Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Leitweglenkung
in einem privaten Netz, in dem mindestens einige Leitwege eine Komprimierung einsetzen.
Die Erfindung bezieht sich auf private Telekommunikationsnetze. Solche
Netze werden gebildet aus Verbindungsknoten, die untereinander durch Bögen
oder Leitwege verbunden sind, die die Nachrichten und/oder die Signalisierung weiterleiten.
Sie gilt sowohl für private Netze, die aus dedizierten Verbindungen bestehen
(physische private Netze) als auch für virtuelle private Netze oder für
gemischte Netze, die diese beiden Lösungen mischen. Im nachfolgenden Teil der
Beschreibung wird die Erfindung unter Bezugnahme auf ein Beispiel für ein privates
Netz mit Signalisierung beschrieben, aber sie gilt ganz allgemein für andere
private Netze.
Bekanntermaßen erfolgt in solchen Netzen auf manchen Leitwegen
eine Komprimierung der übertragenen Signale. Dieses kann insbesondere auf den
Leitwegen der Fall sein, die nur einen einzigen Kanal aufweisen, um die Weiterleitung
einer gößeren Anzahl von Nachrichten zu ermöglichen. Eine solche
Komprimierung kann den Nachteil aufweisen, dass Qualitätsverluste induziert
werden, und gegebenenfalls die Durchgangszeit auf Grund der für die Komprimierung
und Dekomprimierung erforderlichen Zeit erhöht wird. Eine große Zahl von
Komprimierungen und Dekomprimierungen kann auch Echos und Dämpfungen in der
Übermittlung bewirken.
Einige Verfahren zur Leitweglenkung ignorieren die Zahl der Komprimierungen
und Dekomprimierungen und akzeptieren die Beeinträchtigung der Qualität
der Verbindungen in den Fällen, wo die Anzahl hoch ist. Diese Lösung führt
dazu, dass in einigen Instanzen ein Dienst geliefert wird, der eine herabgesetzte
Qualität aufweist. Andere Verfahren zur Leitweglenkung verwenden eine statische
Leitweglenkungstabelle, bei der die Anzahl der Komprimierungen und Dekomprimierungen
begrenzt ist. Diese Lösung ist begrenzt und gestattet keine vollständige
Ausnutzung des privaten Netzes. Eine letzte Lösung besteht darin, per Konfiguration
die Anzahl der Durchgangsknoten und somit die mögliche Anzahl an Komprimierungen
und Dekomprimierungen zu begrenzen; diese Lösung ist nicht in allen privaten
Netzen anwendbar und schränkt deren mögliche Konfigurationen ein.
Dokument XP000210435 (IBM TECHNICAL DISCLOSURE BULLETIN) vom 1. August
1991 beschreibt ein Verfahren, das darin besteht, einen Graphen zu konstruieren,
der gewichtet wird durch die Kosten für Komprimierung, Dekomprimierung und
Übertragung.
Der am wenigsten kostspielige Weg wird durch einen herkömmlichen
Algorithmus, wie z.B. den Dijkstra-Algorithmus ermittelt.
Bei den privaten Netzen stellt sich auch das Problem des Überlaufs;
d.h. das Problem einer Verbindungsanforderung, der vom Netz nicht entsprochen werden
kann, da die Kapazitäten gesättigt sind. Das kann passieren, sobald die
privaten Leitwege des privaten Netzes eine feste Kapazität aufweisen, die nicht
dynamisch zugewiesen wird und unter dem maximal möglichen Verkehrsvolumen liegt.
Es ist bekannt, die entsprechende Verbindung dadurch zu gewährleisten, dass
man das öffentliche Netz oder ein anderes externes Netz benutzt. Mit anderen
Worten: falls ein Teilnehmer eines ersten Knotens des privaten Netzes versucht einen
Teilnehmer eines zweiten Knotens zu erreichen und wenn mindestens ein Leitweg des
privaten Netzes gesättigt ist, so dass die Verbindung nicht gewährleistet
werden kann, erfolgt die Verbindung direkt vom ersten Knoten zum zweiten Knoten
über ein externes Netz – typischerweise das öffentliche Netz.
Diese Lösung wirft folgende Probleme auf. Zum einen ist der Rückgriff
auf das öffentliche Netz mit Kosten verbunden; zum anderen ist es nicht sicher,
dass ein Bündel für den Zugang zu dem öffentlichen Netz für
alle Knoten vorhanden ist. Außerdem ist diese Lösung wirtschaftlich nicht
sehr rentabel und nutzt die Kapazitäten des privaten Netzes nicht vollständig
aus.
Die Erfindung bietet eine Lösung für diese Probleme an;
sie ermöglicht es, den Überlauf des privaten Netzes zu managen, wobei
die Kosten für den Zugang zum öffentlichen Netz minimiert und die Nutzung
der Kapazitäten des privaten Netzes maximiert wird. Sie gilt nicht nur für
Überlaufvorgänge hin zum öffentlichen Netz, sondern ganz allgemein
für Überlaufvorgänge in Richtung aller Arten von Netzen, die zum
privaten Netz extern sind: geschaltetes öffentliches Netz, öffentliches
erd- oder satellitengestütztes Mobilfunknetz, anderes privates Netz, usw.
Der Dijkstra-Algorithmus wird in Algorithmuswerken beschrieben und
ist bekannt dafür, in einem Graphen einen kürzesten Weg zwischen zwei
Knoten zu finden. Man kann insbesondere nachschlagen in (erforderlichenfalls Referenz
einfügen). Dieser Algorithmus ist folgender: man betrachtet einen Graphen G
mit N Knoten, der bewertet wird, das heißt, von dem jeder zwischen zwei Knoten
i und j existierende Weg mit einer Bewertung oder einem Gewicht 1(i, j) versehen
wird. Als s betrachtet man einen Ausgangsknoten des Graphen G, mit d einen Ankunftsknoten,
und man sucht einen Weg, der &pgr;(s, d), die Entfernung von s zu d minimiert,
das heißt die Summe der Bewertungen der Bögen, die s mit d verbinden.
Als S schreibt man den Teilgraphen von G, der gebildet wird aus den
Knoten x, für die man den minimalen Weg hin zu s kennt und
S
als sein Komplement. Außerdem schreibt man die Gesamtheit der Nachbarknoten
eines bestimmten Knotens i als &Ggr;i.
Zu Beginn enthält der Teilgraph S nur den Knoten s, und
S
enthält sämtliche anderen Knoten, denen folgende Anfangswerte zugewiesen
sind:
&pgr;(s, i) = 1(s, i) für i ∁ &Ggr;s, wobei der Elternknoten
s ist;
&pgr;(s, d) = ∞, für die anderen Knoten, die keinen Elternknoten haben.
Eine Iteration des Algorithmus findet folgendermaßen statt.
