Für diese Anmeldung wird die Priorität der provisorischen
US-Patentanmeldung Nr. 60/803,873 mit dem
Titel "Systems, Methods, and Apparatuses for Complementary Metal Oxide Semiconductor
(CMOS) Antenna Switches Using Switched Resonators", angemeldet am 04. Juni 2006,
beansprucht, deren Offenbarung durch Bezugnahme hier eingeschlossen ist.
GEBIET DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft im Allgemeinen Antennenschalter, und insbesondere
CMOS-(complemetary metal Oxide semiconductor) Antennenschalter.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Im letzten Jahrzehnt ist die Industrie für kabellose Kommunikation
stark gewachsen, wodurch wiederum die industrielle Entwicklung integrierter Schaltungen
(IC = integrated circuit) beschleunigt wurde. Insbesondere wurden im Bereich der
IC-Industrie viele mobile Anwendungssysteme wie rauscharme Verstärker (LNAs
= low noise amplifier), Mischer, spannungsgesteuerte Oszillatoren (VCO = voltagecontrolled
oscillator) in CMOS-Technologie integriert. Zwei bedeutende mobile Anwendungsbauteile-Leistungsverstärker
(PAs = power amplifier) und Hochfrequenz-(HF-)Schalter – wurden jedoch noch
nicht kommerziell in CMOS-Technologie ausgeführt.
Jedoch bewegt sich die Forschung schnell in Richtung in CMOS-Technologie
ausgeführter Leistungsverstärker. Beispielsweise zeigt die aktuelle Forschung,
dass ein CMOS-Leistungsverstärker machbar ist und geeignet ist, für mobile
Kommunikationen eine bedeutende Leistung, vielleicht bis zu 2 W, bereitzustellen.
Somit besteht, wenn der Leistungsverstärker in CMOS-Technologie
ausgeführt wird, ein Bedarf nach einem HF-Schalter in CMOS-Technologie.
Jedoch gibt es bei der aktuellen CMOS-Technologie eine Vielzahl Schwierigkeiten
für deren Anwendung auf HF-Schalter. Zum Beispiel wurde aufgrund der Materialeigenschaften
von CMOS, einschließlich verlustbehafteter Substrate und niedriger Durchschlagsspannungen
aufgrund geringer Mobilität der Elektronen, verhindert, dass CMOS-Technologie
für HF-Schalter verwendet wurde, für die Multibandbetrieb, hohe Leistungspegel
und/oder Integration mit anderen Geräten und Schaltungen erforderlich ist.
KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Mit Ausführungsformen der Erfindung können CMOS-HF-Schalter
geschaffen werden, die als CMOS SP4T-Schalter bezeichnet werden können. Gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung kann der CMOS-HF-Schalter mittels einer
Vielzahl von Prozessen hergestellt werden, einschließlich eines 0,18 &mgr;m-Prozesses.
Es können auch andere Prozesse verwendet werden, ohne von den Ausführungsformen
gemäß der Erfindung abzuweichen. Um in einem Multibandbetrieb (beispielsweise
bei ungefähr 900 MHz und 1,9 GHz) eine hohe Nennbelastbarkeit des CMOS-HF-Schalters
vorzusehen, wird ein LC-geschaltetes Resonatorschema für die Empfangsschaltung
verwendet. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann der CMOS-HF-Schalter
bei einem oder mehreren Bändern, einschließlich Multiband (z.B. 900 MHz
und 1,9 GHz) im Sendemodus (TX) eine höhere Sperrfähigkeit sowie im Empfangsmodus
(RX) einen niedrigen Einfügungsverlust vorsehen. Als Beispiel kann der CMOS-HF-Schalter
bei einem Pegel P 1 dB Watt Nennbelastbarkeit jeweils bei 900 MHz und 1,9 GHz bei
einem Einfügungsverlust von – 1,4dB auf beiden Bändern (900 MHz
und 1,9 GHz) im TX-Modus erreichen. Gleichermaßen kann der CMOS-HF-Schalter
im RX-Modus ebenfalls jeweils bei ungefähr 900 MHz und 1,9 GHz einen Einfügungsverlust
von 0,9 dB und –1,4 dB erreichen.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist ein Verfahren
zum Herstellen eines CMOS-Antennenschalters vorgesehen. Das Verfahren kann umfassen:
Herstellen einer Antenne, die geeignet ist, Signale über wenigstens ein Hochfrequenz-(HF-)Band
zu senden und zu empfangen, und Koppeln der Antenne mit einem Sendeschalter, wobei
der Sendeschalter aktiviert wird, um ein erstes Signal an die Antenne zu senden,
und deaktiviert wird, um das Senden des ersten Signals an die Antenne zu verhindern.
