Diese Erfindung bezieht sich auf drahtlose Kommunikation und insbesondere
auf Verfahren für effektive drahtlose Kommunikation bei Vorhandensein von Fading
und anderen Verschlechterungen.
Die effektivste Technik zur Milderung von Mehrweg-Fading in einem
drahtlosen Funkkanal besteht darin, den Fading-Effekt an dem Sender durch Steuerung
der Senderleistung aufzuheben. Das heißt, falls die Kanalbedingungen an dem
Sender (auf einer Seite der Verbindung) bekannt sind, dass dann der Sender das Signal
vorverzerren kann, um den Effekt des Kanals an dem Empfänger (auf der anderen
Seite) zu überwinden. Es gibt jedoch zwei grundlegende Probleme bei diesem
Ansatz. Das erste Problem ist der dynamische Bereich des Senders. Damit der Sender
einen Schwund von x dB überwinden kann, muss er seine Leistung um x dB erhöhen,
was in den meisten Fällen wegen den Beschränkungen der Strahlungsleistung
und der Größe und Kosten von Verstärkern nicht praktisch ist. Das
zweite Problem ist, dass der Sender über keine Kenntnis darüber verfügt,
wie der Kanal von dem Empfänger gesehen wird (mit Ausnahme von Zeitduplex-Systemen
(TDD), in denen der Sender die Leistung von einem bekannten anderen Sender über
denselben Kanal empfängt). Wenn man einen Sender auf der Basis von Kanalcharakteristika
steuern will, muss deshalb Kanalinformation von dem Empfänger zu dem Sender
gesendet werden, was zu einer Durchsatzherabsetzung und zusätzlicher Komplexität
sowohl an dem Sender als auch an dem Empfänger führt.
Andere effektive Verfahren sind Zeit- und Frequenzdiversität.
Die Verwendung von zeitlicher Verschachtelung zusammen mit Kodierung kann eine Verbesserung
der Diversität bieten. Dasselbe gilt für Frequenzsprung und Spreizspektrum.
Zeitliche Verschachtelung führt jedoch zu unnötig großen Verzögerungen,
wenn der Kanal sich langsam verändert. Gleichermaßen sind Verfahren der
Frequenzdiversität uneffektiv, wenn die Kohärenzbandbreite des Kanals
groß ist (Spreizung mit kleiner Verzögerung).
Es ist wohl bekannt, dass in den meisten streuenden Umgebungen, Antennendiversität,
das am meisten praktische und effektive Verfahren, zur Verringerung des Effektes
von Mehrweg-Fading ist. Der klassische Ansatz zu Antennendiversität besteht
darin, mehrere Antennen an dem Empfänger zu verwenden und eine Kombination
(oder Selektion) durchzuführen, um die Qualität des empfangenen Signals
zu verbessern.
Das Hauptproblem bei Verwendung des Ansatzes der Empfängerdiversität
in gegenwärtigen drahtlosen Kommunikationssystemen, wie z. B. (S-136 und GSM,
sind die Beschränkungen der Kosten, Größe und des Stromverbrauches
der Empfänger. Aus offensichtlichen Gründen sind kleine Größe,
Gewicht und Kosten vorrangig. Der Zusatz von mehreren Antennen und RF-Ketten (oder
Selektions- und Schaltungsstromkreisen) in Empfängern ist derzeit nicht ausführbar.
Als Folge sind Diversitätsverfahren häufig nur angewendet worden, um die
Sendequalität des Up-Links (Empfänger zu Basis) mit mehreren Antennen
(und Empfängern) an der Basisstation zu verbessern. Weil eine Basisstation
häufig Tausenden von Empfängern dient, ist es ökonomischer, Ausstattung
den Basisstationen anstelle von den Empfängern hinzuzufügen.
Kürzlich sind einige interessante Ansätze für Senderdiversität
vorgeschlagen worden. Ein Schema der Verzögerungsdiversität wurde von
A. Wittneben in "Base Station Modulation Diversity for Digital SIMULCAST", Proceeding
of the 1991 IEEE Vehicular Technology Conference (VTC 41st), Seiten 848–853,
Mai 1991, und in "A New Bandwidth Efficient Transmit Antenna Modulation Diversity
Scheme For Linear Digital Modulation", in Proceeding of the 1993 IEEE International
Conference an Communications (IICC '93), Seiten 1630–1634, Mai 1993 vorgeschlagen.
