TECHNISCHES GEBIET
Diese Erfindung betrifft im Allgemeinen Hybridantriebsstrang-Steuersysteme,
und im Besonderen die Ausführung von Getriebeschaltvorgängen.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Es sind verschiedene Hybrid-Antriebsstrangarchitekturen bekannt, um
mit den Antriebs- und Abtriebsdrehmomenten von verschiedenen Antriebsmaschinen in
Hybridfahrzeugen, üblicherweise Brennkraftmaschinen und elektrische Maschinen,
umzugehen. Eine solche Hybridantriebsstrangarchitektur umfasst ein elektromechanisches
Getriebe mit zwei Modi und Verbund-Verzweigung (two-mode, compound-split, electromechanical
transmission), das ein Antriebselement zur Aufnahme von Leistung von einer Antriebsmaschinen-Leistungsquelle
und ein Abtriebselement zur Abgabe von Leistung von dem Getriebe benutzt. Ein erster
und zweiter Motor/Generator sind funktional mit einer Energiespeichereinrichtung
verbunden, um elektrische Leistung zwischen der Speichereinrichtung und dem ersten
und zweiten Motor/Generator auszutauschen. Es ist eine Steuereinheit vorgesehen,
um den Austausch elektrischer Leistung zwischen der Energiespeichereinrichtung und
dem ersten und zweiten Motor/Generator zu regeln. Die Steuereinheit regelt auch
den Austausch elektrischer Leistung zwischen dem ersten und zweiten Motor/Generator.
Ingenieure, die Antriebsstrangsysteme, die Getriebesysteme einschließen,
implementieren, stehen vor der Aufgabe, Gangschaltschemata zu entwickeln. Eine fortwährende
Herausforderung bei jedem Schaltschema ist es, ein Gangschaltereignis zu besitzen,
das für einen Bediener wahrnehmbar aber nicht störend ist. Darüber
hinaus müssen sich Konstrukteure der während des Kupplungsschlupfs erzeugten
Wärmeenergie und der Auswirkung derartiger Wärmeenergie auf das Leistungsvermögen
und die Haltbarkeit des Getriebes bewusst sein.
Daher besteht ein Bedarf für ein Verfahren und eine Vorrichtung
zum Ausführen eines synchronen Gangschaltens in einem Hybridgetriebe.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Um die vorstehend aufgeworfenen Probleme zu lösen, sind ein Verfahren
und ein Fertigungsgegenstand vorgesehen, um einen synchronen Schaltvorgang von einem
anfänglichen Gang zu einem abschließenden Gang in einem Getriebe eines
Antriebsstrangsystems auszuführen. Das beispielhafte Antriebsstrangsystem umfasst
mehrere Drehmoment erzeugende Einrichtungen, die jeweils betreibbar sind, um der
Getriebevorrichtung und dem Fahrzeugendantrieb Bewegungsdrehmoment zuzuführen,
und die beispielhafte Getriebevorrichtung umfasst ein hybrides elektromechanisches
Getriebe mit zwei Modi und Verbund-Verzweigung, das vier feste Übersetzungsverhältnisse
aufweist. Es gibt mehrere Zahnräder, die betreibbar sind, um Drehmoment zwischen
der Getriebevorrichtung und einer Abtriebswelle unter Verwendung mehrerer Drehmomentübertragungseinrichtungen
zu übertragen. Die Drehmoment erzeugenden Einrichtungen umfassen vorzugsweise
ein Paar Elektromotoren/Generatoren und eine Brennkraftmaschine. Eine Drehmomentübertragung
kann in der Form einer Übertragung von Bewegungsdrehmoment von einer der Drehmoment
erzeugenden Einrichtungen durch das Getriebe zu dem Fahrzeugendantrieb erfolgen.
Eine Drehmomentübertragung kann in der Form der Übertragung von Raddrehmoment,
das aus einem Fahrzeugmoment resultiert, durch das Getriebe zu einer der Drehmoment
erzeugenden Einrichtungen erfolgen, um Drehmoment zu übertragen und somit eine
elektrische Energierückgewinnung unter Verwendung von einem der Elektromotoren/Generatoren
zu bewirken, oder um Drehmoment zu der Brennkraftmaschine zu übertragen, um
ein Motorbremsen zu bewirken. Der Fertigungsgegenstand umfasst ein Steuersystem,
das zum Teil ein Speichermedium umfasst, in dem ein Computerprogramm codiert ist,
um das Verfahren zu bewirken und das Schalten von dem anfänglichen Gang in
den abschließenden Gang auszuführen. Das Steuersystem benutzt eingebettete
Controller und führt Computerprogramme aus, um Befehle zum Steuern von Aktoren
zu erzeugen und somit das gewünschte oder beabsichtigte Ergebnis zu erreichen.
Insgesamt umfasst das in dem Steuersystem ausgeführte Verfahren,
dass das Getriebe in dem anfänglichen festen Übersetzungsverhältnis
betrieben wird, das Getriebe in einem Modus-Betrieb betrieben wird und das Getriebe
in dem abschließenden festen Übersetzungsverhältnis betrieben wird.
Ein Aspekt der Erfindung umfasst das Steuersystem, das betreibbar
ist, um ein Reaktionsdrehmoment einer ersten Drehmomentübertragungseinrichtung,
die den anfänglichen Gang aktiviert, zu vermindern, und die erste Drehmomentübertragungseinrichtung
zu deaktivieren, wenn das Reaktionsdrehmoment kleiner als ein vorbestimmter Wert
ist. Es stellt fest, dass die Drehzahl einer Antriebswelle für das Getriebe
im Wesentlichen mit einer Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
synchronisiert ist, und betätigt die zweite Drehmomentübertragungseinrichtung.
Die Erfindung umfasst ferner, dass die zweite Drehmomentübertragungseinrichtung
betätigt wird, indem die Drehmomentkapazität der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
erhöht wird; und ein Reaktionsdrehmoment der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
erhöht wird.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass eine Drehmomentkapazität
der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung erhöht wird, indem eine
Fluidströmung durch ein Hydrauliksystem befohlen wird, um die zweite Drehmomentübertragungseinrichtung
zu einem Zeitpunkt vor einem Zeitpunkt zu betätigen, zu dem die Drehzahl der
Antriebswelle im Wesentlichen mit der Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
synchronisiert ist.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass auf der Basis einer
Änderung der Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung, und
einer Ansprechzeit des Hydrauliksystems ein Zeitpunkt bestimmt wird, zu dem die
Drehzahl der Antriebswelle im Wesentlichen mit der Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
synchronisiert ist.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass eine Drehmomentkapazität
der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung erhöht wird, indem ein Kupplungssteuersolenoid
betätigt wird, das betreibbar ist, um die zweite Drehmomentübertragungseinrichtung
zu betätigen.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass dem Getriebe ein Bewegungsdrehmoment
von dem ersten und dem zweiten Elektromotor zugeführt wird, das im Wesentlichen
gleich dem Reaktionsdrehmoment ist; und die Drehmomentkapazität der ersten
Drehmomentübertragungseinrichtung auf einen Drehmomentwert vermindert wird,
der kleiner als ein vorbestimmter Reaktionsdrehmomentwert ist.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass auf der Basis einer
Änderung einer Bedieneranforderung für Abtriebsdrehmoment von einem anfänglichen
Gang in einen abschließenden Gang in dem Getriebe geschaltet wird.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass von einem anfänglichen
Gang zu einem abschließenden Gang in dem Getriebe auf der Basis einer Änderung
äußerer Bedingungen geschaltet wird.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass von einem anfänglichen
Gang in einen abschließenden Gang in dem Getriebe auf der Basis einer Änderung
einer Antriebsstrangdrehmomentanforderung geschaltet wird, die durch einen Controller-Befehl,
den Betriebsmodus von einer der Drehmoment erzeugenden Einrichtungen zwischen einem
elektrische Energie erzeugenden Modus und einem Drehmoment erzeugenden Modus zu
ändern, hervorgerufen wird, wenn die Drehmoment erzeugende Einrichtung einen
Motor/Generator umfasst.
