BEZUGNAHME AUF ANMELDUNG
Diese Anmeldung beansprucht den Vorteil unter 35 U.S.C. § 119(e)
der Provisorischen US-Patentanmeldung Nr. 60/027
998, eingereicht am 8. Oktober 1996, deren Offenbarung durch diesen Hinweis
in die vorliegende Beschreibung aufgenommen wird.
ANGABE HINSICHTLICH EINER UNTERSTÜTZUNG DES BUNDES ZUR FORSCHUNG
UND ENTWICKLUNG
Die Erfindung erfolgte mit staatlicher Unterstützung unter der
Vertrags-Nr. DAAK60-96-C-3018, gewährt durch das Soldier Systems Command of
the United States Army. Die Regierung besitzt gewisse Rechte an der Erfindung.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Am Kopf zu befestigende Bildanzeigen (beispielsweise Helme, Schutzbrillen
und Brillen, in die Miniaturanzeigen eingebaut sind) und andere Kompaktanzeigesysteme,
die Daten in alphanumerischer, Video- oder in graphischer Form liefern, besitzen
Anwendungen in der Luftfahrt, Medizin, Unterhaltung und für tragbare Rechner
sowie auf zahlreichen anderen Gebieten. Siehe beispielsweise US-Patente
5 348 577, 5 281 960,
4 806 001 und 5
162 828. Es gibt drei hauptsächliche Arten von bekannten, am Kopf
zu befestigenden Anzeigesystemen: "Systeme zum Hindurchsehen", bei denen das angezeigte
elektronische Bild mit dem umgebenden Bildmaterial so kombiniert wird, dass der
Benutzer beide Bilder sehen kann; "Systeme zum Herumsehen", bei denen das angezeigte
Bild einen Teil des Umgebungsbildmaterials bedeckt; und "Systeme mit vollständiger
Versenkung", bei denen das gesamte umgebende Bild blockiert ist, sodass der Benutzer
nur das elektronisch erzeugte Bild beobachtet. Alle drei Systemarten benutzen verschiedene
Vorrichtungen, einschließlich Linsen und dergleichen, um das Bild in das Auge
des Betrachters zu projizieren.
Die einfachsten Systeme sind jene vom Typ zum Herumsehen, bei dem
die elektronische Anzeige mit einer Linse oder mehreren Linsen ausgestattet ist
und vor den Augen des Benutzers hängt. Eine hauptsächliche Beschränkung
der Vorrichtung besteht darin, dass die Anzeige und das optische System hinsichtlich
des Kopfes bewegt werden müssen, oder der Kopf muss bewegt werden, um dem Benutzer
zu ermöglichen, das umgebende Bildmaterial in dem verdeckten Gebiet zu erblicken.
Eine zweite Begrenzung solcher Vorrichtungen besteht darin, dass die Vorrichtung
vom Kopf hängt (oder Helm, Band oder eine andere Trageeinrichtung, getragen
von dem Kopf), sodass die Masse der Vorrichtung ein unerwünschtes Gewicht und/oder
Druck/Zug auf den Kopf ausübt. Eine dritte Einschränkung der Vorrichtung
besteht darin, dass die Position der Austrittspupille des optischen Systems nicht
genau fixiert werden kann, was bedeutet, dass die Austrittspupille des optischen
Systems groß genug sein muss, um sich verschiedenen Bewegungen der Vorrichtung
anzupassen, die während der Benutzung vorkommen.
Vollständig versenkte Systeme haben viele derselben Einschränkungen
des Systems zum Herumsehen. Das am Kopf befestigte System muss entfernt werden,
um irgendwelche Umgebungsbilder zu sehen. Im Allgemeinen umfassen die Systeme Anzeigen
und Linsensysteme ähnlich zu der Anzeige zum Herumsehen, oder umfassen eine
Anzeige, ein Linsensystem und einen reflektierenden Schirm. Diese Systeme beziehen
hohes Gewicht, Drehmoment und Volumen ein.
Die Systeme zum Hindurchsehen beziehen die komplizierten optischen
Entwicklungen ein. Im Allgemeinen umfasst das System zum Hindurchsehen eine Anzeige,
ein Linsensystem und einen Betrachtungsschirm oder Kombinierer. Alle Begrenzungen
der Anzeige zum Herumsehen werden von der Anzeige zum Hindurchsehen geteilt, ausgenommen
das Erfordernis zur Entfernung des am Kopf montierten Systems, um umgebende Bilder
zu betrachten. Für diesen Vorteil ist es allerdings erforderlich, weitere optische
Komponenten hinzuzufügen und somit das Gewicht des Systems zu erhöhen.
Alle drei der vorstehend Genannten, am Kopf zu befestigenden Anzeigearten
haben weitere Beschränkungen und erfordern, dass die optischen Systeme an Schutzbrillen,
Helmen, Anschnallbändern, ungewöhnlich sperrigen Sonnenbrillenrahmen und
dergleichen zu befestigen sind, anstatt üblicheren optischen Trägern (wie
beispielsweise die viel einfachere Tragefunktion, die durch übliche Brillenrahmen
bereitgestellt wird). Diese Begrenzung erfordert, dass die Benutzer an das Tragen
solcher Vorrichtungen gewöhnt werden müssen.
Eine weitere Begrenzung bekannter Anzeigen ist das Erfordernis der
Bereitstellung von Beleuchtung. Beispielsweise erfordern am Kopf befestigte Anzeigesysteme,
welche Flüssigkristallanzeigen verwenden, Lampen, um die Anzeige zu beleuchten.
Diese Lampen verbrauchen Energie und erzeugen Wärme in der Nähe des Kopfes
des Benutzers und vergrößern das Gesamtvolumen und Gewicht des Systems.
Eine weitere und wichtige Begrenzung im Stand der Technik ist die
Verwendung von optischen Wegen außerhalb des Brillensystems. Beispielsweise
beschreibt US-Patent 5 348 477, Welch, ein
System mit einem Imagerelay und einem Satz Linsen und Schirme, befestigt außerhalb
des Brillenrahmens und der Brillenlinse. Die Verwendung eines optischen Wegs im
freien Raum, eines Kombinierers und dergleichen erschwert die Miniaturisierung zu
einer Form, die üblichen Brillen angenähert ist, ziemlich. Furness et
al. versuchten in US-Patent 5 162 828, diese
Begrenzung mit einem System zum Hindurchsehen, basierend auf einem transparenten
Schirm, wie man ihn beispielsweise bei einer Schutzbrille findet, mit einer Anzeige,
befindlich am Oberen der Schutzbrille oder Brillen, und einem Spiegel, der feststehend
oder einstellbar sein kann, angeordnet am Unteren des durchsichtigen Bereichs, anzugehen.
Die Brillen, welche von Perera (US-Patent 4 867 551
und 4 751 691) und Bettinger (US-Patent
4 806 011) offenbart werden, erfordern auch Spiegel, die an Brillenglasrahmen
hängen. Eine besondere Begrenzung der Systeme mit mechanisch aufgehängten
Spiegeln rührt von der Tatsache her, indem solche Anhängsel eine größere
Wahrscheinlichkeit aufweisen, dass die optische Fläche des Spiegels während
der Benutzung Schaden erfährt oder zerbricht oder das Auge des Benutzers nach
einem Unfall beschädigt. Da diese Systeme außerdem ungewöhnliche
optische Anhängsel einbeziehen, erreichen sie die ideale Form von üblichen
Eyewear nicht.
Bei einem bekannten System zum Hindurchsehen zielte das Interesse
insbesondere auf die Bereitstellung eines üblichen Brillenglasrahmens, bei
dem zwei Spiegel fast das gesamte aus faseroptischen Bündeln emittierte Licht
reflektieren und Licht vom umgebenden Ablauf hindurch lässt. Ein solcher Spiegel
wird durch die Grenzfläche zwischen zwei verklebten Linsen gebildet. Trotzdem
umfasst dieser Stand der Technik einen optischen Weg, der vollständig außerhalb
des Brillensystems liegt, und insbesondere setzt sich ein Lichtstrahl, der aus einer
Endfläche des Glasfaserbündels kommt, durch den freien Raum, nahe dem
Auge des Benutzers, fort, wodurch die Bildwahrnehmung beeinträchtigt wird.
KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
Die Erfindung betrifft ein am Kopf zu befestigendes Bildkombinierungslinsensystem
mit den Merkmalen von Anspruch 1. Die Erfindung umfasst eine Bildquelle oder Anzeige,
ein Linsensystem und einen Brillenrahmen oder eine Gesichtsmaske. Die Anzeige kann
durch Verwendung eines Bildkanals, wie ein Gradientenlinsenkanal, eines kohärenten
faseroptischen Bündels oder eines Linsenbildrelays, sodass die Anzeige hinter
dem Kopf befindlich sein kann, falls erwünscht, zum Ausgleichen des Systemgewichts
am Kopf, oder zum Verlegen einer Wärmequelle (die Anzeige oder das Hintergrundlicht),
weg von dem Gesicht, oder aus kosmetischen oder anderen Gründen entfernt von
der Brillenlinse angeordnet sein. Das Brillenglaslinsensystem wird mit einem oder
mehreren Kombinierern ausgebildet, sodass das Bild von der Anzeige intern durch
die Linse zu einer partiell oder vollständig reflektierenden Fläche, die
sich im Sehfeld des Benutzers befindet, zu dem Auge des Benutzers weitergeschaltet
wird. Da außerdem das Linsensystem teilweise durchsichtig für Strahlung
von außen ist, wird umgebendes Geschehen relativ unbeeinträchtigt für
den Benutzer in einer Weise von üblichen Brillen dargestellt. Diese optischen
Elemente können in Brillenglasrahmen oder einer Linse so eingebettet sein,
dass optische Flächen (Linsen oder Reflektoren) zu dem System hinzugefügt
werden können, um die Vergrößerung der Anzeige zu erhöhen oder
um die Sicht des Benutzers in einer Weise von üblichen Brillen zu korrigieren.
Der Hauptvorteil dieses Ansatzes gegenüber dem Stand der Technik besteht darin,
dass das optische System zu einer Form reduziert ist, die mit einer Integration
innerhalb einer Brillenlinse konsistent ist, mit der Folge der Beseitigung von äußerlichen
Anhängseln und üblichen, freien Raum sperrenden optischen Komponenten,
die man normalerweise nicht bei üblicher Eyewear findet.
Folglich stellt die Erfindung ein optisches System zum Hindurchsehen,
Herumsehen oder vollständig versenkt bereit, das optische Funktionen eines
am Kopf befestigten Anzeigesystems in kompakter Form bereitstellt. Das System kann
in Brillen oder in einer Gesichtsmaske integriert sein. Das System ist auch in der
Lage, von "vollständig versenkt" zum "Herumsehen" oder zum "Hindurchsehen"
ohne physikalische Bewegung der Anzeige umzuschalten.
