Die vorliegende Erfindung betrifft ein Operationsmikroskop und insbesondere
ein Operationsmikroskop, das auf eine ophthalmologische Operation anwendbar ist.
Mit der jüngsten Entwicklung der alternden Gesellschaft und dergleichen
gibt es gegenüber früher eine wachsende Nachfrage nach ophthalmologischen
Operationen. Ein Auge (zu operierendes Auge) eines Patienten, das der Gegenstand
einer ophthalmologischen Operation ist, weist eine äußerst winzige und
empfindliche Struktur auf, so daß es allgemeine Praxis ist, die Operation durchzuführen,
während das zu operierende Auge unter Verwendung eines Mikroskops beobachtet
wird.
Als ein Beispiel eines solchen Operationsmikroskops ist zum Beispiel
ein Mikroskop bekannt, das in JP 2002-350735
A offenbart wird, (das im folgenden als das „bekannte Dokument 1"
bezeichnet wird). Dieses Operationsmikroskop weist einen Aufbau auf, wo eine Vorderlinse
zur Beleuchtung eines zu operierenden Auges zwischen einem optischen System, das
eine Objektivlinse enthält, und dem zu operierenden Auge vorgesehen ist, eine
Linseneinheit zur Umwandlung eines seitenverkehrten Bildes zu operierenden Auges,
das durch die Vorderlinse erhalten wird, in ein aufrechtes Bild, so vorgesehen ist,
daß sie in einen Lichtweg des optischen Systems einfügbar und aus ihm
entfernbar ist, die Bewegungsrichtung der Vorderlinse und des optischen Systems
durch eine Bewegungsvorrichtung beruhend darauf umgeschaltet wird, ob die Linseneinheit
in den Lichtweg eingefügt wird. Mit diesem Operationsmikroskop wird die Notwendigkeit
beseitigt, einen Lichtleiter in einer Hand zu halten, im Gegensatz zum Fall einer
herkömmlichen ophthalmologischen Operation, so daß es für einen Operateur
möglich wird, seine Hände frei zu gebrauchen und die Vorderlinse und das
optische System passend zu bewegen, während er das zu operierende Auge beobachtet.
Folglich werden die Genauigkeit und Schnelligkeit einer Operation verbessert.
Außerdem offenbart JP
2001-275978 A (das im folgenden als das „bekannte Dokument 2" bezeichnet
wird) eine ophthalmologische Vorrichtung, die mit einem Binokular-Stereomikroskop
versehen ist. Diese ophthalmologische Vorrichtung weist einen Aufbau auf, die eine
Steuerung ermöglicht, so daß abhängig davon, ob der anteriore Abschnitt
eines Auges, der untersucht werden soll, beobachtet werden soll, oder die Retina
oder der Glaskörper davon beobachtet werden soll, ein Stereowinkel-Umwandlungsabschnitt
und ein Farbtemperatur-Umwandlungselement in/aus den rechten und linken optischen
Achsen durch Ändern der Position eines Gestells eingefügt/entfernt werden.
Wenn das Gestell genauer gesagt näher am Auge angeordnet wird, das untersucht
werden soll, um den anterioren Abschnitt zu beobachten, erfaßt ein Positionserfassungsschalter
diese Situation, und eine Steuerverabeitungseinheit fügt den Stereowinkel-Umwandlungsabschnitt
und das Farbtemperatur-Umwandlungselement beruhend auf dem Erfassungsergebnis in
die rechten und linken optischen Achsen ein. Wenn andererseits das Gestell entfernt
vom Auge angeordnet wird, das untersucht werden soll, um die Retina oder den Glaskörper
zu beobachten, erfaßt der Positionserfassungsschalter diese Situation, und
die Steuerverabeitungseinheit zieht den Stereowinkel-Umwandlungsabschnitt und das
Farbtemperatur-Umwandlungselement beruhend auf dem Erfassungsergebnis von den rechten
und linken optischen Achsen zurück.
Ferner ist die ophthalmologische Vorrichtung, die mit dem Stereomikroskop
versehen ist, das im bekannten Dokument 2 beschrieben ist, so aufgebaut, daß
erfaßt wird, ob eine Hilfslinse (Kontaktlinse) zur Beobachtung des Augenhintergrunds
des Auges, das untersucht werden soll, in den Raum zwischen dem Auge, das untersucht
werden soll, und der Objektivlinse eingefügt ist, und die Einfügung/Entfernung
des Stereowinkel-Umwandlungsabschnitts und/oder des Farbtemperatur-Umwandlungselements
in/aus den rechten und linken optischen Achsen beruhend auf dem Erfassungsergebnis
gesteuert wird.
In einigen Fällen wird während einer ophthalmologischen
Operation ein Mikroskop verwendet, während die Umschaltung zwischen verschiedenen
Beobachtungsarten durchgeführt wird. Daher ist das oben beschriebene herkömmliche
Operationsmikroskop so aufgebaut, daß es möglich ist, die Vorderlinse
abhängig vom Verwendungszweck durch Schwenken eines Haltearms in/aus dem Lichtweg
einzufügen/zu entfernen. Wenn es erwünscht ist, die Retina oder den Glaskörper
des zu operierenden Auges zu beobachten, wird zum Beispiel die Vorderlinse zwischen
der Objektivlinse und dem zu operierenden Auge angeordnet und verwendet. Andererseits
ist es zum Beispiel zu der Zeit der Beobachtung des anterioren Abschnitts des zu
operierenden Auges oder zu der Zeit der Verwendung der Kontaktlinse erforderlich,
die Vorderlinse zu schwenken und zurückzuziehen.
Außerdem ist es zu der Zeit, wenn die Verwendung/der Rückzug
der Vorderlinse umgeschaltet wird, erforderlich, den Bestrahlungswinkel eines Beleuchtungslichtflusses
zu ändern, um die Position der Objektivlinse bezüglich des zu operierenden
Auges zu ändern und um die Anordnung der Linseneinheit umzuschalten. Folglich
ist es erforderlich, daß der Operateur Bedienungen wie die Änderung des
Bestrahlungswinkels des Beleuchtungslichtflusses, die Einfügung/Entfernung
der Linseneinheit in/aus dem Lichtweg, die Einstellung der Position
der Objektivlinse und dergleichen entsprechend der Verwendung/des Rückzugs
der Vorderlinse durchführt. Folglich kann nicht notwendigerweise behauptet
werden, daß eine Bedienbarkeit während einer Operation günstig ist,
und dies wird zu einem Faktor, der die reibungslose Durchführung der Operation
behindert.
Ferner kann beim herkömmlichen Operationsmikroskop, das im bekannten
Dokument 1 beschrieben wird, die Vorderlinse in den Raum zwischen dem zu operierenden
Auge und der Objektivlinse in einem Zustand eingefügt werden, wo die Objektivlinse
dicht am zu operierenden Auges angeordnet ist. Außerdem können die Objektivlinse
und die Vorderlinse dichter am zu operierenden Auge in einem Zustand angeordnet
werden, indem die Vorderlinse eingefügt ist. Folglich gibt es eine Gefahr,
daß die Vorderlinse das zu operierende Auge treffen kann.
Andererseits wird bei der ophthalmologischen Vorrichtung, die mit
dem Stereomikroskop versehen ist, die im bekannten Dokument 2 beschrieben wird,
die Steuerung der Einfügung/Entfernung der optischen Elemente nur beruhend
auf dem Erfassungsergebnis der Position des Gestells oder der Position der Hilfslinse
durchgeführt, und die optischen Elemente, deren Einfügung/Entfernung gesteuert
wird, sind auf den Stereowinkel-Umwandlungsabschnitt und das Farbtemperatur-Umwandlungselement
beschränkt. Folglich ist es schwierig, diese Technik auf ein Operationsmikroskop
anzuwenden.
Es wird angenommen, daß dies auf den folgenden Grund zurückzuführen
ist. Die Bewegung des Gestells im Fall der ophthalmologischen Vorrichtung entspricht
im Fall eines Operationsmikroskops der Aufwärts-/Abwärtsbewegung eines
optischen Systems bezüglich eines zu operierenden Auges, und diese Aufwärts-/Abwärtsbewegung
des optischen Systems wird entsprechend des Vorhandenseins oder Fehlens einer Vorderlinse
durchgeführt (als Reaktion auf eine Umschaltung zwischen Beobachtungsverfahren),
wodurch es schwierig ist, die Bedienbarkeit nur durch die Steuerung der Einfügung/Entfernung
des Stereowinkel-Umwandlungsabschnitts (Stereovariators) und des Farbtemperatur-Umwandlungselements
ausreichend zu erhöhen. Das heißt, im Fall des Operationsmikroskops wird
in vielen Fällen die Aufwärts-/Abwärtsbewegung des optischen Systems
entsprechend der manuellen Einfügung/Entfernung der Vorderlinse durchgeführt,
und in solchen Fällen ist es erforderlich, zur Aufwärts-/Abwärtsbewegung
des optischen Systems zur Einfügung/Entfernung der Vorderlinse zusätzlich
eine Bedienung durchzuführen. Folglich kann man kaum sagen, daß eine ausgezeichnete
Bedienbarkeit erhalten wird.
Die vorliegende Erfindung ist in Hinblick auf die oben beschriebenen
Umstände gemacht worden, und hat als Aufgabe, ein Operationsmikroskop bereitzustellen,
das eine ineinandergreifende Ausführung einer Reihe von Bedienungen ermöglicht,
die als Reaktion auf eine Umschaltung zwischen Verfahren zur Beobachtung eines zu
operierenden Auges durchgeführt werden sollten, wodurch die Bedienbarkeit verbessert
wird.
Ferner hat die vorliegende Erfindung eine Aufgabe, ein Operationsmikroskop
bereitzustellen, wobei die Sicherheit verbessert wird, indem die Verhinderung eines
Unfalls ermöglicht wird, wo eine Vorderlinse ein zu operierendes Auge trifft.
Um die obenerwähnten Aufgaben zu lösen, wird gemäß
eines ersten Aspekts der vorliegenden Erfindung ein Operationsmikroskop bereitgestellt,
das aufweist:
eine Objektivlinse, die so angeordnet ist, daß sie einem zu operierenden Auge
gegenüberliegt;
eine Vorderlinse, die manuell in einen Raum zwischen dem zu operierenden Auge und
der Objektivlinse einfügbar und aus ihm entfernbar ist und eine Erfassungseinrichtung
aufweist, um die Einfügung und Entfernung der Vorderlinse zu erfassen;
eine Beleuchtungseinrichtung zur Erzeugung eines Beleuchtungslichts zur Beleuchtung
des zu operierenden Auges, wobei die Beleuchtungseinrichtung einen Winkel des Beleuchtungslichtflusses
bezüglich einer optischen Achse eines Beobachtungslichtflusses ändern
kann, der verwendet wird, um das zu operierende Auge zu beobachten;
eine Steuereinrichtung zur Steuerung der Beleuchtungseinrichtung beruhend auf einem
Signal einer Operation der Erfassungseinrichtung in einer ineinandergreifenden Weise,
um das zu operierende Auge zu beobachten.
