Die Erfindung betrifft eine Schnittstellenschaltung einer CODEC-Schaltung
zur Steuerung der Betriebsmodi einer SLIC-Schaltung. Die Erfindung betrifft ferner
eine Voice-CODEC-Anordnung.
Ein Telefonsystem weist im Allgemeinen eine Telefonvermittlung, die
häufig auch als Central-Office oder Amt bezeichnet wird, und ein oder mehrere
Teilnehmerendgeräte auf, die jeweils über eine Teilnehmerleitung, der
so genannten Subscriberline, mit der Telefonvermittlung verbunden sind. Die Telefonvermittlung
handhabt das Vermitteln von Telefonsignalen zwischen Teilnehmerendgeräten.
In der Telefonvermittlung des Telefonsystems sind üblicherweise eine Leitungskarte
(Line Card), ein Rufsignalgenerator und eine Spannungsversorgung zur Versorgung
der Leitungskarte und des Rufsignalgenerators vorgesehen. Die Leitungskarte ist
typischerweise mehreren Teilnehmerendgeräten zugeordnet und weist hierfür
für jeden mit der Leitungskarte verbundenen Teilnehmer eine so genannte Teilnehmerleitungsschnittstellenschaltung
(SLIC = Subscriber Line Interface Circuit) und eine CODEC-Schaltung (CODEC = Codierer/Decodierer)
auf.
1 zeigt anhand eines Blockschaltbildes den Aufbau eines
beispielsweise aus dem deutschen Patent DE
102 40 810 B3 heraus bekannten Telefonsystems. Das Telefonsystem
1 weist hier einen durch eine SLIC-Schaltung 2 gebildeten Hochvolt-Chip
und einen durch eine CODEC-Schaltung 3 gebildeten Niedervolt-Chip auf.
Die SLIC-Schaltung 2 ist teilnehmerseitig über die Teilnehmerleitungen
4, 5 mit einem oder mehreren Teilnehmerendgeräten
6 verbunden. Amtsseitig ist die SLIC-Schaltung 2 üblicherweise
mit vier Leitungen, einer Empfangsleitung 7 und einer Sendeleitung
7 zur Übertragung von Sprach- und/oder Datensignalen sowie jeweils
zwei Steuerleitungen 8, mit der CODEC-Schaltung 3 verbunden. Die
CODEC-Schaltung 3 besteht typischerweise aus einem analogen Schaltungsteil
9, dem so genannten analogen Frontend (AFE), und einem digitalen Schaltungsteil
10, dem so genannten digitalen Frontend (DFE).
Die SLIC-Schaltung 2 koppelt die mit einer hohen Spannung
41 betriebenen analogen Teilnehmerleitungen mit den mit einer niedrigen
Spannung betriebenen analogen und digitalen Schaltungsteilen der CODEC-Schaltung
3 und führt zudem eine Wandlung der Signale, die in den mit der CODEC-Schaltung
3 verbundenen vier Leitungen übertragen werden, in ein Zweidrahtsignal
für die Teilnehmerleitungen 4, 5 durch. Die SLIC-Schaltung
2 übernimmt insbesondere die so genannten BORSCHT-Aufgaben, die folgende
Funktionen umfassen können:
- – Battery-Feeding: Stromversorgungs-Fernspeisung der Teilnehmerendgeräte;
- – Over-Voltage-Protection: einen Überspannungsschutz der amtsseitigen
Schaltungsteile;
- – Ringing: das Erzeugen des Rufsignaltons für die Teilnehmerendgeräte;
- – Signalling: das Erzeugen von Signalisierungen;
- – Coding: Codierung/Decodierung bzw. PCM-Wandlung der Signale zwischen
der 2-Draht-Übertragung und der 4-Draht-Übertragung (Hybrid, Gabelschaltung);
- – Testing: Prüfen und Testen.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn diese Funktionalitäten der
SLIC-Schaltung einstellbar sind, wofür es einer Programmierung der SLIC-Schaltung
bedarf. Die Steuerung der SLIC-Schaltung erfolgt über eine in der
1 nicht dargestellte, analog ausgebildeten Schnittstelle
innerhalb der CODEC-Schaltung 3, wobei zur Programmierung der SLIC-Schaltung
durch die CODEC-Schaltung definierte Spannungspegel festgelegt werden, die der SLIC-Schaltung
über die Steuerleitungen 8 zugeführt werden und die dann von
der SLIC-Schaltung ausgewertet werden können. Für die Steuerung werden
z. B. drei Spannungspegel (Low, Mid, High) für ein jeweiliges Spannungssignal
definiert, so dass bei zwei Steuerleitungen zwischen CODEC-Schaltung und SLIC-Schaltung
und drei Spannungspegel insgesamt neun Betriebsmodi von der CODEC-Schaltung programmiert
werden können.
2 zeigt zur Erläuterung der allgemeinen Problematik
eine Schnittstellenschaltung innerhalb der CODEC-Schaltung, die dazu ausgelegt ist,
drei Spannungspegel zur Einstellung der Betriebsmodi der SLIC-Schaltung zu erzeugen.
