Die vorliegende Erfindung betrifft den Bereich der Übertragungen
durch eine optische Faser und im Besonderen photonische optische Fasern.
Bei optischen Fasern wird das Indexprofil im Allgemeinen in Abhängigkeit
vom Verlauf des Graphen der Funktion eingestuft, der den Radius der Faser mit dem
Brechungsindex in Beziehung setzt. Klassischerweise wird auf den Abszissen die Entfernung
r zum Mittelpunkt der Faser und auf den Ordinaten die Differenz zwischen dem Brechungsindex
der Hülle und dem Brechungsindex der Faser dargestellt. Man spricht somit von
einem "stufenförmigen", "trapezförmigen" oder "dreieckigen" Indexprofil
bei Graphen, die jeweils die Form einer Stufe, eines Trapezes bzw. eines Dreiecks
aufweisen. Diese Kurven sind im Allgemeinen für das theoretische oder Sollprofil
der Faser repräsentativ, wobei die Sachzwänge bei der Herstellung der
Faser zu einem erheblich abweichenden Profil führen können. Die Veränderungen
des Index je nach Profil ermöglichen, die Ausbreitung des Lichts entlang der
Faser zu kontrollieren.
In jüngster Zeit sind so genannte "photonische" Fasern aufgetaucht,
die auf Englisch auch als "photonic crystal fibres" (PFC) bezeichnet werden: Diese
Fasern bestehen nicht wie die klassischen Fasern vollständig aus einem festen
transparenten Werkstoff wie dotiertes Silizium; im Querschnitt weist eine photonische
Faser eine Vielzahl von Luftlöchern auf. Diese Löcher liegen parallel
zur Achse der Faser und verlaufen in Längsrichtung entlang der Faser. In der
praktischen Ausführung können diese Löcher erzielt werden, indem
die Vorform durch Zusammenfügen von Kapillarrohren oder Zylindern aus Silizium
hergestellt wird, wobei das Muster der Löcher, die die Faser aufweisen soll,
eingehalten wird. Das Ziehen einer solchen Vorform liefert eine Faser mit Löchern,
die den Kapillarrohren entsprechen.
Das Vorhandensein dieser Löcher im Werkstoff der Faser erzeugt
Veränderungen des mittleren [Brechungs-] Indexes des Werkstoffs; diese Indexveränderungen
können, wie in einer klassischen optischen Faser, zum Leiten von Lichtsignalen
mit geeigneten Wellenlängen genutzt werden. Eine Beschreibung derartiger optischer
Fasern wird in US 5802236 und in
WO-A-00 49 435 geliefert; dieses letztgenannte
Dokument beschreibt außer dem Funktionsprinzip der photonischen Fasern ein
Verfahren, welches die Zusammenstellung solcher Fasern ermöglicht. Im geraden
Querschnitt verwenden die in diesem Dokument vorgeschlagenen Lochmuster eine dreieckige
Lochmatrix, das heißt, dass die möglichen Löcher Linien in drei Richtungen
bilden, die zueinander in einem Winkel von 60° stehen. Das Weglassen bestimmter
Löcher in der Matrix ermöglich es, das Licht zu leiten; insbesondere wird
in einer Ausführungsform das Loch in der Mitte der Faser weggelassen, sodass
die Faser im Querschnitt aus einem massiven Kern besteht, der von entsprechend der
dreieckigen Matrix gebildeten Löchern umgeben ist. In der zweiten Ausführungsform
sind in der Mitte der Faser sieben Löcher vorgesehen, welche die Eckpunkte
und den Mittelpunkt eines regelmäßigen Sechsecks bilden; um dieses zentrale
Sechseck herum sind die Löcher über den Eckpunkten der Sechsecke angeordnet,
die eine "Pflasterung" des Faserquerschnitts bilden; allerdings ist ein Loch im
Mittelpunkt der Sechsecke nur im zentralen Sechseck vorgesehen. Dieses Dokument
schlägt auch noch vor, Löcher von unterschiedlichem Durchmesser zu verwenden,
wobei die Symmetrie der Faser durch Rotation um einen Winkel von 60° um ihren
Mittelpunkt durchbrochen wird; dies hat zum Ziel, die Doppelbrechung der Faser zu
verändern.
