HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Gebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Katalysator zum Reinigen
von Abgasen, der in der Abgasanlage von Kraftfahrzeugmotoren verwendet wird, und
insbesondere einen Katalysator zum Reinigen von Abgasen, der eine ausgezeichnete
Festigkeit, wie etwa Thermoschockfestigkeit, besitzt.
Beschreibung des einschlägigen Standes der Technik
In neuerer Zeit stellt sich die Problematik einer globalen Erwärmung
auf Grund von Kohlendioxid, wodurch die Reduzierung von Kohlendioxidemissionen zu
einer dringlichen Aufgabe geworden ist. Auch auf dem Gebiet der Kraftfahrzeuge wird
eine Verringerung des Kohlendioxidanteils in Abgasen gefordert, und es wurden Magerverbrennungsmotoren
entwickelt, die Kraftstoff mager unter Atmosphären mit Sauerstoffüberschuss
verbrennen. Aufgrund ihrer überlegenen Kraftstoffersparnis können solche
Magerverbrennungsmotoren Kohlendioxidemissionen unterdrücken.
Für solche Magerverbrennungsmotoren wurde ein System entwickelt
und zur Serienreife geführt, bei dem eine Luft-Kraftstoffmischung generell
kraftstoffarm, d.h. in Atmosphären mit Sauerstoffüberschuss verbrannt
wird, aber intermittierend unter stöchiometrischen bis kraftstoffreichen Bedingungen
verbrannt wird, damit aus den Abgasen reduzierende Atmosphären erhalten werden
und NOx zu unschädlichen chemischen Spezies reduziert werden. Als
ein für dieses System am besten geeigneter Katalysator wurde ein NOx-Speicher-
und Reduktionskatalysator entwickelt, der eine NOx-Speicherkomponente verwendet,
welche NOx in kraftstoffarmen Atmosphären sorbiert und das sorbierte
NOx in stöchiometrischen bis kraftstoffreichen Atmosphären
abgibt.
Hierbei schlug beispielsweise die japanische
Patentoffenlegungsschrift (KOKAI) Nr. 5-317,652 einen Katalysator zum Reinigen
von Abgasen vor, bei dem Ba oder andere Erdalkalimetalle und Pt auf ein poröses
Oxid wie z.B. &ggr;-Al2O3 aufgebracht sind. Die
japanische Patentoffenlegungsschrift (KOKAI) Nr.
6-031,139 schlug einen Katalysator zum Reinigen von Abgasen vor, bei dem
K oder andere Alkalimetalle und Pt auf ein poröses Oxid wie z.B. &ggr;-Al2O3
aufgebracht sind. Die japanische Patentoffenlegungsschrift
(KOKAI) Nr. 5-168,860 schlug einen Katalysator zum Reinigen von Abgasen
vor, bei dem La oder andere Seltenerdelemente und Pt auf ein poröses Oxid wie
z.B. &ggr;-Al2O3 aufgebracht sind.
Bei der Verwendung dieser NOx-Speicher- und Reduktionskatalysatoren
werden Abgase pulsierend von kraftstoffarmen Atmosphären zu stöchiometrischen
bis kraftstoffreichen Atmosphären verändert, indem das Luft-Kraftstoffverhältnis
pulsierend von einer kraftstoffarmen Seite auf eine stöchiometrische bis kraftstoffreiche
Seite geregelt wird. Somit werden NOx von einer NOx-Speicherkomponente
auf der kraftstoffarmen Seite sorbiert, und die sorbierten NOx werden
auf der stöchiometrischen bis kraftstoffreichen Seite abgegeben und durch Umsetzen
mit reduzierenden Komponenten wie etwa Kohlenwasserstoffen (KW) und Kohlenmonoxid
(CO), die in großen Mengen in den Abgasen enthalten sind, gereinigt. Hierdurch
können NOx sogar in Abgasen von Magerverbrennungsmotoren mit einem
hohen Wirkungsgrad gereinigt werden. KW und CO in Abgasen können ebenfalls
mit einem hohen Wirkungsgrad gereinigt werden, da die KW und CO nicht nur durch
ein Edelmetall oxidiert werden, sondern zudem auch für die Reduktion von NOx
verwendet werden.
Hierbei muss ein Katalysator zum Reinigen von Abgasen aus einem Kraftfahrzeugmotor
stabil in einer Abgasleitung eines Kraftfahrzeugs gehalten sein, um die Kontaktfläche
zwischen Abgasen und einem Katalysatorbestandteil zu vergrößern, während
die Zunahme eines Druckverlustes so weit wie möglich unterdrückt werden
muss. Um diese Anforderungen zu erfüllen, wurde traditionell ein aus einem
MgO·Al2O3·SiO2-Verbundoxid wie etwa Cordierit
gebildetes wabenförmiges Trägersubstrat verwendet, und häufig wurde
ein monolithischer Katalysator verwendet, der dieses Trägersubstrat aufweist
und ferner eine Katalysatorschicht aufweist, die durch Aufbringen eines katalytischen
Bestandteils auf ein poröses Oxid auf der Oberfläche des Trägersubstrats
ausgebildet ist.
Es hat sich jedoch herausgestellt, dass ein monolithischer NOx-Speicher-
und Reduktionskatalysator, der ein Alkalimetall als NOx-Speicherkomponente
verwendet, während seiner Verwendung eine Verschlechterung seines Trägersubstrats
erleidet, und dass sich seine Festigkeit, wie etwa die Thermoschockfestigkeit, im
Vergleich mit anderen Katalysatoren wie etwa 3-Wege-Katalysatoren verschlechtert.
