ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
Mobile Einrichtungen könnten Anwendungen, Protokollstapel sowie
eine für die Herstellung einer drahtlosen Verbindung mit einem Mobilkommunikationsnetz
ausgelegte Modemeinheit umfassen, wobei alle besagten Entitäten auf einem Verarbeitungssystem
ablaufen können. Die Modemeinheit könnte genauso gut auf einem anderen
Verarbeitungsbetriebsmittel als die Anwendungen installiert sein. Darüber hinaus
könnte für die Modemeinheit ein erstes Betriebssystem und für die
Anwendungen ein anderes Betriebssystem verwendet werden. Es wird erwartet, dass
in der Zukunft mehr und mehr Benutzerendgeräte verfügbar sein werden,
die keine proprietäre Modemeinheit umfassen. Statt dessen umfassen die besagten
Benutzerendgeräte eine physische Schnittstelle zum Herstellen einer Verbindung
zwischen dem Benutzerendgerät und einer externen Modemeinheit, wobei die externe
Modemeinheit für das Aufbauen einer drahtlosen Verbindung mit dem Mobilkommunikationsnetz
verantwortlich sein wird. Darüber hinaus werden Telefone verfügbar sein,
bei denen ein zusätzliches Verarbeitungsbetriebsmittel und/oder ein zusätzliches
Betriebssystem, z.B. Symbian, zum Ausführen der Anwendungen vorgesehen sind.
Solche Telefone werden häufig als Smart-Phones bezeichnet.
Um in einem System QoS sicherzustellen und Paketflüsse zu optimieren,
ist eine Verbindung zwischen den verschiedenen Protokollschichten notwendig, insbesondere,
wenn drahtlose Strecken verwendet werden. Protokolle und Anwendungen höherer
Schichten müssen gemäß der zugrundeliegenden (drahtlosen) Strecke
und gemäß dem tatsächlichen Status der Netzwerkverbindung (Bandbreitenverzögerung,
Bitfehlerrate (BER) ...) abgestimmt werden. Deshalb müssen Messungen und Parameter
aus den unteren Schichten (GPRS-Stapel, UMTS-Stapel ...) zu einem QoS-Verwaltungssystem
höherer Schichten und/oder zu Protokoll-/Anwendungsoptimierern höherer
Schichten transportiert werden. Diese stellen Protokolle, Anwendungen und Paketflüsse
höherer Schichten durch Verwendung dieser Messungen und Parameter ein.
Während es in einem eingebetteten System relativ leicht ist,
diese vertikale Verbindung zwischen den verschiedenen Schichten zu realisieren,
wird es in einem verteilten System schwieriger. In einem verteilten System enthält
das Modem die Informationen, die das auf der Anwendungseinheit residierende QoS-Verwaltungssystem
benötigt. Verteilte Systeme sind (anders als eingebettete Systeme) gut standardisiert
und werden durch wohlbekannte Spezifikationen definiert. Der Transfer von Messungen
und Parametern von einem (drahtlosen) Modem zu der Anwendungseinheit ist jedoch
nicht Teil dieser Spezifikationen.
Aus US 2003/0145119 ist
ein System zur Bereitstellung drahtloser Datendienste mit einem drahtlosen Modem
bekannt.
KURZFASSUNG DER ERFINDUNG
Eine Aufgabe der Erfindung ist die Verbesserung der Flusssteuerung
in verteilten Benutzergeräten, die eine Modemeinheit und mindestens eine Anwendungseinheit
umfassen.
Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist der Transport von Messungsdaten
von einem (drahtlosen) Modem zu einer Anwendungseinheit mit den folgenden Schlüsselmerkmalen:
- – Der Transfer der Daten sollte von der Schnittstelle (seriell, IRDA,
Bluetooth, ...) zwischen der Anwendungseinheit und dem Modem unabhängig sein.
- – Es sollten keine Änderungen an dem Standard-AT-Befehlssatz (notwendig
für die Kommunikation zwischen einer Anwendungseinheit, z.B. einem Computer,
und einem Modem) erforderlich sein.
- – Es sollten keine Änderungen an dem notwendigen Modemtreiber erforderlich
sein.
- – Es sollten keine Änderungen an den Betriebssystemtreibern erforderlich
sein.
- – Es sollten keine Änderungen an dem PPP-(Punkt-zu-Punkt-Verbindungs)-Stapel
erforderlich sein.
Diese Aufgaben der Erfindung werden durch die unabhängigen Ansprüche
gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen werden durch die anhängigen
Ansprüche gezeigt.
Im folgenden werden die folgenden Definitionen von Begriffen angewandt:
Verteiltes System:
Verteiltes System ist eine Kombination einer Anwendungseinheit und
mindestens eines Modems. Beispiele für ein verteiltes System sind Smart-Phones
und Notebooks (Laptops), die mit mindestens einem Modem kombiniert werden.
Eingebettetes System:
In einem eingebetteten System wird der Prozessor (und die DSP) für
die Anwendungen und Protokolle höherer Schichten und die (drahtlosen) Kommunikationsstapel
(z.B. GPRS) verwendet. Das klassische eingebettete System bei der Mobilkommunikation
ist ein Mobiltelefon.
Anwendungseinheit:
In einem verteilten System ist die Anwendungseinheit die Hart- und
Softwareumgebung, in der die Anwendungen ablaufen. Sie besitzt mindestens einen
Prozessor, Speicher und ein Betriebssystem. Der TCP/UDP/IP-Stapel läuft auch
auf der Anwendungseinheit ab, die Stapel für die (mobile) Kommunikation (d.h.
GSM/GPRS) laufen jedoch auf einem (externen) Modem ab und deshalb nicht auf dem
Prozessor der Anwendungseinheit. Kann für Kommunikationszwecke auf verschiedene
Arten von Modems zugreifen.
Modem:
Ein Modem ist ein System, das Hardware und Software (hauptsächlich
den Kommunikationsstapel) enthält und wird für (mobile) Kommunikation
verwendet. Bei einem verteilten System führt das Modem keine Anwendungen aus.
Schnittstelle:
Die Schnittstelle verbindet das Modem mit der Anwendungseinheit. Schnittstellen
können z.B. eine USB-Schnittstelle, eine serielle Schnittstelle, eine IRDA-Schnittstelle,
eine Bluetooth-Schnittstelle sein.
Eine Anwendungseinheit gemäß Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung umfasst mindestens eine Anwendung, wobei die mindestens eine
Anwendung dafür ausgelegt ist, Datenverkehr für drahtlose Kommunikation
mit mindestens einem Protokollstapel auszutauschen.
Der mindestens eine Protokollstapel ist für den Transfer von
Datenverkehr zwischen mindestens einer der Anwendungen und mindestens einer physischen
Schnittstelle ausgelegt. Die mindestens eine physische Schnittstelle ist für
das Senden von Datenverkehr und von Flusssteuerinformationen zwischen der Anwendungseinheit
und einer Modemeinheit ausgelegt.
Die Anwendungseinheit ist über mindestens eine physische Schnittstelle
mit der Modemeinheit verbunden, wobei sowohl Aufwärtsstreckenverkehr als auch
Abwärtsstreckenverkehr in bezug auf die Anwendungen über die mindestens
eine physische Schnittstelle übertragen werden. Gemäß der Erfindung
können Flusssteuerinformationen über die mindestens eine physische Schnittstelle
übertragen werden. Die Datenverkehrs- und Flusssteuerinformationen könnten
z.B. in einem gemultiplexten Modus über die mindestens eine physische Schnittstelle
übertragen werden. Als Alternative könnten die Flusssteuerinformationen
z.B. über andere physische Schnittstellen als der Datenverkehr übertragen
werden.
Bei vorbekannten Lösungen kannte die Anwendungseinheit die Flussparameter
auf der Modemeinheit nicht und die Modemeinheit kannte die Anwendungen und Flussparameter
auf der Anwendungseinheit nicht. Die Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
ermöglichen einen Austausch von Flusssteuerinformationen zwischen der Anwendungseinheit
und der Modemeinheit. Auf beiden dieser Einheiten sind die Flusssteuerinformationen
hilfreich dabei, die verfügbaren Betriebsmittel und die verfügbare Bandbreite
der drahtlosen Verbindung so effizient wie möglich auszunutzen. Jede der Einheiten
wird über den Gesamtsystemzustand informiert und kann entsprechend reagieren.
Als Folge wird die Gesamtleistung des Systems vergrößert. Es wird eine
sanfte Anpassung der Steuereinstellungen des Systems erzielt und die QoS-Anforderungen
der Anwendungen können zu einem Grad erfüllt werden, der bisher nicht
möglich war.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird die mindestens eine physische Schnittstelle als mindestens eine serielle Schnittstelle,
insbesondere mindestens als Schnittstelle des Typs RS232, IrDA, Bluetooth, USB,
PCMCIA und/oder UART realisiert oder umfasst solche. Eine serielle Schnittstelle
ergibt ausreichend Bandbreite zum Senden sowohl von anwendungsbezogenem Datenverkehr
als auch von Flusssteuerinformationen zwischen der Modemeinheit und der Anwendungseinheit.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfassen die Flusssteuerinformationen folgendes: QoS-Profile der Anwendungen, tatsächliche
Parameter, die den tatsächlichen Zustand des Datenflusses auf der Anwendungseinheit
und/oder der Modemeinheit angeben, und/oder vorhergesagte Parameter, die einen zukünftigen
Zustand des Datenflusses auf der Anwendungseinheit und/oder der Modemeinheit angeben.
Auf der Anwendungseinheit können die Anwendungen und ihre QoS-Anforderungen
bekannt sein. Durch Senden dieser QoS-Profile zu der Modemeinheit und entsprechendes
Einstellen der Parameter der Modemeinheit kann der Gesamtdatenfluss des verteilten
Systems optimiert werden und die QoS-Anforderungen der Anwendungen können so
weit wie möglich erfüllt werden. Weiterhin könnten tatsächliche
Parameter, die die tatsächliche Flusssituation des Systems angeben, auf der
Anwendungseinheit und/oder der Modemeinheit gesammelt werden. Um den Gesamtdatenfluss
in einem verteilten System zu optimieren, muss jede der Einheiten den Datenfluss
auf den abgesetzten Einheiten kennen, weil es dadurch möglich wird, die Parameter
der eigenen Einheit gemäß dem Gesamtdatenfluss des Systems einzustellen.