Falls
S
leer ist oder er nur Knoten i mit &pgr;(s, i) = ∞ enthält, hat man
beendet.
Anderenfalls betrachtet man den Knoten n aus
S
, der dem Ausgangsknoten am nächsten ist, d.h. der Knoten, der &pgr;(s, i),
i ∊
S
minimiert; man nimmt diesen Knoten und man nimmt ihn aus
S
heraus, um ihn in s einzusetzen.
Anschließend betrachtet man die Nachbarn dieses Knotens n und
man berechnet
&pgr;(s, n) + 1(&pgr;, j), j ∊ &Ggr;n und j ∊
S;
Wenn diese Menge kleiner ist als &pgr;(s, j) aktualisiert man &pgr;(s,
j) und man aktualisiert auch den Knoten &phgr;(j), der Eltern von j ist, der zu
n wird.
Man nimmt diese Operation für alle Knoten von &Ggr;n
vor, dann ordnet man
S
um.
Auf diese Art und Weise fügt man allmählich sämtliche
Knoten des Graphen zu
S
hinzu, indem man mit zunehmender Länge der Wege vorgeht.
Wenn man einen Weg zu einem bestimmten Knoten d sucht, kann der Algorithmus
vor dem Ende unterbrochen werden, sobald der Zielknoten in dem Teilgraphen S hinzugefügt
wurde.
Der Algorithmus wird folgendermaßen durch die Umkehrung bewiesen.
Man betrachtet n als den
S
am nächsten kommenden Knoten, der zu S hinzugefügt werden soll. Wenn
es einen am nächsten gelegenen Weg gibt, geht dieser Weg von s aus und gelangt
zu n, und weist einen ersten Knoten in
S
auf, der als m geschrieben wird. Man hat dann
&pgr;(s, m) + &pgr;(m, n) < &pgr;(s, n
) und da &pgr;(m, n) positiv oder null ist,
&pgr;(s, m) < &pgr;(s, n)
was der Hypothese widerspricht. Es ist außerdem klar, dass &pgr;(s, m) in
einer vorhergehenden Iteration berechnet wurde, bei der Hinzufügung des Elternteils
von m in S.
Die Erfindung schlägt eine Lösung für das Leitweglenkungsproblem
in den privaten Netzen vor, die auf einigen Leitwegen eine Komprimierung der Signale
einsetzen, die die Qualität der Verbindungen erhält, und gleichzeitig
eine gute Nutzung der Kapazitäten des Netzes gewährleistet. Außerdem
gestattet sie es, andere Bedingungen zu erfüllen, und zum Beispiel den Überlauf
hin zu anderen Netzen zu managen.
Es ist klar, dass dieses Problem ein wichtiges technisches Problem
ist, und dass das Verfahren, auf das Anspruch erhoben wird, unter
diesem Gesichtspunkt eine technische Lösung zu einem technischen Problem darstellt
– selbst wenn es einen Algorithmus verwendet.
Genauer gesagt schlägt die Erfindung ein Verfahren zur Leitweglenkung
zwischen einem Quellknoten und einem Zielknoten in einem privaten Netz vor, das
Knoten aufweist, die durch Leitwege verbunden sind, wobei jeder Leitweg von der
Art ohne Komprimierung oder von der Art mit Komprimierung sein kann,
wobei eine Komprimierung auf mindestens einem dieser Leitwege eingesetzt wird, aber
die Gesamtzahl der für die Weiterleitung einer Nachricht durchgeführten
Komprimierungen und Dekomprimierungen eine festgesetzte Höchstgrenze nicht
überschreiten darf; dieses Verfahren beinhaltet mindestens einen Schritt, der
darin besteht, die Ergebnisse zu speichern, die man für einen bestimmten Wert
der Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen gewonnen hat, um sie für
die späteren Berechnungen zu nutzen;
dadurch gekennzeichnet, dass es folgendes enthält:
– einen Schritt Suche nach einem kürzesten Weg zwischen einem Quellknoten
und einem Zielknoten bei einer bestimmten Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen;
– dann mindestens einen weiteren Schritt Suche nach einem kürzesten
Weg zwischen diesem Quellknoten und diesem Zielknoten, wobei man den Wert der Anzahl
an Komprimierungen und Dekomprimierungen zunehmen lässt, wobei dieser kleiner
oder gleich der festgesetzten Höchstgrenze bleibt;
– dann einen Schritt Ermittlung des kürzesten Weges unter den zuvor
gefundenen kürzesten Wegen.
Bei einer Ausführungsart der Erfindung schließt das Verfahren
die Wahl einer Kostenfunktion ein, und die Leitweglenkungsberechnung beinhaltet
die Minimierung der Kostenfunktion.
Vorteilhafterweise enthält ein Leitweglenkungsberechnungsschritt
für eine bestimmte Anzahl von Komprimierungen in einem Knoten (n), wo die Anzahl
Komprimierungen ab dem Quellknoten gleich der bestimmten Anzahl ist, die Suche nach
den benachbarten Leitwegen, auf denen eine Komprimierung eingesetzt wird, und die
Speicherung für einen späteren Berechnungsschritt.
Ein Schritt Leitweglenkungsberechnung für eine bestimmte Anzahl
von Komprimierungen kann durch Anwendung des Dijkstra-Algorithmus erfolgen, wobei
die Anzahl der Komprimierungen beim Hinzufügen eines Knotens zur Leitweglenkung
überprüft wird.
Bei einer anderen Ausführungsart der Erfindung beinhaltet das
Netz außerdem Überlaufbögen hin zu einem externen Netz, und das Verfahren
enthält mindestens zwei Schritte Leitweglenkungsberechnung für eine bestimmte
Anzahl Überlaufvorgänge und für eine bestimmte Anzahl Komprimierungen,
einen Schritt Leitweglenkungsberechnung für eine Anzahl Überlaufvorgänge
und eine bestimmte Anzahl Komprimierungen, die Informationen verwenden, die gewonnen
werden bei einem Schritt zur Leitweglenkungsberechnung für eine Überlaufzahl
kleiner als diese bestimmte Überlaufzahl.
In diesem Fall enthält das Verfahren vorzugsweise die Wahl einer
Kostenfunktion, die repräsentativ ist für die Kosten des Überlaufs,
und die Leitweglenkungsberechnung beinhaltet die Minimierung der Kostenfunktion.
Vorzugsweise erfolgen die Rechenschritte für eine bestimmte Überlaufzahl,
indem man die Anzahl der Komprimierungen verändert, dann indem man die Anzahl
der Überlaufvorgänge verändert.
Weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung treten beim Lesen der
nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsarten der Erfindung zutage, die beispielhaft
und unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erfolgt, wobei diese folgendes
zeigen:
1 eine schematische Darstellung der Ausführung
des Verfahrens aus der Erfindung in einem privaten Netz mit sechs Knoten;
2 eine schematische Darstellung der Ausführung
der Erfindung in einem anderen privaten Netz;
3 eine schematische Darstellung der Ausführung
der Erfindung in noch einem weiteren privaten Netz.