Das System kann verwendet werden, um Umgebungslicht zu nutzen zur
Beleuchtung der Anzeige, und kann somit weniger Energie verbrauchen als die Systeme
des Standes der Technik. Das System ist auch vorteilhaft, indem sich keine mechanischen
Anhängsel vor den Augen des Benutzers befinden, welche das Auge des Benutzers
im Falle eines Unfalls beschädigen könnten. Außerdem gibt es keine
freiliegenden reflektierenden Flächen, die optischem Abbau
unterliegen würden. In einer weiteren Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung werden Bildeinfang- und Bildverfolgungsmöglichkeiten bereitgestellt.
BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
Die Erfindung wird aus der nachstehenden genauen Beschreibung im Zusammenhang
mit den beigefügten Zeichnungen besser verständlich:
1 ist ein am Kopf zu befestigendes Anzeigesystem des
Standes der Technik zum Hindurchsehen.
2 ist ein am Kopf zu befestigendes Anzeigesystem des
Standes der Technik zum Herumsehen.
3 ist ein am Kopf zu befestigendes Bildkombinierungslinsensystem
der vorliegenden Erfindung.
4 ist eine weitere Ausführungsform des am Kopf
zu befestigenden Bildkombinierungslinsensystems der vorliegenden Erfindung.
5A ist eine Vorderansicht eines Abschnitts eines Brillenrahmens
für ein Bildkombinierungssystem, wobei der Kombinierer bewegt wird.
5B ist eine Seitenansicht eines Gestells zum Befestigen
eines optischen Wegs von einer Bildquelle zu dem Brillenrahmen.
5C ist eine Draufsicht auf einen Abschnitt des Brillenrahmens
von 5A, wobei das Gestell entfernt ist.
5D ist eine Seitenansicht des Abschnitts von dem Brillenrahmen
von 5A, wobei Gestell und Kombinierer entfernt sind.
5E ist eine Vorderansicht des Abschnitts des Brillenrahmens
von 5A, wobei das Gestell und der Kombinierer entfernt
sind.
6A ist eine Vorderansicht eines Brillenrahmens für
ein binokulares Bildkombinierungssystem.
6B ist eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform
eines Brillenrahmens für ein binokulares Bildkombinierungssystem.
7 ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungslinsensystems
der vorliegenden Erfindung.
8 ist eine noch weitere Ausführungsform eines
Bildkombinierungslinsensystems der vorliegenden Erfindung.
9 ist eine noch weitere Ausführungsform eines
Bildkombinierungslinsensystems der vorliegenden Erfindung.
10 veranschaulicht ein Bildkombinierungslinsensystem
und einen Brillenrahmen mit befestigter Bildquelle und optischem Weg, gemäß
der vorliegenden Erfindung.
11 ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungslinsensystems
gemäß der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit einer Bildquelle
und einem optischen Weg darauf.
12 ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungslinsensystems
gemäß der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit einer Bildquelle
und einem optischen Weg darauf.
13 ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungssystems,
das einen gefalteten optischen Weg einbezieht.
14 ist eine Draufsicht auf ein Bildkombinierungssystem,
das eine Brille gemäß der vorliegenden Erfindung integriert.
15 veranschaulicht ein Röhrengestell zum Befestigen
eines optischen Weges von einer Bildquelle an ein Bildkombinierungslinsensystem
gemäß der vorliegenden Erfindung.
16A ist eine weitere Ausführungsform des Bildkombinierungslinsensystems
der vorliegenden Erfindung.
16B ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungslinsensystems
der vorliegenden Erfindung.
17 ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungssystems
gemäß der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit Bilderfassung und
Augenverfolgung.
18 ist eine bekannte katadioptrische Anzeige, basierend
auf einem Freiraumkombinierer.
19A ist ein erfindungsgemäßes katadioptrisches
System.
19B ist eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen
katadioptrischen Systems.
20 ist ein Bildkombinierungssystem gemäß
der vorliegenden Erfindung, das eine Vielzahl von Kollimationsstrecken zeigt.
21 ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungssystems
gemäß der vorliegenden Erfindung, das eine Vielzahl von Kollimationsstrecken
einbezieht.
22 ist ein Gesichtsmaskenaufbau gemäß der
vorliegenden Erfindung mit integriertem Bildkombinierungssystem und Rechnerkreisen.
23 ist ein Bildkombinierungssystem gemäß
der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit Abtastspiegeln zur Augenverfolgung.
24 ist ein Bildkombinierungssystem, im Zusammenhang
mit Abtastspiegeln und einer ebenen Plattenanzeige zum Augenverfolgen.
25A ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungslinsensystems
mit einem vergrößerten Blickfeld gemäß der vorliegenden Erfindung.
25B ist eine Ausführungsform von 25A,
die das Teilen von Licht in zwei Wege veranschaulicht.
26 ist eine Ansicht eines Bildkombinierungssystems
von 25.
27 ist eine weitere Ausführungsform eines Bildkombinierungslinsensystems
gemäß der vorliegenden Erfindung im Zusammenhang mit einem optischen Weg
und einer Bildquelle mit vergrößertem Blickfeld.
28A ist eine schematische perspektivische Ansicht einer
Brille, hergestellt gemäß der vorliegenden Erfindung.
28B ist eine Draufsicht von Oben, teilweise weggeschnitten,
einer Brille von 28A.
29 ist eine Ansicht einer weiteren Ausführungsform
einer Brille gemäß der vorliegenden Erfindung.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG IM EINZELNEN
1 erläutert ein am Kopf zu befestigendes Anzeigesystem
zum Hindurchsehen, basierend auf Linsen und Kombinierern. Eine Anzeige
10 und Hintergrundlicht 20 sind mit einer Linse 50 oberhalb
der Sichtlinie des Benutzers befestigt. Strahlen 80 aus der Anzeige
10 führen durch die Linse 50 und reflektieren von dem Kombinierer
40 zu dem Auge des Benutzers. Strahlen 60 vom umgebenden Geschehen
führen durch Linse 30 und führen auch durch Kombinierer
40 und laufen mit Strahlen 80 von der Anzeige zusammen. Somit
nimmt der Benutzer ein Bild mit der Überlagerung von Strahlen aus der Anzeige
und aus dem umgebenden Geschehen wahr. Die Linsen in diesem System
liefern geeignete Vergenz für die Strahlen, sodass das Bild bei der gewünschten
Tiefe wahrgenommen wird. Im Allgemeinen ist die Größe der verschiedenen
Teile in diesem System in der Größenordnung von 0,5 bis 2,0 inch, um eine
große Austrittspupille bereitzustellen, und erfordert Gehäuse und Rahmen,
welche das System sperrig machen. Zudem ist das Gewicht in einer Weise verteilt,
dass ein unerwünschtes Drehmoment auf dem Kopf des Benutzers erzeugt wird.
2 erläutert einen weiteren bekannten Ansatz für
eine am Kopf befestigte Anzeige, unter Einbezug einer Herumseh-Technologie. Eine
Anzeige 10 und ein Hintergrundlicht 20 werden mit einer Linse
110 so befestigt, dass Strahlen 100 zu dem Auge mit geeigneter
Vergenz wandern. Dieses Anzeigesystem mit weniger Teilen ist etwas leichter als
die Anzeige zum Hindurchsehen, schließt allerdings umgebende Strahlen aus.
Außerdem haben sowohl Anzeigen zum Herumsehen als auch zum Hindurchsehen, angebracht
an Hüten und Kopfbändern, die Neigung, an Gegenständen in der Umgebung
hängen zu bleiben.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in
3 dargestellt. Eine Bildquelle oder Anzeige
320 und eine Linse 330 werden an der Kante einer zweiten "Linse"
oder eines Linsensystems 300, nachstehend als "Hauptlinse" 300
bezeichnet, befestigt. Hauptlinse 300 ist insbesondere in der Form einer
Brillenglaslinse (mit oder ohne Sicht korrigierende Brechkraft) und Einsatz
301, gebildet beispielsweise in der Art eines bifokalen Einsatzes. Es ist
somit selbstverständlich, dass die Hauptlinse 300 die Einzellinse
(oder das Linsensystem im Fall einer bifokalen Linse) in einem Brillenglas ersetzt.
Die Hauptlinse 300 kann genauer als ein optisches System, umfassend eingebettete
Linsen und andere optische Komponenten und Flächen, bezeichnet werden, wird
aber hier der Einfachheit halber als Hauptlinse 300 bezeichnet. Es sollte
auch selbstverständlich sein, dass der Begriff "Linse" im Allgemeinen hierin
sich auf eine Fläche mit optischer Brechkraft und/oder auf Sätze von Mehrfachflächen
mit optischer Brechkraft, entweder refraktiv, diffraktiv, reflektierend oder anderweitig
in der Beschaffenheit, bezieht.
Der Einsatz 301 in der Hauptlinse 300 umfasst zwei
Materialien mit unterschiedlichen Brechungsindizes, n1 und n2,
wobei n1 größer als n2 ist, sodass Lichtstrahlen
308 von der Bildquelle 320, wandernd durch das Material mit höherem
Brechungsindex und folglich auftreffend an der Grenzfläche 302, zwischen
den Materialien zu einer dritten Linse 340 innen total reflektiert werden.
Umgebungslichtstrahlen 306 gelangen durch die Grenzfläche
302 und werden von der dritten Linse 340 fortgebrochen, sodass
der Kontrast des angezeigten Bildes verbessert wird. Die zwei Linsen 330
und 340 werden derart ausgewählt, dass die kombinierte optische Brechkraft
ein Mikroskop bildet, wodurch das Bild von der Anzeige mit der gewünschten
Vergrößerung angeschaut werden kann. Die zwei Materialien können
beispielsweise Quarz bzw. geschmolzenes Siliziumdioxid (n2 = 1,458) und
LaSFN9 (n1 = 1,85) umfassen, sodass die Strahlen mit einem
Einfallswinkel größer als 52 Grad total innen reflektiert werden. Alternativ
kann ein mit Luft oder mit einem anderen Fluid gefüllter Spalt zwischen den
Materialien bereitgestellt werden, oder das Material mit geringerem Index kann Luft,
ein weiteres Fluid oder Vakuum umfassen, sodass, wenn Quarz bzw. geschmolzenes Siliziumdioxid
für die Hauptlinse 300 verwendet wird, der kritische Winkel für
die totale Innenreflexion 43 Grad sein wird. Der Winkel der Grenzfläche
310 kann ausgelegt sein, um der Bedingung, dass der Einfallswinkel den
kritischen Winkel für Totalinnenreflexion überschreitet, zu genügen,
und auch, damit die optischen Erfordernisse zum Positionieren des anzuschauenden
Bildes getroffen werden. Die hier gezeigte optische Grenzfläche ist auch eben,
sie kann allerdings auch gekrümmt sein, um optische Brechkraft bereitzustellen.
Eine alternative Ausführungsform umfasst die Verwendung eines
Einsatzes 301 mit Materialien, die Dünnfilm-Interferenzbeschichtungen
an der Grenzfläche aufweisen zum Kombinieren der Lichtwege, wie es gewöhnlich
bei dielektrischen Strahlteilern und -kombinierern bewirkt wird. In einem solchen
Fall können die Brechungsindizes n1 und n2 gleich sein
(n1 = n2). Jedes Verfahren funktioniert; allerdings sind die
Interferenzbeschichtungen bei Systemen zum Hindurchsehen nützlich, wohingegen
Totalinnenreflexion einen größeren optischen Durchsatz entlang der gewünschten
Wege in Systemen zum Herumsehen bereitstellt. Metallbeschichtete Flächen können
ebenfalls verwendet werden.
