Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Kommunikationen. Genauer
bezieht sich die vorliegende Erfindung auf einen neuartigen und verbesserten programmierbaren
Empfänger mit dynamischem Bereich.
II. Beschreibung des Standes der Technik
Der Entwurf eines Empfängers mit großer Performance ist
eine Herausforderung aufgrund mehrerer Entwurfseinschränkungen. Erstens erfordern
viele Anwendungen eine große Performance. Eine große Performance kann
beschrieben werden durch die Linearität der aktiven Geräte (Verstärker,
Mischer etc.) und durch den Rauschfaktor des Empfängers. Zweitens ist der Energieverbrauch
für einige Anwendungen wie in einem zellularen Kommunikationssystem eine wichtige
Betrachtung wegen der tragbaren Natur des Empfängers. Im allgemeinen sind eine
große Performance und eine große Effizienz konkurrierende Betrachtungen
des Entwurfs.
Ein aktives Gerät hat die folgende Transferfunktion:
y(x) = a1·x + a2·x2 + a3·x3
+ higher order terms(1)
wobei x das Eingabesignal, y(x) das Ausgabesignal und a1, a2
und a3 Koeffizienten sind, die die Linearität des aktiven Gerätes
definieren. Der Einfachheit halber werden Terme höherer Ordnung (z.B. Terme
über dritter Ordnung) ignoriert. Für ein ideales aktives Gerät sind
die Koeffizienten a2 und a3 0,0 und das Ausgabesignal ist
einfach das Eingabesignal, das mit a1 skaliert ist. Alle aktiven Geräte
jedoch erfahren einem gewissen Betrag an Nichtlinearität, die durch die Koeffizienten
a2 und a3 quantifiziert wird. Der Koeffizient a2
definiert den Betrag der Nichtlinearität zweiter Ordnung und der Koeffizient
a3 definiert den Betrag der Nichtlinearität dritter Ordnung.
Die meisten Kommunikationssysteme sind Schmalbandsysteme, die auf
einem Eingabe-HF-Signal arbeiten, das eine vorbestimmte Bandbreite und eine Mittenfrequenz
bzw. zentrale Frequenz besitzt. Das Eingabe-HF-Signal umfasst typischerweise andere
Störsignale, die über das gesamte Frequenzspektrum angeordnet sind. Die
Nichtlinearität innerhalb des aktiven Gerätes verursacht die Intermodulation
der Störsignale, was darin resultiert, dass deren Produkte in das Signalband
fallen können.
Die Wirkung der Nichtlinearität zweiter Ordnung (z.B. verursacht
durch den x2-Term) kann gewöhnlich durch eine vorsichtige Entwurfsmethodik
vermindert oder eliminiert werden. Die Nichtlinearität zweiter Ordnung erzeugt
Produkte bei den Summen- und Differenzfrequenzen. Typischerweise befinden sich die
Störsignale, die In-Band-Produkte zweiter Ordnung erzeugen können, weit
entfernt von dem Signalband und können leicht herausgefiltert werden. Nichtlinearität
dritter Ordnung ist jedoch problematischer. Für Nichtlinearität dritter
Ordnung erzeugen Störsignale x = g1·cos(w1t) + g2·cos(w2t)
Produkte bei den Frequenzen (2w1 – w2) und (2w2
– w1). Somit können Nahband-Störsignale ("die schwierig
sind herauszufiltern") Intermodulationsprodukte dritter Ordnung erzeugen, die in
das Band fallen, was zu einer Verschlechterung des Empfangssignals führt. Dieses
Problem wird dadurch verstärkt, dass die Amplitude der Produkte dritter Ordnung
skaliert werden durch g1·g22 und durch g12·g2. Somit erzeugt jede Verdopplung der Amplitude der
Störsignale einen achtfachen Anstieg der Amplitude der Produkte dritter Ordnung.
Auf andere Weise betrachtet, resultiert jede Erhöhung des Eingabe-HF-Signals
um 1 dB in einer Erhöhung des Ausgabe-HF-Signals um 1 dB aber zu einem Anstieg
der Produkte dritter Ordnung um 3 dB.
Die Linearität eines Empfängers (oder eines aktiven Gerätes)
kann durch den eingabebezogenen Schnittpunkt dritter Ordnung (IIP3 = third order
intercept point) charakterisiert werden. Das Ausgabe-HF-Signal und die Intermodulationsprodukte
dritter Ordnung werden typischerweise gegen das Eingabe-HF-Signal aufgetragen. Wenn
das Eingabe-HF-Signal vergrößert wird, ist der IIP3 ein theoretischer
Punkt, wo die Amplitude des gewünschten Ausgabe-HF-Signals und der Produkte
dritter Ordnung gleich groß werden. Der IIP3 ist ein extrapolierter Wert, da
das aktive Gerät in Kompression übergeht, bevor der IIP3-Punkt erreicht
wird.
Für einen Empfänger, der mehrere aktive Geräte umfasst,
die kaskadenförmig verbunden sind, kann der IIP3 des Empfängers von der
ersten Stufe aktiver Geräte bis zur n-ten Stufe folgendermaßen errechnet werden:
, wobei IIP3n der eingabebezogene Schnittpunkt dritter Ordnung von der
ersten Stufe aktiver Geräte bis zur n-ten Stufe, IIP3n-1 der eingabebezogene
Schnittpunkt dritter Ordnung von der ersten Stufe bis zu der (n – 1)-ten
Stufe, Avn die Verstärkung der n-ten Stufe, IIP3dn der
eingabebezogene Schnittpunkt dritter Ordnung der n-ten Stufe ist und alle Terme
in Dezibel (dB) angegeben sind. Die Berechnung in Gleichung (2) kann in sequenzieller
Ordnung für aufeinanderfolgende Stufen innerhalb des Empfängers ausgeführt
werden.
Aus der Gleichung (2) ist ersichtlich, dass eine Möglichkeit
der Verbesserung des abgestuften IIP3 darin besteht, die Verstärkung vor dem
ersten nichtlinearen aktiven Gerät zu verringern. Jedes aktive Gerät erzeugt
jedoch auch thermisches Rauschen, das die Signalqualität verschlechtert. Da
der Rauschpegel auf einem konstanten Pegel gehalten wird, verschlechtert sich die
Signalqualität, wenn die Verstärkung und die Signalamplitude verringert
werden. Der Betrag der Verschlechterung kann durch den Rauschfaktor (NF = noise
figure) des aktiven Gerätes wie folgt bemessen werden:
NFd = SNRin – SNRout(3)
, wobei NFd der Rauschfaktor des aktiven Gerätes, SNRin
das Signal-zu-Rauschen-Verhältnis des Eingabe-HF-Signals in das aktive Gerät
hinein, SNRout das Signal-zu-Rauschen-Verhältnis des Ausgabe-HF-Signals
von dem aktiven Gerät ist und NFd, SNRin und SNRout
alle in Dezibel (dB) angegeben sind. Für einen Empfänger, der mehrere
aktiven Geräte umfasst, die kaskadenförmig verbunden sind, kann der Rauschfaktor
des Empfängers von der ersten Stufe aktiver Geräte bis zur n-ten Stufe
folgendermaßen errechnet werden:
wobei NFn der Rauschfaktor von der ersten Stufe bis zu der n-ten Stufe,
NFn-1 der Rauschfaktor der ersten Stufe bis zu der (n – 1)-ten
Stufe, NFdn der Rauschfaktor der n-ten Stufe und Gn-1 die
akkumulierte Verstärkung der ersten Stufe bis zu der (n – 1)-ten Stufe
in Dezibel ist. Wie in Gleichung (4) gezeigt, kann die Verstärkung des aktiven
Gerätes den Rauschfaktor der nachfolgenden Stufen beeinflussen. Ähnlich
wie die Berechnung des IIP3 in Gleichung (2) kann die Berechnung des Rauschfaktors
in Gleichung (4) in sequenzieller Ordnung für aufeinanderfolgende Stufen des
Empfängers durchgeführt werden.
Empfänger werden für viele Kommunikationsanwendungen verwendet,
wie zum Beispiel zellulare Kommunikationssysteme und Fernsehen mit hoher Auflösung
(HDTV = high definition television). Beispielhafte zellulare Kommunikationssysteme
beinhalten Codemultiplexvielfachzugriff- (CDMA = code division multiple access)
Kommunikationssysteme, Zeitmultiplexvielfachzugriff- (TDMA = time division multiple
access) Kommunikationssysteme und analoge FM-Kommunikationssysteme. Die Verwendung
von CDMA-Techniken in einem Vielfachzugriff-Kommunikationssystem wird in dem
US Patent mit der Nummer 4,901,307 mit dem
Titel "Spread Spectrum Multiple Access Communication System Using Satellite or Terrestrial
Repeaters" und dem US Patent mit der Nummer 5,103,459
mit dem Titel "System and Method For Generating Waveforms in a CDMA Cellular Telephone
System" offenbart, wobei beide Patente dem Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung
zugewiesen und hier als Referenz enthalten sind. Ein beispielhaftes HDTV-System
wird in dem US Patent mit der Nummer 5,452,104,
in dem US Patent mit der Nummer 5,107,345
und in dem US Patent mit der Nummer 5,021,891
offenbart, wobei alle drei Patente den Titel tragen "Adaptive Block Size Image Compression
Method And System", ebenfalls offenbart in dem US
Patent Nummer 5,576,767 mit dem Titel "Interframe Video Encoding And Decoding
System", wobei alle vier Patente dem Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung
zugewiesen und hier als Referenz enthalten sind.
In zellularen Anwendungen ist es üblich, dass sich mehr als ein
Kommunikationssystem innerhalb desselben geographischen Abdeckungsgebietes befindet.
Weiterhin können diese Systeme auf demselben oder in der Nähe desselben
Frequenzbandes arbeiten. Wenn dies auftritt, kann das Senden von einem System die
Verschlechterung des Empfangssignals eines anderen Systems verursachen. CDMA ist
ein Spreizspektrumkommunikationssystem, welches die Sendeleistung auf jeden Benutzer
über die gesamte 1,2288 MHz-Signalbandbreite spreizt. Die spektrale Antwort
einer Übertragung, die auf FM basiert, kann auf die zentrale Frequenz konzentriert
werden. Deshalb kann die FM-basierte Übertragung verursachen, dass innerhalb
des zugewiesenen CDMA-Bandes und sehr nahe an dem empfangenen CDMA-Signal
Störsender auftreten. Weiterhin kann die Amplitude dieser Störsender um
viele Male größer als die Amplitude des CDMA-Signals sein. Diese Störsender
können Intermodulationsprodukte dritter Ordnung verursachen, die die Performance
des CDMA-Systems verschlechtern können.
Typischerweise wird der Empfänger so entworfen, dass er einen
hohen IIP3 besitzt, um die Verschlechterung aufgrund der Intermodulationsprodukte
zu minimieren, die von den Störsendern verursacht werden. Der Entwurf eines
Empfängers mit einem hohen IIP3 erfordert es, der diese aktiven Geräte
innerhalb des Empfängers mit einem hohen Gleichstrom vorgespannt sind und dabei
große Energiemengen verbrauchen. Dieser Entwurfsansatz ist besonders für
zellulare Anwendungen, wobei der Empfänger eine tragbare Einheit darstellt
und Energie begrenzt ist, unerwünscht.
Mehrere Techniken wurden nach dem vorangehenden Stand der Technik
verwendet, um dem Bedürfnis nach einem hohen IIP3 Rechnung zu tragen. Eine
solche Technik, die ebenfalls versucht, den Energieverbrauch zu vermindern, ist
es, die Verstärkerstufe mit einer Vielzahl von Verstärkern zu implementieren,
die parallel zueinander verbunden sind, und die Verstärker selektiv zu aktivieren,
wenn ein höherer IIP3 benötigt wird. Diese Technik wird im Detail offenbart
in der US-Patentanmeldung mit der Seriennummer 08/843,904
mit dem Titel "Dual Mode Amplifier With High Efficiency And High Linearity", wobei
diese am 17.4.1997 eingereicht wurde und dem Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung
zugewiesen und hier als Referenz enthalten ist. Eine andere Technik ist es, die
empfangene HF-Signalleistung zu messen und die Verstärkung der Verstärker
basierend auf der Amplitude der HF-Signalleistung anzupassen. Die Technik wird im
Detail offenbart in der US-Patentanmeldung mit der
Seriennummer 08/723,491 mit dem Titel "Method and Apparatus For Increasing
Receiver Power Immunity To Interference", wobei diese am 30. September 1996 eingereicht
wurde und dem Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung zugewiesen und hier als
Referenz enthalten ist. Diese Techniken verbessern die IIP3-Performance, haben aber
weder den Energieverbrauch wesentlich gesenkt noch die Schaltungskomplexität
verringert.
Ein beispielhaftes Blockdiagramm einer Empfängerarchitektur nach
dem vorangehenden Stand der Technik wird in 1 gezeigt.
Innerhalb des Empfängers 1100 wird das gesendete HF-Signal von der
Antenne 1112 empfangen, durch den Duplexer 1114 geleitet und an
den Verstärker mit geringem Rauschen (LNA = low noise amplifier)
1116 geliefert. Der LNA 1116 verstärkt das HF-Signal und
liefert das Signal an den Bandpassfilter 1118. Der Bandpassfilter
1118 filtert das Signal, um einige der Störsignale zu entfernen, die
Intermodulationsprodukte in den nachfolgenden Stufen verursachen können. Das
gefilterte Signal wird an den Mischer 1120 geliefert, der das Signal auf
eine Zwischenfrequenz (ZF bzw. IF = intermediate frequency) mit der Sinusform von
dem lokalen Oszillator 1122 herabkonvertiert. Das ZF-Signal wird an den
Bandpassfilter 1124 geliefert, der Störsignale und Produkte der Herabkonvertierung
vor den nachfolgenden Herabkonvertierungsstufen herausfiltert. Das gefilterte ZF-Signal
wird an den Verstärker mit automatischer Verstärkungssteuerung (AGC =
automatic-gain-control) 1126 geliefert, der das Signal mit einer variablen
Verstärkung verstärkt, um ein ZF-Signal bei der erforderlichen Amplitude
vorzusehen. Die Verstärkung wird von einem Steuerungssignal von der AGC-steuerungsschaltung
1128 gesteuert. Das ZF-Signal wird an den Demodulator 1130 geliefert,
der das Signal gemäß dem Modulationsformat, das bei dem Sender verwendet
wird, demoduliert. Für digitale Übertragung wie zum Beispiel binäre
Phasenverschiebungsverschlüsselung (BPSK = binary Phase shift keying), quartäre
Phasenverschiebungsverschlüsselung (QPSK = quaternary Phase shift keying),
quartäre Offset-Phasen Verschiebungsverschlüsselung (OQPSK = Offset quaternary
Phase shift keying) und Quadraturamplitudenmodulation (QAM = quadrature amplitude
modulation) wird ein digitaler Demodulator verwendet, um die digitalisierten Basisbanddaten
vorzusehen. Für eine FM-Übertragung wird ein FM-Demodulator verwendet,
um das analoge Signal vorzusehen.
Der Empfänger 1100 umfasst die grundlegenden Funktionalitäten,
die von den meisten Empfängern benötigt werden. Der Ort der Verstärker
1116 und 1126, der Bandpassfilter 1118 und
1124 und des Mischers 1120 kann jedoch neu festgelegt werden,
um die Performance des Empfängers für eine bestimmte Anwendung zu optimieren.
