TECHNISCHES GEBIET DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Telekommunikationssystem, welches
seinem Benutzer die Möglichkeit bietet, mehrere Kommunikationsmodi mit seinem
Korrespondenten zu wählen. Hierunter versteht man eine chiffrierte oder dechiffrierte
Fernsprech- oder Daten- Kommunikation.
Die vorliegende Erfindung zielt insbesondere darauf ab, solche Kommunikationen
in allen geographischen Zonen zu ermöglichen, ob von einem Mobilfunknetz abgedeckt
oder nicht.
TECHNOLOGISCHER HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Bereits aus dem Stand der Technik sind stationäre oder mobile
Telefone mit verschlüsselter Kommunikation zum Schutz der gesamten Kommunikation
im Netz bekannt. Diese Telefone erfordern ein Gerät oder eine Erweiterung,
welche die Durchführung der Chiffrierung erlauben. Es ist notwendig, dass die
beiden Gesprächspartner einer chiffrierten Kommunikation im Besitz eines Daten-Chiffrier-/Dechiffriermoduls
sind.
Insbesondere benötigen die Mobiltelefone eine diskrete und einfache
Anwendungstechnologie. Aus dem Dokument EP
0 818 937 A1 ist eine Funkfernsprechkommunikationsausrüstung bekannt,
welche die Verschlüsselung einer Konversation ermöglicht und einen Datenübertragungskanal
benutzt. Diese Ausrüstung umfasst ein Mobiltelefon vom Typ GSM, ein Mikrofon
und einen Hörer aufweisend. Dieses Telefon ist über eine Kabelverbindung
mit einer die Konversationschiffrierung realisierenden Erweiterungseinheit verbunden.
Die Erweiterungseinheit hat ein äußeres Erscheinungsbild ähnlich
dem eines Funkverkehrsterminals und umfasst mindestens einen Vocoder und ein Chiffriermodul.
In einem Modus gesicherter Kommunikation generiert der Vocoder vom Ausgangssignal
des Mikrofons aus einen binären Fluss, welcher vom Chiffriermodul bearbeitet
wird, um für die Übertragung auf dem Datenkanal Übertragungsdaten
an eine Datenschnittstelle zum Terminal herzustellen. Im Empfang werden die nach
Empfang auf einem Datenkanal an die Datenschnittstelle gegebenen Daten vom Dechiffriermodul
dechiffriert, um einen binären Fluss zu generieren, welcher vom Vocoder für
die Hörersteuerung dekodiert wird. Diese Patentanmeldung nutzt also die Präsenz
von Datenkanälen in bestimmten Funkfernsprechnetzen.
Aus von FR 2 809 920 ist ein
Mobiltelefon bekannt, welches einen Funkfernsprechkommunikationsterminal umfasst,
dessen Anti-Staub-Abdeckung modifiziert ist. Diese Abdeckung umfasst einen Supportleser
mit Mikroschaltkreis, welcher die Einführung einer Chip-Karte für die
Datenverschlüsselung ermöglicht. Für den Fall, dass die Daten gesichert
werden sollen, ist ein Verschlüsselungsprogramm im Speicherprogramm der Chip-Karte
oder im Speicherprogramm des Hauptgehäuses vorgesehen.
Die verschlüsselten Konversationen oder Kommunikationen von oder
in Richtung Mobiltelefon werden über das Mobilfunknetz übertragen.
Eine andere Benutzung des tragbaren Telefons vom Typ GSM ist die Datenübertragung
durch Verbindung eines Modems eines tragbaren Computers mit einem Mobiltelefon.
So steuert der Computer das tragbare Telefon über sein Modem und kann über
das Funkfernsprechnetz Daten des Computers nach außen übertragen oder
empfangen. Eine solche Vorrichtung ist durch die Patentanmeldung GB
230 343 bekannt.