Gemäß eines zweiten Aspekts der vorliegenden Erfindung weist
das Operationsmikroskop ferner auf: eine Bewegungseinrichtung zur Bewegung der Objektivlinse
und/oder der Vorderlinse in die Achsenrichtung des zu operierenden Auges,
eine Umschalteinrichtung zum Betreiben der Bewegungseinrichtung, und die Steuereinrichtung
steuert ferner die Umschalteinrichtung und jede Einrichtung in einer ineinandergreifenden
Weise, um das zu operierende Auge zu beobachten.
Ferner weist gemäß eines dritten Aspekts der vorliegenden
Erfindung das Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung ferner auf:
eine optische Einheit zur Umwandlung, wenn die Vorderlinse in den Raum zwischen
dem zu operierenden Auge und der Objektivlinse eingefügt ist, eines seitenverkehrten
Beobachtungsbilds des zu operierenden Auges in ein aufrechtes Bild; und
eine Einrichtung zur Einfügung/Entfernung der optischen Einheit
zur Einfügung/Entfernung der optischen Einheit in/aus dem Lichtweg des Beobachtungslichtflusses
aus dem zu operierenden Auge,
in dem die Steuereinrichtung beruhend auf der Operation der Umschalteinrichtung
ferner die Einfügung/Entfernung der optischen Einheit in/aus dem Lichtweg des
Beobachtungslichtflusses durch die Einrichtung zur Einfügung/Entfernung der
optischen Einheit steuert.
Ferner weist gemäß eines vierten Aspekts der vorliegenden
Erfindung das Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung ferner auf:
ein Paar rechter und linker Okulare zur Beobachtung des zu operierenden Auges;
ein Paar rechter und linker optischer Systeme, die jeweils das Beobachtungslicht
aus dem zu operierenden Auge zum Paar der rechten und linken Okulare leiten;
ein Element zur Änderung der Position einer optischen Achse zur Änderung
der relativen Positionen der optischen Achsen des Beobachtungslichtflusses, der
durch das Paar rechter und linker optischer Systeme geleitet werden soll; und
eine Einfügungs-/Entfernungseinrichtung des Elements zur Änderung der
Position einer optischen Achse zur Einfügung/Entfernung des Elements zur Änderung
der Position einer optischen Achse in/aus dem Lichtweg des Beobachtungslichtflusses,
in dem die Steuereinrichtung beruhend auf der Operation der Erfassungseinrichtung
die Einfügung/Entfernung des Elements zur Änderung der Position einer
optischen Achse in/aus dem Lichtweg des Beobachtungslichtflusses durch die Einfügungs-/Entfernungseinrichtung
des Elements zur Änderung der Position einer optischen Achse steuert.
Ferner weist gemäß eines fünften Aspekts der vorliegenden
Erfindung das Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung ferner auf:
eine optische Einheit zur Umwandlung, wenn die Vorderlinse in den Raum zwischen
dem zu operierenden Auge und der Objektivlinse eingefügt ist, eines seitenverkehrten
Beobachtungsbilds des zu operierenden Auges in ein aufrechtes Bild; und
eine Einfügungs-/Entfernungseinrichtung für die optische Einheit zur Einfügung/Entfernung
der optischen Einheit in/aus dem Lichtweg des Beobachtungslichtflusses aus dem zu
operierenden Auge,
in dem die Steuereinrichtung entsprechend der Einfügung/|Entfernung der Vorderlinse
ferner die Einfügung/Entfernung der optischen Einheit in/aus dem Lichtweg des
Beobachtungslichtflusses durch die Einrichtung zur Einfügung/Entfernung der
optischen Einheit steuert.
Ferner weist gemäß eines sechsten Aspekts der vorliegenden
Erfindung das Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung ferner auf:
ein Paar rechter und linker Okulare zur Beobachtung des operierenden Auges;
ein Paar rechter und linker optischer Systeme, die jeweils den Beobachtungslichtfluß
aus dem zu operierenden Auge zu dem Paar rechter und linker Okulare leiten;
ein Element zur Änderung der Position einer optischen Achse zur Änderung
relativer Positionen der optischen Achsen des Beobachtungslichtflusses, der durch
das Paar rechter und linker optischer Systeme geleitet werden soll; und
eine Einfügungs-/Entfernungseinrichtung des Elements zur Änderung der
Position einer optischen Achse zur Einfügung/|Entfernung des Elements zur Änderung
der Position einer optischen Achse in/aus dem Lichtweg des Beobachtungslichtflusses,
in dem die Steuereinrichtung entsprechend der Einfügung/Entfernung der Vorderlinse
ferner die Einfügung/Entfernung des Paars der Okulare, des Paars der optischen
Systeme und des Elements zur Änderung der Position einer optischen Achse in/aus
dem Lichtweg des Beobachtungslichtflusses steuert.
Ferner steuert gemäß eines siebenten Aspekts der vorliegenden
Erfindung im Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung die Steuereinrichtung entsprechend einer Einfügung/Entfernung der
Vorderlinse ferner eine Richtung der Bewegung der Objektivlinse und/oder der Vorderlinse,
die durch die Bewegungseinrichtung bezüglich des zu operierenden Auges durchgeführt
wird.
Ferner steuert gemäß eines achten Aspekts der vorliegenden
Erfindung im Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung die Steuereinrichtung so, daß die Einfügung der Vorderlinse
in den Raum zwischen dem zu operierenden Auge und der Objektivlinse verhindert wird,
bis die Objektivlinse und die Vorderlinse durch die Bewegungseinrichtung in eine
Richtung bewegt werden, in der die Objektivlinse und die Vorderlinse vom zu operierenden
Auge weggezogen werden.
Ferner steuert gemäß eines neunten Aspekts der vorliegenden
Erfindung im Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung die Steuereinrichtung so, daß die Bewegung der Objektivlinse und
der Vorderlinse, die durch die Bewegungseinrichtung in eine Richtung durchgeführt
werden, in der sich die Objektivlinse und die Vorderlinse dem zu operierenden Auge
nähern, ferner verhindert wird, bis die Vorderlinse und die Objektivlinse zwischen
dem zu operierenden Auge und der Objektivlinse heraus zurückgezogen werden.
Ferner weist gemäß eines zehnten Aspekts der
vorliegenden Erfindung das Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts
der vorliegenden Erfindung ferner eine Vorderlinsenbewegungseinrichtung zur Bewegung
der Vorderlinse in einer optischen Achsenrichtung des Beobachtungslichtflusses auf,
in der die Steuereinrichtung entsprechend der Einfügung/Entfernung der Vorderlinse
ferner die Vorderlinsenbewegungseinrichtung so steuert, daß die Vorderlinse
in eine vorgegebene Ausgangsposition zurückgebracht wird.
Ferner weist gemäß eines elften Aspekts der vorliegenden
Erfindung das Operationsmikroskop gemäß des zweiten Aspekts der vorliegenden
Erfindung ferner eine Zoomvergrößerungsänderungseinrichtung zur Änderung
einer Zoomvergrößerung eines Beobachtungsbilds des zu operierenden Auges
auf, in dem die Steuereinrichtung entsprechend der Einfügung/Entfernung der
Vorderlinse ferner die Zoomvergrößerungsänderungseinrichtung so steuert,
daß die Zoomvergrößerung auf eine vorgegebene Anfangsvergrößerung
zurückgebracht wird.
Ferner weist gemäß eines zwölften Aspekts der vorliegenden
Erfindung das Operationsmikroskop gemäß eines der zweiten bis elften Aspekte
der vorliegenden Erfindung ferner eine Erfassungseinrichtung zur Erfassung auf,
ob die Vorderlinse in einer vorgegebenen Aufnahmeposition aufgenommen ist, in dem
die Steuereinrichtung ferner die Einfügung/Entfernung der Vorderlinse beruhend
auf einem Ergebnis der Erfassung durch die Erfassungseinrichtung steuert.
Ferner weist gemäß eines dreizehnten Aspekts der vorliegenden
Erfindung das Operationsmikroskop gemäß eines der ersten bis zwölften
Aspekte der vorliegenden Erfindung ferner einen Fußschalter auf, um jede ineinandergreifende
Umschalteinrichtung zu betätigen.
Es werden nun bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung in Verbindung
mit den beigefügten Zeichnungen beschrieben. Es zeigen:
1 ein schematisches Diagramm, das einen Gesamtaufbau
eines Operationsmikroskops einer ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
2 eine schematische perspektivische Ansicht, die einen
Aufbau eines Operateurmikroskops des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen
Ausführungsform zeigt;
3A ein schematisches Diagramm, das einen Teilaufbau
eines optischen Systems zeigt, das in einem Objektivlinsentubusabschnitt des Operationsmikroskops
der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform untergebracht ist;
3B ein weiteres schematisches Diagramm, das den Teilaufbau
des optischen Systems zeigt, das im Objektivlinsentubusabschnitt des Operationsmikroskops
der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform untergebracht ist;
4 eine schematische perspektivische Ansicht, die einen
inneren Aufbau eines Umkehrabschnitts des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen
Ausführungsform zeigt;
5 ein schematisches Diagramm, das einen Aufbau zum
Halten einer Vorderlinse des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen
Ausführungsform zeigt;
6 ein schematisches Diagramm, das einen Zustand zeigt,
wo ein Haltearm des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen
Ausführungsform in einem stehenden Zustand angeordnet ist;
7 ein Blockdiagramm, das einen Aufbau zeigt, der die
Steuerung des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
betrifft;
8 einen Ablaufplan, der eine erste Steuerungsart des
Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
9 einen weiteren Ablaufplan, der die erste Steuerungsart
des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
10 einen Ablaufplan, der eine zweite Steuerungsart
des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
11 einen weiteren Ablaufplan, der die zweite Steuerungsart
des Operationsmikroskops der ersten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt;
12A eine äußerliche Seitenansicht, die einen
Aufbau eines Operateurmikroskops eines Operationsmikroskops einer zweiten erfindungsgemäßen
Ausführungsform zeigt;
12B eine äußerliche Vorderansicht, die den
Aufbau des Operateurmikroskops des Operationsmikroskops der zweiten erfindungsgemäßen
Ausführungsform zeigt;
12C eine durchsichtige Seitenansicht, die einen aufgenommenen
Zustand einer Vorderlinse des Operateurmikroskops des Operationsmikroskops der zweiten
erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt;
13 ein Blockdiagramm, das einen Aufbau
zeigt, der die Steuerung des Operationsmikroskops der zweiten erfindungsgemäßen
Ausführungsform betrifft;
14 einen Ablaufplan, der eine Steuerungsart des Operationsmikroskops
der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform zeigt; und
15 ein weiterer Ablaufplan, der die Steuerungsart des
Operationsmikroskops der zweiten erfindungsgemäßen Ausführungsform
zeigt.
