Gebiet der Erfindung
Diese Erfindung betrifft ein poröses Keramiklaminat und die Herstellung
desselben. Genauer gesagt betrifft die vorliegende Erfindung ein poröses Keramiklaminat,
das für Filter geeignet ist, speziell für Filter zum Trennen und Raffinieren
von einem oder mehreren von verschiedenen Gasen und Dämpfen in sehr effektiver
Weise, wie Mikrofiltrationsfilter, Ultrafiltrationsfilter, Gastrennfilter und dergleichen.
Hintergrund der Erfindung
In den Bereichen der Nahrungsmittel, Medizinprodukte, Biotechnologien
und dergleichen werden poröse Materialien verwendet, beispielsweise in der
Stufe des Trennens, Filtrierens oder Kondensierens verschiedener Gase, Dämpfe
und organischer Lösungsmittel. In neuerer Zeit wurden Umweltproblematiken im
globalen Maßstab mit größerer Sensibilität wahrgenommen, und
poröse Materialien werden auch als Reinigungsvorrichtungen verschiedener, die
Umwelt verschmutzender Gase verwendet.
Bei der Trennung verschiedener Gase und Dämpfe wird Membrantrennung
zum Trennen und Raffinieren kondensierter Spezialgaskomponenten aus Mehrkomponentengasmischungen
untersucht. Ein in einem Membrantrennverfahren aufgebrachter organischer Polymerfilm
ist für die Verwendung unter Hochtemperaturbedingungen ungeeignet, weil die
Wärmebeständigkeit niedrig ist. Der organische Polymerfilm wird außerdem
durch das verwendete Fluid leicht angegriffen, daher werden Probleme der verkürzten
Lebensdauer und verringerten Effizienz hervorgerufen. Im Unterschied dazu hat eine
in einem Membrantrennverfahren verwendete anorganische Membran eine hervorragende
Dauerhaftigkeit, Wärmebeständigkeit und Temperaturschockbeständigkeit.
Die Hoffnung liegt daher darin, dass diese unter den Bedingungen, unter denen sich
die organische Polymermembran nicht verwenden lässt, in Gebrauch genommen werden
kann, und ihre Entwicklung hat nun begonnen.
Bei der Verwendung verschiedener Arten von Zeolith-, Sol-Gel-, CVD-
oder anderen Filmen mit unzähligen winzigen Poren für Gastrennung ist
eine gewisse mechanische und thermische Festigkeit erforderlich, die Effizienz verringert
sich jedoch, wenn die Dicke zunimmt. Wie bei einem porösen Keramikfilter sind
jedoch asymmetrische Filmstruktur und Techniken zur Verarbeitung eines funktionalen
Films zu einem dünnen und defektfreien Film erforderlich, ohne seine Funktion
zu verschlechtern, um die Verschlechterung der Penetrationseffizienz zu begrenzen
und dem dünnen Membranabschnitt Festigkeit zu verleihen. Es gibt zudem viele
Probleme, die in einem Verfahren zur Herstellung eines Films mit einer praktisch
verwendbaren Struktur zu lösen sind, in Bezug auf Druckbeständigkeit,
Zuverlässigkeit und Siegelung zum Gebrauch unter aggressiven Bedingungen, beispielsweise
bei hohen Temperaturen.
Es wurden verschiedene Studien in Bezug auf poröse Keramikmaterialien
oder in Bezug auf Verfahren zur Bildung einer Keramikmembran auf einem Substrat
durchgeführt, und verschiedene poröse Keramikfilter wurden vorgeschlagen,
die für die obige Verwendung geeignet sind. JP-A-7-109116/1995
(der Begriff "JP-A" bedeutet hier "ungeprüfte veröffentlichte japanische
Patentanmeldung") offenbart beispielsweise ein Verfahren zur Verarbeitung eines
feinen kristallinen Zeolithfilms im Inneren der Poren und auf der Oberfläche
eines Aluminiumoxidsubstrats unter Verwendung von hydrothermaler Synthese;
JP-A-4-104973/1992 offenbart ein Verfahren
zur Herstellung von porösen Keramikmaterialien unter Verwendung von anorganischen
Partikeln mit einem festgelegten Durchmesserbereich und einem Bindemittel;
JPA-2-175657 und JPA-2-175658/1990
offenbaren ein Verfahren zur Herstellung einer Keramikzusammensetzung, bei dem in
einer Stufe Siliciumnitridpulver und Polysilazan gesintert werden; und
JP-A-8-059364/1996 offenbart ein Verfahren
zur Herstellung poröser Keramikmaterialien mit einer gleichförmigen Porengrößenverteilung
durch die Verwendung von Keramikpulver und Keramikvorläufer.
Zusammenfassung der Offenbarung
Die in den obigen Veröffentlichungen offenbarten konventionellen
Verfahren haben die folgenden Nachteile. Im Falle der Verwendung von Aggregaten
wie in JP-A-104973 offenbart hängen
die Porengrößen der erhaltenen Keramiken von Aggregatpartikeldurchmessern
ab. Die Bildung von Aggregaten mit Partikeldurchmessern, die etwa 3 Mal größer
als die Porengröße ist, ist zur Herstellung poröser Materialien erforderlich.
Es ist in Bezug auf Mikroporen jedoch sehr schwierig, homogen gebildete Produkte
unter Verwendung feiner Aggregatpartikel herzustellen, und es ist weiterhin schwierig,
Dünnfilme durch Verwendung von Keramiken mit Mikroporen zu bilden.
In dem in JPA-2-175657 offenbarten
Verfahren zur Herstellung einer Keramikzusammensetzung werden Sinterhilfsmittel
für Siliciumnitrid, wie Aluminiumoxid und Yttriumoxid, zusammen verwendet.
Erhaltene Keramikzusammensetzungen sind dichte und kompakte Materialien, und das
Verfahren dient nicht der Herstellung einer porösen Keramik.
Gemäß den in JPA-2-175658
offenbarten Herstellungsbedingungen werden Keramikzusammensetzungen mit hoher Festigkeit
erhalten, indem gebildetes Material, das Siliciumcarbidpulver und Keramikvorläufer
(Keramikvorläufer, der sich durch Wärme in Siliciumnitrid oder Siliciumcarbid
umwandeln lässt) enthält, calciniert wird. Das in dieser Druckschrift
offenbarte "Beispiel" zeigt jedoch, dass diese Zusammensetzungen poröses Material
mit raumerfüllenden Poren oder kompaktes Material mit niedriger Porosität
sind. Es ist daher schwierig, ein Substrat mit einer porösen Keramikmembran
zu erhalten, die auf dieses aufgebracht worden ist und durch das Poren gefertigt
sind, die für Filter erforderlich sind, selbst wenn diese Verfahren verwendet
werden.
Gemäß den in JP-A-8-059364
offenbarten Herstellungsbedingungen können poröse Keramikmaterialien,
deren Poren fein sind und eine gleichförmige Porengrößenverteilung
aufweisen, verglichen mit jenen, die nach den oben beschriebenen, konventionellen
Verfahren hergestellt worden sind, durch die folgenden Schritte erhalten werden:
Formen durch Verwendung von Keramikpulver zusammen mit Keramikvorläufern und
anschließendes Calcinieren auf Endcalcinierungstemperaturen im Bereich von
1350 bis 1600°C. Keramikvorläufer gehen jedoch zusammen mit Keramikpulver
bei vergleichsweise hohen Temperaturen eine letzte Calcinierung ein, so dass Größen
von Poren erhalten werden, die nicht im Bereich von Mikroporen liegen, durch die
Gastrennung erfolgen kann. Es gibt zudem in dieser Veröffentlichung eine Beschreibung,
die die Tatsachen nennt, dass kaum Poren gefunden und poröse Materialien nicht
erhalten werden konnten, nicht einmal dann, wenn die Produktion unter Einstellung
der Endcalcinierungstemperatur auf 800°C erfolgte (siehe Seite 5, Absatz [0026]).