Das Verfahren kann weiter umfassen: Koppeln der Antenne mit einem Empfangsschalter,
der ein Filter bildet, wenn er aktiviert wird, und einen Resonanzkreis, wenn er
deaktiviert wird, wobei das Filter das Empfangen eines zweiten von der Antenne empfangenen
Signals vorsieht, und wobei der Resonanzkreis das Empfangen wenigstens des ersten
Signals sperrt.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist ein System
für einen CMOS-Antennenschalter vorgesehen. Das System kann eine Antenne aufweisen,
die Signale über wenigstens ein Hochfrequenz-(HF-)Band senden und empfangen
kann, und einen Sendeschalter, der mit der Antenne gekoppelt ist, wobei der Sendeschalter
aktiviert wird, um ein entsprechendes erstes Signal an die Antenne zu senden, und
deaktiviert wird, um das Senden des ersten Signals an die Antenne zu verhindern,
und einen mit der Antenne gekoppelten Empfangsschalter, wobei der Empfangsschalter
ein Filter bildet, wenn er aktiviert ist, und einen Resonanzkreis, wenn er deaktiviert
ist, wobei das Filter das Empfangen eines zweiten von der Antenne empfangenen Signals
vorsieht, und wobei der Resonanzkreis das Empfangen wenigstens des ersten Signals
sperrt.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
ist ein System für einen CMOS-Antennenschalter vorgesehen. Das System kann
eine Antenne aufweisen, die bei einer Vielzahl von Hochfrequenz-(HF)-Bändern
betrieben werden kann. Das System kann weiter Mittel zum Senden erster Signale an
die Antenne und Mittel zum Empfangen zweiter Signale von der Antenne aufweisen,
wobei das Mittel zum Empfangen ein Filter bildet, wenn das Mittel zum Empfangen
betriebsbereit ist, und wobei das Mittel zum Empfangen einen Resonanzkreis bildet,
wenn das Mittel zum Senden betriebsbereit ist.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Nachdem die Erfindung allgemein beschrieben wurde, wird nun auf die
beigefügten Zeichnungen Bezug genommen, welche nicht unbedingt maßstabsgetreu
sind, und in denen:
1A und 1B vereinfachte
Betriebsweisen eines Empfangsschalters gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung darstellen;
2 einen CMOS-Schalter unter Verwendung eines geschalteten
Resonators in einem TX-Modus gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
darstellt;
3 einen CMOS-Schalter unter Verwendung eines geschalteten
Resonators in einem RX-Modus gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
darstellt;
4A einen mehrfach gestapelten Schalter bei einem TX-Pfad
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt;
4B ein vereinfachtes Ersatzschaltbild eines eingeschalteten
Schalters unter Verwendung eines Body Floating-Technik-Schalters mit Signalfluss
gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt;
5 Simulationsergebnisse für einen beispielhaften
Empfangsschalter gemäß einer Ausführungsform der Erfindung darstellt;
und
6A und 6B Simulationsergebnisse
für einen beispielhaften Empfangsschalter gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung darstellen.
GENAUE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung wird nun genauer unter Bezugnahme auf die beigefügten
Zeichnungen beschrieben, in denen einige, aber nicht alle Ausführungsformen
der Erfindung dargestellt sind. Diese Erfindungen können nämlich in vielen
unterschiedlichen Formen verkörpert sein und sollten nicht als auf die hier
beschriebenen Ausführungsformen eingeschränkt erachtet werden. Es werden
durchgängig gleiche Bezugsziffern verwendet, um gleiche Elemente zu kennzeichnen.
Ausführungsformen der Erfindung können CMOS-HF-Antennenschalter
vorsehen, welche auch als SP4T CMOS-Schalter bezeichnet werden können. Die
CMOS-HF-Antennenschalter gemäß Ausführungsformen der Erfindung können
eine oder mehrere der folgenden Eigenschaften aufweisen: Multibandbetrieb, hohe
Leistungs-Nennbelastbarkeit und/oder Integration mit anderen Geräten und Schaltungen.
