Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein servounterstütztes
Steuersystem des elektrohydraulischen Typs, das dazu betriebsfähig ist, den
Wechsel zwischen den verschiedenen Gängen eines Doppelkupplungsgetriebes eines
Kraftfahrzeugs, insbesondere eines Sechs- oder Siebenganggetriebes, zu steuern.
Aus der italienischen Patentanmeldung
Nr. TO2003A001023 im Namen des Anmelders ist ein Gangsteuersystem bekannt,
welches die Verschiebung der vier Eingriffsmuffen eines Sechsganggetriebes eines
Kraftfahrzeugs steuern kann, egal, ob dieses in der Art einer Doppelkupplung oder
einer Einfachkupplung mit Robotersteuerung ausgeführt ist. Dieses bekannte
System umfasst im Wesentlichen:
- – eine erste Steuervorrichtung zum Steuern der Verschiebung der Kupplungs
muffen, die den von der ersten Eingangswelle des Getriebes kontrollierten Gängen,
d.h., dem ersten, dritten, fünften und sechsten Gang sowie dem Rückwärtsgang,
zugeordnet sind; und
- – ein zweite Steuervorrichtung zum Steuern der Verschiebung der Kupplungs
muffe, die den von der zweiten Eingangswelle des Getriebes kontrollierten Gängen,
d.h., dem zweiten und vierten Gang, zugeordnet ist.
Die erste Steuervorrichtung ist mit einer Trommel versehen, die um
ihre eigene Achse drehbar montiert ist und an deren zylindrischer Seitenfläche
drei Steuerrillen vorgesehen sind, wobei jede mit einem entsprechenden Stift in
Eingriff steht, um diesen bei Drehung der Trommel in Richtung von deren Achse zu
verschieben. Die drei Stifte sind jeweils mit einer Gabel verbunden, welche die
Verschiebung einer dazugehörigen Kupplungsmuffe steuert. Die zweite Steuervorrichtung
ist mit einer verschiebbaren Stange versehen, die eine Gabel zum Steuern der Verschiebung
der Kupplungsmuffe des zweiten und des vierten Gangs trägt.
Gemäß einer ersten Ausführungsform wird dieses bekannte
Steuersystem elektro hydraulisch betrieben. Die beiden Steuervorrichtungen werden
wahlweise durch ein erstes, das Hochschalten kontrollierendes Proportional-Magnetventil
und ein zweites, das Herunterschalten kontrollierendes Proportional-Magnetventil
gesteuert. Die beiden Magnetventile regulieren den Druck des Treibmittels, das durch
eine Pumpe in einer Zufuhrleitung zugeführt wird, und verbinden wahlweise eine
erste und eine zweite Eingangsleitung eines Sechsfachverteilers mit der Zufuhrleitung
von der Pumpe oder mit einer Abflussleitung. Der Sechsfachverteiler ist weiters
durch eine dritte und eine vierte Ausgangsleitung mit dem hydraulischen Aktuator
der ersten Steuervorrichtung und durch eine fünfte und eine sechste Ausgangsleitung
mit dem hydraulischen Aktuator der zweiten Steuervorrichtung verbunden.
Dieses bekannte Steuersystem ermöglicht in Kombination mit dem
im obigen Dokument beschriebenen Doppelkupplungssechsganggetriebe die Durchführung
mehrfacher Gangwechsel im „Power-Shift"-Modus während folgender Manöver
des Herunterschalten: aus dem sechsten in den vierten oder zweiten Gang; aus dem
fünften in den zweiten und aus dem vierten in den ersten Gang. Die restlichen
mehrfachen Manöver des Herunterschaltens können jedoch in traditioneller
Weise durchgeführt werden, d.h., mit einer Unterbrechung der Drehmomentübertragung.
Ein weiteres Beispiel eines servounterstützten Steuersystems
für die Gänge eines Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes für ein Kraftfahrzeug
ist aus der deutschen Patentanmeldung DE 101 34
115 bekannt. Dieses bekannte Steuersystem umfasst einen Hydraulikkreis,
der dazu eingerichtet ist, vier doppeltwirkende hydraulische Zylinder zum Betätigen
von vier Kupplungsmuffen zu steuern, d.h., einer ersten Muffe, die das Einlegen
des ersten oder dritten Gangs bewirkt, einer zweiten Muffe, die das Einlegen des
fünften Gangs bewirkt, einer dritten Muffe, die das Einlegen des zweiten oder
vierten Gangs bewirkt, und einer vierten Muffe, die das Einlegen des sechsten Gangs
oder des Rückwärtsgangs bewirkt. Der Hydraulikkreis ist in einen ersten
Abschnitt, der zum Steuern der ungeraden Gänge bestimmt ist, und einen zweiten
Abschnitt, der zum Steuern der geraden Gänge und des Rückwärtsgangs
bestimmt ist, untergliedert. Stromaufwärts von jedem Schaltabschnitt ist ein
Steuerventil angeordnet, das die Zufuhr von Drucköl zu dem jeweiligen Schaltabschnitt
regelt. Jeder Schaltabschnitt umfasst ein Paar von Proportional-Magnetventilen,
welche die beiden doppeltwirkenden hydraulischen Zylinder steuern, um die Kupplungsmuffen
der diesem Schaltabschnitt zugeordneten Gänge zu betätigen. Zwischen den
vier doppeltwirkenden hydraulischen Zylindern und den vier damit verbundenen Proportional-Magnetventilen
ist ein Verteiler eingefügt.
Dieses bekannte Steuersystem ermöglicht, dass mehrfache Gangwechsel
im „Power-Shift"-Modus zwischen Gängen, die nicht derselben Eingangswelle
des Getriebes zugeordnet sind, direkt (d.h., nicht sequentiell) durchgeführt
werden. Es hat allerdings den Nachteil, eine große Zahl von Komponenten zu
benötigen und daher mit hohen Kosten verbunden zu sein.
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Bereitstellung eines elektrohydraulischen
Steuersystems für ein Sechs- oder Mehrganggetriebe eines Kraftfahrzeugs, egal,
ob dieses in der Art einer Doppelkupplung oder einer Einfachkupplung mit Robotersteuerung
ausgeführt ist, welches Steuersystem eine geringere Zahl von Komponenten und
daher niedrigere Kosten als der Stand der Technik aufweist, wodurch ermöglicht
wird, dass die größtmögliche, von der Getriebearchitektur erhältliche
Zahl mehrfacher Gangwechsel im „Power-Shift"-Modus direkt (d.h., nicht sequentiell)
durchgeführt wird, und welches an verschiedene Getriebeversionen leicht solcherart
anpassbar ist, um eine weitere Verringerung der Produktionskosten zu erlauben.
