BEREICH DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Navigieren
durch Fernsehprogramme, mit einem Schritt zum Wiedergeben einer Anzahl Fernsehprogramme
als ein Mosaik betreffender Subbilder an einem Wiedergabeschirm. Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auch auf einen Fernsehempfänger mit Mosaikwiedergabemitteln
zum Wiedergeben einer Anzahl Fernsehprogramme als Mosaik betreffender Subbilder
an einem Wiedergabeschirm und auf einen Fernsehsender zum Übertragen von Signalen,
die es ermöglichen, dass der Fernsehempfänger das Verfahren durchführt.
HINTERGRUND DER ERFINDUNG
Ein bekanntes Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme ist
in WO 95/28794 beschrieben. Dieses Dokument
beschreibt einen Fernsehempfänger zum Wiedergeben eines Mosaik-Videosignals
mit einer Anzahl Subbildern, wobei jedes Subbild ein Signal einer Anzahl Videosignale
darstellt. Ein Benutzer bekommt dadurch die Möglichkeit, jedes Programm der
dargestellten Programme dadurch zu selektieren, dass er einfach auf das betreffende
Bild zeigt und klickt.
Neulich ist die Übertragung elektronischer Programmführer
(EPG) ein wichtiger Aspekt im Bereich des Fernsehend geworden. Ein EPG hilft dem
Zuschauer bei der Selektion aus einem großen Angebot von Fernsehprogrammen,
die zur Zeit ausgestrahlt werden, insbesondere seit digitale Fernsehübertragung
eine erwachsene Technologie geworden ist. Ein EPG bietet dem Benutzer die Möglichkeit,
eine Übersicht "Was gibt's" oder "Was kommt" zu erhalten und auf einfache Weise
ein interessantes Programm zu selektieren. Dazu sind Deskriptoren, die Eigenschaften
der Programme, wie schematische Sendedaten und Sendezeiten, Programmtypen (beispielsweise
Filme, Unterhaltung, Nachrichten, Sport, usw.), Bewertung usw. in den EPG untergebracht.
Herkömmliche EPG-Systeme transportieren die Programminformation
gemeinsam mit einem einzigen, meistens analogen, Fernsehsignal. Fernsehempfänger
geben die Information in Textform wieder, entweder allein oder als Überlagerung
über das aktuell selektierte Fernsehprogramm.
AUFGABE UND ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
Es ist nun u. a. eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren
zum Navigieren durch Fernsehprogramme zu schaffen, das weiterhin die Bequemlichkeit
der Verwendung elektronischer Programmführer verbessert.
Dazu schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum Navigieren
durch Fernsehprogramme, wie in den beiliegenden Patentansprüchen beschrieben.
Ein Mosaikschirm ist eine interessante und benutzerfreundliche Schnittstelle
zum Selektieren eines Fernsehprogramms aus einer Vielzahl verfügbarer Programme.
Durch die vorliegende Erfindung wird erreicht, dass eine derartige Mosaikübersicht
nach wie vor wiedergegeben wird, wenn der Zuschauer wissen möchte, welcher
Fernsehkanal einen gewünschten Programmtyp, beispielsweise einen Film, sendet.
Nicht nur bleiben die nicht markierten Subbilder am Schirm, sie bleiben auch an
derselben Stelle in dem Mosaik, unabhängig von der Anzahl Fernsehkanäle,
zu dem betreffenden Zeitpunkt einen Film senden. Wenn der Benutzer einmal einen
Kanal mit der Stelle in dem Mosaik assoziiert hat, wird er es schätzen, dass
die genannte Assoziation sich nicht durch die Themasuche geändert hat.