Der Vorschlag besteht darin, dass eine Basisstation eine Symbolsequenz über
eine Antenne und dieselbe Symbolsequenz – aber verzögert – über
eine andere Antenne übertragen soll.
Das an Nambirajan Seshadri am 26. Dezember 1995 vergebene
US-Patent 5,479,448 offenbart eine ähnliche
Anordnung, in der eine Codesequenz über zwei Antennen gesendet wird. Die Codesequenz
wird über einen Cycling Switch geroutet, der jeden Code zu den verschiedenen
Antennen in einer Abfolge lenkt. Weil Kopien desselben Symbols über mehrere
Antennen zu unterschiedlichen Zeiten gesendet werden, werden sowohl Raum- als auch
Zeitdiversität erzielt. Ein Schätzer der Sequenz maximaler Wahrscheinlichkeit
(nachstehend auch Maximum-Likelihood-Sequenzschätzer (MLSE)) oder einen minimalen
mittleren quadratischen Abweichungsverzerrer (minimum MSE) wird dann verwendet,
um Mehrwegverzerrung aufzulösen und einen Diversitätsgewinn zu liefern.
Siehe auch N. Seshadri, J.H. Winters, "Two Signaling Schemes for Improving the Error
Performance of FDD Transmission Systems Using Transmitter Antenna Diversity", Proceeding
of the 1993 IEEE Vehicular Technology Conference (VTC 43rd), Seiten 508–511,
Mai 1993; und J. H. Winters, "The Diversity Gain of Transmit Diversity in Wireless
Systems with Rayleigh Fading", Proceeding of the 1994 ICC/SUPERCOMM,
New Orleans, Band 2, Seiten 1121–1125, Mai 1994.
Noch ein weiterer interessanter Ansatz wird von Tarokh, Seshadri,
Calderbank und Naguib in der US-Anmeldung, Seriennummer 08/847635, eingereicht am
25. April 1997 (auf der Basis einer am 7. November 1996 eingereichten provisorischen
Anmeldung) offenbart, in der Symbole gemäß den Antennen kodiert werden,
über die sie gleichzeitig gesendet werden, und unter Verwendung eines Maximum-Likelihood-Dekoders
dekodiert werden. Noch spezifischer verarbeitet der Prozess an dem Sender die Information
in Blöcken von M1 Bit, wobei M1 ein Mehrfaches von M2 ist, d.h. M1 = k*M2.
Er wandelt jede nachfolgende Gruppe von M2 Bit in Informationssymbole um (erzeugt
dadurch k Informationssymbole), kodiert jede Sequenz von k Informationssymbolen
in n Kanalcodes (entwickelt dadurch eine Gruppe von n Kanalcodes für jede Sequenz
von k Informationssymbolen) und wendet jeden Code einer Codegruppe auf eine unterschiedliche
Antenne an.
Kürzlich wurde ein leistungsfähiger Ansatz von Alamouti
et al. in der US-Patentanmeldung 09/074,224
offenbart, die am 5. Mai 1998 mit dem Titel "Transmitter Diversity Technique for
Wireless Communication" eingereicht wurde. Diese Offenbarung enthüllte, dass
eine Anordnung mit zwei Sendeantennen verwirklicht werden kann, die eine Diversität
mit Bandbreiteneffizienz, einfache Dekodierung an dem Empfänger (nahezu lineare
Verarbeitung) und eine gleiche Leistungsfähigkeit bereitstellt, wie die Leistungsfähigkeit
von Maximum Ratio Combining-Anordnungen. In dieser Anordnung weist die Konstellation
vier Symbole auf und ein Frame verfügt über zwei Zeitfenster, während
deren zwei Bit ankommen. Diese Bit sind kodiert, so dass in einem ersten Zeitfenster
die Symbole c1 und c2 von der ersten bzw. zweiten Antenne
gesendet werden, und in einem zweiten Zeitfenster die Symbole –c
*2
und c
*1
von der ersten bzw. zweiten Antenne gesendet werden. Dementsprechend, kann dies
durch eine Gleichung der Form r = Hc + n ausgedrückt werden, worin r ein Vektor
von Signalen ist, die in den zwei Zeitfenstern empfangen wurden, c ein Vektor von
Symbolen c1 und c2 ist, n ein Vektor von empfangenen Rauschsignalen
in den zwei Zeitfenstern ist und H eine orthogonale Matrix ist, die die oben beschriebene
Symbolkonstellation wiedergibt.
