Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Reduzierung
oder Vermeidung der Bildung von Schaum in Bohrlochbehandlungsfluiden.
Entschäumungszusammensetzungen und -mittel werden seit langem
in der Erdöl- und Erdgasindustrie zur Vermeidung der Schaumbildung oder zum
Zerstören zuvor gebildeten Schaums verwendet. Die Entschäumungszusammensetzungen
werden üblicherweise als Bestandteil von Bohrlochbehandlungsfluiden angewendet,
um eine Schaumbildung während der Zubereitung und/oder des Pumpens der Behandlungsfluide
zu vermeiden. Ebenso werden Entschäumungszusammensetzungen bisher zum Aufbrechen
von zuvor gebildeten, geschäumten Bohrlochbehandlungsfluiden benutzt. Das heißt,
wenn ein stabil aufgeschäumtes Bohrlochbehandlungsfluid über Tage entsorgt
werden muss, wird eine Entschäumungszusammensetzung dem Fluid beigefügt,
um den Schaum zu zerstören, wodurch die nicht geschäumten Bestandteile
des Behandlungsfluids leichter entsorgt werden können.
Es werden bisher eine Vielfalt von Entschäumungszusammensetzungen
und -mittel angewendet. Manche Beispiele solcher, in Bohrlochbehandlungsfluiden
verwendeter Entschäumungszusammensetzungen und -mittel enthalten Tributylphosphat
und acetylenisches Diol, welche nicht umweltverträglich sind. Andere, dem Stand
der Technik entsprechende und umweltverträgliche Entschäumungsmittel enthalten
Polypropylenglykol und eine Mischung von Polypropylenglykol mit einem Copolymer
aus Ethylenoxid- oder Propylenoxidmonomeren. Während diese Entschäumer
beim Herstellen oder Pumpen von Bohrlochbehandlungsfluiden eine hinreichende Vermeidung
von Schaumbildung bewirken, funktionieren sie bei einer Entschäumung von zuvor
erzeugten aufgeschäumten Bohrlochbehandlungsfluiden, insbesondere bei zuvor
erzeugten aufgeschäumten Bohrlochzementschlämmen nicht ausreichend.
US-A-5547022, EP-A-475568,
US-A-4258790 und US-A-4780220
offenbaren verschiedene Flüssigkeiten in der Erdölbohrlochtechnologie.
Das Entschäumen der besagten Flüssigkeiten wird in diesen Dokumenten erörtert.
Daher besteht ein anhaltender Bedarf an verbesserten und umweltsicheren
Entschäumungszusammensetzungen zum Gebrauch in verschiedenen Fluiden, einschließlich
Bohrlochbehandlungsfluiden.
Wir haben jetzt einige verbesserte, umweltsichere Entschäumungszusammensetzungen
entwickelt, welche die oben beschriebenen Anforderungen erfüllen und die Nachteile
des Stands der Technik reduzieren oder überwinden.
Die Erfindung erschafft ein in Anspruch 1 definiertes Verfahren zur
Vermeidung oder Reduzierung der Schaumbildung in einem Bohrlochbehandlungsfluid
bei deren Herstellung und beim Pumpen in ein Bohrloch, wobei das Verfahren ein Zusammenfügen
des besagten Bohrlochbehandlungsfluids mit einer erfindungsgemäßen Entschäumungszusammensetzung
während der Herstellung erstes beinhaltet.
Bei der Behandlung von Bohrlöchern mit Bohrlochbehandlungsfluiden
werden die Fluide üblicherweise in der Gegenwart von Luft über Tage gemischt
oder vermengt und dann in das Bohrloch gepumpt. Falls die Bohrlochfluide unbeabsichtigter
Weise während des Mischens oder Pumpens aufgeschäumt werden, kann dies
zu nachteiligen Ergebnissen führen. Zum Beispiel werden zur Fertigstellung
und Stimulation eines Bohrlochs oft ungeschäumte Behandlungsfluide benutzt,
welche aufgeschäumt ihren beabsichtigten Zweck nicht erfüllen oder weniger
als die gewünschten Resultate erreichen.
