Die Erfindung betrifft eine Struktur zur Trennung und Vorpositionierung
einer Gruppe von Fasern sowie eine Vorrichtung zur Aufnahme einer Anordnung von
durch eine erfindungsgemäße Struktur getrennten und vorpositionierten
Fasern.
Die Erfindung betrifft außerdem den Anschluss von optischen Fasern
an eine optische Vorrichtung. Dabei geht es darum, jede optische Faser möglichst
genau vor einem optischen Bauteil, zum Beispiel einem zu der optischen Vorrichtung
gehörenden Mikrowellenleiter zu positionieren.
Das sich stellende Problem ist das der Ausrichtung der optischen Achse
einer Faser mit der optischen Achse des Bauteils. Die Fertigungsschwankungen jeder
Art (Exzentrizität der Faserkerne, Veränderungen des Außendurchmessers
der Fasern, Dimensionen der integrierten optischen Vorrichtungen) sowie das Fehlen
genauer mechanischer Bezugssysteme machen die Realisierung der Ausrichtung schwierig.
Einige Hersteller von optischen Komponenten liefern integrierte Komponenten,
deren Anschluss an die Fasern im Voraus in der Fabrik realisiert wird. Die Komponente
wird dann mit den Anschlussfasern geliefert. Diese Anschlussfasern, allgemein "pigtails"
genannt, sind fragil und schwierig zu handhaben. Bei allen Handhabungsphasen, insbesondere
bei der Montage der Komponente auf eine elektronische Karte, muss der Benutzer aufpassen,
dass er sie nicht beschädigt.
In der Fabrik erfolgt die Ausrichtung der Fasern mit den Mikroleitern
entweder mit Hilfe von mechanischen Bezugssystemen oder mit Hilfe sogenannter "aktiver"
Ausrichtmethoden mittels Kopplung, darin bestehend, Licht in einen der Mikroleiter
einzuspeisen und die Faser auszurichten, indem man die Quote des gekoppelten Lichts
maximiert. Diese Ausrichtmethoden sind teure Methoden, deren Anwendung entsprechendes,
sehr genaues Gerät und viel Zeit beansprucht.
Eine mit Licht arbeitende Ausrichtvorrichtung ist in der
1 dargestellt. Ein Band 1, versehen mit Fasern
2 ist vor einer optischen Vorrichtung 4 angeordnet. Die optische
Achse 6 eines Mikroleiters 5 wird mit Hilfe eines in der Figur
nicht dargestellten Lichtstrahls mit der optischen Achse 3 einer Faser
2 ausgerichtet, um die optische Transmission zwischen der Faser und dem
Mikroleiter zu optimieren. Jede Faser 2 ist in einer Rille eines Trägers
7 positioniert, der anschließend an der optischen Vorrichtung
4 befestigt wird.
Die 2 zeigt eine bekannte Ausrichtvorrichtung
mit mechanischer Führung. Die Vorrichtung der 2
wird üblicherweise für die Stecker des Typs MT benutzt. Das Einführen
eines Fasern enthaltenden Bands 8 besteht darin, die Fasern visuell in
kreisrunde oder V-förmige Buchsen 9 zu stecken. Anschließend
werden die 125 &mgr;m dicken Fasern in zylindrische Kanäle 10 mit
einem Durchmesser von ungefähr 200 &mgr;m hineingeschoben, über eine
Distanz DI von zum Beispiel ungefähr 1 mm. Ein konischer Anschluss
11 ermöglicht, die Fasern bis zu Präzisionslöchern
12 zu führen. Nach dieser Ausrichtmethode ist also zur Einführung
der Faser in das Präzisionsloch 12 eine Zwischendistanz DI notwendig.
Die anfängliche Führung der Fasern wird durch die Buchsen
9 gewährleistet. Die Fasern werden nicht direkt in die zylindrischen
Kanäle eingeführt; eine Öffnung 13 ermöglicht, ihr
Ende zu sehen.
