Die Erfindung betrifft konstruktive und steuerungstechnische Lösungen
für die Verwendung von Hohlwellen-Well-Antriebe als Antriebe für Ventile,
Schieber, Hähne und Klappen.
Stand der Technik
Die bekannten Wellantriebsbaureihen eignen sich prinzipiell auf Grund
ihres Drehmomentbereiches, ihres guten Leistungsgewichtes, ihres Regelverhalten,
des geringen Trägheitsmomentes der rotierenden Antriebselemente, ihrer Möglichkeit
der Weg- und Drehmomentrückmeldung und ihrer Auslegung für intermittierende
Betriebsweise gut als Armaturenantriebe.
Besonders gut sind die kompakt bauenden Hohlwellenbaureihen geeignet,
da hier Antriebsmotor, Weg- und Drehmomentsensoren integriert sind und durch die
Hohlwelle armaturenspezifische Elemente geführt werden können.
Allerdings erfordert die Verwendung von Hohlwellen-Well-Antriebe als
Antriebe für Ventile, Schieber, Hähne und Klappen konstruktive und steuerungstechnische
Lösungen. Dies betrifft beispielsweise die Anpassung an die nach ISO genormten
Armaturenköpfe für den Anbau und der Übertragung des Drehmomentes,
den Handantrieb und dessen Sicherheits- und Prioritätsanforderungen.
Steuerungstechnisch müssen die Auftragsdaten wie Drehmoment-
und Wegabschaltung in den armaturenspezifischen Endlagen „Auf" und „Zu"
sowie ggf. ein erhöhtes „Losbrechmoment" bei der Umsteuerung programmierbar
sein.
Für den Anwendungssektor Regelantriebe müssen zusätzlich
die üblichen Steuerquelldaten (0–10 V, 0–20 mA, 4–20 mA)
programmierbar sein.
Zweck der Erfindung
Zweck der Erfindung ist es, konstruktive und steuerungstechnische
Lösungen für die Verwendung von Hohlwellen-Well-Antriebe als Antriebe
für Ventile, Schieber, Hähne und Klappen zu finden.
Aufgabe der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Hohlwellen-Well-Antriebe
über geeignete Konstruktionselemente an die genormten Armaturenköpfe anzupassen,
das Drehmoment in den armaturenspezifischen Fahrweisen (Motorantrieb, Handantrieb)
auf die genormte Armaturenwelle zu übertragen und dabei die Sicherheits- und
Prioritätsanforderungen des Handantriebes zu berücksichtigen.
Steuerungstechnisch sind die in geeignete Speicherchips abzulegende
Auftragsdaten wie Drehmoment- und Wegabschaltung in den armaturenspezifischen Endlagen
„Auf" und „Zu" sowie ggf. ein erhöhtes „Losbrechmoment"
bei der Umsteuerung mit den entsprechenden Sensordaten der Antriebe zu vergleichen
und die entsprechen Schaltvorgänge auszulösen.
Für den Anwendungssektor Regelantriebe müssen zusätzlich
die ebenfalls in Speicherchips abzulegende Steuerquelldaten (0–10 V, 0–20
mA, 4–20 mA) berücksichtigt werden.
Erfindungsgemäße Lösung
- 1. Antrieb für Ventile, Schieber, Hähne und Klappen mit drehendem
Antrieb unter Verwendung eines Hohlwellen-Well-Antriebes erfindungsgemäß
2 so ausgeführt, dass ein Zwischenflansch (07)
auf der Antriebsseite Zentrierzylinder und Anbaubohrungen erhält, die dem Hohlwellenantriebsgehäuse
entsprechen und auf der anderen Seite die nach ISO genormten Abmessungen zum Anbau
an den Armaturenkopf angebracht sind, wobei weiterhin erfindungsgemäß
ein Mitnehmer (08) auf der Antriebsseite Zentrierzylinder und Anbaubohrungen
erhält, die dem Hohlwellenantriebsrotor entsprechen und auf der anderen Seite
die nach ISO genormten Abmessungen zur Übertragung des Drehmomentes auf die
Armaturenwelle angebracht sind.
