Anwendungsgebiet der Erfindung
Diese Erfindung bezieht sich auf einen Sensor, der die Eingangsdrehzahl
eines Kfz-Automatikgetriebes erfasst.
Hintergrund der Erfindung
Was die Sensoranordnungen betrifft, die die Eingangsdrehzahl eines
Kfz-Automatikgetriebes erfasst, offenbart die durch das japanische Patentamt 1997
veröffentlichte Tokkai Hei 09-32918 einen Drehzahlsensor mit Elementen, die
sich in radialer Richtung in Abständen von einem fixierten Winkel von einer
Kupplungstrommel erstrecken, und einen Sensorkörper, der diesen Elementen zugewandt
ist. Der Sensorkörper sendet ein Signal aus, wann immer ein Element eine bestimmte
Position auf einer Bahn durchläuft. Die Drehzahl der Kupplungstrommel wird
vom Intervall dieses Signals erfasst.
Zusammenfassung der Erfindung
Gemäß des Stands der Technik wird der Sensorkörper
außerhalb der Umfangsbahn des Elements angeordnet. Daher muss ein Zwischenraum
für den Sensorkörper außerhalb der Kupplungstrommel vorbehalten werden,
und die Größe des Automatikgetriebes in radialer Richtung entsprechend
zunehmen.
Um die Zunahme der Größe des Automatikgetriebes in radialer
Richtung zu vermeiden, ist auch ein Drehzahlsensor bekannt, bei dem ein Rotor in
den Außenumfang der Kupplungstrommel von der axialen Richtung gedrückt
wird, der durch Schweißen fixiert ist, und die Drehung des Rotors durch einen
hinter der Kupplungstrommel angeordneten Sensor erfasst wird.
Dieser Sensor erfordert einen speziellen Rotor zum Erfassen der Drehzahl,
und da dieser Rotor an der Kupplungstrommel durch Andrücken und Schweißen
befestigt ist, nimmt die Anzahl der Teile und Bearbeitungsstufen zu, die erforderlich
sind, um den Eingangsdrehzahlsensor einzubauen.
Die JP 200 109 08 17 A
definiert den Oberbegriff von Anspruch 1 und offenbart ein Automatikgetriebe, das
die Drehzahl einer Eingangswelle in die Ausgangsleistung umwandelt: Eine Kupplungstrommel
mit einer Basis, die sich zusammen mit der Eingangswelle dreht; ein Kupplungskolben,
der in der Trommel untergebracht ist; eine Ölkammer, die in der Trommel zwischen
der Basis und dem Kolben ausgebildet ist, wobei der Kolben parallel zu einem axialen
Mittelpunkt der Trommel gemäß eines an der Ölkammer angelegten Öldrucks
verschiebbar ist.
Es ist daher eine Aufgabe dieser Erfindung, einen Eingangsdrehzahlsensor
für ein Automatikgetriebe zu schaffen, der kompakt ist und wenige Teile und
Bearbeitungsstufen aufweist.
Gemäß der Erfindung wird die Aufgabe durch die Merkmale
des Hauptanspruchs gelöst. Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen
der Erfindung zum Inhalt.
Um die obige Aufgabe zu lösen, schafft diese Erfindung ein Automatikgetriebe,
das die Drehzahl einer Eingangswelle in die Ausgangsleistung umwandelt. Das Automatikgetriebe
umfasst eine Kupplungstrommel mit einer Basis, die sich zusammen mit der Eingangswelle
dreht, einen Kolben, der in der Trommel untergebracht ist, und eine Ölkammer,
die in der Trommel zwischen der Basis und dem Kolben ausgebildet ist. Der Kolben
ist parallel zu einem axialen Mittelpunkt der Trommel gemäß einem an der
Ölkammer angelegten Öldruck verschiebbar. Das Getriebe umfasst ferner
mehrere hervorragende Lager, die den Kolben lagern, die in gleichen winkelförmigen
Intervallen konzentrisch zum axialen Mittelpunkt ausgebildet sind, Vertiefungen,
die unterhalb der Lager ausgebildet sind, und einen Sensorkörper, der gegenüber
der Basis angeordnet ist, der ein Signal aussendet, wenn die Vertiefungen vorbeilaufen.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale dieser Erfindung werden
im Rest der Patentbeschreibung und anhand der beigefügten Zeichnung dargelegt.
