Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zur Steuerung
der Kommunikation bei Systemen mit energieautarken Teilnehmern, insbesondere bei
drahtlos vernetzten Systemen oder von Systemen oder Systemteilen ohne Netzversorgung
oder mit geringen, dem Bussystem zu entnehmenden Energiemengen nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1.
Bei Teilnehmern – physikalisch Geräten – derartiger
Systeme handelt es sich oft um funkgesteuerte, batterie- oder umgebungsenergieversorgte
Sensoren oder Aktoren oder um Geräte an einem verdrahteten Bussystem (Kupferleiter
oder Glasfaserleitung), wie z.B. einem Installationsbus, wo nur geringe Energiemengen
pro Teilnehmer dem Netz entnommen werden dürfen und die eine Gerätebereitschaft
aufweisen.
Aus der Konsumer-Elektronik, der Gebäudesystemtechnik und anderen
Technologien sind eine Vielzahl von Geräten bekannt, wie z.B. Fernseh- und
Phonogeräte, diverse Abspielgeräte, Bewegungsmelder, Geräte der Sicherheitstechnik,
etc., die bei nicht aktivem Betrieb in einer Gerätebereitschaft – einem
'Schlaf-Zustand, -Modus, Sleep mode' – verweilen, bis sie durch ein internes
oder externes Kommando wieder in den Aktiv-Zustand treten. Ein internes Kommando
kann ein abgefragter Zählerstand oder ein erreichter Temperaturzustand o.ä.
sein, welches das entsprechende Gerät veranlaßt, wieder aktiv zu werden,
um z.B. ein Zustands-Telegramm zu senden. Ein externes Kommando kann z.B. durch
den Tastendruck an einer Fernbedienung veranlaßt sein.
Diese Geräte werden vorwiegend – je nach Anwendungsgebiet
– direkt am Versorgungsnetz oder indirekt über ein Netzgerät unterbrechungsfrei
versorgt. Bekannt ist weiterhin, daß auch beim Schlaf-Zustand der Geräte
noch Ströme im mA (Milli-Ampere) -Bereich fließen und – je nach
Spannungshöhe – einiges an Energie dem Netz entnehmen.
Bei akkumulator- oder batteriegespeisten Geräten wird besonderer
Wert auf Schaltungen gelegt, die zwecks Gerätebereitschaft einen energiereduzierten
Schlaf-Zustand aufweisen, um einen schonenden und umweltverträglichen Umgang
mit Batterien zu gewährleisten und die oft aufwendigen Batteriewechsel zu reduzieren.
In der Meß-, Regel- und Automatisierungstechnik sowie in der
Gebäudesystemtechnik werden Geräte nach ihrer Funktionalität in abfragende/zustandsübermittelnde
Geräte, wie Sensoren, und ausführende Geräte, wie Aktoren, klassifiziert.
Aktoren sind anwendungsbedingt weitestgehend mit einer Netzversorgung beaufschlagt.
Die Geräte sind heute überwiegend mit einer Schnittstelle zu einem Kommunikationssystem
ausgerüstet und werden übertragungsmäßig in sendende, empfangende
und sendende und empfangende Geräte eingeteilt, d.h. sie enthalten hin zum
Übertragungsmedium einen Sender/Transmitter oder einen Empfänger/Receiver
oder einen Sender-Empfänger/Trans[mitter-Re]ceiver.
Teilnehmer an einem Bus bestehen aus den busabhängigen Teilen
mechanische und elektrische Ankopplung und der Übertragungssteuerung sowie
der busunabhängigen Anwenderfunktion. Die Ankopplungseinheit stellt die mechanische
und elektrische Anpassung an das Übertragungsmedium sicher; die Übertragungssteuerung
stellt die logische Schnittstelle zwischen dem Busteilnehmer und dem Bus dar und
führt alle Steuerungsabläufe durch, wie Nachrichten vom Bus aufnehmen,
verarbeiten und weiterleiten oder selbst Übertragungen über den Bus zu
weiteren Teilnehmern durchführen.
Um Kollisionen bei gleichzeitigen Kommunikationswünschen von
Busteilnehmern zu vermeiden, wird das Übertragungsmedium zeitlich gestaffelt
den Teilnehmern zur Verfügung gestellt nach dem Zeitmultiplexverfahren mit
einer Zuteilung nach festem Zeitraster oder nach dem ökonomisch sinnvolleren
bedarfsabhängigen Zuteilungsverfahren. Wurde einem übertragungswünschenden
Teilnehmer der Bus zugeteilt, wird dieser Teilnehmer für die Zuteilungszeit
Master am Bus. Es gibt nur einen Master am Bus; mit dem Mastertransfer wird ein
anderer Teilnehmer Master. Die Teilnehmer, die vom steuernden Master angesprochen
werden, werden als Slave bezeichnet; die Kommunikationsbeziehung wird auch Master/Slave-Beziehung
genannt.
