Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Drehmomentwandler und insbesondere
einen Drehmomentwandler, der eine Überbrückungsvorrichtung aufweist.
Technischer Hintergrund
Allgemein ermöglicht ein Drehmomentwandler die gleichmäßige
Beschleunigung und Verzögerung eines Fahrzeugs durch die Nutzung eines Fluids
für die Kraftübertragung. Ein durch das Fluid bedingter Schlupf führt
jedoch zu einem Energieverlust, der wiederum schlechtere Kraftstoffverbrauchswerte
zur Folge hat.
Zur Beseitigung des vorstehend genannten Nachteils umfasst ein bekannter
Drehmomentwandler eine Überbrückungsvorrichtung, die eine an einer Eingangsseite
vorgesehene Frontabdeckung und eine an einer Ausgangsseite vorgesehene Turbine mechanisch
miteinander verbindet. Die Überbrückungsvorrichtung ist in einem Raum
zwischen der Frontabdeckung und der Turbine angeordnet. Die Überbrückungsvorrichtung
weist einen scheibenförmigen Kolben auf, der in Richtung auf die Frontabdeckung
gedrückt wird, eine angetriebene Platte, die auf der Rückseite der Turbine
angeordnet ist, und eine Torsionsfeder, die den Kolben und die angetriebene Platte
in einer Drehrichtung elastisch miteinander verbindet. Ein ringförmiges Reibelement
haftet an dem Kolben in einer Position, in der es einer ebenen Reibfläche der
Frontabdeckung zugewandet ist.
Gemäß der bekannten Überbrückungsvorrichtung wird
der Betrieb des Kolbens in Reaktion auf eine Änderung des Hydraulikdrucks in
einer Fluidkammer gesteuert. Insbesondere in einem Zustand, in dem die Überbrückungsvorrichtung
ausgerückt ist, wird ein Arbeitsfluid von einem extern vorgesehenen Hydraulikdruckkreis
in einen Raum zwischen dem Kolben und der Frontabdeckung geleitet. Das Hydraulikfluid
strömt in dem Raum zwischen der Frontabdeckung und dem Kolben in einer radialen
Richtung nach außen und in einen Drehmomentwandler-Hauptkörper in einem
äußeren Umfangsbereich. Wenn die Überbrückungsvorrichtung eingerückt
wird, wird das Arbeitsfluid in dem Raum zwischen der Frontabdeckung und dem Kolben
aus einer inneren Umfangsseite abgeleitet, und der Kolben bewegt sich aufgrund der
Hydraulikdruckdifferenz dementsprechend in Richtung auf die Frontabdeckung. Folglich
wird das an dem Kolben vorgesehene Reibelement an die Reibfläche der Frontabdeckung
gedrückt. Dadurch erfolgt die Übertragung eines Drehmoments von der Frontabdeckung
über die Überbrückungsvorrichtung auf die Turbine.
In Reaktion auf den Einsatz einer Überbrückungsvorrichtung
im Bereich einer niedrigen Fahrgeschwindigkeit eines Fahrzeugs und in Reaktion auf
den Einsatz eines Drehmomentwandlers im höheren Drehmomentbereich wird ein
technologischer Fortschritt betreffend die Leistung eines Dämpfungsmechanismus
gewünscht. Außerdem ist seit einiger Zeit ein Drehmomentwandler bekannt,
bei dem die Drehmomentübertragung durch das Fluid nur beim Anfahren erfolgt
und die Überbrückungsvorrichtung zum Beispiel eingerückt wird, wenn
die Fahrgeschwindigkeit gleich 20 km/h oder höher ist. Folglich erfordert die
Konstruktion mit einem größeren Überbrückungsbereich eine leistungsfähigere
Torsionsfeder, so dass eine Torsionsschwingung in Reaktion auf Drehmomentschwankungen
eines Motors angemessen absorbiert oder gedämpft werden kann. Insbesondere
ist die Leistungsverbesserung bei der Absorption/Dämpfung von Torsionsschwingungen
durch eine Verlängerung des Radius der Torsionsfeder erforderlich.
Da aber die Torsionsfeder in einer axialen Richtung zwischen der Frontabdeckung
und der Turbine angeordnet ist, hat die Vergrößerung der Torsionsfeder
eine Vergrößerung des Drehmomentwandlers insgesamt zur Folge.
Um den vorstehend genannten Nachteil zu beseitigen, erreicht ein bekannter
Drehmomentwandler eine Vergrößerung der Abmessung der Torsionsfeder durch
eine Anordnung der Torsionsfeder der Überbrückungsvorrichtung an einer
inneren Umfangsseite in einer Arbeitsfluidkammer (siehe z.B. Patentdokument 1).
- Patentdokument 1: EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG
0070662A1
OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
Die bekannte Überbrückungsvorrichtung für den Drehmomentwandler
umfasst ein Paar von eingangsseitigen Plattenelementen, die an einem Kolben befestigt
sind, ein ausgangsseitiges Plattenelement, das in einer axialen Richtung zwischen
den eingangsseitigen Plattenelementen angeordnet und an einer Turbine befestigt
ist, und eine Torsionsfeder, die die eingangsseitigen Plattenelemente und das ausgangsseitige
Plattenelement in der Drehrichtung verbindet. Das ausgangsseitige Plattenelement
ist zusammen mit einem Turbinengehäuse durch Niete an der Turbinennabe befestigt.
