Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft ein Computersystem für Fahrzeuge.
Hintergrund der Erfindung
Moderne Fahrzeuge sind typischerweise mit mehreren unabhängigen
elektronischen Systemen ausgerüstet. Beispielsweise weisen die meisten modernen
Fahrzeuge eine Tonanlage und ein Sicherheitssystem auf. Die Tonanlage besteht üblicherweise
aus einem AM/FM-Radio, einem Kassetten- oder CD (Compact Disk)-Abspielgerät,
einem Equalizer/Verstärker und Lautsprechern. Das Radio und das Abspielgerät
sind in einer Metallumhüllung oder einem -gehäuse angeordnet, das in einem
Armaturenbrett des Fahrzeugs befestigt ist. Das Gehäuse weist eine standardisierte
Größe auf, die oft in Form von DINs (Deutsche Industrie Normen) ausgedrückt
ist, um eine Kompatibilität mit und eine Nachrüstbarkeit in den meisten
Fahrzeug-Armaturenbrettern zu gewährleisten.
Das Sicherheitssystem ist vollständig von der Tonablage getrennt.
Das Sicherheitssystem besteht üblicherweise aus Sicherheitssensoren, die überall
in dem Fahrzeug platziert sind, und einem zentralen ASIC (Application Specific Integrated
Circuit) zum Überwachen der Sensoren und zum Bestimmen, ob die Sicherheit gefährdet
ist. Das Sicherheitssystem steuert auch Aktuatoren zum Ver-/Entriegeln von Türen
oder zum Schließen/Öffnen von Fenstern und einen Alarm oder eine Sirene.
Die meisten aktuellen Fahrzeugmodelle (1996 oder später mit OBD
II, 1993 oder später mit OBD I) sind auch mit einem Diagnosesystem ausgebildet,
das die Funktion des Fahrzeugsmotors, des Getriebe- und Kraftstoffsystems und anderer
Komponenten analysiert. Das Diagnosesystem kann mit einem externen Computer verbunden
werden, um Diagnoseinformationen herunterzuladen oder zu überwachen, die für
einen Fahrzeugmechaniker während der Wartung des Fahrzeugs nützlich sind.
Zusätzlich könnte das Diagnosesystem Armaturenbrettanzeigen umfassen,
die den Fahrer über verschiedene Betriebszustände informiert.
Bei einigen aktuellen Modellen sind die Fahrzeuge mit einem Navigationssystem
ausgestattet, die einen GPS (Global Positioning System)-Empfänger enthalten.
Der GPS-Empfänger weist eine Antenne zum Empfangen von Signalen aus einem Sattelitennetzwerk
auf. Das Fahrzeugnavigationssystem verwendet die des Sattelitenpositionssignale
zum Berechnen von Koordinaten, die das Fahrzeug auf der Erdoberfläche in Bezug
auf die geografische Länge, Breite und Höhe lokalisieren. Zusammen mit
der geeigneten Kartensoftware kann die Fahrzeugposition dann auf einer Karte gezeigt
werden.
Zellulare Kommunikationssysteme sind ebenso zu Fahrzeugen hinzugefügt
worden. Diese Kommunikationssysteme ermöglichen es dem Fahrzeugfahrer oder
-insassen, Telefonanrufe von ihrem Fahrzeug aus durchzuführen. Einige der höher
entwickelten Systeme sind sprachgesteuert, was es dem Fahrer erlaubt, während
des Reisens Anrufe zu initiieren oder zu empfangen, ohne eine Hand von dem Lenkrad
zu entfernen oder seine/ihre Augen von der Navigation des Fahrzeugs abzulenken.
Während diese verschiedenen elektronischen Systeme sich für
Fahrzeugnutzer als nützlich erwiesen haben, gibt es einen Nachteil dahingehend,
dass die Systeme unverbunden und inkompatibel sind. Jedes System verwendet getrennte
proprietäre zweckbestimmte Prozessoren oder ASICs, die inkompatible proprietäre
Software ausführen. Falls ein Fahrzeugbesitzer ein Sicherheitssystem zu seinem/ihrem
Fahrzeug hinzufügen möchte, muss der Besitzer ein komplettes Sicherheitssystem
von einem der Anbieter kaufen und muss es herkömmlicherweise installieren lassen.
Es gibt keine Möglichkeit, Sicherheitsfunktionalität zu einem existierenden
elektronischen System, wie beispielsweise dem Navigationssystem oder der Tonanlage
hinzuzufügen.
Die DE 91 09 141 U offenbart
ein Autoradio mit einer entfernbaren Bedieneinheit. Die Bedieneinheit weist etliche
Schaltknöpfe, ein alphanumerisches Anzeigefeld, Schnappverriegelungsmittel
zum Befestigen der entfernbaren Bedieneinheit an einem Hauptteil des Autoradios
und Kontakte zum elektrischen Kontaktieren mit dem Hauptteil des Autoradios auf.
Die entfernbare Bedieneinheit oder das Frontpanel ist, sobald es entfernt worden
ist, als ein Telefonhörer betreibbar.
Zusammenfassung der Erfindung
Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Fahrzeugunterhaltungs-/-kommunikationssystem
mit einer Grundeinheit in einer zur Montage in einem Fahrzeug-Armaturenbrett geeigneten
Größe, einer Blende, die abnehmbar mit der Grundeinheit verbunden ist,
einem Unterhaltungs-Abspielgerät, einem Prozessor, der in oder an der Blende
zum Bilden eines Blendenmoduls angeordnet ist, wobei der Prozessor zum Steuern des
Unterhaltungs-Abspielgeräts ausgestaltet ist, wenn das Blendenmodul an der
Grundeinheit angebracht ist, einem Hochfrequenzempfänger, der in dem Blendenmodul
zur Verfügung gestellt und in betriebsbereitem Zustand mit dem Prozessor verbunden
ist, wobei das Blendenmodul als ein tragbares Hochfrequenzempfangsgerät zum
Empfangen von Hochfrequenzsignalen betreibbar ist, wenn das Blendenmodul
von der Grundeinheit abgenommen ist, und einem ersten und einem zweiten kompatiblen
Transceiver, wobei der erste Transceiver in der Grundeinheit und der zweite Transceiver
in dem Blendenmodul angeordnet ist, wobei das Blendenmodul mit der Grundeinheit
kommunizieren kann, wenn das Blendenmodul von der Grundeinheit abgenommen ist.
Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ein tragbares Hochfrequenz-Elektronik-Gerät
für den Gebrauch in Verbindung mit einem Fahrzeugunterhaltungssystem, wobei
das Fahrzeugunterhaltungssystem eine Grundeinheit aufweist, die zur Montage in einem
Fahrzeug-Armaturenbrett bemessen ist und ein in der Grundeinheit befestigtes Abspielgerät
aufweist, wobei das tragbare Hochfrequenz-Elektronikgerät umfasst: eine Blende
mit einer Kopplungsanordnung, die ein Anbringen der Blende an oder ein Abnehmen
der Blende von der Grundeinheit des Fahrzeugunterhaltungssystems ermöglicht,
einen Prozessor, der in oder an der Blende zum Bilden eines Blendenmoduls angeordnet
ist, wobei das Blendenmodul eine elektrische Schnittstelle aufweist, die eine kompatible
Verbindung mit einer Schnittstelle an der Grundeinheit herstellt, um eine Datenkommunikation
von dem Blendenmodul zu dem Abspielgerät zu ermöglichen, wobei der Prozessor
zum Steuern des Abspielgeräts ausgestaltet ist, wenn das Blendenmodul elektrisch
mit der Grundeinheit verbunden ist, einen Hochfrequenzempfänger, der in dem
Blendenmodul zur Verfügung gestellt ist und in betriebsbereitem Zustand mit
dem Prozessor verbunden ist, wobei das Blendenmodul als ein tragbares Hochfrequenzempfangsgerät
zum Empfangen von Hochfrequenzsignalen betreibbar ist, wenn das Blendenmodul von
der Grundeinheit abgenommen ist, und einem ersten und einem zweiten kompatiblen
Transceiver, wobei der erste Transceiver in der Grundeinheit und der zweite Transceiver
in dem Blendenmodul angeordnet ist, wobei das Blendenmodul mit der Grundeinheit
kommunizieren kann, wenn das Blendenmodul von der Grundeinheit abgenommen ist. Weitere
vorteilhafte Merkmale sind in den abhängigen Ansprüchen offenbart.