So ist beispielsweise im Fall eines NOx-Speicher- und Reduktionskatalysators
zum Reinigen von Abgasen, der als Substrat ein Strukturelement wie etwa Cordierit
verwendet, das aus einem MgO· Al2O3·SiO2-Verbundoxid
besteht und das eine Katalysatorschicht aufweist, die durch Aufbringen eines Edelmetalls
und eines Alkalimetalls auf ein poröses Oxid wie etwa Aluminiumoxid ausgebildet
ist, der Wärmeausdehnungskoeffizient größer als derjenige eines Katalysators,
der überhaupt kein Alkalimetall enthält. Da der Wärmeausdehnungskoeffizient
größer ist, ist die Thermoschockfestigkeit geringer, und auch die Festigkeit
ist geringer.
Untersuchungen über die Verteilung des Alkalimetalls, das bei
einem Katalysator mit einem hohen Wärmeausdehnungskoeffizient aufgebracht ist,
haben gezeigt, dass das Alkalimetall sogar im Substrat vorhanden ist. Hierdurch
wurde klar, dass die Ursache für die Verschlechterung der Festigkeit in dem
Umstand begründet ist, dass das Alkalimetall mit einer Komponente (insbesondere
SiO2) des Substrats in der Grenzfläche zwischen der Katalysatorschicht
und dem Substrat reagiert, wodurch die Verbundoxid-Zusammensetzung des Substrats
verändert wird.
In diesem Zusammenhang schlug die japanische Patentoffenlegungsschrift
(KOKAI) Nr. 2000-279810 einen Katalysator zum Reinigen von Abgasen vor, der zwischen
einer Katalysatorschicht, auf die ein Edelmetall und eine NOx-Speicherkomponente
aufgebracht sind, und einem Substrat eine Zirkoniumdioxidschicht aufweist. Da Zirkoniumdioxid
nur schwerlich mit Alkalimetallen reagiert, unterbindet die Zirkoniumdioxidschicht
eine Abwanderung von Alkalimetall in das Substrat. Eine Minderung der Festigkeit
des Substrats kann hierdurch unterdrückt werden.
Allerdings leidet der in der japanischen Patentoffenlegungsschrift
(KOKAI) Nr. 2000-279,810 beschriebene Katalysator zum Reinigen von Abgasen immer
noch unter dem Problem, dass die Zirkoniumdioxidschicht unvermeidlich Poren zwischen
Zirkoniumdioxidteilchen aufweist, und dass das Alkalimetall durch diese Poren hindurchtritt,
das Substrat erreicht und mit diesem reagiert, was zu einer Abnahme der Festigkeit
des Substrats führt.
Ferner beschreibt die europäische Patentanmeldung EP
1 112 774 A2 einen Katalysatorkörper mit einem Träger und einer
auf den Träger aufgebrachten Katalysatorschicht, die ein Alkalimetall und/oder
ein Erdalkalimetall enthält. Der Katalysator enthält ferner eine Substanz,
die in der Lage ist, mit dem Alkalimetall und/oder dem Erdalkalimetall zu reagieren,
wobei diese Reaktion vor einer Reaktion zwischen den Hauptkomponenten des Trägers
und dem Alkalimetall und/oder Erdalkalimetall prädominant ist.
Darüber hinaus beschreibt die europäische Patentanmeldung
EP 1 078 678 A2 einen Abgasreinigungskatalysator,
bei dem ein saures Material mit einer starken Affinität für ein Absorptionsmittel
in einer Katalysatorschicht dispergiert und gemischt wird, dem das Absorptionsmittel
zugegeben wird. Als Alternative wird eine Schicht des sauren Materials im Inneren
der Katalysatorschicht ausgebildet, um ein Abwandern des Absorptionsmittels aus
der Katalysatorschicht in den Träger zu verhindern.
ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Unter diesen Voraussetzungen wurde die vorliegende Erfindung entwickelt.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Übertragung eines aktiven
Bestandteils, der mit einem Trägersubstrat reagiert, zu unterdrücken,
um dadurch ein Problem wie etwa eine Abnahme der Festigkeit des Trägersubstrats
zu verhindern.
Ein Katalysator zum Reinigen von Abgasen gemäß Anspruch
1, der das vorstehend angegebene Problem löst, weist ein Trägersubstrat
auf sowie eine Katalysatorschicht, die durch Aufbringen eines zumindest gegenüber
dem Trägersubstrat reaktionsfähigen aktiven Bestandteils und eines Edelmetalls
auf ein poröses Oxid ausgebildet ist, wobei der Katalysator ferner eine erste
Oxidschicht aufweist, die auf einer Oberfläche des Trägersubstrats ausgebildet
ist und hauptsächlich aus einem Oxid besteht, das gegenüber dem aktiven
Bestandteil ein starkes Reaktionsvermögen besitzt, und eine zweite Oxidschicht
aufweist, die auf einer Oberfläche der ersten Oxidschicht ausgebildet ist und
hauptsächlich aus einem Oxid besteht, das gegenüber dem aktiven Bestandteil
ein schwaches Reaktionsvermögen besitzt, und die Katalysatorschicht auf einer
Oberfläche der zweiten Oxidschicht ausgebildet ist.
Da es sich bei dem aktiven Bestandteil um Alkalimetall handelt, ist
das Oxid, das gegenüber dem aktiven Bestandteil ein starkes Reaktionsvermögen
besitzt, ein Oxid mindestens eines aus Si, P, W und Ti ausgewählten Metalls.