JP-A-7-109116 offenbart ein Verfahren zur
Bildung eines dichten kristallinen Zeolithfilms im Inneren der Poren und auf der
Oberfläche eines Aluminiumoxidsubstrats, wobei hydrothermale Synthese verwendet
wird. Gemäß konventionellen Techniken einschließlich der oben offenbarten
Verfahren ist Material eines Substratanteils jedoch in fast ihrer gesamten Laminierung
von demjenigen eines Membrananteils verschieden, so dass die Zuverlässigkeit
in Bezug auf Wärmebeständigkeit und Temperaturschockbeständigkeit,
die wichtige Faktoren für die Verwendung bei hohen Temperaturen sind, gering
ist. Um einer Keramikmembran, die zur Verwendung als Trennfilm bei hohen Temperaturen
geeignet ist, ideale Eigenschaften zu verleihen, ist es wichtig, bei der Betrachtung
von Materialien zur Herstellung von Substraten und Trennmembranen (die auch eine
Interschicht enthalten) zusätzlich zu anschließender Versiegelung und
Modulation praktisch aufbringbare poröse Keramikmembranen und Substrate zu
entwickeln
Bei asymmetrischen Membranen, die durch die Stufe des Bildens einer
Trennmembran auf der Oberfläche eines Substrats hergestellt worden sind, wird
die Trennmembran in den vergleichsweise großen Poren des Substrats gebildet,
wenn die Größen von in dem porösen Substratanteil enthaltenen Kristallkörner
groß sind. Die vollständige Entfernung von Defekten, die aus der Vergrößerung
der Fläche des Films resultieren, indem lediglich eine Membran in den Poren
der Substrate gebildet wird, ist schwierig, so dass es notwendig ist, die Filmdicke
des Trennmembrananteils in gewissem Maße zu verdicken, um Defektfreiheit zu
erreichen und Festigkeit zu verleihen. Hierdurch verringert sich jedoch die Permeabilität.
Bei Sol-Gel-Filmen, bei denen die Größen der in dem porösen Substratanteil
enthaltenen Kristallkörner groß sind, erfolgt die Penetration der Sole
in das Substrat so leicht, dass Gelierung und Filmbildung schwierig werden, was
zu solchen Problemen führt, dass die vollständige Entfernung von Defekten,
die aus der Vergrößerung der Fläche des Films resultiert, weiter
erschwert wird.
GB-A-2 277 885 offenbart ein poröses
Keramiklaminat, das eine poröse Keramiktrennmembran und ein poröses Keramiksubstrat
umfasst, das die Trennmembran hält. Die Trennmembran hat Porengrößen
von 0,1 bis 10 &mgr;m zur Mikrofiltration.
EP-A-0 838 257 offenbart ein Verfahren zum
Aufbringen von Polymerfilmen als Beschichtung. Das Beschichtungsmaterial ist ein
Polymermaterial, das auf die innere Oberfläche der Substratkanäle als
Film aufgebracht wird.
Die deutsche Anmeldung 19857591
offenbart die Verwendung von Silikatglaspulver, das als Bindemittel wirkt, in Kombination
mit SiC-Pulver.
EP-A-0 515 396 offenbart die Trennung von
Gasen und Flüssigkeit mit organischen Polymembranen mit Poren mit Durchmessern
kleiner als 1 nm.
Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein poröses
Keramiklaminat zu liefern, das eine Lösung für mindestens eines der obigen
Probleme liefert, die im Stand der Technik ungelöst blieben. Eine weitere Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist die Bereitstellung eines Verfahrens zur Herstellung
eines porösen Keramiklaminats, das eine Lösung für mindestens eines
der obigen Probleme des Standes der Technik bietet.
Gemäß einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein poröses Keramiklaminat bereitgestellt, das einen porösen Keramiktrennfilm
und ein poröses Keramiksubstrat umfasst, das die Trennmembran hält, wobei
jedes von der Trennmembran und dem Substrat Nicht-Oxid-Keramiken als Hauptkomponente
enthält und die Trennmembran Nanoporen aufweist, die im Wesentlichen ausreichend
groß sind, um Knudsen-Trennung zu realisieren, wobei die Poren eine Größe
zwischen 2 und 10 nm in einer Menge von 70 der gesamten Poren haben.
Das Substrat kann die Trennmembran durch die Zwischenschicht von mindestens
einer porösen Keramikinterschicht halten. Die Hauptkomponente von sowohl der
Trennmembran als auch dem Substrat kann die gleiche sein. Bei der Herstellung der
Interschicht kann die Hauptkomponente der Interschicht die gleiche wie diejenige
des Substrats sein. In diesen Fällen können Strukturen mit hervorragender
Temperaturschockbeständigkeit hergestellt werden. Die Trennmembran und ein
Oxid oder eine amorphe Schicht, die nahe der obersten Oberfläche des Laminats
vorliegen, können prinzipiell Nanoporen mit ausreichend kleinen Größen
haben, um Knudsen-Trennung zu realisieren. Das erfindungsgemäße poröse
Keramiklaminat kann als Teil oder Ganzes eines porösen Keramikfilters verwendet
werden.
Gemäß einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein Verfahren zur Herstellung eines porösen Keramiklaminats bereitgestellt,
das eine poröse Keramiktrennmembran produzierende Stufe umfasst, bei der ein
poröses Keramiksubstrat bereitgestellt wird, das eine gebildete Schicht trägt,
die einen Keramikvorläufer enthält, der durch Brennen Nicht-Oxid-Keramiken
produziert, wobei das Substrat Nicht-Oxid-Keramiken als Hauptkomponente enthält,
und das resultierende Substrat calciniert wird, wobei die Calcinierung in der den
Trennfilm produzierenden Stufe bei Temperaturen von 1200°C oder weniger durchgeführt
wird, die eine poröse Keramikmembran mit Mikroporen bilden, die im Wesentlichen
ausreichend kleine Größen haben, um Knudsen-Trennung zu realisieren.
In dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die gebildete Schicht
durch die Zwischenschicht aus mindestens einer porösen Keramikinterschicht
auf dem Substrat gehalten werden. Ein Keramikvorläufer, der die Hauptkomponente
des Substrats durch Brennen (oder Calcinierung) produzieren kann, wird als Vorläufer
verwendet. Wenn auf dem Substrat die Interschicht gebildet worden ist, kann die
Hauptkomponente der Interschicht die gleiche wie diejenige des Substrats sein. In
diesen Fällen kann ein poröses Keramiklaminat hergestellt werden, dessen
thermische Stoßfestigkeit (Temperaturschockbeständigkeit) hervorragend
ist. Die gebildete Schicht kann durch Tauchen hergestellt werden. In diesem Fall
kann ein poröses Keramiklaminat mit einer defektfreien porösen Keramiktrennmembran
mit einer großen Fläche hergestellt werden. Die gebildete Schicht kann
in einer inerten Atmosphäre gebildet und getrocknet werden.
Gemäß einem dritten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird
ein poröses Keramiklaminat bereitgestellt, das eine poröse Keramiktrennmembran
und ein poröses Keramiksubstrat umfasst, das den Trennfilm hält, wobei
die Trennmembran und das Substrat jeweils Nicht-Oxid-Keramiken als Hauptkomponente
enthalten und die Trennmembran Mikroporen aufweist, die im Wesentlichen ausreichend
kleine Größen aufweisen, um Molekularsiebtrennung zu realisieren. Das
Substrat kann die Trennmembran durch eine Zwischenschicht von mindestens einer porösen
Keramikinterschicht tragen.
Die Trennmembran umfasst eine oder mehrere laminierte Schichten, vorzugsweise
3 bis mehrere laminierte Schichten. Das Laminat ist im Wesentlichen defektfrei.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist eine graphische Darstellung, die die Beziehung
zwischen Differentialdruck und Permeabilität zeigt (die Abhängigkeit der
Permeabilität vom Differentialdruck).
2 ist eine graphische Darstellung, die die Beziehung
zwischen Molekulargewicht und Permeabilität zeigt (die Abhängigkeit der
Permeabilität vom Differentialdruck).