Aus dem Dokument DE 101 40 544
ist ein Kommunikationssystem vom Typ Mobiltelefon bekannt, eine auswechselbare Batterie
umfassend, in welcher ein Sicherungsmodul integriert ist, eine Chiffrier-/Dechiffriereinheit
für Daten oder Stimme aufweisend. Dieses System umfasst weiterhin eine externe
Verbindungsschnittstelle mit unterschiedlichen Satelittenkommunikationsnetzen, wobei
über die Schnittstelle eine verschlüsselte Kommunikation möglich
ist. Wenn die verschlüsselten Daten (oder Stimme) vom Sende-/Empfangsmodul
eines solchen Kommunikationssystems empfangen werden, werden diese z. B. zum Lautsprecher
geleitet. Die Sendung der verschlüsselten Stimme wird über ein Verbindungskabel
zum gewählten Kommunikationsnetz realisiert.
Es ist ebenfalls aus dem Dokument EP
0 957 651 ein einen Aufnahmeort für eine Verschlüsselungs-/Entschlüsselungs-Chipkarte
aufweisendes Mobiltelefon bekannt, wobei sich besagter Aufnahmeort unter der Batterie
befindet.
Währenddessen, wenn der Anwender eines Mobiltelefons in ein nicht
über ein Mobilfunknetz verfügendes Land oder eine entsprechende Region
reist, kann er sein Mobiltelefon entweder mit einem Modem oder als Kommunikationsmittel
benutzen und dies selbst dann, wenn ein Schaltnetz oder andere Kommunikationsmittel
verfügbar sind. Über das Funkfernsprechnetz GSM existiert bis heute keine
Übertragungsmöglichkeit für verschlüsselte Daten.
ALLGEMEINE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung hat also als Aufgabe die Verringerung der
Nachteile des Standes der Technik, indem ein Mobiltelefon vorgeschlagen wird, welches
ein externes Modem steuert, um eine verschlüsselte Konversation
über das RTC Netz (festes öffentliches Telefonnetz) oder über einen
Koffer des Typs Immarsat, welcher die Daten zu einem Satelliten umleitet, zu übertragen.
Das ist der MODEM Modus. Die vorliegende Erfindung ermöglicht ebenfalls die
Übertragung verschlüsselter Daten, wenn das Mobiltelefon als Übertragungsmodem
konfiguriert ist.
Diese Aufgabe wird erreicht durch ein Fernsprechsystem, welches einen
Funkverkehrsmodul und einen Daten-Chiffrier-/Dechiffriermodul umfasst, dadurch gekennzeichnet,
dass
- – das Funkverkehrsmodul eines mit dem Funkverkehrsmodul verbundenes und
ein externes Modem steuerndes Modemschnittstellenmodul umfasst;
- – das Chiffrier-/Dechiffriermodul einen Mikroschaltkreis-Supportleser,
ein Chiffrier-/Dechiffriermodul und einen Vocoderschaltkreis umfasst, der vom Funkverkehrsmodul
zur Chiffrierung/Dechiffrierung die Stimmdaten empfängt, die Chiffrierung/Dechiffrierung
der Daten direkt im Chiffrier-/Dechiffrierschaltkreis des Chiffrier-/Dechiffriermoduls
ausführend.
Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst das Funkverkehrsmodul
eine erste Umleitung der verschlüsselten Stimmdaten zur Modemschnittstelle
oder zu einem Modulations-/Demodulationsschaltkreis, bereitgestellt durch ein Softwaregesteuertes
Mittel zur Umschaltung.
Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst das Funkverkehrsmodul
eine zweite Umleitung der Daten des Modems zum Chiffrier-/Dechiffriermodul oder
zu einem Modulations-/Demodulationsschaltkreis, bereitgestellt durch ein Softwaregesteuertes
Mittel zur Umschaltung.
Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst das Funkverkehrsmodul
mindestens eine Steuerung des angezeigten Menüs auf einem Anzeigemittel des
Terminals, um die Wahl des Konversations- und Übertragungsmodus zu gewährleisten.
Gemäß einem weiteren Aspekt wird das Chiffrier-/Dechiffriermodul
in eine über einen Kontakt mit dem Terminalmodul verbundene Gehäuseabdeckung
eingeschoben.
Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst das Chiffrier-/Dechiffriermodui
einen Supportdatenleser für den ausschließlichen Austausch von Sitzungschiffrierschlüsseln
des Anwenders.
Gemäß einem weiteren Aspekt umfasst das Funkverkehrsmodul
eine serielle Verbindung zu einem externen Modem.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist das Fernsprechkommunikationssystem
dadurch gekennzeichnet, dass die serielle Verbindung eine Kabelverbindung vom Typ
RS232 ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist die serielle Verbindung
kabellos.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist die kabellose serielle Verbindung
vom Typ Funk 802.11 (WIFI).
Gemäß einem weiteren Aspekt ist die kabellose serielle Verbindung
vom Typ BLUETOOTH.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist der über das Menü
gewählte Konversationsmodus eine unverschlüsselte Fernsprechkommunikation
durch das Mobilfunknetz, auf direktem Wege einen DSP im Sende- oder Empfangsbetrieb
mit einem Radio-Modulations-/Demodulationsschaltkreis des Funkverkehrsmoduls verbindend.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist der über das Menu gewählte
Konversationsmodus eine verschlüsselte Fernsprechkommunikation durch das Mobilfunknetz,
wobei dieser Modus durch die Umschaltung der ersten Weiche zwischen einem DSP und
einem Radio-Modulations-/Demodulationsschaltkreis des Funkverkehrsmoduls das Chiffrier-/Dechiffriermodul
einschaltet.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist der über das Menü
gewählte Konversationsmodus eine verschlüsselte Fernsprechkommunikation
über das feste öffentliche Telefonnetz oder einen Satelliten via externem
Modem, durch das Funkverkehrsmodul gesteuert, wobei dieser Modus über die Umschaltung
der ersten Weiche zwischen dem DSP und dem Chiffrier-/Dechiffriermodul einen Vocoderschaltkreis
einschaltet, welcher die numerischen Signale des DSP an die Übertragungsgeschwindigkeit
eines Modems vor ihrer Absendung an den Chiffrier-/Dechiffrierschaltkreis anpasst
und die vom externen Modem stammenden, vom Chiffrier-/Dechiffrierschaltkreis austretenden
Signale zu einem Lautsprecher und jene von einem Mikrophon stammenden und vom Chiffrier-/Dechiffrierschaltkreis
austretenden zum externen Modem leitet.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist der über das Menü
gewählte Datenübertragungsmodus eine unverschlüsselte Telefonübertragung
durch das Mobilfunknetz, welche durch Umschaltung der zweiten Weiche das Modemschnittstellen-Modul
mit einem Radio-Modulations-/Demodulationsschaltkreis verbindet.
Gemäß einem weiteren Aspekt ist der über das Menü
gewählte Datenübertragungsmodus eine verschlüsselte Telefonübertragung
durch das Mobilfunknetz, welche durch Umschaltung der zweiten Weiche
zwischen dem Modemschnittstellen-Modul und dem Radio-Modulations-/Demodulationsschaltkreis,
das Chiffrier-/Dechiffriermodul einschaltet.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
Weitere Besonderheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
deutlicher in der hier folgenden Beschreibung in Bezug auf die angehängten
Figuren, in welchen:
die 1 eine Kommunikationsausrüstung
gemäß der Erfindung darstellt;
die 2 das Blockschaltbild eines Hauptkommunikationsgehäuses
und eines Chiffriermoduls gemäß der Erfindung darstellt;
die 3A das Blockschaltbild des Weges
der Stimme bei einer unverschlüsselten Kommunikation darstellt;
die 3B das Blockschaltbild des Datenweges
bei einer unverschlüsselten Kommunikation darstellt;
die 4A das Blockschaltbild des Sende-
und Empfangsweges der Stimme bei einer in allen GSM Netzen funktionierenden verschlüsselten
Kommunikation darstellt;
die 4B das Blockschaltbild des Datentransfers
bei einer in allen GSM Netzen funktionierenden verschlüsselten Kommunikation
darstellt;
5A und 5B jeweils das
Blockschaltbild des Sende- und Empfangsweges des Wortes bei einer verschlüsselten
Kommunikation in allen Kabel- und/oder Satellitennetzen (MODEM Modus) darstellen;
die 6 das Blockschaltbild einer SIM Karte
darstellt.
BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM DER ERFINDUNG
Die 1 stellt ein mit einem externen Modem
(3) über eine serielle Verbindung (2), zum Beispiel kabel-
oder kabellose Verbindung vor allem vom Typ Radio 802.11 oder Bluetooth oder Infrarot,
verbundenes Mobiltelefon (1) dar. Das Modem (3) ist an das feste
öffentliche Telefonnetz (RTC) (4) oder einen Koffer, Typ Immarsat
(5) gekoppelt, welcher über Radiowellen mit einem Satelliten (6)
kommuniziert, letzterer überträgt die Informationen zum RTC Netz zurück
(4). Mit dem Telefon (1) gemäß der Erfindung, kann der
Benutzer, wenn er sich in einer vom Mobilfunknetz nicht abgedeckten Zone befindet,
die Erfindung zur Kommunikation über die Modemschnittstelle des Telefons auf
verschlüsselte oder nicht verschlüsselte Weise mit einer dritten Person
z. B. über das feste öffentliche Telefonnetz nutzen.
2 zeigt ein Mobiltelefon (1), ein Hauptfernsprechgehäuse
(10) und ein Chiffriermodul (28) umfassend.
Das Mobiltelefon weist einen die folgenden Komponenten umfassenden
Bandkreis (14) auf:
- – ein zwei Mikroprozessoren aufweisendes Audiomodul (15). Ein
numerischer Signalverarbeitungsmikroprozessor vom Typ DSP (16), welcher
die Vocoder-Funktion ermöglicht und den Datenstrom an das GSM Netz anpasst
(13000 Baud). Dieser DSP Mikroprozessor (16) führt eine Datenbearbeitung
durch und ermöglicht das Ordnen der AMRT Raster (Multipler Zugang durch temporäre
Verteilung). Der Audiomodul umfasst einen Mikroprozessor vom Typ ARM (17),
einem RISC Prozessor (Reduced Instruction Set Computer) äquivalent, welcher
die Steigerung der Leistungsfähigkeit des Systems durch Nutzung eines reduzierten
Befehlsvorrates ermöglicht. Dieser Mikroprozessor verwaltet die Gesamtheit
des Telefons, z. B. die Anzeige auf dem Bildschirm, die Steuerung der numerischen
Tastatur, die unterschiedlichen Programmiermenus, die Softwareanschlüsse des
Basisbandkreises GSM (14);
- – Ein Modemschnittstellen-Modul (20) ist mit dem Radiomodul
(12) über einen Datenbus (21) verbunden, um diesem über
einen Datenkanal des Radionetzes zu versendende Daten zu liefern und um, nach Empfang
auf einem Datenkanal des Radionetzes, demodulierte Daten zu einer Dateneingangs-/Datenausgangseinheit
(Modem und/oder Mikro-Prozessor) zu übertragen. Dieses Schnittstellen-Modul
(20) leitet die Daten über eine serielle Verbindung (25),
zum Beispiel RS232, zu einem externen Gerät, zum Beispiel einem externen Modem
(33) oder einem tragbaren Rechner weiter;
- – Ein Mittel zur softwareseitigen Umschaltung (27) ermöglicht
die Umleitung der verschlüsselten Stimmdaten entweder zum Radiomodul, für
den Transfer zum Mobilfunknetz, oder zum Modemschnittstellen-Modul für einen
Transfer, z. B. zum RTC Netz;
- – Ein Mittel zur softwareseitigen Umschaltung (24) ermöglicht
die Umleitung der z. B. von einem tragbaren Rechner stammenden Daten über ein
externes Modem, entweder zum Radiomodul für den unverschlüsselten Transfer
der Daten zum GSM Netz oder zum Chiffrier-/Dechiffriermodul (28), welches
die Daten vor dem Zurücksenden zum Radiomodul (12) verschlüsselt.
