Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Verbinden
jeweiliger Enden von Lichtleitern, insbesondere zur Durchführung eines Spleißvorgangs,
und ein Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung zum Verbinden jeweiliger Enden
von Lichtleitern, insbesondere zum Spleißen von Enden von Lichtleitern.
Ein Spleißgerät, welches meist zum thermischen Verbinden
von Enden von Lichtleitern verwendet wird, weist typischerweise. eine Datenverarbeitungseinrichtung
mit einer Software zur Steuerung eines Spleißvorgangs, eine an die Datenverarbeitungseinrichtung
gekoppelte Bedieneinrichtung mit Bedienelementen wie etwa Tasten zur Eingabe von
Steuerbefehlen für das Spleißgerät und eine an die Datenverarbeitungseinrichtung
gekoppelte Anzeigeeinrichtung, beispielsweise einen Bildschirm auf. Eine grafische
Benutzeroberfläche der Software zur Steuerung des Spleißvorgangs kann
aus einem Hauptmenü und mehreren Untermenüs aufgebaut sein. Mittels der
Bedienelemente kann ein Benutzer zwischen dem Hauptmenü und den Untermenüs
auswählen. In einem der Untermenüs kann beispielsweise mittels der Bedienelemente
eine Konfiguration des Spleißgeräts eingestellt werden, während in
einem anderen Untermenü ein spezielles Spleißprogramm aus verschiedenen
vorgegebenen Spleißprogrammen ausgewählt werden kann, wobei bei Ausführung
der verschiedenen Spleißprogramme der Spleißvorgang mit unterschiedlichen
Parametern erfolgt. Typischerweise wird während eines Spleißvorgangs ein
mittels einer Kamera aufgezeichnetes Bild von Enden von zu verbindenden Lichtleitern
auf der Anzeigeeinrichtung angezeigt. Zudem kann mittels eines der Untermenüs
ausgewählt werden, ob eine Anzeige von Information, welche Informationen über
den Status des Spleißvorgangs umfassen, gleichzeitig mit dem aufgezeichneten
Bild der Enden der zu verbindenden Lichtleiter aktiviert oder deaktiviert ist. Im
Falle, dass ein Anzeigen der Statusinformationen aktiviert ist, können Bereiche
des Bilds der Enden der zu verbindenden Lichtleiter von den angezeigten Informationen
verdeckt sein. Zum Auswählen zwischen einer Aktivierung der Anzeige und einer
Deaktivierung der Anzeige der Statusinformationen ist es erforderlich, zwischen
verschiedenen Menüs der Software zur Steuerung des Spleißgeräts solange
zu wechseln, bis das Menü, in dem die Auswahl zwischen der Aktivierung und
der Deaktivierung der Anzeige der Statusinformationen erfolgen kann, erreicht ist.
Dies kann mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden sein.
Es besteht die Anforderung, eine verbesserte Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern und ein verbessertes Verfahren zum Betreiben einer Vorrichtung
zum Verbinden von Lichtleitern bereitzustellen.
Eine Ausführungsform der Erfindung stellt eine Vorrichtung zum
Verbinden jeweiliger Enden von Lichtleitern bereit, wobei die Vorrichtung eine Datenverarbeitungseinrichtung,
eine an die Datenverarbeitungseinrichtung gekoppelte Anzeigeeinrichtung und mindestens
ein an die Datenverarbeitungseinrichtung gekoppeltes Bedienelement zur Auswahl eines
von Aktivierung und Deaktivierung eines Anzeigens von Informationen, welche Informationen
über einen Status eines Spleißvorgangs umfassen, mittels der Anzeigeeinrichtung
umfasst.
Eine andere Ausführungsform der Erfindung stellt ein Verfahren
zum Betreiben einer Vorrichtung zum Verbinden jeweiliger Enden von Lichtleitern
bereit, wobei die Vorrichtung zum Verbinden jeweiliger Enden von Lichtleitern eine
Datenverarbeitungseinrichtung, eine an die Datenverarbeitungseinrichtung gekoppelte
Anzeigeeinrichtung und mindestens ein an die Datenverarbeitungseinrichtung gekoppeltes
Bedienelement umfasst, wobei das Verfahren ein Durchführen eines Spleißvorgangs
zum Verbinden jeweiliger Enden von Lichtleitern, ein Aktivieren des Bedienelements
und dadurch Aktivieren einer Anzeige von Informationen, welche Informationen über
einen Status des Spleißvorgangs umfassen, oder dadurch Deaktivieren einer Anzeige
von Informationen, welche Informationen über den Status des Spleißvorgangs
umfassen, beinhaltet.