Bei dem in der bekannten Weise ausgebildeten Drehmomentwandlers ist
die Konstruktion des Wandlers komplex und umfasst eine größere Anzahl
von Bauteilen, wodurch die Herstellung verteuert wird.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, den Aufbau der Überbrückungsvorrichtung
in einem Drehmomentwandler zu verbessern, bei dem ein äußeres Umfangsende
der Torsionsfeder der Überbrückungsvorrichtung bezogen auf ein inneres
Umfangsende der Arbeitsfluidkammer radial nach innen positioniert ist.
Mittel zur Lösung der Aufgabe
Ein Drehmomentwandler gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden
Erfindung umfasst eine Frontabdeckung, ein Pumpenrad, eine Turbine, ein Leitrad
und eine Überbrückungsvorrichtung. Das Pumpenrad ist mit der Frontabdeckung
verbunden, um eine Fluidkammer zu bilden. Die Turbine ist in der Fluidkammer dem
Pumpenrad zugewandt angeordnet und weist ein Turbinengehäuse, eine an einer
pumpenradseitigen Fläche des Turbinengehäuses befestigte Turbinenschaufel
und eine Turbinennabe auf, die an einem inneren Umfangsbereich des Turbinengehäuses
angeordnet ist. Das Leitrad ist zwischen einem inneren Umfangsbereich des Pumpenrads
und dem inneren Umfangsbereich der Turbine angeordnet und bildet zusammen mit dem
Pumpenrad und der Turbine eine Arbeitsfluidkammer. Eine Überbrückungsvorrichtung
ist zwischen der Frontabdeckung und der Turbine angeordnet, um die Frontabdeckung
und die Turbine mechanisch zu verbinden. Die Überbrückungsvorrichtung
weist eine Torsionsfeder auf, die Torsionsschwingungen absorbiert und dämpft.
Ein äußeres Umfangsende der Torsionsfeder ist bezogen auf ein inneres
Umfangsende der Arbeitsfluidkammer radial nach innen positioniert. Die Überbrückungsvorrichtung
hat einen Kolben, der für eine Verbindung mit der Frontabdeckung konfiguriert
ist, eine Torsionsfeder, ein Antriebselement, das an dem Kolben befestigt ist und
das die Torsionsfeder antreibt, und ein angetriebenes Element, das an dem Turbinengehäuse
befestigt ist und durch die Torsionsfeder angetrieben wird.
Bei diesem Drehmomentwandler ist das angetriebene Element der Überbrückungsvorrichtung
an dem Turbinengehäuse befestigt. Diese Konstruktion vereinfacht die Bauweise
der Überbrückungsvorrichtung.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß dem ersten Aspekt, wobei das
angetriebene Element an einem Befestigungsbereich des Turbinengehäuses befestigt
ist, der bezogen auf einen Bereich des Turbinengehäuses, an dem die Turbinenschaufel
befestigt ist, radial nach innen positioniert ist.
Da das angetriebene Element bei diesem Drehmomentwandler an dem auf
der inneren Umfangsseite liegenden Bereich des Turbinengehäuses befestigt ist,
wird die Bauweise der Überbrückungsvorrichtung vereinfacht.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß dem zweiten Aspekt, wobei das
Leitrad einen ringförmigen Leitradträger und eine Leitradschaufel aufweist,
die an einer äußeren Umfangsfläche des Leitradträgers vorgesehen
ist. Der Leitradträger hat einen Ausnehmungsbereich, der korrespondierend mit
der Position der Torsionsfeder an einer Oberfläche in der Nähe der Torsionsfeder
gebildet ist.
Da der Leitradträger bei diesem Drehmomentwandler den Ausnehmungsbereich
an der mit der Torsionsfeder korrespondierenden Position aufweist, lässt sich
die axiale Dimension eines inneren Umfangsbereichs des Drehmomentwandlers angemessen
verkürzen.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem vierten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß dem dritten Aspekt, wobei ein
Befestigungsbereich des Turbinengehäuses derart konfiguriert ist, dass er eine
Form entlang des Ausnehmungsbereichs hat und in der Nähe des Ausnehmungsbereichs
angeordnet ist.
Da der Befestigungsbereich des Turbinengehäuses bei diesem Drehmomentwandler
derart konfiguriert ist, dass er an einer der Torsionsfeder zugewandten Fläche
eine Ausnehmung hat, kann die axiale Dimension des inneren Umfangsbereichs des Drehmomentwandlers
angemessen kurz sein.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem fünften Aspekt der
vorliegenden Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß dem vierten Aspekt,
wobei der Befestigungsbereich des Turbinengehäuses in der axialen Richtung
nahe an einer Mittelposition des Leitrads und der Turbine positioniert ist.
Da der Befestigungsbereich des Turbinengehäuses bei diesem Drehmomentwandler
in der axialen Richtung in angemessener Nähe zu dem Getriebe positioniert ist,
kann die axiale Dimension des inneren Umfangsbereichs des Drehmomentwandlers angemessen
kurz sein.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem sechsten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß dem fünften Aspekt, wobei
der Befestigungsbereich des Turbinengehäuses bezogen auf die Mittelposition
des Leitrads und der Turbine in einer axialen Richtung näher an dem Leitrad
liegt.
