Die Erfindung betrifft ein Ventil zur Schaltung mindestens zweier
unterschiedlicher Schaltstellungen für bestimmte Varianten der Ventildurchströmung,
umfassend ein Ventilgehäuse, das wenigstens einen Zulaufanschluss und wenigstens
zwei Ablaufanschlüsse aufweist, einem in dem Ventilgehäuse vorgesehenen
Schaltelement mit einem Axialströmungskanal, von dem wenigstens drei Querströmungskanäle
zur Einstellung der Durchströmungsvariante etwa radial abgezweigt sind, sowie
eine Antriebseinrichtung, über welche die Stellbewegung des um eine Drehachse
beweglich in dem Ventilgehäuse gelagerten Schaltelements durchführbar
ist.
Aus der DE 809542 B
ist ein Ventil mit wenigstens einem Zulaufanschluss, wenigstens zwei Ablaufanschlüssen
sowie einem Schaltelement bekannt. Das Schaltelement weist vier Querströmungskanäle
auf.
Die Anordnung der vier Querströmungskanäle gestattet eine
Schaltung zweier Durchströmungsvarianten, nämlich von dem Zulaufanschluss
zu dem einen oder anderen Ablaufanschluss. Darüber hinaus kann in einer dritten
Schaltstellung eine Durchströmung zu beiden Ablaufanschlüssen gleichzeitig
geschaltet werden.
Aus einer Durchströmungsvariante (Schaltstellung) muss nachteiligerweise
zur Umschaltung in die jeweils andere Durchströmungsvariante der doppelte Drehweg
zurückgelegt werden, nämlich 90°. Ungünstig an dieser Konstruktion
ist, dass das Ventil nicht immer durch kurze Umschaltwege von einer Durchströmungsvariante
umschaltbar ist in die jeweils andere. Ein weiterer Nachteil der Konstruktion besteht
darin, dass während der Umschaltung eine unerwünschte Beaufschlagung von
Ablaufanschlüssen erfolgen kann, weil ein Querströmungskanal einen der
anderen Ablaufanschlüsse durchqueren muss, um eine gewünschte Schaltstellung
zu erreichen.
Für den Anmeldungsgegenstand ergibt sich die Aufgabe, ein Ventil
vorzuschlagen, dass sich durch gleichmäßige Umschaltung zwischen zwei
Ablaufanschlüssen auszeichnet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass
die drei Querströmungskanäle um 120° versetzt zueinander in dem Schaltelement
angeordnet sind.
Das vorgeschlagene Ventil kann stets durch einen Umschaltweg von +/-60°
von einer Schaltstellung in die andere bewegt werden. Ein Umschaltweg zwischen den
Schaltstellungen, der grösser ist als 60°, kommt nicht vor. Die Drehtrichtung
ist günstigerweise beliebig. Das Ventil bietet somit gleichmäßige
Umschaltwege und -zeiten, egal in welcher Betätigungsrichtung. Es bietet ferner
einen konstruktiven Vorteil bei Problemen mit festklemmendem Schaltelement. Da das
Schaltelement in beliebige Richtung um +/-60° drehbar ist, kann ein festsitzendes
Schaltelement gelöst und die gewünschte Schaltstellung durch drehen des
Schaltelements in entgegengesetzter Richtung eingestellt werden. Dies erscheint
von besonderer Bedeutung, weil das erfindungsgemäße Ventil beispielswweise
in Heizkreisläufen verwendet wird, wo permanent Verschmutzung auftritt.
Eine Ausführungsform des Ventils sieht vor, dass zur Einstellung
einer der Durchströmungsvarianten wahlweise einer der Querströmungskanäle
mit einem der Ablaufanschlüsse verbindbar ist. Der/die anderen Querströmungskanäle
sind gesperrt.
