GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein gemeinsam genutzte Einrichtungen
zur telefonischen Kommunikation und spezieller ein Desk-Sharing-System, welches
ein Verfahren zum automatischen Übertragen von Telefoneinstellungen und Telefonkonfigurationen
von der Telefoneinrichtung des Benutzers zu einer gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung
in einem Telekommunikationsnetz implementiert.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
In vielen Büroumgebungen werden eine Anzahl von Büros und
deren zugehörige Personalcomputer und Telefoneinrichtungen für Gastpersonal
oder als Telearbeiter tätiges Personal reserviert. Desk-Sharing ("Schreibtischteilung",
auch bekannt als Office-Sharing oder Real Estate/Resource Hoteling) ermöglicht
die zeitweilige Zuordnung einer begrenzten Anzahl von gemeinsam genutzten Ressourcen
zu einer größeren Anzahl von Benutzern. Desk-Sharing ist besonders für
Büroumgebungen geeignet, in denen Mitarbeiter in mehreren Schichten arbeiten
oder in denen Büropersonal häufig seinen Arbeitsplatz zwischen mehreren
Orten wechselt.
Siemens: "Hi Path Teleworking" Solution "Mobile Work" Nomination Entry
for The Tele-Workweek 2000, 3. Oktober 2000, XP002299684 beschreibt ein System,
das einen Benutzer in die Lage versetzt, eine Anzahl von Profilen festzulegen, darunter
Profile, die zu verwenden sind, wenn er unterwegs ist. Ein Benutzer muss sein Profil
konfigurieren oder sich die Parameter seiner üblichen Telefoneinrichtung merken
und dann ein geeignetes Profil wählen, wenn er an einem zeitweiligen Arbeitsort
tätig ist.
US 6,301,339 beschreibt ein System, in welchem,
wenn ein Benutzer sich unter Verwendung eines Laptops per Fernanmeldung anmeldet,
die Anmeldung von einem Server für virtuelle Präsenz (Virtual Presence
Server) erkannt wird. Eine Nebenstellenanlage erhält dann die Anweisung, Gespräche
zu der entfernten Einrichtung zu routen.
Desk-Sharing beinhaltet das Reservieren einer bestimmten Bürofläche
für einen genau bezeichneten Zeitraum. Eine Desk-Sharing-Anwendung ist ein
Softwareprogramm, das normalerweise eine graphische Benutzeroberfläche (Graphic
User Interface, GUI) beinhaltet, welche verwendet wird, um gemeinsam genutzte Büroflächen
und ihre zugehörigen Einrichtungen zu betrachten und um autorisierten Benutzern
zu ermöglichen, diese Büroflächen und Ressourcen zu reservieren.
Autorisierte Benutzer können ein gemeinsam genutztes Büro und dessen zugehörige
Ressourcen aus der Menge der verfügbaren Ressourcen für einen bestimmten
Zeitraum wählen und reservieren. Am Ende des Desk-Sharing-Zeitraums wird die
Ressource freigegeben und ist dann bereit, um von einem anderen Benutzer reserviert
und zugewiesen zu werden.
Desk-Sharing-Anwendungen können verwendet werden, um einen physikalischen
Ort zusammen mit den Rechner- und Telefonressourcen, die mit diesem Ort verknüpft
sind, zu reservieren. Bei einer gemeinsamen Nutzung von Personalcomputern (PC) oder
Workstations erhält der Benutzer im Ergebnis einer Anmeldung im Lokalnetz (Local
Area Network, LAN) oder Weitverkehrsnetz (Wide Area Network, WAN) von einer beliebigen
gemeinsam genutzten und angeschlossenen Workstation aus vollen Zugriff auf die Rechenressourcen,
E-Mail- und Internet-Dienste des Unternehmens. Ferner können PC-Benutzer ihre
eigene, personalisierte Einstellung beibehalten, infolge der Tatsache, dass das
System beim Anmelden im Netz automatisch ihr Profil auf die benutzte Workstation
herunterlädt. Die Verwendung des Standardprofils des Benutzers während
der Benutzung der gemeinsam genutzten Workstation ermöglicht dem betreffenden
Benutzer, die bevorzugte Arbeitsumgebung beizubehalten und demzufolge die Gesamteffizienz
zu erhöhen.