Das Mobiltelefon umfasst auch:
- – ein Radiomodul (12), die Informationssignale an eine
Antenne (11) modulierend und demodulierend, welche Daten nach oder von
außen versendet oder empfängt (Das Radiomodul 12 befindet sich
außerhalb des Basisbandkreises 14, siehe 2);
- – Ein Mikrophon (19), welches die Stimme auf analoge Weise zu
übertragen ermöglicht;
- – Ein Hörer (13), welcher ein Analogsignal und einen Ton
konvertiert;
- – Ein SIM Kartenanschluss (nicht wiedergegeben) in Verbindung mit einer
SIM Karte (18);
- – Eine SIM Karte (18), welche die vorliegende Beziehung zwischen
Mobiltelefonieoperator und Mobiltelefonanwender charakterisierende Elemente enthält.
Die 6 gibt das Blockschaltbild der SIM Karte wieder,
welche einen Mikroprozessor (180), einen Programmspeicher (181),
einen Datenspeicher (182), welche untereinander über einen Bus (183)
verbunden sind, umfasst.
- – Eine aufladbare Batterie (nicht wiedergegeben), welche das Telefon
(10) und den Chiffriermodul (28) versorgt;
- – Einen Chiffriermodulanschluss (26), welcher die unverschlüsselte
oder verschlüsselte Datenübertragung vom oder zum Chiffriergehäuse
(28) über eine DAI Verbindung (Digital Audio Interface) (23)
ermöglicht;
- – Ein serieller Kabel- oder kabelloser Anschluss (25), welcher
z. B. das Aufladen der Batterie oder den Informationstransfer zwischen dem Telefon
(10) und einem externen Modem (33) ermöglicht. Dieser Anschluss
umfasst mehrere Eingänge/Ausgänge, wobei zwei (22) der Datenübertragung
zwischen einem externen Modem und der Modemschnittstelle gewidmet sind, die anderen
sind mit dem Hörer, dem Mikrophon und ein letzter mit dem Audiomodul verbunden.
Das Chiffriermodul (28) umfasst:
- – Einen Anschluss des Chiffriermoduls (31), welches über
eine DAI Verbindung (Digital Audio Interface) (23) die Verbindung des Chiffrier-/Dechiffriermoduls
mit dem Terminalgehäuse (10) ermöglicht. (23) umfasst
4 Kabel für die Kommunikation zwischen den beiden Gehäusen in Sendung-Empfang
zum Vocoder (30) oder dem Chiffrier-/Dechiffriermodul (29). Dieser
Anschluss (31) ist in Kontakt mit einem identischen Anschluss (26)
des Terminalgehäuses (10);
- – Einen Anschluss für den Chip-Kartenleser (nicht wiedergegeben),
Fühler aufweisend, um den Kontakt mit den metallischen Chipleitungen der Chipkarte
herzustellen;
- – Einen Daten-Chiffrier-/Dechiffrierkreis (29), verbunden mit
dem vorher genannten Anschluss;
- – Einen Vocoder kleiner Datenübertragungsgeschwindigkeit (30),
welcher eine Digitalisierung/Entdigitalisierung der Daten durchführt, um diese
an die Datenübertragungsgeschwindigkeit (9600 Baud) anzupassen.
Eine Chipkarte (32), welche in den Chipkarten-Leseschlitz
des Chiffriermoduls eingeführt werden kann, kann eine Lade- oder Speicherkarte
für Chiffrierschlüssel im Rahmen einer Geheimschlüsselchiffrierung
sein. Im Fall einer Chiffrierung mit öffentlichen Schlüsseln ist die Chipkarte
ein gesicherter Raum für die Erstellung eines Sitzungsschlüssels, welcher
bei jeder Kommunikation an das Chiffriermodul gegeben wird. Diese Karte (32)
verhindert die Fernladung von geheimen Elementen eines Anwenders in das tragbare
Telefon (10), was es verwundbar macht. In der Tat, sobald die Schlüssel
geladen sind, bleiben sie im Inneren.
