Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren für das Übertragen
von Daten in einem Funkkanal von einem Sender zu einem Empfänger, und auf einen
Sender.
BESCHREIBUNG DES STANDS DER TECHNIK
Bei der konventionellen Übertragung digitaler Information wird
das zu übertragende Signal gegen die Wirkung von Rauschen durch die Verwendung
einer gewissen Sorte einer Redundanz geschützt. Die Bedeutung der Kodierung
als ein Weg der Verbesserung der Zuverlässigkeit der Übertragung ist vom
Beginn der digitalen Kommunikationsära an erkannt worden. Am empfangenden Ende
wird die Entscheidung über ein spezielles empfangenes Bit auf der Basis der
Verarbeitung des geschützten oder kodierten Signals gefällt, beispielsweise
durch das Berücksichtigen der wiederholten Abtastungen desselben Stücks
der Information. Wenn man annimmt, dass das Rauschen, das jeden Abtastwert beeinflusst,
unkorreliert ist, dann verstärkt die Gesamtwirkung der hinzugefügten Redundanz
das gewünschte Signal, während sie die Wirkung des Rauschens herausmittelt.
Die Zuverlässigkeit der Entscheidung, die vom Empfänger gefällt wird,
wird stark erhöht, wenn das zu übertragende Signal vorher kodiert wird,
und dies spiegelt sich klar als eine Erhöhung der Leistung der digitalen Verbindung,
beispielsweise in Form einer reduzierten Bitfehlerrate, wieder. Im allgemeinen liefert
eine Kanalkodierung den notwendigen Schutz gegen die verschlechternde Wirkung des
Additiven Gaußschen Weißen Rauschens (Additive White Gaussian Noise, AWGN).
Dies wird durch das Ausnützen einer zeitlichen Diversität ausgeführt,
eines Prinzips, das bei konventionellen Kodierschemata verwendet wird.
Wenn die Wirkungen von Kanälen mit einem (schnellen) Schwund
berücksichtigt werden, muss zusätzliche Sorgfalt angewandt werden, um
die Leistung mit einer solchen eines Kanals, der nur Rauschen aufweist, vergleichbar
zu halten. Tatsächliche neigt der Schwund dazu, benachbarte übertragene
Bits ungefähr im selben Verhältnis zu modifizieren. Daraus folgt, dass
jeder Kodierschutz, der Fehlerkorrekturkodes einschließt, die übertragene
Information nicht schützen kann, wenn aufeinanderfolgende Bits eines Signals
durch eine stark korrelierte Schwundhüllkurve beeinflusst werden. Um irgend
ein konventionelles Kodierschema zu verwenden, muss die zeitliche Struktur der zu
übertragenden Bits geändert werden. Auf diese Weise wird der korrelierte
Schwund nun aufeinander folgende Bits, die nicht aufeinander folgenden Signalbits
entsprechen, beeinflussen. Wenn die zeitliche Struktur in einer vorbestimmten Reihenfolge
geändert wird, können die empfangenen Bits durch eine inverse Operation
leicht wiederhergestellt werden, um einen Bitstrom in derselben Reihenfolge, wie
er ursprünglich gesendet wurde, zu erzeugen. Die Kanalkodierung kann auf die
gewöhnliche Weise erfolgen. Die obigen Operationen im Zeitbereich sind als
(Bit-) Verschränken auf der sendenden Seite und einem Entschränken auf
der empfangenden Seite bekannt. Das Verschränken wird gewöhnlicherweise
ausgeführt, indem die kodierten Bits in eine Matrix zeilenweise eingeschrieben
werden, und indem die zu sendenden Bits spaltenweise ausgelesen werden. Es sollte
angemerkt werden, dass die Operation des Verschränkens-Entschränkens dem
Signal eine inhärente Verzögerung verleiht. Für eine r×q Verschränkungsmatrix
wird das Signal durch eine äquivalente Zeit, die rq Bits entspricht, verzögert.
In sich langsam ändernden Umgebungen wird die Schwundhüllkurve entsprechend
langsam sein und umgekehrt wird die Kohärenzzeit groß sein. Je langsamer
die schnelle Schwundhüllkurve ist, desto mehr aufeinander folgende Bits sind
in den Schwund einbezogen (oder korreliert), und desto größer sollte die
Verschränkungstiefe sein, um einen wirksamen Schutz zu liefern.
In Funkumgebungen, die durch eine niedrige Mobilität gekennzeichnet
sind, beispielsweise Zellen innerhalb von Gebäuden, ist die Kohärenzzeit
des Kanals groß, sie beträgt typischerweise mindestens Hunderte von Millisekunden.
Die Kohärenzzeit spiegelt die Änderungsgeschwindigkeit des Kanals wieder,
und man kann sagen, dass die Kohärenzzeit definiert, wie weit entfernt die
Bits beim Verschränken platziert werden sollten, so dass ihre Kreuzkorrelation
im Fall eines mit Schwund behafteten Kanals klein genug ist. Die Verschränkungstiefen
sind entsprechend lang, und somit könnte die große Verschränkungstiefe,
die erforderlich ist, um einen ausreichenden Schutz zu liefern, zu übermäßig
langen Verzögerungen führen. Viele Anwendungen sind empfindlich gegenüber
Verzögerungen in der Art, dass große Verzögerungen die Qualität
der Übertragung beeinflussen. Dies gilt insbesondere bei Echtzeitanwendungen,
wie Sprache und Videoverkehr, bei denen es sein kann, dass lange Verzögerungen
nicht akzeptabel sind. Zusätzlich können auch Einschränkungen des
Systems die maximale Größe der verwendeten Verschränkungstiefe begrenzen,
insbesondere bei Benutzern mit hoher Bitrate. Tatsächlich können lange
Verzögerungen in Verbindung mit Verkehr mit hoher Bitrate an beiden Enden übermäßig
große Signalpuffermöglichkeiten erforderlich machen. Insgesamt verursacht
in Funkumgebungen mit geringer Mobilität die Verwendung der Verschränkung
in vielen Fällen nicht akzeptabel lange Verarbeitungsverzögerungen.
Das Problem verschärft sich bei höheren Bitraten. Die Wichtigkeit dieses
Problems kann man aus der Tatsache sehen, dass die obigen Szenarien für WCDMA-Systeme
(Breitband-Kodemultiplex), die in Pikozellen/Mikrozellen arbeiten, typisch sind.
Die Hüllkurvenverzögerungskorrelation des Signals, das von
der Mobilstation empfangen wird, kann angenähert werden durch:
&rgr;(&tgr;) = J20(&bgr;&ngr;&tgr;)(1)
wobei &tgr; die interessierende Zeitverzögerung ist, J0 die Sesselfunktion
ist, &ngr; die Geschwindigkeit der Mobilstation ist, und &bgr; = 2&pgr;/&lgr;,
wobei &lgr; die Wellenlänge des Signals ist. Die erste Null (die der minimalen
Verzögerung mit einer Nullkorrelation entspricht) der Sesselfunktion tritt
für ein Argument von ungefähr 2,4 auf. Als ein Beispiel ist die Verzögerungskorrelation
(diese Größe ist mit der Kohärenzzeit des Kanals vergleichbar) für
einen 2 GHz Funkkanal, bei dem eine Mobilstation nahezu stationär ist oder
sich sehr langsam bewegt (v < 1 km/h), größer als ungefähr 200
Millisekunden. Wenn man annimmt, dass eine Verschränkungstiefe derselben Größenordnung
verwendet wird, so müssen für ein Signal mit 2 MBit/s mindestens etwa
400 k Signalbits gepuffert werden. Dies kann leicht über der Verarbeitungskapazität
der Endgerätausrüstung liegen.
Das Verschachteln wird primär verwendet, um die Wirkung des schnellen
Schwunds auf aufeinander folgende Informationsbits zu dekorrelieren. Ein äquivalente
Wirkung kann jedoch erzielt werden, indem diese benachbarten Bits von verschiedenen
Antennen gesendet werden. Die dekorrelierende Wirkung, die mit der zeitlichen Verschränkung
erzielt wird, kann im Prinzip durch die Verwendung einer äquivalenten räumlichen
Verarbeitung oder räumlichen Verschränkung ersetzt oder erweitert werden.