Kurzbeschreibung der Zeichnung
1 ist eine vertikale Schnittansicht der wesentlichen
Teile eines Automatikgetriebes gemäß dieser Erfindung.
2 ist eine vertikale Schnittansicht der wesentlichen
Teile eines Vorwärts/Rückwärts-Umschaltmechanismus gemäß
dieser Erfindung.
3 ist eine vertikale Schnittansicht einer Vorwärtskupplungstrommel
gemäß dieser Erfindung.
4 ist eine hintere Draufsicht der Vorwärtskupplungstrommel.
5 ist eine vertikale Schnittansicht einer Lagerfläche
und einer Vertiefung, die entlang einer Linie V-V in 4
aufgenommen wurde.
Die 6A bis 6D
sind Schaubilder, die einen Pressvorgang der Lagerfläche und der Vertiefung
beschreiben.
7 ist eine hintere Draufsicht des Automatikgetriebes,
das das räumliche Verhältnis des Sensorkörpers gemäß
dieser Erfindung, und eine Kette, die eine Ölpumpe antreibt, beschreibt.
Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen
Gemäß 1 der Zeichnung wird
ein Kfz-Automatikgetriebe mit einer Eingangswelle 1, die mit einem Verbrennungsmotor
verbunden ist, einem stufenlosen V-Riemen-Getriebemechanismus 2, der die
Drehzahl der Eingangswelle 1 umwandelt, und einem Vorwärts/Rückwärts-Umschaltmechanismus
3 versehen, der die Richtung der Drehung, die vom stufenlosen Getriebemechanismus
2 von der Eingangswelle 1 übertragen wird, umschaltet.
Der Vorwärts/Rückwärts-Umschaltmechanismus
3 ist zwischen der Eingangswelle 1 und der ersten Riemenscheibe
2A des stufenlosen Getriebemechanismus 2 angeordnet.
Der Vorwärts/Rückwärts-Umschaltmechanismus
3 umfasst einen Planetengetriebesatz 4, eine Vorwärtskupplung
5 und Rückwärtskupplung 6.
Gemäß 2 umfasst der Planetengetriebesatz
4 ein Hohlrad 4r, Sonnenräder 4s, mehrere Ritzel
4p, die zwischen dem Sonnenrad 4s und Hohlrad 4r angeordnet
sind, und einen Planetenträger 4c, der jede Drehwelle 4ps
der Ritzel 4p abstützt.
Das Hohlrad 4r ist mit dem Innenumfang 7a einer
zylindrisch geformten Vorwärtskupplungstrommel 7 keilverzahnt. Eine
Hülse 7b ist im Mittelpunkt der Vorwärtskupplungstrommel
7 ausgebildet. Die Hülse 7b ist mit dem Außenumfang
der Eingangswelle 1 keilverzahnt.
Die Vorwärtskupplung 5 umfasst eine Antriebsplatte
5a und eine angetriebene Platte 5b. Die Antriebsplatte
5a ist mit dem Innenumfang 7a der Vorwärtskupplungstrommel
7 keilverzahnt. Die angetriebene Platte 5b ist an der Nabe
15, die einstückig mit dem Sonnenrad 4s ausgebildet ist,
befestigt.
Die Antriebsplatte 5a und die angetriebene Platte
5b sind in Richtung der Eingangswelle 1 mehrschichtig, um eine
Mehrscheibenkupplung zu bilden.
Der Innenumfang des Sonnenrades 4s ist mit der fixierten
ersten Riemenscheibe 2A des stufenlosen Getriebemechanismus 2
verbunden.
Der Planetenträger 4c ist so entwickelt, dass er mit
einem Gehäuse 8 des Automatikgetriebes über die Rückwärtskupplung
6 verbunden werden kann. Die Rückwärtskupplung 6 ist
ebenfalls eine Mehrscheibenkupplung, die mit der Vorwärtskupplung
5 identisch ist.
