Die Erfindung betrifft die kontrollierte Kristallisation von Pulvern, insbesondere sprühgetrockneter Pulver, zur Verbesserung der Fließfähigkeit und des aerodynamischen Verhaltens derselben sowie ein Verfahren zur Verringerung der Elektrostatik eines Pulvers.
Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNGTECHNISCHES GEBIET
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur kontrollierten Kristallisation
von Pulver, insbesondere von sprühgetrocknetem Pulver. Weiterhin betrifft die
Erfindung ein Verfahren zur Verbesserung, Erhalt oder verminderter Reduktion der
Fließfähigkeit (FPF) eines Pulvers insbesondere unter Beibehalt der Stabilität
der Substanz, ein Verfahren zur Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften eines
Pulvers sowie ein Verfahren zur besseren Abfüllbarkeit eines Pulvers, insbesondere
eines sprühgetrockneten Pulvers.
HINTERGRUND
Zur Optimierung der Fließfähigkeit von Pulver werden verschiedene
Strategien eingesetzt. Zum einen kann die Rauhigkeit der Partikeloberfläche
erhöht werden. Zum anderen besteht aber auch die Möglichkeit, die chemische
Zusammensetzung der Oberfläche zu modifizieren. Sowohl durch eine erhöhte
Rauhigkeit als auch durch die chemische Modifizierung der Partikeloberfläche
können interpartikuläre Wechselwirkungen reduziert werden, wodurch sich
die Fließfähigkeit der Pulver und auch die Dispergierbarkeit der Partikel
in Luft und damit das aerodynamische Verhalten verbessert.
Die Erhöhung der Rauhigkeit kann zum Beispiel durch das Beschichten
der Partikel mit nanoskaligen Partikeln erhöht werden. (G. Huber, Powder Technology
134 (2003), 181–192, Electrostatically supported surface coating of a solid
particle in liquid nitrogen for the use in Dry-Powder-Inhalers). Herkömmliche
Verfahren zum Aufziehen von Nanopartikeln auf Pulver (ohne Fokus auf sprühgetrocknetem
Material) sind beispielsweise mechanische Verfahren wie z.B. das Beschichten in
einer Strahlenmühle oder in einem Hybridizer (Firma Nara). Des Weiteren kommen
auch Freifallmischer zum Einsatz (M. Eber, 2004, Dissertation Uni Erlangen, Titel:
Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit von Nanoskaligen Flussregulierungsmitteln).
Beim Vermischen von sprühgetrocknetem Material mit Carriersystemen werden überlicherweise
Siebe bzw. Freifallmischer eingesetzt.
Neben der Strategie, die Oberflächenrauhigkeit zu modifizieren,
kann auch durch eine Hydropobisierung der Partikeloberfläche die Pulvereigenschaften
optimiert werden. Bei der Herstellung von sprühgetrockneten Pulvern können
hydrophobe Substanzen direkt in die Sprühlösung gegeben werden. Sowohl
durch die Zerstäubung der Sprühlösung in kleinste Tröpfchen
als auch beim Eindampfen des Tropfens im Trocknungsturm des Sprühtrockners
bedingt durch eine geringere Löslichkeit des Hilfsstoffes verglichen zum Wirkstoff
und weiteren Hilfsstoffen reichern sich die hydrophoben Substanzen an der Oberfläche
an. Außerdem besteht die Möglichkeit, die sprühgetrockneten Partikel
in einem separaten Prozessschritt mit einem hydrophoben Film zu beschichten.
In der Regel ist es bei Pulvern, insbesondere bei proteinhaltigen
Pulvern und ganz besonders bei sprühgetrockneten Pulvern, das Ziel, die Partikel
in amorpher Form zu erhalten, da unkontrollierte Kristallisationsvorgänge den
Wirkstoff schädigen können. Üblicherweise sind amorphe Pulver hygroskopisch
und neigen zur Ausbildung von Pulveragglomeraten. Beide Effekte sind im Wesen unerwünscht
und erhöhen die Anforderungen hinsichtlich der Lagerung der Pulver und der
Ausbringung bei beispielsweise pulmonaler Anwendung.
Bei hohen Proteinanteilen im sprühgetrockneten Pulver neigen
diese ebenfalls zur Agglomeratbildung. Je nach Protein bilden sich mehr oder minder
starke Verklebung der Einzelpartikel aus. Während beispielsweise humanes Serum
Albumin sich noch bei Massenanteilen größer 70% gut sprühtrocknen
lässt, bricht die Produktqualität bei monoklonalen Antikörpern oftmals
ein. Die resultierenden Pulver zeigen eine schlechte Fließfähigkeit und
lassen sich nur schwer durch einen Inhalator dispergieren.
Hieraus ergibt sich für den Produktentwickler die Herausforderung,
sowohl die Stabilität zu erhalten, insbesondere die Proteinstabilität
nach Sprühtocknung, als auch ein Pulver herzustellen, dass sowohl gut fließfähig
als auch für die Inhalation gut geeignet ist.
Stand der Technik zur Lösung dieses Problems ist die Nachschaltung
weiterer Prozess-Schritte. In der Literatur beschrieben ist das Beschichten sprühgetrockneter
Partikel mit so genannten Filmbildnern oder auch das Vermischen von sprühgetrockneten
Partikeln mit weiteren Hilfsstoffen, beispielsweise mit nanoskaligen aber auch mit
wesentlich gröberen Partikeln in der Größe von ca. 50–100
&mgr;m.
Beim Beschichten von Materialien, insbesondere sprühgetrockneten
Materialien, mit Nanopartikeln bzw. mit Filmbildner, wie z.B. Mg-Stearat, ist ein
hoher apparativer Aufwand notwendig. Der Einsatz von Mühlen verursacht außerdem
einen thermischen Stress auf die Partikel, so dass unerwünschte morphologische
Änderungen sowie Schädigungen der Substanz, insbesondere des Proteins,
die Folge sein können.
Sämtliche Prozesse, die Mischvorgänge beinhalten, sind im
besonderen bezüglich der Homogenität des Wirkstoffes im Pulver und damit
hinsichtlich der Gleichförmigkeit der Dosis kritisch. Inhomogenitäten
können sich direkt bei der Herstellung aber auch während der anschließenden
Lagerung durch Segregation einstellen. Beispielsweise kann sich über die Lagerung
ein Wirkstoff im Primärpackmittel wie Kapseln oder Blister anreichern. Beim
Vermischen von Partikeln unterschiedlicher Dichte können durch die Gravitation
Entmischungsprozesse auftreten. Bei der Verarbeitung von amorphen Pulvern ist es
bei Mehrstufenprozessen notwendig, die Prozesskette durchweg bei reduzierten Luftfeuchten
zu fahren, da ansonsten ebenfalls unkontrollierte Kristiallisationsvorgänge
auftreten können. Hierdurch kann sich der Aufwand bei der Prozessentwicklung
aber auch bei der Herstellung eines Produktes erhöhen.
Es ergibt sich somit die Aufgabe, die aufgeführten Probleme mit
reduziertem technischen Aufwand zu lösen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch die nachfolgenden
Ausführungen sowie durch die in den Patentansprüchen dargestellten Gegenstände
und Verfahren gelöst.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung,
Erhalt oder verminderten Reduktion der Fließfähigkeit (FPF) eines Pulvers,
ein Verfahren zur Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften eines Pulvers und
ein Verfahren zur Verringerung der Elektrostatik eines Pulvers enthaltend einen
Wirkstoff, insbesondere ein Protein, und mindestens einen Hilfsstoff dadurch gekennzeichnet,
dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittel-haltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft bevorzugt erfindungsgemäße
Verfahren bei welchen der Expositionszeitraum so gewählt wird, dass der Hilfsstoff
vor dem Wirkstoff kristallisiert.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist das vorliegende
Pulver ein sprühgetrocknetes Pulver.
Diese Vorgehensweise bzw. dieses Verfahren wird im Weiteren auch als
„Tempern" bezeichnet. Durch das Tempern wird eine thermodynamisch stabile
Partikeloberfläche geschaffen. Hierdurch verringert sich das Ausmaß von
unverwünschten Temperatur- und Feuchte-induzierten Veränderungen der Pulver
während der Lagerung.
Die Homogenität des Wirkstoffes im Pulver ist in sofern unkritisch,
da diese sich aus der Zusammensetzung des Sprühtropfens ergibt. Entmischungsvorgänge
sind bei rein sprühgetrockneten Pulvern nicht möglich bzw. unbekannt Durch
das Tempern kann neben der Lagerstabilität auch das Fließ- und Dispergierverhalten
der Pulver optimiert werden. Durch die thermodynamische Stabilisierung der Partikeloberfläche
kann eine Lagerung auch bei höheren Luftfeuchten erfolgen. Dieses verbessert
die Produktsicherheit im besonderen beim Patienten. Durch das Erzeugen von einer
nanoskaligen Oberflächenrauigkeit verbessert sich die Fließfähigkeit
sowie die Aerodynamik. Dies drückt sich wiederum in eine besseren Abfüllbarkeit/Prozessierbarkeit
und Inhalierbarkeit aus.