Weitere bevorzugte Ausführungsformen sind den Unteransprüchen
zu entnehmen.
Die Erfindung soll anhand von Ausführungsbeispielen mit Hilfe
von Figuren näher erläutert werden. Darin zeigen:
1 eine Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung,
2 eine schematische Darstellung von Elementen einer
Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung,
3 eine Anzeigeeinrichtung und Bedienelemente der Vorrichtung
zum Verbinden von Lichtleitern, wobei auf der Anzeigeeinrichtung ein Bild von Enden
von Lichtleitern angezeigt wird,
4 eine Anzeigeeinrichtung und Bedienelemente der Vorrichtung
zum Verbinden von Lichtleitern, wobei auf der Anzeigeeinrichtung ein Bild von Enden
von Lichtleitern und Informationen über einen Status eines Spleißvorgangs
angezeigt werden.
1 zeigt eine Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern
1 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung. Die Vorrichtung
zum Verbinden von Lichtleitern 1 weist eine abnehmbare
Abdeckung 100 auf, unter der sich Elemente der Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern 1 befinden. Zur Bedienung der Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern 1 ist eine Bedieneinrichtung 3 mit Bedienelementen
6, die als Tasten ausgebildet sind, vorgesehen. Die Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern 1 weist ferner eine Anzeigeeinrichtung 2 auf,
auf der eine graphische Benutzeroberfläche einer Software zur Steuerung des
Spleißvorgangs angezeigt werden kann. Zum Schutz der Bedienelemente
6 und der Anzeigeeinrichtung 2 ist eine Klappe 200 vorgesehen,
die im Falle, dass die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 nicht
betrieben wird, beispielsweise bei einem Transport der Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern 1, heruntergeklappt werden kann und die Bedienelemente
6 und die Anzeigeeinrichtung 2 vor Beschädigungen schützt.
üblicherweise wird nach dem Verspleißen von Enden von Lichtleitern die
Verbindungs- bzw. Spleißstelle vor mechanischer Beschädigung geschützt.
Dazu wird beispielsweise ein Schrumpfschlauch über die Enden der Lichtleiter
und insbesondere über die Spleißstelle gezogen und anschließend erwärmt,
wodurch sich der Schrumpfschlauch eng an die Spleißstelle anschmiegt und somit
die Position des Schrumpfschlauchs fixiert ist. Zur Erwärmung des Schrumpfschlauchs
umfasst die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 einen Schrumpfofen
300.
2 zeigt eine schematische Darstellung von Elementen
einer Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 4 gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung. Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern
1 ist insbesondere dazu vorgesehen, ein Ende 5a eines ersten Lichtleiters
4a und ein Ende 5b eines zweiten Lichtleiters 4b miteinander
mittels eines Spleißprozesses zu verbinden. Bei dem Spleißprozess werden
die jeweiligen Enden 5a, 5b des ersten Lichtleiters
4a und des zweiten Lichtleiters 4b mittels Erzeugung einer elektrischen
Entladung erhitzt und miteinander in Kontakt gebracht, so dass das Ende
5a des ersten Lichtleiters 4a und das Ende 5b des zweiten
Lichtleiters 4b miteinander verschmelzen. Die Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern 1 kann aber auch dazu ausgestaltet sein, dass jeweilige
Enden 5 einer ersten Vielzahl von Lichtleitern 4 mit jeweiligen
Enden 5 einer zweiten Vielzahl von Lichtleitern 4 verbunden werden
können.
Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 umfasst
eine erste Haltevorrichtung 14a und eine zweite Haltevorrichtung
14b mittels derer jeweilige mittels eines Spleißprozesses zu verbindende
Lichtleiter 4 in einer fixierten Position gehalten werden können.
