch den entstehenden Sauerstoff ab
und müssen dauern erneuert werden.
Es wird als ein wesentlicher Nachteil des Kryolith-Tonerde-Verfahrens
angesehen, dass er wegen der hohen Bindungsenergie des Aluminiums sehr energieaufwändig
ist. Problematisch für die Umwelt ist die teilweise stattfindende Bildung und
Emission von Fluor.
Beim erfindungsgemässen Verfahren kann das Bauxit
dem Verfahren zugefügt werden, um eine Kühlung des Prozesses zu erreichen.
Durch das Bauxit kann man die überschüssige Wärmeenergie im System
in den Griff bekommen. Dies geschieht analog zu dem Verfahren, wo einer Eisenschmelze
in einem Hochofen Eisenschrott zur Kühlung zugeführt wird, wenn die Eisenschmelze
zu heiß wird.
Hilfsweise kann Kryolith eingesetzt werden, falls das Verfahren
ausser Kontrollen zu geraten droht (siehe Wacker Unfall), um so im Sinne einer Notkühlung
die Temperatur im System zu reduzieren.
Ebenso wie Siliciumcarbid ist Siliciumnitrid ein verschleißfester
Werkstoff der bei hochbeanspruchten Teilen im Maschinenbau, Turbinenbau, chemischen
Apparaturen, Motorenbau eingesetzt werden kann oder wird.
Weitere Details zu den beschriebenen chemischen Abäufen
und Energieprozessen sind den folgenden Seiten zu entnehmen.
Quarzsand lässt sich mit flüssigem Aluminium
gemäss dem Lehrbuch Holleman-Wiberg exotherm zu Silizium und Aluminiumoxid
umsetzen:
3 Si02 + 4 Al (I)
→ 3 Si + 2 Al2O3 □H = - 618.8 kJ/Mol (exotherm)
Silizium verbrennt mit Stickstoff zu Siliziumnitrid bei
1350°C. Die Reaktion ist wiederum exotherm
Silizium reagiert mit Kohlenstoff leicht exotherm zu Siliziumcarbid.
Si + C →
SiC □H = - 65.3 kJ/Mol (exotherm)
Andererseits lässt sich Siliziumcarbid direkt aus
Sand und Kohlenstoff bei rund 2000°C endotherm gewinnen:
Um aus dem Nebenprodukt Bauxit resp. Aluminiumoxid Al2O3
wieder Aluminium zurückzugewinnen, elektrolysiert man flüssiges Al2O3
(Schmelzpunkt 2045°C) ohne Kryolithzugabe zu Aluminium und Sauerstoff . Die
Reaktion ist stark endotherm und wird zur Kühlung der exothermen Reaktionen
herangezogen.
2 Al2O3 (I) →
4 Al (I) + 3 02 (g) □H = +1676,8 kJ/Mol (endotherm)
Herstellung der Silane:
Magnesium reagiert mit Silizium zu Magnesiumsilicid:
2 Mg + Si →
Mg2Si
Magnesiumsilicid reagiert mit Salzsäure zu Monosilan
SiH4 und Magnesiumchlorid:
Mg2Si + 4 HCl (g)
→ SiH4 + 2 MgCl2
Dieser Syntheseweg müsste eigentlich auch mit Aluminium
funktionieren: Als Zwischenprodukt entsteht demzufolge Aluminiumsilicid Al4Si3.
Höhere Silane sind möglicherweise nur über die Polymerisation von
SiCl2 mit SiCl4 und durch anschliessende Umsetzung mit LiAlH4 zugänglich wie
die vorangegangene Arbeit dokumentiert.