Anwendungsbereiche der vorliegenden Erfindung finden sich z.B. in
der Entwicklung pulverhaltiger Darreichungsformen von Arzneimitteln z.B. für
die Inhalation.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Durch das Tempern wird eine thermodynamisch stabile Partikeloberfläche
geschaffen. Hierdurch verringert sich das Ausmaß von unverwünschten Temperatur-
und Feuchte-induzierten Veränderungen der Pulver während der Lagerung.
Die Homogenität des Wirkstoffes im Pulver ist in sofern unkritisch, da diese
sich aus der Zusammensetzung des Sprühtropfens ergibt. Entmischungsvorgänge
sind bei rein sprühgetrockneten Pulvern nicht möglich bzw. unbekannt
Bei herkömmlichen Verfahren zur Herstellung insbesondere Proteinhaltiger
Pulver werden unkontrollierte Kristallisationseffekte vermieden, da sie das Pulver
bzw. das Protein schädigen können. Überraschenderweise konnte jedoch
festgestellt werden, dass bei bestimmten Rezepturen, eine Oberflächenkristallisation
induziert werden kann, ohne Schädigung der Substanz bzw. des Wirkstoffs, und
insbesondere des Proteins.
Das Auftreten der Oberflächenkristallisation ist mit einigen
Voraussetzungen verbunden: Im Pulver, insbesondere im sprühgetrockneten Pulver,
sind proteinarme und proteinreiche Bereiche vorhanden. Diese Zonenbildung kann durch
den Einsatz unterschiedlich hydrophober Substanzen in der Sprühlösung
erzeugt werden. Die proteinarmen Bereiche sollten Substanzen enthalten, die leicht
kristallisierbar sind. Die proteinreichen Bereiche sollten dagegen wesentlich schwerer
kristallisierbar sein und enthalten in der Regel neben dem Protein eine weitere,
dritte Komponente, z.B. Zucker. Die leicht kristallisierbaren Substanzen sollten
sich bevorzugt an der Partikeloberfläche befinden; die schwer kristallisierbaren
Substanzen dagegen im Kern. Das gewünschte Kristallisieren der Partikel sollte
durch Luftfeuchte, Temperatur und Zeit steuerbar sein und erfolgt in einem separaten
Schritt, insbesondere nach Sprühtrocknung.
Die Erfindung ergibt sich nicht aus dem Stand der Technik.
Herkömmliche Verfahren wie das Verfahren zum Aufziehen von Nanopartikeln
auf Pulver (ohne Fokus auf sprühgetrocknetem Material) sind beispielsweise
mechanische Verfahren wie z.B. das Beschichten in einer Strahlenmühle oder
in einem Hybridizer (Fa. Nara). Des Weiteren kommen auch Freifallmischer zum Einsatz
(M. Eber, 2004, Disseratation Uni Erlangen, Titel: Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit
von Nanoskaligen Flussregulierungsmitteln). Beim Vermischen von sprühgetrocknetem
Material mit Carriersystemen werden überlicherweise Siebe bzw. Freifallmischer
eingesetzt.
In einer Patentanmeldung (WO20040/3848)
wurden Pulver (auch sprühgetrocknetes Pulver) nach Herstellung mit einer Aminosäure,
mit Mg-Stearat sowie mit einem Phospholipid in einer Mühle (Strahlenmühle/Kugelmühle)
vermischt. Auf ein Verfahren zur kontrollierten Kristallisation findet sich darin
jedoch kein Hinweis. Die in dieser Patentanmeldung beschriebenen Verfahren beziehen
sich auf eine Hydrophobisierung der Partikeloberfläche. So wurde beschrieben,
dass durch diese Hydrophobisierung interpartikluläre Wechselwirkungen reduziert
werden konnten und dadurch die Fließfähigkeit und die aerodynamischen
Eigenschaften der Pulver optimiert wurde. Eine Hydrophobisierung der Partikeloberfläche
ist jedoch nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung, sondern die thermodynamische
Stabilisierung der Oberfläche durch eine kontrollierte Kristallisation. Ein
weiterer Vorteil dieses Verfahrens ist außerdem die Reduktion der elektrostatischen
Wechselwirkungen im Pulver. Speziell hydrophobisierte Pulver neigen zu starken elektrostatischen
Ausladungen. So konnte beispielsweise bei Phenylalanin-haltigen Pulvern gezeigt
werden, dass nach dem Tempervorgang die Elektrostatik abgebaut wurde.
In einer weiteren Patentanmeldung WO03/037303
wird ebenfalls ein Verfahren, bei dem direkt im Sprühtrockner hydrophobe Substanzen
auf Partikel aufgezogen werden, beschrieben. Bei diesem Verfahren wird über
eine Mehrfachdüse 2 Sprühlösungen unabhängig voneinander in
den Trocknungsturm eingespeist. In einem Beispiel der Veröffentlichung der
Patentanmeldung werden sowohl Raffinose- als auch Leucin- Partikel hergestellt.
Die Partikel mischen sich direkt im Sprühtrockner. Die resultierende Mischung
zeigte ein verbessertes Dispergierverhalten verglichen zur sprühgetrockneten
Raffinose.
WO03/037303 ist nicht relevant, da es sich
bei diesem Verfahren um ein Vermischen zweier sprühgetrockneter Partikelpopulationen
handelt. Dieses Verfahren ist jedoch nicht Bestandteil der vorliegenden Erfindung.
Bei der vorliegenden Erfindung geht es vielmehr um eine Modifizierung der vorhandenen
Partikel ohne Zugabe weiterer Substanzen in einem zusätzlichen Prozessschritt.
In einer weiteren Patentanmeldung (WO0030614)
wird ein Prozess beschrieben, bei dem amorphe Anteile kristallisiert werden. Das
Pulver wird mit einem superkritischen bzw. subkritischen Gas beaufschlagt. Das Gas
enthält zusätzlich noch Wasser oder ein organisches Lösungsmittel.
Das superkritische bzw. subkritische Gas penetriert in das Partikel ein und verursacht
bedingt durch den Lösungsmitteldampf eine Kristallisation amorpher Anteile.
WO0030614 ist nicht relevant, da die Veröffentlichungsschrift
ausschließlich superkritische Verfahren beschreibt. Die vorliegende Patentanmeldung
schließt jedoch in ihrer bevorzugten Ausführungsform superkritische Verfahren
aus. Das Tempern von sprühgetrockneten Partikeln beinhaltet im Wesen außerdem
ein kontrolliertes Kristallisieren von Oberflächen unter Beibehaltung der amorphen
Anteile im Inneren des Partikels. Durch eine amorphe Umgebung kann das Protein stabilisiert
werden. Dieser wesentliche verfahrenstechnische Schritt ist nicht
Bestandteil der Patentanmeldung WO0030614.
Die Patente US556293,
US5709884, US5874063
beschreiben ebenfalls Prozesse, bei denen Pulver mit Lösungsmitteldampf konditioniert
werden. Der Dampf kann sowohl aus Wasser als auch aus einem organischen Lösungsmittel
wie beispielsweise Ethanol bestehen.
Das Patent US5562923 beschreibt
ein Verfahren, bei dem mechanisch mikronisierte Partikel mit Lösungmitteldampf,
bestehend aus einem niederkettigen Alkohol beziehungsweise Keton oder Ethylazetat,
versetzt werden. Das Patent US556293 ist
jedoch nicht relevant, da Proteine nicht Bestandteil des US-Patentes sind. Außerdem
wird entsprechend der genannten Patentschrift ausschließlich mechanisch mikronisiertes
Pulver konditioniert. Sprühgetrocknete Pulver sind ebenfalls nicht Bestandteil
von US5562923.
Das Patent US570984 ist nicht
relevant, da Proteine nicht Bestandteil des US-Patents sind. Außerdem werden
ausschließlich Pulvermischungen bestehend aus verschiedenen separat hergestellten
Substanzen beziehungsweise Partikeln konditioniert und nicht sprühgetrocketes
Pulver.
Das Patent US5874063 ist nicht
relevant, da Proteine nicht Bestandteil des US-Patents sind. Außerdem ist das
Ziel dieses Verfahren die annähernd komplette Reduktion von amorphen Anteil
auf kristalline Partikel. Beim Tempern von sprühgetrocknetem Pulver ist das
Partikel im wesentlichen amorph. Das heißt, die Kristallinität ist kleiner
50%. Nach dem Tempern sind weiterhin amorphe Anteile für die Proteinstabilisierung
notwendig. Dieser Tatbestand grenzt die vorliegende Anmeldung/Erfindung eindeutig
vom US-Patent US5874063 ab.
In der Literatur sind des weiteren Sprühtrocknungsverfahren beschrieben,
die durch eine geschickte Auswahl der Sprühflüssigkeit kristalline Partikel
erzeugen. Kambiz Gilani et al. (Journal of Pharmaceutical Science, Vol 94, No 5.