In dieser Empfängerarchitektur wird ein hoher IIP3 vorgesehen, indem die aktiven
Geräte mit einem hohen Vorspannungsgleichstrom vorgespannt werden und/oder
die Verstärkung des Verstärkers 1126 gesteuert wird.
Diese Empfängerarchitektur besitzt mehrere Nachteile. Erstens
sind die aktiven Geräte typischerweise mit einem hohen Gleichstrom vorgespannt,
um den höchsten erforderlichen IIP3 vorzusehen. Dies bewirkt, dass der Empfänger
1100 zu jedem Zeitpunkt bei dem hohen IIP3-Arbeitspunkt betrieben wird,
auch wenn ein hoher IIP3 die meiste Zeit nicht benötigt wird. Zweitens kann
der hohe IIP3 verbessert werden, indem die Verstärkung des AGC-Verstärkers
1126 angepasst wird, wie in dem bereits erwähnten US-Patent
mit der Nummer 5,009,204 offenbart wird. Die Verringerung der Verstärkung des Verstärkers
1126 kann jedoch den Rauschfaktor des Empfängers 1100 verschlechtern.
Das Dokument US 5619536 offenbart
einen digitalen Empfänger mit Überlagerung mit verbesserter Genauigkeit,
der frei von Drift ist und die Anpassungsfähigkeit besitzt, seine Charakteristiken
gemäß verschiedener Bedürfnisse anzupassen, zum Beispiel die Anpassung
an verschiedene Modulationstypen oder verschiedene Bandbreiten, um einen Verwürfler
zu eliminieren oder eine Vorfilterung oder eine anpassungsfähige Filterung
für eine Entzerrung bzw. Angleichung (equalization) anzuwenden.
(5,009,204 offenbart wird. Die Verringerung der Verstärkung des Verstärkers
1126 kann jedoch den Rauschfaktor des Empfängers 1100 verschlechtern.)
Zusammenfassung der Erfindung
Die vorliegende Erfindung wird in den anhängenden Ansprüchen
definiert und ist ein neuartiger und verbesserter programmierbaren Empfänger
mit dynamischem Bereich, der das nötige Niveau an Performance mit vermindertem
Energieverbrauch vorsieht. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel umfasst
der Empfänger einen Frontend, einen &Sgr;&Dgr;-ADC, einen digitalen Signalprozessor,
einen Leistungsdetektor und eine AGC-Steuerungsschaltung. In einem beispielhaften
Ausführungsbeispiel wird das Eingabe-HF-Signal konditioniert und in ein ZF-Signal
durch den Frontend herabkonvertiert. Das ZF-Signal wird durch den &Sgr;&Dgr;-ADC
quantisiert, um ZF-Abtastungen zu erzeugen, die durch den digitalen Signalprozessor
verarbeitet werden, um das gewünschte Signal zu erhalten. Der Leistungsdetektor
misst die Amplitude des Signals in dem &Sgr;&Dgr;-ADC. In dem beispielhaften
Ausführungsbeispiel wird der benötigte dynamische Bereich aus der Messung
der Amplitude des gewünschten Signals und des Signals in dem &Sgr;&Dgr;-ADC
errechnet. In dem alternativen Ausführungsbeispiel wird der gewünschte
dynamische Bereich basierend auf dem Modus des Empfängers bestimmt.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen programmierbaren
Empfänger mit dynamischem Bereich vorzusehen, der den Energieverbrauch minimiert,
indem er eine oder mehrere Schleifen innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADCs aktiviert
oder sperrt. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der &Sgr;&Dgr;-ADC
mit einer oder mehreren Schleifen implementiert. Jede Schleife sieht eine Performance
des vorbestimmte dynamischen Bereichs vor. Einen oder mehrere Schleifen innerhalb
des &Sgr;&Dgr;-ADC können aktiviert oder gesperrt werden, wenn der erforderliche
dynamische Bereich einen Satz von Dynamikbereichsschwellen überschreitet oder
unter diesen fällt. Die Dynamikbereichsschwellen können basierend auf
zahlreichen Betrachtungen ausgewählt werden, wie zum Beispiel den Statistiken
des Eingabe-HF-Signals und der Performance des &Sgr;&Dgr;-ADC. Weiterhin können
die Dynamikbereichsschwellen mit einer Hysterese implementiert werden, um eine Fluktuation
bzw. Hin- und Herschalten der Schleifen zwischen den aktivierten und gesperrten
Zuständen zu verhindern.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen programmierbaren
Empfänger mit dynamischem Bereich vorzusehen, der den Energieverbrauch minimiert,
indem der Vorspannstrom angepasst wird. In einem beispielhaften Ausführungsbeispiel
ist der &Sgr;&Dgr;-ADC mit einem anpassbaren Vorspannstrom entworfen. Der dynamische
Bereich des &Sgr;&Dgr;-ADC verändert sich ungefähr proportional zu
dem Vorspannstrom. Durch Anpassung des Vorspannstroms kann der erforderliche dynamische
Bereich durch den &Sgr;&Dgr;-ADC mit einem minimalen Energieverbrauch vorgesehen
werden. Der Vorspannstrom kann in diskreten Schritten oder auf kontinuierliche Weise
angepasst werden.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ebenfalls,
einen programmierbaren Empfänger mit dynamischem Bereich vorzusehen, der den
Energieverbrauch minimiert, indem er eine Referenzspannung angelegt an den &Sgr;&Dgr;-ADC
angepasst. Der dynamische Bereich des &Sgr;&Dgr;-ADC wird durch den maximalen
Eingabesignalspitzenwert und das Rauschen von dem &Sgr;&Dgr;-ADC bestimmt, das
das Schaltungsrauschen und das Quantisierungsrauschen beinhaltet. Wenn der erforderliche
dynamische Bereich sinkt, kann die Referenzspannung gesenkt werden, während
ungefähr derselbe Rauschpegel aufrechterhalten wird. Dies trifft besonders
dann zu, wenn eine Schleife ausgeschaltet wird und sich das Quantisierungsrauschen
so erhöht, dass es viel größer als das Schaltungsrauschen ist. Durchabsenken
der Referenzspannung, so dass das Quantisierungsrauschen ungefähr gleich dem
Schaltungsrauschen ist, wird das gewünschte Performanceniveau vorgesehen, während
der Signalpegel auf einem geringen Pegel gehalten wird. Es ist ein zusätzlicher
Vorteil, dass der Verstärker, der den &Sgr;&Dgr;-ADC treibt, einen geringeren
maximalen Signalspitzenwert besitzt und mit einem geringeren Strom vorgespannt werden
kann.
Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es ebenfalls,
einen programmierbaren Empfänger mit dynamischem Bereich vorzusehen, der den
Energieverbrauch minimiert, indem die Abtastungsfrequenz des &Sgr;&Dgr;-ADC
angepasst wird. Der dynamische Bereich des &Sgr;&Dgr;-ADC ist eine Funktion
des Überabtastungverhältnisses (= oversampling ratio),
das proportional zu der Abtastungsfrequenz ist, weil die Bandbreite des Signals
in den &Sgr;&Dgr;-ADC konstant ist. Ein hoher dynamischer Bereich erfordert
ein hohes Überabtastungverhältnis. Der Energieverbrauch der Schaltungen,
die verwendet werden, um den &Sgr;&Dgr;-ADC zu implementieren, kann von der
Abtastungsfrequenz abhängen. In der vorliegenden Erfindung kann die Abtastungsfrequenz
verringert werden, um den Energieverbrauch zu minimieren, wenn ein hoher dynamischer
Bereich nicht erforderlich ist.
Es ist ebenfalls eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung,
einen programmierbaren Empfänger mit dynamischem Bereich vorzusehen, der den
Energieverbrauch minimiert, indem der geeignete &Sgr;&Dgr;-ADC basierend auf
der erforderlichen Performance eingeschaltet wird. In diesem Ausführungsbeispiel
kann der Empfänger mit einem oder mehreren &Sgr;&Dgr;-ADCs ausgestattet
sein, die die Abtastungsfunktion für zwei oder mehrere Arbeitsmodi vorsehen.
Zum Beispiel kann ein Empfänger mit zwei &Sgr;&Dgr;-ADCs ausgestattet sein,
einen für den CDMA-Modus und einen für den FM-Modus. Der &Sgr;&Dgr;-ADC
für den FM-Modus kann so entworfen werden, dass er wegen der geringeren Signalbandbreite
und des geringeren erforderlichen dynamischen Bereichs deutlich weniger Energie
verbraucht. Der geeignete &Sgr;&Dgr;-ADC kann eingeschaltet werden abhängig
davon, ob der Empfänger in dem CDMA- oder FM-Modus arbeitet.
Die oben beschriebenen Merkmale können je nach Eignung miteinander
kombiniert werden, um das erforderliche Performanceniveau vorzusehen, während
die Energieeinsparung maximiert wird.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die Merkmale, Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung werden
aus der folgenden detaillierten Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen,
in denen jeweils gleiche Bezugszeichen durchgehend gleiches kennzeichnen, deutlicher
hervorgehen, wobei
1 ein Blockdiagramm eines beispielhaften Empfängers
nach dem vorangehenden Stand der Technik ist;
2 ein Blockdiagramm eines beispielhaften programmierbaren
linearen Empfängers der vorliegenden Erfindung ist;
3 ein Blockdiagramm eines beispielhaften programmierbaren
linearen Dualband-Empfängers der vorliegenden Erfindung ist;
4 ein Blockdiagramm eines beispielhaften QPSK-Demodulators
ist, der innerhalb der Empfänger der vorliegenden Erfindung verwendet wird;
5A-5B jeweils schematische
Diagramme eines beispielhaften diskreten Entwurfs eines Verstärkers mit geringem
Rauschen (LNA = low-noise-amplifier) und einer Stromquelle sind, die in den Empfängern
der vorliegenden Erfindung verwendet werden;
6A-6B jeweils Diagramme
der IIP3-Performance in Abhängigkeit des Vorspannstroms des Transistors sind,
die in dem LNA und den Performancekurven des LNA verwendet werden;
7A-7B jeweils Diagramme
der Zweiton- und Einfachtonstörsender-Spezifikationen für ein CDMA-Signal
sind, das durch den IS-98-A definiert ist;
8A-8B jeweils Diagramme
des AGC-Steuerungsbereichs für ansteigende und absinkende CDMA-Eingabeleistung
sind;
9 ein Diagramm eines beispielhaften IIP3-Vorspannungssteuerungsmechanismus
der vorliegenden Erfindung ist;
10A-10B jeweils Diagramme
für die IIP3-Vorspannungssteuerung für ansteigende oder absinkende CDMA-Eingabeleistung
sind; und
11 ein Blockdiagramm eines beispielhaften Zwei-Schleifen-Bandpass-MASH-&Sgr;&Dgr;-Analog-Zu-Digital-Wandlers
ist.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele
Der Empfänger der vorliegenden Erfindung sieht ein erforderliches
Niveau der Systemperformance vor und minimiert den Energieverbrauch, indem er den
Gleichspannung-Bias bzw. das Gleichspannungssignal der Vorspannung der aktiven Geräte
steuert. Die vorliegende Erfindung kann ausgeübt werden, indem eines der drei
im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele verwendet wird. In dem ersten
Ausführungsbeispiel wird der Betrag an Nichtlinearität bei der Ausgabe
des Empfängers gemessen und dazu verwendet, den IIP3-Arbeitspunkt der aktiven
Geräte innerhalb des Empfängers wie die Verstärker und den Mischer
einzustellen. In dem zweiten Ausführungsbeispiel wird der IIP3-Arbeitspunkt
der aktiven Geräte gemäß dem erwarteten Pegel des Empfangssignals
basierend auf dem Modus des Empfängers eingestellt. Und in dem dritten Ausführungsbeispiel
wird der IIP3-Arbeitspunkt der aktiven Geräte gemäß dem gemessenen
Signalpegel bei verschiedenen Stufen innerhalb des Empfängers eingestellt.
In der vorliegenden Erfindung ist die AGC-Funktion mit einer AGC-Steuerungsschaltung
vorgesehen, die mit einer Vorspannungssteuerungschaltung zusammenarbeitet. Der IIP3-Arbeitspunkt
der aktiven Geräte wird gemäß dem gemessenen Betrag an Nichtlinearität
eingestellt, der von der Amplitude des Signals abhängt. Die Signalamplitude
wiederum hängt von den Verstärkungseinstellungen des Empfängers ab.
In der vorliegenden Erfindung werden der AGC und die Vorspannungssteuerung auf integrierte
Weise betrieben, um den erforderlichen Grad an Linearität über einen spezifizierten
AGC-Bereich vorzusehen, während der Energieverbrauch minimiert wird.
I. Empfängerarchitektur
Ein Blockdiagramm einer beispielhaften Empfängerarchitektur der
vorliegenden Erfindung wird in 2 gezeigt. Innerhalb
des Empfängers 1200 wird das gesendete HF-Signal von der Antenne
1212 empfangen, durch den Duplexer 1214 geleitet und an den Dämpfer
1216 geliefert. Der Dämpfer 1216 dämpft das HF-Signal
ab, um ein Signal mit der erforderlichen Amplitude vorzusehen und liefert das gedämpfte
Signal an den HF-Prozessor 1210. Innerhalb des HF-Prozessors
1210 wird das gedämpfte Signal an das Dämpfungsglied bzw. Pad
1222a und an den Verstärker mit geringem Rauschen (LNA)
1220a geliefert. Der LNA 1220a verstärkt das HF-Signal und
liefert das verstärkte Signal an den Bandpassfilter 1226. Das Dämpfungsglied
1222a sieht einen vorbestimmten Dämpfungspegel vor und ist in Reihe
verbunden mit dem Schalter 1224a. Der Schalter 1224a sieht eine
Umgehung um den LNA 1220a vor, wenn die Verstärkung des LNA
1220a nicht benötigt wird. Der Bandpassfilter 1226 filtert
das Signal, um Störsignale zu entfernen, die Intermodulationsprodukte in den
nachfolgenden Signalverarbeitungsstufen verursachen können. Das gefilterte
Signal wird an das Dämpfungsglied 1222b und an den Verstärker
mit geringem Rauschen (LNA) 1220b geliefert. Der LNA 1220b verstärkt
das gefilterte Signal und liefert das Signal an den HF/ZF-Prozessor 1248.
Das Dämpfungsglied 1222b sieht einen vorbestimmten Dämpfungspegel
vor und ist in Reihe verbunden mit dem Schalter 1224b. Der Schalter
1224b sieht eine Umgehung um den LNA 1220b vor, wenn die Verstärkung
des LNA 1220b nicht benötigt wird. Innerhalb des HF/ZF-Prozessors
1248 konvertiert der Mischer 1230 das Signal mit der Sinusform
von dem lokalen Oszillator (LO = local oscillator) 1228 auf eine Zwischenfrequenz
(IF = intermediate frequency) herab. Das ZF-Signal wird an den Bandpassfilter
1232 geliefert, der Störsignale und Produkte der Herabkonvertierung,
die außerhalb des Bandes liegen, herausfiltert. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel
wird das gefilterte ZF-Signal an den Spannungssteuerungsverstärker (VGA = voltage
control amplifier) 1134 geliefert, der das Signal mit einer variablen Verstärkung
verstärkt, die durch ein Verstärkungssteuerungssignal angepasst wird.
Der Verstärker 1234 kann auch, von den Erfordernissen des Systems
abhängig, als ein Verstärker mit fester Verstärkung implementiert
werden und auch dies gehört zu dem Umfang der vorliegenden Erfindung. Das verstärkte
ZF-Signal wird an den Demodulator 1250 geliefert, der das Signal gemäß
dem Modulationsformat demoduliert, das von dem Sender verwendet wird (nicht gezeigt).