Die in der 2 mit Bezugszeichen 11 bezeichnete
Schnittstellenschaltung ist über zwei Steueranschlüsse C1, C2 mit der
SLIC-Schaltung 2 verbunden. Die drei Spannungspegel an den Steueranschlüssen
C1, C2 werden über jeweils einen Schaltungsblock 12a, 12b
erzeugt und von jeweils einem als Spannungsfolger ausgebildeten Operationsverstärker
13a, 13b getrieben. Die Schaltungsblöcke 12a,
12b weisen jeweils einen zwischen einem Versorgungspotenzial VDD und dem
Bezugspotenzial GND angeordneten Spannungsteilern auf, an dessen Mittelabgriff ein
Mittenpotenzial VDD/2 anliegt. Über jeweils einen steuerbaren Schalter, der
über eine digitale Steuerschaltung 14 angesteuert wird, lässt
sich dann entweder das Versorgungspotenzial VDD, das Mittenpotenzial VDD/2 oder
das Bezugspotenzial GND abgreifen. Über den nachgeschalteten Operationsverstärker
13a, 13b lassen sich aus den so abgegriffenen Spannungspotenzialen
drei Spannungspegel (high, mid, low) bereitstellen an den jeweiligen Steuerausgängen
C1, C2. Die SLIC-Schaltung 2 detektiert die jeweiligen Spannungspegel und
stellt entsprechend deren Codierung den gewünschten Betriebsmodus der SLIC-Schaltung
2 ein.
Die SLIC-Schaltung 2 ist teilnehmerseitig mit einer hohen
Spannung beaufschlagt. Da die SLIC-Schaltung 2 teilnehmerseitig auch hohe
Ströme über die Teilnehmerleitung treiben muss bzw. hohe Strome detektieren
muss, wird in der SLIC-Schaltung 2 aufgrund der dort erzeugten Verlustleistung
Wärme an die Umgebung abgegeben. Mit zunehmender Erwärmung der SLIC-Schaltung
2 kann es zu einer thermischen Überbelastung kommen, die bis zum Funktionsausfall
der SLIC-Schaltung 2 führen kann. Um dies zu verhindern, muss die
SLIC-Schaltung 2 vorher ausgeschaltet werden oder es müssen entsprechende
Maßnahmen zur Kühlung bzw. zur Wärmeableitung von der SLIC-Schaltung
2 vorgesehen werden. Hierfür signalisiert die SLIC-Schaltung im Falle
des Erreichens einer thermischen Überbelastung der CODEC-Schaltung das Erreichen
einer thermischen Überbelastung. Hierzu ist in der SLIC-Schaltung ein mit einem
Steueranschluss C1 verbundene Stromquelle 15 vorgesehen, die einen definierten
Strom I1 erzeugt. Dieser Strom I1 erzeugt an einem Messwiderstand R1 einen Spannungsabfall
UR1, der mittels eines Komparators 16 gemessen werden kann.
Bei der in 2 beschriebenen Lösung
wird pro Steueranschluss C1, C2 also ein analoger Schaltungsblock 12a,
12b sowie ein Operationsverstärker 13a, 13b benötigt.
Da diese Schaltungsanteile sowie die Schaltung zur Erkennung einer Übertemperatur
analog ausgebildet sind, geht damit auch ein erhöhter Flächenbedarf für
die Schnittstellenschaltung einher, was unmittelbar auch zu einer erhöhten
Stromaufnahme und damit Verlustleistung der Schnittstellenschaltung führt.
Insbesondere für so genannte Central-Office-Anwendungen stellt eine hohe Verlustleistung,
die mit einer hohen Stromaufnahme einhergeht, einen entscheidenden Wettbewerbsnachteil
dar, da die Wärmeabgabe die theoretisch erreichbare Integrationsdichte der
Schnittstellenschaltung begrenzt. Die erzeugten Chips für die SLIC-Schaltung
müssten daher größer und damit teuerer bereitgestellt werden, als
es technologisch möglich wäre.
In der US 2003/0169871
A1 ist eine programmierbare Schnittstellenschaltung für eine SLIC-Schaltung
beschrieben, welche eine Hochvolt-Schnittstelle und eine digitale Steuerschaltung
aufweist.
Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
eine flächenoptimierte und insbesondere eine verlustleistungsoptimierte Schnittstellenschaltung
zur Steuerung der Betriebsmodi einer SLIC-Schaltung anzugeben. Eine weitere Aufgabe
besteht darin, eine Schnittstellenschaltung bereitzustellen, die dazu ausgelegt
ist, zumindest einen Zustand der SLIC-Schaltung zu detektieren.
Erfindungsgemäß wird zumindest eine der obigen Aufgaben
durch eine Schnittstellenschaltung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und/oder
durch eine Voice-CODEC-Anordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15 gelöst.
Demgemäß ist vorgesehen:
- – Schnittstellenschaltung einer CODEC-Schaltung zur Steuerung der Betriebsmodi
einer SLIC-Schaltung, mit einer Codierschaltung, die zur Einstellung der Betriebsmodi
der SLIC-Schaltung ein jeweils einem Steuerausgang zugeordnetes ternäres Steuersignal
erzeugt, welches bzw. welche eine ternäre Codierung des jeweils in der SLIC-Schaltung
einzustellenden Betriebsmodus angibt bzw. angeben, und die zur Erzeugung der ternären
Steuersignale eine digitale Steuerschaltung sowie einen der digitalen Steuerschaltung
nachgeschalteten digitalen Treiber aufweist. (Patentanspruch 1)
- – Eine Voice-CODEC-Anordnung mit einem Hochvolt-Chip, der eine SLIC-Schaltung
enthält, welche teilnehmerseitig mit mindestens einem Teilnehmer verbindbar
ist, mit einem Niedervolt-Chip, der eine CODEC-Schaltung aufweist und der teilnehmerseitig
mit dem Hochvolt-Chip über eine erfindungsgemäße Schnittstellenschaltung
gekoppelt ist. (Patentanspruch 15)
Die der vorliegenden Erfindung zugrunde liegende Idee besteht darin,
die für die Codierung der Betriebsmodi innerhalb der SLIC-Schaltung erforderlichen
(ternären) Spannungspegel mittels einer erfindungsgemäßen Schnittstellenschaltung
bereit zu stellen, die nahezu gänzlich ohne aktive Schaltungsblöcke, wie
Operationsverstärker, auskommt. Die Schnittstellenschaltung innerhalb der CODEC-Schaltung
ist somit als annähernd digitale Schnittstellenschaltung ausgebildet, da sie
mit Ausnahme des Pull-up-Widerstandes nahezu vollständig durch digitale Schaltungselemente
gebildet ist. Dadurch ergibt sich eine signifikante Verringerung des Platzbedarfs
der Schnittstellenschaltung und damit auch der CODEC-Schaltung, was mit einer deutlichen
Reduzierung der Verlustleistung einher geht.
