Bei einem Verfahren zur Erzeugung eines Bildes einer Schicht eines Objekts (4) mittels einer Weitfeldoptik (5) auf einem ortsauflösenden Detektor (6), wird das Objekt (4) in wenigstens einer Objektebene (3) mit wenigstens zwei binären Beleuchtungsmustern (26, 27; 33, 34) fokussiert beleuchtet und für jedes der Beleuchtungsmuster (26, 27; 33, 34) werden entsprechende Bilder erfaßt, wobei die Beleuchtungsmuster (26, 27; 33, 34) jeweils Dunkelbereiche (27; 34) und Hellbereiche (26; 33) aufweisen, von denen die Hellbereiche und/oder die Dunkelbereiche bei Überlagerung der Beleuchtungsmuster (26, 27; 33, 34) das Objekt (4) vollständig überdecken. Aus den erfaßten Bildern wird ein Schichtbild ermittelt, das Teilsegmente umfaßt, die jeweils einen Teilbereich des Objekts (4) wiedergeben, der so innerhalb eines Hellbereichs eines der verwendeten Beleuchtungsmuster liegt, daß dessen Ränder von den Rändern des Hellbereichs um wenigstens einen vorgegebenen Mindestabstand beabstandet sind und die jeweils unter wenigstens teilweiser Falschlichtkorrektur unter Verwendung von wenigstens zwei Bildern ermittelt sind, die bei jeweils verschiedenen Beleuchtungsmustern erfaßt wurden, in denen der dem jeweiligen Teilsegment entsprechende Teilbereich ganz innerhalb eines Hellbereichs eines ersten der verschiedenen Beleuchtungsmuster bzw. ganz innerhalb eines Dunkelbereichs eines zweiten der verschiedenen Beleuchtungsmuster liegt.
Beschreibung[de]
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Erzeugung eines Bildes
einer dünnen Schicht eines Objekts, insbesondere mittels einer Weitfeldoptik,
sowie eine entsprechende Vorrichtung.
Biologische Proben oder Materialien werden häufig mikroskopisch
untersucht. Insbesondere können entsprechende Objekte zur Erkennung von Strukturen
mit Weitfeldoptiken untersucht werden, die das Objekt bzw. eine dünne Schicht,
idealerweise eine Ebene, des Objekts auf einen ortsauflösenden Detektor abbilden.
Solche abbildenden Untersuchung kann beispielsweise mit normaler Mikroskopie oder
Fluoreszenzmikroskopie erfolgen. Die dünne Schicht kann beispielsweise eine
fluoreszierende Schicht auf einem Träger wie ein Objektträger oder der
Boden einer Titerplatte sein, die immobilisierte Zellen, Gewebeschnitte oder DNA-Felder,
vorzugsweise angeordnet in "Microarrays" enthält.
Zur Untersuchung insbesondere biologischer Objekte wird jedoch häufig
auch die quantitative Fluoreszenzmikroskopie eingesetzt. Das Ziel der quantitativen
Fluoreszenzmikroskopie besteht in der Regel darin, durch Bestrahlung einer Probe,
insbesondere einer dünnen Schicht gegebener Dicke, Fluoreszenzstrahlung anzuregen,
deren Intensität von der zu messenden Konzentration von fluoreszierenden Stoffen
in der Probe abhängt. Durch Messung der Intensität der Fluoreszenzstrahlung
ist ein Rückschluß auf die Konzentration der fluoreszierenden Stoffe möglich.
Daher kommt es dann weniger auf extreme Bildschärfe als auf eine sehr zuverlässige
Erfassung der nur von der dünnen Schicht ausgehenden Strahlung an. Es werden
daher häufig statt hochauflösender Mikroskope sogenannte ortsauflösende
Fluoreszenzreader verwendet, die als für die quantitative Fluoreszenzmikroskopie
optimierte Mikroskope angesehen werden können. Bei den Objekten bzw. Proben
kann es sich insbesondere um Biochips handeln, welche auf photolithographischem
Wege oder mittels eines Spotters hergestellt wurden.
Um möglichst genaue Meßwerte für die Intensität
der in der dünnen Schicht erzeugten Fluoreszenzstrahlung zu erhalten, müssen
zwei Bedingungen beachtet werden. Zum einen soll die Fluoreszenzstrahlung aus der
dünnen Schicht möglichst umfassend und quantitativ genau erfaßt werden.
Zum anderen soll Strahlung, insbesondere Fluoreszenzstrahlung, die nicht aus der
dünnen Schicht stammt, möglichst gut unterdrückt werden, d.h. es
soll eine guten Tiefenselektion erreicht werden, bei der möglichst nur Strahlung
in einer Schicht um die Fokusebene erfaßt wird. Diese zu unterdrückende
optische Strahlung wird, obwohl sie nicht unbedingt im sichtbaren Bereich des optischen
Spektrums zu liegen braucht, im Folgenden auch als Falschlicht bezeichnet.
Als Quellen für das Falschlicht kommen wenigstens die folgenden
Quellen in Betracht. Falschlicht entsteht beispielsweise durch Reflexionen und durch
Streulicht an Oberflächen, in Gläsern, z.B. aufgrund von Lufteinschlüssen,
durch Eigenfluoreszenz der verwendeten Gläser, an Fassungen oder bei Fluoreszenzmessungen
durch nicht unterdrücktes Anregungslicht. Weiterhin kann Falschlicht auch aus
Bereichen des Objektes oder der Probe kommen, die außerhalb der vorzugsweise
in der dünnen Schicht liegenden Fokusebene liegen, beispielsweise von fluoreszierenden
Kontaminationen auf der Rückseite eines Objektträgers oder aus einer an
die dünne Schicht angrenzenden Nachbarschicht mit einer fluoreszierenden Flüssigkeit.
Falschlicht kann jedoch auch die Abbildung des Objektes negativ beeinträchtigen,
da es den Kontrast der detektierten Intensitätsverteilung verringert oder verfälscht.
Eine Möglichkeit zur Vermeidung von Falschlicht liegt in der
Verwendung von konfokalen Laserscannern. Bei einem konfokalen Laserscanner wird
stets nur eine kleine Fläche der Probe von wenigen &mgr;m2 beleuchtet
und zudem bei der Detektion nur diese kleine Fläche betrachtet. Wird dies mit
Hilfe einer gut angepaßten Lochblende konsequent durchgeführt, so wird
Falschlicht von vornherein unterdrückt. Laserscanner weisen jedoch gegenüber
Mikroskopen mit Weitfeldoptik eine Reihe von Nachteilen auf. Beispielsweise kann
bei Fluoreszenzmikroskopie Anregungssättigung und ein starkes Ausbleichen von
Fluorophoren auf Grund der hohen Strahlungsintensität im Fokus auftreten. Ferner
gibt es deutliche Einschränkungen bei der Wahl der Wellenlänge. Viele
bewegliche Komponenten, ein hoher Justieraufwand sowie eine geringe Quanteneffizienz
des Detektors, in der Regel ein Photomultiplier, sind weitere Nachteile.
Zur Vermeidung dieser Nachteile sind Verfahren vorgeschlagen, bei
den Bilder unter verschiedenen Beleuchtungsmustern erfaßt werden und aus den
erfaßten Bildern ein Bild der dünnen Schicht berechnet wird.
So ist in EP 972220 B1
ein Verfahren beschrieben, bei dem drei Bilder des Objekts mit der dünnen Schicht
erfaßt werden, die bei auf die dünnen Schicht fokussierter Beleuchtung
mit räumlich sinusförmigen, jeweils um eine Drittelperiode gegeneinander
verschobenen Intensitätsprofilen erfaßt werden. Aus den erfaßten
Bildern wird ein Bild der dünnen Schicht errechnet.
In der DE 199 30 816 A1
sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Tiefenselektion von Mikroskopbildern
beschrieben, bei denen ein eindimensional periodisches Gitter, z.B. ein Streifengitter,
zur Beleuchtung verwendet wird. Dabei werden mindestens n (n > 2) CCD- Kameraaufnahmen
gemacht, wobei die Struktur der Beleuchtung um jeweils 1/n der Gitterkonstanten
verschoben wird. Aus den mindestens drei Aufnahmen wird anschließend ein konfokaler
Schnitt der Probe berechnet. Dieses Verfahren ist anfällig für Artefakte,
wenn das Gitter keine sinusförmige Beleuchtungsintensität auf der Probe
erzeugt.
Die WO 98/45745 A1
(DE 698 02 514 T2) beschreibt ein
Abbildungssystem und -verfahren für Mikroskope, bei denen eine strukturierte
Beleuchtung mittels Überlagerung zweier kohärenter Lichtstrahlen vorgesehen
ist. Das Verfahren verfolgt ebenso wie das oben beschriebene Verfahren gemäß
der DE 199 30 816 A1 hauptsächlich
das Ziel, optische Schnitte in verschiedenen Objektebenen analog einem Laser-Scanning-Mikroskop
zu generieren.
Beide Verfahren verfolgen das Ziel, eine Tiefenauflösung von
dicken Proben zu erhalten. Sie dienen dazu, mit einer Weitfeldoptik konfokale Schnitte
einer im Vergleich zur Tiefenschärfe dicken Probe oder eines Objektes zu erhalten.
In beiden Fällen ist der Rechenaufwand relativ groß, weil trigonometrische
Gleichungen gelöst werden müssen.
In der unveröffentlichten deutschen
Patentanmeldung P 103 30 716.8 ist eine Vorrichtung zur Durchführung
eines Verfahrens zur Eliminierung von Falschlicht bei der Abbildung von heterogenen,
leuchtenden oder beleuchteten flächenhaften Objekten beschrieben. Diese umfaßt
eine Strahlungsquelle mit nachgeordneter, die Strahlung homogenisierender Beleuchtungsoptik
zur homogenen Ausleuchtung einer nachgeordneten Feldblendenebene, in welcher eine
strukturierte Feldblende zur Erzeugung einer dem Objekt oder der Probe überlagerten
Beleuchtungsstruktur angeordnet ist. Diese Beleuchtungsstruktur wird durch erste
optische Mittel auf die Probe abgebildet, wobei diese ersten optischen Mittel einen
Beleuchtungstubus, gegebenenfalls einen Farbteiler, und ein Objektiv umfassen können.
Es sind ferner zweite optische Mittel zur Abbildung der Probe zusammen mit der überlagerten
Beleuchtungsstruktur auf einen ortsauflösenden Detektor, insbesondere für
optische Strahlung, vorgesehen. Die Anordnung enthält ferner Einstellmittel,
mit denen die Beleuchtungsstruktur in der Objektebene auf dem Objekt oder der Probe
definiert positionierbar ist. Der Detektor ist mit einer Auswerteeinrichtung zur
Ermittlung und Eliminierung des Falschlichtes verbunden. Es wird eine strukturierte
Hellfeldbeleuchtung mit wenigstens zwei verschiedenen Beleuchtungsmustern verwendet,
bei der sich dunkle Bereiche nicht überschneiden. Aus entsprechenden Bildern
kann dann ein Dunkelbild und ein Hellbild ermittelt werden. Durch Subtraktion des
Dunkelbildes von dem Hellbild kann ein resultierendes Bild erhalten werden.
Die bei dieser Vorrichtung vorgesehene strukturierte Hellfeldbeleuchtung,
bei welcher die Objektbeleuchtung und die Abbildung des Objektes zusammen mit der
aufbelichteten Feldblendenstruktur durch ein einziges Objektiv erfolgen, kann das
Anregungslicht im Objektiv das Auftreten von Falschlicht, insbesondere durch Eigenfluoreszenz
der verwendeten Gläser, hervorrufen. Weiterhin wird die Rückseite eines
Objekts, z.B. eines Biochips, mit nahezu der gleichen Anregungsintensität bestrahlt
wie die Fokusebene. Daher kann auch die durch die Kontamination der Rückseite
bedingte Fluoreszenzintensität entsprechend hoch sein und zu Meßfehlern
Anlaß geben. Es wurde daher vorgeschlagen, bei einem zweiten Verfahren zur
Vermeidung dieser Nachteile statt der Hellfeldbeleuchtung eine strukturierte Dunkelfeldbeleuchtung
zu verwenden.
Bei beiden Verfahren ist es notwendig, eine Interpolation zwischen
nicht beleuchteten Bereichen durchzuführen, um ein vollständiges Dunkel-
bzw. Falschlichtbild zu erhalten.
