1. Gebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft die Befestigung oder das Justieren (Pigtailing)
von Glasfasern an integrierten optischen Multichips und insbesondere die qualitative
Verbesserung des Pigtailing.
2. Beschreibung des verwandten Standes der Technik und weitere Überlegungen
Die Befestigung einer Glasfaser an einem Chip, z.B. einem integrierten
optischen Multichip (MIOC), beinhaltet die Verwendung eines Klebstoffs oder einer
Flüssigkeit mit dem gleichen Brechungsindex. Der Chip enthält einen Anschlusspunkt,
an dem die Glasfaser befestigt wird. Es ist wichtig, dass die Befestigung nicht
übermäßig unregelmäßig oder unsymmetrisch ist. Wird zum
Beispiel der Klebstoff nicht gleichmäßig aufgebracht, kann es bei seiner
Aushärtung zu einer Bewegung zwischen der Glasfaser und dem Anschlusspunkt
kommen, wodurch der Fluss der optischen Energie zu oder von dem Chip abgeschwächt
oder anderweitig behindert wird. Infolgedessen kommt es zu Verlusten bei der Leistung
und beim wiederholbaren Betrieb.
Eine mögliche Technik ist in JP-05-107425
beschrieben.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Diese und weitere Probleme werden durch die Erfindung erfolgreich
angegangen und gelöst, indem eine symmetrisch gestaltete Hülse verwendet
wird, die bei der Befestigung der Faser am Chip hilft. Genauer gesagt, trägt
die Hülse zur genauen und präzisen Befestigung durch den Klebstoff oder
die Flüssigkeit bei, der/die denselben Brechungsindex hat wie der Chip und
die Glasfaser.
Erfindungsgemäß wird ein Verfahren bereitgestellt zur Befestigung
einer Glasfaser an einem optischen Chip und zur Aufrechterhaltung der Endausrichtung
der Faser am Anschlusspunkt auf dem Chip, welches folgende Schritte umfasst: Positionieren
und Befestigen einer Hülse mit einer symmetrisch gestalteten Vertiefung am
Anschlusspunkt des Chips; Plazieren von Klebstoff in die Vertiefung der Hülse;
Einführen der Faser in die Vertiefung der Hülse, so dass die Faser in
der Vertiefung ausgerichtet ist, und Positionieren des Faserendes nächst dem
Anschlusspunkt auf dem Chip; Härten des Klebstoffs und hierdurch Befestigen
der Faser am Chip, wobei der Klebstoff in dieser Position wegen der symmetrischen
Form der Vertiefung symmetrisch aushärtet und die Faser zu dem Chip-Anschlusspunkt
präzise positioniert, und gekennzeichnet ist durch den Schritt: Entfernen der
Hülse vom Chip und vom Klebstoff, wenn der Klebstoff ausgehärtet ist.
Bei einem Beispiel ist die Hülse mit einer symmetrischen inneren
Vertiefung ausgestattet und an einem Ende am Chip befestigt. Am anderen Ende nimmt
die Hülse eine oder mehr Fasern auf oder ist an diesen befestigt. Die innere
Vertiefung hat eine symmetrische Gestalt um die Faser und den an die Faser gebundenen
Klebstoff. Durch sie wird der Klebstoff oder die Flüssigkeit zwischen dem Faserende
und dem Chipende mit dem Anschlusspunkt räumlich beschränkt, geregelt
und festgelegt.
Die Verwendung einer Hülse bietet mehrere Vorteile. Die symmetrisch
gestaltete innere Vertiefung, welche die Faser umgibt, gewährleistet symmetrisches
Aushärten des Klebstoffs an dieser Position und führt nicht zu unerwünschter
Wegbewegung der Faser aus ihrer bevorzugten Ausrichtungsposition oder liefert eine
wiederholbare Bewegung, so dass die optimale Ausrichtungsposition der Faser in Bezug
auf den Chip erreicht wird. Indem das Volumen und die Position des Klebstoffmaterials
präzise geregelt werden, wird die Symmetrie trotz der Wirkungen von Schwerkraft
und Kapillarwirkung beibehalten, die bisher einen sehr symmetrischen Pigtail verhindert
haben.
Weitere Ziele und Vorteile der Erfindung werden deutlich und ein umfassenderes
Verständnis der Erfindung wird erhalten aus der folgenden Erläuterung
beispielhafter Ausführungsform und den beigefügten Zeichnungen.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Es zeigt:
1 eine Explosionsansicht von einem integrierten optischen
Multichip (MIOC), einer Glasfaser mit abgemanteltem Ende und einer bevorzugten Ausführungsform
der Pigtailing-Hülse zwischen dem Chip und der Glasfaser, die in Vorbereitung
der Befestigung der Faser an dem Chip sämtlich ausgerichtet sind;
1a einen Querschnitt der Hülse der 1
entlang der Gerade 1a-1a, darin die Hülsenvertiefung, deren Innenwand die Gestalt
eines senkrechten Kegelstumpfs hat;
1b einen Querschnitt einer Hülse mit einer anderen
Form als in 1 und 1a, bei
deren Hülsenvertiefung nämlich die Innenwand die Gestalt eines Pyramidenstumpfs
hat;
2 den Aufbau der 1, wobei
die Hülse auf dem Chip positioniert ist und in der Hülse ein Klebemittel
enthalten und mit dem Chip in Kontakt ist;
3 eine ähnliche Ansicht von dem Aufbau wie
2, wobei die Faser an dem Chip geklebt ist und in der
Hülse festgehalten wird; und
4 den fertigen Aufbau nach Entfernen der Hülse.