Damit eignet sich die Erfindung vorzugsweise für Central-Office
Anwendungen, bei denen so genannte Voice-CODEC-Anordnungen mit einer CODEC-Schaltung,
die zur Steuerung einer nachgeschalteten SLIC-Schaltung vorgesehen ist, vorgesehen
sind.
Bei der erfindungsgemäßen Schnittstellenschaltung werden
die zur Erzeugung der (ternären) Spannungspegel (Hi, Mid, Low) erforderlichen
Schaltungselemente mittels einer vollständig digitalen Steuerschaltung, digitalen
Standardgattern und einem Pull-up-Widerstand bereitgestellt. Die Funktionalität
eines Operationsverstärkers zum Treiben der Spannungspegel, wie dieser bei
der eingangs genannten, bekannten Schnittstellenschaltung erforderlich
war, wird nunmehr durch einen digitalen Treiber gebildet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den weiteren Unteransprüchen und aus der Beschreibung in Zusammenschau
mit den Figuren der Zeichnung.
In einer typischen Ausgestaltung ist zumindest ein Steuerausgang vorgesehen,
über den die Schnittstellenschaltung innerhalb der CODEC-Schaltung mit einer
SLIC-Schaltung koppelbar ist und über den bzw. über die somit die Steuerung
und damit die Einstellung der Betriebsmodi der SLIC-Schaltung erfolgt. Dabei ist
an jedem der Steuerausgänge ein ternäres Steuersignal zur Steuerung der
SLIC-Schaltung abgreifbar, wobei unter einem ternären Steuersignal ein Signal
mit drei voneinander verschiedenen Signalpegeln zu verstehen ist. Zu diesem Zwecke
ist jedem Steuerausgang ein digitaler Treiber, mit einem nachgeschalteten Pull-up-Widerstand
vorgeschaltet. Ein solcher digitaler Treiber ist beispielsweise als Tristate-Treiber
als High-Z-Treiber oder dergleichen ausgebildet, der einen Signaleingang und einen
Steuereingang, über die ein Eingangssignal bzw. ein Enable-Signal einkoppelbar
sind, aufweist. Dabei werden die niedrigen und hohen Spannungspegel (Hi, Lo) durch
entsprechende Pegel des Eingangssignals erzeugt, welches wiederum durch eine eigens
dafür vorgesehene kombinatorische Logikschaltung innerhalb der Steuerschaltung
bereitgestellt wird. Der mittlere Spannungspegel (Mid) wird durch die Programmierung
des Hi-Z Zustands (Tristate) des digitalen Treibers, also mittels eines Enable-Signals,
realisiert, wodurch der Ausgang des digitalen Treibers hochohmig wird. Der mittlere
Spannungspegel kann somit über einen dem digitalen Treiber nachgeschalteten
Pull-up-Widerstand definiert werden. Vorzugsweise sind die einem jeweiligen Steuerausgang
zugeordneten Reihenschaltungen aus Tristate-Treiber und Pull-up-Widerstand zueinander
gleich aufgebaut, da an jedem der Steuerausgänge möglichst die gleichen
Amplituden für die Signalpegel realisiert werden sollen. Statt der Bereitstellung
eines ternären Steuersignals wäre selbstverständlich auch ein binäres
Steuersignal denkbar oder alternativ auch ein Steuersignal mit mehr als drei Signalpegeln,
wenngleich dies weniger bevorzugt als ein ternäres Steuersignal wäre.
In diesem Falle müsste die Reihenschaltung aus digitalem Treiber und nachgeschaltetem
Pull-up-Widerstand in entsprechender Weise angepasst werden.
Besonders bevorzugt ist es, wenn die Schnittstellenschaltung genau
zwei Steuerausgänge zur Anbindung der CODEC-Schaltung an die SLIC-Schaltung
aufweist. In diesem Falle können im Falle eines ternären Steuersignals
über die CODEC-Schaltung insgesamt neun Betriebsmodi der SLIC-Schaltung eingestellt
werden.
Typischerweise, jedoch nicht notwendigerweise, ist ein jeweiliges
ternäres Steuersignal als Spannungssignal ausgebildet, welches für die
ternäre Codierung bedarfgemäß einen hohen, einen mittleren und einen
niedrigen Spannungspegel aufweist.