Die Markierung von Subbildern kann viele Forman annehmen. Ein Asterisk
oder ein anderes spezielles Symbol kann in der Nähe der Subbilder wiedergegeben
werden, die betreffenden Kanalnamen können hervorgehoben werden, die Umrandungen
der Subbilder können ihre Farbe ändern, usw. Es ist auch möglich,
die Erscheinungsform der Subbilder, die Programme Darstellen, die nicht erwünscht
sind, d.h. die Subbilder, die Fernsehprogrammen entsprechen, die nicht den selektierten
Deskriptorwert haben, zu modifizieren. In vorteilhaften Ausführungsformen der
vorliegenden Erfindung wird die Helligkeit, der Kontrast, die Größe oder
die Erneuerungsrate (bis zu "Gefrieren" zu einem Standbild) der genannten Subbilder
reduziert.
Der Mosaikschirm kann örtlich von dem Empfänger aus den
jeweiligen empfangbaren Fernsehkanälen zusammengestellt werden. Er kann auch
von dem Sender zusammen mit einem oder mehreren Fernsehprogrammen übertragen
werden. Ein derartiger Sender ist in der Internationalen Patentanmeldung
WO-A-95/28794 der Anmelderin beschrieben.
Der Sender ist dazu vorgesehen, für jedes Fernsehprogramm die
Deskriptoren des genannten Fernsehprogramms zusammen mit dem Mosaiksignal zu übertragen.
Die oben genannten Empfängermerkmale können dann auf eine kosteneffektive
Art und Weise verwirklicht werden. Vorzugsweise werden die Fernsehprogramme, das
Mosaiksignal und die Deskriptoren digital codiert und in einem einzigen Bitstrom
gemultiplext.
Das Dokument: "The Personal Elctronic Program Guide
– Towards the Pre-Selection of individual TV Programs" (Micheal Ehrmantrautet,
1996, ACM Press) beschreibt den Empfang eines oder mehrerer Deskriptoren, die Eigenschaften
des Fernsehprogramms definieren.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHUNG
Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung sind in der Zeichnung
dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
1 ein System mit einem Sender und einem Empfänger
zum Durchführen des Verfahrens nach der vorliegenden Erfindung,
2 einen Mosaikschirm, wie dieser von dem Sender nach
1 übertragen wird,
3 ein Flussdiagramm eines Steuerprogramms, das in einem
in 1 dargestellten Mikroprozessor gespeichert und von
demselben durchgeführt wird,
4–9 Beispiele von
Mosaikschirmen, wie diese von dem in 1 dargestellten
Fernsehempfänger wiedergegeben werden.
BESCHREIBUNG VON AUSFÜHRUNGSFORMEN
1 zeigt ein System mit einem Sender 1 und
einem Empfänger 2 nach der vorliegenden Erfindung. Der Sender
1 empfängt eine Anzahl Fernsehprogramme TV-1, TV-2, TV-3, ... TV-N.
In dem betreffenden digitalen Übertragungssystem werden die Fernsehsignale
durch betreffende MPEG-Codierer 11.1, 11.2, 11.3, ...
11.N codiert. Die codierten Signale werden einem Multiplexer und Modulator
12 zur Übertragung über einen Übertragungskanal
3 zugeführt, der ein Satellit, ein terrestrisches oder Kabelnetzwerk
sein kann.
Der Sender umfasst auch einen Generator 15 für einen
elektronischen Programmführer (EPG), der dem übertragenen Signal EPG-Daten
zufügt. Elektronische Programmführer sind an sich in dem betreffenden
technischen Bereich bekannt. Sie enthalten für jeden übertragenen Fernsehkanal
ein Programmschema für eine bestimmte Zeitperiode.
Für jedes Programm enthält der EPG auch eine Anzahl Deskriptoren,
wie geplante Sendedaten und -zeiten, Titel, Typen (beispielsweise Unterhaltung,
Nachrichten, Sport, Film, usw.), Bewertungen für Eltern, usw.