Ein Aspekt der Erfindung umfasst, dass von dem anfänglichen festen
Übersetzungsverhältnis zu dem Modus-Betrieb übergegangen wird, wenn
ein Reaktionsdrehmoment von einer der Drehmomentübertragungseinrichtungen,
die das anfängliche feste Übersetzungsverhältnis herstellt, kleiner
als ein vorbestimmter Reaktionsdrehmomentwert ist, wobei die Drehmomentübertragungseinrichtung,
die das Reaktionsdrehmoment aufweist, das kleiner als der vorbestimmte Reaktionsdrehmomentwert
ist, deaktiviert wird. Der vorbestimmte Reaktionsdrehmomentwert umfasst in der offenbarten
Ausführungsform einen Drehmomentwert, der im Wesentlichen gleich einem Drehmomentwert
von Null ist.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung umfasst, dass von einem Modus-Betrieb
zu dem abschließenden festen Übersetzungsverhältnis übergegangen
wird, wenn die Drehzahl einer Drehmomentübertragungseinrichtung, die für
den Betrieb in dem abschließenden festen Übersetzungsverhältnis notwendig
ist, im Wesentlichen mit einer Antriebsdrehzahl für das Getriebe synchronisiert
ist.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass festgestellt wird,
dass die Drehzahl einer Antriebswelle für das Getriebe im Wesentlichen mit
einer Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung synchronisiert
ist; und danach die zweite Drehmomentübertragungseinrichtung betätigt
wird.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass die zweite Drehmomentübertragungseinrichtung
betätigt wird, was umfasst, dass eine Strömung von Hydraulikfluid zur
Betätigung zu der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung befohlen wird,
unmittelbar bevor festgestellt wird, dass die Drehzahl der Antriebswelle im Wesentlichen
mit der Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung synchronisiert
ist. Dadurch wird die Drehmomentkapazität der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
ebenso wie das Reaktionsdrehmoment der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
erhöht.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass eine Strömung
von Hydraulikfluid zur Betätigung zu der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
befohlen wird, unmittelbar bevor festgestellt wird, dass die Drehzahl der Antriebswelle
im Wesentlichen mit der Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
synchronisiert ist. Dies umfasst, dass die Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
überwacht wird. Das Steuersystem ist betreibbar, um auf der Basis einer Änderung
der Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung und einer Füllzeit
eines Hydrauliksystems festzustellen, dass die Drehzahl der Antriebswelle im Wesentlichen
mit der Drehzahl der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung synchronisiert
ist.
Ein anderer Aspekt der Erfindung umfasst, dass ein Bewegungsdrehmoment,
das dem Getriebe von dem ersten und zweiten Elektromotor zugeführt wird, im
Anschluss an die Betätigung der zweiten Drehmomentübertragungseinrichtung
verringert wird.
Diese und andere Aspekte der Erfindung werden Fachleuten beim Lesen
und Verstehen der folgenden ausführlichen Beschreibung der Ausführungsformen
deutlich werden.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung kann physikalische Form in bestimmten Teilen und einer
bestimmten Anordnung von Teilen annehmen, wobei deren bevorzugte Ausführungsform
in den begleitenden Zeichnungen, die einen Teil hiervon bilden, ausführlich
beschrieben und dargestellt wird, und wobei:
1 ein schematisches Schaubild eines beispielhaften
Antriebsstrangs gemäß der vorliegenden Erfindung ist;
2 ein schematisches Schaubild einer beispielhaften
Architektur für einen Controller und Antriebsstrang gemäß der vorliegenden
Erfindung ist; und
3 ein beispielhafter Datengraph gemäß der
vorliegenden Erfindung ist.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM
In den Zeichnungen, in denen die Darstellungen allein zum Zweck der
Veranschaulichung der Erfindung dienen und nicht zum Zweck selbige einzuschränken,
zeigen die 1 und 2 ein
System mit einer Maschine 14, einem Getriebe 10, einem Steuersystem
und einem Endantrieb, das gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung aufgebaut worden ist.
Mechanische Aspekte des beispielhaften Getriebes 10 sind
ausführlich in der gemeinschaftlich übertragenen U.
S. Patentanmeldung mit der Veröffentlichungsnummer U.S. 2005/0137042 A1,
die am 23. Juni 2005 veröffentlicht wurde, mit dem Titel Two-Mode, Compound-Split,
Hybrid Electro-Mechanical Transmission having Four Fixed Ratios, (elektromechanisches
Hybridgetriebe mit zwei Modi, Verbund-Verzweigung und vier festen Verhältnissen),
deren Offenbarungsgehalt hierin durch Bezugnahme miteingeschlossen ist, offenbart.
Das beispielhafte elektromechanische Hybridgetriebe mit zwei Modi und Verbund-Verzweigung,
das die Konzepte der vorliegenden Erfindung ausführt, ist in 1
dargestellt und allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Das Hybridgetriebe
10 weist ein Antriebselement 12 auf, das in der Natur einer Welle
vorliegen kann, die direkt durch eine Maschine 14 angetrieben ist. Ein
Dämpfer 20 für transientes Drehmoment ist zwischen der Abtriebswelle
18 der Maschine 14 und dem Antriebselement 12 des Hybridgetriebes
10 eingebaut. Der Dämpfer 20 für transientes Drehmoment
umfasst vorzugsweise eine Drehmomentübertragungseinrichtung 77, die
Charakteristiken eines Dämpfungsmechanismus und einer Feder, die jeweils als
78 und 79 gezeigt sind, aufweist. Der Dämpfer 20
für transientes Drehmoment erlaubt einen selektiven Eingriff der Maschine
14 mit dem Hybridgetriebe 10, es ist aber zu verstehen, dass die
Drehmomentübertragungseinrichtung 77 nicht dazu benutzt wird, den
Modus, in dem das Hybridgetriebe 10 arbeitet, zu verändern oder zu
steuern. Die Drehmomentübertragungseinrichtung 77 umfasst vorzugsweise
eine hydraulisch betätigte Reibungskupplung, die als Kupplung
C5 bezeichnet ist.
Die Maschine 14 kann irgendeine von zahlreichen Formen von
Brennkraftmaschinen sein, wie etwa ein Fremdzündungsmotor oder ein Kompressionszündungmotor,
die leicht anpassbar ist, um eine Leistungsabgabe an das Getriebe 10 mit
einem Bereich von Betriebsdrehzahlen von Leerlauf bei oder in der Nähe von
600 Umdrehungen pro Minute (RPM oder U/min) bis zu über 6000 RPM oder U/min
bereitzustellen. Ungeachtet des Mittels, durch das die Maschine 14 mit
dem Antriebselement 12 des Getriebes 10 verbunden ist, ist das
Antriebselement 12 mit einem Planetenradsatz 24 in dem Getriebe
10 verbunden.
Nun unter spezieller Bezugnahme auf 1
benutzt das Hybridgetriebe 10 drei Planetenradsätze 24,
26 und 28. Der erste Planetenradsatz 24 weist ein äußeres
Zahnradelement 30 auf, das allgemein als Hohlrad bezeichnet werden kann
und ein inneres Zahnradelement 32 umgibt, das allgemein als Sonnenrad bezeichnet
wird. Mehrere Planetenradelemente 34 sind an einem Träger
36 drehbar montiert, so dass jedes Planetenradelement 34 kämmend
mit sowohl dem äußeren Zahnradelement 30 als auch dem inneren
Zahnradelement 32 in Eingriff steht.