Der HF-Prozessor 1210 und der HF/ZF-Prozessor 1248 werden insgesamt
als ein Frontend bezeichnet.
In 4 wird ein. Blockdiagramm eines beispielhaften
Demodulators 1250 dargestellt, der zur Demodulation der quadraturmodulierten
Signale (z.B. QPSK, OQPSK und QAM) verwendet wird. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
ist der Demodulator 1250 als ein Subabtastungsbandpass-Demodulator bzw.
subsampling bandpass demodulator implementiert. Das ZF-Signal wird an den Bandpass-Sigmadelta-Analog-zu-Digital-Wandler
(&Sgr;&Dgr;-ADC) 1410 geliefert, die das Signal bei einer hohen Abtastungsfrequenz
quantisiert, die durch das CLK-Signal bestimmt wird. Ein beispielhafter Entwurf
eines &Sgr;&Dgr;-ADCs wird im Detail beschrieben in der US-Anmeldung
mit der Seriennummer 08/928,874, die den Titel trägt "Sigma-Delta
Analog-to-Digital Converter", erteilt am 12.9.1997 und dem Rechtsnachfolger der
vorliegenden Erfindung zugewiesen. Die Verwendung eines &Sgr;&Dgr;-ADCs innerhalb
eines Empfängers wird offenbart in der anhängenden US-Patentanmeldung
mit der Seriennummer 08/987,306, die den Titel trägt "Receiver With
Sigma-Delta Analog-to-Digital Converter", erteilt am 9.12.1997,
wobei diese dem Rechtsnachfolger der vorliegenden Erfindung zugewiesen und hier
als Referenz enthalten ist. Das quantisierte Signal wird an Filter 1412
geliefert, der das Signal filtert und dezimiert. Das gefilterte Signal wird an die
Multiplizierer 1414a und 1414b geliefert, die das Signal auf das
Basisband mit den In-Phasen- und Quadratur-Sinusformen von jeweils dem lokalen Oszillator
(LO2) 1420 und dem Phasenverschieber 1418 herabkonvertieren. Der
Phasenverschieber 1418 sieht eine Phasenverschiebung um 90° für
die Quadratur-Sinusform vor. Die I- und Q-Signale des Basisbands werden jeweils
an die Tiefpassfilter 1416a und 1416b geliefert, die das Signal
filtern, um die I- und Q-Daten vorzusehen. Die Basisbanddaten in 2
umfassen die I- und Q-Daten in 4. In dem beispielhaften
Ausführungsbeispiel sehen der Filter 1412 und/oder die Tiefpassfilter
1416 auch eine Skalierung des Signals vor, um es dem Demodulator
1250 zu ermöglichen, Basisbanddaten bei mehreren Amplituden vorzusehen.
Andere Implementierungen des Demodulators 1250 können entworfen werden,
um die Demodulation der QPSK-modulierten Wellenform durchzuführen und befinden
sich innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung.
Nochmals bezugnehmend auf 2, umfasst
der Empfänger 1200 die grundlegenden Funktionen, die von den meisten
Empfängern benötigt werden. Die Anordnung des Dämpfers
1216, der LNAs 1220a und 1220b, der Bandpassfilter
1226 und 1232 und des Mischers 1230 kann neu geordnet
werden, um die Performance des Empfängers 1200 für bestimmte
Anwendungen zu optimieren. Zum Beispiel kann der Dämpfer 1216 sich
zwischen dem LNA 1220a und dem Bandpassfilter 1226 befinden, um
die Rauschfaktor-Performance zu verbessern. Weiterhin kann vor dem LNA
1220a ein Bandpassfilter eingesetzt werden, um unerwünschte Störsignale
vor der ersten Verstärkerstufe zu entfernen. Es können verschiedene Anordnungen
der Funktionen, die hier gezeigt werden, betrachtet werden und diese befinden sich
innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung. Weiterhin können andere Anordnungen
der hier gezeigten Funktionalitäten in Kombination mit anderen Empfängerfunktionalitäten
nach dem Stand der Technik auch betrachtet werden und befinden sich innerhalb des
Umfangs der vorliegenden Erfindung.
In der vorliegenden Erfindung werden der Dämpfer 1216,
die Schalter 1224a und 1224b und der Demodulator 1250
von der AGC-Steuerungsschaltung 1260 so gesteuert, dass sich das ZF-Signal
von dem Verstärker 1234 bei der erforderlichen Amplitude befindet.
Die AGC-Funktion wird im folgenden im Detail beschrieben. In dem beispielhaften
Ausführungsbeispiel sind die LNAs 1220a und 1220b Verstärker
mit fester Verstärkung. Die LNAs 1220a und 1220b und der
Mischer 1230 werden von der Vorspannungssteuerungschaltung 1280
gesteuert, um den Vorspannungsgleichstrom und/oder die Spannungen dieser aktiven
Geräte so anzupassen, dass die erforderliche Linearitäts-Performance mit
minimalem Energieverbrauch erreicht wird. Der variable IIP3-Vorspannungssteuerungsmechanismus
wird im folgenden im Detail beschrieben.
Die Empfängerarchitektur der vorliegenden Erfindung kann für
die Verwendung in zahlreichen Anwendungen übernommen werden, einschließlich
zellularer Telefone und HDTV-Anwendungen. In dem zellularen Telefon kann der Empfänger
1200 für die Verwendung in CDMA-Kommunikationssystemen übernommen
werden, die auf dem Individualkommunikationssystem- (PCS = personal communication
system) Band oder dem zellularen Band arbeiten.
In 3 wird ein Blockdiagramm eines beispielhaften
Empfängers gezeigt, der Dualband (PCS und zellular) und Dualmodus (CDMA und
AMPS) unterstützt. Das PCS-Band hat eine Bandbreite von 60 MHz und eine Mittenfrequenz
von 1900 MHz. Das zellulare Band hat eine Bandbreite von 25 MHz und eine Mittenfrequenz
von 900 MHz. Jedes Band benötigt einen eigenen HF-Bandpassfilter. Deshalb werden
für die beiden Bänder zwei HF-Prozessoren verwendet.
Der Empfänger 1300 umfasst viele Komponenten, die denen
in dem Empfänger 1200 gleichen (siehe 2).
Die Antenne 1312, der Duplexer 1314 und der Dämpfer
1316 sind identisch mit der Antenne 1212, dem Duplexer
1214 und dem Dämpfer 1216 in dem Empfänger
1200. Das gedämpfte Signal von dem Dämpfer 1316 wird
an die HF-Prozessoren 1310a und 1310b geliefert. Der HF-Prozessor
1310a ist dafür entworfen, auf dem zellularen Band zu arbeiten und
der HF-Prozessor 1310b ist dafür entworfen, auf dem PCS-Band zu arbeiten.
Der HF-Prozessor 1310a und der HF-Prozessor 1210 in dem Empfänger
1200 sind identisch. Der HF-Prozessor 1310a umfasst zwei Stufen
des Verstärkers mit geringem Rauschen (LNA = low-noise amplifier)
1320a und 1320b, die in Reihe mit dem Bandpassfilter
1326 verbunden sind, der sich zwischen den beiden Stufen befindet. Jeder
LNA 1320 hat einen parallelen Signalpfad, der das Dämpfungsglied
1322 und den Schalter 1324 umfasst. Der HF-Prozessor
1310a und der HF-Prozessor 1301b sind ähnlich bis auf den
Sachverhalt, dass die LNAs 1321a und 1321b und der Bandpassfilter
1327 dafür entworfen sind, auf dem PCS-Band zu arbeiten. Die Ausgabe
der HF-Prozessoren 1310a und 1310b werden an den Multiplexer (MUX
= multiplexer) 1346 weitergegeben, der das gewünschte Signal gemäß
einem Steuerungssignal von dem Controller 1370 (in 3
aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht gezeigt) auswählt. Das HF-Signal
von MUX 1346wird an den HF/ZF-Prozessor 1348 weitergegeben, der mit
dem HF/ZF-Prozessor 1248 in 2 identisch ist.
Das ZF-Signal von dem Prozessor 1348 wird an den Demodulator (DEMOD = demodulator)
1350 geliefert, der das Signal gemäß dem Modulationsformat, das
bei dem entfernten Sender (nicht gezeigt) verwendet wird, demoduliert. Der Demodulator
1350, die AGC-Steuerungsschaltung 1360, die Vorspannsteuerungsschaltung
1380 und die Nichtlinearitäts-Messungsschaltung 1390 in
3 sind jeweils identisch mit dem Demodulator
1250, der AGC-Steuerungsschaltung 1260, der Vorspannsteuerungsschaltung
1280 und der Nichtlinearitäts-Messungsschaltung 1290 in
2.
Der Controller 1370 ist mit der AGC-Steuerungsschaltung
1360, der Vorspannsteuerungsschaltung 1380 und dem MUX
1346 verbunden und steuert den Betrieb dieser Schaltungen. Der Controller
1370 kann als ein Mikroprozessor, ein Mikrocontroller oder ein digitaler
Signalprozessor implementiert werden, der dafür programmiert ist, die hier
beschriebenen Funktionen auszuführen. Der Controller 1370 kann auch
ein Speicherelement (memory storage element) umfassen, das die Arbeitsmodi des Empfängers
1300 und die zugehörigen Steuerungssignale speichert.
Gemäß 2 wird ein beispielhafter
Entwurf eines Empfängers 1200 im folgenden im Detail beschrieben,
der speziell an zellulare Telefonanwendungen angepasst ist. In dem beispielhaften
Ausführungsbeispiel hat der Dämpfer 1216 einen Dämpfungsbereich
von 20 dB und sieht eine Dämpfung von 0,2 dB bis –20 dB vor. Der Dämpfer
1216 kann mit einem Diodenpaar oder durch Feldeffekttransistoren (FETs
= field effect transistors) entworfen werden, wobei die Implementierungen nach dem
Stand der Technik bekannt sind. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel haben
die LNAs 1220a und 1220b feste Verstärkungen von jeweils
13 dB. Die LNAs 1220a und 1220b können handelsübliche,
monolithische HF-Verstärker oder Verstärker sein, die dafür entworfen
wurden, diskrete Komponenten zu verwenden. Ein beispielhafter diskreter Entwurf
von LNA 1220 wird im folgenden im Detail beschrieben. In dem beispielhaften
Ausführungsbeispiel sehen die Dämpfungsglieder 1222a und
1222b 5 dB Dämpfung vor und können mit Widerständen nach
dem Stand der Technik implementiert werden. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
ist der Bandpassfilter 1226 ein Filter für akustische Oberflächenwellen
(SAW = surface acoustic wave), der eine Bandbreite von 25 MHz besitzt, der gesamten
Bandbreite des zellularen Bandes, und ist auf etwa 900 MHz zentriert.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der Bandpassfilter
1232 auch ein SAW-Filter, der eine Bandbreite von 1,2288 MHz besitzt, der
Bandbreite eines CDMA-Systems, und ist auf ungefähr 116,5 MHz zentriert. Der
Mischer 1230 ist ein aktiver Mischer, der ein handelsüblicher Mischer
sein kann wie zum Beispiel der Motorola MC13143 oder ein anderer aktiver Mischer,
der nach dem Stand der Technik entworfen wurde. Der Mischer 1230 kann ebenfalls
mit passiven Komponenten implementiert werden wie zum Beispiel einem doppelt ausbalancierten
Diodenmischer. Der Verstärker 1234 kann ein monolithischer Verstärker
oder einen Verstärker sein, der mit diskreten Komponenten entworfen wurde.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der Verstärker
1234 dazu entworfen, eine Verstärkung von 40 dB vorzusehen.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der gesamte Verstärkungsbereich
des Empfängers 1200 ausschließlich des Demodulators
1250 +51 dB bis –5 dB. Dieser Verstärkungsbereich besteht unter
der Annahme eines beispielhaften Eingabeverlustes von –3 dB für den
Bandpassfilter 1226, einer Verstärkung von +1 dB für den Mischer
1230 und eines Eingabeverlustes von –13 dB für den Bandpassfilter
1232. Für CDMA-Anwendungen wird typischerweise ein AGC-Bereich von
80 dB benötigt, um Pfadverlust, Fading-Verhältnisse und Störsender
angemessen zu behandeln. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der
AGC-Bereich, der durch den Dämpfer 1216, die LNAs 1220a und
1220b und die Dämpfungsglieder 1222a und 1222b vorgesehen
wird, 56 dB. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel werden die verbleibenden
24 dB des AGC-Bereichs von dem Demodulator 1250 und/oder dem Verstärker
1234 vorgesehen. Innerhalb des Demodulators 1250 (siehe
4) quantisiert der ADC 1410 die analoge Wellenform
und liefert die digitalisierten Werte an die nachfolgenden digitalen Signalverarbeitungsblöcke.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist die erforderliche Auflösung
für den ADC 1410 vier Bits. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
sieht eine zusätzliche Auflösung von sechs Bits Spitzenbereich bzw. Spielraum
für die noch ungefilterten Störsender vor. Der ADC 1410 kann
so entworfen werden, dass er mehr als 10 Bits Auflösung vorsieht. Jedes zusätzliche
Bit, das über 10 Bit hinausgeht, kann dazu verwendet werden, eine Verstärkungssteuerung
von 6 dB vorzusehen. Glücklicherweise reichen die Pegel der Störsender
außerhalb des Bandes bei hohen CDMA-Signalpegeln nicht über +72 dB über
das CDMA-Signal hinaus. Deshalb benötigen die Störsendern, wenn das CDMA-Signal
stark ist, eine geringere Auflösung als 6 Bits für den Spitzenbereich
der Störsender. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist die AGC-Funktion,
die in dem Demodulator 1250 durchgeführt wird, nur aktiv, wenn das
CDMA-Signal stark ist, zum Beispiel am oberen Ende des CDMA-Steuerungsbereichs.
Somit werden jetzt die zusätzlichen Bits an Auflösung, die zu Beginn für
den Spitzenbereich der Störsender reserviert werden, aufgrund des starken CDMA-Signalpegels
für die AGC-Funktion verwendet. Der Entwurf eines Subabtastungsbandpass-&Sgr;&Dgr;-ADC,
der die Performance vorsieht, die für den Empfänger 1200 erforderlich
ist, wird in der bereits erwähnten, anhängenden US-Patentanmeldung
mit der Seriennummer 08/987,306 offenbart.
II. Verstärkerentwurf
In 5A wird ein schematisches Diagramm
eines beispielhaften diskreten LNA-Entwurfs gezeigt. Innerhalb des LNA
1220 wird die HF-Eingabe an ein Ende des Wechselspannungs- (AC) Kopplungskondensators
1514 und der Spule 1516 geliefert. Das andere Ende des Kondensators
1514 ist mit dem analogen Nullpotential verbunden und das andere Ende der
Spule 1516 ist mit einem Ende der Widerstände 1518 und
1520 und der Basis des Transistors 1540 verbunden. Das andere
Ende des Widerstands 1518 ist mit der Stromversorgung Vdc verbunden und
das andere Ende des Widerstands 1520 ist mit dem analogen Nullpotential
verbunden. Der Überbrückungskondensator 1522 ist mit Vdc und
dem analogen Nullpotential verbunden. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
ist der Transistor 1540 ein HF-Transistor mit geringem Rauschen wie zum
Beispiel der Siemens BFP420, der gewöhnlich nach dem Stand der Technik verwendet
wird. Der Emitter des Transistors 1540 ist mit einem Ende der Spule
1542 verbunden. Das andere Ende der Spule 1542 ist mit der Stromquelle
1580 verbunden, die auch mit dem analogen Nullpotential verbunden ist.