Herstellung von Siliziumcarbid und Siliziumnitrid aus Oelsand
1. Einleitung und "Formel" für Oelsand
Aus einem Oelsand mit rund 30 Gewichtsprozent Erdöl
können über einen mehrstufigen Prozess die keramischen Werkstoffe Siliziumnitrid
Si3N4 und Siliziumcarbid SiC erhalten werden. Um mit dem chemisch
sehr komplexen Gemisch verschiedenster Kohlenwasserstoffverbindungen, welches als
Erdöl bekannt ist, stöchiometrisch sinnvoll umgehen zu können, wird
stellvertretend für das Erdöl die Formel C10H22,
welche eigentlich für Decan steht, verwendet. Sand ein Stoff, der exakt mit
der Formel SiO2 beschrieben wird, steht mit dem darin enthaltenen Erdöl
in einem Gewichtsverhältnis von 70% zu 30%. Der Oelsand wird also mit der Formel
SiO2 + C10H22 in einer groben Näherung beschrieben,
wobei SiO2 ein Molekulargewicht von 60 g/Mol und Decan ein Molekulargewicht
von 142 g/Mol mitbringt. Nimmt man 100 g Oelsand, so liegen 70 g SiO2
und 30 g "Decan" oder Erdöl vor. Rechnet man die darin enthaltenen Stoffmengen
von SiO2 und "Decan" aus, so erhält man für SiO2:
Und für Erdöl:
Werden beide Molzahlen mit 5 multipliziert, so erhält
man für SiO2 5.833 Mol und für C10H22
1.056 Mol, was rund 6 Mol SiO2 auf ein mol C10H22
ausmacht. Für Oelsand kann deshalb in guter Näherung die Formel 6 SiO2
+ "1" C10H22 verwendet werden.
2. Syntheseweg
Die Darstellung von Siliziumnitrid Si3N4
aus Oelsand gestaltet sich wie folgt: Zuerst wird der Oelsand zusammen mit Dichlormethan
CH2Cl2 in einer sauerstofffreien Atmosphäre auf 1000
°C erhitzt. Dabei wechselt Silizium den Bindungspartner und bildet Siliziumtetrachlorid
gemäss der Gleichung (I):
6 SiO2
+ C10H22 + 12 CH2Cl2 → 6 SiCl4
+ 12 CO + 10 CH4 + 3 H2 (I)
In einem zweiten Schritt wird das erhaltene Siliziumchlorid
bei Raumtemperatur mit Lithiumaluminiumhydrid hydriert [1], gemäss Gleichung
(II).
SiCl4
+ LiAlH4 → SiH4 + LiAlCl4 (II)
Schliesslich wird das erhaltene Monosilan SiH4
in reinem Stickstoff verbrannt, Gleichung (III):
3 SiH4
+ 4N2 → Si3N4 + 4 NH3 (III)
Um Siliziumcarbid SiC zu erhalten, könnte man anstelle
der energetisch sehr aufwendigen Hochtemperaturreaktion (Gleichung IV), welche bei
2000°C stattfindet, auch einen energetisch günstigeren Reaktionsweg finden.
SiO2
+ 3C → SiC + 2 CO (IV)
Dabei geht man erneut von Siliziumtetrachlorid SiCl4
aus, welches aus Gleichung (I) erhalten wird, und setzt es mit Graphit oder Methan
um:
SiCl4
+ CH4 → SiC + 4 HCl (V)
Oder:
SiCl4
+ 2C → SiC + CCl4 (VI)
3. Stöchiometrische Berechnungen
Wenn von 1 kg Oelsand ausgegangen wird, so sind darin 700
g Siliziumdioxid und 300 g "Decan" enthalten. Umgerechnet in die Stoffmengen ergibt
sich für Siliziumdioxid n = 11.67 Mol und für "Decan" n = 2.11 Mol.