Mit dieser besonderen Anordnung der Querströmungskanäle
kann die Umschaltgeschwindigkeit des Ventils gegenüber der Umschaltgeschwindigkeit
eines konventionellen Kugelventils etwa verdreifacht werden. Mit anderen Worten:
Die Umschaltzeit reduziert sich auf etwa ein Drittel. Diese Konstruktion löst
das Problem einer raschen Umschaltung deswegen besonders elegant und auf eine für
die bewegten Ventilbauteile und Dichtungen schonende Weise, weil trotz verkürzter
Umschaltzeit keine höhere Rotationsgeschwindigkeit des Schaltelements benötigt
wird. Die Konstruktion setzt voraus, dass zwei Ablaufanschlüsse A und B des
Ventilgehäuses sich gegenüberliegend angeordnet sind, mit anderen Worten,
um 180° versetzt liegen. Außerdem muss das Schaltelement drei um 120°
versetzte Querströmungskanäle aufweisen. Die Funktion ist dann folgendermaßen:
Ein erster Querströmungskanal des Schaltelements ist beispielsweise dem Ablaufanschluss
A zugeschaltet. Die beiden übrigen Querströmungskanäle sind in dieser
Betriebsstellung gesperrt und befinden sich mittig neben dem zweiten Ablaufanschluss
B. Jeder der gesperrten Querströmungskanäle liegt um 60° versetzt
zum Ablaufanschluss B in Sperrstellung. Um den Ablaufanschluss B zu schalten und
A zu sperren, muss dann nur eine Drehbewegung des Schaltelements um 60° in
die eine oder andere Drehrichtung initiiert werden, damit einer der beiden gesperrten
Querströmungskanäle mit Ablaufanschluss B überdeckt wird. Die Drehrichtung
ist egal. Nach der Umschaltung auf Ablaufanschluss B liegen zwei Querströmungskanäle
um ±60° mittig neben dem Ablaufanschluss A. Weil stets zwei Querströmungskanäle
gesperrt neben einem der Ablaufanschlüsse liegen, muss zur Umschaltung von
einem auf den anderen Ablaufanschluss immer nur eine kurze Stellbewegung um 60°
ausgeführt werden, was bei gleicher Geschwindigkeit der Stellbewegung eines
konventionellen Kugelventils eine auf ein Drittel verkürzte Umschaltzeit bewirkt.
Selbst die Umschaltzeit eines Hubkolbenventils wird mit dieser Konstruktion unterschritten.
Eine andere Ausführungsform des Ventils weist Querströmungskanäle
mit unterschiedlichen Querschnitten auf. Diese Ausführungsform kann als 2/2-Wegeventil
ausgebildet sein. Das Ventil weist einen Zulaufanschluss und nur einen einzigen
Ablaufanschluss auf. Unterschiedliche Durchströmungsvarianten des Ventils werden
dadurch erreicht, dass der Ablaufanschluss wahlweise mit unterschiedlichen Querströmungskanälen
beschaltet wird. Die Querströmungskanäle wirken als unterschiedliche Drossel.
Auf diese Weise schaltet das Ventil unterschiedliche Volumenströme. Ein Schaltelement
kann eine Vielzahl von Querströmungskanälen aufweisen, deren Querschnitte
abgestuft sind. Beispielsweise können die Querschnitte der Querströmungskanäle
in Form einer quadratischen Reihe abgestuft sein, etc.
Selbstverständlich können Querströmungskanäle
verschiedenen Querschnitts auch zusammen mit einem Ventilgehäuse Anwendung
finden, das mehr als einen Ablaufanschluss aufweist.
Einfacherweise weist die Antriebseinrichtung einen Elektromotor auf.
Der Elektromotor kann mit einem Getriebe versehen sein.
Um die Handhabung des Ventils zu vereinfachen, ist es nützlich,
wenn ein Schnellkupplungssystem vorgesehen ist über welches die Antriebseinrichtung
abnehmbar mit dem Ventilgehäuse verbindbar ist.
Zweckmäßig ist für die Antriebseinrichtung eine Steuerschaltung
vorgesehen. Mit der Steuerschaltung sind exakte Stellbewegungen ausführbar,
um jeweils bestimmte Querströmungskanäle mit den entsprechenden Ablaufanschlüssen
des Ventilgehäuses in Überdeckung zu bringen.
Um die Betriebssicherheit zu verbessern sollte eine Antiblockiereinrichtung
vorgesehen sein, mit welcher der Antrieb des Schaltelements dann umschaltbar ist,
wenn im Betrieb ein festgelegtes Drehmoment auftritt, wobei durch die Umschaltung
eine Fortsetzung der Stellbewegung des Schaltelements unterbindbar ist. Auf die
Weise werden Schäden an dem Ventilgehäuse sowie an dem Schaltelement vermieden.
Dies, insbesondere bei der Anwendung für Strömungsmedien mit Verschmutzungspartikeln.
Wird das vorbestimmte Drehmoment erreicht, unterbindet die Antiblockiereinrichtung
eine weitere Drehmomenteinbringung in das Schaltelement. Dieser Betriebszustand
kann dann eintreten, wenn beispielsweise Verschmutzungspartikel ein Festsitzen des
Schaltelements in dem Ventilgehäuse verursachen.