Der Innenumfang 7a der Vorwärtskupplungstrommel
7 und die Hülse 7b sind über eine Basis 7c
verbunden. Ein Kolben 9, der die Antriebslatte 5a parallel zur
Eingangswelle 1 drückt, ist innerhalb der Vorwärtskupplungstrommel
7 untergebracht. Eine Ölkammer 10 ist zwischen dem Kolben
9 und der Basis 7c der Vorwärtskupplungstrommel
7 ausgebildet. Der Kolben 9 ist parallel zur Eingangswelle
1 infolge des Öldrucks der Ölkammer 10 verschiebbar,
drückt die Antriebsplatte 5a gegen die angetriebene Platte
5b, und überträgt die Drehung der Eingangswelle 1 auf
das Sonnenrad 4s durch die Reibungskraft. Ein Öldruck wird an der
Ölkammer 10 über eine Ölleitung 1a, die in der
Eingangswelle 1 ausgebildet ist, angelegt.
Eine Nabe 11, die auf der inneren Umfangsfläche des
Kolbens 9 gleitet, ist an der Innenseite der Vorwärtskupplungstrommel
7 befestigt. Eine Feder 12 ist zwischen der Nabe 11 und
dem Kolben 9 zwischengesetzt, und der Kolben 9 wird gegen die
Basis 7c parallel zur Eingangswelle 1 durch die Reaktionskraft
der Feder 12 gedrückt.
Wenn sich die Vorwärtskupplung 5 nicht im Eingriffszustand
befindet, wird der Öldruck der Ölkammer 10 abgebaut, und der
Kolben 9 wird an einer zurückgezogenen Position durch die Druckkraft
der Feder 12 gehalten.
Die Rückwärtskupplung 6 umfasst eine Antriebsplatte
6a, eine angetrieben Platte 6b und einen Kolben 13, der
die Antriebsplatte 6a anstößt.
Eine Ölkammer 14 ist zwischen einem Kolben
13 und einem Gehäuse 8 ausgebildet. Der Kolben
13 ist parallel zur Eingangswelle 1 infolge des Öldrucks
der Ölkammer 14 verschiebbar, drückt die Antriebsplatte
6a gegen die angetriebene Platte 6b, und beschränkt die Drehung
des Planetenträgers 4c durch die Reibkraft. Wenn der Öldruck
der Ölkammer 14 abgebaut wird, wird der Kolben 13 durch eine
Feder angestoßen, nicht dargestellt, und in einer zurückgezogenen Position
gehalten, die die Rückwärtskupplung 6 freigibt.
Infolge der oben erwähnten Anordnung, wenn der Vorwärts/Rückwärts-Umschaltmechanismus
3 mit der Vorwärtskupplung 5 in Eingriff ist und die Rückwärtskupplung
6 freigibt, drehen sich das Hohlrad 4r, Sonnenrad 4s
und der Planetenträger 4c zusammen, so dass die Drehung der Eingangswelle
1 auf die erste Riemenscheibe 2A ohne Richtungsveränderung
übertragen wird. Andererseits, wenn die Vorwärtskupplung 5 freigegeben
ist und die Rückwärtskupplung 6 in Eingriff ist, wird der Planetenträger
4c eingeschränkt, so dass sich das Hohlrad 4r und das Sonnenrad
4s in entgegengesetzte Richtungen drehen, und die Drehung der Eingangswelle
1 auf die erste Riemenscheibe 2A in umgekehrter Richtung übertragen
wird.
Als Nächstes wird die Hauptanordnung des Drehzahlsensors, der
der Hauptinhalt dieser Erfindung ist, beschrieben.
Gemäß 3 umfasst die Vorwärtskupplungstrommel
7 mehrere Lager 16, die den Kolben 9 in einer zurückgezogenen
Position auf der Basis 7c lagern. Die Lager 16 sind Vorsprünge,
die sich in Richtung des Kolbens 9 erstrecken, und an einem konstanten
winkelförmigen Abstand auf einem Kreis, der die Eingangswelle 1 als
Mittelpunkt aufweist, ausgebildet sind. Die Höhe des Lagers 16 wird
gemäß einer konstruktionsbedingten Ölmenge der Ölkammer
10 festgelegt.
Die Vertiefungen 17 gemäß der Lager 16
sind ebenfalls in der hinteren Fläche der Basis 7c ausgebildet. Gemäß
4 werden insgesamt 24 Sätze von Lagern
16 und Vertiefungen 17 in der Basis 7c, die die Eingangswelle
1 als Mittelpunkt aufweist, ausgebildet. Gemäß 5
ist die Tiefe der Vertiefungen 17 gleich der Höhe der Lager
16. Die Lager 16 und Vertiefungen 17 werden einstückig
durch Formpressen ausgebildet.
