Die Erfindung betrifft eine neue selektive katalytische NOx-Reduktion,
welche durch einen Nebengasstrom, der vom Hauptstrom abgetrennt werden kann, oder
einen Nebenstrom von Heißluft ermöglicht wird, um für den Abbau des
Harnstoffs in seine aktiven Komponenten, die Ammoniak einschließen, zu sorgen.
Anstrengungen werden in vielen Zuständigkeitsbereichen unternommen,
um die Emissionen von Stickoxiden (NOx) zu verringern. Die Technologien
haben solche eingeschlossen, die die Verbrennungsbedingungen und Kraftstoffe ändern,
bekannt als Primärmaßnahmen, und solche, die das Abgas nach der Verbrennung
behandeln, bekannt als Sekundärmaßnahmen. Wenn wirksame Primärmaßnahmen
verwendet werden, können die Sekundärmaßnahmen noch verwendet werden,
um weitere Reduktionen zu erreichen. Um die beste NOx-Reduktion bereitzustellen,
ist es ersichtlich, dass sowohl Primär- als auch Sekundärmaßnahmen
erforderlich sind.
Unter den bekannten Sekundärmaßnahmen sind selektive katalytische
Reduktion (SCR) und selektive nichtkatalytische Reduktion (SNCR). Beide werden sowohl
mit Ammoniak als auch mit Harnstoff durchgeführt. Siehe zum Beispiel
US-Patent Nr. 3,900,554, worin Lyon SNCR
von Stickstoffmonoxid (NO) in einem Verbrennungsabgas durch Injizieren von Ammoniak,
spezifizischen Ammoniakvorstufen oder ihren wässrigen Lösungen in das
Abgas zum Mischen mit dem Stickstoffmonoxid bei einer Temperatur im Bereich von
1600°F bis 2000°F offenbart. Lyon schlägt auch die Verwendung von
Reduktionsmitteln, wie Wasserstoff oder verschiedenen Kohlenwasserstoffen, vor,
um die wirksame Verwendung von Ammoniak bei Abgastemperaturen von niedrigstens 1300°F
zu ermöglichen. Jedoch sind diese Temperaturen häufig zu hoch zur wirksamen
Behandlung, es ist schwierig, Ammoniak sicher zu handhaben, und SNCR ist nicht so
wirksam wie SCR. Ähnliche Verfahren werden für Harnstoff durch Arand,
Muzio und Sotter in US-Patent Nr. 4,208,386
und Arand, Muzio und Teixeira in US-Patent Nr. 4,325,924
gelehrt. Auch hier sind die Temperaturen hoch und die Verwendung von niedrigeren
Temperaturen wird nicht ermöglicht.
SCR kann mit Ammoniak bei niedrigeren Temperaturen, allgemein im Bereich
von 100° bis 900°F funktionieren. In dieser Hinsicht siehe die
US-Patente Nr. 3,032,387 und 3,599,427.
SCR (selektive katalytische Reduktion) ist seit Jahren in einigen Zusammenhängen
zum Reduzieren von NOx verfügbar. Bis jetzt ist SCR jedoch von der
Verwendung von Ammoniak abhängig, welches Sicherheitsprobleme aufweist, die
mit seiner Lagerung, Handhabung und Transport verbunden sind. Harnstoff ist sicherer,
ist aber für viele SCR-Anwendungen wegen der Schwierigkeit seines Umwandelns
aus einer festen oder einer wässrige Form in seine aktiven gasförmigen
Spezies, die zur NOx-Reduktion auf einem Katalysatorbett reaktiv sind,
nicht praktikabel. Auch die Reagenzwirtschaftlichkeit favorisiert typischerweise
wasserfreies Ammoniak gegenüber Harnstoff. In „A Selective Catalytic
Reduction of NOx from Diesel Engines Using Injection of Urea" (Dissertation,
September 1995) beschreibt Hultermans mehrere technische Herausforderungen im Zusammenhang
mit Dieselmotoren, während er einen breiten Hintergrund der Technologie gibt.
Die Verwendung von Katalysatoren zur NOx-Reduktion, die
Harnstoff verwenden, ist wirksam, ist aber empfindlich gegen Partikel und nichtabgebauten
Harnstoff, welche einen Katalysator inaktivieren können. In dieser Hinsicht
muss daran erinnert werden, dass Temperaturen am unteren Ende des SCR-Behandlungstemperaturbereichs
nicht hoch genug sind, um den Harnstoff völlig zu vergasen. Außerdem erfordert
SCR sehr einheitliches Mischen von aktiven gasförmigen Spezies vor dem Inkontaktbringen
mit dem Katalysator, und es ist schwierig, Harnstoff oder seine Abbauprodukte mit
den großen Mengen Abgas, die behandelt werden müssen, einheitlich zu mischen.
Die beschränkten Versuche, Harnstoff-SCR für stationäre und bewegliche
Quellen, wie Dieselmotoren, zu verwenden, sind in mehreren Patenten kürzlich
beschrieben worden, die US-Patent Nr. 5,431,893
von Hug et al. einschließen. Um den Katalysator vor dem inaktivieren zu schützen,
schlägt Hug et al. umfangreiche Ausrüstung vor, die in der Lage ist, die
gesamten Abgase mit Harnstoff zu behandeln. Ungeachtet der physikalischen Form braucht
Harnstoff Zeit, um in heißen Abgasen zerlegt zu werden, und kann bei Temperaturen,
die zur Vergasung am förderlichsten sind, Düsenverstopfen verursachen.
Diese Offenbarung hebt die Probleme hervor, die es notwendig machen, dass die Harnstofflösung
bei einer Temperatur unter 100°C gehalten wird, um Hydrolyse in der Einspritzausrüstung
zu verhindern. Sie schlagen die Verwendung von mäßigen Harnstoffdrücken
beim Zuführen des Harnstoffs vor, und finden es erforderlich, eine alternative
Vorrichtung zu verwenden, um Hochdruckluft in die Zuführleitung einzuführen,
wenn sie verstopft ist. Die Düsen, die von Hug et al. verwendet werden, verwenden
zusätzliche Luft, um die Dispersion zu unterstützen. Auch verwenden sie
verdünnte Lösungen, die wesentliches Erwärmen erfordern, um das Wasser
einfach zu verdampfen. Siehe auch WO 97/01387
und Europäische Patentbeschreibung 487
886 A1.
In der Europäischen Patentbeschreibung
615 777 A1 wird eine Vorrichtung beschrieben, die einem Kanal, der Abgase
enthält, von welchen gesagt wird, dass sie in Gegenwart eines Katalysators
hydrolysiert werden, festen Harnstoff zuführt. Zum erfolgreichen
Betrieb zeigt die Offenbarung an, dass es erforderlich ist, einen Hydrolysekatalysator,
Druckluft zur Dispersion von feinen Feststoffen, ein Mittel zum Mahlen des Harnstoffs
zu feinen Feststoffen und eine Beschichtung zum Verhindern des Aneinanderhaftens
des Harnstoffgranulats zu verwenden. Die Offenbarung stellt fest, dass, wenn nur
das Innere des Katalysators und die Düsenspitze mit dem Katalysator beschichtet
wurden, Korrosion und Abscheidung auftreten würden. Trotz des Erreichens des
Ziels des Entfernens von Wasser aus dem Verfahren führt die Beschreibung festen
Harnstoff in den Gasstrom ein – wobei sich möglicherweise Harnstoff
auf dem SCR-Katalysator abscheidet.