Die Anzeige 320 kann einen Miniaturflachbildschirm, eine
Kathodenstrahlröhre oder eine Abtastanzeige, wie in US-Patentanmeldung
Nr. 08/716,103 beschrieben, eingereicht am 19. September 1996, mit dem
Titel COMPACT DISPLAY SYSTEM, identifiziert durch das Anwaltsaktenzeichen Nr. MOP-101J,
übertragen auf die Eigentümer der vorliegenden Erfindung und hierin durch
diesen Hinweis einbezogen, umfassen. Die Anzeige 320 kann empfänglich
sein für Hochfrequenz Videosignale, wobei die Hochfrequenzverbindung in Abhängigkeit
von den entsprechenden Anwendungserfordernissen und erhältlicher Technologie
analog oder digital ist.
4 veranschaulicht ein weiteres Verfahren zur Herstellung
des Bildkombinierungssystems. Bei diesem System ersetzt ein würfelförmiger
Strahlteiler 801, der in Umkehrung als Kombinierer verwendet wird, die
total reflektierende Fläche, die bereits beschrieben wurde. Der würfelförmige
Strahlteiler, beispielsweise Edmund Scientific Part A45 111, hat den Vorteil gegenüber
der total innen reflektierenden Fläche, indem keine Brechung von Umgebungsstrahlen
praktisch eingeführt werden; allerdings lässt der würfelförmige
Strahlteiler nur etwa 50% des Umgebungs- und Anzeigenlichts zu dem Auge gelangen.
Im Fall, in dem Strahlteiler 801 einen polarisierenden Strahlteiler umfasst,
und Anzeige 320 ein polarisierendes Licht bereitstellt (beispielsweise
aus einer Flüssigkristallanzeige oder einer Laserabtastanzeige), kann Reflexion
im Bereich von 75 bis 99% in Abhängigkeit von der Wellenlänge der Anzeigenemission
und dem optischen Aufbau der Beschichtungen in Würfel 801 erhalten
werden. Der Würfel kann auch als ein Analysator für eine Flüssigkristallanzeige
dienen, da er effizient eine Polarisation durchlässt und nicht die andere.
In dieser Ausführungsform liefert ein Gehäuse
820 ein Mittel zum Halten zweier Glas- oder Kunststoffplatten
810, die zu dem Würfel 801 zusammengefügt sind, wobei
Platten und andere innere Teile die Hauptlinse 300 umfassen. Lichtstrahlen
aus einer Lichtquelle fallen durch ein Loch 821 (siehe 6)
in Gehäuse 820 ein. Umgebungsstrahlen gelangen durch einen der drei
Wege. Der erste Weg 830 verläuft über optional polarisierende
Schicht 804, durch Glas 810, durch Würfel 801, durch
zweites Glas 810 und dann zum Auge. Ein zweiter Weg 831 führt
durch gegebenenfalls polarisierende Schicht 804, Glas 810, gegebenenfalls
polarisierende Schicht 802, zweites Glas 810 und dann zum Auge.
Der Zweck der gegebenenfalls vorliegenden polarisierenden Schichten ist, eine Einstellung
des Lichtgrades des umgebenden Geschehens, welches das Auge erreicht, zu ermöglichen,
um einen Ausgleich des Lichtgrades zwischen der Anzeige und dem umgebenden Geschehen
zu erreichen, was durch Befestigen gegebenenfalls vorliegender Polarisierer
804 an einem rotierenden Deckglas 803 ermöglicht wird.
Ein dritter Weg 832 führt durch gegebenenfalls polarisierende
Schicht 804, Glas 810, gegebenenfalls polarisierende Schicht
802, Würfel 801 und dann durch zweites Glas 810
zu dem Auge. Licht, das entlang Weg 832 führt, erleidet einige Verzerrung,
aufgrund des Achsen abweichenden Durchgangs durch den Würfel. Dieser Effekt
kann durch Formen des Strahlteilers zu einer konischen Form und durch Füllen
des Hohlraums 806 mit einer Verbindung, die optisch zum Würfel
801 passt, vermindert werden.
Der Würfelstrahlteiler 801 kann entworfen und ausgerichtet
sein, um, wie vorstehend beschrieben, für Polarisation empfindlich zu sein,
und derart ausgerichtet sein, dass, wenn er mit der polarisierenden Schicht
802 in Übereinstimmung gebracht wird, der Würfel 801
und Polarisierer 802 gleiche Mengen an Strahlen 830,
832 und 831 absorbieren. Geeignet ausgerichtet, ist die Nettotransmission
von polarisiertem Licht über die Hauptlinse 300 gleichförmig
und der externe Polarisator 804 kann gedreht werden, um den Lichtgrad des
umgebenden Geschehens, wenn durch den Würfel oder anderweitig betrachtet, einzustellen.
5A–5E und
6A erläutern einige der Einzelheiten der Einrichtung
eines Brillengestells für die Vorrichtung, dargestellt in 4.
Ein dreieckiger Block 822 empfängt ein Rohr 823, das den
optischen Weg aus der Anzeige aufnimmt, wie nachstehend weiter beschrieben. Ein
Spiegel 824 reflektiert Strahlen auf den Lichtweg über einen Winkel
von 90° durch die Öffnung 821 zu dem Kombinierer 801.
Der Block 822 kann an dem Gehäuse 820 in beliebiger geeigneter
Weise befestigt sein, beispielsweise durch Schrauben 825. Zwei Gehäuse
820 werden zur Bildung einer Brille zusammengesetzt, wie in 6a
gezeigt. Bezugnehmend auf 3, kann Würfel
801 in Position 301, Linse 340 und Anzeige
320, auch in der Hauptlinse 300 als durchgehender Guss gebildet
werden, der dann in übliche Brillenrahmen 830 montiert werden kann,
wie in 6b dargestellt.
7 zeigt eine andere Ausführungsform, bei der die
Linsen 330 und 340 durch Linsen 360 bzw. 370
ersetzt sind, welche an die Hauptlinse 300 geklebt sein können, oder
welche als Teil der Hauptlinse 300 ausgebildet sein können, wenn beispielsweise
die Linse Spritzguss geformt ist. Die Hauptlinse 300 kann als ein einziges
festes Stück durch Einbetten der optischen Teile in ein festes, klares oder
getöntes Material, beispielsweise ein optischer Zement, Polycarbonat, Epoxid,
Polymethylmethacrylat oder Glas, gebildet werden. In einem solchen Fall wird die
Form mit Flächen ausgestattet, die die gewünschte optische Brechung und/oder
gewünschten Reflexionen bei verschiedenen Orten oder innerhalb der Hauptlinse
300 ergeben werden. Die Hauptlinse 300 kann auch aus einer Vielzahl
von gegossenen, geformten oder Span abhebend bearbeiteten Teilen, die dann miteinander
verbunden werden, zur Bildung einer durchgehenden Einheit, oder die alternativ in
der in 4 bis 6 gezeigten Weise montiert
sind, ausgebildet werden. Eine weitere Ausführungsform dieser Erfindung umfasst
die Verwendung einer integrierten Linse 360 mit einer separaten Linse
340 oder umgekehrt. Zusätzlich können Linsen 330 und
340 oder 360 und 370, oder eine beliebige Kombination,
achromatische Linsen für farbkorrigierende Dispersionseffekte in dem optischen
System umfassen, oder andere Linsenkombinationen zur Verminderung von Bildaberrationen.
Es sollte erkannt werden, dass Linse 360 optional ist und weggelassen
werden kann in Systemen, die einfache verstärkende Optik erfordern.
Eine weitere Ausführungsform des Linsensystems ist in
8 dargestellt. Bei dieser Entwicklung werden Linse
360 und Anzeige 320 zu einer Position hinter der Hauptlinse
300 bewegt. Eine reflektierende Fläche 325 ist in der Form
eines zweiten Einsatzes 326 in der Hauptlinse 300 zum Richten
des einfallenden Bildes auf den Einsatz 301 bereitgestellt. Reflektierende
Fläche 325 kann von dem Typ, implementiert in Einsatz 301,
sein, der selbst Würfel 802 umfassen kann, oder alternativ ersetzt
sein kann durch einen Spiegel, befestigt im Inneren zu der Hauptlinse
300, oder äußerlich, wie in 5A gezeigt.
Wenn der zweite Einsatz 326 polarisierend ist, wie bei einem polarisierenden
Strahlteiler, können der Einsatz 301 oder Einsatz 326 als
analysierender Polarisierer (oder Analysator) für den Fall, bei dem Bildquelle
320 eine Flüssigkristallanzeige ist, wirken.
Bei Anwendungen, bei denen die Anzeige 320 in der Lage ist,
eine starke Bildwiedergabe bereitzustellen, kann der Spiegel ausgelegt sein, um
das Auge des Nutzers für den unwahrscheinlichen Fall zu schützen, dass
das Anzeigeregelsystem ausfällt. Der Spiegel (an Fläche 325),
der als optische Sicherung dient, kann den Benutzer vor Verletzung schützen,
indem er so ausgelegt ist, dass etwas von dem einfallenden Licht absorbiert wird.
Hierzu können eine Schicht oder mehrere Schichten von Material mit niedriger
thermischer Leitfähigkeit unterhalb der reflektierenden Schicht des Spiegels
bereitgestellt werden. Mit einer solchen Anordnung kann der Lichtstrahl gestaltet
werden, um das Erhitzen des Spiegels schneller zu gestalten als das Erhitzen der
Retina, wodurch ein Schaden für den Spiegel rascher als für das Auge entsteht.
Eine der Schichten von niedriger Leitfähigkeit unterhalb des Spiegels kann
ein Material mit hohem thermischem Ausdehnungskoeffizienten umfassen, was zu einer
Blase oder anderen defokussierenden Mechanismen an dem Spiegel führen würde,
so ausgelegt, dass sie bei einem Schwellenwert-Energiefluss unterhalb des Schadenschwellenwerts
der Retina auftreten. Die Bildquelle kann auch Infrarot-(IR)-Strahlung liefern,
um diesen Effekt zu erhöhen. Die IR-Strahlung würde durch einen Filter,
irgendwo im System, entfernt werden, um sie vor dem Erreichen des Auges des Benutzers
zu bewahren.
Es wird angemerkt, dass die Anzeige Hintergrundbeleuchtung zeigen
kann, wie bereits offenbart, oder durch Umgebungslichtstrahlen 401 und/oder
402 und/oder 403 beleuchtet werden kann. Eine solche Entwicklung
kann mit dem total innerlich reflektierenden Einsatz 326 arbeiten, oder
mit einer teilweise oder vollständig reflektierenden Spiegelfläche
325, oder mit einer Fläche mit einer dielektrischen Beschichtung arbeiten.