Der Kollektor des Transistors 1540 ist mit einem Ende der Spule
1532, des Widerstands 1534 und des Kondensators 1536
verbunden. Das andere Ende der Spule 1532 und des Widerstands
1534 ist mit Vdc verbunden. Das andere Ende des Kondensators
1536 umfasst die HF-Ausgabe.
Innerhalb des LNA 1220, sehen die Kondensatoren
1512 und 1536 jeweils eine Wechselstromkopplung der HF-Eingabe-
und Ausgabesignale vor. Der Kondensator 1514 und die Spule 1516
sehen eine Rauschanpassung vor. Die Spule 1516 und 1532 sehen
ebenfalls jeweils eine Anpassung der LNA-Eingabe und -Ausgabe vor. Die Spule
1532 sieht auch einen Gleichspannungs- (DC) Pfad für den Vorspannstrom
des Transistors 1540 vor. Die Spule 1542 sieht eine Verringerung
bzw. Degenerierung der Emitterimpedanz vor, um die Linearität zu verbessern.
Die Widerstände 1518 und 1520 stellen das Gleichspannungs-Vorspannungspotenzial
bzw. DC-Biasspannung bei der Basis des Transistors 1540 ein. Der Widerstand
1534 bestimmt die Verstärkung des LNA 1220 und die Ausgabeimpendanz.
Die Stromquelle 1580 steuert den Vorspannstrom des Transistors
1540, der den IIP3 des LNA 1220 bestimmt.
In 5B wird ein schematisches Diagramm
einer beispielhaften Stromquelle 1580 gezeigt. Die Source-Kontakte der
n-Kanal MOSFETs 1582 und 1584 sind mit dem analogen Nullpotential
verbunden. Der Drain-Kontakt des MOSFET 1584 ist mit einem Ende des Widerstands
1586 verbunden. Das andere Ende des Widerstands 1586 ist mit dem
Drain-Kontakt des MOSFET 1582 verbunden und umfasst die Ausgabe der Stromquelle
1580. Der Überbrückungskondensator 1588 ist über
die Ausgabe der Stromquelle 1580 und mit dem analoge Nullpotential verbunden.
Das Gatter des MOSFET 1582 ist mit Vbias1 und das Gatter des MOSFET
1584 ist mit Vbias2 verbunden.
Die MOSFETs 1582 und 1584 liefern den Kollektorvorspannstrom
Icc zu dem Transistor 1540, der wiederum den IIP3-Arbeitspunkt des LNA
1220 bestimmt. Die Gatter der MOSFETs 1582 und 1584 sind
jeweils mit einer Steuerungsspannung Vbias1 beziehungsweise Vbias2 verbunden. Wenn
Vbias1 niedrig ist (z.B. 0 Volt) wird der MOSFET 1582 ausgeschaltet und
sieht keinen Kolltektorvorspannungsstrom Icc für den Transistor 1540
vor. Wenn Vbias1 hoch ist, (z.B. sich Vdc annähert) wird der MOSFET
1582 eingeschaltet und sieht den maximalen Kollektorvorspannungsstrom für
den Transistor 1540 vor. Somit bestimmt Vbias1 den Betrag des Kollektorvorspannungstroms
Icc, der von dem MOSFET 1582 vorgesehen wird. In ähnlicher Weise bestimmt
Vbias2 den Betrag des Kollektorvorspannungsstroms, der vom dem MOSFET
1584 vorgesehen wird. Die Spannung an der Basis des Transistors
1540 und der Betrag des Widerstandes 1586 begrenzen den maximalen
Kollektorvorspannungsstrom, der von dem MOSFET 1584 vorgesehen wird.
In 6 ist die IIP3-Performance des LNA 1220
in Abhängigkeit des Kollektorvorspannungsstroms Icc dargestellt. Man beachte,
dass der IIP3 um ungefähr 6 dB ansteigt, wenn sich der Kollektorvorspannungsstrom
um eine Oktave erhöht (oder sich verdoppelt). In 6B
sind der Kollektorvorspannungsstrom des Transistors 1540, die Verstärkung
des LNA 1220 und der IIP3 des LNA 1220 in Abhängigkeit der
Steuerungsspannung Vbias1 dargestellt. Man beachte, dass die Verstärkung näherungsweise
konstant ist (z.B. Verstärkungsvariation von ungefähr 1 dB für alle
Vbias1-Spannungen). Ebenfalls beachte man, dass der IIP3 in ähnlicher Weise
in Abhängigkeit von dem Kollektorvorspannungsstrom Icc variiert. Somit kann,
wenn ein hoher IIP3 nicht erforderlich ist, der Kollektorvorspannungsstrom mit einer
minimalen Wirkung auf die Verstärkung des LNA 1220 vermindert werden.
5A und 5B stellen jeweils
einen beispielhaften Entwurf des LNA 1220 und einer Stromquelle 1580
dar. Der LNA 1220 kann entworfen werden, indem andere Topologien verwendet
werden, um die notwendige Performance (z.B. größere Verstärkung,
verbesserter Rauschfaktor, bessere Anpassung bzw. matching) vorzusehen. Der LNA
1220 kann mit anderen aktiven Geräten entworfen werden wie Bipolartransistoren
(BJT = bipolar-junction transistors), Heterojunction-Bipolartransistoren (HBT),
Metalloxidhalbleiter-Feldeffekttransistor (MOSFET = metal-oxide-semiconductor field
effect transistor), GaAs-Feldeffekttransistor (GaAsFET = gallium arsenide field
effect transistor) oder andere aktive Geräte. Der LNA 1220 kann auch
als monolithischer Verstärker nach dem Stand der Technik implementiert werden.
In ähnlicher Weise kann die Stromquelle 1580 nach anderen Ansätzen
gemäß dem Stand der Technik entworfen und implementiert werden. Die verschiedenen
Implementierungen des LNA 1220 und der Stromquelle 1580 befinden
sich innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung.
III. Variable IIP3-Vorspannungssteuerung
Wie bereits beschrieben, können In-Band-Intermodulationsprodukte
durch Störsignale erzeugt werden, die nichtlineare Geräte durchlaufen.
Eine An-Wendung, die eine herausfordernde Linearitätsanforderung besitzt, ist
ein CDMA-Kommunikationssystem, das mit anderen zellularen Telefonsystemen wie dem
erweiterten Mobiltelefonsystem (AMPS = Advanced Mobile Phone System) kolokalisiert
ist. Die anderen zellularen Telefonsysteme können Störsignale (oder Störsender)
bei einer hohen Leistung in der Nähe des Betriebsbandes des CDMA-Systems senden,
wodurch hohe IIP3-Anforderungen an den CDMA-Empfänger notwendig sind.
Die Anforderung an die Ablehnung von Störsignalen für einen
CDMA-System wird in zwei Spezifikationen definiert, einem Zweiton-Test und einem
Einfachton-Test in dem "TIA/EIA/IS-98-A Intermodulation Spurious Response Attenuation"
im folgenden der IS-98-A-Standard. Der Zweiton-Test wird in 7 dargestellt.
Die zwei Töne sind von der zentralen Frequenz der CDMA-Wellenform aus bei f1
= +900 KHz und f2 = +1700 KHz lokalisiert. Die zwei Töne besitzen
dieselbe Amplitude, die um 58 dB größer ist als die Amplitude des CDMA-Signals.
Dieser Test simuliert ein FM-moduliertes Signal, das über den benachbarten
Kanal gesendet wird, wie zum Beispiel das Signal von einem AMPS-System. Das FM-modulierte
Signal beinhaltet den Großteil der Leistung in dem Träger, während
die Leistung in der CDMA-Wellenform über die 1,2288 MHz-Bandbreite ausgebreitet
ist. Das CDMA-Signal ist bezüglich dem Zustand des Kanals stabiler und wird
bei einem geringeren Leistungspegel durch eine Leistungssteuerungsschleife aufrechterhalten.
In der Tat wird das CDMA-Signal bei dem minimalen Leistungspegel aufrechterhalten,
der für ein erforderliches Performanceniveau nötig ist, um die Interferenz
zu vermindern und die Kapazität zu erhöhen.
Der Einfachton-Test wird in 7B dargestellt.
Der Einfachton befindet sich von der zentralen Frequenz der CDMA-Wellenform aus
bei f1 = +900 KHz und hat eine Amplitude, die um +72 dBc größer
ist als die Amplitude des CDMA-Signals.
Gemäß IS-98-A ist die Linearität des Empfängers
bei dem CDMA-Eingabeleistungspegel festgelegt auf –101 dBm, –90 dBm
und –79 dBm. Für den Zweiton-Test befinden sich die Störsender
bei –43 dBm, –32 dBm und –21 dBm (+58 dBc) und das äquivalente
In-Band-Signal des Intermodulationsprodukts befindet sich für den jeweiligen
Eingabeleistungspegel von –101 dBm, –90 dBm und –79 dBm bei
jeweils –104 dBm, –93 dBm und –82 dBm.
Wie in 7A dargestellt, erzeugen die Störtöne
(oder Störsender) bei f1 = +900 KHz und f2 = +1700 KHz
Intermodulationsprodukte dritter Ordnung bei (2f1 – f2)
= +100 KHz und (2f2 – f1) = +2500 KHz. Das Produkt
bei +2500 KHz kann durch die nachfolgenden Bandpassfilter 1226 und
1232 einfach gefiltert werden (siehe 2). Das
Produkt bei +100 kHz jedoch befindet sich innerhalb der CDMA-Wellenform und verschlechtert
das CDMA-Signal.
Um die Verschlechterung der Performance des Empfängers
1200 zu minimieren, wird der IIP3 der aktiven Geräte innerhalb des
Empfängers 1200 gemäß dem Betrag an Nichtlinearität
in dem empfangenen Signal angepasst. Der Empfänger 1200 ist so entworfen,
dass er die Zweiton-Intermodulationsspezifikation erfüllt. In der Praxis jedoch
sind die Störsender nur für einen Teil der Betriebszeit des Empfängers
1200 vorhanden. Deshalb wird die Amplitude der Störsender selten den
festgelegten Pegel von +58 dB erreichen. Deshalb ist eine Auslegung für den
Fall der schlimmsten Störsender und der Betrieb des Empfängers
1200 in dem hohen IIP3-Modus in Erwartung der schlimmsten Störsender
eine Verschwendung der Batterieleistung.
In der vorliegenden Erfindung wird der IIP3 der aktiven Geräte,
im besonderen des LNA 1220b und des Mischers 1230, gemäß
der gemessenen Nichtlinearität in dem Ausgabesignal von dem Empfänger
1200 angepasst. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird die
Nichtlinearität über die RSSI-Steigungsmethode gemessen.
Die Messung der RSSI-Steigung wird im Detail in dem US-Patent
mit der Nummer 5,107,225 beschrieben, mit dem Titel "High Dynamic Range
Closed Loop Automatic Gain Control Circuit" erteilt am 21.4.1992, dem Rechtsnachfolger
der vorliegenden Erfindung zugewiesen und hier als Referenz enthalten. Bezugnehmend
auf 2 hat der Bandpassfilter 1232 eine Bandbreite
von 1,228 MHz und unterdrückt die meisten Störsender und Intermodulationsprodukte
außerhalb des Bandes. Die Intermodulationsprodukte, die innerhalb des Bandes
fallen, können nicht unterdrückt werden und werden zu der CDMA-Wellenform
addiert. Das ZF-Signal von dem Verstärker 1234 wird an den Demodulator
1250 geliefert, der das ZF-Signal verarbeitet und die digitalisierten Basisbanddaten
vorsieht, die die I- und Q-Daten umfassen. Die Basisbanddaten werden an die Nichtlinearitätsmessungsschaltung
1290 geliefert. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel errechnet
die Nichtlinearitätsmessungsschaltung 1290 die Leistung des Signals
gemäß der folgenden Gleichung:
P = (I2 + Q2),(5)
wobei P die Leistung der Basisbandssignale und I und Q jeweils die Amplitude der
I- und Q-Signale sind. Die Leistungsmessung wird an die Vorspannungssteuerungschaltung
1280 geliefert.
Die Leistungsmessung beinhaltet die Leistung der gewünschten
Basisband-I- und Q-Signale sowie die Leistung der Intermodulationsprodukte. Wie
oben beschrieben, erhöhen sich die Intermodulationsprodukte für Nichtlinearität
zweiter Ordnung für jeden Anstieg des Eingabesignalpegels von einem Dezibel
um 2 dB. Für Nichtlinearität dritter Ordnung erhöhen sich die Intermodulationsprodukte
für jede Erhöhung des Eingabesignalpegels von 1 dB um 3 dB. Somit kann
der Betrag an Intermodulation abgeschätzt werden, indem man die RSSI-Steigung
misst, die definiert ist als die Änderung des Ausgabesignalpegels in Abhängigkeit
der Änderung des Eingabesignalpegels. Die Änderung des Eingabesignalpegels
kann auf eine vorbestimmte Schrittweite (z.B. 0,5 dB) eingestellt werden. Für
den Empfänger 1200 entspricht für den Betrieb in dem linearen
Bereich eine 0,5 dB-Erhöhung des Eingabesignalpegels einer 0,5 dB-Erhöhung
des Ausgabesignalpegels und einer RSSI-Steigung von 1,0. Wenn jedoch ein oder mehrere
aktiven Geräte in den nichtlinearen Betriebsbereich übergehen, vergrößert
sich die RSSI-Steigung. Eine höhere RSSI-Steigung entspricht einem größeren
Pegel an Nichtlinearität. Eine RSSI-Steigung von 3,0 entspricht dem Betrieb
des Empfängers 1200 in vollständiger Kompression (zum Beispiel
kein Anstieg des gewünschten Ausgabesignalpegels, wenn sich die Eingabe erhöht)
und bedeutet, dass die Ausgabe durch Intermodulationsprodukte dritter Ordnung dominiert
wird.
In der vorliegenden Erfindung kann die RSSI-Steigung mit einem vorbestimmten
RSSI-Schwellenwert verglichen werden. Wenn die RSSI-Steigung den Schwellenwert übersteigt,
wird der IIP3 des richtigen aktiven Gerätes erhöht. Im anderen Fall, wenn
die RSSI-Steigung sich unterhalb des RSSI-Schwellenwerts befindet, wird der IIP3
vermindert. Der RSSI-Schwellenwert kann während des Betriebs des Empfängers
1200 basierend auf der erforderlichen Bit-zu-Fehler-Rate (BER = bit-error-rate)
oder Rahmen-zu-Fehler-Rate (FER = frame-error-rate) -Performance angepasst werden.
Ein höherer RSSI-Schwellenwert gestattet einen höheren Pegel der Intermodulationsprodukte,
bevor der IIP3 erhöht wird, wobei dadurch der Energieverbrauch auf Kosten der
BER- oder FER-Performance minimiert wird. Der RSSI-Schwellenwert kann ebenfalls
durch eine Steuerungsschleife angepasst werden, die den Schwellenwert für einen
erforderlichen Performancepegel (zum Beispiel 1% FER) einstellt. In dem beispielhaften
Ausführungsbeispiel wird eine RSSI-Steigung von 1,2 ausgewählt. Die Verwendung
anderer RSSI-Schwellenwerte befindet sich jedoch innerhalb des Umfangs der vorliegenden
Erfindung.