Die Antiblockiereinrichtung kann eine Kupplung aufweisen, die ab einem
bestimmten festgelegten Drehmoment die Kraftübertragung unterbindet. Bei dieser
Ausführung kann zusätzlich ein Endschalter ergänzt werden, der in
diesem Betriebszustand gegebenenfalls einen Elektromotor abschaltet.
Eine zweite Alternative einer Antiblockiereinrichtung weist eine Steuerschaltung
auf, mit der bei Erreichen des festgelegten Drehmoments die Antriebseinrichtung
für das Schaltelement richtungsumschaltbar ist. Diese Maßnahme bewirkt,
dass festsitzende Verschmutzungspartikel durch entgegengesetzte Drehung des Schaltelements
gelöst werden und sich das Schaltelement dadurch freiläuft. Die benötigte
Schaltstellung des Ventils wird dann durch Drehung in entgegengesetzter Richtung
eingestellt.
Selbstverständlich kann die Steuerschaltung der Antiblockiereinrichtung
auch so ausgeführt sein, dass sie eine kurze Lockerungsbewegung für das
Schaltelement bewirkt und anschließend in der ursprünglichen Drehrichtung
die gewünschte Schaltstellung erreicht. Einfacherweise ist mit der Steuerschaltung
der Antiblockiereinrichtung das Erreichen des festgelegten Drehmoments indirekt
ermittelbar, nämlich über elektrische Parameter der Antriebseinrichtung.
Wenn die Antriebseinrichtung andere Motoren als Elektromotoren aufweist, können
Kräfte oder andere geeignete Größen der Antriebseinrichtung messtechnisch
erfasst werden und ein draus abgeleitetes Signal an die Steuerschaltung der Antiblockiereinrichtung
übermittelt werden, das in kausaler Abhängigkeit des Drehmoments steht.
Die Antiblockiereinrichtung stoppt dann den Antrieb oder bewirkt eine Richtungsumkehr.
Ein weiterer Nutzen wird darin gesehen, wenn in dem Ventilgehäuse
eine Spindel gelagert ist, und wenn das Schaltelement eine Drehmomentaufnahme aufweist,
in welche die Spindel formschlüssig eingreift. Die Spindel und das Schaltelement
können so gestaltet sein, dass das Schaltelement durch die formschlüssige
Verbindung mit der Spindel in seiner axialen Ausrichtung gehalten ist.
Zur drehfesten Verbindung mit der Antriebseinrichtung weist die Spindel
an einem frei aus dem Ventilgehäuse ragenden Ende ein Anschlusselement auf.
Das Anschlusselement ist beispielsweise mit einer Motorwelle eines Antriebsmotors
drehfest verbunden. Vorzugsweise wirkt auch dieses Anschlusselement formschlüssig,
mit der Antriebseinrichtung.
Einfacherweise ist das Schaltelement als Kugelkörper ausgebildet.
Ein Kugelkörper gewährleistet zusammen mit einer sich an den Kugelkörper
anschmiegenden Dichtung eine nahezu absolute Dichtheit des Schaltelements gegenüber
dem Ventilgehäuse, so dass bei einem 3/2-Wegeventil keine Leckage von einer
Durchströmungsstellung in die andere Durchströmungsstellung
des Ventils auftritt.
Nachfolgend ist die Erfindung beispielhaft in einer Zeichnung dargestellt
und anhand der Figuren detailliert beschrieben. Es zeigen:
1 ein 3/2-Wegeventil im Schnitt,
2 eine Draufsicht im Schnitt auf das 3/2-Wegeventil
gemäß 1
3 ein 2/2-Wegeventil im Schnitt,
4 ein 2/2-Wegeventil im Schnitt gemäß
3,
5 ein 3/2-Wegeventil mit Antriebseinrichtung
Für gleiche Merkmale sind nachfolgend in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen
die gleichen Bezugszeichen verwendet worden, um das Verständnis zu erleichtern.