Gemäß 2 wird ein Sensorkörper
18 gegenüber der Bahn der Vertiefungen 17 angeordnet, der
sich zusammen mit der Drehung der Vorwärtskupplungstrommel 7 dreht.
Der Sensorkörper 18 sendet ein Signal aus, wenn die
Vertiefungen 17 vorbeilaufen, und erfasst die Drehzahl der Vorwärtskupplung
7 auf der Basis des Signalintervalls.
Der Sensorkörper 18 wird üblicherweise in zylindrischer
Form ausgebildet. Durch Anordnen des Sensorkörpers 18 in der Bahn
der Vertiefungen 17 parallel zur Eingangswelle 1, muss der Sensorkörper
18 nicht außerhalb der Vorwärtskupplungstrommel 7 bezüglich
der radialen Richtung eingebaut werden, so dass die Dimensionen des Automatikgetriebes
oder Vorwärts/Rückwärts-Umschaltmechanismus 3 in radialer
Richtung klein gehalten werden können.
Gemäß der 6A bis
6D wird nun das Verfahren des Formens der Lager
16 und Vertiefungen 17 in der Vorwärtskupplungstrommel
7 beschrieben.
Eine Stahlplatte 19 wird in einem Gesenk 20 festgesetzt,
und die Stahlplatte 19 durch eine ebene Klemme 22, die elastisch
durch eine Feder 21 abgestützt wird, fixiert. Die Stahlplatte
19 wird dann durch einen Stempel 23 niedergedrückt, bis die
Vertiefungen 17 der vorbestimmten Tiefe in der Stahlplatte 19
ausgebildet sind, wie in 6B dargestellt.
Nachfolgend werden der Stempel 23 und die ebene Klemme
22 zurückgezogen, wie in 6C dargestellt,
und die Lager 16 und Vertiefungen 17 darunter einstückig
mit der Vorwärtskupplungstrommel 7 ausgebildet, wie in 6C
dargestellt.
Gemäß 7 wird als Nächstes
der Sensorkörper 18 auf der Innenseite einer Kette 32 angeordnet,
die einen an der Drehachse der ersten Riemenscheibe 2A fixierten Zahnkranz
30 umschlingt, wobei ein Zahnkranz 31 eine Ölpumpe in der
Umgebung der Drehachse der ersten Riemenscheibe 2A antreibt.
Wie oben beschrieben, umfasst der Drehzahlsensor gemäß dieser
Ausführung keinen Rotor außerhalb der Vorwärtskupplungstrommel
7, und der Durchlauf der Vertiefungen 17 in der Basis
7c der Vorwärtskupplungstrommel 7 wird durch den Sensorkörper
18 erfasst. Der Vorwärts/Rückwärts-Umschaltmechanismus
3 kann daher bezüglich der Radialrichtung kompakter hergestellt werden.
Ferner werden die Lager 16 und Vertiefungen 17 in
einer einstückigen Anordnung ausgebildet, so dass die Bearbeitungs- und Montagestufen
reduziert werden, und der Drehzahlsensor im Automatikgetriebe preiswert eingebaut
werden kann. Da die Vertiefungen 17 einstückig mit den Lagern
16 ausgebildet werden, wirken sich die Ausbildungen der Vertiefungen nicht
auf das Volumen der Ölkammer 10 aus, wodurch ausreichender Öldruck
auf den Kolben 9 bewirkt werden kann.
Obwohl die vorliegende Erfindung gemäß bestimmter Ausführungsformen
beschrieben worden ist, ist die Erfindung nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen
begrenzt. Abänderungen und Varianten der oben beschriebenen Ausführungsformen
erscheinen den Durchschnittsfachleuten im Licht der oben genannten Lehre.
Als Beispiel wurde hier eine Ausführungsform beschrieben, bei
der die Erfindung auf ein Automatikgetriebe mit dem stufenlosen V-Riemen-Getriebemechanismus
2 angewendet wurde, aber diese Erfindung kann auch auf ein Automatikgetriebe
mit einem herkömmlichen stufenlosen Getriebemechanismus angewendet werden,
der die Drehzahl der Eingangswelle 1 durch mehrere Ritzelkombinationen
ändert.