Gegebenenfalls enthält der Sender auch eine das Mosaiksignal
zusammensetzende Schaltungsanordnung 13, welche die Fernsehsignale der
Fernsehprogramme empfängt und ein Mosaiksignal MOS von beispielsweise 4·4
Subbildern erzeugt, wie in 2 dargestellt. Das Mosaiksignal
wird von einem MPEG Codierer 14 digital codiert und dem übertragenen
Signal zugefügt. In dieser Ausführungsform enthält der EPG auch Daten,
welche die Stelle jedes Subbildes in dem Mosaiksignal MOS mit der Programmnummer
n des assoziierten Fernsehprogramms TV-n koppelt. Ein derartiger Koppelmechanismus
ist in der oben genannten Internationalen Patentanmeldung WO-A-95/28794
beschrieben.
Der Empfänger 2 enthält einen Demodulator und Demultiplexer
21 zum Empfangen eines selektierten Programms der Fernsehprogramme. Ein
Programm wird dadurch selektiert, dass dem Demodulator und Demultiplexer die Programmnummer
n zugeführt wird. Das selektierte Fernsehprogramm wird einem MPEG Decoder
22 zugeführt, der den Audioanteil des Signals zur Wiedergabe durch
einen Lautsprecher 23, und den Videoanteil des Signals zur Wiedergabe an
einem Wiedergabeschirm 24 decodiert. Die eingebetteten EPG Daten bilden
ein weiteres Ausgangssignal des Demodulators und Demultiplexers 21.
Der Empfänger umfasst weiterhin einen Mikroprozessor
25, der über einen Empfänger 27 für ein Fernsteuersignal
Benutzersteuerbefehle von einer (Fern) Steueranordnung 26 empfängt.
Der Mikroprozessor steuert mehrere herkömmliche Vorgänge des Empfängers
auf eine weiterhin bekannte Art und Weise. Insbesondere wird ein Fernsehprogramm
dadurch selektiert, dass die Programmnummer n dem Demodulator und Demultiplexer
21 zugeführt wird. Der Mikroprozessor empfängt auch das übertragene
EPG Datensignal. Die Fernsteueranordnung 26 hat Cursorsteuertasten
261 und eine als "EPG" bezeichnete Spezialtaste 262.
Der Empfänger umfasst weiterhin einen Graphikgenerator
28, der von dem Mikroprozessor gesteuert wird. Ein "On-Screen-Display"
Signal OSD wird von diesem Graphikgenerator erzeugt und über eine Addierstufe
29 dem Videobild am Schirm zugefügt. In einer etwaigen Ausführungsform
umfasst der Empfänger auch einen Helligkeitsmaskierungsgenerator
30, der einer Helligkeitssteuerstufe 31 ein Helligkeitssteuersignal
B zuführt.
Die Wirkungsweise des Empfängers 2 wird durch ein Steuerprogramm
bestimmt, das in dem Mikroprozessor 25 gespeichert und von demselben durchgeführt
wird. 3 zeigt ein Flussdiagramm dieses Steuerprogramms.
In einem Anfangsschritt 300 empfängt der Mikroprozessor die EPG Daten
von dem Sender und speichert diese Information in einem Speicher. In einem Schritt
301 wartet der Mikroprozessor auf den Empfang eines vorbestimmten Benutzerbefehls,
der bei der Betätigung der "EPG"-Taste (262 in 1)
von der Fernsteueranordnung ausgegeben wird. Diese Befehl sorgt
dafür, dass das Programm in eine "EPG" Betriebsart eintritt. Andere Betriebsarten
sind für die vorliegende Erfindung nicht wesentlich und werden deswegen an
dieser Stelle nicht näher beschrieben. In einem Schritt 302 selektiert
der Mikroprozessor aus den verfügbaren Fernsehprogrammen das Programm mit dem
Mosaiksignal (siehe 2) und gibt dies an dem Schirm
wieder. In dem Schritt 302 sorgt der Mikroprozessor auch dafür, dass
der Graphikgenerator (28 in 1) ein OSD-Signal
erzeugt. Insbesondere, wie in 4 dargestellt, umfasst
das OSD-Signal Am-Schirm-Tasten, wie eine Taste 41 mit der Bezeichnung
"next", eine Taste mit der Bezeichnung "theme", eine Taste 43 mit der Bezeichnung
"zoom" und andere nützliche Information, wie eine Uhr 44.