Eine weitere Ausgestaltung sieht vor, dass ein jeweiliger digitaler
Tristate-Treiber mit einer Versorgungsspannung, die aus einem an einem ersten Versorgungsanschluss
anliegenden ersten Versorgungspotenzial und einem an einem zweiten Versorgungsanschluss
anliegenden zweiten Versorgungspotenzial gebildet ist, versorgt wird. Dabei ist
das zweite Versorgungspotenzial niedriger als das erste Versorgungspotenzial. Das
erste Versorgungspotenzial definiert dabei den hohen Spannungspegel und das zweite
Versorgungspotenzial definiert den niedrigen Spannungspegel.
Zur Erzeugung eines ternären Steuersignals ist es in diesem Zusammenhang
vorteilhaft, wenn der Pull-up-Widerstand zwischen einem diesem Pull-up-Widerstand
zugeordneten Steuerausgang und einem dritten Versorgungsanschluss mit einem dritten
Versorgungspotenzial angeordnet ist. Das dritte Versorgungspotenzial ist betragsmäßig
kleiner als das erste und betragsmäßig größer als das zweite
Versorgungspotenzial. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass im hochohmigen
Zustand des (Tristate-)Treibers die am Steuerausgang anliegende Steuerspannung einen
mittleren Spannungspegel gegenüber dem ersten und zweiten Versorgungspotenzial
aufweist.
In einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Schnittstellenschaltung weist diese eine Schaltung zur Erkennung einer Übertemperatur
der SLIC-Schaltung auf. Diese Schaltung ist mit zumindest einem Steuerausgang, der
mit der nachgeschalteten SLIC-Schaltung gekoppelt ist, verbunden. Dadurch ist es
vorteilhafterweise möglich, dass eine Übertemperatur innerhalb der SLIC-Schaltung
erkannt wird, wodurch die SLIC-Schaltung in einen stromsparenden Betriebsmodus oder
in einen ausgeschalteten Betriebsmodus gesteuert werden kann oder andere Maßnahmen
eingeleitet werden können, beispielsweise eine Kühlung der SLIC-Schaltung.
Mit dieser Funktionalität kann auf vorteilhafter Weise eine Erhitzung und damit
einhergehend eine Beeinträchtigung der Funktion oder sogar der Funktionsausfall
der SLIC-Schaltung verhindert werden.
Vorzugsweise weist die Schaltung zur Erkennung einer Übertemperatur
ferner einen Komparator auf, der einen ersten Spannungsabfall am Pull-up-Widerstand
mit einem zweiten Spannungsabfall am weiteren Pull-up-Widerstand der Replika-Schaltung
vergleicht und daraus eine Übertemperatur einer an der Schnittstellenschaltung
angeschlossenen SLIC-Schaltung ableitet. Der Komparator ist typischerweise als analoger
Komparator ausgebildet. Vorzugsweise weist der Komparator zwei Schaltschwellen auf,
d. h. eine erste Schaltschwelle, bei deren Unterschreiten beispielsweise auf einen
Normalbetrieb geschlossen wird und damit eine Normaltemperatur der SLIC-Schaltung
erkannt wird, und eine vergleichsweise dazu höhere Schaltschwelle, ab deren
Überschreiten eine Obertemperatur der SLIC-Schaltung vorliegen muss. Der Bereich
zwischen den beiden Schaltschwellen definiert typischerweise einen so genannten
verbotenen Bereich, der weder dem Normalbetrieb noch dem Betrieb der SLIC-Schaltung
mit einer Übertemperatur zugeordnet werden kann. Diese Ausgestaltung des Komparators
mit zwei voneinander getrennten Schaltschwellen, die gewissermaßen eine Hysterese
abbilden, ist aus prozesstechnischen Gründen von Vorteil.
In einer beispielhaften Ausgestaltung weist diese Übertemperaturerkennungsschaltung
zumindest eine Replika-Schaltung auf. Die Replika-Schaltung bildet die einem jeweiligen
Steuerausgang zugeordneten digitalen Treiber und Pull-up-Widerstand ab, d. h. sie
weist einen dem Treiber entsprechenden weiteren Treiber sowie einen dem Pull-up-Widerstand
entsprechenden weiteren Pull-up-Widerstand auf. Typischerweise ist hier der Treiber
sowie der entsprechende weitere Treiber eingangsseitig und steuerseitig miteinander
verbunden und ausgangsseitig über den Pull-up-Widerstand bzw. den weiteren
Pull-up-Widerstand mit dem dritten Versorgungsanschluss gekoppelt.
Vorzugsweise ist der weitere Pull-up-Widerstand versorgungsseitig
mit einer Stromquelle zur Bereitstellung eines konstanten Spannungsabfalls am weiteren
Pull-up-Widerstand verbunden. Mittels der Stromquelle ist es möglich, die Schaltschwellen
des Komparators entsprechend einzustellen, so dass der Komparator eine Übertemperatur
innerhalb der SLIC-Schaltung definiert von dem Normalbetrieb und damit der Normaltemperatur
der SLIC-Schaltung unterscheiden kann. Diese Schaltschwellen sind erforderlich,
da der entsprechende Pull-up-Widerstand, an dem die entsprechende Messspannungen
abgegriffen wird sowie die typischerweise als steuerbarer Transistor ausgebildete
Stromquelle technologiebedingt Prozessschwankungen unterworfen sind, die ohne Vorsehen
einer solchen Schaltschwelle ein definiertes Erkennen einer Übertemperatur
zumindest signifikant erschweren. Durch das Bereitstellen einer solchen Stromquelle,
die einen konstanten Referenzstrom erzeugt, ist es möglich, mit relativ einfachen,
kostengünstig herstellbaren Schaltungsteilen die Übertemperatur zu erkennen.