Das Oxid, das gegenüber dem aktiven Bestandteil ein schwaches Reaktionsvermögen
besitzt, ist ein Oxid mindestens eines aus Al, Zr, Ce und Y ausgewählten Metalls.
Weder die erste Oxidschicht noch die zweite Oxidschicht enthält
ein Edelmetall.
Bei dem Katalysator zum Reinigen von Abgasen gemäß der vorliegenden
Erfindung weist eine Katalysatorschicht einen aktiven Bestandteil auf, nämlich
ein Alkalimetall, das zumindest gegenüber einem Trägersubstrat reaktionsfähig
ist, und eine erste Oxidschicht und eine zweite Oxidschicht sind ausgehend vom Trägersubstrat
in dieser Reihenfolge zwischen dem Trägersubstrat und der Katalysatorschicht
ausgebildet. Bei einer Übertragung tritt der aktive Bestandteil in der Katalysatorschicht
zuerst durch die zweite Oxidschicht hindurch. Die zweite Oxidschicht besteht jedoch
hauptsächlich aus einem Oxid, das gegenüber dem aktiven Bestandteil ein
schwaches Reaktionsvermögen besitzt, so dass eine Übertragung des aktiven
Bestandteils in die erste Oxidschicht unterbunden wird. Der überwiegende Teil
des aktiven Bestandteils kann in der Katalysatorschicht zurückgehalten werden
und weist einen hohen Konversionswirkungsgrad auf.
Eine gewisse Menge von aktivem Bestandteil, der durch Poren der zweiten
Oxidschicht hindurchgetreten ist, erreicht die erste Oxidschicht. Da die erste Oxidschicht
hauptsächlich aus einem Oxid besteht, das gegenüber dem aktiven Bestandteil
ein starkes Reaktionsvermögen besitzt, wird der überwiegende Teil des
aktiven Bestandteils, der die erste Oxidschicht erreicht hat, dort auf Grund seiner
Reaktion mit diesem Oxid eingefangen, und eine Übertragung des aktiven Bestandteils
auf das Trägersubstrat wird unterbunden. Selbst wenn zwischen Teilchen der
ersten Oxidschicht Poren vorhanden sind, ist der absolute Betrag von aktivem Bestandteil,
der die erste Oxidschicht erreicht, gering, weil die zweite Oxidschicht eine Übertragung
des überwiegenden Teils des aktiven Bestandteils unterbindet, weshalb der Betrag
von aktivem Bestandteil, der durch die Poren der ersten Oxidschicht hindurch gelangt
und das Trägersubstrat erreicht, noch geringer ist. Daher ist der Betrag von
aktivem Bestandteil, der mit dem Trägersubstrat reagiert, äusserst gering,
und eine Abnahme der Festigkeit des Trägersubstrats kann weitgehend unterdrückt
werden.
Es ist anzumerken, dass der an der Katalysatorschicht aufgebrachte
aktive Bestandteil, wie etwa ein Alkalimetall, auch im Falle des herkömmlichen
Katalysators zum Reinigen von Abgasen, der nichts als eine Katalysatorschicht aufweist,
nicht zur Gänze auf das Trägersubstrat hin abwandert, sondern dass nur
einige Prozent des aufgebrachten aktiven Bestandteils zum Trägersubstrat hin
abwandern. Wenn der aktive Bestandteil aber beispielsweise ein Alkalimetall ist,
ist der absolute Betrag von SiO2 im Trägersubstrat bezogen auf den
absoluten Betrag von abwanderndem Alkalimetall überwiegend groß, so dass
fast das gesamte abgewanderte Alkalimetall mit dem Trägersubstrat reagiert
und dadurch die Festigkeit des Trägersubstrats mindert.
Falls hingegen bei dem Katalysator zum Reinigen von Abgasen gemäß
der vorliegenden Erfindung sogar mehrere Prozent des aufgebrachten aktiven Bestandteils
auf das Trägersubstrat hin abwandern sollten, wird die Übertragung durch
die zweite Oxidschicht unterbunden, so dass nur ein geringer Betrag von aktivem
Bestandteil durch die zweite Oxidschicht hindurch gelangt. Da ausserdem fast der
gesamte aktive Bestandteil, der durch die zweite Oxidschicht hindurch gelangt ist
und die erste Oxidschicht erreicht, mit dem Oxid der ersten Oxidschicht reagiert,
ist der Betrag von aktivem Bestandteil, der das Trägersubstrat erreicht, sogar
noch geringer. Daher kann eine Minderung der Festigkeit des Trägersubstrats
sicher unterdrückt werden.
Somit kann bei dem Katalysator zum Reinigen von Abgasen gemäß
der vorliegenden Erfindung eine Minderung der Festigkeit des Trägersubstrats
sicher unterdrückt werden. Da gleichzeitig eine Übertragung des aktiven
Bestandteils durch die zweite Oxidschicht unterbunden wird, ist der Betrag von aktivem
Bestandteil, der in der Katalysatorschicht verbleibt, größer als bei dem
herkömmlichen Katalysator. Daher kann der Katalysator der vorliegenden Erfindung
eine so hohe NOx-Speicherfähigkeit wie der in der japanischen
Patentoffenlegungsschrift (KOKAI) Nr.2000-279,810 beschriebene Katalysator
aufweisen und einen hohen NOx-Konversionswirkungsgrad besitzen.