Diese und andere Aufgaben werden erfindungsgemäß durch ein
Steuersystem erfüllt, das die im beiliegenden Anspruch 1 definierten charakteristischen
Eigenschaften aufweist.
Weitere vorteilhafte Eigenschaften des erfindungsgemäßen
Steuersystems sind in den Unteransprüchen spezifiziert.
Die charakteristischen Eigenschaften und Vorteile der Erfindung gehen
aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung klar hervor, welche rein anhand
eines nicht einschränkend gedachten Beispiels dargelegt ist, und zwar unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen, wobei:
1 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform
eines erfindungsgemäßen servounterstützten Getriebesteuersystems
ist;
2 eine im Axialschnitt gezeigte Ansicht eines bekannten
Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebes ist, für welches das Steuersystem der
1 vorgesehen ist;
3 eine schematische Ansicht ist, welche die beiden
Aktuatoren des Steuersystems der 1 zusammen mit den
jeweiligen Kupplungsgliedern zeigt;
4 eine Ansicht gemäß dem Pfeil F der
3 ist, welche die drei Eingriffsfinger zeigt, die dem
Aktuator zum Steuern der ungeraden Gänge und des Rückwärtsgangs des
Steuersystems der 1 zugeordnet sind;
5 eine Ansicht gemäß dem Pfeil F der
3 ist, welche die zwei Eingriffsfinger zeigt, die dem
Aktuator zum Steuern der geraden Gänge des Steuersystems der 1
zugeordnet sind;
die 6A bis 6H
die Abfolge von Tätigkeiten zeigen, die erforderlich sind, um das Einlegen
eines siebenten Gangs zu bewirken, und zwar ausgehend vom neutralen Zustand zwischen
dem ersten und dem dritten Gang des Steuersystems der 1;
die 7 und 8
schematische Darstellungen einer zweiten bzw. einer dritten Ausführungsform
eines servounterstützten Gangschaltungssteuersystems für ein erfindungsgemäßes
Getriebe sind, welche beide für ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe vorgesehen
sind, das vom Siebenganggetriebe der 2 abgeleitet ist;
9 eine schematische Darstellung einer vierten Ausführungsform
eines servounterstützten Gangschaltungssteuersystems für ein erfindungsgemäßes
Getriebe ist, welche für ein mechanisiertes Siebengang-Einfachkupplungsgetriebe
vorgesehen ist, das vom Siebenganggetriebe der 2 abgeleitet
ist; und
10 eine schematische Darstellung einer fünften
Ausführungsform eines servounterstützten Gangschaltungssteuersystems für
ein erfindungsgemäßes Getriebe ist, welche für ein mechanisiertes
Sechsgang-Einfachkupplungsgetriebe vorgesehen ist, das vom Siebenganggetriebe der
2 abgeleitet ist.
Die den verschiedenen Vorwärtsgängen des Getriebes zugeordneten
Teile und Komponenten sind in den Zeichnungen mit den römischen Ziffern I,
II, III, IV, V, VI bzw. VII für den ersten, zweiten, dritten, vierten, fünften,
sechsten und siebenten Gang bezeichnet, während die dem Rückwärtsgang
zugeordneten Teile und Komponenten mit dem Buchstaben R bezeichnet sind.
2 zeigt im Axialschnitt ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe
für ein Kraftfahrzeug, welches den Gegenstand der europäischen
Patentanmeldung Nr. 04425283.1 im Namen des Anmelders bildet.
Das Getriebe der 2 umfasst eine erste
Kupplungsmuffe 141, die selektiv nach links und rechts verschiebbar ist,
um den ersten bzw. den dritten Gang einzulegen, eine zweite Kupplungsmuffe
142, die selektiv nach links und rechts verschiebbar ist, um den siebenten
bzw. den sechsten Gang einzulegen, eine dritte Kupplungsmuffe 143, die
selektiv nach links und rechts verschiebbar ist, um den Rückwärtsgang
bzw. den fünften Gang einzulegen, und eine vierte Kupplungsmuffe
144, die selektiv nach links und rechts verschiebbar ist, um den zweiten
bzw. den vierten Gang einzulegen. Die vier Kupplungsmuffen 141-144
gehören einem an sich bekannten Typ an und werden daher nicht im Detail beschrieben.
Das Getriebe der 2 ermöglicht die
Durchführung aller sequentieller Gangwechsel im „Power-Shift"-Modus,
abgesehen davon, dass zwischen dem sechsten und dem siebenten Gang das Einlegen
dieser beiden Gänge von derselben Muffe 142 gesteuert wird. Überdies
ermöglicht dieses Getriebe die Durchführung mehrfacher Gangwechsel im „Power-Shift"-Modus
während folgender Manöver des Herunterschalten: aus dem siebenten in den
vierten oder zweiten Gang, aus dem sechsten in den dritten oder ersten Gang, aus
dem fünften in den zweiten und aus dem vierten in den ersten Gang.
Das Einlegen der verschiedenen Gänge des Getriebes der
2 kann gemäß einer ersten Ausführungsform
der Erfindung mit Hilfe des Steuersystems bewerkstelligt werden, das in
1 in seiner Gesamtheit schematisch dargestellt ist.
Unter Bezugnahme auf 1 umfasst das Steuersystem
im Wesentlichen eine erste Betätigungsvorrichtung 11, die dazu bestimmt
ist, die Verschiebung der Kupplungsmuffen 141, 142 und
143 zu steuern, um einen der Gänge, die von einer ersten Eingangswelle
110 des Getriebes kontrolliert werden, d.h., den ersten, dritten, fünften,
siebenten und den Rückwärtsgang, gezielt einzulegen, und eine zweite Betätigungsvorrichtung
12, die dazu bestimmt ist, die Verschiebung der Kupplungsmuffen
142 und 144 zu steuern, um einen der Gänge, die von einer
zweiten Eingangswelle 112 kontrolliert werden, d.h., den zweiten, vierten
und sechsten Gang, gezielt einzulegen. Wie in 2 schematisch
dargestellt ist und nachstehend im Detail erläutert wird, wird die dem sechsten
und siebenten Gang zugeordnete zweite Kupplungsmuffe 142 durch eine einzelne,
mit 27 bezeichnete Gabel gesteuert, auf welche die beiden Betätigungsvorrichtungen
11 und 12 einwirken können. Die erste Betätigungsvorrichtung
11 ist vorzugsweise in der Art einer sogenannten S-Nocke ausgeführt,
während die zweite Betätigungsvorrichtung 12 in der Art einer
Tandemachse ausgeführt ist.