3 zeigt SEM-mikroskopische Aufnahmen einer Ausführungsform
des Substrats, (a) Oberfläche und (b) Querschnitt.
4 zeigt SEM-mikroskopische Aufnahmen einer Ausführungsform
des Trennfilms, der 3 Mal laminiert wurde, (a) Oberfläche und (b) Querschnitt.
5 zeigt SEM-mikroskopische Aufnahmen einer Ausführungsform
des Trennfilms, der 5 Mal laminiert wurde, (a) Oberfläche und (b) Querschnitt.
6 zeigt eine SEM-mikroskopische Aufnahme einer Trennmembran,
die 7 Mal laminiert wurde, im Querschnitt, und
7 ist ein Diagramm, dass die Leistung der erfindungsgemäßen
Trennmembranen im Unterschied zu den konventionellen Membranen zeigt.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
<Poröses Keramiklaminat>
Jede der porösen Keramiktrennmembran und des porösen Keramiksubstrats
enthält Nicht-Oxidkeramiken (vorzugsweise einen oder beide von Siliciumnitrid
und Siliciumcarbid) als Hauptkomponente (vorzugsweise 60 oder mehr, insbesondere
70 oder mehr, bevorzugter 80 oder mehr und am meisten bevorzugt 90 oder mehr, bezogen
auf das Gewicht der Komponente). Das poröse Keramiksubstrat kann ferner polymeres,
metallisches oder anderes Material enthalten.
Die poröse Keramikmembran hat im Wesentlichen (mindestens 70
vorzugsweise 80 oder mehr, insbesondere 90 oder mehr, bevorzugter 95 oder mehr der
Gesamtporen) Nanoporen mit Größen, die Knudsen-Trennung realisieren können
(die Porengröße beträgt 2 bis 10 nm). Unter der Bedingung, dass die
Porengröße 10 nm oder weniger beträgt, kollidieren Gasmoleküle
vorwiegend mit den Wänden der Poren, anstatt miteinander zu kollidieren, so
dass die Trennung (Kondensation) basierend auf dem Unterschied der Gasmolekülpermeationsgeschwindigkeit
ermöglicht wird. Diese Trennung wird als "Knudsen-Trennung" bezeichnet.
In dem Bereich der porösen Membran mit Porengrößen
von nicht mehr als 10 nm gilt die Beziehung, dass der mittlere freie Weg (wechselseitiger
Kollosionsintervallabstand, der für die Kollision erforderlich ist) der Gasmoleküle
erheblich größer als die Größe der Poren (Durchmesser) ist,
die die poröse Membran hat. In diesem Fall kollidieren Gasmoleküle häufig
mit der inneren Wand der Poren, statt miteinander zu kollidieren.
Wenn zwischen der Vorderseite und der Rückseite der porösen
Membran eine Druckdifferenz gegeben ist, verlieren Gasmoleküle mit großem
Molekulargewicht (z. B. N2) durch Kollision mehr Impuls, verglichen mit
Gasmolekülen mit kleinem Molekulargewicht (z. B. H2). Infolgedessen
ist die Gasmolekülpermeationsrate (Geschwindigkeit) in den Poren der porösen
Membran H2 > N2. Der Knudsen-Bereich liegt allgemein im
Bereich von nicht mehr als 10 nm. In diesem Fall ist das Verhältnis der H2/N2-Gasmolekülpermeationsgeschwindigkeiten
theoretisch gleich der positiven Quadratwurzel der H2-Permeationsrate/N2-Permeationsrate-(Molekulargewicht
von H2/Molekulargewicht von N2). Dieser Wert entspricht einer
positiven Quadratwurzel von 28/2 und ist etwa 3,7.
Die Interschicht kann Nicht-Oxidkeramiken (vorzugsweise einen oder
beide von Siliciumnitrid und Siliciumcarbid) als Hauptkomponente (vorzugsweise 60
% oder mehr, insbesondere 70 % oder mehr, bevorzugter 80 % oder mehr und am meisten
bevorzugt 90 % oder mehr, bezogen auf das Gewicht der Komponente) enthalten.
Die poröse Keramiktrennmembran sowie das poröse Keramiksubstrat
können die gleiche Hauptkomponente haben (vorzugsweise 60 % oder mehr, insbesondere
70 % oder mehr, bevorzugter 80 % oder mehr und am meisten bevorzugt 90 % oder mehr,
bezogen auf das Gewicht der Komponente). Wenn das erfindungsgemäße poröse
Keramiklaminat ferner eine Interschicht aufweist, können die Interschicht sowie
das obige Substrat die gleiche Hauptkomponente haben (vorzugsweise 60 % oder mehr,
insbesondere 70 % oder mehr, bevorzugter 80 % oder mehr und am meisten bevorzugt
90 % oder mehr, bezogen auf das Gewicht der Komponente).
Die Dicke der porösen Keramiktrennmembran kann vorzugsweise 20
&mgr;m oder weniger, insbesondere 5 &mgr;m oder weniger, bevorzugter
3 &mgr;m oder weniger sein. Sowohl die poröse Keramiktrennmembran als auch
die poröse Keramikinterschicht können amorph oder kristallin oder eine
Mischung davon oder in irgendeinem bestimmten Zwischenzustand sein.
Das poröse Keramiksubstrat kann aus anorganischen Partikeln mit
einem mittleren Durchmesser von etwa 0,05 &mgr;m bis 50 &mgr;m und vorzugsweise
eine enge Porengrößenverteilung haben. Die Porosität des porösen
Keramiksubstrats liegt vorzugsweise im Bereich von 20 bis 80 Die Dreipunkt-Biegefestigkeit
des porösen Keramiksubstrats ist vorzugsweise 30 MPa oder mehr, insbesondere
60 MPa oder mehr und insbesondere 90 MPa. Die bevorzugte Form des porösen Keramiksubstrats
kann röhrenförmig, monolithförmig, wabenförmig, in Form von
3 oder mehr Seiten mit polygonalen flachen Platten oder stereoförmig sein.
Das erfindungsgemäße poröse Keramiklaminat zeigt hervorragende
Gaspenetrationseffizienz, Membranbildungseigenschaft und Reproduzierbarkeit, ist
zur Knudsen-Trennung von anorganischem Gas imstande, welches bei gewöhnlichen
Temperaturen permeiert, und kann verschiedene Absorptionsverhalten mittels verschiedener
Oberflächenmodifikationen in den Nachbehandlungsstufen zeigen. In dem erfindungsgemäßen
porösen Keramiklaminat können die porösen Keramiksubstrate verschiedene
Formen haben. Auf der Oberfläche oder im Inneren der Poren dieser Substrate,
oder auf der Oberfläche oder im Inneren der Poren der Interschicht kann der
poröse Keramiktrennfilm mit extrem winzigen Poren gebildet werden.
<Verfahren zur Herstellung eines porösen Keramiklaminats>
In der Stufe zur Herstellung eines erfindungsgemäßen porösen
Keramiktrennfilms wird eine gebildete Schicht, die einen Keramikvorläufer enthält,
der durch Brennen (oder Calcinierung) Nicht-Oxidkeramiken produzieren kann, durch
Calcinierung zu einer porösen Keramiktrennmembran verarbeitet. Der Keramikvorläufer,
der bei der Stufe des Bildens einer porösen Keramiktrennmembran in die gebildete
Schicht eingebracht wurde, erzeugt Nicht-Oxidkeramiken (vorzugsweise ein oder beide
von Siliciumnitrid und Siliciumcarbid) durch Calcinierung und umfasst vorzugsweise
ein oder mehrere von Polysilazanen und Polycarbosilanen.
Andererseits enthält das poröse Keramiksubstrat Nicht-Oxidkeramiken
als Hauptkomponente (vorzugsweise 60 % oder mehr, insbesondere 70 % oder mehr, bevorzugter
80 % oder mehr und am meisten bevorzugt 90 % oder mehr, bezogen auf das Gewicht
der Komponente).
