TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft eine Stellvorrichtung mit einem Linearaktuator,
der ansteuerbar ist, um ein Anschlusselement gegenüber einer Basis längs
eines Verfahrwegs zu verfahren, und mit einer zwischen der Basis und dem Anschlusselement
mit dem Linearaktuator in Reihe geschalteten Feder.
STAND DER TECHNIK
Eine Stellvorrichtung der eingangs beschriebenen Art liegt beispielsweise
bei einem bekannten aktiven Schwingungstilger vor, bei dem der Linearaktuator mit
der Feder in Reihe geschaltet ist, über die die Tilgermasse elastisch an eine
Basis angekoppelt ist. Allerdings dient der Linearaktuator in diesem Fall nicht
dazu, die Tilgermasse längs eines Verfahrwegs zu verfahren, sondern dazu, in
Richtung des Schwingungswegs der Tilgermasse Kräfte zwischen der Basis und
der Tilgermasse aufzubringen.
Bei einem aus der DE 103 51
243 A1 bekannten eigenfrequenzvariablen Schwingungstilger ist ein Linearaktuator
mit einer Blattfeder, über die die Tilgermasse elastisch an eine Basis angekoppelt
ist, derart in Reihe geschaltet, dass der Linearaktuator die Blattfeder zwischen
ihren Enden beaufschlagt und dadurch ihre Steifigkeit in Richtung des senkrecht
zu dem Linearaktuator verlaufenden Schwingungswegs der Federmasse verändert.
Die Erfindung betrifft demgegenüber Stellvorrichtungen, bei denen
durch Ansteuerung eines Linearaktuators ein Anschlusselement längs eines Verfahrwegs
verfahrbar ist, um mit dem Anschlusselement eine gewünschte Position einzunehmen.
Dabei kann diese Position eine Position längs eines linearen Verfahrwegs aber
auch eine Schwenkstellung sein. Im letzteren Fall verläuft dann der Verfahrweg
um eine Schwenkachse.
Der voranstehenden Bemerkung steht nicht entgegen, dass bei einer
Stellvorrichtung, die Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist, das Anschlusselement
über die mit dem Linearaktuator in Reihe geschaltete Feder elastisch an der
Basis abgestützt ist. Dies ist im Gegenteil bei einer erfindungsgemäßen
Stellvorrichtung unbedingt der Fall.
Piezoaktuatoren zeichnen sich als Linearaktuatoren dadurch aus, dass
sie stufenlos auf eine Längenänderung ansteuerbar sind und hierbei hohe
Kräfte aufbringen können. Sie sind jedoch ohne Übersetzungseinrichtungen
für ihre Längenänderungen nicht in der Lage, größere Verfahrwege
bereitzustellen.
AUFGABE DER ERFINDUNG
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stellvorrichtung mit
den Merkmalen der eingangs beschriebenen Art aufzuzeigen, bei der die Längenänderungen
des Linearaktuators mit inhärenter vergrößernder Übersetzung
zur Lageveränderung eines elastisch an der Basis abgestützten Anschlusselements
längs des Verfahrwegs genutzt werden können.
LÖSUNG
Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Stellvorrichtung mit den
Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen
der neuen Stellvorrichtung sind in den abhängigen Patentansprüchen 2 bis
13 beschrieben.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Bei der neuen Stellvorrichtung ist die Reihenschaltung aus dem Linearaktuator
und der Feder quer aber nicht senkrecht zu dem Verfahrweg ausgerichtet. Diese Vorgabe
gilt für den gesamten vorgesehenen Verfahrweg des Anschlusselements und beschränkt
einen Winkel zwischen der Reihenschaltung aus dem Linearaktuator und der Feder einerseits
und dem Verfahrweg andererseits auf einen Bereich von etwa 45 bis 89°, vorzugsweise
von 60 bis 87° und am meisten bevorzugt von 75 bis 85°. Ebenfalls möglich
sind entsprechende Winkelbereiche von –45 bis –89°, vorzugsweise
von –60 bis –87° und am meisten bevorzugt von –75 bis
–85°, die Winkeln zwischen der Reihenschaltung aus dem Linearaktuator
und der Feder einerseits und dem Verfahrweg andererseits von 91 bis 135°, vorzugsweise
von 93 bis 120° und am meisten bevorzugt von 95 bis 105° entsprechen.
