Diese Erfindung bezieht sich auf die Bestimmung des SINR (Signal-zu-Störung-plus-Rauschen-Leistungsverhältnisses)
in einem Kommunikationssystem. Die Erfindung ist insbesondere auf TDMA-(Zeitmultiplex-Vielfachzugriff-)Zellularfunk-
oder drahtlose Kommunikationssysteme anwendbar, unter Einschluss des GSM (Globales
System für Mobilkommunikationen).
In einem Kommunikationssystem, wie zum Beispiel einem Zellularfunksystem,
das TDMA für Kommunikationen auf dem sogenannten Rückwärts- oder
Netzaufwärts-Kanal von einem Endgerät zu einer Basisstation verwendet,
ist es bekannt, dass das SINR eines empfangenen Signals als Signalgüte-Parameter
für verschiedene Verfahren verwendet werden kann, wie zum Beispiel die Übergabe,
die adaptive Kanalzuteilung, die dynamische Leistungsregelung und die Zellen-Rangfolge.
Die Veröffentlichung von S.A. Hanna et al. „An Adaptive
Combiner For Co-Channel Interference Reduction In Multi-User Indoor Radio Systems",
Proceedings of the 41 st. IEEE Vehicular Technology Conference, Seiten 222–227,
Mai 1991, bezieht sich auf die Reduzierung von Gleichkanal-Störungen unter
Verwendung einer Antennenanordnung in Verbindung mit einer adaptiven Kombinationseinrichtung,
die eine Trainings-Sequenz für die Anpassung verwendet.
Die Veröffentlichung von A. Brandao et al. „Quality Assessment
For Pre-Detection Diversity Switching", Proceedings of the 6th. IEEE International
Symposium an Personal, Indoor and Mobile Radio Communications, PRIMC'95, Seiten
577–581, Band 2, September 1995 beschreibt ein Verfahren für die SINR-Abschätzung
unter Verwendung eines Parameters, der als Signal-zu-Varianz-Leistungsverhältnis
(SVR) bezeichnet wird, und der eine Näherung des SINR darstellt.
Die Kanal-Charakteristiken schwanken mit der Zeit, und die empfangenen
Signale sind einem Schwund unterworfen, sodass eine Mittelwertbildung über
eine Anzahl von Zeitschlitzen des Kanals erforderlich ist, um eine ausreichend genaue
Bestimmung (Messung oder Abschätzung) des SINR zu gewinnen. Die Anzahl der
Zeitschlitze, über die eine Mittelwertbildung erforderlich ist, hängt
von der Art und Weise ab, wie das SINR bestimmt wird, vergrößert sich
jedoch in jedem Fall mit langsameren Kanal-Schwankungen, und damit mit geringeren
Geschwindigkeiten des mobilen Endgerätes. Um praktisch nutzbar zu sein, können
typischerweise SINR-Schätzwerte, die auf 1 dB des mittleren SINR genau sind,
innerhalb von 2 Sekunden erforderlich sein, wobei es in dieser Zeit 100 Zeitschlitze
des Kanals geben kann.
Im Hinblick auf diese Faktoren wurde die praktische Bestimmung des
SINR in Echtzeit zur Verwendung als in Signalgüte-Parameter nicht ohne weiteres
erreicht. Entsprechend haben die vorstehende genannten Verfahren üblicherweise
die empfangene Signalstärke-Anzeige (RSSI) als Signalgüte-Parameter anstelle
von SINR verwendet, doch ist dies unerwünscht, weil die RSSI nicht in zuverlässiger
Weise die Signalqualität anzeigt. Beispielsweise kann die RSSI aufgrund einer
Gleichkanal-Störung groß sein, während andererseits die aktuelle
Signalgüte und das SINR klein sind.
Ein Ziel dieser Erfindung besteht daher in der Schaffung eines verbesserten
Verfahrens und einer Vorrichtung zur Bestimmung des SINR.
Gemäß einem Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird
ein Verfahren zur Bestimmung des SINR (Signal-zu-Störung-plus-Rauschen-Leistungsverhältnisses)
in einem Kommunikationssystem gemäß Anspruch 1 geschaffen. Gemäß
einem zweiten Gesichtspunkt der vorliegenden Erfindung wird ein Empfänger geschaffen,
wie er im Anspruch 9 beansprucht ist. Weitere Gesichtspunkte der Erfindung sind
in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird nachfolgend im Kontext eines Raum-Diversity-Empfängers
beschrieben, wie er in der internationalen Anmeldung PCT/CA96/00849
vom 18. Dezember 1996 auf den Namen von Northern Telecom Limited mit dem Titel „Diversity
Path Co-Channel Interference Reduction" beschrieben ist, die als WO-A-9801963
veröffentlicht wurde. In einem derartigen Empfänger sind zumindest zwei
mit Abstand angeordnete Antennen vorgesehen, um jeweilige empfangene Signale zu
erzeugen, und eine bewertete Kombination dieser Signale wird als ein optimales empfangenes
Signal für die Demodulation geliefert. Geeignete Wertigkeiten zur Kombination
des Signals werden bestimmt und adaptiv geändert, um sich ändernde Störbedingungen
und einen Signalschwund zu berücksichtigen. Das SINR wird aus einer Korrelations-Matrix
der empfangenen Signale und eines Bezugssignal-Korrelationsvektor bestimmt, die
durch die Recheneinheit erzeugt werden, die zur Bestimmung der Wertigkeiten verwendet
wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Erfindung wird weiter aus der folgenden Beschreibung unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen verständlich, in denen:
1 schematisch ein Blockschaltbild von Teilen eines
Zellularfunk-TDMA-Kommunikationsempfängers zeigt, der die Erfindung beinhaltet;
2 eine bekannte Form eines TDMA-Zeitschlitzes zeigt;
3 ein Diagramm ist, auf das bei der Erläuterung
der Betriebsweise eines CCIC-(Gleichkanal-Störkompensators) des Empfänger
nach 1 Bezug genommen wird;
4 schematisch eine Form des CCIC zeigt; und
5, die sich auf dem gleichen Blatt wie 3
befindet, schematisch eine SINR-Abschätzeinrichtung des Empfängers nach
1 zeigt.