In der Stufe der Herstellung einer erfindungsgemäßen porösen
Keramiktrennmembran erfolgt das Brennen (die Calcinierung) bei Temperaturen von
1200°C oder weniger, bevorzugter 1100°C oder weniger, insbesondere 1100°C
oder weniger, bevorzugter 250 bis 900°C, am meisten bevorzugt 700 bis 900°C,
die in der Lage sind, eine poröse Keramikmembran mit Mikroporen zu bilden,
die im Wesentlichen (mindestens 70 %, vorzugsweise 80 % oder mehr, insbesondere
90 % oder mehr, bevorzugter 95 % oder mehr der Gesamtporen) Größen haben,
die Knudsen-Trennung realisieren können.
In der Stufe des Herstellens einer erfindungsgemäßen porösen
Keramiktrennmembran kann eine homogene dichte poröse dünne Membran hergestellt
werden, indem eine gebildete Schicht gebildet wird, die nach Calcinierung zu einer
Trennmembran verändert wird, indem der genannte Keramikvorläufer als Rohmaterial
verwendet wird, gefolgt von Calcinierung der gebildeten Schicht bei Temperaturen,
die den Keramikvorläufer in einen amorphen und/oder kristallinen Zustand umwandeln
können.
Die poröse Keramiktrennmembran kann vorzugsweise durch die Stufe,
in der eine Rohlösung, die mindestens organischen und/oder anorganischen Keramikvorläufer
und Lösungsmittel enthält, als Beschichtung auf das poröse Keramiksubstrat
oder auf die poröse Keramikinterschicht aufgebracht wird, und die Stufe gebildet
werden, in der der genannte Keramikvorläufer vorwiegend in einer inerten Atmosphäre
beim Sintern oder Brennen (Calcinierung) thermisch zersetzt wird.
Bevorzugte Polysilazane sind jene, die nach dem Verfahren hergestellt
werden, das die Stufen der Reaktion von Dihalogensilan (R1SiHX2)
oder einer Mischung desselben oder anderen Dihalogensilans (R2R2SiHX)
mit Ammoniak zur Herstellung von Silazanoligomeren, Dehydrierung von jeglichen der
Oligomere in Gegenwart von basischem Katalysator, um das Wasserstoffatom von Stickstoffatomen
zu entfernen, die sich neben dem Siliciumatom (an dieses gebunden) befinden, und
Polymerisation durch Dehydrierung-Vernetzung einschließt. Organische oder anorganische
Polysilazane, die nach anderen Verfahren polymerisiert sind, können auch verwendet
werden. R1, R2 und R3 können hier ausgewählt
sein aus der Gruppe bestehend aus jenen von C1- bis C6-niederem
Alkyl, substituiertem Allyl, unsubstituiertem Allyl und jenen von C6-
bis C10-unsubstituiertem Aryl, Trialkylamino, Dialkylamino. R1
kann ferner ein Wasserstoffatom sein. R1, R2 und R3
können ferner verschieden oder gleich sein. X ist ein Halogenatom.
Ein Verfahren zur Herstellung eines erfindungsgemäßen porösen
Keramiklaminats kann eine Substratbildungsstufe, um ein poröses Keramiksubstrat
zu bilden, und eine Interschichtbildungsstufe aufweisen, um eine oder mehrere poröse
Keramikinterschichten auf dem porösen Keramiksubstrat zu bilden, das in der
Substratbildungsstufe vor der Stufe des Bildens einer porösen Keramiktrennmembran
hergestellt wurde. Die poröse Keramikinterschicht kann unter Verwendung des
gleichen Vorläufers, der in der Stufe zur Bildung einer porösen Keramiktrennmembran
verwendet wurde, gebildet werden.
In der Interschichtbildungsstufe wird eine Interschicht vorzugsweise
durch die folgenden Stufen gebildet: Mischen des genannten Vorläufers mit Nicht-Oxid-Keramikpulvermaterial
in einer derartigen Menge, dass der Keramikvorläufer im Verlauf der Bildung
beinahe zwischen den Korngrenzen eingefüllt werden kann; Bilden (Formen), um
gebildetes (geformtes) Material zu erhalten, und Calcinieren des so erhaltenen gebildeten
Materials bei einer Temperatur, die in dem Bereich liegt, um im Wesentlichen die
Korngröße des Nicht-Oxidkeramikpulvers zu produzieren, und die gleichzeitig
nicht unter der Kristallisierungstemperatur des Keramikvorläufers liegt.
Die Calcinierungstemperatur zur Bildung einer porösen Keramiktrennmembran
durch Calcinieren ist nicht mehr als die Calcinierungstemperatur zur Bildung eines
porösen Keramiksubstrats durch Calcinierung (vorzugsweise 1100°C oder
weniger, insbesondere 1000°C oder weniger, bevorzugter 250°C bis 900°C).
Im Fall der Bildung einer porösen Keramikinterschicht durch Calcinierung ist
andererseits die Calcinierungstemperatur nicht höher als jene, die zur Herstellung
des Substrats verwendet wurde (vorzugsweise 1800°C oder weniger, insbesondere
1600°C oder weniger, bevorzugter 1400°C oder weniger) und nicht weniger,
als zur Bildung der Trennmembran verwendet wird (vorzugsweise 250°C oder mehr,
insbesondere 700°C oder mehr).
Nachfolgend werden weitere Details des erfindungsgemäßen
porösen Keramiklaminats und der erfindungsgemäßen Herstellung derselben
erläutert.
Damit hocheffektive Verfahren durch Anwenden aktueller Verfahren zum
Trennen und Raffinieren von Gasen und Dämpfen realisiert werden können,
ist es erforderlich, die Porengrößenverteilung in einem Substrat so zu
kontrollieren, das kein großer Druckenergieverlust erzeugt wird, der aus Penetration
von Fluid resultiert. Im Fall der Bildung verschiedener dünner Trennmembranen
auf einem Substrat oder im Inneren der Poren, wobei verschiedene Membranbildungsverfahren
verwendet werden, ist die Tatsache, dass die in dem Substrat verteilten Poren klein
sind, günstig, um beispielsweise einer dünnen Zeolithmembran mit vergleichsweise
geringer Festigkeit Festigkeit zu verleihen. Dies bringt jedoch die Schwierigkeit
mit sich, dass die Schicht vollständig daran gehindert werden muss, in vergrößerten
Bereichen, in Fällen, in denen in dem Substrat zu große Mikroporen vorliegen,
infolge der in den Poren des Substrats hervorgerufenen Kristallisation Defekte zu
erzeugen.
Um Defektfreiheit zu realisieren und Festigkeit zu verleihen, muss
eine Trennmembran dick gebildet werden, dies führt jedoch zur Erzeugung von
Druckenergieverlust und Herabsetzung der Filtrationseffizienz. Im Fall der Verwendung
von Sol-Gel-Techniken wird die Gelierung oder Membranbildung schwierig, wenn in
dem Substrat zu große Poren vorliegen, weil Sol sogar in das Innere des Substrats
eindringt. Es ist daher erforderlich, die Stufe des Bildens eines Trennfilms mit
mindestens einer Interschicht zu wiederholen, um Defektfreiheit zu realisieren.
Um eine Trennmembran mit hervorragender Penetration und Temperaturschockbeständigkeit
zu erzeugen, wird erfindungsgemäß das Hauptmaterial des Substratanteils
auf dasjenige des Trennmembranmaterials eingestellt (oder mit diesem verträglich
gemacht), indem ein kontrollierter, gesinterter Siliciumnitridfilm im Inneren der
Mikroporen gebildet wird, die auf der Oberfläche des Siliciumnitrids vorliegen,
indem die thermische Zersetzung einer organischen Siliciumverbindung mit der Bezeichnung
"Polysilazan" in einer inerten Atmosphäre verwendet wird.
Gemäß dem Tauchverfahren zeigt eine Rohlösung in der
Stufe des Bildens einer Trennmembran niedrige (schlechte) Benetzbarkeit, so dass
es möglich ist, die Penetration der Rohlösung in das poröse Substrat
im Verlauf der Membranbildung zu begrenzen und ferner die Zerstörung der feinen
Strukturen infolge der nachteiligen Wirkung der Gaserzeugung, des Kapillardrucks,
der Schwindung, die im Verlauf der Calcinierung auftritt, die aus der thermischen
Zersetzung des Keramikvorläufers in einer inerten Atmosphäre resultiert,
zu begrenzen.