Die gute Leistungsfähigkeit dieses offenbarten Ansatzes bildet
einen Anstoß zum Auffinden anderer Systeme mit einer größeren Anzahl
von Sendeantennen, die eine gleich gute Leistungsfähigkeit aufweist.
Zusammenfassung
Die Lehre des Standes der Technik zur Kodierung von Signalen und ihrer
Sendung über eine Vielzahl von Antennen wird durch die Offenbarung eines Empfängers
zur Dekodierung für eine beliebige Anzahl von Sendeantennen erweitert, wie
durch den Anspruch 1 oder Anspruch 2 bestimmt wird. Ferner wird ein verallgemeinerter
Ansatz zur Maximum-Likelihood-Dekodierung offenbart, worin eine Entscheidungsregel
für sämtliche der Sendeantennen eines Senders gebildet wird und eine Entscheidung
zugunsten der gesendeten Symbole getroffen wird, um die Gleichung
zu minimieren, wobei
r
jt
das in dem Zeitintervall t an der Empfangsantenne j empfangene Signal ist,
die komplex Konjugierte der Kanalübertragungsfunktion zwischen der Sendeantenne,
die das Symbol ci sendet, und der Empfangsantenne j ist, und
&dgr;t(j) das Vorzeichen des Symbols ci in dem Zeitintervall
t ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
1 ist ein Blockdiagramm eines Senders mit n Antennen
und eines Empfängers mit j Antennen, wobei der Sender und der Empfänger
gemäß den hierin offenbarten Prinzipien betrieben werden.
Detaillierte Beschreibung
1 stellt ein Blockdiagramm einer Anordnung mit einem
Sender mit n Sendeantennen und einem Empfänger mit j Empfangsantennen dar.
Mit n = 2 verwandelt sich die 1 in die 1
der zuvor genannten Anmeldung 09/074,224 von Alamouti et al. In dieser Anmeldung
führt eine angewandte Sequenz von Symbolen c1,
c2, c3, c4, c5, c6 an dem
Eingang des Senders 10 zu der folgenden Sequenz, die von den Antennen
11 und 12 gesendet wird.
Die Sendung kann mittels der folgenden Matrix ausgedrückt werden
worin die Spalten Antennen repräsentieren und die Zeilen die Sendezeit repräsentieren.
Das entsprechende empfangene Signal (unter Vernachlässigung des
Rauschens) ist:
worin h1 der Kanalkoeffizient von der Antenne 11 zu Antenne
21 ist und h2 der Kanalkoeffizient von der Antenne
12 zu Antenne 21 ist, was auch in der folgenden Form sein kann
Unter Ausweitung hiervon auf n Antennen an der Basisstation und in
Antennen in den entfernten Einheiten, repräsentiert das Signal r
tj
das zu der Zeit t von der Antenne j empfangene Signal, und das ist durch folgendes
gegeben
worin n
tj
das Rauschen zu der Zeit t an der Empfangsantenne j ist, und es angenommen wird,
eine unabhängige, mittelwertfreie, komplexe, Gauss'sche Zufallsvariable zu
sein. Die durchschnittliche Energie der von jeder der n Antennen gesendeten Symbole
beträgt 1/n.
Unter Annahme einer perfekten Kenntnis der Kanalkoeffizienten hij
von der Sendeantenne i zu der Empfangsantenne j, ist die Entscheidungsmetrik des
Empfängers
über alle Kodewörter c
11
c
12
... c
n1
c
12
c
22
... c
n2
... c
11
c
21
... c
n1
und entscheidet zugunsten des Kodewortes, der diese Summe minimiert.
Was für eine Konstellation mit reellen Symbolen erwünscht
ist, ist eine orthogonale Matrix der Größe n mit den Intermediaten ±c1,
±c2, ..., ±cn. Das Existenzproblem für orthogonale
Ausgestaltungen ist in der Mathematikliteratur als das Hurwitz-Radon-Problem bekannt
und wurde von Radon zu Beginn des 20. Jahrhunderts vollständig gelöst.
