| Dokumentenidentifikation |
DE112006000525T5 10.01.2008 |
| Titel |
Brennstoffeinspritzvorrichtung mit einem graduell eingeschränkten Ablaufdurchlassweg |
| Anmelder |
Caterpillar Inc., Peoria, Ill., US |
| Erfinder |
Chen, Mingyong, Peoria, Ill., US; Gibson, Dennis H., Chillicothe, Ill., US; Sommars, Mark F., Sparland, Ill., US |
| Vertreter |
WAGNER & GEYER Partnerschaft Patent- und Rechtsanwälte, 80538 München |
| DE-Aktenzeichen |
112006000525 |
| Vertragsstaaten |
AE, AG, AL, AM, AT, AU, AZ, BA, BB, BG, BR, BW, BY, BZ, CA, CH, CN, CO, CR, CU, CZ, DE, DK, DM, DZ, EC, EE, EG, ES, FI, GB, GD, GE, GH, GM, HR, HU, ID, IL, IN, IS, JP, KE, KG, KM, KN, KP, KR, KZ, LC, LK, LR, LS, LT, LU, LV, LY, MA, MD, MG, MK, MN, MW, MX, MZ, NA, NG, NI, NO, NZ, OM, PG, PH, PL, PT, RO, RU, SC, SD, SE, SG, SK, SL, SM, SY, TJ, TM, TN, TR, TT, TZ, UA, UG, US, UZ, VC, VN, YU, ZA, ZM, ZW, EP, AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LT, LU, LV, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR, OA, BF, BJ, CF, CG, CI, CM, GA, GN, GQ, GW, ML, MR, NE, SN, TD, TG, AP, BW, GH, GM, KE, LS, MW, MZ, NA, SD, SL, SZ, TZ, UG, ZM, ZW, EA, AM, AZ, BY, KG, KZ, MD, RU, TJ, TM |
| WO-Anmeldetag |
27.01.2006 |
| PCT-Aktenzeichen |
PCT/US2006/002940 |
| WO-Veröffentlichungsnummer |
2006093603 |
| WO-Veröffentlichungsdatum |
08.09.2006 |
| Date of publication of WO application in German translation |
10.01.2008 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
10.01.2008 |
| IPC-Hauptklasse |
F02M 47/02(2006.01)A, F, I, 20060127, B, H, DE
|
| IPC-Nebenklasse |
F02M 45/12(2006.01)A, L, I, 20060127, B, H, DE
|
| Beschreibung[de] |
|
Technisches Gebiet
Die vorliegende Offenbarung ist auf eine Brennstoffeinspritzvorrichtung
gerichtet und insbesondere auf eine Brennstoffeinspritzvorrichtung mit einem graduell
eingeschränkten Ablaufdurchlassweg.
Hintergrund
Common-Rail-Brennstoffsysteme setzen typischerweise Brennstoffeinspritzvorrichtungen
mit mehrfachen geschlossenen Düsen ein, um Hochdruckbrennstoff in die Brennkammern
eines Motors einzuspritzen. Jede dieser Brennstoffeinspritzvorrichtungen kann eine
Düsenanordnung mit einer zylindrischen Bohrung mit einem Düsenversorgungsdurchlassweg
und einem Düsenauslass aufweisen. Ein Nadelrückschlagventil kann hin und
her beweglich in der zylindrischen Bohrung angeordnet sein und zu einer geschlossenen
Position hin vorgespannt sein, wo der Düsenauslass blockiert ist. Um den Brennstoff
einzuspritzen kann das Nadelrückschlagventil selektiv bewegt werden, um den
Düsenauslass zu öffnen, um dadurch zu gestatten, dass Hochdruckbrennstoff
aus dem Düsenversorgungsdurchlassweg in die Brennkammer fließt. Beispielsweise
kann eine Steuerkammer in Strömungsmittelverbindung mit einer Basis des Nadelrückschlagventils
selektiv von unter Druck gesetztem Brennstoff entledigt werden, um das Nadelrückschlagventil
zu der offenen Position hin vorzuspannen.
Eine solche Vorrichtung wird beschrieben im US-Patent
5 671 715 (dem '715-Patent), welches an Tsuzuki u.A. am 30. September 1997
erteilt wurde. Das '715-Patent beschreibt eine Brennstoffeinspritzvorrichtung mit
einem Einspritzloch. Ein Nadelventil ist zwischen einer ersten und einer zweiten
Position bewegbar, um das Einspritzloch zu öffnen und zu schließen. Die
Brennstoffeinspritzvorrichtung weist auch eine Rückdruckkammer auf, die zu
einem Ablauf über ein Zwei-Wege-Elektromagnetventil entlüftet ist. Die
Nadel ist zwischen den ersten und zweiten Positionen abhängig von dem Druck
in der Rückdruckkammer bewegbar.