Da der Befestigungsbereich des Turbinengehäuses bei diesem Drehmomentwandler
in der axialen Richtung angemessen nahe an dem Getriebe liegt,
kann die axiale Dimension des inneren Umfangsbereichs des Drehmomentwandlers angemessen
kurz sein.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem siebten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß einem der Aspekte eins bis sechs,
wobei der Befestigungsbereich des Turbinengehäuses eine ebene Fläche aufweist,
die vertikal zu einer Rotationsachse angeordnet ist.
Da der Befestigungsbereich bei diesem Drehmomentwandler die ebene
Fläche aufweist, kann das angetriebene Element problemlos und sicher befestigt
werden.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem achten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß einem der Aspekte eins bis sieben,
wobei das angetriebene Element entsprechend der Position der Torsionsfeder ringförmig
angeordnet ist.
Da das angetriebene Element bei diesem Drehmomentwandler entsprechend
der Position der Torsionsfeder angeordnet ist, kann ein Dämpfungsmechanismus
in einer radialen Richtung kleiner ausgebildet sein.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem neunten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß einem der Aspekte eins bis acht,
wobei das angetriebene Element mehrere Klauen aufweist, die sich in Richtung auf
den Kolben erstrecken und die in einer Drehrichtung mit den Enden der Torsionsfeder
in Kontakt sind.
Bei diesem Drehmomentwandler ist das die Klauen aufweisende angetriebene
Element einfach gebaut.
Ein Drehmomentwandler gemäß einem zehnten Aspekt der vorliegenden
Erfindung ist der Drehmomentwandler gemäß einem der Aspekte eins bis neun,
wobei ein in der axialen Richtung näher an dem Motor liegendes Ende der Torsionsfeder
verglichen mit einem der Motorseite am nächsten gelegenen Ende des Turbinengehäuses
in der axialen Richtung näher an dem Getriebe positioniert ist.
Da die Torsionsfeder bei diesem Drehmomentwandler in der axialen Richtung
angemessen nahe an dem Getriebe positioniert ist, kann die axiale Dimension des
inneren Umfangsbereichs des Drehmomentwandler angemessen kurz sein.
Wirkungen der Erfindung
Da ein angetriebenes Element der Überbrückungsvorrichtung
bei einem erfindungsgemäßen Drehmomentwandler an einem Turbinengehäuse
befestigt ist, wird die Bauweise der Überbrückungsvorrichtung vereinfacht.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
1 ist eine Längsschnittansicht eines Drehmomentwandlers
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.
2 ist eine Ansicht einer Teilebene einer Überbrückungsvorrichtung.
- 1
- Drehmomentwandler
- 4
- Verriegelungsvorrichtung
- 11
- Turbine
- 20
- Turbinengehäuse
- 20a
- innerer Umfangsbereich (Befestigungsbereich)
- 27
- Leitradträger
- 41
- Kolben
- 42
- Dämpfungsmechanismus
- 50
- Antriebselement
- 51
- angetriebenes Element
- 52
- Torsionsfeder
WEG ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG
(1) Struktur
Eine Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird unter Bezugnahme
auf die Darstellungen in den anliegenden Zeichnungsfiguren wie folgt erläutert.
Wie in 1 gezeigt ist, umfasst ein Drehmomentwandler
1 eine Frontabdeckung 2, eine torusförmige Arbeitsfluidkammer
3 mit drei Arten von Flügelrädern (d.h. mit einem Pumpenrad
10, einer Turbine 11 und einem Leitrad 12), die koaxial
zur Frontabdeckung 2 angeordnet sind, und eine Überbrückungsvorrichtung
4, die in einer axialen Richtung in einem Raum zwischen der Frontabdeckung
2 und der Turbine 11 angeordnet ist. Äußere Umfangsbereiche
der Frontabdeckung 2 und ein Pumpenradgehäuse 15 des Pumpenrads
10 sind durch Schweißen befestigt. Die Frontabdeckung 2 und
das Pumpenradgehäuse 15 des Pumpenrads 10 bilden eine Fluidkammer,
die mit dem Arbeitsfluid gefüllt ist.
Die Frontabdeckung 2 nimmt ein Drehmoment auf, das von einer
Kurbelwelle eines Motors eingegeben wird. Die Frontabdeckung 2 weist einen
scheibenförmigen Hauptkörper 5 auf. Eine zentrale Nabe
6 ist an der Mitte des Hauptkörpers 5 befestigt. Mehrere
Muttern 7 sind an einer Oberfläche des Hauptkörpers
5 auf einer Motorseite und an einem äußeren
Umfangsbereich desselben befestigt. Ein zylindrischer äußerer Umfangsbereich
8, der sich axial in Richtung auf ein Getriebe erstreckt, ist integral
mit dem äußeren Umfangsbereich des Hauptkörpers 5 ausgebildet.
Eine ringförmige und ebene Reibfläche 70 ist an
einer Innenseite und an dem äußeren Umfangsbereich des Hauptkörpers
5 der Frontabdeckung 2 gebildet. Die Reibfläche
70 ist in der axialen Richtung dem Getriebe zugewandt.
