VERFAHREN ZUR SIGNALVERARBEITUNG FÜR EIN GRUPPEANTENNENSYSTEM MITTELS EINES EIGENVEKTORS DER MIT DEM HÖCHSTEN EIGENWERT EINER AUTOKORRELATIONMATRIX VON EMPFANGENEN SIGNALEN ÜBEREINSTIMMT
Anmelder
SAS Technologies Co. Ltd., Seoul/Soul, KR; SK Telecom Co., Ltd., Seoul, KR
Erfinder
CHOI, Seung Won, Dobong-ku Seoul 132-034, KR; LEE, Hyeong Bae Dept. Electronic Communic, Seongdong-ku Seoul 133-791, KR
Diese Erfindung betrifft eine Signalverarbeitungstechnik für
drahtlose Kommunikationssysteme und insbesondere ein Signalverarbeitungsverfahren
zur Reduzierung von Stör- und Rauscheffekten durch Echtzeitkontrolle von Strahlmustern
in einem ein Antennenarray benutzenden Kommunikationssystem.
Hintergrund der Erfindung
Im Allgemeinen wird ein von einem bestimmten Transmitter übertragenes
Ausgangssignal (nachfolgend einfach als „gesuchtes Signal" bezeichnet) am
Empfangsgerät immer zusammen mit einer Mehrzahl von Störsignalen empfangen.
Da das Verzerrniveau in einem Telekommunikationssystem vom Verhältnis zwischen
der Leistung des gesuchten Signals und der Gesamtleistung aller Störsignale
bestimmt wird, kann die Verzerrung des Kommunikationssystems, selbst wenn das Niveau
des gesuchten Signals viel höher liegt als das jedes einzelnen Störsignals,
ein ernstes Problem darstellen, wenn die Gesamtleistung aller Störsignale proportional
steigt, weil die Anzahl der Störsignale entsprechend hoch ist. In herkömmlichen
Telekommunikationssystemen machen es Störsignale sehr schwer, einem gesuchten
Signal Informationen zu entnehmen.
Obwohl man ein Antennenarraysystem als Gegenmaßnahme zur Verbesserung
der durch die Störsignale verursachten Probleme in Erwägung gezogen hat,
wurde noch kein praktisches Verfahren zur Synthetisierung des Antennenarraysystems
in einem tatsächlichen Telekommunikationssystem, insbesondere für Mobilfunksysteme,
vorgeschlagen. Die Probleme beim Einsatz herkömmlicher, auf dem Eigenzerlegungsverfahren
basierender Antennenarraysysteme, sind hauptsächlich auf Ihre Komplexität
und Arbeitsgeschwindigkeit zurückzuführen, die für die Echtzeitverarbeitung
in Telekommunikationssystemen zu groß ist.
Die herkömmliche Technik für das Antennenarraysystem wurde
in folgenden Arbeiten vorgestellt:
[1] M. Kaveh und A. J. Barabell, „The Statistical Performance of the
MUSIC and Minimum-Norm Algorithms for Resolving Plane Waves in Noise," IEEE Trans.,
Acoust., speech and signal process., Bd. ASSP-34. S. 331–341, April 1986,
[2] T. Denidni und G. Y. Delisle. „A Nonlinear Algorithm for Output Power
Maximization of an Indoor Adaptive Phased Array," IEEE Electromagnetic Compatibility,
Bd. 37, Nr. 2, S. 201–209, Mai 1995,
[3] B. G. Agee, S. V. Schell und W. A. Gardner, „Spectral Self-Coherence
Restoral: A New Approach to Blind Adaptive Signal Extraction Using Antenna Arrays,
Proc. of IEEE, Bd. 78, Nr. 4, S. 753–767, April 1990.
Die Probleme bei den meisten herkömmlichen Verfahren zur Entwicklung
von Antennenarraysystemen sind, dass sie erstens mit Ausnahme des unter [3] genannten
Verfahrens grundsätzlich einige Kenntnisse über den Standort des gesuchten
Signals erfordern, und dass sie zweitens so viele Berechnungen erfordern, das eine
Echtzeitverarbeitung nicht durchgeführt werden kann. Insbesondere wenn der
Einfallwinkel des gesuchten Signals oder die Gesamtzahl aller Signalquellen unbekannt
ist, wird der erforderliche Rechenaufwand sogar noch größer, was es unmöglich
macht, herkömmliche Verfahren zur Synthetisierung des Antennenarraysystems
für praktische Signalumgebungen wie den Mobilfunk zu verwenden.
Eine weitere unerwünschte Eigenschaft der meisten herkömmlichen
Verfahren zur Entwicklung von Antennenarraysystemen ist, dass die Leistung und/oder
die Komplexität des auszuführenden Systems durch die Abhängigkeit
und/oder die Kreuzkorrelation zwischen dem gesuchten Signal und den Störsignalen
beeinträchtigt wird. Das bedeutet, dass das Antennenarraysystem oft zusätzlichen
Aufwand erfordert, wenn die Signale vollständig oder teilweise voneinander
abhängig sind, so dass das resultierende System für die Echtzeitverarbeitung
zu komplex wird, was insbesondere für den Mobilfunk von großer Bedeutung
ist. Andere herkömmliche Verfahren, wie das unter [3] gezeigte, funktionieren
überhaupt nicht, wenn das gesuchte Signal nicht durch eine besondere Frequenztrennung
in einem geeigneten Zeitabstand aus den Störsignalen extrahiert werden kann.
Das Patent US 4,513,383 beschreibt
ein Verfahren zur Trennung von Funkfrequenzen, die auf ein Array von Antennenelementen
einfallen. Das Verfahren mappt die Eingangssignale auf separate Ausgangssignale.
Sowohl von den Eingangs- als auch von den Ausgangssignalen werden Gewichtungen abgeleitet.
Die Gewichtungen werden geglättet und normalisiert und dann mit den Eingangssignalen
verbunden, um die getrennten Ausgangssignale zu berechnen. Es ist ein Nachteil von
US 4,513,383, dass Gewichtungen sowohl von
den Eingangs- wie von den Ausgangssignalen abgeleitet werden müssen.
Diese Erfindung stellt eine neue Signalverarbeitungstechnologie vor,
die ein Antennenarraysystem entwickelt, das ein gutes Strahlmuster liefert, dessen
maximaler Gewinn in Richtung des gesuchten Signals liegt und das den Gewinn in den
Richtungen von Störsignalen auf relativ viel niedrigerem Niveau hält.
Unter Annahme, dass der Wert des gesuchten Signals ausreichend größer
ist als jedes der einzelnen Störsignale, erzeugt die vorgeschlagene Technik
das gesuchte Strahlmuster ohne irgendwelche Kenntnisse über das gesuchte Signal
oder über die Störsignale zu erfordern. Ein weiterer wichtiger und interessanter
Aspekt der vorgeschlagenen Technik ist, dass der erforderliche Gesamtrechenaufwand
so gering ist, dass die optimalen Parameter des Antennenarraysystems auf Echtzeitbasis
erstellt werden. Das Signalverarbeitungsgerät, welches das Strahlformungsmodul
des in dieser Erfindung vorgestellten Antennenarraysystems darstellt, kann nämlich
leicht mit Hilfe eines normalen, handelsüblichen Digitalsignalprozessors implementiert
werden.
Die Hauptaufgabe dieser Erfindung besteht darin, ein neues Signalverarbeitungsverfahren
zur Entwicklung eines Strahlformungsmoduls eines Antennenarraysystems vorzustellen,
um dieses für die Basisstation eines Mobilfunksystems zum Empfangen und Übermitteln
des Signals jedes Abonnenten in einer Funkzelle mit einen gutem Strahlmuster zu
verwenden, das einzeln für jeden Abonnenten der Funkzelle bereitgestellt wird.
Die vorgeschlagene Technik kann ebenfalls für andere Signalumgebungen wie WLL
(drahtloser Teilnehmeranschluss) und andere Fest- und Mobilfunksysteme verwendet
werden.
Offenbarung der Erfindung
Um die oben genannten Probleme zu lösen, ist es eine Aufgabe
der vorliegende Erfindung, ein Signalverarbeitungsverfahren bereitzustellen, das
durch Reduzierung von Störungs- und Rauscheffekten mittels eines guten Strahlmusters
die Kommunikationsqualität verbessert und die Kommunikationskapazität
erhöht. Das in dieser Erfindung vorgestellte Signalverarbeitungsverfahren stellt
ein Strahlmuster durch Berechnung eines Eigenvektors bereit, der dem maximalen Eigenwert
einer Autokorrelationsmatrix empfangener Signale in einem Antennenarraysystem entspricht.
Das Signalverarbeitungsverfahren stellt eine vereinfachte Rechentechnik zur Erzeugung
eines guten Strahlmusters vor, dessen maximaler Gewinn in der Richtung des gesuchten
Signals liegt und das den Gewinn in Richtung der Störsignale auf möglichst
niedrigem Niveau hält.