Ausführungsformen zur Durchführung der Erfindung
Gemäß 1 zeigt ein Blockschaltbild
Teile eines Zellularfunk-Kommunikationsempfängers, der in diesem Fall zwei
Diversity-Pfade hat, die jeweils eine jeweilige Antenne 10, eine RF-(Funkfrequenz-)Eingangs-Einheit
12, und eine digitale Einheit 14 aufweisen, die ein jeweiliges
eines der zwei digitalen Diversity-Pfad-Abtastsignale x1(t) und x2(t)
liefert. Jede digitale Einheit 14 schließt beispielsweise in der bekannten
Weise eine Abtasteinrichtung und einen Analog-/Digital-Wandler, ein digitales Empfangsfilter
und Taktrückgewinnungs- und Rahmensynchronisations-Funktionen ein, und sie
kann zusammen mit nachfolgenden Funktionen des Empfängers durch Funktionen
von einer oder mehreren integrierten digitalen Signalprozessor-(DSP-)Schaltungen
gebildet sein. Die zwei Antennen 10 sind körperlich in Abstand voreinander
angeordnet, um zwei Diversity-Pfade zu schaffen. Es können mehr als zwei Diversity-Pfade
vorgesehen sein, und ihre Signale können in einer ähnlichen Weise kombiniert
werden, doch wird aus Gründen der Klarheit und Einfachheit in den größten
Teilen dieser Beschreibung angenommen, dass es lediglich zwei Diversity-Pfade gibt,
wie dies in 1 gezeigt ist.
Die komplexen Signale x1(t) und x2(t) werden
in einer Gleichkanal-Störungs-(CCI-)Reduzierungs- oder Kompensationseinrichtung
(CCIC) 16 bewertet und kombiniert, die in einem mit gestrichelten Linien
dargestellten Block in 1 gezeigt ist, um ein optimales
empfangenes Signal r(t) zu erzeugen, das einem Demodulator 18 zugeführt
wird, um einen Signalausgang zu erzeugen. Der Demodulator 18 liefert weiterhin
ein Rückführungssignal an die CCIC 16 zum adaptiven Ändern
der Wertigkeiten der Diversity-Pfadsignale x1(t) und x2(t),
wie dies nachfolgend beschrieben wird.
Die CCIC 16 umfasst Multiplizierer 20 und
22, eine Summiereinheit 24 und eine Wertigkeits-Recheneinheit
26. Der Einheit 26 werden die Signale x1(t) und x2(t),
das Rückführungssignal von dem Demodulator 18 und Bezugssignale
REF zugeführt, und sie dient zur Erzeugung von Wertigkeiten w
*1
und w
*2
, wie dies nachfolgend beschrieben ist wird, wobei das hochgestellte Zeichen * eine
Konjugation darstellt. Den Multiplizierern 22 und 24 werden die
Signale x1(t) und x2(t) bzw. und mit den Wertigkeiten w
*1
bzw. w
*2
zugeführt; Produkte dieser Signale werden der Summiereinheit 24 zugeführt
und von dieser addiert, um das Signal r(t) zu erzeugen.
Der Empfänger schließt weiterhin eine SINR-Abschätzeinrichtung
28 ein, der eine Matrix Rxx und ein Vektor rxd zugeführt
werden, die in der nachfolgend beschriebenen Weise durch die Wertigkeits-Recheneinheit
26 erzeugt werden. Die Abschätzeinrichtung 28 erzeugt einen
Schätzwert SINRest des SINR, wie dies weiter unten ausführlicher
beschrieben wird.
In der folgenden Beschreibung wird angenommen, dass der Empfänger
nach 1 in einem TDMA-Zellularfunk-System betreibbar
ist, das mit dem EIA/TIA-Dokument IS-54-B kompatibel ist: Cellular System Dual-Mode
Mobile Station-Base Station Compatibility Standard (Rev. B) was hier einfach als
ein IS-54-System bezeichnet wird. Wie dies in 2 gezeigt
ist, sieht jeder Zeitschlitz eines IS-54-Systems die Kommunikation von 156 Symbolen
vor, die in dieser Reihenfolge 8 Datensymbole (Symbole 1 bis 8 des Zeitschlitzes),
14 Symbole (9 bis 22), die ein Synchronisations-Wort SYNC bilden, weitere 61 Datensymbole
(23 bis 83), 6 Symbole (84 bis 89) eines langsamen zugehörigen Steuerkanals
SACCH, 6 Symbole (90 bis 95) eines codierten digitalen Überprüfungs-Farbcodes
CDVCC und weitere 61 Datensymbole (96 bis 156) umfassen. Die SYNC- und CDVCC-Symbole
stellen Information dar, die dem Empfänger bekannt ist und die Bezugssignale
REF bildet, die vorstehend genannt wurden.