Die Arbeitsfluidkammer 3 ist in der Fluidkammer in der axialen
Richtung näher an dem Getriebe angeordnet. Dadurch ist die Fluidkammer unterteilt
in die Arbeitsfluidkammer 3 und in einen Raum, der zwischen dem Hauptkörper
5 der Frontabdeckung 2 und der Turbine 11 gebildet ist.
Das Pumpenrad 10 hat ein Pumpenradgehäuse
15, mehrere Pumpenradflügel 16, die an einer Innenfläche
des Pumpenradgehäuses 15 befestigt sind, und eine Pumpenradnabe
18, die an einem inneren Umfangsende des Pumpenradgehäuses
15 angeordnet ist. Die Pumpenradflügel 16 sind in einer radialen
Richtung verglichen mit einem bekannten Pumpenradflügel bedeutend kürzer
ausgebildet und an einer Innenseite eines äußeren Umfangsbereichs des
Pumpenradgehäuses 15 befestigt.
Die Turbine 11 ist dem Pumpenrad 10 in der Fluidkammer
zugewandt angeordnet. Die Turbine 11 hat ein Turbinengehäuse
20, mehrere Turbinenschaufeln 21, die an dem Turbinengehäuse
20 befestigt sind, und eine Turbinennabe 23, die an einem inneren
Umfangsende des Turbinengehäuses 20 befestigt ist. Die Turbinenschaufel
21 ist in einer radialen Richtung verglichen mit einer bekannten Turbinenschaufel
bedeutend kürzer ausgebildet und an einer Innenseite eines äußeren
Umfangsbereichs des Turbinengehäuses 20 befestigt.
Die Turbinennabe 23 weist einen zylindrischen Vorsprung
23a und einen Flansch 23b auf, der in einer radialen Richtung
von dem Vorsprung 23a nach außen verlängert ist. Der Flansch
23b ist durch mehrere Niete 24 an einem inneren Umfangsbereich
des Turbinengehäuses 20 befestigt. Ferner ist an einer inneren Umfangsfläche
des Vorsprungs 23a ein Keil 23c gebildet. Der Keil 23c
befindet sich im Eingriff mit einer Hauptantriebswelle 71, die sich von
der Getriebeseite erstreckt. Infolgedessen wird ein von der Turbinennabe
23 übertragenes Drehmoment an die Hauptantriebswelle 71 abgegeben.
Das Leitrad 12 ist zwischen einem inneren Umfangsbereich
des Pumpenrads 10 und einem inneren Umfangsbereich der Turbine
11 angeordnet. Das Leitrad 12 lenkt das aus der Turbine
11 zurückkehrende Arbeitsfluid um in das Pumpenrad 10, um
eine Drehmomentverstärkung durch den Drehmomentwandler 1 zu erreichen.
Durch die Drehmomentverstärkung des Drehmomentwandlers 1 lässt
sich eine außergewöhnliche Beschleunigungsleistung erzielen, wenn das
Fahrzeug startet. Das Leitrad 12 hat einen Leitradträger
27 und mehrere Leitradschaufeln 28, die an einer äußeren
Umfangsfläche des Leitradträgers 27 vorgesehen sind.
Der Leitradträger 27 ist über eine Einwegkupplung
30 durch eine Leitradwelle 72 gehalten. Die Leitradwelle
72 ist ein zylindrisches Element, das um eine Hauptantriebswelle
71 angeordnet ist. Verglichen mit einem bekannten Leitradträger hat
der Leitradträger 27 in einer radialen Richtung eine längere
Erstreckung, und eine durchgehende Fläche 27a in analer Richtung auf
der Motorseite ist vertieft. Insbesondere liegt ein in der radialen Richtung mittlerer
Bereich der in der axialen Richtung dem Motor zugewandten Fläche
27a des Leitradträgers 27 bezogen auf einen äußeren
Umfangsbereich einer einlassseitigen Fläche der Leitradschaufel 28
und bezogen auf einen inneren Umfangsbereich der Leitradschaufel 28 in
der axialen Richtung näher an dem Getriebe. Dadurch ist die Fläche
27a in der axialen Richtung relativ zu einer Mittelposition C1 in einer
axialen Richtung der Arbeitsfluidkammer 3 natürlicherweise näher
zur Getriebeseite positioniert.
Ferner ist ein innerer Umfangsbereich 20a des Turbinengehäuses
20 (d.h. ein Bereich, an dem die Turbinenschaufel 21 nicht befestigt
ist) in einer axialen Richtung entlang einer Linie des Leitradträgers
27 gekrümmt, und ein in einer radialen Richtung mittlerer Bereich
des inneren Umfangsbereichs 20a ist relativ zu der in der axialen Richtung
mittleren Position C1 der Arbeitsfluidkammer 3 in der axialen Richtung
näher zu dem Getriebe positioniert. Da der innere Umfangsbereich
20a des Turbinengehäuses 20 in der axialen Richtung nahe
an der Mittelposition C1 des Pumpenrads 10 und der Turbine 11
und in der axialen Richtung angemessen nahe zur Getriebeseite liegt, kann die axiale
Dimension des inneren Umfangsbereichs des Drehmomentwandlers 1 angemessen
verkürzt werden. Da insbesondere der innere Umfangsbereich 20a des
Turbinengehäuses 20 relativ zu der Mittelposition C1 des Leitrads
10 und der Turbine 11 in der axialen Richtung näher zu dem
Leitrad 10 positioniert ist und in der axialen Richtung angemessen nahe
zu der Getriebeseite positioniert ist, kann die axiale Dimension des inneren Umfangsbereichs
des Drehmomentwandlers 1 angemessen kürzer gestaltet werden. Wie vorstehend
erläutert wurde, wird durch die Bildung des in der axialen Richtung dem Motor
zugewandten Ausnehmungsbereichs durch eine Krümmung des Leitradträgers
27 und durch eine Krümmung des Turbinengehäuses 20 derart,
dass dieses in der axialen Richtung hin zur Getriebeseite abragt, ein Raum für
die Unterbringung eines Dämpfungsmechanismus 42 an dem inneren Umfangsbereich
in der Arbeitsfluidkammer 3 sichergestellt, und zwar insbesondere an der
inneren Peripherie eines der Turbine 11 entsprechenden Bereichs.