Auf der Modemeinheit gesammelte Flussparameter und QoS-Parameter
könnten z.B. als Teil der Flusssteuerinformationen der Anwendungseinheit zugeführt
werden. Die Einstellungen auf der Anwendungseinheit können dann entsprechend
angepasst werden. Umgekehrt könnte die Anwendungseinheit die Modemeinheit über
diese Arten von Datenverkehr, über Pufferfüllstände und andere Flussparameter
informieren. Der Austausch von Flussparametern hilft dabei, geeignete Steuereinstellungen
zur Verbesserung des Gesamtdatenflusses zu finden. Sowohl die Modemeinheit als auch
die Anwendungseinheit erhalten ein vollständiges Bild und deshalb wird die
Entscheidungsfindung verbessert. Durch Prädiktionsverfahren könnten aus
den tatsächlichen Flussparametern Parameter abgeleitet werden, die einen zukünftigen
Systemzustand anzeigen. Die Prädiktionen könnten z.B. das Auftreten von
Stau, Zellenneuauswahlen, plötzlichen Änderungen der verfügbaren
Bandbreite usw. antizipieren. Durch Vorhersage des Systemverhaltens in der nahen
Zukunft wird eine sanfte Steuerung der Einstellungen des Systems erreicht. Um die
Anwendungseinheit über Prädiktionen, die auf der Modemeinheit berechnet
wurden, zu informieren, werden die Prädiktionen als Teil der Flusssteuerinformationen
zu der Anwendungseinheit gesendet. Umgekehrt könnten die Anwendungseinheit
ihre Prädiktionen der Modemeinheit zuführen.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung umfassen die Flusssteuerinformationen Steuereinstellungen, die dafür
ausgelegt sind, den Datenfluss auf der Anwendungseinheit und/oder der Modemeinheit
zu steuern. Zum Beispiel können seitens der Modemeinheit Steuereinstellungen
für das gesamte System erzeugt werden. Die Steuereinstellungen umfassen Steuereinstellungen
für Entitäten auf der Anwendungseinheit, die als Teil der Flusssteuerinformationen
von der Modemeinheit zu der Anwendungseinheit gesendet werden müssen. Immer
dann, wenn Steuereinstellungen für eine Entität auf einer abgesetzten
Einheit erzeugt werden, müssen die Steuereinstellungen als Teil der Flusssteuerinformationen
über die mindestens eine physische Schnittstelle übertragen werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Anwendungseinheit
dafür ausgelegt, von der Modemeinheit Steuereinstellungen für die Anwendungen,
Steuereinstellungen für die Protokollstapel und/oder Steuereinstellungen für
Puffer zu empfangen. Die Steuereinstellungen können als Teil der Flusssteuerinformationen
übertragen werden.
Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung ist die Anwendungseinheit dafür ausgelegt, zu der Modemeinheit folgendes
zu senden: Informationen über die Anwendungen, QoS-Profile der Anwendungen,
Informationen über die von den Anwendungen verwendeten Protokolle, Arten des
Datenverkehrs, Bandbreite pro Verkehrstyp, Maximalpuffergrößen und/oder
Pufferfüllstände. Die Informationen werden als Teil der Flusssteuerinformationen
übertragen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist
die Anwendungseinheit dafür ausgelegt, folgendes zu der Modemeinheit zu senden:
Prädiktionen in bezug auf Zellenneuauswahlen, Prädiktionen in bezug auf
Durchsatz, Prädiktionen in bezug auf Bitfehlerrate, Prädiktionen in bezug
auf das Codierungsverfahren, Prädiktionen in bezug auf die einseitige Verzögerung
und/oder Prädiktionen in bezug auf die Gesamtlaufzeit, wobei die Prädiktionen
als Teil der Flusssteuerinformationen übertragen werden. Prädiktionen,
die auf der Anwendungseinheit berechnet werden müssen, könnten der Modemeinheit
zugeführt werden, weil beispielsweise möglicherweise die Einstellungen
des Übertragungsprotokollstapels entsprechend eingestellt werden müssen.
Wegen der geringen Übertragungsverzögerung sind die Prädiktionen
immer noch wertvoll, wenn sie an der Modemeinheit ankommen. Falls das Verarbeitungssystem
der Modemeinheit zur Durchführung von Berechnungen verwendet wird, z.B. um
Zellenneuauswahlen vorherzusagen, könnten die mit der Modemeinheit verbundenen
Anwendungseinheiten benachrichtigt werden. In beiden Fällen werden die Prädiktionen
als Teil der Flusssteuerinformationen über die mindestens eine physische Schnittstelle
übertragen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform wird eine Menge
virtueller Schnittstellen verwendet, um eine oder mehrere Datenverbindungen über
die mindestens eine physische Schnittstelle aufzubauen, aufrechtzuerhalten und abzuschließen.
Über die mindestens eine physische Schnittstelle müssen sehr viele verschiedene
Datenströme übertragen werden, wobei die Datenströme völlig
unterschiedliche Eigenschaften aufweisen könnten und wobei den Datenströmen
unterschiedliche Prioritäten zugewiesen sein könnten. Ein Teil der Datenströme
könnte aus verschiedenen Arten von Anwendungen stammen, andere könnten
Flusssteuerinformationen enthalten usw. Die Datenströme werden verschiedenen
virtuellen Schnittstellen zugeführt. Dies ermöglicht eine Unterscheidung
zwischen den Datenströmen und die Verarbeitung jeder der Datenströme gemäß
seiner Priorität und seinen spezifischen Bedürfnissen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
wird eine permanente Verbindung mit hoher Priorität zwischen der Anwendungseinheit
und der Modemeinheit aufgebaut, wobei die Flusssteuerinformationen über die
Verbindung mit hoher Priorität übertragen werden.
Wenn gemessene Daten, QoS-Parameter, Prädiktionen und Steuereinstellungen
zwischen der Modemeinheit und der Anwendungseinheit übertragen
werden, darf die Übertragungsverzögerung nicht zu hoch sein. Andernfalls
sind die Flusssteuerinformationen bereits veraltet, wenn sie empfangen werden. Aus
diesem Grund muss dem Flusssteuerkanal eine hohe Priorität zugewiesen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens
eine physische Schnittstelle dafür ausgelegt, den Datenverkehr und die Flusssteuerinformationen
in einem gemultiplexten Modus zwischen der Anwendungseinheit und der Modemeinheit
zu übertragen. Die durch die mindestens eine physische Schnittstelle bereitgestellte
Übertragungsbandbreite muss gemeinsam von verschiedenen Datenströmen benutzt
werden. Durch Übertragen von Daten verschiedener Datenströme in einem
gemultiplexten Modus können mehrere verschiedene Datenströme gleichzeitig
übertragen werden, wobei die Datenströme einander nicht stören.
Bei einer anderen bevorzugten Ausführungsform umfasst die Anwendungseinheit
mindestens zwei physische Schnittstellen, wobei die Flusssteuerinformationen über
andere physische Schnittstellen als der Datenverkehr übertragen werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfasst die Anwendungseinheit ein erstes Kommunikations-Handler-Modul, das dafür
ausgelegt ist, Datenverkehr zwischen funktionalen Entitäten der Anwendungseinheit
und der Modemeinheit zu koordinieren und zu priorisieren. Der erste Kommunikations-Handler
kann z.B. vielfältige Dienste bereitstellen, die die Zuteilung, Administration
und den Abschluss von Verbindungen über die mindestens eine physische Schnittstelle
betreffen. Er kann den Datenströmen, die über die mindestens eine physische
Schnittstelle zu übertragen sind, Prioritäten zuweisen, um sicherzustellen,
dass die wichtigsten Datenströme auch dann übertragen werden, wenn die
verfügbare Bandbreite nicht ausreicht, um allen Verkehr zu führen.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung umfasst die Anwendungseinheit ein erstes Controllermodul, das dafür
ausgelegt ist, mindestens auf der Anwendungseinheit gesammelte Flusssteuerinformationen
und/oder über die mindestens eine physische Schnittstelle empfangene Flusssteuerinformationen
zu empfangen und aus den Eingaben Steuereinstellungen so abzuleiten, dass der Gesamtdatenfluss
optimiert wird. Dem ersten Controllermodul könnten z.B. Flusssteuerinformationen
aus der Anwendungseinheit, aus der Modemeinheit oder aus beiden Einheiten zugeführt
werden. Das erste Controllermodul könnte z.B. die QoS-Profile der Anwendungen,
den tatsächlichen Zustand des Datenflusses in dem Benutzergerät und Prädiktionen,
die durchgeführt wurden, kennen. Das erste Controllermodul ist für die
Entscheidungsfindung verantwortlich, d.h. es muss Steuereinstellungen aus den bekannten
Informationen ableiten. Die Aufgabe besteht darin, beliebige Parameter auf der Anwendungseinheit,
auf der Modemeinheit oder auf beiden Einheiten so einzustellen, dass der Gesamtdatenfluss
auf dem verteilten System optimiert wird. Es wird versucht, die verfügbaren
Betriebsmittel so zu benutzen, dass die Anforderungen der verschiedenen Arten von
Datenverkehr so weit wie möglich erfüllt werden können.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann das
erste Controllermodul als primärer Controller wirken, der ein zweites Controllermodul
auf der Modemeinheit steuert. Falls ein erstes Controllermodul auf der Anwendungseinheit
und ein zweiter Controller auf der Modemeinheit existieren, könnte es vorteilhaft
sein, einen der beiden Controllermodule als primären Controller auszuwählen,
der für die Erzeugung der Steuereinstellungen für das gesamte System oder
mindestens für Teile des gesamten Systems verantwortlich ist. Wenn eine zentrale
Instanz für die Entscheidung über die Steuereinstellungen verantwortlich
ist, wird ein kohärenter und gut koordinierter Satz Steuereinstellungen erzeugt.
Es könnte vorteilhaft sein, das erste Controllermodul der Anwendungseinheit
als primären Controller auszuwählen, weil möglicherweise auf der
Anwendungseinheit viel mehr Speicher und Rechenleistung als auf der Modemeinheit
verfügbar ist.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung kann das erste Controllermodul als sekundärer Controller wirken,
der durch ein zweites Controllermodul auf der Modemeinheit gesteuert wird. Das zweite
Controllermodul auf der Modemeinheit könnte genauso gut als ein primärer
Controller ausgewählt werden. In diesem Fall könnte das erste Controllermodul
auf der Anwendungseinheit als der Slave des zweiten Controllermoduls wirken.
Insbesondere wenn zwei oder mehr Anwendungseinheiten mit einer Modemeinheit
verbunden sind, ist es vorteilhaft, das zweite Controllermodul auf der Modemeinheit
als primären Controller einzurichten.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfasst die Anwendungseinheit mindestens ein Protokolloptimierermodul, das dafür
ausgelegt ist, auf die Einstellungen entsprechender Protokollstapel vorzugsweise
gemäß Steuereinstellungen zuzugreifen.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfasst die Anwendungseinheit ein erstes QoS-Paketprozessormodul, das dafür
ausgelegt ist, den Datenverkehr zwischen mindestens einem der Protokollstapel und
der mindestens einen physischen Schnittstelle zu überwachen und/oder zu modifizieren.
Bevor Datenverkehr einer beliebigen der auf der Anwendungseinheit installierten
Anwendungen über die mindestens eine physische Schnittstelle zu der Modemeinheit
weitergeleitet werden kann, muss der Datenverkehr den ersten QoS-Paketprozessor
durchlaufen. Dadurch entsteht eine Gelegenheit zur Überwachung des Datenverkehrs,
und unbekannte Typen von Datenverkehr können durch das QoS-Verwaltungssystem
erkannt und berücksichtigt werden. Darüber hinaus kann das erste QoS-Paketprozessormodul
bestimmte Datenströme aktiv modifizieren, indem Datenpakete zurückerhalten
oder sogar verworfen werden. Das erste QoS-Paketprozessormodul könnte Steuereinstellungen
von einer jeweiligen Primärsteuerung erhalten, gleichgültig, ob die Primärsteuerung
sich auf der Anwendungseinheit oder der Modemeinheit befindet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfassen die Protokollstapel WAP-, TCP-, WTCP-, UDP-, UDP-Lite- und/oder RTP/RTCP-Protokoll-Stapel.
Eine Modemeinheit für Mobilkommunikation gemäß Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung umfasst eine Rundsendeeinrichtung, die dafür ausgelegt
ist, eine drahtlose Verbindung für Mobilkommunikation einzurichten. Die Modemeinheit
umfasst ferner mindestens einen Übertragungsprotokollstapel, der dafür
ausgelegt ist, Datenverkehr zwischen der Rundsendeeinrichtung und mindestens einer
physischen Schnittstelle zu transferieren. Die mindestens eine physische Schnittstelle
ist dafür ausgelegt, Datenverkehr sowie Flusssteuerinformationen zwischen der
Modemeinheit und mindestens einer Anwendungseinheit zu übertragen. Gemäß
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ermöglicht die Modemeinheit
einen Austausch von Flusssteuerinformationen zwischen der mindestens einen Anwendungseinheit
und der Modemeinheit. Insbesondere könnte z.B. die Modemeinheit über den
Datenfluss auf der Anwendungseinheit informiert werden und könnte z.B. mindestens
eine Anwendungseinheit über ihren tatsächlichen Status informieren. Durch
Austausch von Flusssteuerinformationen wird die Gesamtsteuerung des Systems verbessert.