Gemäss der Gleichung (I) gelten für die Verbindungen folgende relative
Molekulargewichte:
6 SiO2
+ C10H22 + 12 CH2Cl2 → 6 SiCl4
+ 12 CO + 10 CH4 + 3 H2 (I)
Mr:
60
142
84
169.9
28
16
2
g/Mol
Da die Stoffmenge für Siliziumtetrachlorid SiCl4
wegen dem gleichen stöchiometrischen Faktor dieselbe ist, resultiert aus 1
kg Oelsand eine Menge an SiCl4 von:
Wegen der doppelten Stoffmenge von CO gegenüber SiO2
resultiert eine Masse an CO von:
Wegen 10-facher Stoffmenge an Methan CH4 gegenüber
"Decan" ergibt sich eine Masse an CH4 von:
Wegen der halben Stoffmenge von H2 gegenüber
SiO2 resultiert eine Masse an H2 von:
Da bei Gleichung (II) alle stöchiometrischen Faktoren
gleich eins sind, gilt weiter:
SiCl4
+ LiAlH4 → SiH4 + LiAlCl4 (II)
Mr:
169.9
38
32
175.8
g/Mol
Damit ist:
Da bei Gleichung (III) immer noch die anfängliche
Stoffmenge des Siliziumdioxids von 11.67 Mol anwesend ist, und die Stoffmenge von
Si3N4 gegenüber derjenigen von SiH4 einen
Drittel beträgt, gilt hier:
3 SiH4
+ 4 N2 → Si3N4 + 4 NH3 (III)
Die Stoffmenge von N2 beträgt 4/3 gegenüber
derjenigen von SiH4: daraus berechnet sich für Stickstoff eine Masse
von:
Auf das Volumen umgerechnet entsprechen diese 435.5 g N2
bei einem Molvolumen von 22.4 Litern: V = 348.4 Liter N2.
Auch bei NH3 beträgt die Stoffmenge 4/3
gegenüber derjenigen von SiH4:
Auf das Volumen umgerechnet entsprechen diese 264.4 g NH3
bei einem Molvolumen von 22.4 Litern wiederum: V = 348.4 Liter NH3.
Für Gleichung (V) gilt schliesslich nochmals die anfängliche
Stoffmenge von 11.67 Mol für Siliziumtetrachlorid:
SiCl4
+ CH4 → SiC + 4 HCl (IV)
Mr:
169.9
16
40
36.5
g/Mol
Damit ist:
Auf das Volumen umgerechnet entsprechen diese 186.7 g CH4
bei einem Molvolumen von 22.4 Litern: V = 261.3 Liter CH4.
Wenn im Tonnenmassstab gerechnet wird, können die
Einheiten g durch kg, kg durch Tonne t und Liter durch m3 ersetzt werden,
ohne dass sich an den Zahlenwerten selbst irgendwas ändert.
4. Thermodynamische Berechnungen
Die Daten zur Berechnung der Reaktionsenthalpie oder Wärmetönung
&Dgr;H und der Gibbschen freien Enthalpie &Dgr;G stammen aus dem Standardwerk
von Landolt und Börnstein [2]. Zur Berechnung von &Dgr;H aus der Standardbildungsenthalpie
&Dgr;h° der einzelnen Verbindungen gilt der Satz von Hess:
wobei ni, mi die betreffenden stöchiometrischen Faktoren
darstellen.
Kommt ein Wert für &Dgr;H < 0 heraus, so liegt eine exotherme
Reaktion vor.
Kommt ein Wert für &Dgr;H > 0 heraus, so liegt eine endotherme
Reaktion vor.
Zur Berechnung der Entropieänderung &Dgr;S und der
Wärmekapazitätsänderung &Dgr;Cp gilt ganz analog:
wobei S°i die Standardentropie bei Raumtemperatur (T = 298 K) der
Verbindung i kennzeichnet.
Kommt ein Wert für &Dgr;S < 0 heraus, so liegt eine Entropieabnahme
vor.
Kommt ein Wert für &Dgr;S > 0 heraus, so liegt eine Entropiezunahme
vor.
Ist die Enthalpieänderung nicht bei der Standardtemperatur
T von 298 Kelvin gesucht, sondern bei einer anderen Temperatur, so gilt der Satz
von Kirchhoff unter dem Aspekt der isobaren Bedingung:
wobei &Dgr;Cp die molare Aenderung der Wärmekapazität bei konstantem
Druck darstellt. Ist die Entropieänderung nicht bei der Standardtemperatur
T von 298 Kelvin gesucht, sondern bei einer anderen Temperatur, so gilt analog der
Satz von Kirchhoff unter dem Aspekt der isobaren Bedingung:
Die freie Gibb sche Enthalpie G sagt aus, inwieweit eine
Reaktion freiwillig resp. spontan oder unfreiwillig resp. nicht spontan abläuft.