R.F. Cregan und andere, Distribution of Spontaneous Emission from
an Er3-Doped Photonic Crystal Fiber, Journal of Lightwave Technology,
Band 17, Nr. 11, November 1999, untersucht die spontane Emission in einer photonischen
Faser. Die Luftlöcher sind entsprechend einer dreieckigen Matrix verteilt,
wobei die Faser eine sechseckige Form aufweist; im Mittelpunkt des Sechsecks weist
die Faser kein Loch auf, und das Silizium ist erbiumdotiert. Dieses Dokument untersucht
die räumliche Verteilung der spontanen Emission während des axialen Pumpens
der Faser; es zeigt, dass die Verteilung von der Anordnung der Löcher in der
Faser abhängt, was mit der Simulation übereinstimmt. Auf die Nutzung der
dotierten Faser wird in keiner Weise Bezug genommen.
Thomas Sondergaard, Photonic Crystal Distributed Feedback Fiber Lasers
with Bragg Gratings, Journal of Lightwave Technology, Band 18, Nr. 4, April 2004,
diskutiert die Verwendung photonischer Fasern zur Herstellung von Faserlasern; er
führt aus, dass die Modenflächen für das Signal oder für die
Pumpe kleiner oder größer sein können als die entsprechenden Modenflächen
von klassischen Fasern mit Indexsprung. Die Verwendung von photonischen Fasern ermöglicht
folglich die Herstellung von Faserlasern mit niedriger Pumpschwelle – im
Fall von schwachen Modenflächen – oder die Herstellung von Lasern mit
hoher Leistung – im Fall von starken Modenflächen. Dieses Dokument verweist
nur auf digitale Simulationen ohne jede praktische Ausführung.
W.J. Wadsworth und andere, Yb3+ doped photonic crystal
fibre laser, Electronics Letters, Band 36, Nr. 17, August 2000, weist experimentell
einen Lasereffekt in einer photonischen Faser nach; die Faser wird aufgebaut, indem
ein mit Yb dotiertes und mit Al co-dotiertes Siliziumrohr mit Kapillaren aus reinem
Silizium umgeben wird; die Gesamtanordnung wird anschließend in die Länge
gezogen, um eine Faser zu bilden, um die herum eine Hülse
aus reinem Silizium angeordnet wird. Zwei Reihen von Löchern umgeben den dotierten
Kern, und das Licht wird stark im dotierten Kern der Faser eingeschlossen.
EP-A-1 043 816 beschreibt eine Faser mit
doppelter Hülle; das Signal wird im dotierten Kern der Faser übertragen,
und eine Pumpe wird in die erste Hülle eingefügt. Um das Licht der Pumpe
zum dotierten Kern zu leiten, wird vorgeschlagen, in der ersten Hülle Bereiche
mit modifiziertem Index vorzusehen. Diese Bereiche mit modifiziertem Index können
insbesondere aus Luftlöchern bestehen. In einer Ausführungsform sind drei
Bereiche mit modifiziertem Index vorgesehen, die über die Peripherie der ersten
Hülle verteilt sind. In einer anderen Ausführungsform sind sechs Bereiche
mit modifiziertem Index vorgesehen, die die Eckpunkte und die Mittelpunkte der Seiten
eines gleichseitigen Dreiecks bilden. Es wird vorgeschlagen, dass die Bereiche mit
modifiziertem Index so weit wie möglich vom Kern der Faser entfernt angeordnet
werden sollten, um eine Veränderung der Polarisation im Kern der Faser zu vermeiden.
Das Problem der Erfindung besteht in der Verteilung der Löcher
in einer photonischen Faser, um die effektive Fläche zu verbessern. Die Erfindung
schlägt in einer Ausführungsform eine Verteilung der Löcher einer
photonischen Faser vor, die es ermöglicht, eine starke effektive Fläche
zu erzielen; sie schlägt in einer anderen Ausführungsform eine Faser mit
doppelter Hülle vor, in welcher Löcher vorgesehen sind, die die Überlappung
zwischen dem Signal und der Pumpe verbessern.
Genauer gesagt, schlägt die Erfindung eine photonische optische
Faser vor, die eine Vielzahl von über die Punkte einer regelmäßigen
Matrix verteilten Löchern aufweist; in dieser Faser
- – sind die Löcher der Faser auf mindestens zwei konzentrischen Schichten
von Punkten der Matrix angeordnet, die auf den Mittelpunkt der Faser zentriert sind;
- – weisen die auf einer Schicht angeordneten Löcher der Faser jeweils
dieselbe Abmessung auf und belegen sämtliche Punkte der Schicht;
- – weisen die auf mindestens einer Schicht angeordneten Löcher der
Faser eine andere Abmessung auf als die Abmessung der Löcher der Faser, die
auf mindestens einer anderen Schicht angeordnet sind;
wobei die Faser mindestens eine konzentrische Schicht von Punkten der Matrix ohne
Löcher aufweist, die zwischen zwei konzentrischen Schichten liegt, welche Löcher
umfassen.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Matrix eine dreieckige
Matrix, und die Schichten weisen eine sechseckige Form auf.