Zu ergänzen ist noch die Richtung des Datentransfers bezogen
auf die steuernde Einheit, den Master; es gibt sowohl lesende als auch schreibende
Zugriffe. Bei der Schreiboperation werden die Daten vom Master auf den Bus gesendet;
der Master ist Talker, der Slave ist Listener. Bei der Leseoperation kehren sich
die Verhältnisse um, der Master ist Listener, der Slave ist Talker (Lit.: Georg
Färber, Bussysteme, Oldenbourg, München).
Hoch (230 VAC/50 Hz)- und/oder niederspannungsversorgte (24 ... 3
VDC, etc.) sendende Sensoren und empfangende Aktoren sind nicht Gegenstand der weiteren
Betrachtung, wie auch busversorgte und/oder batteriegespeiste Geräte.
In einer neuen Klasse von Anwendungen in Automobil-, Gebäude-,
Medizin-, Produktions- und Transporttechnik sind Geräte bekannt geworden, die
ihre Energie aus der Energie ihrer unmittelbaren Umgebung, wie durch Kraft, Vibration,
Licht, Wärme, Druck, etc., beziehen. Beispielhaft sei hier
ein batterieloser, wartungsfreier Funksensor, Funkschalter für Licht und Jalousie,
mit Energiewandlung und -speicherung, Mikrokontroller, Meßfühler, Zeitsteuerung
und HF (Hochfrequenz)-Sender genannt, der seine Energie durch den betätigenden
Tastendruck mittels Piezoeffekt – Piezoelektrizität einer Quarzplatte
– erzeugt (Lit.: Armin Anders, EnOcean, Funktechnik ohne Batterien, Oberhaching).
Sämtliche Energieverbräuche derartiger Geräte sind
auf das absolute Minimum reduziert. Jedoch besteht auch hier für Geräte
die Forderung nach einer Geräte-Dauerbereitschaft in Form eines Schlaf-Zustands.
Zu diesem Zweck werden die Geräte – abhängig von den Energieverbräuchen
– z.B. mit einer Solarzelle ausgerüstet, die einen Akkumulator oder
einen Speicherkondensator als elektrischen Zwischenspeicher auflädt.
Während Sensor-Gerate zyklisch oder werte- oder zustandsgesteuert
kommunizieren und somit einen nur geringen Stromverbrauch für die Gerätebereitschaft
benötigen, weisen Zentraleinheiten und Aktoren eine Geräte-Dauerbereitschaft
auf, die energieträchtig ist.
Bus- und insbesondere funkbusgesteuerte energieautarke Aktor-Geräte
stellen keine Energie für die Geräte-Dauerbereitschaft zur Verfügung.
Im folgenden wird der Stand der Technik bezogen auf die Kommunikation
energieautarker Systeme gewürdigt.
Nach dem Stand der Technik, deutsche Patentanmeldung DE
10 2006 026 417, wird ein bus- auch funkbusgesteuerter Heizkörperstellantrieb
vorgestellt, dessen auf das Heizkörperventil wirkender Antrieb aus einem elektrochemischen
Aktor, die Energiespeicherung aus einem Akkumulator oder Speicherkondensator und
die Energieerzeugung aus einer verstell- und ausrichtbaren Solarzelle besteht. Es
ist vorgesehen, daß die Energieversorgung des Geräts autark erfolgt. Die
mechanische Ventilverstellung erfolgt über den sich – indirekt über
den Akkumulator und die Solarzelle – auf- oder entladenden Aktor.
Weiterhin enthält das Gerät eine bidirektionale Funkschnittstelle,
Transceiver, die die Kommunikation mit einem Raumkontroller aufrechterhält,
der wiederum die Raumtemperaturwerte sensorisch abfragt und aus Differenztemperaturwerten
Verstellkommandos für die Ventilsteuerung ableitet.
Die Beschreibung der Kommunikationsschnittstelle sowie die Gerätebereitschaft
werden nicht vertieft dargestellt.
Gemäß der deutschen Offenlegung DE
197 24 769 wird ein energieautark betriebenes Sensorsystem und Verfahren
zur Detektion unerwünschter Wärmeentstehung vorgestellt. Ziel der Applikation
ist die Erkennung unerwünschter Wärmeentstehung, wie z.B. in Lagern, Anlagen
oder Fabrikationseinrichtungen, zwecks Vermeidung von erheblichen Folgeschäden.