Zur Lösung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren
zur Signalverarbeitung zwecks Minimierung von Störungen und Reduzierung von
Rauscheffekten durch Kontrolle von Strahlmustern eines über ein Antennenarray
verfügendes Telekommunikationssystems beschrieben, das folgende Schritte umfasst:
(a) Festlegen eines Ausgangs-Schätzvektors v(0) mit einem Ausgangs-Signalvektor
x(0), Festlegen eines Ausgangs-Gewichtungsvektors w(0) mit genanntem normalisierten
Schätzvektor v(0) und Festlegen eines Ausgangs-Snapshotindex n = 1 (21,
31); (b) Empfangen eines neuen Signalvektors x(n) am gegenwärtigen
Snapshot (22, 32); (c) Aktualisieren des genannten Schätzvektors
v(n – 1) ausgehend vom neuen Signalvektor x(n) auf v(n) = fv(n – 1)
+ (1 – f)x(n)xH(n)w(n – 1), wobei f der Vergesslichkeitsfaktor
mit einem Wert zwischen 0 und 1 ist, und Berechnen eines aktualisierten Gewichtungsvektors
w(n – 1) durch Normalisierung des genannten aktualisierten Schätzvektors
v(n) (23, 33); sowie (d) Erzeugen einer endgültigen Arrayausgabe
y(n) am gegenwärtigen Snapshot durch Berechnen des inneren Euklidischen Produktes
zwischen dem aktualisierten Gewichtungsvektor w(n) und dem neuen Signalvektor x(n)
(24, 36).
Ebenso wird zur Erfüllung der Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ein Verfahren zur Signalverarbeitung zwecks Minimierung von Störungen und Reduzierung
von Rauscheffekten durch Kontrolle von Strahlmustern eines über ein Antennenarray
verfügenden Telekommunikationssystems beschrieben, das folgende Schritte umfasst:
(a) Festlegen eines Ausgangs-Schätzvektors v(0) mit einem Ausgangs-Signalvektor
x(0), Festlegen eines Ausgangs-Gewichtungsvektors w(0) mit genanntem normalisierten
Schätzvektor v(0), Festlegen einer Ausgangs-Autokorrelationsmatrix Rx(0)
= x(0)xH(0), und Festlegen eines Ausgangs-Snapshotindex n = 1 (41,
51); (b) Empfangen eines neuen Signalvektors x(n) am gegenwärtigen
Snapshot (42, 52); (c) Aktualisieren der Autokorrelationsmatrix
Rx(n – 1) vom neuen Signalvektor x(n) auf Rx(n) = fRx(n
– 1) + (1 – f)x(n)xH(n), wobei f der Vergesslichkeitsfaktor
mit einem Wert zwischen 0 und 1 ist, Berechnen eines aktualisierten Schätzvektors
v(n) = Rx(n)w(n – 1), und Berechnen eines aktualisierten Gewichtungsvektors
w(n) durch Normalisierung des genannten Schätzvektors v(n) (43,
53); sowie (d) Erzeugen einer endgültigen Arrayausgabe y(n) am gegenwärtigen
Snapshot durch Berechnen des inneren Euklidischen Produktes zwischen dem aktualisierten
Gewichtungsvektor w(n) und dem neuen Signalvektor x(n) (44, 56).
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die als neuartig angesehenen Eigenschaften der Erfindung sowie ihre
anderen Merkmale und Vorteile können am Besten unter Hinzuziehung folgender
detaillierter Beschreibung einer besonderen Ausführungsform
verstanden werden, wenn diese in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen gelesen
wird, in denen:
1 ein Blockdiagramm eines Antennenarraysystems zeigt,
das ein Signalverarbeitungsverfahren nach der vorliegende Erfindung verwendet,
2A ein Ablaufdiagramm zeigt, das die vier Schritte
zur Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der ersten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt,
2B ein Ablaufdiagramm zeigt, das die sechs Schritte
zur Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt,
2C ein Ablaufdiagramm zeigt, das die vier Schritte
zur Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der dritten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt,
2D ein Ablaufdiagramm zeigt, das die sechs Schritte
zur Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der vierten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt,
3A die Anzahl der Takte zeigt, die bei Benutzung eines
Mikroprozessors erforderlich sind, um einen Gewichtungszielvektor zu erhalten, und
3B die SIR- und SNR-Leistungen eines mit dem in dieser
Erfindung vorgestellten Verfahren entwickelten Antennenarraysystems zeigt.
Bester Weg zur Ausführung der Erfindung
Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird
untenstehend unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert.
Das in dieser Erfindung vorgeschlagene Signalverarbeitungsverfahren
erzeugt einen geeigneten Gewinnvektor w (der oft auch Gewichtungsvektor genannt
wird), der ein Strahlmuster liefert, dessen maximaler Gewinn in Richtung des gesuchten
Signals liegt und das den Gewinn in den anderen Richtungen von Störsignalen
auf einem möglichst niedrigen Niveau hält. Dies kann nach einem von zwei
Ansätzen erfolgen.
Der erste Ansatz zur Bereitstellung eines guten Strahlmusters besteht
darin, den Wert des komplexen Gewinns zu optimieren, der mit jedem, an jedem Antennenelement
empfangenen Signal multipliziert werden muss, und der andere Ansatz besteht darin,
den Wert der Phasenverzögerung zu optimieren, der zu jedem an jedem Antennenelement
empfangenen Signal addiert werden muss. Da im ersten Ansatz jedes Element des Gewinnvektors
mit jedem Element des Signalvektors gewichtet (multipliziert) werden muss, wird
der Gewinnvektor oft auch als „Gewichtungsvektor" bezeichnet.
Aus den folgenden zwei Gründen wird in diesem Dokument nur der
erste Ansatz detailliert beschrieben: Erstens sind die beiden Ansätze mathematisch
gleichwertig, zweitens ist der zweite Ansatz in Bezug auf die Hardware kostenaufwendiger
und die Strahlenformungsleistung des zweiten Ansatzes ist mit Hinblick auf die Winkelgenauigkeit
der des ersten Ansatzes unterlegen. Dennoch kann der zweite Ansatz unter Benutzung
des in dieser Erfindung erklärten Verfahrens leicht implementiert werden.
Diese Erfindung bestimmt mit anderen Worten den komplexen Gewinnvektor
„w" derart, dass das gesuchte Strahlenmuster und somit die Ausgabe des Antennenarraysystems
gebildet wird, das heißt, dass das innere Euklidische Produkt der an den Antennenelementen
induzierten Signale und des komplexen Gewinnvektors so nah wie möglich an dem
gesuchten Wert liegen sollte.
Wenn die Größe jedes Elementes des komplexen Gewinnvektors
nach 1 normalisiert wird, entspricht die Multiplikation des an jedem Antennenelement
empfangenen Signals mit dem entsprechenden Element des komplexen Gewinnvektors w
der Addition der Phasenverzögerung zum Signal durch den Betrag des Phasenterms
jedes entsprechenden einzelnen Elements des komplexen Gewinnvektors. Deshalb entspricht
die Multiplikation des Signalvektors mit dem Gewinnvektor der Addition der Phase
des Signalvektors zu dem Betrag des Phasenterms des Gewinnvektors.
Wie oben erwähnt, kann die gleiche Wirkung ebenfalls durch Anhängen
der Zeitverzögerung an das am i-ten Antennenelement empfangenen Signal durch
den Betrag von &PHgr;i geteilt durch 2&pgr; fc erhalten
werden, wobei &PHgr;i und fc jeweils die
zu dem am i-ten Antennenelement empfangenen Signal zu addierende Phasenverzögerung
beziehungsweise Trägerfrequenz bezeichnen.
Für ein lineares Arraysystem mit einem gleichmäßigen
Abstand von
zwischen den benachbarten Antennenelementen, in dem &lgr;c die Wellenlänge
der Trägerfrequenz bezeichnet, kann das am m-ten Antennenelement induzierte
Signal nach der Abwärtskonvertierung der Frequenz wie folgt dargestellt werden:
wobei &thgr;k den Einfallwinkel des k-ten Signals bezeichnet und Sk(t)
das k-te übermittelte Signal darstellt, das am Empfangsende beobachtet wurde.
Der Index m in der Gleichung (1) stellt das Antennenelement dar. Dem
Referenzantennenelement wird m = 1 und den anderen Antennenelementen die folgenden
Nummern, das heißt m = 2, 3, usw. in der Reihenfolge der Größe der
Phase des an jedem Antennenelement induzierten Signals zugeordnet.
In der Gleichung (1) ist eines von M Signalen das gesuchte Signal.
Wenn zum Beispiel S1(t) das gesuchte Signal ist, muss es an dem Antennenarraysystem
empfangen werden, während alle anderen Signale M – 1, das heißt
S2(t), S3(t), ..., SM(t) Störsignale sind,
die zusammen mit dem Rauschen nm(t) für einen guten Empfang zu verwerfen
sind. Obwohl die Gleichung (1) für ein lineares Array mit einem gleichmäßigen
Halbwellenlängenabstand gültig ist, kann die in dieser Erfindung bereitgestellte
Technik allgemein auch für Arraysysteme mit ungleichmäßigen Abstand
oder auch für nichtlineare Arraysysteme verwendet werden.
