Technischer Bereich der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Eissteigeisen zum Bergsteigen, das einen
Verbindungssteg zwischen einem Vorderrahmen und einem Fersenrahmen umfasst, wobei
der Verbindungssteg eine erste und eine zweite parallele Reihe von zueinander in
regelmäßigen Abständen versetzt angeordneten Löchern sowie Blockierungsmittel
zum Einstellen der Länge des Steigeisens umfasst.
Stand der Technik
Eissteigeisen besitzen im Allgemeinen einen mit Löchern versehenen
Verbindungssteg, der eine Längeneinstellung mittels mindestens einer Schraube
ermöglicht, die durch eines der Löcher geführt wird und vorgesehen
ist, mittels eines Schraubenziehers oder -schlüssels in den Fersenteil des
Metallgestells geschraubt zu werden. Es ist auch bekannt, die Schraube durch eine
Verriegelungszunge zu ersetzen. Bei diesen bekannten Steigeisen mit nur einer Reihe
Löchern ist die Einstellgenauigkeit, die durch den Abstand zwischen zwei angrenzenden
Löchern bestimmt wird, in manchen Fällen unzureichend.
Das Dokument DE9312977 beschreibt
ein Eissteigeisen zum Bergsteigen, bei dem der Verbindungssteg, der zwischen dem
vorderen und dem Fersenrahmen angeordnet ist, zwei Reihen gleichmäßig
versetzt angeordneter Löcher umfasst. Bei einer besonderen Ausführungsform
beschreibt das Dokument DE9312977U eine
Vorrichtung zur präzisen Längeneinstellung des Steigeisens, indem der
Einstellungssteg mit zwei Paaren angrenzender und jeweils fest mit dem Vorder- bzw.
Fersenrahmen verbundener Widerhaken blockiert wird. Der Verbindungssteg umfasst
zwei Reihen aus Lochpaaren, wobei der Abstand zwischen zwei Lochpaaren der ersten
Reihe größer als der Abstand zwischen zwei Lochpaaren der zweiten Reihe
ist. Jedes der beiden Widerhakenpaare wirkt mit einem Lochpaar einer Reihe zusammen,
sodass zwei unterschiedliche Einstellungen des vorderen bzw. Fersenrahmens bezüglich
dem Verbindungssteg erreicht werden. Diese Art der mehrere Arbeitsschritte erfordernden
Einstellung ist jedoch eher unpraktisch in der Anwendung.
Gegenstand der Erfindung
Die Erfindung hat eine präzisere, einfachere und schneller durchzuführende
Längeneinstellung des Steigeisens zum Ziel.
Nach der Erfindung wird dieses Ziel durch die anhängenden Ansprüche
und insbesondere dadurch erreicht, dass die Löcher der zweiten Reihe der Länge
nach versetzt zu denen der ersten Reihe angeordnet sind und die Blockierungsmittel
in eines der Löcher einer der beiden Reihen des Verbindungsstegs greifen.
Kurzbeschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile und Merkmale gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung
einer besonderen Ausführungsform der Erfindung hervor, die beispielhaft und
nicht erschöpfend gegeben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist,
in denen:
1 eine Perspektivansicht eines Eissteigeisens nach einer
besonderen Ausführungsform der Erfindung ist;
Die 2 bis 4
jeweils eine Draufsicht, eine Perspektivansicht und eine Schnittansicht eines Teils
des Steigeisens nach 1 sind.
Beschreibung besonderer Ausführungsformen
Wie in 1 dargestellt, sind ein vorderer
Rahmen 1 und ein Fersenrahmen 2 eines Metallgestells
3 eines Eissteigeisens zum Bergsteigen über einen Längsverbindungssteg
4 miteinander verbunden. Der Verbindungssteg 4 umfasst zwei Reihen
Löcher 5, die gleichmäßig beabstandet entlang dem Steg vorgesehen
sind, wobei die Löcher der zweiten Lochreihe bezogen auf die der ersten Reihe
in Längsrichtung versetzt angeordnet sind. Die beiden Lochreihen ermöglichen
so eine präzisere Längenanpassung des Steigeisens an die Schuhgröße.
