Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Luftfiltergehäuse für ein zylindrisches
Filter eleelemment mit einem sich tangential an das Luftfiltergehäuse anschließenden
Rohluftstutzen und einem Auslaufstutzen, und mit wenigstens einem an das Luftfiltergehäuse
angeformten Fußlagerelement.
Stand der Technik
Solche Luftfiltergehäuse sind bekannt. Sie haben den Vorteil,
dass über die angeformten Fußlagerelemente eine Befestigung direkt an
einem Trä ger möglich ist. Eine separate Befestigung über Spannbänder
oder dergleichen ist nicht mehr notwendig. Das Luftfiltergehäuse kann samt
Fußlagerelementen und Ein- bzw. Auslaufstutzen z. B. durch Spritzgießen
hergestellt werden. Dabei ist es im Allgemeinen topfförmig ausgebildet, also
zu einer Seite offen, um das Filterelement entnehmen zu können. Die offene
Seite wird mit einem Deckel verschlossen.
Nachteilig ist jedoch, dass durch die einstückige Ausbildung
die Winkelposition des Einlaufstutzens relativ zu den Fußlagerelementen festgelegt
ist. Für verschiedene Maschinentypen, in denen unterschiedliche Raumverhältnisse
gegeben sind, kann eine Anpassung des tangentialen Winkels zwischen dem Einlaufstutzen
und der Aufstandsebene der Fußlagerele mente nur durch eine Veränderung
des Spritzgießwerkzeugs bewirkt wer den oder durch ein separates Spritzgießwerkzeug
mit entsprechenden Kosten. Bei kleinen Baureihen für Baumaschinen, die nur
in geringen Stückzahlen gefertigt werden, ist dies unwirtschaftlich.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, das bekannte Luftfiltergehäuse
so zu verbessern, dass eine leichtere Anpassung an die räumlichen Gegebenheiten
des Einbauraums möglich ist.
Offenbarung der Erfindung
Diese Aufgabe wird bei einem Luftfiltergehäuse der eingangs genannten
Art dadurch gelöst, dass das Luftfiltergehäuse in ein Zentralgehäuseelement,
an dem das Fußlagerelement angeformt ist, und ein Einlaufelement, an das der
Rohluftstutzen angeformt ist, geteilt ist, wobei das Zent ralgehäuseelement
und das Einlaufelement über eine Schnappverbin dung, insbesondere eine Ringschnappverbindung,
miteinander verbunden sind.
Durch die Zweiteilung kann die Winkelstellung zwischen dem Einlaufele
ment mit dem tangential anschließenden Einlaufstutzen und dem Zentral gehäuseelement
mit dem wenigstens einem Fußlagerelement bei der Montage frei gewählt
werden. Es fallen keine Werkzeugkosten an, um unterschiedliche Stutzenpositionen
am Gehäuse zu fertigen.
Insbesondere ist eine unlösbare Ringschnappverbindung mit hohen
Klemmkräften vorgesehen, die bewirkt, dass ein unbeabsichtigtes Verdre hen
des Einlaufelements gegenüber dem Zentralgehäuseelement beim Einbau in
ein Fahrzeug oder dergleichen verhindert wird. Durch hohe Klemmkräfte wird
auch ein unbeabsichtigtes Lösen der beiden Gehäuseelemente voneinander
vermieden. Schließlich kann durch eine entsprechend feste Schnappverbindung
auch eine ausreichende Luftdichtigkeit für ein Luftfiltergehäuse bewirkt
werden, sodass keine zusätzlichen Abdichtungen an der Verbindungsstelle notwendig
sind.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert. Die Figuren zeigen jeweils in perspektivischer Ansicht:
1 ein montiertes Luftfiltergehäuse,;
2 das Luftfiltergehäuse aus 1
vor dem Zusammenfügen der Gehäuseelemente,;
3, 4 das Luftfiltergehäuse
mit weiteren Winkelstellungen des Einlaufstutzens gegenüber den Fußlagerelementen;
und
5 Details einer zusätzlichen Rastverbindung.
Ausführungsform(en) der Erfindung
1 zeigt ein Luftfiltergehäuse 10 mit einem
Einlaufstutzen 1 und einem zentralen Auslaufstutzen 2.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Luftfiltergehäuse
für einen an sich bekannten zweistufigen Luftfilter mit Staubvorabscheidung
ausgebildet. Luft wird darin an einem Einlaufstutzen 1 tangential eingeleitet
und rotiert dann um ein nicht dargestelltes Filterelement, wobei grobe Staubpartikel
abgeschleudert und aus dem Gehäuse geleitet werden. Die so vorgefilterte Luft
tritt durch das Filtermedium des Filterelements, das in den Innenraum des Luftfiltergehäuses
10 eingesetzt ist, hindurch und strömt an einem zentralen Auslaufstutzen
2 wieder aus dem Luftfiltergehäuse heraus.