- 2. Antrieb für Ventile mit drehend steigender Trapezspindel unter Verwendung
eines Hohlwellen-Well-Antriebes erfindungsgemäß nach 1
so ausgeführt, dass ein Zwischenflansch (07) auf der Antriebsseite
Zentrierzylinder und Anbaubohrungen erhält, die dem Hohlwellenantriebsgehäuse
entsprechen und auf der anderen Seite die nach ISO genormten Abmessungen zum Anbau
an den Armaturenkopf angebracht sind, wobei weiterhin erfindungsgemäß
ein Mitnehmer (08) auf der Antriebsseite Zentrierzylinder und Anbaubohrungen
erhält, die dem Hohlwellenantriebsrotor entsprechen und auf der anderen Seite
Aussparungen (09) zur Übertragung des Drehmomentes auf den drehend
und steigenden Mitnehmer (10) der Armaturenwelle (15) angebracht
sind, wobei die freie zentrale Bohrung des Hohlwellenantriebes (2) es ermöglicht,
dass durch sie hoch steigende Trapezspindeln zu führen.
- 3. Antrieb für Ventile mit drehender Trapezmutter (29) nach
3 und steigender Trapezspindel (15) unter
Verwendung eines Hohlwellen-Well-Antriebes erfindungsgemäß so ausgeführt,
dass ein Zwischenflansch (07) auf der Antriebsseite Zentrierzylinder und
Anbaubohrungen erhält, welche dem Hohlwellenantriebsgehäuse entsprechen
und auf der anderen Seite die nach ISO genormten Abmessungen zum Anbau an den Armaturenkopf
angebracht sind, wobei weiterhin erfindungsgemäß ein Mitnehmer (08)
auf der Antriebsseite Zentrierzylinder und Anbaubohrungen erhält, die dem Hohlwellenantriebsrotor
entsprechen und im Inneren ein Keilnutprofil zur Übertragung des Drehmomentes
auf die Nuten des Keilprofils der Schiebekupplung (27) erhält, welche
im im linken Halbschnitt dargestellten Zustand für Motorbetrieb ihrerseits
das Drehmoment auf die Klauen der Trapezmutter (29) überträgt,
wobei weiterhin erfindungsgemäß der Handantrieb durch Niederdrücken
des Handrades (20) samt Handradwelle (23) gegen die Handraddruckfedern
(24) eingeleitet wird, wobei der äußere Bund der Kupplung für
Handbetätigung (25) zunächst die Schiebekupplung für Motorbetätigung
(27) vom Eingriff trennt, bevor seine Klauen in die Ausnehmungen der Trapezmutter
(29) eingreifen, wie im rechten Halbschnitt dargestellt. Weiterhin erfindungsgemäß
drücken die Druckfedern (28) und (23) die Kupplungselemente
in den im rechtem Halbschnitt dargestellten Zustand für Motorantrieb zurück,
wodurch für Handeingriff erforderliche Sicherheits- und Prioritätsforderungen
erfüllt werden.
- 4. Antrieb für Ventile mit drehender Trapezmutter nach 4
und steigender Trapezspindel unter Verwendung eines Hohlwellen-Well-Antriebes erfindungsgemäß
so ausgeführt, dass ein Zwischenflansch (07) auf der Antriebsseite
Zentrierzylinder und Anbaubohrungen erhält, welche dem Hohlwellenantriebsgehäuse
entsprechen und auf der anderen Seite die nach ISO genormten Abmessungen zum Anbau
an den Armaturenkopf angebracht sind, wobei weiterhin erfindungsgemäß
ein Mitnehmer (08) auf der Antriebsseite Zentrierzylinder und Anbaubohrungen
erhält, die dem Hohlwellenantriebsrotor entsprechen und Aussparungen zur Übertragung
des Drehmomentes auf die Klauen (49) der Schiebekupplung (47)
erhält, welche im dargestellten Zustand für Motorbetrieb ihrerseits das
Drehmoment über die Passfeder (46) auf den Mitnehmer (56)
überträgt, wobei weiterhin erfindungsgemäß der Handantrieb durch
Hineinschieben des Handrades (20) samt Handradwelle (23) gegen
die Druckfedern (39) eingeleitet wird, wobei die schiebende Einrückbewegung
der Handradwelle (Pos. 23) wird über das Ausrücklager (Pos.