Zur Reduzierung der Dichte der Fluide oder aus anderen Gründen
werden manche Bohrlochbehandlungsfluide absichtlich über Tage zu stabilen Schäumen
ausgebildet. Wenn solche stabilen Schäume über Tage entsorgt werden müssen,
ist oft ein Aufbrechen des Schaums notwendig, um die nicht geschäumten Bestandteile
effizient entsorgen zu können. Bisher sind Entschäumungszusammensetzungen
und -mittel entwickelt und erfolgreich benutzt worden. Diese Entschäumungszusammensetzungen
und -mittel sind aber im Allgemeinen entweder umweltunverträglich oder bewirken
weniger als die erwünschten Ergebnisse, wenn sie zum Aufbrechen zuvor ausgebildeter
stabiler Schäume genutzt werden. Die verbesserten Entschäumungszusammensetzungen
sind umweltverträglich und führen zu besseren Entschäumungsergebnissen
als die bisher benutzten Entschäumungszusammensetzungen und -mittel.
Die entsprechend der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommenden
Entschäumungszusammensetzungen bestehen im Wesentlichen aus Polypropylenglykol,
partikuläres hydrophobes Silika und einem flüssigen Verdünnungsmittel,
welches aus fettigen sauren Methylestern, Olefine mit einer oder mehreren internen
Doppelbindungen, Alphaolefine, Polyalphaolefine und lineare Paraffine ausgewählt
wird. Das in der Zusammensetzung benutzte Propylenglykol hat bevorzugt ein Molekulargewicht
in dem Bereich von etwa 425 bis etwa 4000. Vorzugsweise hat das Propylenglykol ein
Molekulargewicht am oberen Ende des oben genannten Bereichs. Besonders bevorzugt
wird ein Molekulargewicht von 4000. Das Polypropylenglykol ist generell in der Entschäumungszusammensetzung
dieser Erfindung in einer Menge im Bereich von ungefähr 20 % bis ungefähr
75 % Massenanteil der Zusammensetzungen enthalten. Besonders bevorzugt wird ungefähr
30 %.
Ein in Übereinstimmung mit der Erfindung verwendbares partikuläres
hydrophobes Silika ist mit Silikonöl behandeltes ausgefälltes Silika.
Dieses hydrophobe Silika bewirkt in Kombination mit dem Propylenglykol eine sehr
effiziente Entschäumung von Fluiden. Das ausgefällte Silika kann durch
gleichzeitiges Hinzufügen von Schwefelsäure und Natriumsilikatlösungen
zu Wasser unter Rühren hergestellt werden. Der PH-Wert der Mischung wird während
der Reaktion bei ungefähr 9 beibehalten, wobei kleinere Partikel kontinuierlich
während der Ausfällung von Silika gelöst werden. Als Ergebnis wird
eine einheitliche Partikelgröße erreicht. Während des Ausfällungsprozesses
können die Eigenschaften des Silikas durch eine Änderung der Verhältnisse
der Reaktanten, der Reaktionszeit, der Reaktionstemperatur und der Konzentrationen
der Reaktionsmischung variiert werden. Die aus dem Aufällungsprozess resultierende
Suspension wird gefiltert, getrocknet und anschließend zerkleinert, um die
Größe der Agglomerate, die sich während des Trocknungsvorgangs bilden,
zu reduzieren.
Das ausgefällte Silika wird hydrophob durch ein Aufsprühen
einer einheitlichen Beschichtung aus Silikonöl und einer anschließenden
Erhitzung. Die Menge an benutztem Silikonöl beträgt üblicherweise
ca. 10 % Massenanteil des ausgefällten Silikas. Zum Gebrauch entsprechend der
Erfindung besonders geeignetes silikonölbehandeltes, ausgefälltes Silika
ist im Handel erhältlich unter den Handelsbezeichnungen SIPERNET D-11TM
und SIPERNET D-13TM von der Firma Degussa mit einem Geschäftssitz
in Chester, Pennsylvania. Das SIPERNET D-11TM hat eine BET-Oberfläche
von 90 Quadratzentimetern pro Gramm, während SIPERNET D-13TM über
eine BET-Oberfläche von 85 Quadratzentimetern pro Gramm verfügt. Andere
Eigenschaften der Produkte sind bei beiden gleich und lauten wie folgt: Mittlere
Partikelgröße – kleiner als 5 Mikrometer; gestoßene Dichte
– 120 Gramm pro Liter; pH-Wert – 9,5 bis 11,5; Feuchtigkeitsverlust
bei 105°C nach 2 Stunden – 1,5 %; Glühverlust nach 2 Stunden bei
1000°C – 5 %; Methanolbenetzbarkeit – größer als ca.