2005, Seite 1048-1059) zeigte, dass durch Zugabe von Ethanol zu einer wässrigen
Sprühlösung die Kristallinität getrockneter, Natrium cromoglicat-haltiger,
Partikel erhöht werden kann. Durch eine Erhöhung der kristallinen Anteile
im sprühgetrockneten Partikel konnten des weiteren die aerodynamischen Eigenschaften
verbessert werden.
Harjunen et al. (Drug Development and Industrial Pharmacy, Vol 28,
No. 8, 2002, Seite 949–955) zeigte, dass es durch eine Variation des Mischungsverhältnisses
von Wasser und Ethanol in einer laktosehaltigen Sprühlösung möglich
ist, Partikel mit amorphen Anteilen zwischen 0% und 100% herzustellen.
Diese Verfahren sind jedoch nicht mit einem kontrolliertem Kristallisieren
von Oberflächen vergleichbar. Beispielsweise liegt, wie von Harjunen et al.
beschrieben, die Laktose bei 15% Gewichtsanteil in Ethanol als kristalline Suspension
vor. Die Sprühtrocknung wird hier zur fest/flüssig Separation genutzt
und nicht zur Generierung neuer Partikel.
BESCHREIBUNG DER ABBILDUNGEN
Sämtlich in den Beschreibungen aufgeführten Prozentangaben
beziehen sich auf Konzentrationsangaben und Zusammensetzungen der trockenen Feststoffe
insbesondere in einem durch Sprühtrocknung erzielten Pulver (w/w).
Abb. 1
DVS (Dyanmic Vapor Sorption) – Aufnahmen zur Bestimmung der
Hygroskopizität des sprühgetrockneten Pulvers enthaltend 80% Phenylalanin,
10% LS90P und 10% IgG1
Die Abbildung zeigt die Hygroskopizität eines sprühgetrockneten
Pulvers. Die Messung wurde mit einem DVS (Firma Porotec) durchgeführt. Die
DVS-Methode beinhaltet die Einwaage der Probe und dem kontrollierten Aussetzen der
Probe mit Wasserdampf. Detektiert wird die Massenänderung. Bei der vorliegenden
Abbildung wurden 2 Zyklen mit jeweils einer Wasserdampfadsorption und einer entsprechenden
Desorption gefahren. Die maximale relativen Feuchte (rF) lag bei 80%. Durch den
Vergleich der beiden Zyklen können Feuchte-induzierte irreversible Ergebnisse
detektiert werden. Bei der vorliegenden Messung kann sowohl bei 50% rF als auch
bei 60% rF ein Absinken der Masse detektiert werden. Dieser Abfall ergibt sich aus
dem Kollabieren der Oberfläche bedingt durch ein Kristallisieren des Pulvers.
Durch das Kollabieren befindet sich auf der Oberfläche schlagartig eine Übersättigung
von kondensiertem Wasserdampf. Hieraus folgt ein Abdampfen dieses Wassers und dementsprechend
eine Massenreduktion.
Abb. 2
Hygroskopizität eines sprühgetrockneten Pulvers enthaltend
80% Phenylalanin, 10% LS90P und 10% IgG1 bei 50% relativer Feuchte (rF) ()
und 60%rF ()
Die Messung wurde analog wie in der Beschreibung zur
dargestellt durchgeführt.
Abb. 3
Rasterkraftmessungen Aufnahmen (AFM) eines sprühgetrockneten
Pulvers enthaltend 80% Phenylalanin, 10% LS90P und 10% IgG1 bei Lagerung unter 50%rF
Probenvorbereitung: Das Pulver wurde mit Hilfe eines Spatel auf den AFM Probenhalter
(sample disc) aufgebracht. Ein Kleber (STKY-Dot) stellte die adhäsive Bindung
zwischen Probenhalter und der untersten Pulverschicht her. Die darüber liegenden
Pulver-Schichten hafteten durch die Partikel-Adhäsion. Lose Partikel wurden
mit Hilfe eines trockenen Stickstoffstrahls abgeblasen.
Durchführung: Direkt nach der Probenvorbereitung wurde das Pulver
in den AFM-Kopf eingelegt und der AFM-LASER justiert. Nach der Justierung wurde
das AFM mit Hilfe einer Haube (Atmospheric hood) hermetisch verschlossen und die
eingeschlossene Luft auf 0% relativer Feuchte entfeuchtet. Nach der Entfeuchtung
wurde eine geeignete Pulverpartikel-Oberfläche kontinuierlich an einer Stelle
gescannt. Nachdem sich ein stabiler Scannzustand eingestellt hatte, wurde die Luftfeuchte
innerhalb weniger Minuten auf 50% relative Feuchte erhöht.
Materialien:
AFM MultiModeTM SPM von Veeco
E-Scanner von Veeco
TIP: MPP-11200 von Veeco
Atmospheric hood von Veeco
Sample disc von Veeco
STKY-Dot von Veeco
Software Version V5.12b48
Luftfeuchte-Regelgerät UH-LFR von Boehringer Ingelheim
Temperatur der Probe während des Scannens: TS = 22–28°C
a) Anfangswert, sprühgetrocknetes Pulver: 80% Phenylalanin/10% LS90P/10%
IgG1
b) nach 12 Minuten Inkubationszeit bei 50%rF, sprühgetrocknetes Pulver:
80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
c) Inkubationszeit bei 50%rF nach 53 Minuten Inkubationszeit bei 50%rF, sprühgetrocknetes
Pulver: 80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
d) nach 8 Stunden Inkubationszeit bei 50%rF, sprühgetrocknetes Pulver:
80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
e) nach 20 Stunden Inkubationszeit bei 50%rF, sprühgetrocknetes Pulver:
80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
Abb. 4
Rasterkraftmessungen Aufnahmen (AFM) eines sprühgetrockneten
Pulvers enthaltend 80% Phenylalanin, 10% LS90P und 10% IgG1 bei Lagerung unter 60%rF
Die Messung wurde analog wie in der Beschreibung zur
dargestellt durchgeführt.
a) Anfangswert, sprühgetrocknetes Pulver: 80% Phenylalanin/10% LS90P/10%
IgG1
b) nach 12 Minuten Inkubationszeit bei 60%rF, sprühgetrocknetes Pulver:
80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
c) Inkubationszeit bei 50%rF nach 44 Minuten Inkubationszeit bei 50%rF, sprühgetrocknetes
Pulver: 80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
d) nach 8 Stunden Inkubationszeit bei 50%rF, sprühgetrocknetes Pulver:
80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
e) nach 17 Stunden Inkubationszeit bei 50%rF, sprühgetrocknetes Pulver:
80% Phenylalanin/10% LS90P/10% IgG1
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNGDEFINITIONEN
Im Rahmen dieser Erfindungsbeschreibung verwendete Begriffe und Bezeichnungen
haben folgende im Anschluss definierte Bedeutungen. Die Gewichts- und Gewichtsprozentangaben
beziehen sich, sofern nichts anderes erwähnt wird, jeweils auf die Trockenmasse
der Zusammensetzungen oder den Feststoffgehalt der Lösungen/Suspensionen. Die
allgemeinen Ausführungsformen „enthaltend" oder „enthält"
schließt die speziellere Ausführungsform „bestehend aus" mit ein.
Ferner werden „Einzahl" und „Mehrzahl" nicht begrenzend verwendet.
„Pulver" bezeichnet einen sehr feinen, zerkleinerten Stoff.
„Sprühgetrocknete Pulver" meint ein Pulver, welches mittels Sprühtrocknung
hergestellt wurde.
„Partikel" bezeichnet ein Teilchen von einem Stoff. In der
vorliegenden Erfindung sind mit Partikeln die Partikel in den erfindungsgemäßen
Pulvern gemeint. Die Begriffe Partikel und Pulver werden in der vorliegenden Erfindung
zeitweise austauschbar verwendet. Mit einem Pulver sind auch dessen Bestandteile,
die Partikel, umfasst. Partikel weisen auch auf die Gesamtmenge von Partikeln also
das Pulver hin.
Der Begriff „Gemisch" oder "Gemische" im Sinne dieser Erfindung
meint sowohl solche Gemische, die sich aus einer echten Lösung aller Komponenten
generieren oder aus einer Lösung in der eine oder mehrere der Komponenten suspendiert
wurde(n). Der Begriff „Gemische" im Sinne dieser Erfindung meint aber auch
solche Gemische, die durch einen physikalischen Mischprozess aus festen Partikeln
dieser Komponenten entstanden sind oder die durch Aufbringen einer Lösung oder
Suspension dieser Komponenten auf eine oder mehrere feste Komponenten entstanden
sind.
Der Ausdruck „Zusammensetzung", meint flüssige, halbfeste
oder feste Gemische aus zumindest zwei Ausgangsstoffen.
Der Begriff „pharmazeutische Zusammensetzung" meint eine Zusammensetzung
zur Applikation im Patienten.