36) auf das geschlitzte Hebellager (Pos. 37) und weiter über
den Lagerstift (Pos. 38) auf den Ausrückhebel (Pos. 41) übertragen
wird, der die waagerechte Schubbewegung von Handrad und Handradwelle in eine senkrechte
Bewegung umwandelt womit sie über die Ausrücklagerschraube (Pos.
43), über den Kupplungsring (Pos. 50) und das Ausrückkugellager
(Pos. 48) auf die Schiebekupplung (Pos. 47) übertragen wird.
Weiterhin erfindungsgemäß lösen sich dabei seine Klauen (Pos.
49) aus den Ausnehmungen des mit Kupplungsringes (Pos. 08) des
Motorantriebes und nach einem aus Sicherheitsgründen notwendigem Leerhub rasten
die Kupplungsstifte (Pos. 51) der Schiebekupplung (Pos. 47) in
die Bohrungen des mit der Gleitlagerbuchse (Pos. 53) drehbar gelagertem
Schneckenrades (Pos. 30) des Handantriebes ein. Weiterhin erfindungsgemäß
drückt die Druckfedern (39) die Kupplungselemente dargestellten Zustand
für Motorantrieb zurück, wodurch für Handeingriff erforderliche Sicherheits-
und Prioritätsforderungen erfüllt werden. Da die freie zentrale Bohrung
des Hohlwellenantriebes (2) es ermöglicht, dass durch sie lange Trapezspindeln
geführt werden, sind die bei Schieber üblichen großen Spindelhübe
bei niedriger Bauhöhe realisierbar.
- 5. Antrieb für Ventile, Schieber, Hähne und Klappen unter Verwendung
eines Hohlwellen-Well-Antriebes erfindungsgemäß steuerungstechnisch so
ausgeführt, dass die in geeignete Speicherchips abgelegten Auftragsdaten zur
Drehmoment- und Wegabschaltung in den armaturenspezifischen Endlagen „Auf"
und „Zu" sowie ggf. für ein erhöhtes „Losbrechmoment" bei
der Umsteuerung mit den entsprechenden Sensordaten der Antriebe und den externen
Steuerbefehle verglichen und die entsprechen Schaltvorgänge ausgelöst
werden.
- 6. Antrieb für Ventile, Schieber, Hähne und Klappen unter Verwendung
eines Hohlwellen-Well-Antriebes erfindungsgemäß steuerungstechnisch so
ausgeführt, dass die in geeignete Speicherchips abgelegten Auftragsdaten für
den Anwendungsfall Regelantriebe mit den Steuerquelldatenvarianten (beispielsweise
0–10 V, 0–20 mA, 4–20 mA) verglichen und die entsprechen Schaltvorgänge
ausgelöst werden.
Beispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einigen Beispielen erläutert
werden.
Im Beispiel 1 sind folgende Positionen
dargestellt:
- 1
- Hochuntersetzender Hohlwellenantrieb (Wellantrieb) samt Elektromotor,
- 2
- freie zentrale Bohrung des Hohlwellenantriebes,
- 3
- Zentrierdurchmesser des Stator-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 4
- Zentrierdurchmesser des Rotor-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 5
- Schrauben für die Befestigung des Zwischenflansches Pos. 07 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 6
- Schrauben für die Befestigung des Mitnehmers Pos. 08 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 7
- Zwischenflansch mit genormten Abmessungen zur Befestigung des Antriebes auf
dem ebenfalls genormtem Armaturenflansch Pos. 12,
- 8
- Glocke, übernimmt die Drehbewegung vom Rotor des Holwellenantriebes,
- 9
- Aussparungen der Glocke Pos. 08, ermöglichen die Übertragung des Drehmomentes
auf den Mitnehmer Pos. 10, auch wenn sich dieser schraubenlinienförmig hebt
und senkt
- 10
- Mitnehmer, wird von der Aussparungen der Glocke Pos. 09 drehend angetrieben,
überträgt die Drehbewegung über den Vierkant Pos. 11 auf die Spindel
Pos. 15.