In einem Schritt 303 empfängt der Mikroprozessor Cursorsteuerbefehle
von der Fernsteueranordnung und sorgt dafür, dass der Graphikgenerator einen
Cursor am Schirm wiedergibt. Der Cursor kann jede beliebige Form annehmen. In
4 ist der Cursor als ein Rahmen um ein selektierbares
Wiedergabe-Item dargestellt, wie ein Rahmen 45a um ein Subbild oder ein
Rahmen 45b um eine Am-Schirm-Taste. Während der Cursor über die
Subbilder an dem Mosaikschirm mit den Cursor-Steuertasten (261 in
1) verschoben wird, gibt der Empfänger das Audiosignal
des assoziierten Fernsehprogramms wieder.
In einem Schritt 304 wird überprüft, ob die EPG-Taste
auf der Fernsteueranordnung wieder betätigt wird. Die EPG-Taste ist ein Umschaltbefehl
um den Mosaikschirm ein- und abzuschalten. Wenn die Taste wieder betätigt wird,
wird ein Schritt 305 durchgeführt, in dem das vorher selektierte Fernsehprogramm
wiedergegeben wird. Das Programm kehrt dann zu dem Schritt 301 zurück
um auf einen neuen EPG-Befehl zu warten.
In einem Schritt 306 bestimmt das Steuerprogramm, welches
der selektierten Wiedergabe-Items von dem Benutzer aktiviert wird. Wenn ein Subbild
aktiviert wird, wird das damit assoziierte Fernsehprogramm zur Vollschirmwiedergabe
selektiert. Dazu verarbeitet der Mikroprozessor in einem Schritt 307 die
Daten, welche die Stelle jedes Subbildes in dem Mosaiksignal MOS mit der Programmnummer
n des assoziierten Fernsehprogramms TV-n koppeln, und führt dem Demodulator
und Demultiplexer die relevante Programmnummer zu. Das Steuerprogramm kehrt danach
zu dem Schritt 301 zurück um auf einen neuen EPG Befehl zu warten.
Wenn das aktivierte Wiedergabe-Item eine Am-Schirm-Taste ist, wird
ein Schritt 308 durchgeführt, in dem geprüft wird, ob es die
"theme"-Taste (43 in 4) ist. In dem Fall führt
das Programm ein Subprogramm 309 durch, das dem Benutzer die Möglichkeit
bietet, den Typ des Fernsehprogramms einzuführen, an dem er zu der betreffenden
Zeit interessiert ist. In diesem Beispiel wird vorausgesetzt, dass der Zuschauer
an Filmen interessiert ist. Das Subprogramm 309 gibt eine Liste verfügbarer
Programmtypen, wie "Unterhaltung", "Nachrichten", "Sport", "Film" usw. wieder. Auf
alternative Weise gibt es Am-Schirm-Tasten 42 für die jeweiligen Themen.
Wenn der gewünschte Programmtyp bekannt ist, sucht das Subprogramm
309 in den EPG Daten die Fernsehkanäle, die zu dem betreffenden Zeitpunkt
ein derartiges Programm übertragen, und leitet die betreffenden Stellen der
assoziierten Subbilder an dem Mosaikschirm aus der Koppelinformation her. Danach
werden in einem Schritt 310 die betreffenden Subbilder wahrnehmbar am Schirm
markiert.
In einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird die
Markierung von Subbildern in dem Schritt 310 dadurch erreicht, dass dafür
gesorgt wird, dass der Graphikgenerator ein spezielles Symbol nahe bei den Subbildern
wiedergibt. Ein Beispiel ist in 5 dargestellt. Es dürfte
einleuchten, dass mehrere Alternativen möglich sind, wie die Wiedergabe einer
gefärbten Umrandung der Subbilder oder der Kanalnamen. In einer vorteilhaften
Ausführungsform werden die Subbilder, die das gewünschte Programm darstellen,
von den anderen dadurch unterschieden, dass die Sichtbarkeit der anderen Subbilder
reduziert wird. In dieser Ausführungsform sorgt der Mikroprozessor dafür,
dass der Helligkeitsmaskierungsgenerator (30 in 1)
ein Helligkeitsmaskierungssignal B erzeugt, das die Helligkeit des wiedergegebenen
Videosignals in denjenigen Schirmbereichen reduziert, in denen die Subbilder der
nicht gewünschten Fernsehprogramm wiedergegeben werden. Dies ist in
6 dargestellt, wobei schraffierte Gebiete Subbilder
mit einer reduzierten Helligkeit bezeichnen. Es dürfte einleuchten, dass statt
der Helligkeit andere Parameter der Subbilder, wie Kontrast, Farbsättigung
oder Farbton reduziert werden können. Bei Markierung der betreffenden Subbilder
kehrt das Steuerprogramm zu dem Schritt 304 zurück, damit dem Benutzer
die Möglichkeit geboten wird, ein Vollschirmprogramm aus dem Mosaikschirm zu
wählen (Schritt 307) oder zu dem vorhergehenden Programm zurückzukehren
(Schritt 305).
In dem Schritt 311 bestimmt der Mikroprozessor, ob die aktivierte
Am-Schirm-Taste die "next" Taste (41 in 4)
ist. In dem Fall führt das Programm einen Schritt 312 durch, in dem
der Empfänger eine "Was kommt" Übersicht wiedergibt. Der Term "next" kann
sich auf ein Fernsehprogramm oder einen bestimmten Zeitpunkt beziehen. In der ersten
Möglichkeit sucht der Mikroprozessor in der EPG Datei und für jeden Fernsehkanal
nach dem nächsten Programm, das er aussenden wird. Da keine Echtzeitbilder
für diese Programme verfügbar sind, werden sie alle in Textform präsentiert,
während die Mosaikstruktur beibehalten wird, die dem Benutzer
geläufig ist. Auf vorteilhafte Weise wird die "next" Übersicht mit dem
oben beschriebenen Markierungsmerkmal kombiniert. In der zweiten Möglichkeit
sucht der Mikroprozessor in der EPG Datei das Programm, das zu dem betreffenden
Zeitpunkt ausgestrahlt wird, beispielsweise in einer halben Stunde von nun (in diesem
Beispiel 20.30 Uhr). In dieser Ausführungsform werden mehrere Programm, die
zur Zeit ausgesendet werden, dann noch nicht beendet sein. Für diese Programm
kann das wirkliche Echtzeitbild nach wie vor an dem Mosaikschirm wiedergegeben werden.
Die anderen Programme werden in Textform präsentiert. Ein Beispiel dieser Ausführungsform
ist in 7 dargestellt. In dem Fall werden die Kanäle
ITV, CH4, ZDF, RTL+, SAT1, TF2 und BRT das aktuelle Programm um 20.30 Uhr noch aussenden.
Die betreffenden Subbilder werden dem empfangenen Mosaiksignal entnommen, wobei
die Helligkeit reduziert wird, wenn das Programm nicht ein Film ist. Die anderen
Kanäle werden um 20.30 Uhr ein anderes Programm senden. Die betreffenden EPG
Daten (in dem Beispiel: Startzeit, Endzeit, Programmtitel) werden in einem Fenster
wiedergegeben, das die darunter liegenden Subbilder des empfangenen Mosaiksignals
überdeckt. Auch hier wird wieder das Fenster in reduzierter Helligkeit wiedergegeben,
wenn das angekündigte Programm kein Film ist. Eine Uhr 46 gibt den
Zeitpunkt an, für den die Übersicht gilt. Das Steuerprogramm kehrt danach
zu dem Schritt 304 zurück, damit der Benutzer die Möglichkeit
hat, aus der "next" Übersicht des Mosaiks (Schritt 307) ein Vollschirmprogramm
zu selektieren oder zu dem vorhergehenden Programm zurückzukehren (Schritt
305).