Nun auch auf 3 Bezug nehmend, umfasst
die Betätigungsvorrichtung 11 in einer an sich bekannten Art und Weise
eine Welle 14 mit einer Achse x1 (lotrecht zu den Achsen der Eingangswellen
110 und 112 des Getriebes) und einen Zylinder 16, der
koaxial zur Welle 14 angeordnet ist und eine S-förmige Rille
18 aufweist. Die Welle 14 kann sich um ihre Achse x1 drehen (wie
durch den Pfeil R1 angedeutet wird) und sich in Richtung ihrer Achse verschieben
(wie durch den Pfeil T1 angedeutet wird). Der Zylinder 16 kann sich andererseits
nur in Richtung von deren Achse x1 verschieben, wie durch den Pfeil Z1 angedeutet
wird. Ein mit der Welle 14 treibend verbundener Stift 20 greift
in die Rille 18 des Zylinders 16 ein, um die Rotation- und Translationsbewegungen
der Welle mit der Translation des Zylinders zu verbinden. Die Welle 14
ist weiters mit zwei Eingriffsfingern 21 und 22 und einem treibend
damit verbundenen Steuerhebel 23 versehen. Der erste Eingriffsfinger
21 ist dazu eingerichtet, in ein Eingriffsfenster 24 einer ersten,
der ersten Muffe 141 (dem ersten und dritten Gang) zugeordneten Betätigungsgabel
25 oder in ein Eingriffsfenster 26 einer zweiten, der zweiten
Muffe 142 (dem sechsten und siebenten Gang) zugeordneten Betätigungsgabel
27 einzugreifen. Der zweite Eingriffsfinger 22 ist dazu eingerichtet,
in ein Eingriffsfenster 28 einer dritten, der dritten Muffe 143
(dem fünften Gang und dem Rückwärtsgang) zugeordneten Betätigungsgabel
29 einzugreifen. Die beiden Eingriffsfinger 21 und 22
sind entlang der Welle 14 solcherart angeordnet, dass jedes Mal nur einer
von ihnen mit einem der drei Eingriffsfenster 24, 26 und
28 fluchtend ist. Die S-förmige Rille 18 des Zylinders
16 umfasst ein Paar von geraden Abschnitten 18a und
18b, die sich quer zur Achse x1 an gegenüberliegenden Seiten bezüglich
derselben erstrecken und in Richtung der Achse x1 durch eine Distanz, die der Stellung
der Gänge entspricht, voneinander beabstandet sind, sowie einen geneigten Abschnitt
18c, der die beiden geraden Abschnitte 18a und 18b verbindet.
Die Drehung der Welle 14 wird durch einen doppeltwirkenden
hydraulischen Aktuator 30 mittels des Steuerhebels 23 gesteuert.
Der Zylinder 16 ist durch eine Blockiervorrichtung 32 axial blockierbar,
welche beispielsweise als einfachwirkender hydraulischer Aktuator ausgebildet ist,
der erlaubt, dass sich der Zylinder im Ruhezustand entlang seiner Achse axial frei
verschiebt. Die beiden Kammern des hydraulischen Aktuators 30 sind über
eine erste Ausgangsleitung OL1 und eine zweite Ausgangsleitung OL2 mit einem Verteiler
34 mit drei Eingängen und sechs Ausgängen verbunden. Eine dritte,
aus dem Verteiler 34 kommende Ausgangsleitung OL3 ist andererseits mit
dem Aktuator 32 verbunden. Der Verteiler 34 ist über eine
erste Eingangsleitung IL1, in der ein erstes Proportional-Druckmagnetventil
35 angeordnet ist, über eine zweite Eingangsleitung IL2, in der ein
zweites Proportional-Druckmagnetventil 36 angeordnet ist, und über
die dritte Eingangsleitung IL3, in der ein ON/OFF-Magnetventil 37 angeordnet
ist, mit einer (nicht dargestellten) Zufuhr von unter Druck stehender Flüssigkeit
verbunden. Der Verteiler 34 befindet sich normalerweise in einer ersten
Arbeitsstellung, so dass die Eingangsleitung IL1 mit der Ausgangsleitung OL1 verbunden
ist, die Eingangsleitung IL2 mit der Ausgangsleitung OL2 verbunden ist und die Eingangsleitung
IL3 mit der Ausgangsleitung OL3 verbunden ist. Auf diese Art und Weise wird der
Aktuator 30 mittels der beiden Proportional-Magnetventile 35 und
36 gesteuert, um die Drehung der Welle 14 der ersten Betätigungsvorrichtung
11 zu kontrollieren, während der Aktuator 32 mittels des
ON/OFF-Magnetventils 37 gesteuert wird, um die Axialbewegung des Zylinders
16 zu blockieren oder freizugeben.
In 1 wird das Steuersystem im neutralen
Zustand zwischen dem ersten und dem dritten Gang gezeigt, in dem der erste Eingriffsfinger
21 mit dem Eingriffsfenster 24 der Betätigungsgabel
25, die der Muffe 141 des ersten und dritten Gangs zugeordnet
ist, axial fluchtend ist und innerhalb dieses Fensters mit Spielraum
angeordnet ist. In diesem Zustand ist der Stift 20 der Welle
14 auf halbem Wege entlang des geneigten Abschnitts 18c der Rille
18 des Zylinders 16 positioniert.