Wenn bei Arraysystemen mit ungleichmäßigen Abstand der Abstand
des m-ten Antennenelementes vom Bezugsantennenelement dm beträgt,
gibt es in dem am m-ten Antennenelement induzierten Signal eine Phasenverschiebung
von
verglichen mit der Phase des Signals am Bezugantennenelement. Somit kann man für
das am m-ten Antennenelement induzierte Signal für ungleichmäßige
und/oder nichtlineare Arraysysteme wie folgt schreiben:
Damit die an jedes Arrayelement anzuhängende Phasenverzögerung
eine positive Größe ist, wird das Bezugsantennenelement in dieser Erfindung
als das Antennenelement definiert, an dem das induzierte Signal die späteste
Phase im Empfangsarray aufweist. Daher ist im Übertragungsarraysystem das Antennenelement,
an dem das induzierte Signal die früheste Phase aufweist, das Bezugsantennenelement.
Durch Bestimmung des Bezugsantennenelementes auf die oben beschriebenen Weise kann
das Antennenarraysystem einfach entwickelt werden, indem man die Nullphasenverzögerung
an das Signal am Bezugsantennenelement und den geeigneten positiven Betrag der Phasenverzögerung
an das Signal an den anderen Antennenelementen anhängt. Für ein Antennenarraysystem,
das aus N Antennenelementen besteht, empfängt das Array bei jedem Snapshot
den N-mal-1 Signalvektor. Die Autokorrelationsmatrix des empfangenen Signals kann
wie in Gleichung (2) gezeigt geschrieben werden.
Der Ausdruck „Snapshot" bezeichnet in diesem Dokument den Zeitraum,
in dessen Verlauf ein neuer Gewinnvektor (oder Phasenverzögerungsvektor) bei
Empfang eines neuen Signalvektors berechnet wird. In dieser Erfindung kann das Antennenarraysystem,
das sich an den neuen Signalvektor anpasst, bei jedem Snapshot entwickelt werden,
indem der geeignete Gewinnvektor (oder Phasenverzögerungsvektor) für jeden
neuen, an jedem Snapshot empfangenen Signalvektor bestimmt wird.
wobei die unterstrichenen Größen den Vektor oder die Matrix bezeichnen.
TS ist der Snapshot-Zeitraum und der Exponent H der hermitesche Operator.
Der N-mal – 1 Signalvektor x(t), dessen Anzahl von Elementen N beträgt,
besteht aus dem empfangenen Signal xm(t) für m = 1, 2, ..., N, was
in Gleichung (1) wie folgt erklärt wird:
x(t) = [x1(t)x2(t) ... xN(t)]T(3)
wobei der Exponent T den Transpositionsoperator bezeichnet.
Jedoch ist die Gleichung (2) nur dann gültig, wenn die Einfallwinkel
aller Signalkomponenten unverändert bleiben. In einer zeitveränderlichen
Umgebung, in der sich jede Signalquelle während der Kommunikation bewegt, wie
dies in der Mobilfunkumgebung der Fall ist, kann die Autokorrelationsmatrix nicht
durch die Gleichung (2) erhalten werden, da der Einfallwinkel der Signalquelle sich
bei jedem Snapshot ändert.
Deshalb ist es in zeitveränderlichen Umgebungen geraten, dass
die Autokorrelationsmatrix wie folgt in iterativer Form berechnet wird:
Rx(J + 1) = f·Rx(J) + x((J + 1)TS)xH((J
+ 1)TS)(4)
wobei Rx(J + 1) und Rx(J) die Autokorrelationsmatrix jeweils
am J + ersten und J – ten Snapshot bezeichnen und f den Vergesslichkeitsfaktor
in dem Bereich von 0 bis 1 bezeichnet. Da es sich bei Kommunikationsumgebungen und
insbesondere bei beim Mobilfunk um zeitveränderliche Umgebungen handelt, wird
die Autokorrelationsmatrix in dieser Erfindung durch Gleichung (4) statt durch Gleichung
(2) berechnet.
Aufgrund verschiedener Computersimulationen ist es geraten, für
optimale Leistungen im Landmobilfunk den Vergesslichkeitsfaktor f1 in
einem Bereich zwischen 0,8 und 0,99 festzulegen.
Es wird jetzt die Bauweise des optimalen Antennenarraysystems anhand
praktischer Beispiele von tatsächlichen Anwendungen detaillierter beschrieben.
Die durch Gleichung (2) oder (4) bestimmten Eigenwerte (&lgr;i) der
Autokorrelationsmatrix können nach Größe als &lgr;1
≥ &lgr;2 ≥ ... ≥ &lgr;N sortiert
werden. Der größte Eigenwert &lgr;1 wird, unabhängig
von der Anzahl der Signalquellen oder Antennenelemente, anhand der Signalkomponenten
und nicht der Rauschkomponenten bestimmt.
Aus diesem Grund liegt der dem größten Eigenwert &lgr;1
entsprechende Eigenvektor in folgendem Signalunterraum:
wobei die komplexe Größe &zgr;i eine Konstante ist, die von
den Größen und der Verteilung des gesuchten Signals und der Störsignale
bestimmt wird, und der Vektor a(&thgr;i) der Steuervektor der i-ten Signalkomponente
in folgender Form ist:
Nehmen wir an, dass der Wert des gesuchten Signals ausreichend größer
ist als jedes der einzelnen Störsignale, so dass die in (7) gezeigte Bedingung
erfüllt ist.
|S1(t)| >> |S1(t)| für i ≠ 1(7)
In einer Signalumgebung, in der die Bedingung (7) erfüllt ist,
kann der dem größten Eigenwert entsprechende Eigenvektor &lgr;1
wie folgt genähert werden:
e1 = &zgr;1a(&thgr;1).(8)
Dies bedeutet, dass der Steuervektor a(&thgr;1) des gesuchten
Signals fast der gleiche wie der dem größten Eigenwert
entsprechende Eigenvektor ist, außer, dass die komplexwertigen Konstante &zgr;1
multipliziert wird. Deshalb wird unter der Voraussetzung, dass das gesuchte Signal
ausreichend größer ist als jedes der Störsignale, der maximale Gewinn
des Antennenarraysystems annähernd in Richtung der Quelle des gesuchten Signals
zeigen, wenn der an die Antennenelemente des Arraysystems anzuhängende Gewinnvektor
durch den Eigenvektor bestimmt wird, der dem größten Eigenwert der Autokorrelationsmatrix
der auf das Arraysystem auftreffenden Signale entspricht.
Als Schlussfolgerung der obenstehenden Diskussion schlägt diese
Erfindung vor, dass der Gewinnvektor durch folgende Gleichung bestimmt werden kann:
Es wird jetzt die praktische Vorgehensweise zur Berechnung des optimalen
Gewichtungsvektors vorgestellt. Wie vorausgehend bemerkt kann in einer besonderen
Signalumgebung, in der das gesuchte Signal ausreichend größer ist, als
jedes andere Störsignal, das Antennenarraysystem, das über ein gewünschtes
Strahlmuster verfügt, welches einen maximalen Gewinn in der Richtung des gesuchten
Signals liefert, erhalten werden, indem man den Gewichtungsvektor w mit einem normalisierten
Eigenvektor e1 verwendet, der dem größten Eigenwert &lgr;1
der Autokorrelationsmatrix entspricht. Um die Autokorrelationsmatrix selbst zu erhalten,
bedarf es jedoch, wie in den Gleichungen (2) und (4) gezeigt, einer großen
Zahl von Berechnungen. Außerdem ist es keine leichte Aufgabe, den dem größten
Eigenwert der Matrix entsprechenden Eigenvektor zu berechnen. Was das Problem noch
komplizierter macht ist, dass sich der Einfallwinkel jedes Signals im Mobilfunk
bei jedem Snapshot ändert, so dass der Eigenvektor sich bei jedem Snapshot
ändert.
Mit Rücksicht auf die zeitveränderliche Signalumgebung führt
diese Erfindung ein Verfahren zur Berechnung des Gewichtungsfaktors w mit einem
genäherten Wert für den Eigenvektor e1 in iterativer Form ein.
Dies bedeutet, dass der beim letzten Snapshot erhaltene Gewichtungsvektor am nächsten
Snapshot beim Empfang eines neuen Signalvektors aktualisiert wird, der hauptsächlich
aufgrund der bei jedem Snapshot unterschiedlichen Einfallwinkel zeitveränderliche
statistische Daten enthält. Das iterative Verfahren zur Bestimmung des Gewichtungsvektors
mit einem normalisierten Eigenvektor, der dem größten Eigenwert der Autokorrelationsmatrix
entspricht, wird detailliert im restlichen Teil dieses Abschnittes beschrieben.
