Stand der Technik
Die Erfindung betrifft einen Injektor zum Einspritzen von
Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine gemäß dem
Oberbegriff des Anspruchs 1.
Ein Kraftstoffinjektor mit einem Düsenkörper,
in dem ein Einspritzventilglied in zwei Führungen geführt ist, ist z.
B. aus
DE-T 691 04 525
bekannt. Bei dem hier offenbarten Kraftstoffinjektor wird das Einspritzventilglied
in einer ersten Führung, die auf der den Einspritzöffnungen abgewandten
Seite des Einspritzventilgliedes ausgebildet ist, geführt. Die axiale Erstreckung
dieser Führung ist dabei wesentlich länger als der Durchmesser des Einspritzventilgliedes.
An der der Einspritzöffnung zugewandten Seite ist das Einspritzventilglied
in einer zweiten Führung geführt, deren Länge etwa dem Durchmesser
des Einspritzventilgliedes entspricht. Aufgabe dieser Führung ist jedoch nicht
nur die Führung des Einspritzventilgliedes, sondern das Zumessen einer vorbestimmten
Kraftstoffmenge zum Einspritzen in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine.
Hierzu sind im unteren Führungsbereich Freiflächen ausgebildet, oberhalb
derer sich ein Zumessring am Einspritzventilglied befindet, welcher in die Führung
einführbar ist und so den Kraftstofffluss in Richtung der Einspritzöffnung
beendet. Nachteil des aus dem Stand der Technik bekannten Kraftstoffinjektors ist
insbesondere die lange obere Führung des Einspritzventilgliedes. Hierdurch
ist eine hochpräzise Fertigung erforderlich, um eine Schrägstellung der
Nadel zu vermeiden. Diese Schrägstellung, auch Desaxierung genannt, führt
zu einer unregelmäßigen Strahlausbildung des in den Brennraum einzuspritzenden
Kraftstoffes und beeinflusst hierdurch auch die Emission der Verbrennungskraftmaschine
negativ.
Offenbarung der Erfindung
Ein erfindungsgemäß ausgebildeter Injektor zum
Einspritzen von Kraftstoff in einen Brennraum einer Verbrennungskraftmaschine umfasst
ein Einspritzventilglied, welches mindestens eine Einspritzöffnung freigibt
oder verschließt und welches in zwei Führungen in einem Gehäuse des
Injektors geführt ist. Dabei ist eine Führung an der der mindestens einen
Einspritzöffnung zugewandten Seite des Gehäuses und die zweite Führung
an der der mindestens einen Einspritzöffnung abgewandten Seite des Gehäuses
angeordnet. Das Verhältnis der Länge der Führung, die auf der der
mindestens einen Einspritzöffnung abgewandten Seite angeordnet ist, bezogen
auf den Durchmesser der Führung liegt im Bereich von 0,5 bis 2, und das Verhältnis
der Länge der Führung, die auf der der mindestens einen Einspritzöffnung
zugewandten Seite angeordnet ist, bezogen auf den Durchmesser der Führung im
Bereich von 0,25 bis 1.
Bevorzugt liegt das Verhältnis der Länge der
Führung, die an der der mindestens einen Einspritzöffnung abgewandten
Seite angeordnet ist, bezogen auf den Durchmesser der Führung im Bereich von
0,5 bis 1. Das Verhältnis der Länge der Führung, die auf der der
mindestens einen Einspritzöffnung zugewandten Seite angeordnet ist, bezogen
auf den Durchmesser liegt vorzugsweise im Bereich von 0,5 bis 0,75.
Durch die an den jeweils gegenüberliegenden Enden
des Einspritzventilgliedes angeordneten Führungen, deren Länge kleiner
ist als der Durchmesser des Einspritzventilgliedes erfolgt eine verbesserte Führung
des Einspritzventilgliedes im Vergleich zur Führung des Einspritzventilgliedes,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist. Durch die zwei auseinander liegenden
kurzen Führungen wird die Schrägstellung des Einspritzventilgliedes, d.