Der zweite Planetenradsatz 26 weist ebenfalls ein äußeres
Zahnradelement 38 auf, das allgemein als Hohlrad bezeichnet wird und ein
inneres Zahnradelement 40 umgibt, das allgemein als Sonnenrad bezeichnet
wird. Mehrere Planetenradelemente 42 sind an einem Träger
44 drehbar montiert, so dass jedes Planetenrad 42 kämmend
mit sowohl dem äußeren Zahnradelement 38 als auch dem inneren
Zahnradelement 40 in Eingriff steht.
Der dritte Planetenradsatz 28 weist auch ein äußeres
Zahnradelement 46 auf, das allgemein als Hohlrad bezeichnet wird und ein
inneres Zahnradelement 48 umgibt, das allgemein als Sonnenrad bezeichnet
wird. Mehrere Planetenradelemente 50 sind an einem Träger
52 drehbar montiert, sodass jedes Planetenrad 50 kämmend
mit sowohl dem äußeren Zahnradelement 46 als auch dem inneren
Zahnradelement 48 in Eingriff steht.
Verhältnisse von Zähnen an Hohlrädern/Sonnenrädern
beruhen typischerweise auf Konstruktionserwägungen, die dem Fachmann bekannt
sind und außerhalb des Schutzumfangs der vorliegenden Erfindung liegen. Beispielsweise
beträgt in einer Ausführungsform das Hohlrad/Sonnenrad-Zähneverhältnis
des Planetenradsatzes 24
65/33; das Hohlrad/Sonnenrad-Zähneverhältnis des Planetenradsatzes
26 beträgt 65/33; und das Hohlrad/Sonnenrad-Zähneverhältnis
des Planetenradsatzes 28 beträgt 94/34.
Die drei Planetenradsätze 24, 26 und
28 umfassen jeweils einfache Planetenradsätze. Darüber hinaus
sind der erste und zweite Planetenradsatz 24 und 26 darin zusammengesetzt,
dass das innere Zahnradelement 32 des ersten Planetenradsatzes
24, etwa über ein Nabenplattenzahnrad 54, mit dem äußeren
Zahnradelement 38 des zweiten Planetenradsatzes 26 verbunden ist.
Die verbundenen inneres Zahnradelement 32 des ersten Planetenradsatzes
24 und äußeres Zahnradelement 38 des zweiten Planetenradsatzes
26 sind ständig mit einem ersten Motor/Generator 56 verbunden,
der auch als "Motor A" bezeichnet wird.
Die Planetenradsätze 24 und 26 sind darüber
hinaus darin zusammengesetzt, dass der Träger 36 des ersten Planetenradsatzes
24, wie über eine Welle 60, mit dem Träger
44 des zweiten Planetenradsatzes 26 verbunden ist. Somit sind
die Träger 36 und 44 des ersten und zweiten Planetenradsatzes
24 bzw. 26 verbunden. Die Welle 60 ist auch selektiv
mit dem Träger 52 des dritten Planetenradsatzes 28, wie über
eine Drehmomentübertragungseinrichtung 62, verbunden, die, wie es
nachstehend ausführlicher erläutert wird, angewandt wird, um bei der Auswahl
der Betriebsmodi des Hybridgetriebes 10 zu helfen. Der Träger
52 des dritten Planetenradsatzes 28 ist direkt mit dem Getriebeabtriebselement
64 verbunden.
In der hierin beschriebenen Ausführungsform, in der das Hybridgetriebe
10 in einem Landfahrzeug verwendet wird, ist das Abtriebselement
64 funktional mit einem Endantrieb verbunden, der einen Getriebekasten
90 oder eine andere Drehmomentübertragungseinrichtung umfasst, die
einen Drehmomentausgang für eine oder mehrere Fahrzeugachsen 92 oder
Halbwellen (die nicht gezeigt sind) bereitstellt. Die Achsen 92 enden wiederum
in Antriebselementen 96. Die Antriebselemente 96 können entweder
Vorder- oder Hinterräder des Fahrzeugs sein, an dem sie angewandt werden, oder
sie können ein Antriebszahnrad eines Kettenfahrzeugs sein. Den Antriebselementen
96 kann irgendeine Form von Radbremse 94 zugeordnet sein. Die
Antriebselemente weisen jeweils einen Drehzahlparameter NWHL auf, der
die Drehzahl jedes Rades 96 umfasst, die typischerweise mit einem Raddrehzahlsensor
messbar ist.
Das innere Zahnradelement 40 des zweiten Planetenradsatzes
26 ist mit dem inneren Zahnradelement 48 des
dritten Planetenradsatzes 28, etwa über eine Hohlwelle 66,
die die Welle 60 umgibt, verbunden. Das äußere Zahnradelement
46 des dritten Planetenradsatzes 28 ist selektiv mit Masse, die
durch das Getriebegehäuse 68 dargestellt ist, durch eine Drehmomentübertragungseinrichtung
70 verbunden. Die Drehmomentübertragungseinrichtung 70 wird,
wie es nachstehend ebenfalls erläutert wird, auch angewandt, um bei der Auswahl
der Betriebsmodi des Hybridgetriebes 10 zu helfen. Die Hohlwelle
66 ist auch ständig mit einem zweiten Motor/Generator 72
verbunden, der auch als "Motor B" bezeichnet wird.
Alle Planetenradsätze 24, 26 und
28 sowie die beiden Motoren/Generatoren 56 und 72 sind
koaxial orientiert, wie etwa um die axial angeordnete Welle 60. Die Motoren/Generatoren
56 und 72 haben beide eine kreisringförmige Konfiguration,
die zulässt, dass diese die drei Planetenradsätze 24,
26 und 28 derart umgeben können, dass die Planetenradsätze
24, 26 und 28 radial innen von den Motoren/Generatoren
56 und 72 angeordnet sind. Diese Anordnung stellt sicher, dass
die Gesamtumhüllende, d. h. die Umfangsabmessung, des Getriebes 10
minimiert ist.
Eine Drehmomentübertragungseinrichtung 73 verbindet
das Sonnenrad 40 selektiv mit Masse, d. h. mit dem Getriebegehäuse
68. Eine Drehmomentübertragungseinrichtung 75 dient als Sperrkupplung,
die die Planetenradsätze 24, 26, Motoren 56,
72 und den Antrieb sperrt, so dass sie als eine Gruppe rotieren, indem
das Sonnenrad 40 selektiv mit dem Träger 44 verbunden wird.
Die Drehmomentübertragungseinrichtungen 62, 70,
73, 75 sind alle Reibungskupplungen, die jeweils wie folgt bezeichnet
sind: Kupplung C1 70, Kupplung C2 62, Kupplung C3 73
und Kupplung C4 75. Jede Kupplung ist vorzugsweise hydraulisch betätigt,
wobei sie Hydraulikdruckfluid von einer Pumpe aufnimmt. Die hydraulische Betätigung
wird unter Verwendung eines bekannten Hydraulikfluidkreises bewerkstelligt, der
hierin nicht ausführlich beschrieben wird.
Das Hybridgetriebe 10 nimmt ein Bewegungsantriebsdrehmoment
von mehreren Drehmoment erzeugenden Einrichtungen, die die Maschine 14
und die Motoren/Generatoren 56 und 72 umfassen, als ein Ergebnis
einer Energieumwandlung aus Kraftstoff oder elektrischem Potenzial, das in einer
Speichereinrichtung für elektrische Energie (ESD von Energy Storage Device)
74 gespeichert ist, auf. Die ESD 74 umfasst typischerweise eine
oder mehrere Batterien. Andere Speichereinrichtungen für elektrische Energie
und elektrochemische Energie, die die Fähigkeit haben, elektrische Leistung
zu speichern und elektrische Leistung abzugeben, können anstelle der Batterien
verwendet werden, ohne die Konzepte der vorliegenden Erfindung zu verändern.