<Erste Ausführungsform>
(Aufbau des Operateurmikroskops)
Als nächstes wird ein detaillierterer Aufbau des Operationsmikroskops
1 beschrieben, indem außerdem auf 2 Bezug
genommen wird, die eine vergrößerte perspektivische Ansicht des Operateurmikroskops
6. ist. Wie in den 1 und 2
gezeigt, weist das Operateurmikroskop 6 einen Objektivlinsentubusabschnitt
10, einen Umkehrabschnitt 20, ein Paar rechter und linker Okulare
30, eine Vorderlinse 40 und einen Haltearm 41 auf, der
die Vorderlinse 40 hält. Der Haltearm 41 ist durch verschiedene
Elemente, die später beschrieben werden sollen, mit dem Objektivlinsentubusabschnitt
10 verbunden.
(Objektivlinsentubusabschnitt)
Die 3A und 3B
zeigen jeweils einen Teilaufbau eines optischen Systems, das in den Objektivlinsentubusabschnitt
10 eingebettet ist, wobei 3A eine Seitenansicht
und 3B eine Vorderansicht ist. Man beachte, daß
in 3B die Darstellung eines Beleuchtungsprismas
13 weggelassen wird und ein Zustand gezeigt wird, wo ein Stereovariator
14, der später beschrieben werden soll, auf einer optischen Achse
angeordnet ist. Es sind eine Objektivlinse 11, die so angeordnet ist, daß
sie dem zu operierenden Auge E gegenüberliegt, eine Zoomlinse 12,
eine nicht gezeigte Lichtquelle (siehe eine Lichtquelle 63 in
7), das Beleuchtungsprisma 13 und der Stereo-
(Winkel) Variator 14 im Objektivlinsentubusabschnitt 10 untergebracht.
Das Beleuchtungsprisma 13 ist an einer Position angeordnet, die von einer
optischen Achse O der Objektivlinse 11 dezentriert ist, und bildet ein
optisches Element zur Ablenkung eines Lichtflusses, der aus der Lichtquelle emittiert
wird und das zu operierende Auge E beleuchtet. Außerdem umfasst die Zoomlinse
12 ein Paar einer rechten Zoomlinse 12R und einer linken Zoomlinse
12L, die an Positionen angeordnet sind, die zur optischen Achse O der Objektivlinse
11 symmetrisch sind, und bildet ein Paar rechter und linker optischer Systeme
zur Leitung eines Reflexionslichtflusses (Beobachtungslichtfluß) vom beleuchteten
zu operierenden Auge E zum rechten bzw. linken Okular. Außerdem bildet der
Stereovariator 14 ein Element zur Änderung der Position einer optischen
Achse zur Änderung der relativen Positionen der optischen Achsen OR und OL
des Beobachtungslichtflusses, der durch die jeweiligen rechten und linken Zoomlinsen
12R und 12L geleitet werden soll, und wird durch einen Elektromagneten
(Einfügungs-/Entfernungseinrichtung des Elements zur Änderung der Position
einer optischen Achse), der später beschrieben werden soll (der in eine Pfeilrichtung
betrieben wird, die in 3A gezeigt wird), so bewegt,
daß er in/aus dem Lichtweg des Beobachtungslichtflusses eingefügt/entfernt
wird. Hier bilden die Lichtquelle 63 und das Beleuchtungsprisma
13 eine Beleuchtungseinrichtung der vorliegenden Erfindung und sind so
angeordnet, daß sie den Winkel des Beleuchtungslichtflusses, der das zu operierende
Auge E beleuchtet, bezüglich der optischen Achsen OR und OL ändern können.
Es sollte hier beachtet werden, daß die Objektivlinse
11 und die Vorderlinse 40 so angeordnet sind, daß die vorderseitige
Brennpunktposition der Objektivlinse 11 und die rückseitige Brennpunktposition
der Vorderlinse 40 miteinander zusammenfallen (siehe einen Punkt F in
3A).
(Umkehrabschnitt)
4 zeigt einen inneren Aufbau des Umkehrabschnitts
20. Wie in dieser Zeichnung gezeigt, ist eine optische Einheit
21 zur Umwandlung eines seitenverkehrten Beobachtungsbilds in ein aufrechtes
Bild in einem Gehäuse 20A untergebracht und ist so angeordnet, daß
sie auf einer Gleitschiene 22 beweglich ist, die in einem unteren Abschnitt
des Gehäuses 20A vorgesehen ist. Man beachte, daß die optische
Einheit 21 durch einen Antriebsmechanismus angetrieben wird (Einrichtung
zur Einfügung/Entfernung der optischen Einheit), der später beschrieben
werden soll, der im Umkehrabschnitt 20 untergebracht ist, um sich längs
der Gleitschiene 22 zu bewegen.
Wie in 2 gezeigt, ist außerdem ein
Verbindungsabschnitt 20a zur Befestigung der Okulare 30 an der
Oberseite des Umkehrabschnitts 20 vorgesehen, wobei ein Öffnungsabschnitt
20b, durch den ein Lichtfluß geht, der zum Okular 30 für
das linke Auge geleitet werden soll, und ein Öffnungsabschnitt 20c,
durch den ein Lichtfluß geht, der zum Okular 30 für das rechte
Auge geleitet werden soll, im Verbindungsabschnitt 20a eingerichtet sind.
Andererseits sind, wie in 4 gezeigt,
ein Öffnungsabschnitt 21b, durch den ein Lichtfluß geht, der
zum Okular 30 für das linke Auge geleitet werden soll, und ein Öffnungsabschnitt
21c, durch den ein Lichtfluß geht, der zum Okular 30 für
das rechte Auge geleitet werden soll, in der Oberseite der optischen Einheit
21 eingerichtet. Die Position der optischen Einheit 21 in einem
Zustand, wo der Öffnungsabschnitt 20b und der Öffnungsabschnitt
21b auf einer geraden Linie angeordnet sind und der Öffnungsabschnitt
20c und der Öffnungsabschnitt 21c auf einer geraden Linie
angeordnet sind, wird im folgenden als die „Umkehrvorrichtung-Ein-Position"
bezeichnet. Andererseits wird die Position der optischen Einheit 21 in
einem Zustand, wo sie an einer anderen Position als die Umkehrvorrichtung-Ein-Position
angeordnet ist, im folgenden als die „Umkehrvorrichtung-Aus-Position" bezeichnet.
Wenn eine optische Einheit 21 an der Umkehrvorrichtung-Ein-Position angeordnet
ist, wird ein seitenverkehrtes Beobachtungsbild in ein aufrechtes Bild umgewandelt.
Wenn andererseits die optische Einheit 21 an der Umkehrvorrichtung-Aus-Position
angeordnet ist, wird ein Beobachtungsbild erkannt, so wie es ist. 4
zeigt einen Zustand, wo die optische Einheit 21 an der Umkehrvorrichtung-Ein-Position
angeordnet ist.
(Haltearm und dergleichen)
Als nächstes wird ein Aufbau zum Halten der Vorderlinse
40 und Einfügen/Entfernen der Vorderlinse 40 in/aus dem Raum
zwischen dem zu operierenden Auge E und der Objektivlinse 11 unter Bezugnahme
auf die 2, 5 und
6 beschrieben. In einem Endspitzenabschnitt des Haltearms
41 ist eine Halteplatte 41a ausgebildet, und die Vorderlinse
40 ist an der Halteplatte 41a angebracht.
Es ist ein Befestigungsträger 42 am Objektivlinsentubusabschnitt
10 befestigt, und eine Haltestange 43 ist durch eine Drehwelle
42a, die als eine Achse dient, am Befestigungsträger 42 angebracht.
Es ist ein Halteträger 44 unter Verwendung einer Befestigungsschraube
45 an der Haltestange 43 befestigt. Es ist ein Haltegestellabschnitt
46 des Halteträgers 44 in einer „U-Buchstaben"-Form
ausgebildet, der eine untere Platte 47 und eine obere Platte
48 aufweist, wobei die untere Platte 47 mit einem Feinbewegungseinstellknopf
49 zur Feineinstellung der Position der Vorderlinse 40 in die
Aufwärts-/Abwärtsrichtung (in die Pfeilrichtung, die in 2
gezeigt wird) versehen ist. Außerdem ist eine Drehschraube 50 zwischen
der unteren Platte 47 und der oberen Platte 48 vorgesehen und
fixiert eine bewegliche Platte 51 am Haltegestellabschnitt 46.
Es ist ein Basisendabschnitt des Haltearms 41 durch ein nicht gezeigtes
Durchgangsloch eingefügt, das im Halteträger 44 hergestellt ist.
Wie in 5 gezeigt, ist die bewegliche
Platte 51 mit einem Armabschnitt 52 versehen, und der Haltearm
41 steht mit diesem Armabschnitt 52 in Eingriff. Wenn die bewegliche
Platte 51 durch die Drehbewegung des Feinbewegungseinstellknopfes
49 in die Aufwärts-/Abwärtsrichtung verschoben wird, wird folglich
auch der Haltearm 41 in die Aufwärts-/Abwärtsrichtung verschoben.
Auf diese Weise wird die Vorderlinse 40 in ihrer Position feineingestellt.
Außerdem ist der Halteträger 44 mit einem Schwenkhebel
53 versehen, und der Haltearm 41 ist so angeordnet, daß er
um die Drehwelle 42a unter Verwendung des Schwenkhebels 53 schwenkbar
ist. 6 zeigt einen Zustand, wo der Haltearm
41 geschwenkt ist und in einem stehenden Zustand angeordnet ist. Es ist
möglich, den Haltearm 41 im stehenden Zustand an einer Aufnahmeposition
anzuordnen, indem die Vorderlinse 40 aus dem zu operierenden Auge E zurückgezogen
wird, zum Beispiel im Fall der Beobachtung des anterioren Abschnitts des zu operierenden
Auges E oder der Verwendung einer Kontaktlinse. Man beachte, daß die Haltestange
43 mit einer Schraubenfeder 54 versehen ist, die als ein elastisches
Element dient, um einen verwendeten Zustand und einen zurückgezogenen Zustand
der Vorderlinse 40 aufrechtzuerhalten.
Ferner ist ein Lagerabschnitt 42b des Befestigungsträgers
42 zum Halten der in 6 gezeigten Drehwelle
42a mit einem Mikroschalter als Erfassungseinrichtung versehen (siehe einen
Mikroschalter 65 in 7), der später beschrieben
werden soll. Der Mikroschalter wird eingeschaltet, wenn der Haltearm 41
gesenkt wird und die Vorderlinse 40 im verwendeten Zustand angeordnet wird,
und wird ausgeschaltet, wenn der Haltearm 41 geschwenkt wird und die Vorderlinse
40 im zurückgezogenen Zustand angeordnet wird. Mit diesem Aufbau wird
es möglich, zu erfassen, ob die Vorderlinse 40 verwendet oder zurückgezogen
ist.