In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung ist die Stromquelle als steuerbare
Stromquelle ausgebildet, mittels der somit die Schaltschwellen des Komparators bedarfsgemäß
einstellbar sind.
In einer Weiterbildung ist eine weitere Schaltung zur Erkennung eines
weiteren Zustands der SLIC-Schaltung vorgesehen, die mit zumindest einem weiteren
Steuerausgang verbunden ist. Damit ist es zusätzlich oder alternativ möglich,
einen weiteren Zustand, beispielsweise einen Kurzschluss einer Teilnehmerleitung,
einen Leerlauf einer Teilnehmerleitung oder dergleichen, zu detektieren.
In einer typischen Ausgestaltung ist eine Steuerschaltung vorgesehen,
die der Ansteuerung der digitalen Treiber dient. Die Steuerschaltung ist dazu ausgebildet,
jeweils ein digitales Eingangssignal zur Einkopplung jeweils in einen Signaleingang
der Treiber und jeweils ein digitales Enable-Signal zum Ein- und Ausschalten des
jeweiligen Treibers zu erzeugen.
Vorzugsweise ist eine digitale Steuerschaltung vorgesehen, die die
in der SLIC-Schaltung einzustellenden Betriebsmodi in digitaler Form codiert. Diese
digitale Codierung wird in einer ebenfalls in der digitalen Steuerschaltung vorgesehenen
Logikschaltung in entsprechende Eingangssignale und Enable-Signale zur Ansteuerung
des Treibers umgewandelt.
In einer Ausgestaltung der Voice-CODEC-Anordnung weist die SLIC-Schaltung
zumindest eine mit einem Steueranschluss verbundene Stromquelle auf, welche dazu
ausgelegt ist, einen Strom zu erzeugen, der von einer Einrichtung zur Erkennung
eines Zustands innerhalb der CODEC-Schaltung detektierbar ist. Diese Einrichtung
kann Z. B. die oben erwähnte Einrichtung zur Erkennung einer Übertemperatur
sein. Ein temperaturbedingter Funktionsausfall oder eine Funktionsbeeinträchtigung
der SLIC-Schaltung kann somit auf sehr elegante Weise verhindert werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den schematischen Figuren
der Zeichnung angegebenen Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es
zeigt dabei:
1 ein Blockschaltbild es bekannten Telefonsystems;
2 ein Schaltbild einer Schnittstelle für die Anbindung
einer CODEC-Schaltung an eine SLIC-Schaltung; zur Erläuterung der allgemeinen
Problematik;
3 ein Blockschaltbild eines Telefonsystems mit einer
erfindungsgemäßen Voice-CODEC-Anordnung;
4 ein erstes, allgemeines Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Schnittstellenschaltung zur Anbindung einer CODEC-Schaltung
an eine SLIC-Schaltung;
5 ein zweites, bevorzugtes Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Schnittstellenschaltung, die zusätzlich eine
Einrichtung zur Erkennung einer Übertemperatur der SLIC-Schaltung aufweist.
In den Figuren der Zeichnungen sind gleiche und funktionsgleiche Elemente,
Merkmale und Signale – sofern nichts Anderes angegeben ist – mit denselben
Bezugszeichen versehen.
3 zeigt ausschnittsweise ein schematisches Blockschaltbild
für ein mit Telefonsystem mit einer erfindungsgemäßen Voice-CODEC-Anordnung.
Das mit Bezugszeichen 20 bezeichnete Telefonsystem 20 weist einen
Teilnehmer 21 auf, der über eine Teilnehmerleitung 22 mit
einer Teilnehmerleitung-Schnittstellenschaltung 23, nachfolgend kurz als
SLIC-Schaltung 23 bezeichnet, verbunden ist. Mittels der SLIC-Schaltung
23 können eine Vielzahl von Teilnehmer 21 über entsprechende
Teilnehmerleitungen 22 verbunden sein, was in der 3
lediglich angedeutet ist. Die SLIC-Schaltung 23 ist mit einer CODEC-Schaltung
24 über eine Sendeleitung 25, eine Empfangsleitung
26 und Steuerleitungen 27 verbunden. Die CODEC-Schaltung
24 weist einen mit der Empfangsleitung 26 verbundenen Empfangspfad
und einen mit der Sendeleitung 25 verbundenen Sendepfad auf. Im Sendepfad
ist ein Analog-Digital-Wandler 28 angeordnet, der analoge Sendesignale
auf der Sendeleitung 25 in digitale Sendesignale Tx umwandelt und einem
Anschluss 29 zuführt, an dem eine Datenleitung 30 zum Senden
und Empfangen von digitalen Daten angeschlossen ist. Im Sendepfad werden vorzugsweise
PCM (Pulse Code Modulation) codierte digitale Sendesignale Tx zur Sprachübertragung
und gleichzeitig Informationsdaten beispielsweise in Form von FSK (frequency shift
keying) modulierten digitalen Sendesignalen übertragen.
Im Empfangspfad der CODEC-Schaltung 24 ist ein Digital-Analog-Wandler
31 angeordnet, der ausgangsseitig mit der Empfangsleitung 26 verbunden
ist und der die digitalen Empfangssignale Rx, die der CODEC-Schaltung
24 über die Anschlüsse 29 zugeführt werden, in
analoge Empfangssignale umwandelt und der Empfangsleitung 26 zuführt.