Die Erfindung schlägt vor, in einem privaten Netz eine Leitweglenkung
durch Suchen des kürzesten Weges zwischen einem Quellknoten und einem Zielknoten
für einen bestimmten Wert der Anzahl der Komprimierungen und Dekomprimierungen
zu berechnen, dann indem man den Wert der Anzahl an Komprimierungen
und Dekomprimierungen erhöht. Zwecks Begrenzung der Anzahl der Rechenvorgänge
schlägt die Erfindung außerdem vor, die für einen bestimmten Wert
der Anzahl der Komprimierungen und Dekomprimierungen gewonnenen Ergebnisse zu speichern,
um sie für spätere Berechnungen zu nutzen.
Im Folgenden werden wir die Erfindung anhand eines Beispiels eines
privaten Netzes beschreiben, das verschiedene Arten von Bögen oder Leitwegen
enthält, nämlich Leitwege mit und ohne Komprimierung; das Netz erlaubt
außerdem die Weiterleitung von Sprach- oder Datenkommunikation. Bei dem Beispiel
betrachtet man die folgenden Regeln für die Weiterleitung durch das Netz:
– indem man von einem Knoten zum nächsten vorgeht, versucht man
falls möglich in der gleichen Verbindungsqualität – komprimiert
oder nicht – zu bleiben, so dass die Komprimierungs- und Dekomprimierungsfreiheiten
für die spätere Weiterleitung der Nachricht nicht verringert werden;
– wenn Komprimierung erforderlich ist, um von einem Knoten zu seinem
Nachbarn zu gelangen, dann darf die Gesamtzahl der Komprimierungen und Dekomprimierungen,
die für die Weiterleitung der Nachricht durchgeführt werden, nicht die
gewählte Höchstgrenze überschreiten; diese Grenze kann außerdem
gegebenenfalls von der Art der durchlaufenden Nachricht abhängen; diese Grenze
wird vorteilhaft so ermittelt, dass sie eine Hörqualität beim Eintreffen
ermöglicht.
– falls eine Nachricht in komprimierter Form auf einem Knoten eintrifft
und falls der folgende Leitweg es erlaubt, führt man fort, ohne die Nachricht
zu dekomprimieren; ansonsten kann man die Nachricht dekomprimieren.
1 zeigt eine schematische Darstellung der Ausführung
des Verfahrens der Erfindung in einem privaten Netz mit sechs Knoten. Das Netz aus
der 1 enthält sechs Knoten, die von 1 bis 6 nummeriert
sind, und die folgenden Leitwege oder Bögen:
– Leitwege ohne Komprimierung zwischen den Knoten 1 und 3, 3 und 2, 2
und 4, 4 und 5, 5 und 6, die auf der Figur mit „q" gekennzeichnet sind;
– Leitwege mit Komprimierung zwischen den Knoten 1 und 2, und 2 und 6,
die auf der Figur mit „qc" gekennzeichnet sind.
Bei dem Beispiel, das in 1 als Referenz
angegeben wird, sucht man eine Leitweglenkung zwischen dem Quellknoten 1 und dem
Zielknoten 6, mit einer maximalen Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen
NVcompMax von 2. Intuitiv ist die Lösung eine Leitweglenkung via Knoten 2,
mit einer einzigen Komprimierung und einer Dekomprimierung am Knoten 6; wie weiter
oben erläutert dekomprimiert man nicht beim Durchgang durch den Knoten 2.
Die Erfindung schlägt vor, zur Gewinnung der Lösung den
Dijkstra-Algorithmus für eine Berechnung des kürzesten Wegs anzuwenden,
mit Abänderungen, die es gestatten, die Bedingungen hinsichtlich der Anzahl
der Komprimierungen und Dekomprimierungen zu erfüllen. Sie schlägt vor,
den Algorithmus anzuwenden, um nach und nach kürzeste Wege für bestimmte
Anzahlen von Komprimierungen und Dekomprimierungen zu suchen. Bei dem Beispiel aus
1 beginnt man damit, die kürzesten Wege zu suchen,
die keine Komprimierung aufweisen, wie symbolisch unten in 1
durch die Ebene P(0) dargestellt; anschließend sucht man die kürzesten
Wege, die eine Komprimierung aufweisen, in der Ebene P(1), dann die kürzesten
Wege, die zwei Komprimierungen und Dekomprimierungen aufweisen, in der Ebene P(2).
Im Folgenden schreiben wir die Entfernung zwischen dem Knoten s und dem Knoten n
bei einer Leitweglenkung, die höchstens v Komprimierungen und Dekomprimierungen
aufweist, als &pgr;v(s, n).
Bei der Anwendung auf den Fall der 1
wird das Verfahren folgendermaßen angewandt. Auf der Ebene P(0) betrachtet
man die Leitweglenkungen, die weder Komprimierung noch Dekomprimierung aufweisen,
und man berechnet so:
&pgr;0(1, 3) = 1
&pgr;0(1, 2) = 2
&pgr;0(1, 4) = 3
&pgr;0(1, 5) = 4
&pgr;0(1, 6) = 5,
wobei die kürzesten Wege in 1 fett dargestellt
sind.
Auf der Ebene P(1) betrachtet man die Leitweglenkungen, die eine Komprimierung
aufweisen und man berechnet so:
&pgr;1(1, 2) = 1, wobei man über den Leitweg zwischen 1 und 2
geht,
&pgr;1(1, 6) = 2, wobei man über den Leitweg zwischen 1 und 2,
dann über den Leitweg zwischen 2 und 6 geht, ohne an Knoten 2 zu dekomprimieren.
Auf der Ebene P(2) betrachtet man die Leitweglenkungen die zwei Komprimierungen
oder Dekomprimierungen aufweisen, und man berechnet so:
&pgr;2(1, 4) = 2, wobei man den Leitweg zwischen 1 und 2 passiert,
mit einer Komprimierung und einer Dekomprimierung;
&pgr;2(1, 5) = 3, wobei man den Leitweg zwischen 1 und 2 passiert,
dann den Leitweg zwischen 2 und 6, ohne an Knoten 2 zu dekomprimieren, aber mit
Dekomprimierung an Knoten 6.