Diese Vorrichtung birgt für den Benutzer das Risiko, dass die
Fasern nicht in den für sie bestimmten Kanal eingeführt werden. Dies ist
zum Beispiel, so wie in der 2 dargestellt, bei der
Faser 2b der Fall. Das Einführungswinkelspiel für ein Band
8 der Breite Dr in den Sitz 14 der Breite De ist groß. Die
Faser, die als erste auf den Sitz 14 trifft (Faser 2a) kann sich
biegen, so dass die Faser, die sich in diesem Beispiel auf der entgegengesetzten
Seite des Bands befindet, nämlich die Faser 2b, in einen Kanal eingeführt
wird, der nicht für sie bestimmt ist (nämlich 10a, während
10b für sie bestimmt gewesen wäre). Dieser Positionierungsfehler
ist für das Faserband fatal. Nur eine große Seh- und Tast-Sinnesschärfe
ermöglicht eventuell, diesen Fehler zu vermeiden.
Man kennt weitere Lösungen aus dem Stand der Technik. Die Muster,
die das Ausrichten der Fasern ermöglichen, können auch in Form von in
die optische Komponente geätzten Kerben realisiert werden. Eine in eine Kerbe
eingefügte Faser steht dann direkt einem Mikroleiter gegenüber. Dieser
Verbindungstyp hat den Vorteil, keine Ausrichtung mittels Lichtkopplung erforderlich
zu machen. Jedoch ist die Abmessung der Kerben nicht angepasst an die Abmessung
der Fasern, so das die Ausrichtung der optischen Achsen zwischen Fasern und Mikroleitern
problematisch bleibt.
Das Patent US 5 440 657 offenbart
eine Spleißung, deren Band durch ein Gehäuse geführt wird, dessen
Struktur einen Einführungswinkel aufweist, der eine Führung der durch
Grate getrennten Fasern in Richtung Ausrichtkanäle ermöglicht. Die Anwendung
dieser Ausrichtmethode führt zu hohen Ausschussquoten, denn die natürliche
Streuung der nackten Fasern am Bandausgang ist so, dass die Fasern über die
Grate der zu ihrer Trennung vorgesehenen der Kanäle gleiten und dann in einen
falschen Kanal geführt werden. Um diese Art von Problem zu vermeiden, muss
der Operator sehr aufmerksam sein und viel Feingefühl haben.
Dieser Ausrichtvorrichtungstyp eignet sich also nicht für eine Massenproduktion
oder eine Verkabelung durch den Benutzer bzw. Kunden.
Das Patent US 5 692 089 offenbart
eine Struktur zur Trennung und Vorpositionierung einer Gruppe von Fasern, in die
die Fasern eingeführt werden, damit sie getrennt und vorpositioniert werden,
und die eine Vielzahl von Sitzen für die Aufnahme und Vorpositionierung der
Fasern umfasst, wobei ein Sitz eine untere Wand, eine obere Wand und wenigstens
eine seitliche Wand umfasst, gebildet durch die seitliche Wand eines ersten Musters,
das erste Muster eine Frontalkante aufweist, die schräg ist in Bezug auf die
untere Wand des Sitzes und von der unteren Wand des Sitzes bis zu einer Oberseite
des Musters verläuft, wobei die seitliche Wand wenigstens eine geneigte Verbindungsfläche
aufweist, die die Frontalkante mit dem Rest der seitlichen Wand verbindet, und eine
zweite Wand des Sitzes durch eine seitliche Wand eines zweiten dem ersten Muster
benachbarten Musters oder eine seitliche Wand des Gehäuses der Struktur gebildet
wird. Die beiden seitlichen Wände und die obere Wand eines Sitzes definieren
einen dreieckförmigen Querschnitt des Sitzes.
Die Erfindung weist nicht die oben genannten Nachteile auf.
Tatsächlich betrifft die Erfindung eine Struktur zur Trennung
und Vorpositionierung einer Gruppe von Fasern, in die die Fasern eingeführt
werden, damit sie getrennt und vorpositioniert werden, wobei die Struktur wenigstens
zwei benachbarte Sitze umfasst, von denen jeder eine einzige Faser aufnehmen und
vorpositionieren kann, und ein Sitz eine untere Wand, eine obere Wand, eine erste
seitliche Wand und eine zweite seitliche Wand umfasst, wobei die erste seitliche
Wand durch die seitliche Wand eines ersten Musters gebildet wird, das erste Muster
eine Frontalkante aufweist, die geneigt ist in Bezug auf die untere Wand des Sitzes
und von der unteren Wand des Sitzes bis zu einer Oberseite des ersten Musters verläuft,
wobei die erste seitliche Wand des Musters wenigstens eine geneigte Verbindungsfläche
aufweist, die die geneigte Frontalkante mit dem Rest der ersten seitlichen Wand
verbindet, und die zweite seitliche Wand durch eine seitliche Wand eines dem ersten
Muster benachbarten zweiten Musters oder eine seitliche Wand des Gehäuses der
Struktur gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite des Musters,
bezogen auf den höchsten Punkt der Frontalkante, von der oberen Wand einen
Abstand H kleiner oder gleich einem Durchmesser der Faser hat.