Ein IS-54-System verwendet eine &pgr;/4-verschobene DQPSK-(differenzielle
Quadratur-Phasenumtast-)Modulation, für die die komplexe Basisband-Darstellung
S(t) des ausgesandten Signals durch die folgende Gleichung gegeben ist:
worin t die Zeit, si das komplexe Symbol ist, das während des Symbolintervalls
i ausgesandt wird, hT(t) die Impulsantwort des Sendefilters ist, und
T das Symbolintervall ist. Das Symbol si wird differenziell als
si = si-1(ai + jbi)/√2
codiert, worin &agr;i und bi jeweils ±1 sind und die
Informationsbits des Symbols i darstellen, während si einen der
Werte exp(j&pgr;k/4) hat, wobei k = 0, ... 7 mit gleicher Wahrscheinlichkeit ist.
Unter der Annahme, dass der Schwund nicht frequenzabhängig ist
(eine Entzerrung kann zur Kompensation eines frequenzabhängigen Schwundes verwendet
werden), kann der Übertragungskanal durch einen komplexen multiplikativen Schwund-Faktor
der Form U(t) = A(t)exp(j&ggr;(t)) dargestellt werde, worin A(t) und &ggr;(t)
die zufällige Amplitude bzw. die zufällige Phase des Schwundfaktors sind.
Nach dem Durchlaufen des Übertragungskanals wird das von jeder
der Diversity-Antennen 10 empfangene Signal durch das Empfangsfilter in
der digitalen Einheit 14 gefiltert, wobei die Kaskade der Sende- und Empfangsfilter
eine spektrale Kosinus-Potenz-Charakteristik hat. Unter der Annahme einer perfekten
Abtastung der Phaseninformation aus Gründen der Einfachheit ist das Signal
am Ausgang des Empfangsfilters und damit am Ausgang der digitalen Einheit
14 für den Diversity-Pfad n und das Symbolintervall k und damit die
Zeit t = kT durch die folgende Gleichung gegeben:
worin gn(kT) und un,j(kT) die Schwundfaktoren sind, die jeweils
das gewünschte Signal Sd(kT) und das j-te eine der L Gleichkanal-Störsignale
Sj(kT) beeinflussen und &zgr;n(kT) das gefilterte komplexe
Gauß'sche Rauschen mit einem Null-Mittelwert und einer Varianz von &sgr;
2n
in dem Diversity-Pfad n ist.
Für den Fall von zwei Diversity-Pfaden ist das Ausgangssignal
der CCIC 16 durch die folgende Gleichung gegeben:
r(kT) = w*1(kT)x1(kT) + w*2(kT)x2(kT)(3)
Ein Einsetzen von n = 1 und n = 2 für die zwei Diversity-Pfade
in der Gleichung (2) und Ersetzen nach x1(kT) und x2(kT) in
der Gleichung (3) ergibt folgendes:
Unter Verwendung der Gleichung (4) kann der folgende Ausdruck für
das Signal-zu-Stör-plus-Rauschen-Leistungsverhältnis (SINR) an dem Ausgang
der CCIC 16 zum Zeitpunkt t = kT abgeleitet werden:
worin pN die Störleistung an den Ausgang der CCIC 16 ist
und durch die folgende Gleichung gegeben ist:
PN = |w*1(kT)&zgr;1(kT) + w*2(kT)&zgr;2(kT)|2(6)
Für eine optimale Gleichkanal-Störreduzierung durch die
CCIC 16 ist es erforderlich, den mittleren quadrierten Fehler (MSE) an
dem Ausgang des Demodulators 18 zu einen Minimum zu manchen oder in äquivalenter
Weise das SINR an den Ausgang der CCIC 16 zu maximieren. Wenn der Vektor
X(t) die Diversity-Pfad-Signale x1(t) und x2(t) bezeichnet,
das heißt wenn:
X(t) = [x1(t)x2(t)]T(7)
ist, worin das hochgestellte T die Transponierung bezeichnet, so kann gezeigt werden,
dass der Satz von Wertigkeiten, der den MSE an den Ausgang des Demodulators zu einem
Minimum macht (oder das SINR am Ausgang der CCIC 16 zu einem Maximum macht)
durch die folgende Gleichung gegeben ist:
worin Rxx die Korrelations-Matrix der empfangenen Signale darstellt und
rxd den Bezugssignal-Korrelations-Vektor darstellt, der durch Folgendes
gegeben ist:
Rxx(t) = E[X(t)X*T(t)|(9)
rxd(t) = E[X(t)d*(t)](10)
worin E[.] die Erwartung bezeichnet, X*T(t) die Transponierung der Komplex-Konjugierten
von X(t) ist und d(t) ein Bezugssignal ist, das mit dem gewünschten Signal
korreliert wird. Wie dies weiter oben angegeben ist, ist das Bezugssignal durch
die SYNC- und CDVCC-Signale gebildet. Dies bedingt, dass die Rahmen-Synchronisation
zunächst ausgebildet werden muss, doch ist dies für jede Art von Diversity-Kombinationen
der Signale erforderlich.
Wie dies nachfolgend beschrieben wird, wird eine Anzahl von Symbolen
innerhalb eines eine begrenzte Größe aufweisenden Fensters zur Schaffung
einer Näherung der Korrelations-Matrix Rxx und des Korrelations-Vektors
rxd verwendet, um auf diese Weise einen optimalen Satz von Wertigkeiten
W(t) zu bestimmen; und dies wird als Wertigkeits-Erfassung bezeichnet. Derartige
Wertigkeiten könnten, wenn der Schwund der gewünschten und störenden
Signale sehr langsam bezogen auf die Dauer des Zeitschlitzes sein würde, über
den gesamten Zeitschlitz verwendet werden. In der Praxis ist dies im allgemeinen
nicht der Fall. Entsprechend wird eine Wertigkeits-Verfolgungs-Prozedur nach der
Wertigkeits-Erfassungs-Prozedur verwendet, um einen optimalen Satz von Wertigkeiten
über den gesamten Zeitschlitz aufrecht zu erhalten; dies beinhaltet die Bewegung
des Fensters fortschreitend über den Zeitschlitz des gewünschten Signals.