Die Telefonnetz-Umgebung unterscheidet sich vom LAN- oder WAN-Netz.
In Telefonnetzen stellt eine Unternehmens-Kommunikationsplattform (Enterprise Communication
Platform, ECP) einen einzelnen Knoten im Kommunikationsnetz dar, der normalerweise
eine Nebenstellenanlage (PBX), eine Gemeinsame Zugangsplattform (Common Access Platform,
CAP), einen Desk-Sharing-Server und die zugehörigen Telefongeräte umfasst.
Die Verbindung einer Vielzahl von diesen ECP-Knoten untereinander bildet ein "ECP-Netz".
Die verschiedenen Komponenten der ECP sind unter Verwendung einer Anzahl von standardmäßigen
oder firmeneigenen Schnittstellen verbunden. Für Intra-Knoten-Anwendungen (d.h.
innerhalb einer einzigen ECP) ist eine lokale Desk-Sharing-Fähigkeit vorhanden,
damit der Benutzer die neue Telefoneinrichtung mit den gewünschten Einstellungen
konfigurieren kann, entweder indem er die Funktion "Autoset Relocate" (Automatische
Einstellung Verschieben) der Nebenstellenanlage (PBX) verwendet (unter Verwendung
einer der unterstützten PBX-Schnittstellen), oder indem er die neue Einrichtung
manuell konfiguriert. Ein Beispiel einer Intra-ECP-Anwendbarkeit, die über
die Integration von "Autoset Relocate" mit Desk Sharing erreicht wird, ist in der
ebenfalls anhängigen Patentanmeldung mit dem Titel "Desk Sharing With Automatic
Device Relocation" beschrieben, die an den Zessionar der vorliegenden Patentanmeldung
übertragen wurde.
Gegenwärtig gestatten es ECP-Netze (die eine
Vielzahl von ECPs umfassen) nicht, dass die standardmäßigen Gerätemerkmale
eines Telefonbenutzers in Verbindung mit einer Desk-Sharing-Prozedur automatisch
zu einer anderen Telefoneinrichtung übertragen werden. Trotzdem ist eine begrenzte
Übertragung von Telefonmerkmalen für Einrichtungen in einem ECP-Netz verfügbar.
Wenn nämlich Modem-Konnektivität verwendet wird, um auf das Verwaltungsterminal
zuzugreifen und die Funktion "Modem Relocate" (Modem Verschieben) der PBX zwischen
ECPs auszuführen, ist der Benutzer in der Lage, die Rufweiterleitung und die
Nachrichtensignalisierung für die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung zu
konfigurieren. Die Funktion "Modem Relocate" ermöglicht dem Benutzer, auf das
Verwaltungsterminal am ECP zuzugreifen (über ein Modem) und Befehle auszuführen,
welche bewirken, dass die Nachrichtensignalisierungs-Anzeige und die Rufweiterleitung
der Heimat-Telefoneinrichtung an der gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung dupliziert
werden. Stattdessen kann der Benutzer auch die neuerdings gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung
mit den gewünschten Merkmalen in einer separaten Prozedur und ohne Integration
mit der Desk-Sharing-Anwendung manuell programmieren.