Die freie Enthalpieänderung &Dgr;G wird mit der Formel:
berechnet:
Kommt ein Wert für &Dgr;G < 0 heraus, so liegt eine freiwillige,
d. h. exergonische Reaktion vor.
Kommt ein Wert für &Dgr;G > 0 heraus, so liegt eine unfreiwillige,
d. h. endotherme Reaktion vor.
Für Gleichung (I) gelten folgende thermodynamische
Grössen:
6 SiO2
+ C10H22 + 12 CH2Cl2 → 6 SiCl4
+ 12 CO + 10 CH4 + 3 H2 (I)
SiO2
C10H22(g)
CH2Cl2(g)
SiCl4(g)
CO(g)
CH4(g)
H2 (g)
&Dgr;h° kJ/mol
-859,3
-249,7 (g)
-117,1
-577,4
-110,5
-74,85
0
S° J/Mol- Kelvin
42,09
540,5 (g)
270,2
331,4 (g)
197,4
186,19
130,6
Cp J/ Mol- Kelvin
44,43
243,1 (g)
51,1
90,58 (g)
29,15
35,79
28,83
Für &Dgr;H berechnet sich der Wert wie folgt:
Gleichung (I) ist somit eine bei Raumtemperatur endotherm verlaufende Reaktion,
da &Dgr;H > 0.
Für &Dgr;S wird folgender Wert erhalten:
Die Entropie wird vergrössert, damit wird Gleichung
(I) zumindest von der Triebkraft der Entropie her begünstigt, vermutlich nach
der Produktseite hin reagieren. Um diese Frage abschliessend zu beantworten, muss
die freie Enhalpieänderung &Dgr;G noch berechnet werden, wobei die Formel
verwendet wird. Für die Temperatur T werden die standardisierten 298 Kelvin
eingesetzt. Somit beträgt &Dgr;G = + 1271,8 kJ/Mol - 298 K 2575,46 J/Mol
K = + 504,31 kJ/Mol.
Bei Raumtemperatur ist die freie Enthalpieänderung &Dgr;G positiv, was besagt,
dass die Reaktion (I) bei dieser Temperatur endergonisch, resp. nicht freiwillig
abläuft. Die Triebkraft der Entropie genügt also letztlich nicht, die
Reaktion auf die Produktseite hin zu verschieben, da der endotherme Beitrag der
Wärmetönung dem zu stark entgegenwirkt.
Wie wirkt sich aber eine Temperatursteigerung auf &Dgr;H, &Dgr;S und &Dgr;G
aus? Dazu wird &Dgr;H(T = 1300 K) und &Dgr;S(T = 1300 K) über die Aenderung
der Wärmekapazität &Dgr;Cp bei isobaren Bedingungen berechnet.
die Reaktion bleibt endotherm.
die Reaktion wird bei 1300 K plötzlich exergonisch.
Die Reaktion kann also bei 1300 Kelvin stattfinden.
Für Gleichung (II) gelten folgende thermodynamische
Grössen:
SiCl4
+ LiAlH4 → SiH4 + LiAlCl4 (II)
SiCl4
LiAlH4
SiH4
LiAlCl4
&Dgr;h°kJ/mol
-577,4
-100,8
-61,0
-1114,15
S° J/Mol Kelvin
331,4 (g)
?
204,5
225,2
Gleichung (II) ist somit eine exotherme Reaktion,
da &Dgr;H < 0.
Für &Dgr;S kann der Wert der Entropieänderung nicht ermittelt werden,
da die Entropieangabe für LiAlH4 nicht gefunden wurde [2]. Hingegen
ist diese Reaktion im Lehrbuch der Anorganischen Chemie von Hollemann-Wiberg
[1] als eine bei Raumtemperatur spontan, resp. exergonisch verlaufende beschrieben,
was den Hinweis dafür liefert, dass &Dgr;G < 0 sein muss.