In einer Implementierung weist das Fahrzeugcomputersystem zwei unabhängige
Prozessoren auf. Ein Prozessor (beispielsweise ein Intel® basierter
Mikroprozessor) ist auf einem Computer-Modul zur Verfügung gestellt, das an
einer stationären Grundeinheit des Gehäuses, das sich in dem Fahrzeugarmaturenbrett
oder einer anderen Stelle befindet, befestigt ist. Das Betriebssystem läuft
auf diesem Prozessor, um die fahrzeugbezogenen Anwendungen zu unterstützen
und zusätzlich all die typischerweise durch einen Personalcomputer gebotene
Funktionalität zur Verfügung zu stellen. Ein anderer Prozessor (beispielsweise
ein digitaler Signalprozessor) ist auf einem Blendenmodul zur Verfügung gestellt,
das abnehmbar mit der Grundeinheit verbunden ist. Das Blendenmodul weist einen AM/FM-Empfänger,
eine Anzeige, ein Tastenfeld und ein CODEC auf, die durch den zweiten Prozessor
gesteuert werden. Ein drittes Modul, als das Unterstützungsmodul bekannt, befindet
sich in der stationären Grundeinheit. Das Unterstützungsmodul enthält
ein Speicherlaufwerk (das auch als ein Unterhaltungsabspielgerät fungiert),
Energieversorgung, Multimedia-Audio-Treiber für das Unterhaltungssystem und
einen Kommunikationsbus.
Die drei Module arbeiten zusammenwirkend und unabhängig voneinander,
außer dass das Unterstützungsmodul nicht für sich selbst arbeiten
kann. Das Blendenmodul kann von der Grundeinheit abgenommen werden und unabhängig
als ein tragbares Radio mit Mono-Ton betrieben werden. Durch Verwendung des CODEC
mit eingebautem Lautsprecher und Mikrofon fungiert das Blendenmodul als ein tragbares
Telefon oder eine Hörereinheit, die mit der Grundeinheit in dem Fahrzeug kommunizieren
kann. Das tragbare Blendenmodul kann ebenso zum Empfangen von Paging-Informationen,
zum Aufnehmen von Sprachnachrichten und zum Fernbedienen des Sicherheitssystems
genutzt werden. Im abgenommenen Zustand wird das Blendenmodul durch eine unabhängige
Quelle, beispielsweise Batterien, versorgt.
Kurz Beschreibung der Zeichnungen
Die gleichen Bezugszeichen werden überall in den Zeichnungen
für ähnliche Komponenten und Merkmale genutzt.
1 ist eine schematische Darstellung eines Fahrzeug-Computersystems.
2 ist eine schematische Seitenansicht einer Grundeinheit
und der abnehmbaren Blende, die in dem Fahrzeug-Computersystem verwendet ist.
3 ist ein Blockdiagramm des Fahrzeug-Computersystems
gemäß einer Implementierung mit einem Blendenmodul, einem Unterstützungsmodul
und einem Computer-Modul.
4 ist ein Funktionsblockdiagramm des Unterstützungsmoduls.
5 ist ein Funktionsblockdiagramm des Blendenmoduls.
6 ist eine schematische Seitenansicht der als ein Kommunikationsgerät
betriebenen Blende, während sie von der Grundeinheit des Fahrzeug-Computersystems
abgenommen ist.
7 ist ein Funktionsblockdiagramm des Computer-Moduls.
8 ist eine schematische Darstellung des Fahrzeugcomputersystems
gemäß einer anderen Ausführungsform mit einer zentralisierten Server-Recheneinheit
und einem oder mehreren Client-Recheneinheiten, die auf einem Datennetzwerk in einem
Fahrzeug verteilt sind.
Detaillierte Beschreiung der bevorzugten Ausführungsform
1 zeigt ein Fahrzeug-Computersystem 20 gemäß
einer Implementierung der Erfindung. Das Fahrzeug-Computersystem 20 weist
einen zentralisierten Computer 22 auf, der mit verschiedenen Peripheriegeräten,
einschließlich eines Monitors 24, Sicherheitssensoren 26,
eines Fahrzeugdiagnose-Interfaces 28, Lautsprechern 30, Fahrzeugbatterie
32 und Antenne(n) 34 verbunden ist. Der Computer 22 ist
in einem Gehäuse 36 montiert, das für die Montage in einem Fahrzeugarmaturenbrett,
ähnlich einer gebräuchlichen Autostereoanlage, dimensioniert ist. Vorzugsweise
weist das Gehäuse 36 einen Formfaktor eines einzelnen DINs (Deutsche
Industrie Normen) auf. Allerdings könnte es möglicherweise auch in einer
zwei DIN großen Einheit oder einem anderen speziellen Formfaktor für einen
OEM untergebracht sein.
Auf dem Computer 22 läuft ein Betriebssystem für
offene Plattformen, das eine Vielzahl von Anwendungen unterstützt. Durch die
Verwendung eines Betriebssystems für offene Plattformen und einer offenen Computersystemarchitektur
können verschiedene Software-Anwendungen und Hardware-Peripheriegeräte
durch unabhängige Anbieter hergestellt und nachträglich durch den Fahrzeugbenutzer
nach dem Kauf des Fahrzeugs installiert werden. Das ist dahingehend vorteilhaft,
dass die Software-Anwendungen nicht auf speziell entworfene eingebettete Systeme
zugeschnitten sein müssen. Auf der offenen Hardware-Architektur läuft
vorzugsweise ein Multitasking-Betriebssystem, das ein grafisches Nutzer-Interface
verwendet. Ein bevorzugtes Betriebssystem ist ein Betriebssystem der Marke Windows®,
das durch die Microsoft Corporation vertrieben wird, wie beispielsweise Windows
95®, Windows NT® oder andere abgeleitete Versionen
von Windows®. Ein Multitasking-Betriebssystem erlaubt die gleichzeitige
Ausführung von mehreren Anwendungen.
Der Computer 22 umfasst mindestens ein Speicherlaufwerk,
das es dem Fahrzeugnutzer erlaubt, Programme und Daten von einem Speichermedium
herunterzuladen. In der dargestellten Implementierung weist der Computer
22 ein CD-ROM-Laufwerk 38 auf, das anwendungsbezogene CDs ebenso
wie Musik-, Video-, Spiele- oder andere Arten von Unterhaltungs-CDs liest. Auf diese
Weise erfüllt das CD-ROM-Laufwerk 38 eine doppelte Rolle als Speicherlaufwerk
und als Unterhaltungsabspielgerät. Ein Festplattenlaufwerk (in 1
nicht dargestellt) ist ebenso auf dem Computer-Modul enthalten, das sowohl zur Speicherung
von Anwendungsprogrammen als auch von Nutzerdaten genutzt werden kann. Der Computer
22 weist ein optionales 3,5''-Diskettenlaufwerk 40, ein SmartCard-Leser
42 und duale PCMCIA-Karten-Sockel 44, die PCMCIA-Karten vom Typ
II und III akzeptiert, auf. Nachfolgend wird das Akronym „PC-Card" anstelle
des Akronyms „PCMCIA" genutzt werden.