Der Stand der Technik weist jedoch verschiedene Einschränkungen
auf. Insbesondere ist die Funktion "Modem Relocate" nicht vollständig mit der
Desk-Sharing-Anwendung integriert, wodurch es erforderlich ist, dass der Benutzer
separat die Reservierung von Bürofläche unter Verwendung der Desk-Sharing-Anwendung
und die Impersonation (Identitätswechsel) der Einrichtung unter Verwendung
von Modem-Konnektivität vornimmt. Ferner gewährleistet sie nicht die Übertragung
von Merkmals- oder Telefoneinrichtungs-Identität zwischen Telefoneinrichtungen,
die zu zwei verschiedenen ECP-Knoten gehören (die gegenwärtige Fähigkeit
ist auf Rufweiterleitung und Nachrichtensignalisierung beschränkt). Da nicht
die vollständige Merkmalsmenge übertragen wird, werden einige der Merkmale
und Attribute der neuen Telefoneinrichtung den aktuellen Benutzer nicht korrekt
widerspiegeln (wie etwa die Namensanzeige und die Rechnungsinformationen). Obwohl
die manuelle Konfiguration von gemeinsam genutzten Telefoneinrichtungen eine Option
ist, wird die Aufgabe der manuellen Konfiguration in dem Maße, wie mehr Merkmale
zu Telefoneinrichtungen hinzugefügt werden, komplizierter und zeitaufwendiger,
z.B. um Benutzern Rechnung zu tragen, welche die gemeinsam genutzte Einrichtung
häufig für nur kurze Zeitabschnitte benutzen. Ferner könnte beim
Stand der Technik ein Löschen oder anderweitiges Zurücksetzen der konfigurierten
Merkmale eines vorhergehenden Benutzers von der gemeinsam genutzten Einrichtung
erforderlich sein.
ZUSAMMENFASSUNG UND AUFGABEN DER ERFINDUNG
Die obigen und andere Probleme und Unzulänglichkeiten bei gegenwärtigen
Desk-Sharing-Systemen werden durch die vorliegende Erfindung gelöst bzw. beseitigt,
und ein technischer Fortschritt wird erzielt, indem ein umfassenderes und integriertes
Desk-Sharing-System und ein entsprechendes Verfahren bereitgestellt werden, die
in einem ECP-Netz oder innerhalb einer einzelnen ECP realisierbar sind.
Gemäß der vorliegenden Erfindung besitzen ECP-Knoten, die
mit einer computergestützten Telefonieanwendung (Computer Supported Telephony
Application, CSTA) kompatibel sind, eine erweiterte netzwerkweite Fähigkeit
zur Impersonation von Telefoneinrichtungen, welche mit der Desk-Sharing-Anwendung
integriert ist. Die vorliegende Erfindung impersoniert zum Teil und im Wesentlichen
die Persönliche Identifikationsnummer (Personal Identification Number, PIN)
im Netz und Rufweiterleitungs-Attribute einer Standard-Telefoneinrichtung an einer
gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung unter Verwendung des CSTA-Konnektivitätsmoduls.
Die CSTA-Verbindung wird verwendet, um mit verschiedenen ECPs zu kommunizieren und
auf die Verbindungssteuerung für jede ECP zuzugreifen. Sie ermöglicht
außerdem die Ausführung der "Modem Relocate"-Befehle auf der ECP.
Dementsprechend ermöglicht, wenn ein Benutzer beschließt,
zeitweilig einen gemeinsam genutzten Büroplatz und dessen zugehörige Telefoneinrichtung
zu benutzen, die Einrichtungs-Impersonations-Fähigkeit der vorliegenden Erfindung,
dass Merkmalseinstellungen für die Dauer eines Reservierungszeitraums von der
fest zugeordneten ("dedizierten") Standard-(Heimat-)Telefoneinrichtung zu der gemeinsam
genutzten (Host-)Einrichtung transportiert werden. Das transportierte Telefoneinrichtungsprofil
enthält unter anderem die Netz-PIN und Rufweiterleitung. Diese zwei Merkmale
(welche z.B. unter Verwendung des CSTA-Protokolls aktiviert werden können)
stellen eine wichtige und höchst wünschenswerte Teilmenge der vollständigen
Merkmalsmenge dar. Die Netz-PIN ermöglicht die Übertragung von wesentlichen
Telefondiensten einschließlich der gewünschten Kennungs- und Merkmals-Funktionalität,
wie etwa Anruferkennung, Class of Service (Dienstklasse), Gesprächsdatenerfassung,
Wahlsperren, Mailbox- und Voice-Mail-Integration und Merkmale der dynamischen Gruppierung
(zum Beispiel Anrufübernahmegruppen). Rufweiterleitung ermöglicht die
automatische Übertragung von Gesprächen von der ursprünglichen Einrichtung
des Benutzers zu der gemeinsam genutzten Einrichtung, wodurch sie ermöglicht,
dass der Client mit einer geringen Verzögerung, wenn nicht sofort erreicht
wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung könnte bei einer alternativen
Ausführungsform die Standard-Telefoneinrichtung des Benutzers eine reale fest
zugeordnete Telefoneinrichtung sein, oder eine virtuelle Einrichtung in der Form
eines Datenbankeintrags, welcher die Telefonkennung und die bevorzugte Konfiguration
für den betreffenden Client darstellt.