Die Detektion der Wärmeentstehung erfolgt durch einen Niederleistungs-Thermogenerator,
der thermische direkt in elektrische Energie umwandelt. Sobald im Rahmen einer Havarie
Wärme und damit elektrische Energie entsteht, wird die Folgeelektronik mit
Funksender aktiviert, der Informationen über den Schadenfall an den Empfänger
übermittelt.
Eine stromlose Gerätebereitschaft ist durch den Thermogenerator
gegeben, der auf Grund einer anliegenden Temperaturdifferenz wie ein Schalter mit
Spannungsversorgung arbeitet.
Die deutsche Offenlegungsschrift DE
102 53 278 offenbart eine Reifenmessung mit einem energieautark modulierten
Backscatter-Transponder, um Reifenparameter für die Berechnung der Fahrdynamik,
wie z.B. Reifendruck, Temperatur und Reifen/Fahrbahn-Kraftschluß, zu übertragen.
Beim rollierenden Reifen ergeben sich wandelbare Energieformen durch Vibrations-,
Schall- und/oder Ultraschallsignale sowie mechanische Kräfte und Verformungen
durch die Drehbewegung des Rads, die zur Messung und/oder zur Funk-Datenübertragung
von Meßgrößen genutzt wird. Mittels eines Schall- bzw. Piezowandlers
wird die akustische bzw. mechanische Energie in ein elektrisches Wechselsignal gewandelt
zwecks Betreiben von Sensoren, die ihren Zustand bzw. Zustandsänderungen per
Funk übermitteln.
Die internationale Anmeldung WO
2004 21 509/deutsche Offenlegungsschrift DE
102 39 303 beschreiben die Offenbarung des energieautark modulierten Backscatter-Transponders
für allgemeine Anwendungen.
Die internationale Anmeldung WO
2005 107 179/deutsche Offenlegung DE
10 2004 021 385 bezieht sich auf ein Datenkommunikationsnetzwerk mit einer
Mehrzahl von Netzknoten, die jeweils einen oder mehrere Kommunikations-Ports und
eine Knoten-Identifikation aufweisen und darauf angelegt sind, Verbindungen untereinander
dezentral zu verwalten und Datenpakete zu übertragen, wobei die Datenpakete
eine Header-Information über die Knoten-Identifikation des paketerzeugenden
Netzknotens enthalten.
Restriktionen, wie beim Erfindungsgegenstand vorliegend, sind hier
nicht gegeben.
In der europäischen Patentschrift EP
808 488/deutsche Patentschrift DE 696 22
844 wird eine Kommunikationsmanagement-Vorrichtung und
-verfahren und Telekommunikationssystem mit einer Managementvorrichtung beschrieben.
Es handelt sich hierbei um die Beschreibung eines umfangreichen Telekommunikationssystems
aus steuernden und gesteuerten Systemen.
Eine auch nur nahe Verwandtschaft zu dem vorliegenden Problem scheidet
aus.
Gemäß der europäischen Schrift EP
709 994/deutsche Patentanmeldung DE 695
24 922 wird ein Kommunikationsmanagement zwischen Client- und Server-Prozessen
offenbart. Die Erfindung bezieht sich im allgemeinen auf Netzkommunikationen und
insbesondere auf ein Verfahren, um auf effiziente Art und Weise Remote Control Procedure
Calls zwischen Client- und Server-Prozessen in einem Computernetzwerk zu verwalten,
wenn diese Prozesse auf demselben Host unterstützt werden. Vorgestellt wird
ein Verfahren, um die Kommunikation zwischen einem Client- und einem Server-Prozeß
in einer verteilten Computerumgebung nach dem 7-Ebenen-Modell zu verwalten.
In der internationalen Applikation WO
2002 21 812/europäische Anmeldung EP
1 316 198 wird ein kundenorientiertes Kommunikationsmanagement für
die gemeinsame Nutzung einer Telefon-Vermittlungsstelle offenbart.
Auch hier wird ein Zusammenhang zu der oben beschriebenen Problematik
nicht deutlich.
Die vorgestellten Applikationsbeispiele eignen sich nicht oder nur
bedingt als Lösung für die Geräte-Dauerbereitschaft von bus- und
insbesondere funkbusgesteuerten energieautarken Aktor-Geräten.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Lösung für
die Geräte-Dauerbereitschaft von bus- und insbesondere funkbusgesteuerten energieautarken
Aktor-Geräten unter Vernachlässigung obiger Nachteile zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen zeigen die Figuren
und nehmen die Unteransprüche Bezug.
