Die Erfindung betrifft ein Ventil für gasförmige und flüssige
Medien, umfassend einen Ventilkörper und einen Ventilsitz.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Ventil dieser Art dahingehend
weiterzubilden, dass mit einfachen Mitteln eine kostengünstige Herstellung
mit exakter Positionierung des Ventilsitzes für eine dauerhaft zuverlässige
Funktion erzielt wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des
Anspruchs 1 gelöst. Zweckmäßige Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Erfindung sind durch die Merkmale der Unteransprüche gekennzeichnet.
Weitere Vorteile und wesentliche Einzelheiten der Erfindung sind der
nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen, die in schematischer
Darstellung eine bevorzugte Ausführungsform als Beispiel zeigt. Es stellen
dar:
1 ein erfindungsgemäßes Ventil in einer vergrößerten
Darstellung in einer geschnittenen Seitenansicht und
2 eine nochmals vergrößerte Darstellung eines
durch einen Kreis in 1 bezeichneten Ventilausschnitts.
Das in den 1 und 2
dargestellte Ventil ist für gasförmige und flüssige Medien vorgesehen
und ist bezüglich einer Mittenachse 1 im Wesentlichen als kreisförmiger
zylindrischer Körper ausgebildet. Das Ventil weist einen Ventilkörper
2 und einen mit diesem verbundenen Magnetkopf 3 auf.
Der Magnetkopf 3 besitzt ein topfförmiges Magnetjoch
4, dem eine Bodenwand 5 sowie ein Innenkern 6 und ein
Außenkern 7 zugehörig sind. Die Bodenwand 5 ist dem
Ventilkörper 2 zugewandt und begrenzt mit dem Innenkern
6 eine Ventilkammer 8, in der sich ein Magnetanker 9
befindet. Der Außenkern 7 des Magnetjochs 4 bildet den Außenmantel
des Magnetkopfes 3 und kann einen im Durchmesser etwas reduzierten Wandteil
10 aufweisen.
In einem von dem Innenkern 6, der Bodenwand 5 und
dem Außenkern 7 begrenzten Ringraum des Magnetjochs 4 befindet
sich ein Spulenkörper 11 mit einer elektrischen Spulenwicklung
12. Um den Magnetkopf 3 abzudichten, kann eine isolierende Vergussmasse
13 vorgesehen sein, die die Leiteranschlussteile 14,
15 im Bereich des Magnetjochs 4 dicht umschließt und in der
die Spulenwicklung 12 und der Spulenkörper 11 dicht eingebettet
sind.
Der plattenförmige Magnetanker 9 weist einen koaxial
angeordneten, aus einem gummielastischen Material bestehenden Dichtbolzen
16 auf, der an der dem Magnetkopf 3 abgewandten Seite des Magnetankers
9 vorgesehen ist und mit einem Ventilsitz 17 korrespondiert, der
die Ventilkammer 8 mitbegrenzt. Außerdem ist in der Ventilkammer
8 eine scheibenförmige Formfeder 18 vorgesehen, deren Mittenbereich
zwischen der dem Magnetkopf 3 abgewandten Seite des Magnetankers
9 und dem Dichtbolzen 16 festgelegt ist, wobei für einen
sicheren Befestigungshalt krallenartig geformte Ausbiegungen der Formfeder
18 in dem Dichtbolzen 16 eingebettet sein können.
Der Ventilkörper 2 weist eine aus einem dünnen
Metallblech geformte rohrförmige Außenwand 19 auf, die einen
im Durchmesser reduzierten Außenwandteil 20 besitzt, so dass in axialer
Richtung gesehen ungefähr in der Mitte eine etwa treppenstufenförmige
Schulter 21 gebildet ist. Die Blechdicke der Außenwand 19
und des Außenwandteils 20 kann etwa 0,1 bis 0,8 mm betragen. Bevorzugt
kann das Blech ungefähr 0,2 bis 0,4 mm dick sein. In den rohrförmigen
Außenwandteil 20 des Ventilkörpers 2 ist der Wandteil
10 des Magnetkopfes 3 eingeschoben, und zwar so, dass der Magnetkopf
3 für eine einwandfreie Hubfunktion des Magnetankers 9 in
axialer Richtung exakt ausgerichtet und vorzugsweise im Presssitz an dem Außenwandteil
20 festgelegt ist. Im Bereich der Ventilkammer (8) befindet sich
in der Außenwand (19) des Ventilkörpers (2) eine Durchgangsbohrung
(28), die als Zu- oder Ableitung für das gasförmige oder flüssige
Medium dienen kann.