Durch die am Außenumfang des Gehäusekörpers angeformten
Fußlagerelemente 3 ist eine direkte Montage auf eine Aufstandsebene,
die durch Konsolen im Motorraum oder dergleichen gebildet ist, möglich. Im
dargestellten Ausführungsbeispiel verläuft die Mittelachse
des Einlaufstut zens 1 senkrecht zu einer durch die Fußlagerelemente
3 vorgegebenen Aufstandsebene.
Dieser Winkel wird, wie insbesondere 2
zeigt, durch eine entsprechende Positionierung des Zentralgehäuseelements
4 und des Einlaufelements 5 voreinander bewirkt, bevor die Teile
gefügt werden. Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist das Einlaufelement
einen Endabsatz 7 auf, der in einer keilförmig auslaufenden Schnapprippe
6 ausläuft. Das Zentralgehäuseelement 4 weist einen
Rastaufnahmebund 8 auf, der im Durchmesser gegenüber den übrigen
Abschnitten des im Wesentlichen zylindrischen Gehäusemantels erweitert ist
und der an seinem Innenumfang hinterschnitten ist, so dass die Schnapprippe
6 dort eingeschoben werden kann, wo sie verrastet. Ein glatter Übergang
zwischen den jeweiligen endseitigen Absätzen 7, 8 der Gehäuseelemente
4, 5 bietet keine An satzpunkte für Hebelwerkzeuge und macht
die Ringschnappverbindung zwischen den Gehäuseelementen 4,
5 nahezu unlösbar.
Eine umgekehrte Anordnung von Schnapprippe und Rastaufnahmebund ist
möglich.
3 und 4 zeigen jeweils
ein Luftfiltergehäuse 10, das aus denselben Gehäuseelementen
4, 5 wie bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform gebildet
ist. Unterschiedlich ist lediglich, dass das Einlaufgehäuseelement
5 mit dem Einlaufstutzen 1 und das Zentralgehäuse
4 mit den Fußelementen 3 einen anderen Winkel zueinander
einnehmen, um eine Anpassung an die räumlichen Gegebenheiten der Maschinen,
in der das Luftfiltergehäuse eingebaut werden soll, vorzunehmen. Im Beispiel
in 3 ist ein schräger Abgangswinkel des Einlaufstutzens
1 eingestellt; in 4 verläuft der Einlaufstutzen
parallel zur Aufstands- bzw. Befestigungsebene.
Die offene Seite des Luftfiltergehäuses 10 kann in an
sich bekann ter Weise mit einem Schraubdeckel verschlossen werden oder mit einem
Deckel, der mittels seitlich am Luftfiltergehäuse angebrachter Rastverbindungen
an das Zentralgehäuseelement angepresst wird.
Möglich ist auch, in regelmäßiger Winkelteilung Rastaufnahmen
12 am Endabsatz 11 vorzusehen, wie sie in den 1
und 2 erkennbar sind und in 5
im Detail dargestellt sind. Am Innenumfang des Deckels 20 sind hierzu kompatible
Gegenstücke angeformt, die beispielsweise als zylindrische Vorsprünge
21 ausgebildet sein können und zwischen die im Ausführungsbeispiel
der 5 klammerförmig ausgebildeten Rastelemente
12 geschoben werden, wodurch der Deckel 20 am Zentralgehäuseelement
4 durch Einschub in axialer Richtung verrastet wird. Durch eine feine Winkelteilung
wird eine große Variabilität bei der Positionierung des Deckels bewirkt,
um auch dessen Winkellage im Einbauraum anpassen zu können, zum Beispiel, sofern
wenn dies aufgrund von nicht-rotationssymmetrisch ausgebildeten Elementen am Deckel
notwendig sein sollte. Durch die Vielzahl der Rastverbindungen entlang des Umfangs
sind ausreichend hohe Haltekräfte gegeben, um den Deckel 20 beim Betriebsdruck
des Luftfilters sicher an den Gehäuse 10 zu halten.