Was gezeigt wurde, ist, dass eine orthogonale Ausgestaltung genau dann existiert,
wenn n = 2, 4 oder 8 ist.
Tatsächlich kann eine derartige Matrix für das System der
1 für n = 2, 4 oder 8 ausgestaltet werden, indem
zum Beispiel die Matrizen
oder
verwendet werden.
Das bedeutet zum Beispiel, dass, wenn ein Sender 8 Antennen verwendet,
er einen Frame von 8 Bit akkumuliert und zu Beginn des nächsten Frames in dem
ersten Zeitintervall die 8 Antennen die Bit c1, c2, c3,
c4, c5, c6, c7, c8 (die erste
Reihe von Symbolen) senden. Während des zweiten Zeitintervalls, senden die
8 Antennen die Bit –c2, c1, c4, –c3,
c6, –c5, –c8, c7 (die
zweite Reihe von Symbolen) usw.
Eine Durchsicht der obigen Matrizen ergibt, dass die Reihen lediglich
Permutationen der ersten Reihe, mit möglichen unterschiedlichen Vorzeichen
sind. Die Permutationen können durch &egr;k(p) beschrieben werden,
so dass &egr;k(p) = q bedeutet, dass in der Reihe k das Symbol cp
in der Spalte q erscheint. Die unterschiedlichen Vorzeichen können ausgedrückt
werden, indem man das Vorzeichen von ci in der Reihe k durch &dgr;k(i)
beschreibt.
Es kann gezeigt werden, dass die Minimierung der Metrik der Gleichung
(4) äquivalent zur Minimierung der folgenden Summe ist
Da der Term
nur von ci, von den Kanalkoeffizienten und von den Permutationen und
Vorzeichen der Matrix abhängig ist, folgt daraus, dass die Minimierung der
äußeren Summe (über dem Summationsindex i sich auf die Minimierung
jeder der Terme für 1 ≤ i ≤ n beläuft. Die Maximum-Likelihood-Detektionsregel,
die Entscheidungsvariable
für sämtliche Sendeantennen i = 1, 2, ..., n zu bilden und zugunsten von
zu entscheiden, wird somit zugunsten von Symbol ci aus sämtlichen
Konstellationssymbolen vorgenommen, falls
Das ist eine sehr einfache Dekodierungsstrategie, die Diversität
bereitstellt.
Es gibt zwei Vorzüge bei der Bereitstellung von Sendediversität
über orthogonale Ausgestaltungen.
• Es gibt keinen Verlust bei der Bandbreite in dem Sinne, dass die orthogonalen
Ausgestaltungen die maximal mögliche Senderate bei völliger Diversität
bereitstellen.
• Es gibt einen äußerst einfachen Maximum-Likelihood-Dekodierungsalgorithmus,
der nur lineare Kombination an dem Empfänger verwendet. Die Einfachheit des
Algorithmus stammt aus der Orthogonalität der Spalten der orthogonalen Ausgestaltung.
Die obigen Eigenschaften werden sogar bewahrt, falls eine lineare
Verarbeitung an dem Sender zugelassen ist. Gemäß den hierin offenbarten
Prinzipien wird deshalb die Definition orthogonaler Arrays aufgeweicht, um eine
lineare Verarbeitung an dem Sender zu gestatten. Von verschiedenen Antennen gesendete
Signale sind nun lineare Kombinationen von Konstellationssymbolen.
Das Folgende definiert eine Hurwitz-Radon-Matrizenfamilie.