Die Speicherlaufwerke sind in einer stationären Grundeinheit
46 des Gehäuses 36 befestigt. Die Grundeinheit
46 ist derart konstruiert und dimensioniert, dass sie fest in dem Armaturenbrett
angebracht werden kann. Das Gehäuse 36 weist zudem eine Blende
48 auf, die schwenkbar an der Vorderseite der Grundeinheit 46
angebracht ist. Die Blende kann gedreht werden, um einfach und bequemen Zugang zu
den Speicherlaufwerken zu gewähren.
2 zeigt das Gehäuse 36 detaillierter.
Die Blende 48 weist eine Kopplungsanordnung 50 auf, die die Schwenkbewegung
ermöglicht, um wahlweise die Speicherlaufwerke innerhalb der Grundeinheit
46 zu bedecken oder freizugeben. Zusätzlich ermöglicht die Kopplungsanordnung
50, die Blende 48 an der Grundeinheit 46 zu befestigen
oder von dieser abzunehmen. Dies ist in 1 dargestellt,
in der die Blende 48 vollständig von der Grundeinheit 46
abgenommen ist.
Wieder mit Bezug auf 1 umfasst der Computer
22 ein Tastenfeld 52 und eine Anzeige 54 auf der Blende
48. Die Anzeige 54 ist vorzugsweise ein hintergrundbeleuchtetes
LCD. Das auf dem Computer 22 ausgeführte Betriebssystem steuert die
Blendentasten 52 und die Blendenanzeige 54 als Peripheriegeräte,
wenn die Blende an der Grundeinheit angebracht ist. Zusätzlich – wie
unten detaillierter beschrieben werden wird – weist der Computer ein auf
der Blende befindliches Spracherkennungsgerät auf, um dem Nutzer das verbale
Eingeben von Befehlen in einer Umgebung mit freien Händen und Augen zu ermöglichen.
Diese Sprachbefehle können zum Steuern der meisten Betriebsmoden der Fahrzeug-Rechenplattform
genutzt werden. Der Computer 22 ist zudem mit einem IrDA (Infrared Developers
Association)-Transceiver-Port 56 ausgestattet, der auf der Blende
48 zum Senden und Empfangen von Daten und Programmen unter Verwendung von
Infrarotsignalen angebracht ist. Die gesamte Blendeneinheit 48 verhält
sich als ein multifunktionales Peripheriegerät für die Rechenplattform.
Zum Laden einer Anwendung oder von Daten auf den Computer
22 legt der Fahrzeugnutzer eine CD oder Diskette – falls die Anwendung
nicht bereits auf der Festplatte enthalten ist – in das
entsprechende Laufwerk und das Betriebssystem lädt die Anwendung oder die Daten
davon herunter. Der Installationsvorgang kann automatisch durch das Betriebssystem
oder mit Unterstützung durch Befehlseingaben von dem Nutzer in Form von verschlüsselten
Sequenzen auf dem Tastenfeld 52 oder von verbalen Anweisungen unter Verwendung
des Spracherkennungsgeräts gehandhabt werden. Ein anderes Verfahren zum Laden
von Daten und Anwendungen oder zum Übertragen von Daten von/zu anderen Rechengeräten
ist durch die Verwendung des IrDA-Transceiver-Ports 56 gegeben.
Der Computer 22 kann visuelle Daten an das LCD
54 an der Blende oder an einen eigenständigen Monitor 24
ausgeben. Der Monitor 24 ist vorzugsweise eine kleine Flachbildschirm-Anzeige
(beispielsweise ein 6,4''-Bildschirm), die bewegbar auf einem Stativ oder Joch befestigt
ist und entfernt von dem Computer angeordnet ist. Der Monitor 24 ist voll
auf verschiedene Betrachtungspositionen anpassbar, die von dem Fahrer oder anderen
Passagieren in dem Fahrzeug gesehen werden können. Die Art der auf dem Monitor
dargestellten Daten können in einem weiten Bereich von Wortanweisungen bezüglich
der Fahrzeugfunktion über durch das Navigationssystem genutzte schematische
Richtungsangaben bis hin zu Videofilmen für die Unterhaltung innerhalb des
Autos reichen. Der Monitor 24 ist mit einem automatischen Umgehungsschalter
58 ausgestattet, der automatisch die Anzeige von irgendwelchen nicht auf
das Fahren bezogenen Daten deaktiviert, wenn sie durch den Fahrer betrachten werden
können. In dem Fall, dass der Monitor zum Betrachten durch den Fahrer positioniert
ist, werden lediglich die Informationen auf dem Monitor dargestellt, die unterstützend
und hilfreich für das Fahren sind (beispielsweise Diagnoseinformationen, Navigationsrichtungsangaben),
während ablenkende Informationen (beispielsweise Videofilme, Spiele) von der
Anzeige blockiert werden. In einer Implementierung ist der Schalter ein elektrischer
zylindrischer Schalter, der schließt, wenn die Anzeige durch den Fahrer betrachtet
werden kann. Dadurch kann die Software die Position der Anzeige erkennen und lediglich
die Darstellung von zulässigen Informationen erlauben.
Im Allgemeinen kann das Fahrzeug-Computersystem 20 genutzt
werden, um mehrere fahrzeugbezogenen Systeme auf einer Hardware- und Software-Architektur
für offene Plattformen zu integrieren. Beispielsweise kann das Fahrzeug-Computersystem
20 als ein Multimedia-Unterhaltungssystem, ein Navigationssystem, ein Kommunikationssystem,
ein Sicherheitssystem und ein Diagnosesystem dienen.
Darüber hinaus stellt das Fahrzeug-Computersystem 20
zusätzliche Funktionalität zur Verfügung, die traditionell mit Desktop-
oder Laptop-Personalcomputern in Verbindung gebracht werden. Beispielsweise kann
das Fahrzeug-Computersystem 20 Textverarbeitungsanwendungen, Tabellenkalkulationsanwendungen,
Datenbankanwendungen und Terminplan-/Zeitplananwendungen unterstützen. Des
Weiteren kann das Fahrzeug-Computersystem 20 zum Betreiben als ein Server
für andere Recheneinheiten in dem Fahrzeug ausgestaltet sein, um Spiele, Videofilme
und dergleichen an die Passagiere zu verteilen.
3 zeigt den Computer 22 gemäß einer
Implementierung der Erfindung. Der Computer 22 weist drei primäre
Module auf: ein Blendenmodul 60, ein Unterstützungsmodul
62 und ein Computer-Modul 64.
Unterstützungsmodul 62
Das Unterstützungsmodul 62 befindet sich in der stationären
Grundeinheit 46 ( 1), die in dem Fahrzeugarmaturenbrett
befestigt ist. Die Unterstützungseinheit 62 umfasst ein Energieversorgungs-Subsystem
66 und einen internen Bus 68 für den Computer 22.
Der interne Bus 68 weist einen ersten Anschlusssteckplatz 70 und
einen zweiten Anschlusssteckplatz 72 auf, die gemeinsamen Zugriff auf den
Bus von dem Blendenmodul 60 und dem Computer-Modul 64 aus zur
Verfügung stellen. Das Unterstützungsmodul 62 weist ebenso das
CD-ROM-Abspielgerät 38, ein Multimedia-Audio-Treiber 78,
Audioverstärker und Tonsteuerungsschaltkreise auf.
4 zeigt das Unterstützungsmodul detaillierter.