Wenn die Welle 14 nun dazu getrieben wird, sich entgegen
dem Uhrzeigersinn zu drehen, wie in den 1 und
3 von F aus zu sehen ist, indem dem Aktuator
30 unter der Steuerung des Magnetventils 35 über die Leitungen
IL1 und OL1 unter Druck stehende Flüssigkeit zugeführt wird (und zwar
in einer solchen Art und Weise, dass sich der Aktuator 30 bezüglich
des Betrachters der 1 nach rechts verschiebt), so zwingt
der mit der Welle 14 treibend verbundene Stift 20 den Zylinder
16, der sich axial verschieben kann, da die Blockiervorrichtung
32 nicht aktiv ist, entlang des geneigten Abschnitts 18c der Rille
18 zu gleiten, wodurch eine Verschiebung nach oben der letzteren bewirkt
wird. Überdies bewirkt der Eingriffsfinger 21, der sich mit der Welle
14 starr dreht, dass sich die Gabel 25 zusammen mit der Muffe
141 nach links bewegt, wodurch somit der erste Gang eingelegt wird. Wenn
die Welle 14 andererseits, ausgehend vom neutralen Zustand, dazu getrieben
wird, sich im Uhrzeigersinn zu drehen, wird der dritte Gang eingelegt. Wie in
1 deutlich gezeigt wird, hat das Eingriffsfenster
24 der dem ersten und dritten Gang zugeordneten Gabel 25 eine
Breite, die wesentlich größer als jene der anderen beiden Eingriffsfenster
26 und 28 ist. Der Spielraum zwischen dem Eingriffsfinger
21 und dem Eingriffsfenster 24 ist daher dementsprechend größer
als jener zwischen demselben Finger und dem (dem siebenten Gang zugeordneten) Eingriffsfenster
26 oder zwischen dem Eingriffsfinger 22 und dem (dem fünften
Gang und dem Rückwärtsgang zugeordneten) Eingriffsfenster 28.
Dadurch wird ermöglicht, der Welle 24 eine leichte Drehung in die
eine oder andere Richtung zu geben, und zwar ausgehend von der neutralen Position
zwischen dem ersten und dem dritten Gang, ohne dabei das Einlegen des ersten oder
dritten Gangs zu bewirken. Diese beiden Einlege-Startpositionen des ersten und dritten
Gangs sind während der Einlegephasen des fünften bzw. siebenten Gangs
nützlich, wie nachstehend im Detail erläutert wird.
Unter Bezugnahme auf die 6A bis
6H wird nun der Vorgang des Einlegen des siebenten
Gangs beschrieben. Ausgehend von der neutralen Position zwischen dem ersten und
dem dritten Gang (6A) wird die Welle 14 dazu
getrieben, sich im Uhrzeigersinn nur durch einen solchen Winkel zu drehen, um den
Spielraum zwischen dem Eingriffsfinger 21 und dem entsprechenden Eingriffsfenster
24 zu beseitigen (6B). Der Stift
20 der Welle 14 dreht sich, bis er den Punkt erreicht, an dem
der horizontale Abschnitt 18b der Rille 18 beginnt, und geht dabei
vom Zustand der 6A in den Zustand der 6B
über, während sich der Zylinder 16 aufgrund des geneigten Abschnitts
18c der Rille 18 axial nach unten verschiebt. An diesem Punkt
wird die Blockiervorrichtung 32 mittels des Magnetventils 37 aktiviert,
um den Zylinder 16 axial zu blockieren. Danach wird die Welle
14 dazu getrieben, sich wieder zu drehen, dieses Mal jedoch entgegen dem
Uhrzeigersinn. Da der Zylinder 16 blockiert ist, gleitet der Stift
20 entlang des gesamten geneigten Abschnitts 18c der Rille
18 vom oberen horizontalen Abschnitt 18b zum unteren horizontalen
Abschnitt 18a und bewirkt somit, dass sich die Welle 14 solcherart
um eine Stufe nach unten verschiebt, um den Eingriffsfinger 21 auf das
Fenster 26 der Gabel 27 des siebenten Gangs axial auszurichten
(6F). Indem die gegen den Uhrzeigersinn gerichtete
Drehung der Welle 14 fortgesetzt wird, bewegt sich der Stift
20 an diesem Punkt entlang des horizontalen Abschnitts 18a der
Rille 18, während der Eingriffsfinger 21 bewirkt, dass sich
die Gabel 27 zusammen mit der Muffe 142 nach links bewegt, wodurch
somit der siebente Gang eingelegt wird (6H).
Das Einlegen des fünften Gangs ausgehend vom neutralen Zustand
der 1 findet in einer Art und Weise statt, die zu jener
des siebenten Gangs symmetrisch ist (wobei es in diesem Fall erforderlich ist, die
Welle 14 dazu zu treiben, sich entgegen dem Uhrzeigersinn und nicht im
Uhrzeigersinn zu drehen, wobei das Magnetventil 35 zum Einsatz kommt),
und wird daher nicht im Detail beschrieben.
Um den Rückwärtsgang ausgehend vom neutralen Zustand der
1 einzulegen, werden die folgenden Tätigkeiten
der Reihe nach durchgeführt:
- – das Drehen der Welle 14 entgegen dem Uhrzeigersinn bis in
die Startposition zum Einlegen des ersten Gangs in einer solchen Art und Weise,
um den Zylinder 16 axial nach oben zu verschieben;
- – das Blockieren des Zylinders 16;
- – das Drehen der Welle 14 im Uhrzeigersinn bis in die Startposition
zum Einlegen des fünften Gangs in einer solchen Art und Weise, um die Welle
14 axial zu verschieben, bis der Eingriffsfinger 22 mit dem Eingriffsfenster
28 der dem fünften Gang und dem Rückwärtsgang zugeordneten
Gabel 29 in eine fluchtende Ausrichtung gebracht wird;
- – das Freigeben des Zylinders 16; und
- – das Drehen der Welle 14 entgegen dem Uhrzeigersinn in einer
solchen Art und Weise, um die Gabel 29 zusammen mit der Muffe
143 nach links zu verschieben, um den Rückwärtsgang einzulegen.
Wiederum unter Bezugnahme auf 1 umfasst
die zweite Betätigungsvorrichtung 12 eine Welle 40, die solcherart
montiert ist, um sich um ihre Achse x2 zu drehen (wie durch den Pfeil R2 angedeutet
wird) und sich in Richtung ihrer Achse zu verschieben (wie durch den Pfeil T2 angedeutet
wird). Die Welle 40 ist mit zwei treibend mit ihr verbundenen Eingriffsfingern
41 und 42 versehen, wobei der erste Eingriffsfinger
41 dazu eingerichtet ist, in ein Eingriffsfenster 44 einer vierten,
der vierten Muffe 144 (dem zweiten und vierten Gang) zugeordneten Betätigungsgabel
45 einzugreifen, während der zweite Eingriffsfinger 42 dazu
eingerichtet ist, in ein weiteres Eingriffsfenster 46 einzugreifen, das
an der zweiten, der zweiten Muffe 142 (dem sechsten und siebenten Gang)
zugeordneten Betätigungsgabel 27 vorgesehen ist.