Ein Teil der Strahlen 401, 402 und 403 wird zu der Anzeige
durch den Kombinierer 325 weitergeleitet. Diese Strahlen werden dann aus
der Anzeige in den optischen Weg, der zu dem Auge führt, reflektiert. Das optische
System kann mit Feld- oder Sammellinsen ausgestattet sein, um die Strahlen
401, 402 und 403 zu sammeln und zu konzentrieren. Zudem
können die Strahlen 401, 402 und 403 durch eine
Lampe ergänzt werden, die optisch an der Hauptlinse 300 befestigt
ist, zum Beobachten, wenn unzureichend Umgebungslicht zur Verfügung steht.
Für den Fall, bei dem Anzeige 320 eine Flüssigkristallanzeige
ist, kann Einsatz 326 einen polarisierenden Strahlteiler umfassen, der
als Polarisierer und Analysierer für die Anzeige dient. Diese Ausführungsform
kann außerdem durch Zusatz eines gegenläufig rotierenden Systems von Polarisierern
verbessert werden, wie es auf dem Fachgebiet bekannt ist, zur Bereitstellung einer
Einstellung im Lichtgrad des umgebenden Geschehens. In dieser Weise kann Licht aus
der Anzeige und dem Lichtgrad des umgebenden Geschehens ausgeglichen werden. Durch
Verwendung eines Flüssigkristallverschlusses kann die Einstellung elektronisch
gestaltet werden und ein Sensor kann für eine automatische Kompensation oder
für einen Ausgleich zwischen relativer Helligkeit der Bilder verwendet werden.
Eine weitere Verbesserung hinsichtlich der Gestaltung in den vorstehend
genannten Figuren kann durch Zusatz einer vierten Linse 410 an der Vorderseite
der Hauptlinse 300 über den Einsatz, wie in 9
dargestellt, erfolgen. Die Linse 410, die im Allgemeinen negative Brechung
aufweist, wirkt der positiven optischen Brechkraft der Linse 370 entgegen,
sodass Strahlen 306 aus dem umgebenden Geschehen betrachtet werden können,
ohne wesentliche Vergrößerung, während Strahlen aus der Anzeige,
die nicht durch Linse 410 gelangen, mit Vergrößerung gesehen
werden. Die Linse 410 kann positive oder negative optische Brechkraft,
in Abhängigkeit von den speziellen Sichtkorrekturerfordernissen des Benutzers,
aufweisen. Andere Linsenflächen können auf je einer Seite der Hauptlinse
300 zugegeben werden, um die Sicht des Benutzers zu korrigieren, in der
Art einer üblichen Brille, oder eine der Mikroskoplinsen kann bei einer optischen
Brechkraft eingestellt werden, um die Sicht des Benutzers zu korrigieren. Andere
Linsen können zugefügt werden, um weiterhin die Sicht durch Linsen
370 und 410 zu korrigieren. Es ist anzumerken, dass diese Linsen
auch wesentlich in dem Volumen der Hauptlinse 300 eingebaut werden können.
In Ausführungsformen, in denen Linsen in einer durchgehenden
Hauptlinse 300 bereitgestellt werden, wie durch Spritzgießformen oder
alternativ durch Span abhebendes Verarbeiten eines Satzes von Teilen, die zu einer
durchgehenden Hauptlinse zusammenzusetzen sind, müssen der Brechungsindex n
und der Krümmungsradius der Linsen von ihren Werten in der
Luft korrigiert werden, um die gewünschte optische Brechkraft zu erhalten,
innerhalb des Vergießungs-, Form- oder Span abhebend verarbeiteten Mediums.
Die Brechungsindizes der Verbindungen und des Linsenmaterials können aus vielen
Verbindungen mit Indizes im Bereich von 1,4 bis 1,6 für optische Polymere oder
Glas und 1,5 bis 2,0 für verschiedene andere optische Materialien ausgewählt
werden. Die Formverbindung kann aus vielen kommerziellen Verbindungen mit einem
Brechungsindex, der mit Glas übereinstimmt (n = 1,46) ausgewählt werden,
und die Linsen können beispielsweise aus LaSFN9 (n = 1,85) gebildet
werden. Alternativ kann die optische Brechkraft durch Bereitstellung eines Luftspalts
oder Vakuums in dem Formmaterial oder durch Materialien von geringem Brechungsindex,
wobei der Krümmungsradius entsprechend ausgelegt ist, entwickelt werden. Ein
weiterer Ansatz besteht darin, einen solchen Spalt mit einer Flüssigkeit von
hohem oder niedrigem Brechungsindex zu füllen. Eine weitere Alternative ist
die Verwendung von diffraktiven oder holographischen Linsenelementen innerhalb der
Hauptlinse 300.
Um das Gewicht des optischen Systems auszugleichen und die Anzeige
320 zu einer Position, weg von der Sicht des Betrachters, zu entfernen,
kann das Bild zu der Hauptlinse der Brille durch ein Image-Relay 510 verlegt
werden, das ein kohärentes optisches Faserbündel oder einen Gradientenindex-(GRIN)-Linsenbildkanal,
oder ein Relay, gebildet aus Linsen, veranschaulicht in 10,
umfassen kann. In einer Ausführungsform erstreckt sich das Image-Relay
510 entlang einer Seite der Brille zu der Anzeige 320. Relay
510 kann mit vorbestimmten Biegungen gebildet werden, um das Bild von der
Anzeige zu einer genauen Anordnung auf der Hauptlinse 300 bereitzustellen.
Alternativ kann ein zusätzlicher Einsatz 326 (11)
in der Hauptlinse verwendet werden, um das Bild an dem gewünschten Winkel mit
der gewünschten optischen Brechkraft anzunehmen und das Bild zu dem Einsatz
301, wie in den Ausführungsformen von 11
und 12 gezeigt, zu verlegen bzw. weiter zu leiten.
11 zeigt einen Bildkanal 510, der Bilder von
Anzeige 320 über den faseroptischen Konus 520 zu Linse
360 verlegt. Der Zweck des faseroptischen Konus ist die Übereinstimmung
der Abmessungen der Anzeige an die Abmessungen des Bildkanals. Beispielsweise kann
die Anzeige eine Miniaturflachschirm Aktivmatrix-Elektrolumineszenzanzeige mit einem
Sichtbereich in Abmessungen von 15,4 mm × 11,5 mm umfassen und der Bildkanal
kann Abmessungen von 6,4 mm × 6,4 mm aufweisen (wobei es erwünscht ist,
Kanäle mit möglichst geringem Gewicht und Querschnitt zu verwenden); der
faseroptische Konus vermindert die Bildgröße um ein Verhältnis von
2,4 : 1. Es ist anzumerken, dass das Bildkanalrelay 510 in der mechanischen
Hülse 500 positioniert ist. Diese Hülse fügt Festigkeit
zu dem mechanischen Punkt zwischen Relay 510 und Brillenlinse und Rahmensystem,
und liefert auch einen Grad an fokussierender Einstellung, indem der Abstand zwischen
der Endfläche 511 von Relay 510 und Linse 360 durch
den Nutzer variiert werden kann. Es ist anzumerken, dass die mechanische Hülse
mit Gewindegängen, Reibungsschluss oder anderen, auf dem Fachgebiet bekannten
Verfahren zum präzisen positionierenden Einstellen versehen sein kann.
12 zeigt eine weitere Entwicklung, bei der das Image-Relay
mit einer Linse 530 zur weiteren Modifizierung der optischen Brechkraft
des Abbildungssystems ausgestattet ist. Außerdem wird bei dieser Ausführungsform
der faseroptische Konus ersetzt durch Linse 550, die positive oder negative
Brechkraft aufweisen kann, befestigt im Gehäuse 540, und Linse
560, befestigt an dem Bildkanal (oder alternativ befestigt an dem Gehäuse
540). Dieses Linsensystem verwirklicht die Reduktion von Bildgröße
und ermöglicht weiterhin die Einstellung des Fokus durch mechanische Hülse
570 in der bereits beschriebenen Weise. Das Gehäuse 540 kann
auch mit einem Mittel zum Einstellen der relativen Positionen von Anzeige
320, Linsen 550 und 560 und Bildkanalposition versehen
werden.
Die Anzeige kann an das GRIN-Linsenrelay durch einen faseroptischen
Konus 520 oder eine Linse 550, wie in 12
dargestellt, oder eine Kombination der zwei angefügt werden. Der optische Weg
des Linsensystems kann Spiegel 555 einschließen, sodass der Weg gefaltet
sein kann und somit im Volumen vermindert, während eine lange optische Weglänge
beibehalten wird, wie in 13.
14 erläutert eine Draufsicht auf ein weiteres
Linsensystem, eingebaut in eine Brille. Diese Ausführungsform schließt
an jeder Seite eine Bildrelayeinrichtung und ein grundlegendes Zwei-Linsen-Verbindungs-Mikroskop
(Objektiv und Augenlinse) zum Vergrößern des Bildes und zum Verlegen desselben
zu dem Auge durch den Kombinierer ein. Solche Gläser sind in der Lage, binokulare
Stereoabbildungen anzuzeigen.
Die Bildrelayeinrichtung umfasst eine Anzeige 320, befestigt
hinter dem Kopf, und ein hochauflösendes Imagerelay 510, umfassend
ein GRIN-Linsen-Imagerelay, das ein Luftbild nahe dem Ausgangsende 511
bei einer Position am Ende der GRIN-Bildebene bereitstellt. Die exakte Position
der GRIN-Bildebene hängt von der Position der Brennpunktebene an dem Eingangsende
512 ab (gegeben durch die Position der Anzeige). Im Allgemeinen ist die
GRIN-Bildebene 1 bis 3 mm von der Fläche der GRIN-Linse. Für den Fall,
bei dem das Relay 510 ein kohärentes Faserbündel
umfasst, ist die Bildebene mit der Endfläche 511 zusammenlaufend.
Durch Auswahl der Objektivlinse 360 und der Augenlinse
370 für das Verbindungsmikroskop und der Positionen in geeigneter
Weise können Brennpunkt, Vergrößerungsgrad und Kollimationsabstand
eingestellt werden. Hinsichtlich anderer Ausführungsformen, die vorstehend
beschrieben wurden, können Linsen 360 und 370 Systeme von
Linsen umfassen. Der Brennpunkt des Systems kann durch Bewegen der Anzeige
320 und des Konus 520, relativ zu ihrem GRIN-Linseneingangsende
512, durch Bewegen der Objektivlinse 360, in Bezug zur GRIN-Linsenbildebene
(an dem Ausgang), und/oder durch Bewegen der Objektivlinse, relativ zu der Augenlinse
370, eingestellt werden. Die Objektivlinse 360 kann auch als eine
Feldlinse zur Bereitstellung einer Weitwinkelsicht verwendet werden.
