Technisches Gebiet
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung,
die Audio- und Videodaten (hierin im Folgenden als A & V bezeichnet) in digitale
Form codiert und die digitale Form aufzeichnet oder wiedergibt.
Stand der Technik
Eine digitale Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung für A
& V codiert ein Audiosignal und ein Videosignal in digitale Daten, dann ordnet sie
eine Zeitsequenz der Daten nach jeder bestimmten Datenmenge neu, dann werden die
neugeordneten Daten in einem Magnet-Aufzeichnungsmedium aufgezeichnet. Die neugeordneten
Daten werden zu der ursprünglichen Zeitsequenz wiederhergestellt, wenn die
Daten wiedergegeben werden.
Die Neuordnung bei Aufzeichnung und ihre Wiederherstellung bei Wiedergabe
werden als „Verschieben" und „Rückverschieben" bezeichnet. Dieses
Verfahren ist wirksam, wenn Teile der Daten auf Grund von Kratzern auf dem Magnetmedium
ausfallen, da die Ausfälle nicht intensiv an einem Punkt versammelt sind, sondern
sie gestreut sind. Als Folge kann eine Zeit von Audio-Diskontinuität auf Grund
von Ausfall von Daten verkürzt werden.
Wenn Daten von einer solchen herkömmlichen Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung,
wie oben besprochen, in umgekehrter Richtung wiedergegeben werden, werden rückverschobene
Audiodaten ein Mal in einem Speicher gespeichert, dann werden die Daten in einer
umgekehrten Reihenfolge in vorgegebenen Intervallen aus dem Speicher ausgelesen.
Dies dient zum Verwirklichen derselben Praktik wie bei einer Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung
mit einer linearen Audiospur.
3 ist ein Blockdiagramm eines Rückverschiebungsabschnitts
der herkömmlichen Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung.
Der in 3 gezeigte Rückverschiebungsabschnitt
auf der Wiedergabeseite umfasst die folgenden Elemente:
- (a) Video-Rückverschiebungsschaltung 4;
- (b) Video-Rückverschiebungs-Adressgenerator 5 zum Anweisen einer
Reihenfolge von Video-Rückverschiebung;
- (c) Audio-Rückverschiebungsschaltung 6;
- (d) Audio-Rückverschiebungs-Adressgenerator 7 zum Anweisen einer
Reihenfolge von Audio-Rückverschiebung;
- (e) Daten-Neuordnungsschaltung 8 für umgekehrte Wiedergabe; und
- (f) Schaltkreis 9 zum Schalten eines Signals in Reaktion auf das Daten-Wiedergabe-Richtungs-Signal
10.
Die Rückverschiebungsschaltung 4 und der Adressgenerator
5 bilden einen Video-Rückverschiebungsabschnitt.
Ausgegebene Daten von der Rückverschiebungsschaltung
6 werden in einem eingebauten Speicher der Daten-Neuordnungsschaltung
8 gespeichert. Die Schaltung 6 liest die Daten in gegebenen Intervallen
aus dem eingebauten Speicher in einer zu der Speicherreihenfolge umgekehrten Reihenfolge
aus.
Wenn die Daten in einer normalen Richtung wiedergegeben werden (Wiedergabe
in einer positiven Richtung), wird der Schaltkreis 9 zu der Seite des Kontakts
9a geschlossen und Ausgabedaten werden von der Audio-Rückverschiebungsschaltung
6 als Audiodaten zugeführt. Wenn die Daten in einer umgekehrten Richtung
wiedergegeben werden, wird der Kreis 9 zu der Seite des Kontakts
9b geschlossen und Ausgabedaten werden von der Daten-Neuordnungsschaltung
8 als Audiodaten zugeführt.