In US-Patent Nr. 6,146,605
von Spokoyny wird ein kombiniertes SCR/SNCR-Verfahren in einem Stufenverfahren beschrieben,
das einen getrennten Schritt des Hydrolysierens des Harnstoffs vor einem SCR-Schritt
einschließt. Ein ähnliches Verfahren wird in den US-Patenten
Nr. 5,985,224 und 6,093,380 von
Lagana et al. offenbart, welche ein Verfahren und eine Vorrichtung beschreiben,
die die Hydrolyse von Harnstoff, gefolgt von der Trennung einer Gasphase aus einer
flüssigen Hydrolysatphase einschließt. Auch Copper et al. offenbarten
in US-Patent Nr. 6,077,491 ein Harnstoffhydrolyseverfahren,
um Ammoniak zu erzeugen. Bei allen diesen Verfahren gibt es ein Erfordernis, eine
wesentliche Menge von Hochtemperatur- und Hochdruckgas und -flüssigphasen zu
handhaben, die Ammoniak während und nach der Hydrolyse enthalten. Diese Extraverarbeitung
erfordert den Erwerb und die Wartung von Zusatzausrüstung, einen Notfallplan
und Ausrüstung zum Handhaben von Ammoniakfreisetzung, wenn das Verfahren versagt,
und es wäre wünschenswert, ein System zu haben, welches sicherer, einfacher
und wirksamer funktioniert.
Das Fachgebiet erwartet die Entwicklung eines Verfahrens und einer
Vorrichtung, die die Verwendung von Harnstoff in einem SCR-Verfahren einfach, zuverlässig,
wirtschaftlich und sicher ermöglichen würden.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verringern der
Konzentration an Stickoxiden in einem Strom von Verbrennungsgasen, umfassend: Bereitstellen
eines Nebenstroms von Gasen, umfassend weniger als 3% des Volumens der gesamten
Verbrennungsgase, bei einer Temperatur, die zur Vergasung bei einer Verweilzeit
von 1 bis 10 Sekunden ausreicht, von mindestens 140°C; Einbringen einer wässrigen
Harnstofflösung in den Nebenstrom unter Bedingungen, die wirksam sind, den
wässrigen Harnstoff zu vergasen; Einbringen des Nebenstroms von Gasen, der
die aus der Vergasung des Harnstoffs resultierenden Gase enthält, in einen
Primärstrom von NOx-haltigen Gasen mit einem größeren
Volumen als der Nebenstrom, um einen kombinierten Gasstrom zu erzeugen; und Leiten
des kombinierten Gasstroms durch einen NOx-reduzierenden Katalysator
unter Bedingungen, die wirksam sind, die Konzentration an NOx in dem
kombinierten Gasstrom zu verringern, wobei die Harnstofflösung in den Nebenstrom
in einer Menge bezogen auf die NOx-Konzentration in dem kombinierten
Strom vor Durchgang durch den NOx-reduzierenden Katalysator eingebracht
wird, um einen NSR-Wert von etwa 0,1 bis etwa 2 bereitzustellen, und der Harnstoff
mit Tröpfchengrößen von weniger als 500 &mgr;m in den Nebenstrom
gesprüht wird, wobei NSR sich auf die relativen Äquivalente an Stickstoff
in dem Harnstoff zu den Äquivalenten an Stickstoff in dem NOx in
den zu behandelnden Verbrennungsgasen bezieht.
Die vorliegende Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zum Verringern
der Konzentration an Stickoxiden in einem Strom von Verbrennungsgasen, umfassend:
Leitungsmittel zum Transportieren eines Nebenstroms von Gasen, umfassend weniger
als 3% des Volumens der gesamten Verbrennungsgase bei einer Temperatur, die zur
Vergasung bei einer Verweilzeit von 1 bis 10 Sekunden ausreicht, von mindestens
140°C; Mittel zum Einbringen einer wässrigen Lösung eines NOx-reduzierenden
Mittels in den Nebenstrom unter Bedingungen, die wirksam sind, das wässrige
NOx-reduzierende Mittel zu vergasen; Mittel zum Einbringen des Nebenstroms
von Gasen, der die aus der Vergasung des NOx-reduzierenden Mittels resultierenden
Gase enthält, in einen Primärstrom von NOx-haltigen Gasen mit
einem größeren Volumen als der Nebenstrom, um einen kombinierten Gasstrom
zu erzeugen; und Mittel zum Leiten des kombinierten Gasstroms durch einen NOx-reduzierenden
Katalysator unter Bedingungen, die wirksam sind, die Konzentration an NOx
in dem kombinierten Gasstrom zu verringern, wobei Mittel bereitgestellt werden,
um die Harnstofflösung in den Nebenstrom in einer Menge bezogen auf die NOx-Konzentration
in dem kombinierten Strom vor Durchgang durch den NOx-reduzierenden Katalysator
einzubringen, um einen NSR-Wert von etwa 0,1 bis etwa 2 bereitzustellen, und um
den Harnstoff mit Tröpfchengrößen von weniger als 500 &mgr;m in
den Nebenstrom zu sprühen, wobei NSR sich auf die relativen Äquivalente
an Stickstoff in dem Harnstoff zu den Äquivalenten an Stickstoff in dem NOx
in den zu behandelnden Verbrennungsgasen bezieht.
Die Erfindung stellt eine praktische Art und Weise, um konstantes
Mischen von aktiven gasförmigen Recktanten zur NOx Reduktion durch
SCR unter Verwendung von Harnstoff als das Reagens zu erreichen, und neue Verfahrensanordnungen,
die sicherstellen, dass die Gase die zur wirksamen NOx-Reduktion geeignete
Temperatur aufweisen, bereit.
Die neue Gestaltung der Erfindung ermöglicht
die Vergasung von Harnstoff und gründliches Mischen mit NOx-haltigen
Verbrennungsgasen und kann die Enthalpie des Abgases vorteilhaft verwenden, welches,
falls nötig, ergänzt werden kann, um Harnstoff zu SCR-Reagenzien, wie
Ammoniak, umzuwandeln. Harnstoff, welcher bei Temperaturen oberhalb von 140°C
abgebaut wird, wird in einen Nebenstrom eingespritzt, wo er vergast und mit anderen
Gasen gemischt wird. In einer hochwirksamen Anordnung ist der Nebenstrom ein Abgasstrom,
der nach einem Primärüberhitzer oder einem Economiser abgespalten wird.