Beispiele für das Trägersubstrat umfassen MgO·Al2O3·SiO2-Verbundoxide
wie etwa Cordierit, TiO2·Al2O3-Verbundoxide
und Si3N4. Es ist erwünscht, dass MgO·Al2O3·SiO2-Verbundoxide
angewendet werden, die im Hinblick auf die Wärmebeständigkeit ganz besonders
hervorragend sind. Die Form dieses Trägersubstrats unterliegt keinen besonderen
Einschränkungen, so lange es eine große Kontakfläche mit Abgasen
besitzt, und kann beispielhaft eine Wabenform, eine Schaumform, eine Netzform und
eine Pelletform aufweisen. Es ist auch möglich, als Trägersubstrat ein
wabenförmiges Metallfoliensubstrat zu verwenden, das mit Pulver eines MgO·Al2O3·SiO2-Verbundoxids
oder anderen der vorstehend genannten Oxide beschichtet ist.
Die Katalysatorschicht wird ausgebildet, indem ein aktiver Bestandteil,
der zumindest gegenüber dem Trägersubstrat reaktionsfähig ist, und
ein Edelmetall auf ein poröses Oxid aufgetragen werden. Das poröse Oxid
kann auf vielfältige Weise aus Al2O3, ZrO2,
TiO2, CeO2 und dergleichen ausgewählt sein. Es ist möglich,
nur eine Art dieser Oxide oder mehrere Arten dieser Oxide zu verwenden. Es ist auch
möglich, einen Verbund aus mehreren Arten dieser Oxide zu verwenden. Beispielsweise
ist es im Hinblick auf die katalytische Aktivität bevorzugt, wenn mindestens
Al2O3 enthalten ist, und falls TiO2 beigemischt
wird, ist die Beständigkeit gegen Schwefelvergiftung verbessert. Wenn eine
feste Lösung von CeO2 oder CeO2·ZrO2
beigemischt wird, ist wegen dessen Fähigkeit zum Speichern von Sauerstoff der
Konversionswirkungsgrad verbessert.
Bei dem Edelmetall kann es sich um ein oder mehrere Elemente handeln,
die aus Pt, Rh, Pd, Ir, Ru und dergleichen ausgewählt sind. Der Betrag von
aufgebrachtem Edelmetall liegt bevorzugt im Bereich von ca. 0,1 bis 20 Gew.-% pro
Liter Katalysator.
Der aktive Bestandteil ist zumindest gegenüber dem Trägersubstrat
reaktionsfähig und ist je nach dem Material des Trägersubstrats verschieden.
Ein Alkalimetall wird als aktiver Bestandteil verwendet. Das Alkalimetall dient
als NOx-Speicherkomponente in der Katalysatorschicht, und der Katalysator
zum Reinigen von Abgasen gemäß der vorliegenden Erfindung arbeitet als
ein NOx-Speicher- und Reduktionskatalysator.
Im Falle des NOx-Speicher- und Reduktionskatalysators sind
beispielhafte Alkalimetalle K, Na, Cs und Li, und der Betrag von aufgebrachtem Alkalimetall
liegt bevorzugt im Bereich von 0,01 bis 1,0 Mol pro Liter Katalysator. Wenn dieser
Betrag unter dem genannten Bereich liegt, verschlechtert sich die NOx-Speicherfähigkeit.
Wenn dieser Betrag hingegen über dem genannten Bereich liegt, erhöht sich
der absolute Betrag von Alkalimetall, der durch die zweite Oxidschicht hindurch
gelangt und die erste Oxidschicht erreicht, und der Betrag von Alkalimetall, der
durch die erste Oxidschicht hindurch gelangt und das Trägersubstrat erreicht,
erhöht sich ebenfalls. Dies könnte eine ungenügende Festigkeit des
Trägersubstrats nach sich ziehen.
Im Falle des NOx-Speicher- und Reduktionskatalysators ist
es auch bevorzugt, zusätzlich zu einem Alkalimetall mindestens eines der Erdalkalimetalle
und Seltenerdelemente zu verwenden. Beispielhafte Erdalkalimetalle sind Ba, Be,
Ca, Mg und Sr. Beispielhafte Seltenerdelemente sind Sc, Y, La, Yb, Nd und Sm. Da
Erdalkalimetalle oder Seltenerdelemente nicht mit einem Trägersubstrat wie
Cordierit reagieren, kann der Betrag der aufgebrachten Erdalkalimetalle oder Seltenerdelemente
bis hin zur Menge des herkömmlichen Katalysators, d.h. 0,1 bis 2 Mol pro Liter
Katalysator, betragen.
Die erste Oxidschicht besteht hauptsächlich aus einem Oxid, das
gegenüber dem aktiven Bestandteil ein starkes Reaktionsvermögen besitzt.
Es ist erwünscht, dass das Oxid gegenüber dem aktiven Bestandteil reaktionsfreudig
ist bzw. mit diesem reagiert und ausgezeichnete Hafteigenschaften am Trägersubstrat
und an der zweiten Oxidschicht besitzt. Der Ausdruck "ein Oxid, das gegenüber
dem aktiven Bestandteil ein starkes Reaktionsvermögen besitzt" wird in einem
relativen Sinne verwendet und bezeichnet ein Oxid, dessen Reaktionsvermögen
gegenüber dem aktiven Bestandteil stärker als dasjenige eines in der zweiten
Oxidschicht verwendeten Oxids ist. Wenn beispielsweise K als ein aktiver Bestandteil
in der Katalysatorschicht aufgebracht wird, ist es erwünscht, dass ein Oxid
verwendet wird, das mit K mit einem Reaktionskoeffizienten von 80% oder mehr reagiert,
nachdem der Katalysator, auf den K aufgebracht wurde, 10 h lang bei 800°C gehalten
wurde.