Definition: Ein Satz von n×n reellen Matrizen {B1,
B2, ..., Bk} wird eine Hurwitz-Radon-Matrizenfamilie der Größe
k genannt, falls
BTiBi = I
BTi = –Bi, i = 1, 2, ..., k
BiBj = –BjBi, 1 ≤ i <
j ≤ k.(11)
Es ist von Radon gezeigt worden, dass, wenn n = 2ab ist,
wobei b ungerade ist und a = 4c + d mit 0 ≤ d < 4 und 0 ≤ c ist,
dann die Hurwitz-Radon-Familie von n×n Matrizen weniger als &rgr;(n) = 8c
+ 2d ≤ n Matrizen enthält (die maximale Anzahl von Mitgliedern
in der Familie ist p(n) – 1). Eine Hurwitz-Radon-Familie, die n –
1 Matrizen enthält, existiert genau dann, wenn n = 2, 4 oder 8 ist.
Definition: A sei eine p×q Matrix mit den Termen aij
und B sei eine beliebige willkürliche Matrix. Das Tensorprodukt A⊗B
ist gegeben durch
Lemma: Für ein beliebiges n gibt es eine Hurwitz-Radon-Matrizenfamilie der
Größe p(n) – 1, deren Mitglieder ganzzahlige Matrizen in dem Satz
{–1, 0, 1} sind.
Beweis: Der Beweis erfolgt über explizite Konstruktion. Ib
soll die Einheitsmatrix der Größe b bezeichnen. Wir beachten zunächst,
dass, wenn n = 2ab mit ungeradem b ist, dann folgt daraus, dass &rgr;(n)
= &rgr;(2a) ist, da &rgr;(n) unabhängig von b(&rgr;(n) = 8c
+ 2d) ist. Außerdem ist bei einer gegebenen Familie von 2a×2a
ganzzahligen Hurwitz-Radon-Matrizen {A1, A2, ..., Ak}
der Größe s = &rgr;(2a) – 1 der Satz {A1
⊗ In, A2 ⊗ Ib, ..., Ak
⊗ Ib} eine Hurwitz-Radon-Familie von n×n ganzzahligen Matrizen
der Größe &rgr;(n) – 1. In Anbetracht dieser Beobachtung ist
es ausreichend, das Lemma für n = 2a zu beweisen. Dafür können
wir einen Satz von Hurwitz-Radon-Matrizen wählen, wie
und n1 = s4s+3, n2 = s4s+4, n3
= s4s+5, n4 = s4s+6 und n5 = s4s+7.
Dann sind
&rgr;(n2) = &rgr;(n1) + 1 &rgr;(n3) = &rgr;(n1)
+ 2 &rgr;(n4) = &rgr;(n1) + 4 &rgr;(n5) =
&rgr;(n1) + 8.(16)
Man kann beobachten, dass die Matrix R eine ganzzahlige Hurwitz-Radon-Familie
der Größe &rgr;(2) – 1 ist, dass {R ⊗ I2, P
⊗ I2, ..., Q ⊗ I2} eine ganzzahlige Hurwitz-Radon-Familie
der Größe p(22) – 1 ist und dass {I2 ⊗
R ⊗ I2, I2 ⊗ P ⊗ R, Q ⊗ Q ⊗R,
P⊗ Q ⊗ R, R ⊗ P ⊗ Q, R ⊗ P ⊗ P, R ⊗
Q ⊗ I2} eine ganzzahlige Hurwitz-Radon-Familie der Größe
&rgr;(23) – 1 ist. Ausgehend von dem obigen kann man einfach
überprüfen, dass, falls {A1, A2, ..., Ak}
eine ganzzahlige Hurwitz-Radon-Familie von n×n Matrizen ist, dann ist
{R ⊗ In}∪{Q ⊗ Ai, i = 1, 2, ..., s}(17)
eine ganzzahlige Hurwitz-Radon-Familie von s + 1 ganzzahligen Matrizen (2n×2n).
Falls zusätzlich {L1, L2, ..., Lm}
eine ganzzahlige Hurwitz-Radon-Familie von k×k Matrizen ist, dann ist
{P ⊗ Ik ⊗ Ai, i = 1, 2, ..., s}∪{Q ⊗
Li ⊗ In, j = 1, 2, ..., j}∪{R ⊗ Ink}(18)
eine ganzzahlige Hurwitz-Radon-Familie von s + m + 1 ganzzahligen Matrizen (2nk×2nk).
Bei einer Familie von ganzzahligen Hurwitz-Radon-Matrizen mit der
für n = 23 konstruierten Größe &rgr;(23)
– 1, mit Eingaben in dem Satz {–1, 0, 1}, ergibt die Gleichung (17)
den Übergang von n1 zu n2. Unter Verwendung von (18)
und mit k = n, und n = 2 erhalten wir den Übergang von n1 zu n3.