Aus Gründen der Klarheit der Beschreibung wurden die Wände
mit "obere Wand" oder "untere Wand" bezeichnet, jedoch kann die Struktur selbstverständlich
jede räumliche Lage einnehmen, so dass Begriffe wie "oben", "unten" oder "seitlich"
relativ sind in Bezug auf ein arbiträres Bezugssystem.
Vorteilharterweise ist der Abstand H kleiner als der Durchmesser der
Faser, um jedes Risiko einer schlechten Montage zu vermeiden.
Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur Aufnahme einer Gruppe
von Fasern, getrennt und vorpositioniert mit Hilfe einer erfindungsgemäßen
Struktur. Die Vorrichtung und die Struktur bilden ein System, das eine genaue Positionierung
der Fasern ermöglicht. Die Vorrichtung umfasst für jede Faser eine Führungszone
und eine Aufnahmevertiefung, gebildet durch eine Verengung der Führungszone.
Bei der Anwendung für den Anschluss von optischen Fasern an eine
optische Vorrichtung ermöglicht die erfindungsgemäße Trenn- und Vorpositionierungsstruktur
vorteilhafterweise, unabhängig von der anfänglichen Position der Fasern
jede optische Faser in einer solchen Position zu blockieren, dass die Ausrichtung
der Fasern mit der optischen Vorrichtung ohne Schwierigkeiten realisierbar ist.
Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung gehen aus der Beschreibung
einer bevorzugten Realisierungsart der Erfindung hervor, die sich auf die folgenden
beigefügten Figuren bezieht:
1, die eine Struktur zur Ausrichtung von optischen
Fasern durch Lichtkopplung nach dem Stand der Technik zeigt;
2, die eine Struktur zur Ausrichtung von optischen
Fasern durch mechanische Führung nach dem Stand der Technik zeigt;
3, die eine Draufsicht einer Struktur zum Trennen und
Vorpositionieren von Fasern nach der bevorzugten Realisierungsart der Erfindung
ist;
4A und 4B, von denen jede
eine perspektivische Ansicht eines Beispiels des Musters der erfindungsgemäßen
Trenn- und Vorpositionierungsstruktur für Fasern ist;
5, die eine erste Schnittansicht der in der
3 dargestellten erfindungsgemäßen Struktur
ist (Schnitt AA);
6, die eine zweite Schnittansicht der in der
3 dargestellten erfindungsgemäßen Struktur
ist (Schnitt BB);
7, die eine Schnittansicht der in der 5
dargestellten erfindungsgemäßen Struktur ist (Schnitt CC);
8, die eine dritte Schnittansicht der in der
3 dargestellten erfindungsgemäßen Struktur
ist, wobei dieser Schnitt zu der oberen und der unteren Wand senkrecht ist und die
Faserachse durchschneidet;
9, die eine Draufsicht der erfindungsgemäßen
Trenn- und Vorpositionierungsstruktur für Fasern nach der bevorzugten Realisierungsart
der Erfindung in Verbindung mit einer Vorrichtung zur Aufnahme der getrennten und
vorpositionierten Fasern ist;
10, die eine Draufsicht eines Details der
9 darstellt;
11, die eine Draufsicht einer optischen Faser ist,
positioniert in einer Vorrichtung zur Aufnahme einer Gruppe getrennter und vorpositionierter
Fasern mit Hilfe einer erfindungsgemäßen Struktur;
12, die eine erste Schnittansicht der 11
darstellt (Schnitt DD);
13, die eine zweite Schnittansicht der 11
darstellt (Schnitt EE).
In allen Figuren tragen gleiche Elemente dieselben Referenzen oder
Bezugszeichen.
Die 1 und 2
sind schon weiter oben beschrieben worden.
Um das Verständnis der Erfindung zu erleichtern, wird in der
Folge der Beschreibung gleichzeitig auf die 3 bis
13 Bezug genommen.
Die 3 zeigt eine Draufsicht einer Trenn-
und Vorpositionierungsstruktur nach der bevorzugten Realisierungsart der Erfindung.