Idealerweise würde der Nebenstrom den Harnstoff ohne Notwendigkeit für
weiteres Erwärmen abbauen; aber, wenn Wärme erforderlich ist, ist es weit
weniger als es nötig wäre, das gesamte Abgas zu erwärmen. In Abhängigkeit
von der Temperatur stellt dieser Nebenstrom, typischerweise weniger als 3% des Abgases,
die erforderliche Enthalpie und das Momentum zur vollständigen Vergasung des
Harnstoffs und das gründliche Mischen des Reagens-haltigen Nebenstroms in den
Hauptstrom bereit.
Eine Mischvorrichtung, wie ein Zyklonseparator, statischer Mischer
oder ein Gebläse, können das Reagens und das Abgas vor der Rückeinspritzung
in den Hauptstrom vollständiger mischen. Ein Zyklonseparator hat den Vorteil,
dass er auch Partikel entfernen kann, die vorliegen können. Der Nebenstrom,
der vergasten Harnstoff enthält, kann dann vor einem SCR-Katalysator unter
Verwendung eines Hochtemperaturgebläses auf ein Einspritzgitter gerichtet werden.
Vortexmischer oder andere Arten von statischem Mischer können stromabwärts
des Einspritzgitters installiert werden, um den Nebenstrom und den Hauptstrom gründlich
zu mischen. Das Mischen mit dem Abgas wird wegen der eine Größenordnung
höheren Menge des Nebenstroms, verglichen mit der, die durch das Ammoniak-Einspritzgitter
(AIG) in einem herkömmlichen Ammoniak-SCR-Verfahren eingespritzt wird, erleichtert.
Dieses neue Verfahren und die Vorrichtung zu seiner Durchführung
machen Gebrauch von dem einfachen Handhabungsmerkmal des Harnstoffreagens, wobei
weder Reagenzträgerluft noch eine zusätzliche Wärmequelle, die nur
darauf gerichtet ist, zu erwärmen und den Harnstoff zu hydrolysieren erforderlich
ist, und die Nebenstromgasmenge stellt gründliches Mischen, das für große
Mengen der NOx-Reduktion erforderlich ist, bereit.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird ein
Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer abgetrennt, und Harnstoff
wird in diesen bei einer Temperatur eingespritzt, die ausreicht, um den Harnstoff
vollständig zu einer aktiven Gasspezies abzubauen oder ihn dazu vergasen.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird
ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer im Anschluss an
eine Endbehandlung abgetrennt, und Harnstoff wird in diesen bei einer Temperatur
eingespritzt, die ausreicht, um den Harnstoff vollständig zu einer aktiven
Gasspezies zu vergasen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
wird ein Nebenstrom von einer Quelle außerhalb der Verbrennungskammer hineingebracht,
und Harnstoff wird in diesen bei einer Temperatur eingespritzt, die ausreicht, um
den Harnstoff vollständig zu einer aktiven Gasspezies zu vergasen.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird
ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer abgetrennt, wird
eine Erwärmungsvorrichtung bereitgestellt, um die Temperatur des abgespaltenen
Stroms ausreichend zu erhöhen, um den Harnstoff vollständig zu einer aktiven
Gasspezies zu vergasen, und Harnstoff wird in diesen eingespritzt, wobei er abgebaut
oder anders vergast wird.
Gemäß einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird
ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer abgetrennt, und
Harnstoff wird in diesen eingespritzt, wobei die beiden Ströme dann kombiniert
und durch einen Zyklon geleitet werden, um vollständiges Mischen und Teilchentrennung
zu bewirken.
In einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird ein Nebenstrom
vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer abgetrennt und wird vor seinem
Erwärmen und Einspritzen von Harnstoff in diesen durch einen Zyklon geleitet.
In noch einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird ein
Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer abgetrennt, und der
Strom wird erwärmt, und Harnstoff wird in diesen eingespritzt bevor er durch
einen Zyklon geleitet wird.
Eine alternative Ausführungsform der Erfindung verwendet einen
Luftstrom, Luft, die durch einen Abgas-zu-Luft-Wärmeaustauscher vorgewärmt
wird, oder vorgewärmte Verbrennungsluft, welche weiter erwärmt und mit
Harnstoff kombiniert wird, wobei der so erhaltene Strom dann durch einen Mischer,
wenn gewünscht, und ein Einspritzgitter geleitet wird, wenn er mit dem Abgasstrom
aus einer Verbrennungskammer kombiniert und durch einen SCR-Reaktor geleitet wird.
In einer dieser Ausführungsformen kann Dampf verwendet werden,
um die maximale Herstellung von Ammoniak sicherzustellen und als zusätzliche
Quelle von Wärme zur Vergasung oder zum Aufrechterhalten der Temperatur des
Katalysators. Auch der Nebenstrom, der ein aktives SCR-Reagens enthält, kann
durch ein geeignet gestaltetes Ammoniakeinspritzgitter (AIG) in einem herkömmlichen
Ammoniak-SCR-Verfahren in einer dieser Ausführungsformen erneut in den Hauptabgasstrom
eingebracht werden. Außerdem kann sich ein Gebläse, das zum Zuführen
von Luft oder Abgas bei gewünschten Temperaturen geeignet ist, vor oder nach
der Harnstoffeinspritzung befinden, je nachdem welches für eine Anwendung besser
geeignet ist, um ausreichenden Druck bereitzustellen, um den Nebenstrom erneut in
den Hauptabgasstrom einzuführen.
Viele der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung sind nachstehend
beschrieben. Äquivalente Zusammensetzungen werden in Erwägung gezogen.
Die Erfindung wird besser verstanden und ihre Vorteile werden ersichtlicher
aus der folgenden ausführlichen Beschreibung, besonders wenn sie mit den dazugehörigen
Zeichnungen genommen wird.
1 ist eine schematische Darstellung einer Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer
abgetrennt wird, und Harnstoff in diesen bei einer Temperatur eingespritzt wird,
die ausreicht, um den Harnstoff vollständig zu einer aktiven Gasspezies abzubauen.
Ein Gebläse, das sich vor oder nach der Harnstoffeinspritzung befinden kann,
stellt ausreichenden Druck bereit, um den Nebenstrom in den Hauptstrom einzuführen.
Ein Einspritzgitter oder ein herkömmliches Ammoniakeinspritzgitter wird verwendet,
um das Reagens in den Hauptstrom vor dem SCR-Reaktor gründlich zu verteilen.