Der Begriff „pharmazeutisch akzeptable Hilfsstoffe" bezieht
sich auf Hilfsstoffe, die optional im Rahmen der Erfindung in der Formulierung enthalten
sein können. Die Hilfsstoffe können beispielsweise pulmonal appliziert
werden ohne hierbei signifikant ungünstige toxikologische Effekte auf den Probanden
oder die Probandenlunge zu haben.
Der Ausdruck „pharmazeutisch akzeptable Salze" umfasst beispielsweise
folgende Salze, ist aber nicht begrenzt auf diese: Salze aus anorganischen Säuren,
wie Chlorid, Sulfat, Phosphat, Diphosphat, Bromid und Nitratsalze. Des weiteren
Salze aus organischen Säuren, wie Malst, Malest, Fumarat, Tartrat, Succinat,
Ethylsuccinat, Citrat, Acetat, Lactat, Methansulfonat, Benzoat, Ascorbat, Para-Toluolsulfonat,
Palmost, Salicylat und Stearat, ebenso wie Estolat, Gluceptat und Lactobionat Salze.
Mit dem Begriff „Wirkstoffe" sind Substanzen gemeint, die in
einem Organismus eine Wirkung bzw. eine Reaktion hervorrufen. Wird ein Wirkstoff
zu therapeutischen Zwecken am Menschen oder am tierischen Körper angewandt
so bezeichnet man ihn als Arzneimittel oder Medikament.
Unter einem „Proteinwirkstoff" bzw. „Protein-Wirkstoff"
wird in der vorliegenden Erfindung ein Wirkstoff verstanden, der strukturell als
Protein vorliegt bzw. strukturell ein Protein, Polypeptid oder Peptid darstellt.
Beispiele für Wirkstoffe sind Insulin, Insulin-ähnlicher
Wachstumsfaktor, humanes Wachstumshormon (hGH) und andere Wachstumsfaktoren,
Gewebeplasminogenaktivator (tPA), Erythropoetin (EPO), Cytokine, beispielsweise
Interleukine (IL) wie IL-1, IL-2, IL-3, IL-4, IL-5, IL-6, IL-7, IL-8, IL-9, IL-10,
IL-11, I1-12, I1-13, I1-14, IL-15, I1-16, I1-17, I1-18, Interferon (IFN)-alpha,
beta, gamma, Omega oder tau, Tumornekrosefaktor (TNF) wie z.B. TNF-alpha, beta oder
gamma, TRAIL, G-CSF, GM-CSF, M-CSF, MCP-1 und VEGF. Weitere Beispiele sind monoklonale,
polyklonale, multispezifische und einzelkettige (single chain) Antikörper und
Fragmente davon, wie z.B. Fab, Fab', F(ab')2, Fc und Fc'-Fragmente, leichte
(L) und schwere (H) Immunglobulinketten und deren konstante, variable oder hypervariable
Regionen sowie Fv- und Fd-Fragmente (Chamov et al., 1999). Die Antikörper können
humanen oder nichthumanen Ursprungs sein. Auch humanisierte und chimäre Antikörper
kommen in Frage. Ebenso betrifft dies konjugierte Proteine und Antikörper,
welche beispielsweise mit einer radioaktiven Substanz oder einem chemisch-definierten
Arzneistoff verbunden sind.
Fab-Fragmente (Fragment antigen-binding = Fab) bestehen aus den variablen
Regionen beider Ketten, die durch die angrenzenden konstanten Regionen zusammengehalten
werden. Sie können z.B. durch Behandlung mit einer Protease, wie beispielsweise
Papain, aus konventionellen Antikörpern erzeugt werden oder aber auch durch
DNA-Klonierung. Weitere Antikörperfragmente sind F(ab')2-Fragmente,
die durch proteolytischen Verdau mit Pepsin hergestellt werden können.
Durch Genklonierung können auch verkürzte Antikörperfragmente
hergestellt werden, die nur aus den variablen Region der schweren (VH) und der leichten
Kette (VL) bestehen. Diese werden als Fv-Fragmente (Fragment variable = Fragment
des variablen Teils) bezeichnet. Da bei diesen Fv-Fragmenten die kovalente Verbindung
über die Cysteinreste der konstanten Ketten nicht möglich ist, werden
diese Fv-Fragmente oft anderweitig stabilisiert. Dazu werden die variablen Region
der schweren und leichten Kette häufig mittels eines kurzen Peptidfragments
von ca. 10–30 Aminosäuren, besonders bevorzugt 15 Aminosäuren,
miteinander verknüpft. Auf diese Weise entsteht eine einzelne Polypeptidkette,
in der VH und VL durch einen Peptidlinker miteinander verbunden sind. Solche Antikörperfragmente
werden auch als single-chain Fv-Fragment (scFv) bezeichnet. Beispiele von scFv-Antikörpern
sind bekannt und beschrieben, siehe z.B. Huston et al. (1988).
In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Strategien entwickelt
um multimere scFv-Derivate herzustellen. Die Intention besteht in der Erzeugung
von rekombinanten Antikörpern mit verbesserten pharmakokinetischen Eigenschaften
und verstärkter Bindungsavidität. Zur Erreichung der Multimerisierung
der scFv-Fragmente werden diese als Fusionsproteine mit Multimerisierungsdomänen
hergestellt. Als Multimerisierungsdomänen können dabei z.B. die CH3-Region
eines IgGs oder Helixstrukturen („coiled coil structure") wie die Leucin-Zipper-Domänen
fungieren. In anderen Strategien wird die Interaktion zwischen den VH- und VL-Regionen
des scFv-Fragments für eine Multimerisierung genutzt (z.B. Dia- , Tri- und
Pentabodies).
Als „Diabody" bezeichnet ein Fachmann ein bivalentes homodimeres
scFv-Derivat. Die Verkürzung des Peptidlinkers im scFv-Moleküle auf 5–10
Aminosäuren resultiert in der Bildung von Homodimeren durch Überlagerung
von VHNL-Ketten. Die Diabodies können zusätzlich durch eingeführte
Disulfidbrücken stabilisiert werden. Beispiele von Diabodies finden sich in
der Literatur, z.B. bei Perisic et al. (1994).
Als „Minibody" bezeichnet der Fachmann ein bivalentes, homodimeres
scFv-Derivat. Es besteht aus einem Fusionsprotein, das die CH3-Region eines Immunglobulins,
vorzugsweise IgG, besonders bevorzugt IgG1, als Dimerisierungsregion enthält.
Diese verbindet die scFv-Fragmente über eine Hinge-Region, ebenfalls von IgG,
und eine Linker-Region. Beispiele solcher Minibodies sind bei Hu et al. (1996) beschrieben.
Mit „Triabody" bezeichnet der Fachmann ein trivalentes homotrimeres
scFv-Derivat (Kortt et al., 1997). Die direkte Fusion von VH-VL ohne Verwendung
einer Linkersequenz führt zur Ausbildung von Trimeren.
Bei den vom Fachmann als Mini-Antikörper bezeichneten Fragmenten,
die eine bi- , tri- oder tetravalente Struktur haben, handelt es sich ebenfalls
um Derivate von scFv-Fragmenten. Die Multimerisierung wird dabei über di-,
tri- oder tetramere „coiled coil"-Strukturen erzielt (Pack et al., 1993 und
1995; Lovejoy et al., 1993).
Mit dem Begriff „Hilfsstoffe" sind Stoffe gemeint, die einer
Formulierung, in der vorliegenden Erfindung einem Pulver, insbesondere einem sprühgetrockneten
Pulver, zugefügt werden. Hilfsstoffe haben üblicherweise selbst keine
Wirkung, insbesondere keine pharmazeutische Wirkung, und dienen dazu, die Formulierung
des eigentlichen Inhaltsstoffs, z.B. eines Wirkstoffs, zu verbessern oder bezüglich
eines bestimmten Aspekts (z.B. Lagerstabilität) zu optimieren.
Ein pharmazeutischer „Hilfsstoff" meint einen Teil eines Arzneimittels
oder einer pharmazeutischen Zusammensetzung, und sorgt unter anderem
dafür, dass der Wirkstoff an den Wirkort gelangt und dort freigesetzt wird.
Hilfsstoffe haben drei Grundaufgaben: Trägerfunktion, Steuerung der Wirkstoff-Freigabe
und Stabilitätserhöhung. Hilfsstoffe dienen auch der Herstellung von Arzneiformen,
die sich dadurch in Wirkungsdauer oder -geschwindigkeit verändern.