h. die Desaxierung, im Düsensitz minimiert. Diese Minimierung erfolgt dabei
sowohl im statischen als auch im dynamischen Zustand. Dabei tritt der statische
Zustand bei Stillstand der Verbrennungskraftmaschine und der dynamische Zustand
im Betrieb der Verbrennungskraftmaschine ein. Bei Stillstand der Verbrennungskraftmaschine
steht das Einspritzventilglied in seinem Sitz, um so die mindestens eine Einspritzöffnung
zu verschließen, über welche der Kraftstoff bei laufender Verbrennungskraftmaschine
in den Brennraum eingespritzt wird. Bei laufender Verbrennungskraftmaschine hebt
sich das Einspritzventilglied entsprechend der Drehzahl der Verbrennungskraftmaschine,
um dem Brennraum den benötigten Kraftstoff zuzuführen.
Um ein Schleifen der Führung, die an der der mindestens
einen Einspritzöffnung zugewandeten Seite des Einspritzventilgliedes angeordnet
ist, zu ermöglichen, ist zwischen der Führung und dem Sitz, in welchen
das Einspritzventilglied gestellt werden kann, um die mindestens eine Einspritzöffnung
zu verschließen, in einer ersten Ausführungsform ein Freistich im Injektorgehäuse
ausgebildet.
In einer zweiten Ausführungsform öffnet sich
das Injektorgehäuse in Form eines Stufenrückzuges vom Ventilsitz zur ersten
Führung hin. Die erste Führung schließt sich direkt an den Stufenrückzug
an.
Das Verhältnis des Abstandes zwischen dem Sitz, in
welchen das Einspritzventilglied gestellt werden kann, um die mindestens eine Einspritzöffnung
zu verschließen, und der Führung, die an der der mindestens einen Einspritzöffnung
zugewandten Seite des Einspritzventilgliedes angeordnet ist, bezogen auf den Durchmesser
der Führung, liegt vorzugsweise im Bereich von 0 bis 2. Insbesondere liegt
das Verhältnis des Abstandes zum Durchmesser der Führung im Bereich von
1 bis 1,5.
Das Verhältnis des Abstandes zwischen den Führungen
bezogen auf den Durchmesser der Führung liegt vorzugsweise im Bereich von 2
bis 5, insbesondere im Bereich von 3,25 bis 3,75.
Beim Betrieb der Verbrennungskraftmaschine wird unter hohem
Druck stehender Kraftstoff in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine eingespritzt.
Dieser wird in einem Druckraum bereitgestellt, der zwischen der Führung des
Einspritzventilgliedes, die an der der mindestens einen Einspritzöffnung zugewandten
Seite des Einspritzventilgliedes ausgebildet ist, und dem Sitz des Einspritzventilgliedes
ausgebildet. Um den Druckraum mit unter Systemdruck stehendem Kraftstoff zu befüllen,
sind am Einspritzventilglied im Bereich der Führungen Freiflächen ausgebildet.
Der Kraftstoff strömt entlang der Freiflächen in den Druckraum ein. In
einer alternativen Ausführungsform ist es auch möglich, dass zur Führung
des Einspritzventilgliedes Rippen im Injektorgehäuse ausgebildet sind. Die
Rippen können z. B. in axialer Richtung oder schneckenförmig im Injektorgehäuse
verlaufen. Der Kraftstoff kann dann in den Räumen zwischen den einzelnen Rippen
in Richtung des Druckraumes strömen. In diesem Fall ist es nicht notwendig,
am Einspritzventilglied Freiflächen auszubilden.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.
Es zeigen:
- Figur 1
- einen unteren Gehäuseabschnitt eines Kraftstoffinjektors gemäß
dem Stand der Technik,
- Figur 2
- einen erfindungsgemäß ausgebildeten unteren Gehäuseabschnitt
eines Kraftstoffinjektors,
- Figur 3
- einen erfindungsgemäß ausgebildeten unteren Gehäuseabschnitt
eines Kraftstoffinjektors in einer zweiten Ausführungsform und
- Figur 4
- einen erfindungsgemäß ausgeführten unteren Abschnitt eines Kraftstoffinjektors
mit darin geführtem Einspritzventilglied.
Ausführungsformen der Erfindung
Figur 1 zeigt einen unteren Gehäuseabschnitt eines
Kraftstoffinjektors gemäß dem Stand der Technik.