Es sollte angemerkt werden, dass um ein Dualität im räumlichen und zeitlichen
Verhalten zu erhalten, die sendenden Antennen entsprechend unkorrelierte Signale
am empfangenden Ende erzeugen müssen. Dies ist in Pikozellen/Mikrozellen wegen
ihrer typischerweise großen Winkelspreizungen glücklicherweise meisten
der Fall, und auch in Makrozellen, wenn die Antennentrennung passend groß ist
oder eine Polarisationsdiversität angewandt wird. Dasselbe Prinzip, das durch
die Gleichung 1 ausgedrückt ist, kann auf einen räumlichen Bereich ausgedehnt
werden, um den folgenden Raumkorrelationsausdruck zu erhalten:
&rgr;(d) = J20(&bgr;d)(2)
wobei d eine räumliche Trennung darstellt. Wieder führt die Trennung für
die Nullkorrelation zu einer erforderlichen räumlichen Trennung d = 0,38 &lgr;
(&bgr;d = 2,4), wenn man das klassische Dopplerspektrum annimmt. Es ist wichtig
zu betonen, dass äquivalente Dekorrelierungseffekte im Zeitbereich erhalten
werden können, wenn &rgr;(&tgr;) = 0 (Gleichung 1) und im Raumbereich,
wenn &rgr;(d) = 0 (Gleichung 2).
Ein Dokument von Anthony C. K. Soong und Witold A. Krzymien: "Effect
of Antenna Diversity an Performance of Reference Symbol Assisted Interference Cancellation
in CDMA Wireless Systems", 1997 IEEE 6. International Conference an Universal Personal
Communications Record, Band 2, 12. Oktober 1997 – 16. Oktober 1997, Seiten
202–207, San Diego, USA, untersucht die Wirkung einer Antennendiversität
auf die Leistung eines durch ein Referenzsymbol unterstützten mehrstufigen
Interferenz unterdrückenden Empfänger.
Ein Dokument EP 0 722 227
von der Firma NEC offenbart einen konventionellen Sender/Empfänger mit Antennendiversität.
KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
Die vorliegende Erfindung sucht ein verbessertes Verfahren für
das Übertragen von Daten in einen Funkkanal von einem Sender zu einem Empfänger
und einen verbesserten Sender bereit zu stellen. Gemäß einem Aspekt der
vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren für das Übertragen von Daten
in einem Funkkanal von einem Sender zu einem Empfänger, wie es in Anspruch
1 spezifiziert ist, geliefert. Gemäß einem Aspekt der vorliegenden Erfindung
wird ein Sender, wie er in Anspruch 17 spezifiziert ist, geliefert.
Die Idee hinter der hier vorgeschlagenen Erfindung besteht darin,
Ressourcen in zeitlichen und räumlichen Bereichen auszutauschen mit dem Ziel,
die Verarbeitungsverzögerung in akzeptablen Grenzen zu halten. Wenn durch die
Langsamkeit eines gegebenen Funkkanals die Verschränkungsverzögerung,
die erforderlich ist, um ausreichenden Schutz zu geben, zu groß ist, wird der
räumliche Bereich verwendet. Mit anderen Worten, das vorgeschlagene Schema
erzielt eine gegebene Verbindungsqualität oder eine maximale Verbindungsverzögerung
durch das adaptive Kombinieren von räumlichen und zeitlichen Ressourcen. Die
kennzeichnende Eigenschaft des präsentierten Verfahrens ist
die Flexibilität, die durch seine Adaptionsfähigkeit ermöglicht wird.
Ressourcen werden passend ausgewählt, um ein Endziel, wie eine gegebene Verbindungsqualität,
eine spezielle, maximal erlaubte Verarbeitungsverzögerung etc. zu erreichen.
Das Ressourcenauswahlverfahren berücksichtigt auch die verfügbaren Ressourcen
am sendenden Ende als auch die Eigenschaften jedes speziellen Funkkanals.
Tabelle 1
EingabenFunkumgebungsinformationInformation auf AusrüstungsebeneInformation auf NetzebeneInformation auf BenutzerebeneRessourcenTiefe der räumlichen Verschränkg.Tiefe der zeitlichen Verschränkg.Endgültige Aufg.VerbindungsqualitätVerarbeitungsverzögerung
Tabelle 1 zeigt die Faktoren, die bei der Entscheidung über die
zu verwendenden Ressourcen beteiligt sind, nämlich das zeitliche und räumliche
Verschränken. Es wird angenommen, dass die Kodierressourcen eine endliche Anzahl
von Kombinationen einer räumlichen und zeitlichen Verschränkung liefern
können. Die Auswahl einer speziellen ST-Verschränkungskombination (ST,
Space Time, Raum-Zeit) erfolgt durch einen Entscheidungsalgorithmus. Der Algorithmus
versucht, ein vordefiniertes Kriterium (beispielsweise die Verbindungsleistung,
die Verarbeitungsverzögerungen) zu erfüllen, und um dies zu tun, verwertet
er Eingabeinformation. Die Eingabe kann eine Information über die Funkumgebung
(beispielsweise geschätzte Kanalimpulsantwort, Winkel, Frequenz und Verzögerungsverbreiterungen),
Benutzerebeneninformation (beispielsweise Qualitätsanforderungen, Benutzerpriorität,
Verkehrstyp), Netzebeneninformation (beispielsweise Gleichkanalbenutzerinformation)
und Information der Ausrüstungsebene (beispielsweise verfügbare physikalische
Ressourcen, Lastzustand der Leistungsverstärker) einschließen. Zusätzlich
kann auch Rückmeldeinformation von der gewünschten Mobilstation verwendet
werden, um das Kodierschemaentscheidungsverfahren zu steuern.
LISTE DER ZEICHNUNGEN
Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend
nur beispielhaft unter Bezug auf die angefügten Zeichnungen beschrieben.
1A und 1B zeigen ein Beispiel
eines Funksystems;
2 zeigt einen Sender;
3 zeigt einen Empfänger;
4 ist ein Flussdiagramm, das ein Verfahren zum Übertragen
von Daten in einem Funkkanal von einem Sender zu einem Empfänger darstellt.
DIE BESCHREIBUNG DER AUSFÜHRUNGSFORMEN
Nachfolgend werden Ausführungsformen der Erfindung im UMTS-System
(Universal Mobile Telephone System) beschrieben, ohne die Erfindung darauf einzuschränken.
Unter Bezug auf die 1A und
1B wird eine typische Struktur eines Mobiltelefonsystems
beschrieben. 1B umfasst nur die Blöcke, die für
die Beschreibung der Erfindung wesentlich sind, obwohl es für einen Fachmann
klar ist, dass ein übliches Mobiltelefonsystem auch andere Funktionen und Strukturen
umfasst, die hier nicht detaillierter diskutiert werden müssen. Die Hauptteile
des Mobiltelefonsystems sind: ein Kernnetz CN, ein terrestrisches UMTS-Funkzugangsnetz
UTRAN, und eine Benutzereinrichtung UE. Die Schnittstelle zwischen dem CN und dem
UNTRAN wird als Iu-Schnittstelle bezeichnet, und die Schnittstelle zwischen dem
UTRAN und der UE wird als Uu-Schnittstelle bezeichnet.
Das UTRAN besteht aus Funknetzuntersystemen RNS. Die Schnittstelle
zwischen zwei RNS wird als Iur-Schnittstelle bezeichnet. Das RNS besteht aus einer
Funknetzsteuerung RNC und einem oder mehreren Knoten Bs B. Die Schnittstelle zwischen
der RNC und dem Knoten wird als Iub-Schnittstelle bezeichnet. Das Empfangsgebiet
des Knotens B, das ist eine Zelle, ist in 1A mit einem
C bezeichnet.
Da die Darstellung in 1A sehr abstrakt
ist, wird sie in 1B klarer ausgeführt, indem die
Teile des GSM-Systems aufgeführt werden, die den Teilen des UMTS entsprechen.
Es ist klar, dass die präsentierte Abbildung in keinem Fall bindend ist, sondern
eine Annäherung, da die Verantwortlichkeiten und Funktionen der Teile des UMTS
sich in starker Entwicklung befinden.
1B zeigt eine leitungsvermittelte Übertragung
von einem Telefon 136 zu einer Benutzerausrüstung UE. Die Benutzerausrüstung
UE kann beispielsweise ein fest montiertes drahtloses lokales Teilnehmerleitungsendgerät,
ein in einem Fahrzeug montiertes Endgerät oder ein in der Hand haltbares tragbares
Endgerät sein.