Das Energieversorgungs-Subsystem 66 leitet Energie von der Fahrzeugbatterie
ab und transformiert das Batteriespannungsniveau (beispielsweise 10 bis 16 Volt)
auf geeignete Spannungsniveaus für Chips (beispielsweise 3,3 bis 5 Volt) oder
auf eine Spannung, die zum Betrieben des CD-Abspielgeräts 38, Diskettenspeicherlaufwerks
40, Festplattenlaufwerks und anderer möglicherweise 12 Volt benötigender
Geräte ausreichend sind. Der interne Bus 68 umfasst vorzugsweise zwei
separate Busse: einen datenbezogenen Bus 200 (beispielsweise einen PCI-Bus)
und einen Radiobezogenen Bus 202 (beispielsweise einen I2C-Bus).
Der erste und zweite Anschlusssteckplatz 70, 72 umfassen das Daten-Bus-Interface
204 für den Bus 200 und das Radio-Bus-Interface
206 für den Bus 202. Der zweite Anschlusssteckplatz umfasst
ebenso einen Energieanschluss zur Energieversorgung des CPU-Moduls. Für das
Blendenmodul wird jedoch direkt Fahrzeugenergie aus der Fahrzeugbatterie bezogen
und an das Blendenmodul übergeben, das seinen eigenen Schaltkreis zur Spannungsregelung
aufweist.
Der Multimedia-Audio-Treiber 78 steuert die Audio-Tonanlage
des Fahrzeugs. Er ist zum Steuern des CD-ROMs 76 und der parallelen Ton-Controller
208 und 210 verbunden. Die aus dem CD-ROM-Laufwerk kommenden Audiodaten
können zum Eingeben in die parallelen Ton-Controller, die jeweils die Lautstärke,
Höhe, Bass und Balance für die vorderen und hinteren Lautsprecher steuern,
ausgewählt werden. Die Verwendung von zwei Ton-Controller-Chips ermöglicht
es, verschiedene Audioquellen auszuwählen und im vorderen und hinteren Bereich
des Fahrzeugs abzuspielen. Beispielsweise kann der Fahrer des Fahrzeugs auf Navigationsanweisungen
hören, während die Passagiere auf dem Rücksitz ihre Lieblingslieder
hören können.
Die Audiosignale werden durch einen Leistungsverstärker
212 verstärkt und durch ein System 214 aus vier Lautsprechern
in Stereoton konvertiert. Der Multimedia-Audio-Treiber 78 unterstützt
zudem einen Hilfsmikrofoneingang 216 und einen Hilfseingang mit Stereoklinkenstecker
218 zum Anschließen eines externen Bandlaufwerks, tragbaren Bandabspielgeräts
oder einiger anderer externer Tonquellen. Ein Spiele-/Joystick-Port 220
ist ebenso in dem Unterstützungsmodul 62 zur Verfügung gestellt
und mit dem Multimedia-Treiber 78 verbunden.
Blendenmodul 60
Mit Bezug auf 3 befindet sich das Blendenmodul
60 in/auf der abnehmbaren Blende 48 (1).
Das Blendenmodul 60 umfasst einen ersten Prozessor in Form eines DSP (digitaler
Signalprozessor) 80, wenngleich andere Arten von Prozessoren verwendet
werden können. Das Blendenmodul 60 umfasst ferner eine elektrische
Schnittstelle 82, die eine kompatible Verbindung mit dem ersten Anschlusssteckplatz
70 auf dem Unterstützungsmodul 62 herstellt, um Datenkommunikation
zwischen dem Blendenmodul und dem Unterstützungsmodul zu ermöglichen.
Das Blendenmodul 60 ist in erster Linie für Unterhaltung
und Kommunikation bestimmt. Wenn das Blendenmodul an das Unterstützungsmodul
gekoppelt ist, verwendet der DSP 80 den internen gemeinsam genutzten Bus
68 auf dem Unterstützungsmodul 62, um das CD-Abspielgerät
38 mittels des Multimedia-Audio-Chips 78 beim Abspielen von Musik-
oder Video-CDs zu steuern, und den Multimedia-Audio-Treiber 78 zum Optimieren
der Ton- und Videoqualität. Es sollte angernerkt werden, dass analoge oder
digitale Kassettenabspielgeräte oder andere Unterhaltungsabspielgeräte
das CD-Abspielgerät ersetzen oder zu dem System hinzugefügt werden können.
Das Blendenmodul 60 ist zudem mit einem Radioempfänger
84 ausgestattet, der Radiofunktionalität unterstützt. Der Radioempfänger
84 umfasst einen AM/FM-Empfänger, einen RBDS-Demodulator und einen
-Dekodierer zum Wiederherstellen der auf dem FM-Subträgerprogramm übertragenen
Informationen. Zusätzlich kann optional ein Mobiltelefon 85 oder ein
Hochfrequenzempfänger an der Blende angebracht werden. Das Blendenmodul
60 umfasst einen Audio-Analog/Digital-Wandler und -Digital/Analog-Wandler
(oder „CODEC") 86, der analoge Sprachsignale in Daten konvertiert,
die durch den DSP 80 abgetastet werden können. Der CODEC konvertiert
ebenso DSP-Abtastdaten in analoge Signale, die einen kleinen Lautsprecher ansteuern
können. Der CODEC 86 kann in Verbindung mit dem Mobiltelefon
85 dazu ausgestaltet sein, volle Mobiltelefonfunktionalität unabhängig
von dem Computer-Modul 64 zur Verfügung zu stellen oder als ein Fernbedienhandgerät
betrieben zu werden, das mit dem Computer-Modul 64 oder einem anderen Telefon
kommuniziert. Der CODEC 86 steuert ein Mikrofon 88 zum Empfangen
verbaler Eingaben und einen Lautsprecher 90 zum Ausgeben von Sprache. Ein
Energieanschluss 92 ist ferner auf dem Blendenmodul 60 bereitgestellt,
um die Verwendung einer externen Energiequelle (beispielsweise einem Mobiltelefon-Batteriepack
94) zu ermöglichen, wenn das Blendenmodul von der Grundeinheit abgenommen
ist, oder um die Fahrzeugbatteriespannung zu regeln, wenn das Blendenmodul an die
Grundeinheit angebracht ist.
5 zeigt das Blendenmodul 60 detaillierter.
Es weist sein eigenes Energieversorgungs-Subsystem 300 auf, das Energie
entweder von der Fahrzeugbatterie oder – in dem Fall, dass das Blendenmodul
von der Grundeinheit abgenommen ist – von einem Batteriepack erhält.
Das Energieversorgungs-Subsystem 300 der Blende wandelt das Eingangsspannungsniveau
auf ein geeignetes Chip-Spannungsniveau von 3,3 Volt oder 5,0 Volt.
Der DSP 80 weist ein SRAM 302 zur Datenspeicherung
und -pufferung und einen Flash-Speicher 304 zur Programm- und Sprachmusterspeicherung
auf. Dieser Flash-Speicher kann über den Datenbus und JTAG (Joint Test Action
Group)-Port 305 aktualisiert werden. Unter Verwendung des Sprachmusters
in dem Flash-Speicher 304 arbeitet der DSP 80 in Verbindung mit
dem CODEC 86 als ein Spracherkennungsgerät, das Sprachbefehle in Bezug
auf die gespeicherten Sprachmuster zum Bestimmen und Ausführen von Sprachbefehlen
aufnimmt und analysiert. In einigen Fällen wird die Anfrage an das CPU-Modul
– falls verfügbar – gesendet werden müssen.