Im Fall der Membranbildung eines Trennmembrananteils auf der Oberfläche
eines porösen Substrats oder einer Interschicht, die jeweils eine enge Porengrößenverteilung
haben, kann die Erzeugung von Defekten in der Trennmembran wesentlich reduziert
werden, weil keine strengen Bedingungen eingerichtet werden müssen. Dadurch
kann eine dünne defektfreie Membran mit Mikro- bis Nanoporen sogar ohne eine
Interschicht erhalten werden.
Infolge der Untersuchung des Struktureffekts von Substrat und Trennmembran
auf die Trenneffizienz durch Gaspermeattests bei gewöhnlichen Temperaturen
wurden poröse Trennmembranen erhalten, die Nanoporen einer Qualität haben,
die Knudsen-Trennung realisieren können, bei denen die Erzeugung von Defekten
begrenzt ist, wobei die Filme dünn, homogen und dicht sind, indem ein Keramikvorläufer
durch Beschichten direkt auf die Oberfläche eines porösen Siliciumnitridsubstrats
aufgebracht wird, um den Trennmembrananteil zu bilden, und danach schließlich
bei niedrigen Temperaturen in der Größenordnung von etwa 800°C calciniert
wird.
Zusammengefasst besitzt das erfindungsgemäße poröse
Keramiklaminat eine Struktur, die schwer thermische Trennung herbeiführen kann,
weil das Substrat und der Trennmembrananteil oder ferner die Interschicht das gleiche
Hauptmaterial haben, das für Trenn- und Raffinierungsverfahren geeignet ist,
die bei hoher Temperatur durchgeführt werden, wobei Wärmebeständigkeit
sowie Temperaturschockbeständigkeit erforderlich sind, wobei die Fläche
des Laminats leicht vergrößert werden kann und gleichzeitig in einem Syntheseverfahren
stabil ist, das in der Stufe der Herstellung des Laminats verwendet wird, und von
dem ideale Eigenschaften erwartet werden, die für eine Trennmembran notwendig
sind, die praktisch bei hohen Temperaturen verwendbar ist, wie Knudsen-Trennung,
und die hervorragende Penetrationseffizienz bei gewöhnlicher Temperatur hat.
Analog hierzu ist die vorliegende Erfindung auf Substrate und Membranen anwendbar,
die jeweils aus anderen Materialien als jenen hergestellt sind, die in dem folgenden
Absatz des "Beispiels" genannt sind, indem lediglich die jeweiligen Materialien
geändert werden.
In der hier offenbarten vorliegenden Erfindung werden Festigkeit bei
erhöhter Temperatur, Porengrößenverteilung und Porosität ausdrücklich
als Hauptfaktoren eines Substrats angenommen, die eine Wirkung auf verschiedene
Verfahren haben, und die vorliegende Erfindung betrifft die verbesserten Konstitutionen
von Trennschicht und Substrat in Bezug auf Materialien, die in den konventionellen
porösen Keramikfiltern verwendet werden, und das Verfahren zur Herstellung
einer Trennmembran oder einer Interschicht. Ansonsten können die Verfahren
wie konventionelle sein.
Beispiele
[Beispiel 1]
<Herstellung von porösem Siliciumnitridsubstrat>
Zu 90 Gewichtsteilen Siliciumnitridpulver (Handelsname: SN-E10, hergestellt
von Ube Industries, Ltd.) wurden 5 Gewichtsteile Aluminiumoxidpulver (Handelsname:
AKP-10, hergestellt von Sumitomo Chemical CO., Ltd.) und 5 Gewichtsteile Yttriumoxidpulver
(Handelsname: Y-F, hergestellt von Mitsubishi Chemical Corp.) und 80 Gewichtsteile
Wasser gegeben. Die resultierende Aufschlämmung wurde in einem Aluminiumoxidtopf
(Kugeln mit 30 mm Durchmesser) 24 Stunden gemischt. Zu dieser Aufschlämmung
wurden 10 Gewichtsteile organisches Wachsbindemittel und 4 Gewichtsteile Wachsemulsion
gegeben und 16 Stunden gemischt, danach sprühgetrocknet, um Körner herzustellen.
Die Körner wurden danach in eine Kautschukform gefüllt und
verdichtet, indem die Form vibriert wurde. Die mit Körnern gefüllte Form
wurde im Grünzustand durch CIP (kaltes isostatisches Pressen, nachfolgend mit
"CIP" abgekürzt) zu Rohrform verarbeitet (Außendurchmesser: 11,5 mm, Innendurchmesser:
9,0 mm, Länge: 40 bis 480 mm), damit es zu einem grünen Rohr wurde, das
zur Herstellung eines Substrats verarbeitet wurde. Das so erhaltene grüne Rohr
wurde nach Entfetten gesintert, um ein rohrförmiges poröses Siliciumnitridsubstrat
zu erhalten.
Die Haupteigenschaften des so erhaltenen porösen Siliciumnitridsubstrats
sind in Tabelle 1 gezeigt. In Tabelle 1 sind Porengröße (mittlerer Porendurchmesser)
und Porosität des porösen Siliciumnitridsubstrats nach einem Quecksilberpenetrationsverfahren
gemessene Werte. Das poröse Siliciumnitrid, das schließlich bei 1450°C
gesintert wurde, hatte eine Porosität von etwa 40 und die Dreipunkt-Biegefestigkeit
bei erhöhter Temperatur von 800°C auf der Biskuitseite, die der Membranbildungsseite
entsprach, betrug nicht weniger als etwa 70 MPa. Es wurde dadurch sichergestellt,
dass das poröse Siliciumnitrid in vollem Maße auf ein Substrat aufgebracht
werden konnte, um eine wärmebeständige Trennmembran herzustellen,
Andererseits hat das zuletzt bei 1400°C gesinterte poröse
Siliciumnitrid eine Porosität von etwa 50 und eine Dreipunkt-Biegefestigkeit
von etwa 70 MPa bei erhöhter Temperatur von 800°C. Es wurde auch sichergestellt,
dass das poröse Siliciumnitrid vollständig auf ein Substrat aufbringbar
ist, um eine wärmebeständige Trennmembran herzustellen. In diesem Fall
war die Breite der Porengrößenverteilung jedoch sehr eng, und die Textur
bestand aus &agr;-Si3N4 und ist stabil. Hergestelltes Substrat,
das durch die Stufe des Sinterns bei relativ niedrigen Temperaturen erhalten wurde,
erfordert keine Membranbildungsstufe einer Interschicht, und demnach kann eine Trennmembran
direkt auf dem Substrat gebildet werden. Im folgenden Verlauf der Membranbildung
wurden Substratrohre verwendet, die bei 1400°C erhalten wurden.
Tabelle 1
Endsintertemperatur
1.400°C
1.450°C
1.500°C
mechanische Eigenschaften
Porosität (%)
47,1
40,7
22,6
Porengröße (&mgr;m)
0,16
0,17
0,16
Schüttdichte (g/cm3)
1,77
1,94
2,40
Dreipunkt-Biegefestigkeit bei Raumtemperatur auf der Biskuitseite
(MPa)
60-67
95-128
136-171
Dreipunkt-Biegefestigkeit bei hoher Temperatur auf der Biskuitseite
(MPa)
60-70
102-114
120-151
Dreipunkt-Biegefestigkeit bei Raumtemperatur auf der verarbeiteten
Seite (MPa)
58-71
95-115
143-159
Dreipunkt-Biegefestigkeit bei hoher Temperatur: auf der
verarbeiteten Seite (MPa)
61-66
105-125
119-122
Grünverarbeitbarkeit
gut
gut
-
thermische Eigenschaften
linearer Ausdehnunpkoeffizient: 25-800°C(x10-6/K)
3,4
3,2
3,3
Struktur
Kristallstruktur
&agr;-Si3N4
&agr;-Si3N4 + &bgr;-Si3N4
(wenig)
&agr;-Si3N4 + &bgr;-Si3N4
(viel)
<Filmbildung der Interschicht>
Das Volumenverhältnis von Polysilazanpulver (irgendeins von NCP-200
(Handelsname, hergestellt von Chisso Corp.), N-N510 (Handelsname, hergestellt von
Tonen Corp.) und N-L710 (Handelsname, hergestellt von Tonen Corp.)) zu Siliciumnitridpulver
(Handelsname: SN-E10, hergestellt von Ube Industries, Ltd.) wurde auf 160:100 formuliert,
und die jeweilige Lösungsmittelmenge wurde so kontrolliert, dass der Feststoffgehalt
in Übereinstimmung mit den in der folgenden Tabelle 2 gezeigten Werten gebracht
wurde, um Aufschlämmungen herzustellen.
