Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Stromunterbrechungsvorrichtung, insbesondere
für Netzstrom.
Stand der Technik
Elektrische Geräte, wie Fernsehgerät, Klimaanlage, Mikorwelle,
Waschmaschine usw., befinden sich im Wartezustand, wenn ihr Stecker nach Ausschalten
in der Steckdose steckenbleibt. Der Stromverbrauch der einzelnen elektrischen Geräte
im Wartezustand ist zwar sehr klein, wie 0,1 bis 4.2 W von Fernsehgerät, 0,1
bis 4,2 w von Mikrowelle, 0,04 bis 14,9 W von Sternanlage, läßt sich der
gesamte Stromverbrauch jedoch nicht vernachlässigen.
Um dieses Problem zu lösen, soll der Stecker beim Nichtgebrauch
des elektrischen Gerätes aus der Steckdose ausgezogen werden. Das häufige
Einstecken und Ausziehen des Steckers kann jedoch zu einer Funkenbildung oder einem
Stromlecken führen.
Aus diesem Grund hat der Erfinder in Anbetracht der Nachteile herkömmlicher
Lösungen, basierend auf langjähriger Erfahrung in diesem Bereich, nach
langem Studium, zahlreichen Versuchen und unentwegten Verbesserungen die vorliegende
Erfindung entwickelt.
Aufgabe der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stromunterbrechungsvorrichtung
zu schaffen, die mit einer Stromquelle und dem Stromanschluß eines elektrischen
Gerätes verbunden ist, bestehend aus einem Leistungsretriever, einem Vergleicher,
einem Zeitzähler und einem Schalter, wobei der Leistungsretriever einen ersten
Referenzspannungswert einstellen kann, der einer vorbestimmten Leistungsschwelle
entspricht; der Vergleicher den ersten Referenzspannungswert mit einem zweiten Referenzspannungswert
vergleicht, der der Arbeitsleistung des elektrischen Gerätes entspricht; der
Zeitzähler die Stromunterbrechungszeit zählt, wenn der zweite Referenzspannungswert
kleiner ist als der erste Referenzspannungswert; und der Schalter die elektrische
Verbindung mit der Stromquelle unterbricht, wenn die gezählte Zeit eine vorgegebene
Stromunterbrechungszeit überschreitet.
Dadurch kann beim Wartezustand eine Stromsparung erreicht werden.
Zudem kann eine Funkenbildung oder ein Stromlecken vermieden werden.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den anliegenden
Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ein Schaltplan des ersten Ausführungsbeispiels
der Erfindung,
2 eine schematische Darstellung des zweiten Ausführungsbeispiels
der Erfindung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
1 zeigt das erste Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen
Stromunterbrechungsvorrichtung 1, die für alle elektrische Geräte
geeignet ist und mit einer Stromquelle und dem Stromanschluß des elektrischen
Gerätes verbunden ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Stromunterbrechungsvorrichtung
im elektrischen Gerät angeordnet und mit der Steuerschaltung des elektrischen
Gerätes verbunden, wodurch das elektrische Gerät über die Stromunterbrechungsvorrichtung
mit Strom versorgt wird. Die Stromunterbrechungsvorrichtung 1 besteht aus
einem Eingang 101, einem Ausgang 103, einer Sicherung
105, einem Zweiweg-Brückengleichrichter 107, einer Zener-Diode
109, einem Filterkondensator 111, einem Zeitzähler
113, einem Transformator 115, einem Leistungsretriever
117, einem Vergleicher 119, einem Transistor 121 und
einem Schalter 123. Der Schalter 123 umfaßt einen Druckknopf
125 und ein Relais 127. Der Zeitzähler 113 umfaßt
einen Strom-Port 129, einen Reset-Port 131 und einen Ausgang
133. 1 zeigt einen Schaltplan der Stromunterbrechungsvorrichtung
1.
Wenn der Stecker des elektrischen Gerätes in eine Steckdose von
110 V AC gesteckt wird, fließt der Netzstrom durch den Eingang 101
in die Stromunterbrechungsvorrichtung. Die Sicherung 105 dient zum Schutz
gegen Überstrom.
Zum Einschalten des elektrischen Gerätes muß der Benutzer
zunächst den Druckknopf 125 und dann den Schalter des elektrischen
Gerätes drücken. Dadurch fließt der Netzstrom durch den Ausgang
103 in die Steuerschaltung des elektrischen Gerätes. Gleichzeitig
fließt der Netzstrom in den Zweiweg-Brückengleichrichter 107.