(Aufbau hinsichtlich der Steuerung)
Als nächstes wird ein Aufbau zur Steuerung des Betriebs jedes
Abschnitts des Operationsmikroskops 1 beschrieben, indem außerdem
auf ein Blockdiagramm Bezug genommen wird, das in 7
gezeigt wird.
Das Operationsmikroskop 1 wird gänzlich durch eine Steuerschaltung
60 (Steuereinrichtung) gesteuert. Diese Steuerschaltung 60 ist
so aufgebaut, daß sie eine nichtflüchtige Speichereinrichtung, wie ein
ROM, das ein Steuerprogramm und dergleichen speichert, und eine Rechensteuereinrichtung,
wie eine CPU aufweist, die ein Steuersignal entsprechend des Steuerprogramms erzeugt,
das in der Speichereinrichtung gespeichert ist, das Steuersignal an jeden Abschnitt
überträgt, der mit der Steuerung zusammenhängt, und den Zustand jedes
Abschnitts der Vorrichtung erkennt. Die Steuerschaltung 60 ist zum Beispiel
im Umkehrabschnitt 20 des Operateurmikroskops 6 untergebracht.
Der oben beschriebene Mikroschalter 61 ist für die Antriebsvorrichtung
5 zum dreidimensionalen Antreiben des Operateurmikroskops
6 vorgesehen und entscheidet die Anordnung des Operateurmikroskops
6 in die Aufwärts-/Abwärtsrichtung. Außerdem ist der oben
beschriebene Elektromagnet 62 zum Antreiben des Stereovariators
14 mit dem Stereovariator 14 verbunden, so daß er in/aus
dem Lichtweg eingefügt/entfernt wird. Ferner ist die oben beschriebene Lichtquelle
63 zur Emission des Beleuchtungslichtflusses zur Beleuchtung des zu operierenden
Auges E durch das Beleuchtungsprisma 13 vorgesehen. Diese Lichtquelle
63 ist so angeordnet, daß ihre Einschaltposition beruhend auf einem
Steuersignal aus der Steuerschaltung 60 geändert werden kann, wodurch
der Winkel (Winkel „&agr;", der in 3B gezeigt
wird) des Beleuchtungslichtflusses bezüglich der optische Beobachtungsachse
O zum Beispiel zwischen 2° und 4° umgeschaltet werden kann. Man beachtet,
der der Elektromagnet 62 und die Lichtquelle 63 mit Strom aus
einer nicht gezeigten Stromversorgungsvorrichtung arbeiten. Außerdem ist der
oben beschriebene Antriebsmechanismus 64, der die optische Einheit
21 längs der Gleitschiene 22 antreibt und die Umschaltung
zwischen der Umkehrvorrichtung-Ein-Position und der Umkehrvorrichtung-Aus-Position
durchführt, mit der optischen Einheit 21 des Umkehrabschnitts
20 verbunden. Ferner erfaßt der obenerwähnte Mikroschalter
65 (Erfassungseinrichtung), der für den Lagerabschnitt 42b
des Befestigungsträgers 42 vorgesehen ist, die Verwendung/den Rückzug
der Vorderlinse 40 beruhend auf dem Anordnungszustand des Haltearms
41. Es ist möglich, den gegenwärtigen Zustand der Vorderlinse
40 zu erfassen, indem der Mikroschalter 65 eingeschaltet wird,
wenn der Haltearm 41 im stehenden Zustand angeordnet wird und die Vorderlinse
40 in der Aufnahmeposition angeordnet wird, und der Mikroschalter
65 ausgeschaltet wird, wenn die Vorderlinse 40 in einer anderen
Position als der Aufnahmeposition angeordnet ist.
Zusätzlich ist der Lagerabschnitt 42b mit einem Anschlag
66 versehen, der das Schwenken des Haltearms 41 verhindert und
die Verhinderung aufhebt. Man beachte, daß dann, wenn eine zweite Steuerungsart
gewählt wird, die später beschrieben werden soll, vorausgesetzt wird,
daß der Anschlag 66 das Abwärtsschwenken des Haltearms
41 in zwei Stufen verhindert. Das heißt, in einer Position (die im
folgenden als die „Schwenkgrenzposition" bezeichnet wird) auf halbem Wege
während des Wechsels der Vorderlinse 40 vom zurückgezogenen Zustand
zum verwendeten Zustand begrenzt der Anschlag 66 vorrübergehend das
Schwenken, hebt diese Begrenzung auf, nachdem eine vorgegebene Verarbeitung beendet
ist, und ermöglicht es, daß der Haltearm 41 geschwenkt wird,
bis er in den verwendeten Zustand kommt.
Die Steuerschaltung 60 erkennt die Anordnung des Operateurmikroskops
6 in der Aufwärts-/Abwärtsrichtung beruhend auf der Entscheidung
durch den Mikroschalter 61. Außerdem erkennt die Steuerschaltung
60, ob die Vorderlinse im verwendeten Zustand oder dem zurückgezogenen
Zustand angeordnet ist, beruhend auf der Entscheidung, die durch den Mikroschalter
65 getroffen wird. Ferner steuert die Steuerschaltung 60 den Betrieb
jeweils der Antriebsvorrichtung 5, des Elektromagneten 62, der
Lichtquelle 63, des Antriebsmechanismus 64 und des Anschlags
66.
Wie in den 2 und 6
gezeigt, ist der Objektivlinsentubusabschnitt 10 des Operateurmikroskops
6 zusätzlich mit einem Umschalter 67 versehen, der eine Umschalteinrichtung
der vorliegenden Erfindung bildet. Der Umschalter 67 ist ein Schalter zur
Durchführung einer Umschaltoperation der Bewegung des Operateurmikroskops
6 in die Aufwärts-/Abwärtsrichtung durch die Antriebsvorrichtung
5. Man beachte, daß wenn die Vorderlinse 40 verwendet wird,
das Operateurmikroskop 6 angehoben wird, und wenn die Vorderlinse
40 überflüssig wird und zurückgezogen wird, das Operateurmikroskop
6 gesenkt wird. Hier sind die Objektivlinse 11 und die Vorderlinse
40 selbstverständlich am Objektivlinsentubusabschnitt 10
angebracht, so daß wenn das Operateurmikroskop 6 durch die Bewegungseinrichtung
5 bewegt wird, folglich die Objektivlinse 11 und die Vorderlinse
40 auch bewegt werden.
(Funktion)
Es wird eine Funktion erläutert, die durch das Operationsmikroskop
1 mit dem oben beschriebenen Aufbau erzielt wird. Wie im folgenden im Detail
beschrieben wird, ist dieses Operationsmikroskop 1 durch seinen Aufbau
gekennzeichnet, der eine automatische Steuerung und Bedienungen ermöglicht,
die als Reaktion auf eine Umschaltung zwischen dem verwendeten Zustand und dem zurückgezogenen
Zustand der Vorderlinse 40 durchgeführt werden sollten.
(Erste Steuerungsart)
(Vom zurückgezogenen Zustand zum verwendeten Zustand)
Zuerst wird eine Operation des Operationsmikroskops 1 in
dem Fall, wo ein Übergang von der Beobachtung des anterioren Abschnitts des
zu operierenden Auges E zur Beobachtung seiner Retina/seines Glaskörpers durch
Umschaltung der Vorderlinse 40 vom zurückgezogenen Zustand zum verwendeten
Zustand durchgeführt wird, beschrieben werden, indem einem Ablaufplan gefolgt
wird, der in 8 gezeigt wird. Wenn der anteriore Abschnitt
des zu operierenden Auges E beobachtet wird, indem die Vorderlinse 40 im
zurückgezogenen Zustand angeordnet wird, ist das Operateurmikroskop
6 auf einer Unterseite angeordnet, der Stereovariator
14 ist außerhalb des Lichtwegs angeordnet, die Lichtquelle
63 ist an einer Position eingeschaltet, an der der Beleuchtungslichtfluß
so projiziert wird, daß er einen kleinen Winkel &agr; (2°) bezüglich
der optischen Beobachtungsachse O bildet, und die optische Einheit 21 ist
in der Umkehrvorrichtung-Aus-Position angeordnet. Außerdem ist der Anschlag
66 aktiviert und verhindert das Abwärtsschwenken des Haltearms
41, und der Umschalter 67 ist in seine untere Position umgeschaltet,
wie in 6 gezeigt.
Zuerst erkennt die Steuerschaltung 60, daß der Haltearm
41 im stehenden Zustand angeordnet ist und die Vorderlinse 40
im zurückgezogenen Zustand angeordnet ist (S1). Wenn erkannt wird, daß
der Umschalter 67 durch eine Bedienung durch den Operateur in seine obere
Position umgeschaltet wird (S2), steuert die Steuerschaltung 60 die Antriebsvorrichtung
5 so, daß das Operateurmikroskop 6 angehoben wird (S3). Wenn
außerdem beruhend auf einem Signal vom Mikroschalter 61 der Antriebsvorrichtung
5 erkannt wird, daß das Operateurmikroskop 6 angehoben wird,
führt die Steuerschaltung 60 eine Steuerung so durch, daß die
Verhinderung des Schwenkens des Haltearms 41 durch den Anschlag
66 aufgehoben wird (S4). Als Ergebnis wird es für den Operateur möglich,
zu einem beliebigen Zeitpunkt den Haltearm 41 zu schwenken und die Vorderlinse
40 im verwendeten Zustand anzuordnen.
Danach steuert die Steuerschaltung 60 den Antriebsmechanismus
64 so, daß die optische Einheit 21 zur Umkehrvorrichtung-Ein-Position
bewegt wird (S5), ändert die Einschaltposition der Lichtquelle 63
so, daß der Beleuchtungslichtfluß einen großen Winkel &agr; (4°)
bezüglich der optischen Beobachtungsachse O bildet (S6), steuert den Elektromagneten
62 so, daß der Stereovariator 14 bewegt und im Lichtweg angeordnet
wird (S7), und beendet die Steuerungsverarbeitung (S8). Man beachte, daß es
nicht notwendigerweise erforderlich ist, die Steuerung des Elektromagneten
62, der Lichtquelle 63 und des Antriebsmechanismus 64
in der Reihenfolge durchzuführen, die im Ablaufplan in 8
gezeigt wird, und es möglich ist, diese Steuerung in einer beliebigen Reihenfolge
durchzuführen. Ferner ist die ineinandergreifende Bewegung (S7) des Stereovariators
14 nicht notwendigerweise erforderlich.
Hier wird das Abwärtsschwenken des Haltearms 41 durch
die Wirkung des Anschlags 66 verhindert, wenn das Operateurmikroskop
6 nicht angehoben ist. Dies ist so, weil wenn der Haltearm 41
in einem Zustand nach unten geschwenkt wird, wo das Operateurmikroskop
6 auf der Unterseite angeordnet ist, es eine Gefahr gibt, daß die
Vorderlinse 40 das zu operierende Auge E treffen kann.