Die erste 14a und die zweite Haltevorrichtung 14b können
beispielsweise eine oder mehrere V-förmige, sich entlang einer ersten Richtung
Z erstreckende Führungsnuten 15 aufweisen, in die die Lichtleiter
4 eingelegt werden. Die erste 14a und die zweite Haltevorrichtung
14b können jeweils eine oder mehrere, beispielsweise zwölf dieser
Führungsnuten 15 zur Aufnahme mehrerer der Lichtleiter 4
aufweisen. Der erste Lichtleiter 4a wird in einer Führungsnute
15a der ersten Haltevorrichtung 14a und der zweite Lichtleiter
4b in einer Führungsnute 15b der zweiten Haltevorrichtung
14b derart angeordnet, dass das Ende 5a des ersten Lichtleiters
4a sich über die erste Haltevorrichtung 14a hinaus und das
Ende 5b des zweiten Lichtleiters 4b sich über die zweite
Haltevorrichtung 14b hinaus erstreckt und Stirnflächen 31a,
31b der jeweiligen Enden 5a, 5b des ersten Lichtleiters
4a und des zweiten Lichtleiters 4b einander zugewandt sind. Des
Weiteren können die erste 14a und die zweite Haltevorrichtung
14b Klemmvorrichtungen (nicht gezeigt in 2)
aufweisen, mittels derer die in den Führungsnuten 15 angeordneten
Lichtleiter 4 in einer fixierter Position gehalten werden können.
Nach der Fixierung der Lichtleiter 4 mittels der Haltevorrichtungen
14a, 14b kann mittels der Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern
1 ein Spleißvorgang zum Verbinden der jeweiligen Enden 5
der Lichtleiter 4 durchgeführt werden. Ein Spleißvorgang umfasst
typischerweise die Schritte eines Reinigens der Enden 5 der Lichtleiter
4, eines Positionierens der Enden 5 der Lichtleiter
4, einer Analyse der Qualität der Enden 5 der Lichtleiter
4, eines Verbindens der Enden 5 der Lichtleiter 4 und
eine Beurteilung des Spleißergebnisses.
Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 ist dazu
ausgestaltet, dass die einzelnen Schritte des Spleißvorgangs mittels einer
Software zur Steuerung des Spleißvorgangs entweder manuell oder automatisch
ausgeführt werden können. Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern
1 umfasst eine Datenverarbeitungseinrichtung 9, die bevorzugt
ein Speichermedium zum Speichern von Daten und von Anwendungssoftware, insbesondere
der Software zur Steuerung eines Spleißvorgangs und zum Abrufen der Anwendungssoftware
und der Daten umfasst. Die Datenverarbeitungseinrichtung 9 weist bevorzugt
die Funktionalität eines Personal-Computers auf und kann beispielsweise mit
einem gewöhnlichen Betriebssystem, wie etwa Windows XP®, betrieben
werden.
An die Datenverarbeitungseinrichtung 9 ist eine Anzeigeeinrichtung
2 angekoppelt. Die Anzeigeeinrichtung 2 ist bevorzugt dazu ausgestaltet,
eine grafische Benutzeroberfläche der Anwendungssoftware und die Daten anzuzeigen.
Die Anzeigeeinrichtung 2 ist bevorzugt als LCD-Bildschirm oder als TFT-Bildschirm
ausgestaltet, kann aber auch als Sensorbildschirm (touch-screen) ausgestaltet sein,
bei dem bei Berühren eines vorbestimmten Bereichs des Bildschirms mittels der
Datenverarbeitungseinrichtung 9 eine Eingabe detektiert wird und ein Schaltvorgang
ausgeführt wird. Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1
weist ferner eine an die Datenverarbeitungseinrichtung 9 gekoppelte Bedieneinrichtung
3 mit mehreren Bedienelementen 6 auf, die beispielsweise als Tasten
ausgebildet sein können. Die Bedieneinrichtung 3 ist seitlich neben
der Anzeigeeinrichtung 2 auf der Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern
1 vorgesehen.