Die Infrastruktur des Funknetzes UTRAN besteht aus Funknetzuntersystemen
RNS, das sind Basisstationsuntersysteme. Das Funknetzuntersystem RNS besteht aus
einer Funknetzsteuerung RNC, das ist eine Basisstationssteuerung, und mindestens
einem Knoten B, das ist eine Basisstation, unter der Steuerung der RNC.
Die Basisstation B umfasst einen Multiplexer 114, Sendeempfänger
116 und eine Steuereinheit 118, die den Betrieb der Sendeempfänger
116 und des Multiplexers 114 steuert. Der Multiplexer
114 arrangiert den Verkehr und die Steuerkanäle, die von einer Vielzahl
von Sendeempfängern 116 verwendet werden, zu einer einzigen Übertragungsverbindungs-Iub.
Die Sendeempfänger 116 der Basisstation B haben eine
Verbindung zu einer Antenneneinheit 120, die für das Bereitstellen
einer bidirektionalen (oder manchmal einseitigen) Funkverbindung Uu zu einer Benutzerausrüstung
UE verwendet wird. Die Struktur der Rahmen, die in der Funkverbindung Uu übertragen
werden, ist im Detail bestimmt, und die Verbindung wird als eine Funkschnittstelle
bezeichnet.
Die Basisstationssteuerung RNC umfasst ein Gruppenvermittlungsfeld
110 und eine Steuereinheit 112. Das Gruppenvermittlungsfeld
110 wird für das Vermitteln von Sprache und Daten und für die
Verbindung von Signalisierungsschaltungen verwendet. Die Basisstation B und die
Basisstationssteuerung RNC bilden ein Basisstationsuntersystem, das zusätzlich
einen Transkoder umfasst, der auch als ein Sprach-Kodierer-Dekodierer oder TRAU
(Transkoder- und Ratenadaptionseinheit) 108 bekannt ist.
Die Aufteilung der Funktionen und der physikalischen Strukturen der
Basisstationssteuerung RNC und der Basisstation B können sich in Abhängigkeit
von der tatsächlichen Verwirklichung des Basisstationsuntersystems unterscheiden.
Typischerweise implementiert die Basisstation B die Funkverbindung. Die Basisstationssteuerung
RNC verwaltet typischerweise folgendes: die Funkressourcensteuerung, die Steuerung
einer Übergabe zwischen Zellen, die Leistungssteuerung, die Zeitsteuerung und
Synchronisation und das Rufen der Benutzerausrüstungen.
Der Transkoder 108 ist gewöhnlicherweise so dicht wie
mögliche an einer Mobilvermittlungszentrale 108 angeordnet, da dies
es erlaubt, dass Sprache zwischen dem Transkoder 108 und der Basisstationssteuerung
RNC in Form eines zellularen Funknetzes übertragen werden kann, was Übertragungskapazität
spart.
Der Transkoder 108 wandelt die verschiedenen digitalen Sprachkodierarten,
die zwischen einem öffentlichen Telefonnetz und einem zellularen Funknetz verwendet
werden, um, um sie kompatibel zu machen, beispielsweise aus der Form des festen
Netzes mit 64 kbit/s in eine andere Form (wie 13 kbit/s) des zellularen Funknetzes
und umgekehrt. Natürlich wird die Transkodierung nur für die Sprache ausgeführt.
Die Steuereinheit 112 führt die Rufsteuerung, die Mobilitätsverwaltung,
die Sammlung von statistischen Daten und die Signalisierung aus.
Das Kernnetz CN besteht aus der Infrastruktur, die zum Mobiltelefonsystem
gehört und kein Teil des UTRAN ist. 1B zeigt zwei
Ausrüstungen, die Teil des Kernnetzes CN sind, nämlich eine Mobilvermittlungszentrale
106 und eine Gateway-Mobilvermittlungszentrale 104, die Mobiltelefonsystemschnittstellen
zur äußeren Welt, in diesem Beispiel zum öffentlichen Telefonnetz
134 hin, handhabt.
Die wesentlichen Teile der Benutzerausrüstung UE sind: eine Schnittstelle
zur Antenne der Benutzerausrüstung UE, ein Sendeempfänger,
ein Steuerteil der Benutzerausrüstung UE, eine Schnittstelle zur Batterie,
und eine Benutzerschnittstelle, die eine Anzeige, eine Tastatur, ein Mikrofon und
einen Lautsprecher umfasst.
Das System kann auch eine paketvermittelte Übertragungsausrüstung,
wie GPRS (General Packet Radio Service), verwenden. GPRS (General Packet Radio Service)
ist ein Dienst, bei dem eine Funkschnittstellenkapazität, die bei der Leitungsvermittlung
nicht verwendet wird, für eine Paketübertragung verwendet wird. Da das
GPRS ein auf GSM basierender Dienst ist, werden keine Details des Zusammenspiels
mit dem UMTS angegeben.
Wie 1B zeigt, kann das Vermittlungsfeld
110 eine Vermittlung (als schwarze Punkte dargestellt) zu einem öffentlichen
Telefonnetz (PSTN) 134 durch die Mobildienstvermittlungszentrale
106 und zu einem Paketübertragungsnetz 142 ausführen.
Ein typisches Endgerät 136 im öffentlichen Telefonnetz
124 ist ein normales Telefon oder ein ISDN-Telefon (dienstintegrierendes
digitales Netz).
Die Verbindung zwischen dem Paketübertragungsnetz 142
und dem Vermittlungsfeld 110 wird durch einen Unterstützungsknoten
(SGSN = Serving GPRS Support Node, bedienender GPRS-Unterstützungsknoten)
144 errichtet. Das Ziel des Unterstützungsknotens 140 besteht
darin, Pakete zwischen dem Basisstationssystem und einem Gatewayknoten (CGSN = Gateway
GPRS Support Node, Gateway-GPRS-Unterstützungsknoten) 144 zu übertragen
und eine Aufzeichnung über den Ort des Teilnehmerendgeräts UE in seinem
Gebiet zu führen.
Der Gatewayknoten 144 verbindet das Paketübertragungsnetz
142 und ein öffentliches Paketübertragungsnetz 146.
Ein Internetprotokoll oder ein X.25 Protokoll können an der Schnittstelle verwendet
werden. Durch ein Einkapseln verbirgt der Gatewayknoten 144 die interne
Struktur des Paketübertragungsnetzes 142 vom öffentlichen Paketübertragungsnetz
146, so dass das Paketübertragungsnetz 142 für das öffentliche
Paketübertragungsnetz 146 einem Unternetz ähnelt, wobei das öffentliche.
Paketübertragungsnetz Pakete an das darin platzierte Teilnehmerendgerät
UE adressieren und von diesem Pakete empfangen kann.
Das Paketübertragungsnetz 142 ist typischerweise ein
privates Netz, das ein Internetprotokoll verwendet, das Signalisierungs- und Benutzerdaten
befördert. Die Struktur des Netzes 142 kann betreiberspezifisch in
Bezug auf die Architektur und die Protokolle unterhalb der Ebene des Internetprotokolls
variieren.
Das öffentliche Paketübertragungsnetz 146 kann
beispielsweise ein globales Internet sein, an das ein Endgerät 148,
beispielsweise ein Servercomputer, mit einer Verbindung hierzu, Pakete an das Teilnehmerendgerät
UE zu übertragen wünscht.
2 zeigt die vereinfachte Struktur eines adaptiven Funksenders
250 gemäß der Erfindung. Der Funksender 250 kann im
Knoten B oder der Benutzerausrüstung angeordnet sein. Entsprechend kann der
Funkempfänger 226 in der Benutzerausrüstung oder im Knoten B
angeordnet sein.
Der Zweck besteht darin, ein adaptives Schema zu verwenden, um ein
bestimmtes Qualitätsniveau zu erzielen, durch eine flexible Zuweisung der verfügbaren
Diversitätsressourcen. Die Qualität stellt hier eine Größe der
Übertragungsgüte der Verbindungsleistung und der Verarbeitungsverzögerung,
die erforderlich ist, um diese geforderte Leistung zu erzielen, dar. Die Adaptivität
kann kontinuierlich oder auf Verbindungsbasis ausgeführt werden. Bei ersterer
kann das verwendete Kodierschema auf der Basis eines Zeitschlitzes, einer Impulsfolge
oder eines Pakets geändert werden, und bei letzterer wird das Kodierschema
ausgewählt, wenn eine neue Verbindung zu errichten ist. Die verwendeten zeitlichen
und räumlichen Verschränkungspegel werden an den Empfänger
226 entweder auf Verbindungsbasis oder auf Basis eines Rahmens/Pakets übertragen.