In dieser Ausführungsform wird die Augenlinse 370 zu
einer Position in der Hauptlinse 300 bewegt. Bei dieser Position wendet
die Augenlinse 370 nicht mehr eine optische Brechkraft auf die Strahlen
aus dem umgebenden Geschehen an. Somit ist Linse 410 (9)
in dieser Ausführungsform nicht unbedingt erforderlich. Wenn die Brille am
Kopf angeordnet ist, verbleiben die Anzeigen auch bei dieser Ausführungsform
hinter dem Kopf. Anordnen der Anzeigen am hinteren Teil des Kopfes hat verschiedene
wichtige Vorteile, verglichen mit üblichen am Vorderkopf befestigten Ansätzen,
einschließlich der verbesserten Zentrierung des Gewichts sowie des verbesserten
kosmetischen Aussehens. Das Bild wird an den Augen von dem GRIN-Linsen-Imagerelay
bereitgestellt, nachdem die Strahlen bei 90° durch einen Spiegel
325 oder Prisma in die Hauptlinse 300 reflektiert werden. Die
Strahlen passieren Seitenwege durch die Hauptlinse 300, umfassend die Augenlinse
370 und Kombinierer 301. Die Augenlinse vergrößert das
Bild von dem Relay und liefert eine Bildebene bei einer Tiefe, bei der der Benutzer
fokussieren kann. Die Strahlen werden dann um 90° wieder zu dem Auge durch
den Kombinierer reflektiert, wobei somit ein virtuelles Bild bei der gewünschten
Anordnung vor den Gläsern bereitgestellt wird, wie in 10
dargestellt. Der Kombinierer gestattet Vorgang zum Hindurchsehen durch Vermischen
der Strahlen von dem Relay mit Umgebungsstrahlen und umfasst eine Fläche, beschichtet
mit dielektrischen Schichten zum Bereitstellen von 50% Transmission über den
Wellenlängenbereich des sichtbaren Lichts. Alternativ kann der Kombinierer
durch einen Reflektor ersetzt werden, um eine Anzeige zum Herumsehen mit 100% Reflexion
des angezeigten Bildes zu gestalten. Die Brille kann für Benutzer, die eine
verschriebene Korrektur benötigen, durch Zusatz von Krümmung zu der Fläche
der Hauptlinse 300 modifiziert werden. Andere Merkmale, wie Bildeinfangen
oder Augenverfolgung, können zu diesem Grundentwurf hinzugefügt werden.
In dieser Ausführungsform ist der Durchmesser des GRIN-Linsen-Imagerelays
weniger als 3 mm; dennoch wird noch eine durchgelassene Auflösung von 200 Linienpaaren
pro mm (oder etwa 1200 Linien) bereitgestellt. Beispielsweise ist Gradient Lens
Corporation's EG-27 ein 2,61 mm Durchmesserstab, der in der Lage ist, ein 800 ×
600 Bild in ein Rechteck mit 2,5 mm Diagonale zu zerlegen, was zum Verlegen bzw.
Weiterleiten eines VGH-Bildes hinreichend ist. Dieses Hochauflösungs-GRIN-Linsenrelay
wurde für Boroskop- und Endoskopanwendungen entwickelt. Da das Bild durch den
faseroptischen Konus 520 zum Transport zu den Augen über Imagerelay
510 vermindert wird, kann ein Miniaturlinsensystem verwendet werden, sodass
die Einstellung des Kollimationsabstandes über einen relativ großen Bereich,
wie weiter nachstehend erörtert, möglich wird. Diese Ausführungsform
ist auch verträglich mit verschriebenen Linsen, die an die Hauptlinseneinrichtung
und hohes Umgebungsfeld (Hindurchsehen) gebunden werden können. Die GRIN- und
Objektivlinsen können in einem einfachen mechanischen Teleskopröhrengestell
620 befestigt werden, das gestattet, die Positionen zu verändern und
Fokusabstandeinstellung bereitzustellen, dargestellt in 15.
Die GRIN-Linse 510 ist innerhalb Röhre 621 befestigt, wobei
sie reibschlüssig, aber gleitbar innerhalb der Röhre 622 gehalten
wird, worin die Objektivlinse 360 befestigt ist. Röhre 622
ist reibschlüssig, aber gleitbar innerhalb Röhre 623 gehalten,
befestigt an Hauptlinse 300. Das Röhrengestell kann auch mit Gewindegängen
versehen sein (5B), sodass es drehbar einstellbar ist.
Eine zweite Einstellung kann durch Bewegung der Anzeige hinsichtlich der GRIN-Linse
über einen ähnlichen Mechanismus erfolgen. Beide Einstellungen haben die
Wirkung einer Änderung der Kollimationsstrecke, wie weiter nachstehend erörtert.
16A zeigt eine weitere Ausführungsform, bei der
verschiedene Feldlinsen 901, 902 innerhalb der Hauptlinse
300 bereitgestellt sind. Solche Feldlinsen haben den vorteilhaften Effekt
der Verteilung der optischen Brechkraft, wodurch somit das Erfordernis für
eine hohe optische Brechkraft bei der Augenlinse vermindert wird. Solche Linsen
können auch zur Erhöhung des Sehfelds dienen. Diese Linsen und andere
optische Teile können beispielsweise durch Spritzgießformen oder Span
abhebende Verarbeitung von mehreren Teilen, gefolgt von Beschichten der inneren
Flächen mit Metall oder dielektrischen Schichten, und weiter gefolgt vom Zusammenbau
der Teile zur Bildung der Hauptlinse 300 mit eingebetteten optischen Flächen,
hergestellt werden.
Bezugnehmend auf 16A, sollte es selbstverständlich
sein, dass es zur Bildung einer Hauptlinse 300, gut geeignet zum Einsatz
in einer Brille, erforderlich ist, die Dicke 934 der Hauptlinse
300 im Bereich von üblicher Eyewear (weniger als 25 mm und vorzugsweise
im Bereich von 1 mm bis 15 mm) zu halten. Die Flächen der Hauptlinse
300 bilden eine Aperturblende im inneren optischen Weg, welche von einer
Abmessung gleich der Dicke 934 ist. Die teilweise reflektierende Grenzfläche
324 bildet auch eine Blende. In Abhängigkeit von der Vergrößerung
der Linsen, können diese Blenden das Blickfeld des Bildes von der Anzeige einschränken.
Diese Erfindung überwindet einige der Begrenzungen dieser Blenden durch Verwendung
von Feldlinsen 901, 902.
Ein zweites Verfahren zum Überwinden der Blende, die durch die
Dicke 934 der Hauptlinse 300 eingeführt wird, ist in
16B gezeigt. Die Grenzflächen 324,
325 werden an Winkeln 455 und 456, weniger als 45°
eingestellt, sodass die Dicke 934 der Hauptlinse 300 vermindert
werden kann. Der optische Weg erfordert eine oder mehrere Reflexionen von der Innenfläche
der Hauptlinse 300, was durch Totalinnenreflexion, wie bereits erörtert,
erfolgen kann. In einem solchen Fall sind eingebettete Linsen 901 in geeigneter
Weise schräg gestellt, wie in der Figur dargestellt.
Es kann festgestellt werden, dass das vorstehend genannte optische
System Anwendung bei Systemen zum Herumsehen, Hindurchsehen oder vollständigen
Versenken haben. Verschiedene Vorrichtungen können zugefügt werden, um
die Konstruktion von einem Typ zum anderen zu ändern, oder um automatische
Überwechslung beim Systemtyp zu gestatten. Beispielsweise kann Linse
410 (11) zu einer opaken Scheibe zum Umwandeln
des Systems zum Hindurchsehen zu einem System zum Herumsehen geändert werden.
Alternativ kann Einsatz 301 in einem Ausmaß zu einem großen Sichtfeld
vergrößert werden und Vorderfläche der Hauptlinse 300 kann
mit einem opaken Deckel zur Bildung eines Systems mit vollständiger Versenkung
versehen werden. Beliebiger der opaken Deckel kann durch einen Flüssigkristallverschluss
ersetzt werden, der elektronisch eingestellt werden kann zur Verminderung des Lichtgrads
von dem umgebenden Geschehen oder um es vollständig zu blockieren. Photochrome
Materialien können ebenfalls angewendet werden, um Umgebungslicht zu kontrollieren.
Außerdem kann ein Prisma oder Spiegel zur Bildung des Einsatzes
301 verwendet werden. Eine solche Vorrichtung ist kein Kombinierer mehr,
sondern stattdessen ein einfacher Reflektor, der alles das darstellt, was für
ein System zum Herumsehen erforderlich ist. Dies hat einen Vorteil gegenüber
anderen Reflektorsystemen, weil die reflektierende Fläche in der Hauptlinse
300 bereitgestellt ist und daher Sicherheits- und Dauerhaftigkeitsvorteile
gegenüber anderen Ansätzen besitzt.
Eine weitere Art der Herstellung des Bildkombinierers verwendet binäre
Optik zur Bildung eines diffraktiven optischen Elements mit einer binären Flächenstruktur,
gebildet in einer Fläche, die in ihrem einfachsten Fall durch einen Winkel
310 (3) hinsichtlich der Grundlage der Hauptlinse
300 gekennzeichnet ist. Der Vorteil eines diffraktiven optischen Elements
besteht darin, dass der Winkel 310 groß gestaltet werden kann, während
noch Licht durch Linse 340 gelenkt wird, wohingegen bei einer reflektierenden
Fläche der Winkel durch das Reflexionsgesetz festgelegt ist. Dies gestattet,
das Blickfeld durch Linse 340 groß zu gestalten, während ebenfalls
gestattet wird, die Dicke der Hauptlinse 300 relativ klein zu halten. Linse
340 und andere Linsen können auch diffraktive optische Elemente umfassen.
Ein Nachteil können unerwünschte Wellenlängenabhängige Wirkungen
sein, die bei einem Farbsystem vorliegen könnten. Die in der optischen Konstruktion
des gesamten vorstehend beschriebenen Systems inhärente Flexibilität jedoch,
wie im Fall des Einsatzes von gegeneinander ausgleichende diffraktive optische Elemente,
irgendwo im optischen Weg, ermöglicht die Kompensation gegen chromatische Effekte,
falls vorliegend.
Der Einsatz 301 kann gegen einen holographischen Kombinierer
durch Anordnen eines Hologramms an Fläche 324 (16A
oder 16B) ersetzt werden. In einem solchen Fall und
in ähnlicher Weise zu dem diffraktiven optischen Element ist der Kombinierer
zur Funktion mit einer oder mehreren Hauptwellenlängen, die von der Anzeige
emittiert werden, aufgebaut. Wie bei diffraktiven Kombinierern, kann der holographische
Kombinierer optische Brechkraft hinzufügen und kann gestatten, dass die Kombiniererfläche
bei einem weiteren Winkelbereich als der reflektive Kombinierer angeordnet wird.
Die in verschiedenen Ausführungsformen beschriebenen Linsen können
zur Bildung von Achromaten ausgewählt werden, um chromatische Aberrationen,
die verschiedenen Teilen des Linsensystems eigen sind, zu beseitigen. Es kann auch
festgestellt werden, dass Merkmale verschiedener Ausführungsformen kombiniert
werden können. Außerdem können, obwohl die Figuren Einzellinsen zeigen,
beliebige der Linsen durch Kombinationen von Mehrfachlinsen oder Flächen, ausgelegt
zur Verminderung von Verzerrung, Verbessern von Feldebenheit oder Hinzufügen
anderer Verbesserungen zu dem sich ergebenden Bild, das vom Benutzer beobachtet
wird, ersetzt werden.