2 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer
abgetrennt wird, und ein Brenner oder eine andere Vorrichtung zum Erwärmen
des Abgases bereitgestellt wird, um die Temperatur des abgespaltenen Stroms ausreichend
zu erhöhen, um den Harnstoff vollständig zu einer aktiven Gasspezies abzubauen,
und Harnstoff in diesen eingespritzt wird, wobei er abgebaut oder anders vergast
wird.
3 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer
abgetrennt wird, und Harnstoff in diesen eingespritzt wird und gegebenenfalls erwärmt
wird, wobei die beiden Ströme dann kombiniert und durch einen Zyklon geleitet
werden, um vollständiges Mischen und Teilchentrennung zu bewirken.
4 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer
abgetrennt wird und vor dem Erwärmen und Einspritzen von Harnstoff in diesen
durch einen Zyklon geleitet wird, wobei der Nebenstrom mit Hilfe eines Gebläses
durch ein Einspritzgitter vorwärtsgebracht wird.
5 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer
abgetrennt wird, und der Strom erwärmt wird, und Harnstoff in diesen eingespritzt
wird, bevor er durch einen Zyklon geleitet wird.
6 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Luftstrom erwärmt wird und Harnstoff in diesen eingespritzt
wird, wobei der so erhaltene Strom dann durch einen Mischer, wenn gewünscht,
und ein Einspritzgitter geleitet und mit dem Abgasstrom aus einer Verbrennungskammer
kombiniert und durch einen SCR-Reaktor geleitet wird.
7 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, die 6 ähnlich ist, wobei Dampf
als die Wärmequelle verwendet wird.
8 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, die 7 ähnlich ist, wobei der Dampf
im Anschluss an die Einbringung des Harnstoffs eingebracht wird.
9 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei der Nebenstrom aus den Verbrennungsgasen im Anschluss an die
Behandlung im SCR-Reaktor erzeugt wird, wobei der so erhaltene Strom erwärmt
und in ihn Harnstoff eingespritzt wird.
10 ist eine schematische Darstellung einer anderen
Ausführungsform der Erfindung, wobei der Nebenstrom aus den Verbrennungsgasen
im Anschluss an die Behandlung im SCR-Reaktor und einer Partikelsammelvorrichtung,
wie ESP, Beutelfilter oder Zyklonseparatoren, erzeugt wird, wobei der so erhaltene
Strom erwärmt und in ihn Harnstoff eingespritzt wird.
11 ist eine Modifikation der Harnstoffeinspritzung
von 6, wobei anstelle der wässrigen Harnstoffeinspritzung
ein fein gemahlener, pulverisierter oder mikronisierter fester Harnstoff unter Verwendung
pneumatischer Trägerluft eingespritzt wird.
Die Erfindung stellt ein SCR-Verfahren auf Harnstoffbasis bereit,
das die Enthalpie des Abgases vorteilhaft verwenden kann, welches ergänzt werden kann,
wenn notwendig, um Harnstoff in Ammoniak umzuwandeln. Es gibt mehrere Ausführungsformen,
welche in bevorzugten Formen beschrieben werden. Es wird jedoch bezweckt, dass verschiedene
Merkmale der Ausführungsformen in Verbindung mit anderen Ausführungsformen
als solchen, die die Merkmale besonders ausführlich darstellen, verwendet werden
können. Gemeine Elemente und Merkmale der Zeichnungen haben überall in
den Zeichnungen gemeine Bezugszeichen.
Dieses neue Verfahren macht Gebrauch vom einfachen Handhabungsmerkmal
des Harnstoffreagens und stellt vollständige Vergasung und gutes Mischen bereit,
wobei eine Nebenstromgasmenge verwendet wird, um gründliches Mischen bereitzustellen,
das für hohe Mengen der NOx-Reduktion erforderlich ist. In den besonders
vorteilhaften Ausführungsformen stammt die Wärme, die zur Vergasung erforderlich
ist, von der Enthalpie der Verbrennungsgase ab.
Das Verfahren ist mit Harnstoff wirksam, kann aber andere NOx-reduzierende
Mittel verwenden, die in der Lage sind, ein Reaktantengas, das Ammoniak enthält,
bei Erwärmen zu erzeugen. Wie aus dem Folgenden klar wird, enthält das
Reaktantengas, wenn eine gewisse Menge dieser Reagenzien vergast wird, auch HNCO,
welches sich mit Wasser umsetzt, um sich zu Ammoniak und Kohlendioxid umzuwandeln.
Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass dieses ohne Vorhydrolyse des NOx-reduzierenden
Mittels leicht erreicht werden kann, welches die begleitende Gefahr der Verstopfung
der Düsen und der anderen Ausrüstung aufweist. Der Begriff „Vergasung"
bedeutet, dass im Wesentlichen der gesamte Harnstoff in ein Gas umgewandelt wird,
wobei keine wesentlichen aufgelösten oder freien Feststoffe oder Flüssigkeit
übrig bleiben, um mit den SCR-Katalysatoren in Kontakt zukommen und sie zu
inaktivieren.
Der Begriff „Harnstoff" soll die Reagenzien einzuschließen,
die Harnstoff in dem Sinn entsprechen, dass sie Ammoniak und HNCO erzeugen, wenn
sie erwärmt werden, ob sie große Mengen des reinen chemischen Harnstoffs
in der Form, die in die Verbrennungsgase eingebracht wird, enthalten oder nicht;
jedoch enthalten die Reagenzien, die Harnstoff entsprechen, typischerweise messbare
Mengen Harnstoff in seinen kommerziellen Formen und umfassen folglich Harnstoff.
Unter den NOx-reduzierenden Mitteln, die vergast werden können,
sind solche, die ein Mitglied umfassen, das ausgewählt ist aus: Ammelid; Ammelin;
Ammoniumcarbonat; Ammoniumbicarbonat; Ammoniumcarbamat; Ammoniumcyanat; Ammoniumsalze
anorganischer Säuren, die Schwefelsäure und Phosphorsäure einschließen;
Ammoniumsalze organischer Säuren, die Ameisen- und Essigsäure einschließen;
Biuret; Triuret, Cyanursäure; Isocyansäure; Harnstoffformaldehyd; Melamin;
Tricyanoharnstoff und Gemische von einer Anzahl von diesen. Dennoch sind andere
NOx-reduzierende Mittel erhältlich, die HNCO nicht erzeugen, aber
sich zu einem Gemisch von Gasen, die Kohlenwasserstoffe einschließen, abbauen.
Unter dieser Gruppe sind verschiedene Amine und ihre Salze (besonders ihre Carbonate),
einschließlich Guanidin, Guanidincarbonat, Methylamincarbonat, Ethylamincarbonat,
Dimethylamincarbonat, Hexamethylamin; Hexamethylamincarbonat; und Nebenproduktabfälle
aus einem chemischen Verfahren, die Harnstoff enthalten. Amine mit höheren
Alkylen können zu dem Ausmaß verwendet werden, dass die freigesetzten
Kohlenwasserstoffkomponenten die NOx-Reduktionsreaktion nicht beeinträchtigen.