Daher ist es eine Aufgabe dieser Erfindung, ein Verfahren zum automatischen
und dynamischen Übertragen einer Netz-PIN eines Anrufers und von Rufweiterleitungs-Attributen
von einer ersten Telefoneinrichtung zu einer zweiten gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung
innerhalb derselben oder in verschiedenen CSTA-fähigen ECPs bereitzustellen.
Es ist außerdem eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
Desk-Sharing-Anwendungssoftware mit dem Transport der Telefoneinrichtungs-Merkmale
zu integrieren.
Es ist eine weitere Aufgabe dieser Erfindung, die existierende Funktionalität
der Merkmalsübertragungs-Funktion "Modem Relocate" zu emulieren und zu erweitern,
so dass sie Netz-PIN und Rufweiterleitung umfasst.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Telefoneigenschaften
und eine Merkmalsmenge zwischen der Standard-Telefoneinrichtung des Benutzers und
der zugewiesenen gemeinsam genutzten Einrichtung zu übertragen (wobei der Begriff
"übertragen" hier ein einfaches Widerspiegeln von Funktionalität oder
eine tatsächliche Übertragung von Funktionen beinhalten kann, wie für
Fachleute klar ist), wobei die Standard-Einrichtung eine wirkliche oder eine virtuelle
Telefoneinrichtung sein kann.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die oben genannten und weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden anhand der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung beispielhafter
Ausführungsformen derselben besser ersichtlich, die in den beigefügten
Zeichnungen dargestellt sind, wobei:
ein der Veranschaulichung dienendes Blockschaltbild
von zwei CSTA-kompatiblen ECP-Knoten ist, die auf einen Desk-Sharing-Server zugreifen,
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
ein Flussdiagramm der Schritte im Zusammenhang
mit der Durchführung der Einrichtungs-Impersonation gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
Die vorliegende Erfindung integriert die Desk-Sharing-Anwendung mit
dem Merkmal der Telefoneinrichtungs-Impersonation durch die Verwendung der Netzkonnektivität
des ECP-Netzes. Diese Erfindung integriert unter anderem die Verbindungssteuerungs-Fähigkeiten
der ECP mit der Desk-Sharing-Anwendung. Gemäß der vorliegenden Erfindung
wird, wenn ein Client die Desk-Sharing-Anwendung verwendet, um eine gemeinsam genutzte
Bürofläche oder einen gemeinsam genutzten Ort zu reservieren, welcher
eine zugehörige Telefoneinrichtung aufweist, eine Verbindung zu der ECP auf
der Gemeinsamen Zugangsplattform (Common Access Platform, CAP) hergestellt, und
die Netz-PIN und Rufweiterleitungs-Optionen des Clients werden von der Standardeinrichtung
des Benutzers zu der neu zugewiesenen physikalischen Einrichtung übertragen.