Der Ausdruck „Aminosäure" meint Verbindungen, welche mindestens
eine Amino- und mindestens eine Carboxylgruppe enthalten. Obwohl die Aminogruppe
üblicherweise in &agr;-Position zur Carboxylgruppe steht ist auch jede andere
Anordnung im Molekül denkbar. Die Aminoäure kann auch weitere funktionelle
Gruppen, wie z.B. Amino-, Carboxamid-, Carboxyl-, Imidazol-, Thiogruppen und andere
Gruppen, enthalten. Verwendung finden Aminosäuren natürlichen oder synthetischen
Ursprungs, razemisch oder optisch aktiv (D-, oder L-) inklusive verschiedener stereoisomerer
Verhältnisse. Beispielsweise umfasst der Begriff Isoleucin sowohl D-Isoleucin,
L-Isoleucin, razemisches Isoleucin und verschiedene Verhältnisse der beiden
Enantiomere.
Mit dem Begriff „Peptid", „Polypeptid" oder „Protein"
sind Polymere von Aminosäuren bestehend aus mehr als zwei Aminosäureresten
gemeint. Weiterhin sind mit dem Begriff „Peptid", „Polypeptid" oder
„Protein" Polymere von Aminosäuren bestehend aus mehr als 10 Aminosäureresten
gemeint. Der Begriff Peptid, Polypeptid oder Protein wird als pseudonym verwendet
und umfasst sowohl Homo- als auch Heteropeptide, also Polymere von Aminosäuren
bestehend aus identischen oder verschiedenen Aminosäureresten. Ein „Di-Peptid"
ist somit aus zwei peptidisch verknüpften Aminosäuren, ein „Tri-Peptid"
aus drei peptidisch verknüpften Aminosäuren aufgebaut.
Der hier verwendete Begriff „Protein" meint Polymere von Aminosäuren
mit mehr als 20 und insbesondere von mehr als 100 Aminosäureresten.
Der Begriff „kleines Protein" bezeichnet Proteine unter 50kD
bzw. unter 30kD bzw. zwischen 5–50kD. Der Begriff „kleines Protein"
bezeichnet weiterhin Polymere von Aminosäureresten mit weniger als 500 Aminosäureresten
bzw. von weniger als 300 Aminosäureresten bzw. von Polymeren mit 50–500
Aminosäureresten. Bevorzugte kleine Proteine sind z.B. Wachstumsfaktoren wie
„human growth hormone/factor", Insulin, Calcitonin oder Ähnliches.
Der Begriff „Proteinstabilität" bedeutet Monomerengehalt
über 90%, bevorzugt über 95%.
Der Ausdruck „Oligosaccharid" oder „Polysaccharid" meint
Mehrfachzucker die zumindest aus drei monomeren Zuckermolekülen aufgebaut sind.
Der Ausdruck „% (w/w)" meint den prozentualen, auf die Masse
bezogenen Anteil eines Wirkstoffes bzw. eines Hilfsstoffes im sprühgetrockneten
Pulver. Hierbei wird der angegebene Anteil auf die Trockensubstanz des Pulvers bezogen.
Die Restfeuchte im Pulver wird demnach nicht mit berücksichtigt.
Der Begriff „amorph" meint, dass die pulverförmigen Formulierung
weniger als 10% kristalline Anteile enthalten, vorzugsweise weniger als 7%, weiter
bevorzugt weniger als 5%, insbesondere weniger als 4, 3, 2, oder 1%.
Der Begriff „inhalierbar" meint, dass die Pulver zur pulmonalen
Applikation geeignet sind. Inhalierbare Pulver lassen sich mit Hilfe eines Inhalationsgerätes
dispergieren und inhalieren, so dass die Partikel die Lunge erreichen und gegebenenfalls
über die Alveolen systemische Wirkung entfalten können. Inhalierbare Partikel
weisen beispielsweise eine mittlere Teilchengröße zwischen 0,4–30
&mgr;m (MMD = Mass median diameter), meistens zwischen 0,5–20 &mgr;m,
bevorzugt zwischen 1–10 &mgr;m und/oder einen mittleren aerodynamischen
Teilchendurchmesser (MMAD = Mass median aerodynamic diameter) zwischen 0,5–10
&mgr;m, vorzugsweise zwischen 0,5–7,5 &mgr;m, weiter bevorzugt zwischen
0,5–5,5 &mgr;m, noch weiter bevorzugt 1–5 &mgr;m und in besonders
bevorzugter Weise zwischen 1–4,5 &mgr;m bzw. 3–10 &mgr;m auf.
„Mass Median Diameter" oder „MMD" ist eine Messgröße
für die durchschnittliche Partikelgrößenverteilung. Die Ergebnisse
werden ausgedrückt als Durchmesser der Volumensummenverteilung bei 50% Durchgangssumme.
Die MMD-Werte lassen sich beispielhaft mittels Laserdiffraktometrie bestimmen, wobei
natürlich auch jede andere übliche Methode verwendet werden kann (z.B.
Elektronenmikroskopie, Zentrifugalsedimentation).
Der Begriff „mittlerer aerodynamischer Teilchendurchmesser"
(= mass median aerodynamic diameter (MMAD)) gibt die aerodynamische Teilchengröße
an, bei der normalerweise 50% der Teilchen des Pulvers einen kleineren
aerodynamischen Durchmesser aufweisen. Als Referenzmethode zur Bestimmung des MMAD
dient im Zweifel die in dieser Patentschrift angegebene Methode (vgl. hierzu: Kapitel
BEISPIELE, Methode).
MMD und MMAD können voneinander abweichen, z.B. kann eine durch
Sprühtrocknung entstandene Hohlkugel einen im Vergleich zum MMAD grösseren
MMD aufweisen.
Der Begriff „Feinpartikelfraktion" (FPF) beschreibt den inhalierbaren
Teil eines Pulvers bestehend aus Teilchen mit einer Teilchengröße von
≤ 5 &mgr;m MMAD. In gut dispergierbaren Pulvern beträgt die FPF mehr
als 20%, vorzugsweise mehr als 30%, besonders bevorzugt mehr als 40%, noch weiter
bevorzugt mehr als 50%, noch weiter bevorzugt mehr als 55%. Der in diesem Zusammenhang
verwendete Begriff „Cut Off Diamenter" gibt an, welche Partikel bei der Bestimmung
der FPF berücksichtigt werden. Eine FPF von 30% bei einem Cut Off Diameter
von 5 &mgr;m (FPF 5) meint, dass zumindest 30% aller Partikel im Pulver
einen mittleren aerodynamischen Teilchendurchmesser von kleiner 5 &mgr;m aufweisen.
Der Begriff „relative FPF" beschreibt die FPF bezogen auf einen
Anfangs- oder Ausgangswert. Beispielsweise bezieht sich die relative FPF nach Lagerung
auf die FPF vor der Lagerung.
Der Begriff "time of flight" ist die Bezeichnung für eine Standardmessmethode
wie im Kapitel BEISPIELE näher beschrieben. Bei einer time of flight Messung
wird der MMAD über die Bestimmung der Flugzeit eines Partikels für eine
definierte Messstrecke ermittelt. Der MMAD korreliert mit der Flugzeit. Das heißt,
dass Partikel mit einem großen MMAD eine größere Flugzeit benötigen
als entsprechend kleinere Partikel. (vgl. hierzu: Kapitel BEISPIELE, Methode).
„Dispergierbar" meint flugtauglich. Grundvoraussetzung für
eine Flugtauglichkeit eines Pulvers ist das Deagglomerieren des Pulvers in Einzelpartikel
und das Verteilen der Einzelpartikel in Luft. Partikelagglomerate sind zu groß,
um in die Lunge zu gelangen und sind demnach nicht geeignet für eine Inhalationstherapie.
Der Begriff „ausgebrachte Masse" gibt die Pulvermenge an, die
bei Anwendung eines Inhalators ausgebracht wird. Die Ausbringung wird in diesem
Fall zum Beispiel anhand einer Kapsel bestimmt, indem die Kapsel vor und nach Ausbringung
gewogen wird. Die ausgebrachte Masse entspricht der Massendifferenz der Kapsel vor
und nach Ausbringung.
Der Begriff „tempern" bedeutet die Durchführung einer
Zustandsveränderung. Das Tempern beinhaltet die kontrollierte Exposition eines
amorphen Pulvers mit Feuchte bzw. mit einem wasserhaltigen oder lösungsmittelhaltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur über
einen ebenfalls definierte Expositionszeitraum. Ein wesentliches Kennzeichen des
Temperns ist das kontrollierte Kristallisieren der Partikel durch Feuchtigkeit.
Durch das Temperns soll die Oberflächenstruktur dahingehend modifiziert werden,
dass es hauptsächlich an der Oberfläche zu Kristallbildungen kommt. Der
Kern des Partikels ist weiterhin amorph. Dieses Verfahren ist des weiteren dadurch
gekennzeichnet, dass sich an der Oberfläche des Partikels hauptsächlich
die zu kristallisierende Substanz befindet. Hierbei handelt es sich in der Regel
um einen oder mehrere Hilfsstoffe. Der positive Effekt des Temperns ist die Verbesserung
der physikochemischen Eigenschaften. Durch die Begrenzung der Kristallisation auf
die Partikeloberfläche wird die Substanz bzw. der Wirkstoff oder insbesondere
das Protein weiterhin durch eine amorphe Umgebung im Kern des Partikels stabilisiert.