Der DSP 80 ist mit einem FPGA (Field Programmable Gate Array)
306 verbunden, der den Datenfluss auf dem Blendenmodul koordiniert. Der
FPGA 306 ist mit dem Daten-Bus-Interface 308 und dem Radio-Bus-Interface
310 verbunden, die einen Teil des elektrischen Interfaces
82, das mit dem ersten Anschlusssteckplatz 70 auf dem Unterstützungsmodul
62 verbindet, bilden. Das Daten-Bus-Interface 308 stellt ebenso
eine Verbindung zu jeglichen internen in dem Blendenmodul 60 eingebetteten
Komponenten, wie beispielsweise dem Chipsatz 84 des Mobiltelefons, zur
Verfügung. Das Blendenmodul 60 weist zudem einen IrDA-Schnittstellen-Port
312 auf, der mit dem IrDA-Port 56 zum Obertragen der Daten zu
dem Computer-Modul 64 – wie nachstehend beschrieben – verbunden
ist. Diese IrDA-Schnittstelle 312 ist ebenso Teil des elektrischen Interfaces
82.
Der DSP 80 steuert ferner das Tastenfeld 52 und
die Anzeige 54 mittels des FPGA 306. Der DSP 80 scannt
und interpretiert die Eingaben von dem Tastenfeld 52. Die Eingabedaten
können auf den DSP 80 einwirken oder an das Computer-Modul
64 über das Daten-Bus-Interface 308 gesendet werden. Die
Anzeige 54 ist vorzugsweise ein hintergrundbeleuchtetes LCD, das durch
eine Hintergrundlicht-Schaltung 314 und einen Anzeigentreiber
316 angesteuert ist. Die Anzeige ist mittels eines Speichers auf einen
I/O-Bereich in dem DSP 80 für die direkte Steuerung durch den DSP
abgebildet. Zusätzlich kann das Computer-Modul 64 Befehle an den DSP
für eine indirekte Steuerung der Anzeigenressourcen und anderer DSP gesteuerter
Ressourcen senden. Ein auf dem Blendenmodul enthaltener Überwachungszeitgeber
318 erhält periodisch Resets durch den DSP. Falls es der DSP unterlässt,
diesen Zeitgeber zurückzusetzen, dann hat sich irgendetwas aufgehängt
und alle Ressourcen auf allen drei Modulen werden zurückgesetzt und die Einheit
erlangt wieder einen Standardzustand.
Das Blendenmodul weist einen AM/FM-Empfänger 320 auf,
der zum Empfangen eines Hochfrequenzsignals von einer Antenne 322 verbunden
ist. Die Antenne 322 kann eine Fahrzeugantenne oder eine separate entfernte
Antenne sein, die durch das Blendenmodul im von der Grundeinheit abgenommenen Zustand
genutzt wird. Das von dem Empfänger 320 empfangene Hochfrequenzsignal
wird durch einen Demodulator 324 demoduliert, um das Informationssignal
aus dem Trägersignal zurückzugewinnen. Das Informationssignal wird dann
durch einen Dekodierer 326 dekodiert und dem DSP 80 über
den FPGA 306 übergeben. Es sei angemerkt, dass die durch den Dekodierer
326 durchgeführte Dekodierfunktion alternativ durch eine in dem FPGA
306 enthaltene Logik durchgeführt werden kann. Der DSP übergibt
die Radiosignale über das Daten-Bus-Interface 308 an den Multimedia-Audiotreiber
in dem Unterstützungsmodul 62, um über die Tonanlage in qualitativ
hochwertigem Stereoton wiedergegeben zu werden.
Ein separater Mono-CODEC 86 ist ebenso zum Empfangen analoger
Tonsignale von dem Mikrofon 322 oder dem Empfänger 320 verbunden.
Der CODEC 86 stellt in Verbindung mit dem Mikrofon 88, dem Lautsprecher
90 und den Mobiltelefon oder dem Hochfrequenz-Transceiver Telekommunikationsfunktionalität
in dem Blendenmodul zur Verfügung. Ein Verstärker/Filter 332
und ein Lautsprechertreiber 334, die mit dem CODEC 86 verbunden
sind, sind zum Bereitstellen von hochwertiger Spracherkennung und -wiedergabe für
die Verwendung gegen Fahrzeug- und Umgebungsgeräusche optimiert. Der CODEC
86 kann ebenso zum Bereitsstellen von Sprachbefehlen für den DSP
80 über den FPGA 306 genutzt werden. Der DSP 80
ist zum Erkennen bestimmter Sprachbefehle unter Verwendung eines in dem Flash-Speicher
304 gespeicherten Sprachmusters programmiert.
Das Blendenmodul 60 kann von der Grundeinheit getrennt und
als ein tragbares Hochfrequenzgerät für sowohl Radioempfang als auch Telekommunikation
mit dem optionalen Mobiltelefon-Modul oder Hochfrequenz-Transceiver-Modul eingesetzt
werden. Wie in 5 dargestellt ist das Mobiltelefon-Modul
85 mit dem Daten-Bus-Interface 308 und einer Antenne
87 zum Bereitstellen von Telekommunikation verbunden. 6
zeigt das Blendenmodul 60 in von der Grundeinheit abgenommenem Zustand
und verbunden mit einem gebräuchlichen Batteriepack 350 und einer
Mobiltelefon-Hochfrequenz-Transceiver- und -Antenneneinheit 52. Das Blendenmodul
60 kann Radio in Monoklang unter Verwendung des Lautsprechers
90 wiedergeben und Telekommunikation direkt mit einem zellularen Netzwerk
oder indirekt über die Grundeinheit zur Verfügung stellen. Zusätzlich
kann ein tragbares Hochfrequenzgerät Unterstützung von Funktionen wie
Paging, Sprachaufzeichnung und Sprachwahl zur Verfügung stellen.
Computer-Modul 64
Das Computer-Modul 64 kann sich in der im Armaturenbrett
angebrachten Grundeinheit 46 oder an einer separaten Stelle befinden und
umfasst einen zweiten Prozessor in Form eines Mikroprozessors 100, wie
beispielsweise einen Intel® 486 Mikroprozessor. Das Computer-Modul
64 ist als ein Einsteck-Motherboard mit einem elektrischen Interface
402 ausgestaltet, das eine kompatible Verbindung mit dem zweiten Anschlusssteckplatz
72 auf dem Unterstützungsmodul 62 herstellt. Im eingesteckten
Zustand hat das Computer-Modul 64 Zugriff auf den internen gemeinsam genutzten
Bus 68. Auf diese Weise teilen sich das Blendenmodul 60, das Unterstützungsmodul
62 und das Computer-Modul 64 alle den gleichen internen Bus
68 zum Kommunizieren untereinander. Das Computer-Modul 64 bezieht
Energie aus dem Energieversorgungs-Subsystem 66 auf dem Unterstützungsmodul
62.
Auf dem Mikroprozessor 100 läuft ein Betriebssystem
für offene Plattformen, wie beispielsweise Windows 95®, Windows
NT® oder andere von Windows® abgeleitete Betriebssysteme
der Microsoft Corporation. Das Betriebssystem ist auf einem Festplattenlaufwerk
104 (beispielsweise > 200 MBytes) gespeichert. Das Computer-Modul
64 unterstützt jegliche Vielfalt von Anwendungen, die der Fahrzeugnutzer
wünschen könnte. Diese Anwendungen können ebenso auf dem Festplattenlaufwerk
104 oder einem entfernbaren Speichermedium, wie beispielsweise einer CD-ROM,
Kassette, CD-Wechsler oder Diskette gespeichert sein. Ein DRAM 105 (beispielsweise
8 MBytes) und Flash-Speicher (beispielsweise 512 kBytes) sind in dem Computer-Modul
zum Unterstützen des Mikroprozessors 100 beim Ausführen des Betriebssystem
und der geladenen Anwendungen eingesetzt.