Im Allgemeinen kann der dem größten Eigenwert der Matrix
entsprechende Eigenvektor durch das als „Potenzreihenverfahren" bekannte
(im restlichen Teil dieses Dokumentes mit PRV abgekürzte) Verfahren erhalten
werden, dessen Grundkonzept in vielen Lehrbüchern der Linearen Algebra zu finden
ist. Da die in dieser Erfindung berücksichtigte Signalumgebung so ist, dass
das gesuchte Signal viel größer als jedes der Störsignale ist, kann
die oben genannte Technik des PRV den Zieleigenvektor relativ wirksam erstellen.
Die mathematischen Einzelheiten zum PRV werden in folgendem Lehrbuch beschrieben:
[4] Howand Anton, Elementary Linear Algebra: Kapitel 8, Abschnitt 3, John Wiley
& Sons Inc, 1984.
Der entscheidende Teil dieser Erfindung besteht in der Bereitstellung
eines einfachen Verfahrens zur Berechnung einen genäherten Eigenvektors des
größten Eigenwerts der Autokorrelationsmatrix, der an jedem Snapshot beim
Empfang eines neuen Signalvektors des Antennenarraysystems aktualisiert werden muss.
Für eine vorgegebene Matrix R kann das Verfahren zur Bestimmung des Gewichtungsvektors
mit dem Zieleigenvektor anhand des PRV wie in [4] angegeben folgendermaßen
zusammengefasst werden:
<Schritt 1> Festlegen eines Ausgangs-Schätzvektors v(0),
der einen Nullvektor vermeidet.
<Schritt 2> Aktualisieren des Schätzvektors durch Multiplizieren
des aktuellen Schätzvektors v(n) mit der Autokorrelationsmatrix, das heißt
v(n + 1) = Rv(n).
<Schritt 3> Bestimmen, ob die Berechnung des Schätzvektors
zwecks höherer Genauigkeit zu wiederholen ist. Bei v(n) ← v(n + 1) springe
zwecks Wiederholung zurück zu <Schritt 2>, springe andernfalls zum nächsten
Schritt, das heißt <Schritt 4>.
<Schritt 4> Erzeugen des Gewichtungsvektors w(n + 1) durch Normalisieren
des im letzten Schritt erhaltenen Gewichtungsvektors, das heißt w(n + 1) =
v(n +1)/||v(n + 1)||.
Der dem größten Eigenwert entsprechende Eigenvektor kann
in einer endlichen Zahl von Iterationen durch das oben aufgeführte Verfahren
erhalten werden, es sei denn, dass es mehr als einen größeren Eigenwert
in der vorgegebenen Matrix gibt. Wie vorausgehend bemerkt kann der Zielvektor außerdem
mit einer relativ geringen Anzahl von Wiederholungen erhalten werden, da angenommen
wird, dass der Wert des gesuchten Signals viel größer ist, als der der
Störsignale. Ein ernstzunehmendes Problem im oben aufgeführten Verfahren
ist jedoch, dass eine Multiplikationsmatrix zur Berechnung des Zieleigenvektor,
wie in <Schritt 2> gezeigt, erforderlich ist. Dies bedeutet, dass wenn L-mal
wiederholte Berechnungen für eine vorgegebene Matrix erforderlich sind, der
Rechenaufwand aufgrund der Matrixmultiplikation in <Schritt 2> zu O(LN2)
proportional wäre. Außerdem kann das oben aufgeführte, aus 4 Schritten
bestehende Verfahren zum Erhalten des Zieleigenvektors erst nach der Berechnung
der Autokorrelationsmatrix angewendet werden. Deshalb müssen zur Verwendung
des PRV zwecks Berechnung des Gewichtungsvektors vor dem oben dargestellten PRV
einige zusätzliche Schritte erfolgreich ausgeführt werden, um den Signalvektor
zu empfangen und die auf dem neuen Signalvektor basierte Autokorrelationsmatrix
zu aktualisieren. Folglich scheint die Verwendung des oben gezeigten PMV angesichts
der Schwierigkeit unmöglich, ein praktisches Antennenarraysystem zu bauen,
wenn man den erforderlichen Gesamtaufwand für die Berechnungen für den
Empfang eines neuen Signalvektors, die Berechnungen einer auf diesem neuen Signalvektor
basierten Autokorrelationsmatrix und die Ausführung der oben genannten 4 Schritte
des PRV berücksichtigt. Um die Nachteile des ursprünglichen, oben genannten
PRV auszugleichen, stellt diese Erfindung ein vereinfachtes Verfahren bereit, in
dem die Matrixoperation in <Schritt 2> durch geeignete Vektoroperationen genähert
werden kann. Das in dieser Erfindung vorgeschlagene Verfahren zeigt ebenfalls einen
effizienten Weg zur Festlegung des Ausgangswertes des Schätzvektors v(0) vom
am Ausgangs-Snapshot empfangenen Signalvektor x(0) auf.
Wie leicht zu überprüfen ist, kann die erforderliche Anzahl
von Iterationen zur Berechnung des Zieleigenvektors für eine vorgegebene Matrix
deutlich reduziert werden, indem der Signalvektor selbst als Ausgangswert für
den Schätzvektor am allerersten Snapshot, das heißt v(0) = x(0), gewählt
wird. Der wesentliche Grund hierfür ist, das der Signalvektor x(0) selbst eine
gute Annäherung für den dem größten Eigenwert am ersten Snapshot
entsprechenden Eigenvektor sein muss, da es nur einen Signaleigenvektor geben darf,
was bedeutet, dass der Rang der Autokorrelationsmatrix am allerersten Snapshot Eins
ist. Ausgehend von dem Ausgangs-Schätzvektor, der mit dem Signalsektor selbst
festgelegt wird, das heißt v(0) = x(0), kann die erforderliche Zahl von Iterationen
an jedem Snapshot zum Erzielen einer vorgegebenen Genauigkeit deutlich reduziert
werden. Es wurde nämlich in verschiedenen Computersimulationen festgestellt,
dass mit nur einer Iteration der Zieleigenvektor mit einer vertretbar hohen Genauigkeit
bei jedem Snapshot erhalten werden kann, was bedeutet, dass keine wiederholte Berechnung
bei jedem Snapshot erforderlich ist, wenn erst der Ausgangswert für den Schätzvektor
mit dem Signalvektor am Ausgangs-Snapshot festgelegt ist.
Eine weitere fehlerhafte Eigenschaft des unter [4] angegebenen ursprünglichen
PRV ist, dass die Matrixmultiplikation für eine vorgegebene Matrix wie zuvor
bemerkt bei jeder Iteration in Schritt 2 ausgeführt werden muss. Da die Matrix
selbst beim Empfang eines neuen Signalvektors aktualisiert werden muss, scheint
der erforderliche Rechenaufwand zu hoch für die Echtzeitverarbeitung von praktischen
Mobilfunksignalen.
Das in dieser Erfindung zur Berechnung des dem größten Eigenwert
entsprechenden Eigenvektors vorgeschlagene Signalverarbeitungsverfahren verbessert
das oben genannte PRV auf solche Weise, dass der Zielvektor auf adaptive Art mit
einer relativ geringeren Rechenlast erhalten wird.
Die Autokorrelationsmatrix wird immer dann aktualisiert, wenn ein
neuer Signalvektor empfangen wird, wie dies in Gleichung (4) dargestellt wird, die
folgendermaßen umgeschrieben wurde:
Rx(n) = fRx(n – 1) + (1 – f)x(n)xH(n)(4)
wobei f ein Vergesslichkeitsfaktor ist, dessen Wert mit zwischen 0 und 1 vorgegeben
wurde, das heißt 0 ≤ f < 1. Der neue Schätzvektor v(n) wird
erhalten, indem der im letzten vorausgehenden Snapshot berechnete Gewichtungsvektor
w(n – 1) mit der durch den neuen Signalvektor wie in Gleichung (4) aktualisierten
Matrix multipliziert wird, das heißt v(n) = Rx(n) = Rx(n)w(n
– 1). Wenn der Gewichtungsvektor des vorausgehenden Snapshots erfolgreich
berechnet wurde, nähert der Gewichtungsvektor w(n), da der Wert des gesuchten
Signals in der von der Erfindung betroffenen Signalumgebung größer als
jedes der Störsignale ist, den dem größten Eigenwert der Autokorrelationsmatrix
entsprechenden Eigenvektor mittels des wiederholten Verfahrens der Matrixmultiplikation
v(n) = Rx(n)w(n – 1) und der Normalisierung des Schätzvektors
w(n) = v(n)/|v(n)|. Die erforderliche Anzahl an Wiederholungen von Matrixmultiplikationen
und Normalisierungen ist von der Genauigkeit der Ausgangs-Festlegung des Schätzvektors
v(0) abhängig und davon, um wie viel größer der größte
Eigenwert im Vergleich zu jedem anderen Eigenwert ist. Wie zuvor angegeben, schlägt
diese Erfindung vor, den Ausgangswert für den Schätzvektor mit dem Ausgangs-Signalvektor
festzulegen, das heißt v(0) = x(0).