Mittels der Taste 6f wird die Vorrichtung zum Verbinden von
Lichtleitern 1 eingeschaltet. Auf der Anzeigeeinrichtung 2 wird
nach dem Einschalten der Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 zunächst
ein Hauptmenü angezeigt, das eine Liste von unterschiedlichen Untermenüs
umfasst. Mittels den Tasten 6d, 6e, 6b und
6c kann zwischen dem Hauptmenü und den verschiedenen Untermenüs
gewechselt werden. Die Tasten 6e und 6d dienen dabei dazu, ein
Untermenü der Liste anzuwählen. Mittels der Taste 6b kann in
das angewählte Untermenü gewechselt werden, während mittels der Taste
6c in das jeweilige übergeordnete Menü gewechselt werden kann.
Das Hauptmenü umfasst ein Untermenü zur Auswahl von speziellen Spleißprogrammen,
bei denen der Spleißvorgang gemäß in weiteren Untermenüs einstellbaren
Spleißparametern erfolgt, ein Untermenü zur Ansteuerung des Schrumpfofens,
ein Untermenü zum Verändern von Einstellungen der Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern 1 und ein Untermenü zur Wartung der Vorrichtung zum
Verbinden von Lichtleitern 1.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Bedienelement
6a der Bedienelemente 6 dazu vorgesehen, um während des Spleißvorgangs
eines von Aktivierung und Deaktivierung eines Anzeigens von Informationen, die Informationen
über den Status des Spleißvorgangs umfassen, mittels der Anzeigeeinrichtung
2 auszuwählen. Ist beispielsweise eine Anzeige der Informationen,
die Informationen über den Status des Spleißvorgangs umfassen, aktiviert,
so wird nach Betätigung der Taste 6a die Anzeige der Informationen,
die Informationen über den Status des Spleißvorgangs umfassen deaktiviert.
Ist die Anzeigeeinrichtung 2 als Sensorbildschirm ausgebildet,
so kann ein Bedienelement 50 in den Sensorbildschirm integriert sein, um
während des Spleißvorgangs durch Drücken des Bedienelements
50 eines von Aktivierung und Deaktivierung eines Anzeigens von Informationen,
die Informationen über den Status des Spleißvorgangs umfassen, mittels
der Anzeigeeinrichtung 2 auszuwählen.
Somit ist es mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Verbinden
von Lichtleitern 1 möglich, schnell zwischen einer Aktivierung und
einer Deaktivierung der Anzeige von Informationen, die Informationen über den
Status des Spleißvorgang umfassen, auszuwählen.
Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 kann mit
einer mobilen Stromversorgung wie etwa einer Batterie oder einem Akku betrieben
werden. In diesem Fall umfassen die Informationen über den Status des Spleißvorgangs
eine Information über den Ladezustand der Batterie oder des Akkus.
Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 weist eine
an die Datenverarbeitungseinrichtung 9 gekoppelte Vorrichtung
7, 8 zum Aufzeichnen von Bildern auf. Mittels der Vorrichtung
7, 8 zum Aufzeichnen von Bildern können insbesondere Bilder
der Enden 5 der Lichtleiter 4 aufgezeichnet werden, um bei einer
Positionierung der Lichtleiter 4 behilflich zu sein, bevor sie mittels
des Spleißprozesses miteinander verbunden werden.
Die Vorrichtung zum Aufzeichnen 7, 8 der Bilder
umfasst eine erste Kamera 7 und eine zweite Kamera 8. Des Weiteren
kann die Vorrichtung zum Aufzeichnen 7, 8 der Bilder eine erste
Lichtquelle 11 und eine zweite Lichtquelle 12 zur Beleuchtung
der Lichtleiter 4 aufweisen, wobei die erste Lichtquelle 11 und
die zweite Lichtquelle 12 eine lichtemittierende Diode umfassen können.
Mittels der ersten Kamera 7 wird mindestens ein erstes Bild aus einer ersten
Blickrichtung aufgezeichnet und mittels der zweiten Kamera 8 wird mindestens
ein zweites Bild aus einer zweiten Blickrichtung aufgezeichnet.
Während des Spleißvorgangs werden das mindestens eine erste
Bild und/oder das mindestens eine zweite Bild durch die Anzeigeeinrichtung
2 angezeigt. Ist die Anzeige der Informationen über den Status des
Spleißvorgangs aktiviert, so kann die Anzeige der Informationen über den
Status des Spleißvorgangs auf der Anzeigeeinrichtung 2 die Anzeige
des mindestens einen ersten Bildes und/oder des mindestens einen zweiten Bildes
zumindest teilweise verdecken.