Im vorliegenden Ausführungsbeispielweist der Zweiweg-Brückengleichrichter
107 einen ersten Eingang 135, einen zweiten Eingang
137, eine Erdung 139 und einen Ausgang 141 auf. Der Netzstrom
fließt durch den ersten und zweiten Eingang 135, 137 ein
und wird dann von den inneren Dioden gleichgerichtet, wodurch aus dem Ausgang
141 ein Gleichstrom 102 von 12 V ausfließt. Daher kann der
Zweiweg-Brückengleichrichter 107 den Netzstrom in einen Gleichstrom
von 12V umwandeln.
Die Zener-Diode 109 dient zur Spannungsstabilisierung des
Stroms von 12 V aus dem Zweiweg-Brückengleichrichter 107. Nach Filtern
in dem Filterkondensator 111 fließt der Gleichstrom in den Strom-Port
129 des Zeitzählers 113, den Strom-Port des Vergleichers
119, den Leistungsretriever 117 und den Emitter des Transistors
121. Der Transistor 121 ist ein PNP-Transistor.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel umfaßt der Leistungsretriever
117 einen variablen Widerstand. Der Vergleicher 119 kann ein Rechenverstärker
sein. Der Transformator 115 wandelt die Spannung in eine für den Betrieb
des Rechenverstärkers erforderliche Spannung um, durch die der Rechenverstärker
einenzweiten Referenzspannungswert erhält. Der varialbe Widerstand des Leistungsretriever
117 liefert einen ersten Referenzspannungswert an den Rechenverstärker.
Der erste Referenzspannungswert entspricht einer vorbestimmten Leistungsschwelle,
die durch den variablen Widerstand eingestellt werden kann. Wenn die Warteleistung
3 W und die Arbeitsleistung des elektrischen Gerätes 7 W beträgt, kann
der erste Referenzspannungswert 104 derart verstellt werden, dass die entsprechende
Leistungsschwelle 5 W beträgt. Der Rechenverstärker dient zum Vergleichen
der beiden Referenzspannungswerte. Bei Betrieb des elektrischen Gerätes ist
der zweite Referenzspannungswert größer als der erste Referenzspannungswert,
da die Arbeitsleistung höher ist als die Leistungsschwelle, wodurch der Rechenverstärker
ein Resetsignal 108 mit hohem Pegel an den Reset-Port 131 des
Zeitzählers 113 sendet, der somit wiederholt resettet wird.
Da der Zeitzähler 113 wiederholt resettet wird, überschreitet
die gezählte Zeit des Zeitzählers 113 eine vorgegebene Stromunterbrechungszeit,
wie 10 Minuten, nicht. Daher sendet der Ausgang 133 des Zeitzählers
113 ein Signal mit niedrigem Pegel an die Basis des Transistors
121, der somit in Durchlaßrichtung gepolt, wodurch ein Strom
110 durch den Kollektor des Transistors 121 in das Relais
127 des Schalters 123 fließt, das somit geschlossen wird,
so dass die Stromunterbrechungsvorrichtung 1 im Einschaltzustand gehalten
wird. D.h. bei Betrieb des elektrischen Gerätes sendet der Vergleicher wiederholt
ein Resetsignal 108 an den Zeitzähler 113, da der zweite
Referenzspannungswert 106 größer ist als der erste Referenzspannungswert
104, wodurch der Zeitzähler 113 wiederholt resetten wird,
so dass die Stromunterbrechungsvorrichtung 1 kontinuierlich das elektrische
Gerät mit Strom versorgt.
Wenn der Benutzer den Schalter des elektrischen Gerätes drückt
und dieses ausschaltet, tritt das elektrische Gerät in den Wartezustand. Dabei
fließt der Netzstrom 103 fortlaufend aus dem Ausgang 103
und in den Brückgleichrichter 107. Der Brückgleichrichter
107 wandelt den Netzstrom in den Gleichstrom 102 um, der dann
durch die Spannungsstabilisierung in der Zener-Diode 109 in den Zeitzähler
113, den Leistungsretriever 117, den Vergleicher 119
und den Emitter des Transistors 121 fließt.