Die obenstehenden Ausführungen stellen ein Verfahren zur Berechnung
des in adaptiver Weise auf die Antennenelemente als Gewinnvektor anzuwendenden Gewichtungsvektors
vor. Dies bedeutet, dass der Gewichtungsvektor bei jedem Snapshot auf Grundlage
der Lösung erhalten wird, die im letzten Snapshot ausgehend von der Ausgangs-Festlegung
des allerersten Snapshots berechnet wurde. Bezüglich der Komplexität des
gesamten Verfahrens enthält es jedoch immer noch die Matrixoperation v(n) =
Rx(n)w(n – 1), die so oft ausgeführt werden sollte, wie die
Zahl der Iterationen an jedem Snapshot.
Bei Entwicklung eines vereinfachten Verfahrens unter hauptsächlicher
Berücksichtigung der Matrixoperation v(n) = Rx(n)w(n – 1)
kann die Matrixoperation wie folgt geschrieben werden:
v(n) = Rx(n)w(n – 1) = (fRx(n – 1) + (1 –
f)x(n)xH(n)w(n – 1).(10)
Unterdessen hat sich in verschiedenen Computersimulationen bei der
Berechnung der Autokorrelationsmatrix an jedem Snapshot wie in Gleichung (4) herausgestellt,
dass der Term (1 – f) vernachlässigt werden kann, ohne die Leistung
des Systems zu beeinträchtigen. Daher wird im restlichen Teil dieses Dokumentes
der Term (1 – f) nicht in den Gleichungen aufgeführt.
Die beiden Terme auf der rechten Seite der Gleichung (10), das heißt
fRx(n – 1)w(n – 1) und x(n)xH(n)w(n –
1) können wie folgt getrennt erarbeitet werden.
Wenn der Gewichtungsvektor am letzten vorausgehenden Snapshot w(n
– 1) erfolgreich berechnet wurde, kann der erste Term Rx(n –
1)w(n – 1) so geschrieben werden:
Rx(n – 1)w(n – 1) ≈ &lgr;1w(n –
1).(11)
wobei &lgr;1 der größte Eigenwert der Autokorrelationsmatrix
am vorausgehenden Snapshot Rx(n – 1) ist. Wenn aber der Gewichtungsvektor
w(n – 1) dem Eigenvektor genähert wird, der dem größten Eigenwert
der Matrix des vorausgehenden Snapshots entspricht, ist &lgr;1 annähernd
gleich ||v(n – 1)||. Die Gleichung (11) kann wie folgt geschrieben werden:
Rx(n – 1)w(n – 1) ≈ &lgr;1w(n –
1) ≈ ||v(n – 1)||w(n – 1) = v(n – 1).(12)
Daher kann die eine Matrixmultiplikation enthaltende Gleichung (10)
wie folgt zu einer Vektorgleichung vereinfacht werden:
v(n) = Rx(n)w(n – 1) ≈ fv(n – 1) + x(n)xH(n)w(n
– 1).(13)
Das Verfahren zur Berechnung eines normalisierten Eigenvektors, der
dem größten Eigenwert der Autokorrelationsmatrix an jedem Snapshot entspricht,
kann wie folgt in vereinfachter Form zusammengefasst werden:
<Schritt 1> Festlegen des Ausgangs-Schätzvektors v(0) und
des Ausgangs-Gewinnvektors w(0) jeweils mit einem Ausgangs-Signalvektor x(0) und
einem normalisierten Ausgangs-Schätzvektor, das heißt v(0) = x(0) und
und Festlegen des Snapshotindexes n auf 1, das heißt n = 1.
<Schritt 2> Empfangen eines neuen Signalvektors x(n) am aktuellen
Snapshot.
<Schritt 3> Aktualisieren des Schätzvektors v(n) und des
Gewinnvektors w(n) ausgehend vom neuen Signalvektor jeweils durch v(n) = fv(n –
1) + (1 – f)x(n)xH(n)w(n – 1) und
wobei der Vergesslichkeitsfaktor f in geeigneter Weise auf einen Wert zwischen 0
und 1 festgelegt wird, das heißt 0 ≤ f < 1.
<Schritt 4> Springen zu <Schritt 5> für weitere Iteration
im aktuellen Snapshot oder Springen zu <Schritt 6>, wenn keine weitere Iteration
mehr im aktuellen Snapshot.
<Schritt 5> Zurückspringen zu <Schritt 3> mit v(n
– 1) ← v(n) und w(n – 1) ← w(n) für weitere Iteration
im aktuellem Snapshot.
<Schritt 6> Erzeugen der endgültigen Arrayausgabe v(n)
am aktuellen Snapshot durch y(n) = wH(n)x(n) und Zurückspringen
zu <Schritt 2> mit inkrementiertem Snapshotindex n, das heißt n ←
n + 1, um das Verfahren am nächsten Snapshot fortzusetzen.
In einigen Signalumgebungen, muss die wiederholte Iteration an einem
Snapshot nicht erforderlich sein, zum Beispiel wenn das gesuchte Signal ausreichend
größer als jedes Störsignal ist. In dieser Signalumgebung kann das
obige Verfahren wie folgt einfacher aufgestellt werden:
<Schritt 1> Festlegen des Ausgangs-Schätzvektors v(0) und
des Ausgangs-Gewinnvektors w(0) mit einem Ausgangs-Signalvektor x(0) und dem normalisierten
Ausgangs-Schätzvektor, das heißt v(0) = x(0) und
und Festlegen des Snapshotindexes n auf 1, das heißt n = 1.
<Schritt 2> Empfangen eines neuen Signalvektors x(n) am aktuellen
Snapshot.
<Schritt 3> Aktualisieren des Schätzvektors v(n) und des
Gewinnvektors w(n) ausgehend vom neuen Signalvektor jeweils durch v(n) = fv(n –
1) + (1 – f)x(n)xH(n)w(n – 1) und
wobei der Vergesslichkeitsfaktor f in geeigneter Weise auf einen Wert zwischen 0
und 1 festgelegt wird, das heißt 0 ≤ f < 1.
<Schritt 4> Erzeugen der endgültigen Arrayausgabe v(n)
am aktuellen Snapshot durch y(n) = wH(n)x(n) und Zurückspringen
zu <Schritt 2> mit inkrementiertem Snapshotindex n, das heißt n ←
n + 1, um das Verfahren am nächsten Snapshot fortzusetzen.
Es wurde in verschiedenen Computersimulationen festgestellt, dass
das Signal-(Gesamt-)Stör-Verhältnis (SIR) des Antennenarraysystems, welches
das vorgeschlagene PRV anwendet, verglichen mit einem Einzelantennensystem um 8
oder 10 dB verbessert werden kann, wenn die Anzahl der Antennenelemente bei 12 liegt.
Die wesentlichen Faktoren, welche die Menge an Verbesserungen im SIR bestimmen,
sind erstens, ob der Gewichtungsvektor durch die bei jedem Snapshot mittels der
Gleichung (4) erhaltene Autokorrelationsmatrix erstellt wird, oder ob er mittels
des in Gleichung (13) gezeigten vereinfachten Verfahrens erstellt wird, und zweitens,
ob eine genügende Anzahl von Iterationen zur Berechnung des Gewichtungsvektors
bei jedem Snapshot zugewiesen wurde oder nicht. Das Signal-Rausch-Verhältnis
(SNR) wird mit steigender Anzahl der Antennenelemente des Arraysystems verbessert,
das heißt, dass das SNR am Ausgang des Arraysystems N mal die Eingabe des SNR
beträgt.
Die 3 verdeutlicht die Leistung des Antennenarraysystems,
das durch das in dieser Erfindung vorgestellte PRV entwickelt wurde. Die
3A zeigt die Anzahl der Takte, die zum Erhalten des
Zielgewichtungsvektors durch Benutzung eines Mikroprozessors erforderlich werden.
In den Simulationen für die Daten der 3A wurde
willkürlich ein Digitalsignalprozessor, zum Beispiel der TMS320C30, ausgewählt.
Die Anzahl der in der 3A gezeigten erforderlichen Takte
wird im Vergleich zu einer anderen Technik, insbesondere eines modifizierten konjugierten
Gradientenverfahrens dargestellt, das in jüngster Zeit entwickelt wurde.
3B zeigt die SIR- und SNR-Leistungen des mittels dem
in dieser Erfindung vorgestellten Verfahren entwickelten Antennenarraysystems. Wie
in dieser Figur dargestellt, bietet das vorgeschlagene System eine Verbesserung
des SIR von rund 8 dB. Das SNR verbessert sich, wie zuvor erwähnt, linear mit
steigender Anzahl der Antennenelemente im Array. Aus der in 3 gezeigten
Leistung ist ersichtlich, dass das nach dem vorgeschlagenen Verfahren entwickelte
Antennenarraysystem sowohl in Hinsicht auf Leistung wie auch auf Komplexität
ausgezeichnet ist.