Ein Kristallisieren des gesamten Partikels ist dagegen zu vermeiden. Die Tempervorgänge
finden bevorzugt bei relativen Feuchten größer 30% statt. Idealerweise
jedoch bei 50–60% relative Feuchte. Die Expositionszeit ist abhängig
von der Kristallisationsgeschwindigkeit des Hilfsstoffes.
Der Begriff „Kristall" meint einen Stoff, deren kleinste Bestandteile
wie Ione, Moleküle und Atome aus Kristallstrukuren aufgebaut ist. Substanzen
und Substanzverbindungungen sind dann „kristallin", wenn mit geeigneten Verfahren
„Kristallinität" bzw. „Kristallisation" detektiert wird. Beispiele
für geeignete analytische Verfahren sind Röntgenbeugung, Lösungskalorimetrie
sowie Verfahren zur Bestimmung der Hygroskopizität (zum Beispiel mit einem
DVS, Firma Porotec). Bei der Röntgenbeugung wird ein Röntgenstrahl an
einem Kristallgitter gebeugt. Aus der Anordnung des Beugungsspektrum kann die Kristallstruktur
ermittelt werden. Ein quantitative Aussage der Kristallinität bzw. Kristallisation
ergibt sich aus den Intensitäten der Reflexionsspecks. Eine Quantifizierung
der Kristallinität ist auch mit der Lösungskalorimetrie und Hygroskopizitätsbestimmung
möglich. Bei der Lösungskalorimetrie werden die unterschiedlichen Wärmetönungen
von amorphen und kristallinen Modifikationsformen eines Feststoffe für die
Quantifizierung herangezogen. Bei der Bestimmung der Hygroskopizität nutzt
man die Eigenschaft aus, dass die amorphe Modifikation weniger hygrokopisch ist
als die kristalline Modifikation.
Bei den genannten analytischen Verfahren muss vor Quantifizierung
der Kristallinität eine Kalibriergerade mit Proben bekannter Kristallinität
aufgenommen werden.
Der Begriff „relative Feuchte" (rF) meint die Aufnahmefähigkeit
von Luft oder Stickstoff oder Ähnlichem für einen Dampf. Der Dampf kann
aus Wasser oder einem anderen organischen Lösungsmittel bestehen. Unter der
relativen Feuchte versteht man das Verhältnis der tatsächlichen erhaltenen
zur maximal möglichen Masse des Dampfes in Luft oder Stickstoff oder Ähnlichem.
Der Begriff „Dampf" meint den gasförmigen Aggregatzustand
eines Stoffes, in den dieser durch Sieden beziehungsweise durch Sublimation gelangt.
Der Dampf kann sowohl aus Wasser als auch aus einem organischen Lösungsmittel
bestehen. Bei den organischen Lösungsmitten werden pharmazeutisch akzeptierte
Stoffe bevorzugt wie zum Beispiel Ethanol oder Isopropanol. Weiterhin können
in besonderen Fällen folgende organische Lösungsmittel, eingesetzt werden
wie Glucofurol, Ethyllactat, N-Methyl-2-pyrollidon, Dimethyl Sulfoxid, Ethylenglykol
oder niederkettige gesättigte Kohlenwasserstoffe wie beispielsweise Pentan,
Hexan, Heptan. Die Anwendung ist jedoch nicht beschränkt auf diese Beispiele.
Die Begriffe „Dampf" und „Gas", „wasserhaltiges
Gas" und „wasserhaltiger Dampf" bzw. „lösungsmittelhaltiges Gas"
und „lösungsmittelhaltiger Dampf" werden äquivalent benutzt. Die
Bedeutung dieser Begriffe erklärt sich aus der Definition für Dampf.
Der Begriff „Raumtemperatur" bezeichnet eine Temperatur von
ca. 20–25°C (+/– 10%). Der Begriff Raumtemperatur bezeichnet
insbesondere eine Temperatur von 25°C.
ERFINDUNGSGEMÄSSE ZUSAMMENSETZUNGEN
Die vorliegende Erfindung betrifft die Modifikation von Oberflächen
bei Pulvern, insbesondere sprühgetrockneter Pulver, durch ein kontrolliertes
Aussetzen der Pulver mit Feuchte/Temperatur. Hierdurch entstehen an der Oberfläche
Kristalle. Dieser Vorgang wird im Folgenden als Tempern bezeichnet.
Das Wesen der Erfindung zielt auf eine Optimierung der Fließfähigkeit
sowie der Verbesserung der aerodynamischen und elektrostatischen Eigenschaften der
Pulver hin.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erhöhung,
Erhalt oder verminderter Reduktion der Fließfähigkeit (FPF) eines Pulvers
enthaltend einen Wirkstoff, insbesondere ein Protein, und mindestens einen Hilfsstoff
dadurch gekennzeichnet, dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittelhaltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft bevorzugt ein erfindungsgemäßes
Verfahren bei welchem der Expositionszeitraum so gewählt wird, dass der Hilfsstoff
vor dem Wirkstoff kristallisiert.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin bevorzugt ein erfindungsgemäßes
Verfahren bei welchem die relativen Feuchte des wasserhaltigen bzw. lösungsmittelhaltigen
Gases größer 30% (w/w) ist, bevorzugt zwischen 50–60% (w/w).
In einer bevorzugten Ausführungsform erfolgt das erfindungsgemäße
Verfahren unter Beibehalt der Stabilität der Substanz. Die Stabilität
der Substanz wird beibehalten bzw. verbessert, insbesondere die Lagerstabilität
und insbesondere unter erhöhten Luftfeuchtebedingungen.
In einer speziellen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens ist die FPF des Pulvers nach dreimonatiger Lagerung bei Luftfeuchten
von 60% (w/w) relativer Feuchte nach dem Verfahren (es handelt sich dann um eine
relative FPF = rFPF, also bezogen auf den Anfangswert) größer 60%, 70%,
80%, 90%, 95% des Anfangswertes (vor dem Verfahren).
In einer weiteren speziellen Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens Verfahren wird die Stabilität der Substanz beibehalten bzw. verbessert,
insbesondere die Lagerstabilität und insbesondere bei erhöhter relativer
Feuchte. Die Lagerung erfolgt z.B. über 3 Monate bzw. 6 Monate.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens liegt die Temperatur bei kleiner 60°C.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist das vorliegende Pulver
ein sprühgetrocknetes Pulver.
In einer speziellen Ausführungsform betrifft die Erfindung Pulver
enthaltend ein Protein oder einen Protein-Wirkstoff und Phenylalanin als Hilfsstoff
sowie optional einen Zucker, wobei das Pulver dadurch gekennzeichnet ist, dass es
mindestens 40% (w/w) Phenylalanin enthält. Optional können auch weitere
Substanzen insbesondere weitere Hilfsstoffe im Pulver enthalten sein. Weiterhin
betrifft diese spezielle Ausführungsform der vorliegenden Erfindung auch eine
pharmazeutische Zusammensetzung, welche ein Pulver, bestehend aus einen Protein
oder einem Protein-Wirkstoff und Phenylalanin als Hilfsstoff sowie optional einem
Zucker, enthält, wobei das Pulver zu mindestens 40% (w/w) aus Phenylalanin
besteht.
In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens handelt es sich um ein Verfahren zur Erhöhung der FPF, wobei die
FPF insbesondere um mindestens 6%, bevorzugt um 7%, 8%, 9%, 10%, 11%, 12%, 13%,
14% oder mehr als 14%.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Verbesserung der
aerodynamischen Eigenschaften eines Pulvers enthaltend einen Wirkstoff, insbesondere
ein Protein, und mindestens einen Hilfsstoff dadurch gekennzeichnet, dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittelhaltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird.
Die Stabilität des Pulvers bleibt bevorzugt beibehalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft bevorzugt ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften eines Pulvers bei welchem
der Expositionszeitraum so gewählt wird, dass der Hilfsstoff vor dem Wirkstoff
kristallisiert.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin bevorzugt ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften eines Pulvers bei welchem
die relativen Feuchte des wasserhaltigen bzw. lösungsmittelhaltigen Gases größer
30% (w/w) ist, bevorzugt zwischen 50–60% (w/w).
Die Temperatur liegt bevorzugt bei kleiner 60°C.
Die Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Verringerung der
Elektrostatik eines Pulvers enthaltend einen Wirkstoff, insbesondere ein Protein,
und mindestens einen Hilfsstoff dadurch gekennzeichnet, dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittelhaltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird.
Die vorliegende Erfindung betrifft bevorzugt ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Verringerung der Elektrostatik eines Pulvers bei welchem der Expositionszeitraum
so gewählt wird, dass der Hilfsstoff vor dem Wirkstoff kristallisiert.
Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin bevorzugt ein erfindungsgemäßes
Verfahren zur Verringerung der Elektrostatik eines Pulvers bei welchem die relativen
Feuchte des wasserhaltigen bzw. lösungsmittelhaltigen Gases größer
30% (w/w) ist, bevorzugt zwischen 50–60% (w/w).