Unter diesen Winkelverhältnissen weist die neue Stellvorrichtung eine inhärente
vergrößernde Übersetzung für Längenänderungen des
Linearaktuators in Bezug auf Lageveränderungen des Anschlusselements längs
des Verfahrwegs auf. Gleichzeitig bleibt über den gesamten Fahrweg eine elastische
Abstützung des Anschlusselements durch die Feder, die mit dem Linearaktuator
in Reihe geschaltet ist, erhalten.
Besonders bevorzugt ist es bei der neuen Stellvorrichtung, wenn das
Anschlusselement gegen eine in Richtung des Verfahrwegs resultierende Federkraft
der mit dem Linearaktuator in Reihe geschalteten Feder durch eine Gegenfeder abgestützt
ist. Dabei kann es sich bei der Gegenfeder wie bei der mit dem Linearaktuator in
Reihe geschalteten Feder um Druckfedern handeln, die wechselseitig unter Druckvorspannung
stehen. Eine oder beide von der Feder und der Gegenfeder können aber auch Zugfedern
sein und unter Zug von Vorspannung stehen. In jedem Fall kann durch die Gegenfeder
das Anschlusselement mit einer definierten erhöhten Steifigkeit
an dem gewünschten Ort längs seines Verfahrwegs gehalten werden. In Folge
jeder Ansteuerung des Linearaktuators auf eine Längen- oder Kraftänderung
hin stellt sich zwischen den Federn ein neues Kräftegleichgewicht ein, in dem
das Anschlusselement eine durch die Längen- bzw. Kraftänderung eindeutig
bestimmte neue Position einnimmt.
Bei der neuen Stellvorrichtung kann der Verfahrweg durch eine längs
des Verfahrwegs verlaufende mechanische Führung für das Anschlusselement
vorgegeben werden. Dies ist aber nicht erforderlich, wenn mindestens zwei Reihenschaltungen
mit je einem Linearaktuator und einer Feder in symmetrischer Anordnung zu dem Verfahrweg
über das Anschlusselement gegeneinander verspannt sind und zusätzlich
eine Gegenfeder vorgesehen ist oder wenn sogar drei oder mehr Reihenschaltungen
vorgesehen sind. Für eine Führung des Anschlusselements im Raum sind die
drei oder mehr Reihenschaltungen aus je einem Linearaktuator und einer Feder vorzugsweise
in einer rotationssymmetrischen Anordnung um einen linearen Verfahrweg bzw. eine
Schwenkachse des Anschlusselements herum vorzusehen.
Die neue Stellvorrichtung kann, wie bereits eingangs angesprochen
wurde, zwei Hauptausführungsformen annehmen. Bei der einen verläuft der
Verfahrweg geradlinig, während bei der anderen der Verfahrweg um eine Schwenkachse
herum verläuft, d. h. das Anschlusselement um die Schwenkachse verdreht wird.
Bei der konkreten Ausgestaltung der neuen Stellvorrichtung kann sich
jede Reihenschaltung aus dem Linearaktuator und der Feder gelenkig an der Basis
und auch an dem Abstützelement abstützen, wobei die Reihenschaltung dann
eine in Richtung der Reihenschaltung wirkende Linearführung aufweisen kann,
um ein Ausknicken insbesondere der Feder der Reihenschaltung zu vermeiden. Aber
auch die Feder als solche kann hinreichend knickstabil ausgebildet werden.
Umgekehrt kann die Möglichkeit, die Feder in Querrichtung auszulenken
bei der neuen Stellvorrichtung auch gezielt genutzt werden, indem die Reihenschaltung
aus dem Linearaktuator und der Feder starr an der Basis abgestützt wird, wobei
die Feder längs des Verfahrwegs eine Querauslenkung erfährt. im Rahmen
ihrer starren Anbindung kann jede Reihenschaltung bereits geneigt gegenüber
der Basis ausgerichtet sein.
Vorzugsweise ist bei der neuen Stellvorrichtung der Linearaktuator
jeder Reihenschaltung zwischen der Basis und der Feder angeordnet. Der Linearaktuator
gehört dann nicht zu den von der Feder elastisch abgestützten Bauteilen.
Wenn der Linearaktuator der neuen Stellvorrichtung einen Piezoaktuator
aufweist, kann diesem eine vergrößernde Übersetzungseinrichtung für
seine Längenänderungen zugeordnet sein. Deren Übersetzung kommt zu
der inhärenten Übersetzung der neuen Stellvorrichtung hinzu.