Als Polysilazanmaterial wurden 3 Arten von Materialien, die in Bezug
auf das Material (organisch oder anorganisch) und die Ausbeute unterschiedlich waren,
untersucht. Die jeweiligen Herstellungsbedingungen der Aufschlämmungen (Formulierung
der Eintauch-(Tauch)-Lösung zur Bildung eines Films der Interschicht) ist in
der folgenden Tabelle 2 gezeigt. Jede Aufschlämmungssorte wurde mit Ultraschall
gerührt.
Tabelle 2
Nr.
(a)
(b)
(c)
(d)
(e)
(f)
Polysilazansorte
NCP-201
NCP-201
N-N510
N-N510
N-710
N-710
Feststoffgehalt (Gew.-%)
53
26
53
26
53
26
Das rohrförmige poröse Siliciumnitridsubstrat, das durch
die Stufen von CIP und Sintern bei 1400°C hergestellt worden war, wurde in
die Aufschlämmung getaucht, die etwa eine Stunde mit Ultraschall gerührt
wurde, um die Aufschlämmung, die die Polysilazan- und Siliciumnitridpulver
enthielt, auf die Außenseite des Substrats aufzubringen, um eine dünne
Schicht zu bilden. Das so beschichtete Substrat wurde 48 Stunden bei Raumtemperatur
getrocknet, danach unter normalem Druck in einer Stickstoffatmosphäre bei 1350°C
in einem Vakuum/Druck-Sinterofen mit Widerstandsheizung gesintert.
Um die Anwesenheit von Defekten und die Membranbildungseigenschaften
zu untersuchen, wurde EDX-Analyse (energiedispersive Röntgenanalyse) der Schnittfläche
und der beschichteten Membranoberfläche sowie reine Gaspermeattests usw. durchgeführt.
Die Ergebnisse des Gaspermeatflusses verschiedener Gase, der Existenz von Nadellöchern
und Rissen und der Elementaranalyse, basierend auf EDX-Analyse, die mit der beschichteten
Membranoberfläche durchgeführt wurde (Messzeit: 100 Sekunden, Beschleunigungsspannung:
20 kV) sind in der folgenden Tabelle 3 gezeigt.
Tabelle 3
N r.
IS
Substrat (Sintertemperatur °C)
N2
C2H6
nC4H10
BP Wert
numerische Atomdichte
ausgeübter Druck (kgf/m2)
Fluss (Mol/m2s)
ausgeübter Druck (kgf/m2)
Fluss (Mol/m2s)
ausgeübter Druck (kgf/m2)
Fluss (Mol/m2s)
Si
N
C
O
1
(a)
1450
0,50
0,11
0,50
0,41
0,51
0,46
5,0~
26
38
14
2
(b)
1450
0,50
0,10
0,50
0,30
0,51
0,42
5,0~
-
-
-
3
(c)
1450
0,50
0,10
0,50
0,30
0,51
0,86
5,0~
29
29
33
9
4
(d)
1400
0,50
0,12
0,50
0,37
0,51
0,50
-
-
-
-
-
5
(e)
1400
0,50
0,13
0,50
0,40
0,51
0,55
-
25
28
38
10
6
(f)
1400
0,50
0,12
0,50
0,35
0,51
0,51
5,0~
30
32
28
10
- 1) "IS" bedeutet eine Eintauchlösung zur Herstellung einer Interschicht.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Interschicht
hat eine Mikrostruktur, bei der Siliciumnitrid eine Matrix bildet und Polysilazan
in die Hohlräume der Siliciumnitridpartikel gefüllt wird. Durch Untersuchung
der Oberfläche und der Querschnittfläche mit SEM (Rasterelektronenmikroskop)
haben wir uns vergewissert, dass auf der Oberfläche der erhaltenen Interschicht
keine Oberflächendefekte mit Submikrometergröße
erzeugt wurden.
In Fällen, in denen der Feststoffgehalt der Aufschlämmung
unter den jeweiligen Bedingungen der Membranbildung der Interschicht niedrig war,
wurde nur nahe der Oberfläche eine dichte Schicht beobachtet, in der Polysilazan
vollständig in die Hohlräume des Siliciumnitrids eingefüllt war.
Es wird daher angenommen, dass in diesem Fall in der vergrößerten Membranoberfläche
leicht Defekte erzeugt werden. Dies basiert auf der Begründung, dass das Eindringen
einer rohen Eintauchlösung in das Substrat im Übermaß stattfindet.
Wir haben uns vergewissert, dass die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren
hergestellte Interschicht in Bezug auf die Adhäsion an einem porösen Siliciumnitrid/Substrat
sehr vorzüglich ist, und dass kein Unterschied in der Gaspermeation beobachtet
wurde, die aus dem Unterschied der Membranbildungsbedingungen resultierte.
<Filmbildung der Trennmembran>
Die Lösungsmittelmenge wurde so kontrolliert, dass der Feststoffgehalt
des Polysilazanpulvers (beliebige von NCP-200 (Handelsname, hergestellt von Chisso
Corp.), N-N510 (Handelsname, hergestellt von Tonen Corp.) und N-L710 (Handelsname,
hergestellt von Tonen Corp.)) auf 1, 5 oder 10 Gew.-% eingestellt wurde, um verschiedene
Beschichtungslösungen herzustellen. In Bezug auf rohe Polysilazane wurden 3
Arten untersucht, die sich im Material (organisch oder anorganisch) und in der Ausbeute
unterschieden. Die folgende Tabelle 4 zeigt Bedingungen zur Herstellung verschiedener
Beschichtungslösungen zur Bildung einer Trennschicht (Formulierung der Eintauchlösung
zur Membranbildung einer Trennschicht). Jede Lösung wurde mit Ultraschall etwa
eine Stunde gerührt.
Tabelle 4
Nr.
(a)
(b)
(c)
(d)
(e)
(f)
(g)
(h)
(i)
Polysilazansorte
NCP-201
NCP-201
N-N510
N-N510
N-N510
N-N510
N-L710
N-L710
N-L710
Feststoffgehalt (Gew.-%)
10
5
1
10
5
1
10
5
1
Das rohrförmige poröse Siliciumnitridsubstrat, das über
die Stufen CIP und Sintern bei 1400°C hergestellt worden war, oder anderweitig
ein asymmetrisches Rohr, das durch Bilden der genannten Interschicht auf dem Substrat
hergestellt worden war, wurde in die Beschichtungslösung zur Bildung einer
Trennschicht getaucht, um die Polysilazan enthaltene Beschichtungszusammensetzung
aufzubringen, wodurch nur auf der Oberfläche des rohrförmigen porösen
Siliciumnitridsubstrats oder auf der Oberfläche des asymmetrischen Rohrs mit
der Interschicht ein Dünnfilm gebildet wird. Das mit dünner Membran gebildete
Substrat oder das asymmetrische Rohr wurde 8 Stunden bei Raumtemperatur getrocknet,
danach unter normalem Druck in einer Stickstoffatmosphäre bei 800°C in
einem Vakuum/Druck-Sinterofen mit Widerstandsheizung gesintert.