Auch kann anstelle der Verhinderung des Schwenkens des Haltearms
41 durch den Anschlag 66 (oder zusätzlich zum Anschlag
66), wenn es beabsichtigt wird, den Haltearm 41 in einem Zustand
zu schwenken, wo das Operateurmikroskop 6 auf der Unterseite angeordnet
ist, ein Warnton abgegeben werden, um den Operateur von dieser Situation zu informieren.
(Vom verwendeten Zustand zum zurückgezogenen Zustand)
Als nächstes wird eine Operation des Operationsmikroskops
1 in dem Fall, wo die Vorderlinse 40, die im verwendeten Zustand
angeordnet ist, zurückgezogen wird, um einen Übergang von der Beobachtung
der Retina/des Glaskörpers zur Beobachtung des anterioren Abschnitts durchzuführen,
beschrieben werden, indem einem Ablaufplan gefolgt wird, der in 9
gezeigt wird. Wenn die Beobachtung der Retina/des Glaskörpers durchgeführt
wird, indem die Vorderlinse 40 im verwendeten Zustand angeordnet wird,
wie außerdem aus der Steuerungsart entnommen werden kann, die in
8 gezeigt wird, ist das Operateurmikroskop
6 auf der Oberseite angeordnet, der Stereovariator 14 ist im Lichtweg
angeordnet, die Lichtquelle 63 ist an einer Position eingeschaltet, in
der der Beleuchtungslichtfluß so projiziert wird, daß er einen großen
Winkel (4°) bezüglich der optischen Beobachtungsachse O bildet, und die
optische Einheit 21 ist an der Umkehrvorrichtung-Ein-Position angeordnet.
Außerdem ist der Umschalter 67 in die obere Position umgeschaltet,
wie in 2 gezeigt. Hier ist der Grund, warum der Beleuchtungslichtfluß
mit einem großen Winkel bezüglich der optischen Beobachtungsachse projiziert
wird, den Einfluß des Reflexionslichts des Beleuchtungslichtflusses durch die
Kornea auf den Beobachtungslichtfluß zu vermeiden.
Zuerst erkennt die Steuerschaltung 60, daß der Haltearm
41 abgesenkt ist und die Vorderlinse 40 im verwendeten Zustand
angeordnet ist (S11). Wenn erkannt wird, daß der Umschalter 67 durch
den Operateur in die untere Position umgeschaltet wird (S12), steuert die Steuerschaltung
60 den Elektromagneten 62so, daß der Stereovariator
14 aus dem Lichtweg zurückgezogen wird (S13), ändert die Einschaltposition
der Lichtquelle 63 so, daß der Beleuchtungslichtfluß einen kleinen
Winkel (2°) bezüglich der optischen Beobachtungsachse O bildet (S14),
und steuert den Antriebsmechanismus 64 so, daß die optische Einheit
21 zur Umkehrvorrichtung-Aus-Position bewegt wird (S15). Auch hier ist
es wie im obigen Fall nicht notwendigerweise erforderlich, die Steuerung des Elektromagneten
62, der Lichtquelle 63 und des Antriebsmechanismus 64
in der oben beschriebenen Reihenfolge durchzuführen, und es ist möglich,
diese Steuerung in einer beliebigen Reihenfolge durchzuführen.
Anschließend daran erkennt die Steuerschaltung
60 beruhend auf einem Signal aus dem Mikroschalter 65, ob der
Haltearm 41 durch den Operateur nach oben geschwenkt wird und die Vorderlinse
40 im zurückgezogenen Zustand angeordnet ist (S16). So lange die Vorderlinse
40 im verwendeten Zustand angeordnet ist, hält die Steuerschaltung
60 ihren Wartezustand aufrecht (S16; N). Wenn der Haltearm 41
geschwenkt ist und im stehenden Zustand (S16; J) angeordnet ist, steuert die Steuerschaltung
60 die Antriebsvorrichtung 5 so, daß das Operateurmikroskop
6 abgesenkt wird (S17). Schließlich verhindert die Steuerschaltung
60 das Abwärtsschwenken des Haltearms 41, indem sie den Anschlag
66 aktiviert (S18). Dann ist die Steuerungsverarbeitung abgeschlossen (S19).
Es sollte hier beachtet werden, daß die Erkennung, ob der Haltearm
41 geschwenkt ist, nicht notwendigerweise im Schritt S16 durchgeführt
wird, und diese Erkennung zu jedem anderen Zeitpunkt im Verlauf der Steuerung des
Elektromagneten 62, der Lichtquelle 63 und des Antriebsmechanismus
64 durchgeführt werden kann. Außerdem wird die Steuerung so durchgeführt,
daß verhindert wird, daß das Operateurmikroskop 6 abgesenkt wird,
wenn der Haltearm 41 nicht geschwenkt ist. Dies ist so, weil wenn das Operateurmikroskop
6 in einem Zustand abgesenkt wird, wo die Vorderlinse 40 im verwendeten
Zustand angeordnet ist, es eine Gefahr gibt, daß die Vorderlinse
40 das zu operierende Auge E treffen kann.
Außerdem wird in der obigen Beschreibung der Haltearm
41 durch den Operateur selbst manuell geschwenkt. Jedoch kann ein Antriebsmechanismus
zum Schwenken und Antreiben des Haltearms 41 vorgesehen werden, und die
Schwenkoperation kann automatisch durchgeführt werden. Man beachte, daß
vorausgesetzt wird, daß das automatische Schwenken mit derselben zeitlichen
Steuerung wie im Fall des oben beschriebenen manuellen Schwenkens durchgeführt
wird.
Wie oben beschrieben, wird in der ersten Steuerungsart jeder Abschnitt
der Vorrichtung automatisch gesteuert, und es wird als Reaktion auf die Umschaltung
des Umschalters 67 zur Durchführung einer Aufwärts-/Abwärtsbewegung
der Operateurmikroskops 6 eine zur Beobachtung geeignete Einstellung vorgenommen.
Als Ergebnis werden Bedienungen zur Durchführung der Umschaltung zwischen Beobachtungsverfahren
vereinfacht, wodurch eine Situation vermieden wird, wo der Operateur durch solche
Bedienungen belästigt wird.
(Zweite Steuerungsart)
Als nächstes wird eine andere Steuerungsart beschrieben, die
durch das Operationsmikroskop 1 verwirklicht werden kann. Man beachte,
daß in dieser zweiten Steuerungsart der Umschalter 67 nicht verwendet
wird und der Mikroschalter 65 zur Erzeugung eines Signals, bezüglich
dessen die Anordnung des Haltearms 41 zum Halten der Vorderlinse
40 erkannt wird, als die Umschalteinrichtung verwendet wird, wie später
beschrieben wird. Wenn diese Steuerungsart gewählt wird, wird es möglich,
einen Aufbau zu realisieren, wo der Umschalter 67 weggelassen wird. Außerdem
verhindert der Anschlag 66 das Schwenken des Haltearms 41 in den
beiden Stufen, wie oben beschrieben. Die zweite Steuerungsart, wo der im Blockdiagramm
in 7 gezeigte Aufbau auf diese Weise geändert
wird, wird im folgenden beschrieben.
(Vom zurückgezogenen Zustand zum verwendeten Zustand)
Eine Operation des Operationsmikroskops 1 in dem Fall, wo
die Vorderlinse 40, die im zurückgezogenen Zustand angeordnet ist,
in den verwendeten Zustand gewechselt wird, wird unter Bezugnahme auf den in
10 gezeigten Ablaufplan beschrieben.
Wenn der Operateur den Haltearm 41 im stehenden Zustand zur
oben beschriebenen Schwenkgrenzposition schwenkt (S21), steuert die Steuerschaltung
60 die Antriebsvorrichtung 5 so, daß das Operateurmikroskop
6 beruhend auf einem Signal aus dem Mikroschalter 65, der als
die Erfassungseinrichtung dient, das zeigt, daß der zurückgezogene Zustand
freigegeben ist, angehoben wird (S22). Wenn danach beruhend auf einem Signal aus
dem Mikroschalter 61 der Antriebsvorrichtung 5 erkannt wird, daß
das Operateurmikroskop 6 angehoben ist, hebt die Steuerschaltung
60 die Begrenzung des Schwenkens des Haltearms 41 durch den Anschlag
66 auf (S23). Dann steuert die Steuerschaltung 60 den Antriebsmechanismus
64 so, daß die optische Einheit 21 zur Umkehrvorrichtung-Ein-Position
bewegt wird (S24), ändert die Einschaltposition der Lichtquelle 63
so, daß der Beleuchtungslichtflut einen großen Winkel bezüglich der
optischen Beobachtungsachse O bildet (S25), steuert den Elektromagneten
62 so, daß der Stereovariator 14 bewegt wird und im Lichtweg
angeordnet wird (S26), und schließt die Steuerungsverarbeitung ab (S27).
Es sollte hier beachtet werden, daß es wie in den obigen Fällen
nicht notwendigerweise erforderlich ist, die Steuerung des Elektromagneten
62, der Lichtquelle 63 und des Antriebsmechanismus 64
in der oben beschriebenen Reihenfolge durchzuführen, und es möglich ist,
diese Steuerung in einer beliebigen Reihenfolge durchzuführen. Außerdem
wird es durch die Verwendung der Schwenkgrenzposition in S21 möglich, eine
Situation zu vermeiden, wo der Haltearm 41 unerwartet in die Abwärtsrichtung
geschwenkt wird und das zu operierende Auge E trifft. Man beachte, daß die
Vermeidung einer solchen Situation zum Beispiel durch Abgeben eines Warntons erreicht
werden kann, wenn das Operateurmikroskop 6 vollständig angehoben ist.
(Vom verwendeten Zustand zum zurückgezogenen Zustand)
Es wird eine Operation des Operationsmikroskops 1 in dem
Fall beschrieben, wo die Vorderlinse 40, die im verwendeten Zustand angeordnet
ist, zurückgezogen wird, wobei einem Ablaufplan gefolgt wird, der in
11 gezeigt wird.
Wenn der Operateur den Haltearm 41 nach oben in den stehenden
Zustand schwenkt und die Vorderlinse 40 im zurückgezogenen Zustand
anordnet (S31), erkennt die Steuerschaltung 60 beruhend auf einem Signal
aus dem Mikroschalter 65, daß die Vorderlinse 40 im zurückgezogenen
Zustand angeordnet ist (S32). Dann steuert die Steuerschaltung 60 den Elektromagneten
62 so, daß der Stereovariator 14 aus dem Lichtweg zurückgezogen
wird (S33), ändert die Einschaltposition der Lichtquelle 63 so, daß
der Beleuchtungslichtfluß bezüglich der optischen Beobachtungsachse O
einen kleinen Winkel bildet (S34), steuert den Antriebsmechanismus 64 so,
daß die optische Einheit 21 zur Umkehrvorrichtung-Aus-Position bewegt
wird (S35), steuert die Antriebsvorrichtung 5 so, daß das Operateurmikroskop
6 abgesenkt wird (S36), und verhindert das Schwenken des Haltearms
41 durch Aktivieren des Anschlags 66 (S37). Dann ist die Steuerungsverarbeitung
abgeschlossen (S38). Man beachte, daß es hier wie in den obigen Fällen
nicht notwendigerweise erforderlich ist, die Steuerung des Elektromagneten
62, der Lichtquelle 63 und des Antriebsmechanismus 64
in der oben beschriebenen Reihenfolge durchzuführen, und es möglich ist,
diese Steuerung in einer beliebigen Reihenfolge durchzuführen.