Das oben besprochene herkömmliche Verfahren erfordert die Daten-Neuordnungsschaltung
mit dem eingebauten Speicher, um die rückverschobenen Audiodaten zu umgekehrter
Reihenfolge neu zu ordnen, wenn die Daten in einer umgekehrten Richtung wiedergegeben
werden. Als Folge erhöht diese Struktur die Kosten. Des Weiteren sollten die
rückverschobenen Audiodaten in einem gegebenen Zeitraum für Neuordnung
gespeichert werden. Andererseits erfordern rückverschobene Videodaten nicht
die Neuordnungsschaltung. Daher werden die Audiodaten in Bezug auf die Videodaten
auf Grund der Neuordnung für einen bestimmten Zeitraum verzögert. Im Allgemeinen
entspricht dieser bestimmte Zeitraum oft einem Frame von Videodaten. Somit stimmen
Wiedergabetaktungen von Videodaten und Audiodaten nicht miteinander überein.
Patentauszüge von Japan Bd. 017, Nr. 550 (P-1624), 4. Oktober
1993, und JP 05 151709 A (SONY CORP),
18. Juni 1993, beschreiben Verschiebung und Rückverschiebung aufgezeichneter
Videodaten unter Verwendung eines Speichers, in dem die Eingangsdaten in dieselbe
Adresse geschrieben werden, von der Daten gelesen werden.
Patentauszüge von Japan Bd. 017, Nr. 550 (P-1639), 8. November
1993, und JP 05 182365 A (ALPS ELECTRONIC
CO LTD), 23. Juli 1993, beschreiben ein Magnetband, auf dem digitale Audiodaten
in der Einheit von Frames sequenziell aufgezeichnet werden. Durch umgekehrtes Lesen
des Bandes wird das in einer Speichereinrichtung gespeicherte Audiosignal
in der Einheit von Frames unter einer Adresssteuerung neu geordnet, um das Signal
in dem ursprünglichen Format zu erhalten.
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung befasst sich mit dem oben beschriebenen
Problem und verfolgt das Ziel, eine digitale Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung
bereitzustellen, die keine Neuordnung von Audiodaten nach Rückverschiebung
bei umgekehrter Wiedergabe benötigt und die Audiodaten mit derselben Taktung
wie Videodaten wiedergeben kann.
Eine Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung, die digitale
Daten von A & V gemäß einer gegebenen Regel neu ordnet, weist eine Rückverschiebungseinrichtung
auf, die die folgenden Aufträge ausführt, um das Problem zu lösen.
(a) Neuordnen von Wiedergabedaten in einer normalen Richtung zu einer Reihenfolge
vor dem Verschieben, dann Ausgeben der Daten; und (b) Neuordnen von Wiedergabedaten
in einer umgekehrten Richtung zu einer Reihenfolge, die zu der Reihenfolge vor dem
Verschieben umgekehrt ist, dann Ausgeben der Daten.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein Blockdiagramm, das einen Rückverschiebungsabschnitt
einer digitalen Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung nach einer ersten
beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung zeigt.
2 beschreibt schematisch die Rückverschiebung
der Vorrichtung nach der ersten beispielhaften Ausführung der vorliegenden
Erfindung.
3 ist ein Blockdiagramm, das einen Rückverschiebungsabschnitt
einer herkömmlichen Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung zeigt.
Ausführliche Beschreibung der bevorzugten Ausführung
(Beispielhafte Ausführung 1)
1 ist ein Blockdiagramm, das einen Rückverschiebungsabschnitt
einer digitalen Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung nach einer ersten
beispielhaften Ausführung der vorliegenden Erfindung zeigt. In 1
ist der Video-Rückverschiebungsabschnitt 1 der gleiche wie ein herkömmlicher.
2 beschreibt schematisch die Rückverschiebung
der Vorrichtung nach der ersten beispielhaften Ausführung der vorliegenden
Erfindung.
Bei dieser Ausführung werden Audiodaten in einem Frame eines
Videosignals in neun Datenblöcke, wie D1, D2, ..., D9, geteilt und dieser Einheitsblock
durchläuft Verschieben oder Rückverschieben.
Die Ausführung wird hierin im Folgenden mit Bezugnahme auf
1 und 2 beschrieben.
Eine Audiodatenblockzeile (D1, D2, D3, D4, D5, D6, D7, D8, D9) wird
zu der Blockzeile 20, deren Reihenfolge (D7, D2, D6, D4, D1, D5, D8, D9,
D3) ist, verschoben und in einer Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung
aufgezeichnet.