Wenn der Nutzer ein Programm auf dem Computer-Modul 64 installieren
möchte, führt er/sie eine Diskette in das Diskettenlaufwerk
40 oder eine CD-ROM in das CD-Laufwerk 38 ein. Das Betriebssystem
erkennt das neue Speichergerät und initiiert die Installationsvorgänge.
BIOS-Erweiterungen sind bei dem Betriebssystem gespeichert, um das Booten von der
CD-ROM oder dem Diskettenlaufwerk FDD (Floppy Disk Drive) zu ermöglichen. Das
Computer-Modul 64 weist einen CD-ROM-Treiber 108 und einen Disketten-Treiber
110 jeweils zum Steuern des CD-Abspielgeräts 38 oder des
Diskettenlaufwerks 40 während dieser Leseoperation auf. Falls die
Programmdaten auf der CD enthalten sind, werden sie von dem CD-ROM-Laufwerk
38 über den MM-Chip 78 auf den Bus 68 auf dem Unterstützungsmodul
62 und dann über die Interface-Verbindung 72/102
an den Mikroprozessor 100 und den RAM 106 auf dem Computer-Modul
64 übertragen. Falls die Daten auf der Diskette enthalten sind, werden
die Daten dann direkt über das auf dem Computer-Modul enthaltenen FDD-Interface
übertragen. Wie oben bemerkt, können die Daten auch über den IrDA-Port
56 auf dem Blendenmodul eingegeben werden. Derartige Daten werden über
die Blenden-/Unterstützungsmodul-Kopplung 70/82, den gemeinsam
genutzten Bus 68 (oder getrennte Leitung) und die Unterstützungs-/Computer-Modul-Kopplung
72/102 zu dem auf dem Computer-Modul enthaltenen IrDA-Interface-Schaltkreis
111 übertragen.
Das Computer-Modul 64 weist ein Navigationssystem
112 auf, das sowohl einen GPS (Global Positioning System)-Empfänger
als auch eine Kartenanwendung, wie beispielsweise AutomapTM, ein von
der Microsoft Corporation hergestelltes Programm, umfasst. Ein Sicherheitssystem
114 ist in dem Computer-Modul 64 zum Verwalten der Fahrzeugsicherheit
zur Verfügung gestellt. Das Sicherheitssystem 114 überwacht die
Sicherheitssensoren 26 (1) gegenüber
jeglicher potentiellen Bedrohung durch Diebstahl oder Vandalismus. Das Sicherheitssystem
114 ist mit Aktuatoren, die Türen ver-/entriegeln und Fenster schließen/öffnen,
und mit einem Alarm verbunden, der bei Detektion von ungewünschten Eingriffen
aktiviert werden kann.
Ein OBD (On Board Diagnostic)-Interpretierer 116 ist in dem
Computer-Modul zum Kommunizieren mit dem in dem Fahrzeug durch den Hersteller eingebauten
OBD-System zur Verfügung gestellt. Der OBD-Interpretierer 116 interpretiert
die empfangenen Statusdaten und stellt funktionsbezogene Informationen von dem OBD-System
des Fahrzeugs dem Mikroprozessor 100 zur Verfügung. Ebenso können
dem Interpretierer Befehle zur Verfügung gestellt werden, die das Steuern von
nicht kritischen Systemen in dem Auto erlauben.
Das Computer-Modul 64 umfasst zudem mindestens einen Flachbildschirm-Anzeigen-Controller
118 zum Steuern des Flachbildschirms 24. Ein doppelter PC-Card-Sockel
44 ist zum Unterstützen von zwei PC-Cards vom Typ II oder einer PC-Card
vom Typ III bereitgestellt. Derartige Karten könnten als zusätzlicher
Speicher, Modems, Netzwerkadapter oder andere Komponenten ausgestaltet sein. Das
Computer-Modul 64 weist ebenso einen SmartCard-Leser 42 auf, der
SmartCards (d. h. Plastikkarten mit einer darauf angeordneten integrierten Schaltung)
akzeptiert. Die SmartCards können als ein Schlüssel für das Fahrzeug
programmiert sein, um eine verschlüsselte Fahreridentifikation zu enthalten,
die das Sicherheitssystem zum Authentifizieren des Fahrers nutzt, bevor das Fahrzeug
gestartet werden kann, und können zum Behalten von Konfigurationsprofilen eines
Fahrzeugsfahrers programmiert sein. In dem Fall, dass der Mikroprozessor die Identifikation
auf der Smartcard nicht erkennt, kann das Sicherheitssystem den Alarm aktivieren
oder andere Vorsichtsmaßnahmen zum Verhindern von Diebstahl durch unautorisierte
Benutzer vornehmen. Für zusätzliche Sicherheit könnte ein Fahrer
auch zur Eingabe einer PIN (Personal Identification Number) unter Verwendung des
Tastenfelds 52 auf der Blende aufgefordert werden.
Das Computer-Modul umfasst ferner Erweiterungssteckplätze
124, um eine Vielfalt von Peripheriegeräten zu unterstützen.
Beispielsweise kann das Computer-Modul 64 zusätzliche Peripherie mittels
des Erweiterungssteckplatzes unterstützen, wie beispielsweise einen USB (Universal
Serial Bus), analoge Ein-/Ausgänge, einen Hochfrequenztransceiver, ein Mobiltelefon/-modem,
eine Anzeige, eine Bandabspielgerät, einem MPEG-Video-/Audio-Dekodierer, einen
Fernsehempfänger, ein Gyroskop, eine Tastatur, eine Maus, einen Joystick und
eine Docking-Station.
7 zeigt das Computer-Modul 64 detaillierter.
Der Mikroprozessor 100 ist mit dem Buscontroller
400, beispielsweise einem PCI-Bus-Controller, verbunden. Der Bus-Controller
400 ist mit dem Daten-Bus-Interface 402 und den Erweiterungssteckplätzen
124 verbunden. Zusätzlich unterstützt der Bus-Controller
400 direkt das Festplattenlaufwerk 104. Ein DRAM 105
(beispielsweise 8 MByte) und Flash-Speicher 106 (beispielsweise 512 kByte)
stellen Daten- und Cache-Speicher für den Mikroprozessor zur Verfügung.
Der Mikroprozessor 100 verwaltet den Flachbildschirm-Anzeigen-Controller
118 mit Videospeicher 408 (beispielsweise 512 kByte), um von dem
Bus-Controller 400 empfangene visuelle Anzeigedaten auf der Flachbildschirm-Anzeige
24 (1) auszugeben.
Ein FPGA 410 ist mit dem Bus-Controller 400 verbunden
und wird durch den Mikroprozessor 100 gesteuert. Der FPGA 410
ist mit dem Navigationssystem 112 und dem OBD-Interpretierer
116 verbunden. Der GPS-Empfänger 112 ist mit der GPS-Antenne
113 zum Empfangen der Hochfrequenzsignale aus dem sattelitenbasierten GPS
verbunden. Die GPS-Antenne 113 ist wegen der unterschiedlichen Wellenlängen
von der AM/FM-Antenne 322 (5) und der Mobiltelefon-Antenne
87 (5) getrennt. Jedoch können in einer
anderen Implementierung die GPS-Antenne 113 und die Mobiltelefon-Antenne
87 als zwei Antennenelemente in einem Gehäuse verpackt sein. Das Navigationssystem
112 kann unter Verwendung eines GPS-Chipsatzes, der von Trimble Navigation,
Rockwell International, Phillips Semiconductor oder anderen hergestellt wird, implementiert
sein. Der OBD-Interpretierer 116 ist mit einem OBD-Interface
412 verbunden, das mit dem Diagnosesystem des Fahrzeugherstellers verbunden
ist.