Obwohl die Brennstoffeinspritzvorrichtung des '715-Patentes in adäquater
Weise unter Druck gesetzten Brennstoff zu einem Motor liefern kann, kann sie problematisch
sein. Beispielsweise kann während einer Bewegung des Nadelventils des '715-Patentes
eine obere Endfläche des Nadelventils an einer unteren Endfläche der Rückdruckkammer
anliegen. Wenn das Nadelventil sich mit einer ausreichend hohen Geschwindigkeit
bewegt, wenn der Anlage- bzw. Anstoßvorgang auftritt, kann es möglich
sein, dass das Nadelventil von der unteren Endfläche wegspringt, was eine unvorhersagbare
Unterbrechung der Brennstoffeinspritzung bewirkt. Die inkonsistente und unvorhersagbare
Einspritzvorrichtungsleistung könnte die Brennstoffliefercharakteristiken ausreichend
stark verändern, um die Leistung eines Motors zu beeinflussen.
Zusätzlich kann das Anliegen bzw. Anstoßen der Ober- und
Unterseiten des Nadelventils und der Rückdruckkammer, die in dem '715-Patent
beschrieben werden, die Komponentenlebensdauer der Brennstoffeinspritzvorrichtung
verringern und die Geräuschbelästigung steigern. Insbesondere weil die
Ober- und Unterseiten einen Kontakt herstellen, kann eine Abnutzung zwischen den
zwei Oberflächen zunehmen, was möglicherweise ein vorzeitiges Versagen
zur Folge hat. Weiterhin kann Abrieb durch den Kontakt der Ober- und Unterseiten
erzeugt werden, welcher andere Komponenten des Brennstoffsystems des '715-Patentes
verunreinigen könnte. Darüber hinaus steigert die Berührung bzw.
der Stoß zwischen den Ober- und Unterseiten Schwingungen und Geräusche
des Brennstoffsystems.
Die Brennstoffeinspritzvorrichtung der vorliegenden Offenbarung löst
eines oder mehrere der oben dargelegten Probleme.
Zusammenfassung der Erfindung
Ein Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist auf eine Brennstoffeinspritzvorrichtung
gerichtet. Die Brennstoffeinspritzvorrichtung weist ein Düsenglied mit mindestens
einer Zumessöffnung und einem Nadelventilelement mit einem Spitzenende und
einem Basisende auf. Das Nadelventilelement ist axial bewegbar, um selektiv einen
Brennstofffluss durch die mindestens eine Zumessöffnung mit dem Spitzenende
zu gestatten und zu blockieren. Die Brennstoffeinspritzvorrichtung weist auch eine
Düsenkammer in Verbindung mit dem Basisende des Nadelventilelementes auf. Die
Steuerkammer hat einen Seitenwandteil, der radial relativ zur Axialbewegung des
Nadelventilelementes angeordnet ist. Die Brennstoffeinspritzvorrichtung weist auch
einen Anschluss auf, der in dem Seitenwandteil der Steuerkammer angeordnet ist,
und mindestens einen Durchlassweg in Verbindung mit dem Anschluss, um selektiv Brennstoff
von der Steuerkammer abzuleiten, wodurch die Bewegung des Nadelventilelementes eingeleitet
wird.
Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Offenbarung ist auf ein Verfahren
zur Einspritzung von Brennstoff in eine Brennkammer eines Motors gerichtet. Das
Verfahren weist auf, unter Druck gesetzten Brennstoff in mindestens eine Zumessöffnung
eines Düsengliedes zu leiten und selektiv ein Nadelventilelement zu bewegen,
um einen Brennstofffluss durch die mindestens eine Zumessöffnung mit einem
Spitzenende des Nadelventilelementes zu gestatten und zu blockieren.
Das Verfahren weist auch auf, selektiv Brennstoff vom Basisende des Nadelventilelementes
durch einen Anschluss in einem Seitenwandteil der Steuerkammer abzuleiten, um eine
axiale Bewegung des Nadelventilelementes einzuleiten. Der Seitenwandteil ist radial
relativ zur axialen Bewegung des Nadelventilelementes angeordnet.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine schematische und diagrammartige Veranschaulichung
eines beispielhaften offenbarten Brennstoffsystems; und
2 ist eine Querschnittsdarstellung einer beispielhaften
offenbarten Brennstoffeinspritzvorrichtung für das Brennstoffsystem der
1.