- 11
- Vierkant auf der Armaturenspindel 15, überträgt die Drehbewegung des
Mitnehmers Pos. 10,
- 12
- Genormter Armaturenflansch am Armaturenkopf,
- 13
- Befestigungsschrauben,
- 14
- Verbindungselemente Armaturenkopf-Armatur (Bügelarme, alternativ Säulen
oder Rohr),
- 15
- Armaturentrapezgewindespindel,
- 16
- Befestigungsmutter.
- 17
- Trapezgewindemutter, befestigt im Ventilkopf.
1 stellt ein hochuntersetzender Hohlwellenantrieb (Wellantrieb)
samt Elektromotor (Pos. 01) appliziert als Ventilantrieb für eine
drehend steigende Trapezspindel dar. Im linken Halbschnitt ist die untere Stellung
von Trapezspindel (Pos. 15), Mitnehmer (Pos. 10) und Befestigungsmutter
(Pos. 16) gezeichnet, im rechten Halbschnitt die obere Position dieser
Teile.
Die Trapezspindel (Pos. 15) schraubt sich dabei aus der im
Armaturenkopf (Pos. 12) befestigte Trapezmutter (Pos. 17) hinein
oder heraus.
Der Zentrierdurchmesser (Pos. 03) des Hohlwellenantriebes
zentriert den mit den Schrauben (Pos. 05) befestigten Zwischenflansch (Pos.
07).
Der Zwischenflansch (Pos. 07) verbindet das Hohlwellenantriebsgehäuse
mit dem genormten Armaturenflansch (Pos. 12), befestigt mit den Schrauben
(Pos. 13). Dazu sind seine unteren Flanschabmessungen ebenfalls nach ISO
genormt.
Im Inneren des Zwischenflansches sind die Elemente zur Übertragung
der Dreh- und Hubbewegung angeordnet.
Eine mit den Schrauben (Pos. 06) am Rotorflansch (Pos.
04) befestigt und zentrierte Glocke (Pos. 08) ist im unteren Bereich
(Pos. 09) ausgespart.
Diese Aussparungen (Pos. 09) der Glocke (Pos. 08)
ermöglichen die Übertragung des Drehmomentes auf den Mitnehmer (Pos.
10), auch wenn sich dieser schraubenlinienförmig hebt und senkt.
Der Mitnehmer (Pos. 10) ist mit der Mutter (Pos.
16) auf dem Vierkant (Pos. 11) der Trapezspindel (Pos.
15) befestigt, die sich dieser schraubenlinienförmig mit dieser hebt
und senkt.
Der Armaturenkopf mit seinem genormten Flansch (Pos. 12)
ist mit den Verbindungselementen Bügelarme (Pos. 14) mit der Armatur
verbunden.
Im Beispiel 2 sind folgende Positionen
dargestellt:
- 1
- Hochuntersetzender Hohlwellenantrieb (Wellantrieb) samt Elektromotor,
- 2
- freie zentrale Bohrung des Hohlwellenantriebes,
- 3
- Zentrerdurchmesser des Stator-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 4
- Zentrerdurchmesser des Rotor-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 5
- Schrauben für die Befestigung des Zwischenflansches Pos. 07 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 6
- Schrauben für die Befestigung des Mitnehmers Pos. 08 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 7
- Zwischenflansch mit genormten Abmessungen zur Befestigung des Antriebes auf
dem ebenfalls genormtem Armaturenflansch Pos. 12,
- 8
- Nach ISO genormter Mitnehmer, übernimmt die Drehbewegung vom Rotor des
Holwellenantriebes.
Auf 2 stellt ein hochuntersetzender Hohlwellenantrieb
(Wellantrieb) samt Elektromotor (Pos. 01) appliziert als Antrieb für
einen nach ISO genormten Ventil-, Schieber-, Hahn- oder Klappenkopf dar.
Der Zentrierdurchmesser (Pos. 03) des Hohlwellenantriebes
zentriert den mit den Schrauben (Pos. 05) befestigten Zwischenflansch (Pos.
07).
Der Zwischenflansch (Pos. 07) verbindet das Hohlwellenantriebsgehäuse
mit dem genormten Armaturenflansch, hier nicht dargestellt.
Dazu sind seine unteren Flanschabmessungen ebenfalls nach ISO genormt.