Der Begriff „Harnstoff" soll folglich Harnstoff in allen seinen
kommerziellen und äquivalenten Formen umfassen. Typischerweise bestehen kommerzielle
Formen von Harnstoff im Wesentlichen aus Harnstoff, der 95 Gew.-% oder mehr Harnstoff
enthält. Diese verhältnismäßig reine Form von Harnstoff ist
bevorzugt und weist mehrere Vorteile bei dem Verfahren der Erfindung auf.
Es ist ein weiterer Vorteil der Erfindung, dass, während Ammoniak
überhaupt nicht verwendet werden muss, die Vorrichtung, die hier beschrieben
ist, die Einbringung von SCR-Reagenzien, die Ammoniak einschließen, verbessert
und folglich seine Verwendung praktischer macht, obwohl die Probleme mit seiner
Lagerung nicht völlig gelöst werden.
Die Harnstofflösung wird in einer Menge bezogen auf die NOx-Konzentration
in dem kombinierten Strom vor Durchgang durch den NOx-reduzierenden Katalysator
eingebracht, die wirksam ist, um einen NSR-Wert von etwa 0,1 bis etwa 2 in Abhängigkeit
von einer Anzahl von Faktoren bereitzustellen, liegt aber typischerweise im Bereich
von etwa 0,5 bis 1,1. Der Begriff „NSR" bezieht sich auf die relativen Äquivalente
an Stickstoff in dem Harnstoff oder einem anderen NOx-reduzierenden Mittel
zu den Äquivalenten an Stickstoff in dem NOx in den zu behandelnden
Verbrennungsgasen.
Der Begriff „Verbrennungskammer" soll im weiten Sinn alle Brennkammern,
welche kohlenstoffhaltige Kraftstoffe verbrennen, um Wärme bereitzustellen,
z.B. zur direkten oder indirekten Umwandlung in mechanische oder elektrische Energie
einschließen. Diese kohlenstoffhaltigen Kraftstoffe können die Kohlenwasserstoffe,
die normalerweise als Kraftstoffe verwendet werden, sowie brennbare Abfallmaterialien,
wie kommunaler Feststoffabfall, industrieller Verfahrensabfall und dergleichen,
einschließen. Brenner und Öfen, sowie Verbrennungsmotoren der Otto-, Diesel-
und Turbinentypen werden in die Definition des Begriffs Verbrennungskammer eingeschlossen
und können von der Erfindung profitieren.
Jedoch wird, weil die Probleme und Vorteile der erfolgreichen Ausführung
der zuverlässigen NOx-Reduktion in Verbrennungskammern, die Ammoniak
als reduzierendes Mittel verwenden, so bedeutend sind, die Großverbrennungskammer
überall in dieser Beschreibung zum Zweck des Beispiels verwendet. Stationäre
und mobile Verbrennungskammern aller Arten werden jedoch erwogen. Jedoch ist die
vorliegende Erfindung nicht auf Verbrennungskammerabgase beschränkt. Vielmehr
kann jedes heiße Abgas, das vom Leiten durch einen SCR-Reaktor zur NOx-Reduktion
profitieren kann, von dieser Erfindung profitieren.
1 ist eine schematische Darstellung einer Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Nebenstrom vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer
abgetrennt wird, und Harnstoff in diesen bei einer Temperatur eingespritzt wird,
die ausreicht, um den Harnstoff vollständig zu einer aktiven Gasspezies abzubauen
oder anders dazu zu vergasen. Eine Großverbrennungskammer 20 verbrennt
Kraftstoff mit der sich daraus ergebenden Erzeugung von Stickoxiden (NOx),
die mindestens teilweise entfernt werden müssen. Die Verbrennungsgase werden
verwendet, um Wasser in einer Wärmeaustauscheranordnung 22 zu erwärmen,
bevor die Verbrennungsgase durch den Durchgang 23 und die Vorrichtung stromabwärts
in die Atmosphäre abgelassen werden. Eine Mischvorrichtung 24 befindet
sich gegebenenfalls im Anschluss an das Zugeben des Harnstoffreagens zu einem Nebenstrom
und dem Vereinigen des Nebenstroms mit einem Hauptverbrennungsgasstrom, wie erklärt
wird. Der Begriff „Nebenstrom" wird hier verwendet, um sich auf einen Strom
von verhältnismäßig kleinem Volumen bezogen auf das Gesamtvolumen
der durch vergasten Harnstoff und NOx-Reduktionskatalysatoren,
26, 26' und 26'', zu behandelnden Verbrennungsgase zu
beziehen. Der Nebenstrom kann durch Abspalten eines Nebenstromteils 28
des vollständigen Stroms von Verbrennungsgasen in Durchgang 23 erhalten
werden, wobei der Hauptstrom 29 von Verbrennungsgasen verbleibt. Die Trennung
in verschiedenen Ausführungsformen wird vor oder nach der Behandlung durchgeführt.
Außerdem kann der Nebenstrom durch Einziehen eines Luftstroms aus Quellen außerhalb
der Verbrennungskammer erzeugt werden.
Die Katalysatoren 26, 26' und 26'' werden
in einer Anordnung verwendet, die einen Reaktor bilden, und sind SCR-Katalysatoren,
wie auf dem Fachgebiet zum Reduzieren von NOx unter Verwendung von Ammoniak
oder Harnstoff in verschiedenen hydrolysierten, vergasten, pyrolysierten und ähnlichen
Formen bekannt. Unter den geeigneten SCR-Katalysatoren sind solche, die in der Lage
sind, die Abgasstickoxidkonzentration in Gegenwart von Ammoniak zu reduzieren. Diese
schließen zum Beispiel Aktivkohle, Holzkohle oder Koks, Zeolithe, Vanadiumoxid,
Wolframoxid, Titanoxid, Eisenoxid, Kupferoxid, Manganoxid, Chromoxid, Edelmetalle,
wie Metalle der Platingruppe, wie Platin, Palladium, Rhodium und Iridium, oder Gemische
von diesen ein. Andere SCR-Katalysatormaterialien, die auf dem Fachgebiet üblich
und dem Fachmann vertraut sind, können auch verwendet werden. Diese SCR-Katalysatormaterialien
sind typischerweise an einem Träger, wie einem Metall, einer Keramik, einem
Zeolith oder homogenen Monolith, angebracht, obwohl auch andere auf dem Fachgebiet
bekannte Träger verwendet werden können.
