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Dokumentenidentifikation DE60313524T2 10.01.2008
EP-Veröffentlichungsnummer 0001348350
Titel Eiskrampen zum Bergsteigen mit Längenverstellvorrichtung
Anmelder Zedel, Crolles, FR
Erfinder Perrod, Laurent, 38920 Crolles, FR;
Maurice, Alain, 38660 Saint Hilaire du Touvet, FR;
Petzl, Paul, 38530 Barraux, FR
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 60313524
Vertragsstaaten AT, CZ, DE, ES, GB, IT
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 05.03.2003
EP-Aktenzeichen 033540212
EP-Offenlegungsdatum 01.10.2003
EP date of grant 02.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.01.2008
IPC-Hauptklasse A43B 3/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse A43C 15/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technischer Bereich der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Eissteigeisen zum Bergsteigen, das einen Verbindungssteg zwischen einem Vorderrahmen und einem Fersenrahmen umfasst, wobei der Verbindungssteg eine erste und eine zweite parallele Reihe von zueinander in regelmäßigen Abständen versetzt angeordneten Löchern sowie Blockierungsmittel zum Einstellen der Länge des Steigeisens umfasst.

Stand der Technik

Eissteigeisen besitzen im Allgemeinen einen mit Löchern versehenen Verbindungssteg, der eine Längeneinstellung mittels mindestens einer Schraube ermöglicht, die durch eines der Löcher geführt wird und vorgesehen ist, mittels eines Schraubenziehers oder -schlüssels in den Fersenteil des Metallgestells geschraubt zu werden. Es ist auch bekannt, die Schraube durch eine Verriegelungszunge zu ersetzen. Bei diesen bekannten Steigeisen mit nur einer Reihe Löchern ist die Einstellgenauigkeit, die durch den Abstand zwischen zwei angrenzenden Löchern bestimmt wird, in manchen Fällen unzureichend.

Das Dokument DE9312977 beschreibt ein Eissteigeisen zum Bergsteigen, bei dem der Verbindungssteg, der zwischen dem vorderen und dem Fersenrahmen angeordnet ist, zwei Reihen gleichmäßig versetzt angeordneter Löcher umfasst. Bei einer besonderen Ausführungsform beschreibt das Dokument DE9312977U eine Vorrichtung zur präzisen Längeneinstellung des Steigeisens, indem der Einstellungssteg mit zwei Paaren angrenzender und jeweils fest mit dem Vorder- bzw. Fersenrahmen verbundener Widerhaken blockiert wird. Der Verbindungssteg umfasst zwei Reihen aus Lochpaaren, wobei der Abstand zwischen zwei Lochpaaren der ersten Reihe größer als der Abstand zwischen zwei Lochpaaren der zweiten Reihe ist. Jedes der beiden Widerhakenpaare wirkt mit einem Lochpaar einer Reihe zusammen, sodass zwei unterschiedliche Einstellungen des vorderen bzw. Fersenrahmens bezüglich dem Verbindungssteg erreicht werden. Diese Art der mehrere Arbeitsschritte erfordernden Einstellung ist jedoch eher unpraktisch in der Anwendung.

Gegenstand der Erfindung

Die Erfindung hat eine präzisere, einfachere und schneller durchzuführende Längeneinstellung des Steigeisens zum Ziel.

Nach der Erfindung wird dieses Ziel durch die anhängenden Ansprüche und insbesondere dadurch erreicht, dass die Löcher der zweiten Reihe der Länge nach versetzt zu denen der ersten Reihe angeordnet sind und die Blockierungsmittel in eines der Löcher einer der beiden Reihen des Verbindungsstegs greifen.

Kurzbeschreibung der Zeichnungen

Weitere Vorteile und Merkmale gehen klarer aus der nachfolgenden Beschreibung einer besonderen Ausführungsform der Erfindung hervor, die beispielhaft und nicht erschöpfend gegeben und in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, in denen:

1 eine Perspektivansicht eines Eissteigeisens nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist;

Die 2 bis 4 jeweils eine Draufsicht, eine Perspektivansicht und eine Schnittansicht eines Teils des Steigeisens nach 1 sind.

Beschreibung besonderer Ausführungsformen

Wie in 1 dargestellt, sind ein vorderer Rahmen 1 und ein Fersenrahmen 2 eines Metallgestells 3 eines Eissteigeisens zum Bergsteigen über einen Längsverbindungssteg 4 miteinander verbunden. Der Verbindungssteg 4 umfasst zwei Reihen Löcher 5, die gleichmäßig beabstandet entlang dem Steg vorgesehen sind, wobei die Löcher der zweiten Lochreihe bezogen auf die der ersten Reihe in Längsrichtung versetzt angeordnet sind. Die beiden Lochreihen ermöglichen so eine präzisere Längenanpassung des Steigeisens an die Schuhgröße.

Ein Loch der zweiten Reihe ist vorzugsweise in gleichem Abstand von zwei angrenzenden Löchern der gleichen Reihe angeordnet, wodurch die Länge des Steigeisens bis auf halbe Größen angepasst werden kann.