Die ESD 74 ist vorzugsweise auf der Basis von Faktoren bemessen, die regenerative
Anforderungen, Anwendungsaufgaben, die mit typischer Straßensteigung und Temperatur
in Beziehung stehen, und Antriebsanforderungen, wie etwa Emissionen, Hilfskraft
und elektrischer Bereich umfassen. Die ESD 74 ist mit einem Getriebestromumrichtermodul
(TPIM von Transmission Power Inverter Module) 19 über Gleichstromleitungen
oder Übertragungsleiter 27 hochspannungs-gleichstromgekoppelt. Das
TPIM 19 ist ein Element des Steuersystems, das nachstehend anhand von
2 beschrieben wird. Das TPIM 19 kommuniziert
mit dem ersten Motor/Generator 56 über Übertragungsleiter
29, und das TPIM 19 kommuniziert ähnlich mit dem zweiten
Motor/Generator 72 über Übertragungsleiter 31. Elektrischer
Strom ist zu oder von der ESD 74 dementsprechend übertragbar, ob die
ESD 74 aufgeladen oder entladen wird. Das TPIM 19 umfasst das
Paar Stromumrichter und jeweilige Motor-Controller, die konfiguriert sind, um Motorsteuerbefehle
zu empfangen und daraus Umrichterzustände zu steuern und somit eine Motorantriebs-
oder Regenerationsfunktionalität bereitzustellen.
Bei der Motorantriebssteuerung nimmt der jeweilige Umrichter Strom
von den Gleichstromleitungen auf und liefert Wechselstrom an den jeweiligen Motor
über Übertragungsleiter 29 und 31. Bei der Regenerationssteuerung
nimmt der jeweilige Umrichter Wechselstrom von dem Motor über Übertragungsleiter
29 und 31 auf und liefert Strom an die Gleichstromleitungen
27. Der Netto-Gleichstrom, der zu oder von den Umrichtern geliefert wird,
bestimmt den Aufladungs- oder Entladungsbetriebsmodus der Speichereinrichtung für
elektrische Energie 74. Der Motor A 56 und Motor B 72
sind vorzugsweise Dreiphasen-Wechselstrommaschinen, und die Umrichter umfassen eine
komplementäre Dreiphasen-Leistungselektronik.
Wieder nach 1 kann ein Antriebszahnrad
80 an dem Antriebselement 12 vorgesehen sein. Wie es gezeigt ist,
verbindet das Antriebszahnrad 80 das Antriebselement 12 fest mit
dem äußeren Zahnradelement 30 des ersten Planetenradsatzes
24, und das Antriebszahnrad 80 nimmt daher Leistung von der Maschine
14 und/oder den Motoren/Generatoren 56 und/oder 72 über
die Planetenradsätze 24 und/oder 26 auf. Das Antriebszahnrad
80 steht kämmend mit einem Zwischenzahnrad 82 in Eingriff,
das wiederum kämmend mit einem Verteilerzahnrad 84 in Eingriff steht,
das an einem Ende einer Welle 86 befestigt ist. Das andere Ende der Welle
86 kann an einer Hydraulik-/Getriebefluidpumpe und/oder Leistungsentnahmeeinheit
(PTO-Unit von Power Take-Off Unit) befestigt sein, die entweder einzeln oder gemeinsam
mit 88 bezeichnet sind und eine Nebenaggregatlast umfassen.
In 2 ist ein schematisches Blockschaltbild
des Steuersystems gezeigt, das eine verteilte Controller-Architektur umfasst. Die
nachstehend beschriebenen Elemente umfassen einen Teilsatz einer gesamten Fahrzeugsteuerarchitektur
und sind betreibbar, um eine koordinierte Systemsteuerung des hierin beschriebenen
Antriebsstrangsystems bereitzustellen. Das Steuersystem ist betreibbar, um sachdienliche
Informationen und Eingänge zu synthetisieren und Algorithmen auszuführen,
um verschiedene Aktoren zu steuern und somit Steuerziele zu erreichen, die solche
Parameter umfassen wie die Kraftstoffwirtschaftlichkeit, Emissionen, Leistungsvermögen,
Fahreigenschaften und den Schutz von Bauteilen, die die Batterien der ESD
74 und Motoren 56, 72 einschließen. Die verteilte
Controller-Architektur umfasst ein Maschinensteuermodul (ECM von Engine Control
Module) 23, ein Getriebesteuermodul (TCM von Transmission Control Module)
17, ein Batteriepaketsteuermodul (BPCM von Battery Pack Control Module)
21 und ein Getriebestromumrichtermodul (TPIM von Transmission Power Inverter
Module) 19. Ein Hybridsteuermodul (HCP von Hybrid Control Module)
5 liefert eine übergreifende Steuerung und Koordination der vorstehend
erwähnten Controller. Es gibt eine Benutzerschnittstelle (UI von User Interface)
13, die wirksam mit mehreren Einrichtungen verbunden ist, durch die ein
Fahrzeugbediener typischerweise den Betrieb des Antriebsstrangs, der das Getriebe
10 umfasst, steuert oder anweist. Beispielhafte Fahrzeugbedienereingabevorrichtungen
für die UI 13 umfassen ein Gaspedal, ein Bremspedal, eine Getriebegangwähleinrichtung
und eine Fahrzeugfahrtregelung. Jeder der vorstehend erwähnten Controller kommuniziert
mit anderen Controllern, Sensoren und Aktoren über einen Bus 6 eines
lokalen Netzes (LAN von Local Area Network). Der LAN-Bus 6 erlaubt eine
strukturierte Kommunikation von Steuerparametern und Befehlen zwischen den verschiedenen
Controller. Das besondere benutzte Kommunikationsprotokoll ist anwendungsspezifisch.
Beispielsweise ist ein Kommunikationsprotokoll der Standard J1939 der Society of
Automotive Engineers. Der LAN-Bus und geeignete Protokolle sorgen für eine
robuste Nachrichtenübermittlung und Multi-Controller-Schnittstellenbildung
zwischen den vorstehend erwähnten Controller und anderen Controller, die eine
Funktionalität, wie etwa Antiblockierbremsen, Traktionssteuerung und Fahrzeugstabilität,
bereitstellen.
Das HCP 5 stellt eine übergreifende Steuerung des Hybrid-Antriebsstrangsystems
bereit, wobei es dazu dient, einen Betrieb des ECM 23, des TCM
17, des TPIM 19 und BPCM 21 zu koordinieren. Auf der
Basis verschiedener Eingangssignale von der UI 13 und dem Antriebsstrang
erzeugt das HCP 5 verschiedene Befehle, umfassend: einen Maschinendrehmomentbefehl
TE_CMD; Kupplungsdrehmomentbefehle TCL_N_CMD für die
verschiedenen Kupplungen C1, C2, C3, C4 des Hybridgetriebes 10; und Motordrehmomentbefehle
TA_CMD und TB_CMD für die Elektromotoren A bzw. B.
Das ECM 23 ist funktional mit der Maschine 14 verbunden
und fungiert, um Daten von einer Vielfalt von Sensoren zu beschaffen bzw. eine Vielfalt
von Aktoren der Maschine 14 über eine Vielzahl von diskreten Leitungen
zu steuern, die gemeinsam als Sammellinie 35 gezeigt sind. Das ECM
23 empfängt den Maschinendrehmomentbefehl TE_CMD von dem
HCP 5 und erzeugt ein gewünschtes Achsdrehmoment TAXLE_DES
und eine Angabe des aktuellen Maschinendrehmoments TE_ACT, die an das
HCP 5 übermittelt wird. Der Einfachheit halber ist das ECM
23 derart gezeigt, dass es allgemein eine bidirektionale Schnittstelle
mit der Maschine 14 über Sammelleitung 35 aufweist. Verschiedene
andere Parameter, die von dem ECM 23 erfasst werden können, umfassen
die Maschinenkühlmitteltemperatur, die Maschinenantriebsdrehzahl (NE)
einer zu dem Getriebe führenden Welle, den Krümmerdruck, die Umgebungslufttemperatur
und den Umgebungsdruck. Verschiedene Aktoren, die von dem ECM 23 gesteuert
werden können, umfassen Kraftstoffeinspritzvorrichtungen, Zündmodule und
Drosselklappensteuermodule.