Es ist eine Option der neuen Stellvorrichtung, dass der Linearaktuator
von einer Steuerung sowohl angesteuert wird, um das Anschlusselement gegenüber
der Basis längs der Verfahrwegs zu verfahren, als auch angesteuert wird, um
Schwingungen des Anschlusselements in Richtung des Verfahrwegs aktiv zu unterdrücken.
Bei der aktiven Schwingungsunterdrückung wird der Linearaktuator so angesteuert,
dass zu allen auftretenden Beschleunigungen des Anschlusselements mit Hilfe des
Linearaktuators gegenphasige Gegenkräfte aufgebaut werden. Zur Registrierung
der Beschleunigungen des Anschlusselements kann an diesem ein entsprechender Beschleunigungssensor
vorgesehen sein.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Patentansprüchen,
der Beschreibung und den Zeichnungen. Die in der Beschreibungseinleitung genannten
Vorteile von Merkmalen und von Kombinationen mehrerer Merkmale sind lediglich beispielhaft
und können alternativ oder kumulativ zur Wirkung kommen, ohne dass die Vorteile
zwingend von erfindungsgemäßen Ausführungsformen erzielt werden müssen.
Weitere Merkmale sind den Zeichnungen – insbesondere den dargestellten Geometrien
und den relativen Abmessungen mehrerer Bauteile zueinander sowie deren relativer
Anordnung und Wirkverbindung – zu entnehmen. Die Kombination von Merkmalen
unterschiedlicher Ausführungsformen der Erfindung oder von Merkmalen unterschiedlicher
Patentansprüche ist ebenfalls abweichend von den gewählten Rückbeziehungen
der Patentansprüche möglich und wird hiermit angeregt. Dies betrifft auch
solche Merkmale, die in separaten Zeichnungen dargestellt sind oder bei deren Beschreibung
genannt werden. Diese Merkmale können auch mit Merkmalen unterschiedlicher
Patentansprüche kombiniert werden. Ebenso können in den Patentansprüchen
aufgeführte Merkmale für weitere Ausführungsformen der Erfindung
entfallen.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
Im Folgenden wird die Erfindung anhand in den Figuren dargestellter
bevorzugter Ausführungsbeispiele weiter erläutert und beschrieben.
1 skizziert eine erste Ausführungsform der neuen
Stellvorrichtung mit einer Reihenschaltung aus einem Linearaktuator und einer Feder.
2 skizziert eine zweite Ausführungsform der neuen
Stellvorrichtung mit zwei gegeneinander verspannten Reihenschaltungen aus jeweils
einem Linearaktuator und einer Feder.
3 zeigt eine weitere Ausführungsform der neuen
Vorrichtung mit drei gegeneinander verspannten Reihenschaltungen aus jeweils einem
Linearaktuator und einer Feder.
4 zeigt eine Ausführungsform der neuen Stellvorrichtung,
die zusätzlich zu der Ausführungsform gemäß 2
eine Gegenfeder aufweist.
5 zeigt eine Ausführungsform der neuen Stellvorrichtung,
bei der der Stellweg um eine Schwenkachse herum verläuft, während der
Stellweg der Ausführungsformen der Stellvorrichtung gemäß den
1 bis 4 linear verläuft.
6 zeigt eine Ansicht der Stellvorrichtung gemäß
5 in Blickrichtung der Schwenkachse.
7 zeigt eine Abwandlung der Stellvorrichtung gemäß
den 5 und 6 mit drei statt
zwei gegeneinander verspannten Reihenschaltungen aus Linearaktuator und Feder; und
8 zeigt einen Linearaktuator, der einen Piezoaktuator
und eine vergrößernde Übersetzungseinrichtung für Längenänderungen
des Piezoaktuators aufweist.