Alle genannten Verfahren zeigen jedoch für die quantitative Fluoreszenzmikroskopie
den Nachteil, daß die Genauigkeit der Messung der Konzentration von fluoreszierendem
Material in der dünnen Schicht noch verbesserungsfähig ist, obwohl eine
Tiefenselektion erreicht werden kann und Falschlicht aus an die dünne Schicht
angrenzenden Bereichen wenigstens teilweise unterdrückt werden kann.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur Erzeugung eines Bildes einer, insbesondere auch dünnen, Schicht eines Objekts
zu schaffen, das gleichzeitig eine gute Tiefenselektion und eine hohe quantitative
Genauigkeit bei Fluoreszenzmessungen erlaubt, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung
des Verfahrens bereitzustellen.
Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zur Erzeugung eines
Bildes einer Schicht eines Objekts mittels einer Weitfeldoptik auf einem ortsauflösenden
Detektor, bei dem das Objekt in wenigstens einer Objektebene mit wenigstens zwei
binären Beleuchtungsmustern fokussiert beleuchtet wird und für jedes der
Beleuchtungsmuster entsprechende Bilder erfaßt werden, wobei die Beleuchtungsmuster
jeweils Dunkelbereiche und Hellbereiche aufweisen, von denen die Hellbereiche und/oder
die Dunkelbereiche bei Überlagerung der Beleuchtungsmuster das Objekt vollständig
überdecken, und aus den erfaßten Bildern ein Schichtbild ermittelt wird,
das Teilsegmente umfaßt, die jeweils einen Teilbereich des Objekts wiedergeben,
der so innerhalb eines Hellbereichs wenigstens eines der verwendeten Beleuchtungsmuster
liegt, daß dessen Ränder von den Rändern des Hellbereichs
um wenigstens einen vorgegebenen Mindestabstand beabstandet sind, und die jeweils
unter wenigstens teilweiser Falschlichtkorrektur unter Verwendung von wenigstens
zwei Bildern ermittelt sind, die bei jeweils verschiedenen Beleuchtungsmustern erfaßt
wurden, in denen der dem jeweiligen Teilsegment entsprechende Teilbereich ganz innerhalb
eines Hellbereichs eines ersten der verschiedenen Beleuchtungsmuster bzw. ganz innerhalb
eines Dunkelbereichs eines zweiten der verschiedenen Beleuchtungsmuster liegt.
Die Aufgabe wird weiter gelöst durch eine Vorrichtung zur Erzeugung
eines Bildes einer Schicht eines Objekts, mit einer Beleuchtungseinrichtung zur
fokussierten Beleuchtung des Objekts in einer Objektebene, einer Einrichtung zur
Erzeugung wenigstens zweier vorgegebener Beleuchtungsmuster zur Beleuchtung des
Objekts in der Objektebene mit einem im Strahlengang nach der Beleuchtungseinrichtung
angeordneten als strukturierte Blende wirkenden Element, wobei die Beleuchtungsmuster
jeweils Dunkelbereiche und Hellbereiche aufweisen, von denen die Hellbereiche und/oder
die Dunkelbereiche bei Überlagerung der Beleuchtungsmuster das Objekt vollständig
überdecken, einer, vorzugsweise als Weitfeldoptik, ausgebildeten Abbildungsoptik
zur Abbildung der Objektebene auf eine Bildebene, einem in der Bildebene angeordneten
ortsauflösenden Detektor zur Detektion der von dem Objekt ausgehenden optischen
Strahlung, und einer Auswerteeinrichtung zur Auswertung von Detektionssignalen des
Detektors, die dazu ausgebildet ist, auf der Basis der Detektionssignale Bilder
zu erfassen und die der Bilderfassung folgenden Schritte des erfindungsgemäßen
Verfahrens auszuführen und insbesondere aus den erfaßten Bildern ein Schichtbild
zu ermitteln, das Teilsegmente umfaßt, die jeweils einen Teilbereich des Objekts
wiedergeben, der so innerhalb eines Hellbereichs wenigstens eines der verwendeten
Beleuchtungsmuster liegt, daß dessen Ränder von den Rändern des Hellbereichs
um wenigstens einen vorgegebenen Mindestabstand beabstandet sind, und die jeweils
unter wenigstens teilweiser Falschlichtkorrektur unter Verwendung von wenigstens
zwei Bildern ermittelt sind, die bei jeweils verschiedenen Beleuchtungsmustern erfaßt
wurden, in denen der dem jeweiligen Teilsegment entsprechende Teilbereich ganz innerhalb
eines Hellbereichs eines ersten der verschiedenen Beleuchtungsmuster bzw. ganz innerhalb
eines Dunkelbereichs eines zweiten der verschiedenen Beleuchtungsmuster liegt.
Das Verfahren, das mit der Vorrichtung durchführbar ist, dient
zur Erzeugung eines Bildes einer Schicht eines Objekts, vorzugsweise eines flächenhaften
Objekts, insbesondere eines heterogenen, leuchtenden oder beleuchteten Objekts.
Insbesondere kann es sich bei diesem Verfahren um ein Mikroskopieverfahren, vorzugsweise
ein quantitatives Fluoreszenzmikroskopieverfahren oder ein Verfahren unter Verwendung
eines Fluoreszenzreaders handeln.
Bei dem Verfahren braucht die Schicht nicht unbedingt dünn zu
sein; vielmehr kann die Schicht insbesondere eine ganze Schicht, und nicht nur eine
Ebene sein, in die die Beleuchtungsstrahlung fokussiert wird.
Bei dem Verfahren wird die Schicht des Objekt, unter dem im Rahmen
der Erfindung je nach Größe des abbildbaren Bereichs in der Objektebene
eine ganze Probe oder ein ganzer Gegenstand oder nur ein zu untersuchender bzw.
abbildbarer Teilbereich einer ganzen Probe oder eines ganzen Gegenstands verstanden
wird, mit wenigstens zwei strukturierten, binären Beleuchtungsmustern beleuchtet.
Unter einem binären Beleuchtungsmuster wird hierbei ein Beleuchtungsmuster
verstanden, in dem, beispielsweise im Unterschied zu Beleuchtungsmustern mit einem
Intensitätprofil in Form eines Sinusprofils, die für das Verfahren wesentliche
Strukturierung dadurch erzielt wird, daß in die Dunkelbereiche, zumindest im
Rahmen der geometrischen Optik, im wesentlichen keine Beleuchtungsstrahlung gelangt
und der Übergang von Dunkelbereichen zu Hellbereichen im Vergleich zu der Ausdehnung
dieser Bereiche sehr schmal ist (BITTE QUANTITATIVE GRENZE ANGEBEN, WENN MÖGLICH).
Die Hell- bzw. Dunkelbereiche des Objekts sind diejenigen Bereiche des Objekts,
die bei Beleuchtung mit einem jeweiligen Beleuchtungsmuster in den Hell- bzw. Dunkelbereichen
des Beleuchtungsmusters liegen.
Zur Erzeugung der strukturierten Beleuchtung sind bei der Vorrichtung
die Beleuchtungseinrichtung zur Abgabe von Beleuchtungslicht, unter dem im Rahmen
der vorliegenden Erfindung neben sichtbarer auch infrarote oder ultraviolette Strahlung
verstanden wird, und die Einrichtung zur Erzeugung wenigstens zweier vorgegebener
Beleuchtungsmuster zur fokussierten, insbesondere auch strukturierten Beleuchtung
des Objekts wenigstens in der abzubildenden Objektschicht vorgesehen. Die Einrichtung
zur Erzeugung der binären Beleuchtungsmuster weist hierzu insbesondere ein
als Blende wirkendes Element auf, das vorzugsweise als Feldblende wirkt. Das Element
verfügt über lichtdurchlässige bzw. transparente und lichtundurchlässige
bzw. opake Bereiche, denen in den Beleuchtungsmustern jeweils Hell- und Dunkelbereiche
entsprechen, die benachbart sind. Dementsprechend treten in bzw. auf dem Objekt
bzw. dem untersuchten Bereich mit Beleuchtungslicht beleuchtete und unbeleuchtete
Bereiche auf.
Bei dem Verfahren wird das Objekt nacheinander mit jeweils einem anderen
der Beleuchtungsmuster beleuchtet. Die bei dem Verfahren verwendeten
Beleuchtungsmuster sind dabei so gewählt, daß deren Dunkelbereiche und/oder
deren Hellbereiche bei einer vorgestellten bzw. fiktiven gleichzeitigen Überlagerung
der Beleuchtungsmuster das Objekt vollständig überdecken.
Das mit dem jeweiligen Beleuchtungsmuster beleuchtete Objekt wird
dann mittels der Abbildungsoptik, die insbesondere ein Objektiv umfassen kann, auf
den ortsauflösenden Detektor abgebildet, der zur Erfassung der Bilder des Objekts
dient. Als ortsauflösender Detektor kann vorzugsweise eine CCD- oder CMOS-Matrix
eingesetzt werden.
Die Signale des ortsauflösenden Detektors werden von der Auswerteeinrichtung,
beispielsweise einer Datenverarbeitungseinrichtung mit einer Videoschnittstelle,
einem Speicher, in dem wenigstens ein Computerprogramm zur Durchführung der
Auswertung und insbesondere der Verfahrensschritte nach der Beleuchtung des Objekts
gespeichert sind, und einem Prozessor zur Ausführung des Computerprogramms,
zu Bildern verarbeitet.
Die Erfindung geht unter anderem auf folgende Beobachtung zurück:
Bei Fokussierung von strukturierter Beleuchtungsstrahlung wie beispielsweise Beleuchtungsstrahlung
mit einem quer zur Strahlrichtung sinusförmigen Intensitätsprofil, in
eine Ebene des Objekts ergibt sich entlang der Strahlrichtung nur eine durch die
Eigenschaften der zur Fokussierung verwendeten Optik bestimmte Verteilung der Beleuchtungsintensität,
die zwar ihr Maximum in der Ebene haben kann, jedoch vom Punkt des Maximums aus
parall zur Strahlrichtung abfällt. Bei Abbildung der Ebene auf den Detektor
durch eine Abbildungsoptik tritt ein analoges Phänomen auf, so daß eine
für das jeweilige Beleuchtungsmuster definierte Tiefenresponse-Funktion, die
die von dem Detektor empfangene Intensität als Funktion des Abstands der Quelle
von der Ebene in Strahlrichtung angibt, ebenfalls ein Maximum in der Ebene aufweist;
im Bereich des Maximums ist die Tiefenresponse-Funktion aber auch gekrümmt,
so daß die empfangene Intensität für eine gegebene Beleuchtungsintensität
mit zunehmendem Abstand von der Fokusebene abfällt. Dieser Abfall bedeutet
eine reduzierte Empfindlichkeit nahe der Fokusebene, so daß die aus der beleuchteten
Schicht ausgehende Strahlung nicht vollständig erfaßt wird.
Darüber hinaus werden bei beliebigen Beleuchtungsmustern in jedem
erfaßten Bild von den beleuchteten Bereichen des Objekts, die mit Hellbereichen
des jeweiligen Beleuchtungsmusters beleuchtet sind, soweit vorhanden, dem Falschlicht
entsprechende Lichtanteile in die Bereiche des Bildes des Objekts gelenkt, die den
Dunkelbereichen des jeweiligen Beleuchtungsmusters auf bzw. in dem Objekt, d.h.
unbeleuchteten Bereichen des Objekts, entsprechen. In diesen Bereichen des Bildes
werden die Anteile dann als Falschlicht detektiert.
Zur Erhöhung der Empfindlichkeit in der Schicht und der Reduktion
der Einflüsse von Falschlicht wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
zum einen binäre Beleuchtungsmuster zu verwenden und zum anderen solche Bereiche
in den erfaßten Bildern zur Korrektur von Falschlicht zu kombinieren, die innerhalb
von Hell- oder Dunkelbereichen der zur Erfassung der Bilder verwendeten Beleuchtungsmuster
liegen und deren Ränder überdies einen vorgegebenen Mindestabstand von
den Übergängen zwischen den Hell- und Dunkelbereichen aufweisen. Damit
werden Einflüsse der Übergänge zwischen Hell- und Dunkelbereich stark
reduziert und es ergibt sich überraschenderweise eine Tiefenresponse-Funktion
mit eine Plateau nahe dem Maximum, so daß über die Breite des Plateaus
eine im wesentlichen konstante Empfindlichkeit vorliegt.