ist ein Blockschaltbild einer beispielhaften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung für ein ECP-Netz, das aus zwei
CSTA-kompatiblen ECP-Knoten besteht. CSTA ist ein Standard der ECMA (European Computer
Manufacturer's Association), der von Herstellern von Nebenstellenanlagen sehr oft
angewendet wird, um das Interworking von Anwendungen mit ECPs von verschiedenen
Anbietern zu erleichtern. Bei der beispielhaften Ausführungsform von
umfasst die Heimat-ECP 100 eine Heimat-Nebenstellenanlage
110, eine fest zugeordnete ("dedizierte") Telefoneinrichtung
120 und eine gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung 130. Sowohl
die fest zugeordnete (d.h. Standard- oder Heimat-)Telefoneinrichtung 120
als auch die gemeinsam genutzte (d.h. Host-)Telefoneinrichtung 130 sind
mit der Heimat-Nebenstellenanlage (PBX) 110 unter Verwendung der firmeneigenen
Schnittstelle 140verbunden. Die Host-ECP 105 umfasst ebenfalls
eine Host-Nebenstellenanlage (PBX) 115, eine fest zugeordnete Telefoneinrichtung
125 und eine gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung 135. Die fest
zugeordnete Telefoneinrichtung 125 und die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung
135 sind mit der Host-PBX 115 über die firmeneigene Schnittstelle
145 verbunden. Für einen Fachmann ist klar, dass eine beliebige (z.B.
eine firmeneigene oder standardmäßige) Schnittstelle anstelle der firmeneigenen
Schnittstellen 140 und 145 verwendet werden kann, solange sie
der Telefoneinrichtungs-Schnittstelle bei der eingesetzten Heimat-PBX
10 bzw. Host-PBX 115 Rechnung trägt. Die Heimat-ECP
100 und die Host-ECP 105 sind miteinander über die ECP Netzwerkweite
(Networkwide, NW) Schnittstelle 155 verbunden. Die ECP NW Schnittstelle
115 ist eine Netzwerkverbindung zum Transportieren von Sprache und Daten
durch die Heimat-ECP 100 und die Host-ECP 105 unter Verwendung
verschiedener herkömmlicher privater oder standardmäßiger Networking-Protokolle
für die Interkommunikation (z.B. ISDN, ECMA-QSIG).
Die Heimat-PBX 110 und die Host-PBX 115 sind mit
der CAP 150 verbunden. Bei einer Ausführungsform werden die ACL-Schnittstellen
160 und 165 verwendet, um eine Verbindungssteuerungs-Verbindung
zwischen der CAP 150 und der Heimat-PBX 110 bzw. der Host-PBX
115 bereitzustellen. Bei anderen Ausführungsformen kann, wie leicht
einzusehen ist, eine Standard-Schnittstelle (z.B. CSTA) oder eine andere firmeneigene
Schnittstelle verwendet werden. Die CAP 150 ist Teil des Anwendungsservers
180, welcher die Heimat-ECP 100 und die Host-ECP 105
verbindet. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform sind sowohl die CAP
150 als auch der Desk-Sharing-Server 170 im Anwendungsserver
180 resident und miteinander über die CSTA-Protokoll-Verbindung
175 verbunden. Bei einer anderen Ausführungsform kann ein Desk-Sharing-Server
außerhalb des Anwendungsservers 180 resident sein und mit der CAP
150 unter Verwendung derselben CSTA-Protokoll-Verbindung 175 verbunden
sein.
Benutzer können über eine Desk-Sharing-Client-Benutzeroberfläche
190, die auf einem Endgerät oder einem PC 195 ausgeführt
wird, auf den Desk-Sharing-Server zugreifen und das Desk-Sharing und die Telefoneinrichtungs-Impersonation
durchführen. Bei dieser beispielhaften Ausführungsform führt der
Desk-Sharing-Server 170 die Funktion einer Server-Anwendung aus, die dem
Benutzer ermöglicht, das Einrichtungs-Impersonations-Merkmal zwischen den fest
zugeordneten Telefoneinrichtungen (120 oder 125) und den gemeinsam
genutzten Telefoneinrichtungen (130 oder 135) anzufordern.