Die Daten 200 der verschiedenen Dienste, die in einem Funkkanal
platziert sind, umfassen beispielsweise Sprache, Daten, Bewegtbilder oder Standbilder,
und die Steuerkanäle des Systems, die im Steuerteil 240 des Funksenders
verarbeitet werden. Der Steuerteil 240 steht in Beziehung zur Steuerung
der Ausrüstung selbst und zur Steuerung der Verbindung. Verschiedene Dienste
erfordern eine unterschiedliche Quellenkodierausrüstung, beispielsweise erfordert
Sprache einen Sprach-Kodierer-Dekodierer. Die Quellenkodierausrüstung ist in
2 jedoch aus Gründen der Klarheit nicht dargestellt.
Die Daten 200 werden in einem Kanalkodierer 202
kanalkodiert. Eine Form der Kanalkodierung besteht aus verschiedenen Blockkodes,
von denen ein Beispiel die zyklische Redundanzprüfung oder CRC ist. Ein anderer
typischer Weg für das Ausführen der Kanalkodierung ist die Faltungskodierung
und ihre unterschiedlichen Variationen, wie eine punktierte Faltungskodierung.
Im WCDMA wird auch eine verkettete Faltungskodierung (Turbokodierung) verwendet.
Wenn die Kanäle kanalkodiert sind, werden die Kanäle in
einem Verschränker 204 verschränkt. Der Verschränker
204 ist im Prinzip ein konventioneller Verschränkungsblock, in welchem
die Verschränkungstiefe aus einer endlichen Anzahl möglicher Werte d1
ausgewählt werden kann. Der Weg, nach dem die Verschränkungstiefe ausgewählt
wird, wird später erläutert. Es genügt zu sagen, dass der Steuerteil
240 den Kodierschemaentscheidungsalgorithmus enthält, der den Betrieb
des Verschränkers 204 und den Betrieb eines Raumdiversitätsblocks
206 steuert.
Der Steuerteil 240 empfängt Information in Bezug auf
die Qualitäts- und Verzögerungsanforderungen der Daten 200 von
einem Block 242. Der Block 242 umfasst Übertragungsverzögerungsmittel
242 für das Detektieren einer Datenübertragungsverzögerungsanforderung,
und Qualitätsmittel 242 für die Detektion einer Funkkanalqualitätsanforderung
gemäß den Anforderungen der zu sendenden Daten. Der Steuerteil
240 kann auch Information auf Netzebene vom Block 242 empfangen.
Auch der detaillierte Betrieb des Raumdiversitätsblocks
206 wird später erläutert, aber im Prinzip ist die Einheit ein
Block, der die räumliche Verschränkung verwirklicht, das ist die Verwendung
von Diversitätsantennen beim Übertragen.
Nach dem adaptiven Kodierverfahren wird das Signal, das jeder ausgewählten
Antenne 214A, 214B, 214C entspricht, durch eine eindeutige
Signatur, wie einen speziellen, sich unterscheidenden Spreizkode, individuell identifiziert.
Jedes Signal 208A, 208B, 208C, das eine unterschiedliche
Signatur aufweist, wird unter Verwendung eines Sendeblocks 212A,
212B, 212C gesendet. Jeder Sendeblock 212A umfasst einen
Modulationsblock 210A für das Übertragen modulierter, verschränkter
und kanalkodierter Daten in einem Funkkanal, und der Modulationsblock
210A ist mit einer Antenne 214A verbunden. Die Anzahl der Sendeblöcke
212A, 212B, 212C ist N.
In dieser Stufe kann jede Steuerinformation, die mit der Antenne
214A, 214B, 214C verknüpft ist, auch an den Datenstrom
angefügt werden. Der Signaturbetrieb und das Hinzufügen von Steuerinformation
werden durch einen Block 238 ausgeführt, der wiederum durch den Steuerteil
240 gesteuert wird.
Im Modulationsblock 210A wird das Signal moduliert, beispielsweise
wird es mit einem Spreizkode gespreizt. Der Modulationsblock 210A kann
Leistungsverstärker und die Bandbreite begrenzende Filter umfassen. Ein analoges
Funksignal wird dann durch die ausgewählten Antennen 214A,
214B, 214C zum Funkpfad 224 übertragen.
Der Funksender 250 umfasst auch einen Funkempfänger
234, der verwendet wird, um die andere Hälfte 230 der bidirektionalen
Funkverbindung zu verwirklichen. Ein interessierendes Merkmal der Erfindung ist
auch die Möglichkeit des Messens von Information von der ankommenden Funkverbindung
mit dem Kanalmessblock 236, der die gemessene Information an den Steuerteil
240 befördert. Der Block 236 umfasst Kohärenzzeitmittel
236 für das Bestimmen einer Funkkanalkohärenzzeit.
Die Funktion eines Raumdiversitätsblocks 206 besteht
darin, dem Kodierschema eine Fähigkeit zur adaptiven räumlichen Verschränkung
zu verleihen. Die adaptive zeitliche Verschränkung wurde vorher im Verschränker
204 ausgeführt, wie das oben diskutiert wurde. Die Ausgabe des zeitlichen
Verschränkers 204 ist ein Datenstrom mit einer gegebenen Verschränkungstiefe,
die vom Kodierschemaentscheidungsalgorithmus 240 gewählt wird. Die
Kernoperation im Raumdiversitätsblock 206 ist das Abbilden des seriellen
Bitdatenstroms in einen parallelen räumlich kodierten Signalvektor, der mit
den Sendeantennen 214A, 214B, 214C verknüpft ist.
Die Bitabbildung kann mittels einer Datenabbildungsmatrix M erfolgen, wobei M eine
quadratische Binärmatrix der Dimension N ist. Wenn man den Datenbitvektor mit
den letzten N Bits vom zeitlichen Verschränker als d = [d1, d2,
..., dN] betrachtet, so ist der Ausgabevektor nach der Abbildungsoperation
s = Md(3)
wobei s ein N×1-Vektor ist, dessen k-tes Element das Bit ist, das in die k-te
Sendeantenne einzugeben ist.
Um zu beobachten, wie das Abbildungsgesetz mit dem Eingangsvektor
d arbeitet, wird als nächstes ein Beispiel gezeigt. Um das i-te Bit auf die
j-te Antenne abzubilden, ist das i-te Element der j-ten Spalte der Matrix M "eins",
und die restlichen Spaltenelemente sind "null". Wenn M = 8, so wird d von den Antennen
1, 2 und 3 gesendet, d2 wird von Antenne 4 gesendet,
d3 wird von Antenne 5 gesendet, und d5 wird von den Antennen
7 und 8 gesendet, so ergibt sich M zu
Man kann leicht sehen, dass s = Md = [b1, b1,
b1, b2, b3, 0, b5, b5]T
ist.
Als einfache Regel kann man sagen, dass die Bitabbildung folgendermaßen
ausgeführt wird: Wenn die j-te Antenne verwendet wird, dann muss die j-te Zeile
von M eine einzelne "Eins" enthalten. Der Platz der "Eins" zeigt das entsprechende
Bit an, das von der j-ten Antenne gesendet wird. Wenn die j-te Zeile ein Vektor
mit lauter Nullen ist, so wird die j-te Antenne nicht verwendet. In einer ähnlichen
Weise zeigen die Spalten von M die zu übertragenden Bits an. Es kann pro Spalte
mehr als eine "Eins" geben. Eine "Eins" in der j-ten Position der j-ten Spalte zeigt
an, dass das Bit b von der j-ten Antenne gesendet wird. Wenn die i-te Zeile ein
Vektor mit lauter Nullen ist, dann wird das i-te Bit aktuell nicht übertragen.
Jede Kombination der verfügbaren Bits in den verfügbaren Antennen kann
durch eine passende Auswahl der Einträge in der Matrix M erzielt werden.