Der Bus-Controller 400 unterstützt einen PC-Card-Controller
414, der zwei PC-Card-Sockel 416 und 418 verwaltet. Der
erste PC-Card-Sockel 416 nimmt eine PC-Card vom Typ II auf, wenn keine
Karte vom Typ III in dem zweiten Sockel vorhanden ist, und der zweite PC-Card-Sockel
418 nimmt entweder eine PC-Card vom Typ II oder vom Typ III auf. Der FPGA
410 ist ferner mit einem SmartCard-Leser 42 und einem IrDA-Interface
420 über den IrDA-Schaltkreis 111 verbunden. Das IrDA-Interface
420 ist zum Empfangen und Senden von Daten über Infrarotsignale unter
Verwendung des IrDA-Ports 56 auf der Blende verbunden. Der FPGA weist einen
DUART- oder andere Seriell/Parallel-Wandler auf, um rudimentäre Umwandlung
von aus der SmartCard oder dem Infrarot-Trägersignal empfangenen seriellen
Datenströmen auf einen durch den Mikroprozessor nutzbaren Datensatz durchzuführen.
Das Computer-Modul 64 ist mit einer zweiten Radio-Empfängereinheit
bestehend aus einem zum Empfangen eines Hochfrequenzsignals von der Antenne
34 verbundenen AM/FM-Empfänger 422, einem Demodulator
424 und einem Dekodierer 426 ausgestattet ist. Die zweite Radio-Empfängereinheit
kann zum Empfangen von Radiosignalen für das zeitgesteuerte Aufnehmen von Radioprogramm
für die spätere Wiedergabe genutzt werden. Zusätzlich kann der zweite
Radioempfänger zum Empfangen von sowohl den FM-Subträger als auch dem
Audioprogramm des primären FM-Kanals abgestimmt sein. Derartige FM-Subträger
könnten Informationen bezüglich Wetter, Nachrichten, Sport, Finanzen,
Verkehr, Paging oder andere Informationen tragen. Mit zwei Radio-Empfängereinheiten
(d. h. einer in dem Blendenmodul und einer in dem Computer-Modul) kann das Computersystem
sowohl den primären Kanal als auch gleichzeitig die Subkanäle empfangen.
Ein Radio-Bus-Interface 428 wird zum Verbinden der zweiten Radio-Empfängereinheit
mit dem FPGA 410 genutzt, der dann die Daten auf digitale Daten für
die Übertragung über den Daten-Bus (beispielsweise PCI-Bus) an den Multimedia-Audio-Treiber
und die Tonanlage auf dem Unterstützungsmodul 62 umwandelt.
Ein analoger Ein-/Ausgang 430 und Konverter 432
sind optional auf dem Computer-Modul 64 zum Bereitstellen eines analogen
Eingangs-Ports für den Computer zur Verfügung gestellt und werden als
Interface zu dem Sicherheitssystem verwendet. Die Sicherheitssensoren
26 (1) sind mit den analogen Eingängen
430 verbunden, während die Aktuatoren, die Türen ver-/entriegeln
und Fenster schließen/öffnen, und ein Alarm durch die analoge Ausgänge
430 betrieben werden.
Das hier beschriebene modulare Fahrzeug-Computersystem bietet eine
einzigartige Flexibilität, um kundenspezifisch gemäß dem Geschmack
und den Vorzügen jedes einzelnen Fahrzeugbesitzers ausgestaltet zu sein. Es
gibt drei primäre Konfigurationen des modularen Fahrzeug-Computersystems: ein
tragbares Hochfrequenzgerät, ein Unterhaltungs-/Kommunikationssystem und ein
voll betreibbares Computersystem, das Kommunikation und Unterhaltung unterstützt.
Konfiguration 1: Tragbares Hochfrequenzgerät
In dieser ersten Konfiguration ist das Blendenmodul 60 von
der Grundeinheit abgenommen und elektrisch von dem Anschlusssteckplatz
70 des Unterstützungsmoduls getrennt, um als ein tragbares Hochfrequenzelektronikgerät
betrieben zu werden. In diesem Modus arbeitet das Blendenmodul 60 mittel
des einzelnen Lautsprechers 90 als eine tragbare Radioeinheit mit Monoklang.
Das Blendenmodul 60 kann auch unter Verwendung des CODECs 86,
des Mikrofons 88 und des Lautsprechers 90 für Sprachein-/ausgaben
und unter Verwendung des Tastenfelds 52 oder der Sprache zum Wählen
von Nummern als ein tragbares Telekommunikationsgerät dienen. Zusätzlich
kann das Blendenmodul aufgrund des Hochfrequenzempfängers
und unter Verwendung der RBDS-Informationen über den FM-Subträger als
ein Pager fungieren, um Nachrichten zu empfangen, die als Sprachnachrichten gespeichert
oder auf dem LCD 54 dargestellt werden können. Auch Sprache kann durch
den Nutzer aufgenommen und in dem Flash-Speicher der Blende gespeichert werden.
Konfiguration 2: Fahrzeugunterhaltungs-/-System
In dieser zweiten Konfiguration ist das Blendenmodul 60 an
der Grundeinheit angebracht und elektrisch mit dem Anschlusssteckplatz
70 zum Kommunizieren mit dem Unterstützungsmodul 62 verbunden.
Das Computer-Modul ist jedoch von der Grundeinheit entfernt. In dieser Anordnung
arbeitet die Doppelmodul-Einheit als ein Unterhaltungs-/Kommunikationssystem dahingehend,
dass es all die Funktionalität gebräuchlicher Autostereoanlagen zur Verfügung
stellt, während optional Telekommunikationsfunktionalität integriert ist.
Der DSP 80 in dem Blendenmodul 60 steuert das AM/FM-Radio, das
CD-ROM-Laufwerk und das Multimedia-Audio-Laufwerk. Der Fahrzeugnutzer kann CDs abspielen
oder eine Lieblings-Radiostation einstellen und qualitativ hochwertigen Stereoklang
hören. Zusätzlich kann der Nutzer in der gleichen Art und Weise wie bei
dem tragbaren Blendenmodul Telefonanrufe empfangen und initiieren, Seiten empfangen
oder Sprachnachrichten aufnehmen. Eine zusätzliche Annehmlichkeit besteht darin,
dass all diese Fähigkeiten sprachaktiviert sind, um Fahrumgebung mit freien
Händen und Augen zu erhalten.
Konfiguration 3: Volles Computemystem
In der dritten Konfiguration sind sowohl das Blendenmodul
60 als auch das Computer-Modul 64 mit dem Unterstützungsmodul
verbunden. Die Drei-Module-Anordnung bildet ein volles Computersystem, das zum Unterstützen
eines weiten Feldes von Anwendungen (beispielsweise Navigation, Sicherheit, Diagnose)
ebenso wie Kommunikation in der Lage ist. Zusätzlich stellt die Drei-Module-Konfiguration
ein erweitertes Unterhaltungssystem zur Verfügung, das sowohl Audio als auch
Video ebenso wie einen zweiten Empfänger zum Empfangen von Finanz-, Wetter-
und anderen Nachrichten auf den FM-Subträgern mittels REDS bietet.