17 erläutert eine andere Anwendung des Linsensystems,
die kann zur Bilderfassung und Augenverfolgung verwendet werden. Bei dieser Ausführungsform
gelangen Strahlen 321 von Anzeige 320 durch Linsen 360,
300 und 370 zu dem Auge, wie bereits beschrieben. Strahlen, reflektiert
von dem Auge 322, wandern zurück entlang des optischen Weges zu der
Strahlenteilergrenzfläche 325, die das Licht durch Linse
720 zu Sensor 710 lenkt. Sensor 710 umfasst ein CCD-
oder CMOS-Sensor-Array, wie üblicherweise zur Bilderfassung eingesetzt, oder
eine andere Art von Bilddetektor. Das von dem Auge so aufgenommene Bild kann zur
Ermittlung der Position des Auges des Benutzers und in dieser Weise des Ortes des
Blicks vom Benutzer verwendet werden. Die Verwendung von Augenverfolgung ist bei
bestimmten Systemen aus zwei Gründen vorteilhaft. Zunächst erlaubt Augenverfolgung
eine Verminderung der Gesamtzahl an erforderlichen Anzeigepixeln, da, wenn der Ort
der Fovea bekannt ist, ein Bild hoher Auflösung nur in jenem Bereich angezeigt
werden kann. Außerdem kann Augenverfolgen verwendet werden, um die Austrittspupille
der Anzeige zu erhöhen. Insbesondere kann die Austrittspupille der Anzeige
zum optimalen Ort in Antwort auf die Detektion einer Änderung in der Position
der Benutzerpupille bewegt werden. Augenverfolgen ist auch nützlich für
viele andere Anwendungen, die spezielle Systemfunktionen einbeziehen.
Die Ausführungsform in 17 hat auch
eine Vorkehrung zur Sammlung von Bildmaterial aus dem Benutzerblick. Strahlen
395 aus dem umgebenden Geschehen werden teilweise durch Grenzfläche
324 entlang eines Weges, wiedergegeben durch Strahl 775 zu einer
Linse 780 und Bilddetektor 790, reflektiert. Die Anzeige und Sensoren
können nacheinander betrieben werden, wenn es erforderlich ist, um Projektion
des angezeigten Bildes in die Sensoren zu vermeiden. Es kann festgestellt werden,
dass viele Kombinationen von Anzeigen und Detektoren bei diesem System zur Bereitstellung
von Brillen mit Sichtkorrektur, Anzeige von Information, Sammlung von Augenverfolgungsbildmaterial
oder Sammlung von umgebendem Geschehen, einschließlich sichtbarer als auch
infraroter Bilder, integriert werden können.
Als ein Beispiel zur Verwendung der Erfindung für die Herstellung
einer Computeranzeige in Brillen ist die Erzeugung eines Rechnerbildschirms, anzuschauen
bei einem Abstand von 67 cm von dem Auge, zu berücksichtigen. Wenn die Höhe
des gewünschten Bildes 28 cm ist und das Bild, erzeugt an dem Ausgang
511 von Relay 510, ist 2,1 mm in der Höhe, fordern wir einen
Satz von Linsen 360 und 370, die eine Vergrößerung von
133 erzeugen. Diese Vergrößerung kann durch eine Linse 360 erhalten
werden, beispielsweise einer fokalen Länge von 12 mm und einer Linse
370mit einer fokalen Länge von 18 mm. Die Linse 360 ist 15,39
mm vom Bild, das durch Relay 510 erzeugt wird, angeordnet. Die Linse
370 ist 72 mm Abstand von der Linse 360 angeordnet. Dies erzeugt
ein virtuelles Bild 67 mm, beabstandet vom Auge. Die Strahlen sind divergent. Durch
Änderung der Positionen der Linsen kann das Bild unendlich oder irgendwo, in
Abhängigkeit von der relativen Position der Linsen, gebildet werden. Diese
Berechnung erfolgte für den Fall, bei dem der Raum zwischen den Linsen Luft
enthält. Wenn das Material von Index n > 1 verwendet wird, beispielsweise
bei einer festen Ausführungsform der Hauptlinse 300, sind die Strecken
folglich einzustellen.
18 zeigt einen katadioptrischen Aufbau des Standes
der Technik, basierend auf einem Freiraumkombinierer, bei dem das durch Anzeige
901 erzeugte Bild von einem ebenen, teilweise durchlässigen Spiegel
oder dielektrisch beschichteten Fläche 920 zu einem gekrümmten
Spiegel oder ein beschichtetes reflektierendes Element 900, das das Licht
zurück zu dem Auge reflektiert, reflektiert wird. Wenn das Element
900 eine Krümmung aufweist, wird die Vergenz des davon reflektierten
Lichtes geändert, was gestattet, dass das Auge ein virtuelles Bild im Raum
bei einem angenehmen Abstand vor dem Auge wahrnimmt. Dieses Element 900
dient derselben optischen Funktion wie Linse 370 in 8.
Licht, das durch Element 900 hindurchgelangt, wie Strahlen 910
von dem umgebenden Geschehen, gelangt ohne irgendeine Änderung in seiner Vergenz.
Somit kann das durch Strahlen 910 angezeigte Geschehen, unbeeinflusst in
der Vergenz von der optischen Brechkraft der die Anzeige betrachtenden Optik, angesehen
werden. Das Element 900 führt Absorption ein und daher werden die
Strahlen 910, die Fläche 900 passiert haben, abgeschwächt.
Ein verbessertes System, unter Verwendung des Verfahrens der vorliegenden
Erfindung, wird in 19A gezeigt. Das Element
900 ist in der Größe vermindert und in die Hauptlinse
300 eingebracht. Der Kombinierer 920 kann einen halb versilberten
Spiegel oder einen Strahlenteilerwürfel, wie bereits beschrieben, umfassen,
oder er kann einen polarisierenden Strahlteiler umfassen. Im Fall eines polarisierenden
Strahlteilers wird ein großer Teil des Lichts, der in der richtigen Achse polarisiert
ist, zu dem Element 900 reflektiert. Beim zweimaligen Hindurchgelangen
durch eine Viertel Wellenplatte oder einen Polarisationsrotator 930 wird
eine Rotation der Achse so bewirkt, dass die Strahlen effizient durch den Polarisierungsstrahlteiler
zu dem Auge gelangen. Optische Beschichtungen für Interferenzfilter, die auf
dem Fachgebiet bekannt sind, können auf dem Kombinierer 920 und auf
dem Element 900 verwendet werden, um effizienten Durchgang von Umgebungsstrahlen
zu ergeben und Abbildungen anzuzeigen. Wenn beispielsweise das angezeigte Bild aus
drei Farben zusammengesetzt ist (rot, grün und blau), umfassend enge spektrale
Banden aus einer Laserquelle, können die optischen Beschichtungen für
hohes Reflexionsvermögen für diese engen Wellenlängenbereiche bei
der Fläche von Element 900 konfiguriert sein, während Strahlen
910, die durch das Element gelangen, nur in diesen engen Bereichen beeinträchtigt
werden und somit das Bild größtenteils frei von Farbverzerrungen gesehen
wird. 19B zeigt eine alternative Ausführungsform
mit derselben Beschaffenheit, mit Polarisationen, und Element 900 so orientiert,
dass Strahlen 910 vom Spiegel 900 unbeeinträchtigt sind.
Am Kopf befestigte Anzeigen des Standes der Technik sind auf einen
einzigen Kollimationsabstand begrenzt (der Abstand, bei dem das Bild, basierend
auf einem Brennpunkt, wahrgenommen wird). Häufig ist bei am Kopf befestigten
Stereoanzeigen dieser Abstand im Konflikt mit dem Abstand, der aus der Vergenz der
Augen wahrgenommen wird. Die Erfindung überwindet dieses Problem durch Zulassen,
dass die Anzeige von mehreren Bildern bei unterschiedlichen Kollimationsabständen
erfolgt.
Eine Mehrfach-Kollimationsabstandsanzeige schmilzt Bilder von zwei
oder mehreren Anzeigequellen zusammen, um den Benutzer mit Hintergrund- und Vordergrundbildern
bei verschiedenen Brennpunktabständen zu versorgen. Der Abstand zwischen dem
GRIN-Stabbild und der Objektivlinse mag mit x (20)
angegeben werden. In 20 gibt es drei Anzeigen bei drei
verschiedenen unterscheidbaren Abständen von der GRIN-Linse, was zu drei Werten
von x und drei Werten von y, einer für jede Anzeige, führt. Wenn x um
einen geringeren Grad eingestellt wird, wird der Kollimationsabstand um einen großen
Grad geändert. Die nachstehende Tabelle zeigt eine Berechnung von Kollimationsabstand
als Funktion des Abstands von dem Objektiv für eine optische Konstruktion.
Abstand von Anzeige Bild zu Objektiv (mm)
Kollimationsabstand (mm)
15,245
127,9
15,280
163,8
15,315
221,3
15,350
328,5
15,385
598,4
15,420
2568,6
15,425
4691,6
15,431
254887,8
Diese Tabelle zeigt, dass eine Änderung von 186 &mgr;m im Abstand
zwischen dem Bild und der Objektivlinse zu einer Änderung im Kollimationsabstand
von 12,7 cm bis 254 m (im Wesentlichen unendlich) für die bestimmte optische
Konstruktion, für die die Berechnung erfolgt, ergibt. Wenn zwei oder mehrere
Anzeigen 940 verwendet werden und durch einen Kombiniererwürfel
945 miteinander verbunden werden (wie es gewöhnlich erfolgt, wenn
rote, grüne und blaue Bilder in LCD-Projektoren zusammengefügt werden)
und wenn die Anzeigen bei unterschiedlichen Abständen eingestellt sind (veranschaulicht
als 0 mm, t und u in 20) von dem GRIN-Imagerelay, wird
der Benutzer bei verschiedenen Ebenen fokussieren müssen, um die Bilder zu
betrachten (genauso wie das Auge es macht, wenn reale Bilder betrachtet werden),
wie in 20 dargestellt. Die Unterschiede im Abstand
können durch Einschieben dünner Schichten aus Glas zwischen dem Würfel
und den Anzeigen erhalten werden.
Das erzeugte Bild kann nun natürlich drei getrennte, simultane
Ebenen, entsprechend Vordergrund, Mitte und Hintergrund, aufweisen. Dies beseitigt
effizient das Problem des Kollimationsabstands- und der Augenvergenzdisparität
von der Hardware. Es gibt optische Techniken zur Erzeugung so vieler Ebenen wie
nötig (oder bei einem am Kopf befestigten System soviel wie ausführbar).
In einem alternativen Ansatz bewegt ein Ditheringmechanismus die Objektivlinse
zu der gewünschten Position. Ein solcher Ansatz könnte mit einer Flachbildschirmanzeige
synchronisiert werden, die mit 180 Frames pro Sekunde betrieben wird, zur Bereitstellung
von drei separaten Bildebenen. Es ist anzumerken, dass die erforderliche Linsentranslatation
früher mit nur 186 &mgr;m gezeigt wurde. Ein weiterer Ansatz umfasst Stapeln
in einer Weise von 21, verwendet für subtraktive
Farb-LCD's. Bei dem subtraktiven Farbanzeigesystem werden drei Anzeigen
955 übereinander gelegt und jede Anzeige entfernt eine Farbe aus dem
Endbild. Die Anzeigen können durch Polarisierer
956 getrennt sein. Bei dieser Erfindung können Farbanzeigen zur Bereitstellung
eines Bildes verwendet werden, das sich durch eine Vielzahl von Bildebenen bei verschiedenen
Kollimationstiefen in Abhängigkeit von der Beabstandung der Anzeigen auszeichnet.