Man kann auch vorsehen, dass die auf einer Schicht angeordneten Löcher
der Faser eine größere oder gleiche Abmessung aufweisen als die Abmessung
der Löcher der Faser, die auf einer anderen, in ihrem Inneren liegenden Schicht
angeordnet sind.
Vorzugsweise ist die Faser so angeordnet, dass sie eine effektive
Fläche größer oder gleich 150 &mgr;m2 aufweist. Die
Erfindung schlägt auch ein Übertragungssystem vor, welches als Leitungsfaser
eine solche Faser aufweist; sie schlägt auch einen optischen Verstärker
vor, der einen Abschnitt dieser Faser umfasst, wobei diese Faser mit mindestens
einem Seltene-Erden-Ion dotiert ist. Sie betrifft schließlich einen Faserlaser,
der einen Abschnitt einer solchen Faser umfasst.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden bei der Lektüre
der nachfolgenden Ausführungsformen der Erfindung ersichtlich werden, die als
Beispiele und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen gegeben werden,
auf denen
1 eine schematische Darstellung des Querschnitts einer
photonischen optischen Faser nach einer Ausführungsform der Erfindung ist;
2 eine Darstellung des Soll-Indexprofils der Faser
von 1 ist;
3 eine Darstellung der Signalstärke auf einem
Radius der Faser von 1 ist.
Die Erfindung schlägt in einer photonischen Faser eine Verteilung
der Löcher in der Lochmatrix nach einem Muster vor, das so weit wie möglich
die Symmetrie der Faser um ihre Längsachse erhält. Sie schlägt dagegen
vor, dass die Verteilung in einer radialen Richtung unregelmäßig ist:
Zum Bespiel ist es möglich, bestimmte Löcher wegzulassen oder auch deren
Durchmesser zu verringern.
Im weiteren Verlauf der Beschreibung wird der Begriff "Matrix" verwendet,
um sämtliche möglichen Orte der Löcher in der photonischen Faser
zu bezeichnen; insofern, als die Vorform der Faser durch Zusammenfügen von
Kapillarrohren und Vollzylindern gebildet wird, ist diese "Matrix" durch die Anordnung
der Rohre und der Zylinder in der Vorform definiert. In den weiter oben erwähnten
Beispielen des Stands der Technik ist die Matrix dreieckig: Die Rohre und Zylinder
sind in Reihen angeordnet, wobei zwei benachbarte Reihen um einen Abstand verschoben
sind, der dem Abstand zwischen zwei benachbarten Rohren oder Zylindern in der Reihe
entspricht. Andere Matrixformen sind möglich – zum Beispiel eine quadratische
Matrix. In allen Fällen wird die Matrix von einer Menge von Punkten gebildet,
an denen es gegebenenfalls möglich ist, ein Loch vorzusehen.
Als "Schicht" wird eine Untermenge der Punktmatrix bezeichnet, die
im Querschnitt so weit wie möglich eine Rotationssymmetrie um den Mittelpunkt
der Faser beachtet. Aufeinander folgende Schichten sind konzentrisch, mit dem Mittelpunkt
der Faser als gemeinsamem Mittelpunkt. In dem Beispiel einer dreieckigen Matrix
wird eine Schicht typischerweise von einer Menge von Löchern gebildet, die
an den Eckpunkten und gegebenenfalls den Seiten eines Sechsecks angeordnet sind;
die erste Schicht weist sechs Punkte auf, die an den Eckpunkten eines Sechsecks
angeordnet sind, dessen Mittelpunkt der Mittelpunkt der Faser ist; in dem Beispiel
der Figur sind Löcher für sämtliche Punkte dieser Schicht vorgesehen.
Die zweite Schicht wird von zwölf Punkten gebildet, die an den Eckpunkten und
den Seitenmittelpunkten eines regelmäßigen Sechsecks angeordnet sind;
die Länge einer Seite dieses Sechsecks ist gleich zwei Mal der Seitenlänge
des Sechsecks, welches die erste Schicht bildet; in dem Beispiel von 1
sind Löcher auch für sämtliche Punkte dieser Schicht vorgesehen.