Im Allgemeinen kann der CMOS-Antennenschalter wenigstens einen Empfangsschalter
und wenigstens einen Sendeschalter aufweisen. Für den Empfangsschalter können
ein oder mehrere geschaltete Resonatoren verwendet werden, wie unten genauer beschrieben
wird. Für den Sendeschalter kann eine Körpersubstratabstimmtechnik verwendet
werden, wie ebenfalls unten genauer beschrieben wird.
Beschreibung eines Empfangsschalters
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird nun
der CMOS-HF-Antennenschalter, und insbesondere das Bauteil Empfangsschalter des
HF-Antennenschalters genauer unter Bezugnahme auf 1–3
beschrieben. 1A und 1B
stellen ein Beispiel einer Betriebsart eines vereinfachten CMOS-HF-Antennenschalters
mit einem Sendeschalter 102 und einem Empfangsschalter 104 gemäß
einer Ausführungsform der Erfindung dar. Wie in den 1A
und 1B dargestellt, kann ein CMOS-HF-Antennenschalter
eine Antenne 100 in Verbindung mit wenigstens einem Sendeschalter
102 und wenigstens einem Empfangsschalter 104 aufweisen. Wenn,
wie in 1A dargestellt ist, der Sendeschalter auf EIN
(z.B. aktiviert) steht, wodurch ein Sendesignal an die Antenne 100 geliefert
wird, ist der Empfangsschalter 104 AUS (z.B. deaktiviert). Gleichermaßen
ist, wie in 1B dargestellt, wenn der Empfangsschalter
auf EIN (z.B. aktiviert) steht, wodurch der Empfang eines Empfangssignals von der
Antenne 100 ermöglicht wird, der Sendeschalter 102 AUS (z.B.
deaktiviert). Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann die
Antenne eine einzelne Multi-Mode-(z.B. RX und TX), Multibandantenne sein, obwohl
gemäß anderen Ausführungsformen der Erfindung eine Vielzahl unterschiedlicher
Antennen verwendet werden kann.
Weiter unter Bezugnahme auf 1A und
1B kann der Empfangsschalter gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung in Form eines geschalteten Resonators
vorliegen. Der geschaltete Resonator kann deutlich unterschiedliche äquivalente
Schaltkreise aufweisen, abhängig jeweils davon, ob der Empfangsschalter
102 EIN oder AUS ist. In 1A kann, wenn der
Empfangsschalter 104 AUS ist, ein LC-Resonanzkreis gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung gebildet sein. Der LC-Resonanzkreis kann das
Sendesignal, das von dem Sendeschalter 102 im EIN-Zustand gesendet wird,
sperren, wodurch die Leistung des Signals, das über die Antenne 100
gesendet wird, maximiert wird. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
kann der LC-Resonanzkreis wenigstens eine Spule 106 parallel zu wenigstens
einem Kondensator 108 aufweisen. Der Wert der Spule 106 kann ausreichend
groß sein, beispielsweise über 5 nH, abhängig von der gewünschten
Betriebsfrequenz des Resonanzkreises. Es wird darauf hingewiesen, dass, obwohl in
1A der LC-Resonanzkreis als Parallelresonanzkreis dargestellt
ist, in anderen Ausführungsformen der Erfindung ebenfalls ein Reihenresonanzkreis
verwendet werden kann (z.B. ein RLC-Resonanzkreis).
Andererseits kann gemäß einer Ausführungsform der Erfindung,
wie in 1B, ein Filter gebildet werden, wenn der Empfangsschalter
104 EIN ist. Das Filter kann gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung ein Tiefpassfilter mit bestimmten Grenzfrequenzeigenschaften sein.
Des Weiteren kann das Filter bei der gewünschten Betriebsfrequenz einen sehr
kleinen Spulenwert 110 aufweisen, um einen niedrigen Einfügungsverlust
vorzusehen. Dementsprechend kann das Filter 104 den Empfang mit geringem
Einfügungsverlust wenigstens eines Bereichs des von der Antenne 100
gelieferten Empfangssignals vorsehen. Obwohl das oben beschriebene Filter als Tiefpassfilter
dargestellt ist, wird darauf hingewiesen, dass in anderen Ausführungsformen
der Erfindung das Filter ein Bandpassfilter, Hochpassfilter oder Ähnliches
sein kann.