Vorteilhafterweise schlägt die Erfindung vor, bei einem Schritt
der Berechnung den kürzesten Weg zu verwenden, der für einen Knoten bei
dem vorhergehenden Berechnungsschritt verwendet wurde. So kann man immer noch unter
Bezugnahme auf die 1 bei der Berechnung in der Ebene
P(1) folgendes nutzen:
– die Tatsache, dass der Leitweg zwischen dem Knoten 1 und dem Knoten
2 eine Komprimierung impliziert, und
– die Tatsache, dass &pgr;0(1, 2) = 2, und dass der Leitweg
zwischen dem Knoten 2 und dem Knoten 6 eine Komprimierung impliziert,
wobei diese beiden Tatsachen bei der Berechnung des kürzesten Wegs in der Ebene
P(0) ermittelt werden. Mit anderen Worten ist es so, dass wenn man auf der Ebene
P(0) auf einem Knoten n zu einem Leitweg gelangt, auf dem eine Komprimierung möglich
ist, man die Entfernung zwischen dem Quellknoten und dem Knoten n, die man in der
Berechnung auf der höheren Ebene verwenden wird, schreibt als &pgr;0(s,
n). Dieses wird in 1 durch gestrichelte Linien zwischen
den Ebenen P(0) und P(1) dargestellt.
So kann man in Ebene P(1) direkt &pgr;1(1, 2) und &pgr;1(1,
6) berechnen.
Ebenso zeigen die gestrichelten Linien zwischen den Ebenen P(1) und
P(2) an, dass man die Ergebnisse, die bei den Berechnungen in der Ebene P(1) erzielt
wurden, auf der Ebene P(2) verwenden kann.
Auf jeder Ebene kann man für die Berechnungen den Dijkstra-Algorithmus
verwenden, oder einen analogen Algorithmus für die Berechnung des kürzesten
Wegs. In diesem Fall kann man bei einer Iteration des Dijkstra-Algorithmus wenn
man die Nachbarknoten testet, überprüfen, ob man die Höchstzahl an
Komprimierungen beachtet. Falls dieses der Fall ist, kann man die Entfernung auf
einer höheren Ebene aktualisieren.
In dem Beispiel aus 1 vermeidet man auf
Ebene P(2) eine Neuberechnung der Leitweglenkung mit einer Komprimierung von Knoten
1 nach Knoten 6, indem man über Knoten 2 geht. Beim Passieren des Knotens 6
auf der Ebene P(1) hat man auf Anhieb &pgr;2(1, 5) aktualisiert, wobei
man ermittelte, dass man dekomprimieren muss, um den Leitweg zwischen 6 und 5 zu
nehmen. Ebenso hat man beim Passieren von Knoten 2 in der Ebene P(1) &pgr;2(1,
4) aktualisiert, wobei man bestimmte, dass dekomprimiert werden muss, um den Leitweg
zwischen 2 und 4 zu nehmen.
Wenn man in einer Ebene keinen kürzesten Weg mehr findet, oder
wenn man nicht fortfahren kann, erhöht man die bestimmte Anzahl der Komprimierungen
und man gelangt somit auf eine höhere Ebene.
Diese Ausführung der Erfindung läuft darauf hinaus, nach
und nach die Wege zu suchen, die eine bestimmte Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen
implizieren, und bei jeder Änderung der Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen
die Entfernungen in den höheren Ebenen zu aktualisieren. Der beste Weg –
falls es diesen gibt – ist
Somit gelangt man zur Berechnung des besten Weges, mit einer Anzahl
Komprimierungen und Dekomprimierungen, die unter der Höchstzahl NVCompMax liegt.
Die Ermittlung des Wegs erfolgt durch Zurückverfolgen der Elternknoten, wobei
man vom Zielknoten d ausgeht, und wobei die Anzahl der Komprimierungen und Dekomprimierungen
gezählt wird.
Wenn man den Wert von v, für den das Minimum &pgr;*(s, d) erreicht
wird, als h schreibt, sucht man den Vorgänger von d auf der Ebene P(h), d.h.
&phgr;h(d). Für jeglichen Knoten j auf der Leitweglenkung von s
nach d, der mit k Komprimierungen und Dekomprimierungen erreicht wird, wählt
man den Vorgänger von j in der Ebene P(n), mit n2k und
&pgr;n(s, j) + &pgr;(j, d) = &pgr;*(s, d)
wobei die Entfernung &pgr;(j, d) die Entfernung auf der optimalen
Leitweglenkung ist, die bereits zwischen j und d ermittelt wurde. Es gelingt einem
somit bis zum Knoten s zurück zu verfolgen. Der Wechsel der Ebene ist also
ein Hinweis auf eine Änderung der Komprimierung. Dieses ermöglicht es,
zu ermitteln, wann die Nachricht dekomprimiert werden muss, oder wann sie durchlaufen
muss, ohne dekomprimiert zu werden.
Bei dieser Ausführungsart hat man ein privates Netz beschrieben,
bei dem man am Ausgang eines Leitwegs mit Komprimierung über ein komprimiertes
Signal verfügte, das unter Beibehaltung der Komprimierung weiter geleitet werden
kann. Daher aktualisiert man bei den Berechnungen auf der Ebene P(v) die &pgr;v+1(s,
i). Es ist auch möglich, Leitwege zu verwalten, die zwangsläufig eine
Komprimierung und eine Dekomprimierung erzeugen – was bei Leitwegen der Fall
sein kann, die einen externen Multiplexer verwenden, oder einen Kompressor anderer
Beschaffenheit. In diesem Fall würde man einfach die nv+2(s, i)
aktualisieren, wenn man auf einen Leitweg gelangt, der einen solchen Multiplexer
benutzt, mit einem nicht komprimierten Signal. Wenn man mit einem komprimierten
Signal auf einen Leitweg gelangt, der einen solchen Multiplexer verwendet, muss
das Signal dekomprimiert werden, bevor es auf dem Leitweg passiert. In diesem Fall
würde man &Pgr;v+3(s, i) aktualisieren.
Die Erfindung ermöglicht es somit, verschiedene Arten von Komprimierung
zu verwalten und passt sich an alle Kompatibilitätsregeln bei der Signalübertragung
an.
Außerdem hat man sich bei der Ausführungsart aus
1 nur um die Komprimierungen gekümmert, und aus
diesem Grund weisen die Bögen alle für die Berechnung des kürzesten
Weges eine Bewertung 1 auf. Wie bei der Ausführungsart aus 2
ist es auch möglich, einen Kostenpunkt zu betrachten, der keine Stückkosten
sind, beispielsweise einen Kostenpunkt, der repräsentativ ist für die
Nutzung der Kapazitäten des privaten Netzes, typischerweise ein abnehmender
Kostenpunkt, wenn die Anzahl der verfügbaren Kapazitäten abnimmt.
2 zeigt eine andere Ausführungsart der Erfindung.
Bei dem Beispiel aus 2 hat man nicht nur das Problem
der Komprimierung, sondern auch das Problem des Überlaufs hin zu einem externen
Netz berücksichtigt. In diesem Fall ermöglicht es die Erfindung die Anzahl
der Komprimierungen und Dekomprimierungen zu begrenzen, und auch die Anzahl der
Überlaufvorgänge zu einem externen Netz hin zu begrenzen. Somit sorgt
man für die Aufrechterhaltung der Dienstqualität, die Begrenzung der Dauer
des Verbindungsaufbaus.