Die Wertigkeits-Erfassungs- und Wertigkeits-Verfolgungs-Prozeduren
werden nachfolgend anhand der 3 beschrieben, die den
ersten Teil eines Zeitschlitzes des gewünschten Signals und darunter Darstellungen
einer Folge der Schritte F1, F2, usw. zeigt.
Gemäß 3 wird in einem ersten
Schritt F1 ein Fenster mit einer Länge von WL Symbolen durch die letzten WL
≤ 14 Symbole des bekannten Synchronisationswortes SYNC an den Symbolen 9
bis 22 des Zeitschlitzes definiert. Ein großer Wert von WL ist für eine
gute statistische Mittelwertbildung wünschenswert, wie dies durch die Gleichungen
(9) und (10) gefordert wird, und ein kleiner Wert von WL ist wünschenswert,
um Kanal-Zeitschwankungen innerhalb des Fensters zu vermeiden; die letzteren können
ein überwiegender Faktor in Situationen mit schnellem Schwund sein. Entsprechend
ist die Fenster-Größe WL ein Kompromiss zwischen diesen Faktoren. Als
Beispiel entspricht die Darstellung nach 3 dem Fall
von WL = 10, doch ist zu erkennen, dass die gleichen Prinzipien für andere
Fenster-Größen angewandt werden können.
Die WL-Symbol-Abtastproben in dem Fenster werden dann für eine
Näherung der Korrelations-Matrix Rxx und des Bezugssignal-Korrelationsvektors
rxd verwendet. Dies heißt mit anderen Worten, dass die Korrelations-Matrix
durch die folgende Gleichung angenähert wird:
und der Bezugssignal-Korrelationsvektor durch die folgende Gleichung angenähert
wird:
Der optimale Satz von Wertigkeiten W wird dann aus der Korrelations-Matrix
Rxx und dem Bezugssignal-Korrelationsvektor rxd entsprechend
der Gleichung (8) bestimmt. Für den Fall von zwei Diversity-Pfaden und entsprechend
von zwei Wertigkeiten w1und w2, der hier beschrieben wird, wird eine direkte Matrix-Umkehrung
(DMI) bevorzugt, um die Wertigkeiten w1und w2 zu bestimmen, weil die Korrelations-Matrix Rxx
eine 2 mal 2-Matrix ist, für die die DMI nur wenig Rechenleistung beinhaltet.
Die DMI hat weiterhin den Vorteil einer besseren Konvergenz als andere bekannte
Techniken, wie zum Beispiel eine Fehlerabschätzung der kleinsten Quadrate (LMS)
der Wertigkeiten. Für eine größere Anzahl von Diversity-Pfaden, beispielsweise
4 oder mehr Diversity-Pfade, beinhaltet die LMS-Technik weniger Rechenaufwand als
die DMI und könnte gegenüber dieser bevorzugt werden.
Somit umfasst der Schritt F1 in 3 die
Bestimmung der Korrelations-Matrix Rxx und des Bezugssignal-Korrelationsvektors
rxd und damit eines anfänglichen Satzes von Wertigkeiten aus den
WL empfangenen Symbol-Abtastproben in dem Fenster unter Verwendung des bekannten
Synchronisations-Wortes SYNC als ein Bezugssignal.
In einem zweiten Schritt F2 in 3 wird
dieser Satz von Wertigkeiten in der CCIC 16 angewandt, um die Diversity-Pfad-Signalabtastproben
xi(t) und x2(t) für jedes einer Anzahl P von Datensymbolen
zu kombinieren, die unmittelbar auf das Synchronisations-Wort SYNC folgen. Allgemein
kann P irgendeine ganze Zahl sein, liegt jedoch vorzugsweise in dem Bereich 1 ≤
P < WL, sodass es eine Überlappung zwischen aufeinander folgenden Positionen
des Fensters gibt, wie dies weiter unten beschrieben wird. P ist in wünschenswerter
Weise in der in 3 gezeigten Weise so gewählt,
dass dieser Wert gleich der halben Fenstergröße ist, das heißt P
= WL/2. Die resultierenden kombinierten Symbole r(t) werden von dem Demodulator
18 demoduliert. Eine Schraffur (diagonale Linien) wird in 3
dazu verwendet, diese Schritte des Kombinierens und Demodulierens der empfangenen
Abtastproben zu bezeichnen. Wie dies ebenfalls durch die Schraffur in
3 gezeigt ist, wird im Schritt F2 jedes der 8 Datensymbole,
die dem Synchronisations-Wort SYNC vorangehen, ebenfalls unter Verwendung des gleichen
Anfangssatzes von Wertigkeiten kombiniert und demoduliert, wie sie im Schritt F1
bestimmt wurden.