Bei der beispielhaften Ausführungsform von
können die Telefoneinrichtungen 120, 130, 125 und
135 z.B. ein IP-Telefon, ein ISDN-Telefon oder ein digitales PBX-Telefon
sein. Stattdessen können die fest zugeordneten Telefoneinrichtungen
120 und 125 auch virtuelle Telefone sein, welche als ein Datenbankeintrag
auf der ECP dargestellt sind, der die Kennung und die bevorzugten Telefoneinstellungen
des Benutzers angibt. Gemäß der vorliegenden Erfindung können die
fest zugeordneten und die gemeinsam genutzten Telefoneinrichtungen zu derselben
ECP oder zu verschiedenen ECPs gehören.
Der Anwendungsserver 180 und der CAP 150 sind logische
Blöcke, welche eine Architekturansicht einer ECP darstellen, welche in der
Lage ist, unter Verwendung des CSTA-Protokolls zu kommunizieren. Der Desk-Sharing-Server
ist normalerweise an demselben Ort wie eine ECP angeordnet, er muss sich jedoch
mit den anderen ECPs koordinieren. Sowohl die Heimat-ECP 100 als auch die
Host-ECP 105 müssen CSTA-kompatibel sein, müssen jedoch nicht
unbedingt dieselben Fähigkeiten aufweisen.
Die CAP 150 ist eine Middleware, welche mit den verschiedenen
ECP-Knoten verbunden ist und als ein Übersetzer zwischen diesen verschiedenen
Knoten agiert und den Anwendungen eine gemeinsame und vereinheitlichte Verbindungssteuerungs-Schnittstelle
zur Verfügung stellt. Ferner weist die CAP 150 eine CSTA-Protokoll-Verbindung
175 auf, welche eine Kommunikation mit CSTA-kompatiblen Lösungen ermöglicht,
wie etwa dem Desk-Sharing-Server 170. Somit kann der Administrator oder
Benutzer des Desk-Sharing-Clients eine graphische Benutzeroberfläche
190 des Desk-Sharing-Clients von einem Endgerät oder einem PC
195 aus benutzen, um eine Verbindung mit dem Desk-Sharing-Server
170 herzustellen und anschließend die netzwerkweite Relokation zu
der entsprechenden ECP über die CSTA-Verbindung 175 anzufordern. Ferner
erleichtert die Fähigkeit von CAP 150, ein Standardprotokoll zu unterstützen,
zusätzlich die Integration von externen (von Fremdlieferanten stammenden) Nebenstellenanlagen/ECPs.
Wenn ein autorisierter Benutzer des fest zugeordneten Telefons (zum
Beispiel 120) oder ein Administrator, der den Telefonbenutzer vertritt,
über den PC 195 auf den Desk-Sharing-Server 170 zugreift
und anfordert, eine gemeinsam genutzte Bürofläche und die entsprechende
gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung zu reservieren (zum Beispiel das gemeinsam
genutzte Telefon 135 auf der Host-ECP 105), initiiert die Desk-Sharing-Server-Anwendung
die Transaktion. Falls eine Telefoneinrichtung mit der ausgewählten gemeinsam
genutzten Bürofläche gekoppelt ist, wird eine Anforderung (über die
CSTA-Protokoll-Verbindung 170) zu der ECP-Verbindungssteuerungs-Verbindung
auf der CAP 150 übermittelt, die Merkmalsübertragung auszuführen.
zeigt die Prozedur im Zusammenhang mit der
netzwerkweiten Impersonation einer Einrichtung gemäß einer beispielhaften
Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die vorliegende Erfindung ermöglicht
dem Benutzer, mit der graphischen Benutzeroberfläche der Desk-Sharing-Anwendung
(die auf dem Client-PC 195 resident ist) zu interagieren. Die Prozedur
beginnt in 210, wenn sich der Administrator oder ein autorisierter Telefonbenutzer
bei dem Desk-Sharing-System anmeldet und die Desk-Sharing-Anwendung ausführt.