Für die Inbetriebnahme des tragbaren Telefons wählt der
Anwender auf der Tastatur seines Telefons eine Nummer, genannt PIN Code. Dieser
Code wird mittels eines Inbetriebnahmeprogramms des Audiomoduls zur SIM Karte (18)
übertragen. Nachdem der PIN Code an die SIM Karte übertragen wurde, wird
ein Programm auf Befehl des Mikroprozessors (180) der SIM Karte (18)
ausgeführt. Im Programmspeicher (182) wird der PIN Code mit einem
in einem Speicher (182) der SIM Karte (18) gespeicherten Code
verglichen. Ist der Vergleich positiv, wird die Inbetriebnahme des Telefons autorisiert
und der Anwender kann den Funktionsmodus für die Kommunikation wählen.
Mit Bezug auf frühere Techniken sind zwei Typen von Kommunikationsdaten
möglich: die Stimmdaten, vom Audiomodul verarbeitet, und die von einem externen
Gerät stammenden Daten, zum Beispiel von einem tragbaren Rechner, welcher das
Telefon als Modem-Sender benutzt.
Gemäß der Erfindung sind drei Arten von Stimmdatentransfers
möglich: eine unverschlüsselte Standardkonversation über das Mobilfunknetz,
eine verschlüsselte Konversation über das Mobilfunknetz und eine verschlüsselte
Konversation (MODEM Modus) über eine Modemschnittstelle (20), vom
tragbaren Telefon (1) zu einem Kabel- und/oder kabellosem Satelliten-Kommunikationsnetz
geleitet. Die beiden ersten Konversationsmodi sind bereits bekannt. Der dritte Konversationsmodus
betrifft die Erfindung.
Der Datentransfer, zum Beispiel von einem tragbaren Rechner, kann
auf zwei mögliche Arten erfolgen: ein unverschlüsselter Datentransfer
via GSM Netz und ein verschlüsselter Datentransfer via GSM Netz. Der erste
Modus ist bereits bekannt, der zweite betrifft eine Besonderheit der Erfindung.
Der Anwender hat vorangehend, dank interaktiver Mittel seines GSM
Telefons, den Funktionsmodus für die fünf möglichen, nachfolgend
erläuterten Korrespondenzen gewählt. Diese interaktiven Mittel sind zum
Beispiel eine Auf-/Ab-Taste, welche, sobald sie vom Anwender des Telefons betätigt
wurde, die Wahlmöglichkeiten in der gewünschten Rubrik
des Anwendermenüs des Telefons erscheinen lässt: Anruf Stimme unverschlüsselt
GSM, Anruf Stimme verschlüsselt GSM, Anruf Stimme verschlüsselt Modem,
Anruf Daten unverschlüsselt GSM, Anruf Daten unverschlüsselt GSM, Anruf
Daten verschlüsselt GSM. Der Anwender wählt den Funktionsmodus seiner
Wahl durch Betätigen der Auf-/Ab-Taste, um eine Markierung neben oder auf die
Wahl zu lenken und validiert dann seine Wahl durch eine Validierungstaste.
Wenn ein Anwender telefonieren will, kann er dank des in seinem Telefon
vorgeschlagenen Menus eine der drei Kommunikationen wählen. Dieses Menu wird
vom Mikroprozessor, z. B. vom Typ ARM (17), des Basisbandmoduls verwaltet.
Wenn ein Anwender auf einen Anruf antwortet, wird der Konversationsmodus nicht über
das Menü programmiert, sondern wird automatisch eingerichtet. Das tragbare
Telefon überprüft die entweder vom Mobilfunknetz oder von einem Gerät,
z. B. einem externen Modem, stammende Datensendung genau.
Die 3A stellt den Weg der Stimme während
einer unverschlüsselten Kommunikation durch das GSM Netz dar. Während
einer unverschlüsselten Standardkommunikation wird die im Sendebetrieb vom
Mikrofon (19) stammende Stimme vom Mikroprozessor DSP (16) des
Audiomoduls (15) auf die gewöhnliche Übertragungsgeschwindigkeit
des GSM Netzes (13000 Baud) digitalisiert. Das Radiomodul (12) wird dieses
Signal modulieren, um es mit Hilfe einer Antenne (11) nach außen zu
übertragen.