Für Gleichung (III) gelten folgende thermodynamische
Grössen:
3 SiH4
+ 4 N2 → Si3N4 + 4 NH3 (III)
SiH4
N2
Si3N4
NH3
&Dgr;h°kJ/mol
-61,0
0
-750,0
-46,19
S°J/Mol Kelvin
204,5 (g)
191,5
95,4
192,5
Gleichung (III) ist somit eine exotherme Reaktion, da &Dgr;H < 0.
Für &Dgr;S wird folgender Wert erhalten:
das heisst, die Reaktion führt zu einer Entropiezunahme.
Mit &Dgr;G = &Dgr;H - T· &Dgr;S wird der Betrag
&Dgr;G = - 496,95 kJ/Mol - 298 K · (- 514,1) J/Mol K = - 598,56 kJ/Mol
Bei Raumtemperatur ist die freie Enthalpie &Dgr;G somit
negativ, was besagt, dass die Reaktion (III) bei dieser Temperatur exergonisch,
d. h. vollkommen spontan, resp. ganz freiwillig ohne äusseren Zwang abläuft.
Bloss wegen der für die Aufbrechung des N2-Moleküls benötigten
Aktivierungsenergie muss dennoch eine Zündtemperatur von etwa 900 K gewählt
werden, um die Reaktion in Gang zu setzen. Anschliessend unterhält sich die
Reaktion von alleine.
Für Gleichung (V) gelten folgende thermodynamische
Grössen:
SiCl4
+ CH4 → SiC + 4 HCl (V)
SiCl4
CH4
SiC
HCl
&Dgr;h° kJ/mol
-577,4
-74,85
-111,7
-92,31
S° J/Mol Kelvin
331,4 (g)
186,19
16,46
186,9
Cp J/ Mol Kelvin
90,58 (g)
35,79
26,65
29,12
Gleichung (V) ist somit eine bei Raumtemperatur endotherm
verlaufende Reaktion, da &Dgr;H > 0.
Für &Dgr;S wird folgender Wert erhalten:
d.h. eine Entropiezunahme findet statt!
Mit &Dgr;G = &Dgr;H - T · &Dgr;S wird der Betrag
&Dgr;G = + 171,31 kJ/Mol - 298 K · 246,47 J/Mol K = + 97,86 kJ/Mol
Die Reaktion ist bei Raumtemperatur sowohl endotherm (&Dgr;H > 0) als
auch endergonisch (&Dgr;G > 0). Sie kann somit bei Raumtemperatur nicht
ablaufen.
Für &Dgr;Cp wird folgender Wert erhalten:
die Reaktion bleibt endotherm.
die Reaktion wird bei 1300 K plötzlich leicht exergonisch.
Die Reaktion kann also bei 1300 Kelvin stattfinden.
Für Gleichung (VI) gelten folgende thermodynamische
Grössen:
SiCl4
+ 2C → SiC + CCl4 (VI)
SiCl4
C
SiC
CCl4
&Dgr;h° kJ/mol
-577,4
0
-111,7
-106,7 (g)
S° J/Mol Kelvin
331,4 (g)
5,74
16,46
309,7 (g)
Cp J/ Mol Kelvin
90,58 (g)
8,53
26,65
83,4 (g)
Gleichung (IV) ist somit eine bei Raumtemperatur endotherm
verlaufende Reaktion, da &Dgr;H > 0.
Für &Dgr;S wird folgender Wert erhalten:
d.h. eine leichte Entropiezunahme findet statt!
Mit &Dgr;G = &Dgr;H - T · &Dgr;S wird der Betrag
&Dgr;G = + 359,0 kJ/Mol - 298 K · (-16,72) J/Mol K = + 364,0 kJ/Mol
Die Reaktion ist bei Raumtemperatur sowohl endotherm (&Dgr;H > 0) als
auch endergonisch (&Dgr;G > 0). Sie kann somit bei Raumtemperatur nicht
ablaufen. Wie sieht es bei einer Temperatur von 1300 Kelvin aus?
Für &Dgr;Cp wird folgender Wert erhalten:
die Reaktion bleibt endotherm.
die Reaktion bleibt auch bei 1300 K unverändert endergonisch.