Es wird eine reibungslose Anpassung der Steuereinstellungen des Systems erzielt
und die QoS-Anforderungen der Anwendungen können zu einem Grad erfüllt
werden, der bisher nicht möglich war.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die Modemeinheit
dafür ausgelegt, zumindest einer der Anwendungseinheiten folgendes zu senden:
Parameter der Funkverbindung, Signalstärke der drahtlosen Verbindung, Parameter
des Übertragungsprotokollstapels, verfügbare Bandbreite, maximale Puffergrößen,
Pufferfüllstände, Informationen über PDP-Kontexte und/oder Funkbetriebsmittelverwaltungsinformationen.
Die Informationen werden als Teil der Flusssteuerinformationen gesendet.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist die Modemeinheit dafür ausgelegt, von mindestens einer der Anwendungseinheiten
folgendes zu empfangen: Informationen über die Anwendungen, QoS-Profile der
Anwendungen, Informationen über die von den Anwendungen verwendeten Protokolle,
Typen von Datenverkehr, Bandbreite pro Verkehrstyp, maximale Puffergrößen
und/oder Puffer-Füllstände. Die Informationen werden als Teil der Flusssteuerinformationen
gesendet. Somit können die Steuereinstellungen auf der Modemeinheit z.B. auf
die QoS-Anforderungen der zu übertragenden Datenströme eingestellt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist die Modemeinheit dafür ausgelegt, von mindestens einer der Anwendungseinheiten
folgendes zu empfangen: Steuereinstellungen für den Übertragungsprotokollstapel,
Steuereinstellungen für PDP-Kontexte und/oder Steuereinstellungen für
Puffer. Die Steuereinstellungen werden als Teil der Flusssteuerinformationen gesendet.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die
Anwendungs-QoS-Profile durch folgendes berücksichtigt: Einstellung von PDP-Kontexten,
Einstellung von PDP-Subkontexten, und/oder Einstellung oder Modifikation von GGSN-Filterregeln.
Ein Kontext des Paketdatenprotokolls (PDP) ermöglicht die Definition der Übertragungseigenschaften
für eine bestimmte Art von Datenverkehr. Mittels eines PDP-Kontexts ist es
möglich, die Übertragungsparameter des Übertragungsprotokollstapels
sowie die Übertragungseigenschaften der drahtlosen Verbindung bis herauf zu
dem GGSN (Gateway-GPRS-Unterstützungsknoten) des Mobilkommunikationsnetzes
zu spezifizieren.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfasst die Modemeinheit ein zweites QoS-Paketprozessormodul, das dafür ausgelegt
ist, den Datenverkehr zwischen der mindestens einen physischen Schnittstelle und
dem Übertragungsprotokollstapel zu überwachen und/oder zu modifizieren.
Zusätzlich zu durch Anwendungen auf der Anwendungseinheit erzeugtem Datenverkehr
könnte das zweite QoS-Paketprozessormodul außerdem Verkehr erkennen, der
aus Anwendungen auf der Modemeinheit entsteht, und kann Bandbreiten und QoS-Anforderungen
des Datenverkehrs identifizieren. Steuereinstellungen können dann so gewählt
werden, dass die jeweiligen Anforderungen der Anwendung (einschließlich derjenigen
auf der Modemeinheit) so weit wie möglich erfüllt werden.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
umfasst die Modemeinheit einen Befehls-Interpreter, der dafür
ausgelegt ist, Nachrichten und/oder Befehle, die von mindestens einer der Anwendungseinheiten
ausgegeben werden, insbesondere zum Empfangen und Verarbeiten von Initialisierungsnachrichten
zu empfangen und zu verarbeiten. Der Befehls-Interpreter überwacht den Datenverkehr,
der über die mindestens eine physische Schnittstelle zu der Modemeinheit gesendet
wird. Wenn in dem Datenverkehr ein bestimmter Befehl erkannt wird, wird der Befehl
interpretiert und die entsprechenden Aktionen werden ausgeführt. Die von dem
Befehls-Interpreter bereitgestellten Dienste sind insbesondere nützlich, falls
eine Anwendung auf einer beliebigen der Anwendungseinheiten beabsichtigt, Daten
über die Funkschnittstelle zu senden, obwohl die Entitäten auf der Modemeinheit
noch nicht initialisiert wurden. In diesem Fall sendet die jeweilige Anwendungseinheit
Initialisierungsnachrichten über die mindestens eine physische Schnittstelle.
Auf der Modemeinheit erkennt der Befehls-Interpreter die Initialisierungsnachrichten.
Der Befehls-Interpreter könnte eine Initialisierung der erforderlichen Entitäten
veranlassen und das Modem kann dann mit dem Übertragen von Daten über
die drahtlose Verbindung beginnen. Somit ermöglicht der Befehls-Interpreter
eine Ferninitialisierung von Entitäten auf der Modemeinheit.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist der Übertragungsprotokollstapel
ein Stapel für: GPRS/GSM, GPRS/EDGE, CDMA, UMTS, wireless LAN, Bluetooth und/oder
HiperLan. Die Erfindung ist jedoch auf keinerlei Weise auf irgendwelche der erwähnten
Übertragungsprotokolle beschränkt.
Ein Benutzergerät könnte wie oben beschrieben mindestens
eine Anwendungseinheit und eine Modemeinheit umfassen, wobei die Einheiten über
mindestens eine physische Schnittstelle verbunden sind. Datenverkehr sowie Flusssteuerinformationen
werden über die mindestens eine physische Schnittstelle zwischen mindestens
einer der Anwendungseinheiten und der Modemeinheit übertragen. Durch Austauschen
von Flusssteuerinformationen zwischen der Modemeinheit und der einen oder den mehreren
Anwendungseinheiten können die Einheiten enger zueinandergebracht werden. Gemessene
Daten und Prädiktionen werden von verschiedenen Teilen des Systems gesammelt
und die Anwendungseinheiten könnten z.B. die Modemeinheit über die QoS-Profile
der verschiedenen Anwendungen informieren. Aus diesen Eingaben werden Steuereinstellungen
für das gesamte System abgeleitet und die Steuereinstellungen werden zu den
verschiedenen Entitäten verteilt. Folglich verschmelzen die Modemeinheit und
die eine oder die mehreren Anwendungseinheiten und arbeiten zusammen als ein System.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
werden die Modemeinheit und mindestens eine der Anwendungseinheiten als eine eingebettete
mobile Einrichtung, vorzugsweise als Smartphones, implementiert. Innerhalb der eingebetteten
Einrichtung könnten die Anwendungseinheit und die Modemeinheit z.B. auf verschiedenen
Verarbeitungssystemen ablaufen. Auf der Modemeinheit könnte ein erstes Betriebssystem
verwendet werden, während auf der Anwendungseinheit ein anderes Betriebssystem,
z.B. Symbian, verwendet werden könnte, das sich besser für die jeweiligen
Anwendungen eignet.
Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird
die Modemeinheit als separate Einrichtung implementiert, vorzugsweise als CF-Karte,
als PCMCIA-Karte oder als Teil eines Mobiltelefons. Gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung wird mindestens eine der Anwendungseinheiten
als separate Einrichtung implementiert, vorzugsweise als Laptop, als mobiles Endgerät
oder als PDA. Ein Benutzerendgerät muss nicht unbedingt eine Modemeinheit umfassen.
Statt dessen könnte es mindestens eine physische Schnittstelle zum Herstellen
einer Verbindung mit einer externen Modemeinheit umfassen.
Die Module gemäß Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung können teilweise oder vollständig durch geeignete Software realisiert
oder unterstützt werden, die auf einer beliebigen Art von Datenträger
gespeichert oder anderweitig bereitgestellt werden kann und die in oder durch eine
beliebige geeignete Datenverarbeitungseinheit ausgeführt werden kann.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Weitere Aufgaben und viele der einhergehenden Vorteile der vorliegenden
Erfindung werden durch Bezugnahme auf die folgende ausführliche Beschreibung
in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen ohne weiteres ersichtlich und
werden besser verständlich.
1 zeigt eine Anwendungseinheit, die Teil eines Benutzergeräts
zur Mobilkommunikation ist, zusammen mit einem Teil einer Modemeinheit;
2 zeigt eine Modemeinheit, die Teil eines Benutzergeräts
für Mobilkommunikation ist, zusammen mit einem Teil der Anwendungseinheit von
1;
3 zeigt die Protokollschichten, die zum Senden von
Daten in einem gemultiplexten Modus über die physische Schnittstelle verwendet
werden können;
4 zeigt die Struktur des zum Flusssteuerinformationstransfer
von einem Modem zu einer Anwendungseinheit gemäß einer alternativen Ausführungsform
verwendeten Systems;
5 zeigt Implementierungsvarianten für den Anwendungseinheit-Kollektor;
6 zeigt ein IP-Paket für Messungstransfer unter
Verwendung einer proprietären Protokollerweiterung; und
7 zeigt ein UDP/IP-Paket zum Messungstransfer unter
Verwendung einer proprietären Protokollerweiterung.
AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN DER
ERFINDUNG
1 und 2 zeigen ein Benutzergerät
für Mobilkommunikation, das eine Anwendungseinheit 1 und eine Modemeinheit
2 umfasst. Die Anwendungseinheit 1 und die Modemeinheit
2 sind über eine physische Schnittstelle 3 verbunden. Auf
der Anwendungseinheit 1 könnten mehrere Benutzeranwendungen ablaufen.
In dem in 1 gezeigten Beispiel umfassen die Anwendungen
E-Mail 4, einen Web-Browser 5, DSR (Digital Surveillence Recorder),
Push2Talk 6, Video Conference 7, MMS (Multimedia Messaging Service),
IM (Instant Messaging) usw. Die Anwendungseinheit 1 könnte ferner
Transportprotokollstapel mit Protokollschichten umfassen, wie z.B. RTP/RTCP (Real
Time Transport Protocol, Real Time Transport Control Protocol), RSVP (Resource Reservation
Protocol), WSP (Wireless Session Protocol), UDP (User Datagram Protocol), UD-PLite
TCP (Transmission Control Protocol), WTCP (Wireless profiled TCP), WAP (Wireless
Application Protocol) usw. Die Transportprotokollstapel transformieren die Nutzdaten
der verschiedenen Anwendungen in Pakete des IP (Internet-Protokoll). Die anwendungsbezogenen
Daten und insbesondere die IP-Pakete werden über die physische Schnittstelle
3 mit der Modemeinheit 2 ausgetauscht. Die physische Schnittstelle
3 könnte z.B. gemäß einem der Standards RS232, USB (Universal
Serial Bus), Bluetooth, IrDA (Infrared Data Association), PCMCIA usw. oder UART
(Universal Asynchronous Receiver – Transmitter) realisiert werden.
Die Modemeinheit 2 wird als separate Einheit implementiert.