In 2 ist ein Beispiel einer Betriebsart
eines HF-Antennenschalters 200 im Sende-(TX-)Modus dargestellt. Insbesondere
ist in 2 eine Antenne 100 in Verbindung mit
dem Sendeschalter 102 und dem Empfangsschalter 104 enthalten.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann der Sendeschalter
102 Signalwege für ein oder mehrere Sendesignale aufweisen. Zum Beispiel
können, wie in 2A, zwei Signalwege vorhanden sein –
das heißt, Signalwege TX1 und TX2, die jeweils von Schalter M1 204
und M2 206 gesteuert werden. Die Schalter M1 204 und M2
206 können einen oder mehrere CMOS-Schalter aufweisen. Gleichermaßen
kann der Empfangsschalter 104 Signalwege RX1 und RX2 aufweisen, wie durch
Schalter M3 208, M4 210, M5 212, M6 214, M7
216, M8 218 und M9 220 gesteuert, welche jeweils einen
oder mehrere CMOS-Schalter aufweisen können.
In 2 ist gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung der HF-Antennenschalter 200 als im TX-Modus im Betrieb für
Signalweg TX1 dargestellt. Mit dieser TX-Modus-Anwendung für den Sendeschalter
102 ist der Schalter M1 204 geschlossen und der Schalter M2
206 geöffnet. Des Weiteren bildet der Empfangsschalter 104
einen Resonanzkreis, welcher unten genauer beschrieben wird, durch Schließen
der Schalter M3 208, M4 210, während die Schalter M5
212, M6 214 und M7 216 geöffnet werden, um bei Knoten
232 einen hohen Impedanzpunkt vorzusehen. Des Weiteren können, obwohl
dies in 2 nicht dargestellt ist, die Schalter M8
218 und M9 220 ebenfalls geschlossen werden, um Lecksignale zur
Masse abzuleiten, um den rauscharmen Verstärker (LNA = low-noise amplifier)
vor derartigen Lecksignalen zu schützen. Der Fachmann wird in 2
erkennen, dass statt Signalweg TX1 auch Signalweg TX2 hätte aktiviert werden
können, ohne von den Ausführungsformen der Erfindung abzuweichen. Es wird
ebenfalls darauf hingewiesen, dass die Anordnung des Sendeschalters 102
und des Empfangsschalters 104 einschließlich der Anzahl von Sende-
und Empfangspfaden geändert werden kann, ohne von den Ausführungsformen
der Erfindung abzuweichen.
Bei der in 2 dargestellten Ausführungsform
kann die Nennbelastbarkeit des Sendeschalters 102 auf der Impedanz des
Resonanzkreises und der Source-zu-Drain-Durchschlagspannung der kaskadierten Schalter
M5 212, M6 214, M7 216 des Empfangsschalters
104 basieren. Anders formuliert kann die maximale Sendeleistung des Sendeschalters
102 von den Impedanz- und Durchschlageigenschaften des Empfangsschalters
104 abhängen.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung kann der
Resonanzkreis ein LC-Parallelresonanzkreis sein, der von den Spulen L1
222 und L2 224 parallel zu dem Kondensator C1 226 gebildet
ist. Um das gewünschte Sperren während der TX-Modus-Anordnung vorzusehen,
um die Sendesignalleistung zu optimieren, kann der Induktivitätswert der Spule
L2 224 ausreichend groß sein. Jedoch kann das Verhältnis der
Werte der Spulen L1 222 und L2 224 mit der Nennbelastbarkeit des
Sendeschalters 102 in Bezug stehen. Dementsprechend kann, wenn der Wert
von L1 222 zu klein ist, eine große Spannungsschwingung oberhalb der
Source-zu-Drain-Durchschlagsspannung der Schalter M5 212, M6
214 und/oder M7 216, welche offen sein sollten, um bei Knoten
232 einen hohen Impedanzpunkt vorzusehen, liegen. Somit kann der Wert der
Spule L1 222 so gewählt werden, dass die optimale Spannungsschwingung
für den TX-Modus und ein niedriger Einfügungsverlust für den RX-Modus
erhalten wird.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
wird in 3 der Betrieb eines HF-Antennenschalters
300 im Empfangs-(RX-)Modus dargestellt. Wie in 3
dargestellt, ist sowohl Schalter M1 204 als auch Schalter M2
206 des Sendeschalters 102 geöffnet, um die Antenne
100 jeweils von den Sendesignalpfaden TX1 und TX2 zu isolieren. Jedoch
sind durch das Aktivieren des Empfangssignalwegs RX1 die Schalter M3 208,
M4 210 und M8 218 offen, während die Schalter M5
212 und M6 214 geschlossen sind. Um ein Lecksignal zur Masse abzuleiten,
um den rauscharmen Verstärker (LNA) zu schützen, kann Schalter M9
220 geschlossen sein. Der Fachmann wird erkennen, dass statt Signalpfad
RX1 auch Signalpfad RX2 aktiviert sein könnte, ohne von den Ausführungsformen
der Erfindung abzuweichen.