Ein unterer Gehäuseabschnitt eines Kraftstoffinjektors
umfasst ein unteres Gehäuseteil 1, in welchem eine erste Führung 3 und
eine zweite Führung 5 für ein hier nicht dargestelltes Einspritzventilglied
ausgebildet sind. Die erste Führung 3 ist an der Seite ausgebildet, die mindestens
einer Einspritzöffnung 7 zugewandt ist. Die zweite Führung 5 ist an der
der mindestens einen Einspritzöffnung 7 abgewandeten Seite angeordnet. Gemäß
der Ausführungsform, wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist, ist die
zweite Führung 5 im Vergleich zum Durchmesser des Einspritzventilgliedes in
einer großen Länge gefertigt. Die vergleichsweise große Länge
der zweiten Führung 5 erfordert eine hochpräzise Fertigung, um eine Desaxierung
des Einspritzventilgliedes zu vermeiden.
Zwischen der ersten Führung 3 und der zweiten Führung
5 ist ein erster Freistich 9 ausgebildet. Die Länge des ersten Freistiches
9, hier mit Bezugszeichen 11 gekennzeichnet, entspricht dabei im Wesentlichen der
Länge der zweiten Führung 5, die hier mit Bezugszeichen 13 bezeichnet
ist.
Im Bereich zwischen einem Ventilsitz 15, in den das Einspritzventilglied
gestellt wird, um die mindestens eine Einspritzöffnung 7 zu verschließen,
und der ersten Führung 3 ist ein zweiter Freistich 17 ausgebildet. Durch die
Position der ersten Führung 3 relativ dicht zur zweiten Führung 5 ergibt
sich ein großer Abstand 19 zwischen der ersten Führung 3 und dem Ventilsitz
15. Hieraus ergibt sich, dass das Einspritzventilglied über einen langen Bereich
zwischen der ersten Führung 3 und dem Ventilsitz 15 nicht geführt wird.
In diesem Bereich kann es zu einer Desaxierung und damit zu unsauberem Öffnen
und Schließen des Einspritzventilgliedes kommen.
Ein weiterer Nachteil der langen zweiten Führung 5,
wie sie aus dem Stand der Technik bekannt ist, ist, dass sich z. B. Fertigungsungenauigkeiten
am Einspritzventilglied direkt auf die Stellung des Einspritzventilgliedes im unteren
Gehäuseteil 1 auswirken. Ebenso wirken sich Formunterschiede der Führungen,
wie sie z. B. durch Fertigungsprozesse entstehen können, auf die Stellung des
Einspritzventilgliedes im unteren Gehäuseteil 1 aus. Solche Formunterschiede
sind z. B. konische oder tonnenförmige Verformungen der Führungen 3, 5.
In Figur 2 ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter
unterer Abschnitt eines Kraftstoffinjektors dargestellt.
Auch bei einem erfindungsgemäß ausgebildeten
unteren Gehäuseabschnitt eines Kraftstoffinjektors umfasst dieser ein unteres
Gehäuseteil 1. Erfindungsgemäß sind im unteren Gehäuseteil 1
eine erste Führung 21 und eine zweite Führung 23 ausgebildet. In den Führungen
21, 23 wird ein in Figur 2 ebenfalls nicht dargestelltes Einspritzventilglied geführt.
Im Unterschied zu der aus dem Stand der Technik und in
Figur 1 dargestellten Ausführungsform sind die erste Führung 21 und die
zweite Führung 23 kürzer ausgeführt. Die Länge der ersten Führung
21 ist mit Bezugszeichen 25 und der Durchmesser der ersten Führung 21 mit Bezugszeichen
27 bezeichnet. Erfindungsgemäß liegt das Verhältnis von Länge
25 der ersten Führung 21 zum Durchmesser 27 der ersten Führung 21 im Bereich
von 0,25 bis 1. Bevorzugt liegt das Verhältnis im Bereich von 0,5 bis 0,75.