Die Modemeinheit 2 ist für das Herstellen und Aufrechterhalten einer
drahtlosen Verbindung mit einem Mobilkommunikationsnetz verantwortlich. Für
diesen Zweck umfasst die Modemeinheit 2 mindestens einen Übertragungsprotokollstapel
8. Der Übertragungsprotokollstapel 8 könnte z.B. ein
GPRS/GSM-Stapel, ein GPRS/EDGE-Stapel oder ein Stapel für ein zukünftiges
Übertragungsprotokoll wie etwa UMTS sein. IP-Pakete, die aus der Anwendungseinheit
1 über die physische Schnittstelle 3 empfangen werden, werden
zu dem Übertragungsprotokollstapel 8 transferiert. Umgekehrt werden
über die drahtlose Verbindung empfangene Daten dem Übertragungsprotokollstapel
8 zugeführt und werden über die physische Schnittstelle
3 zu der Anwendungseinheit 1 geroutet. Die Modemeinheit
2 könnte ferner interne Anwendungen 9 und entsprechende Protokollstapel
umfassen, die dafür ausgelegt sind, Datenverkehr mit dem Übertragungsprotokollstapel
8 auszutauschen.
Bei dem in 1 und 2
gezeigten Aufbau werden die Anwendungseinheit 1 und die Modemeinheit
2 als separate Einheiten realisiert. Zum Beispiel könnte die Anwendungseinheit
1 auf einer ersten CPU (oder einem ersten DSP) ablaufen, wobei ein erstes
Betriebssystem verwendet wird, während die Modemeinheit 2 auf einer
zweiten CPU (oder einem zweiten DSP) ablaufen könnte, wobei ein zweites Betriebssystem
verwendet wird. Ein solcher Aufbau könnte sich zum Beispiel auf einem so genannten
Smartphone befinden, wobei ein eigenes Betriebssystem wie etwa z.B. Symbian auf
der Anwendungseinheit des Smartphone installiert sein könnte. Für die
Endbenutzer sehen diese Einrichtungen genauso wie Mobiltelefoneinrichtungen aus,
obwohl die Anwendungseinheit und die Modemeinheit als separate Einheiten implementiert
sind. Die Anwendungseinheit 1 und die Modemeinheit 2 könnten
genauso gut auf verschiedenen mobilen Endgeräten implementiert werden. Zum
Beispiel könnte eine mobile Einrichtung wie etwa ein Telefon als Modem für
eine zweite Einrichtung wie etwa z.B. ein Laptop oder ein PDA (persönlichen
digitalen Assistenten) verwendet werden, wobei Anwendungen wie E-Mail, Web-Browser,
VoIP-Client, Video-Anwendungen usw. seitens der zweiten Einrichtung ausgeführt
werden. Das Mobiltelefon umfasst die Modemeinheit und die zweite Einrichtung wirkt
als Anwendungseinheit. Als Alternative könnte die Modemeinheit 1 ein
eigenes Harwareelement sein, wie etwa eine CF-Karte (Compact Flash), eine PCMCIA-Karte
oder dergleichen.
Im folgenden werden die Struktur und Funktionalität eines QoS-Verwaltungssystems
für die oben erwähnte Art von Benutzergeräten beschrieben. Es muss
erwähnt werden, dass die Erfindung auch verwendet werden kann, wenn zwei oder
mehr Anwendungseinheiten mit einer Modemeinheit verbunden sind. Weiterhin könnte
die mindestens eine Anwendungseinheit mit zwei oder mehr verschiedenen Modemeinheiten
verbunden sein, die verschiedene Übertragungsstandards unterstützen.
Die seitens der Anwendungseinheit 1 ablaufenden Anwendungen
werden von verschiedenen Drittfirmen bereitgestellt. Ein Teil dieser Anwendungen
(zum Beispiel E-Mail 4 und der Web-Browser 5) ist sich möglicherweise
nicht über das QoS-Verwaltungssystem bewusst.
Andere Anwendungen, wie DSR, Push2Talk 6, Video Conference
7, MMS und IM könnten sich über das QoS-Verwaltungssystem bewusst
sein. Für diese Anwendungen ist der externe Anwendungs-Manager 10
sichtbar. Die Anwendungen, die sich über das QoS-Verwaltungssystem bewusst
sind, registrieren sich (11) bei dem externen Anwendungsmanager
10 und leiten ihre jeweiligen QoS-Anforderungen zu dem externen Anwendungsmanager
10 weiter. Die QoS-Anforderungen der Anwendungen werden gewöhnlich
über QoS-Klassen spezifiziert. Im allgemeinen werden vier grundlegende QoS-Klassen
verwendet, die von dem 3GPP (Partnerschaftsprojekt für die 3. Generation) definiert
worden sind, obwohl auch andere Klassifikationen verwendet werden könnten.
Die Konversationsklasse
Verkehr der Konversationsklasse ist sehr verzögerungsempfindlich,
und Transferverzögerung und Zeitvarianz zwischen Paketen müssen unter
einem bestimmten Wert bleiben, damit die menschliche Wahrnehmung die Qualität
der Verbindung annimmt. Für Verkehr der Konversationsklasse ist es höchst
wichtig, dass Daten rechtzeitig abgeliefert werden. Die Bitfehlerrate (BER) des
Datenverkehrs ist nicht so kritisch. Beispiele für Verkehr der Konversationsklasse
wären IP-Telefonie und Video-Telefonie. In dem Beispiel von 1
gehört Datenverkehr der Anwendung Video Conference 7 zu der Konversationsklasse.
Die Streaming-Klasse
Verkehr der Streaming-Klasse umfasst einseitigen Echtzeitverkehr.
Für Verkehr der Streaming-Klasse ist nicht unbedingt eine niedrige Transferverzögerung
erforderlich, aber die Verzögerungsschwankung in dem Echtzeit-Datenstrom sollte
begrenzt sein. In 1 gehört Datenverkehr der Anwendung
Push2Talk 6 zu der Streaming-Klasse.
Die interaktive Klasse
Verkehr dieser Klasse könnte z.B. aus einer Anwendung stammen,
bei der ein Benutzer Daten interaktiv mit einem Gegenüber austauscht, bei dem
es sich entweder um einen anderen Benutzer oder ein Computersystem handeln könnte.
Die Antwort auf eine Anforderung wird im allgemeinen innerhalb einer bestimmten
Zeitgrenze erwartet. Obwohl die Transferverzögerung höher als im Fall
von Verkehr der Konversationsklasse sein kann, ist die Gesamtlaufzeit (RTT) ein
Schlüsselparameter. Verkehr der interaktiven Klasse sollte eine niedrige BER
zeigen. Beispiele für diese Art von Verkehr wären Web-Browsing oder Telnet.
In dem Beispiel von 1 gehört Datenverkehr der
Anwendung IM zu der interaktiven Klasse.
Die Hintergrundklasse
Für Datenverkehr der Hintergrundklasse ist niedrige Verzögerung
oder kurze Ablieferzeit kein Problem, aber die Bitfehlerrate (BER) muss niedrig
sein. Datenverkehr dieser Klasse wird gewöhnlich von einem Computer empfangen.
E-Mail-Verkehr ist ein typisches Beispiel für diese Art von Verkehr. Folglich
gehört Datenverkehr der Anwendung E-Mail 4 in 1
zu der Hintergrundklasse.
Für mindestens bestimmte der Anwendungen, die sich über
das QoS-Verwaltungssystem bewusst sind, könnten so genannte Anwendungsoptimierer
installiert werden. In 1 umfassen die Anwendungen DSR,
Push2Talk 6, Video Conference 7, MMS und IM entsprechende Anwendungsoptimierer
12–16. Wenn eine Anwendung beabsichtigt, Daten zu senden,
könnte der entsprechende Anwendungsoptimierer die Art und Weise der Erzeugung
der Daten auf den Gesamtdatenfluss einstellen, auf die verfügbare Bandbreite,
auf die Eigenschaften der drahtlosen Verbindung usw. Insbesondere könnten die
Anwendungsoptimierer 12–16 das Timing, die Verpackung von
Daten und die Anzahl der Anwendungsrahmen pro Datenpaket beeinflussen, wobei die
QoS-Profile der Anwendungen berücksichtigt werden. Während der Initialisierung
registrieren sich die Anwendungsoptimierer 12–16 bei dem
externen Anwendungsmanager 10. Während des Betriebes könnten
die Anwendungsoptimierer 12–16 Steuerinformationen
12 von der externen Hauptsteuerung 18 empfangen, wobei die Steuerinformationen
17 Steuereinstellungen für die Anwendungsoptimierer 12–16
umfassen.
Als nächstes initialisiert der externe Anwendungsmanager
10 (19) den externen Protokollmanager 20. Der externe
Protokollmanager 20 wird über die auf der Anwendungseinheit
1 ablaufenden Anwendungen, über die von den Anwendungen verwendeten
Transportprotokolle und über die jeweiligen QoS-Profile des Datenverkehrs der
Anwendungen informiert.
Für mindestens einen Teil der Transportprotokollstapel könnten
sogenannte Protokolloptimierer installiert sein. In 1
sind Protokolloptimierer 21–25 gezeigt, die den Transportprotokollstapeln
RTP/RTCP, WSP, USP, USP-Lite und TCP entsprechen. Der externe Protokollmanager
20 initialisiert (26) die Protokolloptimierer 21–25
gemäß den QoS-Profilen der Anwendungen. Jeder der Protokolloptimierer
21–25 ist dafür verantwortlich, dynamisch auf die
Eigenschaften seines entsprechenden Transportprotokollstapels zuzugreifen und diese
einzustellen. Die Einstellung erfolgt gemäß den entsprechenden Anwendungs-QoS-Anforderungen
gemäß dem Gesamtdatenfluss und gemäß gemessenen oder vorhergesagten
Systemparametern.
Als nächstes initialisiert (27) der externe Protokollmanager
20 die externe Hauptsteuerung 18 und transferiert die Steuerung
der Protokolloptimierer 21–25 zu der externen Hauptsteuerung
18. Später empfangen sowohl die Protokolloptimierer 21–25
als auch der externe Protokollmanager 20 ihre jeweiligen Steuereinstellungen
28 von der externen Hauptsteuerung 18.
Während des Betriebes könnten Änderungen des Aufbaus
des Systems und des von den Anwendungen erzeugten Datenverkehrs auftreten, und folglich
könnte eine Neuinitialisierung des externen Anwendungsmanagers 10,
der Anwendungsoptimierer 12–16, des externen Protokollmanagers
20 und/oder der Protokolloptimierer 21-25 notwendig werden. Die
Neuinitialisierungen können entweder durch die Anwendungen selbst oder durch
die externe Hauptsteuerung 18 veranlasst werden.
Die Anwendungseinheit 1 und die Modemeinheit 2 kommunizieren
über die physische Schnittstelle 3. Zusätzlich zu Aufwärtsstrecken-
und Abwärtsstrecken-Datenverkehr in bezug auf verschiedene Anwendungen werden
außerdem Flusssteuerinformationen zwischen der Anwendungseinheit
1 und der Modemeinheit 2 übertragen. Die Flusssteuerinformationen
könnten z.B. gemessene Parameter, die den tatsächlichen Systemzustand
angeben, Prädiktionen, die einen zukünftigen Systemzustand angeben und
Informationen in bezug auf die Konfiguration des Systems umfassen. Die Flusssteuerinformationen
könnten auch Steuereinstellungen für Entitäten auf der Anwendungseinheit
1 und auf der Modemeinheit 2 umfassen.