Unter den nützlichen SCR-Katalysatoren befinden sich solche,
die nachstehend beschriebene Verfahren nach dem Stand der Technik darstellen. Selektive
katalytische Reduktionsverfahren zum Reduzieren von NOx sind bekannt
und verwenden eine Vielzahl von katalytischen Mitteln. Zum Beispiel diskutieren
in der Europäischen Patentanmeldung WO 210,392
Eichholtz und Weiler das katalytische Entfernen von Stickoxiden unter Verwendung
von Aktivkohle oder Aktivkoks unter Zugabe von Ammoniak als Katalysator. Kato et
al. in US-Patent Nr. 4,138,469 und Henke
in US-Patent Nr. 4,393,031 offenbaren die
katalytische Reduktion von NOx unter Verwendung von Metallen der Platingruppe
und/oder anderer Metalle, wie Titan, Kupfer, Molybdän, Vanadium, Wolfram, oder
Oxiden davon unter Zugabe von Ammoniak, um die gewünschte katalytische Reduktion
zu erreichen. Siehe auch EP 487 886, welches
einen V2O5/WO3/TiO2-Katalysator mit
einem Arbeitsbereich von 220° bis 280°C beschreibt. Andere Katalysatoren
auf Platinbasis können noch niedrigere Betriebstemperaturen aufweisen, z.B.
bis zu 180°C.
Ein anderes katalytisches Reduktionsverfahren wird vom Kanadischen
Patent 1,100,292 von Knight offenbart, welches die Verwendung eines Metalls
der Platingruppenmetall-, Gold- und/oder Silberkatalysators, der auf einem feuerfesten
Oxid abgeschieden ist, betrifft. Mori et al. in US-Patent
Nr. 4,107,272 diskutieren die katalytische Reduktion von NOx
unter Verwendung von Oxyschwefel-, Sulfat- oder Sulfitverbindungen des Vanadiums,
Chroms, Mangans, Eisens, Kupfers und Nickels unter Zugabe von Ammoniakgas.
In einem mehrphasigen katalytischen System offenbart Ginger in
US-Patent Nr. 4,268,488 das Einwirken eines
ersten Katalysators, der eine Kupferverbindung, wie Kupfersulfat umfasst, und eines
zweiten Katalysators, der Metallkombinationen, wie Sulfate von Vanadium und Eisen
oder Wolfram und Eisen, umfasst, auf einem Träger in Gegenwart von Ammoniak
auf ein Stickoxide enthaltendes Abgas.
Das Abgas, das das Reaktantengas enthält, wird
am meisten bevorzugt über den SCR-Katalysator geleitet, während die Verbrennungsgase,
die den vergasten Harnstoff oder ein anderes Reagens einschließen, eine Temperatur
von mindestens etwa 100°C und typischerweise zwischen etwa 180° und etwa
650°C, vorzugsweise oberhalb von mindestens etwa 250°C aufweisen. Auf
diese Art und Weise erleichtern die aktiven Spezies, die wegen der Vergasung der
Reagenslösung im Abgas vorliegen, die katalytische Reduktion von Stickoxiden
höchstwirksam, und die Kondensation des Wassers wird reguliert. Das Abgas enthält
typischerweise einen Überschuss an Sauerstoff, z.B. bis zu etwa 15% von dem,
was erforderlich ist, um den kohlenstoffhaltigen Kraftstoff vollständig zu
oxidieren. Die Verwendung der vorliegenden Erfindung mit einem der vorstehenden
SCR-Katalysatoren (deren Offenbarung durch Bezugnahme spezifisch aufgenommen sind)
verringert oder beseitigt das Erfordernis für den Transport, die Lagerung und
Handhabung großer Mengen von Ammoniak oder Ammoniumwasser.
In 1 wird der Gesamthauptstrom der Verbrennungsgase
in Rohr 23 aufgespalten, um einen Nebenstrom 28 und einen Hauptstrom
29 mit einem größeren Volumen als der Nebenstrom bereitzustellen.
Harnstoff, welcher bei Temperaturen oberhalb von 140°C abgebaut wird, wird
aus dem Speicher 30 über Düse 32 mit geeigneten Ventilen
34 und Reglern (nicht gezeigt) in einen Abgasstrom 28 eingespritzt,
der nach einem Primärüberhitzer oder einem Economiser (allgemein gezeigt
als Wärmeaustauscher 22) abgespalten wurde. Um das Ziel der Vergasung
für einen Harnstoff oder ein Harnstoff-verwandtes NOx-reduzierendes
Mittel zu erreichen, werden typischerweise Temperaturen oberhalb von etwa 300°C
zur Vergasung verwendet.
Die Harnstofflösung wird wünschenswerterweise bei einer
Konzentration gehalten, die zur Lagerung und Handhabung ohne Ausfällung oder
anderen Problem geeignet ist. Konzentrationen von etwa 5 bis 70% können mit
einigem Ausmaß an praktischer Anwendbarkeit verwendet werden, aber Konzentrationen
von etwa 15 bis etwa 50% sind typischer. Es ist ein Vorteil der Erfindung, dass
die Menge an Wasser in der Harnstofflösung alleine oder mit Dampf variiert
werden kann, der zugefügt wird, um die Temperatur der Gase im Nebenstrom geeigneterweise
zu regulieren.
Die Temperatur der Gase, die durch Vergasen der Reagenzien in dieser
Gruppe erzeugt wurden, sollte auf einem Wert gehalten werden, der ihre Kondensation
verhindert. Typischerweise sollte die Temperatur bei einer Temperatur von mindestens
etwa 150°C und vorzugsweise bei mindestens 200°C gehalten werden. Ein
bevorzugter Temperaturbereich zur Vergasung und zur Übertragung der Gase, die
durch die angegebene Gruppe von Reagenzien erzeugt wurden, beträgt etwa 300°
bis etwa 650°C. Idealerweise würde der Nebenstrom 28 den Harnstoff
in aktive Spezies ohne die Notwendigkeit weiteren Erwärmens abbauen. Dieser
Nebenstrom (z.B. von 0,1 bis 25% des Abgases), typischerweise weniger als 10% und
normalerweise weniger als 3%, z.B. von 0,1 bis 2% des Volumens der gesamten Verbrennungsgase
(Abgas), stellt die erforderliche Enthalpie zum vollständigen Abbau des Harnstoffs
und ausreichendes Momentum bereit, um den Nebenstrom 28 mit dem Hauptstrom
29 zu mischen, während der Hauptstrom 29 für weiteren
Wärmeaustausch verwendet werden kann.