Ein Fasern 2 enthaltendes Band 1 wird in deiner Struktur S positioniert.
Die Struktur S umfasst ein Gehäuse 15, an dessen eines
Ende eine Gruppe paralleler Muster 16 umfasst. Jedes Muster 16
hat eine Frontalkante 18 und zwei seitliche Wände. Jede seitliche
Wand hat eine schräge Verbindungsfläche (16a, 16b),
die die Kante 18 mit dem Rest der seitlichen Wand (16e,
16d) verbindet (s. 3, 4A,
4B, 6 und 7).
Die Muster 16 befinden sich auf einer unteren Wand 25 der Struktur
(s. 5, 6, 7).
Die Kante 18 ist eine Frontalkante, die schräg ist in Bezug auf die
untere Wand des Sitzes und sich von der unteren Wand des Sitzes bis zu einem oberen
Teil 16c des Musters erstreckt.
Die Frontalkante 18 kann "nach hinten" oder "nach vom" geneigt
sein. Unter einer Neigung "nach hinten" muss man verstehen, dass die Frontalkante
sich in der Einführungsrichtung der Fasern von der unteren Wand des Sitzes
bis zur Oberseite des Musters erstreckt (s. 4A und
7). Hingegen muss man unter einer Neigung "nach vom"
verstehen, dass die Frontalkante sich umgekehrt zur Einführungsrichtung der
Fasern von der unteren Wand des Sitzes bis zur Oberseite des Muster erstreckt (s.
4B).
Nach der in allen Figuren dargestellten Realisierungsart weist die
Oberseite 16c eine ebene Fläche auf, die im Wesentlichen parallel
ist zu der unteren Wand 25. Gemäß anderen Realisierungsarten
der Erfindung ist die Oberseite 16c nicht eben und nicht parallel zu der
unteren Wand 25.
Die 4A und 4B
ermöglichen ein besseres Verständnis der Geometrie eines erfindungsgemäßen
Musters 16. Die 4A zeigt die Realisierungsart,
gemäß der die Kante 18 "nach hinten" geneigt ist, und die
4B zeigt die Realisierungsart, gemäß der
die Kante 18 "nach vom" geneigt ist (s. oben).
Die gestrichelt dargestellte Geometrie ist die eines Parallelepipeds,
dessen geneigter frontaler Teil eine vertikale Kante A definiert. Die mit Vollstrich
dargestellte Geometrie ist die eines Muster 16 mit zwei Seitenwänden
(jeweils 16a, 16e und 16b, 16d), die Oberseite
16c und die Frontalkante 18.
Die Durchschneidung zwischen der Kante A und der durch die Oberseite
16c definierte Ebene ist ein Punkt P. Um – ausgehend von der gestrichelten
Geometrie – ein Muster 16 zu konstruieren, dessen Kante "nach hinten"
schräg ist (4A), genügt es, den Punkt P nach
hinten zu verschieben, in der durch die Oberseite 16c definierten Ebene
und in der Richtung des Pfeils F1, die die Einführungsrichtung der Fasern in
die erfindungsgemäße Struktur ist. Ebenso – um ein Muster
16 zu konstruieren, dessen Kante "nach vom" schräg ist (4B),
genügt es, den Punkt P in der durch die Oberseite 16c definierten
Ebene nach vom zu verschieben, in der Richtung des Pfeils F2, die der Einführungsrichtung
der Fasern in die erfindungsgemäße Struktur entgegengesetzt ist.
Nach der bevorzugten Realisierungsart der Erfindung umfasst eine Seitenfläche
des Musters 16 eine einzige schräge Verbindungsfläche (16a,
16b) zwischen der geneigten Frontalkante 18 und dem Rest der Seitenfläche
(16e, 16d). Noch genauer betrifft die Erfindung ein Muster
16, dessen eine Seitenfläche ein Muster 16 betrifft, dessen
schräge Verbindungsfläche wenigstens eine schräge Verbindungsfläche
zwischen der geneigten Frontalkante 18 und dem Rest der Seitenwand aufweist.