Es sollte angemerkt werden, dass bei einer subtraktiven Farbanzeige
die Änderung im Kollimationsabstand zwischen Ebenen als ein schädliches
Artefakt angesehen wird. Bei dieser Erfindung kann jedoch die Änderung in der
Kollimationstiefe verwendet werden, um ein verbessertes Bild bereitzustellen. Ein
weiterer Vorteil kann durch Verwendung einer gering auflösenden Anzeige für
den Hintergrund ermöglicht werden, um die Systemkosten zu vermindern.
Bei Abtastansätzen, bei denen ein Spiegel oder ein Wellenleiter
verwendet wird, um einen einzelnen Pixel abzutasten, kann der einstellbare Kollimationsabstand
in verschiedener Weise erreicht werden. Das Erste umfasst die Verwendung von verschiedenen
Pixeln bei unterschiedlichen Abständen für die Eingangspupille des Strahlenscanningsystems.
Dieser Ansatz kann durch Verwendung verschiedener optischer Fasern erreicht werden,
wobei jede davon vom Eingang der Pupille verschoben ist, um einen festgelegten verschiedenen
Grad, was zu einem anderen Kollimationsabstand für jede Faser führt. Die
zur Anzeige vorgesehenen Photonen werden dann über die Faser, entsprechend
dem gewünschten Kollimationsabstand, gelenkt.
Ein zweites Verfahren umfasst die Verwendung eines mikromechanischen
Spiegels zum Einstellen der Weglänge aus einer einzigen Faser zu dem Objektiv.
Durch Einstellen des Abstandes kann der Kollimationsabstand für jeden Pixel
eingestellt werden. Der optische Abstand kann durch Leiten von Lichtstrahlen durch
ein Medium mit einem Brechungsindex, der durch äußere Kraft geändert
werden kann, eingestellt werden.
Obwohl die vorstehend genannte Erörterung hauptsächlich
auf die Anwendung der Optik in Brillenform gerichtet ist, kann die Optik auch für
ein Vollmaskensystem für das gesamte Gesicht, wie eine Tauchermaske, ein Gesichtsschirm
für Feuerwehrleute, eine Maske für einen Raumanzug, eine Maske für
einen Schutzanzug gegen gefährliche Materialien oder dergleichen, verwendet
werden. 22 zeigt ein Beispiel der Integration des optischen
Systems 870, einen Gesichtsmaskenaufbau 872 und eines Rechnerkreises
874 zur Bildung eines vollständig integrierten Rechners innerhalb
eines Gesichtsmaskensystems. Dies ist bei Systemen, bei denen die Gesichtsmaske
einen genügenden Bereich an der Kante zum Befestigen von integriertem Schaltkreis
bereitstellt, möglich. Da die Größe von integrierten Schaltkreisen
abnimmt, wird es möglich, Anzeigen und Schaltkreise in dieser Weise an Brillen
zu befestigen. Die Anzeige kann direkt an der Kante der Linse befestigt werden,
wie in 22 ausgewiesen. Für Tauchermasken können
Schaltkreis und Anzeigen ebenfalls in die Gesichtsmaske an deren Kanten eingegossen
werden, um hermetischen Schutz vor Wasser zu erzielen.
22 zeigt zwei Anzeigen, die Erzeugung eines Stereobildes
erlauben. Die Kombinierer können direkt in dem üblichen Blickfeld angeordnet
sein oder können außerhalb des üblichen Blickfelds angeordnet sein
(wie dargestellt), sodass zum Beobachten der Anzeige der Benutzer aufschauen, herabschauen
oder an die Seite schauen muss, wo immer das optische System angeordnet wurde. Geeignete
Anzeigen für eine Gesichtsmaske sind elektrolumineszente Anzeigen mit aktiver
Matrix oder Flüssigkristallanzeigen mit aktiver Matrix, die handelsüblich
sind.
Bezugnehmend auf 23, wird eine Strahlabtastvorrichtung
bereitgestellt, die eine stark miniaturisierte Bildebene auf einer Fläche erzeugt,
die durch Verwendung von Linsen und gefalteter, eingebetteter Optik, wie bereits
beschrieben, auf das Auge des Benutzers gerichtet ist. Die Bildebene wird durch
Abtasten des Lichtes von einer optischen Faser über die Punkte, die die miniaturisierte
Ebene 978 definieren, gebildet. Da dieser abgetastete Pixel einen Diffraktion
begrenzenden Fleck umfassen kann, kann die Bildebene sehr klein sein. Der gescannte
Pixel wird mit Graugrad- und/oder Farbdaten, geliefert über die Faser, synchronisiert,
sodass jeder Punkt auf der Miniaturbildebene mit dem entsprechenden Photonenstrom
ausgefüllt ist, zur Erzeugung des gewünschten Bildes auf dem Schirm. Die
zu dem Scanner gelieferten optischen Daten von der Faser werden innerhalb eines
Rechners erzeugt und so muss der Graphikkreis einen Satz von optischen Quellen steuern
(wie Laser), die die gewünschte Kombination von Rot, Grün und Blau bei
der gewünschten Intensität erzeugen.
Der Strahlscanner kann durch mikroelektromechanische Siliziumbearbeitung
(MEMS) gebildet werden. Der direkteste Weg zur Bildung des Abtastsystems erfolgt
durch Herstellen von horizontalen und vertikalen Spiegeln 970,
971, die zum Steuern der Photonen zu dem gewünschten Punkt verwendet
werden, wie in 23 gezeigt. Die vertikalen und horizontalen
Abtastspiegel werden in unmittelbarer Nähe gebildet, um Kompliziertheit der
Relayoptik zu begrenzen. Der vertikale Abtastspiegel 971 kann bei 60 Hz
für übliche Frameraten oszillieren. Ein mikromechanisch bearbeiteter Wellenleiter
kann ebenfalls hergestellt werden.
Eine Strahlsteuerungsvorrichtung kann mit optischen Fasern hergestellt
werden. Die Schwierigkeit bei solchen Vorrichtungen besteht allerdings darin, dass
man auf mechanische Eigenschaften der verfügbaren optischen Faser eingeschränkt
ist. Im Gegensatz dazu, besteht ein Vorteil eines mikrogefertigten Scanners gemäß
der vorliegenden Erfindung darin, dass Dünnfilme verwendet werden können,
um die mechanischen Resonanzfrequenzen und Wellenleitergeometrien in Entwürfen
zuzurichten, was mit Quarzfasern unerreichbar sein mag.
Die auf MEMS basierenden Scanner, welche vorstehend beschrieben wurden,
sind auch als Bildsammlervorrichtung funktionsfähig. Bei einer am Kopf zu befestigenden
Anzeigeeinrichtung kann die Bild gebende Optik zur Übertragung eines Rückbildes
des Auges verwendet werden, was zur Augenverfolgung angewendet werden kann. Im Fall
einer Augenverfolgungsvorrichtung, die mit einer MEMS Anzeige eins ist, kann die
Anzeigeoptik, einschließlich des Abtastsystems, sowohl für die Anzeige
des Bildes, als auch für das Sammeln eines Bildes von dem Auge, verwendet werden,
was von dem System zu einem Detektor, wie in 23 angezeigt,
zurückgeführt werden kann.
Die Abgabe von Photonen zu dem Auge ist ein umgekehrter optischer
Vorgang, bei dem axiale Reflexionen aus der Retina zu demselben optischen Pfad zurückgeführt
werden, wenn das System in axialer Ausrichtung ist. Durch Anordnen des Satzes von
Spiegelpositionen, die das Rückführsignal maximieren, kann die Winkelposition
von der Retina und folglich die Richtung des Blicks ermittelt werden.
Die Stärke des Rückführsignals kann in verschiedener
Weise erhöht werden. Bei einem MEMS Ansatz können rote, grüne und
blaue Wellenlängen entlang des optischen Weges zur Bildung einer Farbanzeige
kombiniert werden. Außerdem können Infrarot-(IR)-Wellenlängen als
vierte Bande zugegeben werden, welche vom Benutzer nicht wahrgenommen werden. In
dieser Weise kann ein Infrarotmuster in das Auge eingeführt werden und durch
Detektion des zurückgeführten Musters kann die Position des Auges ermittelt
werden.
23 veranschaulicht, wie eine solche Vorrichtung arbeitet.
Sichtbare und ZR-Lichtstrahlen werden synchron zu den Abtastspiegeln 970,
971 zur Projektion eines Bildes in dem optischen Brillensystem und von
dort zum Auge gelassen. Wenn das Auge an der Austrittspupille in korrekter Ausrichtung
ist, wird ein Rückführsignal in den optischen Weg reflektiert. Dieses
Rückführsignal (reflektiert) setzt sich fort zu dem Koppler
972 und von dort zum Detektor 974. Wenn das Beleuchtungslicht
konstant (signalfreier Bildschirm) ist, dann ist der Strom an reflektierten Pixeln
tatsächlich ein Pixelbild des Auges, was vom Rechner 976 zu einem
Bild des Auges aufbereitet werden kann. Wenn allerdings das Beleuchtungslicht ein
Bild selbst ist, dann kann der Strom an reflektiertem Pixel eine Konvolution des
ursprünglichen Bildes und des reflektierten Bildes enthalten. In diesem Fall
kann der Rechner auch die Bilder entfalten (da das Bild, das zu dem Auge gesendet
wird, bekannt ist) und ein Bild des Auges erzeugen. Ein weiteres Verfahren ist die
Verwendung von moduliertem sichtbarem Licht für das Bild, das zu dem Auge und
Konstant-IR zum Beleuchten des Auges gesendet wird, sodass ein zurückgekehrtes
IR-Bild erzeugt wird. Alle von diesen Verfahren führen zu einer Erzeugung eines
Bildes der Retina, von der die Richtung des Blicks ermittelt werden kann.
Das in 23 gezeigte System kann auch mit
einem Standard-Flachbildschirm-Ansatz für Brillen oder für eine am Kopf
befestigte Anzeigekonstruktion, wie in 24 dargestellt,
verwendet werden. In einem solchen Fall sammelt das MEMS-System nur ein Bild von
dem Auge und wird nicht zur Bildung eines Anzeigebildes verwendet. Das Anzeigebild
wird durch einen Kombinierer von einer Flachbildschirmanzeige bereitgestellt.
25A und 25B zeigen eine
weitere Ausführungsform, bei der ein Blickfeld erhöht werden kann, ohne
im Wesentlichen die Dicke 934 der Hauptlinse 300 zu erhöhen.
Das Blickfeld wird durch Erreichen einer Erhöhung in der Breite 1003
der Aperturblende erhöht, eingeführt durch Kombinierergrenzflächen
(324 in 16), wie bereits beschrieben.