Der Ventilsitz 17 ist ebenfalls aus einem dünnen Metallblech
z.B. durch Tiefziehen hergestellt und weist einen in Richtung zum Magnetkopf
3 konvexen Gewölbeteil 22 und eine rohrförmige Umfangswand
23 auf, wobei eine bevorzugt kalottenförmige bzw. klöpperbodenförmige
Gestalt gegeben ist. Die Blechwanddicke des Ventilsitzes 17 ist zweckmäßig
sowohl beim Gewölbeteil 22 als auch bei der Umfangswand
23 gleich und beträgt ungefähr 0,1 bis 0,5 mm, vorzugsweise etwa
0,2 mm. Bei einer bevorzugten Ausführung besitzen der Ventilsitz
17 und die Außenwand 19 sowie der Außenwandteil
20 des Ventilkörpers 2 die gleiche Wanddicke, so dass bei
der Herstellung und dem Zusammenbau der Ventilteile weitgehend gleiche Produktionsmaßnahmen
angewandt werden können. Koaxial zur Mittenachse 1 weist der Ventilsitz
17 eine als Zu- oder Ableitung für das Medium dienende Durchgangsöffnung
24 auf, die bei nicht erregtem Magnetkopf 3 durch den Dichtbolzen
16 verschlossen ist, der durch die Kraft der Formfeder 18 axial
gegen den Ventilsitz 17 gedrückt wird.
Die Formfeder 18 weist einen Umfangsrand 25 auf,
der in der Ventilkammer 8 an der Schulter 21 des Ventilkörpers
2 anliegt, wodurch ein Widerlager für die gegen den Ventilsitz
17 drückende Formfeder 18 gegeben ist. Um
die Formfeder 18 in ihrer Lage zu positionieren, kann der Umfangsrand
25 an der Schulter 21 durch einen oder mehrere Schweißpunkte
insbesondere durch Laserschweißung fixiert sein.
Beim Zusammenbau des Ventils wird der Ventilsitz 17 mit dem
Gewölbeteil 22 voran von unten in die Außenwand 19 des
Ventilkörpers 2 eingeschoben, und zwar so weit, dass eine axial feinjustierte
Endlage gegeben und eine optimale Ventilhubfunktion gewährleistet ist. In der
Endlage des kalottenförmigen Ventilsitzes 17 liegt die Außenfläche
26 der Umfangswand 23 gasdicht und derart fest an der Innenfläche
27 der Außenwand 19 des Ventilkörpers 2 an,
dass ein zuverlässiger Kraftschluss für eine dauerhaft sichere Lagefixierung
des Ventilsitzes 17 gegeben ist. Dazu kann es besonders günstig sein,
den Kraftschluss zwischen der Umfangswand 23 und der Außenwand
19 mittels Presssitz zu erzielen. Darüber hinaus kann es bei besonderen
Anwendungen zweckmäßig sein, die Umfangswand 23 des Ventilsitzes
2 mittels Schweißung, vorzugsweise Punkt- oder Reibschweißung,
oder Klebeverbindung an der Außenwand 19 des Ventilkörpers
2 festzulegen.
Wenn die Spulenwicklung 12 über die Leiteranschlussteile
14,15 mit einer elektrischen Spannung versorgt wird, erfolgt eine
Erregung des Magnetkopfes 3, so dass der Magnetanker 9 durch die
Magnetkraft gegen die Kraft der Formfeder 18 nach oben gezogen wird. Dadurch
gibt der Dichtbolzen 16 den Ventilsitz 17 frei und das Medium
kann durch die Durchgangsöffnung 24 fließen. Beim Abschalten
der elektrischen Spannung steht die Magnetkraft nicht mehr zur Verfügung, so
dass die Formfeder 18, den Magnetanker 9 und den Dichtbolzen
16 nach unten verlagert, wobei letzterer gegen die Durchgangsöffnung
24 des Ventilsitzes 17 gedrückt wird und den Durchfluss des
Mediums sperrt.