Ähnlich erhalten wir mit k = n, und n = 4 den Übergang von n1
zu n3 und mit k = n1 und n = 8 erhalten wir den Übergang
von n1 zu n5.
Der oben beschriebene einfache Maximum-Likelihood-Dekodierungsalgorithmus
wird aufgrund der Orthogonalität der Spalten der Ausgestaltungsmatrix erzielt.
Somit kann eine mehr verallgemeinerte Definition der orthogonalen Ausgestaltung
toleriert werden. Dies erzeugt nicht nur neue und einfache Sendeschemen für
eine beliebige Anzahl von Sendeantennen, sondern verallgemeinert auch die Hurwitz-Radon-Theorie
auf nichtquadratische Matrizen.
Definition: Eine verallgemeinerte orthogonale Ausgestaltung G der
Größe n ist eine p×n Matrix mit den Eingaben 0, ±x1,
±x2, ..., ±xk, so dass GTG = D eine diagonale
Matrix mit der Diagonalen Dii, i = 1, 2, ..., n der Form (l
i1
x
21
+ l
i2
x
22
+ ... + l
ik
x
2k
) ist. Die Koeffizienten l
i1
, l
i2
, ..., l
ik
sind positive ganze Zahlen. Die Rate von G ist R = k/p.
Theorem: Eine p×n verallgemeinerte orthogonale Ausgestaltung
E in den Variablen x1, x2, ..., xk existiert genau
dann, wenn eine verallgemeinerte orthogonale Ausgestaltung G in denselben Variablen
und derselben Größe existiert, so dass GTG = (x
21
+ x
22
+ ... + x
2k
)I ist.
In Anbetracht des obigen Theorems, ohne Verlust der Allgemeinheit,
kann man annehmen, dass eine beliebige p×n verallgemeinerte orthogonale Ausgestaltung
G in den Variablen x1, x2, ..., xk die Gleichung GTG
= (x
21
+ x
22
+ ... + x
2k
)I erfüllt.
Die obigen Ableitungen können für das Senden von Signalen
von n Antennen unter Verwendung einer verallgemeinerten orthogonalen Ausgestaltung
verwendet werden.
Bei Betrachtung einer Konstellation A der Größe 2b
kann ein Durchsatz von kb/p erreicht werden. In dem Zeitfenster 1 kommen kb Bit
an dem Codierer an, der die Konstellationssymbole c1, c2,
..., cn selektiert. Der Codierer besetzt die Matrix, indem xi
= ci gesetzt wird, und zu den Zeitpunkten t = 1, 2, ..., p werden die
Signale Gt1, Gt2, ..., Gtn gleichzeitig von den
Antennen 1, 2, ..., n gesendet. Das heißt, die Ausgestaltung der Sendungsmatrix
ist
Somit werden kb Bit während jedes Frames von p Sendungen gesendet.
Es kann gezeigt werden, dass die Diversität der Ordnung nm ist. Die Theorie
der Raum-Zeit-Codierung besagt, dass es für eine Diversität der Ordnung
nm möglich ist, b Bit pro Zeitfenster zu senden, und das ist das am besten
Mögliche. Deshalb wird die Rate R für dieses Codierungsschema als kb/pb
oder k/p definiert.
Das folgende präsentiert einen Ansatz zur Konstruktion von Ausgestaltungen
für lineare Verarbeitung hoher Rate mit niedriger Dekodierungskomplexität
und voller Diversitätsordnung. Es wird als vorteilhaft erachtet, den Senderspeicher
zu berücksichtigen, und das bedeutet, dass es bei gegebener Rate R und der
Anzahl von Sendeantennen n vorteilhaft ist, die Anzahl der Zeitfenster in einem
Frame p zu minimieren.
Definition: Für ein gegebenes Paar (R, n), A(R, n) ist die minimale
Anzahl p, so dass eine p×n verallgemeinerte Ausgestaltung mit der Rate von
mindestens existiert. Falls keine derartige Ausgestaltung existiert, dann ist A(R,
n) = ∞.
Der Wert von A(R, n) ist die grundlegende Frage der Theorie der verallgemeinerten
Ausgestaltung. Der interessanteste Teil dieser Frage ist die Errechnung von A(1,
n), weil die verallgemeinerten Ausgestaltungen der vollen Rate bandbreiteneffizient
sind. Um die Frage zu behandeln, wird die folgende Konstruktion angeboten.