Mit Bezugszeichen 29 ist die Länge der zweiten Führung
23 bezeichnet. Der Durchmesser der zweiten Führung 23 hat das Bezugszeichen
31. Das Verhältnis der Länge 29 der zweiten Führung 23 zum Durchmesser
31 der zweiten Führung 23 liegt erfindungsgemäß im Bereich von 0,5
bis 2. Bevorzugt liegt das Verhältnis von Länge der zweiten Führung
23 zum Durchmesser der zweiten Führung 23 im Bereich von 0,5 bis 1.
In einer bevorzugten Ausführungsform sind der Durchmesser
27 der ersten Führung 21 und der Durchmesser 31 der zweiten Führung 23
gleich groß.
Um eine eventuell auftretende Desaxierung des Einspritzventilgliedes
ausgleichen zu können und so eine konstantere Strahlausbildung des Kraftstoffes
durch die Einspritzöffnung 7 zu erzielen, ist die erste Führung 21 dichter
am Ventilsitz 15 platziert als dies bei einem Kraftstoffiinjektor gemäß
dem Stand der Technik der Fall ist. Durch die konstantere Strahlausbildung des Kraftstoffes
durch die Einspritzöffnung 7 in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine
erfolgt eine gleichmäßigere Verbrennung des Kraftstoffes und somit auch
eine niedrigere Emission. Ein weiterer Vorteil, dass der Abstand 33 zwischen der
ersten Führung 21 und dem Ventilsitz 15 erfindungsgemäß kleiner ausgeführt
wird als der Abstand 19 zwischen erster Führung 3 und Ventilsitz 15 gemäß
dem Stand der Technik, ist, dass der Verschleiß am Einspritzventilglied und
an der zweiten Führung 23 reduziert werden kann. Eine Verschleißreduzierung
an der zweiten Führung 23 ergibt sich dadurch, dass der Abstand zwischen der
ersten Führung 21 und der zweiten Führung 23, der durch einen Freistich
35 zwischen der ersten Führung 21 und der zweiten Führung 23 gebildet
wird, größer ist als die Länge 11 des ersten Freistiches 9 gemäß
dem Stand der Technik. Hierdurch steht ein längerer Weg zur Verfügung,
auf dem das Einspritzventilglied ausgerichtet werden kann. Hierdurch wirken geringere
radiale Kräfte auf die zweite Führung 23.
Zwischen der ersten Führung 21 und dem Ventilsitz
15 ist ein zweiter Freistich 37 ausgebildet. Der zweite Freistich 37 wird benötigt,
um die erste Führung 21 innerhalb der vorgegebenen Toleranzen durch Schleifen
fertigen zu können.
Figur 3 zeigt einen erfindungsgemäß ausgebildeten
unteren Gehäuseabschnitt eines Kraftstoffinjektors in einer zweiten Ausführungsform.
Die in Figur 3 dargestellte Ausführungsform unterscheidet
sich von der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform durch die Position der
ersten Führung 21. Hierzu öffnet sich das untere Gehäuseteil 1 vom
Ventilsitz 15 in Form eines Stufenrückzuges 38 zur ersten Führung 21 hin.
Durch den Stufenrückzug 38 ist es nicht erforderlich, den zweiten Freistich
37 auszubilden. Aus diesem Grund kann die erste Führung 21 näher am Ventilsitz
15 ausgebildet werden als in der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform.
Das Verhältnis der Länge 25 der ersten Führung
21 zum Durchmesser 27 der ersten Führung 21 liegt auch bei der in Figur 3 dargestellten
Ausführungsform im Bereich von 0,25 bis 1, bevorzugt im Bereich von 0,5 bis
0,75.
Die Position der zweiten Führung 23 und das Verhältnis
der Länge 29 zum Durchmesser 31 der zweiten Führung 23 entspricht der
in Figur 2 dargestellten Ausführungsform.
Figur 4 zeigt einen unteren Gehäuseabschnitt eines
Kraftstoffinjektors mit darin geführtem Einspritzventilglied.