Detaillierte Beschreibung
1 veranschaulicht eine Arbeitsmaschine 5 mit
einem Motor 10 und einem beispielhaften Ausführungsbeispiel eines
Brennstoffsystems 12. Die Arbeitsmaschine 5 kann eine feste oder
mobile Maschine sein, die eine gewisse Art eines Betriebs ausführt, der mit
einem Industriezweig assoziiert ist, wie beispielsweise mit Bergbau, Bau, Ackerbau,
Leistungserzeugung, Transport oder irgendeinem anderen in der Technik bekannten
Industriezweig. Beispielsweise kann die Arbeitsmaschine 5 eine Erdbewegungsmaschine,
eine Generatoranordnung, eine Pumpe oder irgendeine andere geeignete einen Betrieb
ausführende Arbeitsmaschine sein.
Für die Zwecke dieser Offenbarung ist der Motor 10 als
ein Vier-Takt-Dieselmotor abgebildet und beschrieben. Der Fachmann wird jedoch erkennen,
dass der Motor 10 von irgendeiner anderen Bauart eines Verbrennungsmotors
sein kann, beispielsweise ein durch Benzin oder durch gasförmigen Brennstoff
angetriebener Motor. Der Motor 10 kann einen Motorblock 14 aufweisen,
der eine Vielzahl von Zylindern 16 definiert, einen Kolben 18,
der verschiebbar in jedem Zylinder 16 angeordnet ist, und einen Zylinderkopf
20, der mit jedem Zylinder 16 assoziiert ist.
Der Zylinder 16, der Kolben 18 und der Zylinderkopf
20 können eine Brennkammer 22 bilden. In dem veranschaulichten
Ausführungsbeispiel weist der Motor 10 sechs Brennkammern
22 auf. Es wird jedoch in Betracht gezogen, dass der Motor 10
eine größere oder geringere Anzahl von Brennkammern 22 aufweisen
kann, und dass die Brennkammern 22 in einer „Reihenkonfiguration",
in einer „V-Konfiguration" oder in irgendeiner anderen geeigneten Konfiguration
angeordnet sein können.
Wie ebenfalls in 1 gezeigt, kann der
Motor 10 eine Kurbelwelle 24 aufweisen, die drehbar in dem Motorblock
14 angeordnet ist. Eine Verbindungsstange bzw. Pleuelstange 26
kann jeden Kolben 18 mit der Kurbelwelle 24 verbinden, sodass
eine Gleitbewegung des Kolbens 18 in jedem jeweiligen Zylinder
16 eine Drehung der Kurbelwelle 24 zur Folge hat. In ähnlicher
Weise kann eine Drehung der Kurbelwelle 24 eine Gleitbewegung des Kolbens
18 zur Folge haben.
Das Brennstoffsystem 12 kann Komponenten aufweisen, die zusammenarbeiten,
um Einspritzungen von unter Druck gesetztem Brennstoff in jede Brennkammer
22 zu liefern. Insbesondere kann das Brennstoffsystem 12 einen
Tank 28 aufweisen, der konfiguriert ist, um eine Brennstoffversorgung zu
enthalten, und eine Brennstoffpumpanordnung 30, die konfiguriert ist, um
den Brennstoff unter Druck zu setzen und den unter Druck gesetzten Brennstoff zu
einer Vielzahl von Brennstoffeinspritzvorrichtungen 32 durch eine Common-Rail-
bzw. gemeinsame Druckleitung 34 zu leiten.
Die Brennstoffpumpanordnung 30 kann eine oder mehrere Pumpvorrichtungen
aufweisen, die dahingehend wirken, dass sie den Druck des Brennstoffes steigern
und einen oder mehrere Ströme von unter Druck gesetzten Brennstoff zur Common-Rail
34 leiten. In einem Ausführungsbeispiel weist die Brennstoffpumpanordnung
30 eine Niederdruckquelle 36 und eine Hochdruckquelle
38 auf, die in Reihe angeordnet sind und strömungsmittelmäßig
durch eine Brennstoffleitung 40 verbunden sind. Die Niederdruckquelle
36 kann eine Transferpumpe sein, die konfiguriert ist, um eine Niederdruckeinspeisung
in die Hochdruckquelle 38 vorzusehen. Die Hochdruckquelle 38 kann
konfiguriert sein, um die Niederdruckeinspeisung aufzunehmen und den Druck des Brennstoffes
in den Bereich von ungefähr 30-300 MPa zu steigern. Die Hochdruckquelle
38 kann mit der Common-Rail 34 durch eine Brennstoffleitung
42 verbunden sein. Ein Rückschlagventil 44 kann in der Brennstoffleitung
42 angeordnet sein, um einen Fluss des Brennstoffes in einer Richtung von
der Brennstoffpumpanordnung 30 zur Common-Rail 34 vorzusehen.