Die dritte Schicht wird von vierundzwanzig Punkten gebildet, die an den Eckpunkten
eines Sechsecks und an einem Drittel und zwei Dritteln jeder Seite angeordnet sind;
in dem Beispiel von 1 gibt es keine Löcher auf
der dritten Schicht. Man kann auf dieselbe Weise die folgenden Schichten definieren.
In diesem Beispiel ist jede Schicht bei Drehung um einen Winkel von 60° um
den Mittelpunkt der Faser invariant; jede Schicht stellt folglich eine Näherung
eines Kreises dar, wobei die möglichen Punkte der Matrix verwendet werden.
Diese Definition einer "Schicht" kann auf andere Matrixtypen verallgemeinert werden.
So könnte bei einer quadratischen Matrix eine Schicht aus einer Menge von Punkten
gebildet werden, die auf den Kanten eines Quadrats oder eines Achtecks angeordnet
sind; eine Schicht wäre dann bei Drehung um einen Winkel von 90° um den
Mittelpunkt der Faser invariant. Das weiter oben zitierte Dokument von W.J. Wadsworth
und anderen stellt zwei "Perioden" von Löchern vor, die den Mittelpunkt der
Faser umgeben; jede "Periode" ist kreisförmig.
1 zeigt eine schematische Darstellung des Querschnitts
einer Photonischen optischen Faser nach einer Ausführungsform der Erfindung;
in dem Beispiel von 1 ist die Matrix dreieckig, mit
einem Abstand von 5 &mgr;m zwischen den Punkten der Matrix; jede Schicht bildet
ein regelmäßiges Sechseck, wie weiter oben erklärt. Der Mittelpunkt
der Faser weist kein Loch auf; die erste, zweite und vierte Schicht weisen Löcher
mit einem Durchmesser von 0,5 &mgr;m auf. Die dritte Schicht weist keine Löcher
auf; die fünfte Schicht weist Löcher mit einem Durchmesser von 1,5 &mgr;m
auf, und die sechste Schicht Löcher mit einem Durchmesser von 2,0 &mgr;m.
Auf einem Radius, der durch die Eckpunkte der Sechsecke verläuft, welche die
verschiedenen Schichten bilden, findet man folglich, ausgehend vom Mittelpunkt:
- – Löcher mit einem Durchmesser von 0,5 &mgr;m in Abständen
von 5, 10 und 20 &mgr;m;
- – ein Loch mit einem Durchmesser von 1,5 &mgr;m in einem Abstand von
25 &mgr;m; und
- – ein Loch mit einem Durchmesser von 2,0 &mgr;m in einem Abstand von
30 &mgr;m.
Die Schichten der Faser in der Figur sind konzentrisch; wenn eine
Schicht Löcher aufweist, belegen diese Löcher sämtliche Punkte der
Schicht: In dem Beispiel umfasst die erste Schicht sechs Löcher, das heißt,
alle möglichen Löcher der ersten Schicht.
2 zeigt ein Indexprofil der Faser auf einem Radius
der Faser, der durch einen Eckpunkt des von den Löchern gebildeten Sechsecks
verläuft. Auf der Ordinate erscheint der Index, auf der Abszisse der Abstand
zum Mittelpunkt der Faser. In dem Beispiel der Figur wäre die Faser, wenn keine
Löcher vorhanden sind, eine einfache Faser mit Indexsprung: Der Werkstoff,
aus dem die Faser besteht, weist folglich einen konstanten Index auf, der einen
ersten Wert in der Nähe von 1,46 für Radien unter 33 &mgr;m besitzt,
und einen Index mit einem Wert in der Nähe von 1,44 jenseits davon, d.h., in
der Hülle. Wenn keine Löcher vorhanden sind, würde ein solches Profil
zu einer Faser führen, die keine Einmodenfaser wäre. Die Faser aus dem
Beispiel ist aufgrund der Löcher bei allen Wellenlängen eine Einmodenfaser.
3 zeigt eine Darstellung der Signalstärke auf
einem Radius der Faser von 1. Auf der Ordinate wurde
die genormte Stärke des in die Faser eingespeisten Signals aufgetragen und
auf der Abszisse der Abstand zum Mittelpunkt der Faser in &mgr;m. Als dünner
Strich ist das Schema des Indexprofils der Faser dargestellt. Die Figur zeigt, dass
die Löcher die Wirkung haben, "Barrieren" für das Feld aufzubauen. Genauer
gesagt, hat das Profil die Tendenz, sich in die Teile der Faser auszubreiten, in
denen das Verhältnis zwischen der Fläche der Löcher und der Siliziumfläche
(Faktor für die Füllung mit den Löchern) am geringsten ist; man stellt
daher in 3 einen Einschnitt in der Signalstärke
in der Umgebung der Löcher mit 5 und 10 &mgr;m fest; dagegen führt das
Fehlen der Löcher in der dritten Reihe zu einem lokalen Maximum der Signalstärke
in der Umgebung eines Radius von 12 &mgr;m. Die Löcher der vierten, fünften
und sechsten Reihe haben dieselbe Wirkung, die in der Figur durch den geringen relativen
Wert der Signalstärke verdeckt ist.