Darüber hinaus zeichnet sich das erfindungsgemäße Verfahren
durch seine Einfachheit aus, da nur einfache Summenbildungen und Auswahlen von Intensitätswerten
durchzuführen sind. Diese Schritte sind mit Computern, aber auch einfacheren
Prozessoren oder sogar nicht programmierten Schaltungen wesentlich schneller durchführbar
als trigonometrische Operationen. Dementsprechend kann die erfindungsgemäße
Vorrichtung auch sehr einfach aufgebaut sein.
Prinzipiell können bei dem Verfahren schmale Bereiche zwischen
den Teilsegmenten auftreten, in denen die Helligkeitswerte durch Interpolation zwischen
den Werten der benachbarten Teilsegmente ermittelt werden können. Es ist jedoch
bei dem Verfahren bevorzugt, daß die Teilsegmente lückenlos aneinander
anschließen oder sich überlappen. Die Vorrichtung ist dazu vorzugsweise
so ausgebildet, daß die Teilsegmente lückenlos aneinander anschließen
oder sich überlappen. Hierzu ist keine Interpolation zwischen den Teilsegmenten
notwendig, was die Durchführung des Verfahrens deutlich beschleunigt und die
Genauigkeit des resultierenden Schichtbildes erhöht. Insbesondere kann, da
die Dunkelbereiche der Beleuchtungsmuster das Objekt bei Überlagerung der Beleuchtungsmuster
vollständig überdecken, aus den Dunkelbereichen der Bilder ohne Interpolation
ein Dunkelbild bzw. Falschlichtbild des gesamten Objekts erhalten werden, das alle
zu eliminierenden Falschlichtanteile enthält. In dem Fall, daß sich Teilsegmente
bzw. diesen entsprechende Teilbereich des Objekts überlappen, kann über
die redundanten Teilbereiche der verschiedenen Bildern Bemittelt werden. Beispielsweise
kann bei einer Summierung der Abbilder der Hellbereiche eine Renormierung in den
Überlappungsbereichen durchgeführt werden, um Effekte einer doppelten
Erfassung in diesen Bereichen zu korrigieren. Überlappen sich die Teilsegmente
der Beleuchtungsmuster, kann vorzugsweise über die redundanten Teilbereiche
der Bilder der Dunkelbereiche aus verschiedenen Bildern gemittelt werden.
Bei dem Verfahren ist es dann besonders bevorzugt, daß sich die
Teilsegmente weniger als 10% der minimalen Ausdehnung überlappen. Dazu ist
die Vorrichtung vorzugsweise so ausgebildet, daß die Teilsegmente sich weniger
als 10% der minimalen Ausdehnung überlappen. Auf diese Weise braucht nur eine
geringe Anzahl von Beleuchtungsmustern verwendet zu werden.
Grundsätzlich können die Mindestabstände beliebig gewählt
werden. Es ist jedoch bei dem Verfahren bevorzugt, daß die Mindestabstände
größer als 1/5 des geringsten Abstands benachbarter Grenzen eines Hell-
oder Dunkelbereichs sind. Die Vorrichtung ist dann bevorzugt so ausgebildet, daß
die Mindestabstände größer als 1/5 des geringsten Abstands benachbarter
Grenzen eines Hell- oder Dunkelbereichs sind. Diese Weiterbildung hat den Vorteil,
daß so die Intensität von aus einer Schicht um die Fokusebene kommenden
Strahlung besonders vollständig erfaßt werden kann.
Die Teilsegmente können auf unterschiedliche Art und Weise gebildet
werden. Bei einer Variante des Verfahrens kann zur Ermittlung des Schichtbildes
zunächst aus den erfaßten Bildern ein Hell- und ein Dunkelbild gebildet
werden, wobei jeweils Bereiche des Objekts wiedergebende Teilsegmente der erfaßten
Bilder verwendet werden, die in einem Hell- bzw. Dunkelbereich eines bei der Erfassung
des jeweiligen Bildes verwendeten Beleuchtungsmusters liegenden Bereich des Objekts
wiedergeben und deren Rand den Mindestabstand von den Übergängen zwischen
den Hell- und Dunkelbereichen des Beleuchtungsmusters aufweist. Durch Differenzbildung
aus dem Hell- und dem Dunkelbild kann dann ein wenigstens teilweise korrigiertes
Schichtbild erzeugt werden. Bei der Vorrichtung ist dann vorzugsweise die Auswerteeinrichtung
dazu ausgebildet, zur Ermittlung des Schichtbildes zunächst aus den erfaßten
Bildern ein Hell- und ein Dunkelbild zu bilden, wobei jeweils Bereiche des Objekts
wiedergebende Teilsegmente der erfaßten Bilder verwendet werden, die in einem
Hell- bzw. Dunkelbereich eines bei der Erfassung des jeweiligen Bildes verwendeten
Beleuchtungsmusters liegenden Bereich des Objekts wiedergeben und deren Rand den
Mindestabstand von den Übergängen zwischen den Hell- und Dunkelbereichen
des Beleuchtungsmusters aufweist, und durch Differenzbildung aus dem Hell- und dem
Dunkelbild ein wenigstens teilweise korrigiertes Schichtbild zu erzeugen. Diese
Variante hat den Vorteil, daß eine Glättung der Hell- und/oder Dunkelbilder
einfach durchgeführt werden kann.
Bei einer anderen Variante des Verfahrens kann eine gerade Anzahl
von Beleuchtungsmustern verwendet werden. Es können dann zunächst wenigstens
teilweise falschlichtkorrigierte Bilder durch Bildung eines Differenzbildes aus
erfaßten Bildern ermittelt werden, bei denen die jeweils verwendeten Beleuchtungsmuster
zueinander komplementär sind, und aus den wenigstens teilweise falschlichtkorrigierten
Bildern kann das Schichtbild ermittelt werden. Die Vorrichtung ist dann vorzugsweise
so ausgebildet, daß eine gerade Anzahl von Beleuchtungsmustern verwendet wird,
und die Auswerteeinrichtung ist dazu ausgebildet, zunächst wenigstens teilweise
falschlichtkorrigierte Bilder durch Bildung eines Differenzbildes aus erfaßten
Bildern zu ermitteln, bei denen die jeweils verwendeten Beleuchtungsmuster zueinander
komplementär sind, und aus den wenigstens teilweise falschlichtkorrigierten
Bildern das Schichtbild zu ermitteln. Diese Variante hat den Vorteil, daß ein
Zusammenfügen von Teilsegmenten einfacher erfolgen kann. Unter einem Zusammenfügen
wird dabei auch verstanden, daß sich die Segmente teilweise überlappen
können. Das Zusammenfügen der Teilsegmente kann auch als Bildmontage aufgefaßt
werden. Die Teilsegmente werden beim Zusammenfügen entsprechend der Anordnung
der entsprechenden Bereiche auf dem Objekt relativ zueinander angeordnet. Das Zusammenfügen
kann beispielsweise durch Addition der Bilder erfolgen.
Die Beleuchtungsmuster selbst können unterschiedliche Strukturen
aufweisen, sofern die Dunkel- und Hellbereiche und die Teilsegmente die zuvor genannten
Eigenschaften aufweisen. Beispielsweise können Beleuchtungsmuster mit radial
verlaufenden Hell- und Dunkelbereichen verwendet werden, die jeweils durch Drehung
eines entsprechenden Grundmusters um einen Mittelpunkt um einen vorgegebenen Winkel
erzeugt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren sind jedoch die Beleuchtungsmuster
bevorzugt durch ein Grundmuster gegeben, das relativ zu dem Objekt jeweils unterschiedlich
versetzt ist. Die Vorrichtung ist dazu bevorzugt so ausgebildet, daß die Beleuchtungsmuster
durch ein Grundmuster gegeben sind, das relativ zu dem Objekt jeweils unterschiedlich
versetzt ist. Die Beleuchtungsmuster besitzen also die gleiche Struktur, sind aber
in der Objektebene gegeneinander versetzt. Solche Beleuchtungsmuster sind einfach
zu erzeugen. Darüber hinaus gestaltet sich die Auswertung der mit den Beleuchtungsmustern
jeweils erzeugten Bilder besonders einfach.
Besonders bevorzugt wird bei dem Verfahren als Grundmuster ein periodisches
Grundmuster verwendet, wobei die versetzten Grundmuster durch Verschiebung des Grundmusters
relativ zu dem Objekt erhältlich sind. Die Vorrichtung ist dazu vorzugsweise
so ausgebildet, daß das Grundmuster ein periodisches Grundmuster
ist, wobei die versetzten Grundmuster durch Verschiebung des Grundmusters erhältlich
sind. Insbesondere kann jeweilige Versatz von der Periode des Grundmusters abhängen.
Diese Art der Beleuchtungsmuster erlaubt nicht nur eine besonders einfache Erzeugung,
sondern auch eine einfache Auswertung der erfaßten Bilder.
Dabei ist es besonders bevorzugt, daß der Betrag der Verschiebung
oder Verschiebungen und die Anzahl der Verschiebungen und damit der Beleuchtungsmuster
so gewählt werden, daß eine Tiefenresponse-Funktion im Bereich einer Fokusebene,
in die die Beleuchtungsmuster fokussiert sind, ein Plateau aufweist. Die Vorrichtung
kann dazu besonders bevorzugt so ausgebildet sein, daß der Betrag der Verschiebung
oder Verschiebungen und die Anzahl der Verschiebungen und damit der Beleuchtungsmuster
so gewählt sind, daß eine Tiefenresponse-Funktion im Bereich einer Fokusebene,
in die die Beleuchtungsmuster fokussiert sind, ein Plateau aufweist. Unter der Tiefenresponse-Funktion
wird dabei die schon zuvor erwähnte Funktion verstanden. Unter einem Plateau
wird dabei verstanden, daß diese Funktion in einem nicht nur punktförmigen
Bereich der Fokusebene einen konstanten Wert annimmt. Vorzugsweise fällt sie
von dem Plateau über steile Flanken auf einen Wert nahe Null vorzugsweise auf
einen Wert von Null ab.
Der Versatz der Beleuchtungsmuster relativ zu dem Objekt kann auf
verschiedene Art und Weise erzielt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens wird das Objekt gegenüber dem Beleuchtungsmuster verschoben. Bei
der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dazu ein Antrieb, mit dem das Objekt
oder ein Objektträger bewegbar ist, von der Auswerteeinrichtung so steuerbar,
daß auf dem durch Bewegung versetzten Objekt ein von dem als strukturierte
Blende wirkenden Element erzeugtes Grundmuster eines der Beleuchtungsmuster bildet,
und daß mittels der Auswerteeinrichtung Bilder nach jeder Lageänderung
des Objekts automatisch erfaßbar sind. Als Antriebe können vorzugsweise
Piezoaktoren oder Exzenterantriebe zum Einsatz kommen, die eine sehr genaue Positionierung
erlauben. Der Antrieb kann gegebenenfalls auch zur ohnehin notwendigen Positionierung
des Objekts relativ zu der Optik genutzt werden. Vorzugsweise kann ein ohnehin vorhandener
motorisch bewegbarer Mikroskoptisch verwendet werden. Die Bewegung durch den Antrieb
kann dabei, je nach verwendeten Beleuchtungsmustern, in ein oder zwei Richtungen
entlang der Objektebene möglich sein. Die Auswerteeinrichtung kann insbesondere
dazu ausgebildet sein, eine Folge von Beleuchtungsmustern auf bzw. in dem Objekt
durch Ansteuerung des Antriebs zu erzeugen, wobei nach Einstellen jeweils eines
Beleuchtungsmusters ein Bild erfaßt wird. Damit wird für den Benutzer
der Vorrichtung die Bedienung wesentlich vereinfacht. Darüber hinaus kann durch
entsprechende Programmierung der Auswerteeinrichtung die durch das Verfahren notwendige
Abhängigkeit zwischen der Art der Beleuchtungsmuster und notwendigen Verschiebungen
automatisch berücksichtigt werden.
Um eine Bewegung des Objekts relativ zu dem Detektor zu vermeiden,
kann zur vorbeschriebenen Variante alternativ bevorzugt das Grundmuster mittels
einer mechanischen Vorrichtung verschoben werden. Bei der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist bevorzugt das als strukturierte Blende wirkende Element eine Feldblende.