FIGURENBESCHREIBUNG
Die in 1 skizzierte Stellvorrichtung
1 weist ein längs eines Verfahrwegs 2 in Richtung von Pfeilen
3 verfahrbares Anschlusselement 4 auf. Dabei ist für das
Anschlusselement 4 eine mechanische Führung 5, die parallel
zu dem Verfahrweg 3 verläuft, vorgesehen. Zum Verfahren des Anschlusselements
4 längs des Verfahrwegs 3 ist ein Linearaktuator
6 vorgesehen, der über eine mit ihm in Reihe geschaltete Feder
7 auf das Anschlusselement 4 einwirkt. Der Linearaktuator
6 stützt sich über ein Gelenk 8 an einer Basis
9 ab, an der auch die Führung 5 gelagert ist. Die mit dem
Linearaktuator 6 in Reihe geschaltete Feder 7 ist auf einer Führungsstange
10 angeordnet, die ein Durchknicken der Feder 7 bei einer Längenvergrößerung
des Linearaktuators 6 verhindert. Vielmehr führt eine solche Längenveränderung
zu einer Kompression der Feder 7 und in der Folge zu einer Verschiebung
des Anschlusselements 4 längs des Verfahrwegs 2, um diese
Kompression der Feder 7 wieder abzubauen. Dabei ist die Verschiebung des
Anschlusselements 4 größer als die Längenänderung des
Linearaktuators 6, da die Reihenschaltung 11 aus dem Linearaktuator
6 und der Feder 7 zwar nicht senkrecht, aber doch quer zu dem
Verfahrweg 2 ausgerichtet ist und ein Winkel 21 zwischen dem Verfahrweg
und der Reihenschaltung 11 deutlich größer als 45° ist.
Neben dieser inhärenten Übersetzung der Stellvorrichtung 1 für
die Längenveränderung des Linearaktuators 6 ist die Lagerung
des Anschlusselements 4 längs des Stellwegs 2 elastisch.
Die Stellvorrichtung 1 gemäß 2
weist zwei über den Federweg 3 hinweg symmetrisch gegeneinander verspannte
Reihenschaltungen 11 aus jeweils einem Linearaktuator 6 und einer
Feder 7 auf. Dabei ist eine hier nicht dargestellte mechanische Führung
für das Anschlusselement 4 nur parallel zu der Zeichenebene vorgesehen.
Eine seitliche Führung wird durch den symmetrischen Aufbau der beiden Reihenschaltungen
11 bewirkt, die parallel zueinander angesteuert werden. Die beiden Reihenschaltungen
11 sind hier nicht gelenkig an der Basis 9 gelagert und sie weisen
auch keine Führungsstange 10 auf. Vielmehr wird eine Querauslenkung
der Federn 7 bei einer Längenveränderung der Linearaktuatoren
6 für die Bewegung des Anschlusselements 4 längs des
Federwegs 2 gezielt ausgenutzt. Die Linearaktuatoren 6 sind unter
einer Neigung starr an die Basis 9 angebunden, die der Grundstellung des
Anschlusselements 4 in der Mitte seines Verfahrwegs 2 entspricht.
Dieser Verfahrweg endet, bevor die Reihenschaltungen 11 bei einer Längenverkürzung
der Linearaktuatoren 6 senkrecht zu ihm ausgerichtet wären.
3 skizziert eine Stellvorrichtung 1, bei der
insgesamt drei Reihenschaltungen 11 aus jeweils einem Linearaktuator
6 und einer Feder 7 in einer rotationssymmetrischen Anordnung
um den Verfahrweg 2 herum angeordnet sind und dabei das Anschlusselement
4 auf dem linearen Verfahrweg 2 ohne weitere Mittel im Raum führen.
In 4 ist zusätzlich zu dem Aufbau
der Stellvorrichtung 1 gemäß 2 eine
Gegenfeder 12 dargestellt, die das Anschlusselement 4 entgegen
der Resultierenden der Federkräfte der Federn 7 in Richtung des Verfahrwegs
2 gegenüber der Basis 9 abstützt. So kann das Anschlusselement
4 von der Stellvorrichtung 11 mit einer definierten positiven
Steifigkeit an dem jeweils gewünschten Ort längs seines Verstellwegs
2 gehalten werden. Die Federn 7 und 12 können sämtlich
Druckfedern aber auch teilweise oder sämtlich Zugfedern sein.