Die über die physische Schnittstelle 3 übertragenen
verschiedenen Datenströme sollten separat und gemäß ihren jeweiligen
Prioritäten gehandhabt werden. Auf der Anwendungseinheit 1 und auf
der Modemeinheit 2 werden mehrere virtuelle Schnittstellen 29–32
und 33–36 vorgesehen und die virtuellen Schnittstellen
können zum Aufbauen eines oder mehrerer virtueller Kanäle zwischen der
Anwendungseinheit 1 und der Modemeinheit 2 verwendet werden. Gemäß
einer ersten Ausführungsform wird jeder der virtuellen Schnittstellen dergestalt
eine entsprechende physische Schnittstelle zugewiesen, dass eine eindeutige Entsprechung
zwischen den virtuellen Schnittstellen und den physischen Schnittstellen hergestellt
wird. Wenn nur eine physische Schnittstelle verfügbar ist oder wenn weniger
physische Schnittstellen als virtuelle Schnittstellen verfügbar sind, können
die Datenströme als Alternative in einem gemultiplexten Modus übertragen
werden. Bei dieser Ausführungsform wird sowohl auf der Anwendungseinheit
1 als auch auf der Modemeinheit 2 ein Multiplex-Protokoll
37 implementiert. Das Multiplex-Protokoll 37 ist dafür ausgelegt,
mehrere separate virtuelle Schnittstellen bereitzustellen. Das Multiplex-Protokoll
37 ermöglicht ein paralleles Senden mehrerer Datenströme über
verschiedene virtuelle Kanäle, wobei den Datenströmen zugewiesene Prioritäten
berücksichtigt werden. Folglich kann die Übertragung von Verkehr mit niedrigerer
Priorität von Verkehr mit höherer Priorität unterbrochen werden.
Das Multiplexen wird durch eine MUX-Steuerung 38 auf der Anwendungseinheit
1 und durch eine MUX-Steuerung 39 auf der Modemeinheit
2 gesteuert. Die MUX-Steuerungen 38, 39 sind für
das Aufbauen und Abbauen virtueller Kanäle zwischen den virtuellen Schnittstellen
verantwortlich.
Zum Senden von Daten über die physische Schnittstelle
3 in einen Multiplex-Modus könnte zusammen mit bestimmten Erweiterungen
die PPP-Suite (Punkt-zu-Punkt-Protokoll) verwendet werden. Die Erweiterungen ermöglichen
virtuelle serielle Leitungen und Verkehrspriorisierung. Eine ausführliche Beschreibung
der PPP-Protokollsuite findet sich in der Schrift IETF RFC 1661.
Als Alternative kann die PPP-Protokollsuite ohne die erwähnten
Erweiterungen mit einem der durch das ETSI (europäisches Telekommunikationsnormeninstitut)
definierten Multiplexprotokolle kombiniert werden. Technische Spezifikationen der
Multiplexprotokolle finden sich in ETSI, 3GPP TS 07.0 10 und 27.0 10. Gemäß
einer dritten Alternative könnten die Anwendungseinheit 1 und die
Modemeinheit 2 durch eine IP-Verbindung verbunden werden.
Im folgenden wird die Initialisierung der Schnittstelleneinrichtung
beschrieben. Die externe Hauptsteuerung 18 adressiert die MUX-Steuerung
38 und teilt eine virtuelle Schnittstelle zur Herstellung einer schnellen
QoSM-Verbindung zwischen der Anwendungseinheit 1 und der Modemeinheit
2 zu. Als nächstes initialisiert (40) die externe Hauptsteuerung
18 den Comm-Handler 41 und die schnelle QoSM-Verbindung
42. Der Comm-Handler 41 ist für die Abwicklung der Kommunikation
zwischen Entitäten des QoS-Verwaltungssystems, die sich auf der Anwendungseinheit
1 befinden, und Entitäten, die sich auf der Modemeinheit
2 befinden, verantwortlich. Im Fall von Stau muss der Comm-Handler
41 über die Prioritäten der verschiedenen Datenströme entscheiden.
Die schnelle QoSM-Verbindung 42 ist ein schneller Kommunikationskanal,
der für das Übertragen von Flusssteuerinformationen zwischen der Anwendungseinheit
1 und der Modemeinheit 2 ausgelegt ist. Die schnelle QoSM-Verbindung
42 wird permanent auf einem Kanal der Schnittstelle aufgebaut. Flusssteuerinformationen,
insbesondere gemessene Daten, Steuereinstellungen und Prädiktionen, müssen
mit niedriger Verzögerung übertragen werden. Aus diesem Grund wird der
schnellen QoSM-Verbindung 42 eine der höchsten verfügbaren Prioritäten zugewiesen.
Als nächstes gibt der Comm-Handler 41 der Anwendungseinheit
Befehle zum Herauffahren einer Hauptsteuerung 43 und eines Comm-Handlers
44 seitens der Modemeinheit 2 aus. Die Befehle werden über
die schnelle QoSM-Verbindung 42 zu der Modemeinheit 2 gesendet.
Dort werden die Befehle durch einen AT-Befehlsinterpreter 45 detektiert
und interpretiert. Gemäß den Befehlen wird die Hauptsteuerung
43 initialisiert (46). Dann initialisiert (47) die Hauptsteuerung
43 den Comm-Handler 44 der Modemeinheit. Zwischen dem Comm-Handler
41 der Anwendungseinheit und dem Comm-Handler 44 der Modemeinheit
wird eine Verbindung hergestellt. Sobald diese Verbindung verfügbar ist, informiert
der Comm-Handler 41 die externe Hauptsteuerung 18.
Die externe Hauptsteuerung 18 kann nun Flusssteuerinformationen
über die Datenstrecke 48 zu dem Comm-Handler 41 weiterleiten.
Von dem Comm-Handler 41 aus werden die Flusssteuerinformationen über
die schnelle QoSM-Verbindung 42 zu dem Comm-Handler 44 gesendet.
Der Comm-Handler 44 leitet die Flusssteuerinformationen über die Datenstrecke
49 zu der Hauptsteuerung 43 weiter. In der entgegengesetzten Richtung
kann die Hauptsteuerung 43 Flusssteuerinformationen über die Datenstrecke
49, die schnelle QoSM-Verbindung 42 und die Datenstrecke
48 zu der externen Hauptsteuerung 18 senden. Die externe Hauptsteuerung
18 und die Hauptsteuerung 43 können nun alle Arten von Flusssteuerinformationen
austauschen, darunter QoS-Profile, gemessene Parameter, Statistiken, Prädiktionen,
Steuereinstellungen usw.
Zuerst wird die Hauptsteuerung 43 als Primärsteuerung
installiert, die die externe Hauptsteuerung 18 steuert. Die externe Hauptsteuerung
18 wirkt als Sekundärsteuerung (Slawe). Die externe Hauptsteuerung
und die Hauptsteuerung 43 tauschen Informationen über ihre jeweiligen
Fähigkeiten und über die Konfiguration der Anwendungseinheit
1 und der Modemeinheit 2 aus. Dann muss die Hauptsteuerung
43 entscheiden, ob es günstig ist, die Primärsteuerung des QoS-Verwaltungssystems
an die externe Hauptsteuerung 18 abzugeben oder nicht. Die CPU der Anwendungseinheit
1 könnte im Hinblick auf Verarbeitungsleistung und Speicher viel mehr
Betriebsmittel aufweisen und die CPU der Modemeinheit würde von bestimmten
ihrer Aufgaben entlastet. Wenn jedoch zwei oder mehr Anwendungseinheiten mit der
Modemeinheit verbunden sind, wirkt die Hauptsteuerung 43 höchstwahrscheinlich
weiter als Primärsteuerung und steuert die Aufgaben der externen Hauptsteuerungen.
Die primäre Hauptsteuerung ist für das Aufbauen des gesamten
QoS-Verwaltungssystems verantwortlich. Sie muss entscheiden, wie die erforderlichen
Funktionalitäten an die Entitäten des verteilten QoS-Verwaltungssystems
zu verteilen sind. Dann werden die jeweiligen Entitäten entsprechend initialisiert.
Zum Beispiel muss die primäre Hauptsteuerung entscheiden, ob ein Zustandsprädiktor
auf der Anwendungseinheit 1, auf der Modemeinheit 2 oder auf beiden
Einheiten initialisiert werden soll. Die Zustandsprädiktoren könnten komplexe
Algorithmen zum Ableiten der jeweiligen Prädiktionen verwenden und folglich
verlangen die Zustandsprädiktoren viel Rechenleistung. Aus diesem Grund wäre
es vorteilhaft, wenn die Modemeinheit 2 einen Teil der Berechnungen einem
auf der Anwendungseinheit 1 ablaufenden externen Zustandsprädiktor
überlässt.
Bei dem Aufbau von 1 und 2
umfasst die Modemeinheit 2 einen Zustandsprädiktor 50 und
die Anwendungseinheit 1 einen externen Zustandsprädiktor
51. Der Zustandsprädiktor 50 auf der Modemeinheit
2 wird durch die Hauptsteuerung 43 initialisiert (52).
Der Zustandsprädiktor 50 empfängt (53)
gemessene Daten und Systemparameter. Die Prädiktionen des Zustandsprädiktors
50 werden aus gemessenen Daten und Systemparametern abgeleitet, die den
tatsächlichen Zustand des Systems angeben. Der Zustandsprädiktor
50 umfasst eine Vielzahl verschiedener Zustandsprädiktormodule. Zum
Beispiel könnte der Zustandsprädiktor 50 folgendes umfassen:
ein Zustandsprädiktormodul 54, das für die Vorhersage von Einweg-Verzögerung,
Gesamtlaufzeit (RTT) und Durchsatz ausgelegt ist, ein Zustandsprädiktormodul
54, das für die Vorhersage des Codierungsschemas und der BER (Bitfehlerrate)
ausgelegt ist, und ein Zustandsprädiktormodul 56, das für die
Vorhersage von Zellenneuauswahlen ausgelegt ist. Während einer Zellenneuauswahl
wird die Datenübertragung für einen Zeitraum in der Größenordnung
von Sekunden unterbrochen, und deshalb sollte die Hauptsteuerung 43 über
Zellenneuauswahlen informiert werden. Die Prädiktionen des Zustandsprädiktors
50 werden der Hauptsteuerung 43 zugeführt (57).
Ähnlich wird der externe Zustandsprädiktor 51 durch die externe
Hauptsteuerung 18 initialisiert (58). Der externe Zustandsprädiktor
51 empfängt (59) gemessene Daten und Systemparameter. Er
umfasst Zustandsprädiktormodule 60, 61 und 62, die
dafür ausgelegt sind, vielfältige verschiedene Prädiktionen abzuleiten.
Die Prädiktionen werden der externen Hauptsteuerung 18 zugeführt
(63).
Ferner initialisiert (64) die externe Hauptsteuerung
18 einen externen QoS-Paketprozessor 65. Der externe QoS-Paketprozessor
65 ist für das Erkennen und Verfolgen verschiedener Arten von Datenverkehr
zwischen den Transportprotokollstapeln und der Schnittstelleneinrichtung verantwortlich.
Zu diesem Zweck überwacht er sowohl den Aufwärtsstrecken- als auch den
Abwärtsstreckenverkehr. Der externe QoS-Paketprozessor
65 erkennt die Bandbreiten und die QoS-Profile der verschiedenen Arten
von Datenverkehr.
Auf der Anwendungseinheit 1 könnten Anwendungen existieren,
die sich nicht über das QoS-Verwaltungssystem bewusst sind. Zum Beispiel könnten
die Anwendungen E-Mail 4 und Web-Browser 5 von 1
zu der Gruppe von Anwendungen gehören, die sich nicht über das QoS-Verwaltungssystem
bewusst sind. Wenn eine der Anwendungen beginnt, Datenverkehr zu senden, erkennt
der externe QoS-Paketprozessor 65 diese neue Art von Datenverkehr. Immer
dann, wenn eine neue Art von Datenverkehr erkannt wird, identifiziert der externe
QoS-Paketprozessor 65 diesen Verkehr, die Bandbreite und das QoS-Profil
des Verkehrs und identifiziert die Anwendung, die den Verkehr erzeugt hat. Zusätzlich
kann der externe QoS-Paketprozessor 65 den Fluss von Datenpaketen modifizieren.