In der vorliegenden Erfindung ist es nicht kritisch, die Amplitude
der Störsender direkt zu messen. Es ist wichtiger, die unerwünschte Wirkung
der Störsender auf das gewünschte Signal hinsichtlich eines höheren
Pegels an Intermodulationsprodukten zu messen. Die RSSI-Steigung ist ein Verfahren,
um den Nichtlinearitätspegel zu messen. Der Nichtlinearitätspegel kann
auch gemessen werden, indem die Änderung des Energie-pro-Chip-zu-Rauschen-Verhältnisses
(Echo) des Ausgabesignals für eine kleine Änderung der Amplitude des Eingabesignals
errechnet wird. Die Intermodulationsprodukte erhöhen sich um den Faktor eins
bis drei, wenn der Empfänger 1200 sich in Kompression befindet und
das Ausgabesignal durch Intermodulationsprodukte dritter Ordnung dominiert wird.
Wie mit der RSSI-Steigungsmethode kann der Nichtlinearitätspegel durch die
Änderung des Echo in Abhängigkeit der Änderung des Eingabesignalpegels
abgeschätzt werden. Andere Methoden, die Nichtlinearitätspegel zu messen,
sind vorstellbar und innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird der IIP3 der aktiven
Geräte gemäß dem Betrag an Nichtlinearität angepasst (zum Beispiel
über die Messung der RSSI-Steigung), der von jedem aktiven Gerät erfahren
wird, um die Performance zu maximieren. Die LNAs 1220a und 1220b
sehen eine feste Verstärkung vor. Somit erfährt der Mischer
1230 den größten Signalpegel, der LNA 1220b erfährt
den nächstgrößeren Signalpegel und der LNA
1220a erfährt den kleinsten Signalpegel (dies setzt die Annahme voraus,
dass die Verstärkung des LNA 1220a größer als der Eingabeverlust
des Bandpassfilters 1226 ist). Aufgrund dieser Annahmen wird der IIP3-Arbeitspunkt
des Mischers 1230 zuerst erhöht, wenn ein Störsender erfasst
wird (z.B. über die Messung einer hohen RSSI-Steigung). Sobald der IIP3 des
Mischers 1230 vollständig angepasst ist (z.B. an den höchsten
IIP3-Arbeitspunkt) wird der IIP3 des LNA 1220b erhöht. Sobald der
IIP3 des LNA 1220b vollständig angepasst ist, kann zuletzt der IIP3
des LNA 1220a erhöht werden. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
wird der LNA 1220a bei einem vorbestimmten IIP3-Arbeitspunkt gehalten,
um die Performance des Empfängers 1200 zu optimieren. Entsprechend
kann der IIP3 des LNA 1220b zuerst vermindert werden, wenn keine Störsender
erfasst werden. Sobald der IIP3 des LNA 1220b vollständig angepasst
ist (zum Beispiel auf dem geringsten IIP3-Arbeitspunkt), wird der IIP3 des Mischers
1230 vermindert.
Der IIP3 des LNA 1220b und der Mischer 1230 können
auf kontinuierliche Weise (zum Beispiel indem kontinuierliche Vbias1- und Vbias2-Steuerungsspannungen
vorgesehen werden) oder in diskreten Schritten angepasst werden. Die vorliegende
Erfindung ist ausgerichtet auf die Verwendung von kontinuierlichen, diskreten Schritten
oder anderen Verfahren, um den IIP3 der aktiven Geräte zu steuern.
Die oben beschriebene Reihenfolge der IIP3-Anpassung setzt die Annahme
voraus, dass nur der IIP3 in Betracht gezogen wird. Verschiedene Anwendungen können
jedoch verschiedenen Eingabeverhältnissen ausgesetzt sein und besitzen verschiedene
Performanceansprüche. Die Reihenfolge der IIP3-Anpassung kann neu geordnet
werden, um diesen Ansprüchen gerecht zu werden. Weiterhin kann die Reihenfolge
der IIP3-Anpassung bezüglich der oben beschriebenen Reihenfolge umgekehrt werden
(zum Beispiel Verminderung des IIP3 für einen steigenden Eingabesignalpegel),
um die Performance des Empfängers 1200 für eine bestimmte Betriebsbedingung
zu optimieren. Eine unterschiedliche Reihenfolge der IIP3-Anpassung und eine unterschiedliche
Richtung der IIP3-Anpassung befinden sich innerhalb des Umfangs der vorliegenden
Erfindung.
IV. Verstärkungssteuerung
Die meisten Empfänger sind so entworfen, dass sie einen breiten
Bereich von Eingabesignalpegeln zulassen. Für CDMA-Empfänger ist der erforderliche
AGC-Bereich nominell 80 dB. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung (siehe 2) wird der AGC-Bereich von dem Dämpfer
1216, den LNAs 1220a und 1220b, den Dämpfungsgliedern
1222a und 1220b, den Demodulator 1250 und möglicherweise
dem Verstärker 1234 vorgesehen. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
sieht der Dämpfer 1216 einen AGC-Bereich von 20 dB vor, das Dämpfungsglied
1222a und 1222b sieht jeweils einen AGC-Bereich von 5 dB vor,
der LNA 1220a und 1220b sieht jeweils einen AGC-Bereich von 13
dB vor und der Verstärker 1234 und/oder der Demodulator
1250 sieht einen AGC-Bereich von 24 dB vor. Der AGC-Bereich einer oder
mehrerer dieser Komponenten kann angepasst werden und befindet sich innerhalb des
Umfangs der vorliegenden Erfindung. Weiterhin kann der Verstärker
1234 so entworfen werden, um einen AGC-Bereich vorzusehen, um die AGC-Bereiche
der anderen Komponenten zu ergänzen. Zum Beispiel kann der AGC-Bereich der
Dämpfungsglieder 1222 auf jeweils 2 dB vermindert werden und der Verstärker
1234 kann mit einem AGC-Bereich von 6 dB entworfen werden.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel werden die ersten 2
dB des AGC-Bereichs von dem Demodulator 1250 vorgesehen. Der Demodulator
1250 umfasst den Bandpass-Subabtastungs-&Sgr;&Dgr;-ADC 1410,
der zusätzliche Auflösungsbits vorsieht, die für die AGC-Steuerung
verwendet werden können. Die nächsten 20 dB des AGC-Bereichs werden von
dem Dämpfer 1216 und/oder dem Verstärker 1234 vorgesehen.
Die nächsten 18 dB des AGC-Bereichs werden von den LNAs 1220a und
dem Dämpfungsglied 1222a vorgesehen. Die nächsten 18 dB des AGC-Bereichs
werden von den LNAs 1220b und dem Dämpfungsglied 1222b vorgesehen.
Und die verbleibenden 22 dB des AGC-Bereichs werden von dem Verstärker
1234 und/oder dem Demodulator 1250 vorgesehen.
In 8A wird ein beispielhaftes Diagramm
gezeigt, dass den AGC-Steuerungsbetrieb des Empfängers 1200 der vorliegenden
Erfindung für steigende CDMA-Eingabesignalleistung darstellt. In diesem Beispiel
ist der Verstärker 1234 aus Gründen der Einfachheit als ein Verstärker
mit fester Verstärkung implementiert. Der CDMA-Eingabe Leistungspegel kann
sich zwischen –104 dBm und –24 dBm befinden. Zwischen –104
dBm und –102 dBm sind die LNAs 1220a und 1220b eingeschaltet,
die Schalter 1224a und 1124b sind ausgeschaltet, und der AGC wird
von dem Demodulator 1053 vorgesehen. Zwischen –102 dBm und –85
dBm wird der AGC von dem Dämpfer 1216 vorgesehen Zwischen –84
dBm und –62 dBm ist der LNA 1220a ausgeschaltet, der Schalter
1224a eingeschaltet, der LNA 1220b bleibt eingeschaltet, der Schalter
1224b bleibt ausgeschaltet und der AGC wird von dem Dämpfer
1216 vorgesehen. Und der AGC wird von dem Dämpfer 1216vorgesehen. Zwischen –63 dBm und –46 dBm sind die
LNAs 1220a und 1220b ausgeschaltet, der ZF-Signalpegel in den
Demodulator 1250 hinein erhöht sich um 1 dB für einen Anstieg
des Eingabe-HF-Signalpegels um 1 dB und der AGC wird nach dem ADC 1410
durch den Demodulator 1250 vorgesehen.
In 8B wird ein beispielhaftes Diagramm
gezeigt, das den AGC-Steuerungsbetrieb des Empfängers 1200 für
eine abnehmende CDMA-Signalleistung darstellt. In diesem Beispiel wird ebenfalls
aus Gründen der Einfachheit der Verstärker 1234 als ein Verstärker
mit fester Verstärkung implementiert. Zwischen –24 dBm und –46
dBm sind die LNAs 1220a und 1220b ausgeschaltet, die Schalter
1124a und 1124b sind eingeschaltet und der AGC wird nach dem ADC
1410 durch den Demodulator 1250 vorgesehen. Zwischen –46
dBm und –66 dBm wird der AGC von dem Dämpfer 1216 vorgesehen.
Zwischen –66 dBm und –69 dBm befindet sich der Dämpfer
1216 in dem minimalen Dämpfungszustand und der AGC wird von dem Demodulator
1250 vorgesehen. Bei –70 dBm ist der LNA 1220b eingeschaltet
und der Schalter 1224b ausgeschaltet. Zwischen –70 dBm und –84
dBm wird der AGC von dem Dämpfer 1216 vorgesehen. Zwischen –84
dBm und –90 dBm wird der AGC von den Demodulator 1250 vorgesehen.
Bei –91 dBm ist der LNA 1220a eingeschaltet und der Schalter
1124a ist ausgeschaltet. Zwischen –91 dBm und –102 dBm wird
der AGC von dem Dämpfer 1216 vorgesehen. Und zwischen –102
dBm und –104 dBm wird der AGC von den Demodulator 1250 vorgesehen.
8A-8B stellen die Eingabe-HF-Signalpegel
dar, wobei die LNAs 1220a und 1220b eingeschaltet und ausgeschaltet
sind. Der LNA 1220a wird ausgeschaltet, wenn der Eingabesignalpegel –85
dBm übersteigt (siehe 8A), wird aber nicht wieder
eingeschaltet, bis der Signalpegel unterhalb von –91 dBm sinkt. Die Hysterese
von 6 dB hindert den LNA 1220a, zwischen dem eingeschalteten und ausgeschalteten
Zustand zu fluktuieren. Der LNA 1220b ist aus demselben Grund auch mit
einer Hysterese von 6 dB vorgesehen. Verschiedene Hysteresebeträge können
verwendet werden, um die Systemperformance zu optimieren und befinden sich innerhalb
des Umfangs der vorliegenden Erfindung.
Die obige Beschreibung stellt eine beispielhafte Implementierung der
benötigten AGC-Steuerung dar. Die AGC-Steuerung kann auch mit AGC-Verstärkern
implementiert werden, die anpassbare Verstärkungen besitzen. Weiterhin ist
die Anordnung des Dämpfers 1216 und der LNAs 1220a und
1220b, wie dargestellt in 2, nur eine Implementierung,
die die CDMA-Spezifikation erfüllt. Andere Implementierungen der AGC-Funktionalitäten,
die die hier beschriebenen Elemente verwenden, und andere Implementierungen, die
diese Elemente in Kombination mit anderen Elementen oder Schaltungen verwenden,
die nach dem Stand der Technik bekannt sind, gehören zum Umfang der vorliegenden
Erfindung.
V. Empfängereinstellung gemäß der gemessenen Nichtlinearität
In dem ersten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
werden die IIP3 der aktiven Geräte gemäß den gemessenen Nichtlinearitätspegel
eingestellt, der von dem Empfänger 1200 erzeugt wird. Der Nichtlinearitätspegel
kann mit der RSSI-Steigung oder mit der Ec/Io-Messung abgeschätzt werden. In
9 wird das Timing-Diagramm einer beispielhaften Implementierung
einer RSSI-Steigungsmessung dargestellt. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
wird der Eingabe-HF-Signalpegel verändert, indem die Dämpfung des Dämpfers
1316 in schmalen Pulsen verändert wird. Jeder Puls wird als ein sogenannter
"Wiggle" bezeichnet. Die RSSI-Steigung wird für jeden Puls gemessen und die
Messungen werden über eine vorbestimmte Periode T gemittelt, um die Genauigkeit
der RSSI-Steigungsmessung zu verbessern. Am Ende der Periode T wird die gemessene
RSSI-Steigung mit dem RSSI-Schwellenwert verglichen und das Ergebnis wird dazu verwendet,
um den IIP3 der aktiven Geräte auf die oben beschriebene Weise anzupassen.
Wie in 9 gezeigt wird, ist die RSSI-Steigungsmessung
bei T0 kleiner als der RSSI-Schwellenwert, was anzeigt, dass der Empfänger
1200 innerhalb der linearen Grenzen arbeitet. Somit wird der IIP3 des LNA
1220b vermindert, um Energie zu sparen. In ähnlicher Weise ist am
Ende der Zeitspannen T1, T2, und T3 die gemessene
RSSI-Steigung kleiner als der RSSI-Schwellenwert und der IIP3 des LNA
1220b wird weiterhin vermindert. Am Ende der Zeitspanne T4 ist
die gemessene RSSI-Steigung immer noch geringer als der RSSI-Schwellenwert und der
IIP3 des Mischers 1230 wird vermindert, weil der IIP3 des LNA
1220b vollständig auf dem minimalen IIP3-Arbeitspunkt angepasst wurde.
Am Ende der Zeitspanne T5 ist die gemessene RSSI-Steigung größer
als der RSSI-Schwellenwert, was anzeigt, dass die Intermodulationsprodukte auf einen
unakzeptablen Pegel angestiegen sind. Der IIP3 des Mischers 1230 wird daraufhin
erhöht, um die Linearität zu verbessern.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel besitzt jeder Puls
eine Länge von 200 &mgr;s, die Zeitspanne T ist 5 ms lang und die Anzahl
der Pulse innerhalb einer Zeitspanne T ist neun. Unter Verwendung dieser Werte beträgt
der Arbeitszyklus 36%. In dem bevorzugten Ausführungsbeispiel sollte der Arbeitszyklus
der Pulse gering genug sein, so dass der Echo des gewünschten
Signals durch die periodische Störung der Signalamplitude minimal verschlechtert
wird. Die Pulsbreite wird so ausgewählt, dass sie kurz andauert, um die Störung
der AGC-Steuerungsschaltung 1280 zu minimieren. Typischerweise ist die
AGC-Steuerungsschleife langsam und kann den Änderungen des Signalpegels, die
durch die kurzen Dämpfungspulse verursacht werden, nicht folgen. Dieses besonders
wichtig, weil die Veränderung der Amplitude des Ausgabesignals die Veränderungen
der Amplitude des Eingabesignals und der Intermodulationsprodukte genau wiedergeben
sollte und nicht die Veränderungen, die von der AGC-Steuerungsschaltung
1280 verursacht werden. Eine kurze Pulsbreite jedoch resultiert in einen
weniger genauen Messung der Ausgabesignalleistung. Die vorliegende Erfindung ist
ausgerichtet auf die Verwendung von Pulsen mit verschiedenen Breiten und verschiedene
Arbeitszyklen für die hier beschriebenen Funktionen.