Ein Antrieb, mit dem die Feldblende oder ein Teil der Feldblende bewegbar ist, ist
von der Auswerteeinrichtung so steuerbar, daß die Beleuchtungsmuster auf das
Objekt gestrahlt werden. Nach jeder Änderung des Beleuchtungsmusters werden
mittels der Auswerteeinrichtung Bilder automatisch erfaßt. Unter Feldblende
wird hierbei insbesondere eine Blende verstanden, die zur Bildung der strukturierten
Beleuchtung starre, nichttransparente bzw. opake Elemente aufweist.
Alternativ zur Bewegung der Beleuchtungsmuster kann vorgesehen sein,
daß das als strukturierte Blende wirkende Element eine Feldblende ist und zur
Erzeugung der mindestens zwei Beleuchtungsstrukturen hinter der Feldblende ein bewegliches,
lichtablenkendes Element angeordnet ist. Die Feldblende kann dabei fest positioniert
sein. Als lichtablenkendes Element kann insbesondere eine spiegelnde Fläche
oder eine transparente planparallele Platte verwendet werden, die je nach verwendeten
Beleuchtungsmustern um eine Achse oder zwei orthogonale Achsen kippbar ist. Als
Antriebe können vorzugsweise piezoelektrische Antriebe oder Exzenterantriebe
verwendet werden. Um die Einstellung der Beleuchtungsmuster und die Erfassung der
entsprechenden Bilder zu vereinfachen, ist ein Antrieb, mit dem das lichtablenkende
Element bewegbar ist, von der Auswerteeinrichtung so steuerbar, daß die Beleuchtungsmuster
auf das Objekt gestrahlt werden. Nach jeder Änderung des Beleuchtungsmusters
mittels der Auswerteeinrichtung werden Bilder automatisch erfaßt. Diese Weiterbildung
hat die zuvor im Zusammenhang mit der automatischen Ansteuerung genannten Vorteile.
In beiden Ausführungsformen weist die Feldblende transparente
und opake Bereiche auf, die so ausgebildet sind, daß in der Objektebene die
gewünschten Beleuchtungsmuster erhalten werden.
Soll die Verwendung von mechanischen Mitteln zur Verschiebung des
Grundmusters vermieden werden, kann eine elektrisch steuerbare Modulationseinheit
für Licht vorgesehen sein, die so angesteuert wird, daß
die Beleuchtungsmuster erzeugt werden. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung
kann zum Beispiel das als Blende wirkende Element als eine solche elektronisch ansteuerbare
Modulationseinheit ausgebildet sein. Als elektrische steuerbare Modulationseinheiten
für Licht können beispielsweise sogenannte DMDs ("digital mirror devices")
oder auch elektronisch ansteuerbare Durchlicht- oder Reflexions-Flüssigkristallfelder
bzw. -LCDs zum Einsatz kommen. Wie zuvor ist vorzugsweise die Auswerteeinrichtung
so steuerbar, daß die Beleuchtungsmuster auf den zu untersuchenden Bereich
gestrahlt werden und nach jeder Änderung des Beleuchtungsmusters mittels der
Auswerteeinrichtung Bilder automatisch erfaßbar sind. Diese Ausführungsform
der Erfindung erlaubt es nicht nur, auf mechanische Antriebe zu verzichten, sondern
gestattet auch einen einfachen Wechsel zwischen verschiedenen Beleuchtungsmustertypen.
Bei einer bevorzugten Variante des Verfahrens kann als Grundmuster
ein periodische Streifenmuster mit Periode p verwendet werden, dessen sich periodisch
abwechselnde Hell- und Dunkelstreifen gleich breit sind und aus dem die anderen
Beleuchtungsmuster durch Verschiebung um das m/n-fache der Periode p quer zur Längsrichtung
der Streifen erzeugbar sind, wobei n die Anzahl der Beleuchtungsmuster und 0 <
m < n ist. Bei der Vorrichtung hat dazu die Feldblende vorzugsweise eine streifenförmige
Struktur aus einander abwechselnden transparenten und opaken Bereichen gleicher
Breite aufweist. Die Streifen erstrecken sich dabei vorzugsweise über den ganzen
Untersuchungsbereich bzw. das ganze Objekt. Je mehr Beleuchtungsmuster genutzt werden,
desto weniger Anregungslicht wird bei der Erfassung eines entsprechenden Bildes
verwendet. Hierdurch kann das Intensitätsrauschen im Untergrund des resultierenden
Bildes nahezu beliebig gesenkt werden. Die Dimensionen der transparenten und opaken
Bereiche sind dabei so gewählt, daß Beleuchtungsmuster mit den zuvor genannten
Parametern erzeugt werden können. Bei Verwendung einer elektrisch ansteuerbaren
Modulationseinheit genügt zur Erzeugung dieser Beleuchtungsmuster eine entsprechende
Ausbildung bzw. Programmierung der Auswerteeinrichtung.
Alternativ können Beleuchtungsmuster mit jeweils einer in zwei
Richtungen periodischen Anordnung von Hell- und Dunkelbereichen verwendet werden,
wobei die Anordnungen in wenigstens einer der Richtungen gegeneinander versetzt
sind. Bei Verwendung einer mechanisch verschiebbaren Feldblende weist die Feldblende
bevorzugt eine in zwei Richtungen periodische Anordnung von transparenten und opaken
Bereichen auf, wobei die opaken Bereiche aneinander angrenzen. Bei Verwendung einer
elektrisch ansteuerbaren Modulationseinheit genügt zur Erzeugung dieser Beleuchtungsmuster
eine entsprechende Ausbildung bzw. Programmierung der Auswerteeinrichtung. Die Richtungen
können zueinander orthogonal sein, jedoch braucht dies nicht unbedingt der
Fall zu sein. Bei dieser Ausführungsform wird die Auszeichnung einer Richtung
durch Verwendung von Streifen vermieden, sodaß die Unterdrückung von Falschlicht
weniger richtungsabhängig wird. Darüber hinaus verschwindet die Modulation
durch die strukturierte Beleuchtung schneller außerhalb der Fokusebene bzw.
Objektebene, sodaß Licht außerhalb der Schärfentiefe der Abbildungsoptik
besser unterdrückt wird.
Werden periodische Beleuchtungsmuster verwendet, ist es möglich,
daß in dem von Falschlicht befreiten Bild noch durch die Periodizität
der Beleuchtungsmuster bedingte Beleuchtungsinhomogenitäten vorhanden sind.
Es ist daher bei dem erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugt, daß die
falschlichtkorrigierten Bilder vor der Bildung Schichtbildes niederfrequent gefiltert
werden. Bei der Vorrichtung ist dazu die Auswerteeinrichtung vorzugsweise so ausgebildet,
daß die falschlichtkorrigierten Bilder vor der Bildung des Schichtbildes niederfrequent
gefiltert werden.
Soll ein Objekt mit einer Dunkelfeldbeleuchtung untersucht werden,
was insbesondere bei quantitativer Fluoreszenzmikroskopie wünschenswert sein
kann, ist die Beleuchtungsoptik zur Abbildung des als Blende wirkenden Elements
auf das Objekt für eine Dunkelfeldbeleuchtung ausgebildet.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung sollte dann die Beleuchtungsoptik
als ein Beleuchtungsobjektiv mit kleiner Apertur ausgebildet sein, wobei die optische
Achse des Beleuchtungsobjektivs und die durch die Abbildungsoptik definierte optische
Achse einen Winkel &agr; einschließen. Diese Ausbildung ergibt einen großen
Schärfentiefebereich. Der Winkel &agr; soll vorzugsweise größer
als 50° sein, um die Strahlungsintensität auf der Unterseite von transparenten
Objekten bzw. Proben zu minimieren.
Vorzugsweise ist in diesem Fall die Beleuchtungsoptik eine Scheimpflugoptik.
Dabei kann eine größere numerische Apertur für die Dunkelfeldbeleuchtung
vorgesehen werden, da die Fokusebene der Beleuchtung an die Oberseite der Probe
angepaßt werden kann.
Ferner kann die Abbildungsoptik zur Abbildung des Objekts auf den
Detektor eine Scheimpflugoptik umfassen. In diesem Fall steht die optische Achse
des Beleuchtungsobjektivs senkrecht zur Oberfläche der Probe, während
die optische Achse des Abbildungsobjektivs unter einem Winkel &agr; zur optischen
Achse des Beleuchtungsobjektivs steht.
Sowohl das Verfahren als auch die Vorrichtung, mit
der dieses Verfahren durchführbar ist, können vorteilhaft zum Auslesen
von Biochips, in der quantitativen Fluoreszenzmikroskopie und bei photometrischen
Messungen angewendet werden.
Die Erfindung wird nachfolgend beispielhaft anhand der Zeichnungen
näher erläutert. Es zeigen:
1 eine schematische Darstellung eines optischen Aufbaus
einer Vorrichtung zur Erfassung eines Bildes eines Objekts nach einer ersten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung,
2 eine schematische teilweise Darstellung einer Einrichtung
zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern mit einer Feldblende mit Exzenterantrieb in
der Vorrichtung aus 1,
3 vier mit der Feldblende der Vorrichtung aus
1 erhältliche Beleuchtungsmuster,
4 eine Darstellung von Gesamttiefenresponsefunktionen
in der Näherung geometrischer Optik für ein Beleuchtungsmuster mit einer
in einer Dimension gemäß einer Sinusfunktion variierenden Intensität
und ein binäres Beleuchtungsmuster mit sich mit der Periode der Sinusfunktion
wiederholenden Hell- und Dunkelstreifen,
5 eine Darstellung von Gesamttiefenresponsefunktionen
in Fresnell'scher Näherung für die Beleuchtungsmuster in 4,
6 eine schematische teilweise Darstellung einer Einrichtung
zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern bei einer Vorrichtung zur Erfassung eines
Bildes eines Objekts nach einer sechsten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
7 ein in zwei Richtungen periodisches Schachbrettbeleuchtungsmuster
bei der Vorrichtung bzw. einem Verfahren nach der sechsten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung,
8 eine Darstellung von Gesamttiefenresponsefunktionen
in der Näherung geometrischer Optik für ein Beleuchtungsmuster mit einer
in zwei Dimensionen gemäß einer Sinusfunktion variierenden Intensität
und ein binäres Beleuchtungsmuster mit sich mit der Periode der Sinusfunktion
wiederholenden sdchachbrettartig angeordneten quadratischen Hell- und Dunkelstreifen,
9 eine schematische teilweise Darstellung einer Einrichtung
zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern bei einer Vorrichtung zur Erfassung eines
Bildes eines Objekts nach einer siebten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung,
10 eine schematische Darstellung eines optischen Aufbaus
einer Vorrichtung zur Erfassung eines Bildes eines Objekts nach einer achten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung, und
11 eine schematische Darstellung eines optischen Aufbaus
einer Vorrichtung zur Erfassung eines Bildes eines Objekts nach einer neunten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung Eine in 1 stark
vereinfacht und schematisch gezeigte Vorrichtung zur Erzeugung eines Bildes einer
Schicht eines Objekts nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfaßt eine Beleuchtungseinrichtung 1, eine dieser nachgeordnete Einrichtung
2 zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern in einer Objektebene
3 eines auf einem Träger bzw. Tisch angeordneten Objekts
4, eine Abbildungsoptik 5 zur Abbildung des Objekts
4 auf eine Bildebene B und einen in der Bildebene angeordneten ortsauflösenden
Detektor 6. Eine Auswerteeinrichtung 7 ist über eine Detektorverbindung
mit dem Detektor 6 und über eine Steuerleitung mit der Einrichtung
2 verbunden.
Die Beleuchtungseinrichtung 1 verfügt über eine
Licht- oder Strahlungsquelle 8, der ein Filter 9, ein Verschluß
10 und, nur optional, den Strahlengang homogenisierende optische Elemente
11, wie z.B. ein Lichtleitstab oder ein innen verspiegelter Glashohlstab,
und erste Beleuchtungsoptiken 12 und 13 zur homogenen Ausleuchtung
eines Bereichs einer Feldblendenebene 14 nachgeordnet sind.