Der erforderliche Rechenaufwand zum Erhalten des Gewichtungsvektors
durch das vorgeschlagene Verfahren beträgt, wie aus dem vorstehend gezeigten
Verfahren errechnet werden kann, etwa O(2N2 + 2N) oder O(5N), je nachdem,
ob die Autokorrelationsmatrix effektiv durch die Gleichung (4) berechnet wird bzw.
ob an jedem Snapshot das Näherungsverfahren der Gleichung (13) verwendet wird.
Wie vorausgehend erwähnt, ist die wiederholte Berechnung des Gewichtungsvektors
an jedem Snapshot nicht erforderlich, wenn der Ausgangs-Schätzvektor, wie in
dieser Erfindung vorgeschlagen, mit dem Ausgangs-Signalvektor festgelegt wird. Der
hauptsächliche Grund dafür, dass keine wiederholte Iteration an einem
Snapshot erforderlich ist, liegt darin, dass wie vorausgehend erwähnt davon
ausgegangen wird, dass das gesuchte Signal viel größer als jedes der Störsignale
ist. Diese Bedingung wird auf natürliche Weise im CDMA-Mobilfunk (Code Division
Multiple Access) erfüllt, da an jeder Empfangskarte der Basisstation das empfangene
Signal, das aus dem übertragenen Signal jedes Abonnenten besteht mit der Codefolge
kreuzkorreliert wird, von dem das Abonnentensignal empfangen werden soll. Deshalb
muss nach der Ausführung der Kreuzkorrelation mit der Codefolge eines zu empfangenden
Abonnenten das gesuchte Signal viel größer sein, als alle Signale der
anderen Abonnenten. Falls das vorgeschlagene Verfahren zur Entwicklung eines Antennenarraysystems
auf eine CDMA-Basissation angewendet wird, ist die erforderliche Bedingung automatisch
am Ausgang des Kreuzkorrelators jeder Empfangskarte erfüllt. Genauer gesagt,
wird das gesuchte Signal im CDMA-Mobilfunk nach der Kreuzkorrelation PG-mal größer
als jedes Störsignal, wobei PG den Verarbeitungsgewinn des CDMA-Systems bezeichnet,
das heißt das Verhältnis zwischen der Chiprate der Codefolge und der Bitrate
der ursprünglichen Daten.
Um ein gesamtes Antennenarraysystem zu implementieren, das sowohl
im Empfangs- als auch im Übertragungsmodus arbeitet, kann der während
des Empfangsmodus durch Anwendung des in dieser Erfindung gezeigten Verfahrens berechnete
Gewichtungsvektor während des Übertragungsmodus verwendet werden. Wie
zuvor erwähnt, kann das in dieser Erfindung vorgestellte Signalverarbeitungsverfahren
zur Berechnung des Gewichtungsvektors eines Antennenarraysystems deutlich die Kommunikationsqualität
verbessern und die Kommunikationskapazität erhöhen. Es kann ebenfalls
die Lebensdauer der Batterie jedes Abonnenten erhöhen, da die Basisstation,
welche das vorgeschlagene Antennenarraysystem benutzt, das Signal jedes Abonnenten
sehr effizient mit einem guten Strahlmuster empfängt, das seinen maximalen
Gewinn in Richtung jedes Zielabonnenten liefert.
Es folgt jetzt eine detaillierte Erläuterung des vorgeschlagenen
Gerätes und Verfahrens anhand praktischer Beispiele.
1 verdeutlicht ein konzeptuelles Blockdiagramm eines
Antennenarraysystems, das ein in dieser Erfindung beschriebenes Signalverarbeitungsverfahren
verwendet. Wie in der Figur gezeigt, weist das Antennenarraysystem nach der vorliegenden
Erfindung ein Antennenarraysystem 1 auf, das aus mehreren Antennenelementen
11, einem den genannten Signalvektor x bei jedem Snapshot erzeugenden Signalempfangsgerät
7 und einem Signalverarbeitungsgerät 8 besteht, das den genannten
Gewichtungsvektor (oder Gewinnvektor) w erzeugt.
Das Antennenarray 1 besteht aus mehreren Antennenelementen.
Das an jedem Antennenelement induzierte Signal, das einer Zeitverzögerung aufgrund
des Einfallwinkels unterworfen ist, enthält alle Signale, von denen jedes von
einem Abonnenten in der Funkzelle übertragen wird. Das Signalempfangsgerät
7 erhält die Signale vom Antennenarray 1. Das Signalempfangsgerät
7 weist gemeinsame Signalempfangsverfahren auf, wie rauscharme Verstärkung,
Abwärtskonvertierung der Frequenz, Quasi-Quadraturerkennung usw. Diese sind
erforderlich, um den Signalvektor x zu erzeugen, von dem jedes Element eine Inphase-
und eine Quadraturkomponente des empfangenen Signals darstellt. Wenn das in dieser
Erfindung vorgeschlagene Verfahren im CDMA-Mobilfunk angewendet wird, weist das
Signalempfangsgerät 7 den genannten Kreuzkorrelator auf, der jedes
empfangene Signal mit der genannten Codefolge des Abonnenten kreuzkorreliert, dessen
übertragenes Signal empfangen werden soll. Die Ausgabe des Signalempfangsgerätes
7 bildet den Signalvektor x und ist an ein Signalverarbeitungsgerät
8 angeschlossen.
Das Signalverarbeitungsgerät 8 erzeugt zuerst den Gewichtungsvektor
w durch Verarbeitung des Signalvektors x mittels des in dieser Erfindung vorgestellten
Verfahrens. Dann wird der Gewichtungsvektor dazu benutzt, die endgültige Ausgabe
y des Antennenarraysystems durch Berechnen des inneren Euklidischen Produktes von
Signalvektor x und Gewichtungsvektor w, das heißt wHx, an jedem
Snapshot zu erzeugen,. Der entscheidende Teil des in 1
gezeigten Antennenarraysystems ist das Signalverarbeitungsgerät 8.
Es erstellt den Gewichtungsvektor w bei jedem Snapshot, der ein gutes Strahlmuster
mit maximalem Gewinn in Richtung der Zielsignalquelle liefert.
2A ist ein Ablaufdiagramm, das die vier Schritte zur
Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der ersten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt.
Das Ablaufdiagramm von 2A umfasst folgende
Schritte. Der Ausgangs-Schätzvektors v(0) und der Ausgangs-Gewinnvektor w(0)
werden mit dem Ausgangs-Signalvektor x(0) und dem normalisierten Schätzvektor
festgelegt, das heißt v(0) = x(0) und
und der Snapshotindex n mit 1 festgelegt, das heißt n = 1 (Schritt
21). Der neue Signalvektor x(n) wird am aktuellen Snapshot empfangen (Schritt
22). Der Schätzvektor v(n) und der Gewinnvektor w(n) werden jeweils
ausgehend vom neuen Signalvektor jeweils durch v(n) = fv(n – 1) + (1 –
f)x(n)xH(n)w(n – 1) und
aktualisiert, wobei der Vergesslichkeitsfaktor f in geeigneter Weise auf einen Wert
zwischen 0 und 1 festgelegt wird, das heißt 0 ≤ f <1 (Schritt
23). Die endgültige Arrayausgabe y(n) am aktuellen Snapshot wird durch
y(n) = wH(n)x(n) erzeugt (Schritt 24). Es wird überprüft,
ob die Signalverarbeitung fortgesetzt werden muss oder nicht (Schritt
25). Zur Fortsetzung des Verfahrens am nächsten Snapshot springt es
zu Schritt 22 zurück, um einen neuen Signalvektor mit einem inkrementierten
Snapshotindex n zu empfangen, das heißt n ← n + 1. (Schritt 26).
2B ist ein Ablaufdiagramm, das die sechs Schritte zur
Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der zweiten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt. Der Hauptunterschied zwischen
den beiden in 2A und 2B
gezeigten Verfahren ist, dass der Zielvektor in 2B
mit wiederholten Iterationen an jedem Snapshot berechnet werden kann, während
das Verfahren in
2A den Vektor mit einer einzigen Iteration an jedem
Snapshot erzeugt. Das Ablaufdiagramm von 2B umfasst
die folgenden Schritte. Der Ausgangs-Schätzvektor v(0) und der Ausgangs-Gewinnvektor
w(0) werden jeweils mit einem Ausgangs-Signalvektor x(0) und einem normalisierten
Ausgangs-Schätzvektor festgelegt, das heißt v(0) = x(0) und
und der Snapshotindex n auf 1 festgelegt, das heißt n = 1 (Schritt
31).