Zu diesem Zweck kann der externe QoS-Paketprozessor 65 IP-Pakete bestimmter
Datenströme zurückhalten und puffern, wobei Datenpakete von geringer Bedeutung
sogar verworfen werden können. Der externe QoS-Paketprozessor 65 empfängt
Steuereinstellungen 66 von der externen Hauptsteuerung 18, die
angeben, wie die Filter und Puffer einzurichten sind.
Ferner initialisiert (67) die externe Hauptsteuerung
18 einen externen Kollektor 68 auf der Anwendungseinheit
1. Der externe Kollektor 68 ist für das Sammeln von Informationen
von verschiedenen Entitäten der Anwendungseinheit 1 verantwortlich.
Zum Beispiel empfängt (69) der externe Kollektor 68 Informationen,
darunter die Arten von Verkehr, die aktuelle Bandbreite pro Verkehrstyp, die maximalen
Puffergrößen, derzeitige Füllstände verschiedener Puffer usw.
von dem externen QoS-Paketprozessor 65. Weiterhin könnte der externe
Kollektor 68 Rückmeldeinformationen 70 von den Transportprotokollstapeln,
z.B. von dem RTP/RTCP-Protokollstapel, empfangen. Der externe Kollektor
68 führt die gesammelten Informationen dem externen Zustandsprädiktor
51 und der externen Hauptsteuerung 18 zu (59,
71). Ähnlich könnte die Modemeinheit 2 einen Kollektor
72 umfassen, der für das Sammeln von Informationen von den Entitäten
der Modemeinheit 2 verantwortlich ist.
Zusätzlich zu den auf der Anwendungseinheit 1 ablaufenden
Anwendungen könnten interne Anwendungen 9 und die entsprechenden Protokolle
auf der Modemeinheit 2 installiert sein. Die internen Anwendungen und Protokolle,
die in 2 angegeben sind, könnten zusätzlich
folgendes umfassen: einen Anwendungsmanager, einen Protokollmanager, Anwendungsoptimierer
und/oder Protokolloptimierer. Die Entitäten sind Teil des QoS-Verwaltungssystems.
Sie werden durch die Hauptsteuerung 43 initialisiert (73) und
empfangen Steuereinstellungen 74 von der Hauptsteuerung 43.
Neben dem externen QoS-Prozessor 65 auf der Anwendungseinheit
1 könnte die Modemeinheit 2 auch einen QoS-Paketprozessor
75 umfassen, der durch die Hauptsteuerung 43 initialisiert (76)
wird. Der QoS-Paketprozessor 75 überwacht den Aufwärtsstrecken-
und Abwärtsstrecken-Verkehr. Darüber hinaus könnte er den ihn durchlaufenden
Datenverkehr modifizieren. Datenpakete könnten gepuffert werden, bevor sie
zu dem Übertragungsprotokollstapel 8 weitergeleitet werden, oder könnten
sogar verworfen werden.
Insbesondere erkennt und analysiert der QoS-Paketprozessor
75 Datenverkehr, der aus den internen Anwendungen 9 entsteht.
Informationen über verschiedene Arten von Datenverkehr und ihre jeweiligen
Bandbreiten werden zu dem Kollektor 72 weitergeleitet (77). Die
primäre Hauptsteuerung, z.B. die Hauptsteuerung 43, verarbeitet die
von dem externen QoS-Paketprozessor 65 und durch den QoS-Paketprozessor
65 bereitgestellten Informationen. Auf der Basis dieser Informationen entscheidet
die primäre Hauptsteuerung, ob die Gesamt-QoS verbessert werden kann, indem
ein anderer PDP-Kontext, ein PDP-Subkontext oder eine neue Filterliste für
den GGSN (Gateway-GPRS-Unterstützungsknoten) eingerichtet wird. PDP-Kontexte
und PDP-Subkontexte erlauben die Definition der Übertragungseigenschaften für
eine bestimmte Art von Datenverkehr. Die primäre Hauptsteuerung könnte
die Mobilitäts-/Funkbetriebsmittelverwaltung 79 anweisen (78),
einen PDP-Kontext oder einen PDP-Subkontext einzurichten oder zu modifizieren. Die
Parameter der PDP-Kontexte und PDP-Subkontexte werden gemäß den QoS-Anforderungen
des jeweiligen Verkehrs gewählt. Wenn der jeweilige PDP-Kontext oder PDP-Subkontext
aktiviert wurde, weist die primäre Hauptsteuerung den QoS-Paketprozessor
75 an (80), diesen PDP-Kontext oder PDP-Subkontext für die
weitere Übertragung bestimmter Arten von Datenverkehr zu verwenden.
Der Übertragungsprotokollstapel 8 könnte z.B. ein
GPRS/GSM-Stapel, ein GPRS/EDGE-Stapel, ein UMTS-Stapel oder ein Hiper-Lan-Stapel
oder ein WLAN-Stapel sein. In der Zukunft könnten andere Übertragungsprotokollstapel
verwendet werden, die zukünftige Übertragungsprotokolle betreffen. Im
Fall eines GPRS/GSM- oder eines GPRS/EDGE-Stapels ist die oberste Schicht des Stapels
eine Schicht des SNDCP (Subnetz-abhängiges Konvergenzprotokoll). Im Fall eines
UMTS-Stapels ist die oberste Schicht eine Schicht des PDCP (Paketdaten-Konvergenzprotokolls).
Die nachfolgende Schicht, die LLC (logische Streckensteuerung) ist für die
Segmentierung der IP-Pakete in für Übertragung geeignete Datenblöcke
verantwortlich. Für diesen Zweck umfasst die LLC einen LLC-Puffer
81. Die Datenblöcke werden zu einer Schicht der
RLC (Funkstreckensteuerung), die einen RLC-Puffer 82 umfasst, weitergeleitet.
Die Datenblöcke werden der physischen Schicht L1 zugeführt, die die niedrigste
Schicht des Übertragungsprotokollstapels 8 ist. Die Hauptsteuerung
43 kann einen LLC-Manager 84 initialisieren (83) der
Teil des QoS-Verwaltungssystems ist. Der LLC-Manager 84 kann verschiedene
Parameter der LLC setzen, LLC-Blöcke löschen oder LLC-Blöcke umordnen.
Ähnlich kann die Hauptsteuerung 43 einen RLC-Manager 86,
der für das Zugreifen auf die Einstellungen der RLC und für das Modifizieren
der RLC-Datenblöcke ausgelegt ist, initialisieren (85).
Die Steuereinstellungen des Übertragungsprotokollstapels
8 können durch einen Stapelmanager 88, der durch die Hauptsteuerung
43 initialisiert (89) und gesteuert (90) wird, dynamisch
angepaßt (87) werden. Es bestehen vielfältige Möglichkeiten,
wie der Stapelmanager 88 dies erreichen kann: Der Stapelmanager
88 kann z.B. die Mobilitäts-/Funkbetriebsmittelverwaltung
79 so beeinflussen (91), dass eine Zellenneuauswahl entweder eingeleitet
oder verzögert wird. Ferner könnte er den RLC-Puffer 82 zurücksetzen
und/oder gewählte PDU (Protokolldateneinheiten) in dem RLC-Puffer
82 löschen. Außerdem könnte der Stapelmanager
88 bei der Administration von PDP-Kontexten und PDP-Subkontexten beteiligt
sein. Ferner könnte der Stapelmanager 88 beim Einrichten der Filterregeln
des GGSN gemäß den QoS-Anforderungen des jeweiligen Verkehrs beteiligt
sein. Durch Setzen des RLC-Modus könnte der Stapelmanager 88 spezifizieren,
ob ein bestätigter oder ein unbestätigter Modus für die Datenübertragung
verwendet werden soll, und wie die Ablieferung defekter RLC-Blöcke gehandhabt
werden soll.
Die Mobilitäts-/Funkbetriebsmittelverwaltung 79 ist
für die Mobilitätsverwaltung, für Autorisierung und für das
Herstellen und Beenden einer drahtlosen Verbindung verantwortlich. Außerdem
ist sie für die Ausführung von Zellenneuauswahlen, d.h. zum Umschalten
von einer Basisstation zu einer angrenzenden Basisstation, verantwortlich. Die Mobilitäts-/Funkbetriebsmittelverwaltung
wird angewiesen, PDP-Kontexte und PDP-Subkontexte mit geeigneten Attributen für
alle Arten von Datenverkehr sowie Filterlisten für den GGSN einzurichten.
Nachdem der Kollektor 72 seitens der Modemeinheit
2 initialisiert (92) wurde, beginnt er mit dem Sammeln von Informationen
von verschiedenen Entitäten auf der Modemeinheit 2. Zum Beispiel könnten
aus der physischen Schicht L1 Informationen in bezug auf die Signalleistung und
die verfügbare Bandbreite der drahtlosen Verbindung erhalten (93)
werden. Der Kollektor 72 könnte ferner Informationen von der RLC (94),
der LLC (95), von dem SNDCP/PDCP (96), von dem QoS-Paketprozessor
75 (77) und von den internen Anwendungen 9 (97)
sammeln. Die gesammelten Daten werden dem Zustandsprädiktor 50 sowie
der Hauptsteuerung 43 zugeführt (53, 98). Zwischen
dem externen Kollektor 68 der Anwendungseinheit und dem Kollektor
72 der Modemeinheit könnte eine direkte Kommunikation hergestellt
werden und gesammelte Daten könnten über die schnelle QoSM-Verbindung
42 ausgetauscht werden.
Während des Betriebs empfängt die jeweilige Primärsteuerung
Flussparameter von dem externen Kollektor 68 der Anwendungseinheit und
von dem Kollektor 72 der Modemeinheit. Ferner werden der jeweiligen Primärsteuerung
Prädiktionen aus dem Zustandsprädiktor 50 und aus dem externen
Zustandsprädiktor 51 zugeführt. Die Primärsteuerung ist
für das Treffen von Entscheidungen verantwortlich und für das Bestimmen
der Steuereinstellungen für das gesamte System gemäß vordefinierten
Strategien. Das Ziel besteht darin, die Steuereinstellungen reibungslos an die Anforderungen
der verschiedenen Datenströme anzupassen. Falls die externe Hauptsteuerung
18 als die Primärsteuerung ausgewählt wird, werden durch den
Kollektor 72 und den Zustandsprädiktor 50 bereitgestellte
Flussparameter und Prädiktionen über die schnelle QoSM-Verbindung
42 und die Datenstrecke 48 zu der externen Hauptsteuerung
18 gesendet. Für die Modemeinheit 2 bestimmte Steuereinstellungen
werden über die Datenstrecke 48 und die schnelle QoSM-Verbindung
42 zu den Entitäten auf der Modemeinheit 2 gesendet. Die
Hauptsteuerung 43, die als Sekundärsteuerung wirkt, könnte für
das verteilen der Steuereinstellungen auf der Modemeinheit 2 verantwortlich
sein.
Falls die Hauptsteuerung 43 als die Primärsteuerung
ausgewählt wird, werden Flussparameter und Prädiktionen, die durch den
externen Kollektor 68 und den externen Zustandsprädiktor
51 bereitgestellt werden, über die schnelle QoSM-Verbindung
42 und die Datenstrecke 49 zu der Hauptsteuerung 43 gesendet.