Im Empfangspfad können entsprechende PCM codierte digitale Empfangssignale
und FSK modulierte Empfangssignale übertragen werden. Im Empfangspfad ist hierzu
zwischen dem Digital-Analog-Wandler 31 und dem Anschluss 29 ein
FSK-Detektor 32 vorgesehen, der FSK modulierte digitale Empfangssignalen
Rx erfasst und dem nachgeschalteten Digital-Analog-Wandler 31 zuführt.
Die CODEC-Schaltung 24 weist ferner eine erfindungsgemäße
Schnittstellenschaltung 33 auf. Die Schnittstellenschaltung 33
ist über Steuerleitungen 27 mit der SLIC-Schaltung 23 gekoppelt.
Mittels der Schnittstellenschaltung 33 lassen sich verschiedene Betriebsmodi
der SLIC-Schaltung 23 einstellen und die SLIC-Schaltung 23 steuern.
Die Schnittstellenschaltung 33 ist ferner mit dem im Empfangspfad
angeordneten FSK-Detektor 32 mittels einer bidirektional betreibbaren Steuerleitung
verbunden und kann somit auch die Steuerung der Datenübertragung im Empfangspfad
übernehmen. Die CODEC-Schaltung 24 weist typischerweise auch einen
Speicher 34 auf, der mit dem FSK-Detektor 32 verbunden ist und
in dem beispielsweise zur Pufferung der digitalen Empfangssignale Rx entsprechende
Daten abgelegt werden können.
Nachfolgend werden der Aufbau und die Funktionsweise einer erfindungsgemäßen
Schnittstellenschaltung 33 anhand der 4 und
5 detaillierter erläutert.
4 zeigt ein erstes, allgemeines Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Schnittstellenschaltung zur Anbindung einer CODEC-Schaltung
an eine SLIC-Schaltung, wie sie in der Voice-CODEC-Anordnung gemäß
3 eingesetzt werden kann. Die Schnittstellenschaltung
33 weist einen Steuerausgang 40 auf, an dem ein Spannungssignal
VS abgreifbar ist und welches der Steuerung einer mit der Schnittstellenschaltung
33 und damit der CODEC-Schaltung 24 gekoppelten (in
4 nicht dargestellten) SLIC-Schaltung 23 dient.
Zur Erzeugung dieses Spannungssignals VS ist zum Einen eine digitale Steuerschaltung
41 vorgesehen, die an ihren Ausgängen 42 ein digitales Eingangssignal
XE und ein digitales Enable-Signal EN erzeugt. Die Schnittstellenschaltung
33 weist zum Anderen einen digitalen Tristate-Treiber 43 auf,
dem eingangsseitig das Eingangssignal XE und dem steuerseitig das Enable-Signal
EN zugeführt wird. Versorgungsseitig ist der Tristate-Treiber 43 zwischen
einem ersten Versorgungsanschluss 44 mit einem ersten Versorgungspotenzial
VDD, beispielsweise einem positiven Versorgungspotenzial VDD (z. B. 3,3 Volt), und
einem zweiten Versorgungsanschluss 45 mit einem zweiten Versorgungspotenzial
GND, beispielsweise dem Potenzial der Bezugsmasse GND (z. B. 0 Volt), angeordnet.
Der Ausgang des Tristate-Treibers 43 ist mit dem Steuerausgang
40 verbunden. Die Schnittstellenschaltung 33 weist ferner einen
Pull-up-Widerstand 46 auf, der zwischen einem mit dem Steuerausgang
40 verbundenen Knoten 48 und einem dritten Versorgungsanschluss
47 mit einem dritten Versorgungspotenzial VBB angeordnet ist. Das dritte
Versorgungspotenzial VBB (z. B. 1,5 Volt) ist typischerweise kleiner als das erste
Versorgungspotenzial VDD und größer als das zweite Versorgungspotenzial
GND.
Nachfolgend wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen
Schnittstellenschaltung 33 kurz erläutert.
Mittels des Enable-Signals EN wird der Tristate-Treiber
43 aktiviert oder deaktiviert. Im aktivierten Zustand wird der digitale
Wert des Eingangssignals XE, d.h. dessen Signalpegel, mit der Versorgungsspannung
VDD-GND verstärkt und dem Steuerausgang 40 zugeführt. Das erste
Versorgungspotenzial VDD definiert somit einen ersten hohen Spannungspegel und das
zweite Versorgungspotenzial GND einen zweiten, niedrigen Spannungspegel des Steuersignals
VS. Zur Definition des dritten, mittleren Spannungspegels des Steuersignals VS wird
der Tristate-Treiber 43 mittels des Enable-Signals EN deaktiviert, so dass
dessen Ausgang in einen hochohmigen, so genannten Tristate-Zustand gesteuert wird.
Das Steuerpotenzial VS wird in diesem Fall über den Pull-up-Widerstand
46 durch das dritte Versorgungspotenzial VBB definiert. Mittels der so
gewonnenen drei Spannungspegel (Hi, Mid, Low) des Steuersignals VS lassen sich somit
insgesamt drei verschiedene Betriebsmodi für die nachgeschaltete SLIC-Schaltung
23 codieren.
5 zeigt anhand eines Schaltbildes ein zweites, detailliertes
und bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schnittstellenschaltung
33. Im Unterschied zu dem Ausführungsbeispiel in 4
weist die Schnittstellenschaltung 33 hier insgesamt zwei Steuerausgänge
40, 40' auf, über die die Schnittstellenschaltung
33 mit der SLIC-Schaltung 23 verbunden ist, wobei dem zweiten
Steuerausgang 40' in entsprechender Weise wie dem ersten Steuerausgang
40 ein Tristate-Treiber 43' und ein Pull-up-Widerstand
46' vorgeschaltet sind.