Eine oder beide der Niederdruck- und Hochdruckquellen 36,
38 kann betriebsmäßig mit dem Motor 10 verbunden sein
und durch die Kurbelwelle 24 angetrieben sein. Die Niederdruck- und/oder
Hochdruckquellen 36, 38 können mit der Kurbelwelle
24 in irgendeiner Weise verbunden sein, die dem Fachmann leicht offensichtlich
ist, wobei eine Drehung der Kurbelwelle 24 eine entsprechende Drehung einer
Pumpenantriebswelle zur Folge haben wird. Beispielsweise ist eine Pumpenantriebswelle
46 der Hochdruckquelle 38 in 1 derart
gezeigt, dass sie mit der Kurbelwelle 24 durch einen Antriebsstrang
48 verbunden ist. Es wird jedoch in Betracht gezogen, dass
die Niederdruck- und/oder Hochdruckquellen 36, 38 alternativ elektrisch,
hydraulisch, pneumatisch oder in irgendeiner anderen geeigneten Weise angetrieben
werden können.
Die Brennstoffeinspritzvorrichtungen 32 können in den
Zylinderköpfen 20 angeordnet sein und mit der Common-Rail
34 durch eine Vielzahl von Brennstoffleitungen 50 verbunden sein.
Jede Brennstoffeinspritzvorrichtung 32 kann betreibbar sein, um eine Menge
von unter Druck gesetztem Brennstoff in eine assoziierte Brennkammer 22
zu vorbestimmten Zeitpunkten, mit vorbestimmten Brennstoffdrücken und Brennstoffflussraten
einzuspritzen. Der Zeitpunkt der Brennstoffeinspritzung in die Brennkammer
22 kann mit der Bewegung des Kolbens 18 synchronisiert sein. Beispielsweise
kann Brennstoff eingespritzt werden, wenn der Kolben 18 sich der oberen
Totpunktposition in einem Kompressions- bzw. Verdichtungshub nähert, um eine
kompressionsgezündete Verbrennung des eingespritzten Brennstoffes zu gestatten.
Alternativ kann Brennstoff eingespritzt werden, wenn der Kolben 18 den
Kompressionshub beginnt, wobei er sich zu einer oberen Totpunktposition hin bewegt,
und zwar für einen HCCI-Betrieb (HCCI = homogeneous charge compression ignition
= homogene kompressionsgezündete Verbrennung). Brennstoff kann auch eingespritzt
werden, wenn der Kolben 18 sich von einer oberen Totpunktposition zu einer
unteren Totpunktposition während eines Expansionshubes bewegt, und zwar für
eine späte Nacheinspritzung, um eine reduzierende Atmosphäre für
eine Nachbehandlungsregeneration zu erzeugen.
Wie in 2 veranschaulicht, kann jede Brennstoffeinspritzvorrichtung
32 eine Unit-Brennstoffeinspritzvorrichtung bzw. Pumpe-Düse-Brennstoffeinspritzvorrichtung
mit geschlossener Düse sein. Insbesondere kann jede Brennstoffeinspritzvorrichtung
32 einen Einspritzvorrichtungskörper 52 aufweisen, der eine
Führung 54, ein Düsenglied 56, ein Nadelventilelement
58 und eine Elektromagnetbetatigungsvorrichtung 59 aufnimmt.
Der Einspritzvorrichtungskörper 52 kann ein zylindrisches
Glied sein, welches zur Montage im Zylinderkopf 20 konfiguriert ist. Der
Einspritzvorrichtungskörper 52kann eine mittlere Bohrung
60 zur Aufnahme der Führung 54 und ein Düsenglied
56 haben und eine Öffnung 62, durch welche ein Spitzenende
64 des Düsengliedes 56 vorstehen kann. Ein Dichtungsglied,
wie beispielsweise ein (nicht gezeigter) O-Ring, kann zwischen der Führung
54 und dem Düsenglied 56 angeordnet sein, um eine Brennstoffleckage
aus der Brennstoffeinspritzvorrichtung 32 einzuschränken.