Wenn der aktive Bestandteil ein Alkalimetall ist, umfassen bevorzugte
Beispiele für das Oxid, das gegenüber dem aktiven Bestandteil ein starkes
Reaktionsvermögen besitzt, Silicamaterial, Phosphoroxid, Wolframoxid und Titandioxid.
Die erste Oxidschicht wird durch Mischen dieser Oxide mit anderen Oxiden gebildet.
Der Anteil der anderen Oxide beträgt 40 Gew.-% oder weniger. Wenn der Anteil
der anderen Oxide über dem genannten Bereich liegt, steht zu befürchten,
dass der absolute Betrag von Alkalimetall, der durch seine Umsetzung eingefangen
wird, ungenügend ist und eine Übertragung des Alkalimetalls nur schwerlich
unterbunden wird.
Es ist erwünscht, dass diese erste Oxidschicht eine Dicke von
40 &mgr;m oder weniger besitzt. Es ist nicht bevorzugt, dass die erste Oxidschicht
eine Dicke von mehr als 40 &mgr;m besitzt, weil Eigenschaften der ersten Oxidschicht
eine Auswirkung auf Eigenschaften des Katalysators insgesamt haben, was zu einer
Minderung der Reinigungsleistung und zu einer Zunahme des Druckverlustes führt.
Andererseits besitzt die erste Oxidschicht bevorzugt eine Dicke von mindestens 5
&mgr;m. Wenn die Dicke der ersten Oxidschicht unter 5 &mgr;m liegt, steht zu
befürchten, dass der absolute Betrag von aktivem Bestandteil, der durch seine
Umsetzung eingefangen wird, ungenügend ist und eine Übertragung des aktiven
Bestandteils auf das Trägersubstrat nur schwerlich unterbunden wird.
Die Ausbildung der ersten Oxidschicht auf einer Oberfläche des
Trägersubstrats wird beispielsweise mittels einer Washcoat-Behandlung des Trägersubstrats
mit einem Pulver eines Oxids durchgeführt, das gegenüber dem aktiven Bestandteil
ein starkes Reaktionsvermögen besitzt, gefolgt von Kalzinieren des beschichteten
Trägersubstrats. In diesem Fall kann eine erste Oxidschicht mit einer gewünschten
Dicke durch Einstellen des Teilchendurchmessers und des Betrags von aufgetragenem
Oxidpulver ausgebildet werden. Es ist erwünscht, dass das Oxidpulver einen
Teilchendurchmesser von 5 &mgr;m oder weniger besitzt, denn wenn der Teilchendurchmesser
über 5 &mgr;m liegt, ist es schwierig, eine dichte erste Oxidschicht auszubilden,
und der aktive Bestandteil wandert leicht durch Poren der ersten Oxidschicht zum
Trägersubstrat hin ab.
Es ist erwünscht, dass die Kalzinierungstemperatur im Bereich
von 600 bis 1500°C liegt. Bei einer Kalzinierung unterhalb von 600°C ist
es schwierig, eine dichte. erste Oxidschicht zu erhalten, und der aktive Bestandteil
wandert leicht durch Poren ab. Bei Verwendung von Cordierit als ein Trägersubstrat
wird die Obergrenze der Kalzinierungstemperatur bevorzugt auf 1500°C eingestellt,
weil Cordierit maximal bis 1500°C beständig ist.
Die Ausbildung der ersten Oxidschicht auf einer Oberfläche des
Trägersubstrats wird auch ausgeführt, indem ein Metallhydroxid-Präzipitat
mittels Säure-Alkali-Reaktion auf der Oberfläche des Trägersubstrats
ausgebildet und kalziniert wird. Beispielsweise wird das Trägersubstrat in
eine wässrige Wolframnitratlösung getaucht, und Ammoniak wird der Lösung
hinzugegeben, wodurch Wolframhydroxid auf der Oberfläche des Trägersubstrats
abgelagert wird. Durch Kalzinieren des Trägersubstrats mit den darauf befindlichen
Ablagerungen kann eine erste Oxidschicht, die aus Wolframoxid besteht, auf der Oberfläche
des Trägersubstrats ausgebildet werden.
Obgleich auf einer Oberfläche eines Trägersubstrats wie
etwa Cordierit unzählige, mikroskopisch kleine Unregelmäßigkeiten
vorhanden sind, ist es mit dem vorstehend genannten Verfahren zum Beschichten eines
Trägersubstrats mit dem Oxidpulver und Kalzinieren des beschichteten Trägersubstrats
schwierig, eine erste Oxidschicht auf der Innenseite von winzigen Hohlräumen
auszubilden, und es kann vorkommen, dass die erste Oxidschicht winzige Hohlräume
überdeckt und mit der Oberfläche des Trägersubstrats Poren bildet.
In einem solchen Fall steht zu befürchten, dass der aktive Bestandteil durch
diese Poren zum Trägersubstrat hin abwandert.
Demzufolge ist es besonders wünschenswert, eine erste Oxidschicht
mittels der vorstehend genannten Säure-Alkali-Reaktion auszubilden. Da ein
Präzipitat aus der Säure-Alkali-Reaktion, bei der es sich um eine Reaktion
auf einem molekularen Niveau handelt, äusserst fein ist, dringt das Präzipitat
sogar in winzige Hohlräume auf der Oberfläche des Trägersubstrats
ein und bildet eine erste Oxidschicht aus. Dadurch wird die Bildung von Poren zwischen
der ersten Oxidschicht und der Oberfläche des Trägersubstrats verhindert,
und eine Übertragung des aktiven Bestandteils auf das Trägersubstrat kann
weiter unterbunden werden.