Wie oben beschrieben, dient in dieser Steuerungsart der Mikroschalter
65 zum Erkennen der Anordnung des Haltearms 41 als die Erfassungseinrichtung
zur Umschaltung der Anordnung entsprechend des gegenwärtigen Zustands der Vorderlinse
40, das heißt Verwendung/Rückzug der Vorderlinse 40.
Es sollte hier beachtet werden, daß das erfindungsgemäße
Operationsmikroskop so aufgebaut sein kann, daß nur eine der ersten Steuerungsart
und der zweiten Steuerungsart erzielt wird, die oben im Detail beschrieben werden.
Alternativ kann das erfindungsgemäße Operationsmikroskop so aufgebaut
sein, daß beide Steuerungsarten vorbereitet werden und durch eine Bedienung
durch den Operateur oder dergleichen eine von ihnen selektiv gewählt wird.
<Zweite Ausführungsform>
(Gesamtaufbau)
Nun wird ein Operationsmikroskop einer zweiten erfindungsgemäßen
Ausführungsform beschrieben. Die 12A bis
12C zeigen jeweils einen schematischen Aufbau eines
Operateurmikroskops 106, das ein charakteristischer Abschnitt eines Operationsmikroskops
101 der zweiten Ausführungsform ist. 12A
ist eine äußerliche Seitenansicht des Operateurmikroskops 106,
und 12B ist eine äußerliche Vorderansicht
davon. Außerdem ist 12C eine durchsichtige Seitenansicht,
die einen aufgenommenen Zustand einer Vorderlinse zeigt. Man beachte, daß sofern
keine Unterschiede spezifisch beschrieben werden, vorausgesetzt wird, daß das
Operationsmikroskop 101 denselben Aufbau wie das Operationsmikroskop
1 der ersten Ausführungsform aufweist. Insbesondere kann das Operateurmikroskop
106 durch eine Antriebsvorrichtung nach oben/nach unten bewegt werden,
die dieselbe wie die Antriebsvorrichtung 5 in der ersten Ausführungsform
ist. Außerdem ist es natürlich möglich, verschiedene Funktionen des
Operationsmikroskops 101, das im folgenden beschrieben werden soll, zum
Operationsmikroskop 1 der ersten Ausführungsform hinzuzufügen.
Wie das Operateurmikroskop 6 des Operationsmikroskops
1 der ersten Ausführungsform weist das Operateurmikroskop
106 dieser Ausführungsform einen Objektivlinsentubusabschnitt
110, einen Umkehrabschnitt 120, Okulare 130, eine Vorderlinse
140 und einen Haltearm 141 auf, der mit einer Halteplatte
141a versehen ist.
Der Objektivlinsentubusabschnitt 110 kann durch zum Beispiel
eine Bedienung eines nicht gezeigten Fußschalters bezüglich eines Hauptkörperabschnitts
106a in einem Bereich von ±10 mm fein nach oben/nach unten bewegt
werden. Außerdem wird vorausgesetzt, daß die Bewegungsgeschwindigkeit
während der feinen Aufwärts-/Abwärtsbewegung zum Beispiel auf etwa
1 mm pro Sekunde eingestellt ist. Der Objektivlinsentubusabschnitt 110
ist mit einer Objektivlinse 111 und einer Zoomlinse 112 versehen.
Es ist möglich, die Position der Zoomlinse 112 unter Verwendung einer
Antriebsvorrichtung (Antriebsvorrichtung 178 in 13;
eine Zoomvergrößerungsänderungseinrichtung) zu ändern, die später
beschrieben werden soll, wodurch die Zoomvergrößerung eines Beobachtungsbilds
geändert wird. Hier ist die Ausgangsposition der Zoomlinse 112 (Anfangszoomvergrößerung)
vorgegeben. Es ist möglich, die Anfangszoomvergrößerung auf eine
gewünschte Vergrößerung, wie eine Vergrößerung, die am
häufigsten während tatsächlicher Operationen verwendet wird, oder
eine Vergrößerung in der Mitte eines Bereichs nutzbarer Zoomvergrößerungen
einzustellen. Die auf diese Weise eingestellte Anfangszoomvergrößerung
wird in einer Speichereinrichtung einer Steuerschaltung 160 gespeichert
(siehe 13), die später beschrieben werden soll.
Außerdem sind auf einer Vorderseite des Objektivlinsentubusabschnitts
110 ein Anhebungsschalter 167a, der für eine Aufwärtsbewegung
des Operateurmikroskops 106 zu drücken ist, und ein Absenkungsschalter
167b angeordnet, der für eine Abwärtsbewegung des Operateurmikroskops
106 zu drücken ist. Der Anhebungsschalter 167a und der Absenkungsschalter
167b bilden die Umschalteinrichtung der vorliegenden Erfindung. Man beachte,
daß das Operateurmikroskop 106 als Reaktion auf das Drücken dieser
Schalter durch eine in 13 gezeigte Antriebsvorrichtung
105 bewegt wird, die später beschrieben werden soll. Der Anhebungsschalter
167a und der Absenkungsschalter 167b sind jeweils mit einer abnehmbar
angebrachten sterilisierten Kappe abgedeckt, wodurch verhindert wird, daß ein
Patienten während einer Operation infiziert wird.
Der Haltearm 141 und die Halteplatte 141a sind durch
eine Drehwelle 141b drehbar miteinander verbunden. Außerdem ist die
Halteplatte 141a mit einem geneigten Abschnitt 141c versehen.
Ferner ist der Haltearm 141 mit einem Vorderlinsenbedienungsknopf
142 zum Schwenken des Haltearms 141 versehen.
Das Operateurmikroskop 106 weist ferner auf: einen Hebearm
171, der in seinem oberen Abschnitt mit einem Umrandungsabschnitt
171a versehen ist, einen Verbindungsabschnitt 171b, der mit dem
unteren Abschnitt des Hebearms 171 verbunden ist, ein Anhebungsbegrenzungselement
172, das mit dem Verbindungsabschnitt 171b verbunden ist, eine
Kopplungskopf 173, der durch den Verbindungsabschnitt 171b eingefügt
ist, und einen Aufnahmeabschnitt 174, der abnehmbar am Anhebungsgradregulierungselement
172 angebracht ist und zur Aufnahme der Vorderlinse 140 und des
Haltearms 141 verwendet wird. Der Haltearm 141 wird zum Aufnahmeabschnitt
174 durch eine Drehwelle 174a gedreht. Außerdem ist eine
Schraubenfeder 154 am Haltearm 141 angebracht. Man beachte, daß
der Grund, warum der Aufnahmeabschnitt 174 abnehmbar am Anhebungsbegrenzungselement
172 angebracht ist, der ist, daß es erforderlich ist, die Vorderlinse
140 und den Haltearm 141 zur Zeit der Sterilisierung nach einer
Operation oder dergleichen abzunehmen. Außerdem ist es selbst in einem Zustand,
wo die Vorderlinse 140 und dergleichen abgenommen ist, möglich, das
Operationsmikroskop der vorliegenden Erfindung als ein gewöhnliches Operationsmikroskop
zu verwenden. In der folgenden Beschreibung werden die Bauelemente, die in diesem
Absatz beschrieben werden, in einigen Fällen zusammen als der „Vorderlinsenhalteabschnitt"
bezeichnet.
Das Operateurmikroskop 106 ist mit einem Antriebsabschnitt
175 zum Aufwärts-/Abwärtsantreiben eines Hebearmhalteelements
176 zum Halten des Hebearms 171 versehen. Der Hebearm
171 ist durch das Hebearmhalteelement 176 eingefügt. Außerdem
wird durch den Umrandungsabschnitt 171a verhindert, daß der Hebearm
171 vom Hebearmhalteelement 176 abfällt. Durch diesen Aufbau
wird eine Situation erhalten, wo die Vorderlinse 140 nach oben/nach unten
bewegt wird, indem sie der Aufwärts-/Abwärtsbewegung des Hebearmhalteelements
176 durch den Antriebsabschnitt 175 folgt und ihr Abstand zur
Objektivlinse 111 relativ verschoben wird. Hier ist die Ausgangsposition
der Vorderlinse 140 als eine Bezugsposition der Aufwärts-/Abwärtsbewegung
vorgegeben. Die Ausgangsposition wird so festgelegt, daß ein ausreichender
Abstand zwischen der Vorderlinse 140 und dem zu operierendes Auge E aufrechterhalten
wird, der der Sicherheit eines Patienten gerecht wird. Die auf diese Weise festgelegte
Ausgangsposition der Vorderlinse wird in der Speichereinrichtung der Steuerschaltung
160 gespeichert (siehe 13), die später
beschrieben werden soll. Man beachte, daß der Antriebsabschnitt 175
eine Vorderlinsenbewegungseinrichtung der vorliegenden Erfindung bildet. Durch diesen
Aufbau wird es möglich, unabhängig von der feinen Aufwärts-/Abwärtsbewegung
des Objektivlinsentubusabschnitts 110 nur die Vorderlinse 140
nach oben/nach unten zu bewegen. Der Verschiebungsgrad der Vorderlinse
140 während der Aufwärts-/Abwärtsbewegung wird bezüglich
der oben beschriebenen Ausgangsposition zum Beispiel auf etwa ±10 mm festgelegt.
Außerdem wird zum Beispiel die Bewegungsgeschwindigkeit auf etwa 1 mm pro Sekunde
festgelegt.
Außerdem ist im unteren Abschnitt des Hauptkörperabschnitts
106 zusätzlich zum Anhebungsbegrenzungselement 172 ein Anhebungsbegrenzungselement
177 zur Regelung des Aufwärtsbewegungsbereichs des Vorderlinsenhalteabschnitts
angebracht. In diesem Anhebungsbegrenzungselement 177 ist ein Kopplungsloch
177a zur Kopplung des Vorderlinsenhalteabschnitts an den Hauptkörperabschnitt
106a durch eine Bedienung des Kopplungskopfes 173 vorgesehen.