EINGEHENDE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Siehe 1: Ein Chip 10, wie ein
integrierter optischer Multichip (MIOC), ist üblicherweise mit einem Anschlusspunkt
12 ausgestattet, der zum Befestigen eines Glasfaserkerns verwendet wird,
wie er in einer Glasfaser 14 enthalten ist. Eine typische Glasfaser enthält
einen Kern 16, umgeben von Mantelschicht und Kabelmantel, die gemeinsam
mit der Bezugszahl 18 bezeichnet werden. Der Kern wird am Ende
20 der Faser abgemantelt, damit er am Anschlusspunkt befestigt werden kann.
Eine Hülse 22 wird zur richtigen und symmetrischen Befestigung
des Kerns am Anschlusspunkt verwendet. Die Hülse 22 enthält einen
Körper 24 mit einer symmetrisch gestalteten Vertiefung 26,
deren Innenwand von den Enden 30 und 32 begrenzt wird, die sämtlich
eine Achse 34 als Mittelpunkt haben. Siehe 1a:
Die Innenwand 28 der Vertiefung 26 hat die Gestalt eines senkrechten
Kegelstumpfs. Siehe 1b: Ersatzweise kann die Vertiefung
eine andere Gestalt haben, wobei die Vertiefung 26 mit einer Wand
28b mit der Gestalt eines Pyramidenstumpfs bereitgestellt wird. Die Bauweise
der Wand 28b ist zwar rechteckig dargestellt, es kann aber auch jede beliebige
polygone Form eingesetzt werden, vorausgesetzt, dass die Gestalt, ob konisch oder
polygon, um die Achse 34 oder 34b symmetrisch ist. Dadurch sind
die symmetrisch geformte Vertiefung 26 sowie ihre Enden 30 und
32 und alle anderen symmetrisch geformten Vertiefungen, wie die Vertiefung
26, um ihre Achse zentriert. Anders gesagt, teilt man eine Gerade
36 durch die Achse 34 in die zwei Abschnitte 36a' und
36a'' (1a) oder eine Gerade 36b durch
die Achse 34b in die zwei Abschnitte 36b' und 36a'' (1b),
sind die jeweiligen Abschnitte 36a', 36a'' bzw. 36b',
36a'' gleich lang.
Der Anschluss 30 verfügt über eine Aussparung
40, die um das Ende 42 des Chips 10 passt. Somit sind
beide ähnlich gestaltet. Der Anschluss 32 ist kleiner als der Anschluss
30 und kann das Ende 20 oder, wenn gewünscht, den Kern
16 der Glasfaser 14 aufnehmen. Somit wirkt er als Eintrittspunkt
für die Glasfaser.
Siehe 2: Zum Verbinden der Glasfaser
14 und ihres Kerns 16 mit dem Chip 10 am Anschlusspunkt
12 wird ein Klebstoff oder eine Flüssigkeit 46 mit einer
herkömmlichen Zusammensetzung mit demselben Brechungsindex in die Vertiefung
26 platziert, die Glasfaser 14 wird in den Eintrittsabschnitt
oder das kleine Ende 32 der Hülse 22 eingeführt, der
Kern 16 wird am Anschlusspunkt 12 auf beliebige Weise richtig
befestigt, die erforderlich ist, um die Abschwächung der optischen Signale
zu minimieren, und der Klebstoff wird gehärtet. Wenn gewünscht, kann der
Klebstoff in die Vertiefung eingeführt werden, nachdem die Glasfaser darin
positioniert wurde. Aufgrund der symmetrischen Gestalt der Innenwand der Hülse
und der Mehrzahl an gleichen Teilen 36a', 36a'' und
36b, 36a'' härtet der erhaltene Klebstoff an dieser Position
symmetrisch aus, so dass eine unerwünschte Bewegung der Faser aus ihrer bevorzugten
Ausrichtungsposition gegenüber dem Anschlusspunkt 12 ausgeschlossen
und eine wiederholbare Bewegung ermöglicht wird, wodurch die optimale Ausrichtungsposition
der Faser in Bezug auf den Chip erreicht wird. Das Ergebnis ist in 3
dargestellt.
Siehe 4: Nach Entfernen der Hülse
erhält man das Produkt.
Somit wird der Klebstoff und/oder die Flüssigkeit von der Hülse
22 zwischen dem Faserende 44 und dem Anschlusspunkt
12 auf dem Chip 10 geregelt, festgelegt und räumlich beschränkt.
Die Hülse legt den Bereich und das Volumen fest, die tatsächlich mit dem
Klebstoff oder der Flüssigkeit in Kontakt stehen. Indem das Volumen und die
Position des Materials aufgrund der symmetrischen Gestalt der Innenwand
28 der Hülse präzise geregelt werden, kann die Symmetrie entgegen
den Wirkungen von Schwerkraft und Kapillarkraft beibehalten werden, die bisher einen
sehr symmetrischen Pigtail verhindert haben, der für Leistung und Wiederholbarkeit
erforderlich ist.
Die Erfindung wird zwar anhand bestimmter Ausführungsformen beschrieben,
aber man sollte erkennen, dass verschiedene Änderungen und Modifikationen daran
vorgenommen werden können, ohne vom Umfang der Erfindung, wie in den beigefügten
Ansprüchen definiert, abzuweichen.