Ein Loch der zweiten Reihe ist vorzugsweise in gleichem Abstand von
zwei angrenzenden Löchern der gleichen Reihe angeordnet, wodurch die Länge
des Steigeisens bis auf halbe Größen angepasst werden kann.
Das Fersenteil 2 umfasst einen horizontalen Quersteg
8, der in seinem mittleren Bereich mit einem festen Führungsbügel
10 versehen ist, in den der Verbindungssteg 4 eingeführt
ist. Dieser kann sich der Länge nach durch den Führungsbügel
10 hindurch bewegen. Die Blockierung des Verbindungsstegs 4, der
die Länge des Steigeisens bestimmt, erfolgt durch Einschieben eines Stifts
6 in eines der Löcher 5. Der Stift wird von einer elastischen
Zunge 7 getragen. Eines der Enden der Zunge 7 ist drehbar um eine
Achse montiert, die fest mit dem Fersenrahmen 2 verbunden ist, wobei der
Stift so in gleicher Weise in ein beliebiges Loch einer der beiden Reihen greifen
kann.
Die horizontale Querstrebe 8 ist zwischen der Zunge
7 und dem Verbindungssteg 4 angeordnet und umfasst eine Führungsöffnung
9, die ein Hindurchführen des Stifts 6 bei seinem Einführen
in eines der Löcher 5 erlaubt. Die Führungsöffnung
9 hat vorzugsweise eine längliche Form und eine Länge,
die mindestens gleich der Gesamtbreite der beiden Lochreihen ist. Die Führungsöffnung
kann auch in Form zweier getrennter Öffnungen vorgesehen sein, die jeweils
gegenüber einer der beiden Lochreihen angeordnet sind.
Wie in 2 dargestellt, kann der Stift
6, geführt von der Zunge 7 und der Führungsöffnung
9, in ein Loch 5 der einen oder der anderen der beiden Reihen
eingeführt werden. Die Zunge 7 ist im Vollstrich dargestellt, wo der
Stift in die erste Reihe eingeführt ist, und gestrichelt, wo er in die zweite
Reihe eingeführt ist. Die Drehung der Zunge 7 muss ausreichen, um
dem Stift das Erreichen beider Lochreihen zu ermöglichen.
Wie in den 3 und 4
dargestellt, kann die Zunge 7 an ihrem freien Ende angehoben werden, damit
der Stift 6 aus dem Loch 5 des Verbindungsstegs 4 herausgezogen
und der Verbindungssteg freigegeben werden kann. Das freie Ende der Zunge umfasst
vorzugsweise einen breiteren und ausgesparten Bereich 11, der ein leichteres
Hochziehen der Zunge 7 ermöglicht. Die Zunge besteht aus einem ausreichend
biegsamen und elastischen Material, um dieses Hochziehen zu ermöglichen, gleichzeitig
aber dafür sorgt, dass sie normalerweise die Position beibehält, die dem
in eines der Löcher eingeführten Stift entspricht.
Der Stift 6 umfasst vorzugsweise einen Schaft und einen abgeflachten
Kopf, mit dem er an der Zunge 7 befestigt werden soll. Der im Wesentlichen
zylindrische Schaft wird mit seinem freien Ende durch die Öffnung
9 in das Loch 5 eingeführt. Für ein besseres Einführen
kann das freie Ende des Stifts abgerundet sein.
Natürlich kann der Stift 6 auch durch eine Schraube
oder einen Bolzen ersetzt werden.
Durch die Blockierungsvorrichtungen und die beiden Lochreihen erreicht
man nicht nur eine präzise Einstellung, sondern auch eine problemlose Längenanpassung,
und das ohne Werkzeug.