Man beachte, daß die Kopplung des Vorderlinsenhalteabschnitts an den Hauptkörperabschnitt
106a durch eine Anhebung des Vorderlinsenhalteabschnitts unter Verwendung
des Antriebsabschnitts 175 durchgeführt wird (die Einstellung wird
im voraus durchgeführt, so daß zu diesem Zeitpunkt ein konvexer Abschnitt
173a des Kopplungskopfes 173 mit dem Kopplungsloch 177
ausgerichtet ist) und dann der konvexe Abschnitt 173a im Kopplungsloch
177a durch eine Drehbetätigung des Kopplungskopfes 173 in
eine vorgegebenen Richtung befestigt wird. Das heißt, es wird im aufgenommenen
Zustand der Vorderlinse 140, der in 12C
gezeigt wird, während der Vorderlinsenhalteabschnitt angehoben wird und das
Anhebungsbegrenzungselement 177 des Hauptkörpers und das Anhebungsbegrenzungselement
172 angepaßt werden, das am oberen Abschnitt der Vorderlinsenhalteabschnitt
vorgesehen ist, dafür gesorgt, daß der konvexe Abschnitt 173
mit dem Kopplungsloch 177a gekoppelt wird.
Die 12A und 12B
zeigen jeweils einen Zustand, wo die Vorderlinse 140 des Operateurmikroskops
106 in den Raum zwischen einem operierenden Auge E und der Objektivlinse
111 eingefügt ist, das heißt einen verwendeten Zustand der Vorderlinse
140. Wenn die Vorderlinse 140 überflüssig wird und zurückgezogen
werden soll, ergreift der Operateur den Vorderlinsenbedienungsknopf 142
und schwenkt den Haltearm 141 um die Drehwelle 174a nach oben.
Folglich werden die Vorderlinse 140 und der Haltearm 141 im Aufnahmeabschnitt
174 aufgenommen. Wenn es andererseits erwünscht wird, die Vorderlinse
140, die im Aufnahmeabschnitt 174 aufgenommen ist, in den verwendeten
Zustand zu versetzen, wird der Haltearm 141 in einer ähnlichen Weise
nach unten geschwenkt.
12C zeigt einen Zustand, wo die Vorderlinse
140 in den Aufnahmeabschnitt 174 aufgenommen ist (Aufnahmeposition).
In dieser Zeichnung sind die Vorderlinse 140 und der Haltearm
141 um die Drehwelle 174a nach oben geschwenkt und sind in den
Aufnahmeabschnitt 174 aufgenommen. Außerdem ist die Halteplatte
141a in einem Zustand aufgenommen, wo sie drehend um die Drehwelle
141b bewegt und eingeklappt ist. Um diesen eingeklappten Zustand zu erhalten,
ist zusätzlich zum geneigten Abschnitt 141c der Halteplatte
141a ein Kontaktelement 174b an einem Endabschnitt des Aufnahmeabschnitts
174 angebracht. Wenn der Haltearm 141 bei diesem Aufbau nach oben
geschwenkt wird, berührt der geneigte Abschnitt 141c das Kontaktelement
174b, die Halteplatte 141a wird drehend um die Drehwelle
141b bewegt, während sie durch die Neigung des geneigten Abschnitts
141c geleitet wird, und wird automatisch eingeklappt und aufgenommen.
Außerdem ist in einem Abschnitt des Aufnahmeabschnitts
174, in dem die Halteplatte 141a aufgenommen ist, ein Mikroschalter
165 als Erfassungseinrichtung vorgesehen, der eingeschaltet wird, wenn
die Halteplatte 141a aufgenommen wird, und ausgeschaltet wird, wenn der
aufgenommene Zustand freigegeben wird.
(Aufbau hinsichtlich der Steuerung)
13 ist ein Blockdiagramm, das schematisch einen Aufbau
zur Steuerung der Operation jedes Abschnitts des Operationsmikroskops
101 zeigt. Das Operationsmikroskop 101 ist mit der Steuerschaltung
160 zur Durchführung der Steuerung jedes Abschnitts der Vorrichtung
versehen. Mit der Steuerschaltung 160 sind der Antriebsabschnitt
175, der auf einer Seitenfläche des Hauptkörperabschnitts
106a vorgesehen ist, und der Mikroschalter 165 (Erfassungseinrichtung)
verbunden, der für den Aufnahmeabschnitt 174 vorgesehen ist. Bei diesem
Aufbau werden der gegenwärtige Zustand (verwendeter Zustand/zurückgezogener
Zustand) der Vorderlinse 140 und dergleichen erfaßt, und jeder Abschnitt
wird beruhend auf einem Ergebnis der Erfassung gesteuert. Außerdem ist die
Antriebsvorrichtung 178 zur Änderung der Zoomvergrößerung
durch Antreiben der Zoomlinse 112 mit der Steuerschaltung 160
verbunden. Ferner sind die Antriebsvorrichtung 105 zur Aufwärts-/Abwärtsbewegung
des Operateurmikroskops 106 und der Anhebungsschalter 167a und
der Absenkungsschalter 167b, die zu drücken sind, um die Antriebsvorrichtung
105 arbeiten zu lassen, mit der Steuerschaltung 160 verbunden.
Durch diesen Aufbau erzielt das Operateurmikroskop 101 die Funktion, die
in den Ablaufplänen in den 14 und 15
gezeigt werden.
Es sollte hier beachtet werden, daß es natürlich möglich
ist, einen Antriebsmechanismus zum Betreiben einer optischen Einheit im Umkehrabschnitt
120, eine Lichtquelle, die den Bestrahlungswinkel eines Beleuchtungslichtflusses
ändern kann, einen Elektromagneten zum Betreiben eines Stereovariators und
dergleichen mit der Steuerschaltung 160 zu verbinden, wodurch ein Aufbau
erreicht wird, wo es möglich ist, dieselbe Steuerung wie im Fall des Operationsmikroskops
1 der ersten Ausführungsform durchzuführen.
(Funktion)
(Vom zurückgezogenen Zustand zum verwendeten Zustand)
Es wird eine Steuerungsart zu der Zeit, wenn die Vorderlinse
140 vom zurückgezogenen Zustand in den verwendeten Zustand übergeht,
unter Bezugnahme auf 14 beschrieben. Zuerst erkennt
die Steuerschaltung 160, daß die Vorderlinse 140 im zurückgezogenen
Zustand angeordnet ist, indem überprüft wird, daß der Mikroschalter
165 eingeschaltet ist (S101). Wenn der Haltearm 141 unter Verwendung
des Vorderlinsenbedienungsknopfes 142nach unten geschwenkt wird und der
zurückgezogene Zustand freigegeben wird (S102), wird der Mikroschalter
165 ausgeschaltet und die Steuerschaltung 160 erkennt, daß
der zurückgezogene Zustand freigegeben ist (S103). Und die Steuerschaltung
160 überträgt ein Steuersignal an den Antriebsabschnitt
175, der dann die optische Einheit veranlaßt, sich in die Umkehrvorrichtung-Ein-Position
zu bewegen (S104). Ferner ändert die Steuerschaltung 160 die Einschaltposition der
Lichtquelle, um einen großen Winkel des Beleuchtungslichtflusses zur Beobachtungslichtachse
O herzustellen (S105). Dann wird der Stereovariator in den Lichtkanal bewegt (S106),
und die Steuerungsverarbeitung wird abgeschlossen. Man beachte, daß es nicht
notwendigerweise erforderlich ist, diese Prozesse in dieser Reihenfolge durchzuführen,
und es außerdem möglich ist, diese Operationen in einer umgekehrten Reihenfolge
oder zur selben Zeit durchzuführen.
(Vom verwendeten Zustand zum zurückgezogenen Zustand)
Nachfolgend wird eine Steuerungsart zu der Zeit, wenn die Vorderlinse
140 vom verwendeten Zustand zum zurückgezogenen Zustand übergeht,
unter Bezugnahme auf 15 beschrieben. Zuerst erkennt
die Steuerschaltung 160, daß die Vorderlinse 140 im Einfügungszustand
angeordnet ist, indem überprüft wird, daß der Mikroschalter
165 ausgeschaltet ist (S111). Wenn die Vorderlinse 140 unter Verwendung
des Vorderlinsenbedienungsknopfes 142 in den Aufnahmeabschnitt
174 aufgenommen ist (S112), erfaßt der Mikroschalter 165
dies und die Steuerschaltung 160 erkennt, daß die Vorderlinse
140 im Entfernungszustand angeordnet ist (S113). Nachdem beruhend auf einem
Ergebnis der Erfassung durch den Mikroschalter 165 erkannt worden ist,
daß die Vorderlinse 140 im zurückgezogenen (aufgenommenen) Zustand
angeordnet ist, überträgt die Steuerschaltung 160 ein Steuersignal
an den Antriebsabschnitt 175, der dann die Vorderlinse 140 an
der Ausgangsposition berechnet. Das heißt, wenn die Vorderlinse aufgenommen
ist, wird der Abstand zwischen dem Okular und der Position des nächsten Mals
der Verwendung der Vorderlinse bestimmt, um sie als die Ausgangsposition zu berechnen.
Und dann wird der Antriebsabschnitt 175 betrieben, um das Hebearmelement
176 aufwärts/abwärts zu bewegen, und die Ausgangsposition wird
eingestellt (S114). Dann wird, während der Hilfslinsenhalteabschnitt manuell
angehoben wird, wie oben beschrieben, er mit dem Anhebungsbegrenzungselement
177 in Kontakt gehalten. Dann ist die Steuerungsverarbeitung abgeschlossen
(S115).
Mit dem oben beschriebenen Operationsmikroskop 101 wird die
Ausgangsposition der Vorderlinse 140 automatisch berechnet, wenn die Vorderlinse
140 eingefügt/entfernt wird und ihr gegenwärtiger Zustand geändert
wird. Folglich wird durch Voreinstellung der Ausgangsposition und der Anfangsvergrößerung,
so daß sie für den Inhalte einer Operation oder dergleichen geeignet ist,
die Notwendigkeit beseitigt, diese Bedienungen jedesmal manuell durchzuführen,
wenn während einer Operation eine Umschaltung zwischen Beobachtungsverfahren
durchgeführt wird. Als Ergebnis wird es möglich, die Bedienbarkeit zu
verbessern.
In einer ähnlichen Weise ist es außerdem möglich, die
Berechnung und Einstellung der Ausgangsposition der Vorderlinse 140 und
die Rückkehr als Reaktion auf das Drücken des Anhebungsschalters
167a oder des Absenkungsschalters 167b ineinander greifen zu lassen.
Außerdem kann zum Beispiel die Steuerung so durchgeführt werden, daß
wenn der Mikroschalter 165 ausgeschaltet wird (wenn erkannt wird, daß
die Vorderlinse 140 im verwendeten Zustand angeordnet ist), die Abwärtsbewegung
des Operateurmikroskops 106 nicht durchgeführt wird, selbst wenn der
Absenkungsschalter 167b gedrückt wird, oder die Steuerung kann so
durchgeführt werden, daß wenn erkannt wird, daß der aufgenommene
Zustand der Vorderlinse 140 freigegeben wird und der Mikroschalter
165 während der Abwärtsbewegung des Operateurmikroskops
106 ausgeschaltet wird, ein Warnton abgegeben wird. Mit diesem Aufbau wird
es möglich, die Sicherheit für einen Patienten sicherzustellen.