Das untere Gehäuseteil 1 ist wie in Figur 2 dargestellt
aufgebaut. In der in Figur 4 dargestellten Position steht das Einspritzventilglied
39 mit einer Dichtkante 41 im Ventilsitz 15 und verschließt so die mindestens
eine Einspritzöffnung 7. Aus der Darstellung gemäß Figur 4 ist zu
erkennen, dass der zweite Freistich 37 Teil eines Düsenraumes 43 ist, der zwischen
der ersten Führung 21 und dem Ventilsitz 15 ausgebildet ist. Im Düsenraum
43 befindet sich bei verschlossener Einspritzöffnung 7 unter Systemdruck stehender
Kraftstoff. Sobald sich das Einspritzglied 39 mit der Dichtkante 41 aus dem Ventilsitz
15 hebt und so die mindestens eine Einspritzöffnung 7 freigibt, strömt
der im Düsenraum 41 unter Systemdruck stehende Kraftstoff durch die mindestens
eine Einspritzöffnung 7 in den Brennraum der Verbrennungskraftmaschine.
Am Einspritzventilglied 39 sind Freiflächen 45 ausgebildet,
durch welche im Bereich der ersten Führung 21 und der zweiten Führung
23 ein Kanal gebildet wird, durch den Kraftstoff zum Düsenraum 43 strömen
kann. Der Kraftstoff strömt aus einem Federraum 47, der einen zapfenförmigen
Fortsatz 49 des Einspritzventilgliedes 39 umschließt, entlang der Freiflächen
45 in den Düsenraum 43. Der Federraum 47 ist mit einem Kraftstoffzulauf, hier
nicht dargestellt, verbunden. Aus dem Kraftstoffzulauf wird Kraftstoff z. B. aus
einem Hochdruckspeicher eines Common-Rail-Systems dem Kraftstoffinjektor zugeführt.
Der zapfenförmige Fortsatz 49 am Einspritzventilglied
39 dient zur Stabilisierung eines hier nicht dargestellten Federelementes, welches
den zapfenförmigen Fortsatz 49 umschließt. Durch den zapfenförmigen
Fortsatz 49 wird vermieden, dass das hier nicht dargestellte Federelement durch
die darauf ausgeübte Druckkraft abknickt. Das Federelement ist im Allgemeinen
eine als Druckfeder ausgebildete Spiralfeder.
Da durch den Freistich 35 zwischen der ersten Führung
21 und der zweiten Führung 23 ein Ringraum um das Einspritzventilglied 39 gebildet
wird, ist es nicht erforderlich, die Freiflächen 45, wie in Figur 3 dargestellt,
über die gesamte Länge des Einspritzventilgliedes 39 auszubilden. Es ist
ausreichend, wenn jeweils eine Freifläche im Bereich der ersten Führung
21 und eine zweite Freifläche im Bereich der zweiten Führung 23 vorgesehen
sind. Der Kraftstoff strömt dann entlang der Freifläche im Bereich der
zweiten Führung 23 in den durch den Freistich 35 gebildeten Ringraum und von
dort weiter entlang der Freifläche im Bereich der ersten Führung 21 in
den Düsenraum 43.
Die Länge des Freistichs 35 ist hier mit Bezugszeichen
51 bezeichnet. Die Länge 51 des Freistichs 35 ist vorzugsweise so gewählt,
dass das Verhältnis der Länge 51 des Freistichs 35 bezogen auf den Durchmesser
27 der ersten Führung 21 im Bereich von 2 bis 5 liegt.
Besonders bevorzugt liegt das Verhältnis der Länge
51 des Freistichs 35 bezogen auf den Durchmesser 27 der ersten Führung 21 im
Bereich von 3,25 bis 3,75.
Anstelle der in den Figuren 2 und 3 dargestellten Führungen
ist es auch möglich, im unteren Gehäuseteil 1 im Bereich der Führungen
21 und 23 Rippen auszubilden, in denen das Einspritzventilglied 39 geführt
ist. Die Rippen sind vorzugsweise in axialer Richtung ausgerichtet. Es ist jedoch
auch möglich, die Rippen z. B. schneckenförmig, wie ein Gewinde, im unteren
Gehäuseteil 1 auszubilden. Wenn die Führungen 21 und 23 in Form von Rippen
ausgebildet sind, ist es nicht erforderlich, die Freiflächen 45 am Einspritzventilglied
39 vorzusehen, da der Kraftstoff dann zwischen den Rippen der Führungen vom
Federraum 47 in den durch den Freistich 35 gebildeten Ringraum und von dort in den
Düsenraum 43 strömen kann.