60 %; SiO2 Gehalt – 98 % und NaSO4 Gehalt –
2 %.
Das partikuläre hydrophobe Silika ist üblicherweise in der
erfindungsgemäßen Entschäumungszusammensetzung in einer Menge im
Bereich von ungefähr 10 % bis ungefähr 20 %, vorzugsweise ungefähr
16 % Massenanteil der Zusammensetzung enthalten.
Die flüssigen Verdünnungsmittel der vorliegenden Erfindung
wirken auch als Dispersionsmedien für das partikuläre hydrophobe Silika.
Olefine mit ungefähr 11 bis 16 Kohlenstoffatomen und einer oder mehrere intern
Doppelbindungen werden derzeit bevorzugt. Gewöhnlich ist das flüssige
Verdünnungsmittel in der Entschäumungszusammensetzung nach dieser Erfindung
in einer Menge im Bereich von ungefähr 10 % bis ungefähr 70 %, vorzugsweise
etwa 54 % Massenanteil der Zusammensetzung enthalten.
Daher besteht eine bevorzugte Entschäumungszusammensetzung im
Wesentlichen aus Polypropylenglykol mit einem Molekulargewicht in dem Bereich von
ungefähr 425 bis ungefähr 4000, partikuläres hydrophobes Silika und
einem flüssigen Verdünnungsmittel, welches ausgewählt wird aus fettigen
sauren Methylestern, Olefine mit einer oder mehrerer interner Doppelbindungen, Alphaolefine,
Polyalphaolefine, und lineare Paraffine. Das partikuläre hydrophobes Silika
ist bevorzugt mit Silikonöl behandeltes, ausgefälltes Silika.
Eine sehr bevorzugte Entschäumungszusammensetzung besteht im
Wesentlichen aus Polypropylenglykol mit einem Molekulargewicht von ungefähr
4.000, mit Silikonöl behandeltes, ausgefälltes Silika und einem flüssigen
Verdünnungsmittel, welches ausgewählt wird aus fettigen sauren Methylestern,
Olefine mit einer oder mehrerer interner Doppelbindungen, Alphaolefine, Polyalphaolefine
und linearen Paraffine.
Die am meisten bevorzugte Entschäumungszusammensetzung besteht
im Wesentlichen aus Polypropylenglykol mit einem Molekulargewicht von etwa 4.000,
welches in der Zusammensetzung in einer Menge von ungefähr 30 % Massenanteil
der Zusammensetzung vorliegt, mit Silikonöl behandeltes, ausgefälltes
Silika, welches in der Zusammensetzung in einer Menge von ungefähr 16 % Massenanteil
der Zusammensetzung vorliegt und einem Verdünnungsmittel, welches ein Olefin
mit etwa 11 bis etwa 14 Kohlenstoffatome und eine oder mehrere Doppelbindungen enthält
und in der Zusammensetzung in einer Menge von ungefähr 54 % Massenanteil der
Zusammensetzung vorliegt.
Das Verfahren nach der Erfindung wird zur Vermeidung der Schaumbildung
in einem Bohrlochbehandlungsfluid während der Herstellung und während
des Pumpens in ein Bohrloch verwendet.
Insbesondere beinhaltet das Verfahren der vorliegenden Erfindung zur
Vermeidung der Schaumbildung in einem Bohrlochbehandlungsfluid während der
Herstellung und während des Pumpens grundsätzlich ein Kombinieren einer
erfindungsgemäßen Entschäumungszusammensetzung mit dem besagten Bohrlochbehandlungsfluid.