Die Welle 40 wird zum Beispiel durch die elastische Wirkung
einer Feder 48 normalerweise in einer solchen Position gehalten, dass ihr
erster Eingriffsfinger 41 auf das entsprechende Eingriffsfenster
44 (der neutrale Zustand zwischen dem zweiten und vierten Gang) axial ausgerichtet
ist, während ihr zweiter Eingriffsfinger 42 außerhalb des jeweiligen
Eingriffsfensters 46 positioniert ist. Ein einfachwirkender hydraulischer
Aktuator 50 ist dazu eingerichtet, die Welle 40 gegen die Wirkung
der Feder 48 solcherart axial zu verschieben, um den ersten Eingriffsfinger
41 aus dem entsprechenden Fenster 44 herauszubringen und den zweiten
Eingriffsfinger 42 auf das jeweilige Fenster 46 auszurichten,
um das Einlegen des sechsten Gangs zu ermöglichen. Die Drehbewegung der Welle
40 um ihre Achse x2 (die Bewegung zum Einlegen des Gangs) wird durch einen
doppeltwirkenden hydraulischen Aktuator 52 gesteuert, der mit dem Aktuator
30 der ersten Steuervorrichtung 11 vorteilhafterweise identisch
ist, und zwar durch einen Steuerhebel 53 an der Welle 40, der
mit dem Steuerhebel 23 an der Welle 14 der ersten Vorrichtung
11 vorteilhafterweise identisch ist.
Die beiden Kammern des doppeltwirkenden hydraulischen Aktuators
52 sind über eine vierte Ausgangsleitung OL4 und eine fünfte
Ausgangsleitung OL5 mit dem Verteiler 34 verbunden, während der einfachwirkende
hydraulische Aktuator 50 über eine sechste Ausgangsleitung OL6 mit
dem Verteiler 34 verbunden ist. Der Verteiler kann durch ein ON/OFF-Magnetsteuerventil
54 gesteuert werden, das in eine zweite Arbeitsstellung zu verschieben
ist, in der die Eingangsleitung IL1 mit der Ausgangsleitung OL4 verbunden ist, die
Eingangsleitung IL2 mit der Ausgangsleitung OL5 verbunden ist und die Eingangsleitung
IL3 mit der Ausgangsleitung OL6 verbunden ist. Auf diese Art und Weise wird der
Aktuator 52 mittels der beiden Proportional-Druckmagnetventile
35 und 36 in den beiden Eingangsleitungen IL1 und IL2 so gesteuert,
um die Welle 40 dazu zu treiben, sich zu drehen, während der Aktuator
50 mittels des ON/OFF-Magnetventils 37 in der dritten Eingangsleitung
IL3 so gesteuert wird, um die Welle 40 axial in die Auswahlposition für
den sechsten Gang zu verschieben.
In 1 wird die zweite Steuervorrichtung
12 im neutralen Zustand zwischen dem zweiten und dem vierten Gang gezeigt.
Wenn die Welle 40 nun entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird (wie in den
1 und 3 von F aus zu sehen
ist), indem dem Aktuator 52 unter der Steuerung des Magnetventils
35 über die Leitungen IL1 und OL4 unter Druck stehende Flüssigkeit
zugeführt wird, so bewirkt der Eingriffsfinger 41, der sich mit der
Welle 40 starr dreht, dass die Gabel 45 sich zusammen mit der
Muffe 144 nach links verschiebt, wodurch somit der zweite Gang eingelegt
wird. Wenn die Welle 40 andererseits ausgehend vom neutralen Zustand im
Uhrzeigersinn gedreht wird, wird das Einlegen des vierten Gangs erzielt. Um den
sechsten Gang einzulegen, ist es erforderlich, die Welle 40 zuerst in die
Auswahlposition für den sechsten Gang axial zu verschieben (Zustand der fluchtenden
Ausrichtung des Eingriffsfingers 42 auf das Eingriffsfenster
46 der Gabel 27), indem dem Aktuator 50 unter der Steuerung
des Magnetventils 37 durch die Leitungen IL3 und OL6 unter Druck stehende
Flüssigkeit zugeführt wird. An diesem Punkt wird die Welle 40
im Uhrzeigersinn gedreht, indem dem Aktuator 52 unter der Steuerung des
Magnetventils 36 durch die Leitungen IL2 und OL5 unter Druck stehende Flüssigkeit
solcherart zugeführt wird, dass der Eingriffsfinger 42 die Gabel
27 zusammen mit der Muffe 142 nach rechts verschiebt.
Aufgrund der Tatsache, dass die Gabel 27, welche die Muffe
142 des sechsten und siebenten Gangs betätigt, wahlweise durch beide
Steuervorrichtungen 11 und 12 steuerbar ist, ermöglicht das
Steuersystem die Durchführung der größtmöglichen Zahl mehrfacher
Gangwechsel im „Power-Shift"-Modus, und zwar ausgehend vom siebenten oder
sechsten Gang. Ausgehend vom Zustand des Einlegen des siebenten Gangs (mittels der
ersten Steuervorrichtung 11) kann die zweite Steuervorrichtung
12 den zweiten oder vierten Gang tatsächlich solcherart gleichzeitig
einlegen, um den direkten Wechsel vom siebenten Gang in den vierten oder zweiten
Gang im „Power-Shift"-Modus zu ermöglichen. Dieselben Möglichkeiten
eines Gangwechsels bieten sich, wenn vom fünften Gang ausgegangen wird.
Ausgehend vom Zustand des Einlegen des sechsten Gangs (mittels der
zweiten Steuervorrichtung 12) kann die erste Steuervorrichtung
11 andererseits den dritten oder ersten Gang solcherart gleichzeitig einlegen,
um den direkten Wechsel vom sechsten Gang in den dritten oder ersten Gang im „Power-Shift"-Modus
zu ermöglichen. Dieselben Möglichkeiten eines Gangwechsels bieten sich,
wenn vom vierten Gang ausgegangen wird.
Aufgrund der Tatsache, dass ein Anfangszustand des Steuersystems vorgesehen
ist, in dem die erste Steuervorrichtung 11 in der neutralen Position zwischen
dem ersten und dem dritten Gang ist und die zweite Steuervorrichtung 12
sich in der neutralen Position zwischen dem zweiten und dem vierten Gang befindet,
ist es überdies möglich, die ersten vier Gangwechsel
(von der neutralen Position in den vierten Gang) durchzuführen, ohne dass die
Durchführung irgendeiner Auswahlbewegung (einer axialen Verschiebung der Wellen
14 und 40 der beiden Steuervorrichtungen) erforderlich wäre.