Im Empfangsbetrieb werden die von außen an der Antenne (11)
ankommenden Stimmdaten vom Radiomodul (12) demoduliert, vom Audiomodul
(15) entdigitalisiert und an den Hörer (13) geleitet.
Die 3B zeigt den Weg der Daten im Standard-Sende-
und Empfangsbetrieb bei unverschlüsselter Kommunikation. Im Sendebetrieb werden
die Daten des Modems (33) zum seriellen Anschluss (25) transferiert,
welcher sie zur Modemschnittstelle (20) leitet. Dieses letztere verschickt
die Daten über den Datenbus (21) zum Radiomodul (12). Die
Weiche (24) klinkt ein, damit die Daten zum Radiomodul (12) zurückgesendet
werden. Dieses moduliert dieses Signal, um es über die Antenne (11)
nach außen zu übertragen. Auf Empfang erhält das Radiomodul (12)
Daten über die Antenne (11). Es moduliert diese und sendet sie über
die Weiche (24) zur Modemschnittstelle. Die Modemschnittstelle (20)
leitet die Daten über den seriellen Anschluss zum externen Modem (33)
und einem tragbaren Rechner.
In diesem Kommunikationsmodus ist es das Modem, welches das tragbare
Telefon für die Datenübertragung zum GSM Netz lenkt. Beim Datentransfer
des Modems (33) zur Modemschnittstelle (20) sendet das Modem (33)
mit den Daten AT Befehle des Hayes-Protokolls.
Die 4A zeigt den Weg der Stimme während
einer verschlüsselten Kommunikation durch das GSM Netz. Bei einer verschlüsselten
Konversation im GSM Netz erhält die Stimme durch den Mikroprozessor DSP (16)
des Audiomoduls (15) eine erste, an die Datenübertragungsgeschwindigkeit
Typ GSM angepasste Digitalisierung. Die digitalisierten Stimmdaten werden durch
einen DAI Bus (Digital Audio Interface) zum Vocoder (30) des Chiffrier-/Dechiffriermoduls
(28) gesendet. Der Vocoder (30) führt in diesem Fall eine
zweite Bearbeitung der Stimmdaten durch, um diese an die Datenübertragung des
Modus DATA von 9600 Baud anzupassen, er sendet die Daten zum Chiffrier-/Dechiffrierkreis,
welcher sie verschlüsselt. Die verschlüsselten Stimmdaten der GSM Übertragung
werden daraufhin über den Datenbus (21) „Data bus" an das Radiomodul
(12) gesendet, welcher sie durch die Antenne (11) nach außen
überträgt.
Auf Empfang kommen die verschlüsselten Stimmdaten an der Antenne
(11) an. Das Radiomodul überträgt sie zum Verschlüsselungsmodul
(29), welches sie entschlüsselt. Die Stimmdaten werden vom Vocoder
(30) zum Audiomodul (15) übertragen, welches für die
Versendung eines analogen Signals zum Hörer (13) eine Entdigitalisierung
durchführt.
Die 3B zeigt den Weg der verschlüsselten
Daten im Sende- und Empfangsbetrieb durch das Mobilfunknetz. Im Sendebetrieb werden
die Daten vom Modem (33) zum seriellen Anschluss transferiert, welcher
sie zur Modemschnittstelle (20) leitet. Dieses letztere sendet die Daten
über die Weiche (24) zum Chiffrier-/Dechiffriermodul (28).
Die Daten werden vom Chiffrier-/Dechiffriermodul (28) zum Vocoder (30)
gesendet. Der Vocoder (30) führt in diesem Fall keine an die DATA
Mode Übertragung von 9600 Baud angepasste Digitalisierung der Daten durch,
sondern sendet die Daten einfach zum Chiffrier-/Dechiffrierkreis (29),
welcher sie verschlüsselt. Die verschlüsselten Daten werden dann über
den Datenbus (21) „Data Bus" und die Weiche (27) an das
Radiomodul (12) gesendet, welches sie über die Antenne (11)
nach außen überträgt.