Konstruktion I: Sei X = (x1, x2, ..., xp)
und n < &rgr;(p). In der obigen Diskussion wurde eine Familie von ganzzahligen
p×p Matrizen mit &rgr;(p) – 1 mit den Mitgliedern {A1,
A2, ..., A&rgr;(p)-1} konstruiert (Lemma im Anschluss an
Gleichung 12). Das heißt, die Mitglieder Ai sind in dem Satz {–1,
0, 1}. Sei A0 = I und man betrachte die p×n Matrix G, deren Spalte
j gleich Aj-1XT für j = 1, 2, ... n ist. Die Hurwitz-Radon-Bedingungen
implizieren, dass G eine verallgemeinerte orthogonale Ausgestaltung von voller Rate
ist.
Aus dem obigen kann eine Anzahl von Fakten sichergestellt werden:
– Der Wert A(1, n) ist die kleinere Zahl p, so dass n ≤ &rgr;(p)
ist.
– Der Wert von A(1, n) ist eine Potenz von 2 für beliebige n ≥
2.
– Der Wert von A(1, n) = min(24c+d) worin die Minimierung
über den Satz {c,d|0 ≤ c,0 ≤ d < 4 und 8c + 2d
≥ n} gemacht wird.
– A(1, 2) = 2, A(1, 3) = A(1, 4) = 4 und A(1, n) = 8 für 5 ≤
n ≤ 8.
– Orthogonale Ausgestaltungen sind verzögerungsoptisch für
n = 2, 4 und 8.
– Für beliebige R ist A(R, n) < ∞.
Das obige konstruiert explizit eine Hurwitz-Radon-Matrizenfamilie
der Größe p mit &rgr;(p) Mitgliedern, so dass sämtliche Matrizen
in der Familie Eingaben in dem Satz {1, 0, 1} aufweisen. Bei Vorliegen einer solchen
Familie von Hurwitz-Radon-Matrizen der Größe p = A(1, n) können wir
die Konstruktion I anwenden, um eine p×n verallgemeinerte orthogonale Ausgestaltung
mit voller Rate bereitzustellen.
Diese verallgemeinerte orthogonale Ausgestaltung mit voller Rate weist
Eingaben der Form ±c1, ±c2, ..., ±cp
auf. Somit sind für einen Sender mit n ≤ 8 Sendeantennen die folgenden
optimal verallgemeinerten Ausgestaltungen der Rate Eins:
Die oben offenbarten einfachen Schemen der Sendediversität sind
für eine reelle Signalkonstellation. Eine Ausgestaltung für eine komplexe
Konstellation ist ebenfalls möglich. Eine komplexe orthogonale Ausgestaltung
der Größe n, die hier umfasst ist, ist eine unitäre Matrix, deren
Eingaben die Intermediate ±c1, ±c2, ...,±cn,
ihre komplex Konjugierten ±c
*1
, ±c
*2
, ..., ±c
*n
oder diese Intermediate multipliziert mit ±i sind, worin ist. Ohne Verlust
der Allgemeinheit können wir die erste Zeile zu c1, c2,
..., cn wählen.
Es kann gezeigt werden, dass komplexe verallgemeinerte orthogonale
Ausgestaltungen mit halber Rate R = 0,5 existieren. Sie können konstruiert
werden, indem wie oben beschrieben eine Ausgestaltung für reelle Symbole erzeugt
wird, und die Zeilen wiederholt werden, mit der Ausnahme, dass jedes Symbol durch
dessen komplex Konjugierte ersetzt wird. Unter der Vorgabe, dass eine Ausgestaltung
für komplexe Symbole verwirklicht werden muss, können wir, formaler ausgesagt,
jede komplexe Variable ci = c
Ri
+ ic
li
worin i = √–1 ist, durch die reelle 2×2 Matrix
ersetzen.
Auf diese Weise ist
und
Es ist leicht zu sehen, dass eine auf diese Weise gebildete Matrix eine reelle orthogonale
Ausgestaltung ist. Das folgende präsentiert Codes halber Rate für die
Sendung unter Verwendung von drei oder vier Sendeantennen, wobei eine Ausweitung
auf eine beliebige Anzahl von Sendeantennen, selbstverständlich direkt aus
der Anwendung der oben offenbarten Prinzipien folgt.