Umfasst das mindestens eine erste Bild und/oder das mindestens eine
zweite Bild ein Bild mindestens eines Teilabschnitts eines Lichtleiters
4, so kann im Falle, dass die Anzeige der Informationen über den Status
des Spleißvorgangs auf der Anzeigeeinrichtung 2 die Anzeige aktiviert
ist, die Anzeige der Informationen über den Status des Spleißvorgangs
das Bild des mindestens einen Teilabschnitts des Lichtleiters 4 zumindest
teilweise überdecken.
Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 umfasst
Mittel zur Bildverarbeitung des aus der ersten Blickrichtung aufgezeichneten mindestens
einen ersten Bildes und des aus der zweiten Blickrichtung aufgezeichneten mindestens
einen zweiten Bildes. Werden die Enden 5 der Lichtleiter 4 von
der ersten Kamera 7 und der zweiten Kamera 8 aufgezeichnet, d.
h.
- das mindestens eine erste Bild und das mindestens eine zweite Bild
umfasst ein Bild der Enden 5 der Lichtleiter 4, so kann mittels
der Mittel zur Bildverarbeitung die dreidimensionale Lage der Enden 5 der
Lichtleiter 4 bestimmt werden.
Mittels einer Antriebseinrichtung 20, die beispielsweise
Motoren oder Antriebe umfasst und an die Datenverarbeitungseinrichtung
9 gekoppelt ist, kann die Position mindestens einer der ersten Haltevorrichtung
14a und der zweiten Haltevorrichtung 14b und damit die Position
mindestens eines der in den Führungsnuten 15a, 15b der ersten
14a und der zweiten Haltevorrichtungen 14b fixierten Lichtleiter
4a, 4b verändert werden.
Werden nach dem Einlegen der Lichtleiter 4a, 4b
in den Führungsnuten 15a, 15b der Haltevorrichtungen
14a, 14b die Lichtleiter 4a, 4b nicht von den
Kameras 7, 8 erfasst, d. h. dass mindestens eines des mindestens
einen ersten Bildes und des mindestens einen zweiten Bildes kein Bild mindestens
eines Abschnitts eines der Lichtleiter 4a, 4b umfasst, so wird
dies durch eine Analyse des mindestens einen ersten Bildes und des mindestens einen
zweiten Bildes mittels der Mittel zur Bildverarbeitung erkannt und die Position
der Haltevorrichtungen 14a, 14b solange verändert, bis die
Enden 5a, 5b der Lichtleiter 4a, 4b von den
Kameras 7, 8 erfasst werden. Während der Veränderung
der Position der Haltevorrichtungen 14a, 14b umfassen die Informationen
über den Status des Spleißvorgangs eine Information, dass ein Lichtleiter
4 gesucht werden.
Bei dem Schritt des Positionierens der Enden 5 der Lichtleiter
4 werden die Lichtleiter 4 so positioniert, dass Stirnflächen
30 der Enden 5a, 5b des ersten 4a und des zweiten
Lichtleiters 4b einen vorbestimmten Abstand entlang der ersten Richtung
Z aufweisen. Beispielsweise kann die Antriebseinrichtung 20 so ausgestaltet
sein, dass die zweite Haltevorrichtung 14b und somit der in der zweiten
Haltevorrichtung 14b fixierte zweite Lichtleiter 4b entlang der
ersten Richtung Z bewegt werden kann. Die Antriebseinrichtung 20 kann aber
auch so ausgestaltet sein, dass die zweite Haltevorrichtung 14b entlang
einer zweiten Richtung X und entlang einer dritten Richtung Y bewegt werden kann.
Ebenso kann die Antriebseinrichtung 20 so ausgestaltet sein, dass sie die
erste Haltevorrichtung entlang der ersten Richtung Z und/oder der zweiten Richtung
X und/oder der dritten Richtung Y bewegen kann. Während des Schritts des Positionierens
umfassen die Informationen zum Status des Spleißvorgangs eine Information,
dass das Ende 5 mindestens eines der Lichtleiter 4 positioniert
wird.