Die Amplitude der Störung in dem Eingabe-HF-Signalpegel wird
so ausgewählt, dass sie klein ist, um die Verschlechterung des Ausgabesignals
zu minimieren sowie die Wirkung auf den IIP3 des gesamten Empfängers
1200 zu minimieren. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel beträgt
der Dämpfungsschritt für die RSSI-Steigungsmessung 0,5 dB. Für den
Dämpfungsschritt können andere Werte verwendet werden, wobei diese zu
dem Umfang der vorliegenden Erfindung gehören.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird ein RSSI-Schwellenwert
von 1,2 ausgewählt. Die Verwendung eines RSSI-Schwellenwerts kann dazu führen
dass die IIP3-Arbeitspunkte zwischen aufeinander folgenden Zeitspannen T fluktuieren.
Um dies zu verhindern können zwei RSSI-Schwellenwerte verwendet werden, um
Hysterese vorzusehen. Der IIP3 wird nicht erhöht, es sei denn, die gemessene
RSSI-Steigung übersteigt den ersten RSSI-Schwellenwert und der IIP3 wird nicht
vermindert, es sei denn, die gemessene RSSI-Steigung befindet sich unterhalb des
zweiten RSSI-Schwellenwerts. Die Verwendung eines einzelnen Schwellenwerts oder
mehrere Schwellenwerte gehört zu dem Umfang der vorliegenden Erfindung.
In 10A wird ein Diagramm gezeigt, das
den IIP3-Vorspannungssteuerungsbetrieb des Empfängers 1200 der vorliegenden
Erfindung für einen zunehmenden HF-Leistungspegel darstellt. Das Eingabe-HF-Signal
umfasst ein CDMA-Signal und Zweiton-Störsender, die sich +58 dBc oberhalb des
CDMA-Signals befinden. Wenn sich die CDMA-Signalleistung zwischen –104 dBm
und –101 dBm befindet, wird der IIP3 des Mischers 1230 auf +10 dBm
eingestellt und der IIP3 der LNAs 1220a und 1220b wird auf 0 dBm
eingestellt. Wenn das CDMA-Signal unterhalb von –101 dBm fällt, übersteigt
die gemessene RSSI-Steigung den RSSI-Schwellenwert und der IIP3 des Mischers
1230 wird auf +15 dBm erhöht, um den Nichtlinearitätspegel zu
minimieren. Der Dämpfer 1216 sieht eine Dämpfung des Eingabe-HF-Signals
vor, die zwischen –104 dBm und –84 dBm liegt. Bei –84 dBm wird
der LNA 1220a überbrückt und der Dämpfer 1216 stellt
sich auf seinen Zustand mit niedriger Dämpfung zurück. Wenn sich die CDMA-Signalleistung
bei –83 dBm, –79 dBm, –75 dBm und –71 dBm befindet,
wird der IIP3 des LNA 1220b erhöht, um die Intermodulationsprodukte
zu minimieren. Bei ungefähr –64 dBm wird der LNA 1220b überbrückt
und der Dämpfer 1216 stellt sich erneut auf seinen Zustand mit geringer
Dämpfung zurück.
In 10B wird ein Diagramm gezeigt, dass
den IIP3-Vorspannungssteuerungsbetrieb des Empfängers 1200 für
abnehmenden Eingabe-HF-Leistungspegel darstellt. Wieder umfasst das Eingabe-HF-Signal
ein CDMA-Signal und Zweiton-Störsender, die sich +58 dBc oberhalb des CDMA-Signals
befinden. Wenn sich zu Beginn die CDMA-Signalleistung bei –60 dBm befindet,
werden die LNAs 1220a und 1220b überbrückt. Wenn die
CDMA-Signalleistung auf –70 dBm fällt, wird der LNA 1220b eingeschaltet,
um die nötige Verstärkung vorzusehen. Bei ungefähr –76 dBm,
–80 dBm, –84 dBm und –88 dBm Wert der IIP3 des LNA
1220b vermindert, um den Energieverbrauch zu minimieren. Bei –90
dBm erreicht der Dämpfer 1216 seinen oberen Dämpfungsbereich
und der LNA 1220a wird eingeschaltet. Bei –100 dBm wird der IIP3
des Mischers 1230 vermindert, um Energie zu sparen, weil der Eingabe-HF-Signalpegel
klein ist.
Wie oben beschrieben, wird der Eingabe-HF-Leistungspegel dort von
der gemessenen RSSI-Steigung bestimmt, wo der IIP3 des Mischers 1230 und
der LNAs 1220a und 1220b angepasst wird. Wie in 10A
und 10B gezeigt, kann die RSSI-Steigungsmessung zu
IIP3-Vorspannungsschaltungspunkten führen, die keinen linearen Abstand besitzen.
Weiterhin können die schrittweisen Schaltungspunkte durch eine kontinuierlich
anpassbare Vorspannungssteuerung ersetzt werden.
VI. Empfängereinstellungen gemäß dem Betriebsmodus
In dem zweiten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
wird der IIP3 der aktiven Geräte gemäß dem Betriebsmodus des Empfängers
eingestellt. Wie oben dargestellt, kann der Empfänger 1300 (siehe
3) in einem zellularen Telefon verwendet werden, welches
den Betrieb in entweder einem PCS- oder zellularen Band erfordert.
Jedes Band kann entweder digitale und/oder analoge Plattformen unterstützen.
Jede Plattform kann weiterhin eine Vielzahl von Betriebsmodi umfassen. Die verschiedenen
Betriebsmodi werden dazu verwendet, um die Performance zu verbessern und Batterieenergie
zu sparen. Verschiedene Betriebsmodi werden zum Beispiel verwendet, um die folgenden
Merkmale eines zellularen Telefons zu unterstützen: (1) geschlitztes Modus-Paging
für eine längere Stand-by-Zeit, (2) Verstärkungsschritt für
dynamische Bereichsvergrößerung, (3) punktierte Senderausgabe für
längere Gesprächszeit, (4) Frequenzbandwahl für Dual-Band-Telefone
(PCS und zellular), (5) Vielfachzugriffschalten zwischen Systemen (CDMA, AMPS, GSM
etc.) und (6) Mittel zur Schaltungsvorspannungssteuerung in Anwesenheit von Störsendern.
Die Betriebsmodi des zellularen Telefons besitzen verschiedene Performanceanforderungen.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird jeder Betriebsmodus einem einzigen
Identifizierer zugeordnet, der N Modusbits umfasst. Die Modusbits definieren bestimmte
Charakteristiken des Betriebsmodus. Zum Beispiel kann ein Modusbit dazu verwendet
werden, um zwischen dem PCS- und dem zellularen Band auszuwählen und ein anderes
Modusbit kann dazu verwendet werden, um zwischen digitalen (CDMA) oder analogen
(FM) Modus auszuwählen. Die N Modusbits werden an eine logische Schaltungseinheit
innerhalb des Kontrollers 1370 geliefert, die die N Modusbits in einen
Steuerungsbus decodiert, der bis zu 2N Steuerungsbits umfasst. Der Steuerungsbus
wird an Schaltungen innerhalb des Empfängers 1300 weitergeleitet,
die Steuerung benötigen. Zum Beispiel kann der Steuerungsbus folgendes anweisen:
(1) Einstellung des IIP3 des Mischers innerhalb des HF/ZF-Prozessors 1348
und der LNAs innerhalb der HF-Prozessoren 1310a und 1310b, (2)
Einstellung der Verstärkung des Empfängers 1300, (3) Einstellung
der Vorspannungsgleichspannungen und/oder -stroms auf eine andere HF- und ZF-Schaltungseinheit
innerhalb des Empfängers 1300, (4) Auswahl des gewünschten Signalbands
und (5) Einstellen der Oszillatoren auf die richtige Frequenzen.
In der Tabelle 1 und 2 wird eine beispielhafte Implementierung der
IIP3-Steuerung für den Empfänger 1300 basierend auf dem Betriebsmodus
dargestellt. Der Empfänger 1300 unterstützt Dualband (PCS und
zellular) und Dualmodus (CDMA und FM). In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
unterstützt das PCS-Band nur CDMA-Übertragung, während das zellulare
Band sowohl CDMA- als auch FM-Übertragungen unterstützt (die FM-Übertragung
kann aus dem AMPS-System erfolgen). In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
werden vier Modusbits verwendet. Die vier Modusbits sind die BAND_SELECT-, IDLE/-,
FM/- und LNA_RANGE-Bits. Das BAND_SELECT-Bit bestimmt das Betriebsband und ist definiert
als 1 = PCS und 0 = zellular. Das IDLE/-Bit (0 = Leerlauf) schaltet den Empfänger
1300 in den Leerlaufmodus (zum Beispiel Betrieb bei geringerem IIP3), während
das zellulare Telefon inaktiv ist. Das FM/-Bit (0 = FM) stellt den Empfänger
1300 so ein, dass er ein FM-Signal verarbeitet. Und das LNA_RANGE-Bit (1
= Überbrückung) stellt die Verstärkung des Empfängers
1300 ein. Wenn das LNA_RANGE-Bit auf hohen Wert eingestellt ist, was den
Überbrückungsmodus auszeichnet, werden Vbias1 und Vbias2 des ersten LNA
1320a oder 1321a auf niedrigen Wert eingestellt und der LNA wird
ausgeschaltet.
Wenn BAND_SELECT auf Null gesetzt wird (zelluläres Band), arbeitet
der Empfänger 1300 in einem der zellularen Betriebsmodi, die in Tab.
1 aufgelistet sind. Tab. 1 listet nur den IIP3-Arbeitspunkt der LNAs 1320a
und 1320b auf. Eine ähnliche Tabelle kann für den IIP3-Arbeitspunkt
des aktiven Mischers innerhalb des HF/ZF-Prozessors 1148 aufgestellt werden.
Während des Betriebs im zellularen Modus wird der Vorspannungsgleichstrom für
die LNAs 1321a und 1321b ausgeschaltet, um Batterieenergie zu
sparen. Tab. 1 – Empfängersteuerung für zellulare Betriebsmodi
Wenn BAND_SELECT auf 1 gesetzt wird (PCS-Band), arbeitet das Telefon
in einem der PCS-Betriebsmodi, die in Tab. 2 aufgelistet sind. Während des
Betriebs in dem PCs-Modus wird der Vorspannungsstrom der LNAs 1320a und
1320b ausgeschaltet, um Batterieenergie zu sparen.
Tab. 2 – Empfängersteuerung für PCS-Betriebsmodi
Tab. 1 und 2 listen die IIP3-Arbeitspunkte der LNAs auf, um den Energieverbrauch
zu minimieren, während die benötigte Performance aufrecht erhalten wird.
Zum Beispiel kann eine Tabelle erzeugt werden, die ihren AGC auf den richtigen Betriebsbereich
basierend auf dem erwarteten Eingabesignalpegel für den gewünschten Betriebsmodus
einstellt. Andere Tabellen können erzeugt werden, um die Vorspannungsgleichspannungen
oder -strom einzustellen, welche von mehreren Schaltungen innerhalb des Empfängers
1300 benötigt werden.
VII. Empfängereinstellung gemäß dem empfangenen Signalpegel
In dem dritten Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung
wird der IIP3 der aktiven Geräte gemäß der gemessenen Amplitude des
Signals bei mehreren Signalverarbeitungsstufen innerhalb des Empfängers eingestellt.
Gemäß
2 können Leistungsdetektoren mit der Ausgabe von
ausgewählten Komponenten verbunden werden, um den Leistungspegel des Signals
zu messen.
In dem ersten Ausführungsbeispiel dieses Empfängereinstellungsschemas
können Leistungsdetektoren mit der Ausgabe von dem LNA 1220a und
1220b und dem Mischer 1230 verbunden werden, um die Leistung des
HF-Signals von diesen Komponenten zu messen. Die Leistungsmessungen werden dann
an die Vorspannungssteuerungschaltung 1280 geliefert, die die Information
dazu verwendet, um den IIP3-Arbeitspunkt jeder Komponente anzupassen, die außerhalb
eines vorbestimmten Pegels der Nichtlinearität arbeitet. In den zweiten Ausführungsbeispiel
dieses Empfängereinstellungsschemas können Leistungsdetektoren mit dem
Ausgang des Mischers 1230 und des Demodulators 1250 verbunden
werden, um jeweils die Leistungen des HF-Signals und Basisbandsignals von diesen
Komponenten zu messen. Die Leistungsmessungen werden ebenfalls an die Vorspannungssteuerungschaltung
1280 geliefert. Der Leistungsunterschied zwischen den beiden Messungen
stellt die Leistung von den Signalen außerhalb des Bandes dar, die dazu verwendet
werden kann, um die erforderliche IIP3-Performance zu verbessern. Die Vorspannungssteuerungschaltung
1280 Arzt den Arbeitspunkt der Komponenten auf oben beschriebene Weise
an, um den erforderlichen Performancepegel aufrechtzuerhalten. Der Leistungsdetektor
kann auf verschiedene Weise nach dem Stand der Technik implementiert werden, wie
zum Beispiel ein Diodendetektor gefolgt von einem Tiefpassfilter.
VIII. &Sgr;&Dgr;-ADC-Einstellung gemäß dem benötigten
dynamischem Bereich
Wie in der anhängenden US-Anmeldungen
mit der Seriennummer 08/987,306 offenbart, kann der &Sgr;&Dgr;-ADC
innerhalb des Empfängers der vorliegenden Erfindung so entworfen werden, dass
er den erforderlichen dynamischem Bereich vorsieht, während der Energieverbrauch
minimiert wird. Der Energieverbrauch ist in CDMA-Kommunikationssystemen wegen der
tragbaren Natur des zellularen Telefons besonders wichtig. Der &Sgr;&Dgr;-ADC
kann so entworfen werden, dass der Energieverbrauch minimiert wird, indem Abschnitte
des &Sgr;&Dgr;-ADCs gesperrt werden, wenn ein hoher dynamischem Bereich nicht
benötigt wird. Der &Sgr;&Dgr;-ADC kann ebenfalls mit anpassbarem Vorspannstrom
entworfen werden, der basierend auf der Amplitude des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC
und der erforderlichen Performance verändert werden kann. Die Referenzspannung
des &Sgr;&Dgr;-ADCs kann auch geringer angepasst werden, wenn ein kleinerer
dynamischer Bereich benötigt wird, um den Energieverbrauch zu minimieren.
Schließlich kann auch die Abtastungsfrequenz des &Sgr;&Dgr;-ADCs
verringert werden, wenn ein hoher dynamischem Bereich nicht benötigt wird,
um den Energieverbrauch weiter zu minimieren. Die oben beschriebenen Merkmale können
nach Belieben miteinander kombiniert werden, um den erforderlichen Performancepegel
vorzusehen, der die Energieeinsparung maximiert.
In dem beispielhaften CDMA-Kommunikationssystem ist der Empfänger
so entworfen, dass er unter einer Vielzahl von Betriebsbedingungen wie sie durch
den IS-98-A-Standard festgelegt werden, arbeitet. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
umfasst das Eingabe-HF-Signal ein CDMA-Signal, welches sich zwischen –104
dBm und –79 dBm befindet. Zusätzlich spezifiziert der IS-98-A eine Zweiton-
und eine Einfachton-Betriebsbedingung. Für die Zweiton-Betriebsbedingungen
umfasst das Eingabe-HF-Signal das CDMA-Signal und zwei Störsendern, die beide
+58 dBc oberhalb der Amplitude des CDMA Signals sind und sich +900 kHz und +1700
kHz von der zentralen Frequenz des CDMA-Signals entfernt befinden. Für die
Einfachton-Betriebsbedingungen umfasst das Eingabe-HF-Signal das CDMA Signal und
einen Signalstörsender, der +72 dBc oberhalb der Amplitude des CDMA Signals
ist und sich +900 kHz von der zentralen Frequenz des CDMA-Signals entfernt befindet.