Die Führung 54 kann auch ein zylindrisches Glied sein,
welches eine mittige Bohrung 68 hat, die konfiguriert ist, um das Nadelventilelement
58 aufzunehmen, und eine Steuerkammer 71. Die mittige Bohrung
68 kann als eine Druckkammer wirken, die unter Druck gesetzten Brennstoff
enthält, der kontinuierlich von einem Brennstoffversorgungsdurchlass
70 geliefert wird. Während der Einspritzung kann gestattet werden,
dass der unter Druck gesetzte Brennstoff von der Brennstoffleitung 50 durch
den Brennstoffversorgungsdurchlassweg 70 und die mittlere Bohrung
68 zur Düsenkammer 56 fließt. Aus der Steuerkammer
71 kann selektiv unter Druck gesetzter Brennstoff abgeleitet werden oder
zu dieser geliefert werden, um die Bewegung des Nadelventilelementes 58
zu steuern. Insbesondere kann ein Steuerdurchlassweg 73 strömungsmittelmäßig
einen Anschluss 75, der mit der Steuerkammer 71 assoziiert ist,
und die Elektromagnetbetätigungsvorrichtung 59 verbinden. Der Anschluss
75 kann in einer Seitenwand der Steuerkammer 71 angeordnet sein,
die radial relativ zur Axialbewegung des Nadelventilelementes 58 angeordnet
ist. Der Anschluss 75 kann einen größeren Durchmesser haben als
ein Durchmesser des Steuerdurchlassweges 73, um ein allmähliches Blockieren
des Anschlusses 75 zu gestatten, was die Flusseinschränkung durch
den Anschluss 75 in den Steuerdurchlassweg 73 steigert. Die Steuerkammer
71 kann auch kontinuierlich mit unter Druck gesetztem Strömungsmittel
über einen Versorgungsdurchlassweg 77 beliefert werden, der in Verbindung
mit dem Brennstofflieferdurchlassweg 70 ist. Der Anschluss 75
kann axial zwischen der Öffnung des Brennstoffversorgungsdurchlassweges
70 in die Steuerkammer 71 und dem Düsenglied 56
gelegen sein. Ein Durchmesser des Versorgungsdurchlassweges 77 kann geringer
als ein Durchmesser des Steuerdurchlassweges 73 sein, um einen Druckabfall
in der Steuerkammer 71 zu gestatten, wenn der Versorgungsdurchlassweg
73 von unter Druck gesetztem Brennstoff befreit wird.
Die Düsenkammer 56 kann genauso ein zylindrisches Glied
mit einer mittleren Bohrung 72 verkörpern, die konfiguriert ist, um
das Nadelventilelement 58 aufzunehmen. Das Düsenglied 56
kann auch eine oder mehrere Zumessöffnungen 80 aufweisen, um zu gestatten,
dass der unter Druck gesetzte Brennstoff von der mittleren Bohrung 68 in
die Brennkammern 22 des Motors 10 geliefert wird.
Das Nadelventilelement 58 kann ein langgestrecktes zylindrisches
Glied sein, welches verschiebbar in der Gehäuseführung 54 und
dem Düsenglied 56 angeordnet ist. Das Nadelventilelement
58 kann axial bewegbar sein zwischen einer ersten Position, in der das
Spitzenende 82 des Nadelventilelementes 58 einen Brennstofffluss
durch die Zumessöffnungen 80 blockiert, und einer zweiten Position,
in der die Zumessöffnungen 80 offen sind, um einen Fluss von Brennstoff
in die Brennkammer 22 zu gestatten.
Das Nadelventilelement 58 kann normalerweise zur ersten Position
hin vorgespannt sein. Insbesondere, wie in 2 zu sehen,
kann jede Brennstoffeinspritzvorrichtung 32 eine Feder 90 aufweisen,
die zwischen einem Anschlag 92 der Führung 54 und einer Sitzfläche
94 des Nadelventilelementes 58 angeordnet ist, um axial das Spitzenende
82 zur Zumessöffnungsblockierposition hin vorzuspannen. Ein erster
Abstandshalter 96 kann zwischen der Feder 90 und dem Anschlag
92 angeordnet sein und ein zweiter Abstandshalter 98 kann zwischen
der Feder 90 und der Sitzfläche 94 angeordnet sein, um eine
Abnutzung der Komponenten in der Brennstoffeinspritzvorrichtung 32 zu verringern.
Das Nadelventilelement 58 kann mehrere hydraulische Antriebsflächen
haben. Insbesondere kann das Nadelventilelement 58 eine hydraulische Oberfläche
100 aufweisen, die dazu tendiert, das Nadelventilelement 58 zur
ersten Position oder Zumessöffnungsblockierungsposition hin zu treiben, wenn
auf diese der unter Druck gesetzte Brennstoff wirkt, und eine Hydraulikfläche
104, die dazu tendiert, entgegen der Vorspannung der Feder 90
zu wirken und das Nadelventilelement 58 in die entgegengesetzte Richtung
zur zweiten Position oder zur Zumessöffnungsöffnungsposition hin zu treiben.