2 zeigt ein Beispiel für ein privates Netz mit
vier Knoten, das vier Knoten enthält, die von 1 bis 4 nummeriert sind, und
Leitwege oder Signalisierungsbögen zwischen den Knoten 1 und 2, 3 und 4, und
einen Leitweg ohne Komprimierung zwischen den Knoten 2 und 3. Außerdem sind
Überlaufvorgänge oder Sprünge durch ein externes Netz möglich
– zwischen den Knoten 1 und 2, mit einer Gebühr von 1;
– zwischen den Knoten 1 und 4, mit einer Gebühr von 3;
– zwischen den Knoten 3 und 4, mit einer Gebühr von 1.
Bei diesem Beispiel sucht man eine Leitweglenkung zwischen dem Knoten
1 und dem Knoten 4, die höchstens eine Anzahl Überlaufvorgänge oder
Sprünge NsautMax gleich zwei aufweist, und die Summe der Gebühren minimiert.
Bei dem Beispiel wurde keine Komprimierung berücksichtigt, aber die Erfindung
gilt auch bei Vorliegen von Komprimierung, wie es die Ausführungsart zeigt,
die unter Bezugnahme auf 3 beschrieben wurde.
Intuitiv ist die Lösung eine Leitweglenkung mit einem Überlauf
zwischen den Knoten 1 und 2, wobei man zwischen den Knoten 2 und 3 über das
private Netz geht, und mit einem weiteren Überlauf zwischen den Knoten 3 und
4.
Zur Erzielung dieser Lösung schlägt die Erfindung vor, den
Dijkstra-Algorithmus für eine Berechnung des kürzesten Weges anzuwenden,
mit Abänderungen, die es erlauben, die Bedingungen hinsichtlich der Anzahl
Sprünge zu erfüllen. Sie schlägt vor, den Algorithmus anzuwenden,
um nach und nach kürzeste Wege für bestimmte Anzahlen von Sprüngen
zu ermitteln. Bei dem Beispiel aus 1 beginnt man damit,
die kürzesten Wege zu suchen, die keinen Sprung aufweisen, wie symbolisch unten
in 1 durch die Ebene P(0) dargestellt; anschließend
sucht man den kürzesten Weg, der höchstens einen Sprung aufweist, in der
Ebene P(1), dann den kürzesten Weg, der zwei Sprünge aufweist in der Ebene
P(2). Als &pgr;v(s, n) schreiben wir im Folgenden die Gesamtgebühr,
die zwischen dem Knoten s und dem Knoten n verwirkt wird, und welche unendlich ist,
wenn man den Knoten nicht erreichen kann.
Bei der Anwendung auf den Fall aus der 2
wird das Verfahren folgendermaßen angewandt. Auf der Ebene P(0) betrachtet
man die Leitweglenkungen ohne Sprung und man berechnet auf diese Art und Weise:
&pgr;0(1, 2) = ∞;
&pgr;0(1, 3) = ∞;
&pgr;0(1, 4) = ∞; denn es ist in der Tat unmöglich, einen
Knoten des Netzes ohne Überlauf zu erreichen.
Auf der Ebene P(1) betrachtet man die Leitweglenkungen, die eine Komprimierung
aufweisen und man berechnet auf diese Art und Weise:
&pgr;1(1, 2) = 1 mit Überlauf zwischen 1 und 2;
&pgr;1(1, 3) = 1 mit Überlauf zwischen 1 und 2, dann über
den Leitweg zwischen 2 und 3;
&pgr;1(1, 4) = 3 mit Überlauf zwischen 1 und 4.
Auf der Ebene P(2) betrachtet man die Leitweglenkungen, die zwei Sprünge
aufweisen und man berechnet so &Pgr;2(1, 4) = 2 mit Überlauf zwischen
1 und 2, dann zwischen 3 und 4.
Wie weiter oben schlägt die Erfindung vor, bei einem Schritt
der Berechnung den kürzesten Weg zu verwenden, der für einen Knoten beim
vorhergehenden Rechenschritt verwendet wurde. So kann man unter Bezugnahme auf
2 bei der Berechnung auf der Ebene P(1) folgendes nutzen:
– die Tatsache, dass ein Überlauf zwischen dem Knoten 1 und dem
Knoten 2 möglich ist, und
– die Tatsache, dass ein Überlauf zwischen dem Knoten 1 und dem
Knoten 4 möglich ist.
Diese beiden Tatsachen werden bei der Berechnung des kürzesten
Wegs auf der Ebene P(0) ermittelt, wenn man die Nachbarknoten von Knoten 1 prüft
und ermittelt, dass man die Knoten 2 und 4 nur um den Preis eines Überlaufs
erreichen kann. Allgemeiner gesagt: wenn man auf der Ebene P(0) zu einem Knoten
n mit einem möglichen Überlauf gelangt, speichert man die Information
für die Berechnung auf der höheren Ebene. Dieses wird in 1
durch eine gestrichelte Linie zwischen den Ebenen P(0) und P(1) symbolisiert. So
kann man auf der Ebene P(1)&pgr;1(1, 2) und &pgr;1(1,
4) direkt berechnen.
Ebenso gibt die gestrichelte Linie zwischen den Ebenen P(1) und P(2)
an, dass man auf der Ebene P(2) das Ergebnis verwenden kann, das bei den Berechnungen
in der Ebene P(1) erzielt wurde, das heißt, dass wenn man zum Knoten 3 gelangt,
man nicht über den Knoten 4 gehen kann, wegen der Bedingung betreffend die
Überlaufzahl, aber dass dieser Knoten mit Überlaufvorgängen erreicht
werden kann.
Für die Berechnungen kann man mutatis mutandis das Verfahren
verwenden, das unter Bezugnahme auf 1 beschrieben wurde.
Man kann auch vorteilhaft das Verfahren verwenden, das weiter unten unter Bezugnahme
auf 3 beschrieben wird, und unter Bezugnahme auf den
Anhang; der Algorithmus aus dem Anhang kann vereinfacht werden, so dass nur die
Überlaufvorgänge oder nur die Komprimierungen berücksichtigt werden.
Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf 2
für den Fall beschrieben, dass Kosten als die Summe der Gebühren berechnet
werden, die jeweils für den Überlauf verwirkt werden. Man kann eine andere
Form der Berechnung der Kosten für den Überlauf betrachten und beispielsweise
die Kosten, die in der Patentanmeldung beschrieben werden, die von der Anmelderin
unter dem Titel „Leitweglenkung der Anrufe mit Überlaufvorgängen
in einem privaten Netz" hinterlegt wurde. Diese Kosten berücksichtigen nicht
nur die Gebühren, die auf Grund des Überlaufs verwirkt werden, sondern
auch die Belegung der Kapazitäten im Netz: unter zwei Leitweglenkungen gibt
man derjenigen den Vorzug, die die niedrigste Gebührensumme aufweist und bei
gleichen Gebühren bevorzugt man diejenige Leitweglenkung, die die beste Nutzung
der Kapazitäten des Netzes gewährleistet.