Die Einrichtung 2 besitzt ein im Strahlengang der Beleuchtungseinrichtung
1 angeordnetes, durch diese homogen ausleuchtbares, als strukturierte Blende
wirkendes, im Strahlengang in zwei zueinander orthogonalen Richtungen in der Feldblendenebene
14 definiert verschiebbar angeordnetes Element, im Beispiel eine strukturierte
Feldblende 15, und einen in 1 nur schematisch
gezeigten Antrieb 16, mit dem die Feldblende 15 verschiebbar ist.
Der mechanische Aufbau der Einrichtung 2 zur Erzeugung von
Beleuchtungsmustern ist in 2 genauer gezeigt. Exzenterantriebe
17 und 18 sind mit der Feldblende 15 so gekoppelt, daß
dieses in der Feldblendenebene 14 in zwei zueinander orthogonalen Richtungen
lateral verschoben und auf diese Weise definiert positioniert werden kann.
Die Feldblende 15 besitzt periodisch angeordnete, streifenförmige,
opake Bereiche, die durch transparente Bereiche voneinander getrennt sind, so daß
in der Objektebene 3 entsprechende streifenförmige Beleuchtungsmuster
erzeugbar sind, wie weiter unten noch näher erläutert wird.
Wie weiter in 1 gezeigt, wird durch eine
dem Element 15 nachgeordnete zweite Beleuchtungsoptik 19, die
einen Beleuchtungstubus 20, einen Strahlenteiler 21 und ein Objektiv
22 umfaßt, die Feldblende 15 auf das zu
untersuchende oder abzubildende Objekt 4 bzw. die Objektebene
3 abgebildet, so daß auf das Objekt 4 ein der Stellung der
Feldblende 15 in der Feldblendenebene 14 und dessen Struktur entsprechendes
Beleuchtungsmuster gestrahlt wird.
Die Abbildungsoptik 5, die eine Weitfeldoptik darstellt,
umfaßt im Beispiel das Objektiv 22, den Strahlenteiler 21
sowie einen Abbildungstubus 23, und bildet das mit der jeweiligen Beleuchtungsstruktur
beleuchtete Objekt 4 kontrastreich auf die Bildebene B bzw. den ortsauflösenden
Detektor 6 für optische Strahlung ab.
Der Strahlenteiler 21 ist im Beispiel als Farbteiler ausgebildet
und besitzt Filter 24 und 25, mit denen unerwünschte oder
störende spektrale Strahlungsanteile ausgefiltert werden können. Der Strahlenteiler
21 und die Filter 24 und 25sind Bestandteile einer Vorrichtung
für Auflichtfluoreszenz, wobei es vorteilhaft ist, wenn die Filter
25 und 26 um einige Winkelgrade schräg gestellt sind, um
so störende Reflexe aus dem Strahlengang zu entfernen.
Der Detektor 6 umfaßt eine Matrix aus CCD- oder CMOS-Elementen
und ist im Beispiel Bestandteil einer CCD- Kamera.
Der Detektor 6 ist mit der Auswerteeinrichtung
7 verbunden, welche Signale des Detektors 6 erfaßt, die Ermittlung
bzw. Eliminierung des Falschlichtes bei der Abbildung des Objekts 4 durchführt
und ein resultierendes Schichtbild erzeugt. Die Auswerteeinrichtung 7 verfügt
hierzu über einen Prozessor, einen Speicher und entsprechende Schnittstellen.
Die resultierenden Bilder können gespeichert und/oder über eine in
1 nicht gezeigte Anzeigevorrichtung oder einen Drucker
ausgegeben werden.
Die Auswerteeinrichtung 7 dient weiterhin als Steuerung für
den Antrieb 16, mit dem die von der strukturierten Feldblende
15 erzeugte Beleuchtungsstruktur verschiebbar ist. Die Auswerteeinrichtung
7 ist so ausgebildet, daß sie durch Ansteuerung des Antriebs
16 und des Verschlusses 10 eine Folge von Beleuchtungsmustern
erzeugt und durch Erfassung der Signale des Detektors 6 eine Folge von
jeweils den Beleuchtungsmustern entsprechenden Bildern des Untersuchungsbereichs
bzw. des Objekts 4 erfaßt. Diese Bilder werden nach Erfassung des
letzten Bildes der Folge in der Auswerteeinrichtung 7 verarbeitet.
Bei der Durchführung eines Verfahrens nach einer ersten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung werden vier der Struktur der Feldblende
15 entsprechende Beleuchtungsmuster verwendet, die in 3
genauer dargestellt sind.
Das erste Beleuchtungsmuster ist ein Grundmuster. Die anderen Beleuchtungsmuster
gehen aus dem Grundmuster durch Verschiebung des Grundmusters um die Strecke v hervor.
Das Grundmuster besitzt eine periodische Struktur der Periode p mit streifenförmigen
Dunkelbereichen 26 der Breite d und jeweils zwischen den Dunkelbereichen
26 angeordneten streifenförmigen Hellbereichen 27, die dieselbe
Breite h aufweisen wie die Dunkelbereiche 26.
Das Grundmuster wird in einer Richtung, die orthogonal zu der Längsrichtung
der streifenförmigen Dunkelbereiche 26 bzw. Hellbereiche
27 ausgerichtet ist, dreimal um die Strecke v verschoben. Die Strecke v,
um die die durch Verschiebung des Grundmusters entstandenen, aufeinanderfolgenden
Beleuchtungsmuster gegeneinander versetzt sind, hat in diesem Beispiel die Länge
von einem Viertel der Periode p. Bei Verwendung von N Beleuchtungsmustern statt
der vier Beleuchtungsmuster in diesem Beispiel kann v insbesondere zu p/N gewählt
sein.
Die Periode p liegt probenseitig vorzugsweise zwischen 1&mgr;m und
100&mgr;m.
Bei Überlagerung der vier Beleuchtungsmuster in der Objektebene
3 wird der Untersuchungsbereich bzw. das Objekt 4 vollständig
durch die Dunkelbereiche 26 überdeckt. Bei Zusammenfügung der
Dunkelbereiche 26 wird das Objekt 4 daher vollständig durch
diese abgedeckt, so daß keine Interpolation zwischen den Dunkelbereichen
26 notwendig ist.
Entsprechendes gilt für die Hellbereiche 27.
Bei einem Verfahren zur Erzeugung eines Bildes einer Schicht des Objekts
4 mittels der Weitfeldoptik bzw. der Abbildungsoptik 5 auf den
ortsauflösenden Detektor 6 nach einer ersten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung wird das Objekt 4 in der Objektebene 3 nacheinander
mit den vier auf die Objektebene 3 fokussierten Beleuchtungsmustern beleuchtet,
wozu die Auswerteeinrichtung 7 den Antrieb 16 und den Verschluß
10 entsprechend ansteuert. Für jedes der Beleuchtungsmuster wird mittels
des Detektors 6 und der Auswerteeinrichtung 7 ein entsprechendes
Bild automatisch erfaßt. Die erfaßten Bilder weisen gegebenenfalls in
den Bereichen, in die die Dunkelbereiche 26 abgebildet werden, Aufhellungen
durch Falschlicht auf, das aus mit Hellbereichen 27 beleuchteten Abschnitten
des Objekts 4 abgegeben wird.
Aus den erfaßten Bildern wird dann in der Auswerteeinrichtung
7 ein Schichtbild des Objekts 4 erzeugt.
Dazu werden zunächst ein Hell- und ein Dunkelbild gebildet. Zur
Erzeugung das Hell- bzw. Dunkelbild werden nur die Teilsegmente
verwendet, die den Teilbereichen 37 bzw. 38 der Hell- bzw. Dunkelbereiche
27 bzw. 26 entsprechen, die jeweils in der Mitte der Hell- bzw.
Dunkelbereiche liegende Streifen bilden. Diese Teilsegmente entsprechen in diesem
Ausführungsbeispiel gerade den mittleren 50% der Bilder der Hell- bzw. Dunkelbereiche.
Das Hell- bzw. Dunkelbild entsteht dann durch Zusammenfügen dieser
den Teilbereichen 37 und 38 entsprechenden Teilsegmente. Die Anordnung
der Bereiche der erfaßten Bilder zueinander bzw. der Teilsegmente entspricht
dabei der Anordnung der den Bereichen der erfaßten Bilder entsprechenden Hell-
bzw. Dunkelbereiche der Beleuchtungsmuster auf dem Objekt 4.
Das Dunkelbild wird dann zur Rauschunterdrückung unter Verwendung
eines entsprechenden Tiefpaßfilters rechnerisch von der Auswerteeinrichtung
7 geglättet.
Schließlich wird in der Auswerteeinrichtung 7 das Dunkelbild
von dem Hellbild subtrahiert, wobei ein resultierendes Schichtbild des Objekts
4 entsteht, in dem Falschlicht unterdrückt ist, aber die Intensität
in der Schicht mit hoher Genauigkeit erfaßt wird.
Mit diesem Verfahren wird erreicht, daß eine Gesamttiefenresponsefunktion,
die für Punkte auf der optischen Achse die detektierte Intensität von
optischer Strahlung, die von einem Ort auf der optischen Achse im Abstand z von
der Objektebene ausgeht, als Funktion der eingestrahlten Intensität angibt,
eine solche Form aufweist, daß eine konfokale Unterdrückung für weit
von der Objektebene entfernten Ebenen erreicht und dabei Fluoreszenzstrahlung, die
in einem bestimmten Tiefenbereich um die Fokusebene herum entsteht, mit voller Effizienz
detektiert wird. Das bedeutet, daß die Gesamttiefenresponsefunktion in der
Mitte ein Plateau mit dem Wert 1 bzw. nahezu 1 aufweist.
Die Gesamttiefenresponsefunktion für verschiedene strukturierte
Beleuchtungen kann folgendermaßen berechnet oder abgeschätzt werden kann.
Für den Fall, daß die Strukturen, die dabei auf das Objekt abgebildet
werden, deutlich grober als die Auflösungsgrenze des optischen Systems, genauer
der Abbildungsoptik 5 sind, kann diese Berechnung mit den Modellen der
geometrischen Optik angenähert werden.
Die Modelle der geometrischen Optik können allgemein angewendet
werden, wenn die Übertragungsfunktion des optischen Systems, die auch als PSF
(Point Spread Function) bezeichnet wird, im Fokus durch eine Deltafunktion angenähert
werden kann. In einem ersten Schritt soll davon ausgegangen werden, daß diese
Bedingung erfüllt ist. Darüber hinaus wird angenommen, daß das Lichtwellenfeld
in der Pupillenebene einem homogen ausgeleuchteten Kreis entspricht. Aus dem Verhältnis
des Durchmessers des beleuchteten Feldes in der Pupille und der Brennweite der Abbildungsoptik
5 kann die numerische Apertur der Abbildungsoptik 5 berechnet
werden. Die PSF als Funktion vom Abstand zur Fokusebene ergibt sich dann als Kreis,
dessen Radius RPSF vom Abstand zur Fokusebene z, der Brennweite f der
Abbildungsoptik 5 sowie dem Pupillenradius RPupille wie folgt
abhängt:
Die Intensitätsverteilung, die in einer Ebene im Abstand z von
der Objektebene entsteht, ergibt sich dann als Faltung der Beleuchtungsstruktur
IStrukturBelucht mit der defokussierten PSF:
IProbe(z) = PSF(z)⊗IStruktur.Beleucht.
Der Detektor 6 für das Fluoreszenzlicht steht in einer
zu der Fokus- bzw. Objektebene konjugierten Ebene. Für die Intensität
Idetektor in der Detektorebene ergibt sich damit:
IDetektor = PSF(z)⊗(PSF(z)⊗IStruktur.Beleucht).
Insofern kann PSF(z) als Tiefenresponsefunktion verstanden werden.
Da in diesem Beispiel die Abbildungsoptik 5 gleichzeitig zur Beleuchtung
genutzt wird, ergibt sich die Gesamttiefenresponsefunktion durch zweimalige Anwendung
von PSF(z).
Mit der so bestimmten Intensitätsverteilung auf dem Detektor
als Funktion der Defokussierung z kann nun die Gesamttiefenresponsefunktion bestimmt
werden.