In einem dritten Schritt F3 in 3 wird
das Fenster (nach rechts in 3) um P Symbole weiterbewegt,
und eine neue Korrelations-Matrix Rxx und ein Bezugssignal-Korreltations-Vektor
rxd und damit ein neuer Satz von Wertigkeiten wird in der gleichen Weise
wie im Schritt F1 unter Verwendung der Symbole in dem bewegten Fenster als Referenz
bestimmt. Diese Symbole sind nunmehr bekannt, weil sie entweder Teil des Synchronisations-Wortes
SYNC sind, oder sie werden durch das Rückführungssignal an die Wertigkeits-Recheneinheit
26 der CCIC 16 von dem Demodulator 18 als Folge der Demodulation
in dem Schritt F2 geliefert. Es ist zu erkennen, dass in dem bevorzugten Fall von
1 ≤ P < WL die bewegte Fensterposition in dem Schritt F3 die vorhergehende
Position des Fensters in dem Schritt F1 überlappt. Wenn P gleich ungefähr
der halben Fenstergröße ist, wie dies in 3
gezeigt ist, ergibt sich eine Überlappung von ungefähr 50%, was eine optimale
Wahl sein kann, wenn die sich entgegenstehenden Forderungen für eine genaue
Wertigkeits-Verfolgung und einen minimalen Rechenaufwand betrachtet werden.
In einem vierten Schritt F4 in 3, der
wiederum durch eine Schraffur gezeigt ist, wird der neue Satz von Wertigkeiten in
der CCIC 16 angewandt, um die Diversity-Pfadsignal-Abtastproben x1(t)
und x2(t) für jedes einer Anzahl von P von Datensymbolen zu kombinieren,
die unmittelbar auf das Fenster folgen, und die resultierenden kombinierten Symbole
r(t) werden durch den Demodulator 18 demoduliert.
Diese Schritte F3 und F4 werden nachfolgend der Reihe nach wiederholt,
wobei das Fenster fortschreitend durch den Zeitschlitz hindurch vorwärts bewegt
wird, bis alle die Symbole in dem Zeitschlitz demoduliert wurden. Ein Unterschied
wird hinsichtlich der CDVCC-Symbole gemacht, dahingehend, dass diese Information
dem Empfänger bekannt ist, und entsprechend wird die bekannte Information zur
Bildung des Bezugs für diese Symbole verwendet, anstelle der Symbole, die von
dem Demodulator 18 an den CCIC 16 zurückgespeist werden.
Entsprechend können die bekannten CDVCC-Symbole als solche verwendet
werden, entweder allein oder vorzugsweise in Verbindung mit den bekannten SYNC-Symbolen,
wie dies weiter oben beschrieben wurde, um die optimalen Wertigkeiten zur Kombination
der Diversity-Pfad-Signale in dem Rest des Zeitschlitzes zu bestimmen. Somit kann
das vorstehend anhand der 3 beschriebene Verfahren
unter Verwendung der CDVCC-Symbole als ein Bezugssignal angewandt werden, um einen
anfänglichen Satz von Wertigkeiten in der gleichen Weise,
wie sie vorstehend beschrieben wurde, in der Vorwärtsrichtung für die
abschließenden 61 Datensymbole in dem Zeitschlitz zu bestimmen. In einer ähnlichen
Weise kann, wie dies vollständig in der vorstehend genannten internationalen
Patentanmeldung beschrieben wurde, ein Fenster fortschreitend in Rückwärtsrichtung
ausgehend von den CDVCC-Symbolen für die Information zwischen den SYNC- und
den CDVCC-Symbolen in den Zeitschlitz bewegt werden. Das gleiche Rückwärtsrichtungs-Verfahren
kann von den SYNC-Symbolen für die 8 ersten Datensymbole in dem Zeitschlitz
angewandt werden.
4 zeigt für den Fall von zwei Diversity-Pfaden
eine Anordnung von Funktionen des CCIC 16 und des Demodulators
18 zur Implementierung der Prozedur nach 3.
Wie dies bereits erwähnt wurde, können diese Funktionen als Funktionen
einer integrierten DSP-Schaltung implementiert werden.
Die Anordnung nach 4 umfasst einen Puffer
30 für die Symbol-beabstandeten komplexen offene-Auge-Signal-Abtastproben
x1(1) bis x1(156) eines Zeitschlitzes für das Diversity-Pfad-Signal
x1(t) und einen ähnlichen Puffer 32 für die entsprechenden
Abtastproben x2(1) bis x2(156) des anderen Diversity-Pfad-Signals
x2(t). Sie umfasst weiterhin eine Wertigkeits-Recheneinrichtung
34, der WL sich bewegende Fenster-Abtastproben von jedem Puffer
30 und 32, die bekannte SYNC- und CDVCC-Symbol-Information und
die demodulierten Signale von dem Pfad 36 zugeführt werden. Für
jedes Symbol k erzeugt die Wertigkeits-Recheneinheit 34 die optimalen Wertigkeiten
w
*1
und w
*2
, mit denen die Diversity-Pfad-Symbole x1(k) bzw. x2(k) in
den komplexen Signal-Multiplizierern 38 bzw. 40 multipliziert
werden, wobei die Produkte in einem komplexen Signal-Summierer 42 summiert
werden, um das resultierende Signal r(k) zu erzeugen. Das Signal r(k) wird differenziell
unter Verwendung einer Ein-Symbol-(T-)Verzögerung 44, einer komplexen
Konjugation 46 und eines komplexen Signal-Multiplizierers 48 demoduliert,
um ein komplexes Signal zu erzeugen, das hier als weiche Entscheidung y(k) bezeichnet
wird. Diese Funktionen der Anordnung sind in den mit gestrichelten Linien umgebenden
Block 50 gezeigt. Bei der Bestimmung der optimalen Wertigkeiten in der
vorstehend beschriebenen Weise erzeugt die Wertigkeits-Recheneinheit 34
die Korrelations-Matrix Rxx und den Bezugssignal-Korrelations-Vektor
rxd für jede Position des sich bewegenden Fensters entsprechend
den Gleichungen (11) und (12), die den Gleichungen (9) und (10) entsprechen.