Die Ausbildung der ersten Oxidschicht kann auch mit dem physikalischen
Dampfabscheidungsverfahren (PVD) oder dem chemischen Dampfabscheidungsverfahren
(CVD) durchgeführt werden.
Die zweite Oxidschicht besteht hauptsächlich aus einem Oxid,
das gegenüber dem aktiven Bestandteil ein schwaches Reaktionsvermögen
besitzt. Es ist erwünscht, dass das Oxid nur schwerlich oder gar nicht mit
dem aktiven Bestandteil reagiert und ausgezeichnete Hafteigenschaften an der ersten
Oxidschicht und der Katalysatorschicht besitztt. Der Ausdruck "ein Oxid, das gegenüber
dem aktiven Bestandteil ein schwaches Reaktionsvermögen besitzt" wird in einem
relativen Sinne verwendet und bedeutet, dass ein Oxid gegenüber dem aktiven
Bestandteil ein geringeres Reaktionsvermögen besitzt als das für die erste
Oxidschicht verwendete Oxid. Wenn beispielsweise K als ein aktiver Bestandteil in
der Katalysatorschicht aufgebracht wird, ist es erwünscht, dass ein Oxid verwendet
wird, das mit K mit einem Reaktionskoeffizienten von 30% oder weniger reagiert,
nachdem der Katalysator, auf den K aufgebracht wurde, 10 h lang bei 800°C gehalten
wurde.
Da der aktive Bestandteil ein Alkalimetall ist, umfassen bevorzugte
Beispiele für das Oxid, das gegenüber dem aktiven Bestandteil ein schwaches
Reaktionsvermögen besitzt, ein Oxid wie etwa &agr;-Aluminiumoxid, &thgr;-Aluminiumoxid,
&ggr;-Aluminiumoxid, Zirkoniumdioxid, Yttriumoxid, Ceroxid und Spinel, ein Verbundoxid
aus einer Mehrzahl dieser Oxide, und Keramiken wie etwa Siliziumcarbid und Siliziumnitrid.
Es wird ein Oxid von mindestens einem aus Al, Zr, Ce und Y ausgewählten Metall
verwendet. Die zweite Oxidschicht wird durch Mischen dieser Oxide mit anderen Oxiden
gebildet. Der Anteil der anderen beigemischten Oxide beträgt 40 Gew.-% oder
weniger. Wenn der Anteil der anderen Oxide über dem genannten Bereich liegt,
besteht die Möglichkeit, dass es schwierig ist, eine Übertragung des aktiven
Bestandteils auf die erste Oxidschicht zu unterbinden.
Es ist erwünscht, dass die zweite Oxidschicht eine Dicke von
40 &mgr;m oder weniger besitzt. Es ist nicht bevorzugt, dass die zweite Oxidschicht
eine Dicke von mehr als 40 &mgr;m besitzt, weil Eigenschaften der zweiten Oxidschicht
eine Auswirkung auf Eigenschaften des Katalysators insgesamt haben, was zu einer
Minderung der Reinigungsleistung und zu einer Zunahme des Druckverlustes führt.
Andererseits besitzt die zweite Oxidschicht bevorzugt eine Dicke von mindestens
5 &mgr;m. Wenn die Dicke der zweiten Oxidschicht weniger als 5 &mgr;m beträgt,
unterbindet die zweite Oxidschicht nur schwerlich eine Übertragung des aktiven
Bestandteils auf die erste Oxidschicht, und der Betrag an aktivem Bestandteil, der
das Trägersubstrat erreicht, ist größer.
Die Ausbildung der zweiten Oxidschicht auf einer Oberfläche der
ersten Oxidschicht wird beispielsweise mittels einer Washcoat-Behandlung der ersten
Oxidschicht mit einem Pulver eines Oxids durchgeführt, das gegenüber dem
aktiven Bestandteil ein schwaches Reaktionsvermögen besitzt, gefolgt von Kalzinieren
der beschichteten ersten Oxidschicht. In diesem Fall kann eine zweite Oxidschicht
mit einer gewünschten Dicke durch Einstellen des Teilchendurchmessers und des
Betrags von aufgetragenem Oxidpulver ausgebildet werden. Das Oxidpulver besitzt
bevorzugt einen Teilchendurchmesser von 5 &mgr;m oder weniger, denn wenn der Teilchendurchmesser
des Oxidpulvers über 5 &mgr;m liegt, ist es schwierig, eine dichte zweite
Oxidschicht zu erhalten, und der aktive Bestandteil tritt leicht durch Poren der
zweiten Oxidschicht hindurch.
Es ist erwünscht, dass die Kalzinierungstemperatur im Bereich
von 600 bis 1500°C liegt. Bei einem Kalzinieren unterhalb von 600°C ist
es schwierig, eine dichte zweite Oxidschicht zu erhalten, und der aktive Bestandteil
kann leicht durch Poren hindurchtreten. Bei Verwendung von Cordierit als ein Trägersubstrat
wird die Obergrenze der Kalzinierungstemperatur bevorzugt auf 1500°C eingestellt,
weil Cordierit maximal bis 1500°C beständig ist.
Die Ausbildung der zweiten Oxidschicht auf der Oberfläche der
ersten Oxidschicht kann auch mittels der gleichen Säure-Alkali-Reaktion
wie bei der Ausbildung der ersten Oxidschicht durchgeführt werden, und kann
auch mittels des PVD-Verfahrens oder CVD-Verfahrens durchgeführt werden.