Der Benutzer identifiziert dann in 220 einen gemeinsam genutzten Arbeitsbereich
und wählt eine zugehörige gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung. In
230 prüft die Desk-Sharing-Anwendung die Verfügbarkeit der angeforderten
gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung. Falls die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung
bereits einem anderen Client zugewiesen worden ist oder aus anderen Gründen
nicht verfügbar ist, wird der Benutzer aufgefordert, den Auswahlprozess in
220 neu zu beginnen. Andernfalls, wenn die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung
verfügbar ist, weist die Desk-Sharing-Anwendung in 240 die gemeinsam
genutzte Telefoneinrichtung dem sie anfordernden Benutzer zu.
Anschließend wird in 250 die netzwerkweite Relokations-Funktionalität
emuliert, um die Netz-PIN und Rufweiterleitung zu impersonieren. Speziell wird die
Impersonation bewerkstelligt, indem die PIN der vorkonfigurierten, dem Benutzer
fest zugeordneten Telefoneinrichtung (welche in der Datenbank des Desk-Sharing-Servers
gespeichert ist) verwendet wird und zusammen mit dem Rufweiterleitungs-Merkmal in
der administrativen Bibliothek der Host-ECP aktiviert wird. Diese Impersonation
bewirkt, dass die Netz-PIN und die Rufweiterleitungs-Attribute der Standard-Telefoneinrichtung
an der gemeinsam genutzten Telefoneinrichtung widergespiegelt werden. Am Ende des
Reservierungszeitraums, oder wenn der Benutzer die Reservierung der gemeinsam genutzten
Einrichtung beendet, werden die funktionalen Attribute der fest zugeordneten und
gemeinsam genutzten Einrichtungen in den Zustand, der vor dem Desk-Sharing vorlag,
zurückgesetzt.
Gemäß der vorliegenden Erfindung kann eine netzwerkweite
Relokation für Bedingungen der gemeinsamen Nutzung sowohl innerhalb einer ECP
als auch zwischen ECPs durchgeführt werden, solange beide ECPs CSTA-fähig
sind. Bei einer Ausführungsform ist der ECP-Administrator in der Lage, die
Anwendung der netzwerkweiten Relokation z.B. auf die Bedingungen der gemeinsamen
Nutzung von Einrichtungen zwischen ECPs zu begrenzen und das Desk-Sharing auf der
Basis von "Autoset Relocate" für die Bedingungen der gemeinsamen Nutzung von
Telefoneinrichtungen innerhalb einer ECP anzuwenden (wie in der oben zitierten ebenfalls
anhängigen Patentanmeldung beschrieben ist). Bei einer solchen Ausführungsform
bestimmt die Desk-Sharing-Anwendung, ob die fest zugeordnete Telefoneinrichtung
und die gemeinsam genutzte Telefoneinrichtung zu derselben ECP gehören, und
führen anschließend die geeignete Desk-Sharing-Anwendung auf der Basis
der vom ECP-Administrator getroffenen Wahl aus.
Wenn die Impersonation oder Relokation der Einrichtung beendet ist,
meldet die Anwendung den Zustand der Desk-Sharing-Prozedur dem Benutzer und kennzeichnet
in 260 die gemeinsam genutzte Einrichtung als für die Dauer des Desk-Sharing-Zeitraums
nicht für andere Benutzer verfügbar.
Es ist möglich, die Erfindung auf andere Anwendungen auszudehnen,
welche von der Integration mit Telefonieanwendungen profitieren können. Zum
Beispiel kann ein persönlicher digitaler Assistent (PDA) oder ein vergleichbar
ausgestattetes Mobiltelefon verwendet werden, um verfügbare freie Plätze
in einem Theater, einem Stadion oder einem Hotel zu durchsuchen und dementsprechend
gespeicherte Präferenzen des Clients (Ort, Preisspanne usw.) zu verwenden,
um die Suche nach einem bestimmten Ort einzuengen. Ferner kann die Erfindung für
die Zuweisung von "festen Ressourcen" verwendet werden, damit Telefonbenutzer dauerhaft
oder für einen längeren Zeitraum ihren Platz im Büro wechseln können,
wobei eine andere Plattform verwendet wird, wie etwa die Standortzuweisungs-Anwendung,
anstelle der hier beschriebenen Desk-Sharing-Anwendung.