Bei dem im Stand der Technik beschriebenen Verfahren, wird eine sinusförmige
Intensitätsverteilung auf die Oberfläche projiziert und die Modulation
auf dem Detektor gemessen. Das heißt, daß gilt
Istruktur.Beleucht. = 1 + sin(&ohgr;xx),
wobei &ohgr;x die Ortsfrequenz in einer Ebene orthogonal zu der Richtung
der optischen Achse der Abbildungsoptik 5 bzw. der Strahlrichtung oder
der z-Achse und x einen Ort in der Ebene bezeichnen.
Diese Intensitätsverteilung wird zwei mal mit einem Kreis, mit
von der Tiefe z abhängenden Radius, gefaltet. Die Fouriertransformierte der
PSF(z) entspricht daher einer modifizierten Besselfunktion. Das Quadrat dieser Funktion
ist als Airyfunktion bekannt. Die Beleuchtungsfunktion ergibt drei Peaks bei Null,
+&ohgr;x und –&ohgr;x. Multipliziert man diese Funktion
mit der Airyfunktion, so ergeben sich auch nur an diesen drei
Stellen von Null verschiedene Werte. Durch das Verfahren der strukturierten Beleuchtung
wird nur die Modulation der Intensitätsverteilung gemessen. Durch die zwei
Peaks bei +&ohgr;x und –&ohgr;x werden daher nur
zwei Werte aus der Airyfunktion herausgeschnitten. Variiert man jetzt die Tiefe
z so ergeben sich Airyfunktionen mit verschiedenen Maßstäben aus denen
die Fouriertransformierte der Beleuchtungsfunktion jeweils nur die Werte bei +&ohgr;x
und –&ohgr;x ausschneidet. Zusammenfassend kann man deshalb sagen,
das im Modell der geometrischen Optik die Gesamttiefenresponsefunktion bei der Beleuchtung
mit einer sinusförmigen Intensitätsverteilung und den oben beschriebenen
Auswertealgorithmen einer Airyfunktion entspricht.
Betrachtet man einen klassischen konfokalen Punktscanner mit den Modellen
der geometrischen Optik so ergibt sich eine Gesamttiefenresponsefunktion von (vgl.
die gestrichelte Kurve in 4):
Eine genaue wellenoptische Beschreibung ergibt:
Tresponse(z) = sinc2(az),
wobei a ein Proportionalitätsfaktor ist (vgl. die gestrichelte Kurve in
5).
Auch hier fällt die Gesamttiefenresponsefunktion in unmittelbarer
Nähe zum Fokuspunkt ab.
Das erfindungsgemäße Verfahren führt dagegen zu einer
Gesamttiefenresponsefunktion, die ein Plateau mit dem Wert 1 in unmittelbarer Fokusnähe,
d.h. in unmittelbarer Nähe der Objektebene aufweist.
Das Grundprinzip für die Veränderung der Gesamttiefenresponsefunktion
kann folgendermaßen plausibiliert: Beleuchtet man die Probe mit Rechteckstreifengittern
und verwendet das dargestellte Verfahren um die vier Bilder zu verarbeiten, so ist
gewährleistet, daß alle Objektpunkte mindestens einen Viertelstreifen
von der Kante zwischen hellen und dunklen Streifen entfernt sind. Unter der Annahme,
daß die Übertragungsfunktion PSF(z) einem Kreis mit von der Defokussierung
z abhängendem Radius entspricht, folgt, daß die Information über
eine benachbarte Streifenkante erst dann in einen Objektpunkt gelangt, wenn die
Defokussierung so groß wird, daß der Radius des Zerstreuungskreises dem
Abstand zur Streifenkante entspricht. Dieser Abstand variiert für die Objektpunkte
je nach ihrer Lage zwischen einem Viertel und der Hälfte der Streifenbreite.
Man hat deshalb bei Verwendung der vereinfachten Modelle der geometrischen Optik
in der Gesamttiefenresponsefunktion ein Plateau mit dem Wert 1, das eine von der
Lage in der Probe abhängende Breite Z hat. Die minimale Breite Z berechnet
sich nach:
Die maximale Plateaubreite beträgt für die Punkte in der
Mitte der Streifen gerade 2Z. Verwendet man mehr als vier Aufnahmen, so kann die
minimale Plateaubreite (in 5 die durchgezogene Linie)
weiter erhöht werden und erreicht theoretisch für unendlich viele Messungen
die maximale Plateaubreite 2Z (lang gestrichelte Linie in 5).
Diese sehr einfache Erklärung kann in Fresnelnäherung wellenoptisch
nachgerechnet werden. Die Ergebnisse die dabei zu erwarten sind, können in
drei Fälle unterschieden werden:
1. Die Beleuchtungsstrukturen sind wesentlich größer als die optische
Auflösung des Systems. In diesem Fall werden geometrische und wellenoptische
Beschreibung die gleichen Ergebnisse liefern.
2. Die Beleuchtungsstrukturen sind nicht wesentlich größer als die
Auflösungsgrenze. In diesem Fall muß eine wellenoptische Rechnung für
die Gesamttiefenresponsefunktion angewendet werden. Je nach der Größe
der Strukturen wird das Plateau der Gesamttiefenresponsefunktion „abgerundet".
Dadurch wird die effektiv nutzbare Plateaubreite verringert.
3. Die Größe der Beleuchtungsstrukturen liegt in der Nähe der
Auflösungsgrenze. In diesem Fall wird nur noch die erste Frequenzkomponente
des Beleuchtungsgitters vom optischen System übertragen. In diesem Fall wird
kein Plateau in der Gesamttiefenresponsefunktion auftreten. Die Gesamttiefenresponsefunktion
wird in diesem Fall im wesentlichen der Gesamttiefenresponsefunktion in geometrischer
Näherung für sinusförmige Streifenbeleuchtung entsprechen.
Der zweite Fall kann wellenoptisch mit den Modellen der paraxialen
Fresnellnäherung simuliert werden. Die Ergebnisse sind in 5
gezeigt. Darin sind das Resultat für eine sinusförmige Beleuchtungsstruktur
durch eine gestrichelte Linie und das Resultat für die oben genannte Streifenstruktur
gleicher Periode gezeigt. Die Übertragungsfunktion PSF wurde für diesen
Fall in der Nähe des Fokuspunktes wellenoptisch berechnet und gemäß
der Gleichung für IDetektor mit sich selbst und mit dem binären
Streifenmuster gefaltet. 5 zeigt den erhaltenen Signalverlauf.
In dieser Figur sind Gesamttiefenresponsefunktionen für sinusförmige und
binäre Beleuchtungsstrukturen, dargestellt durch gestrichelte bzw. durchgezogene
Linien, in Abhängigkeit von der Lage von Punkten auf der optischen Achse bzw.
z-Achse dargestellt, wobei der Nullpunkt der Fokusebene entspricht.
Man erkennt im Vergleich mit 4, daß das Plateau
der Gesamttiefenresponsefunktion deutlich abgerundet ist.
Um die strukturierte Beleuchtung in Form eines Beleuchtungsgitters
für eine bestimmte Meßaufgabe zu optimieren, braucht bei ansonsten unveränderten
Auswerteverfahren nur die Frequenz des Beleuchtungsgitters variiert zu werden. Diese
Variation zieht zwei Effekte nach sich. Zum einen wird die konfokale Unterdrückung
von Licht aus Nichtfokusebenen um so schlechter, je größer die Gitterperiode
des Beleuchtungsgitters wird. Dabei skaliert im wesentlichen die Gesamttiefenresponsefunktion
und damit das Maß der konfokalen Unterdrückung mit der Gitterfrequenz.
Zum zweiten skaliert auch die Breite des Plateaus in der Gesamttiefenresponsefunktion
und damit der Tiefenbereich der Probe, der mit der Intensitätseffizienz 1 auf
den Detektor abgebildet wird mit der Frequenz des Beleuchtungsgitters. Diese einfache
lineare Abhängigkeit der konfokalen Unterdrückung/Plateaubreite mit der
Gitterfrequenz des Beleuchtungsgitters gilt aber nur für Gitterwellenlängen,
die deutlich größer als die Auflösungsgrenze des optischen Systems
sind.
Ist diese Bedingung nicht erfüllt, so muß die Gesamttiefenresponsefunktion
für jede Gitterfrequenz separat wellenoptisch berechnet werden. Auf diesen
Daten kann dann eine Optimierung der Gitterfrequenz für verschiedene Meßaufgaben
erfolgen.
Ein zweites Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem ersten
Ausführungsbeispiel allein dadurch, daß die Erzeugung des Schichtbildes
modifiziert und dazu die Auswerteeinrichtung entsprechend modifiziert ist. Alle
Erläuterungen zu den unveränderten Teilen des ersten Ausführungsbeispiels
gelten daher auch hier und es werden die gleichen Bezugszeichen verwendet.
Es werden nun durch Subtraktion des ersten Bildes von dem dritten
Bild und des zweiten Bildes von dem vierten Bild zwei temporäre Bilder erzeugt,
in denen so eine wenigstens teilweise Falschlichtkorrektur vorgenommen wurde.
Aus dem ersten temporären Bild wird dann die den Teilbereichen
37 und aus dem zweiten temporären Bild die den Teilbereichen
38 entsprechenden Teilsegmente zu dem Schichtbild zusammengefügt.
Ein drittes und ein viertes Ausführungsbeispiel unterscheiden
sich von dem ersten bzw. zweiten Ausführungsbeispiel dadurch, daß aus
den Bildern der Hell- bzw. Dunkelbereiche als Teilsegmenten entsprechende Teilbereiche
37 bzw. 38 nun nicht die Mittelstreifen der Breite p/2, sondern
solche der Breite 3/4p verwendet werden, so daß sich die Teilsegmente überlappen.
Da sich die Teilsegmente überlappen, entstehen bei der Summation in den Überlappungsbereichen
Intensitätsüberhöhungen, die durch Referenzierung bzw. Renormierung
beseitigt werden.
Die anderen Schritte erfolgen wie in dem ersten bzw. zweiten Ausführungsbeispiel.
Bei einer fünften bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verfahrens bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die Feldblende
15 nicht bewegt, sondern das Objekt 4. Hierzu kann ein Tisch verwendet
werden, auf welchem das Objekt angeordnet ist und der mittels eines von der Auswerteeinrichtung
7 gesteuerten Antriebs in Richtungen parallel zu der Objektebene
3 bewegbar ist. Die Auswertung der erfaßten Bilder erfolgt analog
zu dem ersten Ausführungsbeispiel. Zur Positionierung des Objekts
4 in der Objektebene 3 sind als Antriebe Piezoaktoren, Exzenterantriebe
oder andere geeignete Verstellmechanismen einsetzbar, vorzugsweise aber ein motorisierter
Mikroskoptisch. Entsprechend können die zweiten bis vierten Ausführungsbeispiele
modifiziert werden.
Eine Vorrichtung nach einer sechsten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung unterscheidet sich von der Vorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels
dadurch, daß eine modifizierte Einrichtung 28, prinzipiell dargestellt
in 6, zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern und eine
entsprechend modifizierte Auswerteeinrichtung verwendet werden. Da die anderen Komponenten
im wesentlichen unverändert sind, werden für diese die gleichen Bezugszeichen
verwendet und es gelten die Erläuterungen zu dem ersten Ausführungsbeispiel
entsprechend.
Die teilweise in 6 gezeigte Einrichtung
28 besitzt nun als als strukturierte Blende wirkendes Element eine in der
Feldblendenebene 14 angeordnete Feldblende 29 mit einer Schachbrettstruktur,
die in zwei zueinander orthogonalen Richtungen periodisch mit gleicher Periode ausgebildete
transparente und opake quadratische Bereiche aufweist (vgl. 7).
Zur Erzeugung unterschiedlicher Beleuchtungsstrukturen verfügt die Einrichtung
28, wie in 6 schematisch dargestellt, über
eine der strukturierten Feldblende 29 in Lichtrichtung nachgeordnete, planparallele
Glasplatte 30, die um zwei zueinander orthogonale Achsen kippbar ist. Zur
gesteuerten, definierten Kippung dieser Glasplatte 30 sind als Antrieb
31 in vorteilhafter Weise Piezoaktoren 32 vorgesehen, welche durch
eine Steuerung der nicht dargestellten Auswerteeinrichtung entsprechend angesteuert
werden. Durch die Kippung der Glasplatte 30 erfolgt bekanntermaßen
ein optischer Strahlenversatz des Strahlenganges und damit eine versetzte Abbildung
der Feldblende 29 auf das Objekt 4. Die in der 7
eingezeichneten Pfeile kennzeichnen die Kipprichtungen der Glasplatte
30.