In 1 ist ein 3/2-Wegeventil
1 im Schnitt dargestellt. Der Einfachheit halber wird auf die Darstellung
der Antriebseinrichtung verzichtet. Das Ventil 1 weist ein zweiteiliges
Ventilgehäuse 2 auf, das aus einem Grundkörper 3 und
einem Gehäuseflansch 4 besteht. Der Grundkörper 3 weist
einen Zulaufanschluss AB und einen ersten Ablaufanschluss B auf. In dem Grundkörper
3 des Ventilgehäuses 2 ist der Gehäuseflansch
4 eingeschraubt, der einen zweiten Ablaufanschluss A aufweist. In dem Ventilgehäuse
2 ist ein Schaltelement 5 eingesetzt, das durch die zweiteilige
Konstruktion des Ventilgehäuses 2 durch eine Einschrauböffnung
für den Gehäuseflansch 4 einsetzbar ist. In dem vorliegenden
Ausführungsbeispiel ist das Schaltelement 5 als Kugelkörper ausgebildet.
Der Kugelkörper gewährleistet zusammen mit Dichtungen, die an die Kugelform
anschmiegt sind, eine nahezu absolute Dichtheit des Schaltelements 5 gegenüber
dem Ventilgehäuse 2, so dass bei einem 3/2-Wegeventil keine Leckage
von der Durchströmungsstellung AB-A des Ventils zur anderen Durchströmungsstellung
AB-B auftritt. Die Dichtungen erfüllen außerdem die Funktion von Lagern
für das Schaltelement 5. Direkt an der Oberfläche des Kugelkörpers
liegen PTFE-Dichtungen 6 und 7 an. Diese weisen Dichtflächen
auf, die sich an die Kugelform des Schaltelements 5 anschmiegen. Jeder
PTFE-Dichtung 6 bzw. 7 nachgeschaltet ist eine O-Ringdichtung
8 bzw. 9. Die O-Ringdichtung 8 bzw. 9 wirkt,
wie ein Stützring für die PTFE-Dichtung 6 bzw. 7 und
bewirkt durch ihre Elastizität eine Kraft, welche die PTFE-Dichtung
6 bzw. 7 gegen die Kugeloberfläche des Schaltelements
5 drückt. Je eine PTFE-Dichtung 6 bzw. 7 ist koaxial
zur Bohrungsachse eines Ablaufanschlusses A bzw. B angeordnet und liegt in einem
ringförmigen Bereich flächig ohne Unterbrechung an der Kugeloberfläche
an.
In dem Grundkörper 3 des Ventilgehäuses
2 ist eine Spindel 10 gelagert, die an ihrem dem Schaltelement
5 zugewandten Ende einen Steg 11 aufweist. Der Steg
11 greift formschlüssig in eine dafür vorgesehene Ausnehmung
12 des Schaltelements 5 ein. An dem gegenüberliegenden Ende
weist die Spindel 11 Mitnahmeflächen 13 auf, an welchen eine
Antriebseinrichtung (nicht dargestellt) formschlüssig ansetzbar ist. Das Drehmoment
für eine Stellbewegung wird über die Antriebseinrichtung eingeleitet.
Gemäß 1 sind in dem Schaltelement
5 mehrere Strömungskanäle zu erkennen. Es handelt sich um einen
Axialströmungskanal K der mit dem Zulaufanschluss AB des Ventilgehäuses
in Verbindung steht sowie um drei radial verlaufende Querströmungskanäle,
die besser in der Draufsicht gemäß 2 erkennbar
sind. Gemäß der in 1 und 2
dargestellten Position ist ein Querströmungskanal X des Schaltelements mit
dem Ablaufanschluss A in Überdeckung gebracht. Ein Durchfluss ist bei dieser
Schaltstellung nur zwischen dem Zulaufanschluss AB und dem Ablaufanschluss A möglich.
Ablaufanschluss B ist gesperrt, weil keiner der beiden übrigen Querströmungskanäle
Y und Z in dieser Schaltstellung eine Verbindung zu dem Ablaufanschluss B aufweist.
Für eine Umschaltung des Ventils von der Schaltstellung AB-A
in die Schaltstellung AB-B ist eine Drehung des Schaltelements 5 um ±60°
nötig. Mit einer Stellbewegung von -60° kann der Querströmungskanal
Y mit dem Ablaufanschluss B zusammengeschaltet werden und mit einer Stellbewegung
von +60° kann der Querströmungskanal Z mit dem Ablaufanschluss B zusammengeschaltet
werden. Für die Funktion des Ventils ist egal, welcher der beiden Querströmungskanäle
Y oder Z geschaltet wird, deshalb ist die Drehrichtung des Schaltelements
5 beliebig. Im Betrieb sind stets alle Querströmungskanäle X,
Y und Z des Schaltelements 5 mit dem Strömungsmedium gefüllt.