Eine erste Zwischenlegscheibe 32 ist in einer axialen Richtung
zwischen dem Hauptkörper 5 der Frontabdeckung 2 und der Turbinennabe
23 angeordnet. Mehrere sich in einer radialen Richtung erstreckende Nuten
sind an der ersten Zwischenlegscheibe 32 gebildet und ermöglichen
eine Strömung des Fluids in der radialen Richtung auf den beiden Seiten der
ersten Zwischenlegscheibe 32. Eine erste Öffnung 66, durch
welche das Arbeitsfluid in einer radialen Richtung strömt, ist in der axialen
Richtung zwischen einem inneren Umfangsbereich der Frontabdeckung 2 und
der Turbinennabe 23 gebildet. Die erste Öffnung 66 stellt
die Kommunikation zwischen einer in der Hauptantriebswelle 71 gebildeten
Ölleitung 61 und einer zwischen der Frontabdeckung 2 und
einem Kolben 41 gebildeten vorderen Kammer 81 her.
Ein zweites Axiallager 33 ist zwischen der Turbinennabe
23 und der Einwegkupplung 30 angeordnet. Arbeitsfluid strömt
auf beiden Seiten des zweiten Axiallagers 33 in einer radialen Richtung.
Eine zweite Öffnung 67, die eine Kommunikation des Arbeitsfluids in
einer radialen Richtung mit ihren beiden Seiten erlaubt, ist zwischen der Turbinennabe
23 und einem inneren Umfangsbereich des Leitrads 12 gebildet (d.h.
insbesondere zwischen der Turbinennabe 23 und der Einwegkupplung
30). Die zweite Öffnung 67 stellt die Kommunikation zwischen
der Arbeitsfluidkammer 3 und einer zwischen der Hauptantriebswelle
71 und der Statorwelle 72 gebildeten Ölleitung
62 her.
Ein drittes Axiallager 34 ist in einer axialen Richtung zwischen
dem Leitradträger 27 und einem inneren Umfangsbereich des Pumpenradgehäuses
15 vorgesehen. Arbeitsfluid strömt in einer radialen Richtung auf
beiden Seiten des dritten Axiallagers 34. Eine dritte Öffnung
68, die eine Kommunikation des Arbeitsfluids in einer radialen Richtung
mit ihren beiden Seiten erlaubt, ist in einer axialen Richtung zwischen dem Leitrad
12 (d.h. insbesondere dem Leitradträger 27) und dem Pumpenrad
10 gebildet. Mit anderen Worten: Die dritte Öffnung 68 stellt
die Kommunikation zwischen der Arbeitsfluidkammer 3 und einer zwischen
der Leitradwelle 72 und der Pumpenradnabe 18 gebildeten Ölleitung
83 her.
Jede der Ölleitungen 61 bis 63 ist jeweils
mit Hydraulikkreisen verbunden, so dass das Arbeitsfluid unabhängig durch die
erste bis dritte Öffnung 66 bis 68 zugeleitet und abgeleitet
werden kann.
Die Überbrückungsvorrichtung 4 ist in dem in der
axialen Richtung zwischen dem Hauptkörper 5 der Frontabdeckung
2 und der Turbine 11 gebildeten Ringraum angeordnet und verbindet
und löst die Frontabdeckung 2 mechanisch mit und von der Turbine
11, in Abhängigkeit von Änderungen des Hydraulikdrucks in dem
Raum. Die Überbrückungsvorrichtung 4 verfügt über eine
Kolbenfunktion, die in Übereinstimmung mit Änderungen des Hydraulikdrucks
in dem Raum ausgeübt wird, und über eine Dämpferfunktion, die Torsionsschwingungen
in einer Drehrichtung absorbiert und dämpft. Die Überbrückungsvorrichtung
4 weist den Kolben 41 und den Dämpfungsmechanismus
42 auf. Der Kolben 41 ist ein scheibenförmiges Element, das
in dem Raum nahe an dem Hauptkörper 5 der Frontabdeckung
2 angeordnet ist. Der Kolben 41 teilt den Raum in eine vordere
Kammer 81 auf der Seite der Frontabdeckung 2 und in eine hintere
Kammer 82 auf der Seite der Turbine 11. Ein äußerer
Umfangsbereich des Kolbens 41 dient als Reibverbindungsbereich
49, der in einer axialen Richtung relativ zu der Reibfläche
70 der Frontabdeckung 2 auf der Getriebeseite angeordnet ist.