Das TCM 17 ist funktional mit dem Getriebe 10 verbunden
und fungiert, um Daten von einer Vielfalt von Sensoren zu beschaffen und Befehlssignale
an das Getriebe zu liefern. Eingänge von dem TCM 17 in das HCP
5 umfassen geschätzte Kupplungsdrehmomente TCL_N_EST für
jede der Kupplungen C1, C2, C3 und C4 und eine Drehzahl NO der Abtriebswelle
64. Andere Aktoren und Sensoren können verwendet werden, um zusätzliche
Informationen von dem TCM an das HCP zu Steuerzwecken zu liefern.
Das BPCM 21 steht in Signalverbindung mit einem oder mehreren
Sensoren, die betreibbar sind, um elektrische Strom- oder Spannungsparameter der
ESD 74 zu überwachen und somit Informationen über den Zustand
der Batterien an das HCP 5 zu liefern. Derartige Informationen umfassen
den Batterieladezustand Bat_SOC und andere Zustände der Batterien, die die
Spannung VBAT und die verfügbare Leistung PBAT_MIN und
PBAT_MAX umfassen.
Das Getriebestromumrichtermodul (TPIM) 19 umfasst ein Paar
Stromumrichter und Motor-Controller die konfiguriert sind, um Motorsteuerbefehle
zu empfangen und daraus Umrichterzustände zu steuern und somit eine Motorantriebs-
oder Regenerationsfunktionalität bereitzustellen. Das TPIM 19 ist
betreibbar, um Drehmomentbefehle für die Motoren A und B, TA_CMD
und TB_CMD, auf der Basis eines Einganges von dem HCP 5 zu erzeugen,
das durch eine Bedienereingabe durch die UI 13 und Systembetriebsparameter
angesteuert wird. Die vorbestimmten Drehmomentbefehle für die Motoren A und
B, TA_CMD und TB_CMD, werden mit Motordämpfungsdrehmomenten
TA_DAMP und TB_DAMP eingestellt, um Motordrehmomente TA
und TB zu bestimmen, die durch das Steuersystem, einschließlich
des TPIM 19, zum Steuern der Motoren A und B implementiert sind. Einzelne
Motordrehzahlsignale NA und NB für Motor A bzw. Motor
B werden jeweils von dem TPIM 19 aus den Motorphaseninformationen oder
von herkömmlichen Rotationssensoren abgeleitet. Das TPIM 19 bestimmt
und übermittelt Motordrehzahlen NA und NB an das HCP
5. Die Speichereinrichtung für elektrische Energie 74 ist
an das TPIM 19 über Gleichstromleitungen 27 hochspannungs-gleichstromgekoppelt.
Elektrischer Strom ist zu oder von dem TPIM 19 dementsprechend übertragbar,
ob die ESD 74 aufgeladen oder entladen wird.
Jeder der vorstehend erwähnten Controller ist vorzugsweise ein
Vielzweck-Digitalcomputer, der im Allgemeinen einen Mikroprozessor oder eine zentrale
Verarbeitungseinheit, einen Nurlesespeicher (ROM), einen Direktzugriffsspeicher
(RAM), einen elektrisch programmierbaren Nurlesespeicher (EPROM), einen Hochgeschwindigkeitstaktgeber,
eine Analog/Digital-(A/D)- und eine Digital/Analog-(D/A)-Schaltung, und eine Eingabe/Ausgabe-Schaltung
und -Einrichtungen (I/O) und eine geeignete Signalaufbereitungs- und Pufferschaltung
umfasst. Jeder Controller weist einen Satz von Steueralgorithmen auf, die residente
Programmanweisungen und Kalibrierungen umfassen, die in dem ROM gespeichert sind
und ausgeführt werden, um die jeweiligen Funktionen jedes Computers vorzunehmen.
Die Informationsübertragung zwischen den verschiedenen Computern wird vorzugsweise
unter Verwendung des vorstehend erwähnten LAN 6 bewerkstelligt.
Algorithmen zur Steuerung und Zustandsschätzung in jedem der
Controller werden typischerweise während voreingestellter Schleifenzyklen ausgeführt,
so dass jeder Algorithmus zumindest einmal in jedem Schleifenzyklus ausgeführt
wird. Algorithmen, die in den nichtflüchtigen Speichereinrichtungen gespeichert
sind, werden durch eine der zentralen Verarbeitungseinheiten ausgeführt und
sind betreibbar, um Eingänge von den Erfassungseinrichtungen zu überwachen
und Steuer- und Diagnoseroutinen zur Steuerung des Betriebes der jeweiligen Einrichtung
unter Verwendung voreingestellter Kalibrierungen auszuführen. Die Schleifenzyklen
werden typischerweise in regelmäßigen Intervallen, beispielsweise alle
3, 6,25, 15, 25 und 100 Millisekunden während des andauernden Maschinen- und
Fahrzeugbetriebes ausgeführt. Alternativ können Algorithmen in Abhängigkeit
von dem Auftreten eines Ereignisses ausgeführt werden.
In Ansprechen auf eine Handlung des Bedieners, wie sie durch die UI
13 erfasst wird, bestimmen der überwachende HCP-Controller
5 und einer oder mehrere der anderen Controller das erforderliche Getriebeabtriebsdrehmoment
TO. Selektiv betriebene Komponenten des Hybridgetriebes 10 werden
geeignet gesteuert und bedient, um auf die Bedieneranforderung zu antworten. Beispielsweise
bestimmt das HCP 5 in der in den 1 und
2 gezeigten beispielhaften Ausführungsform, wenn
der Bediener einen Vorwärtsfahrbereich ausgewählt hat und entweder das
Gaspedal oder das Bremspedal bedient, ein Abtriebsdrehmoment für das Getriebe,
das beeinflusst, wie und wann das Fahrzeug beschleunigt oder verzögert. Eine
abschließende Fahrzeugbeschleunigung wird durch andere Faktoren beeinflusst,
die z. B. die Straßenlast, die Straßensteigung und die Fahrzeugmasse umfassen.
Das HCP 5 überwacht die Parameterzustände der Drehmoment erzeugenden
Einrichtungen und bestimmt den Abtrieb des Getriebes, der erforderlich ist, um zu
dem gewünschten Drehmomentausgang zu gelangen. Unter der Anweisung des HCP
5 arbeitet das Getriebe 10 über einen Bereich von Abtriebsdrehzahlen
von langsam bis schnell, um der Bedieneranforderung nachzukommen.
Das elektromechanische Hybridgetriebe mit zwei Modi und Verbund-Verzweigung
umfasst ein Abtriebselement 64, das Ausgangsleistung über zwei unterschiedliche
Zahnradstränge in dem Getriebe 10 aufnimmt, und arbeitet in mehreren
Getriebebetriebsmodi, die nun anhand von 1 und der
Tabelle 1 unten beschrieben werden.