Das Fersenteil 2 umfasst einen horizontalen Quersteg 8, der in seinem mittleren Bereich mit einem festen Führungsbügel 10 versehen ist, in den der Verbindungssteg 4 eingeführt ist. Dieser kann sich der Länge nach durch den Führungsbügel 10 hindurch bewegen. Die Blockierung des Verbindungsstegs 4, der die Länge des Steigeisens bestimmt, erfolgt durch Einschieben eines Stifts 6 in eines der Löcher 5. Der Stift wird von einer elastischen Zunge 7 getragen. Eines der Enden der Zunge 7 ist drehbar um eine Achse montiert, die fest mit dem Fersenrahmen 2 verbunden ist, wobei der Stift so in gleicher Weise in ein beliebiges Loch einer der beiden Reihen greifen kann.

Die horizontale Querstrebe 8 ist zwischen der Zunge 7 und dem Verbindungssteg 4 angeordnet und umfasst eine Führungsöffnung 9, die ein Hindurchführen des Stifts 6 bei seinem Einführen in eines der Löcher 5 erlaubt. Die Führungsöffnung 9 hat vorzugsweise eine längliche Form und eine Länge, die mindestens gleich der Gesamtbreite der beiden Lochreihen ist. Die Führungsöffnung kann auch in Form zweier getrennter Öffnungen vorgesehen sein, die jeweils gegenüber einer der beiden Lochreihen angeordnet sind.

Wie in 2 dargestellt, kann der Stift 6, geführt von der Zunge 7 und der Führungsöffnung 9, in ein Loch 5 der einen oder der anderen der beiden Reihen eingeführt werden. Die Zunge 7 ist im Vollstrich dargestellt, wo der Stift in die erste Reihe eingeführt ist, und gestrichelt, wo er in die zweite Reihe eingeführt ist. Die Drehung der Zunge 7 muss ausreichen, um dem Stift das Erreichen beider Lochreihen zu ermöglichen.

Wie in den 3 und 4 dargestellt, kann die Zunge 7 an ihrem freien Ende angehoben werden, damit der Stift 6 aus dem Loch 5 des Verbindungsstegs 4 herausgezogen und der Verbindungssteg freigegeben werden kann. Das freie Ende der Zunge umfasst vorzugsweise einen breiteren und ausgesparten Bereich 11, der ein leichteres Hochziehen der Zunge 7 ermöglicht. Die Zunge besteht aus einem ausreichend biegsamen und elastischen Material, um dieses Hochziehen zu ermöglichen, gleichzeitig aber dafür sorgt, dass sie normalerweise die Position beibehält, die dem in eines der Löcher eingeführten Stift entspricht.

Der Stift 6 umfasst vorzugsweise einen Schaft und einen abgeflachten Kopf, mit dem er an der Zunge 7 befestigt werden soll. Der im Wesentlichen zylindrische Schaft wird mit seinem freien Ende durch die Öffnung 9 in das Loch 5 eingeführt. Für ein besseres Einführen kann das freie Ende des Stifts abgerundet sein.

Natürlich kann der Stift 6 auch durch eine Schraube oder einen Bolzen ersetzt werden.

Durch die Blockierungsvorrichtungen und die beiden Lochreihen erreicht man nicht nur eine präzise Einstellung, sondern auch eine problemlose Längenanpassung, und das ohne Werkzeug.


Anspruch[de]
Eissteigeisen zum Bergsteigen, das einen Verbindungssteg (4) zwischen einem Vorderrahmen (1) und einem Fersenrahmen (2) umfasst, wobei der Verbindungssteg eine erste und eine zweite parallele Reihe von zueinander in regelmäßigen Abständen versetzt angeordneten Löchern (5) sowie Blockierungsmittel zum Einstellen der Länge des Steigeisens umfasst, ein Steigeisen, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die Löcher der zweiten Reihe der Länge nach versetzt zu denen der ersten Reihe angeordnet sind und die Blockierungsmittel in eines der Löcher (5) einer der beiden Reihen des Verbindungsstegs (4) greifen. Eissteigeisen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Loch (5) der ersten Reihe in gleichem Abstand von zwei angrenzenden Löchern (5) der zweiten Reihe angeordnet ist. Eissteigeisen nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockierungsmittel eine biegsame Zunge (7) umfassen, deren erstes Ende drehbar um eine Achse montiert ist, die fest mit dem Fersenrahmen (2) verbunden ist, und die an ihrem freien Ende einen Stift (6) trägt, der vorgesehen ist, in ein vorbestimmtes Loch einer der Reihen eingeführt zu werden. Eissteigeisen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zunge (7) an ihrem freien Ende Greifmittel aufweist, mit deren Hilfe das freie Ende der Zunge (7) hochgezogen und der Stift (6) aus dem Loch (5) herausgezogen werden kann. Eissteigeisen nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Blockierungsmittel des Verbindungsstegs (4) aus einer Schraube oder einem Bolzen bestehen. Eissteigeisen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fersenrahmen (2) einen Quersteg (8) umfasst, der zwischen der Zunge (7) und dem Verbindungssteg (4) angeordnet ist und eine Führungsöffnung (9) zum Durchführen des Stifts (6) umfasst. Eissteigeisen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fersenrahmen (2) einen Quersteg (8) umfasst, der zwischen der Zunge (7) und dem Verbindungssteg (4) angeordnet ist und zwei getrennte Öffnungen zum Durchführen des Stifts (6) umfasst, wobei die beiden Öffnungen jeweils gegenüber einer der beiden Lochreihen angeordnet sind.






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