Diese letzte Reaktion veranschaulicht auf demonstrative Weise, dass sich nicht jedes
Gleichgewicht mit einer Temperatursteigerung auf die andere Seite verschieben lässt,
gelegentlich bleibt alles beim Alten und der vorgeschlagene Reaktionsweg muss verworfen
werden. So jedenfalls geschieht dies bei dieser Reaktion.
5. Zusammenfassung
Der unter Kapitel 2 beschriebene Syntheseweg kann mit den
vorgeschlagenen Reaktionsgleichungen durchgeführt werden, wenn die entsprechenden
thermodynamisch günstigen Temperaturen eingehalten werden, wobei Reaktion (VI)
die Ausnahme darstellt, weil sie bei keiner der berechneten Temperaturen stattfinden
kann. Damit zeichnet sich ein klarer Syntheseweg für die Darstellung von Siliziumnitrid
Si3N4 und Siliziumcarbid SiC ab, der nachfolgend unter Ergänzung
der nötigen Betriebstemperaturen nochmals beschrieben wird. Zuerst wird der
Oelsand zusammen mit Dichlormethan CH2Cl2 in einer sauerstofffreien
Atmosphäre auf 1300 Kelvin (1000 °C) erhitzt. Dabei wechselt Silizium
den Bindungspartner und bildet Siliziumtetrachlorid gemäss der Gleichung (I):
In einem zweiten Schritt wird das erhaltene Siliziumchlorid
bei Raumtemperatur mit Lithiumaluminiumhydrid hydriert [1], gemäss Gleichung
(II).
Schliesslich wird das erhaltene Monosilan SiH4
in reinem Stickstoff verbrannt, Gleichung (III), wobei die Zündtemperatur wegen
der zur Aufbrechung des Stickstoffmoleküls benötigten Aktivierungsenergie
schätzungsweise 600 K über der Raumtemperatur liegen muss:
Um Siliziumcarbid SiC zu erhalten, geht man erneut von
Siliziumtetrachlorid SiCl4 aus, welches aus Gleichung (I) erhalten wird,
und setzt es mit Methan bei 1300 K um:
Anstelle des bei Gleichung (I) erhaltenen Monosilans können
gemäss [1] über Polymerisationsreaktionen von SiCl2 auch höhere
Silylchloride und durch die nachfolgende Hydrierung mit LiAlH4 auch höhere
Silane erhalten werden, wie die nachfolgenden Reaktionsgleichungen aufzeigen:
SiCl4
+ SiCl2 → Si2Cl6 (VIII)
SiCl4
+ 2 SiCl2 → Si3Cl8 (IX)
usw.
4 Si2Cl6
→ Si5Cl12 + 3 SiCl4 (X)
5 Si2Cl6
→ Si6Cl14 + 4 SiCl4 (XI)
usw.
2 Si2Cl6
+ 3 LiAlH4 → 2 Si2H6 + 3 LiAlCl4 (XII)
Si5Cl12
+ 3 LiAlH4 → Si5H12 + 3 LiAlCl4 (XIII)
usw.
Höhere Silane (ab Si7H16) bringen
den Vorteil mit sich, dass sie nicht mehr selbstentzündlich sind und sich viel
kontrollierter verbrennen lassen als SiH4. Demzufolge ist auch eine Verbrennung
mit reinem Stickstoff dann bevorzugt, wenn höhere Silane zu dieser Reaktion
gelangen.
6. Literatur
- [1] A. F. Hollemann, E. Wiberg, Lehrbuch der Anorganischen Chemie, 91-100.
Auflage, Walter de Gruyter-Verlag, Berlin, New York, 1985. S. 743, 749 ff.
- [2] Landolt-Börnstein, Zahlenwerte und Funktionen aus der Physik, Chemie,
Astronomie, Geophysik und Technik, II. Band: Eigenschaften der Materie in
ihren Aggregatzuständen, 4. Teil: Kalorische Zustandsgrössen,
6. Auflage, Springer-Verlag.