Es reicht tatsächlich aus, das Magnetsteuerventil 54 zu regulieren,
um die Wellen 14 oder 40, die zu steuern sind, auszuwählen,
sowie die beiden Proportional-Magnetventile 35 und 36, um die
ausgewählte Welle zu einer Drehung in die eine oder andere Richtung zu treiben.
Zur Verhinderung der Gefahr eines irrtümlichen Einlegen eines
Gangs durch eine der beiden Steuervorrichtungen, insbesondere des gleichzeitigen
Einlegen von zwei Gängen derselben Eingangswelle des Getriebes, ist ein Sicherheitssystem
oder sogenanntes „Verriegelungs"-System vorgesehen, das nun im Detail erläutert
wird. Unter Bezugnahme auf 3 umfasst das „Verriegelungs"-System
eine erste Sicherheitsvorrichtung 61, die an der Welle 14 der
ersten Steuervorrichtung 11 montiert ist, und eine zweite Sicherheitsvorrichtung
62, die an der Welle 40 der zweiten Steuervorrichtung
12 montiert ist. Jede Sicherheitsvorrichtung 61, 62 ist
entlang der Achse x1, x2 der jeweiligen Welle 14, 40 verschiebbar,
und zwar infolge der axialen Verschiebungsbewegung, die der letzteren mitgeteilt
wird, und wird durch eine (nicht dargestellte) Beschränkung, die von einem
fixierten Teil des Getriebes geschaffen wird, gegenüber einer Rotation blockiert.
Die erste Sicherheitsvorrichtung 61 bildet einen ersten Arm
63, der einen axialen Vorsprung 64 trägt, welcher im Eingriffsfenster
24 der Gabel 25 des ersten und dritten Gangs einrastbar ist, einen
zweiten Arm 65, der einen axialen Vorsprung 66 trägt, welcher
im Eingriffsfenster 26 der Gabel 27 des sechsten und siebenten
Gangs einrastbar ist, und einen dritten Arm 67, der einen axialen Vorsprung
68 trägt, welcher im Eingriffsfenster 28 der Gabel
29 des Rückwärtsgangs und des fünften Gangs einrastbar ist.
Die zweite Sicherheitsvorrichtung 62 bildet gleichermaßen einen ersten
Arm 69, der einen axialen Vorsprung 70 trägt, welcher im
Eingriffsfenster 44 der Gabel 45 des zweiten und vierten Gangs
einrastbar ist, und einen zweiten Arm 71, der einen axialen Vorsprung
72 trägt, welcher im anderen Eingriffsfenster 46 der Gabel
27 des sechsten und siebenten Gangs einrastbar ist.
Die drei axialen Vorsprünge 64, 66 und
68 der ersten Sicherheitsvorrichtung 61 sind solcherart geformt,
dass jedes Mal zwei von ihnen in die entsprechenden Eingriffsfenster eingreifen,
wodurch die Betätigung der jeweiligen Gabel verhindert wird, während sich
der dritte Vorsprung aus dem entsprechenden Eingriffsfenster löst, welches
daher mit dem dazugehörigen Eingriffsfinger in Eingriff kommen kann. In dem
in 1 dargestellten Betriebszustand belegt der Vorsprung
66 zum Beispiel das Eingriffsfenster 26 der Gabel 27
und verhindert somit eine unerwünschte Verschiebung dieser Gabel, die ein Einlegen
des siebenten Gangs verursachen würde. Der Vorsprung 68 belegt das
Eingriffsfenster 28 der Gabel 29 und verhindert somit eine unerwünschte
Verschiebung dieser Gabel, die ein Einlegen des Rückwärtsgangs oder des
fünften Gangs verursachen würde. Der Vorsprung 64 wird andererseits
aus dem Eingriffsfenster 24 der Gabel 25 solcherart gelöst,
um dem Eingriffsfinger 21 das Einlegen des ersten oder dritten Gangs zu
ermöglichen. Dasselbe gilt fair die zweite Sicherheitsvorrichtung
62.
Weiters ist das „Verriegelungs"-System geeigneterweise dazu
ausgelegt, eine gleichzeitige Betätigung der Gabel 27 des sechsten
und siebenten Gangs durch die beiden Steuervorrichtungen 11 und
12 zu verhindern. Zu diesem Zweck sind die Vorsprünge 66
und 72 der beiden zur Gabel 27 gehörigen Sicherheitsvorrichtungen
61 und 62, wie im Diagramm der 1
dargestellt, dazu eingerichtet, mit entsprechenden, an der Gabel 27 gebildeten
Widerlagerflächen 27a und 27b solcherart zusammenzuwirken,
dass:
- – wenn sich von den beiden Steuervorrichtungen 11 und
12 eine in der neutralen Position zwischen dem ersten und dem dritten Gang
und die andere in der neutralen Position zwischen dem zweiten und dem vierten Gang
befindet, der Vorsprung 66 der Widerlagerfläche 27a zugewandt
ist, um eine Verschiebung der Gabel 27 nach links und somit ein Einlegen
des siebenten Gangs zu verhindern, und der Vorsprung 72 ebenso der Widerlagerfläche
27b zugewandt ist, um eine Verschiebung der Gabel 27 nach rechts
und somit ein Einlegen des sechsten Gangs zu verhindern;
- – wenn die Welle 14 der ersten Steuervorrichtung 11
in die Auswahlposition für den siebenten Gang axial (nach unten) verschoben
wird, der Vorsprung 66 sich von der Widerlagerfläche 27a
fortbewegt und dabei eine freie Verschiebung der Gabel 27 nach links zum
Einlegen des siebenten Gangs zulässt, während der Vorsprung
72 weiterhin eine Verschiebung der Gabel 27 nach rechts und somit
ein irrtümliches Einlegen des sechsten Gangs verhindert; und
- – wenn die Welle 40 der zweiten Steuervorrichtung
12 in die Auswahlposition für den sechsten Gang axial (nach unten)
verschoben wird, der Vorsprung 72 sich von der Widerlagerfläche
27b fortbewegt und dabei eine freie Verschiebung der Gabel 27
nach rechts zum Einlegen des sechsten Gangs zulässt, während der Vorsprung
66 weiterhin eine Verschiebung der Gabel 27 nach links und somit
ein irrtümliches Einlegen des siebenten Gangs verhindert.