Ziel ist die Schaffung eines Verfahrens und der Aufbau einer Einrichtung
für die Geräte-Dauerbereitschaft von bus- und insbesondere funkbusgesteuerten
energieautarken Aktor-Geräten, die bei möglichst universellem Einsatz
und vorgesehenem Verwendungszweck mit einem minimalen Aufwand an Mechanik und Teilen
auskommen und mit oben beschriebenen Vorteilen eines solchen Aktors ausgestattet
sind.
Gemäß der vorliegenden Erfindung wird daher vorgeschlagen,
ein neues Kommunikationsmanagement für Aktor-Geräte einzuführen und
die Geräte-Dauerbereitschaft bus- und insbesondere funkbusgesteuerter energieautarker
Aktor-Geräte auf andere angeschlossene Teilnehmer des Bussystems zu verteilen.
Auf Grund des neuen Kommunikationsmanagements entfällt der stromzehrende Unterhalt
der Warteschleife, des Schlaf-Zustands.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstands sind
in den Figuren dargestellt und werden im folgenden näher erläutert.
Es zeigt den systematischen Aufbau und das Zusammenwirken des Kommunikationsmanagements
1 von Sensor und Aktor in allgemeiner Darstellung
2 von Sensor und Aktor in anwendungsorientierter Darstellung
3 von energieautarkem Aktor-Gerät und Zentraleinheit.
Gleiche und gleichwirkende Bestandteile der Ausführungsbeispiele
sind in den Figuren stets mit den gleichen Bezugszeichen bzw. -namen versehen.
1 zeigt in einer Prinzipskizze den Aufbau und die Ablaufsteuerung
einer Sensor-/Aktor-Schnittstellenverbindung. Der Sensor und der Aktor haben –
bezogen auf das Bussystem bzw. das Übertragungssystem – je einen Sender
und Empfänger. Beide Geräte sind mit einer Kommunikationsschnittstelle
zum Übertragungssystem ausgerüstet. Beide Geräte – Sensor
und Aktor – werden elektrisch fremd versorgt.
Es wird angenommen, daß beide Geräte sich in Dauerbereitschaft
befinden. Je nach Aufgabenstellung und Funktion des Sensors – Druck-, Helligkeits-,
Temperaturüberwachung, Feuchte-, Niveauregelung, Alarmierung, etc. –
und Aufbau des Sensors, sendet dieser zyklisch oder nur bei eingestellter differentieller
Änderung Meßsignale (Masterfunktion, Talker) an den Aktor (Slave, Listener).
Dies erfolgt durch Senden eines Übergabe-/Anforderungssignals an den Aktor.
Beim nächsten freien Zeitfenster des Aktors fragt dieser das Signal an der
Schnittstellenverbindung ab. Der Aktor bereitet eine Datenübernahme vor –
schaltet die Wege zum Speicher frei – und signalisiert dies der Sensorschnittstelle
via Fertigmeldesignal. Die Datenübertragung der Meßsignale des Sensors
finden statt.
In einer weiteren Version ist es auch möglich, daß der Aktor
nach Freischalten des Datenflusses den Datentransfer des Sensors überträgt
und übernimmt. Nach erfolgreicher Übernahme durch Prüfung
oder wiederholter Sendung im Fehlerfall sendet der Aktor ein Fertigmeldesignal an
den Sensor und gibt die Schnittstellenverbindung wieder frei. Diese Ablauforganisation
findet bei Bussen statt, bei denen der Master nur Talker sein kann. Zur Durchführung
von Lese-Operationen überträgt der Master (Aktor) eine Leseanforderung
an den Slave (Sensor). Dieser Slave fordert den Bus an, wird Master und schreibt
die gewünschten Daten an den ehemaligen Master, jetzt Slave (Aktor).
Prinzipiell befinden sich beide Geräte in einer Geräte-Dauerbereitschaft,
beide Geräte werden extern elektrisch versorgt; üblicherweise teilt der
Sensor die Änderung seiner Meßwerte durch eine Anforderung dem Aktor mit.
Bild 2 zeigt eine weitere Ausführungsform
der Sensor-/Aktor-Schnittstellenkommunikation nach obigem Wirkschema. Der Sensor
verfügt über einen Sender; der Aktor über eine Sende- und Empfangseinrichtung.
Beide Geräte befinden sich in einer Dauerbereitschaft; beide Geräte werden
extern elektrisch versorgt.