Die Bewertung der Existenz von Defekten und die Trennleistung erfolgte
durch einen Gaspermeationstest unter Verwendung von Einzelgassorten. Es wurden Studien
über die Möglichkeit durchgeführt, Defekte so zu kontrollieren, dass
sie nicht produziert werden, und Membraneigenschaften hervorzubringen, die das Ziel
des Anfangsplans gemäß dem vorliegenden Syntheseverfahren erfüllen.
Die Ergebnisse (Gaspermeationscharakteristikawerte) der Trennschichten, die unter
verschiedenen Membranbildungsbedingungen hergestellt wurden, sind in der folgenden
Tabelle 5 gezeigt. Die Dicke wurde durch Untersuchung mit TEM (Transmissionselektronenmikroskop)
bestimmt, und die mittlere Porengröße wurde nach dem Stickstoffgasabsorptionsverfahren
bestimmt.
Tabelle 5
Nr.
IS1
SS2
Nr. der Beschich tung (Trennschicht)
Filmfläche mm2
H2
N2
H2/N2 Permeabilitätsverhältnis
(-)
Differentialdruck (kgf/m2)
Permeabilität (Mol/m2 s·Pa)
Differentialdruck (kgf/m2)
Permeabilität (Mol/m2 s·Pa)
1
(a)
(a)
1
457
0,30
3,52
0,30
1,12
3,2
2
(a)
(b)
1
517
0,60
4,30
0,60
1,35
3,2
3
(a)
(d)
2
644
0,60
3,84
0,60
1,20
3,2
4
(a)
(e)
2
615
0,40
4,16
0,40
1,31
3,2
5
(b)
(d)
1
661
0,60
4,06
0,60
1,28
3 2
E
(b)
(f)
2
573
0,60
5,44
0,60
1,77
3,1
7
(b)
(e)
2
640
040
4,00
0,40
1,26
3,2
8
(b)
(e)
1
637
0,60
4,04
0,60
1,27
3,2
9
(c)
(e)
1
482
0,60
3,92
0,60
1,27
3,1
10
(c)
(h)
1
246
0,60
6,08
0,60
1,94
3,1
11
-
(a)
1
457
0,30
5,36
0,30
1,70
3,2
12
-
(b)
1
664
0,40
6,08
0,40
2,70
3,2
13
-
(d)
1
519
0,60
6,11
0,60
1,94
3,2
14
-
(e)
1
568
0,60
6,43
0,60
1,89
3,4
15
-
(g)
1
423
0,60
8,13
0,60
2,61
3,1
16
-
(a)
2
547
0,40
6,32
0,40
2,07
3,2
17
-
(a)
1
5,
650
0,80
7,53
0,60
2,69
2,8
18
(a)
2
5,
270
0,80
7,57
0,50
2,61
2,9
- 1) "IS" bedeutet eine Eintauchlösung zur Herstellung einer
- 2) "SS" bedeutet eine Eintauchlösung zur Herstellung einer
Permeabilität Q1 wird nach der folgenden Formel berechnet:
Q1 = A/[(Pr – Pp)·S·t]; und Permeationskoeffizientverhältnis
&agr;*, mit der Formel: &agr;* = Q2/Q1. Q1
steht hier für Gaspermeabilität (Mol/m2·s·Pa); &agr;*,
Permeationskoeffizientverhältnis; A, Permeationsmenge (Mol); Pr, Eingangsseitendruck
(Pa); Pp, Ausgangsseitendruck (Pa); S, Querschnittfläche (m2) und
t, Zeit (Sekunden) (Anzahl der Gassorten: i = 1, 2).
Die Ergebnisse zeigen, dass im Fall der Membranbildung verschiedener
Inter- und Trennschichten unter Bedingungen, unter denen das Gewichtsverhältnis
von Polysilazan zu Siliciumnitrid und der Feststoffgehalt festgelegt waren, kein
nennenswerter Effekt infolge der Materialien von Inter- und Trennschichten, Konzentration
der Rohlösung und Zahl der Trennschichtbeschichtungen auf die Gaspermeationseffizienz
festzustellen war. Wir haben uns nämlich vergewissert, dass die Eigenschaften
der nach dem obigen Verfahren hergestellten Membranen unter der Bedingung stabil
wurden, dass die Herstellungsbedingungen und Atmosphären (bei Membranbildung
und Trocknung) in gewissem Maße in Bezug auf verschiedene Verfahrensbedingungen
des in den Beispielen gezeigten Bereichs von der Herstellung eines Substrats, der
Membranbildung einer Interschicht und am Ende der Membranbildung einer Trennschicht
strikt kontrolliert wurde. Insbesondere wird erwartet, dass die Bildung der flexiblen
Membran wie bei einer Trennschicht erfolgen kann. Dies führt zu einem sehr
positiven. Urteil zur Maßstabvergrößerung des Verfahrens. Im Fall
der tatsächlichen Maßstabvergrößerung verschlechterten
sich die Eigenschaften. Diese Werte enthalten jedoch den Messeffekt (Kondensation
stromabwärts auf der Seite des permeierten Gases). Wenn man diese Effekte berücksichtigt,
stellt sich heraus, dass die Maßstabvergrößerung kaum zu Verschlechterung
der Eigenschaften führte.
Als ein Arbeitsbeispiel, um den Effekt der unter verschiedenen erfindungsgemäßen
Verfahrensbedingungen gebildeten Membranstrukturen zu demonstrieren, zeigen
1 und 2 die Ergebnisse
(entsprechend Nr. 13 in Tabelle 5) von Reingaspermeationstests (Flussmessung: gemäß
SEF-300 (Handelsname, hergestellt von STEC: N2-Gaskalibrierung), die
Gaspermeationscharakteristika bei gewöhnlichen Temperaturen von verschiedenen
Reingasen (Abhängigkeit der Permeabilität vom Differentialdruck) und die
Abhängigkeit der Permeabilität von dem Molekulargewicht (des zu trennenden
Zielgases) charakterisieren.
Diese Ergebnisse zeigen, dass alle der Bedingungen des vorliegenden
Verfahrens zur Herstellung von Trennmembran und Interschicht ungefähr innerhalb
des Bereichs der bevorzugten Verfahrensbedingungen liegen. Ausgehend von den Ergebnissen
der Permeation verschiedener Reingase (He, H2, O2, N2,
CO2, CH4, C2H6, C3H8,
n-C4H10, i-C4H10) haben wir uns vergewissert,
dass die erfindungsgemäße Membranstruktur fast stabile Knudsen-Trenneigenschaft
und sehr hohe Permeabilität zeigt, verglichen mit denjenigen der üblichen
anorganischen Filme. Es kann daher erwartet werden, dass fast alle Porengrößen
der vorliegenden Membranen im Knudsen-Diffusionsbereich (10 nm oder weniger) verteilt
sind. Durch aktuelle Messung der mittleren Porengröße unter Verwendung
eines Stickstoffadsorptionsverfahrens nach Entfernen (Abrasieren) eines Trennschichtabschnitts
von der vorliegenden wurde sichergestellt, dass die mittleren Porengrößen
einen Peak bei 3 bis 5 nm zeigen. Wir haben uns auch vergewissert, dass die Dicke
des Trennmembrananteils etwa 5 nm beträgt. Der hier offenbarte Begriff "Trennschicht"
bedeutet mitunter die Summe derselben. Im Gegensatz dazu wird bei der Permeation
von organischem Gas die Permeation aus irgendeinem Grund etwas gestört, dies
führt jedoch bei der Trennung von anorganischem Gas bei hohen Temperaturen,
wie der Trennung von H2/CO, H2/CH4 und dergleichen
für IGCC, MCFC Kraftwerksanlage, H2-Herstellungsanlage, nicht zu
irgendeinem speziellen Problem.