Weiter unter Bezugnahme auf 3 kann unter
Verwendung der Spule L1 222 und des Kondensators C2 228 ein Tiefpassfilter
gebildet werden. Wenn ein geringer Einfügungsverlust das Hauptmerkmal ist,
kann der Wert der Spule L1 222 so klein wie möglich sein. Jedoch beeinflusst,
wie oben unter Bezug auf 2 beschrieben, der Wert der
Spule L1 222 die Spannungsschwingung des TX-Modus, und somit kann der Wert
der Spule L1 222 so gewählt werden, dass für den TX-Modus eine
optimale Spannungsschwingung und für den RX-Modus ein niedriger Einfügungsverlust
vorgesehen wird.
Dualband-Betrieb
Wie unter Bezugnahme auf 1–3
beschrieben, kann der Empfangsschalter 104 (z.B. geschalteter Resonator)
im TX-Modus einen LC-Resonator und im RX-Modus ein LC-Tiefpassfilter vorsehen. Des
Weiteren können, wie in 2 und 3
dargestellt ist, zwei Sendesignalpfade TX1 und TX2 und zwei Empfangssignalpfade
RX1 und RX2 vorgesehen werden. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass weniger Sende-
oder Empfangspfade je nach Wunsch enthalten sein können, ohne von den Ausführungsformen
der Erfindung abzuweichen. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung
können TX1 und RX1 für GSM-Band-(z.B. 900 MHz) Verbindungen vorgesehen
sein, und TX2 und RX2 können für DCS/PCS-Band-(z.B. 1,9 GHz) Verbindungen
vorgesehen sein, obwohl ebenfalls andere Bänder verwendet werden können.
Des Weiteren können auch mehr als zwei Bänder, beispielsweise drei oder
vier Bänder, unterstützt werden, ohne von den Ausführungsformen der
Erfindung abzuweichen.
Mit Anstieg der Anzahl von Signalpfaden der Antenne 100 kann
jedoch die Nennbelastbarkeit des Sendeschalters 102 fallen. Dementsprechend
kann es bei einem Einfachpol-Mehrbetätigungsschalter wünschenswert sein,
die Anzahl an Signalpfaden der Antenne 100 zu senken. Zum Beispiel können
sich, wie in 2 und 3 dargestellt,
RX1 und RX2 am Eingang der Antenne 100 des Empfangsschalters einen LC-Parallelresonator
teilen, wobei der LC-Parallelresonator aus den Spulen L1 222, L2
224 und dem Kondensator C1 226 besteht. Wie oben beschrieben,
kann der LC-Parallelresonator das Senden von Signalen von TX1 und TX2 bei jedem
Band sperren. Statt eines geschalteten Resonators mit zwei geschalteten Sendenullen
bei Dualbändern kann der oben beschriebene LC-Parallelresonator nur eine Sendenull
aufweisen, welche gemäß einer Ausführungsform der Erfindung bei einem
Breitband bei 1,5 GHz liegen kann. Des Weiteren kann der parallele LC-Resonator
jeweils bei 900 MHz, 1,5 GHz und 1,9 GHz einen Reflexionsverlust von –13
dB, –25 dB und –14 dB vorsehen.
Beschreibung eines Sendeschalters
Nun wird der Sendeschalter 102 aus 2
und 3 genauer unter Bezugnahme auf 4A
und 4B beschrieben. Insbesondere in 4A
ist eine Struktur eines Sendeschalters 102 für den Schalter M1
204 bei TX1 und den Schalter M2 206 bei TX2 gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Wie in
4A dargestellt, können die Schalter M1
204 und M2 206 gestapelte Transistoren, wie beispielsweise CMOS-Transistoren
402, 404 und 406 aufweisen, die von der Source zum Drain
(z.B. kaskadiert) gestapelt sind. Durch Stapeln der Transistoren 402,
404 und 406 von der Source zum Drain kann die kumulative Durchschlagspannung
erhöht werden, da sie zwischen den Transistoren 402, 404
und 406 geteilt wird, wodurch eine höhere Leistungssperrfähigkeit
vorgesehen wird. Eine derartige hohe Leistungssperrfähigkeit kann zum beispiel
bei Schalter M2 206 bei TX2 erforderlich sein, wenn der Schalter M1
204 bei TX1 geschlossen wird, um ein Signal zu senden. Obwohl in
4 drei gestapelte Transistoren dargestellt sind, wird darauf hingewiesen,
dass weniger oder mehr ebenfalls kaskadiert werden können.