Als nächstes wird eine Prozedur der Verwendung des Operationsmikroskops
101 kurz beschrieben, das die oben beschriebene Funktion mit dem oben beschriebenen
Aufbau erzielt. Man beachte, daß es wie oben beschrieben möglich ist,
die obenerwähnte ineinandergreifende Funktion des Operationsmikroskops
1 zur ersten Ausführungsform vom vorliegenden Operationsmikroskop
101 hinzuzufügen.
Wenn der Übergang von der Beobachtung eines anterioren Abschnitts
zur Beobachtung eines Augenhintergrunds oder eines Glaskörpers durchgeführt
wird, wird zuerst der Anhebungsschalter 167a gedrückt, und das Operateurmikroskop
106 wird nur um einen vorgegebenen Betrag (zum Beispiel 57 mm) nach oben
bewegt. Anschließend daran wird der Haltearm 141 geschwenkt, und die
Vorderlinse 140, die in den Aufnahmeabschnitt 174 aufgenommen
ist, wird im verwendeten Zustand angeordnet. Als Reaktion auf das Schwenken des
Haltearms 141 und die Anordnung der Vorderlinse 140 im verwendeten
Zustand wird der Bestrahlungswinkel des Beleuchtungslichtflusses auf einen großen
Winkel (zum Beispiel 4°) eingestellt, der Stereovariator und die optische Einheit
werden auf der optischen Beobachtungsachse angeordnet, und die Linse 140
wird in die Ausgangsposition zurückgebracht. Man beachte, daß diese ineinandergreifenden
Operationen als Reaktion auf das Drücken des Anhebungsschalters 167a
durchgeführt werden können. Hier gibt es einen Fall, wo der Stereovariator
nicht angeordnet wird. Außerdem wird vor oder nach den ineinandergreifenden
Operationen der Kopplungszustand durch Drehen des Kopplungskopfes 173 freigegeben,
und die Vorderlinse 140 wird durch die Antriebsabschnitt 175 auf
eine untere Grenzposition abgesenkt (zum Beispiel von der Ausgangsposition um 10
mm abgesenkt).
Wenn ein Reflexionsfleck in einem Beobachtungsbild des zu operierenden
Auges erscheint, wird die Vorderlinse 140 durch eine Aufwärts-/Abwärtsbewegung
durch den Antriebsabschnitt 175 auf eine geeignete Position eingestellt.
Man beachte, daß vom Standpunkt der Beseitigung des Reflexionsflecks auch die
Einstellung der Ausrichtung in die horizontale Richtung, die zur Zeit des Beginns
einer Operation durchgeführt wird, ein wichtiger Faktor ist. Danach wird der
Objektivlinsentubusabschnitt 110 bezüglich des Hauptkörperabschnitts
106 fein nach oben/nach unten bewegt und wird auf eine Beobachtungsposition
fokussiert. Wie oben beschrieben, ist es mit dem Operationsmikroskop 101möglich,
die Vorderlinse 140 und den Objektivlinsentubusabschnitt 110 unabhängig
voneinander nach oben/nach unten zu fahren, wodurch es ermöglicht wird, daß
die Vorderlinse 140 bzw. der Objektivlinsentubusabschnitt genau eingestellt
werden. Man beachte, daß wenn der Reflexionsfleck immer noch bleibt, es ausreicht,
daß die Ausrichtung durch Einfügung einer Beleuchtungssehfeldblende durchgeführt
wird.
Wenn die Peripherie eines Augenhintergrunds durch die Vorderlinse
140 beobachtet wird, wird ein Augenhintergrund-Peripheriebeobachtungsprisma
auf einer Oberseite der Vorderlinse 140 angeordnet, wird eine Ausrichtung
in die horizontale Richtung unter Verwendung der Antriebsvorrichtung 105
durchgeführt, und wird eine Einstellung so durchgeführt, daß der
Beleuchtungslichtfluß das zu operierende Auge E trifft. Ferner werden falls
notwendig die Reflexionsfleckauflösung und die Fokussierung in der oben beschriebenen
Weise durchgeführt.
Wenn es während der Beobachtung der Peripherie des Augenhintergrunds
erwünscht ist, vorrübergehend den anterioren Abschnitt zu beobachten,
holt ein Assistent eine Beobachtungslinse für den anterioren Abschnitt aus
einer Öffnung und fügt sie über der Vorderlinse 140 ein,
indem er die Beobachtungslinse für den anterioren Abschnitt in seiner Hand
hält. Die Einfügungsposition der Beobachtungslinse für den anterioren
Abschnitt wird durch Beobachtung durch den Assistenten selbst bestimmt.
Wenn die Beobachtung der Peripherie des Augenhintergrunds beendet
ist, wird der Haltearm 141 geschwenkt, und die Vorderlinse 140
wird in den Aufnahmeabschnitt 174 aufgenommen. Als Reaktion auf diese Operationen
wird der Bestrahlungswinkel des Beleuchtungslichtflusses auf einen kleinen Winkel
(zum Beispiel 2°) eingestellt, der Stereovariator und die optische Einheit
werden von der optischen Beobachtungsachse zurückgezogen, und die Ausgangsposition
der Linse 140 wird berechnet. Dann wird der Absenkungsschalter
167b gedrückt, das Operateurmikroskop 106 wird nach unten
bewegt, und die Vorderlinse und dergleichen werden durch den Kopplungskopf
173 mit dem Hauptkörperabschnitt 106a gekoppelt. Man beachte,
daß die ineinandergreifenden Operationen, die zu der Zeit durchgeführt
werden, wenn die Beobachtung der Augenhintergrundperipherie beendet wird, als Reaktion
auf das Drücken des Absenkungsschalters 167b durchgeführt werden
können.
Es sollte hier beachtet werden, daß im Operateurmikroskop
106 dieser Ausführungsform der Mikroschalter 165 im Aufnahmeabschnitt
174 vorgesehen ist. Jedoch kann dieser Mikroschalter an einer anderen Position
angeordnet werden, so lange es möglich ist, den gegenwärtigen Zustand
der Vorderlinse 140 zu ermitteln, das heißt, ob die Vorderlinse
140 im verwendeten Zustand oder im unbenutzten und aufgenommenen Zustand
angeordnet ist. Zum Beispiel kann der Mikroschalter 165 an einem Berührungsabschnitt
zwischen dem Anhebungsbegrenzungselement 172 und dem Anhebungsbegrenzungselement
177 vorgesehen werden, die zu der Zeit verwendet werden, wenn der Haltearm
141 durch den Antriebsabschnitt 175 angehoben wird (am Oberseitenabschnitt
des Anhebungsbegrenzungselements 172 oder dem Unterseitenabschnitt des
Anhebungsbegrenzungselements 177). In diesem Fall wird der Mikroschalter
eingeschaltet, wenn sich diese Elemente gegenseitig berühren, und wird ausgeschaltet,
wenn die Elemente voneinander getrennt sind. Dann wird beruhend auf dem Ein-/Aus-Zustand
des Mikroschalters der gegenwärtige Zustand der Vorderlinse 140 entschieden,
und jeder Abschnitt der Vorrichtung wird in einer ineinandergreifenden Weise gesteuert.
Wenn sich in diesem Fall die Anhebungsregelungselemente 172 und
177 einander berühren, ist die Vorderlinse 140 an der Aufnahmeposition
angeordnet. Mit dem oben beschriebenen Aufbau, wo der gegenwärtige Zustand
der Vorderlinse 140 unter Verwendung des Mikroschalters erfaßt wird
und die Abwärtsbewegung verhindert wird, wenn die Vorderlinse 140
verwendet wird, wird es möglich, eine Situation zu vermeiden, wo die Vorderlinse
140 das zu operierende Auge E trifft, was die Sicherheit erhöht. Man
beachte, daß es außerdem möglich ist, die Steuerung mit einem erwünschten
Timing vom Beginn des Zurückziehens der Vorderlinse 140 zwischen dem
zu operierenden Auge E und der Objektivlinse 111 heraus durchzuführen,
um die Aufnahme der Vorderlinse 140 an der Aufnahmeposition zu vollenden.
Zusätzlich ist die Erfassungseinrichtung zur Erfassung des gegenwärtigen
Zustands der Vorderlinse 140 nicht auf den Mikroschalter beschränkt,
und es ist natürlich möglich, irgendein anderes Erfassungselement zu verwenden,
so lange es dieselbe Funktion hat.
Jede Steuerungsart, die oben im Detail beschrieben wird, ist ein Beispiel
der Steuerung durch das erfindungsgemäße Operationsmikroskop. Zum Beispiel
ist es natürlich möglich, die Steuerung in einer Art durchzuführen,
wo irgendwelche Schritte der oben beschriebenen Steuerungsverarbeitung
weggelassen werden. Außerdem steht gegenwärtig ein Operationsmikroskop
zur Verfügung, das verschiedene Funktionen aufweist, und es ist möglich,
jedes Element zur Erzielung der verschiedenen Funktionen entsprechend dessen zu
steuern, ob eine Vorderlinse verwendet wird oder zurückgezogen ist.
Außerdem kann ein Bedienungsabschnitt zur Durchführung einer
Auswahl zwischen den verschiedenen Arten zur Beobachtung eines zu operierenden Auges,
wie eine Art zur Beobachtung des anterioren Abschnitts, eine Kontaktlinsenverwendungsart
und eine Art zur Beobachtung der Retina/des Glaskörpers vorgesehen werden,
und es kann ein Element, das in der ausgewählten Art verwendet werden soll,
als Reaktion auf die Änderung der Anordnung der Vorderlinse zur Zeit des Übergangs
zur gewählten Art vorbereitet werden. Mit diesem Aufbau wird es möglich,
automatisch eine Einstellung entsprechend dessen vorzunehmen, welche Beobachtungsart
ausgewählt ist, anstatt eine Einstellung entsprechend dessen vorzunehmen, ob
die Vorderlinse verwendet wird. Als Ergebnis wird es möglich, eine Steuerung
durchzuführen, die mehr an die tatsächliche Verwendung angepaßt ist.
Zusätzlich ist es selbstverständlich möglich, verschiedene
Änderungen und/oder Hinzufügungen am oben beschriebenen Aufbau vorzunehmen,
ohne das Wesentliche der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Mit dem Operationsmikroskop der vorliegenden Erfindung, das den oben
beschriebenen Aufbau aufweist, wird es möglich, eine Reihe von Bedienungen,
die als Reaktion auf eine Umschaltung zwischen Verfahren zur Beobachtung eines zu
operierenden Auges durchgeführt werden sollten, in einer ineinandergreifenden
Weise so durchzuführen, daß die Notwendigkeit beseitigt wird, diese Bedienungen
während einer Operation manuell auszuführen. Als Ergebnis wird die Bedienbarkeit
verbessert.
Außerdem wird es mit dem Operationsmikroskop der vorliegenden
Erfindung möglich, einen Unfall zu verhindern, wo die Vorderlinse das zu operierende
Auge trifft. Als Ergebnis wird es möglich, die Sicherheit des Patienten ausreichend
sicherzustellen.