Diese Spezifikationen stellen die schlechtest-möglichen Betriebsbedingungen
des Empfängers dar.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der &Sgr;&Dgr;-ADC
mit dem nötigen dynamischem Bereich entworfen, um unter den schlechtest-möglichen
Betriebsbedingungen zu arbeiten. In der Praxis treten diese schlechtest-möglichen
Betriebsbedingungen selten auf. Deshalb stellt der dauernde Betrieb des &Sgr;&Dgr;-ADC
in dem Modus mit hohem dynamischen Bereich eine Ressourcenverschwendung dar. In
dem Empfänger der vorliegenden Erfindung kann der &Sgr;&Dgr;-ADC so konfiguriert
werden, dass der Energieverbrauch minimiert wird, wenn ein hoher dynamischem Bereich
nicht benötigt wird.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird die Amplitude
des gewünschten Signals (z.B. das In-Band-CDMA-Signal) in dem &Sgr;&Dgr;-ADC
auf +20 dB oberhalb des Rauschhintergrunds des &Sgr;&Dgr;-ADC gehalten. Dies
kann erreicht werden, indem die Amplitude des gewünschten Signals nach der
digitalen Signalverarbeitung gemessen wird und die gemessene Amplitude dazu verwendet
wird, um die Verstärkungen des Frontends anzupassen. Die obige Bedingungen
(zum Beispiel +18 dB oberhalb des Rauschhintergrunds) resultiert in dem erforderlichen
Performance-Pegel für den Empfänger. Um diese Bedingung zu erfüllen,
kann ein &Sgr;&Dgr;-ADC mit vier Auflösungsbits verwendet werden, um das
gewünschte Signal zu quantisieren.
Das Signal in den &Sgr;&Dgr;-ADC jedoch umfasst das gewünschte
Signal plus Störsender. Die Amplitude der Störsendern kann über einen
großen Bereich variieren und kann einen bedeutenden Anteil des Signals in den
&Sgr;&Dgr;-ADC darstellen. Das gewünschte Signal und die Störsendern
müssen innerhalb die Begrenzung des &Sgr;&Dgr;-ADC fallen, so dass diese
Signale nicht abgeschnitten werden. Somit müssen die Störsender sauber
durch den &Sgr;&Dgr;-ADC quantisierte werden (auch wenn die Störsendern
schließlich durch die nachfolgende digitale Signalverarbeitung herausgefiltert
werden), da ein Abschneiden der Störsender in Intermodulationsprodukten resultiert,
die innerhalb des Signalbandes fallen und das gewünschte Signal verschlechtern
können.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel ist der &Sgr;&Dgr;-ADC
so entworfen, dass er 12 Auflösungsbits vorsieht, um die schlechtest-möglichen
Betriebsbedingungen zu erfüllen. Die verbleibenden acht Auflösungsbits
sind für Störsender und die AGC-Steuerung reserviert. Der dynamische Bereich
de &Sgr;&Dgr;-ADC kann so angepasst werden, dass das gewünschte Signal
und die Störsender sauber ohne Abschneiden quantisiert werden, während
der Energieverbrauch minimiert wird.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel kann der erforderliche
dynamische Bereich abgeschätzt werden, indem die Amplitude des gewünschten
Signals und die Amplitude des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC gemessen werden.
Die Amplitude des gewünschten Signals kann gemessen werden, indem der RSSI
des gewünschten Signals errechnet wird. Die RSSI-Messung wird im Detail in
dem bereits erwähnten US-Patent mit der Nummer
5,107,225 beschrieben. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird
die RSSI-Messung auf dem gewünschten Signal nach der digitalen Signalverarbeitung
ausgeführt, die unerwünschte Bilder und Störsignale entfernt. Die
Amplitude des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC kann durch einen Leistungsdetektor
gemessen werden, der mit der Eingabe des &Sgr;&Dgr;-ADC verbunden ist. Der Leistungsdetektor
kann nach dem Stand der Technik implementiert werden, wie ein Kombinationsdetektor,
implementiert mit einer Diode oder einem Spitzenwertdetektor. Der Spitzenwertdetektor
kann erfassen, ob das Eingabesignal in den &Sgr;&Dgr;-ADC oberhalb der Sättigungsspannung
des &Sgr;&Dgr;-ADC liegt, die der halben Referenzspannung entspricht. Wenn dies
auftritt, kann der &Sgr;&Dgr;-ADC in einem Modus mit höherem dynamischen
Bereich geschaltet werden. Alternativ kann die Amplitude des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC
aus der Messung der Amplitude des Signals von mehreren Komponenten innerhalb des
Frontends abgeschätzt werden, wie zum Beispiel der Ausgabe des Mischers
1230 oder der Ausgabe des Bandpassfilters 1234 (siehe
2). Wieder kann der Leistungsdetektor dafür verwendet
werden, die Amplitude des Signals zu messen. Die Verstärkung der Komponenten,
die sich zwischen dem Leistungsdetektor und dem &Sgr;&Dgr;-ADC befinden, wird
bei der Berechnung der Amplitude des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC miteinbezogen.
Weiterhin sollte der spektrale Inhalt des gemessenen Signals sich an den spektralen
Inhalt des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC annähern, um die Genauigkeit der
Abschätzung zu erhöhen. Eine Ungenauigkeit der der Abschätzung resultiert
in einem nicht optimalen Anpassung mechanismus des dynamischen Bereichs.
Basierend auf der gemessenen Amplitude des gewünschten Signals
und des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC kann der erforderliche dynamische Bereich
wie folgt berechnet werden:
wobei DRrequired der erforderliche dynamischem Bereich in Dezibel, VADC
die Amplitude des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC und Vdesired die
Amplitude des erwünschten Signals bei der Eingabe des &Sgr;&Dgr;-ADC ist.
Alternativ kann der erforderliche dynamische. Bereich basierend auf
dem Betriebsmodus des Empfängers bestimmt werden. Jeder Betriebsmodus kann
mit einer unterschiedlichen Betriebsbedingung verbunden werden. Zum Beispiel erfordert
der CDMA-Modus einem hohen dynamischen Bereich wegen möglicher Störsender
in der Nähe des Signalbandes. Der FM-Modus erfordert weniger dynamischen Bereich,
weil die Erfordernisse der Eingabe weniger streng sind.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel werden 12 Auflösungsbits
von einer Zwei-Schleifen-MASH-4-4-Architektur vorgesehen, wie
in der anhängenden US-Patentanmeldung mit der
Nummer 08/987,306 offenbart. Gemäß 11
sieht die Schleife 110a einen ersten dynamischem Bereich vor und hat einen
geringen Rauschhintergrund. Die Schleife 110b sieht einen zweiten dynamischen
Bereich vor, hat aber einen etwas höheren Rauschhintergrund als die Schleife
110a. Der geringere Rauschhintergrund der Schleife 110a ist teilweise
das Ergebnis der Vorspannung des Verstärkers innerhalb der Schleife
110a mit einem höheren Vorspannstrom und der Verwendung von größeren
Kondensatoren mit der Schleife 110a. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
kann jede Schleife 110 innerhalb des MASH-ADC 100 basierend auf
der Amplitude des Signals in den &Sgr;&Dgr;-ADC den erforderlichen dynamischem
Bereich selektiv gesperrt werden, um den Energieverbrauch zu minimieren. Zusätzlich
kann der Vorspannstrom der Verstärker innerhalb der Schleife 110 so
angepasst werden, um den Energieverbrauch zu minimieren und die erforderliche Performance
aufrechtzuerhalten.
Wenn ein hoher dynamischer Bereich erforderlich ist, wird das Signal
in den &Sgr;&Dgr;-ADC an die Schleife 110a geliefert, der Vorspannstrom
aller Verstärker wird hoch eingestellt und der MASH-ADC 100 arbeitet
auf die oben beschriebene Weise. Diese Betriebsbedingungen kann aus einem Eingabe-HF-Signal
resultieren, dass das CDMA-Signal und zwei große Störsender bei +58 dBc
umfasst oder aus einem Eingabe-HF-Signal, das das CDMA-Signal und einen großen
Störsender bei +72 dBc umfasst. Falls die Amplitude des gewünschten Signals
zunimmt oder die Amplitude der Störsender abnimmt, wird ein geringerer dynamischer
Bereich benötigt. Wenn dies auftritt, kann die Schleife 110b gesperrt
werden und die Ausgabe Y1 von der Schleife 110a umfasst die Ausgabe von
dem &Sgr;&Dgr;-ADC. Alternativ kann die Schleife 110a gesperrt werden,
das Signal in den &Sgr;&Dgr;-ADC kann an die Schleife 110b geliefert
werden und die Ausgabe Y2 von der Schleife 110b umfasst die Ausgabe von
dem &Sgr;&Dgr;-ADC. Somit kann eine bis zwei Schleifen aktiviert werden, um
den erforderlichen dynamischem Bereich vorzusehen.
Die Schwellenwerte des dynamischen Bereichs, wobei die Schleifen gesperrt
werden, können basierend auf einer Vielzahl von Betrachtungen ausgewählt
werden. Die Schwellenwerte können basierend auf der Statistik der Amplitude
des Eingabe-HF-Signals ausgewählt werden. Zum Beispiel kann der Prozentsatz
der Zeit, während der das Eingabe-HF-Signal Störsender von mehreren Amplituden
umfasst, aufgelistet werden. Diese Information kann dazu verwendet werden, die Schwellenwerte
des dynamischen Bereichs auszuwählen, die den minimalen Energieverbrauch ermöglichen,
indem sichergestellt wird, dass über die längste Zeit die minimale Anzahl
von Schleifen aktiviert ist. Die Schwellenwerte können auch basierend auf der
Entwurfsperformance des &Sgr;&Dgr;-ADCs ausgewählt werden. Wenn zum Beispiel
ein erster Schleifenentwurf, der X dB dynamischem Bereich vorsieht, wesentlich mehr
Leistung benötigt als ein zweiter Schleifenentwurf, der Y dB dynamischem Bereich
vorsieht, wobei Y nur geringfügig kleiner als X ist, kann der zweite Entwurf
bevorzugt werden und der Schwellenwert des dynamischen Bereichs kann gemäß
der Performance des zweiten Schleifenentwurfs ausgewählt werden. Eine Vielzahl
von anderen Betrachtungen, die sich innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung
befinden, kann erfolgen, wenn die Schwellenwerte des dynamischen Bereichs ausgewählt
werden. Weiterhin kann jeder Schwellenwert mit Hysterese implementiert werden, um
die Fluktuationen der Schleifen zwischen den aktivierten und gesperrten Zuständen
zu verhindern. Im folgenden wird eine beispielhafte Implementierung der Hysterese
beschrieben.
Der Vorspannstrom der Verstärker in jeder Schleife
110 kann angepasst werden, um den Energieverbrauch zu minimieren, während
die erforderliche Performance vorgesehen wird. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
ist die Schleife 110a so entworfen, dass sie maximal 10 mA Vorspannstrom
verbraucht und die Schleife 110b ist so entworfen, dass sie maximal 6 mA
Vorspannstrom verbraucht. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel innerhalb
der Schleife 110a ist der Verstärker innerhalb des Resonators
130a so entworfen, dass er 6 mA verbraucht und der Verstärker innerhalb
des Resonators 130b ist so entworfen, dass er 4 mA verbraucht. Wenn der
hohe dynamische Bereich benötigt wird, wird der Vorspannstrom für jeden
Verstärker hoch eingestellt. Wenn ein hoher dynamischer Bereich nicht benötigt
wird, kann der Vorspannstrom vermindert werden. Der dynamische Bereich ändert
sich näherungsweise proportional mit dem Vorspannstrom, so das eine Verminderung
des Vorspannstroms auf die Hälfte in einer Verminderung des dynamischen Bereichs
um 6 dB resultiert. Somit kann der Vorspannstrom des Verstärkers innerhalb
des Resonators 130a von 6 mA auf 3 mA vermindert werden und der Vorspannstrom
des Verstärkers innerhalb des Resonators 130b kann von 4 mA auf 2
mA vermindert. werden, wenn 6 dB weniger an dynamischem Bereich benötigt werden.
In ähnlicher Weise kann der Vorspannstrom für die Verstärker innerhalb
der Schleife 110b entsprechend vermindert werden, wenn ein hoher dynamischer
Bereich nicht benötigt wird. In der vorliegenden Erfindung kann der Vorspannstrom
in diskreten Schritten oder auf kontinuierliche Weise angepasst werden.
Ein zusätzlicher Mechanismus zur Minimierung des Energieverbrauchs
basiert auf der Anpassung der Referenzspannung innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADC.
Der dynamische Bereich des &Sgr;&Dgr;-ADC wird durch den maximalen Spitzenwert
des Eingabesignals und dem Rauschen von &Sgr;&Dgr;-ADC bestimmt, was das Schaltungsrauschen
und das Quantisierungsrauschen umfasst. Falls der erforderliche dynamische Bereich
sinkt, kann die Referenzspannung, während ungefähr derselbe Rauschpegel
aufrechterhalten wird. Dies trifft besonders dann zu, wenn eine Schleife ausgeschaltet
wird und das Quantisierungsrauschen sich so erhöht, dass es viel größer
ist als das Schaltungsrauschen, weil die Referenzspannung des &Sgr;&Dgr;-ADC
konstant gehalten wird. Durch die Verminderung der Referenzspannung in der Weise,
dass das Quantisierungsrauschen ungefähr gleich dem Schaltungsrauschen ist,
wird der gewünschte Performancepegel vorgesehen, während der Signalpegel
auf einem geringen Pegel gehalten wird. Durch Verminderung der Referenzspannung
und des Signalspitzenwertes innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADC kann der Vorspannstrom
vermindert werden. Als zusätzlichen Vorteil hat der Verstärker, der den
&Sgr;&Dgr;-ADC antreibt, einen geringeren maximalen Signalspitzenwert und kann
ebenfalls mit weniger Strom vorgespannt werden.
Die Anpassung des Verstärkervorspannstroms kann unabhängig
von der Sperrung der Schleifen durchgeführt werden oder kann in Verbindung
mit der Sperrung der Schleifen durchgeführt werden. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel
werden die Schleifen basierend auf einem groben Bereich des benötigten dynamischen
Bereichs aktiviert und der Vorspannstrom wird zu der Feinanpassung des dynamischen
Bereichs verwendet. Alternativ können die Analyse und die Messungen durchgeführt
werden, um den dynamischem Bereich, der von mehreren Konfigurationen des &Sgr;&Dgr;-ADC
vorgesehen wird, zu bestimmen. Diese Information kann aufgelistet oder gespeichert
werden. Dann kann basierend auf dem erforderlichen dynamische Bereich der &Sgr;&Dgr;-ADC
entsprechend konfiguriert werden, indem die gelisteten Daten verwendet werden. Die
verschiedenen Methoden, die verwendet werden, um den &Sgr;&Dgr;-ADC zu konfigurieren,
um den erforderlichen dynamischem Bereich vorzusehen, während der Energieverbrauch
minimiert wird, befinden sich innerhalb des Umfangs der vorliegenden Erfindung.