Das vorgestellte Prinzip arbeitet wie folgt. Der Aktor sendet zyklisch
einen kurzen Abfrage-, Sende- oder Synchronisationsimpuls an die Schnittstelleneinrichtung
des Sensor-Geräts zum Zwecke der Synchronisation, d.h. der Aktor signalisiert
die Bereitschaft zur Datenaufnahme (Master, Listener). Der Sensor (Slave, Talker)
erfaßt den Synchronisationsimpuls und leitet daraufhin die Übergabe der
Information – den Datentransfer – innerhalb eines Zeitfensters nach
der Synchronisation an den Aktor ein.
Prinzipiell befinden sich beide Geräte in einer Geräte-Dauerbereitschaft,
beide Geräte werden extern elektrisch versorgt; die Anforderung zum Datentransfer
erfolgt zyklisch vom Aktor ausgehend. Bei zeitlich schnell ablaufenden Vorgängen
erhöht sich entsprechend die Abfragerate. Ist das Übertragungsmedium eine
Funkstrecke muß die Energie über den Aktor bereitgestellt werden.
3 zeigt den systematischen Aufbau und das Zusammenwirken
des Kommunikationsmanagements von bus- und insbesondere funkbusgesteuertem energieautarken
Geräte-Aktor und Zentraleinheit. Die Zentraleinheit besitzt ein dem Übertragungsmedium
angepaßten Sender und Empfänger. Die Zentraleinheit wird elektrisch fremd
versorgt und befindet sich in Geräte-Dauerbereitschaft. Es wird weiterhin vorausgeschickt,
daß die Zentraleinheit von einem angeschlossenen Sensor Meßdaten erhält.
Der Energieverbrauch des energieautarken Aktors ist auf minimalen
Energieverbrauch eingerichtet und kann daher nicht mit einer Warteschleife für
den Schlaf-Zustand ausgestattet sein. Vor allem könnte der Energieaufwand im
Fall des Funkbusbetriebs beim energieautarken Aktor nicht bereitgestellt werden.
Daher wird für den bus- und insbesondere funkbusgesteuerten energieautarken
Geräte-Aktor vorgeschlagen, den Aktor (Master, Listener) dahingehend zu befähigen,
im Fall einer anstehenden Meßwertübertragung selbst einen kurzen Sende-
und Abfrageimpuls zum Empfänger zu senden – hier die Zentraleinheit
(Slave, Talker). Der Sende- und Abfrageimpuls dient der Synchronisation, daß
innerhalb eines Zeitfensters nach der Synchronisation die Übernahme der Information
von der Zentraleinheit stattfindet. Der Datentransfer kann dann wiederum vor und/oder
nach der Sendung durch ein Freigabesignal seitens der Zentraleinheit abgeschlossen
werden.
Eine Ausprägungsform der erfinderischen Neuheit ist dadurch gegeben,
daß die Kommunikationsabläufe – wie sie zuvor von einem Sensor
wahrgenommen werden – hier auf den Aktor übertragen werden. Der Aktor
mit seinen ausführenden Funktionen holt sich seinen nächsten Arbeitsauftrag
von der Zentraleinheit nach Synchronisation; aus der 'Bring'-Funktionalität
wird die 'Hol'-Funktion.
Weiterhin sieht die Erfindung vor, daß für die Sendung eines
Sende- und Abfrageimpulses bzw. die Übertragung eines Meßwerts Konditionen
gestellt werden. Je nach Applikation kann die Abfrage eines Meß- oder Einstellwerts
für den Aktor zeitlich an der Aufgabenstellung ausgerichtet werden. Dem Vorteil
der Energieeinsparung steht ein nur geringer Nachteil an Flexibilität gegenüber,
der jedoch bei zeitlich trägen Abläufen nicht von Bedeutung ist.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Abfragehäufigkeit
und die Abfragedauer – neben dem Anwendungsprofil des Aktors – in
Abhängigkeit des Energiehaushalts des Aktors gestaltet ist.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist das
vorgestellte Verfahren an kein Übertragungssystem gebunden; es kann sowohl
bei bedrahteten Bussystemen – wo die Energieentnahme begrenzt ist –
wie auch bei Funk-Bussystemen oder Lichtleiternetzen – wo aus dem Netz überhaupt
keine Energie zur Verfügung steht – eingesetzt werden.
Die vorgestellte erfinderische Neuheit ist an keine Protokollstruktur
des Übertragungssystems gebunden; die Übertragungszeit sollte minimal
sein.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche;
die zahlreichen Möglichkeiten und Vorteile der Ausgestaltung der Erfindung
spiegeln sich in der Anzahl der Schutzrechtsansprüche wider.