Die Positionierung der Lichtleiter 4 kann unter Verwendung
der Mittel zur Bildverarbeitung erfolgen, wobei eine Auswertung des mindestens einen
ersten Bildes und des mindestens einen zweiten Bildes durchgeführt wird. Außerdem
kann durch die Mittel zur Bildverarbeitung die Qualität der Enden
5 der Lichtleiter 4 bestimmt werden. Dabei kann beispielsweise
der Bruchwinkel eines Endes 5 eines Lichtleiters 4 bestimmt werden.
Der Bruchwinkel des Endes 5 des Lichtleiters 4 gibt den Winkel
an, den eine Stirnfläche 31 des Endes 5 des Lichtleiters
bezüglich der Längsachse des Lichtleiters 4 aufweist. Die Informationen
über den Status des Spleißvorgangs umfassen in diesem Fall eine Information
über diesen Winkel. Ferner kann durch die Mittel der Bildverarbeitung erkannt
werden, dass die Enden 5 der Lichtleiter 4 verschmutzt oder mechanisch
beschädigt sind.
Wird mittels der Mittel zur Bildverarbeitung festgestellt, dass mindestens
eines der Enden 5 der Lichtleiter 4 verschmutzt ist, so umfassen
die Informationen über den Status des Spleißvorgangs eine Information,
dass ein Lichtleiter verschmutzt ist.
Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 kann ferner
eine Anordnung zur Messung einer Transmission (nicht gezeigt in 1)
umfassen, mittels derer Licht lokal in einen der in der ersten Halterichtung
14a fixierten Lichtleiter 4a eingekoppelt wird, so dass es am
Ende 5a des einen Lichtleiters 4a austritt, am Ende
5b eines anderen, in der zweiten Haltevorrichtung 14b fixierten
Lichtleiters 4b eintritt und aus dem anderen Lichtleiter 4b ausgekoppelt
wird und auf einen Detektor auftrifft. Mit der Anordnung zur Messung einer Transmission
kann ein transmittierter Anteil der eingekoppelten Lichts, der durch das Verhältnis
der Intensität des am Detektor detektierten Lichts und der Intensität
des eingekoppelten Lichts gegeben ist, bestimmt werden.
Die Positionierung der Lichtleiter 4 kann unter Verwendung
der Anordnung zur Messung einer Transmission erfolgen, wobei ein Maximalwert des
transmittierten Lichts die für den Spleißprozess optimale Lage der Lichtleiter
4 zueinander bestimmt. Wird die Positionierung der Lichtleiter
4 anhand der Messung der Transmission durchgeführt, so umfassen die
Informationen über den Status des Spleißvorgangs während der Positionierung
der Lichtleiter 4 eine Information über den transmittierten Anteil
des eingekoppelten Lichts.
Die Vorrichtung zum Verbinden von Lichtleitern 1 weist eine
erste Elektrode 12 und eine zweite Elektrode 13 auf. Zur Reinigung
der Enden 5 der Lichtleiter 4 wird mittels der Datenverarbeitungseinrichtung
9 zwischen der ersten Elektrode 12 und der zweiten Elektrode
13 eine Spannung angelegt, wodurch ein Lichtbogen erzeugt wird und die
Enden 5 der Lichtleiter erhitzt werden. Während der Reinigung der
Enden 5 der Lichtleiter 4 umfassen die Informationen über
den Status des Spleißvorgangs eine Information, dass jeweilige Enden
5 der Lichtleiter 4 gereinigt werden.
Nach der Positionierung der Lichtleiter 4 werden die Enden
5 der Lichtleiter 4 mittels eines Spleißprozesses miteinander
verbunden. Bei dem Spleißprozess wird zwischen der ersten Elektrode
12 und der zweiten Elektrode 13 eine Spannung angelegt und somit
ein Lichtbogen erzeugt, wodurch die Enden 5 der Lichtleiter 4
erhitzt werden. Gleichzeitig werden die Enden 5 der Lichtleiter
4 mittels der Antriebseinrichtung 20 entlang der Z Richtung aufeinander
zu bewegt, so dass die jeweiligen Enden 5 der Lichtleiter 4 miteinander
verschmelzen.