Zur Erzeugung des Strahlenversatzes können auch andere geeignete
Elemente eingesetzt werden. Als Antriebe für die Glasplatte 30 können
bei einer anderen Ausführungsform auch Exzenterantriebe oder andere geeignete
Antriebsmechanismen vorgesehen werden.
Bei Abbildung der Feldblende 29 in die Objektebene
3 ergibt sich ein in 7 dargestelltes Grundmuster
mit in zwei zueinander orthogonalen Richtungen periodisch angeordneten quadratischen
Hellbereichen 33 und Dunkelbereichen 34, die ein Schachbrettmuster
bilden. Das Grundmuster weist in der ersten, im Folgenden durch die Ziffer 1 gekennzeichneten
Richtung eine Periode p1 und in der zweiten, im Folgenden durch Ziffer 2 gekennzeichneten
Richtung die Periode p2 auf, wobei in diesem Ausführungsbeispiel die Perioden
gleichgroß gewählt sind.
Zur Erzeugung der in diesem Beispiel sechzehn Beleuchtungsmuster wird
das Grundmuster, das selbst ein erstes Beleuchtungsmuster darstellt, zunächst
dreimal nacheinander um die Strecke v1 in der Richtung 1, d.h. parallel zu der in
7 horizontalen Seite der Hellbereiche 33,
verschoben, wobei ein zweites, drittes und viertes Beleuchtungsmuster entstehen.
Zur Erzeugung eines fünften Beleuchtungsmusters erfolgt dann eine Verschiebung
um die Strecke v2 in einer Richtung 2 orthogonal zu der Richtung der ersten Verschiebung,
d.h. parallel zu der in 7 vertikalen Seite der Hellbereiche.
Danach werden drei weitere Beleuchtungsmuster durch Verschiebung um jeweils die
Strecke v1 in Richtung der ersten Verschiebungen erzeugt. Es erfolgen dann weitere
Verschiebungen um v2, danach dreimal um v1, wiederum um v2 und danach dreimal um
v1.
Die Perioden p1 und p2 liegen in der Objektebene vorzugsweise im Bereich
zwischen 1&mgr;m und 100&mgr;m. Sie können in anderen Ausführungsbeispielen
verschieden groß gewählt sein.
Bei Überlagerung der sechzehn Beleuchtungsmuster decken deren
Hellbereiche 33 das Objekt 4 in der Objektebene 3 vollständig
ab. Entsprechendes gilt für die Dunkelbereiche 34.
Das Verfahren zur Abbildung des Objekts 4 nach der sechsten
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung erfolgt analog zu dem ersten Ausführungsbeispiel.
Die Teilsegmente entsprechen nun jeweils quadratisch Bereichen 37 bzw.
38 in einem Quadrat des Schachbrettmusters, dessen Rand von dem jeweiligen
Rand des Hell- bzw. Dunkelbereichs einen Abstand von einem Viertel der Seitenlänge
des Hell- bzw. Dunkelbereichs aufweist.
Das Verfahren hat gegenüber dem Verfahren des ersten Ausführungsbeispiels,
d.h. der Verwendung von Beleuchtungsmustern mit Streifen, den Vorteil, daß
die Modulation durch die strukturierte Beleuchtung schneller außerhalb der
Fokusebene bzw. Objektebene verschwindet, so daß Licht außerhalb der Schärfentiefe
der Abbildungsoptik besser unterdrückt wird.
In der 8 ist beispielhaft die Gesamttiefenresponsefunktion
in der Näherung geometrischer Optik für das binäre Beleuchtungsmuster
mit schachbrettmusterförmiger Intensitätsverteilung (durchgezogene Linie)
und für ein Beleuchtungsmuster mit in zwei Dimensionen sinusförmiger Intensitätsverteilung
(gestrichelte Linie) gezeigt. Wie in 4 und
5 beschreibt die Abszisse den Abstand von der Fokusebene
in skalierten, beliebigen Einheiten und die Ordinate den jeweiligen Wert der Gesamttiefenresponsefunktion
ebenfalls in beliebig skalierten Einheiten. Danach wird eine bessere Annäherung
an ein kastenförmiges Profil erreicht.
Eine Vorrichtung zur Erfassung eines Bildes eines Objekts nach einer
siebten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung unterscheidet sich von der
Vorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels durch einen anderen Antrieb für
die Feldblende 15. Alle anderen Komponenten sind unverändert, sodaß
für diese die gleichen Bezugszeichen verwendet werden und die Erläuterungen
im Zusammenhang mit dem ersten Ausführungsbeispiel gemäß
1 entsprechend gelten.
9 zeigt eine schematische teilweise Darstellung der
veränderten Einrichtung zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern. Der von der
Steuerung in der Auswerteeinrichtung gesteuerte Antrieb umfaßt Piezoaktoren
35 und 36, welche mit der Feldblende 15 gekoppelt sind,
so daß die Feldblende 15 mittels der Piezoaktoren 35 und
36 definiert durch laterale Verschiebung längs zweier zueinander orthogonaler
Richtungen in der Feldblendenebene 14 verstellt werden kann. Durch die
Abbildung der in unterschiedlichen Positionen eingestellten Feldblende
15 auf das Objekt 4 werden wie zuvor unterschiedliche Beleuchtungsstrukturen
in der Objektebene 3 erzeugt, welche dann zusammen mit dem Objekt
3 auf den Detektor 6 abgebildet werden.
Eine achte bevorzugte Ausführungsform der Erfindung unterscheidet
sich von den bisher beschriebenen Ausführungsbeispielen dadurch, daß die
Einrichtung zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern nun weder eine Feldblende noch
einen Antrieb, sondern statt dessen als als strukturierte Blende wirkendes Element
eine in der Feldblendenebene 14 angeordnete elektrisch steuerbare Modulationseinheit
45 in Form eines Durchlicht-LCD besitzt. Wie in 10
schematisch dargestellt ist die Modulationseinheit 45 über eine Steuerleitung
mit einer Auswerteeinrichtung 46 verbunden, die gegenüber
der Auswerteeinrichtung 7 des ersten Ausführungsbeispiels dahingehend
verändert ist, daß in der Auswerteeinrichtung gespeicherte Hell-Dunkel-Muster
auf dem Durchlicht-LCD dargestellt werden, sodaß auf die Objektebene
3 entsprechende Beleuchtungsmuster gestrahlt werden.
Eine Vorrichtung nach einer neunten bevorzugten Ausführungsform
der Erfindung, deren optischer Gesamtaufbau schematisch vereinfacht in
11 gezeigt ist, unterscheidet sich von der Vorrichtung
des ersten Ausführungsbeispiels dadurch, daß das als Blende wirkende Element
zur Dunkelfeldbeleuchtung scharf auf das Objekt abbildbar ist. Hierzu ist die zweite
Beleuchtungsoptik 19 durch eine modifizierte zweite Beleuchtungsoptik
40 ersetzt, der Strahlenteiler 21 ist nicht mehr notwendig. Für
Komponenten, die gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel im Wesentlichen
unverändert sind, gelten die Ausführungen des ersten Ausführungsbeispiels
entsprechend und es werden die gleichen Bezugszeichen verwendet.
Die Vorrichtung umfaßt die Beleuchtungseinrichtung
1 mit der Licht- oder Strahlungsquelle 8, der optional der Verschluß
10 und, vorteilhaft, den Strahlengang homogenisierende optische Elemente
11, wie z.B. ein Lichtleitstab oder ein innen verspiegelter Glashohlstab,
und Beleuchtungsoptiken 12 und 13 zur homogenen Ausleuchtung einer
in der Feldblendenebene 14 im Strahlengang angeordneten Einrichtung
2 zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern, die im Beispiel die strukturierte
Feldblende 15 umfaßt, nachgeordnet sind. Diese Feldblende
15 ist im Strahlengang in zwei zueinander orthogonalen Richtungen der Feldblendenebene
14 definiert positionierbar angeordnet. Sie kann also mittels des mit der
Feldblende 15 gekoppelten Antriebs 16 in dieser Ebene
14 verschoben werden.
Durch die der Feldblende 15 nachgeordnete modifizierte zweite
Beleuchtungsoptik 40, die im Beispiel einen Beleuchtungstubus
41, einen Ablenkspiegel 42, einen Anregungsfilter 43,
und ein Objektiv 44, wird das als strukturierte Blende wirkende Element,
d.h. hier die strukturierte Feldblende 15, in Dunkelfeldbeleuchtung auf
das zu untersuchende oder zu messende Objekt 4 bzw. die Objektebene
3 abgebildet. Die zweite Beleuchtungsoptik 40 bildet eine sogenannte
Scheimpflugoptik, deren optische Achse unter einem Winkel &agr; zur senkrecht
zur Oberfläche des Objekts 4 bzw. der Objektebene 3 verlaufenden
optischen Achse der Abbildungsoptik 5 angeordnet ist. Vorteilhaft ist der
Winkel &agr; > 50°. Durch diese Abbildungsoptik 5, die beispielsweise
das Objektiv 22, den Filter 25 sowie den Abbildungstubus
23 umfaßt, wird das Objekt 4 kontrastreich zusammen mit der
ihr überlagerten Beleuchtungsstruktur auf den ortsauflösenden Detektor
6 für optische Strahlung abgebildet.
In analoger Weise kann jedoch auch bei einer modifizierten Ausführungsform
die Abbildungsoptik als eine Scheimpflugoptik ausgebildet sein. In diesem Fall steht
die optische Achse der zweiten Beleuchtungsoptik 40 senkrecht auf der Oberfläche
des Objekts 4 bzw. der Objektebene 3. Mit dieser optischen Achse
bildet dann die optische Achse der Abbildungsoptik den Winkel &agr;.