Ferner ist in 5 die Steuerschaltung
41 etwas detaillierter ausgebildet. Die Steuerschaltung 41 weist
einen digitalen Schaltungsteil 50 auf, der ausgangsseitig ein digitales
Steuersignal XD zur Codierung der verschiedenen Betriebsmodi erzeugt. Die Bitbreite
n dieses digitalen Steuersignals XD ist so gewählt, dass die gewünschte
Anzahl an Betriebsmodi für die SLIC-Schaltung 23 dadurch in digitaler
Form codiert werden können. Ferner weist die Steuerschaltung 41 zwei
Logikschaltungen 51, 51' auf, die einem jeweiligen Tristate-Treiber
43, 43' zugeordnet sind und die aus den digitalen Steuersignalen
XD die entsprechenden Eingangssignale XE, XE' und Enable-Signale EN, EN' erzeugen
und über Ausgänge 42, 42' den entsprechenden Tristate-Treibern
43, 43' zuführen.
Die SLIC-Schaltung 23 weist eine Stromquelle 52
auf, die mit dem Steuerausgang 40 verbunden ist. Die Stromquelle
52 ist dazu ausgelegt, im Falle eines vorbestimmten Zustandes der SLIC-Schaltung
23 einen Strom I2 zu erzeugen. Ein solcher vorbestimmter Zustand kann beispielsweise
das Vorhandensein einer Übertemperatur innerhalb der SLIC-Schaltung
23 sein. Mittels dieses Stromsignals I2 kann die SLIC-Schaltung
23 der CODEC-Schaltung 24 und damit der Schnittstellenschaltung
33 diesen Zustand bzw. eine Übertemperatur innerhalb der SLIC-Schaltung
23 signalisieren.
Erfindungsgemäß weist die Schnittstellenschaltung
33 ferner eine Einrichtung zur Erkennung eines solchen vorbestimmten Zustandes,
beispielsweise einer Übertemperatur der SLIC-Schaltung 23, auf. Diese
Einrichtung ist ebenfalls mit dem Steuereingang 40 und damit mit der Stromquelle
52 der SLIC-Schaltung 23 verbunden. Die Einrichtung zur Erkennung
einer Übertemperatur ist im Beispiel in der 5
als Replika-Schaltung ausgebildet und enthält einen Tristate-Treiber
43a und einen Pull-up-Widerstand 46a, die im Wesentlichen dem
Tristate-Treiber 43 und dem Pull-up-Widerstand 46 entsprechen
und die eingangsseitig miteinander und mit der Steuerschaltung 41 verbunden
sind. Der Pull-up-Widerstand 46a ist zwischen dem Ausgang des Tristate-Treibers
43a und dem dritten Versorgungsanschluss 47 angeordnet.
Mit Bezugszeichen 48 und 48a ist jeweils ein Knoten
zwischen den jeweiligen Tristate-Treibern 43, 43a und dem entsprechenden
Pull-up-Widerständen 46, 46a bezeichnet.
Am Knoten 48 liegt ein Messpotenzial VM an. Das Messpotenzial
VM ergibt sich aus dem durch die Stromquelle 52 erzeugten Strom I2 und
dem dadurch erzeugten Spannungsabfall über den Pull-up-Widerstand
46. Das Messpotenzial VM ist somit ein Maß für den von der Stromquelle
52 erzeugten Strom I2 und damit für die Temperatur der SLIC-Schaltung
23.
Zwischen dem Knoten 48a und dem zweiten Versorgungsanschluss
45 ist eine Stromquelle 49, die einen Referenzstrom I3 erzeugt,
angeordnet. Vorzugsweise ist die Stromquelle 49 als steuerbare Stromquelle,
beispielsweise als Transistor (z. B. als MOS-FET), ausgebildet. Am Knoten
48a liegt ein Messpotenzial VMa an, welches sich aus dem Spannungsabfall
über dem Pull-up-Widerstand 46a ergibt. Dieser Spannungsabfall ergibt
sich aus dem von der Stromquelle 49 erzeugten konstanten Referenzstrom
I3, so dass der Spannungsabfall über dem Pull-up-Widerstand 46a und
somit das Messpotenzial VMa konstant sind.
Ferner weist die Einrichtung zur Erkennung einer Übertemperatur
einen analogen Komparator 53 auf, der eingangsseitig mit den Knoten
48, 48a verbunden ist. Der Komparator 53 vergleicht die
Messpotenziale VM und VMa miteinander und erzeugt abhängig
von dem Vergleich ausgangsseitig ein Statussignal OVT.
Nachfolgend wird die Funktionsweise dieser Einrichtung zur Erkennung
einer Übertemperatur kurz beschrieben.
Im Falle einer von der SLIC-Schaltung 23 detektierten Übertemperatur
erzeugt die Stromquelle 52 einen entsprechenden Strom I2. Dieser erzeugt
am Pull-up-Widerstand 46 einen Spannungsabfall, der sich in Form eines
Messpotenzials VM am Knoten 48 niederschlägt. Dieses Messpotenzial
VM wird mit dem konstanten Messpotenzials VMa am Knoten 48 mittels des
Komparators 53 verglichen. Die Schaltschwellen des Komparators
53 sind dabei so eingestellt, dass im Falle einer detektierten Übertemperatur
der SLIC-Schaltung 23 ein Strom I3 so erzeugt wird, dass die Differenz
zwischen dem Messsignal VM und dem Messsignal VMa ausreichend sind, um definiert
die Übertemperatur zu detektieren. Die Dimensionierung der Stromquelle
49 und des Pull-up-Widerstandes 46a dienen dabei der Einstellung
der Schaltschwellen des analogen Komparators 53.