Einer Funktion 52 wird die weiche Entscheidung y(k) geliefert,
und sie setzt den Phasenwinkel &THgr; hiervon auf einen quantisierten Winkel entsprechend
der nachfolgenden Tabelle um. Dieser quantisierte Winkel wird an eine Entscheidungs-Einheit
54 geliefert, die decodierte Ausgangs-Dibits a und b erzeugt, die ebenfalls
in der Tabelle gezeigt sind. Zusätzlich wird der quantisierte Winkel an eine
Exponentialfunktions-Einheit 56 geliefert, die das komplexe Symbol bestimmt,
das dem quantisierten Winkel zugeordnet ist, wobei dieses komplexe Symbol auf dem
Pfad 36 als das Rückführungssignal von dem Demodulator an die
Wertigkeits-Recheneinheit 34 geliefert wird.
Wenn die Kanal-Gewinne der ersten und zweiten Diversity-Pfade jeweils
g1 und g2 für das gewünschte Signal und u1.j
und u2.j für ein Störsignal j sind, das eines von L Gleichkanal-Störsignalen
ist, so kann unter der Annahme, dass die Verstärkungen während der Mittelwertbildungs-Periode
konstant sind und zueinander unkorreliert sind, die Korrelations-Matrix Rxx
in der Gleichung (9) wie folgt ausgedrückt werden:
worin R(1,1), R(1,2), R(2,1) und R(2,2) die Elemente der Korrelations-Matrix Rxx
sind und durch Folgendes gegeben sind:
und &sgr;
2&zgr;
die Rausch-Varianz ist. Auf der rechten Seite jeder der Gleichungen 14 und 17 entspricht
der erste Ausdruck dem gewünschten oder Nutz-Signal, und der zweite Ausdruck
entspricht dem störenden Signal. In ähnlicher Weise kann der Bezugssignal-Korrelations-Vektor
in der Gleichung (10) wie folgt ausgedrückt werden.
Entsprechend ist für jeden Diversity-Pfad die Kanal-Verstärkung
für das gewünschte Signal durch ein jeweiliges eines der Elemente, die
mit rxd(1) und rxd(2) bezeichnet sind, des Bezugssignal-Vektors
dargestellt. Wenn die Leistung des gewünschten Signals, das von den zwei Antennen
empfangen wird, als S1 und S2 bezeichnet wird, so ist:
S1 = |rxd(1)|2 = |g1|2(19)
S2 = |rxd(2)|2 = |g2|2(20)
Wenn die Leistung von Störung plus Rauschen, die von den zwei
Antennen empfangen wird, mit I1 und I2 bezeichnet wird, so
ist aus den Gleichungen 14, 19 und 17, 20 zu erkennen, dass:
I1 = &Sgr;Lj = 1|u1,j|2
+ &sgr;2&zgr; = R(1,1) – |g1|2
= R(1,1) – |rxd(1)|2(21)
I2 = &Sgr;Lj = 1|u2,j|2
+ &sgr;2&zgr; = R(2,2) – |g2|2
= R(2,2) – |rxd(2)|2(22)
Aus den Gleichungen (19) bis (22) ist zu erkennen, dass die Leistung
des gewünschten Signals und die Leistung der Störung plus Rauschen durch
die Elemente der Korrelations-Matrix Rxx und des Bezugssignal-Korrelations-Vektors
rxd dargestellt sind, wobei diese Elemente durch die Wertigkeits-Recheneinheit
34 für jede Position des sich bewegenden Fensters erzeugt werden,
wie dies vorstehend beschrieben wurde. Somit kann das Verhältnis dieser Leistungen,
das heißt das SINR, aus diesen Elementen bestimmt werden.
Wie dies in dem Hintergrund der Erfindung erläutert wurde, muss
das SINR gemittelt werden, um die Effekte von Kanal-Schwankungen und Signal-Schwund
zu verringern. Die nachfolgend beschriebene Ausführungsform der Erfindung hat
drei Gesichtspunkte dieser Mittelwertbildung. Erstens wird die Mittelwertbildung
auf die Signal- und Störung-plus-Rauschen-Leistungen für die verschiedenen
Fensterpositionen, für die jeweils die Elemente der Korrelations-Matrix Rxx
des Bezugssignal-Korrelations-Vektors rxd erzeugt werden, in jedem Zeitschlitz
angewandt. Zweitens wird die Mittelwertbildung auf eine Anzahl von aufeinanderfolgenden
Zeitschlitzen angewandt, die von dem gleichen Endgerät empfangen werden. Drittens
wird eine Mittelwertbildung der Bestimmungen für die zwei (oder mehr) Diversity-Pfade
auf der Grundlage durchgeführt, dass nach der Beseitigung der Wirkungen der
Kanal-Schwankung und des Signal-Schwundes Abschattungs-Effekte für die zwei
Diversity-Pfade sehr stark korreliert sind, sodass die empfangenen Leistungen für
die unterschiedliche Diversity-Pfade ähnlich sind. Diese Gesichtspunkte der
Mittelwertbildung können jedoch alternativ selektiv angewandt werden.