Die Entschäumungszusammensetzung besteht im Wesentlichen aus Polypropylenglykol,
partikuläres hydrophobes Silika und einem flüssigen Verdünnungsmittel,
welches ausgewählt wird aus fettigen sauren Methylestern, Olefine mit einer
oder mehrerer interner Doppelbindungen, Alphaolefine, Polyalphaolefine und lineare
Paraffine.
Beispiele von Bohrlochbehandlungsfluiden, in welche die Entschäumungszusammensetzung
zur Vermeidung einer Schaumbildung benutzt werden kann, sind wässrig gelierte
Fluide und Zementschlämme.
Zur näheren Beschreibung der Entschäumungszusammensetzungen
und der Verfahren der vorliegenden Erfindung werden die folgenden Beispiele aufgeführt.
Beispiel 1
Test-Zementzusammensetzungen wurden mit fünf verschiedenen Zementschlämmen
hergestellt, welche verschiedene herkömmliche Additive enthielten. D.h. fünf
Zementzusammensetzungen ohne Entschäumer, fünf Zementzusammensetzungen,
welche jeden von vier Entschäumern entsprechend dem Stand der Technik enthielten
und fünf Zementzusammensetzungen, welche die Entschäumungszusammensetzung
nach der vorliegenden Erfindung enthielten. Die zur Ausbildung der fünf Zementschlämme
benutzten Komponenten und Mengen werden in der nachfolgenden Tabelle I aufgezeigt.
Die theoretische Dichte der Ausführung von jedem der Test-Zementzusammensetzungen,
sowie die Dichten jeder Test-Zementzusammensetzung, die keinen Entschäumer
enthielt, jeder Test-Zusammensetzung, die einen Entschäumer nach dem Stand
der Technik enthielt und jeder Test-Zusammensetzung mit dem entsprechend
der vorliegenden Erfindung zum Einsatz kommenden Entschäumer wurden bestimmt
und werden weiter unten in Tabelle II dargestellt. Wenn enthalten, wurden die Entschäumer
in einer Menge von 0,25 % Massenanteil des Zements zu den Test-Zementzusammensetzungen
hinzugefügt.
Tabelle II
3Polypropylenglykol, gemischt mit Copolymer aus Ethylenoxid und Propylenoxid
4Polypropylenglykol
5Polypropylenglykol (MW = 4.000) – 30 %, silikonölbehandeltes
ausgefälltes Silika – 16 % und C11-C14 Olefin
mit internen Doppelbindungen – 54 %, jeweils Massenanteil der Zusammensetzung
Wie aus Tabelle II ersichtlich ist, entspricht oder übertrifft
die gemäß der Erfindung benutzte Entschäumungszusammensetzung im
Wesentlichen die Entschäumungseffizienz der herkömmlichen Entschäumer.
Das heißt, dass die Entschäumungszusammensetzung der vorliegenden Erfindung
die Bildung von Schaum in den Test-Zementzusammensetzungen im gleichen oder im größeren
Maße wie die untersuchten Entschäumer nach dem Stand der Technik verhinderte.
Beispiel 2
Es wurden stabil geschäumte Test-Zementzusammensetzungen zubereitet,
welche verschieden Entschäumer nach dem Stand der Technik und die entsprechend
der Erfindung benutzte Entschäumungszusammensetzung enthielten. Die Test-Zementzusammensetzungen
enthielten folgende Komponenten: Premium Zement, ein aus Carboxymethylhydroxyethylcellulose
bestehendes Fluidverlustkontrollmittel in einer Menge von 0,3 % Massenanteil des
Zements, Wasser in einer Menge von 43 % Massenanteil des Zements, ein aus einem
ethoxyliertem Alkoholsulfat bestehendes Schäumungsmittel in einer Menge von
1,5 % Volumenanteil des Wassers, ein aus Cocoamidopropylbetain bestehender Schaumstabilisator
in einer Menge von 0,75 % Volumenanteil des Wassers und 1,2 % Entschäumer in
Massenanteil des geschäumten Schlamms. Die nicht geschäumten Test-Zusammensetzungen
hatten eine Dichte von 1906,4 kg/m3 (15,91 Lbs. pro Gallon) und nach
einer Schäumung hatten die Zusammensetzungen eine Dichte von 1258,2 kg/m3
(10,5 Lbs pro Gallon). Die Dichte von jeder Test-Zementzusammmenstellung wurde bestimmt
und die Ergebnisse werden nachfolgend aufgezeigt.