25A zeigt die Verwendung von zwei kombinierenden Grenzflächen,
922, 921, die Licht von gegenüberliegenden optischen Wegen
1001 und 1002 empfangen. Es ist anzumerken, dass eine einzige
Grenzfläche und ein einziger Weg in dem katadioptrischen Ansatz, welcher in
19 veranschaulicht ist, dargestellt wurden; diese Ausführungsform
benutzt zwei solcher Wege, kombiniert zur Bereitstellung einer Verdoppelung in der
Größe der Aperturblende 1003.
25B erläutert, wie Licht in zwei Wege
1001 und 1002 aufgeteilt wird. In dieser bestimmten Ausführungsform
liefern Anzeige 320 und Linse 360 Strahlen zu reflektierenden
Grenzflächen 923, 924, wodurch die Strahlen in zwei Wege,
1001 und 1002, in einer Weise, symmetrisch mit den rekombinierenden
Grenzflächen, 921, 922, geteilt werden. 26
erläutert in einer Draufsicht die Hauptlinse 300. Licht gelangt in
die Hauptlinse 300 und wird durch Grenzflächen
923, 924, entlang der zwei Wege reflektiert. Vier eingebettete
Spiegel 925 innerhalb der Hauptlinse 300 reflektieren das Licht
zu Flächen 921, 922. Die eingebetteten Spiegel
925 werden ausgebildet, wobei ihre reflektierenden Grenzflächen etwa
orthogonal zu den Flächen der Hauptlinse 300 sind, und daher etwa
parallel zu den Strahlen aus dem umgebenden Geschehen, das durch die Hauptlinse
300 zu dem Auge des Benutzers tritt, sind. Daher haben Spiegel
925 geringe Wirkungen auf die Sicht durch die Hauptlinse 300.
Außerdem können die Grenzflächen 921, 922,
923, 924 dielektrische Beschichtungen umfassen, aufgebaut zum
Reflektieren des bestimmten Bereichs an Wellenlängen, die durch die Anzeige
320 emittiert werden, und nicht andere; und in dieser Weise können
Reflexionen, die in die Hauptlinse 300 streuen, vermindert werden.
Ein besonderes Beispiel der Ausführungsform in 25A
und 25B umfasst einen Kombinierer, gebildet aus zwei
senkrechten Flächen 921 und 922, gebildet aus den Seiten
eines rechtwinkligen Prisma. Strahlen 1001 von dem Oberen und Strahlen
1002 von dem Unteren kombinieren mit äußeren Strahlen
306, wie vorher beschrieben, zur Bildung des Bildes, wodurch sich das maximale
Blickfeld von dem angezeigten Bild, ohne Erhöhen der Dicke der Hauptlinse
300, verdoppelt. In dieser Weise kann die Höhe 1003 des Kombinierers
die Dicke der Hauptlinse 300 verdoppeln, während noch die erforderlichen
Winkel beibehalten werden, welche für einen Strahlteilerwürfel 45°
Winkel sind. In dieser Ausführungsform muss das Bild an dem Kombinierungssystem
für die zwei Wege bereitgestellt sein, wie in der Draufsicht in 26
gezeigt. Die Strahlen, die das Bild ausmachen, gelangen in die Hauptlinse
300 durch die Flächen 923 und 924, die auch zur
Bildung einer senkrechten Fläche konfiguriert sind. Diese Flächen spalten
die einkommenden Strahlen in zwei Wege. Strahlen, die durch die untere Fläche
923 gelangen, nehmen den Weg, der durch Strahl 1002 angezeigt
ist. Strahlen, die durch die obere Fläche hereinkommen, nehmen den Weg, der
durch Strahl 1001 angegeben ist. Vier Spiegel 925 falten den optischen
Weg so, dass die gesamte Anordnung in der Hauptlinse 300 angeordnet sein
kann. Diese Beispiele zeigen die Verwendung von diesem Spiegelsystem mit katadioptrischen
Linsen, aber die anderen Ausführungsformen, die bereits erörtert wurden,
können auch verwendet werden.
Eine weitere Verbesserung kann durch Anordnen von Bildebenen in der
optischen Konstruktion erfolgen, sodass sie nicht auf einer Ebene stattfinden, die
den Scheitel der Flächen 921 und 922 einschließen und
den Scheitel der Flächen 923 und 924 einschließen. In
dieser Weise können Artefakte in dem fertigen Bild, das aus der Teilung der
Strahlen entsteht, klein gehalten werden. Ein Verfahren, um dies zu verwirklichen,
ist die Anordnung der in dem optischen System erforderlichen Linsen (wie
360 und 370 beispielsweise oder Spiegel 900) nahe dieser
Flächen, sodass Bilder in anderen Ebenen gebildet werden.
Die Erfindung ist nicht auf quadratische Kombinierer begrenzt und
keine Begrenzung wird der Kombiniererbreite 1004 durch eine der vorstehend
genannten Verbesserungen auferlegt. Das Längen-Breiten-Verhältnis des
Blickgebiets kann einfach durch Verbreitern der Grenzflächen 920 und
921, falls erforderlich, geändert werden.
27 zeigt eine Ausführungsform, bei der das Blickfeld
von Strahlen, die aus dem optischen Relay 510 heraustreten, durch Einsatz
eines optischen Elements 515 erhöht wird, das beispielsweise einen
diffus machenden Schirm, ein Mikrolinsenarray, eine faseroptische Faceplate oder
ein diffraktives optisches Element umfasst. Das Element 515 wird hinsichtlich
der Fläche 511 angeordnet, um mit einer Bildebene zusammenzulaufen,
sodass ein Bild von dem Element 515 gebildet wird. Für den Fall, bei
dem Relay 510 ein kohärentes Faserbündel ist, kann das Element
515 direkt an die Endfläche 511 gebunden sein bzw. geklebt
sein oder in die Endfläche geätzt sein. Für den Fall, bei dem Relay
510 ein GRIN-Bildrelay ist, kann Element 515 an dem Ort des Bildes,
erzeugt durch Relay 510, angeordnet sein. Wenn das Relay 510 Linsen
umfasst, wird das Element 515 an einer Brennpunktebene des Linsensystems
angeordnet. In dieser Weise erhöht Element 515 das Blickfeld der Pixel
durch einen oder mehrere der Mechanismen von Diffusion, Brechung oder Diffraktion,
je nachdem für den Typ an Element oder Kombinationen, die verwendet werden.
Das Ergebnis der Verwendung eines solchen Schirms ist eine Erhöhung im Blickfeld
in dem Bild, das vom Benutzer beobachtet wird. Für den Fall, bei dem optisches
Element 515 eine faseroptische Faceplate ist, können eine oder beide
Flächen der Faceplate gekrümmt sein, um Feldebenheit des angezeigten Bildes
zu verbessern.
Brillenanzeigen wurden gemäß der hierin beschriebenen Erfindung
aufgebaut, angezeigt in 28A und 28B.
In dieser Ausführungsform ist die Hauptlinse 300 in einem üblichen
Brillenrahmen 830 untergebracht. Die Hauptlinse 300 umfasst einen
eingebetteten polarisierenden Strahlteilerwürfel 801 und ein eingebettetes
Prisma 1100, das dazu dient, Licht von der Flüssigkristallanzeige
mit aktiver Matrix 320 zu reflektieren. Die Anzeige wird durch Hintergrundlicht
1103 beleuchtet und die Anzeige und das Licht sind in Gehäuse
1105 enthalten. Die Anzeige ist elektrisch an elektronische Schaltkreise
(nicht dargestellt in 28A oder 28B)
angeschlossen. Die Anzeige 320 ist optisch an Abstandshalter
1101 befestigt, sodass der Brechungsindex des Mediums
zwischen der Anzeige und der Fläche von Linse 370 zum Kleinhalten
von Innenreflexionen relativ gut passend ist, wobei die Brechungsindizes von den
Materialien im Bereich von 1,4 bis 1,6 sind. Die Anzeige 320 ist so angeordnet,
dass die Polarisation von Licht, emittiert durch die Anzeige, in einer günstigen
Richtung zur Reflexion durch Würfel 801 zum Auge ist, bei minimaler
Transmission durch die Grenzfläche des Würfels. Linse 370, eine
Einzel-Plan-Konvexlinse mit positiver Brechkraft, vermindert die Vergenz von Strahlen
aus Würfel 801, wodurch der Benutzer in die Lage versetzt wird, ein
virtuelles Bild bei etwa 50 cm wahrzunehmen. Linse 410, eine Einzel-Plan-konvexe
Linse mit einer negativen Brechkraft, korrigiert Licht aus dem Umgebungsgeschehen
vor, sodass die Kombination von Linsen 370 und 410 Licht, relativ
frei von Vergenzänderung, durchlassen. Die optimierte Auswahl der relativen
Brechkraft und Beabstandung von Linsen 410 und 370 und/oder die
Verwendung von Mehrfachlinsen (doppelt zum Beispiel), wie in dieser Erfindung bereitgestellt,
wird verminderte Gesamtverzerrung des Umgebungsgeschehens, das durch den Würfel
gesehen wird, ergeben. Die Gesamtdicke von der Hauptlinse 300 (934
in 16A) in dieser Ausführungsform ist 6,25 mm.
Vollständige Verdeckung des Anzeigesystems in dem Brillenrahmen
830 ist durch Umpacken des Hintergrundlichts 1103 und Anzeige
320 möglich, sodass sie in einem Gehäuse in dem Brillenglasrahmen
enthalten sind. 29 erläutert ein Verfahren zum
Packen eines ebenen Hintergrundlichts 1110, Anzeige 320 und Prisma
1111, in einem Brillenbügel 1112 von Brillen, zum Bedecken
der Anzeige. Außerdem können Linsen 370 und 410 oder
andere Optik in der Hauptlinse 300, wie in 29
gezeigt, eingebettet werden, oder wie bereits hierin beschrieben. Sensoren und Linsen
(d.h. ein Kamerasystem) können zugefügt werden, wie auch ein Augenverfolgungssystem,
wobei beide davon hierin bereits beschrieben wurden. In dieser Ausführungsform
ist das Aussehen der Hauptlinse 300 ähnlich einer bifokalen Linse.
29 zeigt ein monokulares System, allerdings können
zwei Hauptlinsen 300, links und rechts, für ein binokulares System
angewendet werden. Die linke Hauptlinse 300 kann auch das Anzeigesystem
beherbergen, während die rechte Hauptlinse 300 ein Sensorsystem beherbergen
kann. Die Gegenwart von eingebetteter Optik kann außerdem durch Verwendung
von polarisierenden, photochromen, gefärbten oder reflektierenden Folien in
einer Weise von Sonnenbrillen verkleidet werden. Das Ergebnis ist ein Brillenanzeigesystem
mit einem ästhetischen Aussehen von üblicher Eyewear, ohne auffällige
Anzeige, Kamera oder Augenverfolgung, nach gelegentlicher Begutachtung.
Die Erfindung ist nicht auf das begrenzt, was insbesondere gezeigt
und beschrieben wurde, ausgenommen, wie durch die beigefügten Ansprüche
ausgewiesen.