Es ist zu erkennen, dass die Mittelwertbildung in einer Vielzahl von
bekannten Arten angewandt werden kann, beispielsweise eine exponentielle, bewertete
oder unbewertete Mittelwertbildung, und irgendeine dieser Möglichkeiten kann
zur Erzielung der gewünschten Ergebnisse verwendet werden. Es wird hier angenommen,
dass eine einfache unbewertete Mittelwertbildung über eine Anzahl von N Bestimmungen
von Rxx und rxd in jedem Zeitschlitz über N Zeitschlitze
und für die zwei Diversity-Pfade verwendet wird. Die Anzahl N hängt von
der Größe WL des Fensters und dem Ausmaß ab, in dem sich aufeinander
folgende Fensterpositionen überlappen, wie dies vorstehend
beschrieben wurde. Beispielsweise kann N gleich 27 für eine Fenstergröße
von WL = 10 mit P = WL/2 sein, wie dies vorstehend beschrieben wurde, oder 20 für
eine Fenstergröße von WL = 14. Die Anzahl N bestimmt die Verzögerung
bei der Erzeugung des SINR; beispielsweise kann N gleich 100 entsprechend einer
Periode von 2 Sekunden sein. Wenn die Elemente von Rxx und rxd
mit dem Index kj für die k-Berechnung der Wertigkeiten in dem j-ten Zeitschlitz
bezeichnet werden, worin 1 ≤ j ≤ N und 1 ≤ k ≤ M ist,
so ergibt sich aus den Gleichungen (19) und (20) die mittlere Leistung Sa
des gewünschten Signals wie folgt:
und aus den Gleichungen (21) und (22) ergibt sich die mittlere Leistung Ia
der Störung plus Rauschen aus folgendem:
Entsprechend ist das festgestellte SINR durch die folgende Gleichung
(25) gegeben:
5 zeigt eine Form der SINR-Abschätzeinrichtung
28 zur Erzeugung des Signals SINRest gemäß der vorstehenden
Beschreibung. Für jede Bestimmung der Wertigkeiten durch die Wertigkeits-Recheneinheit
34 werden die komplexen Signalelemente rxd(1) und rxd(2)
des Vektors rxd und die reellen Signalelemente Rxx(1,1)
und Rxx(2,2) der Matrix Rxx von der Wertigkeits-Recheneinheit
34 an die Anordnung nach 5 geliefert. Die
komplexen Signalelemente rxd(1) und rxd(2) werden durch die
Quadrierer 60 quadriert, um reelle Signale zu erzeugen, die in einem Addierer
62 summiert werden, dessen Ausgang für jeden Wert von k und j die
Summe in den Klammern in der Gleichung (23) darstellt. Die reellen Signalelemente
Rxx(1,1) und Rxx(2,2) werden dann in einem Addierer
64 summiert, in dem weiterhin die Summe von dem Addierer 62 subtrahiert
wird, und der Ausgang des Addierers 64 bildet für jeden Wert von k
und j den Inhalt des in Klammern gesetzten Ausdruckes in der ersten Zeile der Gleichung
(24). Die als Summierer dargestellten Einheiten 66 und 68 akkumulieren
die NM Ausgänge der Addierer 62 bzw. 64 für alle die
Werte von j und k innerhalb der Mittelwertbildungs-Periode, und der Ausgang der
Einheit 66 wird durch den Ausgang der Einheit 68 in einem Dividierer
70 dividiert, um das Signal SINRest gemäß der Gleichung
(25) zu erzeugen.
Es ist aus der vorstehenden Beschreibung und der Anordnung nach
5 zu erkennen, dass die Werte von N und M nicht an
dem Mittelwertbildungs-Prozess beteiligt sind, mit der Ausnahme davon, dass sie
die Mittelwert-Periode definieren, die zur Erzeugung der Abschätzung des SINR
verwendet wird. Es ist weiterhin zu erkennen, dass diese Werte und die Werte von
j und k, für die die Mittelwertbildung durchgeführt wird, in irgendeiner
gewünschten Weise geändert werden können.
Es wurde mit Hilfe von Computer-Simulationen festgestellt, dass in
den meisten Fällen, in denen das SINR überwiegend auf Störungen und
nicht auf Rauschen beruht, das Signal SINRest mit einer Genauigkeit von
innerhalb von 0,5 bis 1dB des mittleren SINR innerhalb von ungefähr 1 bis 2
Sekunden erzeugt wird. Für einen Diversity-Kombinations-Empfänger, bei
dem die CCIC-Anordnung bereits vorgesehen ist, erfordert die Bestimmung des SINR
relativ wenig zusätzliche Berechnungen, und diese können sehr einfach
durch den gleichen digitalen Signal-Prozessor durchgeführt werden. Entsprechend
kann die Erfindung in geeigneter Weise eine praktische relativ genaue Echtzeit-Bestimmung
des SINR ergeben.
Obwohl sich die vorstehend beschriebene spezielle Anordnung auf lediglich
zwei Diversity-Pfade bezieht, ist zu erkennen, dass dies sehr leicht auf eine größere
Anzahl von Diversity-Pfaden erweitert werden kann.
Vielfältige andere Modifikationen, Abänderungen und Anpassungen
kann an der beschriebenen Ausführungsform innerhalb des Schutzumfanges der
Erfindung durchgeführt werden, wie er in den Ansprüchen definiert ist.