Im Inneren des Zwischenflansches sind die Elemente zur Übertragung
der Drehbewegung angeordnet.
Eine mit den Schrauben (Pos. 06) am Rotorflansch (Pos.
04) befestigt und zentrierter Mitnehmer (Pos. 08) ist nach ISO
genormt.
Dieser Mitnehmer ermöglicht die Übertragung des Drehmomentes
auf die angeflanschte Armatur.
Die freie zentrale Bohrung des Hohlwellenantriebes (2) ermöglicht
es, dass durch sie lange Trapezspindeln geführt werden.
Damit sind die bei Schieber üblichen großen Spindelhübe
bei niedriger Bauhöhe möglich.
Im Beispiel 3 sind folgende Positionen
dargestellt:
- 1
- Hochuntersetzender Hohlwellenantrieb (Wellantrieb) samt Elektromotor,
- 2
- freie zentrale Bohrung des Hohlwellenantriebes,
- 3
- Zentrierdurchmesser des Stator-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 4
- Zentrierdurchmesser des Rotor-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 5
- Schrauben für die Befestigung des Zwischenflansches Pos. 07 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 6
- Schrauben für die Befestigung des Mitnehmers Pos. 08 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 7
- Zwischenflansch mit genormten Abmessungen zur Befestigung des Antriebes auf
dem ebenfalls genormtem Armaturenflansch Pos. 12,
- 8
- Kupplungsring, übernimmt die Drehbewegung vom Rotor des Holwellenantriebes,
- 12
- Genormter Armaturenflansch am Armaturenkopf,
- 13
- Befestigungsschrauben,
- 14
- Verbindungselemente Armaturenkopf-Armatur (Bügelarme, alternativ Säulen
oder Rohr),
- 15
- Armaturenspindel,
- 16
- Befestigungsmutter.
- 20
- Handrad für Einstellung und Notbetätigung,
- 21
- Vierkant auf Welle Pos. 23,
- 22
- Befestigungsmutter,
- 23
- Handradwelle,
- 24
- Handraddruckfeder,
- 25
- Kupplungsklaue für Handbetätigung,
- 27
- Schiebekupplung für Motorbetätigung,
- 28
- Kupplungsdruckfeder,
- 29
- Trapezmutter,
- 30
- unterer Federteller,
- 31
- geteilter Ring,
- 32
- Kugellager,
- 33
- Ring,
- 34
- Sicherungsring,
- 35
- oberer Federteller,
- 36
- Ring
3 stellt ein hochuntersetzender Hohlwellenantrieb (Wellantrieb)
samt Elektromotor (Pos. 01) appliziert als Ventilantrieb für drehende
Trapezgewindemuttern mit Handzusatzbetätigung dar.
Die im Armaturenkopf (Pos. 12) kugelgelagerte (Pos.
32) Trapezgewindemutter (Pos. 29) dreht sich dabei um die nicht
drehende Trapezspindel (Pos. 15) und schraubt diese hinein oder heraus.
Im linken Halbschnitt ist die untere Stellung der Trapezspindel (Pos.
15) gezeichnet, ferner ist die Handbetätigungskupplungsklaue (Pos.
25) nicht eingerückt.
Im rechten Halbschnitt die obere Position der Trapezspindel Spindelkupplung
mit Trapezmutter gezeichnet, ferner ist die Handbetätigungskupplungsklaue (Pos.
25) in die Spindelkupplungsklaue der Trapezmutter (Pos. 29) eingerückt.
Das Einrücken der Handbetätigung geschieht durch Niederdrücken
des Handrades (Pos. 20) gegen die Handraddruckfeder (Pos. 24),
wobei die durch die Hohlwelle (Pos. 02) geführte Handradwelle (Pos.
23) sowohl das oben erwähnte Einrücken der Spindelkupplungsklaue
übernimmt als auch das Drehmoment auf die Kupplungsklauen überträgt.
Ferner wird die Schiebekupplungshülse (Pos. 27) für
die Motorbetätigung vorher aus dem Klauenbereich der Spindelkupplung gegen
die Kraft der Kupplungsdruckfeder (Pos. 24) herausgeschoben, wodurch der
Motorantrieb abgekuppelt ist.