Anhand der 2 ist leicht erkennbar, dass zwischen Schaltelement
5 und Ventilgehäuse 2 im Bereich der beiden gesperrten Querströmungskanäle
Y und Z Toträume T vorhanden sind, die sich ebenfalls mit dem Strömungsmedium
füllen. Das Strömungsmedium tritt somit auch bis an das in das Ventilgehäuse
2 ragende Ende der Spindel 10 heran, weshalb diese nach in
1 mit Dichtungen 14 in dem Grundkörper
3 des Ventilgehäuses 2 sitzt. Am einfachsten ist anhand der
2 nachvollziehbar, welche Verkürzung der Umschaltzeiten
sich mit dem neuen Ventil ergeben. Bei einer symmetrischen Bauweise mit Ablaufanschlüssen
A und B, die sich exakt gegenüberliegen bewirkt die gleichmäßige
Verteilung einer ungeraden Anzahl von Querströmungskanälen X, Y und Z
das ein Querströmungskanal X mit einem Ablaufanschluss A in Überdeckung
ist, wohingegen die übrigen Querströmungskanäle
Y und Z gegenüber dem Ablaufanschluss B gesperrt sind. Letztere liegen sich
symmetrisch gegenüber, nämlich um die Achse 15 der Bohrung des
Ablaufanschlusses B als Symmetrieachse.
Diese Funktionalität wäre gleichermaßen vorhanden bei
jeder ungeraden Anzahl von Querströmungskanälen, wenn diese über
den Umfang in gleichmäßigen Winkelabständen verteilt angeordnet sind.
Eine Konstruktion mit fünf Querströmungskanälen ist möglich,
wobei kleinere Querschnitte der Querströmungskanäle erforderlich wären,
da sonst die Wandstärken zwischen den Querströmungskanälen im Schaltelement
5 zu gering würden.
Bei einer geraden Anzahl von Querströmungskanälen können
diese nicht in gleichmäßigen Winkelabständen verteilt angeordnet
sein. Dies zumindest dann nicht, wenn mehrere zu beschaltende Ablaufanschlüsse
A und B sich gegenüberliegen. Hier müssen dann, wenn stets nur ein Querströmungskanal
geschaltet sein soll, entweder die Positionen der Ablaufanschlüsse A und B
versetzt oder ungleichmäßige Winkelabstände der Querströmungskanäle
vorgesehen werden. Dies verkomplizierte jedoch die automatische Steuerung der Stellbewegung
für das Schaltelement des Ventils, weil unterschiedliche Stellwege zu berücksichtigen
wären.
3 zeigt ein 2/2-Wegeventil 20 im Schnitt,
dessen Ventilgehäuse 2 einen Zulaufanschluss AB sowie einen einzigen
Ablaufanschluss A aufweist. Mit dem Ventil sind unterschiedliche Durchströmungsvarianten
dadurch schaltbar, dass ein für eine drehende Stellbewegung vorgesehenes Schaltelement
5 einen Axialströmungskanal K sowie mehrere damit verbundene Querströmungskanäle
aufweist.
4 ist eine geschnittene Draufsicht des Ventils nach
3. Zu erkennen sind in 4
die Querströmungskanäle X, Y und Z, welche unterschiedliche Querschnitte
besitzen. Auf diese Weise ist ein Ventil geschaffen, mit dem unterschiedliche Volumenströme
einstellbar sind. Da nur ein Ablaufanschluss A vorgesehen ist, muss für jede
Umschaltung ein Stellweg von 120° zurückgelegt werden. Der Stellweg ist
abhängig von der Anzahl der Querströmungskanäle X, Y und Z. Eine
Anordnung der Querströmungskanäle X, Y und Z in gleichmäßigen
Winkelabständen vereinfacht die automatische Steuerung des Ventils.
In 5 ist das 3/2-Wegeventil gemäß
1 mit angekuppelter Antriebseinrichtung 30
gezeigt. Eine Antriebseinrichtung für das 2/2-Wegeventil sieht gleich aus,
daher wird auf die Darstellung des 2/2-Wegeventil mit Antriebseinrichtung verzichtet.