Die Elektromagnetbetätigungsvorrichtung 59 kann gegenüberliegend
zum Spitzenende 82 des Nadelventilelementes 58 angeordnet sein,
um die Bewegung des Nadelventilelementes 58 zu steuern. Insbesondere kann
die Elektromagnetbetätigungsvorrichtung 59 ein Drei-Positionen-Proportionalventilelement
106 aufweisen, welches in dem Steuerdurchlassweg 73 zwischen der
Steuerkammer 71 und dem Tank 28 angeordnet ist. Das Proportionalventilelement
106 kann federvorgespannt sein und durch einen Elektromagneten betätigt
werden, um sich zwischen einer ersten Position, in der Brennstoff aus der Steuerkammer
71 zum Tank 28 fließen kann, und einer zweiten Position zu
bewegen, in der unter Druck gesetzter Brennstoff von der Brennstoffleitung
50 durch den Steuerdurchlassweg 73 in die Steuerkammer
71 fließt, und einer dritten Position, in der ein Brennstofffluss
durch den Steuerdurchlassweg 73 blockiert wird. Die Position des Proportionalventilelementes
106 zwischen den ersten, zweiten und dritten Positionen kann eine Flussrate
des Brennstoffes durch den Steuerdurchlassweg 73 bestimmen, genauso wie
die Flussrichtung. Das Proportionalventilelement 106 kann zwischen den
ersten, zweiten und dritten Positionen ansprechend auf einen elektrischen Strom
bewegbar sein, der an einen Elektromagneten 108 angelegt wird, der mit
dem Proportionalventilelement 106 assoziiert ist. Es wird in Betracht gezogen,
dass das Proportionalventilelement 106 alternativ hydraulisch betätigt,
mechanisch betätigt, pneumatisch betätigt oder in irgendeiner anderen
geeigneten Weise betätigt wird. Es wird weiter in Betracht gezogen, dass das
Proportionalventilelement ein Zwei-Positionen-Ventilelement sein kann, welches nur
zwischen einer Steuerkammerablaufposition und einer Steuerkammerfüllposition
bewegbar ist.
Industrielle Anwendbarkeit
Die Brennstoffeinspritzvorrichtung der vorliegenden Offenbarung hat
breite Anwendung bei einer Vielzahl von Motorbauarten, die beispielsweise Dieselmotoren,
Benzinmotoren und mit gasförmigem Brennstoff angetriebene Motoren aufweisen.
Die offenbarte Brennstoffeinspritzvorrichtung kann in irgendeinem Motor eingerichtet
werden, der ein Druckbrennstoffsystem verwendet, wobei es vorteilhaft sein kann,
konsistente vorhersagbare Brennstoffeinspritzungen vorzusehen, während die
Nadelventilabnutzung minimiert wird. Der Betrieb der Brennstoffeinspritzvorrichtung
32 wird nun erklärt.
Das Nadelventilelement 58 kann durch eine Unausgeglichenheit
der Kraft bewegt werden, die durch den Strömungsmitteldruck erzeugt wird. Wenn
beispielsweise das Nadelventilelement 58 in der ersten Position oder Zumessöffnungsblockierungsposition
ist, kann unter Druck gesetzter Brennstoff von dem Brennstoffversorgungsdurchlassweg
70 in die Steuerkammer 71 fließen, um auf die hydraulische
Oberfläche 100 zu wirken. Gleichzeitig kann unter Druck gesetzter
Brennstoff vom Brennstoffversorgungsdurchlassweg 70 in die mittlere Bohrung
68 in Vorhersage einer Einspritzung fließen. Die Kraft der Feder
90 kombiniert mit der hydraulischen Kraft, die durch die Hydraulikfläche
100 erzeugt wird, kann größer sein als eine entgegengesetzte
Kraft, die an der Hydraulikfläche 104 erzeugt wird, wodurch bewirkt
wird, dass das Nadelventilelement 58 in der ersten Position bleibt, um
einen Brennstofffluss durch die Zumessöffnungen 80 einzuschränken.