Tabelle 1
Betriebsmodus des Getriebes
Betätigte Kupplungen
Modus I
C1 70
Festes Verhältnis 1
C1 70 C4 75
Festes Verhältnis 2
C1 70 C2 62
Modus II
C2 62
Festes Verhältnis 3
C2 62 C4 75
Festes Verhältnis 4
C2 62 C3 73
Die verschiedenen in der Tabelle beschriebenen Betriebsmodi des Getriebes
geben an, welche der spezifischen Kupplungen C1, C2, C3, C4 für jeden der Betriebsmodi
eingerückt oder betätigt wird. Zusätzlich können der Motor A
56 oder der Motor B 72 in verschiedenen Betriebsmodi des Getriebes
jeweils als Elektromotoren arbeiten, was jeweils als MA, MB bezeichnet ist, und
Motor A 56 kann als Generator arbeiten, was als GA bezeichnet ist. Ein
erster Modus oder Zahnradstrang wird gewählt, wenn die Drehmomentübertragungseinrichtung
70 betätigt wird, um das äußere Zahnradelement
46 des dritten Planetenradsatzes 28 "auf Masse zu legen". Ein
zweiter Modus oder Zahnradstrang wird gewählt, wenn die Drehmomentübertragungseinrichtung
70 gelöst wird und die Drehmomentübertragungseinrichtung
62 gleichzeitig betätigt wird, um die Welle 60 mit dem Träger
52 des dritten Planetenradsatzes 28 zu verbinden.
Andere Faktoren außerhalb des Schutzumfangs der Erfindung beeinflussen,
wann die elektrischen Maschinen 56, 72 als Motoren und Generatoren
arbeiten, und werden hierin nicht weiter besprochen.
Das Steuersystem, das vor allem in 2
gezeigt ist, ist betreibbar, um einen Bereich von Getriebeabtriebsdrehzahlen NO
der Welle 64 von relativ langsam bis relativ schnell innerhalb jedes Betriebsmodus
bereitzustellen. Die Kombination von zwei Modi mit einem Abtriebsdrehzahlbereich
von langsam bis schnell in jedem Modus lässt zu, dass das Getriebe
10 ein Fahrzeug von einer stehenden Bedingung aus bis zu Autobahngeschwindigkeiten
antreiben kann und verschiedene andere Anforderungen erfüllt, wie sie zuvor
beschrieben wurden. Zusätzlich koordiniert das Steuersystem den Betrieb des
Getriebes 10, um synchronisierte Schaltvorgänge zwischen den Modi
zuzulassen.
Der erste und zweite Betriebsmodus beziehen sich auf Umstände,
unter denen die Getriebefunktionen durch eine Kupplung, d. h. entweder Kupplung
C1 62 oder C2 70, und durch die gesteuerte Drehzahl und das gesteuerte
Drehmoment der Motoren/Generatoren 56 und 72 gesteuert werden.
Nachstehend werden bestimmte Betriebsbereiche beschrieben, bei denen feste Verhältnisse
erreicht werden, indem eine zusätzliche Kupplung eingerückt wird. Diese
zusätzliche Kupplung kann Kupplung C3 73 oder C4 75 sein,
wie es in der Tabelle oben gezeigt ist.
Wenn die zusätzliche Kupplung eingerückt wird, wird ein
festes Verhältnis von Antriebsdrehzahl zu Abtriebsdrehzahl des Getriebes, d.
h. NI/NO, erreicht. Die Rotationen der Motoren/Generatoren
56, 72 hängen von der internen Rotation des Mechanismus ab,
wie sie durch das Kuppeln definiert ist, und sind proportional zu der Antriebsdrehzahl
NI, die an der Welle 12 bestimmt oder gemessen wird. Die Motoren/Generatoren
fungieren als Motoren oder Generatoren. Sie sind vollständig unabhängig
von dem Leistungsfluss von der Maschine zu dem Abtrieb, wodurch ermöglicht
wird, dass beide Motoren sind, beide als Generatoren fungieren oder irgendeine Kombination
davon. Dies lässt zu, dass beispielsweise während des Betriebs in dem
festen Verhältnis 1 die Bewegungsleistung, die von dem Getriebe an die Welle
64 ausgegeben wird, durch Leistung von der Maschine und Leistung von den
Motoren A und B durch den Planetenradsatz 28 bereitgestellt wird, indem
Leistung von der Energiespeichereinrichtung 74 aufgenommen wird.
Der Getriebetriebsmodus kann zwischen einem Betrieb mit festem Verhältnis
und einem Modus-Betrieb umgeschaltet werden, indem eine der zusätzlichen Kupplungen
während des Betriebes in Modus I oder Modus II aktiviert oder deaktiviert wird.
Die Bestimmung des Betriebes in einem festen Verhältnis oder Modus-Steuerung
erfolgt durch Algorithmen, die durch das Steuersystem ausgeführt werden, und
liegt außerhalb des Schutzumfangs dieser Erfindung.
Die Betriebsmodi können das Betriebsverhältnis überlappen
und die Auswahl hängt wieder von der Fahrereingabe und von
der Antwort des Fahrzeugs auf diese Eingabe ab. BEREICH 1 fällt vorwiegend
in den Betrieb von Modus I, wenn die Kupplungen C1 70 und C4
75 eingerückt sind. BEREICH 2 fällt in den Modus I und den Modus
II, wenn die Kupplungen C2 62 und C1 70 eingerückt sind.
Ein dritter Bereich mit festem Verhältnis ist primär während des
Modus II verfügbar, wenn die Kupplungen C2 62 und C4 75 eingerückt
sind, und ein vierter Bereich mit festem Verhältnis ist während des Modus
II verfügbar, wenn die Kupplungen C2 62 und C3 73 eingerückt
sind. Es ist anzumerken, dass sich Betriebsbereiche für den Modus I und den
Modus II typischerweise signifikant überlappen.
Die Ausgangsleistung des vorstehend beschriebenen beispielhaften Antriebsstrangsystems
ist aufgrund von mechanischen und Systemgrenzen eingeschränkt. Die Abtriebsdrehzahl
NO des Getriebes, die an der Welle 64 gemessen wird, ist aufgrund
von Begrenzungen der Maschinenabtriebsdrehzahl NE, die an der Welle
18 gemessen wird, und der Getriebeantriebsdrehzahl NI, die an
der Welle 12 gemessen wird, und Drehzahlbegrenzungen der Elektromotoren
A und B, die als +/– NA, +/– NB bezeichnet sind,
begrenzt. Das Abtriebsdrehmoment TO des Getriebes 64 ist aufgrund
von Begrenzungen des Maschinenantriebsdrehmoments TE und des Antriebsdrehmoments
TI, das an der Welle 12 nach dem Dämpfer 20 für
transientes Drehmoment gemessen wird, und Drehmomentbegrenzungen (TA_MAX,
TA_MIN, TB_MAX, TB_MIN) der Motoren A und B
56, 72 ähnlich begrenzt.
Im Betrieb tritt ein Schalten in dem beispielhaften Getriebe aufgrund
einer Änderung einer Bedieneranforderung für ein Abtriebsdrehmoment auf,
das typischerweise über Eingabvorrichtungen in die UI 13 übermittelt
wird, welche das Gaspedal, das Bremspedal, die Getriebegangwähleinrichtung
und das Geschwindigkeitsregelungssystem des Fahrzeugs umfassen. Zusätzlich
kann eine Änderung einer Anforderung für ein Abtriebsdrehmoment auf einer
Änderung von äußeren Bedingungen basieren, die z. B. Änderungen
einer Straßensteigung, Straßenoberflächenbedingungen oder Windlast
umfassen. Darüber hinaus kann eine Änderung einer Anforderung für
ein Abtriebsdrehmoment auf einer Änderung einer Antriebsstrangdrehmomentanforderung
basieren, die durch einen Controller-Befehl, einen der Motoren/Generatoren zwischen
einem elektrische Energie erzeugenden Modus und einem Drehmoment erzeugenden Modus
zu wechseln, hervorgerufen wird. Die verteilte Steuerarchitektur wirkt zusammen,
um eine Notwendigkeit für eine Änderung in einem arbeitenden Gang eines
Getriebes zu bestimmen, und führt das Vorstehende aus, um eine Änderung
in einem Gang zu bewirken.