Weist die SLIC-Schaltung 23 hingegen eine Normaltemperatur
auf, dann erzeugt die Stromquelle 52 einen geringen oder gar keinen Strom
I2, so dass am Knoten 48 keinerlei oder zumindest ein geringes Messpotenzial
VM vorhanden ist. Durch Vergleich dieses Messpotenzials VM mit dem konstanten Messpotenzial
VMa wird dies durch den Komparator 53 als Normalzustand der SLIC-Schaltung
23 interpretiert.
Obwohl die vorliegende Erfindung vorstehend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele
beschrieben wurde, ist sie nicht darauf beschränkt, sondern lässt sich
auf mannigfaltige Art und Weise modifizieren, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen.
Insbesondere weist die erfindungsgemäße Schnittstellenschaltung
entsprechend den Ausführungsbeispielen der 4 und
5 ein bzw. zwei Steuerausgänge auf. Es versteht
sich von selbst, dass eine Schnittstellenschaltung zusätzlich noch weitere
Steuerausgänge aufweisen kann, sofern mittels der Schnittstellenschaltung z.
B. eine größere Anzahl von Betriebsmodi für die SLIC-Schaltung codiert
werden sollen. In gleicher Weise ist die Schnittstellenschaltung nicht notwendigerweise
auf eine ternäre Codierung beschränkt, bei der das an einem Steuerausgang
anliegende Steuersignal drei verschiedene Signalpegel aufweist. Vielmehr kann das
Steuersignal auch zwei oder mehr als drei Signalpegel aufweisen, was lediglich eine
entsprechende Anpassung der Schnittstellenschaltung erforderlich machen würde.
Auch wurde im Ausführungsbeispiel der 5
eine Einrichtung zur Erkennung einer Übertemperatur der SLIC-Schaltung beschrieben.
Zusätzlich oder alternativ kann auch eine Einrichtung zur Erkennung eines beliebigen
anderen Zustandes der SLIC-Schaltung oder der Teilnehmerleitungen vorgesehen sein.
Auch sind die dargestellten Ausführungsbeispiele nicht notwendigerweise
auf die konkreten schaltungstechnischen Elemente beschränkt, sondern können
durch funktionsgleiche oder gleichwirkende Schaltungsteile ersetzt werden, ohne
dass der Fachmann hierfür erfinderisch tätig werden müsste. Beispielsweise
ließe sich ein Tristate-Treiber durch einen beliebig anderen Puffer oder Treiber
mit gleicher oder ähnlicher Funktion ersetzen.
Auch sind die angegebenen Zahlenangaben beispielhaft zu verstehen
und können natürlich variiert werden.
- 1
- Telefonsystem
- 2
- SLIC-Schaltung
- 3
- CODEC-Schaltung
- 6
- Teilnehmerendgerät
- 7
- Sprach/Datenleitungen
- 8
- Steuerleitungen
- 4, 5
- Teilnehmerleitungen
- 9
- AFE-Schaltung
- 10
- DFE-Schaltung
- 11
- Schnittstellenschaltung
- 12a, 12b
- Schaltungsblöcke
- 13a, 13b
- Operationsverstärker, Spannungsfolger
- 14
- Digitale Steuerschaltung
- 15
- Stromquelle
- 16
- Komparator
- 20
- Telefonsystem
- 21
- Teilnehmer
- 22
- Teilnehmerleitung
- 23
- Teilnehmerleitungs-Schnittstellenschaltung,
- SLIC-Schaltung
- 24
- CODEC-Schaltung
- 25
- Sendeleitung
- 26
- Empfangsleitung
- 27
- Steuerleitung
- 28
- Analog-Digital-Wandler
- 29
- Anschlüsse
- 30
- Datenleitung
- 31
- Digital-Analog-Wandler
- 32
- FSK-Detektor
- 33
- Schnittstellenschaltung
- 34
- Speicher
- 40, 40'
- Steuerausgänge
- 41
- digitale Steuerschaltung
- 42, 42'
- Ausgänge
- 43, 43', 43a
- digitaler (Tristate-)Treiber
- 44
- erster Versorgungsanschluss
- 45
- zweiter Versorgungsanschluss
- 46, 46', 46a
- Pull-up-Widerstände
- 47
- dritter Versorgungsanschluss
- 48, 48a
- Knoten
- 49
- Stromquelle
- 50
- digitaler Steuerschaltungsteil
- 51, 51'
- Logikschaltungen
- 52
- Stromquelle
- 53
- analoger Komparator
- C1, C2
- Steuerausgänge
- EN, EN'
- Enable-Signale
- GND
- zweites Versorgungspotenzial, Bezugspotenzial
- I1, I2
- Ströme
- I3
- Referenzstrom
- n
- Bitbreite
- OVT
- Statussignal
- R
- Widerstände des Spannungsteilers
- R1
- Messwiderstand
- Rx
- Datensignal im Empfangspfad
- Tx
- Datensignal im Sendepfad
- U1
- Spannungsabfall an den Teilnehmerleitungen
- UR1
- Spannungsabfall am widerstand R1
- VBB
- drittes Versorgungspotenzial
- VDD
- erstes, positives Versorgungspotenzial
- VDD/2
- Mittenpotenzial
- VM, VMa
- Messpotenziale
- VS, VS'
- Steuersignale
- XE, XE'
- Eingangssignale