Ein Reibverbindungsbereich 49 ist ein ringförmiger und ebener Plattenbereich,
an dessen dem Motor in einer axialen Richtung zugekehrten Seite ein ringförmiger
Reibbelag 46 befestigt ist.
Ein zylindrischer innerer Umfangsbereich 47 ist an einem
inneren Umfangsende des Kolbens 41 gebildet. Der zylindrische innere Umfangsbereich
47 erstreckt sich in axialer Richtung von dem inneren Umfangsende des Kolbens
41 in Richtung auf die Getriebeseite. Eine innere Umfangsfläche des
zylindrischen inneren Umfangsbereichs 47 ist durch eine äußere
Umfangsfläche 26 der Turbinennabe 23 gelagert, so dass sie
sich in einer axialen Richtung und in einer Drehrichtung bewegen kann. Eine Seite
des zylindrischen inneren Umfangsbereichs 47, die in einer axialen Richtung
näher an dem Getriebe liegt, ist so konfiguriert, dass sie mit einem Flansch
23b der Turbinennabe 23 in Kontakt ist. Demzufolge wird die Bewegung
des Kolbens 41 axial in Richtung auf das Getriebe eingeschränkt. Eine
Ringnut ist an der äußeren Umfangsfläche 26 gebildet, und
ein Dichtungsring 48 ist in der Ringnut angeordnet. Der Dichtungsring
48 befindet sich in Kontakt mit der inneren Umfangsfläche des zylindrischen
inneren Umfangsbereichs 47. Beide Seiten des inneren Umfangsbereichs des
Kolbens 41 in der axialen Richtung sind durch den Dichtungsring
48 abgedichtet.
Der Dämpfungsmechanismus 42 übertragt ein Drehmoment
von dem Kolben 41 auf die Turbinennabe 23 und absorbiert und dämpft
die Torsionsschwingung. Der Dämpfungsmechanismus 42 ist in einer radialen
Richtung zwischen dem inneren Umfangsbereich des Turbinengehäuses
20 und einem mittleren Bereich des Kolbens 41 angeordnet. Insbesondere
ist der Dämpfungsmechanismus 42 in einem dem Ausnehmungsbereich des
inneren Umfangsbereichs 20a des Turbinengehäuses 20 zugewandten Ringraum
positioniert.
Der Dämpfungsmechanismus 42 umfasst ein Antriebselement
50, ein angetriebenes Element 51 und eine Torsionsfeder
52. In 2 zeigt der Pfeil R1 eine Drehrichtung
für den Antrieb und der Pfeil R2 eine Richtung für den Schubbetrieb.
Das Antriebselement 50 dient zum Einleiten eines Drehmoments
in die Torsionsfeder 52 und hat weiterhin die Funktion, die Torsionsfeder
52 an dem Kolben 41 zu halten. Das Antriebselement 50
ist ein ringförmig verlängertes Plattenelement und ist in der axialen
Richtung auf der Getriebeseite an einer Fläche des Kolbens 41 befestigt.
Das Antriebselement 50 ist in der axialen Richtung dem Ausnehmungsbereich
des inneren Umfangsbereichs 20a des Turbinengehäuses 20 zugewandt
angeordnet. Insbesondere weist das Antriebselement 50 einen scheibenförmigen
Bereich 50a auf, der mit dem Kolben 41 in Kontakt ist, und einen
zylindrischen äußeren Umfangsbereich 50b, der sich von einem
äußeren Umfangsende des scheibenförmigen Bereichs 50a axial
in Richtung auf die Getriebeseite erstreckt. Der scheibenförmige Bereich
50a ist durch mehrere Niete 55, die in einer Umfangsrichtung an
mehreren Positionen angeordnet sind, an dem Kolben 41 befestigt.
Die Torsionsfeder 52 ist ein elastisches Element, das die
Torsionsschwingung absorbiert, und sie besteht zum Beispiel aus einer Schraubenfeder.
Mehrere Torsionsfedern 52 sind in einer Umfangsrichtung angeordnet. Die
Torsionsfedern 52 sind auf der Getriebeseite des scheibenförmigen
Bereichs 50a des Antriebselements 50 und radial innerhalb des
zylindrischen äußeren Umfangsbereichs 50b positioniert. Unter
solchen Umständen ist die Torsionsfeder 52 zwischen Nieten
55 angeordnet. Ein oberes Ende des zylindrischen äußeren Umfangsbereichs
50b ist in einer radialen Richtung leicht nach innen gebogen, so dass die
Bewegung der Torsionsfeder 52 in einer axialen Richtung eingeschränkt
wird.
Der zylindrische äußere Umfangsbereich 50b weist
einen ersten Stützbereich 50c auf, der durch einen Ziehvorgang derart
umgeformt ist, dass er in einer Drehrichtung an einer Position zwischen den Torsionsfedern
52 radial nach innen abragt. Die beiden in einer Drehrichtung liegenden
Enden des ersten Stützbereichs 50c sind in Kontakt mit den in einer
Drehrichtung liegenden Enden der Torsionsfedern 52 (d.h. insbesondere in
Kontakt mit einem Federblech).