Der Rechenverstärker vergleicht den ersten und zweiten Referenzspannungswert
104, 106. Da der zweite Referenzspannungswert 106 beim
Wartezustand kleiner ist als der erste Referenzspannungswert 104, sendet
der Rechenverstärker ein Resetsignal 108 mit niedrigem Pegel an den
Reset-Port 131 des Zeitzählers 113, der somit die Zeit zählt.
Wenn die gezählte Zeit des Zeitzählers 113 die
vorgegebene Stromunterbrechungszeit, wie 10 Minuten, überschreitet, sendet
der Ausgang 133 des Zeitzählers 113 ein Signal mit hohem
Pegel an die Basis des Transistors 121, der somit in Sperrrichtung gepolt
wird, wodurch kein Strom in das Relais 127 fließt, das somit geöffnet
wird, so dass die Stromunterbrechungsvorrichtung keinen Strom an das elektrische
Gerät liefert.
Wenn der Benutzer innerhalb der vorgegebenen Stromunterbrechungszeit
das elektrische Gerät wieder einschaltet, sendet der Ausgang 133 des
Zeitzählers 113 wieder ein Signal mit niedrigem Pegel an die Basis
des Transistors 121, der somit in Durchlaßrichtung gepolt wird, wodurch
der Strom 110 durch den Kollektor des Transistors 121 in das Relais
127 des Schalters 123 fließt, das somit geschlossen wird,
so dass die Stromunterbrechungsvorrichtung 1 im Einschaltzustand gehalten
wird.
Wenn der Benutzer den Druckknopf 125 der Stromunterbrechungsvorrichtung
1 drückt, aber den Schalter des elektrischen Gerätes nicht innerhalb
der vorgegebenen Stromunterbrechungszeit drückt, unterbricht die Stromunterbrechungsvorrichtung
1 die Stromversorgung.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel kann der Zweiweg-Brückengleichrichter
107 das Produkt RS405 von Leshan Radio Company sein. Der Zweiweg-Brückengleichrichter
107 kann auch ein herkömmlicher Zweiweg-Brückengleichrichtermit
vier Dioden sein. Der Zeitzähler 113 kann das binäres Produkt
4060 oder 4020 mit 14 Bits von Fairchild Semiconductor Company, Mikroprozessor,
Einzelchip oder andere Ics mit Zählfunktion sein.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann die Stromunterbrechungsvorrichtung
1 separat ausgebildet, wobei der Stecker des elektrischen Gerätes
mit dem Ausgang 103 der Stromunterbrechungsvorrichtung und der Eingang
101 der Stromunterbrechungsvorrichtung mit der Steckdose verbunden ist.
In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann der Druckknopf
125 auf eine Fernbedienung des elektrischen Gerätes
angebracht sein und die Stromunterbrechungsvorrichtung 1 drahtlos steuern.
Diese drahtlose Übertragung kann eine Ultraschall-, Infrarot- oder andere Übertragung
sein. Das Relais 127 kann ein gesteuerter Siliziumgleichrichter (SCR) sein.
2 zeigt das zweite Ausführungsbeispiel der Erfindung,
wobei die Stromunterbrechungsvorrichtung 2, die wie Stromunterbrechungsvorrichtung
1 aufgebaut ist, im Gehäuse 23 der Steckdose 21
des Netzstroms 20 angeordnet ist. Der Netzstrom fließt somit durch
die Stromunterbrechungsvorrichtung 2 in die Steckdose 21. Wenn
der Stecker des elektrischen Gerätes in die Steckdose 21 gesteckt
wird, kann es durch die Stromunterbrechungsvorrichtung 2 den Strom sparen.
Der Druckknopf 25 des Schalters (nicht dargestellt) der Stromunterbrechungsvorrichtung
2 ist an der Fronplatte 27 der Steckdose 21 angeordnet.
Selbstverständlich kann die Stromunterbrechungsvorrichtung 1,
2 auch im Netzgerät des elektrischen Gerätes angeordnet sein.
Der Vergleicher und der Zeitzähler können auch vollmechansich
oder halbmechanisch ausgebildet sein.
Die vorstehende Beschreibung stellt nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele
der Erfindung dar und soll nicht als Definition der Grenzen und des Bereiches der
Erfindung dienen. Alle gleichwertige Änderungen und Modifikationen gehören
zum Schutzbereich dieser Erfindung.