Die Dauer des Anlegens der Spannung zwischen der ersten Elektrode
12 und der zweiten Elektrode 13 kann anhand einer Messung mittels
der Anordnung zur Messung einer Transmission bestimmt werden. Dabei wird die Spannung
abgeschaltet, sobald ein maximaler Wert der Transmission erreicht ist. Während
des Spleißprozesses umfassen die Informationen über den Status des Spleißvorgangs
eine Information, dass die Enden der Lichtleiter verbunden werden, eine Information
über einen Stromfluss zwischen der ersten Elektrode 12 und der zweiten
Elektrode 13 sowie eine Information über den transmittierten Anteil
des eingekoppelten Lichts.
Nach dem Verbinden der Enden 5 der Lichtleiter
4 kann eine Beurteilung des Spleißprozesses erfolgen. Beispielsweise
kann mittels der Antriebseinrichtung 20 eine Zugprüfung durchgeführt
werden, bei der festgestellt wird, ob die Spleißstelle einer festgelegten Zugbelastung
standhält. Während der Zugprüfung umfassen die Informationen über
den Status des Spleißvorgangs eine Information, dass eine Zugprüfung durchgeführt
wird.
Erfolgt der Spleißvorgang automatisch, beispielsweise durch Auswahl
und Start eines speziellen Spleißprogramms der Software zur Steuerung des Spleißvorgangs,
so umfassen die Information über den Status des Spleißvorgangs eine Information
über einen eingestellten Spleißparametersatz.
3 zeigt die Anzeigeeinrichtung 2 und die Bedieneinrichtung
3 mit den Bedienelementen 6 aus 2,
wobei die Anzeigeeinrichtung 2 als Bildschirm ausgebildet ist. Der Bildschirm
kann als TFT-Bildschirm oder als LCD-Bildschirm ausgebildet sein und ist insbesondere
zur Darstellung von hoch auflösenden Grafiken vorgesehen. Auf der Anzeigeeinrichtung
2erfolgt eine Anzeige des mittels einer der Kameras 7,
8 aufgezeichneten Bildes von Enden 5 der Lichtleiter
4 während eines Spleißvorgangs bei dem eine Analyse der Lichtleiter
erfolgt, wobei insbesondere das Bild der Enden 5 von Lichtleitern
21, 22 in einem unteren Bereich der Anzeigeeinrichtung
2 und das Bild der Enden 5 von Lichtleitern 23,
24 in einem oberen Bereich der Anzeigeeinrichtung 2 angezeigt
werden. Aus 3 ist ersichtlich, dass der Lichtleiter
25 eine Verschmutzung 30 aufweist.
Mittels Betätigung des Bedienelements 6a, das als Taste
ausgebildet ist, beispielsweise durch Drücken der Taste 6a durch einen
Benutzer, kann eine Anzeige von Information über den Status des Spleißvorgangs
auf der Anzeigeeinrichtung 2 aktiviert werden.
Ist die Anzeigeeinrichtung 2 als Sensorbildschirm ausgebildet,
in dem ein Bedienelement 50 (nicht gezeigt in 3)
integriert ist, so kann durch Drücken des Bedienelements 50 durch
einen Benutzer eine Anzeige von Information über den Status des Spleißvorgangs
auf der Anzeigeeinrichtung 2 aktiviert werden.
4 zeigt die Anzeigeeinrichtung 2 und die Bedieneinrichtung
3 mit den Bedienelementen 6 aus 3,
nachdem das Anzeigen von Informationen über den Spleißvorgang mittels
Aktivieren des Bedienelements 6a oder des Bedienelements 50 (nicht
gezeigt in 4) aktiviert wurde. In dem oberen Bereich
der Anzeigeeinrichtung 2 wird die Information "Lichtleiter Analysieren"
über den Status des Spleißvorgangs angezeigt, wobei die Information das
Bild der aufgezeichneten Enden der in 3 dargestellten
Lichtleiter 23, 24 verdeckt. Bei der Analyse der Lichtleiter
4 wird mittels der Mittel zur Bildverarbeitung festgestellt, dass der Lichtleiter
25 eine Verschmutzung 30 aufweist. Die Informationen über
den Status des Spleißvorgangs umfassen daher die Information, dass ein Lichtleiter
verschmutzt ist. Diese Information wird in dem unteren Bereich der Anzeigeeinrichtung
2 angezeigt und verdeckt das aufgezeichnete Bild der Enden der Lichtleiter
21 und 22, das in 3 angezeigt wird.