Die Muster 16 haben eine solche Teilung und Geometrie, dass
zwei aufeinanderfolgende Muster mit der unteren Wand 25 und einer oberen
Wand oder Abdeckung 20 (s. 5, 6,
7) einen Sitz für die Aufnahme
einer Faser definieren. Bei der Vorpositionierung wird eine beliebige Faser
2, die mit einer der schrägen Verbindungsflächen 16a,
16b in einem bestimmten Punkt P in Kontakt kommt, natürlich in ihre
Idealposition P1 gedrängt (s. 5 und
7). Erfindungsgemäß ist es möglich,
in Bezug auf ihre Nominalposition um einen Wert gleich der Hälfte der Teilung
der Muster 16 plus dem Radius der Faser exzentrierte Fasern ohne Blockierung
zu trennen. Diese Trennung ohne Blockierung beruht auf dem Vorhandensein der geneigten
Frontalkante 18 (s. 1, 4
und 7) und der Abdeckung 20, die auch eine
extrem exzentrierte Faser (Position P2 in den 5 und
6) zwingen, in Richtung der erwünschten Position
zu kippen (s. 5 und 7).
Die geneigte Kante 18 des Musters 16 hat von der Abdeckung
20 höchstens einen Abstand H (s. 5,
6 und 7). Der Abstand
H ist kleiner oder gleich (vorzugsweise kleiner) dem Durchmesser der Faser. Eine
Neigung der Abdeckung 20 trägt dazu bei, die Faser in der idealen
Position P1, die sie einnehmen soll, zu platzieren (s. 7).
Die Vorpositionierungsfunktion folgt der oben beschriebenen Trennfunktion. Die Vorpositionierungsfunktion
hat den Zweck, die exzentrierten Fasern (s. Positionen P2 und P3 in der
6) in die zentrale Position P1 zu bringen.
Eine in der erfindungsgemäßen Vorrichtung vorpositionierte
Faser 2 bleibt in Richtung ihrer Achse beweglich – mit einem seitlichen
Spiel e (s. 10), das ihr ermöglicht, in eine Präzisionsvertiefung
19 eingeführt zu werden (s. 9 und
10), die sich in einer Vorrichtung 17 befindet
(s. 9 und 10), zum Beispiel
einer optischen Vorrichtung, die dazu bestimmt ist, sie aufzunehmen.
Die Breite d1, die zwei aufeinanderfolgende Muster 16 trennt,
muss in der Breite d2 einer Führungszone Z der Vorrichtung 17, die
dazu bestimmt ist, die Fasern aufzunehmen (s. 9 und
10), enthalten sein (être inscrite). Vorzugsweise
wird die Führungszone Z während der Operation realisiert, bei der man
die Präzisionsvertiefung 19 realisiert, die sie verlängert. Die
Neigung 21 der Abdeckung 20 ermöglicht der Faser (s.
10), leicht in die Zone Z einzudringen. Nach der Einführung
der Faser in die Zone Z wird die Faser mittels der Verengung 23 der Zone
Z in die Vertiefung 19 eingeführt. Im Falle einer Positionierung der
optischen Fasern vor optischen Leitern ermöglicht die Erfindung vorteilhafterweise
eine quasi perfekte Ausrichtung jeder optischen Faser mit einem optischen Leiter.
Wie weiter oben erwähnt, sind die Fasern 2 normalerweise
in einem Band 1 enthalten. Zur Einführung dieses Bands 1
umfasst die Vorrichtung einen Schlitz R.
Die erfindungsgemäße Struktur hat den Vorteil, die Fasern
optimal voneinander zu trennen ohne sie deswegen zu blockieren. Eine Faser bleibt
in Richtung ihrer Achse beweglich, mit einem geringen seitlichen Spiel e, das ihre
problemlose Einführung in eine Vertiefung 19 ermöglicht. Während
dieser Vorpositionierungsoperation sind die vorderen Kanten der Fasern keinen Stößen
ausgesetzt, so dass Beschädigungen vermieden werden. Derselbe Faserblock kann
also mehrmals wieder eingesetzt bzw. gesteckt werden.
Wie oben erwähnt, ist der Gegenstand der Erfindung besonders
vorteilhaft für die Realisierung einer kompletten Vorrichtung zur Kopplung
von optischen Faserbändern mit einer integrierten optischen Schaltung, die
die charakteristischen Genauigkeiten der Mikrobearbeitung des Substrats mit relativen
Genauigkeiten von Billigverfahren wie etwa dem Plastikspritzguss (Toleranzen von
5 bis 30 &mgr;m) kombiniert.
Die Kopplungsvorrichtung eines optischen Faserbands mit einer integrierten
optischen Schaltung hat dann die Charakteristika, die anschließend aufgezählt
werden.