Nach Loslassen des Handrades schieben die Druckfedern (Pos.
24 und 28) die Kupplungselemente wieder in die Positionen für
den automatischen Motorantrieb.
Eine mit den Schrauben (Pos. 06) am Rotorflansch (Pos.
04) befestigt und zentrierter Kupplungsring (Pos. 08) überträgt
das Drehmoment auf die Schiebekupplungshülse (Pos. 27).
Der Zentrierdurchmesser (Pos. 03) des Hohlwellenantriebes
zentriert den mit den Schrauben (Pos. 05) befestigten Zwischenflansch (Pos.
07).
Der Zwischenflansch (Pos. 07) verbindet das Hohlwellenantriebsgehäuse
mit dem genormten Armaturenflansch (Pos 12), befestigt mit den Schrauben
(Pos. 13).
Dazu sind seine unteren Flanschabmessungen ebenfalls nach ISO genormt.
Der Armaturenkopf mit seinem genormten Flansch (Pos. 12)
ist mit den Verbindungselementen Bügelarme (Pos. 14) mit der Armatur
verbunden.
Im Beispiel 4 sind folgende Positionen
dargestellt:
- 1
- Hochuntersetzender Hohlwellenantrieb (Wellantrieb) samt Elektromotor,
- 2
- freie zentrale Bohrung des Hohlwellenantriebes,
- 3
- Zentrierdurchmesser des Stator-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 4
- Zentrierdurchmesser des Rotor-Flansches des Hohlwellenantriebes,
- 5
- Schrauben für die Befestigung des Zwischenflansches Pos. 07 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 6
- Schrauben für die Befestigung des Mitnehmers Pos. 08 ans das Hohlwellantriebsgehäuse,
- 7
- Zwischenflansch mit genormten Abmessungen zur Befestigung des Antriebes auf
dem ebenfalls genormtem Armaturenflansch Pos. 12,
- 8
- Kupplungsring, übernimmt die Drehbewegung vom Rotor des Holwellenantriebes,
- 20
- Handrad für Einstellung und Notbetätigung,
- 23
- Handradwelle,
- 30
- Schneckenrad für Handradeingriff,
- 31
- Schnecke für Handradeingriff,
- 32
- Kugellager,
- 33
- Ringdeckel,
- 35
- Passfeder für die Handradschnecke,
- 36
- Ausrückkugellager für die Handradwelle,
- 37
- geschlitztes Hebellager,
- 38
- Lagerstift für Hebel,
- 39
- Druckfeder,
- 40
- Druckfedergehäuse,
- 41
- Ausrückhebel,
- 42
- Ausrückhebelfestlager,
- 43
- Ausrückhebellagerschraube,
- 44
- Ring,
- 45
- Gleitlagerbuchse,
- 46
- Passfeder für Schiebekupplung,
- 47
- Schiebekupplung,
- 48
- Ausrückkugellager,
- 49
- Kupplungsklaue der Schiebekupplung,
- 50
- Kupplungsring,
- 51
- Kupplungsstift der Schiebekupplung,
- 52
- Sprengring,
- 53
- Gleitlagerbuchse,
- 54
- Distanzhülse,
- 55
- Kugellager.
- 56
- Mitnehmer,
4 stellt ein hochuntersetzender Hohlwellenantrieb (Wellantrieb)
samt Elektromotor (Pos. 01) appliziert als Ventilantrieb für im Armaturenkopf
gelagerte drehende Trapezgewindemuttern mit Handzusatzbetätigung dar.
Der Zentrierdurchmesser (Pos. 03) des Hohlwellenantriebes
zentriert den mit den Schrauben (Pos. 05) befestigten Zwischenflansch (Pos.
07).
Wie bei im Beispiel 2 verbindet ein Zwischenflansch
(Pos. 07) das Hohlwellenantriebsgehäuse (1)
mit dem genormten Armaturenflansch.
Dazu sind seine unteren Flanschabmessungen ebenfalls nach ISO genormt.
Im Inneren des Zwischenflansches sind die Elemente zur Übertragung
der Drehbewegung und der Handbetätigung angeordnet.
Eine mit den Schrauben (Pos. 06) am Rotorflansch (Pos.