EntschäumerZementzusammensetzung, Dichte, kg/m3 (lb/gal)Tributhylphosphat1484,6 (12,39)Acetylenisches Diol1427,1 (11,91)Polypropylenglykol gemischt mit Copolymer aus Ethylenoxid und
Propylenoxid1288,1 (10,75)Polypropylenglykol1276,1 (10,65)nach vorliegender Erfindung (entsprechend Fußnote 5 in Tabelle
II)1893,3 (15,8)
Daraus wird ersichtlich, dass die entsprechend der Erfindung eingesetzte
Entschäumungszusammensetzung sehr effektiv stabil geschäumte Fluide entschäumt.
Die in Beispiel 2 dargestellte Vorgehensweise unter Nutzung der darin
beschriebenen geschäumten Zementschlämme wurde mit einer gemäß
der Erfindung eingesetzten Entschäumungszusammensetzung (Fußnote 5, Tabelle
II) wiederholt, welche ein lineares Alphaolefin mit ungefähr 11 bis ungefähr
14 Kohlenstoffatome als flüssiges Verdünnungsmittel anstelle des Olefins
mit internen Doppelbindungen enthielt. Weiterhin wurde ein zweiter Versuch unter
Verwendung eines linearen Paraffins mit ungefähr 11 bis ungefähr 14 Kohlenstoffatome
als flüssiges Verdünnungsmittel durchgeführt. Die Ergebnisse dieser
Versuche werden nachfolgend aufgeführt.
EntschäumerDichte, kg/m3 (lb/gal)Nach vorliegender Erfindung, aber lineares Alphaolefin als Verdünnungsmittel
enthaltend1899,2 (15,85)Nach vorliegender Erfindung, aber lineares Paraffin als Verdünnungsmittel
enthaltend1893,3 (15,8)
Aus dem Vorhergehenden wird ersichtlich, das verschiedene flüssige
Verdünnungsmittel in gemäß der Erfindung zum Einsatz kommenden Zusammensetzungen
benutzt werden können, ohne die Wirksamkeit der Zusammensetzungen zu verändern.
Beispiel 3
Es wurde ein Basiszementschlamm hergestellt, bestehend aus Premium
Zement, der entsprechend der Erfindung zum Einsatz kommenden Entschäumungszusammensetzung
(Fußnote 5, Tabelle II) in einer Menge von 1 % Massenanteil des Zements und
Wasser in einer Menge von 46 % Massenanteil des Zements. Drei verschiedene Fluidverlustadditive
wurden mit drei Testmengen des Basiszementschlamms kombiniert und die Viskosität
und der Fluidverlust wurden für jede Testmenge in Übereinstimmung mit
dem in "API Specification For Materials And Testing For Well Cements, API Specification
10, 5. Ausgabe, 1. Juli 1990, American Petroleum Institute" dargelegten Verfahren
bestimmt. Die Ergebnisse dieser Versuche werden nachfolgend in Tabelle III dargestellt.
Tabelle III
Benutztes FluidverlustadditivMenge, % Massenanteile des Zements52°C (125°F) Fluidverlust bei 1.000 psi, 6,9 mpa, cc/30
min52°C (125°F) Viskosität, Bc Initial
20 minA11,23689B20,6201012C31,23497
1Fluidverlustadditiv A bestand aus modifizierter Hydroxyethylcellulose.
2Fluidverlustadditiv B bestand aus einem modifizierten Copolymer von
AMPS® und N,N-Dimethylacrylamid.
3Fluidverlustadditiv C war Hydroxyethylcellulose.
Aus den in Tabelle 3 aufgeführten Ergebnissen wird ersichtlich,
dass das Vorhandensein der erfindungsgemäß einzusetzenden Entschäumungszusammensetzung
keinen materiellen Einfluss auf die Viskositäten oder die Fluidverluste der
Zementschlämme hatte.