Der Behälter, der den Nebenstrom 28 trägt, stellt
die erforderliche Zeit und die Gasgeschwindigkeit zum Harnstoffabbau bereit. Nach
Einspritzung wird typischerweise eine Verweilzeit von 1 bis 10 Sekunden bereitgestellt,
um den Harnstoff vollständig abzubauen und die Umsetzung zwischen HNCO und
Wasserdampf zu fördern, um Ammoniak zu erzeugen. Die Nebenstromgasgeschwindigkeit
von 1 bis 20 Fuß pro Sekunde wird überall im Behälter aufrechterhalten,
um die Behälterabmessungen zu optimieren, die ideale Strömung zu erreichen,
die Harnstofftröpfchendispersion, -verdampfung und -abbau in den Nebenstrom
zu erhöhen und das Auftreffen der Tröpfchen auf die Behälterwände
zu minimieren. Innenkanäle und Mehrfachwände können bevorzugt sein,
um die optimale Gasgeschwindigkeit zu erreichen und den Wärmeverlust an die
Außenumgebung zu minimieren. Die optimale Behältergestaltung kann durch
Verwendung unter anderen von gut etablierten Gestaltungswerkzeugen, wie einem rechnergestützten
Fluiddynamikmodell, abgeleitet werden.
Die Harnstoffeinspritzdüse 32 führt gut definierte
Tröpfchen ein. Sowohl ein luftunterstützter Zerstäuber als auch ein
mechanischer Zerstäuber kann verwendet werden. Tröpfchengrößen
von weniger als 500 &mgr;m, aber typischerweise von weniger als 100 und vorzugsweise
unter 50 &mgr;m sind wünschenswert, um Harnstofftröpfchen schnell zu
verdampfen und abzubauen. Auch in Anbetracht der Behältergröße können
kleine und langsame Tröpfchen, die z.B. von Ultraschalldüsen erzeugt werden,
wünschenswerter sein als große und schnelle Tröpfchen. Wenn gewünscht,
kann Dampf eingebracht werden, wenn erforderlich oder gewünscht. (Siehe
7–9, in dieser
Hinsicht.) Dieser Nebenstrom 28 kann dann auf ein Einspritzgitter
37 (oder eine andere geeignete Einbringungsvorrichtung oder -gerät,
wie ein herkömmliches Ammoniakeinspritzgitter) vor dem SCR-Reaktor, der Katalysatoren,
z.B. 26, 26' und 26'', enthält, gerichtet sein.
In dieser Ausführungsform wird ein Hochtemperaturgebläse 36 verwendet,
um einen geeigneten Einspritzdruck, z.B. etwa 0,069 bar (1 psig) oder weniger, für
das Ammoniakeinspritzgitter 37 bereitzustellen, und dies stellt zusätzlich
das Mischen bereit. In einer anderen Ausführungsform kann
sich ein Hochtemperaturgebläse 36 stromaufwärts der Harnstoffdüse
32 anstelle der dargestellten Position befinden.
Ein herkömmliches Ammoniakeinspritzgitter 37 mit dicht
angeordneten Düsen erfordert mindestens 0,1% des gesamten Verbrennungskammerabgases
als Nebenstrom. Ein statischer Mischer 24 kann verwendet werden, wenn gewünscht.
In einer anderen Ausführungsform kann das Einspritzgitter 37 weniger
und spärlich angeordnete Düsen oder Öffnungen umfassen, wobei sich
ein statischer Mischer 24 stromabwärts befindet, um eine einheitliche
Verteilung zu erhalten. Diese andere Ausführungsform kann die Kosten und Wartung
verringern, die mit dem Einspritzgitter verbunden sind. Das Mischen mit dem Abgas
wird wegen einer Größenordnung höheren Masse des Nebenstroms, z.B.
1 bis 2% des Abgases, verglichen mit dem, der durch ein Ammoniakeinspritzgitter
(AIG) in einem herkömmlichen Ammoniak-SCR-Verfahren eingespritzt wird, erleichtert.
Folglich stellt die gegenwärtige Ausführungsform die Flexibilität
der Art des Einspritzgitters bereit, das von den Anwendungsbedingungen abhängig
ist.
Es ist ein Vorteil dieser und anderer Ausführungsformen der Erfindung,
dass, weil verhältnismäßig große Volumina der Nebenstromgase
mit der Harnstofflösung vor dem Einbringen der Gase in den SCR-Katalysator
gemischt werden, ein offenes Mischverfahren nicht essentiell ist. Es ist in vielen
Fällen, besonders wo es ein hohes Maß an Fluktuation der Gasvolumina gibt,
vorteilhaft, eine Vorrichtung zum Mischen der Gase bei einem oder mehreren Schritten
bereitzustellen. Unter den geeigneten Mischvorrichtungen sind statische Mischer,
Zyklone, Gebläse und andere Verfahrensausrüstung, die darauf ausgelegt
sind oder durch ihre Wirkung die Gase mischt.
Es ist ein anderer Vorteil dieser Ausführungsform der Erfindung,
dass durch Verwenden des Nebenstroms, der Verbrennungsgase vor dem vollständigen
Wärmeaustausch umfasst, die Enthalpie der Gase zur Vergasung durch direkten
Wärmeaustausch mit der wässrigen Harnstofflösung verwendet wird.
Überraschenderweise zeigen Berechnungen, dass direkter Wärmeaustausch
auf diese Art und Weise unter Verwendung von zusätzliche Wärme nur wie
sie unter Niedriglastbedingungen benötigt wird – wenn die Notwendigkeit
zur NOx Reduktion auch niedrig ist – viel wirksamer ist als das
Verwenden von zusätzlicher Wärme in einem kalten Strom, um Harnstoff zu
vergasen. Vorteilhafterweise kann auch die Zugabe von zusätzlicher Wärme
zum Nebenstrom ein wirksames Mittel zum Regulieren der Temperatur im Nebenstrom
für gleichbleibenden Harnstoffabbau und SCR-Katalysator und Beibehalten beider
Temperaturen innerhalb seines wirksamen Temperaturbereichs sein.
2 veranschaulicht eine Ausführungsform, die der
von 1 ähnlich ist, aber stellt eine Erwärmungsvorrichtung
38 bereit, um eine ausreichende Zunahme der Temperatur des Nebenstroms
28 zu ermöglichen, um die Zerlegung des Harnstoffs sicherzustellen,
wenn nötig. Dieses ist besonders nützlich, wenn der Ausstoß für
einen Boiler niedrig ist. Es ist ein Vorteil dieser Anordnung, dass, wenn Wärme
erforderlich ist, die erforderliche Menge viel kleiner ist, als benötigt werden
würde, um entweder das gesamte Abgas oder einfach den Harnstoff zu erwärmen.
Ein Hochtemperaturgebläse 36, das sich stromaufwärts der Harnstoffdüse
32 befindet, kann sich stromabwärts der Erwärmungsvorrichtung
38 anstelle der dargestellten Position befinden. Eine Erwärmungsvorrichtung
38, die als Brenner gezeigt ist, kann durch eine Dampfwendelheizung, Wärmeaustauscher
oder eine andere Vorrichtung ersetzt werden, um Wärme auf den Nebenstrom
28 zu übertragen.