Wenn die Daten wiedergegeben werden, wird die Blockzeile
20 gemäß einer Reihenfolge ihrer aufgezeichneten Datenblöcke
wiedergegeben, dann werden die Daten der Rückverschiebungsschaltung
2 zugeleitet, die jeden Block der Zeile 20 – der Eingangsreihenfolge
folgend – in die Adressen a1, a2, a3, b1, b2, b3, c1, c2, c3 des eingebauten
Speichers 29 speichert.
Der Adressgenerator 3 für Audio-Rückverschiebung
folgt dem eingegebenen Wiedergabe-Richtungs-Signal 10 und gibt eine ausgelesene
Adresse des Speichers 29 aus. Mit anderen Worten gibt, wenn das Signal
10 eine Wiedergabe in einer normalen Richtung anzeigt, der Adressgenerator
3 die ausgelesene Adresse 31, deren Reihenfolge b2, a2, c3, b1,
b3, a3, a1, c1, c2 ist, aus. Wenn das Signal 10 eine Wiedergabe in einer
umgekehrten Richtung anzeigt, gibt der Adressgenerator 3 die ausgelesene
Adresse 32, deren Reihenfolge c2, c1, a1, a3, b3, b1, c3, a2, b2 ist, aus.
Die Rückverschiebungsschaltung 2 liest Datenblöcke,
die in dem Speicher 29 gespeichert sind, den zugeführten ausgelesenen
Adressen folgend aus. Mit anderen Worten werden, wenn die ausgelesene Adresse
31 eingegeben wird, Datenblöcke in der Reihenfolge b2, a2, c3, b1,
b3, a3, a1, c1, c2 ausgelesen. Als Folge werden Audiodaten 21 in der Reihenfolge
D1, D2, D3, D4, D5, D6, D7, D8, D9 ausgegeben. Wenn die ausgelesene Adresse
32 eingegeben wird, liest die Rückverschiebungsschaltung
2 Adressen in der Reihefolge c2, c1, a1, a3, b3, b1, c3, a2, b2 aus. Dann
werden Audiodaten 22 in der Reihenfolge D9, D8, D7, D6, D5, D4, D3, D2,
D1 ausgegeben.
Als solche beweist die vorliegende Erfindung, dass eine auf das Rückverschieben
folgende Audiodatenneuordnungsschaltung nicht benötigt wird und eine Taktverschiebung
zwischen Videodaten und Audiodaten beseitigt werden kann.
Gewerbliche Verwendbarkeit
Eine Magnet-Aufzeichnungs-und-Wiedergabe-Vorrichtung der vorliegenden
Erfindung kehrt eine Reihenfolge von Datenneuordnung in einer Rückverschiebungsschaltung
bei einer Wiedergabe in einer umgekehrten Richtung zu einer Reihenfolge einer Wiedergabe
in einer normalen Richtung um. Somit wird eine Audiodatenneuordnungsschaltung nicht
benötigt und gleichzeitig können A- & V-Daten frei von Taktverschiebung
dazwischen wiedergegeben werden.
- 1
- VIDEO-RÜCKVERSCHIEBUNGSABSCHNITT
- 2
- AUDIO-RÜCKVERSCHIEBUNGSABSCHNITT
- 3
- AUDIO-RÜCKVERSCHIEBUNGSADRESSGENERATOR
- 4
- VIDEO-RÜCKVERSCHIEBUNGSSCHALTUNG
- 5
- VIDEO-RÜCKVERSCHIEBUNGSADRESSGENERATOR
- 6
- AUDIO-RÜCKVERSCHIEBUNGSSCHALTUNG
- 7
- AUDIO-RÜCKVERSCHIEBUNGSADRESSGENERATOR
- 8
- DATENNEUORDNUNGSSCHALTUNG
- 9
- SCHALTKREIS
- 10
- DATENWIEDERGABERICHTUNGSSIGNAL
- 11
- AUDIO-RÜCKVERSCHIEBUNGSABSCHNITT