Beispiel 4
Es wurde ein Basiszementschlamm hergestellt, welcher aus Premium Zement,
Wasser in einer Menge von 46 % Massenanteil des Zements, einem Fluidverlustadditiv,
bestehend aus einem modifizierten Copolymer von AMPS® und N,N-Dimethylacrylamid
in einer Menge von 0,6 % Massenanteile des Zements und einem Abbindeverzögerer
bestehend aus einem modifizierten Lignosulfonat in einer Menge von 0,2 % Massenanteil
des Zements. Zu einer Menge des Basiszementschlamms wurde die gemäß der
Erfindung einzusetzende Entschäumungszusammensetzung (Fußnote 5, Tabelle
II) in einer Menge von 1 % Massenanteil des Zements hinzugefügt. Zu einer zweiten
Menge des Basisschlamms wurde kein Entschäumer hinzugefügt. Die Testmengen
des Basisschlamms wurden Verdickungs-Zeittests in Übereinstimmung mit der oben
genannten API Spezifikation 10 unterworfen. Die Resultate dieser Tests werden nachfolgend
dargelegt.
Entschäumer der vorliegenden Erfindung60°C (140°F) BHCT, 35,9 Mpa (5.200 psi), Casing Schedule
5 g, Zeit um 70 BC zu erreichen (hr:mn)Nein6.39Ja5.36
Aus den oben gezeigten Ergebnissen wird ersichtlich, dass die Anwesenheit
von der Entschäumungszusammensetzung, angewendet entsprechend der vorliegenden
Erfindung, nur einen kleinen oder keinen Effekt auf die Zementschlammverdickungszeit
hat.
Daher ist die vorliegende Erfindung wohl geeignet zur Durchführung
der beschriebenen Aufgaben und zum Erreichen der erwähnten Ziele und Vorteile,
wie auch solcher, die damit einhergehen.
Anspruch[de]
Ein Verfahren zur Vermeidung der Schaumbildung in einem Bohrlochbehandlungsfluid
während dessen Herstellung und Pumpen in ein Bohrloch, das ein Kombinieren
einer Entschäumungszusammensetzung mit einem Bohrlochbehandlungsfluid beinhaltet,
und die besagte Entschäumungszusammensetzung Polypropylenglykol, partikuläres
hydrophobes Silika und ein flüssiges Verdünnungsmittel enthält.Ein Verfahren nach Anspruch 1, wobei das besagte Polypropylenglykol
ein Molekulargewicht von 425 bis 4000 hat.Ein Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei das besagte Polypropylenglykol
in der besagten Zusammensetzung in einer Menge von 20 % bis 75 % Massenanteil vorliegt.Ein Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei das besagte hydrophobe
Silika mit Silikonöl behandeltes, ausgefälltes Silika ist und in der besagter
Zusammensetzung in einer Menge von 10 % bis 20 % Massenanteil vorliegt.Ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das besagte
flüssige Verdünnungsmittel aus fettigen sauren Methylestern, Olefine mit
einer oder mehrerer interner Doppelbindungen, Alphaolefine, Polyalphaolefine und
lineare Parafine ausgewählt wird.Ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das besagte
flüssige Verdünnungsmittel in der besagten Zusammensetzung in einer Menge
von 10 % bis 70 % Massenanteil vorliegt.Ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei das besagte
flüssige Verdünnungsmittel ein Olefin enthält, das 11 bis 14 Kohlenstoffatome
und eine oder mehrere interne Doppelbindungen besitzt und in besagter Zusammensetzung
in einer Menge von 10 % bis 70 % davon vorliegt.Ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das besagte
Polypropylenglykol ein Molekulargewicht von etwa 4000 hat und in der besagten Zusammensetzung
in einer Menge von ungefähr 30 % Massenanteil vorliegt, und/oder wobei das
besagte partikuläre hydrophobe Silika mit Silikonöl behandeltes, ausgefälltes
Silika ist und in der besagten Zusammensetzung in einer Menge von ungefähr
16 % Massenanteil vorliegt, und/oder wobei das besagte flüssige Verdünnungsmittel
ein Olefin mit 11 bis 14 Kohlenstoffatomen und einer oder mehrerer interner Doppelbindungen
beinhaltet und in der besagten Zusammensetzung in einer Menge von ungefähr
54 % Massenanteil vorliegt.