Wenn beide Verarbeitungsmodule mit dem Unterstützungsmodul verbunden
sind, arbeitet der Mikroprozessor 100 auf dem Computer-Modul
64 als der Master-Prozessor mit voller Kontrolle über den gemeinsam
genutzten Bus 68 und die gemeinsam genutzten Ressourcen. Der DSP
80 in dem Blendenmodul fungiert als ein Slave-Prozessor. Diese Hierarchie
wird einfach durch Einstecken des Computer-Moduls in das Unterstützungsmodul
hergestellt, was den DSP in einen Slave-Modus versetzt. Der DSP wird zur Audio-Signalverarbeitung
für erweiterten Stereoklang, zum Scannen des Tastenfelds 52, zum Exportieren
visueller Daten an das LCD 54, zum Kontrollieren des Empfängers in
der Blende und zum Durchführen von Spracherkennung degradiert. Als ein Ergebnis
wird das Blendenmodul 60 als ein Peripheriegerät auf dem gemeinsam
genutzten Bus 68 behandelt, das durch das Computer-Modul 64 gesteuert
wird, wobei das Tastenfeld 52, LCD 54, Kommunikations-CODEC
86 und Empfänger in der Blende als Ein-/Ausgangs-Peripheriegeräte
dienen, auf die mittels Register in dem Blenden-FPGA zugegriffen wird.
Das Blendenmodul 60 kann entfernt werden, während das
Computer-Modul 64 eingeschaltet ist. Mit dem Verlust dieser Peripheriegeräte
verliert das Computer-Modul 64 einige Funktionalität und einige durch
den DSP erweiterte Audio-Qualitäten. Das Computer-Modul 64 unterstützt
jedoch nach wie vor viele Anwendungen, einschließlich Sicherheit, Diagnose,
Navigation, Paging und andere Anwendungen.
Es sei ferner angemerkt, dass aus Sicherheitsgründen oder zum
Einstecken des Computers in eine Docking-Station in der Wohnung oder dem Büro
des Nutzers das gesamte Fahrzeug-Computersystem aus der Grundeinheit entfernt werden
kann.
Mit einer Docking-Station kann der Nutzer verschiedene Programme für
den Fahrzeuggebrauch installieren oder konfigurieren oder einfach das Computer-Modul
als tragbaren Computer benutzen.
Systemsoftware
Wie oben bemerkt läuft auf dem Fahrzeug-Computersystem ein Betriebssystem
für offene Plattformen, wie beispielsweise Windows 95®, Windows
NT® oder abgeleitete Versionen von Windows®. Es
gibt etliche Anwendungen, die durch das Betriebssystem unterstützt werden.
Diese Anwendungen umfassen eine Navigationsanwendung, eine Sicherheitsanwendung
und eine „Radio auf Anforderung"-Anwendung (Programmaufzeichnung und -wiedergabe
basiert auf Radioprogrammattribute wie beispielsweise Zeit oder Inhalt), eine Paging-Anwendung
und ein Blenden-Nutzer-Interface. Die Anwendungen können auf dem Festplatten-Laufwerk
oder auf CD-ROMs, die in das CD-ROM-Laufwerk eingeführt werden, gespeichert
sein.
Das Fahrzeug-Computersystem implementiert ebenso etliche APIs (Application
Program Interface), die bestimmte Funktionalität zum Unterstützen der
verschiedenen Anwendungen bieten. Beispielhafte APIs umfassen ein Positions- und
Navigations-API, ein SmartCard- und Kryptografie-API, ein Diagnose-API, Radio-/Fernseh-Empfänger-API
und analoge Ein-/Ausgangs-API.
Diese Anwendungen und APIs sind fahrzeugbezogen. Andere Anwendungen,
die nicht fahrzeugbezogen sind, können ebenso auf den Computer geladen werden.
Derartige Anwendungen könnten eine Bank-/Finanzanwendung umfassen, wie beispielsweise
MoneyTM der Microsoft Corporation, um den Benutzer bei Bankgeschäften
von unterwegs zu unterstützen. Es könnte auch Videoanwendungen geben,
die die Darstellung von Videofilmen und -spielen im Auto ermöglichen. Im Wesentlichen
kann das Fahrzeug-Computersystem jegliche Anwendungen unterstützen, die auf
dem Betriebssystem für offene Plattformen laufen, was viele und verschiedenartige
sind.
Fahrzeugnetzwerk
8 zeigt ein Fahrzeug-Computernetzwerk-System
500, das für ein Fahrzeug 502 entworfen wurde. In dieser
beispielhaften Darstellung ist das Fahrzeug 502 ein Minivan oder ein Geländewagen,
der Platz für sieben Insassen bietet. Das System 500 weist eine Server-Recheneinheit
504 auf, die an einer ersten Stelle des Fahrzeugs 502 angeordnet
ist. Vorzugsweise ist diese Server-Recheneinheit 504 als oben beschriebener
und in das Fahrzeugarmaturenbrett oder einer anderen geeigneten Stelle angebrachter
Computer 22 implementiert. Auf der Server-Recheneinheit 504 läuft
ein Server-Betriebssystem, wie beispielsweise Windows NT®.
Ein Massenspeichergerät oder Datenbank 506 ist bei der
Server-Recheneinheit 504 zum Speichern von Daten zur Verfügung gestellt.
In einer Implementierung umfasst das Speichergerät 506 die auf einer
CD gespeicherten Daten und Programme, die unter Verwendung des CD-ROM-Laufwerks
der Server-Recheneinheit gelesen werden können. Alternativ kann das Speichergerät
504 als ein Festplattenlaufwerk oder ein Bandspeicher implementiert sein.
Ein Datennetzwerk 508 ist überall in dem Fahrzeug
502 angeordnet, um Verbindungs-Ports an verschiedenen von der Server-Recheneinheit
504 entfernten Stellen zur Verfügung zu stellen. Hier sind Verbindungs-Ports
510 an jedem der fünf hinteren Passagiersitze zur Verfügung gestellt.
Das Fahrzeug-Computernetzwerk-System 500 weist eine oder
mehrere Client-Recheneinheiten 512 auf, die mit einem kompatiblen Schnittstellenadapter
für den Netzwerkverbindungs-Port 510 ausgestattet sind. Sobald die
Client-Recheneinheit 512 mit dem Netzwerk verbunden ist, kann sie Daten
und Programme von dem zentralen Speichergerät 506 über die Server-Recheneinheit
504 empfangen. Die Client-Verarbeitungseinheit 512 weist vorzugsweise
einen visuellen Anzeigebildschirm und eine Audio-Sound-Karte zum Bereitstellen von
Multimediaunterhaltung auf.
Gemäß dieser Anordnung kann die Server-Recheneinheit
504 Unterhaltung innerhalb des Autos für die Passagiere zur Verfügung
stellen. Beispielsweise kann einem Passagier ein Film gezeigt werden, indem eine
Video-CD in das CD-ROM-Laufwerk 506 bei der Server-Recheneinheit
504 eingelegt wird. Die zentrale Recheneinheit wird ein Video-Server, der
Video über das Datennetzwerk 508 an die Client-Verarbeitungseinheiten
512 verbreitet. Andere Arten der Unterhaltung umfassen Spiele und Musik.
Das Netzwerksystem kann dahingehend interaktiv ausgestaltet sein,
dass die Client-Recheneinheiten 512 gewisse Unterhaltung von der Server-Recheneinheit
504 anfordern können. Als Beispiel sei angenommen, dass eine Spiele-CD
mit mehreren Spielen in das CD-ROM-Laufwerk geladen ist. Ein Passagier möchte
ein Kampf-Videospiel spielen, während ein anderer Passagier Computerschach
spielen möchte. Jede Client-Recheneinheit kann das entsprechende Spiel von
der Server-Recheneinheit anfordern, die die Spiele abruft und sie an die anfragenden
Client-Recheneinheiten verbreitet.
Es ist zu verstehen, dass die Erfindung nicht auf die bestimmten beschriebenen
Merkmale beschränkt ist, da die hier offenbarten Mittel beispielhafte Formen
der Umsetzung der Erfindung umfassen.