Das Antriebselement 50 weist einen zweiten Stützbereich
50c auf, der sich an einer in Drehrichtung axialen Position zwischen den
Torsionsfedern 52 von einem inneren Umfangsende des scheibenförmigen
Bereichs 50 axial in Richtung auf die Getriebeseite erstreckt. Ein vorderes
Ende des zweiten Stützbereichs 50e ist in einer radialen Richtung
nach außen gebogen. Die beiden in Drehrichtung liegenden Enden des zweiten
Stützbereichs 50e sind in Kontakt mit in der Drehrichtung liegenden
Enden der Torsionsfeder 52 (d.h. insbesondere in Kontakt mit dem Federblech).
Das Antriebselement 50 weist ferner einen dritten Stützbereich
50d auf, der sich in einer axialen Richtung an einer der Torsionsfeder
52 entsprechenden Position von einem inneren Umfangsende des scheibenförmigen
Bereichs 50a in Richtung auf die Getriebeseite erstreckt. Der dritte Stützbereich
50d begrenzt die nach innen gerichtete Bewegung der Torsionsfeder
52 in der radialen Richtung.
Das angetriebene Element 51 ist ein ringförmiges Plattenelement
und ist an einem inneren Umfangsbereich des Turbinengehäuses 20 befestigt.
Insbesondere weist das angetriebene Element 51 einen ringförmigen
Bereich 51a auf, der durch Hartlöten oder Schweißen (z.B. Tig-Schweißen)
an dem Ausnehmungsbereich 20a des Turbinengehäuses 20 befestigt
ist. Der ringförmige Bereich 51a und ebenso der Ausnehmungsbereich
20a weisen eine zur Drehachse vertikale Ebene auf. Der innere Umfangsbereich
des ringförmigen Bereichs 51a hat einen ringförmigen Vorsprung
51b, der sich in der axialen Richtung entlang einer Linie eines zylindrischen
Bereichs 20b, der an der inneren Umfangsseite des Ausnehmungsbereichs
20a gebildet ist, in Richtung auf den Motor erstreckt. Ferner hat das angetriebene
Element 51 Eingriffsklauen 51c (d.h. solche, die als Klauen dienen),
die durch Krümmen und Aufbiegen einer Seite des äußeren Umfangsbereichs
des ringförmigen Bereichs 51a derart gebildet sind, dass sie sich
axial in Richtung auf den Motor erstrecken. Die Eingriffsklaue 51c erstreckt
sich zwischen den Torsionsfedern 52, 52 und die in der Drehrichtung
liegenden Enden der Eingriffsklaue 51c sind in Kontakt mit den in der Drehrichtung
liegenden Enden der Torsionsfedern 52 (d.h. insbesondere in Kontakt mit
Enden des Federblechs). Da der innere Umfangsbereich 20a des Turbinengehäuses
20 eben ausgebildet ist, wird das angetriebene Element 51 problemlos
und sicher an dem inneren Umfangsbereich 20a des Turbinengehäuses
20 gehalten.
Die Torsionsfeder 52 ist an einer inneren Umfangsseite in
der Arbeitsfluidkammer 3 positioniert. Insbesondere ist ein äußeres
Umfangsende der Torsionsfeder 52 verglichen mit einem inneren Umfangsende
der Arbeitsfluidkammer 3 (d.h. einer äußeren Umfangsfläche
des Leitradträgers 27) radial nach innen positioniert. Ferner befindet
sich ein Bereich der Torsionsfeder 52 in der inneren Umfangsseite der Arbeitsfluidkammer
3, und ein in der axialen Richtung getriebeseitiges Ende der Torsionsfeder
52 ist bezogen auf ein in der axialen Richtung getriebeseitiges Ende der
Turbinenschaufel 21 der Turbine 11 in der axialen Richtung näher
an der Mittelposition C1 des Torus positioniert. Da das angetriebene
Element 51 ferner entsprechend der Position der Torsionsfeder
52 ringförmig angeordnet ist, ist der Dämpfungsmechanismus
42 in einer radialen Richtung verkleinert.
Demzufolge ist ein Schraubendurchmesser der Torsionsfeder
52 im Vergleich zu einer bekannten Torsionsfeder ohne eine Zunahme der
axialen Dimension des Drehmomentwandlers 1 selbst bedeutend größer.
Ein größerer Schraubendurchmesser der Torsionsfeder 52 kann die
Leistung der Torsionsfeder 52 ohne weiteres verbessern. Infolgedessen kommt
die Drehmomentübertragung durch das Fluid unter Nutzung des Torus des Drehmomentwandlers
1 nur beim Starten des Fahrzeugs und danach zum Einsatz, und der Drehmomentwandler
1 kann unter einem Zustand einer mechanischen Drehmomentübertragung
betrieben werden, wenn die Überbrückungsvorrichtung 4 eingerückt
ist.
Die Verkleinerung des Torus wie vorstehend erläutert kann die
Drehmomentübertragungsleistung durch das Fluid verringern. Bei einem Drehmomentwandler
jedoch, der das Drehmoment nur beim Starten durch das Fluid überträgt
und bei dem die Überbrückungsvorrichtung eingerückt wird, wenn sich
das Fahrzeug mit 20 km/h oder schneller bewegt, führt die Abnahme der Drehmomentübertragungsleistung
durch das Fluid nicht zu einem nennenswerten Problem.