Im Grunde bestimmt der Kodierschemaentscheidungsalgorithmus
240 die Elemente der Matrix M. Um dies zu tun, werden mehrere Eingaben
berücksichtigt, wie das in Tabelle 1 gezeigt ist. In der vorliegenden Erläuterung
werden beide Kanalmessungen als auch die Qualitätsanforderungen hauptsächlich
als relevanteste Eingabe betrachtet, auf deren Basis die Entscheidungen gefällt
werden.
Somit umfasst der Kodierschemaentscheidungsalgorithmus im Steuerteil
240 Verschränkungsauswahlmittel 240 für das Auswählen
der Verschränkungstiefe unter Verwendung der Funkkanalkohärenzzeit und
der Datenübertragungsverzögerung als Entscheidungsparameter. Die Verschränkungsauswahlmittel
240 erhalten eine Eingabe von den Kohärenzzeitmitteln 236
und den Übertragungsverzögerungsmitteln 242, und die Verschränkungsauswahlmittel
240 geben die Verschränkungstiefe als eine Eingabe an den Verschränker
204. Der Kodierschemaentscheidungsalgorithmus 240 umfasst auch
Antennendiversitätsauswahlmittel 240 für das Auswählen von
mindestens einer Sendediversitätsantenne neben der Hauptantenne, wenn die Funkkanalqualitätsanforderung
nicht erfüllt ist, so dass die Funkkanalqualitätsanforderung erfüllt
wird. Die Antennendiversitätsauswahlmittel 240 erhalten die Funkkanalqualitätsanforderung
als eine Eingabe von den Qualitätsmitteln 242, und die Antennendiversitätsauswahlmittel
240 geben die ausgewählten Sendeblöcke 212A,
212B als eine Eingabe an den Raumdiversitätsblock 206.
Die Steuereinheit 240 steuert die Blöcke, die mit ihr
durch eine unterbrochene, mit einem Pfeil versehene Linie verbunden sind. Die Erfindung
wird vorzugsweise durch Software implementiert, aber natürlich ist auch eine
ASIC (anwendungsspezifische integrierte Schaltung) oder eine andere Hardware-Implementierung
möglich. Eine hybride Implementierung, die aus Hardware und Software besteht,
ist möglich. Der Kanalkodierer 202, der Verschränker
204, der Raumdiversitätsblock 206, die Kohärenzzeitmittel
236, die Übertragungsverzögerungsmittel 242, die Verschränkungsauswahlmittel
240, die Qualitätsmittel 242 und die Antennendiversitätsauswahlmittel
240 können somit Softwaremodule sein, die sich im Prozessor des Senders
250 befinden.
Das Verfahren gemäß der Erfindung ist in 4
dargestellt. Die Ausführung des Verfahrens beginnt in Block 400.
Im Block 402 wird eine Funkkanalqualitätsanforderung
gemäß der Benutzer- und Systeminformation festgelegt.
Im Block 404 wird eine Datenübertragungsverzögerungsanforderung
festgelegt.
Im Block 406 wird eine Funkkanalkohärenzzeit bestimmt.
Im Block 408 werden die Daten kanalkodiert.
Im Block 410 wird die Verschränkungstiefe unter Verwendung
der Funkkanalkohärenzzeit und der Datenübertragungsverzögerung als
Entscheidungsparameter ausgewählt.
Im Block 412 werden die kanalkodierten Daten verschränkt.
Im Block 414 wird ein Test ausgeführt: Ist die Funkkanalqualitätsanforderung
erfüllt? Wenn nicht, dann wird im Block 416 mindestens eine Sendediversitätsantenne
neben der Hauptantenne ausgewählt, so dass die Funkkanalqualitätsanforderung
erfüllt werden wird, wonach das Verfahren sich im Block 418 fortsetzt.
Wenn die Funkkanalqualitätsanforderung erfüllt ist, wird die Operation
direkt im Block 418 fortgesetzt, ohne dass dem Signal eine räumliche
Verschränkung hinzugefügt wird.
Im Block 418 werden die modulierten, verschränkten und
kanalkodierten Daten mit den ausgewählten Antennen gesendet. Im Block
420 wird das Verfahren beendet.
Die Strategie, die vom Sender 250 verwendet wird, um die
am besten passende zeitliche und räumliche Verschränkungskombination für
die Abwärtsverbindung 224 auszuwählen, wird als nächstes
als ein Satz von sechs Regeln präsentiert. Es wird angenommen, dass sich der
Sender 250 in der Basisstation und der Empfänger 226 in der
Mobilstation befindet, wobei die Regeln aber auch für das Optimieren der Aufwärtsverbindung
230 angepasst werden können.
1. Die Qualitätsanforderungen für die Datenübertragung werden
von einem Netz auf der Basis des Übertragungsmodus festgelegt. Der Modus könnte
Echtzeitverkehr und Nicht-Echtzeitverkehr mit unterschiedlichen Datenraten sein.
Die Qualitätsanforderungen sind eine Bitfehlerrate oder eine Rahmenfehlerrate
und eine Übertragungsverzögerung Dreq.
2. Im Sender 250 sind vorgegebene Werte (oder Tiefen) der zeitlichen
Verschränkung (beispielsweise 10 ms, 20 ms, 30 ms, ..., 80 ms, ...) und der
räumlichen Verschränkung vorhanden. Die geschätzten Korrelationskoeffizienten
werden auf der Antennentrennung mit einer spezifischen Winkelspreizung basiert.
Wenn die Antennen gleichmäßig getrennt sind, wie in einer linearen Anordnung,
entspricht die Distanz zwischen benachbarten Antennen dem niedrigsten räumlichen
Verschränkungswert in der gegebenen Winkelspreizung, und die Distanz zwischen
den am weitesten entfernten Antennen entspricht dem höchsten räumlichen
Verschränkungswert.
3. Der Sender 250 misst die umgekehrte Verbindung (oder Aufwärtsverbindung)
230 und bestimmt auf der Basis dieser Messungen die Kohärenzzeit des
Kanals, die direkt in Bezug steht zur erforderlichen Verschränkungstiefe. Wahlweise
kann auch die Größe der verfügbaren Mehrwegediversität und der
Korrelation zwischen den Antennenelementen gemessen werden. Die Information der
Aufwärtsverbindung 230 kann normalerweise als eine Näherung der
Information der Abwärtsverbindung verwendet werden. Die Kohärenzzeit Tcoh
ist ungefähr das Inverse der Dopplerverbreiterung. Es gibt mehrere bekannte
Verfahren, die Dopplerverbreiterung zu schätzen, und es wird hier angenommen,
dass ein solches Verfahren verwendet wird, bei dem die Schätzung mit einem
gewissen Genauigkeitsgrad erfolgen kann. Natürlich beeinflusst die Messgenauigkeit
die technische Wirkung der Erfindung. Die Größe der Mehrwegediversität
wird durch das Beobachten der Anzahl der Mehrwegekomponenten, deren Leistung einen
vorgegebenen Pegel Ptr (verglichen mit der stärksten Komponente,
beispielsweise Ptr = –19 dB) übersteigt, und deren Distanzen
voneinander länger als die Korrelationsdistanz sind (ungefähr ein Chip
für eine rechteckige Pulsform) gemessen. Die Leistungen der Mehrwegekomponenten
können verwendet werden, um den möglichen maximalen Mehrwegekombinationsgewinn
Gmmax zu berechnen.
4. Die Kohärenzzeit wird mit der erforderlichen Übertragungsverzögerung
verglichen
4.1 Wenn die Kohärenzzeit Tcoh unendlich ist, kann die Verschränkungstiefe
auf null gesetzt werden, und eine räumliche Verschränkung wird angewandt,
das heißt, es wird mindestens eine Diversitätsantenne verwendet.
4.2 Wenn die Kohärenzzeit Tcoh länger als die geforderte
Übertragungsverzögerung Dreq ist, wird die Größe
der Mehrwegediversität geschätzt. Diese Schätzung der Mehrwegediversität
ist ein optionales Merkmal. Sie optimiert die Verwendung der Funkressourcen, da
die zeitliche und/oder räumliche Verschränkung reduziert werden kann,
wenn eine ausreichende Mehrwegediversität im Empfänger 226 existiert.
4.2.1 Wenn es keine Mehrwegediversität gibt (Gmmax ≤
Gmtr, siehe unten für eine Definition von Gmtr), und
der Kanal einen Schwund aufweist, wird der zeitliche Verschränkungswert so
festgelegt, dass er der geforderten Übertragungsverzögerung entspricht,
so dass die ausgewählte Zeitverschränkungstiefe dI < Dreq.