Im Empfangsbetrieb empfängt das Radiomodul über die Antenne
(11) Daten. Es demoduliert diese und sendet sie über die Weiche (27)
und den Datenbus (21) zum Chiffriermodul. Der Chiffrier-/Dechiffrierkreis
(29) dechiffriert die verschlüsselten Daten und überträgt
sie zum Vocoder (30). Dieser leitet die Daten über den Anschluss (31)
und die Weiche (24) zur Modemschnittstelle (20). Die Modemschnittstelle
(20) leitet die Daten über den seriellen Anschluss (25) zum
externen Modem (33) und dem tragbaren Rechner.
In diesem Kommunikationsmodus ist es das Modem, welches das tragbare
Telefon für die Übertragung der Daten zum GSM Netz führt. Beim Datentransfer
vom Modem (33) zur Modemschnittstelle (33), sendet das Modem (33)
AT Befehle des Hayes Protokolls mit den Daten.
Die 5A stellt den Weg der Stimme im Sendebetrieb
während einer verschlüsselten Kommunikation durch ein Kabelnetz und/oder
Satellitennetz (im MODEM Mode) dar. Bei einer verschlüsselten Konversation
im Mode MODEM erhält die Stimme vom numerischen Signalprozessor DSP (16)
des Audiomoduls (15) eine erste an die Übertragung vom Typ GSM von
13000 Baud angepasste Digitalisierung. Die digitalisierten Stimmdaten werden vom,
z. B. in einem abgedeckten Gehäuse untergebrachten, Chiffrier-/Dechiffriermodul
(28) durch einen Bus DAI (23) zum Vocoder (30) geleitet.
Der Vocoder (30) führt eine zweite Digitalisierung der Stimmdaten
durch und passt ihre Übertragung an die des DATA Modus, z. B. 9600 Baud, einer
Modemschnittstelle an und sendet diese Daten zum Chiffrier-/Dechiffrierkreis (29),
welcher sie chiffriert. Die verschlüsselten Stimmdaten werden dann über
den Datenbus „Data Bus” (21) zum Modemschnittstellen-Modul
(20) geleitet. Die Umleitung (27) der Stimmdaten über den
Datenbus zum Modemschnittstellen-Modul (20) oder zum Radiomodul (12)
wird vom Mikroprozessor vom Type ARM (17) verwaltet. Das Modemschnittstellen-Modul
(20) ermöglicht es, die AT Befehle des Protokolls Hayes und die Daten
über einen seriellen Anschluss (25), z. B. vom Typ RS 232, zum externen
Modem (33) zu versenden.
Die 5B zeigt für den Empfangsbetrieb
die zum Beispiel vom RTC Netz stammenden verschlüsselten Stimmdaten, welche
vom externen Modem (33) über den seriellen Anschluss (25)
zum Modemschnittstellen-Modul (20) gesendet werden. Dieses Modul (20)
leitet sie zu einem Chiffrier-/Dechiffrierkreis (29), welcher sie dechiffriert.
Die Daten werden für eine erste Entdigitalisierung zu einem Vocoder (30)
übertragen und werden zum Audiomodul (15) gesendet, welches eine zweite
Entdigitalisierung durchführt, bevor er sie zum Lautsprecher (13)
sendet.
Es muss für in der Technik versierte Personen ersichtlich sein,
dass die vorliegende Erfindung Ausführungsformen in vielfach unterschiedlicher
spezifischer Form ermöglicht, ohne sich vom Anwendungsgebiet der Erfindung,
wie beansprucht, zu entfernen. Folglich sind die vorgestellten Ausführungsformen
als beispielhaft anzusehen, sie können aber modifiziert werden im mittels der
angefügten Patentansprüche definierten Gebiet und die Erfindung darf nicht
begrenzt werden auf hier oben gegebene Details.