In einem Gesamtbetrieb umfasst das Ausführen eines synchronen
Schaltens von einem anfänglichen festen Gang zu einem abschließenden festen
Gang in dem beispielhaften Getriebe des beispielhaften Antriebsstrangsystems, dass
das Getriebe in einem anfänglichen festen Übersetzungsverhältnis
betrieben wird, und wenn ein Schalten befohlen wird, das Getriebe überführt
wird, um in einem Modus-Betrieb zu arbeiten, wie es zuvor beschrieben wurde. Ein
synchrones Schalten zeichnet sich dadurch aus, dass die Relativdrehzahl zwischen
Reaktionskupplungsplatten und Reibplatten im Wesentlichen gleich Null ist, was einem
Signalrauschen an den Sensoren Rechnung trägt. Ein Schalten in den Modus-Betrieb
in dieser Situation wird bewerkstelligt, indem eine der beiden gegenwärtig
betätigten Kupplungen deaktiviert wird. Das Getriebe arbeitet im Modus-Betrieb,
d. h. Modus A oder Modus B, bis die Drehzahl der Antriebswelle 12 mit einer
Drehzahl von einer anderen der Drehmomentübertragungseinrichtungen oder Kupplungen
synchronisiert ist. Die Drehmomentübertragungseinrichtung wird betätigt,
wenn die Drehzahlen synchronisiert sind, und das Getriebe wird mit einem abschließenden
festen Übersetzungsverhältnis betrieben.
Anhand der graphischen Darstellung von 3
wird ein beispielhaftes synchrones Gangschaltereignis, das von dem vorstehend erwähnten
Antriebsstrang- und Endantriebssystem- und Controller-Architektur ausgeführt
wird, beschrieben. Es ist zu verstehen, dass anwendungsspezifische Massen, Trägheiten,
Reibungsfaktoren und andere Kennlinien und Parameter des Endantriebs verschiedene
Antriebsstrang- und Endantriebsbetriebszustände beeinflussen und deshalb die
Ansprechzeiten und -beträge beispielhaft sein sollen, während sie dennoch
den Gesamtbetrieb des Antriebsstrangsystems beschreiben. Die X-Achse umfasst ein
Zeitmaß, und die Y-Achse umfasst verschiedene Steuerbefehle und gemessene Parameter,
die jeweils als Funktion der Zeit auf der X-Achse aufgetragen sind. Die Linie, die
als 302 bezeichnet ist, umfasst die Antriebsdrehzahl NI, wenn
der Antriebsstrang in einem festen Gang, Gang 1, arbeitet, in dem die Kupplungen
C1 und C4 betätigt sind. Wenn die Kupplungen C1 und C4 betätigt sind,
ist die Antriebsdrehzahl NI gleich der Abtriebsdrehzahl NO
multipliziert mit einem ersten Übersetzungsverhältnis GR1, d. h. NO·GR1.
Die als 304 bezeichnete Linie umfasst die Antriebsdrehzahl, wenn der Antriebsstrang
in einem festen Gang, Gang 2, arbeitet, in dem die Kupplungen C1 und C2 betätigt
sind. Wenn die Kupplungen C1 und C2 betätigt sind, ist die Antriebsdrehzahl
NI gleich der Abtriebsdrehzahl NO multipliziert mit einem
zweiten Übersetzungsverhältnis GR2, d. h. NO·GR2. Die
als 306 gezeigte Linie zeigt die Antriebsdrehzahl NI, als Funktion
der Zeit aufgetragen, während das Getriebe von dem ersten festen Übersetzungsverhältnis
in den Modus-Betrieb und in das zweite feste Übersetzungsverhältnis
übergeht. Dieser Übergang wird nun beschrieben.
Die verteilte Steuerarchitektur ist betreibbar, um ein Schalten mit
synchroner Drehzahl von einem anfänglichen Gang, in diesem Fall Gang 1, in
einen abschließenden Gang, in diesem Fall Gang 2, in dem beispielhaften elektromechanischen
Hybridgetriebe mit zwei Modi und Verbund-Verzweigung, das die Konzepte der vorliegenden
Erfindung, die in 1 gezeigt sind, ausführt, auszuführen.
Wie es zuvor beschrieben wurde, umfasst das Antriebsstrangsystem Drehmoment erzeugende
Einrichtungen 14, 56, 72, die betreibbar sind, um der
Getriebevorrichtung 10 Bewegungsdrehmoment zuzuführen. Wie es zuvor
beschrieben wurde, umfasst die Getriebevorrichtung 10 mehrere Zahnräder
und Drehmomentübertragungseinrichtungen, die betreibbar sind, um Drehmoment
zwischen den Drehmoment erzeugenden Einrichtungen 14, 56,
72 und der Abtriebswelle 64 und den Antriebsrädern
96 des Endantriebs zu übertragen. Die Drehmomentübertragung kann
eine Überführung von Bewegungsdrehmoment von einer oder mehreren der Drehmoment
erzeugenden Einrichtungen 14, 56, 72 zu dem Endantrieb
umfassen. Die Drehmomentübertragung kann eine Überführung von Drehmoment
von den Antriebsrädern 96 über den Endantrieb und das Getriebe
auf eine oder mehrere der Drehmoment erzeugenden Einrichtungen 14,
56, 72 infolge eines Prozesses umfassen, der üblicherweise
als Motorbremsen bezeichnet wird. In dieser Konfiguration umfasst das Motorbremsen,
dass zumindest ein Teil des Endantriebsdrehmoments, das aus einem Fahrzeugmoment
resultiert, von der Abtriebswelle 64 durch Drehmomentübertragungseinrichtungen,
d. h. Kupplungen C1, C2, C3, C4 zu den Drehmoment erzeugenden Einrichtungen
14, 56, 72 übertragen wird. Das übertragene
Drehmoment wird von dem Antriebsstrang in der Form einer Erzeugung von elektrischer
Energie durch die Motoren/Generatoren 56, 72 und Motorbremsen
durch die Brennkraftmaschine 14 absorbiert.
Reaktionsdrehmoment ist als ein Drehmomentbetrag definiert, der durch
eine Drehmomentübertragungseinrichtung, d. h. eine Kupplung, übertragen
wird. Die Drehmomentkapazität ist als ein maximales Ausmaß an Drehmoment
definiert, das über eine Kupplung übertragbar ist, und beruht allgemein
auf dem Betrag des Kupplungsdrucks und der Kupplungsreibung. Wenn der Betrag des
Kupplungsdrehmoments die Drehmomentkapazität übersteigt, tritt Kupplungsschlupf
auf. Das Reaktionsdrehmoment ist immer kleiner als oder gleich der Drehmomentkapazität.
Der Kupplungsdruck wird geschaffen, indem der Betrag des Hydraulikdrucks, der auf
die Kupplung durch den Hydraulikkreis des Getriebes aufgebracht wird, gesteuert
wird.
Im Betrieb ist einer oder sind mehrere der Controller betreibbar,
um Algorithmen auszuführen, um die vorstehenden Aufgaben zum Erreichen eines
synchronen Gangschaltens zu bewerkstelligen. In dieser beispielhaften Beschreibung
ist die erste Kupplung Kupplung C4, die den anfänglichen Gang, in diesem Fall
Gang 1 oder G1, aktiviert.
In Ansprechen auf einen Schaltbefehl 300 von der Controller-Architektur
wird die Drehmomentkapazität der ersten Kupplung, die als Linie 310
gezeigt ist, verringert, indem der Hydraulikdruck zu der ersten Kupplung vermindert
wird. Wenn die Drehmomentkapazität verringert wird, wird sie gleich dem Betrag
des Reaktionsdrehmoments (Linie 308) der ersten Kupplung.
Um das Reaktionsdrehmoment der ersten Kupplung C4 zu vermindern, ohne
die Drehmomentabgabe TO des Antriebsstrangs nachteilig zu beeinflussen,
wird dem TPIM-Controller befohlen, eine ausreichende Quantität elektrischer
Energie zu den Elektromotoren A 56 und B 72 zu übertragen,
so dass deren Ausgänge oder Bewegungsdrehmomente TA und TB
gleich dem Reaktionsdrehmoment über die erste Kupplung C4 sind und sie somit
in der Lage sind, das Abtriebsdrehmoment TO an der Welle 64
des Getriebes aufrechtzuerhalten.