Die Antriebseinrichtung 30 gemäß 5
ist über eine aus dem Ventilgehäuse 2 ragende Spindel
10 des Ventils gestülpt. Zur drehfesten Verbindung mit der Antriebseinrichtung
30 weist die Spindel 10 an einem frei aus dem Ventilgehäuse
2 ragenden Ende ein Anschlusselement 31 auf, das formschlüssig
mit der Antriebseinrichtung 30 verbunden ist. Es ist eine Positionierhilfe
32 vorgesehen, um die Antriebseinrichtung 30 verdrehsicher an
dem Ventilgehäuse 2 anzuordnen sowie ein Sicherungselement
33, um ein Lösen der Antriebseinrichtung 30 aus dem verdrehfesten
Sitz zu verhindern. Als Positionierhilfe 32 dient ein Vorsprung an der
Antriebseinrichtung 30, der in eine Ausnehmung des Ventilgehäuses
2 greift oder umgekehrt. Das Sicherungselement 33 besteht aus
einem Drahtbügel, der radial durch einen Anschlusskranz 34 der Antriebseinrichtung
30 gesteckt ist und formschlüssig in eine Nut des Ventilgehäuses
2 eingreift. Das Sicherungselement 33 muss zum Ansetzen und Lösen
elastisch aufgeweitet werden und ist deswegen nur durch Kraftaufwand zu entfernen.
Die Antriebseinrichtung 30 verfügt über ein Gehäuse
35, in dem eine Steuerschaltung 36 vorgesehen ist. Mit der Steuerschaltung
sind exakte Stellbewegungen ausführbar, um bestimmte Querströmungskanäle
eines Schaltelements 5 mit entsprechenden Ablaufanschlüssen A, B des
Ventilgehäuses 2 in Überdeckung zu bringen. Weiterhin ist in
dem Gehäuse 35 der Antriebseinrichtung 30 eine Antiblockiereinrichtung
37 mit einer elektronischen Steuerschaltung vorgesehen, mit welcher der
Antrieb des Schaltelements 5 dann umschaltbar ist, wenn im Betrieb ein
festgelegtes Drehmoment auftritt. Wird das vorbestimmte Drehmoment erreicht, unterbindet
die Antiblockiereinrichtung 37 eine weitere Drehmomenteinbringung über
die Spindel 10 in das Schaltelement 5 und leitet eine Richtungsumschaltung
der Stellbewegung ein. Die gewünschte Schaltstellung wird dann in entgegengesetzter
Drehrichtung angefahren. Bei einem 3/2-Wegeventil mit einem Schaltelement
5, das drei um 120° versetzte Querströmungskanäle X, Y und
Z aufweist, wird bei einem Festsitzen des Schaltelements 5 in die Ausgangsstellung
zurückgedreht und zusätzlich in derselben Drehrichtung weitergedreht,
bis der andere der beiden Querströmungskanäle Y und Z, die um ±60°
neben dem zu schaltenden Ablaufanschluss B positioniert sind, in Überdeckung
mit dem zu schaltenden Ablaufanschluss B zu bringen. Dies bewirkt, dass beispielsweise
festsitzende Verschmutzungspartikel durch entgegengesetzte Drehung des Schaltelements
5 gelöst werden und sich das Schaltelement freiläuft.
Weiterhin befindet sich in dem Gehäuse 35 der Antriebseinrichtung
30 ein Elektromotor E mit Getriebe, der über eine elektrische Zuleitung
38 mit Energie versorgt ist. Bei dem Elektromotor E handelt es sich in
dem vorliegenden Ausführungsbeispiel um einen über die Steuerschaltung
36 elektronisch geregelten 4-poligen Synchronmotor mit
beliebiger Drehrichtung.
- 1
- 3/2-Wegeventil
- 2
- Ventilgehäuse
- 3
- Grundkörper
- 4
- Gehäuseflansch
- 5
- Schaltelement
- 6
- PTFE-Dichtung
- 7
- PTFE-Dichtung
- 8
- O-Ringdichtung
- 9
- O-Ringdichtung
- 10
- Spindel
- 11
- Steg
- 12
- Ausnehmung
- 13
- Mitnahmeflächen
- 14
- Dichtung
- 15
- Achse
- 20
- 2/2-Wegeventil
- 30
- Antriebseinrichtung
- 31
- Anschlusselement
- 32
- Positionierhilfe
- 33
- Sicherungselement
- 34
- Anschlusskranz
- 35
- Gehäuse
- 36
- Steuerschaltung
- 37
- Antiblockiereinrichtung
- 38
- elektrische Zuleitung
- A
- Ablaufanschluss
- B
- Ablaufanschluss
- AB
- Zulaufanschluss
- E
- Elektromotor
- K
- Axialströmungskanal
- T
- Totraum
- X
- Querströmungskanal
- Y
- Querströmungskanal
- Z
- Querströmungskanal