Eine Zone Z, bestimmt zur Aufnahme einer Faser, hat einen vorzugsweise
U-förmigen Querschnitt (selbstverständlich können andere Formen benutzt
werden), wie dargestellt in der 13 (die 13
ist die Ansicht gemäß dem Schnitt EE der 11).
Der hintere Teil der Vertiefung 19 hat vorzugsweise dieselbe Tiefe P wie
die Zone Z und ebenfalls einen U-förmigen Querschnitt. Die Vertiefung
19 wird durch eine Verengung des oberen Teils der Zone Z realisiert (12).
Die Verengung wird zum Beispiel mit Hilfe der Schichten Q realisiert, vorgesehen
auf bzw. in einem Substrat, in dem der untere Teil des U ausgebildet ist (s.
12). Die Zone Z und der hintere Teil der Vertiefung
werden vorzugsweise in einem selben (Mono- oder Multischicht-)Substrat realisiert,
um die Reibungen beim Passieren der Faser zu reduzieren.
Die Mikroleiter und die Vertiefungen werden durch ähnliche bzw.
gleiche Ätzverfahren realisiert, mit in demselben Bezugssystem positionierten
Masken, wobei die relative Positionstoleranz einer Vertiefung in Bezug auf den Mikroleiter
einige Zehntel Mikrometer beträgt. Für eine optische Faser mit einem Durchmesser
von zum Beispiel 125 &mgr;m hat eine Vertiefung 19 eine zwischen 125,5
&mgr;m und 127 &mgr;m enthaltene typische Breite d3 (je nach gewünschter
Positionierungsgenauigkeit). Um einen Winkelsausrichtungsfehler unter 0,25 Grad
zu erhalten, muss die Länge der Vertiefung 19 jeweils ungefähr
115 &mgr;m und 460 &mgr;m betragen. Die Wand zwischen den Vertiefungen
19 kann von geringer Dicke sein. Es ist dann möglich, Vorführungszonen
Z mit einer im Wesentlichen zwischen 150 &mgr;m und 200 &mgr;m enthaltenen Breite
d2 zu realisieren (s. 12).
Die Einführung einer Faser in eine Zone Z zwingt die Faser, sich
in dieser Zone zu zentrieren und dann zunächst in den hinteren Teil der Vorführungszone
Z zu gleiten und dann in den hinteren Teil der Vertiefung 19. Die Länge
der Vorführungszone Z definiert die Verformungen und folglich die maximalen
Kräfte bew. Spannungen, denen die Faser bei der Ausrichtung ausgesetzt ist.
Aus diesem Grund ist der Abstand L, der den Eingang der Zone Z von der Vertiefung
19 (der Verengung 23) trennt, wie folgt:
L ≥ &pgr;2√Rmin
× &Dgr;U
mit Rmin als minimaler Krümmungsradius der Faser, so gewählt,
dass die Faser nicht beschädigt wird, und &Dgr;U als Differenz zwischen der
Breite d2 der Vorführungszone Z und der Breite d3 der Vertiefung
19. In der Praxis reagiert ein Ruftreffpunkt (point d'impact) der Faser,
zwischen 800 &mgr;m und 3 mm von dem Ende der Führungszone entfernt, auf
die oben erwähnten Kräfte bzw. Spannungen.
Die Endführung gemäß der Achse der Fasern erfolgt,
indem die Fasern gegen das Substrat gedrückt werden und indem man sie in den
hinteren Teil der Vertiefungen drückt bzw. schiebt. Der Raum zwischen Faser
und optischem Leiter kann mit Indexanpassungsgel gefüllt werden. Das Drücken
bzw. Verschieben der Fasern in den hinteren Vertiefungsteil kann auch mit Elastomer-Schuhen
erfolgen. Generell ist die erfindungsgemäße Verbindung leicht demontier-
und wiedereinsetzbar. Die Verbindung kann auch permanent sein. Es ist dann möglich,
die Fasern definitiv auf das Substrat zu kleben. Außerdem kann das Band
1 an der Struktur 15 durch ein mechanisches Blockierungsteil befestigt
werden, das zum Beispiel längs des Führungsschlitzes R des Bands angeordnet
werden kann. Dieses Blockierungsteil ist zum Beispiel ein Elastomer-Schuh, der auf
die Struktur (S) einen Druck ausübt.