Die Faser von 1 weist eine effektive
Fläche von 991 &mgr;m2 auf. Sie weist außerdem eine chromatische
Dispersion von 21,2 ps/nm/km mit einer Steigung von 0,071 ps/nm2/km auf.
Allgemeiner ausgedrückt, kann die Faser wie folgt definiert werden:
- – Die Löcher der Faser sind auf mindestens zwei konzentrischen Schichten
von Punkten der auf den Mittelpunkt der Faser zentrierten Punktmatrix angeordnet;
- – Die auf einer Schicht angeordneten Löcher der Faser weisen dieselbe
Abmessung auf und belegen sämtliche Punkte der Schicht;
- – Die auf mindestens einer Schicht angeordneten Löcher der Faser
weisen eine andere Abmessung auf als die Abmessung der Löcher der Faser, die
auf mindestens einer anderen Schicht angeordnet sind.
Gemäß der Erfindung weist die Faser mindestens eine Schicht
ohne Löcher auf; diese Schicht hat die Wirkung, dass sich das Feld in der Faser
ausbreiten kann und so die effektive Fläche vergrößert wird.
Anders ausgedrückt, weisen die Löcher der Faser so weit
wie möglich eine radiale Symmetrie auf, wobei die durch die Punktmatrix auferlegten
geometrischen Sachzwänge berücksichtigt werden. Wenn man einem Radius
der Faser folgt, können die Löcher jedoch veränderliche Abmessungen
aufweisen.
Man kann vorgeben, dass die Löcher in radialer Richtung ansteigende
Abmessungen aufweisen sollen: Anders ausgedrückt, sind die Löcher einer
Schicht von einer größeren Abmessung als die Löcher, die auf einer
Schicht weiter innen angeordnet sind; dies ist bei der Faser von 1
der Fall, da die Löcher der fünften Reihe eine größere Abmessung
besitzen als die Löcher der Reihen erster, zweiter und vierter Ordnung; außerdem
besitzen die Löcher der sechsten Reihe eine größere Abmessung als
die Löcher der Reihen erster, zweiter, vierter und fünfter Ordnung. Diese
radiale Vergrößerung der Abmessungen der Löcher ermöglicht,
den Effekt des Einschlusses des Lichts im Innern der Faser zu verbessern; in qualitativer
Hinsicht entsprechen nämlich Löcher von größerer Abmessung einer
stärkeren Absenkung des mittleren Index, und man kann davon ausgehen, dass
eine Lochschicht eine Art Indexsprung bildet, wobei die Änderung des Index
umso größer ist, je stärker sich die Abmessung der Löcher ändert.
Diese charakteristischen Unterschiede ermöglichen, eine Faser
mit einer effektiven Fläche größer oder gleich 150 &mgr;m2
zu erzielen. Die Faser ist bei allen Wellenlängen eine Einmodenfaser.
Diese Merkmale können sowohl mit einer Dotierung des Siliziums
als auch ohne Dotierung des Siliziums umgesetzt werden. Die Dotierung kann Indexveränderungen
bewirken oder sie kann eine Dotierung mit seltenen Erden für die Verstärkung
sein.
Die Faser kann als Leitungsfaser in einem auf optischen Fasern basierenden
Übertragungssystem eingesetzt werden; sie kann auch als Bauteil in einem Faserlaser
oder in einem Faserverstärker genutzt werden; dies ist insbesondere dann der
Fall, wenn sie eine geeignete Dotierung aufweist. Im Fall eines Verstärkers
wird eine Dotierung mit mindestens einem Seltene-Erden-Ion verwendet, das eine Ordnungszahl
zwischen 57 und 71 aufweist. Man kann insbesondere Erbium, Ytterbium, Germanium
oder die anderen Elemente verwenden, die als solche für ihren Einsatz in optischen
Verstärkern allgemein bekannt sind. Die starke effektive Fläche der Faser
ist für derartige Anwendungen besonders vorteilhaft.