Ein neuer Signalvektor x(n) wird am aktuellen Snapshot empfangen (Schritt
32). Der Schätzvektor v(n) und der Gewinnvektor w(n) werden ausgehend
vom neuen Signalvektor x(n) jeweils durch v(n) = fv(n – 1) + (1 –
f)x(n)xH(n)w(n – 1) und
w(n) = aktualisiert (Schritt 33), wobei der Vergesslichkeitsfaktor
f in geeigneter Weise auf einen Wert zwischen 0 und 1 festgelegt wird, das heißt
0 ≤ f < 1. Es wird entschieden, ob weitere Iterationen im aktuellen Snapshot
ausgeführt werden (Schritt 33). Es geht dann für weitere Iterationen
im aktuellen Snapshot zum nächsten Schritt 35 oder für keine
weiteren Iterationen mehr im aktuellen Snapshot zu Schritt 36. Der Schätzvektor
und der Gewichtungsvektor werden jeweils mit v(n – 1) ← v(n) und w(n
– 1) ← w(n) für weitere Iterationen im aktuellem Snapshot festgelegt
(Schritt 35). Die endgültige Arrayausgabe y(n) am aktuellen Snapshot
wird durch y(n) = wH(n)x(n) erzeugt (Schritt 37), und es wird
überprüft, ob das Verfahren fortgesetzt werden muss oder nicht. Zur Fortsetzung
des Verfahrens am nächsten Snapshot springt es zu Schritt 32 zurück,
um einen neuen Signalvektor mit einem inkrementierten Snapshotindex n zu empfangen,
das heißt n ← n + 1. (Schritt 38).
2C ist ein Ablaufdiagramm, das die vier Schritte zur
Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der dritten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt. Der Hauptunterschied zwischen
2C und den beiden in 2A
und 2B bereits gezeigten Verfahren ist, dass in dem
in 2C vorgestellten Verfahren die Autokorrelationsmatrix
an jedem Snapshot beim Empfang eines neuen Signalvektors in Übereinstimmung
mit der Gleichung (4) berechnet wird. Andererseits wird die Autokorrelationsmatrix
in den in 2A und 2B
beschriebenen Verfahren eigentlich nicht bei jedem Snapshot berechnet. Stattdessen
wird die Matrix, wie in Gleichung (13) gezeigt, mit Vektoroperationen genähert.
Obwohl das in 2C gezeigte Verfahren verglichen mit
dem in 2A oder 2B mehr
Berechnungen benötigt, kann hieraus eine höhere Genauigkeit bei der Berechnung
des Gewichtungsvektors und der endgültigen Arrayausgabe resultieren.
Das Ablaufdiagramm von 2C umfasst die
folgenden Schritte. Der Ausgangs-Schätzvektor v(0) und der Ausgangs-Gewinnvektor
w(0) werden jeweils mit dem Ausgangs-Signalvektor x(0) und dem normalisierten Schätzvektor
festgelegt, das heißt v(0) = x(0) und
und der Snapshotindex n auf 1 festgelegt, das heißt n = 1 (Schritt
41). Die Autokorrelationsmatrix Rx(n) wird mit einem neuen Signalvektor
x(n) aktualisiert, der am aktuellen Snapshot durch Rx(n) = fRx(n
– 1) + (1 – f)x(n)xH(n) empfangen wird, wobei die Ausgangsmatrix
mit dem Ausgangs-Signalvektor durch Rx(0) = x(0)xH(0) festgelegt
wird und der Vergesslichkeitsfaktor f in geeigneter Weise auf einen Wert zwischen
0 und 1 festgelegt wird, das heißt 0 ≤ f <1 (Schritt 42).
Der Schätzvektor v(n) und der Gewinnvektor w(n) werden ausgehend von der neuen
Autokorrelationsmatrix jeweils durch v(n) = Rx(n)w(n – 1) und
aktualisiert (Schritt 43). Die endgültige Arrayausgabe y(n) am aktuellen
Snapshot wird durch y(n) = wH(n)x(n) erzeugt (Schritt 44) und
es wird überprüft, ob die Signalverarbeitung fortgesetzt werden muss oder
nicht (Schritt 45). Zur Fortsetzung des Verfahrens am nächsten Snapshot
springt es zu Schritt 42 zurück, um einen neuen Signalvektor mit einem
inkrementierten Snapshotindex n zu empfangen, das heißt n ← n + 1. (Schritt
46).
2D ist ein Ablaufdiagramm, das die sechs Schritte zur
Berechnung des Gewichtungsvektors w gemäß der vierten Ausführungsform
des erfindungsgemäßen Verfahrens beschreibt. Das in 2D
beschrieben Verfahren berechnet ebenfalls die Autokorrelationsmatrix an jedem Snapshot
wie in 2C gezeigt. Der Hauptunterschied zwischen dem
in 2D gezeigten Verfahren und dem in der
2C ist, dass eine wiederholte Berechnung des Schätzvektors
und des Gewichtungsvektors in dem in 2D beschriebenen
Verfahren ausgeführt werden kann. Obwohl das in 2D
gezeigte Verfahren im Vergleich zu den anderen in dieser Erfindung eingeführten
Verfahren mehr Berechnungen benötigt, kann aus dem in 2D
beschriebenen Verfahren eine höhere Genauigkeit bei der Berechnung des Gewichtungsvektors
und der endgültigen Arrayausgabe resultieren.
Das Ablaufdiagramm von 2D umfasst die
folgenden Schritte. Der Ausgangs-Schätzvektor v(0) und der Ausgangs-Gewinnvektor
w(0) werden jeweils mit einem Ausgangs-Signalvektor x(0) und dem normalisierten
Ausgangs-Schätzvektor festgelegt, das heißt v(0) = x(0) und
und der Snapshotindex n wird auf 1 festgelegt, das heißt n = 1 (Schritt
51). Die Autokorrelationsmatrix Rx(n) wird mit einem neuen Signalvektor
x(n) aktualisiert, der am aktuellen Snapshot durch Rx(n) = fRx(n
– 1) + (1 – f)x(n)xH(n) empfangen wird, wobei die Ausgangsmatrix
mit dem Ausgangs-Signalvektor durch Rx(0) = x(0)xH(0) festgelegt
wird und der Vergesslichkeitsfaktor f in geeigneter Weise auf einen Wert zwischen
0 und 1 festgelegt wird, das heißt 0 ≤ f < 1 (Schritt 52).
Der Schätzvektor v(n) und der Gewinnvektor w(n) werden ausgehend von der neuen
Autokorrelationsmatrix jeweils
durch v(n) = Rx(n)w(n – 1) und w(n) = aktualisiert (Schritt
53). Es wird entschieden, ob eine weitere Iterationen im aktuellen Snapshot
ausgeführt werden muss oder nicht (Schritt 54). Es geht dann für
weitere Iterationen im aktuellen Snapshot zum nächsten Schritt 55
oder für keine weiteren Iterationen mehr im aktuellen Snapshot zu Schritt
56. Der Schätzvektor und der Gewichtungsvektor werden jeweils mit
v(n – 1) ← v(n) und w(n – 1) ← w(n) für weitere
Iteration im aktuellem Snapshot festgelegt (Schritt 55).
Die endgültige Arrayausgabe y(n) am aktuellen Snapshot wird durch
y(n) = wH(n)x(n) erzeugt (Schritt 56) und es wird überprüft,
ob die Signalverarbeitung fortgesetzt werden muss oder nicht (Schritt
57). Zur Fortsetzung des Verfahrens am nächsten Snapshot springt es
zu Schritt 52 zurück, um einen neuen Signalvektor mit einem inkrementierten
Snapshotindex n zu empfangen, das heißt n ← n + 1 (Schritt
58).
Die 3 verdeutlicht die Leistungen des Antennenarraysystems,
das nach dem in dieser Erfindung vorgestellten Verfahren entwickelt wurde.
3A zeigt die Anzahl der Takte, die zum Erhalten des
Zielgewichtungsvektors durch Benutzung eines Mikroprozessors erforderlich werden.
In den Simulationen für die Daten der 3A wurde
willkürlich ein Digitalsignalprozessor, zum Beispiel der TMS320C30, ausgewählt.
Die Anzahl der erforderlichen Takte in 3A wird im Vergleich
zu einer anderen Technik, insbesondere eines modifizierten konjugierten Gradientenverfahrens,
dass in jüngster Zeit entwickelt wurde, gezeigt. 3B
zeigt die SIR- und SNR-Leistungen des mittels dem in dieser Erfindung vorgestellten
Verfahrens entwickelten Antennenarraysystems.
Wie in dieser Figur verdeutlicht, bietet das vorgeschlagene System
eine Verbesserung des SIR von rund 8 dB. Das SNR verbessert sich wie zuvor bemerkt
linear mit steigender Anzahl der Antennenelemente im Array. Aus der in
3 gezeigten Leistung ist ersichtlich, dass das nach dem vorgeschlagenen
Verfahren entwickelte Antennenarraysystem sowohl in Hinsicht auf Leistung wie auch
auf Komplexität ausgezeichnet ist.
Wie zuvor erwähnt, bietet das in dieser Erfindung bereitgestellte
Signalverarbeitungsverfahren folgende Vorteile: Erstens wird die Kommunikationskapazität
ebenso stark erhöht wie das SIR und zweitens wird die Kommunikationsqualität
ebenso stark verbessert, wie das SNR und das SIR erhöht werden.