3 zeigt noch eine Ausführungsart der Erfindung,
in einem anderen privaten Netz. In dem Beispiel aus 3
betrachtet man gleichzeitig eine Begrenzung hinsichtlich der Anzahl von Komprimierungen
und Dekomprimierungen und hinsichtlich der Anzahl an Sprüngen oder Überlaufvorgängen.
Das Netz aus 3 enthält 4 Knoten,
die von 1 bis 4 nummeriert sind, und Leitwege oder Bögen mit einem Multiplexer
zwischen den Knoten 1 und 2, 2 und 3, 3 und 4. Wie weiter oben erläutert impliziert
ein Leitweg mit Multiplexierung eine Komprimierung und eine Dekomprimierung. Zwecks
Vereinfachung bei der Darstellung der Figur und auf Grund der Tatsache, dass es
nicht möglich ist, eine einzige Komprimierung zu haben, zählt man nicht
die Komprimierungen und die Komprimierungen, sondern die Anzahl der Durchlaufe in
einem Leitweg mit einem Multiplexer; das lauft darauf hinaus, die Komprimierungen
und Dekomprimierungen immer 2er-weise zu zählen: somit entspricht
die Ebene P(0, 1) nicht einer Komprimierung, sondern einem Durchgang in einem Leitweg
mit einem Multiplexer, das heißt in der Tat einer Komprimierung und einer Dekomprimierung.
Ein Überlauf ist möglich zwischen den Knoten 1 und 4, mit
einer Gebühr von 1. Bei dem Beispiel sucht man eine Leitweglenkung zwischen
dem Quellknoten 1 und dem Zielknoten 4, mit einer maximalen Anzahl von Durchgängen
in einem gemultiplexten Leitweg NVcompMax von 2, und einer maximalen Anzahl von
Sprüngen NSautMax von 2. Man sucht eine Leitweglenkung, welche die Kosten des
Überlaufs &pgr;h,v(s, i) minimiert, d.h. die Gesamtgebühr
die auf Grund des Überlaufs verursacht wird. Intuitiv ist die Lösung eine
Leitweglenkung durch direkten Überlauf zwischen den Knoten 1 und 4. Die Mindestanzahl
Sprünge zwischen s und n wird geschrieben als Sauth,v(s, n).
Zur Erzielung der Lösung schlägt die Erfindung vor, den
Dijkstra-Algorithmus anzuwenden, um nach und nach kürzeste Wege für eine
bestimmte Anzahl v von Durchgangen in einem gemultiplexten Leitweg zum einen und
eine bestimmte Anzahl h von Sprangen zum anderen zu suchen. Bei dem Beispiel aus
1 beginnt man damit, die kürzesten Wege zu suchen,
die keine Komprimierung (v = 0) und keinen Sprung (h = 0) aufweisen, wie symbolisch
unten in 1 durch die Ebene P(h = 0, v = 0) dargestellt;
anschließend sucht man die kürzesten Wege, die eine Komprimierung und
keinen Sprung aufweisen in der Ebene P(0, 1), dann die kürzesten Wege, die
zwei Komprimierungen und Dekomprimierungen und keinen Sprung aufweisen in der Ebene
P(0, 2). Schließlich sucht man die Wege mit einem Sprung und keiner Komprimierung
auf der Ebene P(1, 0), was es ermöglicht, eine Lösung zu erzielen. Wie
bei 2 schreibt man das Paar, das gebildet wird aus
der Anzahl der Sprünge und der Gesamtgebühr, die verwirkt wird zwischen
dem Knoten s und dem Knoten n in einer Leitweglenkung, die v Komprimierungen und
Dekomprimierungen und h Sprünge aufweist als &pgr;h,v(s, n).
In der Ebene P(0, 0) betrachtet man die Leitweglenkungen, die weder
Komprimierungen noch Sprünge aufweisen und man ermittelt, dass keine Leitweglenkung
ohne Komprimierung und ohne Überlauf vorhanden ist. Durch Testen der Nachbarn
von Knoten 1 ermittelt man, dass man den Knoten 2 mit einer Komprimierung erreichen
kann und dass man den Knoten 4 mit einem Sprung erreichen kann. Das führt dazu,
die Entfernungen in den Ebenen P(0, 1) und P(1, 0) zu aktualisieren, wie mit gestrichelten
Linien auf der Figur dargestellt.
In der Ebene P(0, 1) betrachtet man die Leitweglenkungen mit einer
Komprimierung und ohne Sprung und man ermittelt dass &pgr;0,1(P(1,
2) den Wert 0 hat und dass man keine anderen Knoten erreichen kann. Bei Prüfung
der Nachbarn von Knoten 2 stellt man fest, dass man den Knoten 3 mit 2 Komprimierungen
erreichen kann, und man aktualisiert die entsprechende Entfernung auf der Ebene
P(0, 2), wie durch die gestrichelte Linie zwischen den Ebenen P(0, 1) und P(0, 2)
dargestellt.
In der Ebene P(0, 2) betrachtet man die Leitweglenkungen mit zwei
Komprimierungen und ohne Überlauf. Man stellt fest, dass &pgr;0,2(1,
3) den Wert 0 hat und dass man den Knoten 4 nicht erreichen kann.
In der Ebene P(1, 0) ermittelt man, dass man den Knoten 4 mit einem
Überlauf erreichen kann und dass &pgr;1,0(1, 4) den Wert 1 hat.
Bei diesem Beispiel versucht man, die Anzahl der Sprünge zu minimieren
und man hört auf, sobald man den Zielknoten in einer Ebene erreicht hat. Wenn
man den Zielknoten für einen bestimmten Wert h0 der Anzahl der Sprünge
erreicht, kann man auch die Berechnungen betreffend die verschiedenen möglichen
Werte von v fortführen und den Weg betrachten, der eine minimale Entfernung
für alle möglichen Werte v mit h2 h0 hat.
Die Anlage am Ende der vorliegenden Beschreibung zeigt eine Art und
Weise für das Rechenvorgehen für ein Netz des Typs aus 3.
Bei dieser Ausführungsart der Erfindung nimmt man erneut Berechnungen der kürzesten
Wege in jeder Ebene vor, wobei der Dijkstra-Algorithmus angewandt wird.
In dem Beispiel aus dem Anhang tastet man die Werte der Anzahl von
Sprüngen h bei NSautMax ab und für jeden Wert scannt man die Werte der
Anzahl v an Komprimierungen und Dekomprimierungen von 0 bis NVCompmax. So nimmt
man nach und nach die Berechnung in jeder Ebene P(h, v) vor.