Die Temperatur liegt bevorzugt bei kleiner 60°C,
In einer speziellen Ausführungsform betrifft die Erfindung ein
Verfahren zur Abfüllung von Pulvern dadurch gekennzeichnet, dass die Pulver
gemäß der beschrieben Verfahren behandelt wurden.
Das vorliegende Verfahren betrifft die volumetrische und massenabhängige
Abfüllung, z.B. mit einem Stechheber, einer Abfüllwalze oder einem Freifalldispenser.
Die verbesserte Abfüllbarkeit durch einen zusätzlichen Temper-Schritt
ist dadurch gekennzeichnet, dass durch die daraus resultierende Verbesserung der Fließfähigkeit
und einer Reduktion der elektrostatischen Aufladung der Pulver die Abfüllzeiten
reduziert und die Abfüllpräzisionen verbessert werden.
In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens
beträgt die Expositionszeit mindestens 8 Stunden oder mehr, mindestens 12 Stunden
oder mehr, mindestens 20 Stunden oder mehr beträgt, bevorzugt 20 Stunden und
besonders bevorzugt 20 Stunden.
In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens beträgt die Temperatur während des Expositionszeitraumes kleiner
60°C, insbesondere zwischen –10°C bis 60°C, bevorzugt 4°C
bis 40°C und besonders bevorzugt zwischen 16°C und 35°C beträgt.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens beträgt die Temperatur während des Expositionszeitraumes 4°C,
10°C, Raumtemperatur oder 37°C, bevorzugt Raumtemperatur.
In einer bevorzugten Ausführungsform handelt es sich bei dem
Wirkstoff in dem erfindungsgemäßen Verfahren um ein Protein wie beispielsweise
Insulin, Insulinähnlicher Wachstumsfaktor, humanes Wachstumshormon (hGH) und
andere Wachstumsfaktoren, Gewebeplasminogenaktivator (tPA), Erythropoetin (EPO),
Cytokine, beispielsweise Interleukine (IL) wie IL-1, IL-2, IL-3, IL-4, IL-5, IL-6,
IL-7, IL-8, IL-9, IL-10, IL-11, IL-12, IL-13, IL-14, IL-15, I1-16, IL-17, IL-18,
Interferon (IFN)-alpha, beta, gamma, Omega oder tau, Tumornekrosefaktor (TNF) wie
z.B. TNF-alpha, beta oder gamma, TRAIL, G-CSF, GM-CSF, M-CSF, MCP-1 und VEGF. Weitere
Beispiele sind monoklonale, polyklonale, multispezifische und einzelkettige (single
chain) Antikörper und Fragmente davon, wie z.B. Fab, Fab', F(ab')2,
Fc und Fc'-Fragmente, leichte (L) und schwere (H) Immunglobulinketten und deren
konstante, variable oder hypervariable Regionen sowie Fv- und Fd-Fragmente (Chamov
et al., 1999). Die Antikörper können humanen oder nichthumanen Ursprungs
sein. Auch humanisierte und chimäre Antikörper kommen in Frage.
Die Erfindung betrifft weiterhin Pulver mit erhöhter, erhaltener
oder vermindert reduzierter Fließfähigkeit (FPF) oder verbesserten aerodynamischen
oder elektrostatischen Eigenschaften herstellbar nach den erfindungsgemäßen
Verfahren.
Die Erfindung betrifft insbesondere Pulver mit erhöhter Fließfähigkeit
oder erhöhter Nanorauigkeit, die nach einem der dargestellten erfindungsgemäßen
Verfahren herstellbar ist.
In einer weiteren Ausführungsform des vorliegenden Verfahrens
zur Erhöhung, Erhalt oder verminderter Reduktion der Fließfähigkeit
(FPF) eines Pulvers oder zur Verbesserung der aerodynamischen oder elektrostatischen
Eigenschaften eines Pulvers enthält das Pulver eine Substanz 1 und mindestens
eine weitere Substanz 2, wobei Substanz 2 vor Substanz 1 kristallisiert.
Die vorliegende Erfindung betrifft also weiterhin ein Verfahren zur
Erhöhung, Erhalt oder verminderten Reduktion der Fließfähigkeit (FPF)
eines Pulvers enthaltend eine Substanz 1, insbesondere ein Protein, und mindestens
eine Substanz 2 dadurch gekennzeichnet, dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittel-haltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird,
– wobei Substanz 2 vor Substanz 1 kristallisiert.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bezieht
sich auf Verfahren, die ein weiteres Beschichten mit weiteren Partikeln ausschließen,
z.B. Ausschluß eines Coating mit Mg-Stearat oder Phospholipiden.
Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
bezieht sich auf Verfahren, die ein Vermischen mit Partikeln wie kleinsten Leucin-Partikeln
oder allgemein mit nanoskaligen Partikeln aber auch mit wesentlich größeren
Trägerstoffen ausschliessen. Eine spezielle Ausführungsform des Verfahrens
bezieht sich also auf Verfahren unter Ausschluß eines Vermischens mit anderen
Partikeln.
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung bezieht
sich auf ein Verfahren, das ohne die Verwendung superkritischer oder subkritischer
Medien amorphe oder teilkristalline Pulver konditioniert. In einer bevorzugten Ausführungsform
schließt die vorliegende Erfindung damit superkritische Verfahren aus
bzw. die Anwendung von superkritischen oder subkritischen Medien.
Die vorliegende Erfindung betrifft also weiterhin ein Verfahren zur
Erhöhung, Erhalt oder verminderter Reduktion der Fließfähigkeit (FPF)
eines Pulvers oder zur Verbesserung der aerodynamischen oder elektrostatischen Eigenschaften
eines Pulvers enthaltend einen Wirkstoff, insbesondere ein Protein, und mindestens
einen Hilfsstoff dadurch gekennzeichnet, dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittelhaltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird,
– wobei die An- bzw. Verwendung superkritischen oder subkritischen Medien
ausgeschlossen ist.
Aus den nachfolgenden Experimenten wird ersichtlich, dass das erfinderische
Pulver durch eine kontrollierte Feuchteexposition hinsichtlich dem aerodynamischen
Verhaltens oder der Fließfähigkeit optimiert wird unter Beibehalt der
Proteinstabilität. Die Optimierung der Pulvereigenschaften geht einher mit
einer Oberflächenkristallisation der Partikeloberfläche.
Besonders hervorzuheben ist die Zugabe von hydrophoben beziehungsweise
schwer löslichen Substanzen in die Sprühlösung, wobei diese Substanz
nach Trocknung unter Feuchteeinfluss gut und kontrollierbar kristallisierbar ist.
So zeigt beispielsweise das Phenylalanin diese Eigenschaft. Diese Aminosäure
reichert sich aufgrund der Hydrophobizität im Sprühtropfen an der Tröpfchenoberfläche
an. Aufgrund der im Vergleich zu Antikörpern und den üblich eingesetzten
Zuckern oder Polyolen, wie z.B. Sachcharose, Mannitol, geringeren Löslichkeit
bildet sich beim Eindampfen des Tropfens zuerst eine Feststoffschicht hauptsächlich
bestehend aus Phenylalanin aus. Aufgrund der Hydrophobizität und der geringen
Löslichkeit ist das Phenylalanin im getrockneten Partikel an der Partikeloberfläche
angereichert. Es kommt zu einer mindestens teilweisen Trennung zwischen einer Phenylalanin-reichen
Phase an der Partikeloberfläche und einer Phenylalaninarmen Phase im Kern des
Partikels. Im Kern des Partikels ist dagegen der Wirkstoff sowie optional weitere
gut lösliche Hilfsstoffe angereichert.
Durch die Neigung des Phenylalanins leicht zu kristallisieren, kann
durch den Schichtenaufbau des Partikels kontrolliert die Partikeloberfläche
kristallisiert werden ohne das Protein im Kern zu schädigen.
BEISPIELEBEISPIEL 1 FEUCHTE INDUZIERTES KRISTALLISIEREN VON OBERFLÄCHEN (TEMPERN)
Es wurde eine Sprühlösung hergestellt bestehend aus Phenylalanin,
LS90P und IgG1 in einem Verhältnis 80/10/10. Der Feststoffanteil der Sprühlösung
lag bei 3,83% (w/v).
Die Lösung wurde unter folgenden Bedingungen getrocknet:
Das sprühgetrocknete Pulver wurde im DVS verschiedenen Luftfeuchten
ausgesetzt. Es wurde bei der Messung die Wasserdampfsorption/-desorption in Abhängigkeit
zur relativen Luftfeuchte bestimmt. Es kann festgestellt werden, dass das vorliegende
Pulver bei einer kritischen Luftfeuchte von 50% einen Massenverlust erfährt
(). Dieser Massenverlust geht einher mit einem
Rekristallisieren des Pulvers. Es ist außerdem zu erkennen, dass der Massenverlust
sehr gering ausfällt, was darauf hindeutet, dass das Pulver lediglich partiell
kristallisiert.