Obgleich ein Edelmetall auf mindestens eine von der ersten Oxidschicht
und der zweiten Oxidschicht aufgebracht werden kann, ist dann der Anteil der Abgase,
der die erste Oxidschicht oder die zweite Oxidschicht erreicht, sehr niedrig, und
das aufgebrachte Edelmetall trägt kaum zu einer Reinigung bei. Daher ist es
unter dem Kostenaspekt wünschenswert, dass weder die erste Oxidschicht noch
die zweite Oxidschicht ein Edelmetall enthält.
Die Ausbildung der Katalysatorschicht auf der zweiten Oxidschicht
kann auf die gleichen Weise wie die Ausbildung einer Katalysatorschicht auf dem
herkömmlichen Trägersubstrat durchgeführt werden, z.B. mittels einer
Washcoat-Behandlung des Trägersubstrats mit der darauf vorhandenen ersten und
zweiten Oxidschicht mit einem Pulver eines porösen Oxids, Kalzinieren des beschichteten
Trägersubstrats, und Aufbringen mindestens eines Edelmetalls und eines aktiven
Bestandteils darauf mittels eines Adsorptions-Aufbringungsverfahrens, eines Imprägnierungs-Aufbringungsverfahrens
oder dergleichen.
Es ist erwünscht, dass sowohl die erste Oxidschicht als auch
die zweite Oxidschicht eine Dicke von 50 &mgr;m oder weniger besitzt. Wenn die
Gesamtdicke von erster Oxidschicht, zweiter Oxidschicht und Katalysatorschicht 150
&mgr;m überschreitet, verringert sich die offene Fläche von Wabenzellen,
und der Druckverlust wird hoch, was der Motorleistung abträglich sein könnte.
Die Katalysatorschicht muss eine Dicke von 50 bis 100 &mgr;m haben, wenn die Mengen
und Dichten des aufgebrachten Edelmetalls und aktiven Bestandteils etwa die gleichen
wie bei dem herkömmlichen Katalysator sind. Daher beträgt die Gesamtdicke
von erster Oxidschicht und zweiter Oxidschicht bevorzugt 100 &mgr;m oder weniger.
Es ist anzumerken, dass der Katalysator zum Reinigen von Abgasen gemäß
der vorliegenden Erfindung nur einen aktiven Bestandteil in der Katalysatorschicht
aufzuweisen braucht und als ein NOx-Speicher- und Reduktionskatalysator,
ein NOx-Adsorptionskatalysator, ein 3-Wege-Katalysator, ein Oxidationskatalysator
usw. verwendet wird.
Der Katalysator zum Reinigen von Abgasen gemäß der vorliegenden
Erfindung ist insofern vorteilhaft, als der Katalysator eine Abnahme der Festigkeit
des Trägersubstrats als Folge einer Reaktion mit dem aktiven Bestandteil sicher
unterdrücken kann, und somit eine verbesserte Betriebsfestigkeit erzielt.
KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG
1 ist eine schematische Querschnittansicht des Aufbaus
eines Katalysators gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung.
2 ist ein Diagramm der Wärmeausdehnungskoeffizienten
von Katalysatoren gemäß bevorzugten Ausführungsformen und einem Vergleichsbeispiel
nach einer Betriebsfestigkeitsprüfung.
DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN
Die vorliegende Erfindung wird nun unter Bezugnahme auf bevorzugte
Ausführungsformen und auf ein Vergleichsbeispiel konkret beschrieben.
Erste bevorzugte Ausführungsform
1 zeigt einen Katalysator zum Reinigen von Abgasen
gemäß der vorliegenden Erfindung. Dieser Katalysator zum Reinigen von
Abgasen weist ein wabenförmiges monolithisches Substrat 1 auf, das
aus Cordierit (2MgO·2Al2O3·5SiO2) besteht,
eine erste Oxidschicht 2 mit einer Dicke von ca. 20 &mgr;m, die auf einer
Oberfläche des monolithischen Substrats 1 ausgebildet ist und aus
SiO2 besteht, eine zweite Oxidschicht 3 mit einer Dicke von
ca. 30 &mgr;m, die auf einer Oberfläche der ersten Oxidschicht
2 ausgebildet ist und aus Al2O3 besteht, und eine
Katalysatorschicht 4 mit einer Dicke von ca. 100 &mgr;m, die auf einer
Oberfläche der zweiten Oxidschicht 3 durch Aufbringen von Pt und K
auf Al2O3 ausgebildet ist. Im Nachfolgenden wird ein Verfahren
zum Erzeugen dieses Katalysators zum Reinigen von Abgasen beschrieben, um eine detaillierte
Beschreibung der vorliegenden Erfindung zur Verfügung zu stellen.
Zuerst wurde ein aus Cordierit (2MgO·2Al2O3·5SiO2)
bestehendes, wabenförmiges monolithisches Substrat 1 bereitet und
mit einer Aufschlämmung von SiO2-Pulver Washcoat-behandelt. Nach
einem Trocknen bei 250°C wurde das beschichtete monolithische Substrat
1 zwei Stunden lang bei 300°C an der Luft kalziniert, wodurch eine
erste Oxidschicht 2 ausgebildet wurde. Die erste Oxidschicht
2 wurde in einer Menge von 20 g pro Liter monolithisches Substrat
1 ausgebildet und besaß eine durchschnittliche Dicke von 20 &mgr;m.