3 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei der Nebenstrom 28 vom Hauptabgasstrom aus einer Verbrennungskammer
abgetrennt und vor dem Einspritzen des Harnstoffs in diesen erwärmt wird. Die
beiden Ströme (23 und 28) werden kombiniert und durch einen
Zyklon 40 geleitet, um Teilchentrennung und vollständiges Mischen
zu bewirken. Ein Hochtemperaturgebläse 36, das sich stromabwärts
der Harnstoffdüse 32 befindet, kann sich stromaufwärts der Erwärmungsvorrichtung
38 befinden. Eine Erwärmungsvorrichtung 38 kann durch eine
Dampfwendelheizung, einen Wärmeaustauscher oder eine andere Vorrichtung ersetzt
werden, um Wärme auf den Nebenstrom 28 zu übertragen.
4 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Nebenstrom 28 vom Hauptabgasstrom 23
aus einer Verbrennungskammer 20 abgetrennt wird und vor dem Erwärmen,
wenn nötig, durch Erwärmungsvorrichtung 38 und Einspritzen des
Harnstoffs in diesen durch einen Injektor 32 durch einen Zyklon
40 (oder eine andere Teilchentrennungsvorrichtung oder -gerät) geleitet
wird. Ein Hochtemperaturgebläse 36, das sich stromabwärts der
Harnstoffdüse 32 befindet, kann sich stromaufwärts der Erwärmungsvorrichtung
38 oder eines Zyklonseparators 40 befinden. Eine Erwärmungsvorrichtung
38 kann durch eine Dampfwendelheizung, einen Wärmeaustauscher oder
eine andere Vorrichtung ersetzt werden, um Wärme auf den Nebenstrom
28 zu übertragen.
5 ist eine schematische Darstellung einer Ausführungsform
der Erfindung, die der von 4 ähnlich ist, wobei
der Nebenstrom 28 vom Hauptabgasstrom 23 aus einer Verbrennungskammer
22 abgetrennt wird, erwärmt wird, und Harnstoff direkt vor dem oder
in dem Zyklon 40 (oder einer anderen Teilchentrennungsvorrichtung oder
-gerät) in diesen eingespritzt wird. Der erhaltene behandelte Strom wird über
das Gebläse 36 durch ein Einspritzgitter 37 (oder eine andere
geeignete Einbringungsvorrichtung oder -gerät) vor dem SCR-Reaktor geleitet.
Auch ein fakultativer statischer Mischer 39 ist veranschaulicht. Ein Hochtemperaturgebläse
36, das sich stromabwärts des Zyklons 40 befindet, kann sich
stromaufwärts der Erwärmungsvorrichtung 38 befinden. Eine Erwärmungsvorrichtung
38 kann durch eine Dampfwendelheizung, einen Wärmeaustauscher oder
eine andere Vorrichtung ersetzt werden, um Wärme auf den Nebenstrom
28 zu übertragen.
6 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, wobei ein Luftstrom in Rohr 128 gedrückt und erwärmt
wird, und Harnstoff in diesen durch einen Injektor 32 eingespritzt wird.
Der erhaltene Strom wird dann durch einen Mischer und ein Einspritzgitter geleitet,
wenn er mit dem Abgasstrom aus einer Verbrennungskammer kombiniert und durch einen
SCR-Reaktor geleitet wird. Diese Ausführungsform zeigt den Wärmeaustauscher
45 und Brenner 38, aber einer oder beide können verwendet
werden, wenn nötig. Ein anderes Mittel zum Übertragen von Wärme auf
den Nebenstrom 28 kann den Wärmeaustauscher 45 oder einen
Brenner 38 ersetzen.
Diese Ausführungsform ist in Situationen nützlich, wenn
die Konfiguration von Verbrennungskammer 20 keinen leichten Aufbau eines
Nebenstroms von Verbrennungsgasen ermöglicht und deshalb zusätzliche Wärme
erfordert. Diese zusätzliche Wärme kann durch Verwendung der vorgewärmten
Verbrennungsluft, die in Gebrauchsboilern allgemein erhältlich ist, vermindert
werden.
7 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, die 6 ähnlich ist, wobei durch
die Vorrichtung 50 Dampf als die Wärmequelle verwendet wird.
8 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, die 7 ähnlich ist, wobei sich die
Dampfquelle 50 im Anschluss an die Einbringung des Harnstoffs befindet.
9 ist eine schematische Darstellung einer anderen Ausführungsform
der Erfindung, die 6 ähnlich ist, wobei ein Nebenstrom
228 aus den Verbrennungsgasen im Anschluss an die Behandlung im SCR-Katalysatorreaktor
erzeugt wird. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass die Gase einen beachtlichen
Heizwert aufweisen, insbesondere wenn sie vor ihrer Verwendung zum Vorwärmen
der Verbrennungsluft abgezogen werden.
10 ist eine schematische Darstellung einer anderen
Ausführungsform der Erfindung, die 9 ähnlich
ist, wobei ein Nebenstrom 328 aus den Verbrennungsgasen im Anschluss an
die Behandlung im SCR-Katalysatorreaktor und einer stromabwärts gelegenen Partikelsammelvorrichtung
60, wie einem Elektrofilter, Beutelfilter oder Zyklonseparator, erzeugt
wird. Während die Gase einen geringeren Heizwert aufweisen als die vorherige
Darstellung, bietet dieses Schema einen Vorteil, im Wesentlichen partikelfrei zu
sein, wenn es auf fest oder flüssig befeuerte Verbrennungskammern angewendet
wird. Geringe Partikel minimieren die Wartungserfordernisse.
In 11 wird eine Modifikation der Harnstoffeinspritzung
von 6 dargestellt. Anstelle der wässrigen Harnstoffeinspritzung
wird ein fein gemahlener, pulverisierter oder mikronisierter fester Harnstoff unter
Verwendung pneumatischer Trägerluft durch Leitung 31 und Düse
232 aus Leitung 234 eingespritzt. Diese feste Harnstoffeinspritzung
kann zu allen vorherigen Darstellungen angepasst werden. Ohne Wasser hat fester
Harnstoff den Vorteil geringerer Erwärmungserfordernisse.
Die vorstehende Beschreibung soll dem Fachmann ermöglichen, die
Erfindung auszuüben. Sie soll nicht alle möglichen Abwandlungen und Veränderungen
ausführlich beschreiben, die dem Fachmann beim Lesen der Beschreibung ersichtlich
werden. Es wird jedoch beabsichtigt dass alle derartigen Abwandlungen und Veränderungen
innerhalb des Schutzbereichs der Erfindung eingeschlossen sind, die in der vorstehenden
Beschreibung gesehen werden und durch die folgenden Patentansprüche definiert
sind.