Die Kinetik sowie das Ausmaß der Kristallisation ist ebenfalls
von der Luftfeuchte abhängig.
Es zeigte sich, dass bei 50% rF die Kristallisationsgeschwindigkeit
wesentlich langsamer ist als bei 60%rF (,
). Bei 60%rF ist außerdem die Restfeuchte des
Pulvers nach dem Kristallisieren signifikant kleiner als nach dem Kristallisieren
bei 50%rF. Dieses deutet darauf hin, dass bei 60%rF der Kristallisationsgrad höher
ist.
Morphologische Untersuchungen
Im Rasterkraftmikroskop wurde das Pulver kontrolliert Feuchten ausgesetzt
und morphologische Änderungen in Abhängigkeit zur Expositionszeit in der
Feuchte ermittelt.
Hierzu wurde das Pulver zuerst runtergetrocknet und anschließend
der Zielfeuchte ausgesetzt. In regelmäßigen Abständen wurde das Pulver
abgescannt. Die Zielfeuchten waren 50%rF und 60%rF.
Durch die AFM-Aufnahmen (
und
) konnte gezeigt werden, dass bei den Partikeln in Abhängigkeit zur Luftfeuchte
ein Kristallisieren induziert werden kann und dadurch die Oberflächenrauigkeit
größer wird. Es stellte sich des weiteren heraus, dass das Pulver sehr
schnell Wasser aufnimmt. Bei 50% bzw. 60% ist innerhalb ca. 1 Stunde soweit Wasser
aufgenommen worden, dass Rekristallisationseffekte begannen.
BEISPIEL 2 EINFLUSS DES TEMPERNS AUF DIE AERODYNAMIK UND PROTEINSTABILISIERUNG
In diesem Beispiel wurden verschiedene sprühgetrocknete Pulver
bestehend aus Phenylalanin, LS90P und IgG1 hergestellt. (siehe Tabelle 1 und 2).
Tabelle 1: Zusammensetzung Sprühlösung
Das Phenylalanin wurde unter Erhitzen (80°C) in Lösung gebracht.
Nach Abkühlen der Lösung auf Raumtemperatur wurde das Protein und der
Zucker zugegeben.
Die Lösungen wurden unter folgenden Sprühbedingungen sprühgetrocknet:
Die hergestellten Pulver wurden bei 50% relativer Feuchte über
20 Stunden getempert. Tabelle 3: Aerodynamische Eigenschaften ohne Tempern
Pulver nach Sprühtrocknung ohne Tempern, (Ph/LS90P/IgG1)60/10/3080/10/1060/30/10MMAD [&mgr;m]4,253,773,73FPF [%]59,6351,2042,78EM [%]89,9391,8373,27Mon. [%]97,0092,0096,30Aggr.[%]2,707,603,30
Tabelle 4: Aerodynamische Eigenschaften mit Tempern
Durch den Tempervorgang konnte das aerodynamische Verhalten bei den
getesteten Pulvern verbessert werden. Insbesondere die Feinpartikelfraktion erhöhte
sich durch das Tempern. Das Protein wurde über den Temperprozess stabilisiert
werden, so dass keine Feuchte induzierte Schädigung vorliegt. Wie in obiger
Tabelle ersichtlich, ist der Monomer-Gehalt nach dem Tempern annähernd unverändert.
Die Verbesserung der Aerodynamik beim Phenylalanin kann vermutlich
auf 2 Effekte zurück geführt werden. Wie in Beispiel 1 dargestellt, entstehen
beim Phenylalanin-haltigen Pulver durch den Feuchteeinfluß auf der Partikeloberfläche
kleine Kristalle. Diese fungieren zum einen als Abstandshalter. Zum anderen sind
die kristallinen Oberflächen weit weniger hygroskopisch, so dass weniger Kapillarkräfte
durch Wasserdampfkondensation auftreten.
Anspruch[de]
Verfahren zur Erhöhung, Erhalt oder verminderten Reduktion der
Fließfähigkeit (FPF) eines Pulvers enthaltend einen Wirkstoff, insbesondere
ein Protein, und mindestens einen Hilfsstoff dadurch gekennzeichnet, dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittelhaltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird.Verfahren gemäß Anspruch 1, wobei der Expositionszeitraum
so gewählt wird, dass der Hilfsstoff vor dem Wirkstoff kristallisiert.Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei die relativen Feuchte
des wasserhaltigen bzw. lösungsmittelhaltigen Gases größer 30% (w/w)
ist, bevorzugt zwischen 50–60% (w/w).Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die
relative FPF des Pulvers nach dreimonatiger Lagerung bei Luftfeuchten von 60% (w/w)
relativer Feuchte nach dem Verfahren größer 60%, 70%, 80%, 90%, 95% des
Anfangswertes ist.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die
Stabilität der Substanz beibehalten bzw. verbessert wird,
insbesondere die Lagerstabilität und insbesondere bei erhöhter relativer
Feuchte.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei es
sich um ein Verfahren zur Erhöhung der FPF handelt, wobei die FPF insbesondere
um mindestens 6% erhöht ist, bevorzugt um 7%, 8%, 9%, 10%, 11%, 12%, 13%, 14%
oder mehr als 14%.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei es
sich um ein Verfahren zur Verbesserung der aerodynamischen Eigenschaften eines Pulvers,
insbesondere eines inhalierbaren Pulvers, handelt.Verfahren zur Verringerung der Elektrostatik eines Pulvers enthaltend
einen Wirkstoff, insbesondere ein Protein, und mindestens einen Hilfsstoff dadurch
gekennzeichnet, dass
– ein amorphes Pulver
– über einen definierten Expositionszeitraum
– kontrolliert einem wasserhaltigen Gas oder einem lösungsmittelhaltigen
Gas mit definierter relativer Feuchte bei einer definierten Temperatur ausgesetzt
wird.Verfahren gemäß Anspruch 8, wobei der Expositionszeitraum
so gewählt wird, dass der Hilfsstoff vor dem Wirkstoff kristallisiert.Verfahren gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei die relativen Feuchte
des wasserhaltigen bzw. lösungsmittelhaltigen Gases größer 30% (w/w)
ist, bevorzugt zwischen 50–60% (w/w).Verfahren zur Abfüllung von Pulvern dadurch gekennzeichnet, dass
die Pulver gemäß einem der Ansprüche 8 bis 10 behandelt wurden.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 dadurch gekennzeichnet,
dass der Expositionszeitraum mindestens 8 Stunden oder mehr, mindestens 12 Stunden
oder mehr, mindestens 20 Stunden oder mehr beträgt, bevorzugt 20 Stunden und
besonders bevorzugt 8 Stunden.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die
Temperatur während des Expositionszeitraumes kleiner 60°C beträgt,
insbesondere zwischen –10°C bis 60°C, bevorzugt 4°C bis 40°C
und besonders bevorzugt zwischen 16°C und 30°C.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die
Temperatur während des Expositionszeitraumes 4°C, 10°C, Raumtemperatur
oder 37°C, bevorzugt Raumtemperatur beträgt.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei der
Wirkstoff ein Protein ist wie Insulin, Insulin-ähnlicher Wachstumsfaktor, humanes
Wachstumshormon (hGH) und andere Wachstumsfaktoren, Gewebeplasminogenaktivator (tPA),
Erythropoetin (EPO), Cytokine, beispielsweise Interleukine (IL) wie IL-1, IL-2,
IL-3, IL-4, IL-5, IL-6, IL-7, IL-8, IL-9, IL-10, IL-11, IL-12, IL-13, IL-14, IL-15,
IL-16, IL-17, IL-18, Interferon (IFN)-alpha, beta, gamma, Omega oder tau, Tumornekrosefaktor
(TNF) wie z.B. TNF-alpha, beta oder gamma, TRAIL, G-CSF, GM-CSF, M-CSF, MCP-1 und
VEGF, monoklonale, polyklonale, multispezifische und einzelkettige (single chain)
Antikörper und Fragmente davon, wie z.B. Fab, Fab', F(ab')2, Fc
und Fc'-Fragmente, leichte (L) und schwere (H) Immunglobulinketten und deren konstante,
variable oder hypervariable Regionen sowie Fv- und Fd-Fragmente.Pulver mit erhöhter, erhaltener oder vermindert reduzierter Fließfähigkeit
(FPF) herstellbar nach einem der Ansprüche 1 bis 7 bzw. 12–15, insbesondere
Pulver mit verbesserten aerodynamischen Eigenschaften, herstellbar gemäß
Anspruch 7 bzw. 12–15, und/oder Pulver mit verbesserten elektrostatischen
Eigenschaften herstellbar nach einem der Ansprüche 8–15.Pulver mit erhöhter Fließfähigkeit oder erhöhter
Nanorauigkeit herstellbar nach einem der Ansprüche 1 bis 15.