Der räumliche Verschränkungswert mj wird so gewählt, dass
der effektive Korrelationswert zwischen zwei aufeinander folgenden Symbolen unter
einem vorbestimmten Schwellwert Ctr liegt. Der effektive Korrelationswert
wird aus der Zeitverschränkungstiefe und dem räumlichen Verschränkungswert
berechnet. Der vorbestimmte Schwellwert garantiert einen vorgegebenen
Wert einer Dekorrelation zwischen aufeinander folgenden Symbolen, so dass nach dem
Dekodieren die erforderliche Fehlerleistung in Verbindung mit einer Leistungssteuerung
mit geschlossener Schleife erhalten werden kann.
4.2.2. Wenn der Mehrwegediversitätsgewinn Gmmax ≥ Gmtr
in Verbindung mit der zeitlichen Verschränkungstiefe d1 ≤
Tcoh, werden die Daten mit nur einer Antenne übertragen. Der Schwellwertgewinn
Gmtr wird so voreingestellt, dass in Verbindung mit der zeitlichen Verschränkungstiefe
d1 und der Leistungssteuerung mit geschlossener Schleife, das geforderte
Fehlerverhalten erzielt werden kann.
4.3 Wenn die Kohärenzzeit Tcoh kürzer als die geforderte
Übertragungsverzögerung Dreq ist, wird der zeitliche Verschränkungswert
so eingestellt, dass er der Kohärenzzeit entspricht, das heißt dI
≤ Tcoh. Die Größe der Mehrwegediversität wird geschätzt.
4.3.1 Wenn es keine Mehrwegediversität gibt (Gmmax ≤
Gmtr) werden die Antennen verwendet, um eine künstliche Mehrwegediversität
zu erzeugen, so dass der erzielte Mehrwegekombinationsgewinn Gmach in
Verbindung mit der zeitlichen Verschränkungstiefe dI das geforderte
Fehlerverhalten nach dem Dekodieren mit der Leistungssteuerung mit geschlossener
Schleife garantiert.
4.3.2 Wenn es eine ausreichende Mehrwegediversität gibt (Gnmax
≥ Gmtr), werden die Daten mit nur einer Antenne übertragen.
5. Die kodierte Datensequenz wird mit der ausgewählten zeitlichen Verschränkungstiefe
dI verschränkt, und die Antennenabbildung wird in Abhängigkeit
vom ausgewählten räumlichen Verschränkungswert mj oder
dem Übertragungsdiversitätswert implementiert. Bei der räumlichen
Verschränkung werden aufeinander folgende Bits verschiedenen Antennenelementen
ak zugewiesen. Bei der Übertragungsdiversität wird ein einzelnes
Bit mehreren Antennenelementen ak, ...., ak+n zugeordnet.
Dies erfolgt auf einfache Weise durch das passende Füllen der Abbildungsmatrix
M.
6. Eine Antenne wird identifiziert, entweder indem man einen speziellen Spreizkode
jedem Bit, das von der Antenne übertragen wird, zuweist, oder durch das Einschließen
unterschiedlicher Pilotsymbole zu jedem Bit oder einer Sequenz von Bits, die von
der in Frage kommenden Antenne übertragen werden.
Die Kodeschemaentscheidung, die oben präsentiert ist, wird hauptsächlich
von Messungen der Aufwärtsverbindung angesteuert. Der Zweck besteht darin,
einen gewünschtes Pegel der Verbindungsqualität zu erhalten. Zusätzlich
kann auch andere Benutzer- und Netzinformation in das Entscheidungsverfahren eingebracht
werden. Diese Benutzer- und Netzinformation umfasst: eine Basisstationsinformation,
wie die Verfügbarkeit von Verarbeitungsressourcen, Hardwareeinschränkungen
(beispielsweise eine Leistungsverstärkerbelastung), Hardwarefehlfunktionen
(beispielsweise wird nach einer Fehlfunktion in einem gegebenen Übertragungszweig
die Basisstation das Übertragungsschema neu anordnen, um eine Unterbrechung
des Dienstes zu vermeiden), Parameter, die in Bezug zum Empfänger stehen, wie
ein Antennenkombinationsgewinn des Empfängers, der mehr als eine Antenne verwendet,
Netzinformation, wie die Priorität einiger Benutzer/Dienste, Information in
Bezug auf Interferenzquellen und Gleichkanal-Benutzerinformation, Rückmeldeinformation
von der Mobilstation, wobei beispielsweise eine Kodierentscheidung auch von der
Mobilstation vorgenommen werden kann, oder alternativ eine gemeinsame Entscheidung
von der Basisstation und der Mobilstation gefällt werden kann.
Bisher wurde nur die Seite des Senders 250 präsentiert
und analysiert. Als nächstes wird ein adaptiver Empfänger 226,
der das Signal, das vom adaptiven Sender 250 gesendet wird, handhaben kann,
unter Bezug auf 3 präsentiert. An diesem Punkt
muss betont werden, dass das zu verwendende Kodierschema schließlich von der
sendenden Seite bestimmt wird, wobei das ausgewählte Schema aber der empfangende
Seite leicht mitgeteilt werden können muss. Zugewiesene Steuerkanäle der
Abwärtsverbindung können verwendet werden, um Information über jegliche
Änderung im verwendeten Kodierschema zu übertragen.
Das vorgeschlagene Verfahren kann mit einem allgemeinen M-Antennen-Empfänger
verwendet werden, wobei M ≥ 1 ist. Der Empfänger ist somit entweder
ein Empfänger mit einer Antenne oder ein Empfänger mit mehreren Antennen.
Der Empfänger muss die verwendeten zeitlichen und räumlichen
Verschränkungswerte erfassen, bevor er Datenbits detektieren kann, und er muss
sich selbst konfigurieren. Dies erfolgt durch einen Steuerteil 326, der
die Information von den Steuerkanälen empfängt, oder er findet die Information
unter Verwendung einer Blind-Detektion heraus.
Jede Antenne 302A, 302B, 302C empfängt
Symbole, die von N unterschiedlichen Antennen 214R, 214B,
214C gesendet werden. Wenn spezifische Kodes verwendet werden, um eine
Identifikation zu liefern, werden entsprechende Entspreizungsblöcke verwendet,
um die räumlich verschränkten Bits in die ursprüngliche Reihenfolge
zurück zu führen, um ein Kombinieren mit maximalen Verhältnis zu
erlauben, wenn die Sendediversität verwendet wird. Wenn Pilotsymbole
für die Identifikation verwendet werden, müssen diese Symbole detektiert
werden, bevor die Datenbits gehandhabt werden können. In diesem Fall muss das
empfangene Signal gepuffert werden.
3 stellt einen möglichen Empfänger dar, der
in einem CDMA-Funksystem verwendet wird. Er verwendet M Sendeantennentrennungsblöcke
300A, 300B, 300C, wobei jeder von diesen mit einer Antenne
verbunden ist. Wenn keine Empfängerantennendiversität verwendet wird,
so existiert nur ein Sendeantennentrennungsblock 300A.
Der Funkempfänger ist typischerweise ein Rake-Empfänger.
Das analoge Funksignal wird vom Funkweg durch eine Antenne empfangen. Das empfangende
Signal wird an Funkfrequenzteile 304A, 304B, 304C befördert,
die einen Filter umfassen, der Frequenzen außerhalb des gewünschten Frequenzbandes
blockiert. Ein Signal wird dann auf eine Zwischenfrequenz oder direkt in das Basisband
umgewandelt, und in dieser Form wird das Signal abgetastet und quantisiert. Da das
in Frage stehende Signal ein sich auf mehreren Wegen ausbreitendes Signal ist, so
werden Anstrengungen unternommen, die Signalkomponenten, die sich auf verschiedenen
Mehrwegen ausgebreitet haben, in einem Block, der mehrere Rake-Finger umfasst, zu
kombinieren. In einem gereihten (rowing) Rake-Finger werden die Verzögerungen
für die verschiedenen sich auf Mehrwegen ausgebreiteten Signalkomponenten gesucht.