04) befestigt und zentrierter Kupplungsring (Pos. 08) ist auf
dem Mitnehmer (Pos. 56) drehbar mittels Gleitlagerbuchse (Pos.
45) gelagert.
Auf der anderen Seite ist der Mitnehmer über ein Kugellager (Pos.
55) im Zwischenflansch (Pos. 07) gelagert.
Ein Schiebekupplung (Pos. 47) überträgt in der
hier dargestellten Arbeitsweise „Motorantrieb" das Drehmoment über seine
in den Ausnehmungen des Kupplungsringes (Pos. 08) eingerasteten Klauen
(Pos. 49) über die Passfeder (Pos. 46) auf den Mitnehmer
(Pos. 56).
Dieser nach ISO genormte Mitnehmer übernimmt die Übertragung
des Drehmomentes auf die angeflanschte Armatur.
Das Umschalten auf Handbetätigung erfolgt durch Hineinschieben
des Handrades (Pos. 20) samt Handradwelle (Pos. 23) durch beide
Kugellager (Pos. 32) und der Schnecke (Pos. 31) gegen die im Druckfedergehäuse
(Pos. 40) gelagerte Druckfeder (Pos. 39). Dabei wird die axiale
Position der Schnecke mittels der Kugellager (Pos. 32) gehalten.
Zur Handradseite hin werden die Kugellager mit dem Ringdeckel (Pos.
33) abgestützt.
Das Drehmoment wird von der Handradwelle (Pos. 23) auf die
Schnecke (Pos. 31) mittels der Passfeder (Pos. 20) übertragen.
Die schiebende Einrückbewegung der Handradwelle (Pos.
23) wird über das Ausrücklager (Pos. 36) auf das geschlitzte
Hebellager (Pos. 37) und weiter über den Lagerstift (Pos.
38) auf den Ausrückhebel (Pos. 41) übertragen.
Der Ausrückhebel ist auf dem im Zwischenflansch (Pos.
07) verschraubten Ausrückhebelfestlager (Pos. 42) schwenkbar
gelagert und wandelt die waagerechte Schubbewegung von Handrad und Handradwelle
in eine senkrechte Bewegung um, die sie über die Ausrücklagerschraube
(Pos. 43), über den Kupplungsring (Pos. 50) und das Ausrückkugellager
(Pos. 48) auf die Schiebekupplung (Pos. 47) überträgt.
Dabei lösen sich seine Klauen (Pos. 49) aus den Ausnehmungen
des mit Kupplungsringes (Pos. 08) des Motorantriebes.
Erst danach und einem kleinen Lehrhub rasten die Kupplungsstifte (Pos.
51) der Schiebekupplung (Pos. 47) in die Bohrungen des mit der
Gleitlagerbuchse (Pos. 53) drehbar gelagertem Schneckenrades (Pos.
30) des Handantriebes ein.
Die freie zentrale Bohrung des Hohlwellenantriebes (2) ermöglicht
es, dass durch sie lange Trapezspindeln geführt werden.
Damit sind die bei Schieber üblichen großen Spindelhübe
bei niedriger Bauhöhe möglich.
Auf 5 und 6
ist ein möglicher Programmablaufplan für die Steuerung eines Hohlwellenantriebes
als Armaturenantrieb dargestellt.
War noch vor Jahrzehnten bei diesen Antrieben eine „verdrahtete
Logik" üblich, wobei Weg- und Dremoendschalter die Steuerung des Motorwendeschützes
übernahmen und entsprechend der Verdrahtung eine weg- oder drehmomentabhängige
Abschaltung auslösten, so werden heute die gewünschten Abschaltarten in
einem Auftragspeicherchip abgelegt, wodurch die aufwändige, auftragsabhängige
Verdrahtung bei der Montage entfällt.
Da die Hohlwellenantriebe Sensoren für große Drehmoment-
und Wegbereiche enthalten, entfallen dabei auch die Montagearbeiten für die
Wegschalter, das Einstellen von mechanischen Zählwerken und das der Drehmomentfedern.
Das geringe Trägheitsmoment der Hohlwellenantriebe macht zudem
den Einbau von Federsysteme zum Abfangen der Auslaufenergie überflüssig.