Steuereinstellungen für die Anwendungseinheit 1 werden über die
Datenstrecke 49 und die schnelle QoSM-Verbindung 42 zu den Entitäten
auf der Anwendungseinheit 1 gesendet. In diesem Fall wirkt die externe
Hauptsteuerung 18 als Slave der Hauptsteuerung 43. Die externe
Hauptsteuerung 18 könnte für das Verteilen der Steuereinstellungen
auf der Anwendungseinheit 1 verantwortlich sein.
Es muss erwähnt werden, dass das QoS-Verwaltungssystem gemäß
der vorliegenden Erfindung nicht jedes einzelne der in 1
und 2 gezeigten Module umfassen muss. Ein QoS-Verwaltungssystem
gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung könnte
genauso gut eine Teilmenge der oben erwähnten Module umfassen.
3 zeigt die Schichten des Transportprotokollstapels
zusammen mit den Schichten eines Multiplex-Protokolls, das zum Senden von Daten
über die physische Schnittstelle 3 verwendet wird. Zum Beispiel könnten
Benutzerdaten 99, die Teil eines Echtzeit-Datenverkehrs sind, auf der Anwendungseinheit
1 erzeugt werden. Es wird ein Kopfteil 100 für Nutzinformationen
zu den Benutzerdaten 99 hinzugefügt und die erhaltenen Nutzinformationen
101 werden zu einem entsprechenden Transportprotokollstapel 102
weitergeleitet. In 3 umfasst der Transportprotokollstapel
102 Protokollschichten für RTP, UDP und IP. Der Transportprotokollstapel
102 führt der Schnittstelleneinrichtung IP-Pakete zu. Zum Aufbauen
einer Verbindung zwischen der Anwendungseinheit 1 und der Modemeinheit
2 könnten Protokolle der PPP-Protokollsuite auf beiden Einheiten verwendet
(103, 104) werden. Als Alternative oder zusätzlich könnten
durch einen Comm-Handler 105 auf der Anwendungseinheit 1 und durch
einen Comm-Handler 106 auf der Modemeinheit 2 bereitgestellte
Dienste verwendet werden.
Um die Übertragung mehrerer Datenströme über die physische
Schnittstelle 3 zu erlauben, wird auf der Anwendungseinheit 1
und auf der Modemeinheit 2 ein Multiplex-Protokoll implementiert. Zum Beispiel
könnte ein Multiplex-Protokoll gemäß einem der Standards 3GPP 27.0,
10 oder 7.0 10 verwendet werden. Auf der Anwendungseinheit 1 stellt das
Multiplex-Protokoll 107 eine Menge virtueller Schnittstellen
108, 109 bereit. Folglich werden die virtuellen Schnittstellen
111, 112 durch das Multiplex-Protokoll 110 auf der Modemeinheit
2 bereitgestellt. Die virtuellen Schnittstellen können zum Aufbauen
virtueller Kanäle zwischen der Anwendungseinheit 1 und der Modemeinheit
2 verwendet werden. Dann können IP-Pakete von der Anwendungseinheit
1 zu der Modemeinheit 2 und umgekehrt über die physische
Schicht 113 übertragen werden. Zusätzlich zu Benutzerdaten könnten
über die physische Schicht 113 zwischen dem Comm-Handlern
105 und 106 Benutzerdaten, Nachrichten und Befehle übertragen
werden. Der AT-Befehls-Interpreter 114 dient zum Aufbauen und Modifizieren
der virtuellen Schnittstellen.
Alternative Ausführungsform
4 zeigt eine alternative Struktur und die entsprechenden
Komponenten, die für den Transfer der Messungen, d.h. Flusssteuerdaten, von
der Modem- zu der Anwendungseinheit verwendet werden. Es wurden die üblichen
Abkürzungen für Protokollstapel für das OSI-Referenzmodell verwendet.
L1 bedeutet z.B. Schicht 1 oder physische Schicht. Die Modifikationen an dem üblichen
Modell werden im folgenden erläutert. Insbesondere werden die folgenden Komponenten
benutzt und gezeigt:
Sub-Kollektor:
Der Sub-Kollektor befindet sich im Modem. Er sammelt alle Messungen
und Parameter aus dem (drahtlosen) Stapel, die von der Hauptsteuerung (oder der
Entscheidungsvorrichtung) angefordert werden, so lange sie durch den Stapel unterstützt
werden. Er baut das IP-Paket auf, indem die Messungen und Parameter zu der Anwendungseinheit
transportiert werden.
Absender:
Der Absender befindet sich auch im Modem. Er ist für das Senden
der IP-Pakete (die die Messungen enthalten) zu der Anwendungseinheit verantwortlich.
Dieser Mechanismus wird nachfolgend ausführlicher beschrieben.
Medien-Erfassung:
Die Medien-Erfassung ist für das Erkennen verantwortlich, welche
Modemeinheit gerade mit der Anwendungseinheit verbunden ist, ob dieses Modem im
Moment benutzbar ist und welche Parameter durch das Modem unterstützt werden.
Zustandsprädiktor:
Der Zustandsprädiktor ist dazu fähig, die zukünftige
Entwicklung von netzwerkbezogenen Parametern vorherzusagen. Die Prädiktionen
basieren auf Messungen aus den (drahtlosen) Stapeln. Der SP erhält die Messungen
von dem AU-Kollektor.
Hauptsteuerung/Entscheidungsvorrichtung:
Die Hauptsteuerung (Entscheidungsvorrichtung) ist für das Treffen
von Entscheidungen verantwortlich. Auf der Basis der (aus dem AU-Kollektor bereitgestellten)
Messungen aus den drahtlosen Stapeln, der (durch den SP bereitgestellten) Prädiktionen
und des (durch die Medien-Erfassung bereitgestellten) Status des Modems entscheidet
sie, welche Strategien, Anpassungen und Paketflussoptimierungen in diesem Moment
durchgeführt werden sollten.
AU-Kollektor:
Der AU-Kollektor (Anwendungseinheit-Kollektor) ruft die IP-Pakete
aus dem Paketfluss ab und extrahiert die Messungen. Außerdem baut er die IP-Pakete
auf, die zum Anfordern von Messungen von den Modems benutzt werden (siehe unten).
Abhängig von den Merkmalen des IP-Stapels (insbesondere ob ein
RAW-IP-Socket existiert oder nicht) sind drei verschiedene Implementierungsvarianten
möglich (siehe 5).
Variante A:
Der QoS-Paketprozessor wird implementiert. In diesem Fall werden die
Messungen in einem IP-Paket mit einer proprietären Transportprotokollerweiterung
transportiert. Alle IP-Pakete müssen das QoS-PP durchlaufen und können
deshalb leicht die Messungspakete an den AU-Kollektor geben und die AU-Kollektorpakete
in den Paketfluss zu dem Modem einsetzen.
Ein Beispiel für die proprietäre Transportprotokollerweiterung
wird nachfolgend gegeben. 6 zeigt ein IP-Paket, das
die proprietäre Transportprotokollerweiterung verwendet, wobei übliche
Abkürzungen für IP-Pakete verwendet werden.
Das Paket enthält einen Standardkopfteil des IP (Version 4).
In dem Protokollfeld wird "254" verwendet (offen für experimentelle Verwendung).
Die ersten 4 Bit der Erweiterung sind für eine Protokollnummer
mit der Bezeichnung "fgProt" reserviert. Der Mechanismus kann auch zum Transport
anderer Informationselemente verwendet werden. Der Messungstransport hat die Protokollnummer
1 (bitcodiert).
Die zweiten 4 Bit sind für die Protokollversion reserviert. Jedes
Protokoll kann Änderungen in der Zukunft benötigen. Im Moment besitzt
das Messungsprotokoll Version 1 (bitcodiert).
Die Nutzinformationen können mehrere Messungsblöcke enthalten.
Die ersten 8 Bit aller Blöcke zeigen die Art der Messung, die zweiten 8 Bit
zeigen die Länge dieses Messungsblocks, gefolgt durch die Messungen selbst.
Jede Messung besitzt ihre eigene Struktur.
Ein Beispiel:
Für GPRS-Zellenneuauswahl-Prädiktionen werden die Signalstärken
der versorgenden Zelle und der Nachbarzellen transferiert. Die Messungen werden
in einem bestimmten Zeitintervall genommen. Die Messungszeichenkette wird das folgende
Format aufweisen (ohne die Zwischenräume, Zwischenräume sind nur als Hilfe
für das Auge vorgesehen):
"S 71 72 N 71 72 57 86 73 87 78 89"
Dies bedeutet:
Versorgende Zelle: C1 ARFCN 71 Signalstärke –72 dbm
Versorgende Zelle: C2 ARFCN 71 Signalstärke –72 dbm
Nachbarzelle: 02 ARFCN 57 Signalstärke –86 dbm
Nachbarzelle: 02 ARFCN 73 Signalstärke –87 dbm
Nachbarzelle: 02 ARFCN 78 Signalstärke –89 dbm
C1 und C2 sind die in der GSM/GPRS-Spezifikation spezifizierten Signalstärken.
ARFCN ist die ID-Nummer der Zelle.
Die Art dieser Messung wird in einer Liste spezifiziert.
Wieder mit Bezug auf die Figur, in der die proprietäre Erweiterung
gezeigt ist, werden die folgenden Felder die folgenden Attribute aufweisen:
FgProt: 1 (bitcodiert)
Vers: 1 (bitcodiert)
Art der Messung: 6 (in Bit codiert, d.h. 256 verschiedene Messungen möglich)
Länge der Messung: 22 (Messungszeichenkette benötigt 22 Byte (siehe unten),
codiert auf Bit, maximale Länge 256 Byte)
Messung: S7172N7172578673877889 (hex-codiert, jedes Vorzeichen benötigt ein
Byte)
Variante B:
Das QoS-PP ist nicht implementiert. Der IP-Stapel stellt kein RAW-IP-Socket
und keine Schnittstelle bereit. In diesem Fall dient das UDP-Protokol als Transportprotokoll
für die Messungen. Ein spezieller (gewöhnlich unbenutzter) Port wird geöffnet
und von dem AU-Kollektor benutzt. Der AU-Kollektor wirkt wie eine unabhängige
Anwendung. Messungen und Anforderungen werden als ein proprietäres Format in
einem UDP/IP-Paket verpackt.
Ein Beispiel für das proprietäre Format in einem UDP/IP-Paket
wird nachfolgend angegeben. 7 zeigt ein UDP/IP-Paket
für Messungstransfer.
7 zeigt einen Standardkopfteil des IP (Version 4) und
einen Standard-UDP-Kopfteil. Die Prüfsumme wird nicht benutzt (Null). Quellen-
und Zielport werden auf dem niedrigsten verfügbaren Port des folgenden (nicht
zugewiesenen) Bereichs gesetzt: 43191–44320.
Die proprietäre Erweiterung für den Transport der Messungen
entspricht der mit Variante A erläuterten.
Variante C:
Das QoS-PP wird nicht implementiert. Der IP-Stapel stellt einen direkten
oder RAW-IP-Socket als Schnittstelle bereit. In diesem Fall wird dieselbe Einkapselung
wie in Variante A verwendet. Das proprietäre Transportprotokoll verbindet direkt
mit der IP-Schicht. ähnlich könnte TCP-Socket (nicht gezeigt) als Schnittstelle
verwendet werden.