Um die Zumessöffnungen 80 zu öffnen und den unter Druck gesetzten
Brennstoff aus der mittleren Bohrung 68 in die Brennkammer 22
einzuspritzen, kann die Elektromagnetbetätigungsvorrichtung 59 das
Proportionalventilelement 106 bewegen, um selektiv den unter Druck gesetzten
Brennstoff weg von der Steuerkammer 71 und der Hydraulikfläche
100 abzuleiten. Diese Verringerung des Druckes, der auf die Hydraulikfläche
100 wirkt, gestattet, dass die entgegengesetzte Kraft auf die Hydraulikfläche
104 wirkt, um die Vorspannkraft der Feder 90 zu überwinden,
wodurch das Nadelventilelement 58 zur Zumessöffnungsöffnungsposition
bewegt wird.
Während der Zumessöffnungsöffnungsbewegung des Nadelventilelementes
58 ist es möglich, dass sich ein beträchtlicher Impuls entwickelt.
Wenn die Bewegung des Nadelventilelementes 58 nicht ausreichend gedämpft
wird, kann es möglich sein, dass das Basisende des Nadelventilelementes
58 an eine untere axiale Oberfläche der Steuerkammer 71
schlägt, wodurch der Fluss des unter Druck gesetzten Brennstoffes
durch die Zumessöffnungen 80 in die Brennkammer 22 unterbrochen
wird.
Der Anschluss 75 ist positioniert worden, um die Zumessöffnungsbewegung
des Nadelventilelementes 58 zu dämpfen. Insbesondere weil der Anschluss
75 in einer radialen Seitenwand des Steuergliedes 71 gelegen ist,
wird der Anschluss 75 immer mehr durch das Basisende des Nadelventilelementes
58 blockiert, wodurch allmählich der Fluss des Brennstoffes von der
Steuerkammer 71 durch den Steuerdurchlassweg 73 zum Tank
28 eingeschränkt wird. Schließlich wird der Fluss des Brennstoffes
während der Bewegung des Nadelventilelementes 58 derart eingeschränkt,
dass der Druck des Brennstoffes, der in der Steuerkammer 71 zurückbleibt,
um den Impuls bzw. die Energie des Nadelventilelementes 58 auszugleichen,
zu verlangsamen und schließlich die Bewegung des Nadelventilelementes
58 zu stoppen, bevor das Nadelventilelement 58 die untere axiale
Fläche der Steuerkammer 71 berührt. Insbesondere ist der Druckaufbau
in der Steuerkammer 71 ausreichend, um immer eine Distanz zwischen dem
Basisende des Nadelventilelementes 58 und der unteren axialen Fläche
der Steuerkammer 71 zu halten. Weil der Anschluss 75 niemals vollständig
blockiert ist, ist der Druckaufbau in der Steuerkammer 71 unzureichend,
um die Bewegungsrichtung des Nadelventilelementes 58 umzukehren und eine
Veränderung der Brennstoffliefercharakteristiken zu bewirken. Weil das Nadelventilelement
58 und die untere axiale Fläche der Steuerkammer 71 keinen
Kontakt während des Betriebs der Brennstoffeinspritzvorrichtung 32
herstellen, werden weiterhin die Abnutzung und die Geräuschniveaus des Brennstoffsystems
12 verringert, während die Komponentenlebensdauer des Brennstoffsystems
12 gesteigert wird.
Es wird dem Fachmann offensichtlich sein, dass verschiedene Modifikationen
und Variationen an der Brennstoffeinspritzvorrichtung der vorliegenden Offenbarung
vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Offenbarung abzuweichen. Andere
Ausführungsbeispiele werden dem Fachmann aus einer Betrachtung der Beschreibung
und aus einer praktischen Ausführung der hier offenbarten Brennstoffeinspritzvorrichtung
offensichtlich werden. Es ist beabsichtigt, dass die Beschreibung und die Beispiele
nur als beispielhaft angesehen werden, wobei ein wahrer Umfang der Erfindung durch
die folgenden Ansprüche und ihre äquivalenten Ausführungen gezeigt
wird.
Zusammenfassung der Erfindung
Brennstoffeinspritzvorrichtung mit einem graduell eingeschränkten
Ablaufdurchlassweg
Eine Brennstoffeinspritzvorrichtung für eine Arbeitsmaschine
wird offenbart. Die Brennstoffeinspritzvorrichtung hat ein Düsenglied mit mindestens
einer Zumessöffnung und ein Nadelventilelement mit einem Spitzenende und einem
Basisende. Das Nadelventilelement ist axial bewegbar, um einen Brennstofffluss durch
die mindestens eine Zumessöffnung mit dem Spitzenende zu gestatten und zu blockieren.
Die Brennstoffeinspritzvorrichtung hat auch eine Steuerkammer in Verbindung mit
dem Basisende des Nadelventilelementes. Die Steuerkammer hat einen Seitenwandteil,
der radial relativ zur axialen Bewegung des Nadelventilelementes angeordnet ist.