(2) Funktionsweise
Die Funktionsweise des Drehmomentwandlers 1 wird im Folgenden
erläutert. Ein von einer Kurbelwelle auf einer Motorseite übertragenes
Drehmoment wird über eine flexible Platte in die Frontabdeckung 2
eingeleitet. Durch das in die Frontabdeckung 2 eingeleitete Drehmoment
dreht sich das Pumpenrad 10, so dass das Arbeitsfluid von dem Pumpenrad
10 in die Turbine 11 strömt. Durch die Strömung des
Arbeitsfluids dreht sich die Turbine 11, und das Drehmoment der Turbine
11 wird an die Hauptantriebswelle 71 abgegeben.
Wenn ein Drehzahlverhältnis des Drehmomentwandlers
1 größer wird und die Hauptantriebswelle 71 sich mit
einer vorgegebenen Drehgeschwindigkeit dreht, strömt das Arbeitsfluid in der
vorderen Kammer 81 aus der ersten Öffnung 66. Der Kolben
41 bewegt sich daher in Richtung auf die Frontabdeckung 2. Deshalb
wird der Reibbelag 46 an die Reibfläche 70 der Frontabdeckung
2 gedrückt, und das Drehmoment der Frontabdeckung 2 wird
an die Überbrückungsvorrichtung 4 abgegeben. In der Überbrückungsvorrichtung
4 erfolgt die Übertragung eines Drehmoments der Reihe nach durch den
Kolben 41, das Antriebselement 50, die Torsionsfeder
52 und das angetriebene Element 51 auf die Turbinennabe
23.
(3) Wirkung der Erfindung
Wirkungen der Erfindung werden im Folgenden erläutert. Gemäß
dem Drehmomentwandler 1 wird die Konstruktion des Dämpfungsmechanismus
vereinfacht, indem der Dämpfungsmechanismus 42 der Überbrückungsvorrichtung
4 verglichen mit der Arbeitsfluidkammer 3 radial nach innen positioniert
ist. Insbesondere wird bei vorliegender Erfindung im Vergleich zu einer bekannten
Konstruktion die Anzahl von Teilen verringert, indem eine Torsionfeder zwischen
zwei Platten aufgenommen und ein zwischen den beiden Platten vorgesehener Nabenflansch
mit Nieten an einer Turbinennabe befestigt ist.
Da das angetriebene Element 51 des Dämpfungsmechanismus
42 an dem inneren Umfangsbereich 20a des Turbinengehäuses
20 befestigt ist bzw. da mit anderen Worten der Dämpfungsmechanismus
42 in dem Ausnehmungsbereich des Turbinengehäuses 20 angeordnet
ist, lässt sich insbesondere eine axiale Dimension des inneren Umfangsbereichs
des Drehmomentwandlers 1 angemessen klein gestalten.
Da das in der axialen Richtung motorseitige Ende der Torsionsfeder
52 und das in der axialen Richtung motorseitige Ende des Antriebselements
50 verglichen mit dem Bereich des Turbinengehäuses 20 der
Turbine 11, der in der axialen Richtung dem Motor am nächsten liegt,
nahe an dem Getriebe positioniert sind, kann die axiale Dimension des inneren Umfangsbereichs
des Drehmomentwandlers 1 angemessen klein sein.
(4) Weitere Ausführungsformen
Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die in den vorstehenden Ausführungsformen
beschriebene Konstruktion beschränkt. Variationen sind möglich, solange
diese nicht von dem Wesen der Erfindung abweichen und den Rahmen der Erfindung verlassen.
Das angetriebene Element kann aus mehreren Elementen gebaut sein,
die geteilt sind und in einer Umfangsrichtung angeordnet sind.
Das angetriebene Element kann mit Nieten oder durch Klammern an dem
Turbinengehäuse befestigt sein.
INDUSTRIELLE ANWENDBARKEIT
Da die vorliegende Erfindung eine Vereinfachung der Konstruktion einer
Überbrückungsvorrichtung ermöglicht, ist die vorliegende Erfindung
bei einem Drehmomentwandler anwendbar, insbesondere bei einem Drehmomentwandler
mit einer Überbrückungsvorrichtung.
ZUSAMMENFASSUNG
Drehmomentwandler (1), bei dem ein äußeres Umfangsende
einer Torsionsfeder (52) einer Überbrückungsvorrichtung (4)
bezogen auf ein inneres Umfangsende einer Arbeitsfluidkammer radial nach innen angeordnet
ist und der eine vereinfachte Konstruktion einer Überbrückungsvorrichtung
aufweist. Gemäß dem Drehmomentwandler (1) ist die äußere
Peripherie der Torsionsfeder (52) bezogen auf die innere Peripherie der
Arbeitsfluidkammer (3) radial nach innen positioniert. Die Überbrückungsvorrichtung
(4) weist einen Kolben (41) auf, der mit einer Frontabdeckung
(2) verbunden werden kann, die Torsionsfeder (52), ein Antriebselement
(50), das an dem Kolben befestigt und für den Antrieb der Torsionsfeder
(52) ausgebildet ist, und ein angetriebenes Element (51), das
an einem Turbinengehäuse (20) befestigt ist und durch die Torsionsfeder
(52) angetrieben wird.