Drehmomentabgaben der Elektromotoren A 56 und B
72 werden gleichzeitig mit einer fortgesetzten Abnahme der Kupplungsdrehmomentkapazität
310 und Reaktionsdrehmoment 308 erhöht. Wenn die abgegebenen
Drehmomente TA und TB ausreichend in der Lage sind, das Abtriebsdrehmoment
TO aufrechtzuerhalten, dann wird das Reaktionsdrehmoment über die
Kupplung C4 hinweg im Wesentlichen gleich Null. Wenn das Reaktionsdrehmoment über
die Kupplung C4 im Wesentlichen gleich Null ist, kann der Hydraulikdruck, der die
erste Kupplung C4 betätigt, ohne eine momentane Änderung des Drehmoments
über die Kupplungsplatten der ersten Kupplung C4 hinweg ausgeschaltet werden.
Dieser Vorgang verbessert die Kupplungshaltbarkeit und vermindert Endantriebsvibrationen,
die zu abrupten Kupplungsbetätigungen und Wegnahmen von Betätigungen gehören.
Die Drehmomentkapazität wird verringert, indem Drehmomentdruck vermindert wird,
was bewerkstelligt wird, indem die Hydraulikpumpe 88 und das Kupplungsdrucksteuersolenoid
(das nicht gezeigt ist) für Kupplung C4 gesteuert werden.
Die erste Kupplung C4 wird anschließend deaktiviert oder ausgerückt,
wenn das Reaktionsdrehmoment kleiner als ein vorbestimmter Wert ist. In dieser Anwendung
ist der bevorzugte vorbestimmte Wert für ein Reaktionsdrehmoment,
bei dem die erste Kupplung deaktiviert werden kann, ein Reaktionsdrehmomentwert,
der im Wesentlichen Null beträgt. Wenn die erste Kupplung C4 deaktiviert ist,
beginnt das Antriebsstrangsystem den Modus-Betrieb. Der Modus-Betrieb umfasst das
Betreiben der Elektromotoren A 56 und B 72 mit einer einzigen
betätigten Kupplung, in diesem Fall C1, um dem Getriebe Bewegungsdrehmoment
zu liefern.
Die Drehzahl der Antriebswelle 12, d. h. NI, wird
vorzugsweise bestimmt, indem die Drehzahl der Welle 12 oder andere Parameter
überwacht werden, um festzustellen, wann sie im Wesentlichen mit der Drehzahl
der zweiten Kupplung, in diesem Fall C2, synchronisiert ist. Die Maschinendrehzahl
NE wird auf eine gesteuerte Weise durch das Steuersystem verringert.
Wenn bestimmt wird, dass die Drehzahlen der Antriebswelle 12 und der zweiten
Kupplung im Wesentlichen synchronisiert sind, am Punkt 314, wird die zweite
Kupplung C2 betätigt (Punkt 312). Im Wesentlichen synchronisiert zu
sein, ist derart definiert, dass eine Differenz der Drehzahlen in einen Bereich
von ungefähr einen Bogengrad pro Sekunde oder alternativ in 10 Umdrehungen
pro Sekunde fällt, um Sensorsignalrauschen auszugleichen.
Ein synchrones Betätigen der zweiten Kupplung C2 wird wie folgt
bewerkstelligt. Im Modus-Betrieb sind die Drehzahlen der Kupplungen C2 und C4, die
als Linien 326 und 328 gezeigt sind, bekannt. Eine Änderung
der Drehzahl der Kupplung C2 ist ebenfalls bekannt, die als NC2_dot beschrieben
und als 324 gezeigt ist. Das Steuersystem benutzt vorzugsweise einfache
Algebra, um die bekannte Drehzahl der Kupplung C2 zu einem Zeitpunkt und die Änderung
der Drehzahl der Kupplung C2, NC2_dot, zu kombinieren und somit einen
verstrichenen Zeitraum zu bestimmen, der notwendig ist, damit die Drehzahlen der
Reaktions- und Reibplatten der Kupplung C2 im Wesentlichen äquivalent sind.
Dies ist als Punkt 314 gezeigt. Wenn derartige Bedingungen erreicht sind,
ist die Drehzahl der Antriebswelle im Wesentlichen mit der Drehzahl der Kupplung
C2 synchronisiert. Dies umfasst einen Punkt, an dem die Betätigung der Kupplung
C2 bewerkstelligt werden kann, ohne Drehmomentstörungen in den Endantrieb einzuleiten.
Es gibt aufgrund von verschiedenen Systemfaktoren eine Zeitverzögerung
von dem Befehl, das Strömungssteuersolenoid zu betätigen, um die Drehmomentkapazität
der Kupplung C2 zu erhöhen, bis die Kupplung C2 beginnen kann, ein Reaktionsdrehmoment
aufzubringen. Die Zeitverzögerung wird als "Füllzeit" bezeichnet, die
als 320 gezeigt ist und typischerweise im Bereich von 300 Millisekunden
liegt.
Das Steuersystem ist in der Lage, die Füllzeit 320 von
dem Punkt 314, bei dem die Drehzahl der Relativdrehzahl der Reaktions-
und Reibplatten der Kupplung C2 im Wesentlichen synchron sind, zu subtrahieren,
was als 316 gezeigt ist. Bei oder vor dem Zeitpunkt 316 befiehlt
das Steuersystem eine Strömung von Hydraulikdruckfluid zu der zweiten Kupplung,
um die Drehmomentkapazität der Kupplung C2 zu erhöhen. Eine Strömung
von Hydraulikdruckfluid wird bewerkstelligt, indem das Strömungssteuersolenoid,
das in dem Getriebe 10 enthalten ist, betätigt wird. Das Strömungssteuersolenoid
ist ein Element eines Hydraulikfluidkreises, der betreibbar ist, um Hydraulikdruckfluid
auf verschiedene Solenoide und andere Einrichtungen abzugeben, wie dies von dem
Getriebe-Controller 17 befohlen wird.
Bei oder nach dem Zeitpunkt 314 wird die Drehmomentkapazität
für die zweite Kupplung C2, die als 312 gezeigt ist, erhöht,
indem der Hydraulikdruck des Systems dafür erhöht wird, und die Kupplung
C2 kann betätigt werden, indem ein Reaktionsdrehmoment aufgebracht wird, was
als 322 gezeigt ist. Die Drehmomentbeiträge der Motoren A und B werden
vermindert, wenn der Betrag des Reaktionsdrehmoments der Kupplung C2 zunimmt, und
das System geht von dem Modus-Betrieb in den Betrieb mit festem Übersetzungsverhältnis
über, wie es zuvor besprochen wurde.
Diese Ausführungsform beschreibt ein Schalten zwischen Gang 1
und Gang 2. Es ist zu verstehen, dass andere Gangwechsel, sowohl um ein Übersetzungsverhältnis
zu erhöhen, als auch um ein Übersetzungsverhältnis zu vermindern,
ähnlich ausgeführt werden und in den Schutzumfang der Erfindung fallen.
Es ist auch zu verstehen, dass Modifikationen in den Getriebe-Bauteilen innerhalb
des Schutzumfangs der Erfindung zulässig sind. Die Erfindung ist mit besonderer
Bezugnahme auf die bevorzugten Ausführungsformen und Abwandlungen davon beschrieben
worden. Weitere Modifikationen und Veränderungen können Anderen beim Lesen
und Verstehen der Beschreibung in den Sinn kommen. Es sollen alle derartigen Modifikationen
und Abwandlungen eingeschlossen sein, insofern sie in den Schutzumfang der Erfindung
fallen.