Die Brennstoffeinspritzvorrichtung hat weiter einen Anschluss, der in dem Seitenwandteil
der Steuerkammer angeordnet ist und mindestens einen Durchlassweg in Verbindung
mit dem Anschluss, um selektiv Brennstoff von der Steuerkammer abzuleiten, wodurch
eine Bewegung des Nadelventilelementes eingeleitet wird.
|
| Anspruch[de] |
Brennstoffeinspritzvorrichtung (32), die Folgendes aufweist:
ein Düsenglied (56) mit mindestens einer Zumessöffnung (80);
ein Nadelventilelement (58) mit einem Spitzenende (82) und einem
Basisende (100), wobei das Nadelventilelement axial bewegbar ist, um selektiv
einen Brennstofffluss durch die mindestens eine Zumessöffnung mit dem Spitzenende
zu gestatten und zu blockieren;
eine Steuerkammer (71) in Verbindung mit dem Basisende des Nadelventilelementes,
wobei die Steuerkammer einen Seitenwandteil hat, der radial relativ zur Axialbewegung
des Nadelventilelementes angeordnet ist;
einen Anschluss (75), der in dem Seitenwandteil der Steuerkammer angeordnet
ist; und
mindestens einen Durchlassweg (73) in Verbindung mit dem Anschluss, um
selektiv Brennstoff aus der Steuerkammer abzuleiten, um dadurch eine Bewegung des
Nadelventilelementes einzuleiten.
Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, wobei das Ablaufen von
Brennstoff aus der Steuerkammer eine Bewegung des Nadelventilelementes in eine Zumessöffnungsöffnungsrichtung
einleitet.
Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Anschluss
zumindest teilweise durch das Nadelventilelement während der Bewegung des Nadelventilelementes
blockiert ist, um den Brennstofffluss von der Steuerkammer einzuschränken,
wodurch die Bewegung des Nadelventilelementes verlangsamt wird.
Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 3, wobei der Anschluss
immer zumindest teilweise offen bleibt.
Brennstoffeinspritzvorrichtung nach Anspruch 1, die weiter Folgendes
aufweist:
eine Druckkammer (68) in Verbindung mit dem Spitzenende des Nadelventilelementes;
und
einen Versorgungsdurchlassweg (70) in Verbindung mit der Druckkammer und
konfiguriert, um kontinuierlich unter Druck gesetzten Brennstoff mit der Druckkammer
während des Betriebs der Brennstoffeinspritzvorrichtung zu verbinden.
Verfahren zur Einspritzung von Brennstoff in eine Brennkammer (22)
eines Motors (10), wobei das Verfahren Folgendes aufweist:
Leiten von unter Druck gesetztem Brennstoff zu mindestens einer Zumessöffnung
(80) eines Düsengliedes (56);
selektive Bewegung eines Nadelventilelementes (58), um einen Brennstofffluss
durch die mindestens eine Zumessöffnung mit einem Spitzenende (82)
des Nadelventilelementes zu gestatten und zu blockieren; und
selektives Ableiten von Brennstoff von einem Basisende (100) des Nadelventilelementes
durch einen Anschluss (75) in einem Seitenwandteil der Steuerkammer, um
eine axiale Bewegung des Nadelventilelementes einzuleiten, wobei der Seitenwandteil
radial relativ zur axialen Bewegung des Nadelventilelementes angeordnet ist.
Verfahren nach Anspruch 6, wobei das Ableiten von Brennstoff aus der
Steuerkammer die Bewegung des Nadelventilelementes in eine Zumessöffnungsöffnungsrichtung
einleitet.
Verfahren nach Anspruch 6, welches weiter aufweist, zumindest teilweise
den Anschluss mit dem Nadelventilelement während der Bewegung des Nadelventilelementes
zu blockieren, um den Brennstofffluss von der Steuerkammer einzuschränken,
wodurch die Bewegung des Nadelventilelementes verlangsamt wird.
Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Anschluss immer zumindest teilweise
offen bleibt.
Arbeitsmaschine (5), die Folgendes aufweist.
einen Motor (10), der konfiguriert ist, um eine Leistungsausgabe zu erzeugen,
wobei der Motor zumindest eine Brennkammer (22) hat; und
eine Brennstoffeinspritzvorrichtung (32) nach einem der Ansprüche
1-5, die konfiguriert ist, um unter Druck gesetzten Brennstoff in die mindestens
eine Brennkammer des Motors einzuspritzen.
|
|
Patent Zeichnungen (PDF)
|