Als Zweites wurde das monolithische Substrat 1 mit der darauf
befindlichen ersten Oxidschicht 2 mit einer Aufschlämmung von &ggr;-Al2O3-Pulver
Washcoatbehandelt, bei 250°C getrocknet, und daraufhin zwei Stunden lang bei
300°C an der Luft kalziniert, wodurch eine zweite Oxidschicht 3 ausgebildet
wurde. Die zweite Oxidschicht 3 wurde in einer Menge von 20 g pro Liter
monolithisches Substrat 1 ausgebildet und besaß eine
durchschnittliche Dicke von 30 &mgr;m.
Als Nächstes wurde das monolithische Substrat 1 mit
der darauf befindlichen zweiten Oxidschicht 3 mit einer Aufschlämmung
von &ggr;-Al2O3-Pulver Washcoatbehandelt, bei 250°C
getrocknet, und daraufhin zwei Stunden lang bei 300°C an der Luft kalziniert,
wodurch eine Beschichtung ausgebildet wurde. Die Beschichtung wurde in einer Menge
von 270 g pro Liter monolithisches Substrat 1 ausgebildet und besaß
eine durchschnittliche Dicke von 100 &mgr;m. Eine Dinitrodiammin-Platinnitratlösung
mit einer bestimmten Konzentration wurde bereitet, und das monolithische Substrat
1 mit der darauf befindlichen Beschichtung wurde in diese Lösung getaucht
und daraus entnommen, und daraufhin zwei Stunden lang bei 500°C kalziniert,
wodurch Pt aufgebracht wurde. Der Betrag von aufgebrachtem Pt betrug 0,1 g pro Liter
monolithisches Substrat 1. Als Nächstes wurde das monolithische Substrat
1 mit aufgebrachtem Pt mit einem bestimmten Betrag einer wässrigen
Kaliumnitratlösung mit einer bestimmten Konzentration imprägniert, zwanzig
Minuten lang bei 250°C getrocknet, und dreissig Minuten lang bei 500°C
kalziniert, wodurch K aufgebracht wurde. Der Betrag von aufgebrachtem K betrug 0,3
Mol pro Liter monolithisches Substrat 1. Hierdurch wurde eine Katalysatorschicht
4 ausgebildet.
Zweite bevorzugte Ausführungsform
Unter Verwendung von P2O5-Pulver an Stelle von
SiO2-Pulver wurde eine erste Oxidschicht 2 in einer Menge von
20 g pro Liter monolithisches Substrat 1 und mit einer durchschnittlichen
Dicke von 20 &mgr;m ausgebildet. Daraufhin wurden eine zweite Oxidschicht
3 und eine Katalysatorschicht 4 auf die gleiche Weise wie bei
der ersten bevorzugten Ausführungsform ausgebildet.
Dritte bevorzugte Ausführungsform
Eine erste Oxidschicht 2 wurde in einer Menge von 20 g pro
Liter monolithisches Substrat 1 und mit einer durchschnittlichen Dicke
von 20 &mgr;m auf die gleiche Weise wie bei der ersten bevorzugten Ausführungsform
ausgebildet, mit der Ausnahme, dass W2O5-Pulver an Stelle
von SiO2-Pulver verwendet wurde. Daraufhin wurden eine zweite Oxidschicht
3 und eine Katalysatorschicht 4 auf die gleiche Weise wie bei
der ersten bevorzugten Ausführungsform ausgebildet.
Erstes Vergleichsbeispiel
Dieses Beispiel wurde auf die gleiche Weise wie die erste bevorzugte
Ausführungsform ausgebildet, mit der Ausnahme, dass keine erste Oxidschicht
2 ausgebildet wurde. Eine zweite Oxidschicht 3 wurde in einer
Menge von 20 g pro Liter monolithisches Substrat 1 ausgebildet und besaß
die gleiche durchschnittliche Dicke wie die Gesamtdicke der ersten Oxidschicht
2 und der zweiten Oxidschicht 3 der ersten bevorzugten Ausführungsform.
Experiment und Auswertung
Jeder der oben aufgeführten Katalysatoren wurde in einem Motorprüfstand
angeordnet und einer Dauerprüfung unterzogen, indem Abgase in stöchiometrischen
Atmosphären aus einem Benzinmotor mit einem Hubraum von 2,0 Litern mit einer
Raumgeschwindigkeit von 80000 h–1 bei einer Katalysatorbetttemperatur
von 750°C 50 h lang eingeleitet wurden. Daraufhin wurde bei jedem Katalysator
der Wärmeausdehnungskoeffizient des monolithischen Substrats 1 gemessen.
Die Ergebnisse sind in 2 gezeigt.
Aus 2 ist zu entnehmen, dass der Katalysator
des ersten Vergleichsbeispiels einen höheren Wärmeausdehnungskoeffizienten,
d.h. eine geringere Thermoschockfestigkeit und eine geringere Festigkeit als die
Katalysatoren der bevorzugten Ausführungsformen hatte. Die Katalysatoren der
bevorzugten Ausführungsformen hatten niedrigere Wärmeausdehnungskoeffizienten
und besaßen selbst nach der Betriebsfestigkeitsprüfung hervorragende Thermoschockfestigkeits-
und Festigkeitseigenschaften. Dieser Vorteil ist eindeutig auf das Vorhandensein
der ersten Oxidschicht 2 zurückzuführen. Es ist anzumerken, dass
die Wärmeausdehnungskoeffizienten der Katalysatoren der bevorzugten Ausführungsformen
selbst nach der Dauerprüfung etwa die gleichen wie die des monolithischen Substrats
1 alleine blieben. Dies bestätigte, dass fast keine Reaktion zwischen
Komponenten des monolithischen Trägersubstrats und K stattfand.