Das beste Merkmal der in dieser Erfindung vorgeschlagenen Technik
ist, dass der zum Erzielen aller Vorteile erforderliche Rechenaufwand extrem gering
ist, so dass die vorgeschlagene Technik leicht mit einem normalen Digitalsignalprozessor
in Echtzeitverarbeitung implementiert werden kann. Wie 3 gezeigt,
führt die Einfachheit der vorgeschlagenen Methode, verglichen mit herkömmlichen
Verfahren, zu keinerlei Zugeständnissen bezüglich der Genauigkeit.
Obwohl die spezifischen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung
offengelegt und beschrieben wurden, ist es offensichtlich, dass der Fachmann abschätzen
kann, dass verschiedene Änderungen, Zusätze und Ersatzmöglichkeiten
möglich sind, ohne dass der Geltungsbereich und der Sinn der vorliegenden Erfindung,
wie er in den angefügten Patentansprüchen beschrieben ist, verlassen wird.
Daher versteht es sich von selbst, dass sich die vorliegende Erfindung nicht auf
die besondere Ausführungsform beschränkt, die hier als bester Weg zur
Ausführung der vorliegenden Erfindung betrachtet wurde.
Anspruch[de]
Verfahren zur Signalverarbeitung zwecks Minimierung von Störungen
und Reduzierung von Rauscheffekten durch Kontrolle von Strahlmustern eines über
ein Antennenarray verfügenden Telekommunikationssystems, das folgende Schritte
umfasst:
(a) Festlegen eines Ausgangs-Schätzvektors v(0) mit einem Ausgangs-Signalvektor
x(0), Festlegen eines Ausgangs-Gewichtungsvektors w(0) mit genanntem normalisierten
Schätzvektor v(0) und Festlegen eines Ausgangs-Snapshotindex n = 1 (21,
31),
(b) Empfangen eines neuen Signalvektors x(n) am gegenwärtigen Snapshot (22,
32),
(c) Aktualisieren des genannten Schätzvektors v(n – 1) vom neuen Signalvektor
x(n) auf v(n) = fv(n – 1) + (1 – f)x(n)xH(n)w(n –
1), wobei f der Vergesslichkeitsfaktor mit einem Wert zwischen 0 und 1 ist, und
Berechnen eines aktualisierten Gewichtungsvektors w(n) durch Normalisierung des
genannten aktualisierten Schätzvektors v(n) (23, 33), sowie
(d) Erzeugen einer endgültigen Arrayausgabe y(n) am gegenwärtigen Snapshot
durch Berechnen des inneren Euklidischen Produktes zwischen dem aktualisierten Gewichtungsvektor
w(n) und dem neuen Signalvektor x(n) (24, 36).Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 1, das außerdem
nach dem Schritt (d) den Schritt (e) umfasst, zum (e) Zurückspringen (25,
37) zum genannten Schritt (b), um einen neuen Signalvektor mit einem inkrementierten
Snapshotindex (26, 38) zu empfangen und so den Vorgang bei einem
folgenden Snapshot fortzusetzen.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 1, bei dem der genannte
Gewichtungsvektor durch Multiplizieren einer vorgegebenen Konstante für jedes
Element des genannten Schätzvektors bestimmt wird, der im
genannten Schritt (c) erhalten wurde, so dass der genannte Gewichtungsvektor ohne
Änderung der Strahlmustercharakteristiken des genannten Schätzvektors,
der im genannten Schritt (c) erhalten wurde, geändert wird.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 1, bei dem der genannte
Gewichtungsvektor durch Division jedes Elementes des genannten Schätzvektors
durch das erste Element des genannten Schätzvektors bestimmt wird, der im genannten
Schritt (c) erhalten wurde, so dass das von einem Bezugsantennenelement empfangene
Signal immer mit einem reellwertigen Gewinn multipliziert wird.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 4, bei dem der genannte
Gewichtungsvektor durch die Normalisierung des Ergebnisses der Division bestimmt
wird, so dass die Größe des endgültig resultierenden Gewichtungsvektors
1 ist.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 5, bei dem das genannte
Bezugsantennenelement durch ein Antennenelement bestimmt wird, dessen Phase des
genannten Signals die späteste aller genannten Antennenelemente in dem genannten
Antennenarray am gegenwärtigen Snapshot ist.Signalverarbeitungsgerät nach Anspruch 5, bei dem das genannte
Bezugsantennenelement durch das genannte Antennenelement bestimmt wird, dessen physikalische
Entfernung von einer Signalquelle, mit der kommuniziert werden soll, verglichen
mit den anderen Antennenelementen im genannten Antennenarray am gegenwärtigen
Snapshot am größten ist.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 1 oder 2, das außerdem
nach dem Schritt (c) den Schritt (cc) umfasst, zum (cc) Zurückspringen zum
genannten Schritt (c) mit einem aktualisierten, den vorausgehenden Gewichtungsvektor
ersetzenden Gewichtungsvektor für eine erneute Iteration am gegenwärtigen
Snapshotn (34, 35).Verfahren zur Signalverarbeitung zwecks Minimierung von Störungen
und Reduzierung von Rauscheffekten durch Kontrolle von Strahlmustern eines über
ein Antennenarray verfügenden Telekommunikationssystems, das folgende Schritte
umfasst:
(a) Festlegen eines Ausgangs-Schätzvektors v(0) mit einem Ausgangs-Signalvektor
x(0), Festlegen eines Ausgangs-Gewichtungsvektors w(0) mit genanntem normalisierten
Schätzvektor v(0), Festlegen einer Ausgangs-Autokorrelationsmatrix Rx(0)
= x(0)xH(0), und Festlegen eines Ausgangs-Snapshotindex n = 1 (41,
51),
(b) Empfangen eines neuen Signalvektors x(n) am gegenwärtigen Snapshot (42,
52),
(c) Aktualisieren der Autokorrelationsmatrix Rx(n – 1) vom neuen
Signalvektor x(n) auf Rx(n) = fRx(n – 1) + (1 –
f)x(n)xH(n), wobei f der Vergesslichkeitsfaktor mit einem Wert zwischen
0 und 1 ist, Berechnen eines aktualisierten Schätzvektors v(n) = Rx(n)w(n
– 1), und Berechnen eines aktualisierten Gewichtungsvektors w(n) durch Normalisierung
des genannten Schätzvektors v(n) (43, 53), sowie
(d) Erzeugen einer endgültigen Arrayausgabe y(n) am gegenwärtigen Snapshot
durch Berechnen des inneren Euklidischen Produktes zwischen dem aktualisierten Gewichtungsvektor
w(n) und dem neuen Signalvektor x(n) (44, 56).Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 9, das außerdem
nach dem Schritt (d) den Schritt (e) (45) umfasst, zum (e) Zurückspringen
zum genannten Schritt (b), um einen neuen Signalvektor mit einem inkrementierten
Snapshotindex (46) zu empfangen und so den Vorgang bei einem folgenden
Snapshot fortzusetzen.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 9, bei dem der genannte
Gewichtungsvektor durch Multiplizieren einer vorgegebenen Konstante für jedes
Element des genannten Schätzvektors bestimmt wird, der im genannten Schritt
(c) erhalten wurde, so dass der genannte Gewichtungsvektor ohne Änderung der
Strahlmustercharakteristiken des genannten Schätzvektors, der im genannten
Schritt (c) erhalten wurde, geändert wird.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 9, bei dem der genannte
Gewichtungsvektor durch Division jedes Elementes des genannten Schätzvektors
durch das erste Element des genannten Schätzvektors bestimmt wird, der im genannten
Schritt (c) erhalten wurde, so dass das von einem Bezugsantennenelement empfangene
Signal immer mit einem reellwertigen Gewinn multipliziert wird.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 12, bei dem der genannte
Gewichtungsvektor durch die Normalisierung des Ergebnisses der Division bestimmt
wird, so dass die Größe des endgültig resultierenden
Gewichtungsvektors 1 ist.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 13, bei dem das genannte
Bezugsantennenelement durch ein Antennenelement bestimmt wird, dessen Phase des
genannten Signals die späteste aller genannten Antennenelemente in dem genannten
Antennenarray am gegenwärtigen Snapshot ist.Signalverarbeitungsgerät nach Anspruch 13, bei dem das genannte
Bezugsantennenelement durch das genannte Antennenelement bestimmt wird, dessen physikalische
Entfernung von einer Signalquelle, mit der kommuniziert werden soll, verglichen
mit den anderen Antennenelementen im genannten Antennenarray am gegenwärtigen
Snapshot am größten ist.Verfahren zur Signalverarbeitung nach Anspruch 9 oder 10, das außerdem
nach dem Schritt (c) den Schritt (cc) umfasst, zum (cc) Zurückspringen zum
genannten Schritt (c) mit einem aktualisierten, den vorausgehenden Gewichtungsvektor
ersetzenden Gewichtungsvektor für eine weitere Iteration am gegenwärtigen
Snapshotn (54, 55).