Nachdem die Verzögerungswerte gefunden wurden, werden verschiedene Rake-Finger
zugewiesen, um jedes sich auf mehreren Wegen ausgebreitetes Signal zu empfangen,
durch das Korrelieren des empfangenen Signals mit dem verwendeten Spreizkode, verzögert
um die gefundene Verzögerung des speziellen Mehrwegs. Die verschiedenen demodulierten
und entspreizten Mehrwege desselben Signals werden dann kombiniert, um ein stärkeres
Signal zu erhalten.
Jeder Sendeantennentrennungsblock 300R, 300B,
300C umfasst N Rake-Empfänger, wobei die Anzahl N der Anzahl der Sendeantennen
214A, 214B, 214C, die vom Sender 250 verwendet
werden, entspricht. Jeder Rake-Empfänger 306A, 308A,
310Rwird an einen Kode einer speziellen Antenne 214A,
214B, 214C angepasst. Somit wird jedes der i-ten Kombinationsnetze
(i = 1, 2, ..., N) 314A, 314B, 314C im Empfangsdiversitätskombinationsblock
312 M Eingaben aufweisen. Die Ausgabe des i-ten Kombinationsnetzes
314A, 314B, 314C stellt das kombinierte Diversitätssignal
M-ter Ordnung der i-ten Sendeantenne dar.
In einem Sendediversitätskombinationsblock 320 wird
die verwendete räumliche Verschränkung entschränkt. Dann wird das
Signal in einer Entschränkungsvorrichtung 322 zeitliche entschränkt.
Danach kann die Kanalkodierung von einem Kanaldekodierer 324 dekodiert
werden, um die ursprünglichen Daten 200 wieder zu gewinnen. Beispielsweise
wird eine Faltungskodierung vorteilhafterweise mit einem Viterbi-Dekodierer dekodiert.
Der Empfänger der Erfindung wird vorzugsweise auch mittels Software implementiert,
aber es ist wie beim Sender auch eine Hardwareimplementierung möglich.
Obwohl die Erfindung oben in Bezug auf ein Beispiel, das in den angefügten
Zeichnungen gezeigt ist, beschrieben ist, ist es offensichtlich, dass die Erfindung
nicht darauf beschränkt ist, sondern sie auf viele Arten innerhalb der erfinderischen
Idee, die in den angefügten Ansprüchen offenbart ist, variieren kann.
Anspruch[de]
Verfahren zum Übertragen von Daten in einem Funkkanal von einem
Sender zu einem Empfänger, wobei das Verfahren umfasst:
Setzen (402, 404) einer Funkkanal-Qualitäts-Anforderung,
welche eine Funkkanal-Fehlerraten-Anforderung und eine Datenübermittlungs-Verzögerungs-Anforderung
umfasst, gemäß Benutzer- und System-Informationen;
Bestimmen (406) einer Funkkanal-Kohärenzzeit durch eine Funkkanal-Messung;
Kanalkodieren (408) der Daten;
Wählen (410) der Verschränkungstiefe unter Verwendung der Funkkanal-Kohärenzzeit
und der Datenübermittlungs-Verzögerungs-Anforderung als Entscheidungsparameter;
Verschränken (412) der kanalcodierten Daten;
Durchführen (414) einer Überprüfung, ob die Funkkanal-Qualitäts-Anforderung
mit der gewählten Verschränkungstiefe erfüllt ist, und wenn nicht,
Wählen (416) von mindestens einer Sende-Diversity-Antenne neben einer
Hauptantenne, wobei die Anzahl der Sende-Diversity-Antennen so gewählt wird,
dass ein effektiver Korrelationswert zwischen zwei aufeinander folgenden Symbolen,
der aus der gewählten Verschränkungstiefe und der Anzahl von gewählten
Sende-Diversity-Antennen berechnet wird, unterhalb eines vorbestimmten Schwellwerts
liegt; Modulieren der verschränkten und kanalcodierten Daten; und
Senden (418) der modulierten, verschränkten und kanalcodierten Daten
mit den gewählten Antennen.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Funkkanal-Fehlerraten-Anforderung
als eine Bitfehlerrate oder eine Rahmenfehlerrate ausgedrückt wird.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Verschränkungstiefe aus vorbestimmten
Werten gewählt wird, und wobei für die Auswahl von Antennen auch abgeschätzte
Korrelationskoeffizienten zwischen den Antennen als Parameter verwendet werden.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Funkkanal-Kohärenzzeit als
die Inverse einer Dopplerverbreiterung angegeben wird.Verfahren nach Anspruch 1, wobei ein Mehrwege-Diversity-Kombinations-Gewinn
des Funkkanals auf Grundlage der Funkkanal-Messung bestimmt wird, und der Mehrwege-Diversity-Kombinations-Gewinn
des Funkkanals auch berücksichtigt wird, wenn die Verschränkungstiefe
und die Sende-Diversity-Antennen ausgewählt werden.Verfahren nach Anspruch 5, wobei, wenn der Mehrwege-Diversity-Kombinations-Gewinn
berechnet wird, die Mehrwegekomponenten, deren Empfangsleistung einen vorbestimmten
Schwellwert überschreitet und deren Entfernungen voneinander größer
als eine Korrelationsentfernung sind, berücksichtigt werden.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Antennen so verwendet werden, dass
aufeinander folgende Symbole unterschiedlichen Antennen zugeordnet werden.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Antennen so verwendet werden, dass
das gleiche Symbol mindestens zwei unterschiedlichen Antennen zugeordnet wird.Verfahren nach Anspruch 1, wobei eine Übertragung mittels jeder
Antenne eine eindeutige Signatur enthält, wie etwa einen Spreizcode oder eine
Pilot-Symbol-Sequenz.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die verwendete Verschränkungstiefe
an den Empfänger zu Beginn einer Funkverbindung auf dem Funkkanal signalisiert
wird.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die verwendete Verschränkungstiefe
an den Empfanger für jeden Rahmen oder jedes Paket des Funkkanals signalisiert
wird.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die verschränkten und kanalcodierten
Daten auf die Antennen mittels einer quadratischen Binärmatrix abgebildet werden.Verfahren nach Anspruch 12, wobei die quadratische Binärmatrix
die Dimension N aufweist, wobei:
– N die Anzahl der Antennen ist;
– jede Reihe der Matrix einer Antenne entspricht;
– jede Spalte der Matrix einem zu sendenden Symbol entspricht;
– der Wert „eins" in einer Matrixposition anzeigt, dass das Spaltensymbol
mittels der Antenne der Reihe gesendet wird;
– der Wert „null" in einer Matrixposition anzeigt, dass das Spaltensymbol
nicht mittels der Antenne der Reihe gesendet wird.Verfahren nach Anspruch 1, wobei, wenn die Funkkanal-Kohärenzzeit
unendlich ist, die Verschränkungstiefe auf Null gesetzt wird und mindestens
eine Diversity-Antenne verwendet wird.Verfahren nach Anspruch 5, wobei, wenn keine Mehrwege-Diversity vorhanden
ist und der Kanal Schwund zeigt, die Verschränkungstiefe so gesetzt wird, dass
sie der Datenübertragungs-Verzögerungs-Anforderung entspricht.Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Benutzer- und Systeminformationen
umfassen:
– Parameter bezüglich des Empfängers, wie etwa der Antennen-Kombinations-Gewinn
des Empfängers unter Verwendung von mehr als einer Antenne; oder
– Parameter bezüglich des Funksystems, wie etwa Prioritäten unter
verschiedenen Benutzern, Prioritäten unter verschiedenen Diensten, Informationen
bezüglich Störquellen; oder
– Parameter bezüglich des Senders, wie Hardware-Einschränkungen,
Verfügbarkeit von Verarbeitungsressourcen, Hardware-Fehlfunktionen.Funksender umfassend:
einen Kanalcodierer (202) zum Kanalkodieren von zu sendenden Daten (200);
einen Verschränker (204), der mit dem Kanalcodierer (202)
verbunden ist, zum Verschränken der kanalcodierten Daten;
einen Raum-Diversity-Block (206), der mit dem Verschränker (204)