In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel sieht der &Sgr;&Dgr;-ADC
79 dB dynamischen Bereich vor (oder größer als 12 Auflösungsbits),
wenn beide Schleifen aktiviert sind und ein Überabtastungverhältnis (OSR
= oversampling ratio) von 32 verwendet wird. Für den Bandpass- &Sgr;&Dgr;-ADC
ist das Überabtastungverhältnis definiert als die Abtastungsfrequenz geteilt
durch das Doppelte der zweiseitigen Bandbreite des Eingabesinals und damit gilt
.
Die äquivalente Bit-Anzahl kann aus dem dynamischen Bereich und
umgekehrt gemäß der folgenden Gleichung errechnet werden:
DR = 6.02·M + 1.73,(7)
wobei M die Anzahl der Bits ist und DR in Dezibel angegeben wird. In dem beispielhaften
Ausführungsbeispiel sieht die Schleife 110a 54 dB dynamischen Bereich
vor, die Schleife 110b sieht 42 dB dynamischen Bereich vor und die Schleifen
110a und 110b sehen 79 dB dynamischen Bereich vor, wenn sie kombiniert
werden. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird die Schleife
110b verwendet, wenn der erforderliche dynamische Bereich geringer als
36 dB ist, wenn der erforderliche dynamische Bereich zwischen 36 dB und 48 dB liegt,
wird die Schleife 110a verwendet und wenn der erforderliche dynamische
Bereich größer als 48 dB ist, werden die Schleifen 110a und
110b verwendet. In dem beispielhaften Ausführungsbeispiel wird eine
Reserve von 6 dB bereitgestellt, um mit Fluktuationen der Amplitude des Eingabe-HF-Signals
umzugehen.
Die Schwellenwerte des dynamischen Bereichs können mit Hysterese
implementiert werden, um die Fluktuation zwischen den aktivierten und gesperrten
Zuständen zu vermeiden. Für das oben beschriebene beispielhafte Ausführungsbeispiel
umfasst jeder Schwellenwert des dynamischen Bereichs einen oberen Schwellenwert
und einen unteren Schwellenwert. Die Schleife mit dem größeren dynamischem
Bereich wird nicht aktiviert, es sei denn, der erforderliche dynamische Bereich
übertrifft den oberen Schwellenwert und die Schleife mit dem geringeren dynamischen
Bereich wird nicht aktiviert, es sei denn, der erforderliche dynamische Bereich
fällt unterhalb den unteren Schwellenwert. Mit einer Hysterese von 6 dB zum
Beispiel wird die Schleife 110a nicht aktiviert, es sei denn, der erforderliche
dynamische Bereich übertrifft 51 dB. Während das Betriebs mit nur einer
Schleife 110a wird die Schleife 110b aktiviert und die Schleife
110a wird nur gesperrt, wenn der erforderliche dynamische Bereich unterhalb
von 45 dB fällt.
Eine beispielhafte Anwendung der vorliegenden Erfindung für ein
CDMA-Kommunikationssystem wird in Tab. 3 aufgeführt. Wenn der gewünschte
Signalpegel hoch ist wird ein geringer dynamischem Bereich benötigt und nur
eine Schleife 110b wird aktiviert. Wenn der gewünschte Signalpegel
gering ist und der Störsenderpegel hoch ist, wird ein hoher dynamischer Bereich
benötigt, um die Störsendern und das gewünschte Signal sauber zu
quantisieren.
Und wenn der gewünschte Signalpegel gering ist, sind beide Optionen
verfügbar. Das Signal in den &Sgr;&Dgr;-ADC kann verstärkt werden,
wobei der geringe Signalpegel auf einen höheren Signalpegel vergrößert
wird, der von der Schleife 110b abgetastet werden kann. Alternativ kann
die Schleife 110 dazu verwendet werden, das Signal abzutasten, aber der
Vorspannstrom kann vermindert werden, um Energie zu sparen und der DAC-Pegel innerhalb
der Schleife 110 kann vermindert werden, um mit dem geringen Signalpegel
übereinzustimmen.
Tab. 3 – ADC-Konfiguration basierend auf dem Eingabe Signal
SignalpegelStörsenderpegelADC-KonfigurationGeringGeringAktiviere Schleife 110b oder Schleife 110b1GeringHochAktiviere Schleife 110a oder Schleife 110bHochGeringAktiviere Schleife 110bHochHochAktiviere Schleife 110b
Bemerkung 1:
1) Erste Option ist es, die Schleife 110b zu aktivieren und das Signal
in den &Sgr;&Dgr;-ADC um 6 dB zu verstärken;
2) Zweite Option ist es, die Schleife 110a zu aktivieren und den Vorspannstrom
und den DAC-Pegel in der Schleife 110a zu vermindern.
Wie in der anhängenden Patentanmeldung
mit der Nummer 08/987,306 beschrieben, ist der dynamische Bereich des &Sgr;&Dgr;-ADC
eine Funktion des Überabtastungverhältnisses. Eine höhere Abtastungsfrequenz
entspricht einem höheren Überabtastungverhältnis und da die Bandbreite
des Eingabesignals fest ist, einem höheren dynamischen Bereich. Die höhere
Abtastungsfrequenz jedoch kann in einem höheren Energieverbrauch durch die
Schaltungen, die verwendet werden, um den &Sgr;&Dgr;-ADC zu implementieren,
resultieren. Zum Beispiel ist der Energieverbrauch von CMOS-Schaltungen proportional
zu der Frequenz der Schalttaktungen der CMOS-Schaltungen. Für bipolare Schaltungen
erfordert eine höhere Betriebsfrequenz Schaltungen größerer Bandbreite,
die typischerweise einen höheren Vorspannstrom benötigen. Eine höhere
Schaltfrequenz erfordert einen höheren Vorspannstrom in den Schaltern und einem
höheren Vorspannstrom in den Verstärkern für ein schnelleres Settling
bzw. Einschwingen.
In der vorliegenden Erfindung kann die Abtastungsfrequenz des &Sgr;&Dgr;-ADC
vermindert werden, um den Energieverbrauch zu minimieren, wenn ein großer dynamischer
Bereich nicht erforderlich ist. Die Verminderung der Abtastungsfrequenz gestattet
es den Schaltungen innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADC, mit weniger Strom vorgespannt
zu werden. Ebenfalls kann eine geringere Abtastungsfrequenz zu geringeren Wärmeleistungsverlusten
in den Schaltungen innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADC führen.
Der Theorie nach vermindert sich der dynamischer Bereich für
einen Bandpass-&Sgr;&Dgr;-ADC vierter Ordnung um 27 dB für jede Oktave,
um die das Überabtastungverhältnis vermindert wird.
Für ein Überabtastungverhältnis von weniger als 16
jedoch vermindert sich der dynamische Bereich schneller als 27 dB pro Oktave. In
dem bevorzugten Ausführungsbeispiel wird das Überabtastungverhältnis
auf einem Minimum von 16 gehalten.
Für viele Anwendungen erfordert die Änderungen der Abtastfrequenz
des Empfängerfrequenzplans. Für einen Subabtastungs-&Sgr;&Dgr;-Empfänger
ist die zentrale Frequenz des ZF-Signals (z.B. das Signal in den &Sgr;&Dgr;-ADC)
abhängig von der Abtastungsfrequenz. Die erste Herabkonvertierung der Frequenz
um ein ZF-Signal bei der neuen ZF-Frequenz herzustellen, das durch die neue Abtastungsfrequenz
notwendig gemacht wird, wird angepasst. Man sollte Vorsicht walten lassen, damit
Störsignale und Oberschwingungen von zu hohen Amplituden
nicht in das neue ZF-Band fallen.
Der Empfänger kann auch mit zwei oder mehr &Sgr;&Dgr;-ADCs
entworfen werden, um zwei oder mehrere Betriebsmodi zu unterstützen. Dies gestattet
es jedem &Sgr;&Dgr;-ADC, optimiert zu werden, um die erforderliche Performance
vorzusehen, während der Energieverbrauch minimiert wird. Der passende &Sgr;&Dgr;-ADC
kann abhängig von dem Betriebsmodus eingeschaltet werden. Es kann zum Beispiel
ein Empfänger mit zwei &Sgr;&Dgr;-ADCs entworfen werden, einer für
CDMA-Modus und einer für FM-Modus. Der &Sgr;&Dgr;-ADC für den FM-Modus
kann dafür entworfen werden, signifikant weniger Energie wegen der geringeren
Signalbandbreite und des geringeren erforderlichen dynamischen Bereichs zu verbrauchen.
Der passende &Sgr;&Dgr;-ADC kann abhängig davon eingeschaltet werden, ob
der Empfänger in dem CDMA- oder FM-Modus arbeitet.
Die obige Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele ist
vorgesehen, um jeden Fachmann in die Lage zu versetzen die vorliegende Erfindung
zu verstehen oder zu verwenden.
Die zahlreichen Modifikationen sind für den Fachmann offensichtlich
und die darin definierten grundlegenden Prinzipien können auf andere Ausführungsbeispiele
ohne den Gebrauch von erfinderischer Fähigkeit angewandt werden.
Somit ist es nicht beabsichtigt, dass die vorliegende Erfindung auf
die hier gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt ist.
Anspruch[de]
Ein Empfänger mit programmierbarem dynamischem Bereich (1200),
der Folgendes aufweist:
ein Frontend (1210, 1248) zum Empfangen eines HF-Signals und zum
Erzeugen eines Zwischenfrequenz- bzw. ZF-Signals (IF = intermediate frequency);
einen &Sgr;&Dgr;-ADC (1410) verbunden mit dem HF-Prozessor (1210)
zum Empfangen des ZF-Signals und zum Erzeugen von ZF-Abtastungen, wobei der &Sgr;&Dgr;-ADC
einen dynamischen Bereich besitzt;
einen Leistungsdetektor verbunden mit dem HF-Prozessor (1210) zum Messen
einer Amplitude des ZF-Signals; und
einen Digitalsignalprozessor (1370) verbunden mit dem &Sgr;&Dgr;-ADC
zum Empfangen der ZF-Abtastungen und zum Erzeugen eines gewünschten Signals;
gekennzeichnet dadurch, dass der dynamische Bereich des &Sgr;&Dgr;-ADCs angepasst
wird basierend auf einem benötigten dynamischen Bereich, wobei der benötigte
dynamische Bereich abhängig ist von der Amplitude des ZF-Signals.Empfänger nach Anspruch 1, wobei der &Sgr;&Dgr;-ADC mehrere
Schleifen bzw. Loops (110) aufweist, wobei jede Schleife aktiviert oder
gesperrt wird in Abhängigkeit von dem benötigten dynamischen Bereich.Empfänger nach Anspruch 2, wobei der &Sgr;&Dgr;-ADC ein MASH
4-4 ADC ist, wobei der MASH 4-4 ADC eine erste Schleife und eine zweite Schleife
aufweist.Empfänger nach Anspruch 3, wobei die erste Schleife von MASH 4-4
ADC verwendet wird, wenn der benötigte dynamische Bereich geringer ist als
eine erste Dynamikbereichsschwelle, wobei die zweite Schleife verwendet wird, wenn
der benötigte dynamische Bereich über der ersten Dynamikbereichsschwelle
liegt und geringer ist als eine zweite Dynamikbereichsschwelle, und wobei die erste
Schleife und die zweite Schleife verwendet werden, wenn der benötigte dynamische
Bereich über der zweiten Dynamikbereichsschwelle liegt.Empfänger nach Anspruch 4, wobei die ersten und zweiten Dynamikbereichsschwellen
mit Hysterese implementiert sind.Empfänger nach Anspruch 1, wobei der &Sgr;&Dgr;-ADC Verstärker
(1220) aufweist, wobei die Verstärker einen Bias- bzw. Vorspannstrom
besitzen.Empfänger nach Anspruch 6, wobei der Bias-Strom der Verstärker
angepasst wird, basierend auf dem benötigten dynamischen Bereich.Ein Verfahren zum Vorsehen eines programmierbaren dynamischen Bereichs
in einem Empfänger (1200), wobei das Verfahren folgende Schritte aufweist:
Empfangen eines HF-Signals; Verarbeiten des HF-Signals, um ein ZF-Signal zu erzeugen;
Abtasten des ZF-Signals mit einem &Sgr;&Dgr;-ADC (1410), um ZF-
Abtastungen zu erzeugen, wobei der &Sgr;&Dgr;-ADC einen dynamischen Bereich
besitzt;
Verarbeiten der ZF-Abtastungen, um ein gewünschtes Signal zu erzeugen;
dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren die weiteren folgenden Schritte aufweist:
Messen einer Amplitude des ZF-Signals;
Messen einer Amplitude des gewünschten Signals;
Berechnen eines gewünschten dynamischen Bereichs gemäß der gemessenen
Amplitude des ZF-Signals und der gemessenen Amplitude des gewünschten Signals;
und
Anpassen des dynamischen Bereichs des &Sgr;&Dgr;-ADCs gemäß dem benötigten
dynamischen Bereich.Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Anpassungsschritt folgenden Schritte
aufweist:
Aktivieren einer ersten Schleife innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADCs, wenn der benötigte
dynamische Bereich unter einer ersten Dynamikbereichschwelle liegt.Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Anpassungsschritt weiterhin folgenden
Schritt aufweist:
Aktivieren einer zweiten Schleife innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADCs, wenn der benötigte
dynamische Bereich über der ersten Dynamikbereichsschwelle liegt und unter
einer zweiten Dynamikbereichsschwelle liegt.Verfahren nach Anspruch 10, wobei der Anpassungsschritt weiterhin folgenden
Schritt aufweist:
Aktivieren der ersten Schleife innerhalb des &Sgr;&Dgr;-ADCs, wenn der benötigte
dynamische Bereich über der zweiten Dynamikbereichsschwelle liegt.Verfahren nach Anspruch 11, wobei die ersten und zweiten Dynamikbereichsschwellen
mit Hysterese implementiert sind.Verfahren nach Anspruch 11, wobei die ersten und zweiten Dynamikbereichsschwellen
ausgewählt werden basierend auf Statistiken des HF-Signals.Verfahren nach Anspruch 11, wobei die ersten und zweiten Dynamikbereichsschwellen
ausgewählt werden basierend auf einer Performance des &Sgr;&Dgr;-ADCs.Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Anpassungsschritt folgenden Schritt
aufweist:
Anpassen eines Bias-Stromes des &Sgr;&Dgr;-ADCs basierend auf dem benötigten
dynamischen Bereich.Verfahren nach Anspruch 8, wobei der Anpassungsschritt folgenden Schritt
aufweist:
Verändern einer Abtastfrequenz des &Sgr;&Dgr;-ADCs basierend auf dem benötigten
dynamischen Bereich.Verfahren nach Anspruch 16, wobei der Anpassungsschritt weiterhin folgenden
Schritt aufweist:
Halten eines Oversampling-Verhältnisses des &Sgr;&Dgr;-ADCs auf einem Minimum
von 16.Verfahren nach Anspruch 8, wobei das HF-Signal ein CDMA-Signal aufweist.Verfahren nach Anspruch 18, wobei der &Sgr;&Dgr;-ADC mehr als vier
Bits Auflösung besitzt.Verfahren nach Anspruch 19, das weiterhin folgenden Schritt aufweist:
Halten des gewünschten Signals auf 18 dB über einem Rauschboden bzw. Grund
des &Sgr;&Dgr;-ADCs.Verfahren nach Anspruch 20, wobei der benötigte dynamische Bereich
berechnet wird, so dass das ZF-Signal nicht durch den &Sgr;&Dgr;-ADC abgeschnitten
ist.