Bei jeder Ebene beginnt man mit einer Initialisierung. Wenn h und
v Null sind, anders ausgedrückt in der Ebene P(0, 0) initialisiert man folgendermaßen:
für alle Knoten außer dem Quellknoten, initialisiert man &pgr;h,v(s, n) unendlich; für jeglichen Knoten des Netzes ist &phgr;h,v(n)
in der Ebene P(h, v) NULL; das heißt kein Knoten hat einen Vorgänger im
Baum der kürzesten Wege. Für h = 0 und v = 0 bei den Nachbarknoten von
s initialisiert man &pgr;0,0(s, n) mit dem entsprechenden
Wert der Funktion LireCoût (LesenKosten); diese Funktion veranschlagt die Durchgangskosten
zwischen zwei benachbarten Knoten auf dem Leitweg, der sie verbindet, oder auf einem
Überlaufbogen, der sie verbindet.
Dann setzt man in S alle Knoten n ein, die nicht die Quelle sind,
mit einer Entfernung &pgr;0,0(s, n). Dann nimmt man eine Kohärenzprüfung
vor, indem man die Formel VerifCohérence (1(s, n), h = 0, v = 0, s, n) anwendet.
[VerifCohérence = ÜberprüfenKohärenz]. Diese Funktion prüft
die Kompatibilität der Qualitäten in der aktuellen Ebene und bereitet
die Kosten vor für die folgende Ebene. In der Ebene P(0, 0) überprüft
diese Funktion die Kohärenz zwischen s und n, d.h. überprüft, dass
eine Leitweglenkung zwischen s und n möglich ist.
Für Werte h und v, die nicht alle beide null sind, d.h. in anderen
Ebenen als P(0, 0) nimmt man die Initialisierung folgendermaßen vor: man leert
die Menge S und setzt dort die Punkte ein, bei denen die Anzahl Sprünge größer
oder gleich dem aktuellen Wert von h ist. Dieses entspricht dem folgenden Vorgehen:
– falls ein Knoten n bereits mit einer Anzahl Sprünge kleiner als
h erreicht wird, das heißt, wenn es einen Weg zwischen dem Quellknoten s und
dem Knoten n in weniger als h Sprüngen gibt, darf der Knoten nicht dem Quellknoten
angenähert werden, indem man über einen Knoten mit einer Anzahl Sprünge
größer oder gleich h läuft. Es ist also nicht erforderlich, den Knoten
n in S zu setzen. Dieses entspricht der Optimierungswahl bei dieser Ausführungsart
der Erfindung, bei der man die Anzahl der Überlaufvorgänge minimiert,
selbst um den Preis einer zusätzlichen Komprimierung.
– falls der Knoten n bereits mit einer Anzahl Sprünge gleich h erreicht
wird, das heißt, wenn es einen Weg zwischen dem Quellknoten s und dem Knoten
n mit h Sprüngen gibt, kann der Knoten n als Transit dienen, um andere Knoten
mit h Sprüngen zu erreichen; er kann sich auch der Wurzel nähern, mittels
einer zusätzlichen Komprimierung oder Dekomprimierung; man setzt also den Knoten
n in S ein;
– falls der Knoten n bereits mit einer Anzahl Sprünge größer
h erreicht wird, das heißt, wenn es einen Weg zwischen dem Quellknoten s und
dem Knoten n mit mehr als h Sprüngen gibt, oder wenn es keinen Weg zwischen
s und n gibt, kann der Knoten n dem Quellknoten angenähert werden; man setzt
ihn dann in S ein.
Man hat dann in S nach der Initialisierung in der Ebene P(h, v) die
Menge der Knoten, die noch nicht erreicht werden oder die durch Leitweglenkungen
mit h Sprüngen oder mehr erreicht werden.
Nach der Initialisierung nimmt man die Berechnung der Wege in der
Ebene P(h, v) vor. In jeder Ebene nimmt man eine Berechnung durch Anwendung des
Dijkstra-Algorithmus vor, wobei die Werte von &Pgr;h,v in den höheren
Ebenen aktualisiert werden, wenn man nicht mehr unter Einhaltung der Bedingungen
hinsichtlich h und v weitergehen kann.
Man betrachtet also den Knoten n aus S, der die Gebühr &pgr;h,v(s, i) minimiert. Dann geht man wie beim Dijkstra-Algorithmus vor; wenn
man die Nachbarn von n betrachtet, überprüft man jedoch, ob man komprimieren
muss, um zum Punkt n zu gelangen, oder ob man dekomprimieren muss, wie beim Beispiel
aus 1. Auf entsprechende Art und Weise aktualisiert
man die Entfernungswerte in der Ebene P(h, v + 1).
Wenn ein Punkt in der Nachbarschaft nur durch einen Überlauf
erreicht werden kann, aktualisiert man den entsprechenden Entfernungswert in der
Ebene P(h + 1, v). In dieser Ebene überprüft man wie vorstehend, ob man
komprimieren oder dekomprimieren muss; die Bedingungen für Komprimierung und
Dekomprimierung können nämlich auch auf einen Überlaufbogen Anwendung
finden.
Bei einer Ausführungsart ist es so, dass wenn ein Leitweg ohne
Komprimierung vorhanden ist, welche dem Überlauf zugrunde liegt, man den Überlauf
nur dann gestattet, wenn der Leitweg gesättigt ist. Das läuft darauf hinaus,
die Kapazitäten des privaten Netzes zu optimieren, bevor der Überlauf
genehmigt wird; man könnte ein ähnliches Ergebnis mit einer Entfernung
n erzielen, die die Nutzung der Kapazitäten des Netzes berücksichtigt,
wie in der vorgenannten Patentanmeldung der Anmelderin erläutert.
Nach dem Durchlaufen der verschiedenen Ebenen, zumindest so lange
bis man eine Leitweglenkung findet, die zum Zielknoten gelangt, begegnet man der
Leitweglenkung wieder wie unter Bezugnahme auf 1 erläutert.
Bei dem Beispiel aus 3 gibt man der Begrenzung
der Überlaufgebühren den Vorzug vor der Anzahl von Komprimierungen und
Dekomprimierungen. Dieses schlägt sich nieder im Durchlaufen der Berechnungsebenen
– wobei man damit beginnt, die Bedingung hinsichtlich der Anzahl von Komprimierungen
und Dekomprimierungen zu sättigen, bevor ein Sprung ins Auge gefasst wird.