Diese Sendeschemen und deren Analoga für höhere Werte von
n ergeben nicht nur volle Diversität, sondern ergeben 3 dB an zusätzlichem
Codierungsgewinn gegenüber den nicht kodierten, aber sie verlieren die Hälfte
der theoretischen Bandbreiteneffizienz.
Einige Ausgestaltungen sind verfügbar, die eine höhere Rate
als 0,5 bereitstellen. Das Folgende präsentiert Ausgestaltungen für die
Rate 0,75 für n = 3 und n = 4.
Die 1 zeigt eine Anordnung, in der ein
Sender einen Codierer 13 einschließt, der auf einen angelegten Strom
von Symbolen reagiert. Der Codierer schließt in den meisten Ausführungsformen
einen Speicher zur Speicherung der ankommenden Symbole ein. Diese sind Prozesse
gemäß der obigen Offenbarung und werden veranschaulichend auf n Mapper
14 angewandt. Die Mapper bilden die Symbole zum Beispiel auf eine zweidimensionale
Konstellation ab und liefern die abgebildeten Symbole zu n Impulsformern
15, die die Signale modulieren und sie zu den Sendeantennen 11
liefern. Die Struktur der Sender 10 ist nur veranschaulichend und viele
andere Ausgestaltungen können verwendet werden, die stets die Vorteile dieser
Erfindung verwirklichen.
Die gesendeten Signale werden von dem Empfänger 20 empfangen,
der j Empfangsantennen 21 einschließt. Die empfangenen Signale werden
zu dem Detektor 25 geliefert, der Signale zum Beispiel gemäß
dem Detektionsschema erfasst, das oben in Verbindung mit den Gleichungen
9 und 10 beschrieben wurde. Die Kanalschätzer 22
sind herkömmlich. Ihre Funktion besteht darin, die Kanalparameter für
den Detektor 25 zu schätzen.
Anspruch[de]
Ein Empfänger (20) mit m > 1 Empfangsantennen (21)
zur Dekodierung von Signalen, die von einem Sender (10) mit n Sendeantennen
(11, 12) gesendet wurden, wenn der Empfänger (20)
Kenntnis über Kanalübertragungsfunktionen zwischen den Sendeantennen (11,
12) und den Empfangsantennen (21) hat, gekennzeichnet durch:
einen Decoder, der auf j Empfangsantennen (21) anspricht, zum Auswählen
von Signalen ci aus einem bekannten Satz von Signalen als die von dem
Sender (10) gesendeten Signale, die
minimieren, worin
ist,
r
jt
das in dem Zeitintervall t an der Empfangsantenne j empfangene Signal ist,
die komplex Konjugierte der Kanalübertragungsfunktion zwischen der Antenne
des Senders (10), die das Symbol ci sendet, und der Empfangsantenne
j ist,
und
&dgr;t(j) das Zeichen des Symbols ci in dem Zeitintervall
t ist.Ein Empfänger (20) mit m > 1 Empfangsantennen (21)
zur Dekodierung von Signalen, die von einem Sender (10) mit n Sendeantennen
(11, 12) gesendet wurden, wenn der Empfänger (20)
Kenntnis über Kanalübertragungsfunktionen zwischen den Sendeantennen (11,
12) und den Empfangsantennen (21) hat, gekennzeichnet durch:
einen Decoder, der eine Erfassungsregel maximaler Wahrscheinlichkeit verwendet,
und zwar durch Bilden von
für sämtliche Sendeantennen (11, 12) des Senders (10)
und Entscheiden zugunsten von Symbol ci aus sämtlichen Konstellationssymbolen,
falls
erfüllt ist, worin r
jt
das in dem Zeitintervall t an der Empfangsantenne j empfangene Signal ist,
r
jt
die komplex Konjugierte der Kanalübertragungsfunktion zwischen der Antenne
des Senders (10), die das Symbol ci sendet, und der Empfangsantenne
j ist, und &dgr;t(j) das Zeichen des Symbols ci in dem Zeitintervall
t ist.