Jedoch kann durch Stapeln der Transistoren 402,
404 und 406 der Einfügungsverlust des Sendeschalters
102 erhöht werden. Somit kann, wie in 4A
dargestellt, eine Body-Floating-Technik, welche das Verbinden hoher Widerstandswerte
408, 410 und 412 auf dem Körpersubstrat aufweist,
für den Sendeschalter 102 gemäß einer Ausführungsform
der Erfindung verwendet werden. Mit einer derartigen Body-Floating-Technik kann
für die Transistoren 402, 404 und 406 eine tiefe
N-Brunnen-Struktur, beispielsweise ein 0,18 &mgr;m CMOS-Prozess, welche gegen
mögliche Latchups aufgrund des Verbindens hoher Widerstandswerte
408, 410, 412 auf dem Körpersubstrat immun sein
können. Die Widerstände 408, 410, 412, welche
ebenfalls als Body-Floating-Widerstände bezeichnet werden können, können
den Einfügungsverlust durch Sperren von Leckstrom zu der Masse des Substrats
verringern.
In 4B ist der Signalfluss bei einem Einstufenschalter
dargestellt, zum Beispiel Transistoren 402, 404 oder
406. Mit dem Anstieg der Größe eines Transistors 402,
404, 406 wird der parasitäre Kapazitätswert so groß,
dass ein parasitärer Kondensator Source-zu-Körper 452 und Drain-zu-Körper
454 mit Body-Floating-Widerstand 456 als Signalpfad c im EIN-Zustand
verwendet werden kann. Ist der Körper jedoch geerdet, wird der Signalpfad c
in 4B zur Masse umgeleitet, was eine Verschlechterung
des Einfügungsverlusts zur Folge hat.
Simulationsergebnisse
In 5 sind Simulationsergebnisse für
einen beispielhaften Multiband-(z.B. 900 MHz, 1,9 GHz) Empfangsschalter
104 gemäß einer Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Diese Simulationsergebnisse stellen den Einfügungsverlust 502, die
Isolation 504 von der Antenne 100 zu TX und die Isolation
506 zwischen RX1 und RX2 dar. Insbesondere wird der Einfügungsverlust
502 durch die durchgehende obere Linie dargestellt. Die Isolation
504, die zwischen der Antenne 100 und dem TX gemessen wurde, ist
durch die mittlere Linie dargestellt. Gleichermaßen ist die Isolation
506 zwischen RX1 und RX2 durch die untere Linie dargestellt.
In 6 sind die Simulationsergebnisse für den
Betrieb eines beispielhaften Mehrband-Sendeschalters 102 dargestellt. Insbesondere
zeigen die Simulationsergebnisse in 6A die Nennbelastbarkeit,
wohingegen in 6B die Isolation von der Antenne
100 zu RX dargestellt ist. Sowohl in 6A als
auch 6B stellen die durchgehenden Linien Simulationen
bei einem ersten Band von 1,9 GHz dar, wohingegen die umkringelten Linien Simulationen
bei einem zweiten Band von 900 MHz darstellen.
Der Fachmann wird erkennen, dass die Simulationsergebnisse nur als
Beispiel dienen. Der Sendeschalter 102 und der Empfangsschalter
104 können ebenfalls für den Betrieb auf anderen Bändern
ausgebildet sein. Dementsprechend können die Simulationsergebnisse ebenfalls
für den Betrieb auf anderen Bändern vorgesehen werden, ohne von den Ausführungsformen
der Erfindung abzuweichen.
Viele Änderungen und andere Ausführungsformen der hier beschriebenen
Erfindungen werden dem Fachmann nach Studium der vorstehenden Beschreibung und der
beigefügten Zeichnungen offensichtlich werden. Somit wird darauf hingewiesen,
dass die Erfindungen nicht auf die offenbarten spezifischen Ausführungsformen
beschränkt sind und dass Änderungen und andere Ausführungsformen
in den Schutzbereich der beigefügten Ansprüche fallen. Obwohl hier spezifische
Begriffe verwendet werden, werden diese nur auf allgemeine und beschreibende Weise
verwendet und dienen nicht zur Einschränkung.