Anspruch[de]
Verfahren zur Bestimmung des SINR-Signal zu Störung plus Rauschen-Leistungsverhältnisses
– in einem Kommunikationssystem, bei dem Diversity-Pfad-Signale, die jeweils
zeitmultiplexierte Symbole in einem Zeitschlitz unter Einschluss bekannter Symbole
umfassen, die ein Bezugssignal bilden, mit jeweiligen Wertigkeiten kombiniert werden,
um ein kombiniertes Signal zur Demodulation zu erzeugen, wobei das Verfahren
dadurch gekennzeichnet ist, dass es die folgenden Schritte umfasst:
Bestimmen einer Korrelations-Matrix der Diversity-Pfadsignale und eines Bezugssignal-Korrelations-Vektors;
und
Bestimmen des SINR aus der Korrelations-Matrix und dem Bezugssignal-Korrelations-Vektor.Verfahren nach Anspruch 1, bei dem der Bezugssignal-Korrelationsvektor
unter Verwendung von bekannten und bestimmten Symbole in dem Zeitschlitz als das
Bezugssignal bestimmt wird.Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei dem das Bezugssignal Synchronisationssymbole
und/oder CDVCC-codierte digitale Überprüfungs-Farbcode-Symbole umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1–3, bei dem die Wertigkeiten
zum Kombinieren der Diversity-Pfadsignale zur Erzeugung des kombinierten Signals
aus der Korrelations-Matrix und dem Bezugssignal-Korrelationsvektor bestimmt werden.Verfahren nach einem der Ansprüche 1–4, bei dem die Schritte
der Feststellung der Korrelations-Matrix und des Bezugssignal-Korrelationsvektors
und der Bestimmung des SINR für jede einer Vielzahl von Gruppen von bekannten
Symbolen in dem Zeitschlitz ausgeführt werden, wobei das Verfahren weiterhin
den Schritt der Mittelwertbildung des festgestellten SINR für die Vielzahl
von Gruppen von bekannten Symbolen in dem Zeitschlitz umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1–5, bei dem die jeweiligen
Wertigkeiten, mit denen die Diversity-Pfadsignale kombiniert werden, in Abhängigkeit
einer jeweiligen Korrelations-Matrix und einem Bezugssignal-Korrelationsvektor für
eine Vielzahl von Positionen eines Fensters in dem Zeitschlitz erzeugt werden, wobei
das Verfahren weiterhin den Schritt der Feststellung und der Mittelwertbildung des
SINR für eine Vielzahl von Fensterpositionen in dem Zeitschlitz umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1–6, das den Schritt
der Mittelwertbildung des festgestellten SINR für eine Vielzahl von Zeitschlitzen
einschließt.Verfahren nach einem der Ansprüche 1–7, bei dem das SINR
für jeden der Diversity-Pfade bestimmt wird, wobei das Verfahren weiterhin
den Schritt der Mittelwertbildung der festgestellten SINRs für die Diversity-Pfade
umfasst.Verfahren nach einem der Ansprüche 1–8, bei dem für
zumindest einen der Diversity-Pfade (10) der Schritt der Bestimmung des
SINR weiterhin die Feststellung einer Signalleistung durch Kalkulieren eines Elementes
des Bezugssignal-Korrelationsvektors, die Feststellung einer Störung plus Rauschen-Leistung
durch Subtrahieren der festgestellten Signalleistung von einem Element der Korrelations-Matrix,
das eine Summe der Signal-, Stör- und Rauschleistungen darstellt, und durch
Dividieren der festgestellten Signalleistung durch die festgestellte Stör-plus-Rauschleistung
umfasst, um das SINR zu bestimmen.Empfänger zum Empfang von Signalen über zumindest zwei Diversity-Pfade
(10), wobei die Signale jeweils zeitmultiplexierte Symbole in einem Zeitschlitz
unter Einschluss bekannter Symbole, die ein Bezugssignal darstellen, umfasst, mit:
Puffern (30, 32) zum Speichern von Symbolen der Diversity-Pfadsignale;
einer Wertigkeits-Recheneinheit (26, 34) zur Bestimmung von Wertigkeiten
zur Kombination von Symbolen der Diversity-Pfadsignale; und
einer Signal-Kombinationseinrichtung (20, 24, 24), die
zum Kombinieren von Symbolen der Diversity-Pfadsignale von den Puffern (30,
32) gemäß den jeweiligen Wertigkeiten angeordnet ist, die durch
die Gewichts-Berechnungseinheit (26, 34) bestimmt wurden, um ein
kombiniertes Signal zu erzeugen,
dadurch gekennzeichnet, dass die Wertigkeits-Berechnungseinheit (26,
34) die Wertigkeiten in Abhängigkeit von einer Korrelations-Matrix
der Diversity-Pfadsignale und eines Bezugssignal-Korrelationsvektors feststellt;
und
der Empfänger weiterhin eine SINR-Signal-zu-Stör-plus-Rauschleistung-Verhältnis-Abschätzeinrichtung
(28) umfasst, die auf Elemente der Korrelations-Matrix
und den Bezugssignal-Korrelationsvektor anspricht, um das SINR von zumindest einem
der Diversity-Pfadsignale zu bestimmen.Empfänger nach Anspruch 10, bei dem die SINR-Abschätzeinrichtung
(28) so angeordnet ist, dass sie das SINR für jeden der Diversity-Pfadsignale
bestimmt und die so bestimmten SINRs mittelt.Empfänger nach Anspruch 10 oder 11, bei dem die SINR-Abschätzeinrichtung
(28) so angeordnet ist, dass sie das bestimmte SINR für eine Vielzahl
von Zeitschlitzen mittelt.Empfänger nach einem der Ansprüche 10–12, bei dem die
SINR-Abschätzeinrichtung (28) durch Funktionen eines digitalen Signalprozessors
gebildet ist.