1
Beleuchtungseinrichtung
2
Einrichtung zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern
3
Objektebene
4
Objekt
5
Abbildungsoptik
6
Detektor
7
Auswerteeinrichtung
8
Strahlungsquelle
9
Filter
10
Verschluß
11
homogenisierendes optisches Element
12, 13
erste Beleuchtungsoptiken
14
Feldblendenebene
15
Feldblende
16
Antrieb
17, 18
Exzenterantrieb
19
zweite Beleuchtungsoptik
20
Beleuchtungstubus
21
Strahlenteiler
22
Objektiv
23
Abbildungstubus
24, 25
Filter
26
Dunkelbereiche
27
Hellbereiche
28
Einrichtung zur Erzeugung von Beleuchtungsmustern
29
Feldblende
30
Glasplatte
31
Antrieb
32
Piezoaktoren
33
Hellbereiche
34
Dunkelbereiche
35
Piezoaktor
36
Piezoaktor
37
Teilbereiche
38
Teilbereiche
39
Zellen
40
zweite Beleuchtungsoptik
41
Beleuchtungstubus
42
Ablenkspiegel
43
Anregungsfilter
44
Objektiv
45
Modulationseinheit
46
Auswerteeinrichtung
Anspruch[de]
Verfahren zur Erzeugung eines Bildes einer Schicht
eines Objekts (4) mittels einer Weitfeldoptik (5) auf einem ortsauflösenden
Detektor (6), bei dem
– das Objekt (4) in wenigstens einer Objektebene (3) mit
wenigstens zwei binären Beleuchtungsmustern (26, 27;
33, 34) fokussiert beleuchtet wird und für jedes der Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) entsprechende Bilder erfaßt
werden, wobei die Beleuchtungsmuster (26, 27; 33,
34) jeweils Dunkelbereiche (27; 34) und Hellbereiche
(26; 33) aufweisen, von denen die Hellbereiche und/oder die Dunkelbereiche
bei Überlagerung der Beleuchtungsmuster (26, 27;
33, 34) das Objekt (4) vollständig überdecken,
und
– aus den erfaßten Bildern ein Schichtbild ermittelt wird, das Teilsegmente
umfaßt, die jeweils einen Teilbereich des Objekts (4) wiedergeben,
der so innerhalb eines Hellbereichs wenigstens eines der verwendeten Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) liegt, daß dessen Ränder
von den Rändern des Hellbereichs um wenigstens einen vorgegebenen Mindestabstand
beabstandet sind, und die jeweils unter wenigstens teilweiser Falschlichtkorrektur
unter Verwendung von wenigstens zwei Bildern ermittelt sind, die bei jeweils verschiedenen
Beleuchtungsmustern (26, 27; 33, 34) erfaßt
wurden, in denen der dem jeweiligen Teilsegment entsprechende Teilbereich ganz innerhalb
eines Hellbereichs eines ersten der verschiedenen Beleuchtungsmuster (26,
27; 33, 34) bzw. ganz innerhalb eines Dunkelbereichs
eines zweiten der verschiedenen Beleuchtungsmuster (26, 27;
33, 34) liegt.Verfahren nach Anspruch 1, bei dem die Teilsegmente lückenlos aneinander
anschließen oder sich überlappen.Verfahren nach Anspruch 2, bei dem die Teilsegmente sich weniger als
10% der minimalen Ausdehnung überlappen.Verfahren einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem der Mindestabstand
größer als 1/5 des geringsten Abstands benachbarter Grenzen ist.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem, zur
Ermittlung des Schichtbildes zunächst aus den erfaßten Bildern ein Hell-
und ein Dunkelbild gebildet werden, wobei jeweils Bereiche des Objekts (4)
wiedergebende Teilsegmente der erfaßten Bilder verwendet werden, die in einem
Hell- bzw. Dunkelbereich eines bei der Erfassung des jeweiligen Bildes verwendeten
Beleuchtungsmusters (26, 27; 33, 34) liegenden
Bereich (37, 38) des Objekts (4) wiedergeben und deren
Rand den Mindestabstand von den Übergängen zwischen den Hell- und Dunkelbereichen
des Beleuchtungsmusters (26, 27; 33, 34) aufweist,
– und durch Differenzbildung aus dem Hell- und dem Dunkelbild ein wenigstens
teilweise korrigiertes Schichtbild erzeugt wird.Verfahren nach einem 1 bis 5, bei dem eine gerade Anzahl von Beleuchtungsmustern
(26, 27; 33, 34) verwendet wird, und zunächst
wenigstens teilweise falschlichtkorrigierte Bilder durch Bildung eines Differenzbildes
aus erfaßten Bildern ermittelt werden, bei denen die jeweils verwendeten Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) zueinander komplementär
sind, und aus den wenigstens teilweise falschlichtkorrigierten Bildern das Schichtbild
ermittelt wird.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem die
Beleuchtungsmuster (26, 27; 33, 34) durch ein
Grundmuster gegeben, das relativ zu dem Objekt (4) jeweils unterschiedlich
versetzt ist.Verfahren nach Anspruch 7, bei dem als Grundmuster ein periodisches
Grundmuster verwendet, wobei die versetzten Grundmuster durch Verschiebung des Grundmusters
relativ zu dem Objekt (4) erhältlich sind.Verfahren nach Anspruch 8, bei dem der Betrag der Verschiebung oder
Verschiebungen und die Anzahl der Verschiebungen und damit der Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) so gewählt werden, daß
eine Tiefenresponse-Funktion im Bereich einer Fokusebene, in die die Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) fokussiert sind, ein Plateau
aufweist.Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, bei dem das Objekt
(4) gegenüber dem Grundmuster (26, 27) verschoben
wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, bei dem das Grundmuster
(26, 27; 33, 34) mittels einer mechanischen
Vorrichtung (15, 9; 15, 16; 15,
31) verschoben wird.Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, bei dem eine elektrisch
steuerbare Modulationseinheit (45) für Licht so angesteuert wird,
daß die Beleuchtungsmuster (26, 27; 33,
34) erzeugt werden.Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11 oder nach einem der
Ansprüche 7 bis 11 und Anspruch 12, bei dem als Grundmuster ein periodisches
Streifenmuster mit Periode p verwendet wird, dessen sich periodisch abwechselnde
Hell- und Dunkelstreifen gleich breit sind und aus dem die anderen Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) durch Verschiebung das m/n-fache
der Periode p quer zur Längsrichtung der Streifen erzeugbar sind, wobei 0 <
m < n ist.Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11 oder nach einem der
Ansprüche 7 bis 11 und Anspruch 12, bei dem Beleuchtungsmuster (33,
34) mit jeweils einer in zwei Richtungen periodischen Anordnung von Hell-
und Dunkelbereichen (33, 34) verwendet werden, wobei die Anordnungen
in wenigstens einer der Richtungen gegeneinander versetzt sind.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem Hell-
und/oder Dunkelbilder niederfrequent gefiltert werden.Vorrichtung zur Erzeugung eines Bildes einer Schicht eines Objekts (4),
mit
– einer Beleuchtungseinrichtung (1) zur fokussierten Beleuchtung
des Objekts (4) in einer Objektebene (3),
– einer Einrichtung (2; 28; 45) zur Erzeugung
wenigstens zweier vorgegebener Beleuchtungsmuster (26, 27;
33, 34) zur Beleuchtung des Objekts (4) in der Objektebene
(3) mit einem im Strahlengang nach der Beleuchtungseinrichtung (1)
angeordneten als strukturierte Blende wirkenden Element, wobei die Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) jeweils Dunkelbereiche (27;
34) und Hellbereiche (26; 33) aufweisen, von denen die
Hellbereiche und/oder die Dunkelbereiche bei Überlagerung der Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) das Objekt (4) vollständig
überdecken,
– einer, vorzugsweise als Weitfeldoptik ausgebildeten Abbildungsoptik (5)
zur Abbildung der Objektebene (3) auf eine Bildebene (B),
– einem in der Bildebene (B) angeordneten ortsauflösenden Detektor (6)
zur Detektion der von dem Objekt (4) ausgehenden optischen Strahlung, und
– einer Auswerteeinrichtung (7, 46) zur Auswertung von
Detektionssignalen des Detektors (6), die dazu ausgebildet ist, auf der
Basis der Detektionssignale Bilder zu erfassen und die der Bilderfassung folgenden
Schritte eines Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche auszuführen
und insbesondere aus den erfaßten Bildern ein Schichtbild zu ermitteln, das
Teilsegmente umfaßt, die jeweils einen Teilbereich des Objekts (4)
wiedergeben, der so innerhalb eines Hellbereichs eines der verwendeten Beleuchtungsmuster
(26, 27; 33, 34) liegt, daß dessen Ränder
von den Rändern des Hellbereichs um wenigstens einen vorgegebenen Mindestabstand
beabstandet sind, und die jeweils unter wenigstens teilweiser Falschlichtkorrektur
unter Verwendung von wenigstens zwei Bildern ermittelt sind, die bei jeweils verschiedenen
Beleuchtungsmustern (26, 27; 33, 34) erfaßt
wurden, in denen der dem jeweiligen Teilsegment entsprechende Teilbereich ganz innerhalb
eines Hellbereichs eines ersten der verschiedenen Beleuchtungsmuster (26,
27; 33, 34) bzw. ganz innerhalb eines Dunkelbereichs
eines zweiten der verschiedenen Beleuchtungsmuster (26, 27;
33, 34) liegt.Vorrichtung nach Anspruch 16, die so ausgebildet ist, daß die Teilsegmente
lückenlos aneinander anschließen oder sich überlappen.Vorrichtung nach Anspruch 17, die so ausgebildet ist, daß die Teilsegmente
sich weniger als 10% der minimalen Ausdehnung überlappen.Vorrichtung nach Anspruch 16 oder 17, die so ausgebildet ist, daß
die Mindestabstände größer als 1/5 des geringsten Abstands benachbarter
Grenzen eines Hell- oder Dunkelbereichs sind.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, bei der die Auswerteeinrichtung
dazu ausgebildet ist, zur Ermittlung des Schichtbildes zunächst aus den erfaßten
Bildern ein Hell- und ein Dunkelbild zu bilden, wobei jeweils Bereiche des Objekts
(4) wiedergebende Teilsegmente der erfaßten Bilder verwendet werden,
die in einem Hell- bzw. Dunkelbereich eines bei der Erfassung des jeweiligen Bildes
verwendeten Beleuchtungsmusters (26, 27; 33,
34) liegenden Bereich des Objekts (4) wiedergeben und deren Rand
den Mindestabstand von den Übergängen zwischen den Hell- und Dunkelbereichen
des Beleuchtungsmusters (26, 27; 33, 34) aufweist,
und durch Differenzbildung aus dem Hell- und dem Dunkelbild ein wenigstens teilweise
korrigiertes Schichtbild zu erzeugen.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 19, die so ausgebildet
ist, daß eine gerade Anzahl von Beleuchtungsmustern (26,
27; 33, 34) verwendet wird, und bei der die Auswerteeinrichtung
dazu ausgebildet ist, zunächst wenigstens teilweise falschlichtkorrigierte
Bilder durch Bildung eines Differenzbildes aus erfaßten Bildern zu ermitteln,
bei denen die jeweils verwendeten Beleuchtungsmuster (26, 27;
33, 34) zueinander komplementär sind, und aus den wenigstens
teilweise falschlichtkorrigierten Bildern das Schichtbild zu ermitteln.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 21, die so ausgebildet
ist, daß die Beleuchtungsmuster (26, 27; 33,
34) durch ein Grundmuster gegeben sind, das relativ zu dem Objekt (4)
jeweils unterschiedlich versetzt ist.Vorrichtung nach Anspruch 22, die so ausgebildet ist, daß das Grundmuster
ein periodisches Grundmuster ist, wobei die versetzten Grundmuster durch Verschiebung
des Grundmusters erhältlich sind.Vorrichtung nach Anspruch 23, die so ausgebildet ist, daß er Betrag
der Verschiebung oder Verschiebungen und die Anzahl der Verschiebungen und damit
der Beleuchtungsmuster (26, 27; 33, 34) so gewählt
sind, daß eine Tiefenresponse-Funktion im Bereich einer Fokusebene, in die
die Beleuchtungsmuster (26, 27; 33, 34) fokussiert
sind, ein Plateau aufweist.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 24, bei der ein Antrieb
(16; 31), mit dem das Objekt (4) oder ein Träger
für das Objekt (4) bewegbar ist, von der Auswerteeinrichtung
(7) so steuerbar ist, daß auf dem mit dem Träger bewegten Objekt
(4) ein von dem als strukturierte Blende wirkenden Element erzeugtes Grundmuster
(26, 27; 33, 34) ein Beleuchtungsmuster (26,
27; 33, 34) abbildet, und
– mittels der Auswerteeinrichtung (7, 46) Bilder des Detektors
(6) nach jeder Änderung der Lage des Objekts (4) automatisch
erfaßbar sind.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 25, bei der ein Antrieb
(16; 31), mit dem das Objekt (4) oder ein Träger
für das Objekt (4) bewegbar ist, von der Auswerteeinrichtung (7)
so steuerbar ist, daß auf dem mit dem Träger bewegten Objekt (4)
ein von dem als strukturierte Blende wirkenden Element erzeugtes Grundmuster (26,
27; 33, 34) ein Beleuchtungsmuster (26,
27; 33, 34) abbildet, und
– mittels der Auswerteeinrichtung (7, 46) Bilder des Detektors
(6) nach jeder Änderung der Lage des Objekts (4) automatisch
erfaßbar sind.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 26, bei der das als
strukturierte Blende wirkende Element eine Feldblende (15) ist und zur
Erzeugung der mindestens zwei Beleuchtungsstrukturen hinter der Feldblende (15)
ein bewegliches, lichtablenkendes Element (30) angeordnet ist.Vorrichtung nach Anspruch 27, bei der die Feldblende (15) eine
streifenförmige Struktur aus einander abwechselnden transparenten und opaken
Bereichen aufweist.Vorrichtung nach Anspruch 27, bei der die Feldblende (15) eine
in zwei Richtungen periodische Anordnung von transparenten und opaken Bereichen
aufweist, wobei die opaken Bereiche aneinander angrenzen.Vorrichtung nach Anspruch 27, bei der das als Blende wirkende Element
eine elektronisch ansteuerbare Modulationseinheit (45), insbesondere ein
LCD oder ein DMD, ist.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 30, bei der eine Beleuchtungsoptik
(40) zur Abbildung des als Blende wirkenden Elements auf das Objekt (4)
als eine Beleuchtungsoptik für eine Dunkelfeldbeleuchtung ausgebildet ist.Vorrichtung nach einem der Ansprüche 16 bis 31, bei der die Auswerteeinrichtung
so ausgebildet ist, daß Hell- und/oder Dunkelbilder niederfrequent gefiltert
werden.