Messungsanforderung und Messungstransport
Die Messungsanforderungen werden von dem AU-Kollektor zu dem Absender
in dem Modem gesendet. Messungen werden von dem Absender in dem Modem zu dem AU-Kollektor
gesendet. In beiden Fällen wird derselbe Mechanismus verwendet. Die Messungsanforderung
und die Messungen werden in ein IP-Paket mit einem proprietären Transportprotokoll
(AU-Kollektorimplementierung, Varianten A und C, siehe oben) oder als proprietäre
Nutzinformationen in einem UDP/IP-Paket mit einem speziellen Quellen- und Zielport
(AU-Kollektorimplementierung B, siehe oben) eingekapselt. Es müssen zwei Fälle
unterschieden werden:
- 1. Es wird eine aktive PPP-Verbindung zwischen der Anwendungseinheit und dem
Modem hergestellt (das heißt, das Modem wird benutzt und eine IP-Verbindung
mit dem Netzwerk existiert).
oder
- 2. Das Modem befindet sich im Leerlaufmodus. Es ist keine PPP-Verbindung aktiv
und keine IP-Verbindung zu dem Netzwerk läuft ab.
Fall 1: Eingangs-Pakettransport
In diesem Fall wird das Modem tatsächlich zum Transport von IP-Paketen
unter Verwendung des Modems über ein (drahtloses) Netzwerk verwendet. Dies
heißt, dass dieser Modemverbindung eine IP-Adresse zugewiesen wurde. Der Absender
in dem Modem erzeugt IP-Pakete mit dieser zugewiesenen IP-Adresse als Ziel- oder
Empfänger-IP-Adresse; andernfalls würden sie gelöscht werden. Als
Absender- oder Quellen-IP-Adresse wird die nächst höhere IP-Adresse verwendet,
wenn der Absender in dem Modem ein IP-Paket zu der Anwendungseinheit sendet. Der
AU-Kollektor verwendet die zugewiesene IP-Adresse der Modemverbindung als Quellenadresse
beim Senden von IP-Paketen zu dem Modem und setzt die nächst höchste IP-Adresse
als Zieladresse. Bei der ersten Messungsanforderung von dem AU-Kollektor wird das
Nutzinformationsformat definiert (Implementierungsvariante A, B, C, siehe oben),
damit das Modem weiß, welche Variante zu verwenden ist. ANMERKUNG: Wenn die
IP-Adresse in der Anwendungseinheit mit .254 endet, ist die nächst höchste
IP-Adresse NICHT .255 (Rundsendeadresse), sondern .1!
Fall 2: Pakettransport im Leerlaufmodus
In einem Leerlaufmodus wird dem IP-Stapel in der Anwendungseinheit
für diese Modemverbindung keine IP-Adresse zugewiesen. Es ist keine PPP-Verbindung
aktiv. Wenn der AU-Kollektor Messungen von dem Modem im Leerlaufmodus erhalten möchte,
baut er unter Verwendung einer sehr speziellen Zeichenkette als Einwählnummer
(z.B. **3*4*6**# oder **f*g*m**#), die aus dem Absender in dem Modem als seine eigene
Nummer erkannt wird, eine PPP-Verbindung zu dem Modem auf. Die IP-Adresse für
diese Verbindung wird auf die folgende Weise zugewiesen: Der AU-Kollektor verwendet
in dem PAP (Passwort-Authentifizierungsprotokoll, Teil der PPP-Initiierung) als
Benutzername eine gewünschte IP-Adresse für sich selbst (es kann sein,
dass andere IP-Adressen in der Anwendungseinheit bereits definiert sind und die
IP-Adresse dieser Verbindung muss eindeutig sein). Das Modem weist diese IP-Adresse
bei der Aushandlung des IPCP (IP-Controllprotokolls) (die Teil der PPP-Aushandlung
ist) dem IP-Stapel der Anwendungseinheit für diese Modemverbindung zu. Wieder
verwendet der Absender die nächst höchste IP für sich selbst.
ANMERKUNG: Wenn die IP-Adresse in der Anwendungseinheit mit .254 endet,
ist die nächst höchste IP-Adresse NICHT .255 (Rundsendeadresse), sondern
.1!
Sollte das Modem zum Verbinden mit einem drahtlosen Netzwerk verwendet
werden, wird diese PPP-Verbindung ersetzt und das System schaltet auf den Betrieb
für Fall 1 um.
Mehrdimensionale Entscheidungsmatrix
Die Hauptsteuerung 18 (siehe 1)
oder die Entscheidungsvorrichtung (siehe 4) verwenden
jeweils eine mehrdimensionale Entscheidungsmatrix zur Optimierung des dynamischen
Paketflusses oder des Protokolls. Optimierung und Anpassung des dynamischen Paketflusses
oder Protokolls sind effizienter als ein statischer Ansatz. Dynamische Optimierung
und Anpassung verwendet Eingangsparameter und Ereignisse, die die Qualität
oder das Verhalten der zugrundeliegenden Strecke beschreiben, z.B.:
- – Verfügbare Bandbreite
- – Verwendetes Codierungsverfahren (das Codierungsverfahren kann während
der Verbindung insbesondere mit dem Mobil-EDGE-Standard häufig geändert
werden)
- – Verwendete Zeitschlitze, die sehr variieren
- – Bitfehlerrate
- – Zellenneuauswahl
- – Vorübergehender Verlust der Abdeckung
- – RLC-Pufferstatus (im allgemeinen Datenstreckenschichtstapel des OSI-Referenzmodells
für Mobilkommunikation)
- – usw.
Bestimmte dieser Eingangsparameter können Prädiktionen sein
(die aus einem Zustandsprädiktor kommen), und andere aktuelle "Echtzeit"-Messungen.
Im folgenden ist der Unterschied zwischen vorhergesagten und gemessenen Eingangsparametern
nicht wichtig.
Unter Verwendung dieser Eingangsparameter als Eingabe muss die Entscheidungsvorrichtung
eine Entscheidung treffen, ob eine Aktion getriggert oder bestimmte (Protokoll-)Parameter
geändert werden sollen und welche Protokollparameter auf welchen Wert geändert
werden müssen. Protokollparameter bedeuten in diesem Kontext Parameter der
Schichten 4 (Transportschicht) bis 7 (Anwendungsschicht) des OSI-Referenzmodells
für Mobilkommunikation, d.h. die höheren Schichten. Beispiele für
Protokollparameter oder Aktionen sind:
- – Größe erzeugter Pakete
- – Anzahl der in einer Gruppe gesendeten Pakete
- – Häufigkeit der Paketerzeugung
- – Start/Stop von Neuübertragungstimer(n)
- – Triggern der Übertragung eines Pakets
- – Triggern der Neuübertragung eines Paketes
- – Länge des Neuübertragungs-Timers
- – Vorwärtsfehlerkorrektur
- – usw.
Nicht alle Aktionen sind in jedem Zeitintervall verfügbar, weil
sie von dem aktuellen Status des Protokolls oder Paketflusses in den höheren
Schichten des OSI-Referenzmodells abhängen. Es wäre sinnlos, zum Beispiel
ein neues Paket auszusenden, wenn sich der Protokollstapel der höheren Schichten
in dem Zustand befindet, auf eine ankommende Bestätigung für zuvor gesendete
Pakete zu warten.
Das Ziel der Entscheidungsvorrichtung ist das Finden des optimalen
Protokollverhaltens höherer Schichten für die aktuelle (Netzwerk-)Situation.
Es wäre in bezug auf Zeit und Prozessorkapazität zu aufwendig, wenn die
Entscheidungsvorrichtung eine tiefe Analyse der aktuellen Situation durchführen
müsste. Die Verwendung von 4 oder 5 Eingangsparametern, die die Netzwerksituation
beschreiben, und die Kenntnis aller möglichen Zustände des Protokollstapels
höherer Schichten führen leicht zu Tausenden theoretischen Situationen.
Damit der Entscheidungsfortschritt schnell wird, ohne Genauigkeit der Entscheidungen
zu verlieren, wird eine mehrdimensionale Entscheidungsmatrix verwendet.
Zuallererst wird eine Liste aller verfügbaren Aktionen für
den Protokollstapel höherer Schichten erzeugt. Die Entscheidungsvorrichtung
kann nicht frei jede beliebige Aktion aus dieser Liste auswählen. Welche Aktion
ausgewählt werden muss, hängt sehr von dem Zustand des Protokollstapels
höherer Schichten oder anders ausgedrückt von zuvor unternommenen Aktionen
ab. Für jeden Protokollstapelzustand höherer Schichten wird deshalb eine
Gruppe möglicher Aktionen erzeugt (die typischerweise bis zu 4 Aktionen umfassen
kann).
Z.B. können beim Senden eines TCP/IP-Pakets die folgenden Zustände
angetroffen werden:
- 1. Zustand: Warten auf Bestätigung, Neuübertragungstimer nicht abgelaufen,
- 2. Zustand: IP-Paket gesendet, Neuübertragungstimer abgelaufen,
- 3. Zustand: Bestätigung empfangen.
- 4. Zustand: Start der Übertragung aller IP-Pakete (z.B. für ein MMS)
- 5. Zustand: Ende der Übertragung aller IP-Pakete.
Dies ist eine Dimension der Matrix, wobei (hier) dieser ersten Dimension
5 Werte zugeordnet werden.
Die Gruppe von Aktionen für Zustand 3 ist z.B.:
- a) nichts ändern, ein Paket mit derselben Paketlänge und derselben
Gruppengröße (z.B. zwei Pakete auf einmal) wie zuvor senden,
- b) halbieren der Länge von Paketen,
- c) verdoppeln der Länge von Paketen,
- d) vergrößern der Gruppengröße um ein Paket,
- e) verkleinern der Gruppengröße um ein Paket,
- f) nichts senden, warten.
Nun werden die Eingangsparameter für die Entscheidungsvorrichtung
analysiert. Sie werden auf die Eingangsparameter reduziert, die für den Optimierungs-
und Anpassungsprozeß für dieses Protokoll höherer Schichten am wichtigsten
sind.
Für das obige TCP/IP-Beispiel sind diese:
- – Prädiktion einer Zellenneuauswahl,
- – RLC-Pufferstatus und
- – verfügbare Bandbreite.
Dies führt zu drei weiteren Dimensionen der Matrix, wodurch die
Matrix vierdimensional wird.
Für die Parameter "RLC-Pufferstatus" und "verfügbare Bandbreite"
wird eine Anzahl von Intervallen (typischerweise 3 oder 4) definiert. Das Ereignis,
dass ein Eingangsparameter in ein definiertes Intervall fällt, wird als Eingabe
für die mehrdimensionale Entscheidungsmatrix genommen, was zu ca. 4 Eingangswerten
für die letzten drei Dimensionen der Matrix führt.
Alles in allem gibt es einige Hundert Eingangsparameterkombinationen
für die Matrix. Für jede Eingangsparameterkombination wird eine einzige
Aktion definiert.
Ein Punkt in der Matrix wird somit durch einen Protokollzustand höherer
Schichten und die Intervalle für die wichtigsten Eingangsparameter beschrieben.
Mit diesem Matrixpunkt ist eine Aktion assoziiert, die die Entscheidungsvorrichtung
triggern muss.
Eine Aktionsänderung wird nur betrachtet, wenn
eine Eingangswertänderung für die Matrix empfangen wird. Der neue Eingangsparametersatz
markiert einen neuen Punkt in der Matrix. Mit diesem Punkt kann eine Aktion assoziiert
sein, die durch die Entscheidungsvorrichtung getriggert werden sollte. Es kann jedoch
"leere" Punkte in der Matrix geben, bei denen keine Aktion von der Entscheidungsvorrichtung
gefordert wird, wenn dieser Punkt erreicht wird.
Die beschriebenen Ausführungsformen werden in jeder Hinsicht
nicht als einschränkend, sondern als beispielhaft betrachtet. Der Schutzumfang
der Erfindungen werden deshalb durch die angefügten Ansprüche und nicht
durch die obige Beschreibung angegeben. Alle Änderungen, die in die Bedeutung
und den Äquivalenzbereich der Ansprüche kommen, sind in ihren Schutzumfang
aufzunehmen.