Die Steuervorrichtung 11 ist weiten mit einem in
3 dargestellten, ersten Arretiermechanismus
80 versehen, der die axiale Positionierung der Welle 14
steuert, indem eine erste dazwischenliegende Auswahlposition der Gabel
25 des ersten und dritten Gangs, eine zweite Auswahlposition der Gabel
27 des siebenten und sechsten Gangs und eine dritte Auswahlposition der
Gabel 29 des Rückwärtsgangs und des fünften Gangs definiert
werden. Der Arretiermechanismus 80 umfasst in einer an sich bekannten Art
und Weise ein verschiebbares Segment 81, das an der Welle 14 befestigt
ist und drei Eingriffsaufnahmen aufweist, die den drei Auswahlpositionen (Stufen)
der Welle 14 entsprechen, sowie eine Kugel 82, die dazu bestimmt
ist, unter der Wirkung einer (nicht dargestellten) Feder in eine dieser Aufnahmen
einzurasten. Die Welle 14 ist weiters mit einem in den 3
und 4 dargestellten, zweiten Arretiermechanismus
85 versehen, der die Winkelpositionierung der Welle 14 durch Definition
einer neutralen Mittelposition und zweier entgegengesetzter Eingriffspositionen
kontrolliert. Der Arretiermechanismus 85 umfasst in einer an sich bekannten
Art und Weise ein Riegelelement 86, das an der Welle 14 befestigt
ist und eine zentrale, der neutralen Position entsprechende Eingriffsaufnahme
87 aufweist, sowie ein Paar seitlicher Eingriffsflächen
88, die den Eingriffspositionen entsprechen, und eine Kugel 89,
die dazu bestimmt ist, unter der Wirkung einer (nicht dargestellten) Feder in die
Aufnahme 87 oder gegen eine der Flächen 88 einzurasten.
Die zweite Steuervorrichtung 12 ist mit einem Arretiermechanismus
90 versehen, der dem Arretiermechanismus 85 der ersten Steuervorrichtung
11 ähnelt und die Winkelpositionierung der Welle 40 steuert.
Der Mechanismus 90 umfasst ein Riegelelement 91, das an der Welle
40 befestigt ist und eine zentrale, der neutralen Position entsprechende
Eingriffsaufnahme 92 aufweist, sowie ein Paar seitlicher Eingriffsflächen
93, die den Eingriffspositionen entsprechen, und eine Kugel 94,
die dazu bestimmt ist, unter der Wirkung einer (nicht dargestellten) Feder in die
Aufnahme 92 oder gegen eine der Flächen 93 einzurasten.
An der ersten und an der zweiten Steuervorrichtung 11 und
12 sind auch (nicht dargestellte) Positionssensoren vorgesehen, um Signale
zu liefern, welche die Axialposition (zum Identifizieren der Stellung) und die Winkelposition
(zum Identifizieren der neutralen Position oder des eingelegten Gangs) der beiden
Wellen 14 und 40 anzeigen.
Eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Getriebesteuersystems, das dazu bestimmt ist, ein vom Getriebe der 2
erhaltenes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zu steuern, indem das Antriebsrad des
siebenten Gangs an der ersten Abtriebswelle einfach beseitigt wird, ist in
7 schematisch dargestellt, wo Teile und Elemente, die
mit jenen der 1 identisch sind oder übereinstimmen,
dieselben Bezugsziffern erhielten. Die Betätigungsvorrichtungen 11,
12 und der Hydraulikkreis, der die Zufuhr von unter Druck stehender Flüssigkeit
zu den beiden Vorrichtungen steuert, sind im Wesentlichen mit jenen des Steuersystems
der 1 identisch und werden daher nicht im Detail beschrieben.
Der einzige Unterschied in Bezug auf die erste Ausführungsform besteht darin,
dass die erste Betätigungsvorrichtung 11 dazu eingerichtet ist, nur
die Kupplungsmuffe des ersten und des dritten Gangs und die Kupplungsmuffe des fünften
Gangs und des Rückwärtsgangs zu steuern.
Eine dritte Ausführungsform der Erfindung, die ebenfalls dazu
bestimmt ist, ein vom Getriebe der 2 erhaltenes Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe
zu steuern, ist in 8 schematisch dargestellt, wo Teile
und Elemente, die mit jenen der 1 identisch sind oder
übereinstimmen, dieselben Bezugsziffern erhielten. Im Gegensatz zur zweiten
Ausführungsform der 7 sind die Betätigungsvorrichtungen
11 und 12, die das Einlegen der ungeraden Gänge (sowie des
Rückwärtsgangs) bzw. der geraden Gänge steuern, in diesem Fall jeweils
in der Art einer Tandemachse ausgeführt.
Die zweite Betätigungsvorrichtung 12 sowie der Hydraulikkreis,
der die Zufuhr von unter Druck stehender Flüssigkeit zu den beiden Vorrichtungen
11 und 12 steuert, sind mit jenen der ersten Ausführungsform
der 1 im Wesentlichen identisch und werden daher nicht
im Detail beschrieben.
Die erste Betätigungsvorrichtung 11 umfasst eine Welle
14, die sich um ihre Achse x1 drehen kann (wie durch den Pfeil R1 angedeutet
wird) und sich in Richtung dieser Achse verschieben kann (wie durch den Pfeil T1
angedeutet wird). Die Welle 14 ist mit zwei treibend mit ihr verbundenen
Eingriffsfingern 21 und 22 versehen, wobei der erste Eingriffsfinger
21 dazu eingerichtet ist, in das Eingriffsfenster 24 der dem ersten
und dritten Gang zugeordneten Betätigungsgabel 25 einzugreifen, während
der zweite Eingriffsfinger 22 dazu eingerichtet ist, in das Eingriffsfenster
28 der dem fünften Gang und dem Rückwärtsgang zugeordneten
Betätigungsgabel 29 einzugreifen.
Die Welle 14 wird zum Beispiel durch die elastische Wirkung
einer Feder 47 normalerweise in einer solchen Position gehalten, dass ihr
erster Eingriffsfinger 21 auf das entsprechende Eingriffsfenster
24 (der neutrale Zustand zwischen dem ersten und dritten Gang) axial ausgerichtet
ist, während ihr zweiter Eingriffsfinger 22 außerhalb des jeweiligen
Eingriffsfensters 28 positioniert ist. Ein einfachwirkender hydraulischer
Aktuator 49 ist dazu eingerichtet, die Welle 14 gegen die Wirkung
der Feder 47 solcherart axial zu verschieben, um den ersten Eingriffsfinger
21 aus dem entsprechenden Fenster 24 herauszubringen und den zweiten
Eingriffsfinger 22 zum Einlegen des Rückwärtsgangs
oder des fünften Gangs auf das jeweilige Fenster 28 auszurichten.