Natürlich funktioniert die Erfindung auch im gegenteiligen Fall, oder allgemeiner
gesprochen bei jeglichem beliebigen Abtasten der verschiedenen möglichen
Ebenen. Mit den weiter oben verwendeten Schreibweisen h und v geht es gemäß
der Erfindung darum, die Paare (h, v) mit h2 NVCompmax und v2
NSautMax zu scannen. Man kann wie bei der Beschreibung vorgehen, indem man die Werte
von v bei konstantem h abtastet, und dann h erhöht; man könnte auch die
Werte von h bei konstantem v abtasten, und dann v erhöhen. Man könnte
auch Berechnungen mit h + v konstant vornehmen, oder jegliche sonstige Lösung.
Insbesondere die Anwendung des Algorithmus aus der Anlage mit v = 0 liefert eine
Lösung für die Berechnung der 1.
Die Erfindung ist nicht auf die beschriebenen Ausführungsarten
beschränkt; sie gilt ganz allgemein in jedwedem privaten Netz für die
Leitweglenkungsberechnung, die eine oder mehrere Gebühren minimiert, wobei
eine oder mehrere Bedingungen hinsichtlich eines Höchstwertes erfüllt
werden; im Beispiel aus 1 minimiert man die Entfernung
ausgedrückt in Anzahl der Leitwege und die Bedingung ist eine Bedingung betreffend
die Zahl der Komprimierungen und Dekomprimierungen. Bei dem Beispiel aus
2 minimiert man Überlaufkosten und die Bedingung
ist eine Bedingung betreffend die Anzahl von Sprüngen. Bei dem Beispiel aus
3 versucht man die Überlaufgebühren zu minimieren
und die Bedingungen betreffend die Anzahl an Komprimierungen und Dekomprimierungen
und betreffend die Anzahl der Überlaufvorgänge zu erfüllen. Man kann
die Erfindung auch auf verschiedene Bedingungen und auf unterschiedliche Kostenfunktionen
anwenden.
Man könnte auch den Schritt Bestimmung der Mindestzahl von Komprimierungen
und Dekomprimierungen nicht einsetzen; das hätte nur eine gegebenenfalls längere
Berechnung zur Folge und ein unnützes Scannen von nicht zufrieden stellenden
Lösungen.
Bei den bevorzugten Ausführungsarten hat man die Anzahl an Komprimierungen
und Dekomprimierungen gezählt. Es ist klar, dass man auch nur die Anzahl der
Komprimierungen zählen kann, oder lediglich die Zahl der Dekomprimierungen,
um vergleichbar die Gesamtzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen zu begrenzen.
Dieses beruht auf der allgemein anwendbaren Regel, dass eine Dekomprimierung zwangsläufig
auf eine vorherige Komprimierung folgt. Festzuhalten ist, dass diese Regel nicht
immer gilt, wenn man mehrere Arten von Komprimierungen vorsieht.
Die Erfindung gilt auch für Netzarten, die sich von denjenigen
unterscheiden, die in den bevorzugten Ausführungsarten beschrieben werden.
Schließlich wird in der Beschreibung und in den Ansprüchen
der Dijkstra-Algorithmus genannt. Es versteht sich, dass dieser Begriff nicht nur
die Version des Algorithmus des kürzesten Wegs abdeckt, die von Dijkstra vorgeschlagen
wird, sondern auch die diesem nahe kommenden Versionen und insbesondere den Bellman-Algorithmus
oder den Floyd-Algorithmus. Festzuhalten ist, dass der Bellman-Algorithmus nur für
Graphen ohne Kreise gilt.
Anhang
Anspruch[de]
Verfahren zur Leitweglenkung zwischen einem Quellknoten (Quelle) und
einem Zielknoten (Ziel) in einem privaten Netz, das Knoten aufweist, die durch Leitwege
verbunden sind, wobei jeder Leitweg von der Art ohne Komprimierung (q) oder von
der Art mit Komprimierung (qc) sein kann, wobei eine Komprimierung auf
mindestens einem dieser Leitwege eingesetzt wird, aber die Gesamtzahl der für
die Weiterleitung einer Nachricht durchgeführten Komprimierungen und Dekomprimierungen
eine festgesetzte Höchstgrenze nicht überschreiten darf; dieses Verfahren
beinhaltet mindestens einen Schritt, der darin besteht, die Ergebnisse zu speichern,
die man für einen bestimmten Wert der Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen
gewonnen hat, um sie für die späteren Berechnungen zu nutzen;
dadurch gekennzeichnet, dass es folgendes enthält:
– einen Schritt (P(0)) Suche nach einem kürzesten Weg zwischen einem
Quellknoten (Quelle) und einem Zielknoten (Ziel) bei einer bestimmten
Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen;
– dann mindestens einen weiteren Schritt (P(1), (P2)) Suche nach einem kürzesten
Weg zwischen diesem Quellknoten (Quelle) und diesem Zielknoten (Ziel), wobei man
den Wert der Anzahl an Komprimierungen und Dekomprimierungen zunehmen lässt,
wobei dieser kleiner oder gleich der festgesetzten Höchstgrenze bleibt;
– dann einen Schritt Ermittlung des kürzesten Weges unter den zuvor
gefundenen kürzesten Wegen.Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein
Schritt (P(0), P(1), (P2)) Suche nach einem kürzesten Weg für eine bestimmte
Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen in einem Knoten, wo die Anzahl
Komprimierungen und Dekomprimierungen ab dem Quellknoten gleich der bestimmten Anzahl
ist, die Suche nach den benachbarten Leitwegen, auf denen eine Komprimierung eingesetzt
wird, und die Speicherung für einen späteren Berechnungsschritt einschließt.Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass ein Schritt (P(0), P(1), (P2)) Suche nach einem kürzesten Weg für
eine bestimmte Anzahl von Komprimierungen und Dekomprimierungen durch Anwendung
des Dijkstra-Algorithmus erfolgt, wobei die Anzahl der Komprimierungen beim Hinzufügen
eines Knotens zur Leitweglenkung überprüft wird.Verfahren gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3 für
ein Netz, das außerdem Überlaufbögen (tax1, tax2, tax3) hin zu einem
externen Netz enthält, dadurch gekennzeichnet, dass es mindestens zwei Schritte
(P(0), P(1), (P2)) Suche nach einem kürzesten Weg für eine bestimmte Anzahl
Überlaufvorgänge und für eine bestimmte Anzahl Komprimierungen und
Dekomprimierungen einschließt; einen Schritt Suche nach einem kürzesten
Weg für eine Anzahl Überlaufvorgänge und eine bestimmte Anzahl Komprimierungen
und Dekomprimierungen, wobei Informationen verwendet werden, die gewonnen wurden
bei einem Schritt zur Leitweglenkungsberechnung für eine Überlaufzahl
kleiner als diese bestimmte Überlaufzahl.Verfahren gemäß Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schritte (P(0), P(1), (P2)) Suche nach einem kürzesten Weg für
eine bestimmte Überlaufzahl erfolgen, indem man die Anzahl der Komprimierungen
und Dekomprimierungen verändert, dann indem man die Anzahl der Überlaufvorgänge
verändert.