verbunden ist;
mindestens zwei Sendeblöcke (212A, 212B, 212C),
die mit dem Raum-Diversity-Block (206) verbunden sind;
wobei jeder der Sendeblöcke (212A, 212B, 212C) einen
Modulationsblock (210A, 210B, 210C) zum Modulieren der
verschränkten und kanalcodierten Daten umfasst, und wobei jeder Sendeblock
zum Übertragen von modulierten, verschränkten und kanalcodierten Daten
in einem Funkkanal angepasst ist; und eine Antenne (214A), die mit jedem
Modulationsblock (210A, 210B, 210C) verbunden ist; und
einen Block (242) zum Erfassen einer Funkkanal-Qualitäts-Anforderung,
die eine Funkkanal-Fehlerraten-Anforderung und eine Datenübermittlungs-Verzögerungs-Anforderung
umfasst, gemäß Benutzer- und Systeminformationen; dadurch gekennzeichnet,
dass der Funksender weiter umfasst:
Kohärenzzeit-Mittel (236) zum Bestimmen einer Funkkanal-Kohärenzzeit;
Verschränkungs-Auswahl-Mittel (240) zum Wählen einer Verschränkungstiefe
unter Verwendung der Funkkanal-Kohärenzzeit und der Datenübermittlungs-Verzögerungs-Anforderung
als Entscheidungsparameter, wobei das Verschränkungs-Auswahl-Mittel (250)
weiter zum Erhalten von Eingaben von dem Kohärenzzeit-Mittel (236)
und dem Block (242) angepasst ist, und zum Ausgeben einer Verschränkungstiefe
als eine Eingabe an den Verschränker (204); und
Antennen-Diversity-Auswahlmittel (240) zum Wählen mindestens einer
Sende-Diversity-Antenne neben der Hauptantenne, wenn die Funkkanal-Qualitäts-Anforderung
mit der gewählten Verschränkungstiefe nicht erfüllt wird, wobei das
Antennen-Diversity-Auswahlmittel (240) angepasst ist, die Anzahl der Sende-Diversity-Antennen
so zu wählen, dass ein effektiver Korrelationswert zwischen zwei aufeinander
folgenden Symbolen, der aus der gewählten Verschränkungstiefe und der
Anzahl von gewählten Sende-Diversity-Antennen berechnet wird, unter einem vorbestimmten
Schwellwert liegt, wobei das Antennen-Diversity-Auswahl-Mittel (240) weiter
angepasst ist, die Funkkanal-Fehlerraten-Anforderung als eine Eingabe von dem Block
(242) zu erhalten, und die gewählten Antennen und ihre Sendeblöcke
(212A, 212B, 212C) als eine Eingabe für den Raum-Diversity-Block
(206) auszugeben.Funksender nach Anspruch 17, wobei der Block (242) weiter angepasst
ist, die Funkkanal-Fehlerraten-Anforderung als eine Bitfehlerrate oder eine Rahmenfehlerrate
auszudrücken.Funksender nach Anspruch 17, wobei das Verschränkungs-Auswahl-Mittel
(240) weiter angepasst ist, die Verschränkungstiefe aus vorbestimmten
Werten zu wählen, die in dem Verschränkungsauswahl-Mittel (240)
festgelegt sind, und das Antennen-Diversity-Auswahl-Mittel (240) weiter
angepasst ist, die Antennen (214A, 214B, 214C) auszuwählen,
wobei als zusätzliche Parameter abgeschätzte Korrelationskoeffizienten
zwischen den Antennen (214A, 214B, 214C) verwendet werden,
die in dem Antennen-Diversity-Auswahl-Mittel (240) festgelegt sind.Funksender nach Anspruch 17, wobei das Kohärenzzeit-Mittel (236)
weiter angepasst ist, die Funkkanal-Kohärenzzeit als die Inverse einer Dopplerverbreiterung
anzugeben.Funksender nach Anspruch 17, wobei der Sender weiter einen Kanalmessblock
(236) umfasst, der einen Mehrwege-Diversity-Kombinations-Gewinn des Funkkanals
bestimmt, und wobei das Verschränkungs-Auswahl-Mittel (240) weiter
angepasst ist, den gemessenen Mehrwege-Diversity-Kombinations-Gewinn des Funkkanals
zu berücksichtigen, wenn die Verschränkungstiefe gewählt wird, und
wobei das Antennen-Diversity-Auswahl-Mittel (240) weiter angepasst ist,
den gemessenen Mehrwege-Diversity-Kombinations-Gewinn des Funkkanals zu berücksichtigen,
wenn die Sende-Diversity-Antennen gewählt werden.Funksender nach Anspruch 21, wobei der Kanalmessblock (236)
beim Berechnen eines Mehrwege-Diversity-Kombinations-Gewinns weiter angepasst ist,
Mehrwege-Komponenten zu berücksichtigen, deren Empfangsleistung einen vorbestimmten
Schwellwert überschreitet und deren Abstände voneinander größer
sind als ein Korrelationsabstand.Funksender nach Anspruch 17, wobei das Antennen-Diversity-Auswahl-Mittel
(240) weiter angepasst ist, die Antennen (214A, 214B,
214C) so zu verwenden, dass aufeinander folgende Symbole verschiedenen
Antennen (214A, 214B, 214C) zugewiesen werden.Funksender nach Anspruch 17, wobei das Antennen-Diversity-Auswahl-Mittel
(240) weiter angepasst ist, die Antennen (214A, 214B,
214C) so zu verwenden, dass dasselbe Symbol mindestens zwei verschiedenen
Antennen (214A, 214B, 214C) zugewiesen wird.Funksender nach Anspruch 17, wobei der Sender weiter Mittel (238)
umfasst, um zu der Übertragung mittels jeder Antenne (214A,
214B, 214C) eine eindeutige Signatur hinzuzufügen, wie etwa
einen Spreizcode oder eine Pilot-Symbol-Sequenz.Funksender nach Anspruch 17, wobei der Sender weiter Mittel (238)
zum Signalisieren der verwendeten Verschränkungstiefe an einen Empfänger
zu Beginn einer Funkverbindung auf dem Funkkanal umfasst.Funksender nach Anspruch 17, wobei der Sender weiter Mittel (238)
zum Signalisieren der verwendeten Verschränkungstiefe an einen Empfänger
für jeden Rahmen oder jedes Paket des Funkkanals umfasst.Funksender nach Anspruch 17, wobei der Raum-Diversity-Block (206)
weiter angepasst ist, die verschränkten und kanalcodierten Daten auf die Antennen
(214A, 214B, 214C) mittels einer quadratischen Binärmatrix
abzubilden, die sich in dem Raum-Diversity-Block (206) befindet.Funksender nach Anspruch 28, wobei der Raum-Diversity-Block (206)
weiter angepasst ist, die quadratische Binärmatrix der Dimension N zu verwenden,
wobei:
– N die Anzahl der Antennen (214A, 214B, 214C)
ist;
– jede Reihe der Matrix einer Antenne entspricht;
– jede Spalte der Matrix einem zu sendenden Symbol entspricht;
– der Wert „eins" in einer Matrixposition anzeigt, dass das Spaltensymbol
mittels der Antenne der Reihe gesendet wird;
– der Wert „null" in einer Matrixposition anzeigt, dass das Spaltensymbol
nicht mittels der Antenne der Reihe gesendet wird.Funksender nach Anspruch 17, wobei, wenn die Funkkanal-Kohärenzzeit
in dem Kohärenzzeitmittel (236) unendlich ist, das Verschränkungs-Auswahl-Mittel
(240) weiter angepasst ist, die Verschränkungstiefe auf null zu setzen,
und das Antennen-Diversity-Auswahlmittel (240) weiter angepasst ist, mindestens
eine Diversity-Antenne (214A, 214B, 214C) zu verwenden.Funksender nach Anspruch 21, wobei, wenn keine Mehrwege-Diversity vorliegt
und der Kanal Schwund zeigt, das Verschränkungs-Auswahl-Mittel (240)
weiter angepasst ist, die Verschränkungstiefe so zu setzen, dass sie der Datenübermittlungs-Verzögerungs-Anforderung
entspricht.Funksender nach Anspruch 17, wobei das Qualitätsmittel (242)
weiter angepasst ist, als die Benutzer- und Systeminformation zu verwenden:
– Parameter bezüglich des Empfängers, wie etwa den Antennen-Kombinations-Gewinn
des Empfängers bei Verwendung von mehr als einer Antenne; oder
– Parameter bezüglich des Funksystems, wie etwa Prioritäten unter
verschiedenen Benutzern, Prioritäten unter verschiedenen Diensten, Informationen
bezüglich Störquellen; oder
– Parameter bezüglich des Senders, wie etwa Hardware-Beschränkungen,
Verfügbarkeit von Verarbeitungs-Ressourcen, Hardware-Fehlfunktionen.