Die Drehbewegung der Welle 14 um ihre Achse x1 (die Bewegung zum Einlegen
des Gangs) wird durch einen doppeltwirkenden hydraulischen Aktuator 51
gesteuert. Die beiden Kammern des doppeltwirkenden hydraulischen Aktuators
51 sind über die Ausgangsleitungen OL1 bzw. OL2 mit dem Verteiler
34 des hydraulischen Steuerkreises verbunden, während der einfachwirkende
hydraulische Aktuator 49 über die Ausgangsleitung OL3 mit dem Verteiler
34 verbunden ist.
Die beiden Betätigungsvorrichtungen 11 und
12 sind vorteilhafterweise in einer solchen Art und Weise miteinander identisch,
um die Gesamtkosten des Steuersystems weiter zu reduzieren.
Eine vierte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Getriebesteuersystems wird nun kurz beschrieben, wobei das System dazu bestimmt
ist, ein vom Getriebe der 2 abgeleitetes mechanisiertes
Siebengang-Einfachkupplungsgetriebe zu steuern. Diese Ausführungsform ist in
9 schematisch dargestellt, wo Teile und Elemente, die
mit jenen der 1 identisch sind oder übereinstimmen,
dieselben Bezugsziffern erhielten.
Da das gleichzeitige Einlegen von zwei Gängen nicht erforderlich
ist, reicht eine einzige Steuervorrichtung 11 in der Art einer S-Nocke
aus, um alle Gänge einzulegen. Die Steuervorrichtung 11 ist mit jener,
die zuvor unter Bezugnahme auf die Ausführungsform der 1
beschrieben wurde, strukturell identisch. In diesem Fall ist ein erster Eingriffsfinger
21 jedoch dazu eingerichtet, wahlweise in ein Eingriffsfenster
24 einer ersten Betätigungsgabel 25 des ersten und zweiten
Gangs oder in ein Eingriffsfenster 26 einer zweiten Betätigungsgabel
27 des sechsten und siebenten Gangs einzugreifen. Ein zweiter Eingriffsfinger
22 ist dazu eingerichtet, wahlweise in ein Eingriffsfenster 44
einer dritten Betätigungsgabel 45 des dritten und vierten Gangs oder
in ein Eingriffsfenster 28 einer vierten Betätigungsgabel
29 des fünften Gangs und des Rückwärtsgangs einzugreifen.
Die Drehung der Welle 14 (die Einlegebewegung) wird durch
einen doppeltwirkenden hydraulischen Aktuator 30 gesteuert, der an einer
Zufuhr von unter Druck stehender Flüssigkeit angeschlossen ist, und zwar über
eine erste und eine zweite Leitung IL1 und IL2, wobei in jeder ein entsprechendes
Proportional-Druckmagnetventil 35 und 36 angeordnet ist. Um die
Axialbewegung eines Zylinders 16 der Steuervorrichtung 11 zu blockieren,
ist eine Blockiervorrichtung 32 vorgesehen, die beispielsweise als einfachwirkender
hydraulischer Aktuator ausgebildet ist, der über eine dritte Leitung IL3 durch
ein ON/OFF-Magnetventil 37 gesteuert wird.
Eine fünfte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Getriebesteuersystems, das dazu bestimmt ist, ein vom Getriebe der 2
abgeleitetes mechanisiertes Sechsgang-Einfachkupplungsgetriebe zu steuern, ist schließlich
in 10 schematisch dargestellt, wo Teile und Elemente,
die mit jenen der 7 identisch sind oder übereinstimmen,
dieselben Bezugsziffern erhielten. Diese fünfte Ausführungsform unterscheidet
sich von der vierten im Wesentlichen nur hinsichtlich der Anordnung der Eingriffsfenster
und wird daher nicht im Detail beschrieben.
Das erfindungsgemäße servounterstützte Steuersystem
hat daher den Vorteil, eine geringere Zahl von Magnetventilen als der Stand der
Technik bei denselben betriebsbereiten Funktionen zu benötigen (die Möglichkeit,
mehrere mehrfache Gangwechsel im „Power-Shift"-Modus direkt durchzuführen,
und die Möglichkeit, die restlichen mehrfachen Gangwechsel direkt oder indirekt,
wenn auch nicht im „Power-Shift"-Modus, durchzuführen). Die folgenden
vier Magnetventile sind in der Tat ausreichend:
das ON/OFF-Magnetventil 54, das die Positionierung des Verteilers
34 steuert;
das ON/OFF-Magnetventil 37, das die Blockiervorrichtung 32 der
ersten Betätigungsvorrichtung 11 steuert, um die Auswahlbewegung für
die Gänge, die dieser Vorrichtung zugeordnet sind, zu kontrollieren, und das
im Falle eines Doppelkupplungsgetriebes auch die axiale Positionierung der Welle
40 der zweiten Betätigungsvorrichtung 12 (die Auswahlbewegung)
steuert;
die beiden Proportional-Druckmagnetventile 35 und 36, welche die
Einlegebewegungen der ersten Betätigungsvorrichtung 11 und –
im Falle eines Doppelkupplungsgetriebes – auch der zweiten Betätigungsvorrichtung
12 steuern.
Im Falle eines Steuersystems, das für ein Doppelkupplungsgetriebe
bestimmt ist, verwenden die beiden Betätigungsvorrichtungen, die in der Art
einer S-Nocke bzw. einer Tandemachse ausgeführt sind, die größtmögliche
Zahl von Komponenten gemeinsam, wodurch eine Verringerung der Gesamtkosten des Systems
ermöglicht wird. Überdies verwenden sowohl das Steuersystem, das für
ein Doppelkupplungsgetriebe bestimmt ist, als auch jenes, das für ein Einfachkupplungsgetriebe
bestimmt ist, vorzugsweise eine Betätigungsvorrichtung in der Art einer S-Nocke.
Die beiden Steuersysteme können daher eine große Zahl von Komponenten
gemeinsam nutzen und somit in derselben Produktionsanlage gefertigt werden.
Weiten hat das erfindungsgemäße Gangsteuersystem eine hohe
Konfigurationsflexibilität, da es zur Steuerung eines Sechs- oder Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes
oder eines mechanisierten Sechs- oder Siebengang-Einfachkupplungsgetriebes
angepasst werden kann.
Das erfindungsgemäße Gangsteuersystem kann weiters als ADD-ON-Version
in einer solchen Art und Weise bereitgestellt werden, um die Anwendungsmöglichkeiten
mit einer minimalen Abänderung des manuellen Getriebes zu erhöhen.