Die Ausführungsform der Stellvorrichtung 1 gemäß
den 5 und 6 unterscheidet
sich von allen bisherigen Ausführungsformen der Stellvorrichtung
1 darin, dass der Verfahrweg 2 kein linearer Verfahrweg ist, sondern
sich, wie die Pfeile 3 hier andeuten, um eine Schwenkachse 13
herum erstreckt. D. h., die Stellvorrichtung 1 ist hier zum Verdrehen des
Anschlusselements 4 um die Schwenkachse 13 vorgesehen. Dabei sind
zwei Reihenschaltungen 11 aus einem sich rückwärtig an der Basis
9 abstützenden Linearaktuator 6 und einer
damit in Reihe geschalteten Feder 7 vorgesehen. Diese Reihenschaltungen
11 beaufschlagen das Anschlusselement 4 von der Basis
9 weg, das aber von einem Torsionselement 14 in festem Abstand
zu der Basis 9gehalten wird. Das Torsionselement 14 definiert
die Schwenkachse 13 und es ist zugleich als Gegenfeder 12 zu den
Reihenschaltungen 11 vorgesehen, was deutlicher aus 6
hervorgeht. Die Reihenschaltungen 11 verlaufen nicht senkrecht zu der Basis
9 und dem Anschlusselement 4, sondern ihre Anbindungspunkte an
das Anschlusselement 4 sind gegenüber ihren Anbindungspunkten an die
Basis 9 um Winkel 15 versetzt. Die Reihenschaltungen
11 sind daher niemals zwischen der Basis 9 und dem Anschlusselement
4 in einem labilen Gleichgewicht maximal zusammengedrückt, sondern
sie weisen immer einen geneigten Verlauf auf, wobei ein Kräftegleichgewicht
zwischen der Resultierenden der Federkräfte 7 auf das Anschlusselement
4 um die Schwenkachse 13 und der Gegenkraft der von dem Torsionselement
14 gebildeten Gegenfeder 12 herrscht. Dieses Kräftegleichgewicht
verschiebt sich in Bezug auf die Drehlage des Anschlusselements 4 um die
Schwenkachse 13 bei Ansteuerung der Linearaktuators 6 auf eine
Längenänderung in Richtung der jeweiligen Reihenschaltung 11.
7 zeigt eine weitere Ausführungsform der Stellvorrichtung
1, die für einen rotatorischen Verstellweg 2 um die Schwenkachse
13 vorgesehen ist. Hier sind abweichend von den 5
und 6 jedoch nicht zwei, sondern drei rotationssymmetrisch
um die Schwenkachse 13 herum angeordnete Reihenschaltung 11 aus
jeweils einem Linearaktuator 6 und einer Feder 7 vorgesehen.
Zusätzlich zu der inhärenten Übersetzung der Längenveränderung
der Linearaktuatoren 6 in eine größere Änderung des Stellwegs
2 bei den Stellvorrichtungen 1 kann innerhalb des Linearaktuators
6 eine vergrößernde Übersetzungseinrichtung 16
vorgesehen sein, wie dies in 8 skizziert ist. Der Linearaktuator
6 gemäß 8 weist ein zweiteiliges
Gehäuse 17, 28 auf, wobei die beiden Teile des Gehäuses
17 und 18 linear aneinander geführt sind. Weiterhin sind
die beiden Teile 17 und 18 des Gehäuses mit den Enden von
zwei Blattfedern 19 verbunden, zwischen denen ein Piezoaktuator
20 angeordnet ist. Eine Längenveränderung des Piezoaktuators
20 führt zu einer durch die Blattfeder 19 vergrößerten
Längenveränderung des Linearaktuators 6, die zudem ein umgekehrtes
Vorzeichen aufweist. Die konkrete Form der Übersetzungseinrichtung
16 kann von der hier skizzierten Möglichkeit unter Verwendung von
Blattfedern 19 abweichen. Je nach Typ des Linearaktuators 6 kann
eine solche Übersetzungseinrichtung zusätzlich zu der inhärenten
Übersetzung der Stellvorrichtung 1 auch entbehrlich sein.
- 1
- Stellvorrichtung
- 2
- Verfahrweg
- 3
- Pfeil
- 4
- Anschlusselement
- 5
- Führung
- 6
- Linearaktuator
- 7
- Feder
- 8
- Gelenk
- 9
- Basis
- 10
- Führungsstange
- 11
- Reihenschaltung
- 12
- Gegenfeder
- 13
- Schwenkachse
- 14
- Torsionselement
- 15
- Winkel
- 16
- Übersetzungseinrichtung
- 17
- Teil des Gehäuses
- 18
- Teil des Gehäuses
- 19
- Blattfeder
- 20
- Piezoaktuator
- 21
- Winkel