Andere Verarbeitungsfunktionen werden in dem Schritt 313
durchgeführt, wenn der Mikroprozessor gefunden hat, dass die aktivierte Am-Schirm-Taste
nicht die "theme" oder "next" Taste ist. Eine der anderen Am-Schirm-Tasten ist die
"zoom" Taste (43 in 4). Die Zoomfunktion bietet
dem Benutzer die Möglichkeit, einen 4·4 Mosaikschirm aus einer größeren
Anzahl empfangbarer Fernsehkanäle zu selektieren. Dies ist beispielsweise in
8 dargestellt, in der die Zoomtaste eine Selektion
eines der vier Quadranten eines 8·8 Mosaikschirms ermöglicht, und zwar
mit Hilfe eines Cursors 47. Dem Benutzer dürfte es einleuchten, dass
das Markierungsmerkmal auch in dieser 8·8 Mosaikschirmmode implementiert werden
kann. Obschon die Subbilder zu klein sind um das Fernsehprogramm zu erkennen, ist
es sofort deutlich, in welchem Quadranten die meisten Filme gefunden werden können.
Die Zoomfunktion bietet dem Benutzer auch die Möglichkeit, eine Reihe oder
Spalte aus einem Mosaikschirm zu selektieren zur gleichzeitigen Wiedergabe mit einem
selektierten "Vollbild"-Fernsehprogramm. Ein Beispiel ist in 9
dargestellt. In dieser Wiedergabemode kann der Benutzer auf einfache Weise von dem
einen Fernsehprogramm zu dem anderen zappen.
In der oben stehenden Beschreibung der vorliegenden Erfindung wird
das Mosaiksignal von dem Sender zusammengestellt und als solches übertragen.
Es dürfte einleuchten, dass das Mosaiksignal auch örtlich von dem Empfänger
zusammengestellt werden kann. Dasselbe gilt für die Kanalnamen, welche die
Subbilder identifizieren. Derartige Empfänger sind an sich in dem betreffenden
technischen Bereich bekannt. Sie sind vorgesehen um gleichzeitig oder sequentiell
die verfügbaren Fernsehkanäle zu empfangen, die Signale zu verarbeiten
zum Schaffen der betreffenden Subbilder und die genannten Subbilder in einem Speicher
zu speichern. In einem derartigen Empfänger sind andere Verfahren zum Markieren
gewünschter Fernsehprogramme (310 in 3)
möglich. So kann beispielsweise die Erneuerungsrate der Größe der
betreffenden Subbilder reduziert werden.
Zusammengefasst wird ein Verfahren zum Navigieren durch Fernsehprogramme
beschrieben. Ein Fernsehempfänger gibt ein Mosaikbild mit Subbildern wieder,
welche die verfügbaren Programme darstellen. Der Empfänger empfängt
weiterhin einen elektronischen Programmführer mit Programmbeschreibungen. Bei
Aktivierung einer "theme" Taste (42) kann der Zuschauer einen gewünschten
Programmtyp aufrufen, beispielsweise "Film". In Reaktion darauf wird die Helligkeit
der Subbilder, die Programm darstellen, die nicht gewünscht werden, reduziert.
Der Benutzer hat dadurch eine Hilfe bei dem Navigieren durch Programme, an denen
er interessiert ist, während die Mosaikstruktur beibehalten wird, die ihm vertraut
ist, und ohne dass die Assoziation zwischen Kanälen und ihrer Lage in dem Mosaikschirm
verloren geht.