Erfindungsgemäß wird durch Aufbringung eines Keramikvorläufers,
der thermische Zersetzung in einer inerten Atmosphäre eingeht, eine gesinterte
Membran mit extrem winzigen kontrollierten Poren auf der Oberfläche eines porösen
Substrats oder auf der Oberfläche einer Interschicht gebildet, wobei jedes
von diesem Substrat und der Interschicht eine kleine mittlere Porengröße
und enge Porengrößenverteilung haben. Das Hauptmaterial des Substrats
wird dadurch auf dasjenige eines Trennmembranabschnitts eingestellt. Im Verlauf
der Herstellung der Trennmembran durch Tauchen ist die Benetzungsfähigkeit
einer Rohlösung besonders schlecht, so dass die Permeation in das Substrat,
die im Verlauf der Bildung erfolgt, eingeschränkt sein kann. Die Zerstörung
von winzigen Strukturen, die unter dem Einfluss der Gaserzeugung verursacht wird,
die aus der thermischen Zersetzung des Keramikvorläufers in einer inerten Atmosphäre
resultiert, die Schwindung, die im Verlauf des Sinterns erfolgt, und andere können
zudem begrenzt werden, ohne die Filmbildungsbedingungen strikt einzustellen. Defektfreie
Dünnmembranen mit winzigen Poren können dadurch sogar ohne Bildung einer
Interschicht gebildet werden.
Zusätzlich zu den obigen Experimenten wurde der Effekt der Struktur
in Bezug auf das Substrat und die Trennschicht durch Gaspermeationstests bei gewöhnlichen
Temperaturen untersucht. Infolgedessen wurden dünne, homogene und gleichzeitig
dichte, poröse Trennmembranen, bei denen die Erzeugung von Defekten begrenzt
war, erhalten, indem ein Keramikvorläufer als Beschichtung aufgebracht wurde,
um einen dünnen Trennfilmanteil auf der Oberfläche eines porösen
Siliciumnitridsubstrats zu bilden.
[BEISPIEL 2]
Es wurde eine Reihe von Beispielen ohne die Interschicht hergestellt.
Die durch das erfindungsgemäße CIP-Formen hergestellten Substrate haben
scharfe Verteilungsspektren der Mikroporengröße. Es ist somit von Interesse,
die Trennmembran direkt auf die Oberfläche des Substrats aufzubringen.
Eine anorganische Polysilazanlösung mit niedriger Konzentration
(Feststoffgehalt 10 Gew.-% Tonen Polysilazan + Xylol) wurde hergestellt (Eintauchlösung
für Trennfilm S.S.-1). Das poröse Siliciumnitridsubstrat wurde in diese
Lösung getaucht und danach in einer Stickstoffatmosphäre getrocknet und
anschließend in der Stickstoffatmosphäre bei 800°C calciniert. Die
gleiche Stufe wurde bis zu 7 Mal wiederholt, wodurch eine Trennmembran einer laminierten
Struktur auf der Oberfläche des Substrats erhalten wurde. Der Permeationsmechanismus
wurde geprüft, indem die Gaspermeabilität und SEM-Untersuchungen gemessen
wurden. Die Trennmembranen wurden auch mit unterschiedlichen Laminierungszahlen
hergestellt und in ähnlicher Weise getestet. Untersucht wurden 8-malige Laminierung
(gebrannt bei 800°C) und 7-fache Laminierung (gebrannt bei
800°C, außer bei der 5. Schicht (bei 700°C)).
Zur Kontrolle wurde eine Trennmembran auf der wie in Beispiel 1 gebildeten
Interschicht durch 7-fache Laminierung der Trennschichten hergestellt.
Die Formulierung der Lösung für die Interschicht (IS-1)
ist in Tabelle 6 gezeigt. Die Filmbildungsbedingungen für die Trennmembranen
(Nr. 1, 2) sind in Tabelle 7 gezeigt, während die Testergebnisse in Tabelle
8 gezeigt sind. Die Ergebnisse der SEM-Untersuchung sind in 3 bis
6 gezeigt.
Demnach kann bei einem erfindungsgemäßen porösen Keramiklaminat
leicht dessen Fläche vergrößert werden, und es ist gleichzeitig stabil
in einem Syntheseverfahren, das in seiner Herstellungsstufe verwendet wird; es besitzt
eine Struktur, die man schwer thermisch trennen kann, weil die Hauptmaterialien
von Substrat und Trennmembran oder Interschichtanteil, der in das Laminat eingeschlossen
ist, jeweils gemeinsam vorhanden sind; dadurch ist sie für Trenn- und Raffinierungsverfahren
geeignet, die bei hohen Temperaturen verwendet werden, bei denen Wärmebeständigkeit
und Temperaturschockbeständigkeit erforderlich sind, und gleichzeitig kann
erwartet werden, dass sie ideale Eigenschaften für Trennmembranen zeigen, die
praktisch bei hohen Temperaturen verwendbar sind.
Die verdienstvollen Effekte der vorliegenden Erfindung lassen sich
wie folgt zusammenfassen:
Ein erfindungsgemäßes poröses Keramiklaminat ist für einen Filter,
wie einen Mikrofiltrationsfilter, Ultrafiltrationsfilter, Gastrennfilter und dergleichen
geeignet, insbesondere zum Trennen und Raffinieren verschiedener Gase und Dämpfe,
weil es eine poröse Keramiktrennmembran und ein Substrat einschließt,
das die Trennmembran hält, wobei die Trennmembran sowie das Substrat Nicht-Oxid-Keramik
als Hauptkomponente enthält und die Trennmembran winzige Poren mit Größen
hat, die Knudsen-Trennung realisieren können.
Nach einem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung eines
porösen Keramiklaminats kann das erfindungsgemäße poröse Keramiklaminat
leicht hergestellt werden, weil das Verfahren eine Stufe des Bildens einer porösen
Keramiktrennmembran einschließt, bei der ein poröses Keramiksubstrat gebrannt
(calciniert) wird, auf dem eine gebildete Schicht, die einen Keramikvorläufer
enthält, der Nicht-Oxidkeramiken durch Calcinierung produzieren kann, geträgert
wird, und die Nicht-Oxidkeramik als Hauptkomponente enthält, wobei in der obigen
Stufe zur Bildung der Trennmembran die Calcinierung bei Temperaturen erfolgt, um
eine poröse Keramiktrennmembran mit vorwiegend winzigen Porengrößen
zu produzieren, die Knudsen-Trennung realisieren können.
Es ist ferner möglich und ein Vorteil der vorliegenden Erfindung,
ein poröses Keramiklaminat mit einer Trennmembran mit Poren mit Größen
zu liefern, die selbst im kleinsten Fall zur Molekularsiebtrennung in der Lage sind,
typischerweise von Sub-Nanometergröße, z. B. etwa 5 Å.
Es sei darauf hingewiesen, dass andere Ziele, Merkmale und Aspekte
der vorliegenden Erfindung in der gesamten Offenbarung offensichtlich werden und
Modifikationen vorgenommen werden können, ohne von der Idee und dem Bereich
der vorliegenden Erfindung abzuweichen, der hier offenbart und anschließend
beansprucht wird.
Es sei zudem auch darauf hingewiesen, dass jegliche Kombination der
offenbarten und/oder beanspruchten Elemente, Materialien und/oder Positionen unter
die genannten Modifikationen fallen kann.
Tabelle 6
Aufschlämmung für Interschicht
Nr.
IS-1
Ube-SiN SN-E10 (Gew.%)
100
Tonen anorganisches Polysilazan (Gew.%)
237
Xylol (Gew.%)
2596
Feststoffgehalt (Gew.%)
5,3
Tabelle 7
Filmbildung von Trennfilm
Nr.
1
2
Interschicht (Tabelle 6)
-
IS-1
Trennschicht
SS-1
SS-1 (mehrfach)
Tabelle 8
Filmbildung (Anzahl der Vorgänge)
Interschicht
H2-Permeabilität (Mol/m2·s·Pa)
N2-Permeabilität (Mol/m2·s·Pa)
H2/N2-Permeabilitätsverhältnis
(-)
1
keine
3,88
1,37
3,8
3
keine
2,35
0,81
2,9
5
keine
1,82
0,45
4,0
7
keine
0,13
0,02
7
7
ja
0,18
0,02
8